Indiana Tribüne, Volume 6, Number 155, Indianapolis, Marion County, 22 February 1883 — Page 2
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Zägit Ük- uaö Sonulagsasgaö5. Ofklce: SS. DelawarcStr. Indianapolis, Ind., 22. Februar 1883. Vor vc:n PostsÄalte?. T i Vor Crt ,-f?rtitrtnn tripTi
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schlechtes Licht aus unsere qroßstädtische Island ctrgexw;tc : OKbcn. unddics soll , aber nicht zum Beseblshaber über große Gesellschaft werfen, gebört die eußeror- dch etne Brücke uöer Blackwell'sJslar'.d Trupvenmassen. Damit ist die Liste der dentliche Zunahme solcher Brich, welche Ermöglicht werden, so, daß Zuge tnrcct DivisionZgeneräle ttschöpst. Alle andurch die Briesträaer nicht bestellt er- von Fort PondBay nach (san tffanctSco bern haben in Kriegszeiten nur Brigaden können und von den Adressaten in laufen können. Abgesehen von der er- ben 6efc6!ist,Docö abenSSoIf, SJe al den verschiedenen Postämtern abgeholt höhten Echnell'.glclt der Welsen, welche, liffct. Jevrier, Ca:terct-Truvert, Dawerden. Der Postvermaltunattiegt da- die neue Linie erreicht, wird dieselbe . uvust und Deroja in Friedensz-iten hohe
Utt, VIW Vbh W.U. v m..-,,. ' " . , . ; i' rt . nW.t zu verringern und hierdurch die unser- ten ausgezeichnet fein. Sowohl in Mil hältnißmäßiq anwachsende Arbeitslast ': ford Haven als in Fort Pond Bay fiieder mit der Verausgabung deliverv ; "t die Einfahrt irgend welche Schwiebeauftragten Beamten mögli.izst zu er- rigkeiten nicht, und in Folge dessen !5nleichtern. Alle ohne Angabe der Wob nen die neuen Dampfer einen größeren nungen der Adressaten eingehende Briefe Tiefgang, und somit eine erhöhte Seewerden daher zunächst an Hand des Sicherheit erhalten, als die bisherigen. -Adreßbuches geprüft; findet sich in sol- Ferner sollen die Schiffsräume auch der chem eine Person des Namens und Vor- Länge nach durch wasserdichte Verschlage namens, die aus einer der Adressen an- getrennt und doppelte Schrauben in rt,f,n finh. fn wird htr Nries derlei. Anwendung aebracht werden. Die
den durch den Briefträger des Bezirks die aus diese Weise nicht an den Mann gebracht werden können, gehen an die " , Schalter für die aus dem gewöhnlichen Weae nickt bestellbaren Briefe. Alle aus diese Weise ermittelten Adressen werden dehuss künftiger Benutzung vorgemerkt. Enthält das Adreßbuch mehrere Personen desselben Namens und Vornamens, so wird diesen der Eingang des Briefes angekündigt. Trotz dieses Verfahrens werden täglich tau sende von Briefen vor den b:tr. Schal tern abgeholt. Der Umstand, daß die bei Weitem meisten Namen, unter denen nach diesen Briesen gefragt wurde, sich im Adreßbuche nicht vorfanden, sowie daß zahlreiche Personen, die als Vewohner der betreffenden Stadt bekannt sind 1 V '-- O' . I ri?Ä hfTw 1 Briefen fragten, suhrte zu der Vermu-. thung, daß der größere hett jener j Briefe unter sal,chen Adressen liefe. gangere Veovauzinng ai ole,e ermuuu put www "ori.. ic
zugestellt und dieselbe wird veranlaßt, bängig von einander und eine etwaige den Brief zu öffnen und zu erklären, c.b Beschädigung der Maschinerie wird da. er an sie ericktet sei. Nur die Briefe, her weniger gefährlich sein, als bei der
ceyrzayz oer jaxizt ii an arnn. verständlich haben sie das nicht verdient, adreftirt. 5)aung sind d:e Schalter '.sondern durch Umtriebe und Bestechung I jm. 4m m wm. m. m mm. m A mmU mm.m 1 jmW m m mm ' v
Uo taeoauöe von VchuimaoOen. vor nehmen Damen, alt und jung, in den elegantesten Anzügen, von Frauen, die ein sehr ehrbares Aeußere haben, umlagert, die alle nach. Briefen fragen, die sie unter fingirten Adreffen erwarten. Manner erscheinen vor diesen Schal tern in geringerer Anzahl, mitunter , , . Y 9 1 C im. 1 C" ltdoch Principale sowohl, 6ornmiß d?r sfrthf5ff,inntfiiprt s?s,5i, ! Manche Damen Erwarten Briese un-! cm y. 'r ter zwei oder mehr singikten Adressen und wenn z. B. eine Dame nach einem Briefe für Maggie Burns gefragt und eine ablehnende Antwort erhalten hat, s? ist sie auch mit einer Bescheinigung der Frau Jennie Smith ausgerüstet, die sie zur Empsangnahme der an diese einge.henden Briefe ermächtigt ; beide Namen sind natürlich singirt. Die Empfänger aller dieser Briese wollen natürlich zu Hause oder im- Geschäfte nicht wissen lassen, daß sie Briefe erhalten. Daß die Briefe vorwiegend für Damen bestimmt sind, beweist an sich schon, daß dieselben durch unerlaubte Liebesverhaltniffe veranlaßt werden; eine weitere Kategorie dient den verschiedensten SchwindelUnternehmungen und nur ein sehr kleiner Theil der Briefe enthält die Wohnung oder das Geschäft aus dem Grunde nicht, weil solche den Absendern einfach nicht bekannt waren. Anonymität, Fiction von Namen, AlZase sind Nebelkappen, hinter denen sich das Laster verbirgt. Auch manche Tugend wirkt am liebsten still und unerkannt, daß aber eine solche bei den Briefen mit den fingirten Adres .sen auch nur die bescheidensteNolle spiele, wird selbst der cingeflrischteste Optimist nicht zu behaupten versuchen. Eine ganz ähnlicheErsahrung hat man in New Z)ork in Betreff der verschließbaren Postfächer gemacht. Die Fächer waren früher so gesucht, daß man den zahlreichen Nachfragen nicht entsprechen konnte; sie begünstigten jedoch, wie man entdeckte, die Einschmuggelung solcher Sendungen, deren Vertrieb durch die Post verboten ist. Das Verfahren bei dem Vermiethen wurde in Jslge deffcn dahin abgeändert, daß nur an völlig bekannte und solche Personen Fächer vermiethet wurden, die durch zuverlässige Persönlichkeiten rccognoscirt wurden. Seitdem steht eine große Anzahl Fächer unbenutzt und sind fast gar keine mehr im Besitze von Damen. Die neue Dampfer-Lini?. Das bekannte Project, eine amerikanische Dampsschisssahrts - Bcibindung zwischen Milford Haven und Montauk Point herzustellen, ist aufgegeben worden. Es leuchtet ein, daß es nach unserer Gesetzgebung in Betreff der Schiffahrt unmöglich ist, mit hier oebauten Schiffen England äoncurrenz zu machen. Die projcctirte 'Linie halle v-rn r f ' t LM?! Vlhr" 1 n u:'w'l'""na . rn n .. . - t . , . . der Post gewahrten Suble besten , können. Selbst dann noch wurde der IbvlAl a r viftHtl .-4 A fcpfeitr m Htl3lYjal Erfolg amerikanischer Schiffe im Mitbe werbe mit englischen höchst fraglich ge Wesen sein. Trotzd-m wird eine Linie zwischen Milsord Haven und Montauk Point in'S Leben gerufen werden, und zwar in der Hauptsache mit- amerikanischem Capitale, aber unter britischer Flagge. Diese Linie wird, ähnlich wie die Williams und Guion Linie, nur dem Namen nach eine britische und imStand: sein, Passagiere und diePost in 0 Tagen von London nach New $ork zu befördern. Die Dampfer werden am Clyde und nach derselben Construction wie die .Alaska" und Serv'a- gebaut Die Entfernung zwischen Fort Pond Bay, dem Endpunkte der Montauk Linie.
und Milforb Hatten beträgt ungefähr! :i03 Meilen weniger, als diejenige zwif Tim 0rf Unb OaeenSt0nm und
London kann von UJuiroiD i)aven aus in einer.: Dritte! der Zeit erreicht werden, welche die Entfernung zwischen QueenS!o:?n und London erfordert. wurden oaqer Die Dampfer oer neuen ' iitnic selbst eine größere (deZchwmdlgkelt . nicjt erregen, ais oie lasra, o wur i i , r. er v . yi r I den sie doch im Stande sein, die Reise üwlschen zUro vjorf und London aus sechs itflge zu remiziren. Äorausge,ei tll hierbei, daß Schnellzüge über Long . . .1. M S-Z m W mm M jm. t a. mm. m m. m im m mm r mm mm oura erobere üCTaoiio naieu oer itaur Schäfte beider Schrauben sind unabgegenwärtigen Construction. So hoch der Lortheil kürzerer Reisen zu veranf - r , v . frscymgen tjl, fo yar ooa) oie größere 3i cherheit noch einen ungleich höheren Werth und hoffentlich bewähren sich auch in dieser Beziehung die gegenwärtig in Aussicht gestellten Einrichtungen. 2öl:opslisti7Ä, lUebsamlett Bei einem Aanket, dcs kürzlich h New ?)ork zu Ehren US ncuerwahltk Abgeordneten Darwin R. James veranstalt?t wurde, kamen einige recht er bauliche Dinge zur Sprache, die sich je der Büraer aenau einvräaen sollte. Es wurde da bemerkt,' daß Gould, Vander hU .CMtnlrnrlnn Pitrrnfsird fennt und Sield noch vor zwanzig Jahren verhältjßmäßig arme Leute waren. Heute fc efcn bicjc sün Banner ein Vermögen ton $t-l00ü00,000 und controlliren vcrvon .?.,00,V00,LV0 und controlllren vcr : nna ihrer Eorvorationen ein Capital ! von wenigstens 3000 Millionen. Selbst zum großen theile ergaunert, zynen und einigen anderen Monopolisten sind im Lause der letzten 20 Jahre nicht weNiger als 200,000.000 Acres Land geschenlt worden, d. h. so viel, dak jeder Mann, jede Frau, jedes tfmd in den Ver. Staaten vier Acres davon erhalten i.s.on, isi AiiTd j v mm m y mj w m WejM garantirt, Expropriationsrechte , . , c?r r r v.7 Vljtx Begünstigungen gewährt worden, ! ceniegcn uno eine .'lengr auperoroenl sodaß sie Alles'durchzusetzcn vermochten, ! was ihnen irgendwie vortheilhast er j schien. Ihre Schliche lieaen natürlich ! nicht offen, doch weiß man leider genug ' von den Mitteln, deren sie sich bedient haben und noch bedienen, um ihrNlcjcn vermögen zusammenzustehlen. Jay Gould sagte im Jahre 1873 aus, daß ,er Geld beisteuerte, um die Gesetzgedung in vier Staaten zu beeinflussen, und es wurde bewiesen, daß die Eriebahn in demselben Jahre für den erwähnten Zweck eine Million Dollars ausgegeben hatte. E. D. Worcester, Schatzmeister der New'gork Eentralbahn,! veluiioele vor cec lernen uonimuiions Versammlung des Staates, daß dieBahn in einem Jahre 20l),000 und in einem anderen $00,000 ausgab, um gewisse Gesetze zu erreichen, die in der That crlasscn wurden. Als im Jahre 1881 in Folge des Rücktrittes von Eonlling und Platt eine neue Senatorenwahl im Staate New Jork nöthig war, meldete ein Mitglied der Legislatur, daß ihm $2000 gegeben worden waren, um seine Stimme für einen Eorporationsanwalt (Depew) zu kaufen. Es erfolgte eine . . k v.J.. . v. er ri'.L-.it ! Untersuchung, welche Anklagen gegen eiStaatssenator (Sesnons) und zwei Lobbyisten zur Folge hatte, aber bis jetzt ist den Corruptionisten noch kein Proceß gemacht worden. Ein noch schlimmerer Fall kam itt Pennsylvanicn vor. Die Eisenbahnen, deren Eigenthum und Fracht durch den Pittsburger Ausruhr im Jahre 1877 beschädigt worden war, weigerten sich zwar, ihren Kunden Entschädigung zu gewähren, verlangten aber vom Staate mehrere Millionen Dollars. Sie versuchten cs natürlich mit der Be stechung, die Sache wurde entdeckt, und mehrere Mitglieder der Legislatur wurden vorGericht überführt und verurtheilt. Sosort kam Senator Cameron aus Washington herbei, begab sich zum Gouverneur und bewirkte die Begnadigung der Verbrecher. Vorigen Winter wollten die Bahnen die ganze Wasserfront von Jersey City stehlen und setzten den Schwindel durch Bestechung wirklich bei der Legislatur durch. Der Gouverneur belegte die Bill mit seinem Veto und wurde vom Senate überstimmt. Im Hause jedoch zögerte man noch, und wieder schritten die Bahnen zur Bestechung. Diesmal wurde ihr Agent abgefaßt. aber er i noch nicht prozessirt worden " üv vv4. wuiyiutub vl' ii : Ohiosind wegen BestechungiJntereffe V5? JtnTpr her Ortififrttitr tirttt einer Bahn verhastct worden, u, vuvii.. vviwvn, miiv ivttuk Einflüsse auf den Congreß einwirken,laßt sich daraus erkennen, daß verfallene . ' und welche Lanojchenkungen noch nie widerrufen, die Zinsen au die Bonds noch nie vollständig beigetrieben und viele Abgeord nete und Senatoren bei magerem Gehalte außerordentlich reich geworden sind. Durch gekaufte Redacteure wollen dieMonopolisten dasVolk beschwichtigen lajzen, .aber damit sind sie weniger erfolgreich, als bei den Gesetzgebern und Beamten. Frankreichs Vrleget:heit. General Chancy, bemerkt die London ÜmeS". wäre im Kri-nLs.iff- si.5t? Timer, wäre im Kriegsfalle sicher zum 'Oberbefehlshaber gemacht worden, da.er
aber gestorben ist, )o dürste es schwer sein, in der ganzen sraiizöstschen Armee einen
GenerallZMO" zu finden. Die drei Marschälle MacMahon. Canrobert und Lebeouf stehen auf der Pensionsliste und find aus politischen Gründen nickt u gebrauchen. DaZzttöe gilt von Bour baki uud natürlich in noch höberern Grade vom Herzog von Aumale. Lellev ' ' ' . " mand, der nächste Devisionsgeneral, lei dct an Altersschwäche, und Saussicr, der Algier undTunis commandirt, eignet sich nur zur afrikanischen Kricasfübruna. .m WW T m. m- W l . m r m. stellen vellkldet. E nicbt außerdem noch drei Stabsgencräle, von denen Vuillemot der bedeutendste ist. Dieser würde wahrscheinlich im Kriege als Stabschef zu dienen haben. DaZ Commandü über alle Truppen würde nach den Pröcedenzregeln aus Gen. Wolf übergehen. Dieser b?fehl?gt nämlich das siebente (Besancon)Armcecorps, das an Bedeutung, dem (Zten zur.achstkommt, welches Ehauncy commandirtk. AndererseitS hat General Galliffet, der früher das neunte CorpS in Tours besehltigle, die ganze Taktik der sranzösischen Caval lerie umgestaltet, und gilt aus diesem Grunde als der fähigste Feldherr. An großen Taktikern hat demnach Frankreich keinen Uebcrsluß und es ist nicht einzusehen, wie es vor d:r Hand an einen Rachckrieg denken kann. Es schwebt ein eigenthümliches Verhängniß über dem Lande. Während cs zu Anfang dieses Jahrhunderts eine Menge von Staatsmännern und Feldherren aufweisen konnte, wird jetzt sowohl sein negerischer Unternehmungsgeist a;v auch seine politisch: Entw'.ölung du cic :iorherrschcnVv:5chung der i'" beei5fl:ls.t. Lattdwlrthschaftliches. W a l d b ä u m e auf Farmen. Obstvlainagen erhöhen bekanntlich den Werth und die Annehmlichkeit der Far men außerordentlich. Es empfiehlt sich abcr, neben der Anpflanzung von Obstbäumen auch der Erhaltung oder Anle gung von Waldbeständen besondereAusmerkzamkclt zu schenken. Der Wald, und sei er noch so klein, läßt aus unseren ausgedehnten Prairien die Farmen erst als wirkliche Heimstätten erscheinen, schmückt dieselben zu jederJahreszeit auch äußerlich, während solche ohne ihn nur im Frühjahr einen wohlthuenden Eindruck gewähren, giebt Schutz vor Wind und Sturm und dringt uns diejenigen Früchte, die wir ernten, ohne zu säen, die aber die Annehmlichkeiten der Win-ter-Abende in ähnlicher Weise erhohen, wik daZ 5bst. 9Iii&frdfm ist p8 tirm bohem Werthe, das Holz, dessen man für die Zäune und Stakete, zur Feuerung oder wenigstens zum Feueranmachen be darf, selbst zu ziehen, statt dak man daöselbe mit Opfern an Zeit und Geld aus der V!achdarschast herbeiholen muß. Durch den Wunsch, möglichst bald einen Theil ihres Landbesitzes in Wald zu vcrwandeln, lassen sich die Farmer häufig verlei!en,Bäume anzupflanzen, die werthlos und schädlich sind. Als Regel sollte es gelten, daß Boden, der bis zu 20 Bushel Weizen oder SO Bushel Mais pro Acker trägt, überhaupt nicht zur AnPflanzung von Bäumen benutzt wird. Aus derartigem Boden wachsen die Äaume schnell, aber in clnerWeise m die öhe, daß sie kaum Schatten spenden, aber durch die Wurzeln und Schößlinge, die sie in die Nachbarschast ausdehnen. jede Ausnutzung des Bodens erschweren, dem Pflug unüberwindliche Hindernisse entgegenstellen, die Kultivatoren beschä digen und die Thätigkeit der Müh-Ma schinen erschweren. Die Bäume, welche vermöge ihres schnellen Wachsthums zur vr.-..ri . -v.. k? ... , , i '.inslanzung einlaoen, uno namenlitcy : Melden, 'Pappeln, vlrglNische Heuschrek kenbäume und Cotton Wood. Ueber den Werth dieser Hölzer kann ein besteres Urtheil nicht gefällt werden, als dies kürzlich von Seiten eines Farmers in Colorado geschah : Cottonwood ist der werthloseste Schmarotzer unter allen Bäumen; wie er durch seine baumwoll ähnlichen Samen -Fasern den Kleidern und den Wohnungen lästig wird, so breitet er seine Wurzeln nach allen Rlch tungen aus und schädigt hierdurch das Land. Cottonwood ist unter den Bäu men dasselbe, was der Chinese unter den Arbeitern ist, selbst unter den dürstig sten Lebensbedinaunaen gedeiht und wächst es, alle anderen Pflanzen, Sträu cher und Bäume überwuchernd und ver kümmernd; Alles, was es braucht, ent zieht es ausschließlich dem Boden und giebt dem letzteren nichts zurück." Einen kaum höheren -Rang nimmt die italienische- Pappel ein. Dieser Baum spendet ungefähr so viel Schattn, als eine Telegraphenstange, trägt aber in noch geringerem Maße zum Schmucke der Land chast bei, als eine solche. Von Schutz gegen den Wind ist bei den Pappeln nicht die Nede, dies:lben stürzen v:elmehr leichter als irgend welche andere Bäume zu Boden und richten auch noch tm Sterben Schaden an. Bezeich net aber nichts mehr die Stelle, an der sie standen, so verzweigen sich ihre Wur zeln noch dicht unter der Oberfläche wei ter und bringen den Farmer bei allen seinen Feldarbeiten zur Verzweiflung. Den genannten Holzarten ist ferner die Eigenschaft gemeinsam, dos; sie als Brennmaterial kaum, den Werth von Maisstengeln besitzen, daß sie Brüt- und Wohnstätten für Würmer, Raupen und sonstiges Ungeziefer sind und daß sie. einmal angepflanzt, kaum wieder zu be seifigen sind, sondern in ihren Wurzeln, Ausläufern und Schößlingen cineQuelle fortwährender Beeintrüchtizunlzen der Feldwirthschaft bilden. )ie armcr ocs Staate? Illinois haben am meisten durch die Anpfanzung ungecignerer liimauaurn? ?t: leioen ge habt, haben vcr schnell iyrc in dieser Beziehung begangenen .Irrthume: er
kannt wählen jetzt solche Baum7?rten, die zwar weniger schnell wachsen, aber den Werth der Farmen nach jeder Richtung zu erhöhen. Ahorn, Buchen, Birken, Eschen, Eichen, Wallnuß und Hickory besitzen alle die Eigenschaften, welche die Bäume werthvoll für uns machen. Durch das Holz, das sie liisern. decken ste die Bedürfnisse des Farmers und zugleich erhöhen sie die landschaftli-
che Schönheit. Thierarztc. Die Vcr. Staaten besitzen, wie wir kürzlich zifsermäßig nachwiesen, mehr Hauslhiere als irgend ein anderes Land der Erde. Was die Qualität der Hausthiere anlangt, so -V, weroen wir yoaznens zur Zeit noch von England übertroffen. Unseren ausae dehnten Weidegründen und der Vortresflichrelt unseres Futters mag es zuzuschreiben sein, daß wir bisher unter verheerendcn Krankheiten und Seuchen we' niger z i leiden hatten, als andere Lünder. 'lill der fortschreitenden Besiedelung des Landes aber w?rden auch derartige Attheerungen häusiger und umfangreicher werden und dieser Gefahr stehen wir beinahe wehrlos gegenüber. Mit Aerzten, die ihr von missenschastlicher Bildung unterstütztes Streben, mit anderen, die ihre erbärmlichcHohlköpsizleit der Menschheit widmen, sind wir reicher gesegnet, als irgend ein Lano der Erde, gebitoete Thierärzte dag?gen dabcn wir außerordentlich wenige. Die Thicrarzneikunde wird nock mehr von Quacksalbern prostituirt,a!s selbst die höhere ärztliche Wissenschaft. Auf beiden Gebieten verstehen bekanntlich viele so genannte Aerzte von Anatomie, Physiologie und Pathologie so viel, wie die Murmelthiere von Astronomie und National Qekonomie, abcr die Psusche? un ter den Thierärzten bilden mindestens 90 Procent, während sie unter den Menschenärztcn blos 49 Prozent ausmachen. Die Werthlosigkeit der Kurmethoden der meisten Thierärzte wird nur noch durch ihre Grausamkeit übertrossen. Die Viehzucht hat so bedeutendeDimensionen angenommen, daß die Heerdenbesitzer in verschiedenen Staaten und Territorien endlich auf die Anstellung Wissenschaftlich gebildeter .Thierärzte ihr Augenmerk lenken. In allen in neuerer Zelt abgehaltenen Versammlungen landwirthschädlicher Vereine wurde übereinstimmend helvorgehobcn, daß es sich sür die Farmer und Viehzüchter bestimmter Bezirke empfehle, Thierärzte anzustellen und denselben eine gewisse MinimalEinnahme zu garantircn. Es kann vorkommen, daß diese Aerzte Jahre hindurch verhältnißmäßig wenig zu thun haben, aber ihre Anwesenheit im Momente einer ausbrechenden Epidemie würde die-geringen Ausgaben, welche frühere Jahre den Besitzern von Hausthieren verursacht haben, zehnsach bezahlen. Es ist soeben entdeckt toorden, daßFlorida von Natur großentheils nicht eine Halbinsel, sondern eine Insel ist. Disston's Gesellschaft von 22 Her. ren ist mit einem kleinem Dampfer den cmen Fluß hinauf in den Lake Qkccchobee und von da aus den andern Fluß hinabgesahren ; das erste Mal, daß (von Weißen) die Halbinsel durchschisst wor den ist. Zu einem brauchbaren Schiffscanal aber kann dieserWasserwe schwer l:ch dienen, jchoi weil ei ein Umweg sein würbe. on, JlkVie. V e i der n e u l i ch c n Pulvern Explosion zu Berkeley. (5.d., unweitsai! Franci-co, sah ein gewisser Franz Rollen einen Regen von Funken auf das Zelt' dach eines Schooners am Wherste fallen, der schwer mit Pulver beladen war (5c? Tonnen). Das Schisssvolk wußte cben falls, daß diese Ladung nicht explodirerr dürse, wenn nicht die ganze Stadt zu Grunde gehen solle.ste rissen aber in aller Eile aus. Er aber sprang dnrch das Fenster seines Hauses und goß mit einem Eimer Wasser aus das Dach, bis der Schooner gelöscht war. Von einer Belohnung dieses Heldenmuthes verlautct bisher noch nichts. Ueber die Colonie der rus sischen Flüchtlinge in Cotopaxi wurde der Hebrew Emigration Socitty" am 1.1. d. Mts. von mm Comite zu fc ver, Col., die MitthzLg gemacht, fr-, die Farmen, welch: fcen israelitisch?,. Colonistcn zu Cotopaxi zur Bearbeitunz übergeben wurden, in keiner Zö'ise pxz ductio seien, und es den Leuten deshalb an den nothwendigsten Lebensmitteln mangle. Die Colonie besteht aus G0 russischen Flüchtlingen, welche im verflossenen Mai auf die Vorstellungen von E. H.Saltiel hin nach Cotopaxi gesandt wurden, worauf man Saltiel zum VerWalter der Colonie ernannte. Nach dem Berichte des erwähnten Comites bestehen die Farmen der Colonisten aus 7L0 Acker Land, aus denen dasVieh kaumNahrung genug findet. Die für sie errichteten Häuser kosteten jedes $280, d.h. je $180 mehr, als es werth ist. Die Colonisten sind ungenügend gekleidet und sollten mit Kleidungsstücken versehen werden. Das Land ist. so unproductiv. daß man aus U Säcken Steck-Kartoffeln nur 15 Säcke Kartoffeln erzielte, die aber von schlechter Qualität waren. ' Letzten Juli wurde gegen die Verwaltung Saltiel's verschiedene Klagen erhoben und Morris Tuska wurde nach Cotopaxi behuss Einleitung einer Untersuchung abgesandt. Er berichtete, Saltiel habe die Häuser nicht prompt bauen lassen, die Rechnungen nicht rechtzeitig bezahlt und den Colonisten die nöthigen Saatfrüchte nicht in genügender Quantität geliefert. Herr Tuska übertrug die Verwaltung Herrn Julius Schwartz, dem früheren Clerk Saltiel's. Ferner berichtete er, das Land sei fruchtbar und die Colonisten würden im Lause der Zeit im Stande -sein, die von der Gesellschaft für sie ausgelegten Gelder zurückzuzahlen. Der gegenwärtige W in t er ist im Osten der Ver. Staaten keineswegs ein kalter, aber durch seinen steten Witterungs-Wcchsel' ein sehr unangenehmer und ungesunder. Im Nordivesten aber erklärt man ihn für de.käl-
I testen Winter, den man'iemal? aebabt
habe. Seit 1867 hat der Congreß 150 Millionen Acker öffentliches Land an d Conccrne verschenkt und nicht ein einziger mit dem Schenkungsakte von denselben eingegangener Vertrag wurde von solchen ersüllt. So wurden z. V. dem Consortium Hamilton Disson in Philadelphia in Florida die sogenannten Evergreen Flats, 4 Millionen Acker zu 2ö Cen per Acker, übertragen, unter den Versprechen, noch weitere vier Millionen Acker folgen zu lassen, wenn solche gewünscht werden sollten. D'.e North Pacific Eisenbahn erhielt 40 Millionen ohne jede Entschädigung bewilligt, unter der Bedingung, den Ban ih?er Bahnlinie bis zum Jahre 1877 sertig herzustellen. Die Bahn ist heute noch lange nicht fertig, die Bahn Compagnie hat das ihr nicht zustehende Land theilweise an Ansiedler und Landspckukanten verkauft und die Regierung hat das Nachsehen. , , A " i V 1 Ein neuer Industriezweig ist von einem frommen Betrüger, Namens Derbin, erfunden wurden. Dieser schlich sich in die Gunst von Gefängnißgeistlichen um durch sie die Erlaubniß zum Besuch der Gefangenen-Anstal-ten, behuss Tröstung der "Unglücklichen und Verlorenen durch Gottes Wort zu erlangen. So kam er auch in das ZuchtHaus zu Joliet, machte die Bekanntschaft mehrerer reicherSträflinge, deren draußen befindliche Verwandte er dann unter allerlei Vorgeben um etliche hundert Dollars begaunerte. Die kalifornische Legis latur hat das unsinnige Sonntagsgesetz widerrufen; die Unterzeichnung der Bill durch den Gouverneur steht demnächst bevor. Wörtlich lautet der betreffende GesetzeLparagraph also : Jeder, der am christlichen Sabbath ein Stier-. oder Bärengesecht, einen Hahnenkampf oder eine Preisboxerei, ein Pferderennen, einen Circus, ein Spiclhaus oder eine Wirthschaft oder irgend ein barbarisches oder lärmendes Vergnügen offen halt oder dazu beiträgt, und Jeder, dcrThcater, ein Concert, ein Tanzlocal oder irgend einen andern Plai) für musikalische, theatralische oder Opern-Ausführungen oder sonstige Schaustellungen, wo Wein, Branntwein oder sonstige berauschende Getränke gekauft, verkaust, vcrbraucht, getrunken oder vergeben werden, essen hält, sowie Jeder, der eine Einlaßkarte kauft oder in unmittelbarer oder mittelbarer Weise ein Eintrittsgeld bezahlt, um in irgend einem derartigen Platz anwesend zu sein r.nd den UnterHaltungen, Schauspielen, .Darstellungen oder Aiissährungen darin beizuwohnen, macl t sia, eines Vergehens schuldig." Im New Yorker Staatssenat wurde Ende voriger Woche eine Bill einberichtet, welche es den Telegraphengesellschaften zur Pflicht macht, die Telegraphenpsähle anstreichen zu lassen. Die Bill scheint etwas sehr posl Testuin zu kommen ; die Telegraphen - Gesellschasten sollten nicht gezwungen werden, ihre Pfähle anzustreichen, sondern u mzuhauen. Nahe den Quellen des Missouri in Montana, noch 1200 Meilen oberhalb Bismarck, ist fern von jeder Eisenbahn eine neue Stadt Namens Benton tntstanden, welche, da sie blos im Sommer Zufuhren aus dem Missouri aus Dampfbooten erhält, imWinter ganz vereinsamt und abgeschlossen zwischen hohen Bergen liegt. Sie zählt 3000 Einwohner, welche alle in JiegcZsteinhäufern wohnen, da das Bauholz dort zu selten und theuer ist. Zweiundzwanzig Dampfboote vermitteln die Zufuhren, mit denen auch die Ansiedler des benschKarten britischen Gebietes versorgt werden müssen, und der Handel .damit ist ergiebig genug, daß eine Handelskammer daselbst besteht und Mammuth-Handels-Paläste. Die Angaben der New ker Postämter weisen in den letzten Iahren eine beständige Abnahme' der dem Valentins-Tage eigenthümlich: Sendüngen nach; dasselbe wird von den Postbeamten in anderen Städten versichert. Die "Valentinen", früher die Gaben stiller Verehrung und heimlicher Liebe und in ihren Abbildungen hochstenö sich zu einem schnäbelnden Taubenpaare versteigend, begannen benutzt zu werden, um Neid, Rachsucht oder Malice crn den Adressaten auszulasscn, aus dcA Bildern schwand mehr und mehr j:de? Wi, und an die Stelle geistloser caturen ist vielfach schon die unverh' Gemeinheit getreten. Während Weih-nachts-, Neujahrs-, Ostern- und Danksagungstags - Gratulationskarten, sich mehren, nehmen die "va1entme8" ab, werden bald ausgehört haben, überhaupt versandt zu werden, und wir haben keine Vcranlaffung, dies zu beklagen. Vom Auölaude. In Madrid hat am 2S. Januar in Gegenwart des gesammteL 5oses, der Minister, der Vertretung d Akademie und anderer gelehrter Gesell schasten die Uek ergäbe der Ueberreste deö Cid Campeador und seinerGattin Donna Jimcnes stattgefunden. Bekanntlich ha ben die Gebeine des ältesten und berühmtesten spanischenNationalhelden sich, inZeincr Urne eingeschlossen, im Museum zu Sigmaringen besunden. Der Fürst Karl von Hohenzöllern hat dem Wunsch! des Königs Alfons entsprechend di Uebcrreste dem Geburtslande des Cid zurückgegeben. Nachdem die Urkunde? verlesen waren, nahmen die anwesender. Abgeordneten von BurgoZ die kostbare? Reliquien in Empfang, um sie nach ihre: Vaterstadt, der Heimath des Helden, überzuführen. Auf einem n e u l i ch e n VaL in Hull (England) wurde die Gesellschast durch das Erscheinen einer Da förmlich elektristrt, welche eine An;! winziger Glühlichtlampen im Haare rnifc an ihrem Kleide trug. Die Sache Hai nur einen Haken. Allerdings ist eö denkbar, daß eine Dame eine kleine, stromsvendende Batterie in ihrem Kleide verborgen mit sich trägt, diese Batterie ' würde indessen die Lampen nur auf ganz! kurze Zeit speisen .können. Unser Ge
währsmann nimmt an, die Elektrizität sei der fortschrittlichen Dame durch Drähte aus einer im Zimmer aufgestcllten größeren Batterie zugeführt worden. Da war aber von einer Be:?cung und gar vom Tanzen nicht ue Rede und dies möchte doch mancher Schön, i den Glühlichtschmuck verleiden. Der französische L u f tschiffer, Capitän Müyet, veranstaltc.'i vor einigen Tagen in Madrid ein? Auf fahrt seinem Luftballon. Suni Hn glück stich der Ballon beim Aufs!eiJ?n heilig gegen das Dach eines Haus?:-.' durch den S!on wurde Capitän aye aus der Gondel geschleudert und stürzti aus beträchüicher Höhö auf das Straßenpstaster herab und rrar sofort todt. Eine neue o s c n r o l l t' wird unseren jungen Damen von eine: englischen Lady zugcmulhet. Eine in Reiche der Mode tonangebende englisch Dame, Lady Harberon, trug auf den ersten in London stattge'habten Cisfestk ein neues Schkittschubcostüm. dcm seir Erfinder den NamcnI)i2l klrV1 bei. legte. Da? Costüm besteht o Ent. setzen .' in einem etwa? genial geschult, tenen Männcrbeinlleide. Dazu trag! man die so beliebt gewordenen englischer Jaquets und aus dcm Kopse einen f leinen capuchonartigen Hut, von welchem bunte Federn in'6 Gesicht hineinfallen. Die Enden desselben werden von einer echten Agraffe zusammcng?h2!ten. Die Nachahmerinnen der Lady Harberon be theuern, daß das Costüm, welches sie dem anderen Geschlecht entlehnten, äußerst bequem und kleidsam wäre. Dem Berliner Fremdenblatt" wird aus Hamburg geschrieben : Daß Actien aus die Stimme und den Ertrag eines Sängers ausgegeben wer den, dürfte auch neu sein. Wir hielten eö Anfangs für einen Scherz und den noch wird die volle Wahrheit behauptet, nämlich, daß der Director Pollini ans seinen Tenoristen Botel für 50.000 M. Aetien ausgegeben habe. Da Gold seiner Kehle soll also in profane Münzk umgesetzt werden." Garibaldi's Leiche soll nun nachträglich doch noch verbrannt werden. I Rom ist, wie das British Medical Journal" erfährt, eine von dem Senator und Professor Cantoni gcleitete Bewegung im Gange, welÄc den Zweck hat, von der italienischen Regie rung und der Familie Gzribaldi's die Aussühiang derjenigen Bestimmung seines Testaments, welche auf dieBcrbrcn nung seiner Uebcrreste in CapreraBezuz hat, zu erwirken. Die Verbrennung dc: Leiche soll am ersten Jahrestage deSAd lebens Garibaldi's vor sich gch:n. I n Oc st erreich macht au genblicklich eine Preßmaßregelung zweier Wiener Blätter, die sich gegen die neuen Steuervorlagen ziemlich heftig geäußert hatten, großes Aussehen. Es sind die Vorstadt-Zeitunz" und das N. Wr. Tagblatt", die von derselben betroffen wurden. Beide Blätter wurden in den kaiserlichen Tabaksverkauscstcllen (Trafiken) in großer Anzahl verlauft und cr zielten auf dies: Weise den Hauptcrlö?. Durch eine Versügung der Statthalter schast, die durch .einen Ministcrrath beschluß prooozirt worden sein soll, is! NUN den Tabaksverkäufern das Feilha!ten jener beiden Blätter untersagt worden. Die Maßregel wird don den Be trosfenen sehr hart cn:psundcn. Einstweilen suchen dieselben sich durch Einrichtung eigcnerVerkaussstellen zu helfen; sie. wollen indessen auch gcgcn die Vcrsügung des Statthalters eine chnc Frage vergebliche Beschwerde an dasi Ministerium richten. Die össentliche Ueberraschung ist um so stärker nlZ e? das erste Ml ist, daß ci:;c derartig? Maßnahme ergriffen wird. Es scheint dies Jahrhundert die Zeit zu sein, welcher alle die großen Relikten der vergangenen Jahrhunderte zusammenstürzen. Wie jüngst die Hagia Sophia in Konstant!nopel, so droht, wie jetzt 5.üs London geschrieben wird, nun di: aNchrwürdigk WestminsterAbtei den Einsturz. Man bat wenigstens große Befürchtungen die serhalb. Die Feuchtigkeit U7d der Ncbei des Londoner Klima? haben dal Gestein so verwittert, dcß das innen Geröll der Mauer an verjs.iedencnStcl' len heraussäht. U n l ä n g st w u r d c in Tula in Rußland ein Prozeß verhandelt,' der
seinem äbesen nach nichts besonders kz wähncnswerthes bot. Dagegen gab die Persönlichkeit des Angeklagten um sc mehr zu erzählen. Derselbe, welcher sich Nikolajew nannte, war wegen cincs vor Jahr und Tag beim Kaufmann Tabrnnin verübten Diebstahls ?oi: 1,jU,00C L!bl. vor Gericht gekommen. Die Un tersuchung hatte ergeben, daß dieser Diebstahl das Werk cir.er ganzen Die bttbnde war, welche auß?r ihrem Vorcheil auch noch philantropische Znzcck.' hierbei versolgte; sie wollten, wie 'au? einem anonymen, an den Gestohlenen Kaufmann gerichteten Schreiben zu er sehen war, ihn dafür bestrasen, daß c: wie ein Wucherer das Volk au-sauge und Kapitalien anlege. In der That solle:' die Diebe eine beträchtliche Summe dcZ gestohlenen Gerten an Anne vertheil und namentlich zur Aussteuer ar:lk Mädchen viel aufgewandt haben. Dieses vermag wohl die Erscheinung zu erklär ren, daß dem .interessanten" Agellac ten in den Pausen wahrend der Ge richtsrerhandlung von zarter Hand Eonfeltschächtelchen übermittelt und andere Gunstbczeugungen erwiesen wurden. Ein vhänornenales Tau bcnpaar befindet sich im Bestie deö Herrn O. Jancker, eines bekannte' Ber liner Taubenliebhabers. Die beider. Täuber, zwei überaus zahme und zu trauliche Thierchen, welch? cuf einen Pfiss ihres Herrn herbeikommen, sind nämlich Biertrinker. Es wurden ih'. cn vor geraumer Zeit versuchsweise ihre Trinknäpse mit dänischem Bier, etwa? mit Zucker gesüßt, gefüllt, und skiihe trinken sie täglich eine ganz respeltad!" Portion des Gerstensastes mit vergnüge tem Girren und lebhaftem Flügelspii!. Weit entfernt, daß ihnen der Tran' irgendwie fchadet, gedeiht st: ti:!nel;:; ganz trefflich dabei.
