Indiana Tribüne, Volume 6, Number 165, Indianapolis, Marion County, 4 March 1883 — Page 2
Nach uns dir Sündstulh. , Skoman von ?! ugnst Könil.
(11. Fortsetzung.) .Nein. Gestern am Abend war Helene einn Stündchen hier, um mit melnerTochter über Muster und Farben zu berathen, ich habe lange mit ihr geplaudert, und je näher ich sie kennen lerne, desto mehr suhle ich mich zu ihr hingezogen. Ist der Familienname ihrer Mutter Ihnen be sannt r .Therese Volkland nickte Schlichter, .ihr Gatte war Kassenbeamter, nnd es erging ihm. wie es schon so Vielen ergan gen ist, die der Versuchung nicht widerste hen konnten." ' .Er machte sich einer Unterschlagung schuldig?" .Ja, und er büßte diesen unseligen Leichtsinn mit seinem Leben.John Carlsen war an's offene Fenster getreten, er wandte seinem Gast den Rüden, um ihm die Bewegung zu verbergen, die in jedem Zuge seines Gesichts sich verrieth. ' .Die arme Frau !" sagte er nach einer langen Pause. .Hat sie nur dieses eine Kind?.Sie hatte noch einen Sohn, der bald nach dem Tode seines Vaters ausgewandert ist und seitdem nichts mehr von sich hören ließ." .Die alte Geschichte !" nickte Carlsen. .Ja, freilich, wenn man mit leerenHän den hinübergeht und drüben keinen Halt hat !" beeilte Schlichter sich zu erwidern, der offenbar fürchtete, daß ihm dasSchick. sal dieses Mannes als Beispiel für seinen Pflegesohn vorgehalten werden könne. .Ich werde Rudolf nicht untergehen lassen, wenn er seine Verirrungen bereut, und ich hoffe zuversichtlich, daß erzurEinsicht kommen wird." Carlsen war vomFenster zurückgetreten, er saß dem Vetter wieder gegenüber, ein schmerzlich wehmüthiger Zug lag auf seinen Lippen. Sie sind ein Ebrenmann und einMann von Herz sagte er. .Sie werden mein Vertrauen nicht mißbrauchen. Sie sen nen dieseWittwe Neuber. das bewegt mich, off:n mit Ihnen zu reden. TherescVolkland war meine Jugendgeliebte, ja noch mehr, wir waren heimlich miteinander verlobt. Die Gründe, die der Veröffentlichung derVerlobung entgegenstanden, waren nicht von Bedeutung, 'wir würden sie sicherlich beseitigt haben, wenn nicht der Bankerott und derTod meines Vaters einen gewaltigenStrich durch die Rechnung gezogen hatten. Mein Name war entehrt, eine gesicherte Existenz konnte ich meiner Braut nicht mehr bieten, wer wollte es da ihren Eltern verargen, wenn sie mir das Haus verboten ! Nichtsdestoweniger wanderte ich mit dem festen Entschluß aus, der Geliebten treu zu bleiben nnd sie nachzuholen, sobald ich mir drüben eine sorgenfreie Existenz erungen hatte. DerMensch denkt undGott lenkt ! In den ersten zehn Jahren hatte ich für mich selbst kaum das trockene Brod, und als ich nach dieser Zeit an Therese schrieb, erhielt ich'keine Antwort. Der Brief ist vielleicht aar nickt in ihre Hände gelangt, aber das konnte ich nicht wissen, ich hielt mich an dieThatfache, daß die erwartete Antwort ausgeblieben war und suchte den Jugendtraum zu vergezien. Niemand kann seinen Er lnnerungen gebieten, sie tauchten auch in mir wieder auf, als ich hierher zurückkehrte, ich beauftragte den Rechtsanwalt Ladenbürg, meiner Jugendgeliebten nachzuforfchen. Er hat sie bis heute noch nicht gefünden, mich aber brachte die Ähnlichkeit Helenens auf eine Spur, nnd Sie haben mir vorhin die Richtigkeit meiner Vermuthung bestätigt. Die Mutter Helene's ist jene Therese Volkland, und Sie werden begreisen, welchen Sturm von Gefühlen diese Entdeckung in meinem Innern hernusbeschwört. Sie werden begreifen, daß s mein sehnlichster Wunsch ist, dieseFrau nach so vielen Leiden glücklich zu sehen. 'Wie soll ich nun die Erfüllung dieses 'Wunsches verwirklichen ? Geben Sie mir -einen guten Rath." .Das ist schwer zu rathen erwiderte 'Schlichter nach langemNachdenken. .Wollen Sie ihr Geld oder in anderer Weise ine Unterstützung anbieten ? Ich gebe . Ihnen mein Wort darauf, sie würde sich Verletzt fühlen und es mit Entrüstung zurückweisen, denn sie ist sehr stolz." .Ich habe mir das auch schon gesagt, ihr Zartgesühl würde ihr verbieten, das Geschenk aus der Hand des einstigen Geliebten anzunehmend ' .Wenn dies nicht der Fall wäre, so würde sie Ihnen schon eincnGruß geschickt haben.' .Sie mir?.Gewiß, liegt das nicht auf der Hand ? Sie weiß, das derHzrr, für den ihreTochter arbeitet, John Carlsen heißt und nach langer Abwesenheit als reicher Mann aus Amerika heimgekehrt ist, sie weiß auch, daß Sie keine Ahnung davon haben können, wer diese Wittwe Neuber ist. So wäre es denn an ihr, ein Wiedersehen herbeizuführen, wenn sie es wünschte." Sie haben Recht," nickte Carlsen. .Aber vielleicht fürchtet sie, ich werde sie in ibrer Armuth nicht mehr kennen." ,O, nein, sie kann das nicht fürchten, wenn sie damals von der Innigkeit und Aufrichtigkeit Jrer Liebe überzeugt war und daran ist wohl nach Ihren Mittheilungen nicht zu zweifeln. Wohl aber mag sie fürchten, Sie würden ihr Almosen anbieten, und aus diesem Grunde entdeckt sie sich Ihnen nicht." .Und was würden Sie nun an meiner Stelle thun?.Warten ; wenigstens so lange warten. bis die Frau mir ein Zeichen schickte, daß mein Bewch ihr willkommen wäre." .Glauben Sie, daß dieser Fall je einmal eintreten wird r .Weshalb soll ich daran zweifeln ? Sie wird damit warten, bis die Arbeit der Tochter sie aus Nöthen befreit und ihr 5sfi't'm wieder vehaallÄ aeitaltet. dann haben Sie ja keine zwingende Veranlas ' suna mehr, ihr Unterstützung anzubieten. Der Amerikaner hatte die Arme auf der Brust verschränkt, er blieb lange ln Nachdenken verjunien. .Wenn Sie denken, daß sie diesenZeit hinist abwarten wird, dann werde ich woh . noch lanqe mich gedulden müssen sagte . V - 4 - er .Wenn ich aucy ourn, verooppelc. die 5elene kür ihre Arbeit gefordert hat, hnn htr täglichen Emna'.e wird d'rum
doch nicht so sehr viel übrig bleiben, daß I . v" I
in kürzester Frist alle Schulden getilgt und . . . - - - - . ' I die nöthigen Anschaffungen gemacht wer den können. Und will öelene schon von einem geringen Vorschuß aus ihre spätere Forderung nichts missen, so wird sie die Geldgezchenke sicherlich zurückweilen.-
.Es wäre sogar möglich, dav sie in die .Und was wurde Jyre ocyter dazu oav er nocu icoi uno ogar yier ais versem Falle auf die Arbeit für Sie venich sagen ? Fürchten Sie nicht, daß dadurch mögender Mann wohnt." w 1 - - . Ä . - - . , I f P mW . M. . m . 1T
tete," erwiderte Schlichter. .Sie wurde vielleicht eine Demüthigung darin sehen und lyrer Mutter Mitheuung davon ma chen, die ihr dann wohl verböte, dieses Haus noch einmal zu betreten. Sie haben keine Ahnung davon, w!e stolz dieAr- " V . men sind, die ihr Ehrgefühl sich bewahrt haben." Ich kenne diesen Stolz, liebster Vetter, auch ich besaß ihn. als ich drüben am . I f I Hungertuch nagte; es wäre mir unmogllch gewesen, von einer Perjon, die Mich in besseren Verhältnissen gekannt hatte, v ' ' l ein Almosen anzunehen. Und zudem ist die Frau krank und drum doppelt reizbar fuhr der ArmenPfleger fort. .Begnügen Sie sich einstweilen mit dem, was Sie schon gethan m sv. . r & yaven, der coly ja rnsn ein linde ge macht, auf weitere Unterstützunaen aus der n s r- 5 . - ' , , , I Armenrane yar seiene vereiis verzicyier, gönnen Sie ihr nun auch die Freude, daß sie aus eiaener Kraft, nur allein durch ib rer Hände Arbeit sich eine neue Existenz .."....t cm . ia ..rx ....... :n v I yiuiiuct. iücnii vu gctyci;ca uujin i wird slutfi im jhfnpn Xs,r?r einstinenRraut die Sehnsucht erwachen, Sie wiederzusehen, und ich hege die feste Ueberzeugung, daß Sie alsdann den erwartetenGruß erhalten." John Carlsen wanderte auf dem meichen Teppich langsam auf und nieder, der ernste, rubiae Ausdruck seinesGenckts verrieth, daß ihm dieser Rath einleuchtete, gei t j i i gen den sich in der That nichts einwenden ließ. (Ta nabe nack kln andereZMlttel.dielAe liebte für die langen Leiden der vergangenen Jahre zu entschädigen," sagteer leise, " l 7 " I indem er neben dem Sesiel des ArmenI I Pflegers stehen blieb. Ich will auch darüber mit Ihnen reden und berathen, weil ich mich Ihrer Verschwiegenheit versichert halte. Ich bin ein altcrMann mit grauem Haar, lieber Vetter, aber mein Herz ist jung geblieben und in diesem jungen Herzen erwachte die alte Liebe wieder, alsHelene vor mir stand. Dieses zunge Herz erinnerte sich an die süßen Träume, die es geträumt hatte, aber es sagte sich auch, daß rs -tuuiucii ici, icKi iiüoj u eine vri ui 3 r. c :i r.: 1.1.1 .... rc.t..i. 1 lnng jener Wunsche und Honnungen zu denken." .Thorheit?" fragte Schlichter überrascht ausblickend. .Ich verstehe Ihre Worte woyl und kann lemeSyoryeu darin entdecken. Wenn Sie nicht von Seiten Ihrer Tochter einen Widerspruch besurcyien, fo ymoerr &it ja nicyis, oie emsl" . K) . f. .t i . .fa O . ti.n::. r. a I 9 i L. I stige Geliebte als Ihre Gattin in dieses aus zu fuhren.
Ein seines Lächeln nmzuckte die Lippen gcdorn. C f . . 1 Vrf1 tl'
oes 'merilaners, er fcuullelle avleyneno das graue Haupt. .So meinte ich es nicht," fuhr er fort. .Mögen Sie mich schelten, aber hörenSie vorher memeGrunde. Wenn ich der einsti genGelicbten gedenke, so sehe ich sie in vol voller Jugendblüthe vor mir stehen, srisch und rojig, wie zemyeiene leye. Wird mir dasWiederlehen mit der alten, vomSchicksal Enttä am nX her ArtHit X?m2 ffi7rtii.a irX uu, uiiw v wiii I.. v.Mw iHi vviviii n am tm?, f f. fi-n rt sinHfin ti u eickt aeliebt. dann wird ne nun auck für - . . aiviiw! wmmwmw mr w m m 9 m iw m m? m. m 1 I I mick nur freundschaftliche Gefüble beaen ' ' ii i i -in c t J. ? . I ch die lekten Jahre meines Lebens schöner onnen. uno nun iraac la 'Qie. wuroe und anaenehmer gestalten, wenn ich diese w m mr I alte, kranke Frau mit unlösbaren Banden an mich fesselte und mich verpflichtete. stets in ihrer Nähe zu weilen und ihren Launen mich zu fugen 5 &it werden fa!i f.! ff.'.'l , H !i ..t. ... l.t gen, itg ci goitt, woyl, io) gcuc zu, vap mein rau hrer Seite in meinen alten Jugendtraum noch einmal träumen dlnas nicht mit der beißen 5eidensckast eines iunaen 5er;ens. aber er " 1 i . i er w ' .-...v. --'.jt- v c t.r..r v .r. raiirac mim ocnnDai oc ccicii niiu rncinrcs , en verschönen." r- . jtt! jti r. .11. f.'. n . , , cinncQ craiicnier uauc lein vjruaunen füllen HisiA.tmitiVtt Srt.? c t. t . X . luiiyn iiucnuiiutii, uu9 in ujiu luuuyiiii sen wurde, als John Carlsen ihm die Grunde auseinandersetzte, wie seine Ge sühle für die einstigeGeliebte nun auf de ren Tochter überaeaanaen, und er blickte Mit Von Paul und cken r:.. - r.A v-j; ...jr r.... s cvt. inuwe et uuiv uuu, ,uBui, vu ov otT;- mX c.s.M viiiuva v9 vu.ka ü4ivs mmw ,.Vu, v. r-,vt. irrtb s.in.Z sinra immr ttrt in durch diese Heirath für immer von aller tuii4iuy(.b vjvuiiu vu, iiiiv wp yuuu Noth und Sorge befreit würde. .Sie erwidern mir nichts daraus; fragte Carlien nach einer Paufe. .Ich glaube, vcie haben mir noch mehr zu sagen," crwide7te der Armenpsleger m seiner ruhigen Weise. .Was soll ichJhncn noch sagen? Viel leicht, daß ich vor dem Gerede der Leute j n .. V . 1 sti. t.l. .. i !jT. Scheu empnnde? Ich habe gelernt, mich darüber hinwegzusetzen, denn ich habe mehrfach erfahren, dan solchemGerede stets Neid und boshafte Klatschsucht zuGrunde n .v . r liegen. .'ii(ciii wiro mim um oie schone, junge Frau und Helene um denRcichthum beneiden, man wird einige Tage darüber klatschen nnd dann die Geschichte wieder vergessen. Ich furchte auch nicht, dasHe lene nnd) velruaen ronnie : rann im mir auch ihre volleLiebe nicht erringen.so werde ich doch ihre Achtung undFreundschakt be sitzen, und auch ihre Dankbarkeit wird mir bleiben.Gewiß, gewiß warf Schlichter ein, v.t irnnifr i stimmt tirrnntfrn tnnr der noch immer in Sinnen versunken war und mechanisch in das Kistchen hineingrisf, um eine neueCigarre anzuzünden. .Wenn sie einmal Ihre Gattin ist, dann wird sie auch alle Pflichten getreulich ersüllen." .Darauf darf ich vertrauen fuhr der Amerikaner fort. Bedenken Sie ferner, daß ich nicht lange mehr zu leben habe, und da Helene dann als junge, reiche Wittwe " .Sie sprechen da von einer rcichenWittwe, verehrter Vetter ! Wird aber nachJh-
gebeugten taw nicht eine schmerzliche ell cha t seines Sohnes entbehren sollte, norull, noer von ven wmzn naoc " T "
uschunq bereiten ? Die Liebe, die ich Sie wollte sich am Nackmittaae einnnden lch Nicht viel Rühmliches geyort. Als tte eiiev gelyan, um qnn ai: zu wuz
emtt zu !yr yegie, yai um in innigereuno- und Mit vuen em Stündchen muMren. u ' -;r-r" schast umgewandelt, ein tieferes Gefühl - Wie immer fand Eugen auch heute den lollen sie hier ein kleir.es Ge,chäft eröffnet Und ich erwidere h nen, daß dies eine werde ich nie wieder für sie empfinden kön- freundlichsten Empfang. haben, un Laufe derZelt pnd jie dann reich ugst! fiel Carlsen ihm scharf ms nen. Sie aebörte einem andern Manne Rl, mütk Wein bringn, der Ameri- geworden, wie man faz.t, durch Wucher'" Wort. .Eme Luge, die Sie erjonnen
-i . . r . . I . . .. ' . . '. . " . s ; c"s,. i oahVäh l wtx inin IHN, nrnürntnciT. nnr
ch es bin, und daß der Gedanke, Helene .Damit ist die eAngelegenheit wohl fast us oa wziiziQiuun in 5 ves anen V i " r , rvi I - . . . 1 1 I C , ? n(it J Urteil h.vhAl.
Jiöem nennen zu ourien, etwas e- erlediat r fraate er. v"' UU3 obvi wi
sckendes für mim bat. würde an inin- lÄläubiner. die bor nfiren ttnn tener Zorn sprach. Liegen ie sich Nicht
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nachdenklicher Miene vor sich hin. die ich seitdem als Stickerin beschäftigte." 3??."", y?oen, P J"g no oe,orgr ra x:n H a(S den Absichten und den Hoffnungen .Das ist mir bekannt fuhr Eugen fuhrt, er seinen g ? ' ' . W?.?x
's hatte Schlichter keine Kenntniß, sichtbar überrascht fort, .Helene Neuber W tmm tpf in otn tx m mi nie v - "r , lt
wenn auch in dem Vorhaben des rei- sprach in un ermHause davon, sie besuchte erg aien cp. v- ""7' vV; Amerikaners viel Selbstsucht laa. so nck rn LZ Aber Carlsen und Eugen machte er mit -ch S prüfen bitte. . G stuf die
rem Tode nicht Ihr ganzer Pachlaß Jh. I . - I
rem einzigen Kinde zu allen V .. ... 1 . .1 .Ja, wenn ich sterbe, ohne einTeslament zu hinterlassen. Das aber wird nicht qeschehen, wennHelene mir dasJawort gibt, ich werde in diesem Falle schon vor der Hochzeit mein Testament machen. cm Bruch herbeigeführt werden konnte mnn. di wrd? mit Vrutn aam or fen darüber reden, und da sie Helene liebt, j w w I wird sie sicherlich nichts gegen diese Stiesmutter einzuwenden haben. Ich beraube Ellen nicht, wenn ich die Hülste meines . ' . m CT w . Vermögens meiner Gattin vererbe, lhr bleibt dann noch immer genug, um m der bisherigen Weile leben zu können." .Sie musien ein sehr reicher Mann . . I jein!" 13) leuane nickt, van lÄ es vln. uno r . m mm mr m ciw.: da ich durch eigene Arbeit Alles erworben . . .. ... yaoe, )o kann ich auch darüber verfugen, wie es mir beliebt. Ueberdies wirdEllen ja auch nicht immer unter diesem Dache bleiben wollen, sie wird vielleicht schon bald den eigenenHerd gründen, und dann kann's ihr cn t' . t . nur zur Veruyigung gereiazen, wenn icy n Helene einen Ersah für sie gefunden habe, i... . . -s . t . . ! .. r.k. uno oenn icy ein iupier von lyr ivruern müßte, um die Zukunst meiner Gattin sicherstellen zu können, so würde sie es freubig bringen, denn sie liebt mich und ihr msF. ;ri i 4 ... k.s, I -iuunu) ii ss, miu yiuuuu; ju tyiiu i .Und Sie sind nun fest entschlossen ?" I .Nein, liebsterVetter, soweit ist dieSache noch nicht gediehen. Wenn ich emenEntschluß fasse, dann führe ich ihn auch aus, und drum bin ich gewohnt, meine Entschlösse reiflich zu überlegm. .Ich habe Zeit," .ich werde warten, bis der geelgnete Augenblick gekommen ist." - w Heinrich Schlichter nickte lächelnd und lcyritt langsam von dannen, gedankenvoll blickte Carlsen ihm nach. ir i t tm verttandmer und ersadrener " I I ' . I Mann, und er wußte mchts gegen meine Absicht einzuwenden sagte er leise. .Wie er, werden die Meisten urtheilen, ,ch glau- - 1 . . I be, daß ich es wagen darf. Nun denn, ich will seinemNathe folgen und noch eine Weile warten, es kann ja nicht ausbleiben, daß Therese mich rufen wird." Viertes Kap itel. XU Stschidug. Engen Ladenburg hatte erwartet, daß sein Vater den Besuch des reichen Ameri kaners zum Vorwand nehmen werde, um r , . . tr . . ,eine itinoer nom einmal vor oem ücr kehr mit diesem Manne zu warnen. hirftrßrninrtHttft. htfftthtnin . sahen die Geschwister sich getäuscht. Der Doktor brachte nicht mehr die Rede auf Itl rW W mm h m m VWfvva V . ' 'I Carlien, trotzdem er wußte, daß seineKm der sast täglich die Villa Hagedorn be suchten. a . waren elnigeochen verstrichen und rr r v ".. Eugen befand sich heute, an einem Sonn wieder ans Nilla. I ' t w V mmr mmt mr m w mm mm m rmrm m mr im mm mr mr mm tmf mm m r 1 ) 9 es 1 rtr ,vs. srf .rM s. .r f. eine Einladung zum Diner für heute angenommen. iwuivv vv vuviuu., vnni v. vHedwig war ebenfalls eingeladen, aber sie hatte abgelehnt, weil Tante Lorchen wegen eines lelchtenUnwohlselnö daSZimm:r nutete und der Doktor Nicht aerne al lein speii'te ; es war dem alten Herrn oh nedies schon unangenehm, daß er die Ge , t- v.-. fuzi it: ..i, U(( VUl un väU i (IU( UIUUUC Ull UIIU f,r;rft. s; rs nut wft-n XZ- " t?,n nn der 5ascke kalte. u iii 1JL1UI lUUjLlllV UMI V IV 4tltWI WIL I V 9 V V V mr W mmm mmm w m 9 m mr m-w m-w u -m w m- w m U r Yntmai Mläubiaer bab?n ablun - I f 7 D . . . . . 'iinn venmrumr. Oie llevrinen er klärten, sich mit der 5)auvtsumme beanüI I . I aen ,u wollen. Sie werden das Weitere aus dieser Liste ersehen Der alteHerr warf nur einen flüchtigen Blick auf das Papier, da3 Eugen ihm überreicht hatte, dann legte er es auf den . cyrelollcy. firfiftftiS'rtrtrt. 9Inrfi fiWJ'fifrM Nnlk i n .-.a"t " 7 . .-,,.1- - I r. ' -t I 1 "7 -....a... a... '-V" mnn nn? im nnr ptmnfn n?n nn ifr? Anskun t erhalten. Der Beamte, der sie I . . - , Dcirstiaeic. iiteu lueiiDer I ..i. i c f...... .. ? Gatt ifh sin.n niAf Mnn ;a s-., arfimhen haht 1- iintrTirnrfi Ivnrlf ifin Ö-, .. ... -7 - m m mr m mm mm m - 1 , ' . Mc M Be er. derArmenvi eaer Sck m. Neüb r .. . ter machte Mich auf die Wittwe oder vielmehr deren Tochter aufmerksam. crliam. I . ...i. v v.:.r t.: t.n. ? r aanic, UNV oei uic cicirgcnqni qaiic leg s,- M.,-... t .(;...r.vS .0sxv . UU9 -üuuiiuuvn, U3 iiuuisiuuiuiui j;mu I j,... , cr:.;. I UjCll ICillltU IClIllll. acicucvicu der also ist dieTochter jener ThereseVolk land?" .Jawohl, ihreAehnlichkeit mit derMut ter brachte mich auf die rechte Spur. .So, so, ich batte noch nicht darüber nachgedacht, um so bester sagte Eugen gedankenvoll, der sich in diesem Augenblick r . nJ t. v . der iöctenntm e temes reunoes Paui Jammersegen erinnerte. .Wie gesagt, ein , - v in - w , hübsches und liebenswürdiges Mädchen, dem eine glü, glückliche Zukunst zu gönnen ist Der alteHerr nickte schweigend und griff I .. . . . . . . 1 nach seinem Glase, er forderte durch einen freundlichen Blick den Gast auf, mit ihm anmstoßen. Kennen Sie einen Jsidor Blumbach V .Wie sollte ich nicht?" erwiderte Carlsen, dieBrauen unwillig zusammenziehend, .er ist der falsche Freund, der meinen Va ter ruinirte." .Sie sprachen damals von .Freund schastsaccepten Gan; recht, lene Wechsel waren von Jsidor Blumbach ausgestellt und von mei em Vater accevtirt." Und Sie wissen ganz genau, daß Ihr Herr Vater diesemManne nichts schuldete. daß er die Wechsel nur aus Gesälligkeit für den Freund accevtlrt hatte ? .Ja, das weiß ich mit voller Bestimmt helt. Sie dürfen mir dieseFragen nicht ver Übeln, in den Papieren, die Sie mir damals jibergaben, fand ich den Namen Blumbach nicht.
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Tagen den hier verzogen sind, haben sich noch nicht ?us,nno vor auen fingen vermeioen le
, aller- gemeldet," erwiderte Eugen. .Jch.schrieb Beleidigungen, die oiei reuten viniaß
, ungestümen an sie und erwarte die Antwort in den uun agc ücuc iunn-
i i i -r w r. . i w z w wr i i r r "cnnpii 11 ip tii r iinrii iirifin i
uuci uicimcui uiii i .uuuci uuimtiiiuiii.il : . ' ' .. . ' i..et- v:- crii cs.:t rt
.Ganz recht," erwiderte Carlsen, jene mm m st-a I
Papiere bezogen sich nur aus Die Glaubtrw i t rv ger melnes'aiers, zu denen J,i0orium faslet) nicht gehört. Ich nannteJhnen auch damals den Namen die,es Mannes Nicht, ich glaubte, der Schurke sei längst gestorden und verdorben, erst spater erfuyr icy. .ym, loulen ?le mcyr damals oennoa) lim aeirrt daven r traateluaen. wadrens I J ' ' I J r r 1 er die Asche aon seiner Cigarre abstrich, .Erinnere ich mich recht, so sagtenSie mir, Ihr Herr Vater habe sich in gewagte Unternehmungen eingelasien und sei darin Ad V r- mm ungluancy gewesen. ÄLare es nun nicyl möglich, daß er, um einen Verlust zu denen, von seinem freunde Blumbach eine bedeutende (summe geborgt hatte, und c rv . w m c I oaß zene 'cceple zureaung oiejerazu!0 oienen ivulen i m i Nein, an diese Möglichkeit kann ich i .- !... I ia)on oesyaio nicyi giauven, weit iumbach damals selbst ein armer Schlucker war," erwiderte Tarifen mit überzeugender Zuversicht. Nun wohlan, so will ich Ihnen berich1... . ff., "t fjT. ...V. r..iw.jf ! f. xcu, rocimc uocrraia;cnoc vrnioeaiing icy gestern machen mußte. Jsidor Blumbach h... u!i fr t. cm t .! wut m jcmcui vooyne zucince uci mit und fragte mich, ob ich beauftragt sei, alle Forderungen an den vor vierzig Jahren verstorbenen Herrn Adam Carlsen voll ,,L,,s,s l)f, f V? ausjuuyu,. jiuuutui vujt uiuü beiaht batte. leate er mir vier. von5vbrem Herrn Vater acceptirte Wechsel vor, von denen zeder aus den Betrag von sunftausend Thaler lautet. Ich erinnerte mich sofort Ihrer Mittheilungen über die Ge sälligkeitsaccepte,und als ich die vcrschmitzten Gesichter vor mir betrachtete, stieg die Ahnung in mir auf, daß dieser Jsidor . . . - . Blumbach der falsche Freund gewesen sein tonne. Ich äußerte demgemäß meine Zweisel an der Richtigkeit dieser Förderuna. uno nun leate Älumoam Mir einen . " . . V. . ' I Schuldschein vor, m dem Ihr Herr Vattr eigenhändig bescheinigt, daß er Herrn Istvor Blumbach die Summe von zwanzig- . t m . . . . m J J. I kauleno yaiern schulde und diese Schuld durch vier Accepte gedeckt habe, die er bei Verfall prompt einlösen werde." John Carlsen hatte sich hastig erhoben, er durchmaß einiaemal das Zimmer mit ftltrimrtt? p,,ON,I ?Z Mimm I großen Schritten, um seiner Erregung Her? zu werden. Ich kann das nicht alaikben." saale er. bitte, zeigen Sie mir das Papier." .Ich besitze es nickit.Blumback wollte es mir nicht anvertrauen. konnte ihm nur erklären, dan sein Name nickt auf der Liste der Gläubiger stehe, und daß ick5ibr f r r I . I neu uic vsaa c Donraaeii wolle, darauf erwiderte er. da es wobl der kürkesteWea - r . A, , ' . ei, wenn er icid u mit :i)nen veroandle.
er wolle Sie zu diesem Zwecke heute Vor- handeln, und ich könnte Ihnen Viele nenmittaa besuchen. 3ck würde fXbr.en diese neu, die dadurch reich geworden sind. Mit-
Mittheilungen schon gestern gemacht ha- ' -v I ben, wenn ich die Zeit dazu gefunden hütI. . m - " . ..'.--IV tt, da dies nicyt ae,azeben konnte, bin lcy. - w ' r vi. . . p I oeiiie eirociä iruoer aerommen. um isie au? diesen Besuch v Dniitcrcttcn und 5ik,nen snr . '.. . ' . . . " . tt 8" sein, saus feie dies wünschen." .Da sie so unverschämt sind zu kommen, l t empfangen. erwiderte Carlsen in entschiedenem Tone, .ich werde ihnen sagen, was ich von ihnen halte. Zkennen Sie diese Blumbachs näher? Ich bin vor einiger Zeit an ihrem Geschäftslokal vorgekommen, e3 macht einen soliden n dieiemÄuaenblick len das erauick . . ' . . ' ' . ..' . ' r" . , , emes rouenoen Wagens lcy verneymen, I W , ....k A m-m. -m. - , Kr M M M oer lurz vnrau vor vem Itllerlyor mm - . m . ST-. I . . t Villa hielt i (-v v . vr . p u T i r" r I tA tntrK MS mSlfn nnrt " ft IkArl I ""v a sen, während er zu seinem Schreibtisch zuWy f (. mmmrr mm ruckkeyrte und fich m den kjjet nieder ließ. LattenSie mich dieUnterbandluna mit tsinett fübren. are sen S t erst dann r " - . ' . ein. wenn ick Sie darum bitte ck baffe. Sie werden rubia bleiben." erwiderte Eugen mit einem besorgtenBlick ru tr rn y . I fthn lrtrlln hrtff rtrr fin n i om vm. v.. ;v...v .vw.v v f..v... '.stf-i, C ... ,.. -f D I" ncaniroun üuiuuj ?u Bcocn, ui I vu rtH Si itXti rtrrn iitm(nf ".v.v. ari en ve ayl, ne M'S avinei zu ny rf r r , rr , r y N gleich daraus traten sie kiN. . . 1 . m I CTI mm V A SU Xt AI A ll AAMkfa gesehen hätte, würde Werner Blumbach für ttnrtr.ffsirfi.n li-k-in-n ck ClüUl 1,1 " "i" ."'gc.ivnuc i --- .-,-., -:-... I hifpr nrs,ilt k?in?n Cfinhrnrf . Vt fnfirn ---r - : -. .- oorin nur eine ilUillll oeremneie .omooie. Ä. . 1 r. .'. , . c . I feie wcrocii oitiiQ I cniiamiDiaen. dqu i? nirpn niitinst Pntirfml"hinm hn ichmir die Erlaubniß genommen habe.wandte er sich mit leiser Stimme zu Carl sen, während er den Fauteuü feines Vaters näher zum Schreibtisch rollte, .mein Vater ist sehr alt, und das Alter hat sei. nen Körper geschwächt. Nicht aber seinen Geist und sem Gedächtniß' fügte er hinI jit s, linst hith rrtHirtn rtn rntA s- - im ErinnernSie sich meiner noch.yerrCarlsen ?" fragte derGreis mit seiner dünnen. schrillen Stimme. Ich kam vor vierzig Jahren häufig in das Haus Ihres Herrn Vaters, dessen bester Freund ich war. Erbat diese Freundschaft theuer be zahlen müsien," erwiderte Carlsen lako nisch. ?!ich't er, sondern ich suhr der Greis fort, .aber ich habe ihm keinen Groll deshalb nachgetragen, sollten sle das Nichtwissen?" Was? Daß Sie meinen Vater rui . f yfi f. C . in hauen f wewiv wein IM oas. oenn ich babe überzeugende Beweise davon er halten Jsidor Blumbach erhob hastig sein zit terndes Haupt, das mit einem Sammet käppchen bedeckt war, nnd hestete den ste chenden Blick voll Unwillen aus Carlseu. .Wie konnenSie daö behaupten ?" fragte er vorwurfsvoll. Ich soll Ihren Bater ruinirt haben ? Sie wurden anders reden. wenn ie leine ucyer grunmiaz ge prust hätten. Ich weiß wohl, dn er Sie von manchem Grschäst nicht unterrichtete. welches er heimlich machte. schämte sich des Leichtsinns, mit deiner darauf aus-
I r: v , - (. ... . v rt...L r.r. rxc.r. .lwiitv(S(iATA c7rtihrt,h nnmrtlä tniti
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ging, ohne Muhe ein reicher mann zu i afuAu Cu iuIam
iweroen, avrr aus leinen uun mujicu Fi rt f " f t f. m it oiejc ,raqie yerooruc... .Aus seinen Buchern ging hervor, daß er aus reundlcyait für ttie erniei ac ceptirt hatte, die ihm zum Fall brachten. erwiderte Carlsen mit schärsererBetonung. .Wenn Sie der Wahrheit die Ehre geben wollen, so können Sie das nicht leugncn." Wenn ich der Wahrheit dieEhre geben . . ' . . - . will? Hier steht mein sohn, fragen (sie ihn, ob er sich erinnern kann, dav ich zemals eme Unwahrheit gesagt habe.Nein, Vater, niemals !" erwiderte CTK s1 f. C jm . ferner tumvuu,. cun oenn, icy weroe es aucy jei niaji lyun oenn iaj weiß, oup ica nocu in oiqer Ä!unoe aogerusen weroen rann, um eV T JL. CL aIaa ft. -. u OisiM cycn,cqa,i zu gvc vv meinem cueu. & a ti? ni-iv r-tmwnv lis Arfliiiiii m - a, iji lunyi, vuyiui üuiu sel acceptirte, die ich auf ihn gezogen hatte, Va iJAh mi.4( onP sZi SrlA(ii nver vu vycuuujun, sondern um eine Forderung zu decken, auf oeren cuazayiung im yeuie nocy warle. Werner, sei so gut und zeige dem Herrn die Wechsel; Sie werden die Nichtigkeit tv?fi0tt rtlrf11Mt U WernerBlumbach hatte seinPortefeuile, das er in der Hand hielt, schon lange geöffnet, er nahm die vergilbtenPapiere heraus und legte sie auf den Schreibtisch. .Sie werden, sich überzeugen, daß diese Wechsel Mangels Zahlung protestirt worden sind," fuhr der Greis fort, Jhr Va ter konnte sie am Verfalltage nicht einlö- - Well Sie vergessen hatten, vor Ihrer Abreise von hier, die Deckung für sie zurück zu lassen," erwidertcCarlsen, der seme uye uno ajlung noa) immer vewayrie. Wenn die Sache sich anders verhielte, so würde ich wohl in den hinterlassenen Pa Pieren und Büchern meines Vaters Ausschluß gesunden haben." Und daß Sie ihn finden wurden, hatte . v , . i lcy erwarier. noeen wunoerr es micy auch nicht, daßSie ihn nicht gkfunden haven, oenn ote umerneymungen, m oiezyr CW 1 r!rfl -,I-.ffT- . I . aier ,uu nngciaucii gerne, waren icincs wegs ehrenhaft." .Herr, Sie ie, ycrr an,en,,en ie Micy rtllCSrpnPll ! riPI DfT lrPIQ. MallrkNN w.u ausreden V rief der Greis, wahrend Eu gen seine Hand beschwichtigend auf den Arm Carlsen's legte. .Ich würde diesen Punkt ganz gewiß nicht veruyr: yaven. wenn Sie nicht so eigensinnig an Ihrem Zweifel festhielten. Sie werden wissen. daß damals m Amerika noch derSklaven Handel florirte, an diesem Handel waren viele europäische Firmen helmlich bethet"ttt, " i , ti.., s . M m p . mr mf mm , r; ; ? f vittlfn t ,,s und schickten sie auf Menfchenraub nach f cm 1. v . :i rzc(.i. vuuo. iau numuc uua . um vsucuyuij . r r ti. unter ging'S auq Mes, uno oann waren die Verluste groß, aber größer noch war tl 9 - 1 AUU, 11m im 1 mm A ocr gewinn, recim vuv uuuuicyrnui uzuutc. aImu Dem Amerikaner war das Blut heiß in ffi: .zr. c r..f. ff . vumu, ogiuiy uam aus seinen Augen. .Und Sie wollen nun behaupten, daß mein Äater licy an einem lolchcn schmachvollen unternehmen bethei liat habe?" fraate er mit bebender Stimme. Es ist die Wahrheit," nickte Jsidor Blumbach, .machen Sie mir keine Vor lt.. v.n o v : rec yaven, um va nvenzen an neuere ,.i t.t!l,t.H cv c i"""" vt,u,..,i. mein Vater war ein Ehrenmann, nur der einzige Vorwurs kann ihm gemacht wer den. daß er Ihnen u großes Vertrauen schenkte ! Er wa? gutmüthig bis zu unver antwortlichem Leichtsinn, und er ließ sich von Ihnen betrügen, das allem führte .. i1 . 11 einen anrcroii yervei. Der Greis lächelte spöttisch und heftete den Blick lauernd auf das knochige Ant litz seines Sohnes. .Du hast es gehört. Äuerner, lagie er geladen, .man oescyui digt mich der Lüge uud des Betrug ' Wir Hütten unserenAdvokaten mitnehmen tollen ' .Er wird uns auch ohnedies Gkauben schenken, Vater," unterbrach der hagere Mann lhn, .zudem ist a ein Zeuge an wcsend, der die Worte gehört haben muß. soll ich nun weiter sprechen ?" .Ja, mein Sohn, nach dieser Vcleidi gung möchte ich am liebsten alle Vcrhandlungen abbrechen. Sie sollten mit Ihren Beschuldign gen nicht so rasch sein wandte Werner Blumbach sich zu lar!ien. .meln Vater . - x, f m . .f,r r.in.m Kroi,d? bnr ftrliritn vm" I vv ' ' - I bat, UNö UA1 ,.X S I n t h - fAllTS 1 3 Vaters, daß dieses Geld in dem bereits UHV ""v VM- ...v..w erwähnten unterneymen verloren ging. .Wollen Sie nicht Ihren Vater fragen woher er das Geld zu diesem Darlehen nahm V ipottete Carljen wahrend er das vergilbte Papier auseinander faltete. Ich glaube nicht, daß ich verpflichtet bin, diese Frage zu beantworten crwiderte der Greis in demselben spöttischen Tone, .wenn das Geld nicht in meinem Besitz gewesen wäre, hätte ich eS auch nicht'verleihen können." .Sie besaßen damals nichts .Darüber können Sie nicht urtheilen, denn ich habe Sie nicht in meinen Beutel blicken lassen Ich wein zuversichtlich, daß Sie nur von den Accepten lebten, die mein Vater au Gefälligkeit Ihnen gab. jvgie wollen Sie das beweisen?.Der Beweis liegt schon darin, daß Sie vor dem Verfalltage diefer Wechsel " nach England flüchteten Gütiger Himmel, muß ich auch diese schmachvolle Verläumdung mir gefallen laffen?" jammerte der Greis, die zittern den Hände erhebend. .Sie klagen an. ohne Beweise zu haben, ist das gerecht iria damals nach London, um dort tm Geschäft zu gründen, die Sache war schon lange vorbereitet. Was hatte ich tm mit dem Verfalltag dieser Wechsel zu schaffen? Mein Schuldner hatte sie anerkannt, also miftfe er auch für ihre Einlösung sorgen. Ich konnte nicht wis sen, daß er die Mittel dazu nicht besaß, ich konnte auch nicht noch einmal m die
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Vrescke springen, denn mein Kapital war : : ,. Ct V Tt ' r r. ,
II inur.ciii xonooner vscjcuaji angelegt, ch würde mich selbst ruinirt haben, ohne dem Freund auf die Dauer zu helfen. Im Uebngen erfuhr ich auch erst später, daß die Wechsel nicht eingelöst worden oaren, und als ich yieher zurückkehrte. habe ich sie einlösen müssen Sie wurden sonst nicht m unseren Händen sein fügte sein Sohn hin i. " ... . .Und wenn Sie nun als Mann von Ehre die Schulden Ihres Vaters tilgen wollen, dann werden Sie auch diesen Schuldschein und die Wechsel aus der Welt schaffen müssen fuhr Jsidor Blum bach. fort, während er aus der Seitenta sche seines altmodischen Rocks ein rothes baumwollenes Taschentuch hervorholte und damit die nasie Stirne trocknete. Werner, sei so gut und überaib dem Herrn unsere Berechnung, mit Zins und Zinseszinsen ist der Betrag allerdings et was hoch angelaufen, aber das ist nicht unsere Schuld. Vierzig Jahre sind ein langer Zeitraum, und zu fünf Prozent mit Zms und ZmiesZlNlen gerechnet, verdoppelt das Kapital sich in noch nicht fünfzehn Jahren. Nun rechnen Sie selbst; zwanzigtausend Thalerwachsen in fünfzehn Jahren zu vierzigtaufend an, nach weiteren fünfzehn Jahren sind es achtzigtaufend und heute sind es, sagen wir eine runde Summe: hundertund dreißigtaujend Thaler, die ich zu fordern habe Carlien forderte Eugen durch einen Blick auf, sich nun an der Verhandlung zu betheiligen. Sie werden sehr wohl wissen, daß Sie gesetzlich zu keiner Forderung berechtigt sind nahm Eugen das Wort, und sofort hefteten sich auf ihn die stechenden Blicke der Beiden. .Selbst wenn mir anneh men wollten, daß dieser Schuldschein echt sei" Daran werden Ste hoffentlich nicht zweifeln V unterbrach Werner Blumbach ausfahrend. Ich sage, wenn wir dies annehmen wollen, so ist die Schuld selbst längst ver jährt " Nicht in den Augen eines Ehren mannes !" siel jetzt ter Greis ihm in die Rede. Ich muß Sie ersuchen, mich ohne Un terbrechung anzuhören, Ihre Einwände können Sie nachher erheben. Sie sind also in keinem Falle gesetzlich berechtigt, diese Forderung geltend zu machen, und schon aus diesem Grunde hatten Sie aus die Zinsen und Zinseszinsen verzichten müssen .Sie vergessen wohl, daß ich selbst vor vierzig Jahren dieses Kapital gezahlt und in diesem ganzen Zeitraume die Zinsen und Zinseszinsen verloren habe V erwi derte Jsidor Blumbach höhnisch. .Wer ersetzt mir diesen Schaden, wenn ich den Ersatz hier nicht fordern darf V Carlsen hatte den Schuldschein inzwi schen noch einmal geprüst, ein verächtli cher Zug umzuckte seine Lippen. .Wäre dieser Schein echt und die For derung begründet, so würde ich die ganze Summe, Zms und Zinieszms emgerech net, auszahlen sagte er in gemessenem Tone, .aber so behaupte ich, dast dieser Schuldschein gefälscht ist. Ein Schrei der Entrüstung entfuhr den Lippen des Greifes. Werner Blumbach trat rasch an den Schreibtisch und bemäch tigte sich der Papiere, woran ihn Nie mand hinderte. . .Das war nicht ehrenhast !" sagt er scharf. .Wenn Sie das Geld nicht zah len wollen, fo verschanzen Sie sich einfach dahinter, daß die Schuld verjährt sei. wir werden dann sehen, ob wir nicht den tfvch auf dem gesetzlichen Wege unser Recht geltend machen können ! Nichts aber berechtigt Sie, meinen alten, rechtschaffe nen Vater einer Fälschung zu beschuldi gen. Durch solche Mittel, sich einer Ver pflichtung zu entziehen, ist nur Kinder spiel .Beweisen Sie die Echtheit dieses Schuldscheines, und Sie werden sehen, daß ich entschloffen bin, jede berechtigte Verpflichtung zu erfüllen, gleichviel ob das Gesetz mich dazu verpflichtet oder nicht siel Carlsen ihm in die Rede. .Der Schuldschein spricht sür sich selbst. es ist nicht an uns, seine Echtheit zu be weisen Wollen Sie damit sagen, daß ich. die Fälschung beweisen müsse V .Allerdings !" ' .Nun wohl, so gestatten Sie daß diesk Papiere einer aus drei Sachverständigen gebildeten Kommission vorgelegt werden sagte der Amerikaner, der seine volle Ruhe wiedergesunden hatte, .ihrem Ausspruch wollen wir uns unterwer fen .Steck die Papiere wieder ein zeterte der Greis, wir wollen uns schon unser Recht verschaffen. Ich werde diesen Fall in allen Zeitungen veröffentlichen damit die Leute erfahren, was sie von der Groß müthigkeit dieses guten SohmS zuhalten haben. Die kleinen Posten werden be zahlt, nnd man Hängt'S an die große Glocke, damit auch der Glorienschein nicht fehlt, aber sobald es sich um eine große Summe handelt " (Fortjetzung folgt.) Aus den Kirchhöfen 'der bairischen Dörfer findet man manche Grabschnst, welche em sonderbares Licht auf das Gefühls und Gedankenleben der dortigen Menschen werfend, über aus drollig klingt. Auf dem Gottesacker eines im Allgau gelegenen Fleckens lag der Schreiber Dieses folgende merkwür dige Grabschrift : . Wenn d' Weibersterbe Is sei Verderbe. Aber wenn d' Gaul verrecke Da iö a Schrrcke! Und das ist das Epitaph einer in der .Blüthe der Jahre dahingeschiedenen Frau. Recht liebevoll! Gedämpfte Freude. (Das Ideal des kleinen Hans war ein Hausknecht, und auf die Frage. waS er einstens werden wolle, gab er ohne alles Zögern zur Antwort ein Hausknecht EineS'TageS zog ein Regiment Uhlanen durch oie stadtundyans kömmt athem los, mit freudestrahlendem Gesichte nach . T N rtl i V 11 . Vauie): 'aier, cuncr. ,cy eroe em Uhlan !' Doch mitten in der Freude wird er plötzlich still, sängt bitterlich zu weinen an und sttotett : Wer mud aber jetzt Hausknecht?'
'4 Bessktungsmiltel.
(Zliederösterreichisch.j Wia i' als a Bna so recht unbändi' war mein God, des san iatzt schon ziemli' viel' Jahr Do bat mi' da Schulmoasta oftmals biklagt : .Nixnutziga Kerl", hat za nir er rnkifl a'saat. Wann i' als a' Hahnteisil) imrigsmal z'vlel A Gall eam hab' gemacht' in mein klndllnga G'sptel .Du Sp'chbua", hat g'schrieen er. .au? Dir wird nir Rechts, Dein Denka und Sinna is nur auf 'was SchlechtS, WannS D' groß bist, ergiebst Di' ganz sicher in Trunk, Wirst rafa 2) und spiel'n, wie der irgste Hallunk; Vo' Dir is aa z'siachten3) ja Du bist'S im Stand Und machst aa der G'moan, wia Dein' Eltern Schand, Wer jung so vadurb'n is, via Du, bleibt valur'n! Dees han i mir g'msrkt, schau', und brav bin i wur'n; Ja völli', als warnt ma' an' Kranken that' geb'n A Saftel, des b'stimmt is, Oan' neu zan beleb'. So hob'n mir de Vorwürf' a' Beff'rung bereit'. Ganz anderfcht woar i' schon in oanige Zeit; Do' hat deeg da Zurn net von Schulmoasta g'macht. Sein Schimpfaund Schrei' über deeS hätt' !' g'lacht Sein Töchterl nur war's, was mi' gestimmt hat zurReu Des, wann er mi' g'jchimpst hat oft g'woant hat dabei. 1) Hahnteufel, ausgelassener, ittenn2tbiger,zedch nicht böswilliger Mensch. 2) rufen. 3; furchten. Ungarn und Mongolen. Der Sekretär der in Wien weilenden chinesischen Gesandtschaft, Herr King, hat jüngst auf dem Hosballe eine in t.ereffante ethnographische Entdeckung gemacht. Er fand nämlich, daß sich die Nationaltracht der Ungarn nur wenig von der mongolischen unterscheide. So tragen noch heute die Mongolen ebenso wie die Chinesen kleine runde Hütchen, wie die Ungarn, in die sich Letztere be kanntlich Hahnenfedern, die vornehmen Mongolen und Chinesen hingegenPfau enfedern stecken. Auch der Attila findet sich bei den Mongolen und Chinesen und tragt sogar der Gesandte Li'Fong'Pao selbst ein derartiges reich verschnürtes Kleidungsstück. Leider hat Herr King das Mongolische fast gänzlich vergessen und kann er sich daher nicht mehr erin nern, wie seine Landöleüte heute denHut und den Attila benennen. Dagegen erinnert er sich wohl, daß im Mongoli schen ein Buch Bo!" heißt, ein Wort das die Mongolen wahrscheinlich- im dreizehnten Jahrhundert aus Deutsch land heimgebracht haben. Die Ungarn werden wieder heute von den Mongolen und Chinesen Madja- genannt, dagegen sprechen die alten mongolischen Chroniken von einem Stamme Hong (Wüstenbewohner), der nach dem Westen gezogen .ist, und dürften dies wohl die Ungarn gewesen sein. Von dem kürzlich ver storienen österreichischen General der Cavallerie Graf Thassilo FesteticS wird folgende Anecdote mitgetheilt. Als Oberst wurde er im italienischen Feldzuge am linken Fuße schwer verwundet. Die Aerzte erklärten eine Amputation für unbedingt nothwendiz. Bei der Operation war auch der alte Diener des Grafen zugegen und zerfloß in Thränen ob des schweren Leidens, das seinen Herrn betroffen. Verstelle dich doch nicht, Schlaukopf!- sprach dieser mir. gutmüthigem Lächeln, ich weiß ja doch daß du dich unendlich freuest, in Zukunst nur einen Stiesel putzen zu müffen.P e ch. .Sie haben recht scheene Zeignisse und gefallen Mir och sonst ganz gut wie hee ßen Sie denn eigentlich ? .Malwive !" .Malwine ? ja dann dhut'S mer doch eed. Malvine heeßt Sie nämlich unser Hund och, und des kennte doch zu un lebfamen Verwechselungen führen : I e nachdem. A.: Sag einmal, waS Dir eigentlich ieber ist. nach Deinem Tode verbrannt oder begraben zu werden ? B.: Das ist unterschiedlich. Im Wm er, wenn'S recht kalt ist, da denke ich mir'S schöner verbrannt zu werden, aber etzt im Sommer, wo man ohnedies so chwitzt, da stimm' ich schon lieber für ein kühles Grab. Logisch. Ein Straßenräuber : Unser Gewerbe ist schon recht gut, wenn nur der Galgen Nicht wäre. Ein anderer Straßenräuber: Ja. daS ist's ja gerade, was unser Gewerbe ausrecht erhalt; denn sonst wäre ein Kamerad vor dem anderen nicht sicher !" Höchste Prüderie. Mutter (zu ihrer Tochter): .Irene. daß Du mir nicht in die Küche gehst, eZ ilegi ein ausgezogener lrudelteig am :u,m:-
D ie neue Hose. Steig! : Lieber Freund, thu' mir den Gefallen und borg' mir Deine schwarze Hose ; ich muß dem Herrn Gceimrath meine Auswartuug machen und da kann ich doch nicht in zerrissenen Hosen ge hen !"-Veigl: Haißt 'ne Gefälligkeit! Meine neue Hose, was ich bab' erst ge hab' zweimal auf dem Laib, und wa mer bat gekostet mlin: baare 18 Mark? Steigt: ..Nun, ich verfprech' Dir. ich werde mich schon in Acht nehmen!" (Veigl läßt sich erbitten, begleitet aber den Freund, um ihn unterwegs öfter zur Vorsicht zu ermähnen; da o Mißge schick gleitet Steigl au5 und Veial schreit entsetzt): Wie haißt! Er fall hin, und Ich zerreiß' mer de Hosen ! Auch eine Anmeldung. Johann: Gnädiger Herr, der alte blinde Schulmeister vünscht Sie zu U hen.
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