Indiana Tribüne, Volume 6, Number 153, Indianapolis, Marion County, 20 February 1883 — Page 2

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UOIÜUO rwunr. - j iügs'ch nn Äsuntaasauöaaöe. j 0fk KÜ S. Delaware Str. ! ' . Indianapolis, Ind., 20 Februar 188 OO Eine Musterfarm. Die größte aller Farnen, die völlig eingefriedigt sind, befindet sich nicht in Californien, auch sonst nicht irgendwo . im Westen, sondern dern in Tennessee. Sie. ist Eigenthum des General 5)arding, enthält 4000 Acker Land in emem zusammenhangenden Complexe, und jeder einzelne Zweig der Landwirthschast wird auf. Belle Mead" in nahezu vollkommener Weise - betrieben. ' Eine steinerne Mauer umschließt das Land, die einzel nen Abtheilungen des letzteren sind durch solide Pfosten, Bretter- und Drahtaune von einander getrennt. Die Wege sind in ausgezeichneter Beschaffenheit, der Nichmond Creek fließt durch die Farm von Nord nach Süd, die Nashville und Chatanooga Bahn durchzieht sie von West nach Ost. Durch tieses Pflügen wird der Boden zerkleinert, den zersetzenden Einflüssen der Lust zugänglich und für die Ausnahme von Feuchtigkeit tauglich gemacht; 14 Zoll ist die durchschnittliche Tiefe der Furchen. Eine genau eingehaltene Fruchtfolge bewahrt das Land, vor Erschöpfung. Jährlich werden 200 Acker mit Weizen, 200 Acker mit Hafer, 350 A. mit Mais, 50 A. mit Gerste, 400 A. mit Timotheus'Gras, 200 A. mit Klee bepflanzt. 100 Acker umfaßt die Obstplantage, 150 A. das von Bäumen nichts bestandene Weideland. Ein Wildpark, in dem Hirsche gehalten werden, enthält 425 Acker und die Holzbestände, die zur Weide mit verwandt werden, bedecken 1300 Acker. Die holzbestände umfassen die gelbe Pappel, weiße Eiche. Tanne, Steineiche, Esche und viele andere Species bis zu der schon in der beiligen Sckrift erwähnten Föhre shittiniwood. Von den Getreideländereien hat der Acker in den letzten 5 Jahren durchschnittlich getragen : 27 Bushels Wenen, 50 bis 00 B. Mais, 50 bis 00 V.Haser, 40 bis 50 B. Gerste. Viel wichtiger als der Durchschnitts-Ertrag der Farm an Mais 5.000 B. , Weizen 3,500 B. und an Heu 300Tonnen , ist die auf Belle Mead betriebene Vieh zucht. Gegen 400 DurhamNinder werden zu Züchtungszwecken gehalten. 150 Stück kommen jährlich in Nashville zum Verkauf und bringen durchschnittlich $80 pro Stück. Die Milchkühe sind ausschließlich auf der Farm selbst gezüchtet,' eine Kreuzung aus Jersey- und DurhamVieh, und werden, nachdem sie 3 bis 4 Jahre als Milchkühe'gedient haden, gemästet; als Schlachtvieh erzielen sie die höchstenPreise. Die Milch.welche die 50 Kühe liefern, wird nicht verkaust, sondern für den Hausgebrauch verwendet und freigebig an die Familien der Arbeiter vertheilt. Ein paar hundert Leicester und Southdown-Schase und 200 Angora-Ziegen weiden auf den Weideländereien, um solche von Dornen und Unkraut, deren erste Sprossen sie abäsen, freizuhalten. Die Wolle der Ziegen namentlich wird gut bezahlt, ist aber ein Posten von untergeordneter Be deutung. Schweine werden zum5)ausbedarse 125 bis 130 jährlich gezüchtet und geschlachtet, wenn sie 250 bis 300 Pfund schwer geworden sind. Weltberühmt ist die Farm wegen der dort betriebenen Pferdezucht; zur Zeit befinden sich dort fünf Hengste, die pro Stück $25,000 Bis $30.000 werth sind. Dem Gestüte, das einen Werth von mindestens $250.000 hat, steht her Voll blutneger Robert Green vor, der vor ÜO r et Jahren als Kind einer Sklavin auf der Far geboren wurde; er rühmt sich, in seinem ganzen Leben noch nie em Thier geschlagen zu haben. Zahlreiche Farbige, welche vor demKciege sich alsSkla ven auf dem Lande befanden, leben jetzt noch als freie Arbeiter auf demselben. Den Grund zu der Farm legte der Vater des Gen. Hardlng, welcher sich, im Jahre 1805 aus Vermont kommend, dort niederließ. Er erwarb 200 Acker Regierungsländereien, welche damals noch mit Urwald bedeckt waren. Durch seine Energie vergrößerte er die Farm bis zu 1,400 Ackern, und in diesem Um fange aina dieselbe 1830 auf den gegenwältigen Besitzer über. Bei Ausdrnch deö Krieges hatte die Farm bereits ihren gegenwärtigen Umfang erreicht und 23 Sklaven lebten auf derselben; Harding hat in seinem ganzen Ledeu einen einzigen Sklaven verkaust, und zwar zur Strafe dafür, weil dieser seinen (Harding's) viel jüngeren Bruder gemißhandelt hatte. Die Farm hat während des Krieges oft beiden Armeen als Lager gedient; während dieser Zeit wurden nebst den übrigen Thieren auch die Hirsche im Wildparke getödtet; der gegenwärtige Bestand besteht aus den Nachkommen mehrerer von dem Besitzer nach Beendigung des Krieges angekauster Hirsche und Thiere. General Harding gestattet höchst selten, daß ein Hirsch geschossen wird. Alle Thiere auf dieser Musterfarm sind so zahm, ja so wenig scheu, wie sie vor dem Sündenfall im Paradiese waren. Patent-Sachverständige. Daß unsere Patentgesetze dazu herhalten müssen, die drückendsten Monopole zu begünstigen, hat neuerdings in besonders ausfallender Weise der Proceß gegen die . Bell Telephongesellschast bewiesen, in dem die Entscheidung so ausfiel, daß jeder Mitbemerb abgeschnitten wird. Die in solchen Processen ab gegebenen Urtheile lassen nicht selten an der Ehrlichkeit des Richters zweifeln, doch ist dieser Zweifel zum Glücke größtentheils unbegründet. Nicht an den Nich' tern liegt die Schuld, da diese unmög. lich die in Frage kommenden technische wissenschaftlichen Principien genau vcrstehen können, sondern an den. söge-

nuui.iiu wuujouitunuiui, uu tut iu der ct Dttlancn mn Diese haben es schon Zertlg gebracht. dleGrundgesetze der Naturwissenschaft rundweg abzuleugnen. Da sie von den streiten , den Partelen gemiethet werden und oft ' int Jte8 n A btnjtag erhalten, mitunter sogar einen Antheil am Ertrage des Patents, wenn derPro cejj gewonnen wird, so kommt es ihnen par nicht darauf an. Thatsachen zu sal schen. Manche wissenschastliche Männer beziehen ein Jahresgehalt, damit sie sich weigern, als Sachverständige vorGericht r r . V? r ? t zu criaemen; ne weroen a;io ,ur rar Schwelgen bezahlt. Uufrichtlgc junger der Wienschafien, o;e p.ch nicht protfi tuiren lassen wollen, lehnen jeden Nus an die Gerichtshöfe ab, weil sie wohl wissen, daß sie sich den schlimmsten Verdächtigungen aussetzen. In Folge dessen gelingt es den Monopolisten fast jmmer, günstige Entscheidungen zu erwirken, und die Patentgesetze sind bereits in Verruf gekommen. Es wird nun vorgeschlagen, gewissen Gerichtshöfen ein ständiges Corps von Sachverstandigen zur Begutachtung aller rein Wissenschaftlichen Fragen beizugeben und aus össentliche Kosten zu unterhalten. . Solche Beiräthe hat man bereits in Deutschland und Frankreich, wo sie sich gut bewahren. Sie geben keine Entscheidungen über gesetzliche Punkte ab, sondern erklären nur 'dem Richter, was er zu wissen wünscht. Der Vorschlag mag aus den Grund hin angefochten werden, daß auch dieseVeiräthe aufgekauft" werden könnten, aber das ist doch nur eine Möglichkeit, gegen die man sich schützen kann, wahrend unter den jetzigen VerHältnissen die Gewißheit . besteht, daß die von beiden Parteien vorgeführten Sachverständigen i:n Dienste derselben stehen. Miliz In der Jugendzeit unserer Republik wurde seitens des Congresses hoher Werth auf die Errichtung und Ausbildung von Milizregimentetn gelegt. Je des Jahr wurde eine für damalige VerHältnisse bedeutende Summe zur Anschasfung von Waffen und Munition bewilligt, denn nicht nur wollte man die Jugend waffengeübt machen, damit es im Nothfalle nicht an Vaterlandsvertheibigern fehle, sondern vor allen Dingen wollte man jeden Vorwand zur Schaffung einer großen stehenden Armee aus dem Wege räumen. Die Nation war indesien mit der Entwickelung ihrer natürlichen Hilfsquellen bald zu sehr beschäftigt, als daß sie sich um kriegerische Uebungen hätte kümmern können,und so gerieth das Vürgcrsoldathum immer mehr in Verfall. Durch den Bürgerkrieg wurde die Nützlichkeit guter Milizen Jedermann so nahe gelegt, daß nach Beendigung des Brudcrkampfes der Congrcß von allen Seiten angegangen wurde, die Politik der Väter nach diefer Richtung hin wieder aufzunehmen. Dem inzwischen eingetretenen Wachsthum des Landes entsprechend, hatte er natürlich viel mehr bewilligen und viel umsanen dere Vorkehrungen zur Ausbildung der Truppen treffen mu)en, als seine Vor t . -v Vi if ganger vor ooer vu ayren, avcr er begnügte sich mit Maßregeln, die ihren Zweck verfehlen mußten, weil sie völ lig ungenügend waren. Die Folgen Uno bereits sichtbar. Nach dem Berichte, den der Krieg? minister kürzlich dem Congreß unterbrei tete, gehören von den nahezu sieben Millionen Männern in den Ver. Staa un nur 7,014 ver m an, weniger als je vorher seit dem Kriege. Früher betrug die Milizstärke auf dem Papiere wenigstens, häusig über 100,000. Zum Theil allerdings ist die Abnahme auf die Verschmelzung von Regimentern in einzelnen Staaten zurückzuführen, zum bei Weitem größten Theile aber auf das stets sich vermindernde Jnteresie an der Miliz. Ein Staat hat nur 456 Mann von 110,000 Wasfenfähigzn.sechs Staaten haben gar keine Berichte geliefert, und zwölf große Staaten zusammenge nommen können nicht mehr als 4000 Bürgersoldaten ausweisen. New Jork hat noch die meisten, nämlich 11,603 Ossiciere und Mannschaften, und Pennsylvanien rühmt sich der besten Organisationen, doch wird der Werth auch dieser Milizen vielfach angezweifelt. Bei einer genaueren Untersuchung würde sich ohne Zweifel herausstellen, daß die Landbevölkerung, welche doch die Mehrheit bildet, fast gar keinen Beitrag zu den Milizen stellt und die Städte noch viel ungünstigere Ziffern aufweisen würden, wenn sich nicht in den letzten Jahren die Scharsschützen-Clubs gebildet und zum Theil an die Milizen angeschlossen hätten. Es ist nicht zu leugnen, daß das Gefühl absoluter Sicherheit vor auswärtigen Feinden einen sehr gewichtigeu Grund dasür abgiebt, daß die Nation der Ausbildung in den Waffen keine größere Beachtung schenkt. Andererseits pflegt die Jugend sich durch höhere politische Rücksichten nicht bestimmen zu lassen, und wenn sie daher keine größere Theilnahme für militärische Uebungen zeigt, obwohl sie für Sport" sehr eingenommen ist, so muß dafür in nicht unbedeutendem Grade die Organisation der Mmzen selbst verantwortlich sem. Thatsächlich verstehen es letztere nicht. Achtung elnzustSzzen, und da die Bethei ligung an ihren Manövern mit großen Kosten und Unannehmlichkeiten verbunden ist, für die eine entsprechende Entschädigung oder Genugthuung nicht geliefert wird, so wäre es wirklich einWunder, wenn sie sich größerer Beliebtheit erfreuten. Ob sich mit der Zeit eine Milizoraanisation nach dem Muster der schweizerischen mcht als nothwendig her ausstellen wird, läßt sich im Augenblicke schwer beurtheilen. Vorläusig würde sich jedenfalls eine Verallgemeinerung desTurnuntcrrichts, bezüglich deffen Einsührung in den Schulen empfehlen. Der Icfct Bernhardiner. Lord", ein der Frau Dr. Moore in New Jork gehöriger Hund, der dieser Tage in der Thierarzenei-Schule daselbst gestorben ist, war wahrscheinlich der letzte

nannten Sachverständigen, auf die sich

Bernhardiner völlig reiner Rasse in den Ver. Staaten. Daö Thier war am 19. März 1875 in Chamouni in der Schweiz geboren, 32 Zoll hoch, von der Schnauze bis zur Schwanzspitze 6 F;;j lang, mit langem, weichem Haare ü.vcki und schwarz und weiß gefleckt. Klpf und Augen waren von seltener Schönheit; die letzteren, von lichtbrauner Farbe.

verriethen die ausgezeichneten Eigenschasten des Thieres. Einzelne Proben der letzteren seien kirn erwähnt. Die Aerzte wollten Lord chloroformiren; als ihm der Schwamm vorgehalten wurde, sträubte er sich aus Leideskräften, aber em freundliches Wort seiner Herrin machte ihn unbeweglich. Dr. Moore wohnte vor ein paar Jahren in Lafay' ette, einer Vorstadt von Jersey City. Lord war der Liebling und Spielaefährte aller Kinde?. Einst kam er dazu. wie eine ßiau. ivren unaen aus der Straße züchtigte ; er sprang hinzu und bellte die Frau so laut an, daß diese den Knaben fahren ließ, den der Hund dann beleckte und liebkoste. Vorigen Som mer baue ,srau coore den uuno aus Coney Island mit in's Bad genommen. Eine Dame hatte sich zu weit in's Meer hinausgewagt und verschwand. Ehe das Rettungsboot zur Hand war, war Lord nach dem Platze geschwommen, wo die Dame untergegangen war, tauchte unter und brachte die bereits Bewußtlose an ihren Badekleidern zurück. Im vorigen Herbste prügelten zwei Lumpensammle? vor der Wohnung des Dr. Moore ein entkräftetes Pferd. Frau Moore verwies dies den Leuten; die Kerle wurden grob. Da sprang Lord über das Staket und riß den Italienern die Knüppel aus den Händen, mit denen sie auf das Pferd losschlugen. Frau Moore rief den Hund nicht'eher zurück, als bis die Lumpensammler das Pserd eine Portion Haser in Ruhe hatten verzehren lassen, welchen die Frau herbeigeholt hatte. Lord hat nie einen Menschen gebissen. Niagara. Die Befreiung der NiagaraFülle aus den Händen der Wucherer, die den Anblick seiner wunderbaren Naturschönhei ten lothweise vermiethen, aus dem Besitze der Droschkenkutscher, welche die ganze Nachbarschaft monopolisirt haben; ihre Rettung vor der ihnen drohenden Umarmung der Sägemühlen, Spinnereien und Webereien wird mit vollem Rechte mit Rücksicht auf den Nationalstolz, den sich Onkel Sam schuldig ist, und aus ästhetischen Gründen besürwortet. Daß auch Gründe der Moral für die Erhebung der Umgebung deö Niagara zu einem National-Parke sprechen, wird leider fast gänzlich übersehen. Und doch hängt ein großer Theil der Sittlichkeit unseres Volkes davon ab, daß am Niagara nicht ähnlich gewirthschaftet wird, wie ehedem von den Geldwechslern und Geslügelhandlern im Tempel von Jerusalem. Aus Gründe der Moral aber sollte man stets, wenigstens in der Theorie, das Hauptgewicht legen. Seit unvordenklichen Zeiten bilden in den Ver. Staaten die Fälle des Niagara das Ziel der mcistenHochzeitsreisen. Das Censusbullctin, welches die Hochzeitsreisen und was damit zusammenhängt, be handelt, ist noch nicht erschienen, doch kann man mit Sicherheit annehmen, daß 73 Proccnt jener Ansangsgründe oder Elemente des ehelichen Lebens den Nia-qara-Fällen zusteuern. Als der west liche Theil des Staates New York noch eine Wildniv war, in welcher friedliche Indianer ein idyllisches Leben führten, reiste dr rothe Krieger mit seiner ihm angetrauten Squaw an den Niagara. Diese Naturkinder sowohl als die ihnen später solgenhen glücklichen Paare weißer Ansiedler standen der imposanten Schönheit der Natur so bewundernd gegenüber, daß sie ihre eigene Schönheit vorübergehend darüber vergaßen. Der gemeine Erwerltriß sie nicht auf jedem Schritte aus ihrem Himmel, schmackhafte Kost und einsaches Logis gewährten die Blockhäuser, und später die wohlfeilen Hotels. Gehoben,, erfüllt mit einem Muthe für die Zukunft, der hinter der Wasserkraft des Niagara nicht zurückstand, kehrten sie heim in ihrenWigwam, in ihre Paläste, in ihre Tenement-Woh-nungen. An die so glücklich begonnene Ehe schloß sich ein glückliches Ehelcben, das Segen um sich verbreitete. Wie anders wirkt h:ute der Niagara auf die jungen Paare ein ! Ist der junge Mann nicht geradezu ein Millionär, so kommt er durch die Riesensummen, die er an die Kutscher und an die zahlreichen Verkäufer der Naturschön heiten hinauswerfen muß, in Verlegen heit; die $1500, die er mit auf die Hochzeitsreise nahm, verschwinden, verdusten, verdunsten und vor ihm bäumt sich der Schrecken der noch unbezahlten Hotelrechnung gigantisch in die Höhe. Die junge Frau möchte gern Alles sehen, aber das ist ja bei der Höhe der Eintrittspreise unmöglich, und die übertriebene Sparsamkeit ihres Mannes wirst den ersten Schatten in ihr liebendes Herz. Der zärtliche Gatte läßt in seiner Sorge um die Bezahlung der GasthosZrechnung die Heiterkeit und Munterkeit vermiffen, die ihn als Bräutigam so liebenswürdig, so unwiderstehlich erscheinen ließ, das kleine Weibchen fühlt sich unglücklich. schmollt, der Mann ist m Verzweiflung. Die Flitterwochen am Niagara sollten zu elner Seligkelt werden, an deren Er innerung man sich noch am Tage der goldenen Hochzeit erfreuen wollte,' sie sind verbittert. Welches Prognostikon stellt ein solcher Anfang dem ferneren ehelichen Glücke? Die Halste der jungen Paare, welche, die erste Woche des Ho nigmonats am Niagara verlebten, laßt sich im ersten Jahre scheiden. Die geschilderten Uebelstände werden zur Zeit noch einigermaßen dadurch abgemindert, daß der Niagara noch immer ein imposantes Schauspiel bietet. Wenn erst nsch Sägemühlen und Fabriken durch das Rasseln ihrer Maschinen das majestätische Rauschen der Fälle übertönen,wenn der Gewerbefleiß auch an jener geheiligten Stätte kein poetisches Em-

psinden, kein entzücktes Anschauen der Naturschönheit mehr aufkommen laßt, dann wird der unheilvolleEinfluß der die Hochzeitsreise nach dem Niagara zu Gräbern glücklicher Ehen macht, gar nicht mehr zu übersehen sein. Auch aus moralischen Gründen also hinweg mit allen jenen Harpyen, die jrtzt den Genuß eines Ausenthalts am Niagara verkümmern! Man mache den Niagara wieder zu dem, als waö ihn seine Umgebungen vor 50 Jahren cr scheinen ließen, man schaffe dort einen nationalen Park und die Zahl der Ehescheidungen wird bald wieder so gering werden, wie sie vor 50 Jahren war. Endlich eine Eisenbahn in Per sie::. Seit der Schah von Persien zum cr sien Male seine ihm untergeordneten Vettern in Europa und was an diesen daran- und darumhängt mit seinem Besuche beglückt nnd beehrt hat, ist der Welt schon unzahlige Male verkündet worden, daß es in den nächsten Tagen mit dem Eisenbahnvau in Persien losgehen werde. Die jetzt wiederum mit getheilte Nachricht ist die erste, die Glauden verdient, weil sie dem Berichte unseres Gesandten in Teheran entnommen ist. Die Bahn wird Teheran mit Resht am kaspischen Meere verbinden, und der persische Consul in Baku wurde bereits angewiesen, dort die Eisenbahnarbeiter zu engagiren, welche bisher am Bau der Bahn von Tiflis nach Baku, beschäftigt waren. Die Route ist diejenige von allen in Persien möglichen Linien, welche 'die schnellste Rentabilität verspricht. Reiht ist nicht die eigentliche Hasenstadt, son dern liegt auf einer Landzunge, welche sich 500 Yards in das Meer erstreckt; dort landen die Schiffe Paffagiere und Fracht in dem kleinen Hasenplatz: Engelli. Zwischen beiden Plätzen vermitteln auch kleine Dampfer den Verkehr. Nesht mit seinen 20,000 Einwohnern in einer blühenden und fruchtbaren Umgebung hat eine Zukunft, wie überhaupt die ganze Provinz Ghilan bei einer vernünstigen Verwaltung zu den glücklichsten Erdstrichen gehören könnte. Die Entfernung von Teheran nach Resht beträgt 225 Meilen, und der Bau der Bahn, deffen Oberleitung französi-

schen Ingenieuren übertragen ist, wird nur bei Ueberschreitung des 7,000 Fuß über dem P?eere gelegenen Kharzen Pas ses bedeutende Schmierigkeiten zu überwinden haben. Die Babn wird die ehemalige persische Hauptstadt Kagvin berühren und dieser voraussichtlich einen cheil ihrer früheren Bedeutung zurückgeben. EinArtilel: .UnterrichtsMethoden in Amerika", den Herr Theodore Stanton in der französischen Monatsschrist Nouvelle Revue" vomJanuar veröffentlicht hat, erregt rn ronireich außerordentliches Aussehen. Das Siecle" spricht mit Erstaunen davon. daß die meisten unserer Hochschulen völlig consessionslos sind und daß in vielen derselben beide Geschlechter an den Vorlesungen und Unterweisungen Theil nehmen. Herr Stanton behandelt mc Cornell-Unwersitat am eingehendsten und das Siert? hofft, daß man aus den französischen Hochschulen ein ähnli ches Versahren einführen werde. Vorn In'.nve. D i e B e s i e r d e r S p i e l h ö llen in Boston machen jei)t häusig unan genehme Ersahrungcn. Sie gewinnen selbstverständlich immer, wie dies beiden verbefferten" Spiel-Apparaten gar nicht anders möglich ist, aber die Pointeure verfallen mehr und mehr auf die Unsitte, ihre Spielverluste zurückzufordern. Neuerdings hat dies der Präsident des HarvardCollege, Herr Eliot, einer Spielhölle gegenüber gethan, in welcher mehrere Zöglinge der Anstalt ansehnliche Beträge verloren hatten. Principale haben in mehreren Fällen, in denen ihre Clerks namhafte Summen verloren hatten, denselben Weg eingeschlagen. In emem Falle mukte der Besitzt der Spielhölle 4,800 herausrucken. In den concessionlrten Laster höhlen Deutschlands wußte man wenig stens, daß ehrlich gespielt wurde, inAme rika kommt dies höchstens noch aus nahmswelse im fernen Westen vor, wo der Pointeur den gespannten Revolver zur Hand hat. JnPottsville, Pa., beugte sich m emer der lehten Nächte eine junge Dame zu weit aus dem Fenster im zweiten Stockwerke, um zwei Sänger erken nen zu können, die ihr ein äußerst rübrendeS Ständchen brachten. Sie verlor das Gleichgewicht, fiel aus die Straße, verletzte sich nicht gerade erheblich, und V.:. rr i: .z t et y. n . ... uic junger rncn, uync um sie zu kümmern, davon. Laut einer Notiz der London Times" hat kürzlich Bismarck den Diplomaten der Ver. Staaten ein etwas zweifelhaftes Compliment gemacht. Er soll gesagt haben: Von allen Gesandten, die ich kenne, sind die amerikanischen die besten. Ihnen liegt die Diplomatie im Blute und sie faffen dieses Handwerk als em solches aus, zu dem es keiner be sonderen Vorbildung bedarf. Sie hal ten sich für Spione in hohen gesellschast lichen Stellungen, aber nichts entgeht ihrer Beobachtung und nichts hatten sie für fo unbedeutend, daß sie es mcht berichteten. Ein Blick in die Berichte über die Beziehungen der Ver. Staaten zum Auslande" wird dies bestätigen." VierContractoren inChicago haben den Bau des Capitals von TeraS für 53,000.000 übernommen und erhalten als Zahlung 3.000,000 Acker Regierungsländereien. Die Bieder männer müssen, abgesehen von den bei öffentlichen Bauten nothwendig abfal lenden colossalen Profiten, ein enormes Geschäft machen. 9 fyy I n B lg nap los lag vorige Woche eine Frau drei Tage und Nächte m Zustande völliger Betäubung. , Als

sie wieder zu sich kam, behauptete sie. si.e sei gestorben und nicht mehr sie selbst.

sondern eme andere Person. Aon diesem Wahne ist sie durch nichts abzubringen, aber in jeder anderen Veziehang völlig vernünstig. EinManninSanFranciSco füttert sich und seine Familie blos mit geschrotenem Mehle, das er mit Wasser anrührt, Wurzeln und billigstem Obste. Neulich hielt er einen öffentlichen Vortrag, in dem er auseinandersetzte, wie wohl man sich bei solcher Lebensweise befinde und wie viel Geld man dabei sparen könne. Als derselbe mit den Empfehlungen seiner Lebensweise gar zu ausdringlich wurde, war das Publikum so vernünftig und setzte den Narren an die Luft. Am 13. d.M. wurde inSan Juancito in Honduras Central-Ame-rika die großartige Maschinenfabrik der New Bork und Honduras Nosario Bergbau Comp." eröffnet. Präsident Soto feierte das Erelgnch durch eine Ansprache in englischer Sprache, in der er seinem Vaterlande dazu Glück vunschte, daß amerikanischer Unternehmunasgeist und amerikanisches Capital emen so vielversprechenden Anfang Mit Erschließung der Naturschätze von Honduras gemacht hätten. Der Director der genannten Comvagnie antwortete mit einer Rede m spanischer Sprache, Böller wur den abgefeuert und ein Orchester spielte abwechselnd die National weise von Honduras und den Nankee Doodle". Die Fabrik hat in den Ver. Staaten noch mehrWerkzeug-Maschinen telegraphisch bestellt, und die nächsten Dampfer werden Goldbarren nach New yozl bringen. Die ganze Bevölkerung von San Juancito sang und tanzte in den Saßen. Vor dreiWochen wurde Frl. Stell Martin, eine reizende Brünette aus der Nachbarschaft von Charlotte, N.-C., bei einer Vergnügungspartie mit dem zungen Junlus Harrlsourg bekannt, der sich ihr als ein Rechtsanwalt aus New Nork vorstellte, der seiner Gesund heit wegen ein paar Wochen im Süden zubringe. Nach oberflächlicher Bekannt schaft erklärte er ihr seine Liebe und Stell - willigte ein, sich hinter dem Rucken ihrer Eltern mit ihm trauen zu lassen. Beide vereinbarten, sich am Bahnhose in Charlotte zu treffen. nach Concord zu fahren und sich dort trauen zu lassen. Der 14. dies. Mon. war hierzu ausersehen. Stell entfernte sich zur Nachtzeit heimlich aus demlause ihrer Eltern, kam auf den Bahnhof, fand aber den Geliebten nicht. Von Tagesanbruch bis Mittag stand und wartete sie geduldig, stillte ihren Hunger mit em paar Aepfcln, welche sie von einer alten Frau kaufte, wartete weiter bis zum spätenAbend, und als sie dann von einem Polizisten ausgefordert wurde, den Bahnhos zu verlosten, starrte sie diesen geistesabwesend rn' Gesicht, murmelte : Getauscht, getauscht!" und wurde von dem Beamten m dessen FaMille untergebracht. 5)ler fand sie am nächsten Morgen ihr Vater, den sie jedoch nicht erkannte, und der sie heim nahm. Obgleich die Periode der arökten uaunakeit der SonnenZlecken vorüber ist, bietet die Sonncnschcibe zur r 1 1 js. a a i. . 3 eil ein eigeniyu.milcq oeieoics no, oas sich durch Gruppen scheinbarer Klüfte in der Sonnenscdelbe und sonstiae scknell wechselnde Gestaltungen characterifirt. r. c r w v eoermann rann ncy ver neuem Fimmel hiervon mit bloßen Augen überzeugen : den gewöhnlich gebrauchten, mit Rauch geschwärzten Glasern stno doppelte Viaser in Erganzungsfarben. z.V. roth und grun, oder tlesvlau und gelv, vorzuzleden. Solche Glätervaar: vor dem Objectiv eines guten Opernz'ases bescstigt. uesern em vortrefflich zu Beobachtungen geeignetes Instrument. Derartigen Erscheinunaen an der Sonnenscheibe vllegen ebenso wie den Anhäufungen von Sonnenflecken, Nordlichter und Störungen des. erdmagnetischen Stromes zu folgen. Der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung ist ocn der Wissenschast noch Nicht aufgeklärt ; neugierig nnd wir. ob wir in diesen Tagen in der Lage sind, von Nordlichtern und meteorologischen Störungen des telegraphischen Verkehrs zu berichten. Seifenblasen steigen lassen ist ein hübsches Spiel und wird namentlich anFrühlingstagen gern von der Jugend ' geübt. Blasen von 2 Fuß Durchmesser, die sich zwei Tage halten, kann man mittels der gewöhnltckien Thonpfeifen herstellen, wenn man ei'.e Mischung ölsaures Kali oleuta ol soda und Gigccrin als F'ünigtVit, in die man die Pfcifen eintauchk. o.rwendet. " c Vom AUölenöt. Die belgische Deputirtcnkammer hat mit 94 gegen 2 Stimmen die Gesetzvorlage genehmigt, wonach in den vlämischen Landestheilen beim Unterricht in den Mittelschulen die v l ä m ische Sprache zur Anwendung kommen soll. Mit 58 gegen 43 Stimmen wurde ein Antrag angenommen, daß in der den Staatsmittelschulen beigegebenen Vorbereitungsabtheilung in vlämischer und in französischer Sprache unterrichtet werde, damit die Schüler in den Stand gesetzt werden, . den französischen Lehrstunden in den Mittelabtheilungen mit Nutzen'beizuwohnen. Aus M aced onien kommen ziemlich unerfreuliche Nachrichten. Die ottomanische Regierung habe nicht nur alle Volksschulen im Razloger Sandschak geschlossen, sondern auch die meisten Lehrer unter strenger Escorte, theilweise sogar gefesselt, nach Salonichi abführen lassen. Dasselbe Schicksal soll acht bulgarische Notabeln des genannten BezirlcL betroffen haben. Die Zapties, welche mit der Durchführung diefer Maßregel betraut waren, hätten, einer direkten Nachricht aus Jaisikorija zusol ge, sich zu allerlei Gewaltthaten binreißen lassen, und u. A. die meisten Schulbücher in Razlog den Flammen übergeben. Natürlich herrscht in Folge dieser

Vorgänge ein? intensive Gahrung in die sen Theilen Macedoni-nö und soll man mit bangen Gesühlen den Evcrihutä' ten der nächsten Zukur.j: kr.tegcns-Hcn.

Ueber d i e I u st ü n d e, die sich im Caplande in Folge dcr Wiedercinsetzuna des Zu!u!asfcrn!L::i,? Cctcwayo in sein Reich entwickelt l.2dcn, crsägrt man Folgendes : ' )a? ululand, beiläufig gesagt, etwa so grcß wie Danemark, wird in drei Theile getheilt. Im Norden regiert Usibebu, ton Eclewayo und der englischen Kro.e unabhängig. als König von 0rng!c7.d'z (Gnaden. ct: mittleren Strich, den unfruchtbarsten, erhält Cetcwayo; aber er muß einen britischen Residenten an seinem Krcal unterhalten und nicht nur aus alle Rathschlüge dieses Beamten kören, sondern nach Abschluß des ersten Jahres dessen Unkosten tragen. Der Suden des Zu lulandes wird annektirt. In diesem bis an den Grenzfluß Tugcla reichenden Gebiet, wo John Dunn zwei Jahre lang unumschränkt herrschle, soll Hlubi, ein anderer Zulusürst, regieren ; 'allein er steht unter dem Schu und der Autor! tät der englischen Krone. Der britische Resident, der in diesem Grenzsande sich aufhält, hat eine k!,ine britische Streit macht zur Verfügung, über die er im Nothfalle verfügen darf. Wie man sieht, kommt die neue Ordnung der Dinge aus eine versteckte Annexion des gesammtcn Zululandes hinaus. Da der König Ectewayo mit den ihm auserlegten Bedingungen sehr wenig zufrieden ist, so wird er wohl dafür sorgen, daß die Engländer schließlich genöthigt sind, die Regierung allein zu führen. Das gambettistische Organ Paris" schreibt : ?!iese ganze lächerliche Verschwörung?- und Austreibungsgcschichte sängt an, gehässig zu werden. Der sogenannte Prütcndcntenausschuß vergnügt sich dimit, alle in den Entwürfen Floquet, Vallue und Lionville vttstreuten Maßlostg'eitcn n ein einziges Gesetz zusammenzubrauen. Er hat ohne alle Schmerzen diesen Entwurf zur Welt gebracht, der. eine Gruppe von Bürgern in die außerordeutliche Lage bringt, weder in Frankreich wohnen zu ' dürfen noch zu irgend einem Amte erwählt werden zu können, selbst wenn, was undenkbar ist, das Volk auf den Gedanken käme, sie zu wählen, was die klarste Verlegung der Souveränetüt bedeutet. Gleichzeitig aber entbindet er sie vom Militärdienst, der für alle Franzosen zwangspflichtig ist, und raubt ihnen das Recht der Abstimmung womit das allgemeine Stimmrccht getroffen wird, denn di: Berechtigung zu diesem kann nur durch Richterspruch aberkannt werden." Eine schauerliche E n tdeckung hat man in dem Spcditionsgeschäst der Herren Earter, Paterson & Cie in Goswell Road, London, gemacht. Diese Firma ist das bedeutendste Sv?ditionsgeschäst in London. Am 11. Dccemder wurde in einem Laden in Cambridge Heath Road eine 2 Fuß lange und 18 Zoll hohe und breite Holzkiste zur Beförderung an Mrs. Green, No. a Abbey Road, Saint JobnZ Wood, N. W., abgegeben. Der Kutscher konnte jedoch weder die Adresse, noch die adressirte Person ausfindig mackcn und retournirte die Kiste an das E:ntraldcpot in Goswell Road, wo sie seither mit anderen ähnlichen Gegenständen unbeachtet lag. Der Geschäftsführer entdeckte jedoch einen höchst widerlichen Geruch, der von der Kiste herzukommen schien, ließ sie öffnen und fand zu seinem Schrcck?n den Körper eines Mädchens in cincm vorgerückten Stadium ' dcr Verwesung. Dle Lerche war ??cisac) gebogen ln die Kiste gezwängt worden. Dcr herbcigerusene Ärzt schätzte das Filter des Kindcs aus 11 Jahre, doch woz es k::m :!1 Pfund, wahrend da? ??orr.:alg?wic5t :rcnigstens 50 Psund sein nürdc. Cr ist der Ansicht, daß der Tod durck Aushungerung lzerbeigesührt worden ist. In den letzten Monaten sind viele junge Mäd chen spurlos verschwunden,, und diese Entdeckung verursachte in allen Familien, wo Kinder vermißt werden. begreifliche Ausregung und zog zahlreich: Neugierige in das ToMenhaus i,, St. Laste. Doch sind die Züge dcr Lcich: durch die Verwesung so entstellt, daß eine Jdentisicirung der Uedcrrcste die größte Schwierigkeit darbietet. Der in Kiew erscheinenden Zeitung Sarjä" entnehmen wir noch folgende, für die russische Wirthschast charakteristischen Einzclheitcn über den Circusörand in Lcrdi'chcw : Der Platz vor dem Circus ist ncsat mi! verkohlten Leichnamen. In den wenigsten Fällen ist es möglich, die Persönlichkeit der Verunglückten festzustellen. Zwischen den Leichen irren wehklagend die Verwandten und Freunds der unglücklichen Opfer des Feuers umher und suchen nach ihren Theuren. Glaubt Jemand den Leichnam eines derselben gefunden zu haben, so trägt er di: ihm werthen Ucberreste nach Hause. Bemerkt er jedoch, daß er sich in der Persönlichkeit geirrt hat, so wirst er den Leichnam irgendwo hin und begibt sich von Reuem auf die Suche. Meistentheils gelingt c nur d'.i: Todten an den bei denselben befindlichen Sachen wiederzuerkennen. Doch auch für diese Sachen haben sich schon andere Liebhaber gefunden. Die Langfinger halten, von der Polizei nicht daran gehindeit, reiche Ernte. Gezen diese Vchörde wendet sich überhaupt in dcr Stadt die empörte Stimmung. Kein Beamter war an seinem Platze, die F:uerwehr erschien viel zu spat und zwar ohne Wasser, aber in angeheiterter Laune an Ort und Stelle. Unfreiwillige K o m i k. Gewöhnlich nimmt man an, daß 'die Verstorbenen keines Trostes mehr bedürsen. Im Widerspruch mit dieser Annähme steht eine Bekanntmachung dc? Herrn Bürgermeisters von Ei:p:n, enthalten im Eorrespondenzblatt des Km ses Eupcn" in der e's heißt, daß die proj:ktirte Verschönerung dcs Fricdhoses und des dahin führenden Weges .den Lebenden zur Freude" und .den Verstordenen zum Troste- gereichen werde.