Indiana Tribüne, Volume 6, Number 171, Indianapolis, Marion County, 10 March 1883 — Page 2
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&fls wt. SowntartöstnöJflÖ'. .vr . t 3 TfltTttir r Indianapolis, Ind.. 10 März 1833. 2er FrsZnder des Tampfsisscs. Der Staat Vennfylvanicn hat vorige Woche eine Statue Robert Fulton'ö in der iHedenk-5)aLe im Capitale zu Washington errichten lassen und hierdurch nnera ircit verbreiteten Irrthume neue Nahrung gegeben. Fulton bat da? Dumpfschiss verbessert, das erste Dampf boot auf dem Hudson gebaut, sonstige wichtige Erfindungen gemacht, aber der Erfinder des Dampfschiffes ist er nicht. In Betreff seiner Person ist noch der weitere Irrthum bemerkenswerth, daß er vielfach für einen New Yorker gehalten wird, während er thatsächlich 1765 zu LittleBritain, Lancaster Co., Pennsylvanien geboren ist. Der Erfinder des Dampsschiffcs ist John Fitch. Dieser hochbegabte, aber schon bei Lebzeiten verschollene und vergessene Mann ist in South'Windsor, Pa., geboren und hatte bereits im Jahre 1784, also 23 Jahre früber, als Fnlton's Dampfboot .Clermont- in New Vork vom Stapel -lies, das Modell zu einem Dampfschiffe vollendet. Er legte sein Modell der wissenschaftlichen Gesellschaft in Philadelphia vor, dasselbe erregte Bewunderung, und die angesehcnsten Mitgliede? der genannten Ee sellschast befürworteten ein von Fitch an den Congreß gerichtetes Gesuch um Be willigung der zu dem Bau eincsDamps fchifses erforderlichen Mittel. Es gelang ihm nicht, den Congreß für sein Project zu interesstren,doch schössen endlich reiche Privatleute in Philadelphia ein Capital zusammen, welches sie dem Fitch zur Verfügung stellten. Nunmehr baute derselbe ein Dampfboot nach seinem d Modelle und unternahm am 1. Mai 1787 mit demselben die erste Probefahrt auf dem Delaware. Die von ihm con struirte Dampfmaschine entsprach bereits in der Hauptsache den bei den Maschinen für Dampsfchifje noch heute angewende ten-Principien, litt aber an demMangel, daß die Innenwände des Cylinders nicht völlig glatt hergestellt varen, und daß daher das Plston nicht dicht genug schloß. Dies verursachte den Verlust eines großen Theils des in den Cylinder einströmenden Dampfes, und in Folge dessen erreichte Fitch nur eine Geschwindigkeit seines Skiffes von drei Meilen in der Stunde. Fitch erkannte den Feh ler sofort, es fehlten ihm aber die Mittel zur Anschaffung eines besserenCylinders. Durch wiederholte Verbesserung des Cylinders und Pistons gelang es ihm i ( : C : A v. : . u.ri;w:..v:.i.:i v.o Schiffes aus 8 Meilen in der Stund- zu ! lujui. tjuui. wc vyuujuuuimutu uca bringen. Fitch nannte das Boot .Per scverance-, und daffelbe machte seit 1783 regelmäßige Fahrten auf dem Dela wäre. So befriedigend das Experiment aus gefallen war, so gelang es dochFitch nicht, seine Freunde zur Gewähr weiterer Mit . f 2 . t , .1 " M . Ka. ,!?.".0 ! M.. uViaia yu,; vc(icucu ten zu können und schickte sein Modell an einen ihm befreundeten Amerikaner, der sich damals in der französischen Hauptstadt aufhielt. Hier sah Fulton das Modell; er war schon damals ein berühmter Mechaniker, verkehrte viel mit James Watt und war von diesem in die neuesten Verbefferungen der DampfmaZchine eingeweiht worden. Fulton mag die Idee, ein Dampffchiff zu bauen, schon gehabt haben, ehe ihm Jitch's Modell vor Augen kam, eine bestimmte Gestalt hat dieselbe erst durch den Anblick und das Studium des Modells gefunden. Fulton's erste Versuche aus der Seine gelangen nur sehr uuvollständig, auch er fand bekanntlich im Anfange wenig Glauben an den Werth seinerErfindung, wurde von Napoleon als ein Cbarletan bezeichnet, und erst im Jahre 18,7 brachte er in New Brk, von dem 5?anzler Livingston mit Gels unterstützt, mit Beihilfe des Schiffsbaumeisters Brown sein erstes' DampsschlffzuStande. Der Clermont", der erste Dampfer aus dem Hudson, legte fünf Meilen in der stunde zurück, erlangte mithin nicht annähernd die Geschwindigkeit, welche so viele Jahre früher die Perfeveranccauf dem Delaware erreickt hatte. Als Fulton seinen Triumph feierte, waren Fitch und sein Dampsschiff bereits veracffzn. Der wirkliche Erfinder des Dampfschiffes lebte in den dürftigsten Verhältnissen und starb einsam und un bekannt in Kentucky. Er hatte sich in den letzten Jahren seines Lebens an den Opiumgenuß gewöhnt, und eine zu große Dosis dieses narkotischen Stosses war die unmittelbare Ursache seines To des. Lluö Lincoln'S Leben. Der General Charles A. Dahlgren ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten in New York. Er ist ein Bruder des bekannten amerikanischen Seemannes John A. Dahlgren, der im Bürgerkriege RearAdmiral unserer Kriegsflotte war, die schweren Bombengeschütze Dahlgren giins erfand und eine wirksamere Bewaffnung der Kano. nenboote mit 12 24psündigen Hau bitzen schuf, welche Schrapnels -und Kartätschen warfen. Beim Ausbruch der Rebellion war John Dahlgren Com mandeu? deö Kriegshafens bei Wash ington, übernahm im Juli 18C.Z den Oberbesehl über das südatlantische Flottengeschwader und befehligte nach dem Tode des Admirals Foote 1803 die vor Charleston stationirte Flotte. Charles G. Dahlgren war vor dem
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. V t v ? bA "l l i demen' prechend gebaut worden, mch, daran, daß d, Damps,ch,yahtt zu Fast alle sind nach alter Methode olleiner .Rolle ,,.,. Mn ch-oder 'uk ? '.ub'e. P du Reservedeck. L'd ereZ aber.welcheS m Mittel ,um Bau weiterer Schifte erbat. ,..' . r-,.r in .':
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huiciiic uis vyiuuui in ituicc uet Consöderirten, verlor im Kriege sein ganzes Vermögen und betreibt zur Zeit ein unbedeutende advokatorische Praxis in New Vorl. Der Genera! theilte dief er Tage einen Jvg aus Lincoln' ben mit, der seiner Verucherung nach noch nie im Drucke erschienen ist. Mein Bruder war eng mit Lincoln befreundet, Unmittelbar noch der Ucb.'rgabe Lee's befand sich mein Bruder in Lincoln's Ail)cit5zimm:r im Weißen Hause, und der Letztere war gerade im Begriff, sich die 5ände zu waschen, um sich zum Mit. - tagessen zu begeben. Da trat derKriegs sccretär Stantdn erregt in's Zimmer und meldete dem Präsidenten, er habe soeben ein ine Depesche des Inhalts empsangen, j aß Jake Thompson im Begriffe sei. sich , in Portland, Me., nach England einzu schiffen. 'Ich denke, fuhr Stanton fort, ich veranlasse telegraphisch die sofortige Verhaftung Thompson's." Warum, mein Freund V entgegnete Lincoln, ich denke, es ist beffer. wir lassen ihn lausen .Äber, Herr Präsident, Töompson war einer der Leiter der Re bellion ; wenn wir die Häupter nicht destrafen, wie sollen wir den Uebrigen gegenüber verfahren ?" .Und trotzdem ist ii besser, wir lassen ihn laufen saizteLincoln. Stanton verließ erregt das Zimmer. u::dLincoln wandte sich an den Ädmiral : .Dahl, Sie erden sich über weine. Entscheidung ebenfalls wundern, aber Gott ist mem Zeuge, all' mein Streben, nachdem der Krieg vorüber ist, soll dahin gerichtet sein, die Wunden zu heilen, die der Krieg geschlagen hat ; ich glaube nicht, daß wir im Interesse der Wohlfahrt des Landes in der Versöhnlichkcit zu weit gehen könnend Vermitzte Schisse. Während der letzten zehn Jahre ist der Verkehr aus dem nordatlantifchen Ocean oanz erstaunlich gewachsen. Zwischen New Vork und verschiedenen europäischen Häsen laufen die Schiffe von vierzig re gulären Dampferlinien, der unzahligen Fahrzeuge gar nicht zu gedenken, die zu keiner bestimmten Linie gehören. Da ist es denn vielleicht kein Wunder, daß auch die Zahl der Schiffsunfälle von Jahr zu Jahr wächst und viele Schiffe spurlos verschwinden. Doch dürste die Annahme unrichtig sein, daß die meisten der vermißten Fahrzeuge in Folge von Zusammenstößen mit anderen Schiffen oder mit Eisbergen untergegangen sind. Die Mehrzahl verschwindet in den Win termonaten, in denen der von ihnen be sahrene Th:il des Meeres eisfrei ist, und bei Collisionen zweier Schiffe miteinan de? gehen äußerst selten beide zu Grunde. Somit würde das Schicksal des versunkenen Fahrzeuges meist dekannt werden müffen, was indessen nicht der Fall ist. Man wird sich daher nach ! anderen Ursachen für das spurlose Ver- ' . . . . e . . schwinden so vieler Schisse umzusehen haben. Thatsache ist, daß mit Ausnahme der von den großen Paffagierlinien benutzten Dampfer die Mehrzahl der auf dem nordatlantischen Dcean fahrenden Schiffe ursprünglich nicht für den Verkehr aus diesem Meere bestimmt war. IW IV UiVli I fci VVft V i VV MMI WV mi.,.lländisch.n Meere, dem. indischen Sie waren für den vandel aus dem refQn ..v s Nordsee auserseken. und Wall gegen hohe See. Selbst wenn eö nicht so stark ist, wie das Hauptdeck, dient es noch immer als wirksamer Wo genbrecher, und falls es eingedrückt wird, können die Waffermassen nicht unter das Hauptdeck gelangen. Seine Vortheile sind so unbestreitbar, daß es allgemein auf den großen Oceanschiffen angewendet werden würde, wenn es nicht zu theuer wäre. Nicht nur verursacht seine Anlage große Kosten, sondern es fügt auch dem registrirtcn Tonnengehalte 800 bis 1000 Tonnen hinzu, und nach der Menge des Tonnengehalts werden be kanntlich nach unseren Gesetzen die nicht unbedeutenden Hasengebühren berechnet. Der Eigenthümer eines mit Schutzdeck versehenen Schiffes würde also Gedüh renfür einen bedeutenden Raum zu be zahlen haben, den er nicht ausnutzen kann, und da nimmt er lieber ein Risiko, das gewöhnlich gut versicherte Schiff zu verliere. ' Ferner werden die Schiffe häufig überfrachtet. Fast an jedem Wintertage gehen aus New York Fahrzeuge ab, die so schwer beladen sind, daß das Waffer nur wenige Zoll unter dem Hauptdeck steht. Der Extragewmn, der den El genthümern aus drei oder vier erfolg reichen Fahrten dieser Art erwächst, ist so groß,daß sie dem endlichen Verlust des Schiffes, der beinahe unvermeidlich ist, mit Ruhe entgegensehen. Was kümmert es sie, wenn das überladene Fahrzeug, das durch kein Schutzdeck vor dem Ein dringen der Wogen gesichert ist, mit Mann und Maus spurlos untergeht? Für die Hinterbliebenen haben sie nicht zu sorgen, und neue Matrosen sind ja leicht anzuwerben. Es liegt auf de? Hand, daß hier der Staat eingreifen sollte. Um keine Prä mie auf ungeschützte Schisse zu setzen, sollte für den von dem Schutzdecke ein genommenen Tonnengehalt keine Hasen gebühr berechnet und die Ueberfrachtung sollte unter gar leinen Umständen ge duldet werden. Gesetze allein helfen freilich nicht; sie müssen'auch zur Aus sührung gelangen, und eben da liegt der Haken. v England in Egypten. Mit aller Ruhe vollzieht sich im clas. sischen Lande der Pyramiden ein Ereig niß, dessen Bedeutung wahrscheinlich erst der zukünftige Culturhistoriker in vollem Umfang? zu würdigen verstehen wird : Egypten wird englisch. Von den .Mäch ten" wird den Briten nichts mehr in den Weg gelegt, und so ist es deren einzige Aufgabe, die inneren Schwierigkeiten zu
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Überwinden. Die p.cy iyrcm ULtttt neen entgegenstellen. Dasi.? aber find gerade
tu Engländer in FjLe u.ier großarti gen" Colonialerfahrugc:: w.nineni dcfä j dlgt. Victoria hat Ir'.in fcion mehr mohamedanische als db,y ' d.z Unterthanen, sodaß den englisch :i bzesandte im Pharaoncnlande, 2)ff:-i;. Malet uno lizon, em aueroroeull reicyil' ches Äeobachtungsmaterial zu Gtbo'e steht. Sie verstehen es, nicht nur dZ Vertrauen der Eingeborenen zu gewinnen, sondern sich sogar bei den,c!den beliebt zn machen, was selbst ein Correspondent der britenfeindlichen .Köln, .Ztg." unumwunden zugeben muß. Voc . 1 r ' m jan Gingen wiro oaran gearveitek, den Fcllah gegen die Willkür der kleinen . Ortstyrannen, gegen die Erpressung und die damit verbundenenPrügel zu schützen. Er soll sein Necht bei Gerichten suchen ! können, die, bis zu einem gewissen Grade dem orientalischen Herkommen angspaße, dennoch nach abendländischen Grund l'ätzen Urtheile fällen sollen. . Di Haupt i schwierigkeit besteht darin, auch dieFrem den diesen Gerichtshöfen zu unterwerfen, damit der Fellah sich davon überzeugt, daß ihm wirklich Gleichberrchtigung ein geräumt worden ist. Ferner werden die beiden Volksschichten langsam und vorsichtig zur Gesetzgebung und Verwaltung herangezogen, überflüssige Aemter unö Ausgaben abgeschafft und die curopäi schen Ansiedler zur Besteuerung herangezogen.. Mit hilse des besten einheimischen Talentes, das dadurch für die Engländer vollständig gewonnen wird, werden alle diese Reformen nach und nach in's Werk gesetzt, und bereiis ist eine Unterhandlung im Gange, um mit den Staatsgläubigern, die jetzt den größten Theil der cgyptischen Einkünfte verzehren, ein billiges Abkommen zu tref fen. Die Folge von allcdem ist, da das Volk, welches seit Jahrtausend keine Stimme hatte, mit der neuen Lage der Dinge sehr zusriedcn ist. Aus an der: mohamedanische Lieder kann da" nicht ohne Einfluß bleibn. A st r z x ? ?. in f ch e 25 c o b a 3i t 1 1 w r f ft . Auch die Agronomen der neuen Weit machen ihre Himmeisbrodachtungen jetzt nach einem acmeinschüfllichen Plane und haben das Observatorium des Harvard College in derselben Weise zu ihrem Cen tralpunlte erklärt, wie die Astronomen Eu:opi's die Sternwarte in Kiel. Wird aus irgend einem Observatorium Am:rtkus eine E.'tdeckttnq von nteresze gemacht, so wird das Observatorium deL HarvZld'College hiervon telegraphisch in Kenntniß gesetzt, und dieses tt eilt die Entdickng Ut Sttrmozrte in Kiel mit. Die dessallsi.cn Kosten werden den ein zelnen Sternwarten in jedrm Falle von der Centralstatlon vcr.in:ct. in der die Meldung zuerst einlief. Alle Mittheilungen von Bedel.tuna weiden s&n H u vard aus durch die afsocir:e Presse und in auösührlicherWeise du:ch dcn Science Observer" verbreitet. D:e Astronomen der ganzen Erde hadcn den 5):mmel unter sich vertheilt, sodaß die einzelnen Partiecn desselben von bestimmten Sternwarten aus mit bisodererGründ lichkeit durchsoischt wttdcn. Als William Hershcl sein .'Zirscntelcscop vollendet hatte und die Welt durch seine Entdeckungen in Erstaunen sente. gab es so wenige Fernröhre, daß der König von England, wenn er einen Blick in die Himmelsräume weisen wollte, sich zu dem großen Astronomen bemühen und deffen Instrument benutzen mußte. Am ganzen köttiglichen Hose gab es kein leidliches Fernrohr. Jetzt sind öffentliche und private Observatorien in größter Anzahl vorhanden, und auch außerhalb derselben durchmustern die Liebhaberde: Astronomie das Sternenzelt mit vorzüg liehen Instrumenten; sogar ein Köni, Dom Pedro von Brasilien ist unter die Sterngucker a:?anaen. Wenn Utl e:r scomet m unicr isonnenMem ein:mr, . . ? . . ... 1 ein verioichenoer tern oen unieraang einer Welt verkündet, oder an einem der Schwestcrnplaneten unserer Erde eine Entdeckung gemacht wird, ist die Nach richt über die Erde verbreitet, bevor dieselbe eine Axendrehunc vollendet hat. ZZavrikglocken. Die Bevölkerung der Fabrik'Districte des Stacrtes Maffachusetts hat sich wegen der Frage, ob es gestattet sein soll, daß in den Fabriken früh die Glocken geläutet werden, um den Arbeitern das Signal zum Aufstehen zu geben, in zwei Parteien gespalten. Ganz Maffachu setts bildet zur Zeit beinahe einen einzi gen großen Fabrik-District, denn die Landwirthschaft und der Handel treten völlig vor der industriellen Bedeutung des Staates zurück. In seinen verschie denen Etablissements t ein Capital von $303,000,000 angelegt, in den Fabriken werden jährlich $128,000,000 Arbeits löhne ausgezahlt, und dr Werth der hergestellten Waaren beziffert sich jähr Iich auf $631,000,000. Die GeneralCourt des Staates nun ist mit tausenden von Petitionen überfluthet, in denen theils das frühe Läuten der Glocken für eine Lebensfrage für die Fabriken er klärt, andern Theils versichert wird, daß diese Unsitte die Gesundheit der Bürger schädige und untergrabe. Bei dem Comite der Legislatur für Handel und Industrie wurde dieserTage eine mit 31,501 Unterschriften vcrsckie dener Firmen und ihrer Fabrikarbeiter bedeckte Petition eingereicht, in welcher darum nachgesucht wird, d& die Ent scheidung darüber, ob es erlaubt, sein soll, früh die Glocken zu lauten, den Ortsbehörden zustehen soll. Bis 1882 wurden in den Fabriken die Glocken früh 5 oder 5 Uhr zum ersten Male geläu tet. Im vorigen Jahre erkannte ein Einwohner von Plvmouth einen EinhaUsbesehl des Obergerichts, in welchem bestimmt war, daß lYine Glocke in d?n Fabriken vor 6 Uhr 30 Min. früh läutet werden dürfe. Diese Bestimmung wurde in der Legislatur zum Gesetze für dcn ganzen Staat erhoben. Der von den Fabrikanten und Fabrikarbeitern angeführte Grund, daß ein srüheresLäuten der Glocken die Pünktlichkeit der Ar beiter befördere, ist einleuchtend und
PT ru lerüZsichtigung verdie! ofität einzelner Lang OUlill M4V(j nen, als die Nerv schläfer. Vfc (SlfchcuteNssen. Herr und Frau Rooney", zwei crfri kanische Waldmenschen oder Schimpansen, üben im zoologischen Garten in Philadelphia zur Zeit die größte Anzie hungskrast auf Alt und Jung aus. Sie sind in der That possirliche und manier liche Thi:re. Einen überaus komischen Eindruck macht es, wenn sich dieselben mit ihren Taschentüchern höchst zierlich die Nasen putzen ; der weibliche Affe leibet zur Zcit in Folge einer Erkältung am Schnupfen und braucht daher zur Belustigung der Zuschauer sein Taschen tuch alle Augenblicke. Der Wärter ver sichert, die Thiere seien so gelehrig, daß er ihnen den Gebrauch des Taschentuchs nur ein paar mal an seiner eigenen Nase gezeigt habe und' daß dann die Thiere die ihnen gereichten Tücher sofort in derselben Weise benutzt haben, wie er. Ferner führen die Thiere ein sehr zärtlicheZ Eheleben und sind das einzige Paar im ganzen Garten, das sich noch niemals in die Haare gefahren ist, was selbst bei den Turteltauben häufig vorkommt. Der Herr Gemahl ist ein Muster von Galan terie. Wenn die Thiere ihre Mahlzeiten erhalten, die meist aus gequelltem Reise und Süßkartoffeln bestehen, so wartet das Männchen, bis das Weibchen seine Portion verzehrt hat u. wird selbst dann nicht unwillig, wenn' das letztere dann und wann einen Griff in seine Schüssel thut.' Zieht sich das Weibchen gesättigt in den Hintergrund des Käfigs zurück, dann beginnt Herr Nooney seine Mahl zeit, bei welcher er auch dieReste verzehrt, die Madame Rooney etwa übrig gelas sen hat. Die Thiere an dieses exempla rische Benehmeu zu gewöhnen, hat dem Wärter allerdings mehr Mühe vcrur sacht, als die Gewöhnung an den Ge brauch der Taschentücher. Die Ttatue der Freiheit. e, az vitro viorrer liointtt, vas cit Herstellung eines Piedestals für die von der französischen Republik den Vereinigia Staaten zum Geschenke gemachte Lroldi'sch: 52U.tue der Freih-ii öder nommen, hat von den $250,WX), die das Piedestal kosten wird, erst 80.000 auf gebracht, und zwar fast ausschließlich in New Jork. Dasselbe hofft, daß auch andere große Städte des Landes. sich an der Beschaffung der erforderlichen Mit tel betheiligen werden, da die Statue der gesammten Republik geschenkt und der öafen von New tyoxt nur aus dem Grunde zur Aufstellung gewählt wurde, weil er der bedeutendste des Landes ist. Das Comite hat sich daher mit dem Er suchen UM Beitrüge an die Handelsbör sen der großen Städte gewendet. Das Monument ist soweit fertig, daß die ein zelnen Stücke sofort von Frankreich nach New Jork abgehen können. Natürlich ist die Aufstellung und Ver ankerung der 148 Fuß hohen eisernen Statue auf einem noch höheren Piedestale keine leichte Aufgabe für die Ingcnieurkunst. Die Statue wiegt 180 Tonnen und wird aus dem Piedestale, auf dem sie stehln soll, einer furchtbaren Windgewalt ausgesetzt sein. Daher hat das Comite die bedeutendste Ingenieure Frantreicks um Mittheilung ihrer An sichten bezüglich der besten Art und Weise der Veranlcrunz ersucht. Vont 3llrttS. In C u ! t ' 0 s s 1 n öv ' u ! u y wurde ri)ii (i;icni Kahnfahrt: während der großen Ueoe:sckjemmung eineWiege aufgrfancicn. in N'elJZs? e-.n gesunder Säugling schlummerte. Es ist ihm nichts zugestoßen, aber da man die Wiege bat welter schwimmen lassen, seglt jedes An zeigen, wem der Sänglina gehört. Der Entwurf des General , Grant'jchen handclsveitraocs mitMerico fcesa-een zurückaeleat worden, weil so viele Handelskammern gegen die jetzige Bestätigung desselben protestirt haben. Ä e r rou yat den ) tmi tropischen Früchten bei Riverside, San Bernardino County, Cal., vielen Scha den zugefügt, und die Lime"-Ernte bei nahe gänzlich ruinirt. Kleine Bäume sind in vielen Bezirken stark beschädigt. während grou? Orangenbaume gar kci nen und große Lemon,-(Citronen)BSume nur sehr wenig Schaden erlitten haben. "Am vonacn Itabre w u r 0 e n in den Ziegeleien von Salt Lake 8,000, 000 Backsteine fertig gestellt ; die Fabri ken sind während des Winters so ver arößert und mit so vielen neuen Maschi nen versehen worden, daß sie im Stande sein werden, in diesem Jahre 10,000, 000 herzustellen. Der m i t d e r W a h n s i n n ö Theorie getriebene Unfug hat die cali fornisqe Legislatur zur Annahme emes Gesetzes veranlaßt, welches sehr geeignet zu sein scheint, diesem Unfuge erheblich zu steuern. Das Gesetz bestimmt : Ein Mörder, deffen Vertheidiger den Mord mit Wahnsinn" zu entschuldigen sucht. soll zuerst blos m Betreff seines Gesund heitszustandes untersucht werden. Fin det das Gericht ihn geistig gesund, so soll er wegen Mordes processtrt werden und der falsche Einwand soll bei dem' Strafmaß als erschwerend berücksichtig werden. Ist der Angeklagte wirklich wauninnkg. 10 soll cr m tlne Jrrenan stalt verbracht und nie wieder aus der selben entlassen werden, bis der Beweis erbracht ist, daß er zurZeit, als derMord begangen worden, zurechnunassählg ge wesen ist. Dann aber soll er auf die ursprüngliche Anklage hm processirt wer dcn. In Californien hat also ein Mör der von nun an nu? die Alternative entweder die gksetzllch vorgeschriebene Strafe für dieses Verbrechen ?.u erleiden oder lebenslänglich m einer Jrrenanstal eingesperrt zu werden. Unter diesen Umständen wird ein zurechnungsfähiger Mörder sich kum versucht fühlen, sich wahnsinnig zu stellen, denn lebenslang liche Einsperrung 'in einer Jrrenanstal hat für einen geistig gesunden Menschen nicht viel Berlockendes. Der Cigarrenmacher Jacob
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Weiler in Albany, N. I., wurde dieser Taae. weil erSvuren von Irrsinn rnate. I
I . . - , U U - I verda tet und vorläuna n e ner.elle deS I Gefängnisses untergebracht. Hier öffnete er sich mit einem goldenen Kreutt. das er auf dem bloßenLeibe trug, eineArterie des linken Unterarmes, tauchte den Finger in das hervorquellende Blut und schrieb an eine Wand der Zelle: 0 Gott, es ist zu viel," an eine andere Wand: Vergebens und rock niedrere Worte, die jedoch uMeserlich sind. Als ' er ausgesunden wurde, athmete er noch ! ( .TtVM.rl ftt A. s . X KiMA..C I UWUU, IUIV UVfc. l4(ll UUIUU. Eine Kuh d e s Farmers John B. Hartaway in Sommerset, Maff., erkrankte vor drei Monaten und wurde, da ihr Zustand immer, schlimmer wurde, dieser Tage getödtet. Ein Thierarzt öffnete das Thier und fand die Leber und dasHerz von einer grauen, schmam migen Substanz dicht umgeben, die 75 Pfund wog; derselbe sagt, daß ihm eine ähnliche 5rankheitserscheinung noch nie vorgekommen sei. I n Ut a h wird im bevor st e henden Sommer viel nach - artesischen Brunnen gebohrt werden ; die künstliche Bewafferung der Farmländereien in TooelaCo., welche durch solche Brunnen bewirlt'wird, hat sich so bewährt, daß in den verschiedensten Theilen des Territo riums dergleichen gebohrt werden sollen. Die Leute in Eastport,Me., vurdkn dieser Tage durch eine heftige Explosion in Furcht und Schrecken ver etzt. Man glaubte erst an em Erdbeben, es stellte sich jedoch' heraus, daß das Gas aus einer desecten Gasleltungsröhre eine Explonon verursacht hatte. Die Straße wurde in de? Länge von 24 Fuß aufge riffen, große Steine wurden über 100 Fuß weit umhergefchleudert und es er scheint als ein wahres Wunder, daß Nie mand verletzt worden ist. In der letzten Sitzunq ser amerikanischen astronomischen Gesell schast in NevJork bildete die gegenwär :ige Beschaffenheit des Jupiter den hauptsächlichsten Gegenstand der Dis cussion. Dieser riesige Planet zeigt zur Zeit einen durch seinen besonders hellen Glanz und rothen Schein bemerkens werthen Flecken, deffen Länge auf min bestens 30.000 Meilen und dessen Breite aus 8.000 Meilen berechnet worden ist. Der Jupiter befindet sich allen Anzeichen nach noch in einer sehr frühen Periode semer geologischen Entwicklung und hat begonnen, aus dem flüssigen in einen festen Zustand überzugehen. Ueber den erwähnten Flecken wurden namentlich drei Theorieen , aufgestellt und verthei digt : derselbe ist die Folge ungebemer durch vulcanische Krüste in die Atmosphäre des Planeten geschleuderten Gase: und sonstiger Eruptionsmassen, der glänzende. Flecken ist der zurZeit am meisten erhitzte Theil der Oberfläche des Planeten, sodaß sich über solchem Wol ken und sonstige atmosphärische Blldun gen nicht befinden, der rothe Flecken ist der am meisten erhärtete Theil derRinde des Jupiter und wird im weiteren Ver laufe semer Entwicklung einen seiner größten Contlnente bilden. Das Jahr 1881 hat $107.. 773,157 Gold und $97,059,469 Silber producirt. Hiervon kommen aus die Ver. Staaten $34.700.000 G. und $13,. 000,000 S., aus Australien $31,127,515 G. und $227.125 S.. auf Rußland $28,551,028 G. und $473.519 S.. auf Mexico $989.1L0 G. und $25.167,763 S., auf Columbia $4.000.000 G. und $1.000,000 S., auf Deutschland $232,. L10 G. und $5,576.090 S.. aus Oester reichUngarn $1,240,803 G. und $1,-' 303,280 S., aus Venezuela $2,274.692 G., kein S.. auf Afrika $1.993,899 G , kein S.. auf Canada $1.094.926 G. und $63,205 S.. auf Bolivia $72,345 G. und $11,000 000 .. auf Chili $128, 869 G. und $5,081,747 S , auf Spa nien kein G., $3.096.220 S. Der Rest der Produktion vertheilt sich in kleineren Beträaen auf Schweden, Norwegen, Italien, die Türkei, die argentinische Republik, Brasilien und Japan. Die Clrculatlon von Paviergeld war mit $793.074.878 in den Ver. Staaten am größten; ihnen zunächst kamen Rußland mit $612,916,209,Frankreich mit $512.129,625, Oesterreich mit $299.091.135, Italien mit $293,772.885, Deutschland mit $211,122,464, Großbritannien mit $203,692,764, Brasilien mit $188,155, 455. DaS wenigste Papiergeld circu lirte in Central-Amerika. im Ganzen $136,347. Die größte Gold'Circula tion hätte Frankreich mit $374,876,000, Großbritannien Mit $592.000.000, die Vereinigten Staaten mit $563.631.455, Deutschland mit $387,143,742, Spanien mit $130,000,000, Italien mit $144, 750.000, Belgien mit $103.000,000, Rußland mit $119,209.781. Die ge ringste Gold - Circulation hatte Peru mit $62,085. "3 am Auslande. Wie man d e r i ck t e t. ist die tomentane Laae der Familie Richard Waaner's keine aünstiae. Wohl waren in der letzten Zeit große Geldbeträge für den Meister stusng geworven. o z. . das Brüsseler T?ntiemenHonorar für die NibelungenAufführung von Seite des Directors Anaelo Neumann mit 51,000 M., sowie ein Betrag von 180, 000 M., für welchen Wagner das alle! niae VerlaaSrecht des .Parsifal- (Par titur und Auszüge c.) dem Buchhändler Schott verkaufte. Allein die genugsam bekannte Lebensweise des Meisters,sowie die kostbaren Sammlungen, welche er m Wahnsned anlegte und fortwährend oe reicherte, verschlangen diese Summen bis auf geringfügige Reste. Solcherart oe finden sich die Hinterbliebenen Wagners momentan in einer wem ersceulicyen Situation. Die Zukunft .der Wittwe und des Sohnes Wagners schemt dage gen durch die ihnen in Oesterreich aus 10 Jahre, in Deutschland auf 30 Jahre hinaus legal zukommenden Tantiemen 1 i ' i m (Yn!. vezuge vollkommen gencyeri. -om ie ner Hofoperntheater bezog Wagne durchschnittlich an jährlichen Tantiemen etwas über 5000 fl.z mit den Erträgnis sen der übrigen Theater Deutschlands beträgt dre aus den Tantiemen zu ge wärtiaende Sauvtlumme. welche den
Wagner'schen Erben jährlich zufallen wird, ungefähr 0,000 Mark. Zu die-
. , . . . . er veoeulenoen enie lame nun noq das Stammkapital von mindestens 500, 000 Mark zu schlagen, welches der Par sifal" repräsentirt. DaS Jnikiütiv-Comite der internationalen Ausstellung in Nizza hat eine Commission beauftragt, den Platz zu suchen, wo die Ausstellungsae bäude zu errichten waren. Zuerst nel die Wahl der Commission auf das Ter rain hinter dcmBahnhofe; eine reiflichere . . 5 t. .f .!tl V. Ueberleguna bat aber dahin aesührt, den Plan zu ändern und den Platz imQuar tier St. Etienne zu nehmen. Die nun gewählten Terrains nehmen eine Fläche von 75,000 Metern ein, davon sind 45.000 Meter ebenes und 30,000 Meter ansteigendes Land. Dieser ausgezeich nete Platz wird in seiner Dekoration einen großen Effekt machen, umsomehr, da man leicht die Wasser der Vesubie auf der Seite des Plateaus herbeiziehen kann, um einen wundervollen Wasserfall herzustellen. Das Panorama, das von diefem Plateau aus, von welchem man auch das Meer und das ganze Nizza übersieht, sichtbar ist, wird auf die Be sucher der Ausstellung eine große Anzie. hungSkrast ausüben, welche kein anderer Platz in der Nahe von Nizza bietet. D e n Feld wedeln und Unterofficieren des ersten Garderegi ments zu Fuß in Berlin ist verboten worden, die Sitzungen und Festlichkeiten des Vereins ehemaliger Kameraden zu besuchen. Die Veranlassung hiezu soll folgende sein : Als vor 6 Wochen die Vorstandswahlen waren, stellte der Se kretär des Prinzen Wilhelm. Namens ! Schwerin, den Antrag, daß sämmtliche Mitglieder, welche liberal gewählt haben oder der Fortschrittspartei angehören, aus dem Verein ausgeschloffen werden. Vom Vorsitzenden aufmerksam gemacht, daß der Verein kein politischer sei und daß deswegen derartige Antrüge nicht zur Diskussion zugelassen würden, ging Schwerin von bannen, richtete ein Schreiben an den Vorstand, in welchem er seinen Antrag, der. er durch 15 andere Unterschnsten hatte unterstützen lasten, wiederholte. Der Vorsitzende meldete nun zur Erledigung dieses Antrages eine politische Versammlung beim Polizei Präsidium an, die denn auch stattfand. Hier kam es zu turbulenten Scenen, nachdem der Secrctar semcn Antrag da hin motivirt hatte, daß die Konigsmör der und Attentäter, Nobiling, Hödelund Consorten, aus der Fortfchrittsparter hervorgegangen und fortschrittlich und könlgstreu nicht zu vereinen sei. Sein Antrag gelangte zur Annahme. Die fortschrittlichen Mitglieder sind aber nicht gesonnen, aus dem Verein zu schei den. Nun wurde vom Regimentscom mando die Ordre gegeben, daß kein Feldwebel oder Unterossicier an den Vergnügungen theilnehmen solle. Der Oberst erklärte auf Befragen des Vor standes, warum die compromittirende Verordnung erlassen sei: die liberalen Elemente müssen erst aus dem Vereine entfernt werden, eher würde sie nicht zu rückgenommen. Aus Rom wird folgende grauenerregende Darstellung einer Scene, welche sich vor Kurzem in derBlanc' schen Menagerie abspielte, gischildert : Der Menagerttbentzer Blanc besitzt zwei Kinder, in deren Gesellschaft er die Kä fige der wilden Thiere seines Etablisse ments betritt, um mit ihnen daselbst Kunststücke zu . machen. Eines dieser Kinder, ein dreizehnjähriges hübsches Mädchen, Namens Marguerite, wollte, nachdem sie mit ihrem Vater im Löwen zwinger geraume Weile hantirt hatte, dem Thierbändiger auch in den Käfig des Leoparden folgen, trotzdem Blanc es ihr nicht gestatten wollte. Das Mäd chen, welches seinen Willen durchzusetzen gedachte, schlich nun dem Vater, als er in den Käfig trat, nach. Kaum hatte der Leopard das Kind erblickt, als er sich auf dasselbe stürzte, es zu Boden warf und die Tatzen ihm in den Hals schlug. Der entsetzte Vater warf sich nun aus die wilde Bestie, um ihr sein Kind zu entreißen. Ein furchtbarer Kampf, der den Zuschauern das Blut in den Adern erstarren machte, entspann sich. Der riesenstarke Thierbändiger bot vergeblich alle seine 5träfte auf, das dumpf heu lende Raubthier von dem bereits ohn mächtigen, blutüberströmten Kinde hin wegzuzerren. Da, als Blanc, der selbst im Kampfe eine Verletzung erlitten hatte, zu ermatten begann, stürzte der Sohn Blanc's, Bapttste, in den Käfig und zwang durch einen geschickten Handgriff den Leoparden, seine Beute fahren zu lasten. Während Blanc Vater sein Kind aus dem Käfig heraustrug, blieb Bap tifle bei dem Leoparden, dem er unter Zuhilfenahme eines eisernen Prügels eine längere Lection ln derAnstandslehre ertheilte. Das russische Ministe rium des kaiserlichen Hoses gab, wie das Moskauer Blatt .Rußkija Wedemostimeldet. Befehl, für die Zeit der Krö nungsseierlichkeiten in Moskau 6000 Kellner und Diener, welche fremdeSpra chen sprechen, anzuwerben. Diejenigen Kellner, wetche deutsch oder französisch sprechen, werten bevorzugt und tägliö, 10 Rubel Lohn erhalten. Zur Bcdie nung der fremden Prinzen allein werden 2000 Bediente und Kellner ausgenom men, dieselben müssen aber gute Recom mandationen besitzen. D a r m st a d t, 19. Februar. Heute fand hier eine Sitzung des Gesammt Landescomites ' zur Unterstützung der Wafferbeschädigten statt, in der zunächst mitgetheilt wurde, daß bis gestern 688. 799 M. eingegangen waren, wovon noch 544,683 M. disponibel sind. . Davon sollen in erster Linie Futtermittel, Saat gut und Saatkartoffeln angekauft wer den, wofür nach den Ermittelungen der Organe des Verbandes der landwirthschastlichen Konsumvereine zusammen etwa 500,000 M. erforderlich sein werden, die aber zum Theil man rechnet aus 200,000 M. wieder nach der Ernte zurückbezahlt werden dürsten.so daß noch, abgesehen von der Staatsbcihilfe für Schaden an Mobiliar und Viehverlust, eine Restsumme verbleibt. -
