Indiana Tribüne, Volume 6, Number 161, Indianapolis, Marion County, 28 February 1883 — Page 2

Sndians Triölme.',

FSgliche- und Sonntügssusgaök. Ofssce: Delaware Str. Indianapolis, Ind., 2S. Februar 1883. Nelsc-Correspondenz land. auS DeulfÄNürnberg, 10. Febr. Um Amerika lieb zu gewinnen, um sich mit allen daselbst herrschenden Uebelständen und MißbrSuchen zu versöhnen, braucht man bloß nach Deutschland zu gehen. Ich liebe Deutschland, wie irgend Einer. Wer nicht ganz und gar in dem Materialismus der Zeit aufgegangener wird das Land seiner Geburt zeitlebens lieben. Aber dieses Land wird dadurch nicht besser, daß wir vor seinen Mängeln dieAugen zudrücken und es uns imGeiste auf Kosten unserer neuen Heimath schöner darstellen,' als es in der Wirklichkeit ist. Zwar Deutschland selbst ist schön, wunderbar schön, aber von der Schön heit des Landes allein kann der Mensch nicht leben. Wenn bei uns der Arbeiter an einem Feiertage ausgeht, dann ist er vomReichen wohl kaum zu unterscheiden. Kein Mensch sieht ihm seinen Stand an. Geht man dagegen an einem Feiertage durch die belebten Straßen einer deut schen Stadt, dann siebt man graue Joppen und Mützen in endloser Zahl, barbäuptige Frauen begegnen uns in Mas sen, kurzum man erkennt die Arbeiterbevölkerung. Der deutsche Arbeiter ist im Allgemeinen nicht so gestellt, daß er sich den Luxus eines feinen Rockes, oder sich und seine? Frau den eines Hutes verschalen kann. amerll d! ge des deutsch, im Luxus. Mi Volk physisch degenerirt, auch kommen mag, über die Trägheit d, di ?rx"Zk " r;,; "J,v; 3UJCrnUS K aZ ? rn mktr inTi V 5,. ffntrn! gründet ,st. Woher sollte auch Energie und Freude am Arbeiten kommen, wenn man höchsten? emmal die Woche, am Sonntag, Fleisch genießen kann ? Schwarzbrod und dünner Kaffee des Morgens, Schwarzbrod und Hülsen srüchte des Mittags, Schwarzbrod und Kaffee des Nachmittag? und Schwarz ! brod und Kartoffeln des Abends bilden den Speisezettel des deutschen Arbeiters an Wochentagen. Daß unter solchen Umständen der Arbeiter, um die schlaffen Nerven zu scheinbarer Energie zu reizen, zur SchnapZflasche seine Zuflucht nimmt, .braucht keine Verwunderung zu erregen. Der Branntweingenuß nimmt inDeutschland, besonders im nördlichen Deutschland, wo nicht so viel Bier getrunken wird, als im südlichen, sehr stark überHand. LebenSmittel sind in Deutschland theurer als in Amerika. Wollte der Arbeiter sich gut und kräftig nähren, so blieb ihm Nichts übrig, als in Lumpen zu gehen. Da es aber in der Natur des Menschen liegt, dajj er seinen Mangel und sein Elend verbirgt, so spart er da, wo er es unbeobachtet von Anderen thun kann, also an der Ernährung. Es ist ein schweres, aber meiner Ansicht nach wahres Wort, das ich hier ausspreche: In der deutschen Arbeiterbevölkerung geht em langsam, aber stetig fortschrel lender Verhungerungsproceß vor sich. WaS mich oft geärgert hat, ist, daß jeder wohlsituirte Deutsche mit einer ge wissen souveränen Verachtung auf Ame rika herabsieht. Für ihn ist Amerika daS Land des Schwindels und des Be trugs. Merkwürdig ist dabei jedoch, daß wenn der Herr Papa ein mißrathe neS Söhnchen hat, mit dem er in .Deutschland Nichts anzufangen weiß, er es nach Amerika schickt, damit daselbst iein ordentlicher Mensch aus ihm werde, was in vielen Fällen auch geschieht. Freilich, vor dem vielen Gelde, das aus Amerika für die Ueberschwemmten kommt, haben die Leute heillosen Re spekt, und man kann hier wohl sagen: Ein deutscher Mann mag keinen Vankee leiden. Doch seine Dollars hat er gern. Wenn man versucht, die Leute von der Jrrthümlichkeit ihrer Anschauung zu überzeugen, wenn man ihnen sagt, daß 'der amerikanische Geschäftsmann so ehrlich, wenn nicht ehrlicher ist, als der deut sche, daß das amerikanische Geschäft aus soliderer Basis beruht, als das deutsche. daß der amenkanischeDetailhändler nicht wie der deutsche den doppelten Preis für seine Waare fordert, um nachher m sei ner Forderung um die Hälfte herunter zugehen, dann schütteln sie ungläubig die ttövse. : Daß an diesen verkehrten Anschauun gen und dem Mißtrauen gegen den Amerikaner die ihre Heimath besuchenden Deutsch Amerikaner selbst viel Schuld tragen, ist gewiß. Sie benehmen sich häufig unangenehm auffallend, weisen in affektirter Weise mit englischen Broden um sich und schneiden auf, daß es eine Art hat. Es passirte mir mehrmals. Kaß Leute, mit denen ich zusammentraf, ihre Verwunderung und Befriedigung idarüber aussprachen, dan nicht zedes !dritte menur Worte well" oder all Tiglit" war. Einer meiner Mitpaffagiere aus der Wer'ra war ein Dr. jur. H. (der Name thut nicht? zur Sache) aus Philadelphia. Der Mann sprach wahrend der Ueber fabrt kein Wort englisch. Wir kamen Vormittags in Bremen an und da unser Äua erst um 11 Uhr Nachts abging, be schlössen vir, den Tag über beisammen u bleiben. Wir hatten kaum den Bre mer Bahnhof betreten, als der gute Mann anfing, englisch zu radebrechen. und trotzdem ich ihm stets in deutscher

Ich weiß ja gut genug, daß auch d KKK ?" i " ?C,Ä,D;e.0!!

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Spreche antwortete, beharrlich bei seinent Englisch blieb. Das auffüllend: Bestreben, von den Umstehenden lg Amerikaner erkannt sein zu wollen, miß siel mir so sehr, daß ich zu ihm sagte: Doctar, ich babe nicht Lust, Kellner und Dienstlcute für Ihr abscheuliches Eng lisch zu bezahlen, (besagte Spezies toste gen nämlich Amerikaner stets zu übersor dern) und wenn Sie nicht damit aufhören, trenne ich mich von Ihnen." Das wirkte, aber ick) bin überzeugt, zu Hause hat's der Mann um so schlimmer getrieben. Daß der Deutsche mehr Zeit im WirthLhause zubringt, als der Amerikaner, ist bekannt. Ob das Wirthshausleben, wie man behauptet, einen bildenden Einfluß hat, will ich nicht untersuchen, es mag wohl Etwas daran sein. Aber in Bezug auf das öffentliche, poll tische Leben, wo sich dieser Einfluß doch zumeist geltend machen sollte, hat es denselben in Deutschland ganz bestimmt nicht. Ich war oft im Wirthshaus, habe häufig ganz charmante Gesellschaft gefunden, aber von Politik wurde nicht gesprochen. So oft ich 'auch das Gesvräch auf einen politischen Gegenstand lenkte, ich vermochte es nicht, die Gesellschaft dabei zu halten. Fehlt es an Interksse dafür, oder ist die Furcht, sich durch ein unbedacht geäußertes Wort Unannehmlichkeiten zu bereiten, die Ursache davon, ich weiß es nicht. Als ich mein Befremden darüber erklärte, gab man mir zwar in der Thatsache Recht, half sich aber mit einem Achselzucken darüber hinweg, und meinte schließlich, man könne in Deutschland sagen, was man wolle. So schlimm, wie der Amerikaner eS sich vorstelle, sei es nicht. Es finde sich in seinem anständigen Hause ein Denunziant. Die guten Leute ! Sie be-

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die Aeußerung elnes Redners anstShig wiint n mv dch w , gen, was man will. DaS Auflösen und Verbieten von Versammlungen ereignet . , . - . s sich tagtäglich, oft unter den nichtigsten Vorwänden, und ohne unemgeschranltes Versammlunasrecht ist das allgemeine 0.it j Siimmrccht ein bloßes Spiel. Dte Einheit hat Deutschland, von der Freiheit aber ist es entfernter als ze. Und nun Adieu! Wenn dieser Brief gedruckt ist, befinde ich mich wahrschein lich wieder auf dem freien Boden Ame rika's. Phil. Rappaport. Ostfriesische Wintertourniere Klootscheeten,- r?erw:Zö was Kloo: scheelen" ist, aber der Opfriese und seine nächstenNachbarn wissen es. Allwinter lich findet sich das Wort in allen Blät tern dieser Gegenden, und Jedermann liest den Bericht, der sich darum spannt, mit lebhaftem Interesse ; der Ostfriese aber vergißt darüber sogar seinNational getränk, daS Heet und söt" (Heiß und süß), das anderswo ebenso fremd ist, wie das geheimnißvolle Klootscheeten. Da oben am Rhein werden sie dasWort aber in diesen Tagen zu hören bekommen haben. 1500 Mark alsPreis einesSie. ges des Lütjedingerlandes über Jeverandes tm Klootschienen" so ungefähr mag es in den Quittungen überBelträge ur die überschwemmt gewesenen Gegen den lauten. Allwinterllch, wenn schnee oser Frost die weiche Erde in seine harte Erzfläche verwandelt, den Sümpsen und Lachen eine blinkende Eisdecke ausgelegt hat, dann kommt Leben m die schwersal iaen, schweigsamen Friesen. Sie siken nicht mehr stumm, die Pfeife beißend oder die Prieme im Munde umwälzend, hin er ihrem süßen Warmbiere am Schen entische, das Unbegreifliche, eö wirdEr & y f i elgnik" sie piauoern, piauoern uoyasl und erregt. Es ist die Zeit des Kloot scheetens das ist die Erklärung des Unbegreiflichen. Seht die Bauern in stolzer Heftigkeit um den Werth des Bo ! dens in ihren Dörfern streiten oder über! die edlere Form des Gememdebullen dieses oder jenes Dorfes, den Sportsman sich über die Schnelligkeit gerade seines Rennpferdes ereifern oder denTurner die befferen Leistungen semes Berems am Reck, am Barren preisen, und Ihr könnt Euch em Bild des Ostfnesen machen, wenn er von Klootscheeten spricht. Dort liegt sein Ruhm, der Ruhm seines Dorfes, ja der Ruhm des ganzen Kreises, ,n dem er unter allen Umstan den jeden Anderen, ein Dorf da? benach barte, eine Landschaft die nächste über treffen will. JedeS Dorf hat feine renommirtenKlootscheeter,und Jeder strebt danach, cS zu werden und dann des DorseS Ehre zu gründen. Kloot" hecht Kloß, scheelen" heißt schießen, Kloot scheeten" also KloßZchleßen oder Klov werfen. Der Kloß aber ist eine saustgroße, hölzerne Kugel, die durch einge fülltes Blei eine größere Schwere erhält. Das Wesen des Klootscheetens besteht in der Ausgabe, die Kugel möglichst weit über die gefrorene Fläche zu schleudern. Zwei Parteien werfen dabei um die Wette; ein Dorf fordert das andere, eine Landschaft die andere zu diesem Wettkamps heraus, der oft um nicht un beträchtliche Geldpreise ausgesochten wird, und den zahlreiche Wetten der Zuschauer begleiten. Jede Partei stellt ihre besten, kräftigsten und geschick testen Kämpen, denn der Sieg ist kein persönlicher Sieg, er ist ein Sieg des Dorfes, des Kreises. Da stellen sie sich am dämmernden Wintermorgen in der Regel drei gegen drei, ost mehr oder auch nur zwei aus dem Kampf platze an, umgeben von den Freunden und Mitbürgern. Vor ihnen die weite. ebene, feste Flache. Das Loos entschei det, wer den ersten Wurs zu thun bat. Der Kämpe der glücklichen Partei, aller

störenden KleidungsstiiZe entledigt, ost in Strümpfen, nimmt den Kloot und tritt auf die mit Decken und Matten bedeckte Stelle des Abwurss. Der Bahnwieser", Bahnweiser, geht hinaus und zeigt mit seinem Stäbe die Richtung an, in welcher der Wurf zu geschehen hat, und die Stelle, wo der Kioot die beste Gelegenheit findet, weiter zu hüpfen oder zu rollen. Der Werfer schwingt mit mächtiger Anstrengung den Arm im Kreise umher, nimmt einen Anlauf, und hinaus saust die Kugel ins Weite. Sie fliegt nach langem Bogen auf die harte Erde auf, ricochettirt fort, rollt und bleibt endlich, je nach der Kraft des Wurfe und je nachdem der Werfer eine günstige Stelle getroffen hat. oder nicht, in größerer oder geringerer Ferne liegen. Wehe, wenn der Scheeter an eine Stelle

geworfen, an der der Kloot zuruaprallt oder am Fortrollen gehindert ist ! Es gehört eben nicht nur Kraft, son dern auch Geschicklichkeit, Tresfsicherheit zum Klootscheeten ! Lautes Halloh und Hurrah der zahlreichen Zuschauermenge begleitet den glücklichen Wurf, derber Spott den unglücklichen oder Ungeschick ten. Jetzt nimmt der erste Kämpe der Gegenpartei den Kloot und trachtet ihn über dcn der ersten hinauszuwerfen. Wieder Beifall- oder Hohnruse. Haol weeer !" (hol wieder) ruft der Bahnweiser, und hin stürmt die Menschenmenge an die Stelle, wo die Kloote liegen. Der zweite Kämpfer der ersten Partei nimmt den Ball auf und wirft ihn wie der erste weiter, der zweite der zweiten Partei thut dasselbe mit dem Kloote dieser. Dann folgen auf der ferneren Station diedritten Scheeter beider Parteien im Wurfe, dann wieder die ersten und so fort, bis das erste Ziel erreicht ist gewöhnlich das nächste Dorf. Immer gilt es, den Kloot weiter zu scheelen, als den der Gegenpartei. Nun geht es zurück. Wie hat. Eine Krönung. Kalakaua's königliche Majestät hat die ÖOn dem Zuckcrkönige, dem Sohne eines f ..s O 1. . -fcf ptuiiucuiiujcn -ouiuiii, ucuyuc niuuu.-ij glücklich überstanden. Der in Boston verfertigte Thron war nicht morsch und ist daher nicht zusammengebrochen, das Oel, mit dem er sich salbte, ließ seine Haare erglänzen, und die Krone stand ihm ausgezeichnet zu Gesicht. So hätte der Mann nun ein beschauliches Leben vor sich. Nihilisten giebt es nicht auf Hawaii, und die dort etwa befindlichen Mallcontenten sind entweder zu arm. Dynamit zu kaufen, oder zu faul, Tunnel zu bohren. Das Majestätchen bat daher nicht zu befürchten, daß es demnächst mit seinen Hosschranzen rn d:e Lust fliegt. Aber andere Gefahren umdrauen es, nicht schnell vernichtend, wie der Blitz, sondern langsam naher kriechend.es mit unlösbaren Fesseln umschlingend und ihm die Lcbenskrast, d. h. das Geld oder die Clvllltste unterbindend. Die Em geborenen auf den Sandwich - Inseln sind am Aussterben. Als der berühmte Weltumsegler Cook im Februar 1779 die Einladung des damaligen Königs der Kanälen zu einem Diner annahm und bei dieser Gelegenheit mit seinen vier Geführten verspeist wurde, bestand die Bevölkerung der Inseln aus 400,000 Seelen. Im Jahre 1832 war die Zahl dieser Naturkinder in Folge des Mangels an Menschenfleisch, ihrer Lieblingsspeise, aus 130,000 zusammengeschrumpft, be trug im Jahre 1872 noch 50.899 und heute bedeutend weniger. Neben dem Mangel an Menschenfleisch, das früher die schiffbrüchigen Seefahrer und die Mifsionäre lieferten, haben die Blattern, der Aussatz, daS Delirium Tremens und err.e endemisch austretende, mit allae meiner Körperschwäche verbnndene Grippe" die Vermmderunq der Autoch thonen bewirkt, und die Zeit ist nicht sern, dafc der letzte Kanake zu fernen Vä tern versammelt sein wird. Laut der letzten Berichte aus San Francisco wüthet der Aussatz zur Zeit aus sämmtlichen Inseln. Diese Krank heit ist bekanntlich schlimmer als gelbes Fieber und Cholera zusammengenom rV m men. Vcyon Auaicye, die von einem Aussätzigen im ersten Stadium der Krankheit gewaschen wurde, steckt an. Die Aerzte in Honolulu behaupten, daß Zucker, der dessen Verpackung Aussätzige beschastigt waren, die Krankheit verbreiten könne. Das von Claus Spreckels dargeliehene oder geschenkte Geld ist für die ttconung daraufgeqanaen und es fehlen die Mittel, die Kranken in Qua rantäne unterzubringen. Wenn also vle am meisten der Krankheit untcrwor senen Kanälen verschwunden sind, dann bleiben Sr. Majestät nur och Chinesen, Italiener, Deutsche und Amerikaner zu Unterthanen. Was soll dann aus dem Königreiche werden ? Die Chinesen blei ben ihren Waschzubern treu, die Italic ner werden in den leeren Straßen Musi machen, die Deutschen werden Bier brauen und Vereine gründen, und die Amerikaner werden sämmtliche Aemter im Reiche bekleiden und die Post vcr walten. Die letztere, die zur Noth noch eine Einnahmequelle bilden könnte, wird so mit Sternpostcontracten überbürde sein, daß der König noch auf das Post departement darauflegen müßte, wenn er etwas daraus zu legen hatte. Die Chi nesen machen sich nichts aus der Stra ßenmusik, trinken kein Bier und schreiben keine Briefe, die Italiener waschen ihre Wäsche gar nicht, die Deutschen zuHause, und so findet nur ein höchst unbedcutender Verkehr statt. Unter solchen Um ständen kann kein Reich aus die Dauer bestehen. Die Aussichten in die Zukunst sind daher trübselig für den Monarchen, dem jedoch das Bewußtsein, gekrönt zu sein.

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und m TlVlZ urni 23ie Hilfcleiftung Nord-Amcri5a'S. Dem Reichstage sind die folgenden Geldsendungen aus den Ver. Staaten für die Ueberschwemmten des Rheins und seiner Nebenflüsse bis 6. Fevruar 1883 zugegangen : M. St. Louis 30.000. Louisville . 18,000. Galveston (Texas) (I.Rate) 5.000. Indianapolis 13,000. Chicago (1. Rate) 30.000. (2. Rate) Ü0.000. New Hort, Brauer. Hopfen und Malzhändler 40,000. Detroit 12,000. San Francisco 0.000. Evansville (Jndiana) 5,000. Milwaukee 10,000. Jeffersor-ville (Kentucky). . . 1.250 Chicago (3. Rhte) 20.000. Rew York 100,000. öslii Francisco fftOfiO St. Louis 2 ".000. Chicago (4. Rate) 20.000. Memphis 8.00s) Stadt Erie (Pa.) 2.230. Kansas City 7,487. Detroit 4.000. Rew York 50.000. St. Louis, 83.40 Toledo (Obio) 12 000, Michigan City 1.9 8. 0,000. O fu.si Statrn Island Pittsburg und Alleabenti. Dayton (Ohio) 3,000. Newark (New Jersey) 13.000. New York ; 50.000. Veoria (Illinois) , 7,500. Quincy k 2,500. Detroit 27 20 Leavenwort 2.525. Cannelton(Jndiana) 800 Bclleville 930. Galveston (Texas) (2. Rate) 0,000. Dallas 1.T51 i. Chicago (5. Rate) 20.000. Summa M. 500,853.20 Mehrfache Gaben sandten.New York zusammen 240.000. Chicago 110,000. Galveston (Texas) zusammeir 11,000. Detroit 20,270 10 St. Louis 30.083.40 Außerdem sind erhebliche Beiträge bei dem Reichskanzler, bei den Comites in Mannheim, Speycr, Köln u. s. v.. bei der rankfz:rtcr Zeitung" und einip?n nlddriiischen Blä!t?rn c,uö den r l t .: ltnii r t n r r n s i . 6 n U. Illtllltl l IlljlUlitll. B ol In land t . D i e neue Spinnerei in scymour, Conn., m welcher nur das Haar der Angora Ziege versponnen wird, hat in den neun Monaten ihres Bestehens mit einem NcttoProsit von 100 Proccnt gearbeitet. In San Joaquin County,' Cal., nimmt die Zahl der Gesekesüber treter so Überhand, daß sich der dortige , Sheriff drei starke Hunde Kreuzung von Mlcks- und Blutkunden aus Texaö kommen ließ, die ihn bei der Versolgunq der Verbrecher unterstützen sollen. Die Hunde kosten $200 pro Stuck. DieHovsen züchter in Nunda, N. , schreiben das Ueberhandnehmen des Ungeziesers in den Hopfenpflanzungen der Vernichtung der Stinkkatzen zu. In A l a ch u a, Fla., sind jetzt die Erdbeeren reif lind im südlichen Ala bama hat man mit dem MaisVsianien begonnen. In mehreren Fabriken in oronto werden die Fabrikmädchen mei r 5.en rrgeno weiqer ernoye gegen oie Fabrikordnung mit Prügelftrafcn belegt; ein Frauenverein hat sich gebildet um dieser unglaublichen Rohheit ein Ende zu machen. Arizona umfaßt noch 5,700, 000 Acker Holzdestand, Mit deren Ver mesiung im nächsten Frühjahre begonnen werden soll. Von Dr. Heaton aus Peoria, Jll., wurde kürzlich berichtet, er sei im Washington'Territorium von einem Vigilanz-Comite gehängt worden. Diese Nachricht beruht auf einer PersonenVerwechslung; Heaton hat dieser Tage im Säuferwahnsinn Selbstmord dadurch begangen, daß er sich bei Pond d'Orville, W. T., vor einem Eisenbahnzuge auf die Schienen warf. Auf dem Grundstücke der SoldateN'Heimath bei Hampton. Va., wird zur Zeit eine Amtswohnung für den Casienbeamten, ein neues Hospital und eine Kirche mit 1000 Sitzplätzen gebaut. Die Bundesregierung beabsichtigt, alle Soldaten Heimathen aufzuheben und nur diejenigen bei Hampton und bei Dayton. O., fortbestehen zu lasien. Er stere Anstalt wird so eingerichtet, daß sie 2000 Jnsasien auszunehmen im Sta7.de ist. Dieverw. Robinson in Philadelphia erwachte amSonntage srüh durch einen Schlag aus den Kopf und sah zwei maskirte Männer vor ihrem Bette stehen; in demselben Augenblicke erhielt sie einen zweiten Schlag mit einemKnüp pcl, bat die. Einbrecher, sie möchten ihr nichts zu Leide thun, sie wolle ihnen alles Geld geben, das im Hause sei. Die Männer ließen die Frau ausstehen und dieselbe holte aus dem Bureau einige $50, die sie ihnen einhändigte. Einer der Räuber notirte sich sodann die ge naue Adresse der Frau und sagte : Wir haben im Streite einen Mann erschla gen und brauchen das Geld, um uns flüchten zu können, sobald wir inSicherheit sind, werden wir Ihnen das Geld zurückschicken." Die Frau, die mit Blut überströmt, aber nicht ernstlich verletzt war, öffnete den Männern dreHausthure und weckte sodann eine in demselben Hause wohnende Familie, durch welche der Polizei Anzeige gemacht wurde. Eine Spur der Räuber wurde seither nicht entdeckt, aucb von einem Morde oder Todtschlage ist nichts bekannt geworden. Im Staate Main wurden von 9!ovember bis Januar über 2,000 Hirsche von nicht ganz 100 Jägern er

alle Sorge' versüßt Freude verwandelt.

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ieyi. juic jtyicic ramcii uuiiniuuj in , den Kopf geschossen und dies erklärt sich '. dadurch, daß dieselben von Hunden in die zahlreichen Teiche getrieben und dort erlegt werden. Die Prohibüionisten in Iowa machen krampfhafte Versuche, um das dortige Obergericht zu veranlassen, seine gegen den Prohibitionszusatz abgegebene Entscheidung in Wilderer wägung zu ziehen. Durch zwei Advokaten in Des Moines Namens Nourse und Harvey haben sie dem besagten Ge richt eine Bittschrist vorgelegt, in welcher sie um ein sogenanntes i:e-hearing in der Amendementfrage bitten, d. h. um eine Wiederaufnahme deS Processes. Diesjährige Mary E. Mc. Guire in Brooklyn, N.Y., hatte sich im Oktober 1870 vor tem Haufe des Wm. Spenin mit Seilspringen belustigt, war hierbei in eine nicht vergitterte Oesfnung im Trottoir gefallen und hatte sich dabei beschädigt. In dem von dem Vter angestrengten SchadenersatzPro cesse wurden dem Mädchen Ende voriger Woche in dritter Instanz $870 Schaden ersatz zugesprochen. Das Appellations gericht sagt : daß Kinder ein Recht ha ben, auf der Straße zu spielen, und daß die Hausbesitzer verpflichtet sind, dasür zu sorgen, daß alle gefährlichen Stell vor den Häusern mit Schutzgittern ver sehen sind. In Stockton, Cal., verrenk te sich ein werthvolles Maulthier durch Ueberschlgen den 4., 5. und 0. Halöwir bel derartig, daß es getödtet werden sollte. Ein benachbarter Farmer besah sich das Thier, ließ eS mittels Bandagen vom Boden in die Höhe ziehen, befestigte ein Seil so um den Kops, daß heftig an solchem gezogen werden konnte, ohne es zu erwürgen, und dann zogen zwei fräs tige Männer aus Leibeskrästen an dem Seile und zwei andere an dem Schwan ze. Die Wirbel sprangen in ihre natür liche Lage zurück und das Thier ist wieder so gesund wie vor dem Sturze. In dem Nachlasse des kürz lich verstorbenen, langjährigen Straßen bettlers Patrick Fox in Amsterdam, N. ?)., wurden gegen $5.000 in Geld und Werthpapieren vorgesunden. Als Er ben haben sich seither weitläufige Ver wandte in Irland gemeldet. Vor drei Monaten stach sich der sünsjährige Eddie Dyer in Prince ton, Mass., eine Nadci in den Fuß. Als die Mutter dieselbe herauszuziehen ver suchte brach sie ab. Der Knabe hatte nicht den mindesten Schmerz, bis dieser Tage die Spitze des rechten Mittelsingers sich entzündete. Durch einen Ein schnitt entdeckte Dr. Gleason den abgebrochenen Theil der Nadel, welcher sich vom Fuße bis in den Finger durchgear bettet hat. Joiepy Burley in Taunton in demselben Staate zog ebenfalls dieser Tage aus seinem Oberschenkel eine Na del, die er von 20 Jahren sich in denFuß getreten hat. In Baltimore ist einer der Kämpfer aus den deutschen BesreiungS kriegen gegen den ersten Napoleon ge starben, nämlich Wilhelm Henkel. Zu Schiffelbach, Kreis Kirchheim in Kurhcs sen, geboren, trat er als ungewöhnlich rastig gebauter Junglmg im Jahre 1814, obgleich erst 15 Jahre alt, in daShessische Leibgarde-Regiment ein und. machte die letzten Kampfe gegen Napo eon mit. Später blieb er bei dem Oc cupationsheere in Metz, kehrte im Jahre. 1810 Hause zurück und betrieb das Mül ergewerbe, bis er rm Jahre 1834 nach Baltimore auswanderte. Er war der älteste von acht Brüdern, wovon nur loch einer und zwar in JUmois lebt. An beiden Ufern des Hud 1 o n, namentli aber am östlichen, tritt zur Zeit Sumpjsieber ungewöhnlich hefrg und hausia auf. Die Aerzte kon nen sich diese Erscheinung in der jetzigen' Zahreszelt und bet der Beschaffenheit des gegenwärtigen Winters nicht erklä ren. Deutsche Lokal'.Zacyrichten. Chemnitz (Sachsen), 0. Februar. Von einer seltsamen Verurthettung ha ben wir zu melden : Als neulich Hofpre diaer Stöcker in der öffentlichen Ver sammlung der hiesigen Reformer im Thalia - Theater austrat, wurde er von seinenFreunden mit lautcmApplaus, von semen Geanern. besonders aber den vle len anwesenden Socialdemokraten, mit starkem Zischen und Pfeifen empfangen. FlugS war die Polizei zur Hand, die Ausdrücke des Mißfallens zu unterdrü cken ; man packte einige Socialdemokra ten, führte sie zurWache und ließ sie von diesem trauten Aufenthaltsort sich erst wieder entfernen, als der Stöcker Vor trag zu Ende war. Damit aber war die schlimme That, so die Pfeifenden unter nommen, keineswegs gesühnt. Einer der anwesenden Socialdemokraten, ein Herr Thieme, ward in Anklagezustand versetzt und ist vom hiesigen Schöffenge richt wegen groben Unsugs, begangen durch jenes Pfeifen, zu vier Wochen Haft vcrurtheilt worden. Die Social demokraten wollen die Sache dabei aber nicht bewenden lassen, sondern sie bis in die höchste Instanz verfolgen. B e r l i n, 0. Febr. Zwei hiesigeStu deuten gingen vor einiger Zeit in der Begleitung eines vroßen Hundes an ti iv m Jleischergeschäst vorüber, vor wel chem eine Katze saß. Die Studenten reizten iüren Hund zum Angriff und die ser stürzte aus die Katze, die. er durch einen Biß am Halse tödtete. Die Stu dcnten wurden demzufolge zu einer Po lizeistrafe von 50 M. verurtheilt und der 'Eigenthümer der gctödteten Katze klagte auf einen Schadenersatz von 150 Mark. Diese hohe Forderung begründete der wohlhabende Kläger damit, daß das ge tödtete Thier der Liebling seiner Fami Iie gewesen sei, die bestin Eigenschaften eines wohlerzogenen Haustbiers gehabt habe und ihm sicherlich nicht für eise geringere Summe als 150 M. feil gewesen wö:e. Die verklaaten Studenten erbo tcn sich zur Zahlung von 15 M., dem gemeinen Werth einer Katze, und auf ihren Antrag wurde der Direktor Bo dinus vom Zoologischen Garten als

Sachverständiger vernommen, welcher bekündete, daß eine gewöhnliche Katze einen Wertb von 15 M. babe. Der Amts-

richte? wieg deshalb den Kläger mit sei ner Mehrforderung über 15 M. kosten pflichtig ab. Auf die Berufung des Klägers hob aber das Landgericht das Urthnl des Amtsrichters auf und es der urtheilte die Studenten zur Zahlung von 150 M., nachdem der Kläger seine Behauptung, daß die Katze für ihn den Werth von $150 M. habe, durch einen Eid (sogenannten Schätzungscid) bekräs tigt hatte. AuS der Provinz Hanno ver, 5. Februar. Wiederum hat ein harter Verlust unsere provinzialständische Verwaltung getroffen. Unser erster Wegebaurath bei der Landesdirectien, Herr Regierungs und Baurath Georg Voigts, ist gestern plötzlich im 56. Le bensjahre aus seiner Thätigkeit gerissen worden. Voigts hat das größte Ver dienst um den hannoverischen provinzisl ständischen Wegebau. In keiner ande ren Provinz sind so bequeme und schöne Communal und Gemeindewege gcschaf fen, wie in der Provinz Hannover. AllenKtin (Ostpreußen), 3. Febr. Bet einer Hochzeitsfeier wurde hier zum Besten der überschwemmten Rheinländer eine höchst scherzhaste Lotterie veranstal tet. Ausgeloost wurden eine Nähma schine, ein Streichinstrument und eine Fruchtschale, und der Erlös für verkaufte Loose betrug 04 M. Als schließlich die Vertheilung der Gewinne vorgenommen wurde, entpuppte sich die Nähmaschine als Nähnadel, das Streichinstrument al? Zündholz und die Fruchtschale als eine halbe Citronenfchale. O l d e n b u r g, 27. Januar. Neues Material zu dem Antrage Phillips,betr. Entschädigung unschuldig Verurtheilter, bot eine vor hiesigem Landgericht statt gehabte. Verhandlung. Der Kessel schmied Bock und dessen Sohn zu Bel fort bei Wilhelmshasen sollten einen gewissen Vehrens mißhandelt haben, und zwar wurde dem Ersteren vorgeworfen, er habe ein scharfes Messer zur That be nutzt, was dieser hartnäckig in Abrede stellte. Auf Grund der eidlichen Aussage dreier Zeugen erfolgte jedoch die Ver urtheilung des Bock sen. zu 1 Jahr Gefängniß, von dem dieser über 5 Monate abgesessen.. Unschuldig! Denn bald lenkte sich der Verdacht immer stärker auf den eigenen Sohn des Verurtheil der Antrag auf Wiederaufnahme des Versahrens erfolgte.und in der Gerichts Verhandlung Mundeten 23 neue Zeugen, daß Bock sen. unschuldig, dagegen sein Sobn der Thäter sei. Das Gericht stellte fest, daß diesen Aussagen gegen über die Zeugnisse der drei Zeugen in der ersten Verhandlung werthlos gewor den seien, und erkannte auf Freispre chung des Bock sen.. sowi? sofortige Entlassung aus der Haft. Stuttgart, 5. Febr. Allgemei neS Aufsehen erregt hier die gestern er folgte Verhaftung des bisher allgemein geachteten Verwalters der hiesigen städ tischen Armenpflege und verschiedener Stiftungen, G. Aldinger. Wie der Staatöanzeiger" berichtet, erfolgte die Verhaftung, nachdem sich b:i einem am letzten Samstag unvermuthet vorgenommenen Kassensturz ein Kassenmangel von circa 42.000 Mk. ergeben hatte. Wie es möglich war, daß Aldinger die offen bar längst vorhandenenDesecte in seinen Kassen bisher verheimlichen konnte, dar über lassen sich zur Zeit nur Vermuthun gen ausstellen. Da vor wenigen Jahren ein ähnlicher Fall bei einem städtischen Kassenbeamten vorkam, der ebenfalls Jhre lang seine Unterschlagungen zu verheimlichen wußte, so bricht sich viel fach die Ueberzeugung Bahn, daß in der Controle der städtischen Kassen Etwas nicht in Ordnung sei, und man hört mannigfach die Ansicht auösprechen, bei derartigen Mißständen hätte unfer Stadtvorstand besser gethan, entspre chend seiner, bei seiner Wahl zum Oberbürgermeister gegebenen Zusage sich aus sein städtisches Amt zu beschränken, statt dem Ehrgeiz nach einem Landtagsman dat nachzugeben. Mainz. 5. Febr. Mit Ausnahme der Stadt Mainz ist nunmehr die amt liche Abschätzung der an Gebäuden in dem Kreis Mainz durch die Ueberschwemmung entstandenen Schäden ser tiggestellt. Die Zahl der geschädigten Gebäude ist 250 und es beträgt nach der amtlichen Taxation der Gesammtschaden 98.757 Mark. Hierbei kommt in erster Linie Laubenheim in Betracht, das an 115G:bäuden einen Schad,n von 00,030 M. erlitten hat. Es folczt Zkastel mit der Petersaue, wo an 5 t Gebäuden ein Schaden von 20.145 M. entstanden ist. Dann kommt Weisenau mit 9510 M. für 30 Gebäude, Kösthcjm mit 03!2 M. sür 54 Gebäude und Budenhcim mit 2130 M. sür lOGebäude. DicGemeinde Mombach hat an Gebäuden keinerlei Schaden erlitten. Die höchste Summe der einzelnen Schäden belauft sich auf 2770 M. und die geringste auf 30 M. DerSchaden an den Feldern undPflanz stücken, wie auch an Mobilien, läßt sich vorerst noch nicht taxiren. Frankenthal,?. Febr. Diehiesige Abschätzung? -Commission hat den Schaden an wasserbeschädigten Gibäulichkeiten zu 14,210 M. abgeschätzt. Sie ben Wohnhäuser sind zusammengestürzt und 48 weitere Gebäulichkeiten mehr oder weniger beschädigt. W i e n, 0. Febr. Der Pole Kaminski in Galizien hatte sich von dem Baron Schwarz, einem Bauunternehmer, die Kleinigkeit von 025.000 Gulden (circa 300,000 Doll.) dasür ausbedungen, daß er Kaminski seinen Einfluß zu Gun sten des Baron Schwarz, der den Bau der Galizi'jchen Transversalbahn über nehmen wollte, geltend mache. DaS abgekartete Spiel gelang, Schwarz erhielt den Bau, wollte aber nun Herrn Ka minLki mit 25,000 Gulden abspeisen. Letzterer hat darauf den W'g der Klage beschritten. Die nächste Folge war. daß Herr Kaminsli aus dem Polenklud dcS Reichsrathes ou'treten mvc; sein Rechtsbeistand, Wolski, wird ihm folgen müssen.