Indiana Tribüne, Volume 6, Number 174, Indianapolis, Marion County, 13 March 1883 — Page 2

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Indiana Hriöune.',

ISgNoZe- und KonntagsansgaS?. Office: DelawareStr. Indianapolis, Ind., 1. März 188:;. Tie Sterbttchkett i den Verelttisten Staaten. Nach dem neuesten CensuZbulletin starben in den Ver. Staaten im Jahre 1850 756,893 Personen. Dies ergiebt eine Sterblichkeitsziffer von 15 Promille der Bevölkerung. 1870 betrug diese Ziffer 12.8 und 1860 12.5 Promille. Indessen beruht diese Zunahme nur aus der zunehmenden Genauigkeit der AnMeldung aller vorkommendenTodesfälle. Auch jetzt merken diese Meldungen nicht so allgemein und gewissenhast gemacht, cck man die Sterblichkeitsziffer desJah res 1880 als den thatsächlichen Verhalt niN.n ntfariAfnh beicknen könnte '

Jedenfalls können mir annehmen, dak Ansiedlern eme Strecke von 60 im Jahre 1880 auf 1000 Menschen 18 1 und 120 Metten Brette verbis 19 Todesfalle kamen; aber auch ssen worden, dlesich durch Wlscon bei dieser Annahme ist das Verhältnis vCW'ft ? V ?n .na' ; vn nA rinftinfr nra Oregonund Washington . Territorium

in Europa, da in denjenigen hochcivili sirten Ländern jenes Contineuts, deren Statistik am meisten zuverlässig und in deren gleichzeitig d Sterblichkeit ara geringsten ist, dir Stcrblichkeitsziffe? im Jahre 1880 höher war. und z. A. in England 20.5, in Schottland 21.3 Pro nullt betrug Von den . anaegebenen Todesfällen vertheilen sich 640,191 auf die 43,402,. 970 Köpfe betragende weiße, und 116, 702 aus die 6,752,816 Köpfe betragende farbige Bevölkerung. Von den Weißen starben sonach 14.74, von den Negern 17.23 Promille. Die größere Sterblichkeit der Farbigen sindet in der großen Sterblichkeit unter den sarbigenKindern im Süden ihre Erklärung. Von 25.518.820 Personen männlichen Ge schlechts starben 201.960, von 24,636, 963 Personen weiblichen Geschlechts 264,933. Aus 1600 Todesfälle des letzteren kommen 1.074 des ersteren. Die sterbnqlett iji unter den ttnaoen, na mentlich in den ersten fünf Jahren, grö ßer als unter den Mädchen. fi- c i .... iirv.t... too o i r ctjii aviuiuiiui viiucK uoiu um! Im t e Sobilutf und Zwar: in ÄJS?ÄWi . Diphthttl IiZ. LSL F. Ruhr und uk ''B NirvinlyitmZ, I07.W4F Erkrankung derResplratlonsorgane, 22.90. typhöse c:... vt ctmU:J 1 7,v U"" U. -viuiuii, iu.iiu u. . V k1 HiTa. I i h.nfg Jn dm nordallan ischen S,a. itn iinn . n ntrn.VtniAn TArnivIs Ami

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... c v. r ... o s gegen kann sich der IrankeMann schützen, ßranihea aus dem V allen fiande .rn bie f $ Postämter ihn durch Suden ,n wm Orleans d,e me.sten äsm&m Besördirung des Schmug. ? ' ..M!"?' 8? um Wel ch 12.M Lire bestehl.n. . gfc doch sehr gut gebrauchen önnle 63 leuchtet n, H n den größeren g g US Frankreich und Deutich. Stadien d,e sich Kehr und mehr auzbr... sas? ausnahmslos mit Umtenbe Canal.mung d.e Krankhe.tssalle h behSrden in die Türkei urnnrnbert, wahrend aus dem platten ngesührt. DieS geschieht, indem einLand. d,e Ausdunstungen geschriebenc Briese. der? os 10 bis 2 Niederungen , und Moräste dieselben de ? tintm 6ou , t d, selbe Adresse 'Ä". und . New ' ,knm.' ohne Werthang be ,' -

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und Technik sind aber nicht ganz erfolg los thätig, den dessallsigen Nachtheilen vorzubeugen. Durch Unglücksfälle verloren das 2t ben : durch Verbrennen und Verbrühtwerden 4,78, durch Ertränken 4,320, de?mord 40, durch Verletzungen durch Maschinerle 120, durch Eisendohn-Un fälle 2,349, durch Erstickung 2.339, durch Selbstmord durchErschießen 472, Selbst mord durch Ertrinken 155, Selbstmord durch Vergiften 340, durch Selbstmord auf andere Methode 1,550, durch Son nenstlch oo7, durch sonstige Unfälle 930. Lana Monopol. 13, Vor Kurzem hat das Ministerium ücj; Innern eine Karte herausgegeben, auf welcher die an Eisenbahnen abgttretknc.i Ländercien schwarz markirt sind. Der Anblick ist geradezu erstaunlich, denn nun erst wird es dem Beschauer klar, we colossal die Strecken sind, die der Pn vatbesiedelung entzogen wurden. Ursprünglich besaßen die Ver. Staaten 1.823.180,387 Acker öffentlichen Landes, die sie von ihrer Gründung an bis zum Ankaufe Alaska's erwarben. Davon sind jetzt noch rund 1,000,000.000 Acker übrig, aber wenn man das unwirthliche Alaska, die unfruchtbaren Hochgebirge und die Sümpfe im Süden abzieht, sZ erhält man boa)sten3 250 000,000 A. anbaufähigen Landes. 125,000.000 hier von, oder genau 'd-e Hälfte, werden tr? verschiedenen Eisenbahnen zur Voßjie hung der Schenkungen beansprucht die denselben vom Congresie unter gewissen Bedingungen bewilligt, größtethsils aber nicht .verdient" wurden. Hätte der Kongreß alle diejenigen Schenkungen widerrufen, die thatsächlich verfallen sind, weil die Bahnen ihre Be dingungen nicht eingehalten haben, so würden wenigstens 80 Millionen Acker an das Land zurücksallen. Da er das nicht gethan hat, so werden die Gesell schasten, während der Ferien möglichst viele Schienen legen und sich .für jede vollendete Strecke den Besitztitel aus alles benachbarte Land ausstellen lassen. Um

7O r ifei? S V ?1 P Zollbehörden vorzulegen hät. S len, denn in diesem Falle ließen sich keine Mord und Todt chlag 1,330, durch tfin i, i.mt;.

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die Wirkung dieser Praxis zu zeigen, genügen einige Beispiele. ; Vor zwölf Jahren wurden der Texasj Pacisic . Bahngesellschaft 14 Millionen Acker bewilligt, selbstverständlich unter. der Bedingung, daß sie eine Bahn erbaue. Nicht eine einzige Schiene hat sie LW gelegt, aber dessenungeachtet

schließt' das Landamt' nicht nur diese ganze Strecke gegen Ansiedler ab, fon dern auch die sogenannten Jndemnitätö grenzen, d. h. das Gebiet, das der Bahn zur Entschädigung sür 'diejenigen Län dereien dienen soll, die innerhalb ihres Grants liegen, aber schon vor der Schenkung besiedelt waren. Ein schwar zer Streifen von 638 Meilen Länge, der in New Mexico und Arizona 100 Met len und in Calisornien 60 Meilen breit ist, bezeichnet auf der Karte dieses Ver botene Land-. Seit sechszehn Jahren hat ferner das Landamt sür die Atlan tic und PacificGesellschaft eine Strecke abgegrenzt, die sich, 1,687 Meilen lang, von Missouri bis an den Stillen Ocean erstreckt, in den Staaten 60 und in den Territorien 100 Meilen breit ist. Die südliche Pacisicbahn hat 290 Meilen Bahn n ich t gebaut, die sie zu errichten sich verpflichtet hatte, doch zog dessenun geachtet das Landamt sozusagen einen undurchdringlichen Zaun um ttnt Strecke in Californien, die 290 Meilen lang und 60 Meilen breit ist. 1864 endlich erhielt die nördliche 'Pacisicbahn

ic o- ' t r rr .lä. ' r in c vmmiu vie,en paaren hinzieht. Als im Jahre 1879 der Con? tract abgelaufen war, auf Grund dessen die Bahn Land beanspruchen konnte, hatte sie 1739 Meilen noch nicht vollen det, behielt, aber dennoch die ganze Schenkung. Man sprach früher von der .Großen Amerikanischen Wüste", hat zedoch in zwischen erkannt, daß das eigentliche Wüstenland im Westen verhältnißmäßig unbedeutend ist. Eine viel größere Wü sie bezeichnen die schwarzen Streifen auf der oben erwähnten Karte. Der Nation ist ein Gebiet entzogen worden, das so groß ist, wie die dreizehn ursprünglichen Staaten, welche den Bund gründeten. Und während die Bahnen durch die ihnen verliehenen Reichthümer in den Stand gesetzt werden, der Staatsgewalt erfolgreich zu trotzen, bildet sich gleichzei tig eine Landaristokratie, die der englischen an Einfluß bald nicht nachstehen wird. Es ist ein doppeltes Unglück. Bom ttanttn Manne. cvn v, n:,ci Vnnt,Z5. f, - e mt bfV. s ch d " n dw Rksi'rungm auswärtiger Staaten z , waltet erben. Wohl hat die Pforte schon mehrere Versuche Z die, ausländischen Jnstt. ,7? iniXnn n. ;s.. tute zu entledigen, da sie lndesien ihre ts.-.!:, MNnw,t,.n nilt 2v w w v w v - u r m wf mm -UVI iUU llli IUIV 4lltiUUW 113 VUII Weiteres abgewiesen. Nicht einmal dan i ' vtttk,kzM st.. nt3 k förderun ausgegeben werden, ohne daß deulichen oder kranzöst chen Post. mumm n den ihnen zugehenden aUrfmürf(n o,raht nur so ie hm viele Vackete. die nack Qstrumelien b stimmt sind, erden von Constantinopel suA weiterbesördert, ohne erst das Zoll amt passirt zu haben. Natürlich ließe sich der Uebelstand leicht abstellen, wenn die Postämter ihre Empsangslisten den Psorte, die doch sonst so schlau ist, hat sich, in ihren Poflverträgen das Recht der Cntrole gar nicht vorbehalten. ES ist zeichnend sür die türkische Wirthschaft, dak die fremden Postämter thatsachlich berechtigt sind, den Transport aller Ge genstände ohne jede Ueberwachung vorzunehmen, sodah es lediglich vom guten Willen der Postbeamten abhängt, ob Alles verzollt wird oder nicht. Das soll nun jetzt geändttt werden, aber was soll nicht Alles vn der Türkei resormirt werden, und wie wenig wird verbessert! Die Bcleiöigus unserer Z7 agge. Am 12. vor. Mon. wurde bekanntlich von einem holländischen Fort in Cu racao ein Kanonenschuß ans den amerikanischen Dampser Valencia" alge feuert, als derselbe im Begriffe war, den Hasen zu verlassen. Es hat sich endlich derousgestellt, daß dieser der Flagge der Ver. Stuaten angethane Insult die Fol e eines Irrthums des Commandanten des Forts und der Betrunkenheit eines holländischen Polizisten war. Zwischen Curacos und den Ver. Staaten giebt es keine telegraphische Verbindung,und aus diesem Grunde hat es so lange gedauert, bis zuveilässige Nachrichten über den Vorfall eingegangen sind. Am 8. dies. Mon. endlich har der New Yorker Agent des genannten Dampsers von seinem Vertreter in Curacav einen Bericht er halten. Aus demselben geht hervor, daß die Valencia" in der üblichen Weise clanrt worden war und den sogenann ten Fort-Paß erhalten hatte. Dieser Pa.ß oder Er!aubnißschein soll dem Commandanten als Beweis, daß der Abfahrt deL Schiffes nichts im Wege stehe, zuge stellt werden, doch gelangte der Schein nicht rechtzeitig in die Hände des Commondantm, und als das Schiff dasFort passirte, erfolgte daher der Schuß. Die i c m. t i ' rr i. : 2 : o . I zu ociicgi yui Muyumi juyuu uun dem an demselben. .Tage in New Vor! angekommenen Dampfer Caracas" noch dahin ergänzt,' daß der GlMv'erneur von Curacao erst vor Kurzem sein Amt über Ikomnen habe. Dieser erklärte, daß ihm !,as G'sctz, welches das Abfeuern eines anonenschuss gestattet, unbekannt sei

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und hat dem amerikanischen Consul Barnes eine formelle Entschuldigung weqen desVorkommnisses eingehändigt, welche nebst einem Begleitschreiben des Consuls an das Cabinct in Washington gesandt worden ist. Jedes von Curacao abfahrende Fahr zeug nimmt einen Polizisten an Bord, dessen Pfllcht es ist, deni5o?t-Pak" nach dem Fort zu bringen. Der Paß der Valencia befand sind aber in den Hän den eines Polizisten, welcher in bei Trunkenheit seine Pflicht verabsäumte, und der Commandant des Forts handelte daher nach stiner Jnstruction, um den Dampfer, dessen P,iß nicht in seinen Händen war, cm Auslaufen zu verhindern. D'i Gouverneur hat versprechen, daß derartiges nicht wieder vorkommen werde. Uebrigens wirst man dem Comcundnnren des JortZ vor, daß er nicht berechtigt gewesen sei, einen scharfen Schuß abfeuern zu. lassen. Das Gesetz gestattete ihm nur, blind feuern zu lassen und erst, wenn dies nicht beachlet wird, ist er befugt, scharf feuern zu lassen.

Obschon die Prinzessin von Wales und eine bedeutende Zahl englischer Damen den grausamen Sport des Taubenschießens in hurlingham und anderwärts auszurotten unternommen haben, sährt das sportliebende Publikum fortdieses grausame Spiel zu betreiben. Nicht zufrieden, diese hüdschen Thierchen durch Schüsie zu schrecken, sie zu lähmen und langsam zu morden, haben einige rafsinirte Schurken ausfindig gemacht daß der Spaß erhöht wird, wenn man den Tauben ein Auge ansflößt und Stecknadeln in den Körp.-r ireibt. Ein äugig fliegen sie nur in einer Richtung und die 91 .de Ist ichs machen sie lebhafter im Flug. Die Magistrate in Bclchcr (Enaland) Haien jeboi) diese? Praxis ein E ide gemacht. Sie hab?n zwei d:eser grausamen Spoitsmen. Ludlam und Rogcrs. zu zweimonatlicher Zuchthaus itrajc verurlyellt. 2i? Pyrainirc. Richard Ä. Prcctor hat d:e eoyvtischen Pyramiden an Ort und Stelle und nickt minder die anie diese Bauten bctrep sende Literatur seit Jahren zum Gegenstande seines eingehenden Studiums ge macht und die Resultate de-selben in dem soeben in London erschienenen Wette: In Ureut ryramid" niedergelegt. In seinen Ansichlen ükcr den Zweck und die Bestimmung der Pyramiden weicht Proctor von anderenForschern ab. Wa? rend man früher annahm, die Pyrami den seien errichtet worden, um dem Bor dringen des Wüstensandes in da.s cu'.!: virte Land vorzubeugen, während Andere in den Kümmern und Gängen der Py ramiden astronomische U:derl:cserungen finden zu muffen glaubten, während noch Andere in den Keilschristen der Pyramiden historischeODocumente erblickten, nahm man neuerdings an, daß die egyptischen Pyramiden nie einen anderen Zweck als den von Grabmälern gehabt haben. Proseffor Piazzi Smith in Edinburg und John Taylor huldigen derselben Theorie. Die Pyramiden bauen sich bekanntlick, von einer quadratischen Grundfläche vierseitig auf und ihre Seiten entsprechen genau den Himmelsgegenden. Ste mö oen zwischln 3500 und 2100 vor Christi Geburt erbaut sein, und zwar jede von einem Könige, so daß also jeder König seine eigene Pyramide hatte, an der von Beginn seiner Regierung an gebaut wurde. In Unter Egyp!en, und zwar auf der Westseite des Nils, sind jetzt noch 67 Pyramiden mehr oder weniger vollständig erhalten, von denen dleirniae des fpg . n i n v 1 c yeops vie groie i uno ipecieu ole Große Pyramide genannt wird. Inder letzteren, so wie in mehreren der übrigen Pyramiden benndet sich ungefäbr in der Mitte ein runder Raum, und aus diesem führt eine Röhre in schräger Richtung auf der einen Seite abwärts unter die Pyramide in den Boden, wo sie meinem kleineren Raume mündet;, auf der ent geaengesetzten Seite strebt sie nach dem Gipfel der Pyramide, erreicht solchen jedoch nicht, sondern über ihrem Ende befindet sich die massive Spitze des Bau Werks. Die Bestimmung dieser Röhre ist nicht bekannt. Proctor hat 'ermittelt, daß eine Ver längerung derselben den Punkt im Him melsraum treffen würde, an dem der Polarstern der Egypter stand. Den letzteren diente bekanntlich nicht der letzte I . t . ' e . rern im schweife oes kleinen aren als Nordstern, denn dieserhatte damals einen bedeutenden Abstand vom Pole, währen.d solcher gegenwärtig 1 Grad 24 Minuten beträgt, sich dem Pole noch 300 Jahre nähert, bis sein Abstand von demselben nur noch 0 Grad 21 Minuten ausmacht und sidjf dann wieder vom Pole entfernt. Erst im Jahre 25,700 n. Chr. Geb. wird dann unser Nordstern wieder der dem Pole am nächsten sie hende glänzende Stern sein. Welche? Stern den Egyptern als Polarstern ge dient hat, ist bestritten. Proctor folgert weiterund beweist aus der Beschaffen 'heit dcS Baues und des Mauerwerks der Großen Pyramide, oad alle Pyramidtn zur Lebenszeit ihrer Erbauer nicht in die Spitzen resp, abgestumpften Spitzen ausliesen, mit denen ste gegenwärtig abschließen, sondern in eine geräumige Pl'atform endeten. Aus solcher ging die erwähnte Röhre zu Tage aus; durch dieselbe konnte man mithin nicht nur den Polarstern jeden Augenblick, auch am Tage, finden, sondern die Richtung der Röhre bestimmte auch an sich mit mathe malischer Genauigkeit den Nordpunkt des Himmels. War der König, der die Pyramide erbaut hatte, gestorben, dann diente ihm die Pyramide als Grabstätte, dieselbe wurde geschlossen und auf der seither als Observatorium benutzten Platform erhob sich die Spitze, die wir aus allen Pyramiden finden. Der Nach folger des König's begann den Bau ei ner neuen .seiner" Pyramide. Daß dtt Könige ganze Gebirge von Steinen und Ziegeln aufeinander häufen ließen, daß sie an diesen Bauten Tausende, vielleicht Hunderttausende vsn Menschen beschSglen, wr nicht in ihrem Sinne

für die Astronomie oder überhaupt sür Wiffenschast, sondern zumeist in ihrem Aberglauben begründet. In jener Zeit diente die Astronomie noch viel mehr astrologischen Untersuchungen und Spe culationen, als in dem christlichen Mittelalter. Während die Männer der Wiffenschast staunenswerthe Entdeckun gen machten, waren sie den Königen nicht durch diese Dienste, sondern als Astro

logen und Sterndeuter von Bedeutung. Mit mächtigerem Einflüsse, als Seni's über Wallenstein stellten sie das Horo skop, und den Königen konnte keine Leistung zu riesig erscheinen, welche die Astrologen in den Stand setzte, daffelbe zuverlässig zustellen. Nach Proctor's Ansicht dienten mithin die Pyramiden als Observatorium, ermöglichten sie, den Nordpunkt des Himmels jederzeit zu finden, waren sie schließlich die Grab statten ihrer Erbauer. Dies schließt nicht aus, da& einzelne Pyramiden außerdem zur Aufbewahrung historischer Nachrichten benutzt worden sind. Die kleineren Pyramiden, die in Egypten gesunden werden, haben in der Regel nicht eine quadratische, sondern eine länglich viereckige Form und haben wahrscheinlich als Grabstätten sür die Mitglieder der körngl. Familie gedient. Dieselben enthalten im Mauerwerke selbst weder Kammern, noch Gänge oder Röh ren und die Grabkammern sind meist un teurdlsch m den Felsen gegraben. Ein Herkules". Dieser Tage feierte in Granville Carners, Washington Co., N. Y., der Farmer Stearn Carventer seinen 83. Geburtstag. Er ist noch heute ein ungewohnlich kräftiger Mann, früher aber war er seit den Tagen des jüdischenRich ters Slmson vielleicht der stärkste Mann, der je gelebt hat. Noch vor zehn Jahren hob er einmal eine Kiste mit eisernen Schrauben und Muttern auf, die 1900 Pfund wog. Er strengte sich nicht son derlich an, bemerkte aber, nachdem er die Kilte wieder aus den Boden gesetzt hatte : DaS ist doch ein bischen schwer, wie viel wiegt das Ding eigentlich V Das Gewicht wurde ihm genannt, und er be merkte : Nun. da hättet Ihr die Tonne auch gleich vollmachen können." Eiserne Schienen von je 24 Fuß Länge nahm er eine in jede Hand und trug sie mehrere hundert Schritte weit. Er war schon in den Siebenzigen, als er einst zur Zeit der Heuernte von einer Wiese mit seinen Arbeitern zum Mittageffen ging. Die Leute scherzten untereinander, indem sie sich schuppten und stießen, und Einer flog so ungeschickt und heftig gegen Car penter. daß dieser zu Boden siel. Der selbe stand gleichmüthig wieder auf, und die Mahlzeit wurde in aller Gemüthlich keit eingenommen. Aus dem Rückwege zur Arbeit saßte Carpenter an der Stelle d:r Straße, an der er gefallen war, den Arbeiter, der ihn gestoßen hatte und wars ihn über die zehn Fuß hohe Fenz in einen Heuhausen, der sich auf der Wiese mehr als eine Ruthe von der Fenz befand. Der Arbeiter schüttelte sich ein wenig, war aber völlig unverletzt. Car penter war stets ein friedliebender Mann, der nie Jemandem wehe gethan bat. Ei7. paar Mal ist er als Ordnungspifter aufgetreten und bei solchen Geleqenher ten wurden seine Weifungen stets aus Pünktlichste befolgt. Vom Jnisuoe. Aus dem Berichte des Lieu tenants Harber über die von ihm gelei tete Expedition zur Aussuchung weiterer Hinterbliebener von der Jeanette- und irgend welcher Spuren von dem Schick sale der Mannscka t unter Commanoo des Lieutenants Chipp geht hervor, daß Alles geschehen ist, wovon man sich die Erlanauna weiterer ttunde uaenowle versprechen konnte. Bei allen Bewoh nern des Lena-Delta wurden Erkundi aunaen einaezoaen und die ganze Küste wurde aus das Sorgfältigste durchforscht. Nicht die aermaste Spur.von der Mann sckaft unter Cbivv ist gefunden worden. Es ist nicht unmöglich, daß der Zufall nock emmal irgend welche Spuren zu Tage fördert, höchst wahrscheinlich aver wird das Ende der genannten Mann schast und ihres BooteZ sür immer un entdeckt bleiben. Fräulein Ober, diearristi sche Leiterin der Boston Ideal Opera Co." wurde dieser Tage gefragt, warum sie bei Aufführung von The Mascot' den Schauspielern jede mögliche Freihei in Bebandluna des Textes gestatte, wäh. rend sich dieselben in Patience streng an den Wortlaut ihrer Rollen binden müßten. Sie antwortete : Bei Ueber setzung vonLustspielen oderOperetten aus dem Französischen wird durch wörtliches Uebersetzen den Stücken jede Spur von Witz und Effect qenommen; hierdurch wird eine möglichst freie Behandlung des Stoffes nothwendia und specisisch ,0 CÖ UUiyiUUiUM Uiiv iviw iuj glische resp, dem hiesigen Publikum rständlicheWike müssenan Stelle der en verständliche Witze muff französischen gesetzt werden. fii . n Sckauivieler werden oaver. wenn man ihnen gestattet, mit solchen Bearbeitun gen selbstständig umzuspringen, solche häufig verbessern. Bei Stücken von Gi'.bert und Sullivan dagegen ist es nothwendig, sich ganz genau an den Tezt zu binden.DasHausin Philadelphia, in welchem Jefferson die Unabhängig keits'Erklärung geschrieben hat, wird nietsergeriffen ; dasselbe gehörte zu der Zeit, als Jefferson einen Parlor darin gemiethet hatte, dem Maurer Jacob Graff, einem Deutschen. Aus dem Platze läßt diePenn National Bank" ein groß artiges Bankgebäude errichten. Das Obergericht des Staa tes Massachusetts hat soeben eine Ent scheidung gefallt, durch welche ein Pro ceß um einen Dollar entschieden worden ist, der über $1,5W) Kosten verursacht hat. Ein gewiffer Palmer aus Boston pafflrte mit seinem kleinen Hunde im Sommer 1880 die Stadt Win throp. Er wurde von einem Polizisten angezeigt, weil er einen Hund bei sich habe, skr den. in Winthrop leine

Hund'est'euer'bezahlt sei. Palmer berief sich darauf, daß er in Boston die Hun desteuer bezahlt habe und war der An sicht.daßlhn der vorübergehende Auf nnlt de und.s 'Zn ZMintbrov nickt

zur Bezahlung der Hundesteuer daselbst nM-hn-iAi.. .n i.h.r nstani itt ae. ibn entsckieden worden. Dr. Sterns, der alte ste'Arzt in Grand Rapids, ein hochgeachteter Mann, kam dieser Tage vorübergehend in den Verdacht, daß er aus seine alten Taae anfange, dumme Streiche zu ma chen. Er verfolgte durch die Straßen ein junges, hübsches Mädchen, erwischte dasselbe endlich am Kleide und hob es in einen vetschloffenen Wagen, der ihm gefolgt war. er letztere fuyr mit beiden rasch davon. Viele Leute waren Zeugen der k?cene gewejen und stellten höchst erbauliche Betrachtungen über das Betragen ves alten Woctors an. Ein paar Stunden später wurde ' - , n r bekannt, vaz; ver Arzt rne ungtuaiiaze Tochter einer ihm befreundeten tfcnmue in eine Irrenanstalt zu bringen 'über nommen. daß da? Mädchen ihm unter weas entflohen war und daßer dasselbe aus die angegebene Weise wieder unter seinen Schutz gebracht hatte. Man hat a gerathen. Bau sfmvs. mittels N.troalncerin ,u snren. gen. Ein besseres Mittel besteht aber in olaendem : m QerbNe oder im An. r i n crr ' a - r I ang oes Wlniers oozrr man :n oen Stumpfen ein Loch von 12 Zoll Durchmesser und von 13 Zoll Tiefe, ülle es mit Salpeter und Wafferund pflöcke das Loch luftdicht zu. Am An ang des Frühjahrs ziehe man den Pflock heraus und zünde das Salpeter an. Der ' . . . I Stumpfen wird, ohne zu brennen, bis in seine äußersten Wurzeln zerstört. . Der diebische S t a a t s s chatz meister Pott von Tenneffee, der diesem Staate bekanntlich 400,000 Dollars gestohlen, ist gegen 90.000 Dollar Bürgschaft aus freien Fuß gesetzt wor den. Hätte er 800.000 gestohlen, so wurde er vermuthlich aus Ehrenwort freigelassen worden sein. Ein armer Teufel aber, der einen Laib Brod stiehlt, muß sitzen. Zum Beschlusse eineS Balles in Marfhalltown, Iowa, wurde ein Cotillon gerrnan getanzt. Die Theunehmer waren lauter gute Metyo disten. Am nächsten Sönntage bemerkte der Pastor von der Kanzel, er habe ge hört, daß es während des Cotillon höchst unsittlich zugegangen sei. Nach der Kirche wurde er von den-jüngeren. Mit gliedern der Gemeinde zur Rede gestellt und dieselben bemerkten, sie seien bereit, die Touren des Cotillons sofort zu wie derholen und so zu beweisen, daß der Tanz ebenso decent als harmlos sei. Dies geichah und der Pattor schien be friedigt, bis eine alte Jungfer rief: Nein, nein, das ist nicht alles, ich war aus dem Balle, habe zwar nicht mitge tanzt, aber ganz deutlich gehört, daß Küsse gewechselt worden sind." Die An gelegenheit wird zum Gegenstande einer Untersuchung gemacht werden. - Als gegen Ende vorigen MonatS ein Fabrikant in Marseilles. Jll.. Wochenlohn im Betrage von $700 an seine Arbeiter ausbezahlte, machte er nch den Spaß, die einzelnen Bills mit wenig in die Augen fallenden Marken zu ver ehen. Vierzehn Tage spater waren gemarkte Banknoten im Gesammtbetrage von $312 in der Bank der Stadt von Wirthen deponirt worden. Hieraus zu schließen, daß das ganze Geld vertrunken worden sei, würde sehr falsch sein, denn bekanntlich pflegen die kleinen Leute ihr Geld bei den Wirtyen zu wechseln. Wer an einem Samstagabend namentlich in einer Fabrikstadt auS dem Betrage der in einer Wirthschaft vereinnahm ten $10, $5 und kleineren Scheine auf die Masse der verzehrten Getränke Ichließen wollte, würde den denkbar größten Fehl schluß ziehen. ES ist im Allgemeinen gewiß richtig, daß zu viel Geld für gei stige Getränke ausgegeben wird, aber anzunehmen, daß die Arbeiter irgendwo ziemlich die Hülste ihres Verdienstes auf diese Weise anlegen, ist ein Unsinn oder temperenzlerische Bosheit. Professor De Herze l, ein Franzose, het kürzlich in New Bork einen Cursus für Anstandslehre eröffnet. Äm ersten Abend hielt er eine Vorlesung darüber, wie sich ein gebildeter Mann in Gesellschaft zu bewegen habe. Nachdem :r hieraus noch praktische Unterweisung zen m derKunst, elegante Verbeugungen tu machen, gegeben hatte, nahm er die Einladung eines Eleven zum Souper in :iner benachbartenRestauration ein. Hier öewies er seine Begriffe von Anstand da )urch, daß er den Kellner in den Arm schoß und den Polizisten, der ihn ver hastete, mit einem Tischmesser stach. Der tlegante Franzose sitzt jetzt im GesSng 'isse. Dom Auslande. Der Prinz von Wales hat dieser saison eme Nachfolgerin für o, IsOnaon nsP'llltV ßfc ist I 3 !Ifl " 'lÄ. i eine meriianer.n, ncuiiftcu ouy I alt und in der That sehr hübsch. Der Prinz machte ihre Bekanntschaft letzten Sommer in Cannes. Sie lebte in Can neS mit ihrer Mutter zur Zeit des Be suches des englischen Thronfolgers in der fafhionablen füdsranzösischen Stadt. Die englischen Belles sind außer sich vor Eifersucht, aber haben nrcht den Muth, sie von ihren DrawingRoomS auSzu schließen. Dies ist nicht das erste Mal., daß amerikanische- Schönheiten den eng tischen aus dem Markte erfolgreiche Con currenz machen. Englische Lords und Barone scheinen gar oft transatlantische Reize den einheimischen vorzuziehen. Dr. Kayser, jener For schungöreisende, welcher von der Afrika nifchen Gesellschaft mit Dr. Böhm und Reichard nach der Station am Tangan yikaSee entsendet worden worden war. und der sich durch die genaue aflronomt sche Aufnahme deö Weges von der Ost küste Asrika's bis nach dem Tanganyika verdient gemacht hattest laut Nachrich ten aus Zanzibar plötzlich am Schlag ffuß gestorben. Lieutenant Wißmann hatte vor Kurzem die Station besucht und erklärte in seinem, vorläufiaen Le

$ b? et durch die astronomischen Ortsbestimmungen des Dr. Kayser der Muhe überhoben worden sei, seinen Weg von Tabora bis zur Ostküste geographisch anzugeben. Dr. Kayser war der

zeit schon von der Station ausgebrochen und wollte von Tanganyika westwärts bis zur Goldküste vordringen. Nun hat der Tod uns auch diesen hoffnungsvollen tfanw gerauor. . Ueber Wagner'S Aus. enthalt in Paris giebt Catulle Mende'Z im Gil Blas- einiae interessante Mit theilungen. Paris ist stets ungerecht gegen Wagner und grausam gegen sein Werk gewesen. Man nuk an die Ju gendjahre denken, welche Wagner in Paris lm Elend und in der Verkästen hett zugebracht hat. Fast vor Hunger nervend, hatte der Autor als Cbordirr gent im Theater des Varieties ein Stück m Musik gesetzt und da man nicht damit zufrieden war, jagte man ihn weg unter v m . . oern norwanoe, oatz er nichts von Musik verianve : Eines Tages hatte erder Großen Oper seine Textdichtung zum Geisterschiff" (Fliegender Holländer) angeboten. Man fand sie annehmbar nnd kaufte sie sür fünfhundert Francs mit der Bedingung, daß Wagner nicht I I . uii l : r- tv vle uzil oazu nesern ioue; und em Jayr P2ter wurde das Vaisseau 11iantomö" unter demNamen eines an deren dramatischen AutorZ und mit der Vllttft t iintS nnStrin nsviM..!n. ! i" vuuuinrn in ver. Aeadernie royal de rnusiquö" ausgesuyrt. vtiqan Wagner wohnte ottfer Vorstellung oci; um femen Platz bezahlen zu rönnen, yatte er Zelnenyund an einen ungianoer, mmn er auf et em Baynyos angerronen. vertagt. na i i. v r . r ...... rw , r Aver noZ oteier graulamenunuausqun. gen, über welche Wagner, stch erbitterte voer iponeie, wcie er oic iao;, in oer gehofft und gelitten hatte. ' Der Matre von Mont rouge in Frankreich, Herr Guerin, lebte mit semen beiden Admnkten auf ae spanntemFußeund übertrug, statt ihnen. emem der Gemelnderäthe daöAmt, wenn er selbst anderweitig beschäftigt war. Ehen zu trauen. Die Adjunkten rächten sich, indem sie eine gerichtliche Klage ge gen ihn anhängig machten, und so kam eS, daß Herr Guerin jüngst vor demPa rifer Civilgerichte stand. Zum großen Entsetzen mehrerer anwesenden Paare, welche der Gemeinderath Girardin ge traut hätte, führte der Staatsanwalt 'uö, daß die so geschlossenen Ehen vom gesetzlichen Standpunkte aus null und nichtig wären, weil dem Maire vorge schrieben , st, dem ersten Adjunkten oder, in Stellvertretung desselben, dem zwei ten, oder, wenn auch dieser sich nicht ein finden kann, dem ältesten Gemeinderath u. ). w. urnc Munitionen anzuvertrauen. Von alledem hatte Herr Guerin gar nichts beobachtet, sondern ganz einfach r x ii seinen Freund Girardin in den Reihen seiner College bevorzugt. Der Ver theidiger wies nach, daß dergleichen im ganzen Lande ziemlich oft vorkomme, und daß der StaatSanwalt sich nicht um den Fall bekümmert hätte, wenn dte Ad funkten nicht klagbar geworden wären. Nach der Ansicht des StaatSanwaltes liegt die Ungiltigkeit der geschlossenen Ehen klar zu Tage, dagegen beantragt er, bis zur endgiltlgen Erledigung der Angelegenheit den Vermählten, die in Treu und Glauben gehandelt hatten, oii Wohlthat der PutativEhe zu gewähren, .welche dem Verhältniß de? Gatten, sowie -zu den Kindern die gesetzliche Recht Mäßigkeit zuerkennt. . Ueber die mysteriöse Schließung der Lemberger Jesuiten Kirche, die vor einigen Wochen zu den 'mannichfachsten Vermuthungen An laß gab, weiß ein Correspondent Fol gendeS zu erzählen : Die eigentlicheVer anlassung zur Schließung der Kirche für jdrei Tage gab der Selbstmord eines Mannes in de: Sacriftci. Die j'.rsache dieses Selbstmordes, der Name des Thäters und dessen Stanv wurden bis jetzt von den Patres Jesuiten im tiefsten Geheimniß gehalten ; Thatsache aber ist. daß am 14. v. M. vor die Jefuitenkirchk einige Wagen vorfuhren. auS denen einige Jesuiten und der Polizeidirector ausstiegen und durch einen rückwärtigen Eingang von der Seite, wo sich das Landesgericht sür Civilsachen befindet, in die SacriAei eintraten. Hinter den Jesuiten und. dem Polizeidirector schlich sich auch ein fremder, 5)err unbemerkt in die Kirche ein, welcher Zeuge folgender Scene war : In der Mitte der Sacrlstei j lag die Leiche eines Mannes in schwarzer Kleidung. In Folge schmacher Beleucht tuna der Sacristei konnte man die Ge sichtszüge deS Todten nicht gznau unter scheiden. Die Leiche wurde sofort na der Todtenkammer des 5)auptspi!a!s ge schafft. Am dritten Tage wurde der Leichnam zur Erde bestattet. Der Marquis o s Ripon. zur Zeit Vizekönig von Indien, wird nach Ablauf seiner Amtsdauer mit einem Herzogstitel für die in Indien geleiste ten Dienste belohnt werden. Mit diefer Erhebung soll noch ein Zweites erzielt werden. Seit einiger Zeit ist der ka tholische Herzog von Norfslk den liberalen Traditionen seiner Familie untreu geworden und dieSchöpfuno eines neuen katholischen Herzogtitels würde den ka tholischen Anhängern des Ministeriums angenehm sein. Nach dem dritten Iah resberichte des Vereins deutscher Reichsangeböriger in Moskau betrug die Zahl der Mitglieder im vorigen Jahre 747. An L8 Personen wurden regelmäßige Unterstützungen im Betrage von 3001 Rubel und zu gelegentlicher Beihilfe an 319 Personen 5412. Rubel gezahlt. Unter letzteren befanden sich 29 Schlos ser. 11 Bergleute und 18 Mechaniker, welche sich durch trügerische Versprechun gen hatten nach Moskau locken lassen und dann der Noth ausgesetzt waren. Untr den Unterstützten waren West und Ostpreußen am stärksten vertreten. Die Gesammtausgaben sür UnterstützungS zwecke betrugen 10.032 R. G o t h a, 20. Febr. H.er wurde die IvL.Leichenverbrtnnug vsUzoaen. Man verbrannte den Leiünam der Wittwe des hiestgen Hofraths Dr. liied. Ziegler.