Indiana Tribüne, Volume 6, Number 176, Indianapolis, Marion County, 15 March 1883 — Page 2
Dndiana Hriöüne.!
FSgliSe- und Sonr.tagsausgaSt. Ofsicr: 2S. DelawarcStr. Indmnapoüs, Ind., K März 188:). 5e? Muddi. In den telegraphischen und sonstigen Berichten über das Vordringen des .falschen Propbeten" im Sudan wird der Prophet meist Mehd!, mitunter auch MahM genannt. Eine Correspondenz aus Metta arabisch: Omel.Kora, d. h. Mutter derStadte an die Lon don Tim." versichert, can der richtige Name Muhdi" laute. Ein Theil der Mohammedaner erblickt in dem Muhdi den Propheten, der berufen ist,denGlauden Mohamrned's in seiner ursprüngli chen Reinheit wiederherzustellen und seinen Anhängern die Weitherrschast zu er ringen, ein anderer braucht diesen Aus druck nur im Sinne eines falschen Propheten". Das arabische Wort Muhdi bedeutet einfach : Führer oder Häuptling und wird in diesem Sinne, ohne daß man ihm einen religiöse,! Hintergründ beilegt, häufig .gebraucht. . Im Koran kommt das Wort nicht vor. doch mag es mit dem dort zahlreich gebrauchten ul'mda" verwandt sein, welches Weg zum Heile-, bedeutet. Der erste Muhdi, der diesen Titel ossiciell sührte, trat der dritte Kalif der Abassiden, seit 775 n. Chr.Ged. an der Regierung. Die verschiedenen Auffassungen über die Per son und Mission des Muhdi veni hen auf dem Ahadit", einer Sammlung von AuZsprüctzen Mohammed'S, die die ser seinen Schülern nicht in die Feder dictirte, sondern die sich durch Tradition fortgepflanzt haben und im 2. oder 3. Jahrhundert nach der Yedschra 15. Juli C22 n Chr. niedergeschrieben worden find. und gesammelt worden sind. Fer Aüzditb stebt bei den ortbodoren ' Moharnedancrn in demsetben Ansehen, wie der Talmud bei den strenggläubigen Jsraeliten; derselbe umfaßt mehrere tau. send angeblicher oder wirklicher Ausspräche des Propheten. Einer derselben lautet : .Wenn die islamitische 5errschast sich im Zustande deS Zerfalls und der Zersetzung befindet, dann soll al Muhdi erscheinen und das Reich der Gerechtig. keit gründen." Ein anderer sagt : .Und sollte es währen bis zum letzten Tage vor dem jüngsten Tage, so wird doch Allah al Muhdi senden, daß er wenigstens für diesen einen'Tag das Reich der Gerechtigkeit aufrichte.- Eine Samm lung denigen Gesänge und Oden, w?lck? einkn Änbana ,u demAbaditb blldet, beschreibt die Zeichen, welche derAn- . . . i 7 f " kunft drs Muhdl vorausgehen in einer Weise, die lebhast an den .Antichrist" in dem' bekannten 13. Kapitel der Of senbaruna" erinnert : 25 Zeichen werden der Ankunft des Muhdi vorausgehen. Das wichtigste ist Dabatu al Ardh .da Thier der Erde", der Antichrist"
, das plötzlich aus dem Würfelbau der und was es m cymeMchen Gewässern Ereigniß von voriger Nacht ; beide saKaaba au? der El Harem der Unver thun sollte. Geheimnißvoll, wie seine hen abgespannt und ermüdet aus und
letzdaren, der Hauptmoschce in Mclka, hervorspringen wird. Es ist siebenmal so hoch als die Kaaba, sührt den Stab des Moses und das Siegel Salomo's und markirt mit solchem alle Menschen, die Gläubigen in weiß, die Ungläubigen in schwarz. Beide Farben verbreiten sich von der Stirne über den ganzen z Leib und hieran wird al Muhdi die Ungläubigen erkennen. Dem Erschei. ! nen des Dabatu folgt der Prophet auf dem Fuße und breitet die Herrschast des Islam aus der Erde aus, welche dauern wird bis zum jüngsten Gerichte.- Die Araber sind auch in Betreff des Muhdi in verschiedene Sccten zersplittert; am besten find van seiner Ankunft nd zum großen Theile von der Echtheit des gegenwärtigen Muhdi die Sunniten und Schiiten überzeugt. Andere Secten glauben nicht an eine Ausrottung der Ungläubigen, sondern an die Verein! gung der Mohammedaner und Christen unter einer Religion. Es ist möglich, daß die sanatisirten Anhänger des gegenwärtigen Muhdi einen großen Theil der Herrschast im Sudan an sich reißen;. sollte es rölhlg werden, denselben eine europäische Armee gegenüderzustellen, so würden sie vor einer solchen zusammenschmelzen, wie Wach? vor der Sonne. Taufnanlktt. Aus einem soeben entschiedenen Ehe scheidungprocesse in New Vork ergiebt sich, daß der eheliche Frieden, nachdem die Gatten über fünf Jahre lang in einem wahren Himmel von Glück und Einigkeit gelebt hatten, zuerst durch einen Streit getrübt wurde, den die Eltern über den dem jüngsten Kinde, einem Mädchen, beizulegenden Namen führten. Die Frau Mutter wollte dem Kinde den Na men ihrer Mutter geben, der Mann be vorzugte denjenigen seiner Mutter. Im Ansänge war er tactvoll genug, zu ver schweigen, daß ihm gerade der Name der von ihm keineswegs verehrten Sch'wie germuUer am wenigsten wünschenswerth erscheine und versocht sein gutes Recht und seine väterliche Autorität nur damit, daß er bemerkte, er habe sür des Kmdes Unterhalt,- Erziehung "und Zukunst zu sorgen und ihm stehe deshalb das Recht zu, den Namen zu wählen. Die Frau bemerkte sreundlich und versöhnlich, ge rade da es sich um ein Mädchen handle, -verdienten doch wohl ihre Wünsche eine besondere Berücksichtigung und ihre Mutter souflirte : Gieb nicht nach, das Kind ist Fleisch von Deinem Fleische und Blut von Deinem Blute, meine Tochter, gieb nicht nach, gerade in diesem Falle gieb unter allen Umständen, nicht nach " Wirklich gab die Mutler nicht nach, der Vater gab auch nicht nach, die gegensei tige Erbitterung wuchs, und aus dem unbedeutenden Wortwechs:l entspann sich eine ss feindse!igeGesinnung,daß schließ lich die Scheidung der Ehe erfolgte und folgen mußte. Wir haben hiermit einen Punkt berührt, der schon in manche glückliche Ehe
oen un3'.'ipfü oerntzwetung, oauern der Zwietracht geworfen und die in den herzen brennende Liebe in haß verwalt delt hat. Kein Herkommen, kein Gesejz regelt die Frage, wem das Recht zustehe, die Namen der Kinder zu bestimmen ; nicht einmal das gemeine Recht", das doch sonst überall herhalten muß, enthalt in dieser Beziehung das gewohnte halbe Duftend von einander außerordentlich abweichender Entscheidungen. Diesem Zustande der Dinge muß ein Ende ge macht werden, denn je mehr man den Anlaß zu Zwist und Unfrieden aus der Welt schasst, desto mehr fördert man das Glück der Ehen und damit der ganzen bürgerlichen Gesellschaft. Freilich,ist die Frage schwierig, von welcher Versammlung erleuchteter Staatsmänner das desfallsige Gesetz zu erlassen sei. Der 47. Congreß hat uns gelehrt, auf diese hohe Körperschast mit Stolz und Bewundc rung zu blicken, aber ihm die Regelung anheim zu geben, ' dürfte mit Rücksicht auf die Konstitution nicht räthlich sein. Die Legislaturen der einzelnen Staaten wirken ebenfalls und überall äußerst segensreich, aber dieselben sind ohnehin schon mit Geschäften überladen. So empfiehlt sich für jetzt als provisorische Maßregel, daß man jedem Knaben bis zum zurückgelegten 15. Lebensjahre den Vornamen des Vaters und jedem Mädchen bis ebendahin denjenigen der Mut ter beilegt, und es dann den .Kindern überläßt, sich ihre definitiven' Namen zu mahlen. Um die verschiedenen Knaben und Mädchen unter sich zu unterscheiden, brauchte man den Namen nur die Zah len in lausender Reihe hinzuzufügen. So würden es viele Eltern bis zu einem Karl dem 12. oder Ludwig dem 14.. schwerlich aber b3 zu einem Heinrich bim 72. bringender dereinst sein mildes Scepter über ein glücklichesReich schwang. (?! amerikanisches ..ttrleaöfchiff".
Vi-lleicht hätte die Welt niemals Kunde von der Existenz des amerikanitön Kriegsschiffes .Ashuelot" erhalten, Etn dasselbe nicht . in chinesischen Ge wässern untergesunken und selbflverstandlich unten geblieben wäre. Es ruhte schon lange aus dem Grunde des MeereS, als die Neuigkeit in Washington eintraf, und man hat nicht gehört, daß sie große Bewegung im Flottendeparte ment hervorrief.- Im Gegentheile scheint die Nachricht nicht einmal Ueberraschung erzeugt zu haben, denn' unsere Flottenautoritäten find Philosophen von der höheren türkischen Schule, die nicht nur an ein unabwendbares Geschick glauben, sondern auch von dem nothwendigen Untergange eineö'jeden auf den Ocean sahrenden amerikanischen Kriegsschiffes mo. ralisch überzeugt sind. Natürlich hatten sie auch das Schicksal der .Ashuelot" vorausaeseben. denn-dieselbe war ein . W . r ü m!i ... , uralter Dampser mit Rädern an beiden i'P t - . W . s W . Ort . fj noen, oer leolgucy oie Ve,llmmung, hatte, in Flüffen und seichten Gewässern zu kreuzen. Die lkoburger hatten mit rattenähnllchem Jnstmcte das zum Sin ken verurtheilte Fahrzeng längst verlassen. und Niemand weiß, warum dasselbe jemals unsere friedlichen Bache verließ Existenz, war auch der Zweck seiner ver yangnlpvouen ayrr. Nach und nach werden einzelne Thatsachen über das stolze Schiff bekannt, die characteristisch sür die amerikanischeFlotte sind. Nicht weniger als-142 Leute wa. ren nöthig, um den versaulten Kasten zu bemannen. 15 Ossiciere, 111 Matrosen und Landtruppen und 16 Seesoldaten trieben aus demselben ihrer letzten Reise entgegen, und die Sprachverwirrung, die aus Deck geherrscht haben muß, kann sich getrost mit der babylonischen meffcn. Da waren Yd Amerikaner, 10 Deutsche, 15 Chinesen, 12 Jrländer, 3 Schweden, Japanesen. 7 Engländer, ö Dänen, 4 ! Norweger, Griechen, 2Ze tmdler. 1 Argentiner, 1 Oesterreicher, 1 Finne, 1 Holländer, 1 Franzose, 1 Italiener, 1 Ruffe und 1 Türke. Die Admiralltätsalten geben leider lerne Auskunst darüber, weshalb keine Patagonier und Australneger angeworben wurden, d?ch mögen sich solche auf anderen amerikanischen Kriegsschiffen" befinden. Uebrigens muffen sich die Ossiciere in dieser wirklich gemischten Gesellschaft ganz gut amüsirt haben, denn obwohl ihrer nur 15 vorhanden waren, hatten sie doch 22 Diener, sodab sür ihre persönliche Ve quemllchkett jedenfalls ausreichend ac sorgt war. Die Ashuelot" zeichnete sich also durch zweierlei aus. Erstens erleichterte sie in hohem Grade Völker und Svrachstudien und noeitens at währte sie ein Maximum von Dienern auf ein Minimum von Dienstbedürstigen. Sonstige Vorzüge scheint sie nicht besessen zu haben. Zum Glück für den Ruf der.amerika nischen Nation wurde der Dampser niemalS in Anspruch aenommen. um die Gewalt der großen Republik an den Tag zu legen oder für die Rechte im Auslande lebender Bürger einzustehen. Was die gemischte Mannschaft zu leisten unStande gewesen wäre, und wieviel die zahlreiche Dienerschaft zum Schutze der : :rj cvi . umciuuniuu tfiaggc oeigeiragen oaiie, wenn dieselbe bedroht worden wäre, ist Sache der philosophischen Spekulation. Desperat waren die 142 Mann aus alle Fälle, denn nur Verzweifelte konnten sich einem Fahrzeuge anvertrauen, deffen Untergang nicht nur in den Sternen geschrieben stand, sondern auch im Flotten departement. bereits vorvermerkt war. Wie wäre es, wenn man einmal die FlotteN'Commission aus denselbenSchis fen in den Ocean hinausschickte, die sie stets sür vorzüglich erklärt? Entwickelung der Petroliumln dustriei Als Einleitung zu einem Aufsatze über die Standard Oil Companys, welche bekanntlich die ganze Petroleu'mgewin nung controlirt, entwirft Senator Cam-' den folgendes, Gemälde : .Wnige romanhafte Thatsachen sind wunderlich:?, als die Geschichte des Petroleums seit Eröffnung der ersten pennsylvanischen
Oelquelle. am '.'S. Yiugiin lso'j. ier Jahre vorher bemerkte Jonathan Watson, dem ein Stück Land am Oil (5reel gehörte, aus einer Quelle fließendes Oel. Er nahm eine Flasche davon nach Hartsord, Conn., um es von einem woblbe kannten Chemiker analysircn zu lassen. Diese Autorität bezeichnete das Oel als Kunst- und nicht als Raturprodnct. Hätte damals Jemand vorausgesagt, daß man im nordwestlichen Pennsylva
nun und m West-Virglnun große Rescrvoirs dieses Oclö finden und daß es in zwanzig Jahren dem Rationalreickthum $1,100,000,000 hinzugefügt haben werde, so wäre er sür verrückt gehalten worden. Dennoch bätte eine-, solche Prophezeiung die Wirklichkeit noch lange nicht erreicht, heute gicdt es mehr als 20.000 Quellen, welche dieses Oel h?rvorsprudeln lassen, und mehr als 100, QQ3 Personen find deftändia mit seiner Handhabung beschüskia.t. Eisenbahnen sind nur zu dem Zwecke gebaut worden, um es fortzuschaffen, während durch ein Netzwerk von mehr al 4000 Meilen Röhtenleitung, das über Berge, unter Flüffen und durch cultivirte Feioer lauft, Strome von Oel fortwährend pulsiren. Petroleum aus den Quellen Pennsyvaniens erleuchtet die Straßen der südamerikanischen Städte, die Kathedralen in Europa, die Moscheen Asiens und die Schaufenster in Jerusalem. &s ist in der ganzen civilisirten Welt bekannt und im Gebrauche. Im Jahre 1862 begann die Ausfuhr mit einer für Deutschland bestimmten Ladung von 588,000 Gallonen, die für JM)0 weniger verkauft wurde, als der Seetransport gekostet hatte. Seitdem hat sie sich fortlausend vergrößert, bis sie sich j.tzt auf wenig unter 2,000,'JCO Gallonen den Tag be lauft. In den ersten sieben Monaten des Jahres 1882 bezifferte sich der Werth des exportirten Petroleums und der Nebenproducte auf $30,91G.S.6, eine Summe, die nur durch den Werth der ausgeführten Baumwolle und Feld fruchte überstiegen wird. LZttf Der Locomotivc. Als Ende voriger Woche der Cxpr-d zug der ?!ew ork Western Eisenbahv auf der Broadstraßen - Station in Phi ladelphia eingefahren wär, bemerkte der seine Maschine besichtigende Maschinist '. Wandegrist Blutstecken an dem Kuy ; silier. Weder er, noch harry Forster, dr londucteur des Zages, hatten un terwS auch nur die geringste Spur dado? wahrgenommen, daß ein Mensch ' oizi ein Thier Ü5:rsab,ren worden war. Sofort wurden alle Stationen an ter Bah!? telegraphisch veranlaßt. Nachforschungen nach einem sich etwa aus dem tchndamme i?&-!)nben Leichnar? anstellen, und wenige Stunden später' tai die Leicke eies orauenbaft verstüm.' selten Mannes in Vhiladelphia ein. die' .... in der Näh? der Station Bridesbury aufgefunden tvoroea war. Die Person des Todten hat seither noch nicht ermittelt werden können. Vandegrift und Forster standen am nächsten Morgen vor Abgang ihrcsZugeS mit mehrere. an deren Bahnbeamten und bespracken das versicherten, daß sie vor Aufregung kein Auge hätten schließen können. Ist es möglich," sragte sie ein Reisender,, der an die Gruppe herangetreten war, daß , . . rv f y. . ! oas von zcetnem von ynen cuaj nur m Entferntesten verschuldete Uebersahren eines Menschen noch immer einen so mächtigen Eindruck auf Sie macht? Sie sind a Beide, wie ich weiß, doch schon über zehn Jahre im Dienste." Da nahm ein Locomotivensührer mit schon ergrau tem Haare, aber sonst noch eine durch aus kräftige, .wetterharte Erscheinung, das Wort : Was Sie da sagen, ist die allgemeine Ansicht des Publikums, lieber Herr, Alle glauben, daß langjähriger Dienst uns gegen Unglückssälle, die sich auf der Bahn ereignen, abhärte und abstumpft. Ich bin der älteste Maschi nist, der an der Bahn angestellt ist, und ich muß Ihnen dasselbe sagen, was alle meine Collegcn bestätigen werden : der empfindsamsten Dame kann ein Unglück, das sich zuträgt, während wir im Dienste sind, nicht .so gewaltsam an's Herz greisen, wie uns aiten und in jeder ande ren Beziehung allerdings abgehärteten Burschen. Langjährige Erfahrung erhöht unsere Geistesgegenwart, deren wir ebenso bedürfen, wie der Soldat und der Seemann, und bic oft im letzten Augenblicke noch Rettung bringt. Wenn aber dem erfahrensten Seebären ganz ohne ' sein Verschulden Passagiere oder Matrosen ertrinken, so greift dies ihn, wenn es . aus seiner letzten Fahrt passirt, nicht weniger an, als wenn es wahrend der ersten vorgekommen Kare. So geht s auch uns. Ich selbst war einmal knapp daran, in Folge dreier Unglückssälle, die mir. während ich im Dienste war, kurz nach einander pzssir ten, den Verstand zu verlieren. Jeöer Maschinist muß seine Laufbahn als Feuermann beginnen. , hat er sich als solcher dtwährt, dann werden Frachtzüge seiner Führung anvertraut und .erst wenn er auch in diesem Dienste seine Tüchtigkeit bewiesen hat, kommen Personenzüge unter seine Leitung., Zehn Jahre schon war ich auf Zügen der lklteren Art als Lokomotivführer thätig und ich erinnere mich nicht, daß, während Dieser ganzen Zeit auch nur -eine Kuh von einem der von mir geführten Züge überfahren worden ist. Dann aber traf .mich das Unglück Schlag aufSchlag, und ich wartete m?ines Dienstes wahrlich sa .gewiffenhast, wie ich e? in den zehn Jahren zuvor githan hatte - Unweit Pancton June tion fuhr ein alter jlldlscher yaustrer auf e.inem gebrechlichen Wagen, vor den ein alter müder Gaul- gespannt war, ' kurz vor meinem Zuge über, die Bahn. Ich schrie: Um, Gottes. Willen, schnell" 7ich ließ die Dampfpseife ertönen, läutete die Glocke mik.aller Macht, stellte, die .Steuerung rückwärts, ließ die Luftbremse an, und . mein Heizer arbeitete an . der Handbremse, was nur möglich war ern paar rasche Schritte hätten das Fuhrwerk, aus dem Bereiche des Zuges ge bracht, aber der Mann schlief oder war krank, das Pscrd entkräftet, mir kam es
vor. als ob der Wagen plötzlich stände, und im nächsten Augenblicke fuhr, der Zug nur noch lanqsan in denselben hinein und stand fast gleich darauf still. Aber der Wagen war zertrümmert, der alte Hausirer eine formlose Masse; so langsam war der Zug bereits gefahren, daß die Locomotive noch nicht über den verstümmelten Körper hinaus war. So langsam und zögernd in das Verderben hineinfahren und dcch nicht helfen kön nen, ist das Schlimmste, das ich je erlebt habe. Ueber einen Monat lang hat mich die Scene nächtlich im Traume verfolgt. Kurze Zeit daraus überfuhr ich zur Nachtzeit einen Mann, der, glaube ich, den Tod gesucht hatte, und wiederum kurz daraus lies mein Zug in'Newark über einen Knaben hinweg; das arme und noch im Tode engelschöne Kind war förmlich in die Räder meiner Maschine hineingelaufen. Da wurde ich 'krank, drei Monate läng, wie mir später gesägt wurde, und die Aerzte glaubten während dieser ganzen Zeit, daß ich mein bischen Verstand für immer verloren habe. Ich märe nicht der Erste gewesen, denn da ist ein langjähriger College und Freund von mir, der ist noch heute in der JrrenAnstalt, in die er gebracht werden mußte, nachdem er vor Jahren bei Clinton eine Frau ohne sein Ver schulden üdersahren hatte. Ja unsere Lebensbahn ist nicht so glatt, wie die Schienen, aus denen unsere Dampfrosse dahin brausen. Unsereins hat nicht viel Zeit, zu lesen, aber für das, was wir gelesen, haltn wir ein gutes Gedächtniß. DickenS freibt von seinem Aufenthalte in Ameriki : .So ost ich einen Zug ter lasse, so ?z: ich jedesmal ganz unwill kürlich : Dank sei Gott und dem Loco motivensührer!" Der Mann hat recht; ich bin n'zcht etwa eitel oder eingebildet aus meim'L Beruf, aber der Mann hat recht.-
Die DiphtheritiS wüthet zur Zeit an vielen Plähen, aber entsetzlicher hat sie wohl noch nie gehaust als in einer deutschen Familie in Bus falo, N. V- Dr. Theodor Neumann daselbst war noch vor wenigen Wochen der glückliche Besitzer einer stattlichen und blühenden Kinderschaar. Es waren ihrer sieben, von denen das älteste, ein Mädchen, 13 Jahre alt war. . Nun ist von den sieben Kindern nur noch eines am Leben. Fünf von ihnen sielen in nerhalb einer Woche der Diphtheritis zum Opfer. Die Familie hoffte, die beiden letzten Kinder durch Unterbrin zung in einem fremden Hause noch ret kn zu könn?n. DaS älteste und noch einzig übrig gebliebene Mädchen schien sich auch von einem leichten Diphtheri tisAnfalle schnell zu erholen, da trat ftorige Woche ein Herzschlag bei ihr ein, fcr dem junzen Leben ein Ende machte. In Ontario macht zur Zeit das Erscheinen völlig unbekannter Vögel den Ornithologen Kopfzerbrechen. Die Thiere haben noch die meiste Ähnlichkeit mit amerikanischen Rothkelchen, sind aber bedeutendsgrößer und die Farben ihres Gesieders sind weit glänzender. Die Männchen sind feuerroth und die Weibchen stahlgrau mit einem schmalen rothen Streifen an der Brust. Odi Znlanvt. Ueber Die Hochzeit eines ZwergenpaareZ in Brookl'ya. N. I.. wird berichtet : Rodcrt H. Huza, 24 Jahre alt, 3j Fuß Fß hoch und 54 Psund im Gewicht, und Frl. Hosmer, 25 Jahre alt, 3 Fuß 2 Zoll hoch und 45 Vfund wiegend. Beide Mitglieder von Runnell's Brooklyner Museum, wurden nach der Montags-Vorstellung aus der Bühne verheirathet. Pastor Hugh O. Pentccost traute sie. und das Auditorium lachte und klatschte und betrachtete die Scene als das schönste Schauspiel des Abends. Und da wundern sich diese Reverends",Pub!icum die Achtung vor derl..7.nHeiligkeit verliert! 5)at Pastor Pentecost nicht daran , gedacht, daß er eine sehr ernste Sache zur Komödie herabwürdigte? ' ' Eine reich g e s e g n ete F a milie war es, die auf ihrem Wege- au dem Shenandoah'Thale nach dem Wes-. ten vorige Woche die Stadt Eumder land, Md., passirte ; 19 Kopse stark traten sie aus dem Bahnhöfe, um sich in der Stadt umzusehen. Dem krästigen Vater und der noch immer blühenden Mut ter folgten stramm zu Fuße 17 Kinder im Alter zwischen 2 und 16 Jahren. Natürlich waren einige Zwillinge unter ihnen. ' ,. , Die Blattern, die im süd lichen Virginien arg grassirten, sind so schnell wieder verschwunden als sie gekommen waren. E. G. Greer, ein an gesehener Einwohner von Scott Co., liegt in Folge des Jmpsens mit verdor bener Lymphe noch bedenklich krank darnieder. In der Familie des Gouver neur Cameron waren außer ihm selbst sämmtliche. Mitglieder ergriffen, die Krankheit ist jedoch bei allen mild derlaufen. Der Gouverneur sagt, etwas Gutes habe die Krankheit sür. ihn ge habt, er sei während derselben nicht von einem einzigen Aemterfäger, belästigt worden.' In den Ver. Staaten.verden alljährlich 3 Pfund Tabak pro Kops der Bevölkerung, consumirt ; inEngland, Frankreich und Rußland je 1. in Italien 14, in Oesterreich. 2 3j5, in Deutschland 3,' in Belgien 4 4j5 und in Holland 5j Pfund.- ; D i e Z a h l sä mm tlicher Schulkinder in Connecticut betrug Anfang dieses Jahres 139.4G2, 3,247 oder, bei? nahe 2 Proceat mehr als um dieselbe Zeit in 1882. ... - . In voriger 'Woche gelang es einer in der Jrren-Anstalt in' Utica, N. Z).. untergebrachten Frau, aus der Anstalt zu entrinnen. Sie lies durch die noch unbelebten Straßen der Stadt, erklomm die hohe Bretterplanke, welche die dortige Wollen Spinnerei umgiebt,
sprang in den Jabrikhof, stürzte sich in den durch solchen fließenden, hochange schwollenen Bach, kam hindurch und sprang in den zu der Fabrik gehörigen tiesen Teich. Hjer mußte sie ihr Vor sah, sich das Leben zu nehmen, reuen, denn sie schrie laut und kläglich um Hülfe. Der in der Fabrik schlafende Feuermann hörte das Schreien und es gelang ihm, die Frau zu retten. Die selbe wurde in die Anstalt zurückge bracht. ; Dr. J.W.Griggs in Chat, tanooga, Tenn., besitzt eine indianische Curosität. Dieselbe besteht in einem Ringe von massivem Silber, der 23 Pennyweights wiegt. In Anbetracht der unvollkommenen Werkzeuge mit de nen die Indianer vor langen Jahren arbeiteten, ist die.Eravsrung des Ringes höchst bemerkenswert; dieselbe besteht in Arabesken, wie sie jetzt auf den Arm bändern neuester Fagon' angebracht wer den. - - Der AlU" ist der Schre cken derjenigen jungen Männer, welche ein Auge auf - seine heiratbssähi g-en Töchter geworfen haben. Einbi! dung und Tradition haben dem Alten" soviel Schreckhaftes angedichtet, daß die jungen Männer sich nur mit Furcht und Bangen dem Haufe nahen, unter dessen Dache der. alte Mann" mit seinen lieblichen Töchtern wohnt, und am liebsten hinter dem Rücken des alten Mannes- ein Verhältniß an bändeln. Wie unrecht sie hiermit in der Regel dem alten Manne" thun, hat dieser Tage ein Ereigniß in einem kleinen Städtchen des Staates bewiesen, in dem Ehescheidungen so leicht sind. Lulu Meyer und Charley Meyer liebten sich und die große Furcht vordem alten Mann" veranlaßte sie, nach Louisville durchzubrennen, um sich dort trauen zu lassen. Dies wurde ih nen wegen allzu großer Jugend vcrwei gert. In ihrer Verzweiflung kehrten sie zurück, beichteten dem alten Manne und baten um seinen Segen. Charley Meyer ließ, während dies geschah, die Thür klinke nicht aus der Hand. Der alte Mann- sagte : Aber Kinder, warum habt Ihr denn das nicht gleich gesagt, ich will gleich die Licenz holen, noch heute sollt Ihr Mann und Weib werden." Auch die Piute Indianer haben von der RiesenLeistung deS be rühmten New Yorkers Walcott gehört, der bekanntlich die Metropolis dadurch in die größte Ausregung und Spannung
versetzte, daß er dreißiq Tage hinterein ander täglich zwei Wachteln verzehrte. Die Squaw eines Häuptlings neckte dieser Tage ihren Gemahl, indem sie ihm sagte : Siebst Du, mein lieber springender Floh", das bringst Du doch nicht fertig." Der Häuptling stznauzte seine Gattin an : Was? Ich wette mit Dir um eine Gallone Feuerwasser, ich fresse jeden Tag drei Wild Enten und zwar ein ganzes Jahr hindurch." Die . arme Frau muß nun ihrem Herrn und Gebie ter täglich' drei Enten zubereiten : sie darf dieselben nicht etwa in 'Vorrath braten, sonst -Verzehrs der Häuptlinc; mit dem größten Appetit alle sechs schmunzelnd auf einmal. Ein anderer Indianer macht in der in Austin erschein nenden Enterprise" bekannt, er wette um seine Frau, daß er ebenfalls einJahr hindurch täglich sechs Wachteln essen werde. Die Wilden scheinen doch auch heute noch bessere Menschen zu sein, als die New Yorker. ' In einer Versammlung der New Yorker Gesellschaft für'gerichtliche Medizm", die am - Mittwoch stattfand,' hielt Her: Wm. G. Davis einen Vor trag über geheimnißvolleS Verfchwin den von Personen und muthmaßlichen Tod in LebenSversicherungs Prozes sen." Er führte , eine große Zahl von Fällen auf, in denen Personen ver schwanden, um ihren Verwandten die Versicherungsgelder zu sichern, um dann zehn, ja, zwanzig Jahre später wieder auszutauchen, und andere, in denen Per sonen verunglückten und ihre Identität niemals festgestellt werden konnte. Die Gesellschaft nahm den Vortrag mit sol chem Interesse aus, daß sie einen speciellen Abend zurDebattirung des wichtigen Themas festsetzte. . Noch ein Beweis, wie der Kongreß Monopole verkauft. . Bundes lgndereien, welche Kohlen und Eisenerze enthalten, durften bisher . vom Bunde nicht in größeren Stücken und nicht unter $20 der: Acker für Kohlenland und $2 50 für Eisenerzland verkauft werden. Auf Betrieb des Senators Morgan von.Ala bama ist diese Bestimmung in allen Mi neralländerKen Alabama's aufgehoben. Dadurch werden 1.750.000 Acker solchen Landes zu $1.25 dem Großmonopol zu gänglich. Vom Ausland. Ein . Ereigniß, d a s a l l e Touristen in Egypten peinlich berührt und den freunden von' Wüstenauöflügen die Thore Kairo's zu verschließen droht, hat sich am 3. Februar ereignet, indem ein englische? Unterossicier des Hospital-Corps, -1 .Stunden vor dem Nordthore der Stadt, von drei Bedui nen ausgeplündert und mißhandelt war den ist. Der Engländer war , in Uni form, aber zumUnglück nur mit demSei tengeroehr bewaffnet. Ein Eseljunge begleitete ihn. Die Beduinen, als sie den einzelnen Touristen erblickten, sollen sich eine zeztlang umgesehen haben,, ob nicht etwa andere nachfolgten, und als sie föhen, daß dies nicht drr Fall sei, luden sie ihre Gewehre. Daraufhin schritt der Engländer gleich aus' sie zu, um leine Furcht zu verrathen. - Einer der Bedui nen setzte ihm alsbald eine Pistole aus die Brust, um lhm fern Geld abzuverlangend Der Engländer gab, was er .hatte, 10 NapoleonSd'or, her. Darauf wurde ihm noch sein Säbel abgenommen Und' auch der Eseljunge buaubt - Dir- Beduinen machten sich schließlich unter Mitnahme des Esels aus dem Staube. Eine zahl reiche Gesellschaft, aus Lehrern undZög linzen der deutschen Schule bestehend, befand sich zur nämlichen Zeit auf einer Excursion in der Nche; diese nahmen den fliehenden, von den Beduinen übel
zugerichteten Engländer auf und brach ten ihn in di: Stadt zurück. Monist sehr gespannt, ob die Sache ernst ver folgt werden wird, denn sür alle diejeni aen Besucher Egyptens, denen bei ihren Au-stügcn die Wüste einen Hauptreiz darbietet, ist die exemplarische Bestrafung der Räuber eine Frage von größ'cr Bedeutung. In Frankreich f 0 l l d a L Duell unter die Verbrechen ausgcnom men und mit Gefängniß bis zu 2 Iah ren und Geldstrafe bis zu $G0() bedroht werden im Tödtungsfalle, mit halbsoviel im Berwundungssalle. Auch die Se kundanten würden dann strafbar. D i e aus Anlaß des Cir cusbrandes in Aerdiczew eingeleitete ge richtlichc Strafuntersuchung ist bereits zum Abschlüsse gelangt ; der Anklage Act wurde neun Personen, welche die unglückselige 'Katastrophe mittelbar ver anlaßt . haben sollen, eingehändigt. Gleichzeitig werden vierzehn Personen wegen bedenklichen Änkauss der auf der Brandstätte aufgelesenen Juwelen, Uh ren, Ketten und anderer werthvoller Ge genstände zur Verantwortung gezogen. In der Stadt hat sich die Aufregung gelegt. Die Einwohner der zumeist be trosfenen Stadttheile beginnen sich all mätig von dem ausgestandenen Schre cken zu erholen, allein Handel und Ver kehr stocken noch immer in einer besorg nißerregender Weise. Viele Läden und Geschäfte mußten in Folge des Todes ihrer Inhaber geschlossen werden. Jal limente folgen auf Fallimente. Das Hilfscomite geht zwar. Dank der rüh menswerthen Opserwilligkeit der wohl Habenderen Bevölkerung, sehr energisch zu Werke ; nichtsdestoweniger kann aber unmöglich allen Betheiligten eine Unter stützung in dem erforderlichen Maße ge leistet werden, zumal viele Familien durch den Tod ihres Ernährer gänzlich subsistenzlos geworden sind. Der ur sprü.igliche Plan, wonach aus der Un glücksstätte zur Erinnerung und Sühne ein Tempel errichtet werden sollte, wurde mit Rücksicht daraus, daß die Opfer der Brandkatastrophe verschiedenen Confes stonen angehört haben, fallen, gelassen. Statt dessen ist man übereingekommen, ein passendes Denkmal aus dauerhaftem Material? auf dem Platze, wo nahezu 400 Personen in Folge der Kopflosigkeit der berufenen Organe umgekommen sind, aufzustellen.' Auch Nußland hat jetzt
ferne eifrigen Apostel der Heilsarmee. Jre Lehre charakterisirt sich im Wesent lichen durch den folgenden Glaubens artikel : . Christus ist gestorben, um die Sünden der Menschheit zu sühnen, dem zusolge dürfen wir uns alle als gereinigt anfehcn und es genügt der Glaube, um gerettet zu werden. Daher keine Kir ch?n, keine Bilder, kein Cultus mehr! Die russischeRegierung hat bereits Maß regeln zur Verhinderung der Versamm lungen getroffen, welche die Anhänger der neuen Lehre seit einiger Seit fast öffentlich hielten und zu welchen sie Leute aller Gesellschastsschichten. namentlich aber aus dem Volle,, herangezogen. Mehrere solcher Versammlungen sind 1. ' r r . st r 1 oieier agc von oez oiir uoeirajcgi und nach Auszeichnung der Namen aller Theilnehmer aufgelöst worden. Die Polizei woraus dem bcmerlenswerthen Grunde nicht in der Lage, strenger vor zugehen, da sich unter den Sektirern Männer von hoher Geburt befanden. Die Behörde hat seither -jede öffentliche oder private. Consercnz der Anhänger der neuen Doktrin untersagt. Die Sekte versügt über bedeutende Geldmittel, welche ihrer Propaganda nicht g;ringere Dienste leisten als der Umstand, daß sie unter ihren Proselyten große Namen und Männer von hoher gesellschaftlicher Stellung aufweist. Das Oberhaupt der Sekte ist ein gewiffer Paschkoff, ein un geheuer reicher Garde Oberst, der durch seine materiellen Hilfsmittel auf seine Jünger iinen sehr großen Einfluß übt. So hat er verschiedene Wohlthätigkeits anstalten gegründet, welche in den Hän den der Sck?e zu mächtigen Werbemit teln werden. Die Toleranz, mit welcher an ihn Anfangs behandelte, und welche ihm gestattete, den Grund zu seinem Werke zu legen, wird von d?r ösfentli chen Meinung durch sein: verwandtschasjlicben Verbindungen erklärt ; er ist nämlich ein Bruder der Frau Timaschesf. der Gemahlin des ehclligcn Mii'.isters des Innern. I n B e r d i t s ch e w. welches durch seinen schrrcklichen (:rcuLbraid eine traurige Bcrühnuh?it erlangt hat, ereignete sich dieser Tag ein Fall, der die Einwohnerschaft in Aufregung und Zweifel erhalt. Es ist t änlich dieser Tage nach Berditschkw in Kaufmann Sidorenko gekommen, welcher am 'Tage des Circubrande8 sich ein j:llet zu der verhängnisvollen Vorstellung gelöst, dieselbe besucht und dabei seinen Tod ge funden hatte. Die Leiche Sidorcnko's wurde von deffen in Berditschew lkbenden' Verwandten agnoscirt, begraben und mit einem Grabhügel zugeöeckl. Auf diesem wurde ein schönes Steinkreuz, in welches der Name des V?torbenen ein ravirr wurde, aufgestellt. Der Leichen jeier wohnte außer fcn Verwandten die Gattin des Verstorbenen bei, welche den selben gleichfalls als ihren Gatten er kannt hatte. Nun tauchte plötzlich in Berditschew derselbe Sidorenko auf, und kaum hatten ihn einige seiner Bekannten bemerkt, als sie erschreckt in der ganzen fc:adt ein fürchterlichesGeschrei erHoden. Der von den Todten auferstandene Kauf mann wollte sich in sein Haus flüchten, wurde aber nicht eingelassen, weil man sich vor ihm fürchtete. Dem Armen blieb nichts Anderes übrig, als die Hilfe dr Polizei in Anspruch zu nehmen und zu betheuern, daß er derselbe Kausmann Sidorenko sei, welcher am 13. Januar in dem CircuS ein Billet gekauft hatte. v.- fr ... o k ' ui" uuiu jci er aoec mcyi üz2 ,lm gen, weil er auf dem Wege dahin eurem ' seiner Bekannlen begegnet und - mit diesem zu einem Gutsbesitzer aus's Land gefahren, daher an dem Abend gar nicht im CircuS gewesen sei. Die Polizei glaubt 'aber den Worten Sidorenko'S nicht, und derselbe sitzt heute noch in hast.
