Indiana Tribüne, Volume 6, Number 177, Indianapolis, Marion County, 16 March 1883 — Page 2
Jndiana Hriöinre.,
SLgkiS,- und SonntagsauSzzaSs. Xfe: ttD. DclwarrStr. Indianapolis, Ind., 1 Ä!ärz 1883. Lluö Tport-Kreisen. General James W. Singleton ton JllinoiZ ist ein Mann in den besten Iah ren, von blühender Gesichtsfarbe und nur Haupt- und Barthaar haben das bekannte Ansehen von Kümmel, und , Salz, welches die M.tte der Fünfziger : andeutet. Er hat zweimal den 11. Dl strict seines Staates im Congresie ver j treten, auch m dem hochseligen 47. , Aber als Lebemann und Pferdeliebhaber j größere Berühmtheit erlangt, denn als Staatsmann. Seine Soupers .in der Bundeshauptstadt werden noch, lange in vortrefflicher Erinnerung bleiben, und da er selbst dem Besten vom Guten reichlich zuzusprechen liebt, so hat schon manch' ein Besuch des manner - plagenden Po dagra sein beschauliches Glück vorüber gehend getrübt. Am meisten hält er aus schöne Pferde, und da er bedeuten den Waldbesitz im Westen sein eigen nennt, so erlauben ihm seine Mittel, die ser Liebhaberei die Zügel schießen zu lasten. In Washington hatte er ein Gespann, das ihn über 510,000 aekostet hat, und aus seinem Gestüte in Quincy sind einige der werthvollsten Rennpferde im ganzen Westen hervorgegangen. Vor mehreren Jahren trübte eines den See lenfrieden des Generals. Commodore Vanderbilt besaß ein Pferd, das für das beste und werthvollste der Welt galt; der edle Gaul führte den Namen Silver HeelV Singleton ließ Silberhuf" kichtRuhe noch Nast, und endlich fuhr er nach New Z)ork und fragte Vanderbilt, ob er Silderhus" - verkaufen wolle und um welchen Preis. Ich verkaufe AI leö, wenn es mir bezahlt wird war die Antwort, aber Silberhuf- nicht unter $300,000." Das war selbst für Singleton zu viel Geld und ties gebeugt reiste er nach Quincy zurück. Er war damals Präsi dent der St. Louis & Wabash Bahn : die Actien derselben begannen plötzlich zu steigen und kletterten und kletterten, ohne daß man den Grund dieser Erschei nung kannte. Eines Tages erhielt Singleton Vanderbilt's Besuch. Nach der Versicherung der außerordentlichen Freude, sich zu sehen, und nach sonstigen inhaltlosen Redensarten ging Vander bilt gerade auf sein Ziel los und fragte : General, wie lange lassen Sie Wabash noch steigen?" Commodore, wie kom men Sie dazu, eine derartige Frage an mich zu richten V Na, General, wir sind doch keine Kinder, verständigen wir uns. Sie wünschen Silberhus- zu be sitzen; sobald Sie mir sagen, von wel chem Eurse an Sie Wabash fallen lassen, wird es mir eine Ehre sein, Ihnen denselben zum Geschenke zn machen." Commodore, Sie sind ein Ehrenmann und sprechen deutlich. Wohlan, verkau ! sen Sie ihren Vorrath an Wabash. Ac ' tien, wenn solche aus 85 angelangtind." Herzlichen Dank, mein braver Ge . neral, ich sende Ihnen Silberhuf.Die Actien stiegen wirklich auf 85, Van- - derbilt verlauste zu diesem Curse und dann siel Wabash wieder so schnell, als e3 vorher gestiegen war. Silberbuf" . . . W I Wf l tras in einem eigens für ihn eingerichte ten Pferde-Palasivagen in Quincy ein. Ein vaar fUbre sväter kaufte der Jockeyclub in St. Louis den ebenfalls, weltberübmten Öenast St. Lawrence" für $10,000 und schrieb für die von ihm veranstaltete Pferde Ausstellung mit Rennen einen Preis von $10,000 für das beste Pferd aus. Singleton brachte Silbntkf" nach St. Louis ; dort waren zu dem Rennen um den erwähnten Preis nur dret Pferde angemeldet und zwar : St. Lawrence, Mambrino Chtef und Silver . Heel. Mambrino-Chief gehörte dem James Clay von Kentucky und galt damals sür den besten Traber V - . Cil . i m m . . in o:n ner. Vlaaien. nor beginn ocZ Rennens fragte der General einen der Preisrichter, auf welche Vorzüge der Pserde dieselben das meiste Gewicht le gen würden. Aus Regelmäßigkeit und Schönheit der Gangart mehr, als aus Schnelligkeit,- wurde ,hm geantwortet. 'Singleton hatte sür Stlberhus ein ganz ' leichtes Geschirr und den denkbar leichtesten Rennwagen anfertigen lassen und instruirte seinen JocqneyÄbrahams. das Pferd so zu führen, daß namentlich die Schönheit seiner Action zur Geltung komme. Silberhuf übertraf sich selbst und war der Liebling der nach Tausen den zählenden Zuschauer, aber St.Law rence kam eher an das Ziel, und ihm wurde der Preis zugesprochen. Single ton beschwerte sich bei den Preisrichtern und hob hervor, daß doch sein Pferd unter allen Umständen schöner gelaufen sei, als der Si. Lawrence". Aber der Letztere kam eher an's Ziel wurde ihm geantwortet, und als sich der General auf die ihm von einem Preisrichter er theilte Auskunft'berief, zuckten die Her ren mit den Achseln. Singleton beschul digte dieselben einer nicht ehrenhasten Handlungsweise und offerirte in den Zeitungen einen Preis von 10.0J0 sür irgend ein Pferd, das Silberhuf auch in Betreff der Schnelligkeit bieten" würde. In einem zwei Tage später stattsindenden Rennen kam Silberhus zuerst an's Ziel und wurde alö Sieger erklärt. Am folgenden Mor gen gab der G:neral dem Club ein so lennes Gabel-Frühstück, während dessen natürlich die Pferde das ausschNeßliche Gesprächsthema bildeten. .Allen Re spect vor Ihrem Silberhuf, sagte James Clay zu Singleton, aber die Fohlen von meinem Mambrino Chief bieten" irgend welche Johlen in der ganzen Welt." Wa?, schrie der General ich habe zwet zweiiahrige. Fohlen und ,ch biete Ihnen eine Wette von 10.000 an, daß jedes oerselden, (aarne und Swift neß" jedes Ihrer Fohlen an Schnellig
mxtmsa
kcit übertrifft." Die iliieile wurde angenommen, die Wettsummen wurden dcponirt und vereinbart, daß dasNeunen in einem Jahre in Kentucky auf dem Grund und Boden des James Clay stattfinden solle. Als Singleton von Baltimore, wo er der von Charlkston dahin vertagten demokratischen Natio nalcotivcntion beigewohnt hatte, nach Louisville kam, fand er, daß das bevorstehende Renn:n das Tagesgespräch bildete, und daß riesige Summen aus (5!c.y'Z Pferd und pa? vielfach im Ver hältnisse von 1 zu 3 gewettet wurden. (Selbst Llbrahams wur)e. nachdem er (Uay's Pferd bei einem Aersuchsrennen hatte laufen tehen, hta und kleinmü iia. Sinaleton verlor nichts von sei. m; Siegcsgewißhcit und telcgravhirte Ön C-inen g:tun0 in Chicago um 510, 0ÖO . flg Geld blieb aus, weil der Chicagoer, der den Ungestüm seines Freundes kannte, es ebenfalls für un uUä) hielt, daß Singleton's Pferd sieaen könne und ihn daher vor Ver Insten bewahren wollte. Singleton borgte indeß in Louisville $9.000 zu sammen und legte diese, sowie das Geld, das er mitgebracht hatte, in Wetten an. Das Nenr.en begann, Singleton's Sallie" siegte mit ein paf.r Dukend Pferdelängen, und brachte hierdurch seinem Besitzer über .$19,000 ein. Aller dings wirkte ein merkwürdiger Zufall mit. Im Momente des Ablaufs ließ auf der in der Nähe befindlichen Eisen bahn eine Locomotive die Dampfpfeife ertönen. Clay's Pferd war hieran ge wohnt und trabte ruhig vorwärts; Sallie" scheute und stürmte mit einer Geschwindigkeit vorwärts, die sie nie wieder erreicht hat, die Geschicklichkeit des Abrahams brachte es aber fertig, daß das Thier weder ausbrach, noch aus Uz Gangart siel. Gprnngartlse Civilisation Vor Kurzern starb aus einer der Fid schi'Jnseln der König Thakombau ode? Cacobau, dessen Lebensgeschichte den kühnsten Roman in Schatten stellen dürfte. Man stelle sich vor, daß einer unserer Vorsahren aus 5er Steinzeit, aus jenem Zeitalter, das den Gebrauch der Metalle noch nicht kannte, aus dem Grabe steigen und mitten unter unsere jetzige Civilisation versetzt würde. Wel che Empfindungen würde wohl in dem nackten Wilden der Anblick unserer Groß städte, unserer Eisenbahnen, Schiffe, Brücken u.s.ro-. erwecken, wie könnte man eö ihm begreiflich machen, daß man un unterbrochen lausende von Meilen reisen und sich um die ganze Erde herum mit tels einfacher Drähte verständigen kann? Was unzählige Generationen in den verschiedensten Ländern durch Jahrtau sende hindurch geschaffen und gelernt ha den, das träte hier mit einem Schlage sinnverwirrend vor das nur an die wil beste Natur gewöhnte Auge des wieder erwachten Barbaren. Er würde nichts von alledem begreifen, nicht mehr Ver ständniß dafür haben, wie ein Thier. Jener verstorbene König nun befand sich genau in derselben Lage, wie ein auferweckter Höhlenbewohner aus der Steinzeit. Unter Menschenfressern ge boren, erschlug er schon als Knabe einen Spielkameraden, der ihn geärgert hatte. Selbst nackend, führte er später seine nackten Truppen gegen die Feinde, deren Leichname von de. Siegern verspeist wurden. Kurz vor seinem Tode war er ein höchst brauchbarer Gouverneur der englischen Colonialregierung. ein guter ä T P l f i. reuno oer zuuu Minen, ore eine ooe Insel in einem blühenden Garten ver wandelt und die Gebräuche der fortge schrittensten Nationen eingesührt hatten. Während eines kurzen Menschenlebens war er von der tiefsten Stufe der Bar barei in das Zeitalter deö Dampses und der Electri:ität eingetreten. Statt der Jestgelage, deren Hauptanziehungspunk te Menfchenflcisch .bildeten, feierte, er Feste bei englischen Beamten mit; statt des Schurzfelles trug er einen Frack, statt des Blutes der Feinde trank er Champagner. Aehnliche Erscheinungen sind heutzutage gar nicht selten. Der ; Präsident des Parlaments in Honolulu !!1 ll-!.f!X.. m! . V - 1 . , Ml in tonißiiajei Prinz, oer orer euro päische Sprachen spricht, Europa bereist hat und die Glocke mit einer Würde handhabt, die dem Vorsitzer des Bun dessenates zur Ehre gereichen würde. In ! seiner Jugend war derselbe Mann ein Wilder, dem selbst die einfachste Civili sation unbekannt war. Solche merkwürdige Gegensake sind freilich in keinem anderen Zeitalter un mittelbar nebeneinander gestellt worden. aber die Geschichte der zetzigen Haupt Kulturträger bietet gleichwohl annä hernd ebenso wunderbare Erscheinungen. Die ersten angelsächsischen Könige der selben Engländer, welche die moderne Cultur in allen Welttheilen verbreitet haben, waren nicht viel gebildeter als Kalakaua oder Thakombau in ihrer Ju gend. Sie opferten dem Wodan Pfer defleisch und beschäftigten sich auSschließ lich mit der Jagd und dem Kriege. Germanische Fürsten, die nach Rom ka men, mögen nicht minder gestaunt haben, als die Könige" von den Inseln im Stillen Ocean oder in der Südsee, die heutzutage London und Paris besuchen. Der hauptsächlichste Unterschied besteht darin, daß damals nur wenige Nationen civilisirt waren, die Cultur also vor übergehend von den Barbaren vernichtet werden konnte, während sich Letztere jetzt der Civilisation anpassen oder un tergehen müssen. Schwerlich wird die Borauösagung des großen Geschichts schreibers Macauley in Erfüllung gehen, daß dereinst die Neuseeländer auf den Trümmern von London Triumphgelage feiern werden-. Die Neuseeländer sterben aus. . . Egoiömuö. Es sind wirklich gute Worte, die wir der englischen Zeitschrift Good WordS" entnehmen. Wenn sich Jemand darüber c . t i k i v : . r . . i. r it. r. uciiugi, ,ugi uuicioc, oan vie meinen Menfchen selbstsüchtig, nicht, mitsühlend und von ihren eigenen Zielen, ihrem ei genen Glücke und ihren eigenen Sorgen
cfgjafccaitasTiTTr n. bi i Mr'fttuaT wtontAeMswuti
absorbirt sbfc, fi) kann man rneit darauf verlassen, daß der Klagende ge rade ci: Fehler bcsi;, die er tadelt. Seine Gedanken md deranin, von. seinen eigenen Angelegcnhciica in Anspruch ge nommen, daß er ungeduldig wird, wenn andere Leute über ihre Angelegenheiten nachdenken, statt üb:r die seinigen. Er ist nicht im .Stande, sich mit ihrem Kum mer oder ihrer Freude bekannt zu machen; fühlt er sich unqlLcklich, so wundert er sich darüber, d'.ß ?'.: ere glücklicy sein können; ist er glückt, so scheint es ihm unbegreiflich, d,iß Andere ihrer Kümmernisse wegen sich .ncht mit ihm sreucn wollen. Er hat eine so hohe Meinung von seinen Arbeiten, daß er glaubt, andere Leute sollten auf die Beobachtung und Bewunderung derselb:n einen aroßen Tkcil iyrer Zeit ver. wenden. Tiesc? AufeZzen in Allem, was ihn teilet, ist die (Zrllärung sür die allgemeine l.ichqinigleit, über die er sift beschwert. Um uns Sympathie ZU sichern, müssen r?ir ebensowohl geben als nehmen. Ein Land, das nichts aussührt. kann auch nichts ein führen, aber wenn es daraus den Schluß zieht, daß die ganze üigü Welt ohne Minen, ohne LZölder und oh::e reiche Ernten in entselicher Alm::t!) kht. so ist das eben ei falscher Schluß. So bald der Mensch va denken beginnt, daß alle menschlichen Herzen kalt sind, sollle er sich selbst sosiMigst beobachten. Wenn ein Eisberg.aus den gesrorenen Feldern wandert, die am Pole liegen, so kühlt er die GeloäsZer ab, in die er hineintreibt; selbst der Golfstrom sinkt in der Tempuatur, wenn er von einemEis berge berührt wird. In einem Gedränge glaubt gerade Derjenige, der am Aergsten stößt, daß Andere ihn schieden. Ge radeDerjenige, der selbst in die vorderste Reihe vordringen will, beklagt sich darüber, daß Andere ihm zuvorzukommen suchen. ' Wenn man von anderen Leulen grob angefahren wird, sollte man sich dies als Warnung dienen lassen. Höchst wahrscheinlich ist man selbst grob gegen sie gewesen. Gin Gouvcrncur in Acr.cactthrit. Vor einigen Tagen wurde in dem Bureau des Gouverneurs von New Bork ein Brief mit der Adresse: Mis.Grover Clcveland" abgegeben. Mrs. Grovcr Cleveland eine Dame dieses Namens exist'.rt nickt in ganz New )ork. Was sollte der Gouverneur mit dem Priese thun ? Ihn öffnen ? Ode? ausbewabren, bis er dasür gesorgt, daß es eine Mrs. Gcover Cleveland giebt ? Diese Fragen bereiteten dem Staats-Obcrhaupte viel Sorge, Scrupcl ohne Zahl und schlas lose Nächte ; sie gewissenhast zu entschei den, war in der That schwieriger, als die Bill mit dem Veto zu belegen, welche den Fahrpreis auf den Hochbahnen in New Z)ort aus 5 Cents herabseht. Der Gouverneur berief seinen Privatscccitür Lamont, den Staatsschatzmeistr Mox well und seinen Freund Edgar K. Ap par zu einem KriegLrath: und legte die sem die Angelegenheit vor. Ganz unmaßgeblich." meinte der Pri vatsecrctär, möchte ich mir erlauben, meine bescheidene Ansicht dahin auszu sprechen, d?.ß der Herr Gouverneur zur Oeffnung des Briefes vollberechtigt sind. Das s in em Mrs. erscheint mir als ein bloßer Appendix, al ein Anhängsel, das der Hast des Schreibers, also einer fiia calarni seine E.itstehung verdankt." Donnerwetter, nein," rief Appar, der Brief kommt von einem Frauenzim er. Sehen Sie doch, meine 5)erren. die zierliche Handschrift, riechen Sie das feine Parsüm, das dem Couverte strömt.Ich bekomme keine parsümirten Br:ese mehr." äußerte sich der schätz meiste?, dazu bin ich zu lange verheira thet, aber der Herr Gouverncur a! Junggeselle wird sich ja wohl auch hier aus ganz vortresflich verstehen." Ich weiß nicht," entschied der Gou verneur, der Brief riecht nicht nach Par süm, noch weniger allerdings nach Acten, ich kenne den Geruch nicht. Doch sei es ein Gouverneur muß ein Mann der That sein, ich hab's gewagt, hier ist der Brief." In athemlosem Schweigen lauschte der Kriegsrath dem Inhalte. Pleasant Grove, Panola Co., Miss., 28. Febr. Meine liebe Frau Grovcr Cleveland. Entschuldigen Sie meine Freiheit, daß ich unbekannter Weise an Sie schreibe, aber ich habe eine große Bitte. Am 7. November 188Z, dem Tage, an dem Ihr lieber Mann als Gouverneur des aroßen Staates New Vork erwählt wurde. habe ich einen Jungen gekriegt; und waS für einen ! Mein Mann sagt, er ist der schönste unter den sieben die wir bis jetzt beisammen haben. Er hat so gescheute Augen, dap mix, wenn ich so recht mnig m dicfelben hineinblicke, eine innere Stimme sagt : Der wird noch ein mal Präsident der Bcr. Staaten. Und da wollte ich nun, daß dcr Junge von Jugend an das Bllo eines großen Staatsmannes um sich hat, und da wollte ich Sie nun höflichst bitten, daß Sie mir Ihrem lieben Manne sein Bild schicken und das Ihrige auch, weil Sie Ihrem lieben Manne gewiß in dcr Re gierung mithelfen. Die Bilder wollen wir in der Kinderstube aufhängen und unserem Jungen, den wir Ihrem lieben Mann zu EhrenGrover" getaust haben, immer sagen, daß er auch .ein so großer Mann werden soll, wie Ihr lieber Mann. Mein Alter läßt unbekannter Weise schönstens grüßen. In Eile und größter Werthschätzung Ihre Mrs. McPinapple. Nachschnst : Entschuldigen Sie, wenn der Brief etwa ein Bischen nach Kinder stube riecht, aber ich kann mich von mei nem Grover keinen Augenblick trennen und habe daher in der Kinderstube ge schrieben." Der Gouverneur hat der Frau Mc Pinapple sofort sein Portrait in ele gantem Goldrahmen übersandt, sie von dem zur Zeit noch vorhandenen Mangel einer Mrs. Grover Cleveland in Kennt niß aesetzt und versprochen, auch in die ser Bezichuug die ausgesprochene Bitte zu erfüllen, sobald dem gegenwärtigen
Mangel abgeholfen ist. Er gedenkt als ! r . ,
ferneres norono eines Staatsmannes, der zum Präsidenten paßt, seinem jugendlichen Namensvetter daö Werk: Leben und Thaten eines großenStaats manncs" zu übersenden, dessen Vollen dung ihn in seinen spärlichen Mußestunden beschästigt. Lluö der ttohlenrcgion. Beinahe hundert rauen und über 500 skinder sind in dem mittleren Be zirke der pcnnsylvanischen Kohlenregion im vorigen Jahre durch Unglücksfälle ihrer Ernährer beraubt worden. Die Berichte über die Unfälle in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres weisen verhältnißmüßig denselbenBerlust an Menschenleben nach. Wir wollen heute nicht davon sprechen, daß durch größere Vorsicht im Betriebe der Gruben qar manche dieser Opfer vermieden wer den. könnten, sondern kurz schildern, mit welcher Herzlichkeit und Selbstaufopfe rung die Kohlengräber sich der Frauen und Kmoer ihrer getödteten oder verstammelten Kameraden annehmen. Die Wohlthätigkeit, die werkthätigeNächsten. liebe, ist nicht organisirt in jenenDlstric ten. aber keiner Wittwe Speisekammer bleibt leer, unter keinem Herde erlöscht die belebende Flamme, keines Hausbe sitzers Härte setzt die Aermsten aus die Straße. Fast eine Art idealen CommuniSmus kann man die Art und Weise nennen, in welcher jene Arbeiter miteinander theilen. Am Abend legen die Bergleute, die aus den Gruben kommen, Blöcke Kahlen vor den Häusern der Wittwen und Waisen nieder. Gilt eS ein nnentbehrliches Haushaltungsstück, oder Borräthe sür den Winter oder auch den Hauszins sür ci.ie kürzlich des Ernährers berauble Familie zu beschaffen, so wird ein sogenanntes Ausspielen" veranstal!:t. Das Loos kostet 50 Cents und aus freiwilligen Beiträgen werden Mittel zum Ankauft des Ersorderlichen aufgebracht. An einem vorher öffentlich bekannt gemachten Abend versammeln sich die Arbeiterfamilien in einem bestimmten Hause. Dar:n werden der Wittwe die aus dem Verkaufe der Loose erzielten übergeben. Bei einem srugalen Imbiß und Kaffee. Bier und Grog werden die guten Eigenschaften des verunglückte Kameraden besprochen. Dann werden die Namen der Loos inhaber aus kleinen gefalteten Zetteln in einen Hut gethan und unter fortwäh rendem schütteln nach und nach gezo gen. Der glückliche Gewinner macht seinen Gewinn der Wittwe zumGeschenk. Auch später noch ist die Unterstützung der Arbeiter fortwährend thätig, den P!angel von dem Haufe des Unglück fern zu halten. .Sehr oft kommt es vor. daß unverheiralhete Koblengräber den Wittwen verunglückter Kameraden die Hand reichen und sür sie und deren Kinder die weitere Sorge übernehmen. Wiederholt wurden Versuche gemacht, gegenseitige Unterstützungskaffen einzuführen, die Leute wollen aber aus die Dauer nichts von einerOrganisation des Liebeswerkes wissen. Wer so gern und so nachhaltig hilft, wie diese Männer, ist vollberech tigt, auf dem Wege zu beharren, auf dem schon so viel Gutes erreicht wurde. I n Deutschland werden im Jahre 1883 dcei Jischerei-AuLstel lungen staüsinden, nnd zwar in Regens brng. Schwerin und Hmbu.g, welche im Mai d. I. eröffnet werden. s Vorn Ztt?anse. Ein alter Farmer. Namens JtsZe Williams, der sich durck Spar samkeit und Fleiß ein kleines Vermögen erworben hatte, verkaufte jeine Farm in Orange County. N. SJ). und entschloß sich, den Nest seiner Tage im Staate Delaware, wo er Verwandte hat, zu verbringen. Vorige Woche trat er mit 7000 in Gold, die er aus dem Verkauf seines Gutes gelöst hatte, die Reise zu sei nen Verwandten an. Das Gold führte er in zwei Beuteln, die in seiner Reisetasche lagen, mit sich. Auf der Fahrt nach Philadelphia trank der Farmer an ver schiedenen Stationen diverse Gläser .Apple Jack'', und alsZer am Broadstra ßen-Depot in der Stadt der Bruderliebe" ankam, ersuhr er, daß erZeit genug habe, um die Sehenswürdigkeiten der Quäkerstadt in Augenschein zu nehmen. eb: der 3ua nach Wilminaton, Del., weiterfahre. Ein fehr höflicher Mann trat zu ihm heran, begrüßte ihn als einen alten Bekannten und erzählte, daß auch er nach Wilmington reisen wolle, aber nicht wisse, wie er die Zeit bis zur Absahrt des Zuges verbringen solle. Er schlug deshalb vor, in einer benabarten Schenke einen auf die Lampe zu gießen", und Williams keuchtete dieser Verschlag alsbald ein. Der Fremde hatte ebenfalls eine Reisetasche und rief einem fungen Manne zu, aus seine wie dls alten Farmers Reisetasche Acht u haben, bis sie Beide zuruckkä men. Der nichts Böses ahnende Alte aina mit dem angeblichen Reisegefährten fort und besuchte mit ihm verschiedene Wirthschaften, verlor ihn aber plötzlich aus dem Gesicht und munte oen viua gang zum Bahnhof allein machen. Als er in den Wartesaal zuruamm, war seine Reisetasche verschwunden. Die Sache wurde der Philadelphia Polizei . .. . r . w . fgemeldet, welche sty daraus mtr oer vuw Borker Polizei in Verbindung setzte; letztere glaubt, den beiden Gaunern aus der Spur zu seln. Eine wichtige Entscheidung wurde letzter Tage vom Obergerichte der Stadt New York abgegeben. Im sep tember 188!. wurde Frau Constanze tf ber von ihrem Gatten geschieden, und Letzterem in dem richterlichen Entscheid verboten, sich wieder zu verheirathen. Faber ließ sich aber im April 1882 mit einer anderen Dame trauen, wurde oa rauf bin verhastet und vom Crimtnal richter wegen Bigamie in'S Zuchthaus gesandt. Das Obergericht annullirt nun dieses Urtheil. Es heißt in seiner Entscheidung, daß nach Trennung der Ehe kein eheliches Verhältniß mehr zwi scken Mann und Z?rau erisiirte. und rau Beide nickt Biaamie verüben konnten. wenn sie aus's Neue heiratheten. Der
Angeklagte hat zwar das Statut, das sich auf die Ehescheidung bezieht, übertreten, aber eine Verletzung dieses Statuts kann nur als .ein gewöhnliches Vergehen, aber nicht als ein Verbrechen be trachtet werden. Nur in Kentucky giebt es noch die echten und wahrhastigen Genllemen von gutem alten Schlage. Kommt da kürzlich ein Reisender mit der Bahn in Jlemingsburg an. Am Bahnhose tritt ihm ein schäbiges Individuum entgegen und fragt höflich : .Könnte ich die Ehre haben, Ihnen ein Hotel in der Stadt zu zeigen, in dem es Ihnen gewiß gefallen würde ? In diesem Falle würde ich um Ihre Reisetasche bittend Der Reisende schien nicht gleich bereit, aber ein älterer Herr aus Jlemingsburg, des sen Bekanntschaft er unterwegs gemacht
hatte, sagte ihm : .Gehen Sie getrost mit dem Herrn, er ist . ein vollendeter Gentleman .Ader, wie ist der Mann so heruntergekommen?- .Sehen Sie, der Herr besaß seine 70 Nigger, über 700 Acker bestes Blaugras - Weideland, er war seine tz300,000 werth. Aber Renn Pferde, lockere Weiber, .der Poker und der od bourbon. na lieber Kott. er hat manche Nacht seine $4 000 blos verspielt und das kann auf die Dauer selbst ein reicher Kentuckie? nicht aushal ten. Nun trinkt der Mann allerdings den ganzen Tag, aber er ist ein vollen deter Gentleman, von exquisiter Familie und gehört zu den prominentesten Bür gern der Stadt." Der Reisende ver traute sich dem Gentleman an und hatte es nicht zu bereuen. Gouverneur I a S. S. B o yn ton von Georgia, der an die Stelle des verstorbenen Stephens getreten ist, wur de am 7. Mai 1833 in Henry Co., Ga., geboren. Sein Vater, von schottischer Abkunst, war aus dem Staate Vermont gebürtig und kam noch jung nach dem tzsuden, wo er einer der ersten Ansiedler in Henry County wurde. James war der siebente Sohn. Er studirte dieRechte und wurde zur Advokatur zugelassen, wo er sich bald auszeichnete. Im Kriege befehligte er das 13. Regiment von Geergla. Nach Beendigung des Krie ges nahm er die RechtSpraxlS wieder auf. Er kam rn den gegenwärtigen Staatssenat und wurde denen Präsi dent. Für die auf den 24. April angesetzte Gouverneurswahl concurriren neden James Boynton nochHarry Jackson und Congreßmitglied Blount. Die Le gislatur wird am 9. Mai zusammentreten, um die Stimmen zu zahlen, und sich dann vertagen. Die Erfolge, welche die Reglerung mit ihren Jnwanertchulen rn Carllsle, Hampton und Foresi Grove erzielt hat, haben j-tzt zur Errichtung einer ähnlichen Anstalt in Lawrence. Ks., geführt, die nach ihrer Vollendung Raum zur Ausnahme von 400 Schülern haben wird. Aus Michiaan wird ein sehr traurigerFall gemeldet. Dort wurde im Jahre 1853 ein Mann des Mordes angeklagt, processirt und schuldig befunden und dann zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt. Jetzt hat der Gouverneur ihn begnadigt, nachdem mittlerweile erwiesen worden, daß der Unglückliche an dem ihm zur Last geleg ten Verbrechen nicht den mindesten An theil hatte. Wer vergütet ihm jetzt die Zeit, wer entschädigt ihn sür alle die Qualen, welche er während dieser langen 20 Jahre im Zuchthause unschuldig aus gestanden k Erne wichtige Erfindung aus dem Gebiete der elektrischen Leitung hat der deutsche Mechaniker Henry Spltdots m Nero ork gemacht. .Der selbe hat eine durch Dampf getriebene Maschine construirt, welche den aufge spulten Baumwollensaden-Vorgespinnst -lose und ferner in der Weise dreht. daß er, wenn er an den zu um'pinnen den Draht gelangt, sich in varauclen Fasern um solchen schlingt und ihn so vollkommen umfaßt, wie die beste Seide es thun könnte. Ja die Jsohrung be ansprucht nicht nur weniger Raum, son dern ist auch noch dichter, wie bei der Verwendung von, Seide, denn die Baumwollensasern sügen sich gewissermaßen in einander hinein, während die (seiden fasern wegen ihrer Glätte immer gewisse, sei es auch unberechenbar kleine Ab stände zwischen einander lassen. Fer ner giebt Splitdors auch diesem Draht vor dem Umspinnen noch einen Schellack-Ueberzug und erreicht auf diese Weise theils völligen Schutz, der Kupfer drahte gegen Oxydation, theils die beste bisher bekannte Jsolirunq. Bezüglich der Tragweite der neuen Erfindung ge nügt es, darauf hinzuweisen, daß das Pfund des verwendeten Baumwoll gefpinnstes $1.50 kostet, während das Pfund Seide nicht unter $11.00 zu haben ist. Vom Auslande. EinesürdenBibelforlcker wicktiae -Kntdeckuna ist soeben in Eavvten von den Gelehrten des jüngst gegründeten Londoner Vereins zur Er sorschung von typten ver eueiMaschuta, an der Eisenbahn zwischen Tell-el-Kebir und Jsmailia. welches für das klte RameseS gehalten wird, gemacht worden. Dte in der Nähe besmollclze Eisenbahnstation trägt den Namen .Ra meses-. Eine daselbst aufaearabene Inschrift ergibt, daß der Ort nicht Rameies, sondern daö Ptthom und Suc cotb der Bibel war. Pithom ist die kirchliche und Succoth die bürgerliche Bezeichnung des Tempels u. der Stadt. Pithom wurde von den Jsraeliten sür Rameses den Großen gebaut. Succoth soll die erste Station auf ihrer Route nach Palästina gewesen sein. PithomSuccoth findet jetzt seinen Platz aus der Karte und ein fixirter Punkt in der Route der Jfraeliten ist festgestellt worden. M. Raville, der berühmte schweizerische Egyptologe, leitet die Arbeiten der Forschungsexpedition. Die Stadt Cagliari auf der Insel Sardinien erhielt im vergan genen Herbste einen neuen Bischof. Eine der ersten Amtsthätigkeiten des neuen Obcrhirten war nun, daß er sich ein
Verzeichniß von ollen aus vieler n, verehrten Heiligen vorleben ließ, um zu prüsen, ob dieselben auch wirklich kano-
nizirt wurden, uno ov ne oann auch m seiner Diözese die Ehre des Altars theilhaftig werden dürfen. Zu seinem Schrecken gewahrte nun der Bischof, daß in n7 Dörfer der fXnfel ein Jhcilioer Namens Lucifer verehrt wird, der jedoch in dem Schematismus der Heiligen gar .51 mßXt l . fu fr44A V 1 . tiiii iwuuyni luuu. vi. uuyiut uuci ein RslflnrslIffirfifm on diese Dörfer. indem er sie aus ihren bisherigen grotxn rriyum ausmerijam macyte, uno nno ihnen zugleich, sich von nun an den heitlgen vulpltlus zum chupatron zu geben. Diefer Vorschlag des Bischofs wurde jedoch von seinen Diözesanen mit nirunung zuruc!gewlc'en,wtte erliarten, mit ihrem bisherigen Schutzpatrone vollkommen zusrlcden zu sein. 'Dieselben wandten siü ,ualeick aucü an den Papst, damt er ihren Schutzpatron wieer gegen oen in Schutz ueyme. George Monval. der Her ausgeber einer kleinen, in Paris erschci enden Zeitschrift, hat im Club der Moliereforscher daselbst in einem längeren Vortrage nachzuweisen gesucht, daß der Mann mit der eisernen MaZle.- dessen Identität noch immer nicht festgestellt ist. Niemand anders war, als der große Komödiendichter Moliere selbst. Die zahlreichen Gegner desielben suchten sich des lastigen Menschen zu entledigen. liefen ,hn nach einer Ausführung des Eingebildeten Kranken" festnehmen, in die Bastille schleppen und mit einer ei fernen Maske versehen. In der Oesfentlichkeit verbreitete man dann die Kunde, Moliere sei während jener Vor stellunq gestorben So Herr Mon val, der es hoffentlich nicht übel nimmt, wenn man seine im ernsten Tone vorgetragenen Mittheilungen für eine Ausgeburt der Carnevalslaune hält. In Frankreich lacht man darüber, und im Ausland wird es dem sonderbaren Moliereforscher sicherlich nicht besser ergehen. Als vor ungefähr zwei Jahren die Nachricht von Paris kam, daß das Grad Heinrich H-'ne's in unwürdiger Weise vernachlässigt werde, konnten die deutschen Journale nicht genug über diese Pietätlosigkeit klagen. Jetzt, wo erst vor Kurzem aus Paris geschrieben wurde, in wie dürftiger Weise das Begräbniß von H'ine's Wittwe von Statten gegangen sei, hat man von Neuem Grund, 'sich über den Mangel an Wachsamkeit zu wundern, mit dem die große Menge das Angedenken dem Volke nahestehender Männer, das sich für ein pietätvolles Gemüth auch auf die Per sonen und Dinge überträgt, die ihnen theuer waren, zu bewahren pflegt. Diese Zeilen sollen nun die beschämende Thatsache an die Oesfentlichkeit bringen, daß auch die unsterbliche Erinnerung an unseren größten dramatischen Dichter nicht ausreichend gewesen, um mit dem seinigcn zugleich auch dem Angedenken an die Personen, die ihm in seinem Leben am nächsten gestanden haben, eine treue Pflege zu sichern. Neben ihrem Sohne, der in Vilich bei Bonn als Landgerichtörath gestorben ist, liegt aus dem Bonner Kirchhofe (dicht an der beim Eintritt rechts liegendenFriedhofsmauer) Schillers treue Gattin und Pflegerin, Charlotte von Lengefeld. Beide Gräber sind im höchsten Grade verwahrlost; struppiger Epheu und wildemporschießendes Unkraut überwuchern die ehrwürdige Stätte; die Buchstaben auf den großen schwarzen Gedenktafeln werden mehr und mehr unleserlich, so daß manchcr Besucher, ohne einen Blick aus die beiden Schillerschen Gräber zu werfen, vorübergeht. Ein oberschlesischer Bauer, der einen Handel mit Heiligenbildern treibt, hat die Zahl der Heiligen um eine neue Heilige, die bis jetzt noch in keinem Kalender steht, vermehrt. Seit einer Reihe von Jahren erschien in den Dörfern um Oberglogau ein bejahrter Mann, de? mit Heiligenbildern handelte und sich gleichzeitig für 'einen Boten eines Krakauer Klosters ausgab, der den Auftrag habe, dahin zu wirken, daß man Mesien in dem Kloster lesen lasse. Die Bauern gaben ihm auch vertrauensvoll nicht unerhebliche Geldbeträge, und wer mindestens 50 M. zahlte, war so glücklich, eine Madonna odr eine heilige Anna "in Ocldruck zu erhalten. Im nächsten Jahre erschien er wieder und übergab jedem der Betheiligten eine Quittung des Klosters, welche in lateiniscker Sprache abgefaßt und mit einem großen Siegel versehen war, das eil'en unbekannten Heiligen odcr eine Heilig.' darstellte. Die Bauern hegten kein Mißtrauen, sondern übergaben dem Abgesandten des Krakauer Klosters noch größere Spenden, als im Vorjahre. Dieser erschien nun Jahr auf Jahr, überbrachte die Quittungen sür die im Vorjahr empfangenen Gelder und nahm von Neuem solche mit. Die Bauern empfanden nach und nach große Verehrung für ihn, sie beköstigten ihn aus's Beste und rissen sich darum, ihn in ihrer Behausung zu beherbergen. Da begab eS sich, daß der Gastwirth Roscneck aus Neuhos bei Körnitz nach Krakau reiste, um seine Schwester zu besuchen, welche dort Nonne ist. Die Rede kam auch aus die vermeintlich gehaltenen zahlreichen Messen, und der Schwindel kam an en Tag. Das Siegel mit dem unbekannten Heiligen fand man bei seiner Verhaftung es war der Abdruck einer Schweizermünze mit de? Helvetia. E ine neueBe?sicherungS idee ist die vom rheinisch-westfälischen Lloyd eingerichtete Versicherung von Reise-Esselten gegen jede Art von Beschädigung aus der Reise oder in Hotels gegen Diebstahl undsonstigeZÄbhandenkommen. Die Prämie beträgt sürRnsen innerhalb Deutschlands, Frankreichs, Hollands. Belgiens, CitteithanienS und Dänemarks für 0 Monate 3 Mark, für 12 Monate 5 Mark für 1000 Mark. Der höchste Satz ist 12 Mark für 6 Monate nach Nordamerika. Ja Berlin stellt die internationale Schlafwagen'Gesell-' schast Versicherungen aus. Die Controlle dürste doch etwas schwer sein.
