Indiana Tribüne, Volume 6, Number 154, Indianapolis, Marion County, 21 February 1883 — Page 2
Indiana Hriöime. ägricöe- und Ssntagsasz?.3e.
Officr: 02 .Dlwcirc Sjr. ! JndianJpolis, Ind., 21 ,zei ,t,i.iv l'i l5proprkatlonör:?t. Während im Allgemeine zugestanden wird, daß jeder Gros-jährie und Zu rechnungsfähige unbedingt über sein (5i genthum v:rsügen bar?, sind AuLnahnun schon in frühen Zeiten oB nothwendig erkannt worden, Es wurde dem Souverän oder der souveränen Gewalt im Staate das Recht zugesprochen, Privatbesitz fortzunehmen ode? fortneh rncn zu lassen, wenn die öffentlichen Interessen oder die allgemeine Wohlfahr: es erheischten. Man nannte diese Bc-, t rr . , . w. '...rr I fugniß das ErPropriationSrecht, imEng loschen: riirlit ot eminent domain. Du indessen die Herrscher allmalia den Gebrauch einreihen ließen, für angeblich ; gemeinnützige Zwecke Eigenthum ohne j Entschädigung zu beschlagnahmen, so wurde bei allen Verfassungscntwürfen darauf geachtet, dem Besitzer unter allen Umständen den Anspruch auf Schadlos Haltung zu wahren. Privatcigenthum soll nicht sür öffentliche "Zwecke ohne ge rechte Entschädigung fortgenommen wer-den-, sagt auch die amerikanifche Eonstitution. Für andere Zwecke aber darf es selbst dann nicht gewaltsam genommen werden, wenn eine mehr als gerechte Entschädigung angeboten wird. Die Geschichte von dem'Müllcr in Sanssouci, den Friedrich der Große nicht zwingen konnte, seine alte Windmühle ein'zureißen, wiederholt sich fast alle Tage. Es kommt in allen Großstädten vor, daß die Besitzer elender Baracken dieselben um keinen Preis entfernen wollen und dazu auch nicht angehalten werden können, obwohl sie dem Ausbau und der Verschönerung der Straße nachweislich im Wege stehen. Kein Nichter hat bis jetzt zu entscheiden gewagt, daß Schönheitsgründe oder Rücksichten auf den steigerungsfähigen Werth des angren zenden Grundeigenthums genügen, um das Expropriationsrecht in Kraft treten zu lassen. Vielmehr kann die Anwendung desselben in allen Fällen nur durch öffentliche Interessen gerechtfertigt werden. Dennoch haben die meisten gesetzge--benden Körperschaften in den Be'r.Staaten ihren Souveränitätsrechten neuerdings eine Auslegung gegeben, die den großen Gesellschasten allerdings sehr erwünscht ist, vom Publikum aber nicht gebtlltgt werden kann. In den von ih . f, m w- . k Itl"!?"" !l !n Ezproprmtwnzrecht an CrPrl,.N!N altA MM hMAf A( VS ik v " V. Ä .?n n ! duect das öffentliche Wohl .sördert und iroaltlaUq AH lGni rb5s "''T' L ' " '" " rt. V" . - ? ;ml u XLÜ1 ftÄ fe IT r r ' Z- - ! fin?TisiMMnfnnf tm nt Ptrt titrtrfjh iir :va'7'-';1. . V" 7 7" wanertes Capital verun en lanen, Stra- . , f i 1 v' mtmn, 5chbahne md unzahlige S?er..rLP.a,g",".3AS:lCa,A!-n. den vyvtvunvnv uuruiui, iuii isvucii V.e sr:..uic.. m : V i v o l:K::rZrJ . T- V ' . ' T ' v 11 ! ;r ü 'LUV 1 t (ck r ItiAflHfKli'H ikiMAH wui u,lHi.v c, uncui cn geucn mnn , ,o wemgdarl er 50 Einzelpersonen ihre - BTTTrii ttt wrtTxrrsn n" 11 m liisAiwn ,w" iuu. ii ui fW . i ' l - ... . IV rt.hrtvnt ttrt nthtn . t ntt& .! .hSa - u.vv4utu ,u ycu, u, iniujn nvatper onen besteht. Wohl mögen d:e Gsell,chaften, indem sie su? ihre eigenen Taschen arbeiten, auch der ?aNon rü beiter. ! wegen oaz xproprlallonzreql zu. icnni. louic noeuinni eocni erl rr a r l . t.v: x v.v t .1 r V . . ' , . . : ft laubt sein, der kxpropmrt werden ,oll. vor Gericht den cachweis . . anzutreien, daß der Zweck, dem sein Eigenthum dienen lou, als onenlilazer im wahren Sinn des War, s nicht bezeichne, er. den kann. Die Vlkser,re..r sollt. scher besaßen. AUS Kansas. Im westlichen Kansas erregte bekannt lich die außerordentlich ergiebigeWeizenErnte des Jahres 1S7S die allgemeine Ueberzeugung, daß auch dieser Theil des Staates für den Getreidebau ebenso vortrefflich geeignet sei, wie der östliche. Die folgenden Jahre haben das Gegen theil gelehrt und die Städte, die damals den Arkansas entlang wie Pilze aus der Erde wuchsen, haben sich heute um nicht ein einziges Haus vermehrt, werden in 5 Jahren voraussichtlich noch unbedeutender sein als jetzt. Die Annahme, daß die Regenzone allmälig nach Westen vorrücke, hatte nie die mindeste Berechtigung, und die im westlichen Kansas mehrfach versuchte künstliche Bewässerung ist übe? da? Versuchs-Stadium nie hinausgekommen. Die Prospecte, welche noch jetzt mitunter versandt werden und von der außerordentlichen Fruchtbarkeit des westlichen Kansas sprechen, stützen sich lediglich und einseitig auf die Resultate der Ecnte von 1878. Indem dieselben Ansiedler veranlassen, es in diesem Theile des Staates mit dem Ackerbau zu versuchen, schädigen sie den gane.i Staat, statt demselben zu nützen. Der Arkansas theilt den Staat in zwei Hals ten, deren östliche zu den ergiebigsten Kornkammern der Welt gehört, deren westliche dagegen von der Natur auf die Viehzucht angewiesen ist. Alle diejeni- ' J . "r r ' - r ra. r gen, welche nq ini rceuitcgen scanza v ..i.T- :c. crniü.f i bisher nieoeruenen, rare liüei niazi er,i im Landbau anlegten und verloren, sondern sofort "als Viehzüchter begannen haben es zu einem sicheren .und schnell . W ' : IIT11J.V W M. K
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wachsend: Wohlstände gebracht. In der That giebt es günstigere Bedingungen Zur die Ninder- und Schafzucht nir gends, als sie das südwestliche Kansas bietet. Das i'car seinfübliae östliche Capital
hat sich mit Recht von den dortigen landwirthschaslllchen Unternehmungen zu..'I . ntiS S ??? Mifi wende!. DaS südlich am Arkansas ge lUCiiltAUiiCii, "3. i leene Land übertrifft noch die nördli- ' chen Landstriche, obgleich auch letztere lzöchst gMiige Bedingungen für die Viehzucht gewähren. Namentlich ist der Süd:?esten von zahlreichen Wasscrläu sen durchzogen, die sich zwar sür künstlichc Bewässerung im Interesse des G: lrciöcbauS nicht eigenen, dagegen aber den H:crden daS vortresslichsteTrinlniasscr liefern. Die Weidegründe sind mit dem nahrhaften Busfalo und MeZquiteGrase eine? Species der aristida dicht bedeut und gehören schon jetzt zu den Mittelpunkten der amerikanischen Fl'ischErttugung. Zur Zeit ist diese . i . it ... ganze anoiircae nocy von inner vjien -i m '. :r. vahn durchzogen. Die yeeroen werden nafi Dodae (5itu aetrieben und von da aus mittels de? Atchison, Topeka und Santa Fe Bahn nach Kansas City, St. Louis, Chicago und den östlichen Markten transportirt. Im nördlichen Theile d;s westlichen KansaS wird vorwiegend Schafzucht getrieben. Einige wenige Ansiedler versuchen es dort noch immer, dem Boden mittels des Pfluges Schätze abzugewinnen, aber die Sommer kommen und gehen, Wolken ziehen am Him mel herauf, ohne das belebende Naß auf die ausgetrockneten Accker hernicderzusenden und die Ackerbauer werden zu ihrem Schaden inne, daß menschliche Energie die Natur unterstützen, nie aber derseldc.7. entgegenhandeln kann. ?ft$ Rstiouattasier. Nachdem die Schwindlerbande der so genannten Funders in Chicago gesprengt worden ist, kommen von allen Seiten Bericht: über ihre verhängnißvolle Thätigkeit. Eine besonders gute Ernte scheint sie in den durch ihre Tugendhaftigkeit und Nüchternheit bekanntlich so hochausgezeichnetcn Neu EnglandStaaten gemacht zu haben, namentlich in den kleineren Städten. Aus Westsield im Staate Massachusetts liegt hierüber ein Bericht vor, dem die anderen vollkommen gleichen, und den man daher als Muster wählen kann. Vor einigen Monaten, wird da erzählt, gingen verschiedenen Personen in Westfield Rundschreiben aus Chicago zu, in denen die riesigen Gewinne geschildert wurden. die sich durch Börsengeschäfte nach dem Cooperatlons - Plane erzielen lieyen Gleichzeitig wurden 10 Procent Commis' 114 4 IW VtUiUWVl UHU Wl v v tutwvi; vttsprochen. Die leisten dieser Briefe werten in'z Feuer aber drei d r W r slon für die Nachweisung firtt yifnnst vier Leute machten doch einen Versuch veranlaßten ihre Freunde, - der 10 wegen, - sich ebenfalls zu bethciligen. Zuerst ging natürlich' Alles glänzend, und da die glücklichen Gewin er kein Hehl auö ihren Gewinnen machten, einerVgar nach Empfang de? ersten Dividende erklärte, daß er in einem Le , .r un mqt mey? arvcucn, lonoern nur n iJkuJ t;.nn ,Ls HVKU lil V-ilCUVlU lUlfcill IVUVl. IV Ulm8ti , er Gemeinde bald eine Auwglmg', die schließlich auch die Be. k. ?7.4 ....-,, .k.k., Männer legten 'm Ersparnisse bei ....... .,.. p - . - ... , .y . den Agenten der angeblichen Getreidemakler an, und selbst viele Knaben der ' l Hoch chule ließen sich durch einen Käme. den dazu verleiten, je nach ihren Ver. hältnissen ?$10 bis $50 wetten. Sie verloren elb tverständ it!finirriHnS(trf tStt sTettt WIIUUI ItV IVlt UI4VIIUI ItVttl Vftilt, ' ' wie alle die gläubigen Serie in West, und hundert anderen Orten, und ra in d,r tn,nh Vfl I v j v psanaene 'Warnung zur Lehre, dienen ; asi. s rr.r,:x-r v.u., i VU VUIW MUU .Zs, s?, f...n r,2Zui v vm p j ...-r. .zfhfn 1tnh nreYn xtirt ry,es Qj-f ß J VVVVIV nen". Der Weflfielder Korrespondent , TmtZSTA iSJiTl.kh schließt semen Bericht mit der zur standl mamg an der Börse ipecullren Wenn das solche Männer thun, kann es natürlich nicht unrecht sein, und so macht die Börse das Glücksspiel zum Nationallasier. John Howars Patinc. Am 0. vor. Mon. wurde der Sarg mit den irdischen Ueberresten des Dich ters von Iloruo sveet Homo" dem Friedhose in Tunis entnommen und einem französischen Dampfer zu? Vesör derungnach Marseilles übergeben, von wo aus dc? weitere Transport nach New York erfolgte. Der protestantischeFriedHof liegt mitten in der Stadt, ist klein, aber mit Rosen, Heliotropen und Gera niums aus's geschmackvollste bepflanzt. Des Dichters Grab besindet sich in der Mitte des Gottesackers und der Leichen stein aus weißem Marmor wird von den herabhängenden Zweigen eines Pfefferbaumes überschattet, den Payne's bester Freund in Tunis, Herr Shappellier, am Tage nach der Beerdigung gesetzt hat. Der Leichenstein trägt in enalischcr Sprache folgende Inschrift: E riuribus Unurn. Hierunter der amerikanische Adler mit dem Wappenschilde. Hierauf : Dem Andenken des Eol. John Howard Payne, zweimal Consul der Ver. Staaten von Amerika in Tunis, weiht diesen Denkstein das dankbare Vaterland. Payne starb nach schwerer Krankheit am 1. April 1852. Er wa? zu Boston in Masiachusetts geboren am 8. Juni 1792. Sein Ruhm als Dichte? und Dramatiker ist überhallhin aedrun l gen, wo die englische Sprache gesprochen I m m - - ' w i wird. Sein Lied: Ilorne sweet s iloms" und sein DramaBrutus- wer 'den nie vergessen werden." An den leiten des Steines besindet sich ein
11- ..v n 4 : u. f T : . r . 7 . ' t .
uuu uuuiuiuij iiuiitu. uic iuue:i, uc
ifiujmuniu uu uifc -wu v ivutiuit.
Vers, der in der Übersetzung wie 'folgt lautet : .Wenn Dein Geist, dem Erdenheim ent flohen. Freudig schwebt empor zum blauen Dom, Grüßen Engel Dich mit Deinem Liede, Wird der Himmel dann Dein llorne sweetllorne." Der die Ausgrabung des Sarges bc
gleitenden Feierlichkeit wohnten die vorziehmsten Europäer und Türken der Stadt, sowie der Dragoman, der Nicht vomKrattkcnbctte Payne's gewichen ist. in seiner arabischen K'.ndung bei. Der sarg war wenig bezchädlgt, das Skelet lag unverletzt aus dem 5) aus! ein ameri kanischer Erde, dos man den: Todten mit in den Sarg gcgeb! i vaM. Skelet und Erde wurd-n in einen ::?uen Me tallsarg gebettetund dieser wurde ver löthet und versiegelt. Der Metall arg wurde m einen höl zernen Sarg und dieser in eine Kiste ge stellt, welche die Adresse trug : An den Consul der Ber. Staaten Taylor in Marieillcs,' Frankreich." Nachmittags 3 Uhr wurden die in der beschriebenen Weise verwahrten Uebcrreste zunächst nach der. kleinen protestantischen Kirche gebrächt und vor dem Altare niedergcsetzt. Ein Fenster in der Nähe der Zkan. jel trägt die Inschrift : Der Erinne rung an John Howard Payne gewidmet. Dieses Fenster t eni Zeichen der Verehrung, die mehrere englische Geschästsleute in Tunis für Panne hegten. Während der Sarg in die Kirche gctra gen wurde, sang eine Amerikanerin, die Mit einer wunderbar schönen Stimme begabt ist, unter Orgelbegleitung des Dichters unsterbliches Lied. Den Eindruck, den dasselbe bei dieser Gelegenheit hervorrief, kann keine Feder beschreiben. Wie ein Gruß des Dichters aus höheren Sphären zog es durch die kleine Kirche. Der Sarg blieb bis zum anderen Tage in der ttirche, und zwar unter der Obhut des freuen Dragoman. Unsere 2?! ü uzen. Man mag ein noch so guter Rcpublikaner, noch so fest davon überzeugt sein, daß nur der Freistaat sich dem Idealstzate nähert, einen Vorzug muß man den altersschwachen Monarchieen der alten Welt einräumen : sie können ihre Münzen mit den Portraits ihrer geliebten Landesväter schmücken. Wollten unsere Präsidenten, oder wollten unsere Münzen mit unsern Präsidenten das selbe versuchen, die Lächerlichkeit würde diesem Verewigung? - Versuche folgen, und die Lächerlichkeit ist auch in Amerika ein Fluch. Der immer praktische Onkel Sam hat sich geholfen, indem er seine Münzen mit Göttinnen der Freiheit, mit indianischen Kriegern, fliegenden Fledermäuscn, Adlern und anderen Emblemen ausstattete. Werfen wir zunächst einen Blick au unsere Halb- und Viertel-Dollarstücke, sowie auf unsere Dimes". Auf ihnen sitzt die Göttin der Freiheit auf auf nichts ; in der einen Hand chält sie einen Stock mit einer Schlafmütz?, wie sie schon von den glatzköpsigen Ehemännern im kleinasiatischenPhrvgien getragen wurde. In der französischen Revolution galt die Mütze als Symbol des Jacobinerthums, docki'sind die alten phrygischenGlatzköpse hierfür so wenig verantwortlich, wie der Glatzkopf Jnlius Cäsar für den Lorbcerkränz, den ein Kaiser in der?!achbarschaft Deutschlands als Symbol seiner nie errungcnen Siege aus dem Habsburger Schädel trägt. Mit de? anderen Hand überreicht die Göttin ihre Visitenkarte, welche, in Form eines Schildes, den jungsräulichen Namen Liberty" trägt. Die Dams hat eineNase von Bedeutung in ihrem Profile, die sonstigen Züge las sen es zweisclhast erscheinen, od sie srü her einmal hübsch gewesen ist. Doch dies und zur Noth auch nch d:?Schiefertakel'Aehntichkcit der Vusie liez.e sich übersehen, wenn nicht die uiteren E?!re mitäten allzusehr von allen klassischplastischen Mustern abwichen. Die Göttin hat nicht etwa krumme Beine, das kommt vor, obwohl uns die alten Griechen keine einzige krummbeinige Göttin hinterlassen haben, sondern sie hat auf der einen Seite zu viel und auf der ande'?n zu wenig, sie hat zwei rechte Beine und nicht ein einziges linkes. Wir haben über 'den Grund zu dieser Monstrosität viel nachgedacht, aber ohne allen Erfolg. Sollte der Künstler damit haben andeuten wollen, daß die amerikanische Freiheit sich der Rechten zuwende, jener Seite bekanntlich, auf welcher die zu sitzen pflegen, die bei jedem Fo?tsch?itte, auch bei de? ve?nünftigsten Aenderung verrotteter Verhältnisse nur zu verlieren haben ? Wir wissen es nicht und müssen uns daraus beschränken, die Thatsache der rechten Doppelbeinigkeit zu constatiren. Auf anderen Münzen erscheint die behre Göttin blos als Porträt mit einem Zopsbande, das sie als Jungfrau Freibeit identificirt, mit äußerst energisckiem Gesichtsausdrucke und Locken, die den Kopf wie die Schlangen der Erynnien umflattern. Ihre Schönheit hat sie bekanntlich von einer dermaleinst jungen Dame in Philadelphia entlehnt. Auch das ist eine Bevorzugung der Einen auf Kosten der Anderen, die in einem freien Lande um so weniger vorkommen sollte, als in der bevorzugten Stadt nicht einmal die Schwesternliebe, sondern die Bruderliebe die erpeRolle spielt. Konnte nicht ein weiblicher Schöngeist aus dem amerikanischen Athen mit der Brille auf der Nase der Göttin der Freiheit ihre Züge leihen ? Ist Cincinnati doch nicht bloß Porkopolls, sondern auch das amcrikanische Paris, dessen Tournure und Eleganz besonders seine Damen auszeichnet ! Sind die Mädchen und Frauen von St. Louis nicht besonders ob ihrer Schönheit gerühmt, da diese die besten Züge des südlichen, westlichen und ölttchen Typus in sich vereinigt?' Und wäre nicht eine Dame der Gartenstadt am allergeeignetsten gewesen ? Die letz tere brauchte nur den einen Fuß ein wenig nach ben zu kehren und die Fußsohle hätte sür alle Jnschristen derMünze genügenden Flichenraum geboten. New
JorkS gar nicht mehr zu gedenken, da dies an einen Mitbewerb Ehren halber nicht mehr denken kann, nachdem die Tochter einer andern Stadt seinen Töchtern zuvorgekommen ist. Es giebt noch unzählige Städte im Lande, die, wa die schönen Mädel" anlangt, gerade so gut ab sind, wie Sachsen in Deutschland, und daher ist die einseitige Bevor zugung Philadelphias doppelt zu rügen. Mögen alle Frauen und Mädchen im ganzen Lande, von denen wir noch leine kennen zu lernen die Ehre hatten, die nicht wenigstens hübsch gewesen wäre, sich damit trösten, daß die Göttin aus unserenMünzen nichts iseniger als hübsch ist. Sie erinnert allerdings an die Reinlichkeit, welche die Straßen Phila delphia's zu der Zeit hatten, in welcher die Dame, die ihr ihre Züge lieh, noch sang war. Sie erinnert aber auch an das Langweilige, Ebene, Glatte, Steife der Quäkerstadt. Sicher ist jene Dame nicht nur eine vater- und mütterlose
Waise, sondern sie bat auch weder einen Bruder noch einen Cousin. Ein solcher würde den der Dame angethanen Insult im Blute des Münzdirectors abgewaschen haben. Während so die. Stempel in unsern Münzmerkstätten das schöne Geschlecht im Allgemeinen und die Ladies aus der Stadt der Bruderliebe im Besonderen sehr ungalant behandeln, schmeicheln sie dem starken Geschlechte in ausfallender Weise. DerJndianerkops, der im kriegerischen Fedeischmucke auf den Ein'Centstücken Prangt, hat ein so reinliches und sogar chevalereskes Aussehen, daß die rothe Wolke" kürzlich indignirt erklärte, das sei alles Mögliche, nur kein Indianer. Interessant sind auch noch die auf manchenScheidemünzen vorkommenden Fledermäuse, denen der Volksmitz den Namen American Eagles" gegeben hat. Die seitherigen Nicket waren einfach und anspruchslos. In der neu.'sten Auflage dieser Geldsorte zeigt sich ein außerordentlicher Fortschritt. Ihn schmückt nur eine majestä tische 5 und er kann daher, wenn galvanisch vergoldet, grünen Einwanderern außerordentlich leicht als Fünf-Dollar Goldstück aufgehängt werden. Das ist Geld nach dem Herzen der erleuchteten und fcharfsinnigenStaatZmänner. Während unfer Papiergeld und unsere Postmarken bei jeder neuen Emission schöne? werden, bleiben unsere Silber und Nickelmünzen so unschön, wie sie. immer waren. , Der Bericht des Banksuperintendenten über die Sparbanken im Staate New tyott bestätigt zunächst wieder die seit Jayren hervortretende Thatsache, daß mit der Zahl der Sparer auch die Durchschnittssumme der Einlagen wächst. Die Zahl der Depositoren wuchs von 1,03,10 auf 1,095,971, dieDurch schnittseinlagevon $374.32 aus $370.0 d. h. die höchste Durchschnittssumme, welche je im Staat erreicht worden ist. EZ liegt nahe, aus den angegebenen Zahlen einen. Schluß auf die Prosperität der Massen zu ziehen. Leider ist jedoch ein derartiger Schluß nur zum kleinen Theile berechtigt. Die Banken werden, wie seit Jahren, ihrem eigentlichen Zwecke: dem kleinen Manne Gelegenheit zur sicheren Anlage seiner Ersparnisse zu geben, entzogen und dienen als sichere Anlage für solche Capitalien, die sich unter gesunden Verhältnissen nicht in oit Sparbankcn zurückziehen sollten. Öoi!i 3i strtSe. Peter C o o p e r und C y r u s W. Field. Wer noch vor 40 Jahren die Firma an Cooper'S Geschästsplatzin New 'Zlork las: Peter Coopcr, Leim und Elsendraht", ahnte nicht, daß er vor dem Comptoir eines Mannes stand, der sich zu einem der größten Industriellen. qUz auchPhiliNlthcopen entwickeln sollt. 'aö i'.omvtvir war Uxi, nniiimniur und nur die auderl-it und CrDuuna.. die au? Allem hervbrsa. sil in die Au gen. In demselben wurden nur d'e Aufträge entgegengenommen, die in.den Fabriken ausgeführt wurden. DerMann mit dem intelligenten und gleichzeitig gutmüthigen Gesichte, der in dem mittleren Schreibpulte saß, machte den Ein druck eines zuverlässigen Factors, der die Fabrikräume mit dem Comptoir ver tauscht hat. Seine Sprache hatte ei nen eigenthümlich milden und doch bestimmten, jeden nicht völlig motivirten Widerspruch ausschließenden Klang. Unmittelbar neben Cooper's Comptoir und unter demselben Dache befand sich Field's Firma: Cyrus W. Field Lumpen." Hier kaufte ein gedrungener Mann mit )ankeeGesicht und Vankee Aecent die Ergebnisse des Sammelfleißes der Lumpeusammle? zusammen, die e? an die später zum Theil ihm gehör! gen Papiermühlen in den Neu Eng land Staaten verkaufte. Die unmittelbare Nachbarschaft bewirkte, daß beide Männer sich auch persönlich und geschästlich näher traten und schließlich die Hauptbegründer der Kabelverbindung der neuen mit der alten Welt wurden. i Sie allein leben noch von den Männern, die an der Auösuhrung des neuen Pro jectö am meisten Antheil undTheilnahme hatten, Wilson G. Hunt, MosesTaylor, Marshall O. Roberts und Anderen. Unfug der Heilsarmee. In einer bei New Brunswick, N. I., unter freiem Himmel stattgehabten Ve?samm lung der Heilsarmee wurde von einem der Redner daS Andenken eines verstordenen, allgemein geachteten Bürgers der genannten Stadt auf die gcmeinsteWeise angegriffen, so daß sich der Mayor und der städtische Anwalt am folgendenTage bewogen fühlten. Schritte zu thun, um dem skandalösenGebahren dieferSchreier Einhalt zu thun. Zur Kennzeichnung der Elemente, aus denen die Armee besteht,.mag das Factum dienen, daß die ser Tage ein Capitän" derselben, ein gewisser Wells, unter der Anklage, seinen Studengenossen bestohlen zu haben, ve? hastet und unter tz300 Bürgschaft dem Processe überwiesen wurde. Einer der Beweise für die Strenge des diesjährigen Winters ist die Thatsache, daß der Michigan-Seeganz
I zugefroren ist, was in früheren Jahrgängen niemals der Fall war. .Längs
des östlichen Ufers des Sees sieht man die EiSmaffen 30 bis 40 Fug hoch auf gethürmt. Der Anblick der Ufer wird als iin'impofanter, wunderbar schöner geschildert. Längs der nördlichen User der Binnenseen sind Hunderte von Fahr zeugen eingefroren. Wenn das EiS im Frühjahr ausbrechen wird, ist ein großer Verlust an Eigenthum und Menschenleben zu befürchten. Im fernen Westen hat daS ungemein kalte Wetter und der massenhafte außerordentlich hoch liegende Schnee großen Schaden verursacht. Die Z e itschrift Nailwa:, Age in Chicago sagt, daß auf die 70 Millionen EisenbahN'Reisende, welche nach dem Census von 1880 im Census jähre suhren, u.id auf die 419,0 )0 an Bahnen Angestellte nur ttl Reisende an ders als durch eigene Schuld getöMct wurden, also nur je einer aus 4,41,000, während von' den Angestellten 2L0 um kamen, also je einer aus 1011. Beschädigt wurden je ein Reisender luf 814. 421 und je ein Angestellter auf 417. Durch eigene Schuld verunglückten lobt lich je einer aus 3.288.000 Reisende und je einer aus 1,200,000 nicht tödtlich. Dies zeigt, daß die Gefahr des Eifen bahnreisens für vorsichtige Leute geringer, als die jeder anderen At Behörde rung, während sür Bahn-Angeflellte die Lebensgefahr außerordentlich groß ist. In der B uudesh auptsta d t klagt man darüber, daß fast allen im Freien befindlichen STatuen die Finger, Zehen oder. Nasen abgeschlagen worden sind. Da kein sonderliches Kunstwerk darunter ist, fo geht der Welt dadurch nichts verloren; es kann sogar sein, daß an Schönheit dabei gewonnen wird. Aber eine Schmach ist es dennoch. Dodge City ist eine der characteristischsten Städte im ganzen Westen; wenn, im Herbste namcntlich, die Hirten mit ihrer! Heerden dort zusammenströmen, " so herrscht in den Straßen und Häusern, von denen fast jedes eine Wirthschaft enthält, ein duntbewcgtes Leben, das nur in der Glanzperiode der Besiedelung (Kaliforniens seines Gleichen gehabt hat. Eine quer durch die südwestliche Ecke des Staates Kanjas gelegte Bahn würde Dodge City einen Theil seiner gegenwärtigen Bedeutung nehmen, aber die günstigen Bedingungen für die Viehzuch't im westlichen Kansas noch vermehren. Heirathsbörfenberich t. Im Staate New Pork zeigten laut einer soeben veröffentlichtenZusammenstellung der im vorigen Jahre ausgestellten Heirathslicenzen die Eheschließungen bis zum 25. Lebensjahre der Copulirten eine steigende, von da ab eine stetig abnch mende Tendenz. Es heiratheten näm lich : von 11.085 Paaren, die diesen wichtigsten und gescheutesten Schritt im Leben thaten, 205, von welchen 201 Bräutigams und 2,051 Bräute das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten. 3.922 Maseulina und 4.002 Femina traten zwischen 20 und 25 Jahren in den Sland der heiligen Ehe, während 3,382 M. und 2.121 F. zwischen 25 und 30 Jahren, 1,035 Masculina und 747 Femina zwischen 30 und 35 I., 880 M. und 435 F. zwischen 35 und 40 I , 447 M. und 2)5 F. zwischen 40 und 45 I.. 27 M. und 109 F. zwischen 45 und 50 I . 150 M. und 59 F. zwischen 50 und 55 I., 70 M. und 20 F. zwischen 55 und 00 I., 45 M. und 8 F. zwischen 00 und 05 I., 10 M. und 2 F. zwischen 05 und 70 I., 14 M. und kein F. zwischen 70 und 80 I., 1 M. und kein F. zwischen 80 und 90 I. sich in Hymens Fesieln schmieden ließen. 45 Männer und 08 Damen wußten nicht" wie alt sie waren, die betr. Beamten waren aber überzeugt.daß dieselben das 21. Lebensjahr überschritt?n hatten. Leider ist nicht c.n?zcb?n, mi viele Männer und ;iruu.n a3 Heij ral!iS-lr.P?ijment zum zweiten ud?r i jund ;oo leisten uWe g?:., .! haben. 'X) l e e m p e ? " n - o li $ 1 1 i n Ponlau'o, Mc, hatte Wind kommen. daß eine ganze Car-Ladung Bier auf der östlichen Eisenbahn Ansang voriger Wo che ankommen werde. Zwei Polizisten gingen bis Cap Elisabeth-Station entgegen und traten in die Ca? ein, worin das Bier sich befand, aber ohne eine Schildwache außen zu lassen. Jemand schloß die Thür der Car, welche sodann einem rückwärts gehenden Zuge angehängt und bis nach Portsmouth. N. H., mitgenommen wurde. ES gab keinen Zug sür die Beamten, um nach Portland zurückzukehren, bis endlich am nächsten Tage der Pullman-Zug ankam und sie heimbrachte, ohne das Bier consisciren zu können. Denn im Staate New Hampshire. wo sie herausgelassen wurdsl,. ht'.cu jie natürlich keine AmtsZ'.walt. Bern uölanöt Einen eigenthümliche,. Unglücki-full beichten ävibringschi Zeitungen. Drei Eisendahnbedienstete. Angestellte eines bei Hayingen i. L. be legenen Bergwerks, waren in der Nacht zum 2!-. Jan. mit einem Zuge leerer Waggons in. einen zwischen Hayingen und Groß-Moyenvre belegenen Tunnel eingefahren, als sich Plötzlich ein stärker penetranter Gasgeruch, von der Maschine herkommend, bemerkbar machte, welche? die drei Männer in bewußtlosen Zustand versetzte. Der Heizer sprang sofort von der Maschine des Zuges, der inzwischen stillstand, herab und suchte sich nach der Richtung des Eingangs des Tunnels zu retten. Dort ist derselbe auch am Mo?gen, hinte? dem letzten Wagen des Zuges bewußtlos neben dem Geleise liegend, aufgefunden worden, während de? Maschinist, welche? gerade sah, wie der Zugführer von der Maschine sprang, und soöann, über die Rampe derselben hinstürzend und an derselben sich anklammernd, das Bewußtsein verlor, aus dem ersten Waggon hinter der Maschine ausgestreckt liegend, ebenfalls in leblosem Zustande vorgesunden wurde. Der Maschinist wurde am Morgen, nachdem man das Unalück bemerkt hatte, durch Wiederbelebungsversuche w'ö Leben zu
rückgerufen, beim Zugführer dagegen mußte Tod durch Erstickung constatirt werden. D ie Angabe de? Frau Ada Leigh in der Londoner Times", daß in Frankreich binnen vier Jahren 198 Knab:n und 40 Mädchen unter 15 Jahren Selbstmord begangen haben, wovon 200 üder12 Jahle alte. 21. zwischen 12 und 10 Jahren, 4 unter 10 Jahren, 0 unter 9 Jahren und 1 unter 7 Jahre alt, ist bezeichnend sür die Gleichgiltigkeit gegen das Leben, die in Frankreich einrußt. M a r i e R o s e, d i e bekannte Sängerin und Gattin des jungen Mapleson, spielte jüngst den Iidclio in Rochdale, England Bei dcr großen Arie im ersten Akte sprang plöklich der Hund des Inspizienten Hir te: den Eoullsien hervor und postirte i ch in derNäh: der Primadonna, inde::: er ' ihr Spiel und ihre Bewegungen m:" augenscheinlichem Interesse verfolgte. Mme. Rose beendete ihre Nummer ungestört und verließ dieScene.gefolgt von demHunde. Als sie dann einem Hervorrufe des Publikums folgte, betrat ih? vierdeinigcrBe wunderer, welcher sich wahrscheinlich bercchtigt glaubte, an dem Triumphe theilzunehmen, unter großer Heiterkeit de? ganzen Auditoriums ebenfalls die cssenc Bühne. Au5 d e m K ü n st l e r l c b e n Gustav Dore's. wird in Paris u. A. folgende Anekdote erzählt: Der in England außerordentlich beliebte Maler erhielt eines Morgens, während er im Jahre 1870 in London weilte, den Besuch eines wunderlich aussehenden lleinen Herrn mit schlecht gekämmtem Haar und grünen Augen. Dore wurde von dem Fremden mit den schmeichelhaftesten Formeln der Bewunderung überhäuft und endlich gefragt, ob es ihm gefällig wäre, um den Preis von hundert Pfund Sterling eine kleine Bleistiftskizze zu
entwerfen. Gewiß," cntgegnete der Künstler 'Wen habe ich die Ehre. vor mir zu sehen V De? Andere stellte sich mit stolzem Bewußtsein als Herrn Marwood, den Scharsrichter" vor. Eine Empfindung des Unbehagens durchzuckte Dore, der sich aber rasch wieder sammelte und Marwood zur Verfügung stellte. So kommen Sie morgen zu mir," sagte Dieser, und sehen Sie sich meine Arbeit an. Ich hänge Henry Wainright, der in Whitechslpel eine Frau gemordet und in Stücke zersKnitten hat." Der Franzose fand sich pünktlich zu dem Rendezvous ein und entwarf die verlangte Zeichnung, den düsteren Gcfäng nißhof mit dem Armensündcrgelcit, Marwood voran, hinter ihm sein Gehülfe und endlich ein Pastor, der den verwirrt dreinschauenden Verurtheilten stützte. Der Henker war entzückt, als er Tags darauf die Abzeichnung holen kam, und legte die hundert Pfund auf den Tifch: Dore bat ihn aber, die Summe dem französischen Hospital in London zustellen zu wollen. Marwood behielt die Skizze, bis er' wegen Geschäftsstockung in Geldverlegenheit gericth und sie um 1500 Pfund an Lord Aylessord verkaufte. V o rw cnigen Tagen i s! durch Uebersührung der letzten Rate M 71 (Mauser Gewehr) an das 2. bayr. Armeecorps die Neu-Vewassnung der deutschen Armee beendet worden. Dieselbe hat neun Jahre erfordert und 41 Millionen Thaler gekostet, welche aus der Kriegsentschädigung angewiesen '.oordeu waren. Die Ausgabe der neuen Gewehre begann im Jahre 1873 an all: deutschen Staaten, mit Ausnahme Baicrns, das sein alteö Werder-Gewehr beibehicit und nur die Patrone des Mau serGewchr einführte. Die Annahme der der ganzen deutschen 'Armee gemein famen neuen Waffe lrfolgte in Baiern erst durch könic.Ziche Orrc vom 11. Au anst 1877. ri) crctiiat :: re ! gründet ii tim v.ait Haupt - ! ! .i ' -1 ,- v ,j -C- - '.' f' I f h . t y s t 1 l I' Z ' n '. ' f- i rr i ! ! i i aiul vi .i i " v ; - V ' cinzen oder laaio:;. uo-: ceaen ::occ itir.e eiaen? Hauptstadt dcsit'.i. Buenos Ayres war die Hauptstadt d:s Staates gleichen Namen? und zualeich Jnterim-sii; der Nationalregierung. Die politischen Wirrendes Jahres 1880 veranlagten den Conares;. Buenos AureZ zur Bundcshaup stadt zu erklären und für den Vtaat eine neue yanptziast zu gründen. Die StaatSgcsctzgebung genehmigte die Wahl, nannte die neu zu errichtende Hauptstadt La Platta" und bezeichnete )en Ort 30 eng!. Meilen südlich von Buenos Anres. wo sie erbaut werden sollte. Zunächst sollin die öffentlichen Bauten errichtet werden. In der von Dr. Victorino de la Plaza, dem Minister des Auswärtigen, gehaltenen Einwcihungsrede wies dc? Redne? auf die glänzende Entwickelung der in ähnliche: Weise (?) gegründeten Stadt Chicago hin. I m vorigen Monate wu? den in London 30 Tonnen sogenannter Psefferstauü" zur öffentlichen Äerstcigerung au?gibot:n. Ein anwesender Makler lenkte die Ausmerksamktit auf die Thatsache, daß die vorgewiesenen Warenproben sowohl des Geruchs, fl! auch aller prickelnden und beißenden Eik'.nschasten des PfcsferZ entbehrten. Hierauf erbot sich der Verkäufer, die Waare behufs einer zu erlangenden A'ialyse zurückzazi:hen. Bei der darauffolgenden nächsten wöchentlichen Ge würzversteiacrung präscntirte sich der .Pfefferstaub- unter folgender Marke : Die Probcanalyse durch Hrn. Ogsien ergab : VollePftsferkörner 1 P r o c e n t; Pfefferblätter. Hülsen :c. 54 80 pCt.; Sand und Thon, 44.20 pCt. Total 100 pCt.. Der.Verkäuser bemerkte ironisch, daß dieser Pfefferstaub" für Hühnerbenutzt werden könne, deshalb bestehe er aus, dem Verkauf desselben. Die ganze Masie Nwrde zum DurchschuitZpreise von 17 Pf. 10 Schilling per Tonne ver kaust. M ü n ch e n, 3. Febr. Die Frau des im vorigen Jahre zu München wegen Landesverraths" iKriirJjriiten Baron o. Kreitmay: bat durch Urteil des k. Landgerichts die Erlaubn ß erhalten, auf die Dauer von 10 Jahren von ihre Manne getrennt zu leben.
