Indiana Tribüne, Volume 6, Number 165, Indianapolis, Marion County, 4 March 1883 — Page 4

Derbys WUM effuitt. ein HaSwirhsSax,.TeseftaV , allgemeinen Jamittengebranq.

Gtatn Gdtorfect ES merzt Malaria aus. auwfM, ert Htlöge. kgwSre, Vstk,, ?fr kl ansteSendenttranr, heite. Wer tanT kbranch,. G5lfcf d !tatahai3ifcbedient sollt t Ktsliw Ciffr l ramu ococui worden, nachdem das fchtsarie Srdrecke statsesb htte. Fkebeid d kranke yersrnmkrquMnud Wliege verhütet durch iiadea ail .2) fijjWuib Unreine Lkt rmschad. lich macht .reintat. e?rt surfetCta Alltel qkze lhie. rische oder Pflanzengifte, Stiche . yscken und Pocken Narbe verhütet. Ci Mitglied mtivtt amilie bekam die Pocken, ch wendete da .Kluid a ; der Patient verflel icht in Fieberhitze, be. dielt keine Pockennarben, tonnte nach etr?a drei LJocheu wieder .nher Jchen, und die Anoerea in Hause blieben vn schont. I. W. Parkia. Len schlimmen HalA ein KchereS SeUmittel. steckungsftoff j. pört. SezeanfroreneFutze, ffrost beulen, Häm Orrhoive, ufge riebe e Saut . RkeuattsA ge teilt. tcher.wclberTelnt durch d?n Gebrauch des .Fluid erlangt. SchiffLsteber vnhk'ek. Lam Reinige dS A!hems uud (käu, bern der Zähne ist 3 unübertrefflich. Katarrh geludert und geheilt. Nose edel. Brandwunden auf der Stelle gelindert. Narben verhütet. Kuhrkvrtrt. Wunde rasch gebellt. Ich hab: das Fluid" Jhrend unserer icfciacn Echar!ackfteber Heimsu ftttNvj mit entschiedenem Nutze snqewendet. EZ ist für daZ SranZenzknnker vnerlZblich. Bin. F. Sanrfnd, Exrie, Lla. ioh, vnaknvi"a. Die Aerzte hier ae brauchen Derttrt.ftlmö mit gresiem Erfolge bei Diphtherie. .Stollenwerk, SreenSbcro, 7ds. Flechte ansgetrock!. kholera verhütet. (Seschwüre gereinigt und geheilt. Bei TodeS falle JoCii der Leichnam damlt be handelt werden z tl wird jeden widerliche Geruch rerhktea. Der auSaezeichnek Llrz Dr. I. Station SimS, New Forr, fast : Jch bin überzeuzt, baß Prof. Darbys Prsxh laclie Flu d ein rserty toV' Teslnstctrunz? iuelist. VanverSttt Universität, SZashville, ttft.t Ich descheinize die döciist orircff'.icheu Sigenschafte rcn Pr?f. Tc.byZ .Prophvlirie glatt. 801 D infuirnnn-Si und cinizuagimittel ist Z sowohl theoretiZ.o nie praktisch vorzüglicher all andere be kannte SJiiltef. S?. T. S n p t e n, Prof. der Chemie 3!ilrt Jluid" wird empfohlen Von t cn. lezncer H. Stc?hens, Georzia; Ae. CH.'.S. F. DcemS, FremrlinzZ-Lirche, 51. T. Jos. Le Heute, Columbia, Unioeriltätsvrof., 6.0.1 Li. tt. I. Battle, Prcf. W!ereer'Uiversitat; Ke. V?,. F. Pierre, Vifck'sf M. E?t5e,-Sirchs. Durchaus nothwendig für feden Hanshalt. LodlomJlca unschaoltch. Zu innerlichem oder iisper lickenl Gebrauch für Wenschen und Lieh. TaS tzluie- ist grünttich erpreit worden und tob Bei?kise vorauf, daß cZ alle daS bmirtt was btk? ttn Um behauptet wird. Zur vollstlinttzerea 'SkLft lasse man ftch bei seinem klpctbeker ei L'rmxler derrrschure'gsbea der end sich deshld kudteM7,thüuitr, I. S. 5ieilin & Cd., FaSricirenh eEhemtter, Phtld t IpJ 'ilsDlfWcto7oTRT? -iüpjKiiJ?yAou TS rosze Heilmittel für kdUonznatismUL sowie auch für alle die schmerzlichen rankheite der Nieren, der Leber und des Ä)!agrnS. G.a. rrininl hm SA?,? rtart htm fiitt,r,r Gifte, welches die schrecklichen Schmerzen ve? uriacyr tit nur von ?lueumausmus reloenven zeurslgr vxxtttn rönnen. rtn taufende von TrSlle öeit baten die Övker schnelle Erleichteruna tr I, IJmrnff, Wrt Kt,C,r tiirrfif firtr, Qrnnfund bald gründliche eilnna gesunden. Preis tzl. Flüssig oder traten. Bon Zlvo thekern verkauft. In trvckvnen Zustande xr. ..k lf- V ni Whub, KicmsMow a, 00., Burlington, VL M s tnv. . , - WMMMJ 1.icht. das LebkNeht schnell vorüber. ZLö xr Woche, utstuttung köU unent geltlich. kein Risiko, axttal nicht nothwendig. Wir he fern SlllkS. Viele machen UM in Vetmae. Frauen fzwohl nie Vlinntr, Stna den undRädchei. Man wende sich an H. Halle tt b. L o Portland, Z.'klne. 1J8HAWAKA BIKI Thia ichs na Is pr!aTly adaTtd te the tieo es AR?.iriW ani STOCK I EEDEK3. It is capaI ! osfchcliin? tzd gTinding twenty bttshela per liour, Willi sour ta six horje-power, hnd can bo rua by wt-r, eteam or koreo-pöwer. The grindig; plts aro os crystallized iron, and cost $l.ooapair. :nd tt Credit giris tiH desccjtloa. ST. JOSEPH H'F'G CO., W13HAWAKA. IND. S r: t7r,L TlFOi? COOK STOVE, V:Z CLDEST ATiD OSILY RELIA3LE, i Uic onlr deTice oi it.- Lind fel that has stood THE TEST OF YEARS. rt y 1 i-'V'i.'i. and car.nednniTersal public commendation. Doos eery description os Cookinp. WashIroning, Fruit Canaing, rM nr nihor rinmpoki i -j-- ; tic work bere--e-- toiore done ot the ordinär nnlr tfftvo und wlthnut ila ewrrtofore done b ferahle hat, soot, irtin, etc. U FOR SUMMER Ü5ETHEY A3E liOISPENSABLE. 1 Ileliahle AgcnU wanted in urjoccupiedl territory. Addre, I HULL VAPOR STOVE CO.. I Seneca Street, cor. Champbin, Clercland, Ohio. IBM BUNCHARD CHURIä Fire elzm mado for Family Dairies. FlTe sizes for Factory uo. PcrJect stock and the lxt work. Strong. simple, efücient, convecirn aad, darabla Tbcy eontinue to be THE STANDARD CHURN CF THE COUNTRY. TR Y Send for füll Descriptive Circulirs to POBTER BLANCHAUirS 80X8, CONCORO, N.M. tr Koche kann, wer fUtlai(t. ) f'eufe machen. 20 b st elchZ t. Ä api.ol nicht nöthig. Ö'lS II zLj Manner. naben, Jeanen unk Kll' U Mädchen tonnen da eickäft il ausüben. Sie n ndereS Os f5f ,.ak't io aut. AuSstattuna frei. - cha und ehrenhaft Eed ,u machen. Nan wende sich au x u t & o., Aigusta, Name.

r""i Dl'phtherle verhütet.

- - - i i ' cchsrlschz si?ö:r gkheilt. ! ,,11,

a

.9

. tJiium i . K i2" 9 VI ! 9 c il i sSlJ '.iv W . jfsr h MMm Ä ili ßmmf '

n

ErnstDohm Bon Paul Lindau.

Berlin, 6. Februar. Er fiarb. und all sei Streiten, Lieben, Gassen Umschließt m-.t ihm des GraheS Sott frieden ; Doch wem ist auszufüllen :e(t b. schieden Die Stelle, die der Todte leer gelassen 1 Mit dieser trübsinnigen Frage schloß Ernst Dohm seinen Nachruf an Karl Gutzkow. Heute, da nun auch Dohm von unö geschieden ist, müssen wir diese Frage wieder auswerfen, und auch wir finden keine Antwort daraus. DohmS Tod reißt in der That in unsere Literatur eine weite Lücke. Die wahren Ver dienste dieses außergewöhnlich begabten Mannes sind bei seinen Lebzeiten nur selten und kaum genügend gewürdigt worden. - ES lag dies an der eigen thümlichen Art seiner Leistungen. Seine hervorragenden Gedichte sind fast sammtlich ohne Namen erschienen; und wenn man von ihnen sprach, so wurde nur das Blatt genannt, in dem sie zu lesen wa ren, aber nie der Dichter selbst. Die Kritik hat kaum Gelegenheit gehabt, von de Dichter zu sprechen, sie hat sich nur um seine Uebersetzungen kümmern fön nen; denn von seinen eigenen Dichtungen ist bis aus die Sammlung der Ungereimten Wochenchroniken" (in Reimen) die in den letzten Jahren unter dem Ti tel Secundenbilder- im Verlage von Schottländer in Breslau erschienen sind, auch nicht ein einziger Band veröffent' licht worden. Zu dem im Jahre 1870 erschienenen .Deutschen Dichterlexikon" von Brummer, in welchem über den Lebenslaus und das Wirken der unerheb lichsten deutschen Schriftsteller bereit willige und mehr als genügende Auskunft gegeben wird, fehlt DohmS Name noch ganz. Erst der Nachtrag bringt eine dürftige Notiz über ihn. Aber Dobms verdienstliche Thätigkeit war mit seinen hervorragenden Arbeiten als Ueberseher und seinen schonen, zum Theil sogar großartigen Zeitgedichten nicht abgethan.. Er bewäbtte sie zu Nutz und Frommen der Allgemeinheit, in desonderm Maße auch als Redacteur. Wenn ein späterer Literarhistoriker die geistigen Strömungen unseres Vater landes um die Mitte dieses Jahrhun derts einer ernsthasten Untersuchung un terwerfen wird, so wird er mit warmer und tiefer Anerkennung von den G? lehrten des Kladderadatsch", deren her vorragendsten einer Ernst Dohm gewe sen ist, sprechen müssen. Es war für uns alle von unberechenbarem Vortheil, daß sich in dem ersten Witzblatt, welches auSder Bewegung des JahreS 1848 hervorging, mit dem Witze und demUe vermuth ein seltenes Taktgefühl, ein ausgeprägter Sinn für FormenschSn heit, Geschmack und Bildung vereinigten. Der Kladderadatsch", der vomer sten Tage seines Erscheinens an ein vornebmes Witzblatt gewesen und es bis aus den heutigen Tag geblieben ist, hat dem Rohen und Gemeinen, das sich so gern als Scherz gebärdet, in unserer humoristischen Tagesliteratur den Garaus gemacht. Er hat den richtlgenl ,on anaeaeven und löm verdanken wir es, daß wir unsere Witzblätter mit be hagllchem Gefühl zur Hand nehmen können und nicht zu besorgen brauchen. daß wir uns durch deren Berührung die Finger beschmutzen. Dohm war de? ersten elner, der die Bedeutung des Reichskanzlers erkannt hatte, und so schwierig es für ihn war. seiner tiefen Verehrung vor dem gewaltigen Manne, der in einer nüchternen. klelnllchen Zelt das Ruder unseres Staatsschiffes ergriff, gerade in einem Witzblatt Ausdruck zu geben, und gerade in jenen Tagen, da Blsmarck sich rühmen durste, der verkannteste Mann in Deutschland zu sein, so arbeitete er doch mit der ganzen Kraft seines Geistes und seiner Ueberzeugung daraufhin. um dieser Auffassung in den weitesten Kreifen Gellung zu verschaffen. In der Confl:ct5zelt, als fretsinnrae Volksvertreter in dem Ministerpräsiden ten nur den junkerhasten Heißsporn, der unsern Staat dem Verderben entgegen treibe, und zunstrne Professoren der Ge schichte und dks Staatsrechts in ihm nur einen politischen Dilettanten erblickten und ihn als solchen unter freudigem Zu jauchzen der bethörten Landsleute und unter demAusoruck der HSmlschenFreude k'es Auslandes öffentlich lüstern durften. trat der freisinnige und deutschgesinnte Dohm lm .Kladderadatsch" mtt emer (5ntschlossenheit,die Hochachtuug forderte und auch seine erbitterten Geaner min bestens zum Nachdenken aufforderte, auf sie Selle des ausema Geschmähten. Wie ist ihm dies damals verdacht wor den ! Welche Anfeindungen hat er zu ertragen gehabt, wie viel Schimpf und char.de ist auf sem Haupt gehäuft wor den ! Es versteht sich, daß ihm auch der Vorvurf der Bestechlichkeit nicht erfpart geblieben ist. Er hat sich dagegen nicht zu vertheidigen brauchen. Wie Dohm die Bedeutung deSReichS kanzlers, .so hat er auch die Gefährlich keit Napoleons III. sogleich erkannt und unausgesetzt darauf hingearbeitet, daß daS deutsche Volk keinen Augenblick vergeffe, weffen es sich von feinem Nich bar an der Seine zu versehen habe. Grade in den Tagen, da Napoleon durch die Dauer und den Glanz seiner Herr schaft auch im Auslande und besonders in Deutschland mehr oder minder mo ralische" Eroberungen machte, da sich die ttolttn väuvter legitimer Fürsten vor dem Emporkömmling beugten und eine thörichte und aefährliche Bewunderung vor dem mächtigen Gebieter Frankreichs bis in die tiefen Schichten des deutschen Volkes zu dringen drohte, war Dohm rastlos bemüht, durch bittern Hohn und unversöhnliche Satire den angestaunten Großen auf menschlich kleine Verhältniffe iurück,mdränlcn, das gefSuize Luaenge bilde zu ttlstören und dasür zu sorgen. daß .dieser Herr Bonaparte", wie ihn Victor Öitao nannte, in Deutschland recht müßig bewundert werde. Für die üolksthümlichkeit eines Krieges gegen das nopoleonische Frankreich hat Dohm lm .Kladderadatsch- aus feme eigene Faust die vortrefflichsten Pionierdienste gtlelstet. Dieselbe UederzeugungStreue wie in politischen Fragen bewährte ErnstDohm auch in ästhetischen. Er war begeisterter Wagnerianer, und er duldete nicht, daß

auch nur eine unfreundliche, geschweige denn unehrerbietige. Bemerkung gegen Richard Wagner in den.Kladderadatsch" kam, wenn auch so manches Wort und so manche That des Meisters von Bay' reuth wie dazu gemacht erschien, grade einem Witzblatte den dankbarsten Stoff zu bieten. Diese rege unsichtbare Thätigkeit, die Dohm als Redakteur des .Kladderadatsch" entfaltete und die der Natur der Sache nach leine Strahlen nach außen werfen konnte, darf gleichwohl als eine der edelsten und an'erkennenswe'rthksten Thaten seines Lebens gepriesen werden. Nicht minder rühmlich war aber auch seine persönliche Betheiligung an dem geistigen Inhalte des Blattes. Die durch die Kraft des Gedanken? und die ungewöhnliche Schönheit der Form aus gezeichneten Gedichte auf der erstenSeite des Kladde?adatsch"rühren zum größten Theil von Ernst Dohm her. Als Uebersetzer l.at Dohm Classisches geleistet. Seine Uebersetzung der Fa beln von Lafontaine darf ohne Bedenken den Meisterwerken unsererUebersetzungs' Literatur, den Werken von Kleist,Schlegel, Ticck. Regies an die Seite gestellt werden. Auch die Uebersetzungen der französischen Operetten, der .Schönen Helena", dcr Tochter der Vcamsell Angot" sind in ihrer Weise unübertresfliche Leistungen. Dohm, d:r am 24. Mai 1819 in Breslau geboren war, ist also im noch nicht vollendeten 6. Lebensjahre geftor ben. Er ,hatte Theologie studirt und hat mehrfach die Kanzel betreten. Aber schon als ganz junger Mensch hat er sich dem Berufe des S.chrislstellers gewidmet. Von der zweiten Nummer des von D. Kalisch begründeten Kladderadatsch an b'etheiligte er sich an der Redaktion des

Blattes. In derNummer vom 27.Mai 1849 zeichnete er zum ersten Mal als verantwortlicher Redakteur und er ist bis venige Monate vor seinem Tode mlt einer emztgenverhaltnlßmaßlg kur zen Unterbrechung, die durch seine zeit' weilige Abwesenheit vom Orte des Erscheinens des Kladderadatsch begründet war, dessen verantwortlicher und cigentlicher Leiter geblieben : 34 Jahre hin durch. Während dieses langen, fast un unterbrochenen Aufenthaltes in Berlin hat er sich hier eine ungewöhnlich große Änzahl guter Freunde erworben. Durch sein ungewöhnliches Talent als Schrift steller, durch die seltene Liebenswürdia' keit seiner Umgangssormen war er eine der beliebtesten Persönlichkeiten der Hauptstadt. Seine sichere Bildung, seine eigenthümliche Unterhaltungsgabe verbreitete überall behagliche Stimmung. Als Gast und als Wirth war er gleich gern gesehen. In seinem offenen Hause, dem die geistvolle und oriainelle Frau Hedwig Dohm vorstand und in dem 4 anmuthlge Töchter srohsinrng schalteten, vereinigte sich an den in der ganzen Berllner Gesell chast berühmt aewordenen .Montag.Abenden die reizvollste. merkwürdigste und buntest zusammenge würfelte Gesellschaft unserer Stadt. - (Kölnische Ztg.) Ein. Venedig des Orients. Die bedeutendste japanische Hafenstadt Vokohama ist eine Stadt der Waffer straßen. Nördlich .und südlich, östlich und westlich von den Canälen durchadert, ist es das Venedig Ostasiens. Der städtische Transportverkehr wird Haupt sächlich durch diese Canäle vermittelt. Am Bai-Ufer befindet sich nur ein einzi ger Platz für den Hafenhandel. Sammt liehe ausländische Ausfuhr und Ein fuhrladungen werden vom englischen .Hatoba- (Quai. Werfte), besorgt, ob wohl der französische .Hatoba" der Be quemlichkeit halber in zweiter Linie als Landungsplatz für Paffagiere und Gepäck dient. Das Zolldepartement besin bet sich aus dem englischen Hatoba", wahrend die großen Stapelplätze und Waarenyauser des einhelmlschen und ausländischen Handels die Ufer der Canäle öesäumen, die' sich für den Verkehr der Stadt als die bequemsten und zweck mäLigsten Straßen erwelfen. Ihnen verdankt Yokohama feine eigenaztige Physiognomie. Diese Wafferflraßen sind von genügender Breite, um anfchnlichen Fahrzeugen zu beiden Seiten Ankerraum zu gewähren und in der Mitte dem gewohnlichen Bootverleyr freien Spiel räum zu gewähren. Gegen Norden durchschneidet einer dieser zahlreichen Canäle die Stadt von Osten nach We sten, ein zweiter geht von Norden nach Suden, und beide stellen durch tiefe Einschnitte, in die umliegenden Hügel südwärts die Verbindung mit einem breiten Arme der Jeddo'Bai, von den Amerikanern die MississippiBai getauft. her. Der von Osten nach Westen lausende Canal mündet in diese große Ar terie und trifft hier mit anderen nörd lich'südlichen zusammen. Beide messen in der Breite je 100Fuß. Da die Fluth differenz in Vokohama 5 Fuß beträgt, so können ansehnliche Schiffsladungen von mindestens 42 Fuß Tiefgang durch diese Canale defordert werden. Die Canalwände sind massiv und m dem eigenthümlichen Baustil der jopani schen Schlösse? hergestellt, indem sie nämlich von unten bis oben keine senk rechte grade Linie bilden, sondern sich einwärts conclav wölben. Die Steine sind ohne Mörtel aneinander gesägt. Die Mauern des kaiserlichen Schlaffes in Tokio sind m derselben Welse ernchtet, und ihre vorzügliche Festigkeit und Dauer könnte nur durch eine chemische Zersetzung des Gesteins oder em Erdbe ben erschüttert werden. Die Canäle sind mit massiven, hier und da eisernen Brücken überspannt; diese laffen sich weder drehen noch ausziehen, so daß die Boote ohne Segel, und zwar mittelst Ruder oder langer Stanaen bewegt wer den müssen. Für die Canalschissfahrt durch die Straßen der Stadt wrrden vornehmlich japanen ehe Knaben ver wandt, und es ist staunenerregend, diese schlank und scheinbar schwächlich gebau ten Burschen die schwerbeladenen kiel losen Fahrzeuge von durchschnittlich 30 Tonnen Gehalt, welche die Kraste rusti aer Wafferveteranen aus'S äußerste an Zvannen würden, mittelst 16 Fuß langer RuZer sortbewegen zu sehen. Diese Burschen sind gröktenthellS nackt. Der Canalverkehr' bietet ein Sußerst lebend!

ges Bild. Kleine Privatgondeln, Fi scherkähnc, Paffagierboote wogen in den Hauptcanälen auf uno ab.- Zahlreiche

Landungsplätze mit Stufen und besonoere Ausstelgestatlonen für die Boote ausländischer Kriegsschiffe, die bier Sta tion machen, durchbrechen die Wandung dcr Canäle. Aus jeder Brücke steht ein Polizist stationirt, der das lebhafte Trei ben zu seinen Füßen mit gespannterAus merksamkeit überwacht. Da Ein- und Ausladen sämmtlicher Boote und Fahrzeuge in japanischen Gewässern wird durch Hundearbeit be sorgt. Zwei Männer tragen eine Last, oder ein Mann trägt mittelst einer nach Chinesenart über seine Schultern geleg ten Stange zwei Lasten, an jedem Ende der Stange eine; im ersteren Falle ruht die Stange auf den Schullern beider Träger, und die Last schwebt in der Mit te. Andererseits tragen sie auch oft die allerschwersten Lasten auf der nackten Schulter. In der Balancirkunst sind sie unübertroffen. Häusig sieht man einen dieser Packträger mit einer vier Fuß im Geviert messenden Kiste, die er auf einer ihrer scharsen Ecken mit der nackten Schulter balancirt. Obwohl Yoko hama der erste Seehasen Japans ist und der Handel mit dem Auslande hier seinen Mittelpunkt findet, verräth doch außer den im Hasen ankernden Schiffen und dem Bootverkehr auf den Kanälen sonst kein Anzeichen, daß der Welthandel hier florirt. Die eigentlichen Landstraßen der Stadt sind sehr enge, manche im ausländischen Viertel kaum von genügender Breite, daß zwei Wagen neinander vorüber gelangen können. Doch herrscht hierein so geringer Verkehr, daß weder Sperre noch Gedränge je zu fürchten ist. Sonst wäre eö schwierig für einen Fußgänger zu passiren, um so mehr, als keine Seitenwege angebracht sind. Die meisten benutz? die Mitte der Straße, wenn sie nicht'durch den mit Pferden bespannten eigenthümlichen ja panischen Wagen, genannt trap (Falle), verscheucht werden. Zur Nachtzeit bieten die Canäle mit den zahllosen Lichtern ein magisches Schauspiel. Da sich aber sämmtliche Abzugsröhren hier entleeren, so erschei nen die Wasserstraßen des orientalischen Venedig imGanzen nicht sehr appetitlich. Wie interessant auch das Treiben in diefen Handelsadern ist, so vermißt man in Vokohama doch schöne große Werften mit großen vor ihnen ankernden Schisfen. Herrlich ist die Bai mit ihren zahl reichen stattlichen Fahrzeugen, allein der Charakter eines großen Handelsempori ums fehlt fast ganzlich. Die Romantik des Meeres drückt den Canälen nicht ihr Gepräge aus und man fühlt diesen Mangel, obwohl man weiß, daß dieses Wasseradernetz ein Bedürfniß und ein Schatz für Fokohama ist. Diese Canäle bieten noch einen beachtenSwerthen Zug sie sind der geeig netste Sammelplatz für mit Engclsgeduld begabtes Fischer. Stunden und Tage lang sitzen hier sowohl die Angler wie die "Netzwerfer, welch letztere ein kreisförmiges Netz mit Bleirändern immer und immer wieder mit seltener VirtuositSt'indie Tiefe senken meist ohne einen Fisch zu ergattern. Die Canäle sind auch der Bettlerbrüderschzft, den Lahmen, Blinden, Krüppeln, die die Brücken besäumen, eine Wohlthat. An den japanischen Festtagen sammeln sie reiche Ernten, denn der Japanese geht bei solchen Gelegenheiten mit seiner Baarschaft nicht sparsam um. Die Bettler von Jokohama müssenden Mann segnen, der die ihnen so bequemen Ca näle und Brücken denn ohne erstere gäbe eS nicht die letzteren, die bequem sten Bettelstatisnen erfunden. Hier können sie ungestört sitzen und ihre .Kunden- und Beschützer kommen zu ihnen; sie verlieren keine Zeit in Aufspüren ihrer Freunde. (Voss. Ztg.) SchSpfungSmythcn von Japan. Von dem innigen Zusammenhang, der nahen Verwandtschaft und großen Aehnlichkeit der Schöpsungsr.iythen des gan zen Morgenlandes bietet die Urgeschichte Japans vielleicht den auffallendsten Beweis, und es dürfte deshalb nicht uninteressant sein, dieselbe etwas näher zu betrachten. Vor der Schöpfung der Welt war em Gemenge der Elemente, Himmel und Erde noch Nicht eichieden, das .rude und Klare nicht getheilt eine Masse, be flehend aus Wasser. Lust, Ecde, gleich einem trüben Gewässer, nach allen set ten wogend, wie das Dotier im Ei mit dem Weißen vermengt. In diesem unbegrenzten Raume des .hohen Himmels feldes" bildete sich em Gott, dessen Name das mitten im Himmel thronende oberste göttliche Wesen (Ameiomi'nakaunsi nokami) bezeichnet. Ihm folgte der hocherhabene Schopfungsgott und der geistig erhabene Schopfungsgott. Diese drei Stammgötter bestanden jeder für sich unentbullt rn ihrer geistigen Natur. In der Zeit der Schöpfung schied sich nun das ChaoS. Es bildete sich ein Niederschlag der trüben und schweren Bestandtheile der Welt und wurde Erde, während das Klare, Durchsichtige und Leichte, Anfangs zwar nicht besuhlbar. doch wohl sichtbar gieiq oem Naucye oder einer dichten Wolke nach außen und ' . rn oben schwebte und allmalig als Himmel sich formte, der sich dann endlich bis zur Unfichtbarkelt aufheiterte. Wie Erde selbst war noch eine junge Masse, weich gleich dem Schlamme, und schwebte im Lustraume wie des Mondes Bild,' daS in Gewässern dahinzieht. Da erhob sich aus der Masse unter dem lmmel em Stoff, ähnlich einer Knospe des Schllses Asta (Erfontlrn? Japonicus); der edle Erdengott des schoben Schmkeims trat in's Leben, und der Baumeister des Himmelsgewölbes begann und vollendete seine Schöpfung. Ohne GemelNichaft Miteinander lebten auch diese Götter allein und in sich verborgen. Mit den drei ersten zusammen erschienen sie vorzugsweise unter dem Namen AmatsU'Kami. die fünsGötter des Himmel?. Zwischen Himmel und Erde entstand auZ d.r Entwicklung und Verwandlung der Asiknospe der Schöpse? des sesten Landes und waltete in der noch nicht ausgebildeten Welt während eines Zeiträume, dessen Dauer dem menschlichen Verstände ergründ lich ist, mehr als hunderttausend Millio

nen Jahre. Sein Andenken ist noch

heute durck) einen Tempel in der Landchaft Oomi verewigt. Nach emem Zeit alter von sieben Dynastien der Götter deö Himmels erst beginnt die Schöpfung des inselreichen Japan. Hören wir darüber die schöne Fabel. Stehend auf der am Himmel schwebenden Brücke sprach einst der Gott Jza nagi zu seinem Weibe Jzanami: Wohl an, es muß ein bewohnbares Erdenland vorhanden sein, laß uns suchen, in den hier unter uns wogenden Gewayern es aufzufinden." Und er tauchte ferne mit Edelsteinen geschmückte Pike in die weite See und rührte die Wogen um. Die trüben Wassertropsen, die von der aus den Gewässern genommenen Pike abströmten, verdickten sich und bildeten in einem Augenblicke eine Insel. Ono koro-sima, d. h. die von selbst Zusammengeströmte. Auf diefe ließ sich Jga nazi mit seinem Weibe herab, und Beide schufen hier durch göttliche Kraft die übrigen Länder dieses Reichs. Indeß öde noch war das Land und unbewohnbar. Da rief Jganazi acht Millionen Götter ins Leben, die, mit einem Male durchs ganze Jnselland verbreitet, dessen allseitige Entwickelung begannen und die Vegetation de? Erde erzeugten. Noch erschuf Jganazi die zehntausend Dinge, aus denen die unzählige Menge aller vorhandenen Gegenstände hervorging. Erst nachdem dieses Land der acht Ei lande geschaffen, nachdem die Berge, Quellen, Flüsse, daS Reich der Pflanzen und der Thiere hervorgerufen waren, zeugten diese beiden SchSpfungSgötter als höchste Herren darüber die Göttin der großen Sonne. Fünf Dynastien Erdenaotter herrschten jetzt; der Sohn des letzten ist Zinmuten.moo, d. h. der göttliche Krieger, der himmlisch erklärte Herrscher, em Name, der ihm erst nach seinem Tode und sür die Nachwelt gegeben ward, unter dem er jedoch als Stifter der noch jetzt regierenden Herrschernrne m der Geschichte des Reiches bekannt ist. Ueber ihn hören wir Folgendes : Waren auch feme älteren Brüder verständige und tugendhaste Männer und würdig, ihren göttlichen Eltern in der Regierung zu folgen, so wichen sie doch ihm, dem jüngeren Brude?, den sein Vater schon m einem Alter von 15 Jahren zum Thronerben bestimmte. Frühzeitig übernahm er die Regierung seines Va ters ; im 45. Jahre seines Alters aber beschloß er auf Anrathen seines alten Dieners, seine Herrschast über die im Osten gelegenen Lander vonJapan auszubreiten und begann zu ihrerEroberung den Krieg. Mit einem eere. an dessen Spitze seine drei Brüder und seine zwei Söhne waren, schiffte er sich ein und steuerte mit seinem Fahrzeuge dem Osten M . . Sm. 1 , ' M A zu. t rnuvie mit esayren und un gemach kämpfen, denn Niemand unter seinem Kriegsvolke hatte Kenntniß von jenem Meere, oder verstand den Lauf der Fahrzeuge zu lenken. Im zehnten Mo nate erreichte er an der Küste der Land schast Bungo die Straße Ham-funokado (der schnellen Strömung Pforte) und stieß da aus einen Mann, Wuds .-hiko (im Strome Geleitsmann), der, treibend in dem Schilde einer Schildkröte, sich mit Fischfang beschäftigte. Dieser diente ihnen später als Lootse auf ihren ferne ren Fahrten, und sie erreichten endlich den Hasen Wasa im Lande Tsukusi, dem heutigen Buzen. Die Einwohner da selbst unterwarfen sich, und Zinmu steu erte nach kurzer Rast von Neuem dem Osten zu, bestand siegreich mehrere Ge fechte mit Kuflenbewohnern, die sich rn nem Vordringen widersetzten, und er reichte endlich den Hafen eno'Mlja m der Landschaft Akt, wo er sein Kriegsvolk ans Land setzte, ein großes Haus erbaute und den Winter über verweilte. Im folgenden Jahre verlegte er seinen Öof aus die Halbinsel Jako-sima in der Landschaft Kibi. Hier rüstete er drer ahre lang zu weiterem Kriege und baute Fahrzeuge, mit denen er sein Heer nach Tsunokuni (Hafenland), dem beutigen Oosaka, führte. Unfern des Hafens diefes Lan des genethen die Fahrzeuge in eme un gewöhnlich starke Strömung, und heftiger Wind warf sie auf den Strand, wobei jedach seinem Volke kein Nachtheil widerfuhr. Daher bekam daS Land den Namen Nami-Hajanokuni (reißender Strömung Land), woraus dann später Naniha wurde. Zinmu lief mit seinen übrigen Fahrzeugen in den Fluß Nanihakawa, der in den Hasen mündet, ein, und segelte denselben aufwärts bis Sirakatano'tsu in der Landschaft Kawatsie. Nachdem er alle seine Schiffe zurückgelassen, führte er sein Heer nach Tatsuta (Drachenfeld) in der Landschaft Jamato, wo ein mächtiger Feind ihm die Spitze bot. Ein Oberhaupt de? Eingeborenen von Jamato hatte sein Volk und seinen ganzen Stamm aus einem Berge vereinigt, den von Natur steilen Zugang hesestigt, und. erwartete hier den Angriff des Zinmu. In solcher Stellung sand Zin-mu seinen Feind und stürmte, empfangen von einem heftigen Pfeilregen, auf stei len Felsenwegen den Berg hinan, als mitten im hartnäckigen Gefechte fein öltester Bruder, während er mit glänzender Tapserkeit seinem Volke vorfechtend den Weg bahnte, eine tiefe Pfeilwunde in den rechten Arm erhielt, worauf Zinmu mit seinem Heere sich zurückzog. Nur dem Umstände, das er bei Anbruch des Tages gegen die aufgehende Sonne ge kämpft, maß er die Schuld an dem Miß aeschicke feines Bruders zu und verän derte seinen Kriegsplan. Der Angr'.ff von dieser Seite wurde aufgegeben uno beschlossen, die Gebirgskette südlich zu umgeyen, um von Osten oder Sudosten aus dem Feinde in den Rücken zu fallen. Sein verwundeter Bruder starb auf dem Zuge dayin, und er verlor noch unweit eines Hafens in der Landschaft Kü, da er mit seinen Fahrzeugen eben ostwä5 steuerte, feine beiden übrigen Brüder, die sich hier heldenmüthig dem Tode weihten. Schon von Naniha aus mußten feine Schiffe mit reißenden Strömungen der beengten See kämpfen ; auf eine? Höhe erhob pch em Sturm und brachte sie rn die augenscheinlich: Gefahr, unterzuge hen oder zu scheitern. Da wurden Zinmus beide Brüder unwillig, und ergrimmend über denGott der See, rief der ältere aus : .Warum

widerfährt uns, wahrhaftenNachknmmen himmlischer Götter, solch' unheilvolles Schicksal? Auf dem Lande vermochten wir nicht den Feind zu überwinden, und uf der See verfolgt uns solch' Unge witter. Gott der Meere, ich will mich Dir für meine Brüder, für mein Volk übergeben !" So sprang er, die Waffen in der Hand, in die tobende See. Doch der Sturm wüthete fort, immer heftmer. Da stürzte auch der andere Bruder "als Opfer nach. Nun legte sich der Sturm, und die See ward allmalich ruhig und still. Heiter erscheint die Sonne am Him me! und Zin-mu gelaugte mit seinem Volke in einen Hafen im Südosten der Landschasl Kü. Kaum waren sie an's Land getreten, so kam aus dem Walde ein Bär, welcher die Krieger nicht wenig erschreckte. Doch sie faßten Muth und suchten das Unthier anzugreifen; es schnaubte aber einen so giftigen Hauch von sich, daß Alle und selbst Zin-mu wie betäubt zu Boden sielen. DaS Unthier

zog sich, ohne Jemand ein Leid zuzusugen, in oen Wald zurück. Als Zm-mu wieder zu sich gekommen, rat ein Mann zu ihm, der ihm ein Schwert überreichte und also sprach : Ich hatte vor einiaen Tauen in der Nacht ein Traumgesicht : mir erschien ein Ti .11 r ti( . o...?l v . . r. r vsoil, furcyioar von Linilig, oer fpraq u mir: .Ich bin Ta:em,'otsutsinoami. der kriegerische Donneraott. Als die Nachkommen der Götter des Him mels noch aus die Erdenländer herabkamen und mick zu ibrem 5)erolde erwäbl en, habe ich Alle, die sich mir widersetzen, mit dem Schwerte in meiner Reckten hier überwunden. Ein Abkömmling auö jenem himmlischen Stamme wird als Eroberer dieser Länder gegen Jamato ,:eyen7 Dbald er hier an's Land geommen. überreiche ibm dieses Schwert. das ich aus dem Himmel in Dein Bei aus senden werde. Der Gott fvraaVs und verschwand. Am frühen Morgen fand ich in meinem Beihause dieses Schwert im Boden siecken, das Dach durchbohrt. Ich übergebe es Dir, so wie der Gott imTraume Mir vtsoyien. Nun setzte Zm mu semen Zug tiefer n's Land binein kort : aber die Weoe waren ganz uugebahnt und so beschwerlich. dan er am ersten Taae vom Abend überfallen wurde, ohne nur merkliche ortjchritte gemacht zu haben. In tief' sinnigem Nachdenken über das vorgefal lene Ereigniß mit dem Schwerte und vom Wege ermüdet, überließ Zinmu sich dem Schlafe ; da erschien ihm in der Nacht, schwebend über seinem Haupte, die himmelerleuchtende Göttin Amaterasuokamy, und sprach zu ihm : .Ich werde einen Naben entsenden, um Dir als Wegweiser zu dienen. Folge ihm. uno Vu wirst guten Weg finden. Mit Anbruck des TaaeS sab Äin.mu einen Raben mit acht Köpfen aus der. Höhe nlederschweben, und sobald er das Laaer erreicht, seinen ftlua seitwärts wenden. Zin-mu folgte diesem Vogel, fand m der That einen guten Weg und :xi. rr-1 w . r w r r . cneuuic lmo-gal in oer anoiazafi Jamato. Hier stieß er aus einen Geg ner, der sich ihm ernstlich widersetzte, allein er überwand seinen Feind und vernichtete ihn, wie auch die anderen Heerhaufen, die ihm entgegentraten. ST v je v?. f- r r fi. mt . rm Äiaourq ram vle errfcyafl uoerzamato mit den meisten übriaen Landschaften des Reiches in die Hände von Zinmu, der innerhalb sechs Jahren den Frieden herstellte, daS ganze Land seiner Dynastie einverleibte und Gesetz und Ordnung in demselben einführte. Nachdem er all dies vollbracht, starb er in einem ?ilter von 127 Jahren und ward unte: feflcn und Todtenonker in einem Felsen an der nordöstlichen Seite des Berges Wunebi beigesetzt; die dankbare Nachwelt aber gab ihm den unsterblichen Namen Zin-mu-tenmoo,der göttticke Krieaer. Von ibm stammt bis aus unsere Tage während eines Zeitraums von beinahe dritthalbtausend Jahren die Dynastie der Mikado oder erdlichen Re genten von Japan, die den Europäern , nr k . 'fi?ir r linier oem namen oer getsiuazen aiser bekannt geworden sind. mm Elektrisches aus London. Die Londoner Electrical Review persifflirt in humoristischer Weise die jetzige elcctrische Erfindungsmanie. Das elec irische Licht, meint sie. war ursprünglich zum Beleuchten da ; seitdem ist aber die Entdeckung gemacht, dan es noch zu vlelen anderen Dingen nützlich sei, von de nen einige ausgeführt werden mögen. Die Entdeckung, daß die electrischen Lei tungsdrahte die beste Rattenfalle bilden, wurde rein zufällig gemacht. Plötzlich erglänzte in einem Pnvathause mitten in der Nacht daS elektrische Licht, und eS ergab sich bei näherer Prüfung, daß eme Ratte di? Leitungen im Keller berührt und damit einenKontakt hergestellt hatte. Selbstverständlich war das .hier dabei ums Leben gekommen. Diesen Wink verstand der berühmte Elektriker Professor Dr. Smith und er erfand den automatischen electrischen Ratten und Mäuse-Vertilger, bei welchem electrische Drähte die Stellen der gewöhnlichen Fallen vertreten, auf welche kein einiger maßn kluges Thier mehr anbeißt. An den Kellermauern laufen Holzkästen, die , - ? n- t .f.i i " . mir aicnuaen oe,aer uno an oeren Wände die beiden Drähte befestigt sind. Die Ratte will natürlich den Käse erba schen; hierbei berührt sie zugleich beide Drähte und sinkt w'.i vom Blitze getros fen hin. Die Einführung dieser Falle durste r.aq Ur.t de5 Erfinders zu einer yänzlien Vernichtung des Ratten und MäuskeschlechtS führen. Mit Nm electrischen Licht ena verknüpft ist gleichfalls Professor Brown's unfehlbarer Diebe Entmulhiger. , Der Erfinder umspannt jede Thüre und Fenster mit Drähten, welche bei Tage mit v cn w. . . oii ailerie nicor vervunoen sine. Be vor er sich schlafen legt, stellt der VxanU lienvater die Verbindung her, und der morecyer, weicher die Drähte nothwen digerweise berührt, sinkt, wie vom Alike getroffen hin. ohne erst die Familie durch electrische Klingel auS dem Schlafe ge fchreckt zu haben. Am andern Morgen findet man ihn maufetodt und in der That gründlich entmuthigt. Die Krone der neuen Erfindungen bildet indessen Prof. Robinson's electri-

sches Kas.en - Universalmittel. Manche Leute können cS bekanntlich nicht vertra gen, wenn die Kater Nachts auf den Dächcrn ein Concert aufführen. Diesen Leuten hilft nun Rod'.nson's herrliche Erfindung. ES werden in derselben Weise wie beim DiebeEntmuthiger die Dachfirsten und sonstige LieblingSsammelplätze deö Katzengeschlechts mitDräh ten umspannt, in welche derStrom wäh rend der Nacht eingelassen wird. Tritt em verliebter Kater seine Nachtwanderung an, so geräth er unfehlbar in die Drahte und damit ins sichere Verderben. Er sinkt, ohne, einen Laut auszustoßen und in eme? so natüllichen Stellung hm, dav die nachrückenden College kei nnl Verdacht schöpfen. Im Gegentheil, je meh? todte Kate? auf dcmDache. desto grö5er der Andrang zu? Theil iQ Concert. Neuerdings wurde das KützenUniverfa!mittkl eint? Probe unterzogen, und man fand am Morgen nicht weniger als 231 todte Katzen auf einem Dache. Schrecklich ! Eine gan, eigentyüntttche Geschichte, welche einem Wiener Photographen Na mens Huber in Rußland passirte. mablt das .W. Ertrabl.": Eines' Ta igS vor nun anderthalb Jahren, erschien bei Hu ber eme interessante Persönlichkeit, ein hoher russischer Osficier, in der glänzenden, ordenbedeckten Uniform eines Gar de.Capitüns. Er stellte sich mit kurzen Worten dem Photogrzphen vor : .Ich bin der Fürst D-ff. Ich habe von hren gelungenen Verbesserungen am photographischen Apparat gehört. Ich wünsche, daß Sie ein solches Atelier zu meinem Privatgebrauch in Odessa, wo ich zu Hause bin, einrichten. Ich bin auch nicht abgeneigt, Sie als Leiter des Ateliers zu behalten. 500 Rudel mo natliche Gage, freie Station schlagen Sic ein Z" Herr Hübe? überlegte sich'L natürlich nicht lange, und nachdem er sich von der Richtigkeit der Person und den Angaben des russischen Fürsten über zeugt, dampfte er mit ihm wohlgemuth nach Odessa. Dort ging er frisch an die Arbek d in verhältnißmäßig kurzer Zeit stu Dank den Geldmitteln deö Fürsten, neue, glänzende Atelier fix und fertig i. z. Die Laune des reichen Russen t?ai. befriedigt. Die Freunde des Fürsien, den höchsten Kreisen ange hörend, unter Anderen auch General Gurko, waren die eifrigsten Kunden des Ateliers, das außer den technischen Ver befferungen noch einen ganz unschätzba rcn Vorzug besaß sein fürstlicher Herr ließ sich für die angefertigten Pbotographien kein Geld bezahlen. Nach einigen Monaten ward aber der russische Fürst seines Hosphotographen überdrüssig, daö Spielzeug war abgenützt und Huber er hielt von dem Fürsten kein Gehalt mehr. Der Wiener Photograph klagte, und die russischen Richter sprachen ihm auch eine größere SchadenersatzSumme zu. Aber der verschwenderische Fürst war aus einmal geizig und knauserig geworden, er verweigerte Huber die Auöbezahlung des Geldes. Da aber dieser auf seinem rich terlichen Schein bestand, rächte sich der Fürst für diese Hartnäckigkeit des Pho tographen damit, daß er ihn bei der Be hörde als gefährlichen Nihilisten verdäch tigte. Die natürlich hatte nichts Eili geres zu thun, als Huber auf diese De nunciation hin festzunehmen und in daS Gefängniß zu stecken. Sein Retter ward nach längerer Zeit Genera! Gurko, der sich von dcr Thätigkeit Huber's imHause des Fürsten seiner erinnerte. Er befreite den Wiener PseudoNihilisten auS dem Kerker und schickte ihn. woher er gekom men, nach Wien zurück. Huber ist froh, den bizarren Launen deS russischen Für sten entronnen zu sein, und sühlt sich als Photograph, in seinem Ahnenbezirke in Mariahilf, jetzt viel wohler, als in dem

großen, vornehmen PalaiS des russischen Fürsten. 5luS dem Lebe des Herrn Pro fessor ElbmüUer. iSorigetreu sienographirt.) Brauereibesiker Kälble (mit dem Vroefsor in einem Sause wobnend Sa was lebt nicht ! Danken Sie Gott, daß ch das abscheuliche Ding noch entdeckt iabe, ehe Sie in die belebteren Stadt viertel kamen. Steckt sich da hinten eine Clvstiersvrike in die Rocktascke und will damit promeniren ! Was denken Sie nur? Erwachen Sie doch endlich aus Ihrem Zerstreuungstaumel! Professor Elbmüller : Na. nur nickt sa aufgeregt, lieber Kälble ! Sie lag gerade auf meinem Tifch Ich habe sie mit meiner Pfeife verwechselt. Brauereibesitzer Kälble : Unglaublich. Professor Elbmüller: Nickt sa un. glaublich, als Sie in Ihrem ProsaVer stand supponiren. Rohr ist Rohr ein nprument ver Bersöhnung. eiaeArt von Friedenspfeife ist auch die arme Delinquentin, die Sie so mitleidslos uoer oie blauer warfen, und streng genommen logirt sie vornehmer als die mr ' . .. . - - Ä Pltlie, namiich Bel.tage. wäh rend de Pfeife sich mit unserem Dack stübchen begnügen muß. Brauereibesitzer Kälble: Unalückli. cher Aber die Pfeife wohnt vorn ymaus.... Professor Elbmüller : Nun i Was wollen Sie denn? Deshalb trug ich ja die Spritze auch hinten in derRock ia,cye. eil ich also that, was Sie selbst für naturgemäß halten, berauben vie miq : Wo bleibt da die Logik ? Brauereibestker Kälble: Vck. 3-w. beit! Und wo haben Sie denn die Pseife ? Prsfesso? Elbmüller lvon entsetzlicher Ahnung erariffen: Um Kottesmil len ! Die hat jetzt meine Tante cm ... .9 . - m Aurene vcnn die tft auch fo zer streut....! EineGaökognade. Her? von Croustignac schlagt sich mit einem Ossizie?, weicht abe? immc? zu?ück, so daß diese? zuletzt entrüstet ausrust: .Aber mein Herr, was soll daS heißen, Sie halten mir ja gar nicht Stand !" .Das kann Ihnen gleichqiltia sein erwiderte jener, wenn ich Sie nur tödte."