Indiana Tribüne, Volume 6, Number 157, Indianapolis, Marion County, 24 February 1883 — Page 2

Ittdmna HnölttZö. FSglik- n?d Sounlsgsszzszs?.

Office: tt2S. 5)clateMtr. Indianapolis, Ind., 21 Februar 1833. Eine Volttsttle. ' Wie die Noöenstuden in Deutschland, die Beihilfe der Nachbarn bei derErrich

tung von Blockhäusern im Westen, das j Aufsehen erregt. Die Mißachtung der gemeinschaftliche Aushülsen des Maises Bäume und 5)olzbestände, die unverim Süden, so hat sich imOsten, und na jnünstige Verwüstung und Ausbeutung mentlich in den Grünen Bergen" des ; ber Wälder ist eine amerikanischeUnsitte, Staates Vermont eine hübfcheVolkssitte bt schon mit den ersten Pionieren xn'S

erhalten, welche den Farmern den für den Winterbedarf unentbehrlichen Eandy liefert. Irgend eine Familie ladet die Jungfrauen und Jünglinge auf einen bestimmten Abend in ihre Wohnung ein, und da die Landstädtchen und dieDörfer nicht groß sind, so ergehen dieEinladungen an die gesummte Jugend, so daß die Auswahl der Gäste nicht das Kopfzer brechen und die nachträglichen Verflimmungen veranlaßt, von denen sie in grö ßeren Städten häusig begleitet ist. Vei einbrechenLer Dunkelheit stellen sich die Geladenen ein und nehmen zunächst an der mit einer vortrefflichen Abendmahl zeit bedeckten Tafel Platz. Man muß selbst die derben, aber wohlschmeckenden Speisen gekostet haben, um den Appetit dsürdigen zu können, den Mädchen und Burschen bei solchen Gelegenheiten entwickeln. Man muß an die Hotelküche großer Städte gewöhnt sein, um die Schmausenden um derartige Speisen zu beneiden. Die amerikanischen Köche sind Meister in der Herstellung von Suppen, Pasteten und Dessert, aber gar manche schöne Gottesgabe, die, von einer geschickten Hausfrau zubereitet, noch in der Erinnerung Sehnsuchtsthränen in die Augen lockt, wird von ihnen entschlich verballhornt. Also Mädchen und Burschen erheben die Hände mit einer Energie zum lecker bereiteten Mahle, die von den alten homerischen Helden nicht übertroffen wurde. Darob lacht das Gesicht der die Gäste bedienenden Haus mutier, wie der Vollmond in einer schönen Winternacht, und dieselbe ergänzt unaufhörlich die in die Vorräthe gegessenen Breschen. Mit dem erhabenen Ge sühle, das die Sättigung mit gut zubereiteten Speisen gewährt, begiebt sich sodann die junge Gesellschaft in die Küche. hier dampft bereits der umfangreiche Kessel auf dem geräumigen Kochofen. Mit goldbraunem Syrup ist er gefüllt, und dieser muß durch stetes Umrühren mit dem mächtigen Kochlöffel vor dem Archrennen bewahrt werden. Ist die Maffe so dickflüssig geworden, dass der Löffel Rinnen zurückläßt, die sich nur langsam schließen, so wird der Kessel vom Feuer genommen und vor dem Hause in den Schnee gestellt. Nun er scheint die Hausfrau mit einem großen Vorrathe weiß schimmernder Schürzen. Die Jünglinge elhalten solche, die ihre ganze Vorderansicht vom Kinne bis zu den Füßen verhüllen, die Mädchen arrangiren auch diese dem praktischen Ge brauche dienenden Kleidungsstücke so zierlich als möglich. Dann geht es an das Hinausstreifen der Hemdärmel. Bei den Burschen geht dies schnell von flat ten, bei den Mädchen zögernd und verschämt. Für sie ist dies nämlich in den Grünen Bergen die einzige Gelegenheit, ihre runden, appetitlichen Arme in Gesellschaft zu Zeigen. Zu anderen Zeiten sind, dort bloße Arme fast so verpönt, wie tief ausge schnittene Kleider. Inzwischen hat sich der Syrup genügend abgekühlt, und .der Keffel wird zurückgebracht. Teller mit gefchmolzenem Schmalze machen die Runde, und in solches tauchen die jungen Leute die Hände, damit der Syrup nicht an denselben kleben bleibt. In Deutschland sagte man früher den 23äkkern nach, sie erreichten beim Brezelbacken denselben Zweck dadurch, daß sie in die Hände spuckten, wir haben dies aber nie geglaubt. Tief taucht der Kochlöffel in den Inhalt des Keffels, fördert Portionen Syrup zu Tage und diese nehmen die Burschen in die Hände. Ihnen gegenüber haben sich die Mädchen aufgestellt und je ein Bursche und eine Maid beginnen, den Syrup aufzuziehen, entfernen sich von einander, rücken wie der nahe zusammen, Hand an Hand, Auge in Auge; da wird gedrückt, gepreßt, geknetet, der zu einem Streifen ausge sponnene Syrup wird doppelt, dreifach, vierfach zusammengelegt, wieder ausge zogen u. f. w., bis er eine weiß'gelbliche Farbe erlangt hat und starr und steif geworden ist. Dann wird er aus Tafeln ausgebreitet und in gleichmäßige Stücke geschnitten. Das süße Geschäft ist beendigt, die Hände- sind gewaschen, die Schürzen abgelegt, und zurück geht es in das Wohnzimmer. Da kommen die alten Spiele an die Reihe : Blindekuh, Seht Euch nicht mn, mein Plumpsack geht 'rum, halerfuchen, Wie. wo

un??f'ib"el10vwr Py0ullke 'tätsglaube erschüttert, der durch die Büun lucBUjanberspicle, scacri roeldjc ; er in unheilvoller Weise genährt worauch m den Grünen Bergen die Mädchen iben ist. Es macht sich bereits ein erfreuA m ffc ri 4 A A MM M A & A v. JL. jm. - . . . ' . . ' '

,UU4C!il"!.,'""u fül. ilc uvai 111 1) iuiiiu a . find schön, diese Spiele der goldenen Jugendzelt, und bringen mitunter emen horno sapiens mehr unter den Einfluß und die Macht des anderen, als Mes' merismu oder Hypnotismus je im Stande waren, ja so sehr, daß dieser Einfluß über das ganze Leben sich ausdehnt. Punkt Mitternacht erscheint kein Geist, sondern die freundliche Hausmutter, und dies ist das Signal zum Auf bruche, dem williger entsprochen wird, als wenn in Städten, die sich verrückter Sonntagsgesetze . ersreuen, der Wirth beim Anbruche des Sonntags sagt : Meine Herren, es ist-12 Uhr.- Das Farmerhaus trägt wieder den gewöhn ten friedlichen Character. aber seine Vor rüthe haben sich um einen großen Korb delicaten Candy's vermehrt. Andererseits haben allerdings die Mundvorräth:

"""en. ÄUiiuuuj wuui am uur oa jchaft geltend, und die Ein eitigkeit den Psänderfpielen die Kußchen m (z- schwindet immer mehr. Während früher ren" die ihnen gebührende olle. ie eine bestimmt, Nirt,,, in ir.nS

m nicht 'unerheblicher Weise aöenom l7.cn.

Ein WttUMs.Pflanzuugötag. Fräulein Wolfe hat dorige Woche zwei rnajestätische Eichen von ihrem Landsitze in West Ehester, N. Y., nach dem zu ihrer Villa gehörigen Garten in Neroport, Rhode Island, mit einem Ausvande von mehreren tausendDollars tranöportiren und dort anpflanzen lassen. Dies ist an sich kein neues Expenment und mißlingt heutzutage fast nie, hat aber wegen der Größe der Bäume und der Entfernung ungewöhnliches Land gekommen ist. Die Ansicht, daß die Wälder Regen verursachen oder die Wolken anziehen, ist zwar ausgegeben worden, wohl aber ist es eine Thatsache, dcfl sie die Niederschlage aufsaugen, auf sparen und langsam den Bächen und Flüssen zusenden, sowie daß sie dem plötzlichen Schmelzen des Schnees vorbeugen und . so Überschwemmungen verhindern, die jährlich einenVerlust von Hunderten von Millionen verursachen. Auch im Staate NewYork sind in vielen Gegenden die Bäume seltener als die Telegraphenpsosten. Ex Gouverneur Seymour macht jetzt den Vorschlag, daß die Legislatur auch für den Staat New Vork einen allgemeinen Baumpflan zungstag in derselben Weise einführen solle, wie dies in mehreren Staaten und Territorien des Westens bereits mit gutem Ersolge geschihenist. Als solchen Tag empfiehlt Herr seymour den na tionalen Grübcrschmückungstag. dkn 30. Mai. Bücher uut Keilschriften. Leuten, die in jcdcr Veränderung eine Verschlechterung erblicken, wird die Nach richt sehr unangenehm sein, daß die Zahl der jahrlich gedruckten Bücher in der Abnahme begriffen ist. Die Herren Samvson. Low & Co. in London be ! richten, daß im Jahre 1882 die in eng li:r.- . js. . v . I,!i.n.t ia)ii zpraqe, oer KKiicHuciomieicn Culturfprache neuerschienenen Bücher sich auf M8 beliefen, wozu noch 1110 neue Auflagen kommen. Somit betragt die Gesammtsumme 512 gegen 510G im Jahre 1831. Allerdings ist die Ab nähme gering, aber da sonst stets eine Zunahme zu verz?ichnen war, so ist sie immerhin ausfallend. Sie veranlaßt die genannte Firma zu der Bemerkung: Die außerordentliche Thätigkeit auf dem Gebiete der Tages und Periode schen Schriftsteller macht sich selbstverständlich insofern fühlbar, als sie die Zeit zum Bücherlksen beschränkt. Wenn man die Mannichsaltigteit und Ausdehnung der übrigen Anforderungen an die Auf merlfamkeit der Leser in Betracht zieht, so muß man sich eigentlich wundern, daß nicht noch weniger Bücher gedruckt wer den." In der That kann nur die wunderbare Entwicklung der Zeitschristen und be sonders der Tage und Wochenblätter an dem Rückgänge der Buchliteratur schuld sein. Fachschriftin, Magazine und große Zeitungen beschäftigen theils regelmäßig, theils als Mitarbeiter die besten schriftstellerischen Kräste und bie ten eine Auswahl in leichtsaßlicher, ge drängter Form, die in dickleibigen Bän den nur mit großem Zeitverluste zu erlangen ist. Sie üben eine bedeutende Anziehungskrast auf Talente aller Art auZ, weil sich letzteren nicht nurGelegen heit zu einer geregelten Beschäftigung, sondern auch zu beständiger und wirkungsvoller Darlegung ihrer Ideen bie tet. Im Zusammenhange mit Tages ereignissen haben juristische, nationalökonomische, medicinische, kunstwissenschastliche und hundert andere Theorien mehr Interesse selbst für das wirklich gebildete Publikum,als wenn sie in umfangreichen Folianten niedergelegt werden. Der Verfasser von Büchern darf sich nicht wiederholen ; der Tagesschriftsteller kann dieselben Gedanken immer wieder in neuer Form im Zusammenhange mit neuen Ereignissen vorbringen und sie ouf diese Weise seinen Lesern so fest einprä gen, daß sie dieselben mit der Zeit für ihre eigenen halten. In Felge dessen tritt auch keine Verslachung ein, sondern eher das Gegentheil, zumal es dem Le ser von Zeitschriften und Zeitungen viel leichter wird, sich über die verschiedenen Ausfassungen derselben Frage aus ver schiedenen Blattern zu unterrichten, als dem Bücherleser. Nimmt er dann an einem Gegenstande ganz besonderes Interesse, so kann er denselben in umfang reiche Werken genau studiren. Thatsache ist, daß Tausende aus den periodischen Schriften die Anregung zu sorgfältigen Fachstudien schöpfen. Eine besonders empsehlenswerthe Neuerung ist die Gewohnheit namentlich englischer und ame rikanischer Magazine, in demselben oder im fnTnfnhpn SSrfi Yrn 5prtrtrn enta I gegengesetzter, Anschauungen Raum zu npmfifirpn 'nWA mird hr Wiitnri, lich Liberalismus auch in der Wisien Wissenszweige mit ihren unfehlbaren Äogmen mitunter Jahrzehnte lang vor herrschend war, um dann von einer anderen gänzlich verdrängt zu werden, sinden heute Erweiterungen nach allen Seiten hin statt, die das Verständniß schärsen. Freilich kommt auch viel leichte Waare aus den Markt. Praktische Erziehung. Nicht allein in den Ver. Staaten, sondern auch in allen anderen Cultur ländern wird darüber geklagt, daß trotz erhöhter Schulbildung oder gar in Folge derselben die heranwachsenden Genera tionen immer untauglicher sür die Ansor derungen des Lebens werden. Der Umfang der Kenntnisse wird erweitert, aber da ihre praktische Bethätigung nicht ge

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lehrt wird, so sind sie häusig von gerin-

gem Nutzen. Ohne nun auf die Frage einzugehen, ob dieSchule überhaupt eine Vorbzreitungsanstalt für die gewerbliche Thätigkeit sein sollte, wollen wir einer neuen praktischen" Erziehungsmethode Erwähnung thun, die ihre Entstehung dem Schulfuperintendenten Lcigh Hunt in East Des Moines verdankt. Dieser hält di? Knaben dazu an, Geld zu spa ren, führt aber keine Schulsparkasie ein, sondern läßt die Schüler ihr Geld bei Banken hinterlegen, damit sie den Bankverkehr kennen lernen. Ferner sollen sich die Kinder ihre sogenannten Ersparnifse nicht von den Eltern geben lassen, wobei die Kinder reicher Leute den Neid und die Mißgunst der ärmeren erregen, sondern Jeder soll etwas zu verdienen suchen. Wenn den' Berichten über di? Wirksamkeit des neuen Systems zu glauben ist, so wendet sich unter Anleitung des Herrn Hunt jeder Knabe in East Des Moincs einer nützlichen Beschäftiaung zu. Die wenigst'Befähigten oder Jüngsten tragen Zeitungen aus, putzen Schuhe, schaufeln Kohlen und entfernen Schnee von den Burgersteigen. Biele haben bereits Contracte abgeschlossen, um im kommenden Frühjahre Bäume zu pflanzen und Gärten herzurichten. Einlge lernen Hauser anstreichen, Ziege! steine legen, tapezieren, Möbel firnissen, Schuhe ausbesfern und Messer und Sägen schleifen. Die Aeltesten und Besähigtsten widmen sich außer der Schulzeit einem Handwerk und arbeiten zu Haufe mit Gerätschaften. Diese vergleichen behusS besserer Ausbildung ihre Arbeiten miteinander, und jeder Knabe ist bestrebt, möglichst Tüchtiges zu leisten, um ein großes Banlconto ausweisen zn ton nen. In Folge der gefunden körperhchen Anstrengung sollen die Knaben auch ,n der Schule mehr leisten als früher. Es wird natürlich abzuwarten sein, ob dieseNachrichten sich bestätigen, und wenn das der Fall ist, wird das neue System sicherlich noch wesentliche Aenderungen erfahren müssen. HalZkragen und Manschetten. Mindesten neun Zehntel aller leine neu 5?ragen und Manschetten, die in Amerika verbraucht werden, werden in Trcy, N. Z)., angefertigt. Diefe Induitrle bat sich in einer geradezu fabel haften Weife entwickelt und ausgedehnt. Vor dreinig Jahren beschäftigten 2 Fa brisen 24 Arbeiter, jckt finden in mehr als 100 Etablissements 5.000 weibliche und 1,000 männliche Arbeiter Beschäfti gung. Tausende und Abertausende von DuxendenKragen und Manschetten wer den täglich fertig und 38,000.000 Yards Zwirn werden allwöchentlich vernäht Die Arbeiterinnen werden sämmtlich "collar-girlV' genannt, und doch ist manches Großmütterchen unter ihnen. das noch mit müden Händen den unter halt sür sich und ihr verwaistes Enkel kind vertient. Diese Mädchen" erhal ten Wochenlöhne, die zwischen $4 und $35 rangiren. Zu dem letzteren Verdienste hat es jedoch nur ein Madchen, eine hübsche Isländerin, gebracht, die wöchentlich 20,000 Bards Zwirn ver näht. Vor Kurzem hat sie sich mit dem Eigarren-Fabrikanten Haggerty verhel thet, behändigte diesem $8,000 zum An kaufe eines hübschen Wohnhauses und war am Tage nach der Arbeit pünktlich zur Secunde auf ihrem Plahe in der Fabrik. Sie sagte, sie werde nie einen Tag ihre Arbeit cuZsetzen, aber derMenfch denkt und der Himmel lenkt. Außer den 5,000 Mädchen, von denen 4.000 nähen, sortiren und packen, und 1,000 wafchen. beschäftigen die Fabriken noch weibliche Mitglieder fast jeder Familie der Stadt. Diefe arbeiten m den Hlnterummen lh rer Wohnungen und sind durch ihren Verdienst im Stande, ihre Parlors glän zende? einzurichten, ksstbarere Teppiche und theuerere Kleider zu lausen, als wenn sie blos aus den Verdienst ihrer Ehemänner, resp. Väter angewiesen wartn. Eine hochgebildete Dame verdien die gesummten Haushaltungskosten, da ihr Mann augenblicklich durch ungluck liche Spekulationen zurückgekommen ist und eine edle, vortreffliche Frau, die Gattin eines Fabrikbesitzers, näht täglich volle 5 Stunden an Kragen und Man scheiten und giebt ihren gesammten Ver dienst den Armen. So angenehm sind die Arbeitsräume in den Fabriken allerdings nicht, wie selbst die Hinterzimmer jener Frauen und Mädchen, die arbeiten, um sich grö ßeren Luxus gestatten oder eine der Herr lichsten Tugenden, dem Bedürfnisse des Herzens entsprechend, üben zu können aber der Ausenthalt in den Fabriken isi immerhin angenehmer und gesünder, als in den meisten Etablissements anderer Gefchästszweige. Auch die elgentllchen Fabnkmädchen zeichnen sich durchNettlg kcit ihrer Kleidung und im Allgemeinen durch Ehrbarkeit aus. Sie arbeiten meist von früh 7 bis Abends 8 Uhr manches dieser Mädchen" ist die einzige Stütze der verwittweten Mutter, des heruntergekommenen Vaters und der kleineren Geschwister. Sogenannte glänzende Partieen kommen nicht selten unter den Mädchen" vor. Der Sohn eines der reichsten Geschäftsleute in Chi eago studirte auf dem Rensselaer polntechnischen Institut in Troy, absolvirte die Anstalt mit großer Auszeichnung und

verlobte sich mit einem Mädchen, das es der Bodenfläche von Illinois besteht aus zu einer bevorzugten Stellung in einer Sumpfland. Diese Annahme schließt Fabrik gebracht hatte. Der Vater wollte die Niederungen in Pike und den annichts von der Heirath wissen und machte ! stoßenden Counties am Mississippi in dem Sohne den Vorschlag, er solle zuich. Kein Theil von Illinois ist völliseiner weiteren Ausbildung ein paar i ger Dürre unterworfen. Große Stre Jahre nach Europa gehen; dieser wil cken Landes, die früher nicht viel bester ligte ein, aber am Tage seiner Abreise alsSumps waren, sind verbessert worden erschien in sämmtlichen Zeitungen von und zählen heute zum besten Farmland.

Troy die Verlobungs-Anzeige. Es litt! den jungen Mann nicht lange in Euro pa, er kehrte zurück, der Alte in Chicago haite schließlich ein Einsehen, und das Fabrikmädchen lebt icfet im größten Luxus. Die junge Frau schrieb kürzlich an ihren ehemaligen Arbeitsgeber Täglich, wenn ich meinem Manne Kra gen und Manschetten zurechtlege, denke ich an mnue langjährige Thätigkeit in der Fabrik. Grüßen Sie alle meine eaemallgen Genossinnen und sagen Sie

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v - r vmvi sji es auch nur Wenigm beschieden, dafc zu fitem inneren Glucke der Glanz der äußeren Verhältnisse hinzukommt, so kann doch Jede hoffen, glücklich zu werden, wenn sie brav bleibt." Ein' anderes Mädchen hat kürzlich einen der reichster. Trojaner geheirathet. Die in den Wäicherelen beschäftigten Mädchw'niid meist ältere und verheiratete Frauen ; wie von den Damen der Halle in Paris, den Berliner Hökerinnen undHamburger Jischweibern deren Grobheit sprichwörtlich lst, so tst es die unverwüstliche gute Laune der trojanischen Wäscherinnen. Wenn :m Juli Menschen und Thiere unter dem Sonnenbrande die Flügel hängen lassen, so schallt aus der heißen und dumpngen Atmosphäre der Wa chräume der übermüthigste Gesang heraus. als ob eine Temperatur von 100 Grad die Lustigkeit ganz besonders begünstige. Erwähnknswerth ist schließlich noch. daß die Mädchen durch ihre Organl-1 sation die Abschaffung kleinlicher Mißbräuche durchgesetzt haben, die früher den Fabrikanten zur Schande gerächten. Früher mußten die Mädchen" denZwirn von den Fabrikanten kaufen und diese berechneten ihnen höhere Preise als die Dctailhändler; jetzt wird nur der reelle Preis gerechnet; ebenso sind die wöchentllchcn Abgaben an ote Fabrik : 5 Eentö für Reinigen der Arbeitssäle, 5 Cents für Oel und im Sommer 5 Cents für Eis in Wegfall gekommen.' Ein Capitel auö der J)tyyo!ogie. Man war bisher nicht geneigt, den Fischen ein besonderes 'Maß geistiger Begabung zuzuerkennen. Der Delphin, der Arion ans Land trug, hat zwar gro ßen Sinn für Musik deutlich bewiesen, indeß hierdurch mehr seinen sein gebilbeten Geschmack, und sein Gefühl) als eigentliche Intelligenz an den Tag gelegt. Seit einigen Tagen müssen wir die Fische mit anderen Augen ansehen. An der ötufle von Neusundland wurde ein Kabeljau gefangen, der fünf Spiel karten: die Eckstein 7, 8, 9, 10 und den Schippen-Bauer im Magen hatte. Die Professoren Vcrkvill und Harkneß halten es nicht sur möglich, daß der Fisch diese Karten, die aus einem Schiffe in's Was ser gefallen sein können, ausgesangen und verschluckt hcbe. Eher ist es mög lich, daß die Fische Karten spielen und den erforderlichen Vorrath aus unterge, gangenen Schiffen holen. Der Umstand daß vier Karten von einer Farbe und noch dazu in fortlausender Aufeinander solge gesunden worden sind, macht es wahrscheinlich, daß die Fische Poker spie lcn, und daß der Kabeljau fünf Karten von einer Farbe und vielleicht sogar Sequens- zu erlangen hoffte. Da dies nicht der Fall war, und er jedenfalls von feinem Widerpart geboten wurde, mag er Selbstmordversuch dadurch begangen haben, daß er an eine ganz gewöhnliche Angel - anbiß, was Kabeljau's in der Regel sonst nicht thun. Die Fische stehen sonach auf gleicher Höhe mit den Schweinen und Pferden, die sich bei einiger Anleitung zu vortrefflichen Sechsundsechzig Spielern ausbilden lassen. .Den Elephanten kommen sie jedoch nicht gleich, denn diese Colosse hat Herr Cyrus Field in Ostindien eine Art Zitterspicl spielen sehen, bei dem einige Bündel Zuckerrohr den Einsatz bildeten. Bom J4laltve. Idah o zählt der Mo? s n monenSchmindel mehr Anhänger, als selbst in Utah. Ein Drittel der .000 Einwohner sind Mormonen und in der Legislatur sitzen zehn Heilige des jüngstcn Tages. Der Prinz vonWaleSwird in der ersten Märzwoche in Montreal erwartet. Derselbe wird eine längere Reise durch die Ver. Staaten unterneh men und bis in den allersernstcn NordWesten vordringen. Dieser Tage starb in Farmington, N. H., der alte Chadmick, ein exentrischer Herr, der sein Leichenbegäng. niß vorher bis in das kleinste Detail ar rangirt hatte. Sein Grab hat er sich selbst gegraben, seinen Sarg aus einem Granitblock hauen lassen; sern:r hat derselbe mit sämmtlichen Fuhrwerkbe sitzern der Stadt einen Vertrag geschlos sen, daß sie den Leichenwagen und eine bestimmte Anzahl Equipagen stellen soll ten; die Wagen hat derselbe ebenso im Voraus bezahlt, wie den von ihm in ei nem Hotel bestellten Leichenschmaus. Die OddFellows und die Knights osPythias hatte er zur Theilnahme an dem Be gräbnisse und Schmause schriftlich eingeladen. Bei dem Diner, welches kürzlich die Handelskammer der Stadt Boston zu Ehren mehrerer Eisenbahn Magnaten veranstaltete, bestand ein Tafclaüfsatz einem aus Eisenbahnzug mit. Locomotive, Tender, 1 Güterwagen, ei nem Personenwagen und 1 Pulimann' schen Palastwagen, die aus Rosen, Beilchen, Kamelien und sonstigen jetzt kost baren Blumen hergestellt waren. Die Eisenbahner haben die Mitglieder der Handelskammer zu einerSpritztour durch ! die .Weißen Berge" N. H. eingeladen. Ungefähr ein Fünftheil Das Gleiche gilt auch von Jndlana. Dieser Staat besitzt eine große Strecke undrainirten Landes dem KankakecNiver ! entlang, von Momence, Jll., bis St. ! Joseph, eine Länge von 86 Meilen, !L2ö,0V0 Acker umsasfend. Nach den Angaben von Sachverständigen würde !die Entwässerung tz10,000 Kosten ver Ursachen, also wenig mehr als 1 Dol lar per Acker. Secretär Chandler hat be kanntlich den Antrag gestellt, daß der,

Dienst der Zollkutter dem Marine-De-..-i.ri.rYi. . v . rr cm .

partement unterstellt werde. . E. W. Clark, der Chef des Zollkutter.Dlenstes, sagt in seinem Berichte an den Schad amts-Sccretär : 3st eö räthlich, diesen Dienst durch ein Departement beaussich tigen zu lasien, desien Officiere den Schmuggel geschäftsmäßig betreiben? Die Officiere unserer Flotte sind häusig darüber ertappt worden, daß sie, von auswärtigen Stationen kommend, zoll Pflichtige Güter gepascht haben. Nach den Angaben der Zollbeamten geschieht dies fortwährend, aber die Marine-Of freiere nehmen eine so bevorzugte Stel lung ein, daß es schwer ist, denselben derartige Gesetzes-Uebertretungcn nachzuweisen." Wenn diese Anschuldigung voll begründet ist, dann scheinen bic Officiere der Marine zum großen Theile wenigstens ebenso von der Korruption angefressen zu sein, wie die Schiffe. Präsident White von der Cornell-Universität sagt über seine Er sahrungen in Betreff des gemeinschastlichen Unterrichts beider Geschlechter, daß die Männer mehr Leute von ungewöhn licher Begabung, die Frauen aber ein höheres Durchschnittsmaß der Begabung zeigen. In der vceformschule des Staates NhodeJsland können die Thu ren nicht verschlossen werden und sind die Fenster nicht vergittert. Trotzdem und obgleich unter den dort untergebrachten Jünglingen und Jungfrauen sich viele Subjecte besinden, die sür unverbeffer lich gehalten wurden, kommen Entweichungen sehr selten vor. EinMitglied des Erzie hungsrathes von Masiachusetts sagt: Die Schüler studiren heutzutage so viel, daß sie nichts mehr wissen.- Das ist natürlich übertrieben; um wahr zu ein, sollte es lauten : Die Schuler lernen so viel auswendig, daß sie nichts recht in wendig haben. Der Weizenmarkt. DieAnsicht scheint immer mehr Platz zu greisen, - schreibt der Northwestern Miller" daß die Sommerweizen-Ernte überschätzt worden ist, und daß solch' eine Knapp heit eintreten wird, ehe das Erntejahr zu Ende geht, daß die Preise ganz erhedliä, steigen müssen. Diejenigen Müller, die Vorräthe von Sommerweizen an Hand haben, halten ihn zurück und behelfen sich mit den täglichen Zufuhren, um ihre Werke in Gang zu halten. Für eine der großartigsten Leistungen im Schachspiele gilt diejeni ge, welche Steinitz dieser Tage in Turo ?)ork ausgeführt hat. Er spielte mit einem Herrn und zwei Damen Whist und gleichzeitig vier Partieen Schach ohne Ansicht des Brette. Seine Gegner im Schach waren tüchtige Spieler, aber er gewann alle vier Partieen. In Caracas in Venezuela wird im nächsten Juli eine IndustrieAusstellung abgehalten, die am 25.Juli, dem hundertsten Geburtstage des Helden und Befreiers von SüdAmerika, SU mon Bolivar geb. am 25. Juli 1783 zu Caracas ihren größten Glanz ent falten wird. Von besonderem Interesse sür uns lst, dav am genannten Tage der Grundstein zu einem Denkmale Washington's, des Besreiers von NordAmerika, gelegt werden wird. In Europa werden im lausenden Jahre in Cork, London, Hamburg, Amsterdam, München und Rom internationale Ausstel lungen stattfinden. Eine die Producte und Fabrikate der pyrenäischen Halb insel umfassende Ausstellung ist zur Zeit in Oporto ebenso zahlreich beschickt, wie besucht. Der deutsche Polizeiches von NeU'Braunsels in Texas, August Hampe, ist an Schußwunden gestorben, welche ihm der farbige Rausbold Napo leon Pitts vor einigen Tagen beigebracht hatte. Der Neger hatte vier Schüsse auf ihn abgefeuert, wovon drei trafen. Hampe, welcher erst 33 Jahre alt war, hinterläßt eine Frau mit sieben, zum Theil noch ganz kleinen Kindern, wovon das jüngste erst zwei Monote alt ist. Die Theilnahme für die Hinter bliebenen ist eine allgemeine, da Hampe eine sehr beliebte Persönlichkeit war und das Opser eines gänzlich unbegründeten Angriffes geworden ist. In New Jork hat man end lich angefangen, die an den Wänden der Häuser angebrachten Leitern, welche als Rettungsmittel bei ausbrechenden Feuern dienen, nicht mehr die Fenster entlang. sondern zwischen diesen an der Mauer anzubringen und die links und rechts von den Leitern befindlichen Fenster mit den Leitern in Verbindung zu setzen. Die Flammen schlagen bekanntlich durch die Fenster nach außen und die Leitern, welche an diesen vorüber laufen, sind da ter meist illusorische NettungSmitlel. Bom Auslande. Wie alljährlich, so e rfolgte auch diesmal im Januar die Ver theilung vonGratisfalz an die Bewohner des Salzkammergutes, und zwar entsallen (ohne Unterschied des Alters) sür je den zu einer stabil ansässigen Familie gehörigen Kopf circa zwölf Pfund un entgeltliches Salz, so daß eine viel löpfige Familie ganze Kolonnen von Salzstöcken nach Hause führt. Außerdem beziehen einige Gewerbe ein g'ewis ss Quantum unentgeltliches Gewerbe salz. Dieses Benesizium sür die Salz kammergütler wird schon in der Salz fertiger-Ordnung" des Jahres 1G15 wähnt, wo es heißt, daß dc Bewoh nern des Kammergutes ein entsprechen des Quantum Mueß-oder Gnadensalz ausgefolgt werden sollte, damit sie sich stets willfährig" erzeigen undbei Feuer, Wasfernoth, sowie bei anderen dringen den Arbeiten" mitzuhelfen. Um nun Mißbräuchen vorzubeugen, wird von jetzt an immer von Amtswegen 'die genaue Kopszahl jeder bezugsberechtigten Familie und derZEinzelpersonen konstatirt und aus diese Weise alljärlich eine ganz zu verköstige Volkszählung in den Orten des Salzkammergutes durchgesührl. Die vom Unfall der .Cim bria" betroffene Gesellschaft versendet

soeben an ihre Ägenten folgende PosiI v .9- . . ' a " . I4

karte : Lau: ÄejHluk oer Alrectwn der Hamburg Amerikanischen PackctfahrtAttleN'GefelljchJtt erhalten Nicht nur die geretteten Passagiere der Cimbria" das eingezahlte Uebersahrtsgeld zurück, son dcrn auch die legitimen Erben der mit dem Schiffe leider verunglückten Personen sollen mit den der Gesellschaft zuste hcnden Nettobeträgen bedacht werd:n. Bei Ihnen eingehende Anträge bitte hiernach zu behandeln und mit den geforderten Legitimationen, fowie etwa von Ihnen nothwendigen Bericht schleunigst einzureichen, damit ich Sie möglichst schnell ermächtigen kann, Zahlung zu leisten." (Die Gesellschaft entledigt sich hiermit nur einer selbstverständlichen Pflicht und Schuldigkeit, da sie doch die verunglückten Pasfagiere nicht an ihren Bestimmungsort besörderte. A. d. N.) Einem Berichte des Agen ten der indischenRegierung in Rajputana -zusolge ist jüngst zu Utama in Jnypore ein Fall von Sutti:" oder Wittwen Verbrennung vorgekommen. Das Opser war die Wittwe des Dorsschcilhs Sham Singh. Die Behörden von Jnypore schritten ein. Die Haupttheilnehmer an der sanatischen Handlung, die Söhne und Brüder des verstorbenen Ccheikh?, wurden zu je 7 Jahren Zuchthaus, die übrigen zu Zjähriger Gesängnißhast verurtheilt. Ueber Aufsehen err e -gende Chinin-Verfälschnngen in den Pariser Hospitälern, welche von der französischen Presse einstimmig der deut schcn Industrie zur Last gelegt werden, liegt ein Schreiben der Pariser Firma Lacombe jeune vor, in welchem di:se sich selbst offen als Urheberin der Ver sälschung bekennt und dadurch jeden Zweifel an dem wirklich verleumderischen Charakter jener geaen die deutsche Industrie gerichteten ZcitungZbecichte deseitigt. Der Brics ist an die Mailänder chemische Fabrik gerichtet, von welch?? das Chinin bezogen worden war, und giebt für die Verfälschung folgende Er klärung : Zur Zeit der Lieferung hatte Lacombe jeune außer den auZJtalicn bezogenen Chemicalien lin seinem Magazin auch zwei Büchsen mit Chinin aus einer französischen Fabrik gehabt. Da diese letzteren schwer verkäuflich gewesen, so habe er dieselben bei der Lieferung sür die Hospitäler mitverwenden wollen und zu diesem Zwecke um nicht zwei ver schiedene Sorten zu liefern das sranzösifche Chinin mit einem gleichenQunn tum italienischen Chinins mischen lassen. Hlerbei sei nun dem Lagcrvcrwaltcr' das Unglück passirt, daß er statt des italienischen Chinins zwei aus derselben Fabrik stammende Büchsen Conchinin ge nommen und derenJnüalt mit dem sranzösischen Chinin gemischt, habe. Dabei sei ihm allerdings das verschiedenartige Aussehen beider Präparate aufgefallen. Lacombe selbst habe aus Bcfragen den Grund lediglich in dem verschiedenen FabrikationZverfahrcn gesucht. Da jedoch auch ihm das Aussehen des sranzö sischen Chinins besser erschienen sei, so habe er einen Theil dieser Waare von der Mischung zurückbehalten und beim Füllen der Büchsen obenauf gethan. Hieraus erkläre es sich, daß der obere Theil der Büchsen mit reinem, der üb' rifte Theil aber mit verfälschtem Chinin gefüllt gewesen sei. Ueber das deutsch-ame rikanische Liebeswerk schreibt das Berliner Tagbl." folgendes: In Nordamcrika, dem zweitgrößten deutschen Reiche d:r Welt, zeigt sich die Liebe zur Stamn.esheimath anläßlich der Ueberschwem m lngsnoth im Rhein und Maingebict aus das Glänzendste. Was deutschen Namcn drüben trägt, betheiligt sich und wirkt bei den Sammlungen zu Gunsten der Ueberschwemmtcn. Ab?r nicht allein Deutsche, auch Anglo - Amerikaner be theiiigen sich lebhaft bei dem Liebcswer ke. dadurch ihre Gefühle für deutsches Wfen bekundend. Daß unsere dönt schen Landsleute jenseits des großen Wassers der alten Hcimalh so großhcr zig gedenken, ehrt sie und unZ sestigt das treue Band, welches hü ben und drüb:n zufammenhält nnd zusammenhalten soll. Es ist eine solche Festigung um so erfreulicher, als in der deutschen Piesse hier sowohl wie drüben zuweilen gewisse Mißllänge laut wer den. Wir sehen mit unseren Auzen amerikanische Verhältnisse, gescllschaft liche, geschäftliche und politische, ge ähnlich anders an, als es deutschameirikanischen Beurlheilern behagt, und umgekehrt urtheilt die Presse drüben manchmal über unsere Verhältnisse in anderer Weise, als es unseren Gewöhnheiten entspricht. Daß diefe Rcidereien nur die äußere Schaale, nicht den inncren Kern berühren, beweist jetzt die Lie beZthätigkeit unserer Landsleute jenseit des Ozeans, sowie die Freude, welche die Entfaltung derselben hier erregt. Im herzen stehen wir uns eben nahe und bewahren die a!:e Stamm?5gemcinschft als köstliches Kleinod. Eine ernste Meuterei brach am 28. Januar unter den in dem Staatsdock auf der Nhede von Cork, England, mit Ausgrabungen beschäftig' ten Bagnosträflingcn, etwa 400 an der Zahl. aus. Zuerst griffen mehrere Sträflinge einen nnbelieblen Ausfeher an. Derselbe setzte sich mit seinem Hirschfänger ur Wehre, aber die Waffe wurde ihm entrissen; er wurde zu Boden geschlagen und brutal mißhandelt. Auf ein gegebenes Signal griffen auch die übrigen Sträflings Abteilungen ihre Aufscher an, und bald war eine allge meine Meuterei im Gange, welche ein schlechtes Ende für die Ausscher genom men haben würde, wenn nicht rasch ein Bataillon Marine Soldaten aus dem Platze erschienen wäre, wclches die Mcu terer nach fast e'.nstündigem Kampfe mit Kolbenfchlägen bewältigte und die Aufseher aus ihrer geführlichenLage befreite. Viele der Lederen sind schrecklich zug: richtet und mußten nach dem Kranken Hause transportirt werden. Die Ströflinge wurden sodann gcsessclt inmitten eines Quärres von Marinesoldatcn nach dem Bagno aus der SvikeJnsel zurück geführt.