Indiana Tribüne, Volume 6, Number 175, Indianapolis, Marion County, 14 March 1883 — Page 2

Indiana Hribi'me.

ZägNche- nud Sosntagssusgaye. Ofsicc: 62 S. DelawareStr. Indianapolis, Ind., 14. März 1883. Elne geistreiche Betrachtung So eifrig schon nach dem fehlenden Mittelgliede zwischen Affe und Mensch gesucht worden ist, so hat man e doch noch nicht entdeckt. Die kleine Krao bildete sich vorübergehend ein, sich als solche? auffpielen zu können, hatte aber keinen Erfolg; sie hat so vieles Mensch liehe an sich daß wir sie trotz ihrer paar überflüssigen Nippenwirbel nicht als Uebergangsperiode anzuerkennen vermö gen. In der Nachforschung nach dem '

Mittelglied? hat, glauben wir, die Na-( fcn den Liebling am Henkel und tragen turwisjenschaft bisher einen kleinen Feh- n sicher und warm selbst durch den tief, ler gemacht. Sie ist zu exact, zu reali $tn Straßenschmutz. Die Wohnung des stlsch verfahren. Es ist schon im Allge- M ist täglich von Damen umlagerr, meinen ganz recht, daß die Naturwlssen. bic die Zeit nicht erwarten können, bis schuft nichts von der Phantasie wissen rc Hunde mit den graciösen Henkeln will und die Speculation der Forschung versehen werde. Man wene nicht ein, und Beobachtung unterordnet, aber mit- &Q ganze Verfahren eigentlich eine unter kann denn doch etwas Spcculiren, Grausamkeit sei. Stechen wir nicht selbst Fabuliren auch in der Naturfor- inj8ren Töchtern Löcher in die Ohren, schling nichts schaden. Visher hat man ju keinem anderen Zwecke, als daß die. nach den fehlenden Mittelgliedern oder f.l)en Ohrringe tragen können ? Und wenigstens nach Ueberbleibseln von sol- nicht der Zweck, die Hunde vor nassen chen meist m der heißen Zone, nament ßen zu bewahren, ein höherer, als der, lich im tropischen Afrika gesucht und til Eitelkeit unserer Töchter durch das nichts gefunden. Das ist ganz natürlich; Tragen von Ohrringen zu schmeicheln ? in Europa muß man suchen, wenn man Daß das geschilderte Verfahren absolut finden will. ' Der wissenschaftliche Nach nicht grausam ist, geht zur Genüge darweis dieser Behauptung ist leicht ge. us hervor, daß Herr Henry Bergh noch führt. ! uicM gegen dasfelde eingeschritten ist. Vor der Gletscher.Periode erfreute. - ! - sich Europa eines tropischen Klimas. QnmätUKtc Tugendrose. Damals war der Kampf um das Dasein .noch ein wirkliches, ununterbroches 53er In Philadelphia vollzieht sich soeben 'gnügen, da? höchstens mitunter durch das Nachspiel zu einem Processe, der ein Tiger und Riesenschlangen einen allzu trauriges Licht auf die Schäden unserer romantischen Anstrich annahm, oder Gesetzgebung und Rechtsprechung wirft, durch die Neckereien der Sandflöhe und Es handelt sich um einen der unendlich Tfad'See'Fliegen ein wenig gestört zahlreichen Fälle angeblicher Verführung, wurde. Der europäische Affe war eine in denen der weibliche Theil fast immer große und schöne 'Creatur, blieb aber, als beklagenswerthes Opfer, der mann was er war, ein Affe. Da rückten die , liche als scheußlicher Verbrecher sigurirt.

Gletscher vor, das stiima wurde kalte: und kälter, und Mammuths, Elephan ten, Löwen, und Affen begannen auszu wandern. Die meisten kamen glücklich nach Afrika und lebten dort in Freude und 5)errlichkeit weiter, wie dereinst in dem jetzt erkalteten Europa. Verspätete Mammuths und sonstige Riesen der Merwelt starben, und die herrschende Kälte conservirte diese ungeheuren Fleischvorräthe. Den Affeir, von denen viele das Land ihrer Geburt nicht verlassen wollten, ermöglichte e5 ihre Behändigkeit, in dichten Baumwipfeln, im Gebüfch, in dürrem Grase Schutz gegen die Kälte zu finden. Die majestätischen Palmen starben in der Kälte dahin und die Affen verlernten das Baumklettern, weil es keine Kokosnüsse mehr zu erbeu ten gab. Es wurde Winter, und die vegetabilische Nahrung wurde seltener und spärlicher. Da traf ein Blitzstrahl die Reste eines Urwaldes, Monate lang wüthete das Feuer, und die Assen wärmten sich an den Kohlen. Wie die Flammen weiterzogen, ließen sie ein A!aNlmu!h zurück, das sie, in ein Roastbeef verwandelt hat ten. Die hungrigen Affen versuchten es .und fanden es deiicat. Die Kohlen glühten Monate lang; einzelne derselben trieb der Wind in einen nahe siehenden Wald, dieser entzündete sich und lieferte neue Wärme, Kohlen, Roastbeefs. Die Affen hätten mit weniger gutem Jnstinct begabt sein müssen, wenn sie nicht die Natur nachahmen und das erlöschende Feuer in neue Wälder tragen gelernt hätten. Nun folgte Fortschritt auf Fort schritt langsam aber sicher; der aufrechte Gang wurde den Assen zur Gewohnheit, die Hände an den Hinterbeinen nahmen die Form von Füßen an iinj gegen das Brennen der Kohlen, durch die sie mitunter lausen mußten, schützten sie sich durch Stiefeln, die sie aus der Haut der noch ungebratenen und unverzehrten Mammuths anfertigten. Von diesem Stadium an fand dann eine ununter brochene Weiterentwicklung statt, das Asf:g!s6;lccht wurde zur Menschheit, die es nach und nach so herrlich weit gebracht hat. wie z. B. der kürzlich entschlafene 47. Eongreß. In Europa sind daher Nachforschungen nach dem fehlen den Miltelglieoe anzustellen und ener gisch zu betreiben. Entdeckt man das Gerippe cincs Affen, an dessen handähn lichen Füßen oder sußähnlichen Händen sich Stieseln befinden, dann, aber auch erst dann ist das fehlende Mittelglied sicher gefunden. Die früheste Mensch heitsgeschichte scheint bereits eine Ahnung von der Richtigkeit unserer Theorie zu haben. Eva bedient, sich, um den bra ven aber, noch nicht besonders scharssin nigen Adam zu dem unvermeidlichen Sündenfall zu verleiten, eines Apfels. Die Liebhaberei für Aepfel war den er sten Menschen in Asien, den aus Europa dahin eingrwanderten Nachkommen der fehlenden Mittelglisder, noch aus der Zeit eigen, in welcher deren Vorfahren noch unoersälfchte Affen waren. Daß letztere die Aepfel von jeher schätzten, wird schon durch das alte Dichterwort bestätigt : Der Affe gar possirlich ist, Zumal wenn r vom Apsel frißt." Seyenkelte Hunve. New tyott ist bekanntlich die amerikanifche Metropolis, und es ist daher nur in der Ordnung, daß eine der gewaltig jsten Erfindungen der Neuzeit einem dor tiaen Prose or der Äetermarkunst das Leben verdankt. Wer hat nicht schon in gerührter Stimmung mitangesehen, wie die eleganten Damen, die in Begleitung ihrer kleinen vierbeinigen Lieblinge die Straßen passirten, in die größte Verlegenheit kamen, so oft es eine Straße zu kreuzen galt ? Als noch die Kings Charles" die Herzen der groß städtischen Schönen regierten, da war es leicht, die süßen Geschöpfe über eine Straße zu bringen, ohne daß sie naffe

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n t A (.if iMln (.1 A - Vtrtr. D I A , . leder umgebene Hand griff weich und sanft in daZ bujchige Haar des Liebling?, nahm solchen aus den Arm. und über die Strafe ging cs durch Dreck oder Schnce. Jetzt qabenYic Rings Charles" latt und weiiia, behaarten Hündcher. Platz machen müssen, deren Fell so zarl ist, daß selbst der mollige Griff einer Damenhand dem Thierchen wehe thut. Man hat es mit Schleifen und Bänoern versucht, die kleinen Hunde handlich zu machen, aber lein Verfahren befriedigte alle Anforderungen. Ein Thierarzt hat endlich das Problem gelöst. Er macht auf dem Rücken der Hunde zwischen den Schultern einen leichten Einschnitt, löst die Haut von der Spitze des Schwanzes und incculirt solche der beschriebenen Wunde. Bei geschickter Banda.irung ist die Schwanzspitze in wenigen Tagen zwischen den Schultern eingewachsen. und lenteres taut durchaus nicht weh. Nun brauchen die Damen k.'inen Stra s-enöberazna mebr zu sckeuen. sie erarei obwohl thatsächlich'die moralische Ver antwortlichkeit beide in gleich hohem Grade treffen sollte. Thomas A. Craig bekannte sich vor Gericht auf den Rath seines Vertheidigers schuldig, Frl. Elizabeth Benison verführt zu haben. Es wurde während des Processes bewiesen, daß er ihre Be kanntschast aus einem Kirchenfeste ge macht und ihr die Ehe versprochen hatte. Die Folgen der intimen Beziehungen des Paares, und den Aussagen zufolge hatte die Intimität nur in dem einer. Falle stattgesunden, in welchem die angebliche Verführung bewerkstelligt wurde, führten zu einer Anklage wegen eines zweiten scheußlichen Verbrechens. Craig erbot sich während des Processes, das Mädchen zu heirathen, wurde indessen abgewiesen. iHieraus bekannte er sich schuldig, und so rührend war die Erzählung der jungen Dame gewesen, so außerordentlich lauteten die Zeugniffe, die von Mitgliedern derselben Kirche ihrer Moralität ausgestellt wurden daß Craig als ein um so größeres Scheusal erscheinen mußte. Der Richter verurtheilte ihn daher zu dem höchsten zulässigen Strafmaße, zu zehn Jahren und sechs Monaten Zuchthaus. Nur dieser rich terlichen Strenge hat Craig seine Ret tung zu verdanken. Wenige Tage später nämlich empfing Herr Heverin, Vertheidiger des Verur theilten, den Besuch eines hübschen.jun- . m t m . m Rt r mm gen Mannes, der sich James Johnson nannte. Derselbe hatte den Ausgang des Proceffes durch die Zeitungen ersah ren und äußerte dem Advokaten gegenüber, wenn Craig 10 Jahre Zuchthaus verdient habe, so gebührten ihm selbst wenigstens 109 Jahre. Zum Beweise dessen machteer Enthüllungen über Frl. Benison's Charakter und zeigte Briefe derselben vor, die den Advokaten mit Grauen erfüllten. Eines dieser Schreiben,ous Atlantic City datirt, hatte einen geradezu ekelerrregenden Inhalt. Die Briefe wurden dem Staatsanwalt un terbreitet, der sie nach einer Vergleichung mit unzweifelthaft von Frl. Benison herrührenden Briefen für echt erklärte. Nach einer Rücksprache mit dem Vater des Mädchens, der für seine Tochter Gelegenheit zur Vertheidigung erbat, wurde Letzterer von dem Vorhandensein der Briese Mittheilung gemacht. Ihr Schuldbewußtsein gab sich sosort deut lich zu erkennen. Von Nervenkrämpfen befallen, mußte sie aus ihr Zimmer ge tragen werden, wo sie sorgsättig bewacht wurde. ES gelang ihr jedoch am folgenden Tage aus dem Hause zu ent schlüpfen und sich eine Quantität Lau danum zu verschaffen, die sie verschluckte. Die Vergiftung wurde von ihren Ange hörigen rechtzeitig bemerkt und durch Brechmittel bekämpfe, welche den ge gewünschten Erfolg hatten. Als Grund ihrer VcrzweiflungSthkt führte das Mädchen an, daß eS verfolgt werde und nicht länger leber leben wolle. Für den Vertheidiger Craig'S war die junge Da nie nicht zu sprechen. Angesichts der ' Enthüllungen John son's, die nur deshalb gemacht wmden, weil Craig so furchtbar hart bestrast werden sollte, beantragte!Letzterer einen neuen Preceß. Wiederum war die junge Dame bei der Verhandlung über diesen Antrag nicht zugegen, aber ihr Anwalt beantragte, daß mit Rücksicht auf den unsittlichen Inhalt' der Briese die )ef fentlichkeit ausgeschlossen werde. Hiermit wäre der Staatsanwalt gern einverstanden gewesen, er hielt aber das geheime Verfahren für ungesetzlich. Der Richter endschied endlich, daß er das anstößigste Schreiben für sich lesen und im Uebri gen die Gründe für einen neuen Proceß öffentlich anhören werde. Hr.Heverin erklärte noch, daß er seinem Clienten nur deshalb zu dem Schuldbekenntniß gera then habe, weil er nach Anhörung der Geschichte Frl. Venison'S im Gerichts saale von deren Wahrhaftigkeit vollflän big überzeugt war.

Es wurde unmehr James Johnson unter Eid vernommen. Derselbe ist ein Optiker, der meist in Philadelphia, zu weilen aber auch in New Z)ork beschüftigt war. Ais ehemaliger Schulgcnosse Frl. Benison's war er mit derselben sehr vertraut und stand mit ihr fast zweiJahre in brieflichem Verkehr. Ungehörige BeZiehungen unterhielt er schon seit dem Jahre 1880 mit ihr, und die darauf bezüglichen Briefe der jungen Dame, die dem Gerichte vorlagen, könne er a! echt beschwören. Ihm hatte das Mädchen sogar gestanden, daß es mit anderen Männern gleichfalls intim fei. Der ebenfalls vernommene George McBurney, ein Oelhändler, verweigerte aufBefragen jede Aussage darüber, ob er unerlaubte Beziehungen zu Frl. Benison unterhalten habe. Er gab jedoch die Echtheit einiger Briefe zu. in denen die junge Dame ihn-zu Stelldicheins geladen hatte. Als er ihr einst ihre Ausgelassenheit vorwarf, erzählte sie ihm selbst, daß sie mit dem Apotheker Roß intim sei. Selbstverständlich bewilligte der Richter auf Grund dicser Aussagen einen neuen Proceß. Der Fall ist außeroidentlich belehrend. Hätte Frl. Benison ihren Verführer" heirathcn wollen, so wäre vermuthlich weder James Johnson noch einer ihrer anderen Liebhaber je an die Oeffentlich keit getreten. Ebenso wenig wäre das geschehen, wenn die tugendhaste junge Dame irgend einen reichen Mann auf Schadenersatz für die ihr geraubte Ehre verklagt hätte.- Leichtfertige Mädchen finden es sehr bequem, als Opfer männticher Schlechtigkeit von einer Jury be mitleidet und gerächt zu werden. Und daö gesetzliche Princip, das ihnen zu

Hilfe kommt, ist genau dcsselbe, mittels desfen die Wirthe für die mangelnde Selbstbeherrschung ihrer Kunden, ver avtwvrtlich gemacht werden. Es nimmt die moralische Verantwortlichkeit für einen Fehltritt von dem, der ihn begangen hat, und überträgt sie auf den .Versueher, den Alkohol oder gar den Teufel. Nicht ohne meine Mutter." Die großen , und. hohen, in bequeme Miethw.ohnunge.n eingetheiltenGedäude, die sich in New Äork immer größererBe liebtheit erfreuen, werden in den dort! aen Zeitungen häufig als völlig seuer sicher bezeichnet. Sie sind dies auch, so weit die Umfassungsmauern und Zwi schcnwände, mitunter sogar soweit die Treppen in Frage kommen. Aber in allen diesen zum Theil hocheleganten Bauten sind die Elevatoren aus Holz hergestellt, und diese verbreiten, sobald ein Feuer ausbricht, den Rauch im Augenblicke, die Flammen außerordentlich rasch rn alle Theile der fünf- und sechs stückigen Gebäude. Dutzende von Si rh:::L-Vorrichtunaen sind erdacht uch mitunter in Anwendung gc.brach werden, welche der Feuerqefährlichkeit der Elevatoren vorbeugen sollen, letztere werden aber ihren verderblichen Einfluß auf die Verbreitung von Feuer und Rauch nicht eher verlieren, als bis sie ausschlleßlich aus nicht brennbarem Vca terial hergestellt und in den veischiede nen Stockwerken, außer im Momente des Gebrauchs, dicht geschlolien gehalten werden müssen'. Das solidest gebaute. von vielen Menschen bewohnte HauZ ist bei der gegenwärtigen 'Einrichtung der Elevatoren genau so feuergefährlich als irgend eine grobe, in früheren Jahren gebaute Holzbude. Ern trauriges Bei spiel des unseligen Einflusses eines Ele vators auf die schnelle Verbreitung von Feuer und Rauch lieferte Ende voriger Woche in Rew yoil der Brand des un ter dem Namen Cambridge- bekannten neuen und comsortabeln Gebäudes. In dem aus fünf Stockwerken und dem ebenfalls bewohnten Souterrain beste henden Hause war in der Nacht in lek terem, und zwar in der .Nähe des Eleva tors, Feuer ausgebrochen. J. demhause selbst befand sich ein Alarmkasten, die Jeuerwehr war sosort zur Stelle, aber der Rauch und das Feuer' flogen so schnell durch den Elevator in alle Theile des Hauses, daß viele der Bewohner erstickt und verbrannt sein würden, wenn nicht die außen am Gebäude angebrachte Rettungsleiter Allen bis auf zwei die Flucht gestattet hätte. Der im Hause angestellte Portler entdeckte das Feuer früh gegen 3 Uhr, als es noch im Ent stehen begriffen war. Er weckte die In haber der zahlreichen Miethwohnungen tosort, aber dieienigen der obersten Stockwerke fanden trotz der Eile, mit der sie sich zu retten versuchten, das Trep penhaus der unteren ktaa?n so mit Rauch angefüllt, daß sie nicht durchzü dringen vermochten und in die oberen Stockwerke zurückkehren mußten. Frau' Marie Wakeman und deren Tochter Rosamunde ' gehörten zu den ersten Miethbewohnern, die geweckt xdvlx den. Die Tochter lief nachdem Schlaf zimmer des Dienstmädchens und veran taßte dieses, ohne an Rettung irgend welcher Sachen zu denken, so schnell als möglich das Haus zu verlaffen. Im Corridare verbreitete sich der bereits aus dem Elevator hervorftrömende Rauch und das Dienstmädchen rief: Kommen Sie mit Fräulein, Sie.können nicht zu? rück, die Feuerwehr wird die Mutter ret ten." Die Tochter antwortete : .Nicht ohne meine Mutter verlaffe ich das Haus und stürzte nach deren Schlafzimmer zurück. Frau Wakeman war an der linken Seite des Körpers gelähmt; man fand .sie, nachdem die Flammen ge löscht waren, in den Armen ihrer Tochter in der Nähe der Treppe ; beide waren erstickt. . Frau Wakeman war.die Wittwe von Abram Wakeman der-'-'untet Lin coln Hasen, - Collector wär. Fräulein Wakeman war ein ungewWlich .'schönes Mädchen von 20! Jahren und eine sehr talentvolle Malerin. ' ' Eine andere, geräumige Wohnung in dem ausgebrannten. Haufe' wär. an 'den Baptistenprediger Day vermiethit, der zur Zeit mit seiner Gattin von New' Vork abwesend ist." In der Wohnung befanden sich Day's 19jährige Tochter, ein irisches Dienstmädchen und eine Schwester der FrauDay, Frau Sugden, mit ihren beiden Töchtern im Alter von

14 und 13 Jahren. ?luch sie waren so! ts.ff : o x 1 2 .lu.. ii . v r '

imucu Ulv uiuguuj ijciütui woroen, jan den es aber ebenfalls bereits unmöglich durch den ,auch nach unten vorzudrin gen. Sie flüchteten sich in das oberste Stockwerk und kletterten von da an dem Rcttungsapparat bis auf einen Balkon im zweiten Stockwerke, öier laa eine 'bequeme Lei!er, die aber von den Flüch tenoen in ihrer Angst nicht bemerkt wurde. Sie sprangen alle von dem Ballon dem Portier, einem sehr kräfti gen Manne, nacheinander in die Arme und entkamen sämmtlick unverlekt. Aus emselben Wege retteten sick die meisten übrigen Bewohner des Öaules. denn nur sehr wenigen war es gelungen, über oie treppe in'Z reie zu gelangen. So schnell hatte der Elevator Rauck und Flammen durch alle Theile eines angeblich seuersichern Prachtbaus verbreitet. Bom Inland. Ein Bew ohner des Thales Ashüelot, N.- H., der seit 23- Jahren jeden Schneesall genau mißt und-ver zeichnet, theilt mit, datz dort m der an gegebenen Zeit 134 Fuß Schnee gefallen sind. Der geringste Schneefall eines Jahres betrug 38, derjenige des fchnee reichsten Jahres 101 Zoll. Der farbige Prediaer Sa muel Davis in Savannah, Ga., wurde diefer Tage in seiner eigenen Kirche ver haftet, weil er gestohlene Beinkleider an hatte. In Bristol, R. I.. wird, zu Ehren des General Burnside und der im Kampfe für Erhaltung der Union gefallenen Krieger eine Memorial Halle er richtet. Die Kohlenlager in AI a bama, bedecken eine Fläche von 10,860 Quadratmeilcn : alle Kohle ist harzig oder bituminös, aber in der Qualität sehr verschieden. Das zum Zwecke der Ver steuerung abgeschätzte bewegliche und un bewegliche Eigenthum im Staate New Jersey hat sich gegen das Vorjahr um $8,016,654 vermehrt. In Olneville, R. I., wurde Ende vorige? Woche ein hübsches Mäd chen von 16 Jahren mit einem liebens würdigen alten Junggesellen von 72 Jahren verheirathet. Die neueste Mode unserer jungen Damen besteht in der Anlegung von Haar Albums. Die unwidersteh lichen Lieblinge der Schöpfung bestür men junge und alte Männer mit Bitten um eine Locke, oder sonstiges Haar, wie es die Natur hervorbringt, oder die Kunst des Friseurs verbessert. Diese Haarspenden werden mittels schmaler blauseidener Bänder in das Album ge klebt. Darunter besinden sich Notizen über Größe, Schönheit, Unwiderstehlich keit und sonstige Schwächen der betr. Männer. Kein männliches Auge darf je einen Blick in ein solches Album werfen. Die jungen Damen sind auf ihre Vor rathe an männlichen Haaren so stolz, wie nur je ein indianischer Krieger aus seine Scalps. Frl. LuluP. Smith in HineS ville, Fla., unterhielt seit zwei Jahren mit D. N. Cameron von Nord'Caro lina ein Liebesverhältniß. Ihre Eltern hatten sie mit Joseph Morrison in Hinesville verlobt, und dieserTage sollte die Hochzeit stattsinden. Prachtvolle Hochzeitsgeschenke waren im Parlor des elterlichen Wohnhauses ausgestellt, eine glänzende Gesellschaft fand sich nach und nach ein, und schließlich erschienen auch der Bräutigam und der Geistliche. Die Braut war noch immer in ihrem Zimmer mit der bräutlichen Toilette beschäftigt und hatte rede 5)ilsslelstung hierbei ab gelehnt. Als die Mutter endlich nach ihr sehen wollte, fand sie das Zimmer leer. Lulu war unbemerkt aus dem Fenster gestiegen, mit ihrem altenSchatze nach Savannah gefahren und wurde dort mit demselben qctraut, wahrend die El tern und die ganze Hochzeitsgesellschaft nach ihr suchten. - Jn Brasilien sind neu erdings in der Nähe von Jlheos (zwi schen Bahia und Rio de Janeiro) ergie bige Diamantenfelder aufgefunden wor den, welche sofort 45000 Men fchen herbeilockten. In Folge dieses Andranges von Diamantsuchern herrschen an der genanntenStelle schreck liche Zustände. Ein von der Regierung entsandtes Detachement Soldaten wur .de von den Diamantsuchern entwaffnet, welche nun zu Wegelagerern wurden und die Passanten ausplünderten. DerTelephonDiensthat eine erstaunliche Ausdehnung gewonnen. Die American Bell Telephone Eo." hat nicht weniger als 189,374 Instrumente bei 5kunden im Gebrauch stehen und zählt 592' Exchanges" oder Telephon Stationen, mit 70,525 Subscribenten und 49,168 Meilen Drahtleitungen. Diese Zahlen weisen eine enorme Zu nähme gegen das verflossene Jahr' auf.' Ein neuer Schwindel. Geo. Schmidt, ein Schwabe, war im Sept. I vor. I. in Castle Garden gelandet, hat sich seither in Chicago aufgehalten. konnte sich nicht in Land und. Leute sin den,' ließ sich Geld aus der Heimath schicken und tcas Ende voriger Woche wieder in New Z)ork ein. um von hier nach Deutschland zurückzureisen. Auf der Fahrt hatte er die Bekanntschaft ei nes Landsmannes gemacht, eines sehr netten jungen Mannes, der in NewZ)ork gut Bescheid. weiß. Dieser führte nach der Ankunft in New Nork Schmidt zu nächst in eine Wirthschaft, .um ein Glas Bier mit ihm vor semer Abreise zu um ken; hier traf der Führer zufällig einen alten Bekannten, den er lebhaft erfreut begrüßte und Schmidt . vorstellte.. Der Fremde hatte eine sehr elegante Reise decke bei sich und erklärte aus Befragen, er wolle gegen Abend nach Albany sahren. Schmidt fand Gesallen-an der Decke und erkundigte sich.nach-'idrm'Ptti'' fe. Der Fremde nannte einen lächerlich niedrigen Preis und erklärte sich'ereit, Schmidt nach dem Laden zu führen, wo die. Decken so billig verkauft würden. Alle drei verließen das Local. Unter wegö offerirte der Fremde Schmidt eine Prise: als er die Dose öff.

nete, war solche leer. Versuchen :

wir es noch einmal" meinte der Fremde, und als er die Dose wieder öffnete, war sie mit Schnupftabak gefüllt. Während Beide schnupften, gesellte sich ein Mann zu lynen, oer evenfaus um eine Prife bat. Ver Besitzer der Dose präsentirte ihm solche und dieselbe war leer. Scha de, meinte Nr. 4 ich habe Bedürfnik nach einer Prise-. Aber die Dose ist ja voll" meinte Nr. ..Bewahre, sie n V AJ F t CY m "V. r . . . l!l leer, lagie 'cr. 4. cy wette mit Ihnen um $100, daß die Dose voll ist." -Wenn Sie Ihr Geld los sein wollen. mir ist es rechtchier sind meineNOO-. Nr. 3 entdeckte, dak er nur 860 bei sich hatte und Schmidt, der die Dsse und die $100 in der Hand hatte, legte $40 aus seinen Mitteln zu und gab solche an No. 2, dem No. 3 bereits seine $60 ein. gebändigt hatte. Im nächsten Augen blicke waren die drei in der ALey, in deren Nähe man sich befand, verschwunden und Schmidt sah sich im Besitze einer sehr ordinären Vexirdose und sehr schlecht nachgemachten Papiergeldes im Nomi nalwerthe von $100. In den Berichten aller neu erdings in New Z)ork angelangter euro paischer Dampfer werden Eisberge und Eisfelder erwähnt, denen die Fahrzeuge auf ihrer Reise begegneten und die man chem von ihnen beträchtlichen Ausenthalt verursachten. So traf der soeben in New ZZork angekommene belgische Dampfer Daniel Steinmann von Antwerpen an.27. Februar unter'm 45. Sreiten und 47. Längengrade eine Anzahl Eisberge und sich weithin erstreckende Eisfelder an und war genöthigt, 80 Md'. südöstlich zu steuern, um wieder in ein eisfreies Fahrwaffer zu gelangen. In der Nacht srh er plötzlich abermals ein großes Eis selb vor sich; er konnte nicht mebr aus weichen und mußte hindurchfahren, was 3 Stunden inAnfpruch nahm. Jm Ueb rigen herrschte fast fortwährend stürmt sches und kaltes Wetter mit häusigem Schneegestöber. Aebnliche Ersahrungen machten andere Schiffe. Das wenige Silbererz, das jetzt noch in Ncvada gefördert wird. ist so reich an Blei, daß die Arbeiter von den bekannten Krankheiten heimgesucht werden, welche dieses Metall veranlaßt. Vom Auslande. DieWittweSeinrichHei nes, Frau Mathilde Heine, ist am 22 ftebr. an der Seite ibres Gatten auf dem Montmartre-Friedhof in Paris zur lekten Rube arbeitet worden, bett ei nem Jabre leidend, ist sie in ihren, . G8. LebensZahre.dem Gatten in dem Tod ge folgt. Eme harmlose, heitere Natur, hat sie die letzten Jahre des langsam oabinsterbenden Dickters ziu verschönen versucht, wenn sie auch seinen Ge nius nicht begriff und für die dichteri scke bobe Bedeutuna QeineS kaum daS rechte Verständniß hatte. Mathilde Crescence Mirat war bereits 31 ayre alt, als 5)eine am 31. August 1831 mit ibr die Ebe einaina. Seit drei Jahren lag er bereits in seiner .Matratzengrust," aus der lhn erst der Tod am 17. eor. 185 erlöste. In ihrer Jugend war Fräulein Mathilde eine anerkannte Schönheit. Im Irrenhause von Broadmoor ist vor einigen Tagen ein Mann, Namens John Goode gestorben, welcher schon im Jahre 1837 eine Art Attentat aus die Königin Victoria gemacht hatte. John Goode war Kapitän des 10. Husarenregiments. Als die Kö nigin in offenem Wagen durch Birdcage walk, St. Jame's fuhr, sprang Goode an den Wagen, machte drohende Geber den und stieß drohende Worte aus. Die Königin sprang aus dem Wagen und ließ den Mann verhaften. .Vor dem Polizeigerichte sagte Goode auö, daß er der Sohn Georg IV.. und der Königin Karoline sei und Anspruch auf den englischen Thron habe. Ueber alles Andere sprach der Mann sehr vernünftig. Als er in einen Wagen gesetzt wurde, um ins Gefängniß geführt zu werden, zerschlug er die Scheiben und rief den Wachen zu: .Garden Englands, thut euere Pflicht und rettet eueren Souverain!" Goode wurde ins Irrenhaus geschickt, .wo er an seiner fixen Idee bis zum letzten Augenblick festhielt. Die Sprengung deö Ei-sernenTbores.ienesweltbekanntenSckiff-sahrts'Hindernisses auf der Donau, ist iekt endlich in Anariff aenommen vor den und soll bis zum Herbst vollendet werden. Jabrubnte lana daben die 'Verhandlungen über die Hinwegräu mung dieses Berkehrshindernisjes, weiches die Schigfahrt auf der Donau und somit den ganzen dahingehenden Handelsverkehr Oesterreich'S stark beeinträchtigte, gewährt. Seit dem Abschluß des Pariser Friedens, in welchem die internationale DonaU'Commission geschaffen wurde, ist ein anderes Hinderniß in der Donau, die große Sandbank an der Sulina-Mündung, . durch Baggerung beseitigt worden, aber das Eiserne Thor, die beengende Felsenbarriere, blieb bisher unberührt. Jetzt endlich haben die zwischen der österreichischen und ungarischen. Regierung gepflogenen Verhandlungen zu einem greisbaren Resultate geführt und Oesterreich-Ungarn . darf hoffen, daß mit der Vollendung des be gonnenen Werkes sein' Handelsverkehr nach dem Osten den erwarteten Aufschwungs nehmen wird. Von den vrojectirten 13 Forts, welche Warschau mit einem Gürtel . dieser 'modernen Befestigungen umgeben sollen, .werden in diesem Jahre nur sechs hergestellt und bis zum Sep tember d. I. fertiggestellt werde.i. Für die Ausführung dieser Arbeite. sowie für einige andere Feflungsarb.iten im Königreich Polen und im Gouvernement Kowno sind mit Privatunternehmern Contrakte- ous eine Summe ron neun Millionen Rubel abgeschlossen .norden. . In Baiern, woselbstlandesgesetzlich das Bier nur aus Hopfen und Malz gebraut werden darf, ist nach einem Urtheil des Reichsgerichts jede an derweitige Zuthat, z. B. Süßholz, zu dem Bier als NahrungS? undGenußmit

telversälschung zu bestrafen, selbst wenn dieses Bier ohne jene Zuthat ein an sich, gutes war, und die Zuthat nur den Zweck hatte, die Meinung zu erregen, daß sich im Bier ein größeres Malzquanthum befinde, als sonst gewöhnlich in

Bayern zum Brauen verwendet wird. 5err de Brazza hat die Liste der Mitglieder der Congo.Expedi. tion veröffentlicht. Es werden ihn 19 Franzosen begleiten, von denen mehrere bereits größere Reisen in Afrika gemacht haben. Der Sohn Henri Rochefort's wird gleichfalls an dieser Expedition theilnehmen. WiederPariserFigaromeldet, wurde die sraazösische Regierung vor kurzem von dcr in Holland lebenden r, !. ai r .X. v r r" jl Kamine 'launoors oenaqriaingr, oa ia) in den Rumen der Tuilerien ein Schatz befinde. Ueber diese Sache berichtet man folgende Einzelheiten : In 5)olland le den die Nachkommen von Naundors, der sich für den Sohn Ludwigs XVI. aus gab. Der verstorbene Ztönig Wilhelm II. balle denselben auch als Ludwig XVII. anerkannt, und einer seiner Nachkommen dient in der niederländischen Armee unter dem Ramen de Bourbon. Diese Bourbonen haben nun der franzö fischen Regierung ihre Abdankung unter der Bedingung vorgeschlagen, daß eine Untersuchung angestellt wird, um vtt schiedene von Ludwig X VI. binterlasse ne Papiere auszuspüren. Sie werden ihrerseits die Orte anheben, wo sich die selben befinden, verlangen aber.daß ihnen die Grundbeschtitel und Wertpapiere, die sie enthalten, zugesprochene werden. Dies sind die Bedingungen sür ihre Ab dangung; die französische Regierung soll dieselben im Prinzip angenommen haben." (? ?) Kürzlichging durch die ausländischen Blätter die Verösfentli chung eines Briefes, den die Nihilisten dem Kaiser aus' den Schreibtisch gelegt haben sollen, in dem unter Drohungen zur Durchsührung von Reformen gera then wurde. In Kreisen, die in dieser Hinsicht sonst gut unterrichtet sind, wird nun mit Bestimmtheit behauptet, es sei seit der Rückkehr des Kaisers nach Peters bürg absolut nichts Derartiges vorgekommen; denn ein solches Ereigniß würde unter den gegenwärtigen Verhältnis sen keineswegs aus die leichte Achsel ge nommen werden. In Moskau regen sich be reits viele Hände, um die Krönungsfehr zu einem großen Volksfest in russisch asiatischm Stil zu gestalten. Der Un ternehmer Lentowski hat dem Hoscomp toir gegenüber die Anordnung derVolks belustigungen vertragsmäßig übernommen. Allem Anschein nach wird eö recht bunt hergehen. Das Personal von Ak robaten, Harlekins, Schnellläufern u. s. w'.dessen Lentowöli benöthigt sein wird, betäust sich auf etwas 400 Personen. Reben den Vorstellungen in den Panto mimen-Theatern, staruffels, Cilcus u. s. w. werden auch mehrere nationale Be lustigungen ihren Plal) finden, wie Bauern Reigen (Chorowod), Vorführung von Tanzbären durch tatarische Bärenführer und ahnliches. Die für auslän difchen Gesandtschaften gemietheten Räumlichkeiten sind aus 40 Taze gemiethet worden. Für das Haus Malkiel aus der Twerskaja soll sür diesen kurzen Zeitraum die Summe von 40.000 Rbl. be zahlt werden. Die mit der Krönung ver bundenen Kosten werden vorläusig auf II Millionen Rubel berechnet. Hierin sind aber die Ausgaben, welche die Ve? stärkunq des , Polizeikorps erfordern werde,., icht mit eingerechnet. Cyarlottenburg, 23 Februar. In der Jfaal'schen Druckerei gericth der Buchdrucker Gustav Grehm zwischen zwei Druckwalzen und wurde entsetzlich ver stümmelt. G u b e n. L5. Feör. Der Magistrat hat eine Verordnung erlcsjcn, wonach diejenigen Schankwirte, welche Arbei lern geistige Getränke auf Credit, wö chentliche oder längere Abzahlung ver abreichen und dadurch unter Umständen die Vollern befördern,, mit Entziehung der Concession werden bestraft werden. B ü ck e d u r g. 21. Fes Ein höchst charakteristischer Vorgang . 'n hier zu de.ichten : Dcr das Gym, . ..m besuchende Sohn des Bataillons .omwan dcurs versäumte den Unterricht und wurde, da er nachträglich nur den Ent schuldigungsschcin auf den Katheder des ClasienlehrerS legte und damit seiner Pflicht genügt- zu haben glaubte mit einflündigem Nachsitze bestraft. Hier gegen glaubte der Vütcr für seinen Sprößling Partei nehmen zu sollen und wandle sich an die Landesregierung um Abänderung der Slrase. Diese ging aus sein Gesuch ein und verordnete die Umwandlung des Nachsitzen in ei ncn Verweis, welch' litzleren der Dirrc tor zu ertheilen halle, de? seinem Auf trage pflichtschuldig nachkam, dabei aber vor der Klasse erklärte, der betnsfende Lehrer sei keineswegs im Unrecht, er selbst würde bei gleicher Sachlage auch wie jener gehandelt haben. Kurze Zeit darauf kam aber leider ein gaNz ahnliches Vergehen vor; da nun der Herr Direk tor nicht in die Lage verfetzt werden mochte, zum zweiten Male eine so pein liche Correctur üben zu müsien, wandte er sich.an die Landesregierung mit dem Ersuchen um Ausludst, cb der Uebeltbä ter, der Sohn eines Gewerbetreibenden, wie zuerst der Andere, nach der Schul. ordnung oder nach der für den jungen Grasen befohlenenAuSnahmebkstimmung zu bestrafen sei. Der gewisienbafie Schulmann wartet schon lange auf Ant wort aber vergeblich. Solche Dinge haben bei uns ja keine Eile und .htz r het dä Bismarck nix to seagen !" Heidelberg, 20. Febr. Gestern wurde der Landwirth Dan. Schweickard datier, dessen Oekonomiegebäude arn 1. August v. I. abbrannte, wegen Betrugs und Verdachts, der Brandstistung ver hastet; derselbe machte zur Erlangung seiner Brandentschädigungssumme un wahre Angaben und hierbei ergaben sich auch Verdachtsgründe wegen Brandstif tung.