Indiana Tribüne, Volume 6, Number 173, Indianapolis, Marion County, 12 March 1883 — Page 2
Zndiana rlöiuze.
FägNche- und ?SLutessuszaYk. Offtcz DeZawareStr. Indianapolis, Ind., 12. Ä!irz Unerwartetes LZledcrscZ.cn. Vor unaefähr 20 Jahren wurden in Troy, N. Y.. Frl. Elise Busscy und der junge Kaufmann Frank Lee ebelich derbunden. DaZ Paar lebte 4 Jahre sehr glücklich, und aus ihrer Qche ging ein TSchterchen hervor. Kurz darauf verlor Lee seine Stelle, es (stüdie ihm nichts in Troy ein passendes Unterkommen zu sin den und er begab sich nach N?ni Jork, urn sich hier nach Veschästigung nmzusehen. EZ war dies kurz nach Beendi gung des Bürgerkrieges, und Lee war damals 23 Jahre alt ; alle sein? Bemühungen, irgend eine Anstellung zu sir.den, waren erfolglos. Er .fiatie in dem Boardinghause, in dem er wohnte, die Bekanntschaft m-hrere? entlassener Sol baten gernacht, die damals die Taschen voll Geld hatten. . An einem Tage hatte er mit seinen Freunden des Guten zu viel gethan, ihnen sein Herz ausgeschüttet und diese hatten ihm den Äath gegeben, -er solle sich anwerben lassen und darum bitten, daß er nach eine? Station im Westen versetzt werde; dorthin könne er Frau und Kmd nachkommen lassen und die erstere werde dort leicht Gelegenheit finden, durch Waschen gutes Geld zu verdienen. Halb im Rausche, halb in Folge sei ner verzweifelten Stimmung folgte Lee dem Rathe, wurde angenommen "und befand sich bereits am nächsten Tage mit einer Anzahl Rekruten nach dem Westen unterwegs. Er kam nach Arizona und nach einem Fort, in dessen Nähe man damals den Ausöruch eines IndianerAufstandes jeden Tag erwartete. Er sckrieb einen ausführlichen Brief an seine Gattin, und diese theilte ihm mit, sie habe Arbeit in einer Kragenfabrik in Troy gefunden und werde ihm mit dem Kinde gern folgen. Der erwartete Jndianer-Ausstand war inzwischen ausgebrochen, und in einem der ersten Kämpfe wurde Lee von den Indianern gefangen genommen. Bolle drei Jahre mußte er in der Gefangen- , schast zubringen und wurde während dieser Zeit nicht nur auf das Peinlichste überwacht, sondern auch als Sklave behandelt. Seine Gattin erfuhr nichts von den SchiZsalen ihres Mannes, a: -beitete in der Fabrik weiter und erzog ihr Kind; sie glaubte schließlich, ihr Mann habe sie verlassen. Da erhielt ein Bruder ihres Gatten von einem Bekannten,, der ebenfalls als Soldat in Arizona stand, einen Brief, der die Mittheilung enthielt, Frank Lee sei in einem der Kämpfe mit den Indianern gefallen. Zwei Jahre daraus' verheiratete sich . Frau Lee mit Moxrill Cody und schlug mit hirn ihr nk,,n ir flsstfft T"rh itiii vtiiu iiytv aJ v 14 ii u ii in Ck.'Vj -lUkJ auf. Frank Lee erfuhr dies, nachdem es ihm gelungen war, aus feiner.Gefangcn schast zu entfliehen und er wieder in seine Garnison zurückgekehrt war. Er be schloß, den Frieden seines Weibes nicht zu stören und fortan als todt zu czelten. Die zweite Ehe' der Frau Lee gestaltete sich äußerst unglücklich, sie erfuhr, daß ihr Gatte bereits eine Frau und ein Kir.b in Silver Falls hab?, trennte sich von ihm und fan) Arbeit in einer Wollen spinnerei. Ihre Tochter wuchs zu einem außerordentlich schönen Mädchen heran und verheirathete sich mit dem Sohne eines der reichsten Fabrikbesier inTroy, die Mutter gab die Arbeit in der Spinnerei auf und zog zu ihren Kindern. Frank Lee hatte sich nach seiner Entlajsung auS der Arm?e nach Kalifornien gesendet, zunächst in Sacramento eine Anstellung als Polizist gefunden und später in verschiedenen Beschäftigungen ein hübsches Capital erworben. Da Überkam ihn die Sehnsucht nach Wcib und Kind; war auch seine Frau die Eat tin eines Anderen, so wollte er wenigstens seine Tochter noch einmal sehen. Er kam dieser Tage nach Troiz, machte einen früheren Bekannten ausindig. der ihn sofort wieder erkannte, und erfuhr von diesem, daß seine Frau von ihrem zweiten Gatten getrennt lebe und die Verheirathung seiner Tochter. (r: bettab sich in die Wohnung der l?itcrcn, stellte sich dieser als den Agenten einer NÄhmasch'menfabrik vor, und rs getana ihm, durch Fragen nach Umständen au? der Kindheit der jungen Frau zu ermit, lein, daß seine attin noch lange na seiner Entsernung häufig in Liebe seiner gedacht habe. Frank entfernte sich, um nicht von der ihn überkommenden Nüh rung überwältigt zu werden. Nach einer Stunde lehrte er zurück, und als er wieder an der Thür seines Schmieger sohnes die Klingel zog, wurde ihm von seiner Gattin geöffnet. Beide erkannten sich augenblicklich. Die Frau ist bereit, dem Gatten nach Californien zu folgen. Morrill Cody, der sich seither gar nicht um seine Frau gekümmert hat, erklärt. seit deren erster Mann zurückgekehrt ist, er gebe die Ansprüche an seine Frau nicht auf; er hat es'wahrssinlich blos auf die Erlangung eines stück Geldes "abgesehen. I qi Alexander H. Ttepyknö. Richter Cochrane von Georgia war von früher Jugend an mit dem kürzlich verstorbenen GouverneurStephens'durch die Bande inniger Freundfchaft verbunden. Derselbe, theilt einzelne interessante Züge aus dem Leben des ehcnrali gen Vicepräsidenten der Konföderation mitt'Ueotr dreißig Jahre habe ich dem Verstorbenen nahe gestanden. Ich kannte ihn als glänzenden Vertheidiger vor den Geschworenen, als den liebenswürdigsten Gesellschafter, den man sich denken kann, als zuverlässigen und aufopfernden Freund, als 'einen der bedeutendsten Staatsmänner, welche je Einfluß auf die Entwickelung der Ver. Staaten gehabt haben. J3ch war bei seiner Unterredung
mit Präsident Johnson zugegen, welche unmittelbar nach Stephens' Entlastung von Fort Warren stattfand; ich sah ihn siegreich und in seinen Anstrengungen sür die Ausrecrsterhaltung der Union von dc? Leidcnschast der Massen überwältigt, llnvergeßlich bleibt mir seine Rede in Eulloden, Ga., in welcher er gegen die Aufnahme der Planke von den südli chcn Staatenrechten" sprach. Während der Rede wurde ein gedrucktes Pamphlet vor ihm auf den Tifch gelegt. Stephens übcrsloa dasselbe und laS den Schlußsatz
Uv.il vor: Die Union hat ein Continent d.'r Eivitisation gewonnen; sie hat eine Wi'.dniß in fruchtbare Auen verwandelt; sie in die Tafeln der Weltgeschichte Namcn verzeichnet, welche unsterblich sind, ober sie hat ihre Bestimmung erfüllt, laßt uns jetzt unsere Angelegen heilen selbstständig vollenden !" Die letzten Worte las der Redner mit einer Stimme, die seine äußerste Entrüstung öttrieth, und fuhr dann donnernd fort: .Gelogen ist das. Die Union hat ihre Bestimmung nicht erfüllt, 'diese reicht weiter hinaus und ist viel zu erhaben, als daß sie bereits erreicht sein könnte Und dann beleuchtete Stephens an d'er Hand der Geschichte die Errungenschaften und die weiteren Aufgaben der Union, daß er für diesen Tag wenigstens alle Secessionsgelüste auS den Herzen der Tausende von Zuhörern bannte. Frei lich war dieser in der Zleit der damaligen Erregung geradezu wunderbare Erfolg nur von vorübergehender Wirkung. Schon kurz darauf stimmte die Legislaiur des Staates Georgia für Secession und Stephens äußerte, als er das Resultat der Abstimmung erfuhr : Ich komme mir vor, wie ein Arzt, der Alles für seinen Patienten gethan hat, was in seinen Kräften stand und NUN doch ttleben muß, daß dieser Patient stirbt." Sk tberverS? 35 TriÄlneu. Welches Unheil die wirkliche oder e'.-.. gebildete Furcht vor den Trichinen an zurichten im Stande ist, hat erst neuer dings wieder das Verbot des deutschen Bundesrathes gegen die Einsuhr ameri konischen Schweinefleisches bewiesen. Mit dem sattsam bekannten Feinde' aber nicht genug, scheint sich noch ein neuer erheben zu wollen, . der den saftigsten Schinken, die delikateste Wurst' als ge fährlich erscheinen zu lasten geeignet ist. Dr. Ballard, ein englischer Arzt, hat hierüber an den britischen medicinisch:n Verein berichtet. Er hatte vor wenigen Monaten in der unmittelbaren Nähe seines Wirkungskreises eine eigenthümliche Epidemie zu beobachten. 72 Personen erkrankten unter allen Symptomen der Trichinose, und da sie sämmtlich gelegentlich eines Gastmahles in einem kleinen Hotel der Nachbarschaft von demsklben Schinken gegessen hatten und unmittelbar daraus krank geworden waren, so nahm der Arzt an, daß der Schinken trichininhaltig gewesew sein müsse. Eine genaue Untersuchung der Ueberreste er wies indesien die vollkommene Schuldlo siakeit der Tricliina spiralis. Es waren keine derartigen Parasiten zu ent decken, wohl aber wimmelte das Fleisch von Fäulnißbacterien. die zwar noch kleiner waren als die Trichinen, aber in einem gesunden Organismus ebenso großen Schaden anzurichten vermochten Dr. Ballard sah sich durch diese Ent deckung veranlaßt, seine Forschungen weiter auszudehnen. Cy: besuchte die Fleischmärkte verschiedener benachbarter Städte und Ortschaften, ließ sich Mengen von anfcheinend gesundem gepökeltem und geräuchertem Fleisch geben und fand, daß die oben anaesübrten Bacte rien außerordentlich verbreitet sind. In Nottingham untersuchte er einige Schinsen, die äußerlich keine Spur von Jäulniß verriethen. An den Muskelbündeln in der Nähe des Knochens aber fanden sich in vielen Fällen ganze Colonien von Bacterien, die sich lebhaft bewegten. Als Theile solchen Fleisches Hunden vorge werfen und von diefen gefressen wurden, erkrankten die Thiere schon nach wenigen Stunden unter allen Symptomen hefti ger Bergistung. Dr. Ballard kam in Folge seiner Beobachtungen zu dem Schlüsse, daß viele Krankheitserscheinungen, die bisher als Trichinose behandelt wurden, in Wahrheit ikfren Ursprung diesen Fäulnißbacterien verdankten. Die von ihm wahrgenommenen Anfälle wa ren den durch die Trichine hervorgerufe nen seh? ähnlich, verliefen aber viel milder, und wichen- fast immer der Anwendung von unterschwefelsaurem Natron, Schwefelsäure u. s. w. Jnzwischen sind die Beobachtungen des englischen Arztes in Frankreich und Deutschland ebensowohl als in England fortgesetzt und durch die dieSbezüglichenWahr nehmungen in vollem Umfange bestätigt worden. Die Fleischinspectoren inFrank reich haben bereits sogar Befehl erhal ten, bei ihrer mikroskopischen FleischSchau der neuen" Batterie besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Bemerkenswerth ist, daß die erwähn ten Parasiten gerade in gepökeltem Fleische besonders gut zu gedeihen scheinen, während die Trichine angeblich schon durch den in den Ver. Staaten üblichen Pökelungsprozeß z. B. unschäd lich gemacht wird. Es empfiehlt sich daher aus alle Fälle, rohes oder geräuchertes Wückelfleisck. Sckinken u. s. w. eben sowenig zu genießen, wie frisches rohes Schweinefleisch. Vom Standpunkte der ernschmeckerer aus mag derAbkochungS Proceß Vielen nickt bebaain. aber er ae währt thatsächlich die einzige Sicherheit gegen ricylnen uno aclerlen. Eine Nieötrlagt Visär'ö.' Wie das Kabel kürzlich meldete, ist der Antrag der megrerung aus eme BewMlqung sür den preußischen VolkswirthschaftZ.Rath in der dritten Lesung vom Landtage abgelehnt worden. Damit endete ein Versuch Bismarck's. die verfassungsmäßiaen Rechte der Kammer iu beschränken, dessen Geschickte' nack mebr als einer Richtung hin- interessant ist. er prnijchc Aollswirthschafts'Rath ion:c nur Die Aorjtuse zu einem deut schen Institut derselben Art bilden, mit tels disien Bi'smarck seine volkswirth
schaftlichen Reformen Populär machen
wollte. Namentlich sollten dadurch dem Tabaksmonopol und der Verstaatlichung sämmtlicher deutschen Eisenbahnen die Wege geebnet werden. Da sich aber der Landtag' zur Schaffung eines solchen zweiten Parlaments" nicht bereit finden ließ, so wurde dasselbe ganz einfach durch königliche Verordnung in's Leben ' gerufen. Es ersüllte jedoch die Wünsche , Bismarck's durchaus nicht. Statt das i Tabaksmonopol zu empfehlen, lehnten die speciell sür diesen Zweck von der Krone ausgesuchten Männer dasselbe rundweg ab und entzogen dadurch der Vorlage auch noch den schwachen Boden, aus dem sie von vornherein gestanden hatte. Dieser ersten Enttäuschung folgte die zweite auf dem Fuße : Der Reichstag weigerte sich entschieden, den preußischen Volkswirlhschafts-Rath in einen deutschen zu verwandeln, und einen sei chen durch bloße Eabinetsordre zu schaffen, ging wegen der Reichsverfassung nicht an. Nun blieb Bismarck nichts weiter übrig, als wenigstens sür den preußischen Rath die nothwendigenTagegelder und Reisekosten vom Landtage zu fordern. Der aber drehte jetzt den Spieß um. Wenn der König es nicht sür nothwendig gehalten habe, die Kammer hinsichtlich der Schaffung des Rathes um ihre Genehmigung zu bitten, so wolle diese das neue Institut auch nicht budgetmäßig anerkennen. Solange kein Geld sür die Einrichtung gefordert wurde, hätte der König ganz nach Belieben handeln können, aber das dürfe man doch vom Landtage nicht verlangen, daß er Geld sür eine Körperschaft bewilligen solle, die ohne seine Zustimmung in's Leben trat. Die Vorlage wurde also abgelehnt, und der preußischeVolks wirthschasts-Rath, der stets sozusagen in derLuft schwebte und keinen verfastungs mäßigen Boden hatte, mag jekt auch von der Lust leben. Ucbrigens ist dies fe:t anger Ze:t das erste Mal, daß der Zandtag den Muth blatte, dem .Könige" iwas zu verweigern. Nuslrlien an? dcu PrsvuclcnTlavitt. Heutzutage haben sich nicht nur In dustrielle, sondern auch Ackerbauer und Viehzüchter darum zu bekümmern, was im Bereiche ihrer Produktion irgendwo in der Welt vorgeht. Der Weltmarkt in Nahrungsmitteln steht dem Mitbewerbe aller Nationen offen. Der Preis unseres Weizens wird durch den Ertrag der russischen Ernten beeinflußt; die Wolle unserer Schafe wird nicht nur durch die hiesige Schur, sondern durch die Erträge in Südamerika, Afrika und auf den Inseln im indischen Oceane in ihrem Marltwerthe bestimmt ; unsere Baumwolle erzielt je nach den Ernten am Nil und Ganges höhere oder niedrigere Nolirunaen und da? Wetter an den Küsten des mittelländischen Meeres i auf die Nachfrage nach unseren Südflüchten von annähernd demselben Einfluste, den die atmosphärischen Vorgänge m den südlichen Staaten haben. Verbkfferungen im Frachlverkchre ermöglichen den Austausch, der Produ'cie fast aller Länder der Erde. England crhät: nicht nur Weize.,. Baumwolle undWolle ai5 den Ver. Glasten, sondern aut frisches Fleisch und Fische. Usfar Prairien concurriren mit den Sava.:r.:t Südamerika's und den fruchtbaren Tha lern Ostindiens. ' Alle Länder liefern nach denselben Punkten Hausthiere zur Bearbeitung des Bodens und zur Kreu zung und Veredelung der Nassen. Wahrend der letzten kriegerischen Vorgänge in Egypten beförderten Pferde und Maulthiere aus Großbritannien, Frankreich, der Türkei, Canada und den Ver. Staaten, Kamcele aus Egypten, Ost-Jndien und Süd-Afrika die britischen Kriegs vorräthe. Lebendes Schlachtvieh wird über die' halbe Erde verschickt. Kühlapparate und Gefrierkammern leisten dem Verderben von Fleisch, Fischen und Gemüsen erprobten Widerstand. Durch das Verfahren, irgend welche Gegen stände der Consumption durch Einmachen und Trocknen zu conserviren sind die Polarregionen und die Breitengrade in der Nähe des Aequators den Erzeugnis' sen der gemäßigten Zonen zugänglich Und unaufhaltsam vorwärts dringt die Erfindung, um immer mehr Artikel ihres blos lokalen Werthes zu entkleiden und zum Gememgute der Menschheit zu ma chen. Zur Zeit ist die Beschickung des Welt Marktes von Australien, Neu Seeland und Tasmanien aus noch Verhältnis mäßig unbedeutend, nimmt aber mit jedem Monat größere Dimensionen an. Das Areal der genannten Länder ist nur ein Sechstel kleiner als das ganze der Ver. Staaten. Bis jeht ist kaum der zwanzigste Theil des Grund und Bodens der Cultur erschlaffen, mindestens der vierte Theil des noch unbenutzten Areals bietet dem Ackerbau, ziemlich der ganze m n t cvi , r i n n m mi oer Aieyzucyr auyeril' gunuige ze dingungen. Die Weizenernte des Iah 2 1881 betrug 27,G25,921 Bushel. durchschnittlich 8 B. auf den Acker. Dir Bevölkerung der Colornen beträgt in runder Summe 3,000,000. Nach Ab zug des Weizenbedarfs der Bevölkerung verblieben 8.000.000 B. Weizen für die Aussuhr. In demselben Jahre erzeugten die Colonien 11,717,254 B. Haser und 2.005,554 B. Gerste. Tasmanien und Neu Seeland bieten in Folge des größeren Regenfalles, deen ste nch er freuen, sür den Getreidebau die günstig sten Bedinaunaen. Den größten Erfolg verspricht der Weinbau im südlichen Australien. Der Ertrag ist bedeutend und die Qualität ausgezeichnet. , Australilche Weine wer den schon jetzt in England außerordent lich geschätzt und haben aus der Wein Ausstellung in Bordeaux zahlreiche erste Preise erlangt. Hopfen gedeiht in Neu Seeland, Tasmanien und auf den Hoch-Ebenen des südlichen Australien ausgezeichnet. Der Anbau des Tbees verspricht eine glänzende Zuknnst. Oliven, Mandeln, Ricinus und Sonnen blumen, kurz alle zur Oelgewinnung geeigneten Pflanzen, liefern reiche Er träge. Der australische Tabak ist im Begrisfe. dem Produkte der westindi
schen Inseln und der Ver. Staaten eine
gefährliche Concurrcnz auf dem engli schen Markte zu bereiten. Baumwolle, Flachs, Hanf und Jute bedürfen nur noch des Anbaues in größerem Maßsta be, um einen großen Theil des Weltbedarfs zu decken. Im Nordwesten von Australien nimmt der Anbau des Zucker rohrs immer größere Dimensionen an ; Reis wird mit Vortheil cultivirt. Die australischen Viehheerden sind schon jetzt enorm; ivsl. dejacn oie Kolonien 1.215.01:; Pferde, 5,700,376 Rinder, 76.350.48 Schafe, und 1.002.370 Schweine. Der Ertrag und die Qua lität der australischen Wolle verbeffert sich mit zedcm Jahre. Nach Australien verpflanzte Merino-Schafe nahmen dort rasch an Körpergewicht und Woll-Ertrag zu; vor mehreren Jahren noch wogen diese Thiere - ausgewachsen 00 bis 70 Pfund, jetzt sind Schafe von 150 Pfund Gewicht keine Seltenheit. Ein großer Theil des Landes ist ferner für die Milchwirtschaft außerordentlich oeeia net und die beste Milch ist dort jetzt bil. ? ? v... 4. rr- . ft ilger,al5 irgenowo in oer Weit. IN diesem Jahre bereits werden große Mas sen Butter und Käse nach England- ver schmt werden. Daß der Transport frischen Fleisches nach England außer ordentlich günstige Resultate ergeben hat, haben wir bereits früher bespro chen. Nennthier-Pelze. Im gegenwärtigen Winter hat die Kälte im Nordwesten häufig einen Grad erreicht, der hinter den Kältegraden in den Polarreaionen nur wenia zurück stand. Vierzig und einige Grade unter Null wurden aus dem nordwestlichen Minnefota und Manitoba wiederholt berichtet. Dies hat den bekannten Nordpolsahrer Lieutenant Schwatka in einer seiner Vorlesungen in New Nork veran laßt, daran zu erinnern, daß aus Renn thiersellen angefertigte Kleider den einzigen wirksamen Schuk gegen eine der artige Kalte bilden. Dle strengste Kälte, die ich erlebt habe, waren 55 Gr. F. An dem Tage, an welchem diese Kälte stattfand, habe ich 25 Meilen im Schlit ten zurückgelegt und nicht sonderlich un ter dem Einfluffe der Kalte gelitten. J verdankte dies ausschließlich den Rennthier-Fellen angefertigten Eski. Kleidern, die ich trug. Es giebt keinen Pelz und keinen Stoff, welcher so wirk sam gegen die Kälte schützt, als Renn thierselle. Unsere besten amerikanischen Büffelfelle, sowie der Pelz der Moschus ratte sind nicht nur weit weniger warm, sondern dieselben saugen auch die Feuch tigkeit zu begierig auf, gefrieren und werden so steif, daß sie sich nicht mehr dicht und geschloffen an den Körper an schmiegen, den zu schützen sie bestimmt sind. Ich habe in der Region des nörd lichen Eismeeres stets solche Kleider ge tragen, wie sie von den Eskimo's ange fertigt werden, habe aus und unter Nennthierfellen geschlafen und die streng ste Kälte, die ein Mensch" erleben kann, hat mir einen bleibenden Nachtheil nicht zugefügt." Die Amerikanerin, Frau Dr. Howard in Pekin, die sich unter der. sornehmen Chinesinnen einer ausgebrep teten Praxis erfreut, iA Letzt. auch an ta? Krankenbett der Madame Li Fu Jee. Gemahlin des Vicekönigs der Pr?. Ehilli'le, gerufen worden. AomIttianör. Silver Sprinq inGe o r o. i a ist die wasserreichst: Quelle der Welt. Sie umlaßi zwei Acker und ibr entspringt der Fluß Ollawaha, der sofort in einer Breite von HO Fuß und einer Tiefe von 10 Fuß seine Laufbahn beginnt und stündlich zwei Meilen zurücklegt; ihre Tiefe ist noch nie ermittelt worden. Einst war die' Quelle fo lautet eine india nische Legende klein, wie andere Quellen, und in ihrer Nachbarschast lebte Wenonah, das schönste Mädchen eines mächtigen Indianer - Stamme?. Sie entbrannte in Liebe zu Chullootah. dem Häuptlinge eines feindlichen Stammes. Diesen traf ihr Vater, a!s er sich zu der Geliebten schleichen wollte, und erschlug ihn. Wenonah stürzte sich in die Quelle und ertrank. Der grosse Geist weinte über ihren Tod so viele Thränen innig ster Sympathie, daß die Quelle ihren gegenwärtigen Umfang annahm. In schönen Mondnächten taucht Wenonah aus der Fluth auf und singt Trauerwei, sen um den erschlagenen Geliebten. Die Einwanderung s-C o mmisston hat in ihrer , neulicben.. Sitzung eine Resolution gefaßt, welche mit Freu den zu begrüßen ist. wenn sie auch ehrlich und wirksam durchgeführt werden wird. 63. ist dies die Abschaffung der sog. Privilegien" im CastleGarden, welche, aus dem Restaurant-, Expreß undGeld wechsler-Dienste bestehend. biLhcr fette Sinecuren für politische Schooßkinder waren. Von nun ab sollen all: diese Privilegien im Submissionswege' ver geben werden. Hlisfentlich wird sich die Neuerung nicht nur für di- Einwände rungs-Eommission, sondern auch sür die Einwanderer selbst von Vortheil erirei sen. $S 100 für Schnaps zc., 0.70 für Wäsche. Bei der Scnatorwahl in Colorado waren die hervorragendsten Candidaten Bowen, Tabor und Hamill. Die taallchen Ausgaben der drei Can didaten im Windsor Hotel in Denver betrugen während der 27 der Wahl vor angegangenen Tage $100 per Tag und Eandidat, zusammen also $8,KK). Diese Ziffer umfaßt blos den Board, Whisky und Cigarren, und lst seldstoerständllcherweise nur ein Bruchtheil der faktischen Ausgaben dieser würdigen Staatsmän ner. Wahrend' dieser ganzen Zeit be trug die Ncchnung der Wäscherin eines oieser. hochachtbaren" des für den langen Termin erwählten Herrn Bowen -70 Cents. Äeamre von ruhmvollen Namen besitzt Michigan. Das dortige öay County hat einen Sheriff Namens George Washington, John Quincy Adams heißt der öffentliche Ankläger in vtarquette, John Äromn heißt der.Ps
lizei-Ehef in Muskegon. Der Name
des GeneralQuartiermeisterS desStaa es Michigan ist William Shakespeare. Herr Beer stech er. ein frühe rer Sandlot- Demaaoae und sväter Eisenbahncommistär in San Francisco, wird nun von einem Untersucbunasco mite der kalifornischen Legislatur der Bestechung angeklagt. Die Beschuldi gung wird folgendermaßen motivirt: Einem allgemeinen Gerücht wie den Aussagen seiner College an der Com Mission zusolge, war er zur Zeit seiner Erwählung arm wie eine Kirchenmaus und sür seine plötzliche Bereicherung war er Nicht im Stande, eine genugende Er klärung zu geben. Seine Unfähigkeit, den Beweis zu liefern, daß er N000 von Michigan mit hierher gebracht habe, macht seine dessallsige Behauptung un glaubwürdig und in seinen Ausgaben gibt sich eine solche Unkenntniß seiner ei genenGeschäftsangelegenheiten kund, daß der Ausschuß nothwendigerweise zu dem Schluß gelangen mußtk,Beerstecher, wolle über sein Vermögen,, das er selber auf 22.000 veranschlagt, die Wahrheit ver heimlichen.und habe sich bestechen lassen." Albert Jones Howell, ein Geschäftsmann in Chicago, litt seit ei niger Zeit an Schlaflosigkeit und hatte kürzlich suns Nachte hintereinander kein Auge zugethan. In der nächsten Nacht fchlies er ruhig und sagte am Morgen zu seiner Gattin : Ich fühle wie neugebo ren, kommt es aber wieder vor, daß ich eine ganze Nacht nicht schlafen kann, so erschieße ich mich, ich kann diesenZustand nicht länger ertragen." In der folgen den Nacht floh der Schlaf wieder von dem unglücklichen Mann, er stand? leise auf und jagte sich eine Kugel durch den Kops. Ueber ein Fest, das kürzlich bei dem amerikanischen Gesandten in Wien, Herrn Tast, stattgefunden hat, berichtet ein Wiener Blatt. DaS Fest, ZU welchem alle in Wien weilenden Amerikaner und Amerikanerinnen ge laden waren, trug ein nationales Ge präge, und inmitten der siebzig bis acht zig Burger der neuen Welt glaubte man sich wirklich jenseits des atlantischen Oceans versetzt. Den Schluß des sehnt genen Festes bildete der charakteristische Nationaltanz: "The Virginian reel", worin die Amerikaner ebensoviel Feuer entwickeln, wie die Wiener im Walzer und die Ungarn im CzardaS. Die liebenwürdigen Gastgeber Herr undFrau Tast haben ihren Landsleuten ein ge müthlicheS liorne in Wien eröffnet, das ste lange hier entbehren mußten Atlanta, Ga., hat durch seine Ausstellung im Jahre 1881 außerordeutlich gewonnen. Seit dieser Zeit findet ein beständiger Zufluß von Ar beitskrästen und Capital statt und der cy ' w , p c . . w " . l. . .rt . i Preis oes iruno uno nooen ii eienr lich gestiegen.' Ein Elevator für Ge treibe und eine große Baumwoll-Preffe wurden errichtet und eine Baumwollfpin dem wird in den nächsten Tagen ihre Spindeln in Gang setzen. Zahlreiche sonstige industrielle Etablissements sind in Betrieb. Das Bundesobergericht hat dieser Tage in drei Processen Entschei düngen gefallt, in denen repudurende Etnzelstaaten verklagt waren, und m allen dreien lautete die. Entscheidung so, daß die Repudiation dadurch gestärkt wird, obwohl das. vom Bundesgerichte nicht beabsichtigt wird. Bekanntlich kann der Bundesverfassung (11. Amendement) nach der Bürger eines Staates nicht einen anderen Staat verklagen. New Jorker und New Hampshirer Bür ger hatten ihre Ansprüche an Louisiana wegen repudurter Bonds durch Gesetze ihrer Legislaturen an ihre Staaten über tragen, weil Einzelstaaten gegen andere Staaten klagen können. Die Rechts hülse wird hier verweigert, weil dies eine Umgehung des elften Amendments fein würde. In dem zweiten Falle sollte Louisiana's Beamtenschaft von Bun desgericht gezwungen werden, Bonds zu bezahlen, welche der Staat durch seine neue Konstitution repudiirt hatte. Diese Rechtshülse wird aus den Grund verwei gert, wen die dortigen Staatsbeamten nicht gezwungen werden können, gegen die Konstitution ihres Staates, die sie beschworen haben, zu bandeln. Im dritten Falle soll der Stadtschatzmeister von Richmond, Ba.T gezwungen werden. die Coupons der Virginia Staatsschuld jchcine bei Steuerzahlungen anzuneh men, welche mittlerweile theilweis repu diirt worden sind. Dies wird verweigert, weil das Gesetz, wie es jetzt steht, oie Gültigkeit der Coupons 'nicht aushebt,' aber ihre Geltendmachung mit meyr umstanden und Zettverlufl ver knüpfte Wir sehen Nicht, wie in ie sen Fällen das Bundesobergericht folge cechterweise und vom MistischenStand punkte anders entscheiden konnte. Bom Auslande. Vorder Kritischen As lociation- las Mr. W.Botley eine Sta listik des Verbrauchs von Fleisch und Getreide in Europa vor. Europa selbst erzeugt von Leidem nur aus elf Monate lm Jahr 'genug ; aber binnen wenigen Jahren wird das Produkt nur noch auf zehn Monate ausreichen. Großbritan nien erzeugt 607 Millionen Bufhel, das Festland 4,794 Millionen. Fleisch. verbrauch in Großbritannien 1,740,1)00 Tonnen, auf dem Festlande 0,372,000 Tonnen. Der HauptFehlbet?ag kommt in Großbritannien vor; aber kein einz!ges Land Europas, .-selbst Rußland nicht, kann seine Volkszahl ganz ernäh ren.. Europa bezahlte letztes Jahr 517? Mill. für fremdes Fleisch und $425 Mill für srcmdcs Getreide. -D i e .. L e g i t i'm i st e n in Paris vertheilen 'Zettel, welche den Em psänger zu je einem Laib Brod in ein von vier Bäckereien berechtigen, unentä geltlich an die Armen von Paris. Auf ser Rückseite steht die Königskrone mit Zen Lilien und ein lithographirter Auf. ruf Heinrichs V. Daneben werden auch Portraits des Grasen Chambord ver theilt.. Der Leichnam eines hübschen jungen Mädchens ist auf dem Eisenbahngeleise nahe bei Taganrog in
Rußland, gefunden worden, und neben
ihm ein Zettel, woraus stand, sie sei em Mitglied der revolutionären Partei ge wesen, aber eine Verrätherin geworden. und deshalb vom revolutionären Comite zum Tode verurtheilt. JnParisgibtes? tag iche politische Zeitungen. Aber alle zu sammen haben nicht so viel Abnehmer als die beiden größten Londoner. Das kommt theils von der Sparsamkeit, Heils von der Armuth der Franzosen, welche sich gewöhnt haben, die Zeitun gen nur in den Kasfee-, Speise und Trinkstuben zu lesen. Einen seltsame nMaje stätsbeleidigungs Prozeh berichtet die Magdeburger Zeitung. In cmcm oeul schen Kleinstaate hatte ein junges Mäd qen, welches em Kind geboren hatte, den regierenden Landessürsten als den Zater des Kindes bezeichnet und den da selbst ansässigen Rechtsanwalt A. beauf tragt, die Alimentationsklage gegen den Landesherrn zu erheben. Der Beklagte stellte tn Abrede, je zu der Klägerin in intimen Beziehungen gestanden zu ha ben, wogegen die Klägerin sich aus Thatsachen beries, aus denen ihre Be Ziehungen zu dem Beklagten gefolgert werden könnten. Der Rechtssnwalt A. stellte nun im Lause des Verfahrens den Antrag, seiner Clientin den Ersül lungSeid aufzuerlegen, da nach seiner Annahme mehrere von für seine Clientin geltend gemachten Fakten für die Rich tigkeit ihrer Angaben sprächen. Da nun bei Cioilstreitigkeiten überhaupt ein An trag deS klägerlfchen Anvaltes, femem Mandanten den Erfüllungseid aufzuer legen, stillschweigend die Forderung ent hält, von der Auserlegung deS Reini gungSkides aus den bestreuenden Geg ner wegen geringerer Glaubwürdigkeit desselben Abstand zu nehmen, so faßte in dem vorliegenden Falle die davon in enntnip gesetzte Staatsanwaltichastden von dem Rechtsanvalt A. gestellten An trag als eine Majestätsbeleidigung auf. Der Rechtsanwalt A. wurde demzufolge in den Anklagezustand wegen MajestätS beleidigung versetzt ud zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. DaS Arbeitszimmer Ri chard Wagner'S in Venedig wird wie folgt geschildert:' Sechshundert Meter kostbaren Seiden und Atlasgewebes von matter grüner und blauer, vorHerr schend aber rosa Farbe schufen, in künst lerischer Anordnung über die höheren und niederen Holzgerüste gebreitet, Ri chard Wagner's Arbeitszimmer zu einem phantastisch feenhaften Raume um. AuS RosaAtlaS und- Gaze gefertigte Rosen halfen die willkürlichen Gestaltungen der Seidenstoffe zu einer ganzen Figur ab schließen. Sechssache Gardinen vom dunkelsten Blau angefangen, überdeckt von helleren Nuancen, hielten einenTheil des Tageslichts von den nach englischem Systeme construirten Fenstern ab. Ein breites, niederes Lager nach antiker Art, überhangen mit kostbaren Stücken Zeu ges, nahm die Mitte des Zimmers ein; den mit Teppich bedeckten Boden deckten zumeist Thierfelle. Ein durchdringen der, nervenbetäubender Wohlgeruch füllt die Luft dieses Zimmers. Hier arbei. tete Richard Wagner, den Rücken dem' Fenster zugekehrt, den Blick nach dem' bühner?artig märchenhasten Chaos von Gaze und Seide. Die Prager Con cordia" schreibt einen Preis von zwanzig Ducaten für einen höchstens zwei Druck bogen starken Essay über Wagner's Be deutunq sür die nationale Kunst" aus. Ein entsetzlicher Fall eigenmächtiger Volksjustiz ist kürzlich in einem Drse des Kiem'schen Kreises vor! gekommen. Schon drei Mal waren im! Dorfe Brandstiftungen verübt worden,' die' jedoch noch immer rechtzeitig be, erkt wurden, fo daß kein großer Scha! den zu beklagen war. Des Thäters konnte man jedcch lange Zeit nicht habbzft werden. Erst bei der vierten Frevcllhat wurde er bemerkt und gefangen; er gestand nicht nur seine Frevel thaten, soidern gab auch einige Genossen an, unter denen sich auch ein in dem selben Dnrse wohnender Jude befand, der die Brandstifter angeblich uit leicht entzündlichen Stoffen versorgt haben sollte. Das Volk vollzog, wie die Sar ja- berichlet, auf der Stelle an den Brandstiftern und am Juden die Strafe. Man brach den Verbrechern die ??inn,r einzeln entzwei, folterte sie mil Nadelsti chen und zog ihnen die Sehnen aus. Dem Juden wurden sogar die Augen ausaettocken. llr.d nn war di? Behörde ? I Daß die Missethäter bestras! worden sind. wird nicht gemeldet. I m Gefängnisse vonGe nua starb in der vergangenen Woche der Bandii La Gala, der yix Zeit der Bourbonea Henschast der gesürchtetste Rauber Hauptmann in Unter Italien war. R-'ichgewiesenermaßen haben nicht weniger als elf Personen durch seine Hand den Tod gesunden, und zwar fast alle auf die grausamste Weise. Italic nische Blätter erzählen sogar, daß La Gala das Fleisch seiner Opfer oft auch gebraten und verzehrt habe. Im Jahre 1864 wurde er gefangen und zum Tode verurlheilt, eS gelang ihm jedoch, auS dem Gefängnisse zu entspringen, woraus er sein blutiges Handwerk wieder auf nahm. Von den italienischen Truppen hart verkett, flüchtete er sich 1874 aus ein franzöfsches Schiff, wurde jedoch ersannt und auögelttsttt. La Gala hat im Gefangnisse in Genua täglich drei mal seine Andacht verrichtet und ist mo nc'tlich zweimal zur Beichte gegangen. Am Halse trug er stets ein Madonnen bild, ein Portrat Franz' II. und eine Medaille mit dem Bilde Pius' IX. Altem Hohenzollern brauch gemSv erlernt jetzt Prinz Leopold, der einzige Sohn des Prinzen Friedrich Karl, daS Schlosserhandwerk. Die Werkstatt des jetzt 17jSyrigen Prinzen befindet sich im königlichen Schlosse; dieselbe ist von einem berliner Schlosser meister in einem Dienerzimmer etablirt und mit Werktisch, Drehbank, Schmie deEsse und sämmtliche Werkzeug ausgerüstet. Ein des Schlosserhandwerke 'undiger Diener des Prinzen Friedrich tvXlrl ertheilt dem Prinzen LkSp.old Un 'richt. 1
