Indiana Tribüne, Volume 6, Number 144, Indianapolis, Marion County, 11 February 1883 — Page 7

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ttlle Glieder iS m'r 'S gefahre, daß ich mehr bin gewankt als gelosse an des schwarze Loch und hab geguckt aach bin unter. .Gott, gerechter," schrai ich. was is gebafsirt? IS er gesterzt?!' Wain," sagt da der Garsong, so schlimm is's nicht wer der Stuhl gang iS nicht in Ordnung: de Kette sperrt sich und der Stuhl hängt fest und geht nicht vor- und nicht rickwärtö!.Graußer Gott", schrai ich da wieder in gräflicher Angst, wa8 is da zu ma chen?Garsong",sag'ich, ich bitt' Se um Alles in der Welt, holen Se ä Schlosser, holen Se S MechanikuS, S Maschinenmeister: Se sollen haben ä Dusör ä schönes Dusör, wahrhasti gen Gott, es soll m'r nicht kommen an aus ä Frank, auch nicht auf zwei Frank, wer Gott, gerechter, ailen Se, springen Se, laofen Se, was Se können, und holen Se ä Maschinenmai. Per!' Der springt fort geschwind wie der Wind und ich geh' wieder in Todesangst zu das schwarze Loch und schrai hinunter : Rebekkche", schrai ich, hörst de m'r, verstehst de m'r V .Ja ruft's da heraus von unten, ich hor's d'r: was is denn gebassirt, warum können nur denn nicht steigen auö V Gott, Gott ruf- ich jetzt wieder, haw' ich d'r nicht gewarnt vor den Un glickZstuhl? Siehst de wohl, daß ich hab' gehabt recht: jetzt is der Stuhlgang nicht in Ordnung und de Kette gesperrt und geht nicht vor und nicht rickwärts der vermaledaite Stubl!" Jwerdem kimmt gegangen d'rher der Herr hodelljeb und sagt: .Mosstö sagt er, 'Z m'r sehr laid, daß is ainge tretende unvorhergesehene Störung in die Maschinerie, awer haben Se kai ric Forcht : es kann bassiren nicht das Geringste !" Und drauf geht er zu das schwarze Loch und rust : Maine Herrschasten", rust er, sain Se außer Sor ge, es kann Sie zustoßen kain Unglick, nur aine unbedaitende Störung im Triebwerk is gekommen vor, awer ich hab' bereits geschickt nach den Mechanikus : in ainer oder längstens zwai Stunden wi.-d wieder sain Alles in Ordnung !" So hat er gerufen und is gesprungen de Treppe wieder herunter. Ich awer hab' gedenkt : Vater Awrahams, Jsaks und Jakobs : zwai Stund soll's dauern ? zwai Stund soll hangen de arme Frau zwischen Himmel und Erde in schwebender Pain, und is Niemand bai 'r, als der widerwärtige unangenehme Dokter, nain, des kann se nicht halten auö l" Und in mainer Angst bin ich geloffen vieder zu das schwarze Loch und hab' m'r gekniet hin und geschrieen hinunter und getröst' de arme verlaffenegrau und gesagt, se sollt nor sain ruhig : wenn's wär' beschlossen im Himmel, daß se sollt' sterben in Paris, so wollt' ich lassen fcrin gen ihre Laiche haim und wollt' se lassen begraben aus'n naien israelitischenFriedhos in ä prächtiges Mausolmuseum, awer se hat m'r gegewe kaine Antwort. Und wie ich schrai immer lauter und lauter hinunter in das Loch : da iwer ainmal geht aus wissawih aine Thire und gesterzt heraus kimmt ein withen der. verrückter Engländer mit am Rohrstock und haut m'r aine serchterliche riwer und sagt d'rzu : Goddäm," hat er gesagt: wollen du wohl halten der Maul, verdammte Sreier?!" Und noch ämal haut er m'r aine hin der verrückte Mensch, daß m'r vergeht Hören und Sehen Ich awer nicht faul, spring uf und schwubb ! hav' ich noch aine. Da hav' ich geschrieen laut aus vor Zorn iwer de unwirdige, niederträchtige BeHandlung und bin gesprungen, was ich hab' können springen, de Treppe hinun ter bis in's Varderr, zu die Abgangssiation von den unglickseligen Fahrstuhl. Und in main Kummer um main armes verlassenes Rebekkche fang' ich wieder an zu raren und zu schroten von unten her-

auf: Rebekkche, hörst de m'r. verstehst de m'r V Arm Alles is geblieben still. Gott, Gott haw' ich da gedenkt, se kann nicht mehr reden vor Schrecken und Alteration. und verleicht friert se in das kalte klaine nicht gehaizte Stibchen : Rebekkche, Rebekkche haw' ich geschrieen ganz verzmelselt, waS machst de, wie geht d'r 's V Und Gott sai dank, se hat m'r gehöre und gegeben Antwort: Laß' m'r in Rnby hat se gerufen, de bist ä Dummköpf!" Gott Rebekkche haw' ich da geschrieen wieder, sag' m'r nor das Aine : frierst de nicht V Rain hat se.da gerusen, der Herr Dolter hat m'r gemacht warm mit sain Mantel!" Gott haw' ich da gedenkt, er is doch ä guter Mann, der Herr Dokter; ich werd' m'r bedanken bai'm, wenn Alles geht glickUch voriwer! Und noch Lmal haw' ich wollen was rufen, awer der Herr Hodelljch is gekimme und hat gesagt, er misse m'r bitten, kain solches Gelärm zu machen und saine Gäste zu wecken aus'n ersten Schlaf, und er könnt' m'r versichern, es sai keine Gefahr vorHanden und der Mechanikus könnt' aintreffen Mlt jeden Augenblick. Da haw' ich denn nohlenz fohlenz geschvieg'n still und hab' nor gelauscht bald von oben bald von unten, ob ich nicht könnt' hören ä Lebensaichen tn main verlasse neö Rebekkche. Glicklicherwaise iZ aach bald gekimme der MechanikuS und hat gebracht wieder in richtige Ordnung den Stuhlgang. Nach zwaistindiger Trennung haw' ich Zön"e jchlleßen in de Arme main Re iekkche. Zum Herrn Dokter awer haw' ich gesag! : 5)err Dokter, ich dank'Jhnen, daß Se sich haben benommen gegen maine Frau als ä Mann, wahrhaftigen Gott, als ä rechter Mann und Fraind: ich will'S vergeffen niemals in main ganzes Leben !' O hat er da gesagt, nicht Ursach : ich Hab'S gethan recht gern So ls oe Geschichte gegangen aus und jetzt frag' ich : Haw ich nicht recht, wenn ich sag', mer sollt' nicht raisen vor'SVergniege? Ich hab' gehabt wenig Vergniae uf Rais'. Aich Alle awer will ich haben gewarnt for um zu gehen nach Baris in's . - ? . Novell Meoropoyt uno 10 nirni zu ran ren mit den Jahrstuhl; Ihr wißt jcht. vu'S Atnem kann gehen o'nrnt.

Simons Fapa. von 0tt d y?ttnt. Eben hatte es 12 Uhr geschlagen. Die Schulthür öffnete sich, die Jungen stürzten heraus, sich drange"d, einander stotzend, um möglichst schnell ins Freie zu kommen. Aber anstatt, wie sonst, auseinander zu laufen und schleunigst nach Hause zum Esten zu eilen, blieben sie in einiger Entfernung in Gruppen zusammen stehen und flüsterten unter sich. An diesem Morgen war nämlich Si mon, der Sohn Blanchetteö, zum ersten Mal in die Schule gekommen. Sie alle hatten in ihren Familien von der Blanchette reden hören und, obgleich man ihr öffentlich freundlich begegnete, sprachen die Mütter, wenn sie unter sich waren, mit einem gewissen verächtlichen Mitleid von ihr, das sich auch, der ttinder, ihnen selbst unbewußt, bemächtigt hatte. Simon aber kannten sie gar nicht. Ging er doch niemals auö und lief nicht mit ihnen in den Dorfstraßen und am Ufer des Flusses umher. Deswegen mochten sie ihn auch nicht leiden. Mit einer gewissen Freude, der sich daS Ge fühl eines großen Erstaunens beigesellte, wiederholte der Eine dem Anderen die Worte eines 14 bis 15 Jahre alten Burschen, der, nach dem pfiffigen Blinzeln seiner Augen zu urtheilen, mehr davon zu wissen schien : Ihr wißt doch Simon na, der hat keinen Papa

Da erschien der Sohn Blanchettes auf derSchwelle der Schulthur. Er mochte sieben bis acht Jahre alt sein. Er war ein wenig bleich, sehr sauber und sah schüchtern, ja fast linkisch aus. Er wollte zu seiner Mutter zurückkehren, aber die Gruppen seiner Kameraden, die unter einander weiter flüsternd, ihn mit den schadensrohen und grausamen Blicken der Kinder, die einen bösen Streich vollführen vollen, betrachteten. umzingelten ihn immer näher und näher und schlössen ihn endlich ganz ein. Da stand er m rhrer Mltte, überrascht, titt legen, ohne zu begreifen, was man mit ihm vorhabe. Aber der' große Bursche, voller Stolz über den schon errungenen Erfolg, fragte lhn : Wie heißt Du?" Er antwortete : Simon !" Simon wer?" entgegnete derAndere. VaS Kind wiederholte ganz verwirrt : Simon Der Bursche schrie ihn an: Man heißt Simon Soundso, das ist gar kein Name Simon. Und nahe daran zu weinen, antwort tete dieser zum dritten Mal : Ich heiße Skmon. Die Buben lachten. Der Bursche ries triumphirend miterhobenerStnnme: Run seht Jhr's ja, daß er keinen Vater hat." Tiefes Schweigen trat ein. Die Kinder waren ganz verdutzt durch diese außerordentlkche, unmögliche, ungeheuer licht Thatsache: ein Knabe, der keinen Vater hat. Sie betrachteten ihn wie ein Phänomen, wie ein außerhalb der Natur stehendes Wesen, und sie fühlten in sich die ihnen bis dahin unerklärt gewesene Verachtung ihrer Mütter gegen Blanchette wack en und wüchsen. Simon ablr hatte sich gegen einen Baum gelehnt, uai nicht zu stürzen; er war wie niedergeschmettert von einem nicht wieder gut zu machenden Unheil. Er wollte ihnen etwas entgegnen, aber er fand nichts, was er khnen hatte ant Worten können, um die schreckliche Ve hauptuna, daß er keinen Vater habe, zu widerlegen. Endlich schrie er ihnen lei chenblaß aufs Gerathewohl zu: Doch, ich habe einen' Wo ist er denn?" fragte der große Junge. Simon schwieg, er wußte es nicht. Die Kinder lachten sehr übermüthig, und diese Söhne der Felder, die nicht weit über dem Vieh standen, empfanden dasselbe grausame Aedürsniß, das die Hühner eines Hühnerhofs dazu treibt, eines unter ihnen, sobald es verwundet ist, vollends zu tödten. Simon sah plötzlich emen kleinen Nachbarn, den Sohn einer Wittwe, der stets, wie er selbst, nur ganz allein mit seiner Mutter lebte. Du auch," sagte er zu ihm, Du hast keinen Vater Doch," antwortete der Andere, ich habe emen." Wo ist er?" fragte Simon rasch. Er ist todt," antwortete das Kind mit prächtigem Stolz, er ist auf dem Kirchhof, mein Bater." Ein Beisallszemurmel lief durch die Rechen der Buben, als ob diese That sache, einen Vater todt auf dem Kirch hof zu haben, ihren Kameraden erhöhe, um den Anderen zu vernichten, der gar keinen Vater hatte. Und diese Taugenichtle, deren Vater zum größten Theil schlechte Kerle, Trunkenbolde, Diebe waren und ihre Frauen brutal behan delten, drängten sich immer näher heran, als hätten sie, die Legitimen, unter ihrem Druck, den außerhalb des Gesetzes Ste henden ersticken wollen. Plötzlich streckte der zunächst beiSimon stehende mit schlauer Miene die Zunge gegen ihn aus und rief:Keinen Vater, keinen Vater ! Simon ergriff ihn mit beiden Händen bet den Haaren und bearbeitete seine Beine mit Fußstößen, während er ihn wuthend in die Wange biß. Es ent stand ein furchtbares Gedränge. Die beiden Kämpsenden wurden getrennt, und Simon lag geschlagen, gequetscht und Mit zerrissenen Kleidern am Boden mmitten deö Kreises vonBerfall schreien den Jungen. Als er ausstand, mechanisch mit der Hand den Staub von ferner ganz be schmutzten kleinen Blouse wischend, ries ihmderEmezu: Geh, sag'S Deinem Papa Da fühlte er in seinem Herzen AlleS zusammenbrechen. Sie waren stärker als er, sie hatten ihn geschlagen, und er konnte ihnen nichts entgegnen, denn er fühlte wohl, es sei die Wahrheit, daß er keinen Vater habe ! Stolz versuchte er es einige Sekunden, gegen das Wernen anzukämpfen, das ihm die Kehle zuzu schnüren drohte. Es war ihm, als müsse er ersticken, dann brach er, ohne einen Schrei zu thun, in Thränen und in ein

Schluchzen aus, das seinen ganzen Kör-

per heftig erschütterte. Da machte sich eine wilde Freude bei seinen Feinden Lust und, naturgemäß. wie die Wilden es in ihrer schrecklichen Lustigkeit thun, faßten sie einander bei den Handen und tanzten um ihn herum, immer den Refrain wiederholend : Ketnen Papa ! keinen Papa !" Aber Simon hörte plötzlich zu schluch zen auf. Wie toll vor Wuth, nahm er die zu seinen Füßen liegenden Steine auf und schleuderte sie gegen seine Peiniger. Er traf zwei oder drei, sie flüchteten schreiend und er sah so furchtbar aus, daß die Anderen von panischem Schrecken ergrissen wurden. Feige, wie die Menge es stets einem verzweifelten Menschen gegenüber lfl, stoben sie auöeinander und flohen. Allein zurückgeblieben, lief das kleine vaterlose Kind auf die Felder zu-; eine fri-'. . . . t. liiilirrung war in lym ermacyr uno hatte ihn zu einem großen Entschluß getrieben: Er wollte.sich in dem Fluß ertränken. Er entsann sich in der Tbat. daß vor acht Tagen ein armer Teufel, der vom Bettel lebte, sich ins Wasser gestürzt hatte, weil er kein Geld mehr hatte. Slmon war dabei, als man khn herauszog, und der traurige Bursche, der ihm gewöhnlich nur kläglich schmutzig und häßlich erschienen war, ht!e ihn nun durch sein ruhiges, stilles Aussehen, seine vielqen langen, den nassen Bart und die weit offenen ruhigen Auaen fravvirt. In seiner Umgebung hatte Jemand gesagt : Er ist todt." Ein Anderer hatte hinzugefügt : Der ist jetzt glücklich !" uno slmon woule ncy nun aua) ertränken, weil er keinen Vater hatte, wie lener Elende, weil er kein Geld mehr besaß. Er lief bis dicht ans Wasser und sah eS dahinfließen. Einige Fische schössen schnell in dem klaren Strom hin und her, zuweilen schnellten sie heraus und schnappten nach denFhegen, die sich nahe über der Oberfläche des Wassers in der Lust schwangen. Er hörte auf zu wei- : 1 r , -. . neu, um lyrien zuzujegen. yr ptei interessirte ihn sehr. Zuweilen aber. wie be,m Aushören des G witterS plötzlich heftige Windstöße daherstürmen. die Baume zausen und sich am Horizont verlieren, kehrte der Gedanke: Ich werde mich ertranken, weil ich keinen Papa habe ihnr mit verschärftem Schmerz zurück. DaS Wetter war sehr warm, sehr schön. Die Sonne erwärmte das Gras. TaZ Wusser glänzte wie ein Spiegel. Und wimon empfand Minuten lang dle Matt gkeit und Müdigkeit, die den Thränen folgt ; er hatte die größte Lust, hier aus dem Gras, in der Wärme einzuschlummern. Eine kleine grüne Heuschrecke sprang unter seinen Füßen auf. Er wollte sie fangen. Sie entschwirrte ihm. Er verfolgte sie und haschte dreimal vergeblich nach ihr. Endlich ergriff er sie bei den Endgliedern ihrer Hlnterbemchen und er lachte, als er dieBemühungen des Thier chens sah, sich frei zu machen. Es stemmte sich auf seine beiden langen Beine, schnellte dieselben dann mit einem plötzlichen Nuck vor und streckte sie steif V - . 1 . uno geraoe wie Wiocie aus, wayreno e?, die runden Augen von ihrem aoldfarbenen Ringe umgeben, die vordersten Füße . v w . . r r. . wie yanoe in oer rust vewegle. erinnerte ihn an jenes Svielieua aus schmalen, im Zickzack auf einander gena gelten Brettchen, die mittelst einer ahntlchen Bewegung kleine daraus befestigte oloaten wie bei Exerciren vorichieben. Dann dachte er an zu Hause, an seine Mutter, und von tiefer Traurigkeit ergrmen, sing er wieder an zu weinen. Schauer liefen ihm ub:r alle Glieder; er kniete nieder und betete, wie er es vor dem Schlafengehen that. Aber erkannte damit nicht zu Ende kommen, denn von Neuem mußte er so rasch und so heftig schluchzen, daß es ihn völlig benahm. Er dachte nichts mehr; er sah Nichts mehr, was um ihn vorging; er weinte nur. Plötzlich legte sich eine schwere Hand auf seineSchulter und eine rauheStimme fragte ihn : Was betrübt Dich denn so sehr, mein Kerlchen Simon wendete sich um. Ein großer Arbeiter mit schwarzemBart und schwar zem, krausem Haar sah ihn mit gutmü thigcm Ausdruck an. Er antwortete ihm. die Augen und die Kehle ganz voll von Thränen : Sie haben wich geschlagen weil ich ich keinen keinen Papa . . . .keinen Papa habe!" So sagte der Mann lächelnd, aber jeder Mensch hat doch einen r Das Kind konnte vor krampfhaftem Schluchzen nur mühsam antworten: Ich .... ich ... . ich habe keinen." Da wurde der Arbeiter ernst. Er hatte den Sohn Blanchettes erkannt und, ob gleich fremd rm Dorf, kannte er doch un gekäbr ihre Geschichte. Na, tröste Dich, mein Junge sagte er, und komm mit mir zuDeiner Mama. Man wird ihn Dir schon verschaffen. emen Papa Sie machten sich auf den Weg. Der Große hielt den Kleinen bei der Hand, und der Mann lächelte von Neuem, denn es war ihm nicht unlieb, diese Blanchet'e zu sehen, welche, wie man erzählte, eines der schönsten Mädchen deö Landes sein sollte. Sie kamen an ein weißes, sehr saube ttö HSuschiN. Hier ist es sagte das Kind und rief: .Mama !" Eine Frau erschien, und der Arbeiter lächelte plötzlich nicht mehr, denn er be griff sofort, daß man mit diesem großen. bleichen Madchen nicht scherzen könne. das ernst in der Thür stehen blieb, als wolle sie dem Manne daS Betreten de? Schwelle des Hauses wehren, in dem sie schon von einem Anderen verrathen war den war. Eingeschüchtert, die Mütze in der Hand, stammelte er : Hier Madame, bringe ich Ihnen Jh ren kleinen Knaben zurück, er hatte sich in der Nähe des Flusses verirrt Aber Simon sprang an den Hals sei ner Mutter und sagte, indem er vieder zu weinen anfing : Nein, Mama, ich habe mich ertränken wollen, weil die Anderen mich geschlagen haben mich geschlagen haben. . .weil ich keinen Papa habe.- .

Eine dunkle Nöthe bedeckte die Man-!

gen der jungen Frau, und wie zerschla gen bis ins innerste Mark, küßte sie ihr Kind leidenschaftlich, während ihr die Thränen unaufhaltsam über daS Gesicht berabströmten. Ergriffen stand der Mann da und wußte nicht, wie er fortgehen sollte. Aber Simon lief plötzlich auf ihn zu und sagte zu ihm : Willst Du mein Papa fein?Eine tiefe Stille trat ein. Blanchette, stumm und von Scham gemartert, lehnte sich, beide Hände auf das Herz pressend, gegen die Mauer. AIS das Kmd sah, daß man ihm nicht antwortete, fuhr es fort : Wenn D nicht willst, so kehr' ich um und ertränke mich Der Arbeiter nahm die Sache scherzhast und antwortete lachend: Aber ja, ich will's ja gern." Wie heißt Du fragte nun dasKind, damit ich den Anderen antworten kann. wenn sie mich nach Deinem Namcn fragen V Philipp antwortete der Mann. Simon schwieg einen Augenblick, um sich den Namen fest einzuprägen, dann breitete er ganz getröstet die Arme auö und sagte: Nun Philipp, Du bist mein Papa." Der Arbeiter hob ihn vom Boden auf, küßte ihn hestig auf beide Wangen, dann eilte er mit großen Schritten davon. Als das Kind am andern Morgen in die Schule trat, wurde es mit boshaftem Gelächter empfangen.' Als der Bursche beim Verlassen derselben ihn von Neuem höhnen wollte, schleuderte Simon ihm, wie er es mit einem Stein gethan haben würde, die Worte ins Gesicht: Er heißt Philipp, mein Papa ! Ein Freudengeheul erscholl von allen Seiten. Philipp wer? Philipp was? Was ist denn das Philipp ? Wo hast Du ihn denn hergenommen. Deinen Philipp V Simon erwiderte nichts : unerschütterlich in seinem Glauben, blickte er sie verächtlich an.bereit, sich lieber von ihnen martern zu lassen, als vor ihnen zu fliehen. Der Schullehrer befreite ihn und er kehrte zu seiner Mutter zurück. Drei Monate hindurch ging der Arbeiter häufig an dem Hause Blanchettes vorüber, zuweilen wagte er es auch, mit ihr zu reden, wenn er sie nähend amFenster sitzen sah. Sie antwortete ihm höflich, stets ernst, ohne jemals mit ihm zu lächeln und ohne ihn zum Eintreten aufzufordern. Da er aber, wie alle Männer, em wenig eitel war, so bildete er sich ein, dak sie zuweilen, wenn sie mit ihm sprach, röther als gewöhnlich würde. Aber em ernmal geschädigter Ruf ist so schwer wieder herzustellen und so zerbrechlich, daß man, trotz der argwöhnisch scheuen Zurückhaltung Blanchettes, sie im Ort in3 Gerede brachte. Simon aber liebte seinen neuen Vater und ging mit ihm fast allabendlich nach beendetem Tagewerk spazieren. Er be suchte fleißig die Schule und schritt würdevoll, ohne ihnen jemals zu antworten. an seinen Kameraden vorüber. Eines Tages indessen sagte der Bursche, der ihn zuerst angegriffen hatte, zu ihm: Du hast gelogen. Du hast keinen Papa, der Philip heißt." Warum Nicht r fragte Simon sehr bewegt. Der Bursche, neb sich Die ande. Er antwortete : Wenn Du einen hättest, müßte er der Mann Deiner Mutter sein. Die Nichtigkeit dieses Schlusses ver wirrte Simon, dessenungeachtet antwor tete er : Er ist doch mein Papa." Das kann schon sein, sagte der Bur sche lachend, aber er ist doch nicht ganz und gar Dem Papa." Der Kleine der Blanchette senkte den Kopf und ging nachdenklich m der Rlch tung der Schmiede des Vaters Brizon, in der Philipp arbeitete. Diese Schmiede war wie begraben unter Bäumen. Es war darin sehr dun kel; nur der rothe Schern eines mächtt genHerdseuers beleuchtete mit großenRefleren süns Schmiedegcsellen mit nackten Armen, die Mit schrecklichem Lärm auf die Ambosse schlugen. Sie standen tm Flammenschein wie Dämonen, die Au gen auf das glühende Eisen, das sie be arbeiteten, aehestet, und ihr schwerfälli ges Denken stieg auf und siel mit ihren Hämmern. Jnzwlichen trat Simon em, ging leite zu seinem Freund heran und zupfte ihn sar.st am Arm. Dieter drehte sich um. Plötzlich hörte die Arbeit auf und alle Arbeiter blickten aufmerksam zu. Da erklang inmitten dieser ungewöhnlichen Stille das zarte Stlmmchen Simons: Sag' doch, Philipp, der Junge von der Michaude hat mir eben gesagt. Du wärst doch nicht ganz eigentlich mein Vater." Warum denn ?" fragte der Arbeiter. DaS Kind antwortete mit all seiner Unbefangenheit : Weil Du Nicht Ma ma's Mann bist." Niemand lachte. Philipp stand da und lehnte seine Stirn auf die äußeren Flächen seiner großen Hände. Diese ruhten auf dem Stiel seines Hammers, den er auf den AmboS gesetzt hatte. Er sann. Seine vier Kameraden blickten ihn an, und Simon, wmzig und klein zwischen diesen Riesen, wartete angstvoll. Endlich gab emer der Schmiede demGe danken Aller Ausdruck, indem erzu'Phi llvv saate : Und die Blanchette ist trotzdem ein gutes, braves Mädchen, und trotz ihres Unglücks ordentlich und tapser auf dem Posten, und sie wäre eine würdige Frau für emen ehrenwerthen Mann. Das ist wahr !" sagten die drei Anderen. Der Arbeiter fuhr fort : Ist es denn dieses Mädchens Schuld, daß sie betrogen wurde? Man hatte ihr die Ehe versprochen. Und ich kenne mehr als Eine, die heute ganz geachtet dasteht und doch nichts weniger als ein Tugendausbund war DaS ist wahr," antworteten im Chor die drei Anderen. Er fing wieder an : Und sie bat sich gequält, ihren Burschen ganz allein zu erziehen, und nur der liebe Gott weiß, was sie geweint hat, seitdem sie nirgends mehr hingeht als in die Kirch:."

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deren. jphM l UUW IV M U , IWiJttM V I Dann hörte man nur noch den Blasebalg, der daS Herdfeuer anfachte. Phi-

ipp neigte sich hastig zu Simon herad : nährte, wenn ote ungiuailaze mqt vor.Geh' sage der Mama, daß ich heute zog, sich zu berauschen, um ihr Elend zu

Abend mit ihr reden werde.Dann schob er daSKmd bet denSchulern hinaus. Er trat wieder an seine Arbeit, und auf einen Schlag fielen die fünf Hämmer aleichzeitia auf den AmboS. So schlugen sie das Eisen biS zum Abend, stark, mächtig, freudig, wie zufriedene " " . . I Hämmer. Aber, wie an Festtagen der er v r mt . rt.it.s.. ,0 ver großen vjhouc einer aiücuiaic chend. Und er stand leuchtenden Auges und schmiedete leidenschastlich, umsprüht von den Funken. Der Himmel stand voller Sterne, als Zlanchettes Thür klopfte, Er trug seine Sonntagsblouse, ein friches Hemd, der ir Bart war wohlgekämmt. , r v rt. Das jungeWeib erschien auf derSchwelle C e 5 " I .YV . und sagte mit bekümmerter Miene : Es ist unrecht, Herr Philipp, bei sin kender Nacht zu kommen." Er wollte antworten, stammelte und blieb verwirrt vor ihr stehen. Sie fuhr fort: Sie begreifen doch - . . v.. .g. ...... hl, daß es nur dessen bedarf, damit n wieder über mich spreche. rr . f . . i . ... ...).! . wo man Da sagte e? plötzlich : .Was tbut das. wennSre memeZrau sein wollen !" öceme öiimme antwortete tym, aver - i . r w er glaubte im Dunkel des Zimmers das Geräusch etneö fallenden Korperö zu vernehmen. Schnell trat er ein. und Simon, der in seinem Bett laa, ver . nabm den Klang eines Kusses und einige Worte, die seine Mutter sehr leise mur- , . - r"tit. . .. r? jr. i. meiie. iüslnn Tiiuiie er neu pioßiicn von den Handen seines Freundes emporgehoben; der hielt ihn mit fernen herumschen Armen ausgestreckt vor sich hm und rief ihm zu: Du sollst eS ihnen fagen, DemenKa meraden, daß Dein Vater Philipp Remy der Schmied ist, und datz er alle bei den Ohren nehmen wird, die Dir was zu - mm m m m mw Leide thun wollen.". Am anderen Morgen, als die Klasse ganz gefüllt war und der Unterricht eben beinn-n snllt. stand der tlrint 5irnnn Afttii fisotA Ans ttnS fni tni attfirnhrn Q V -V V -mW - - HMJ vtMf Htlv MU AVW Lippen, aber Mit klarer stimme : . . m " Mrtn Papa ist Philipp Remy, der Schmied, und er hat mir versprochen. daß er Alle bet den Ohren nehmen wird, die mir wa zu Leide thun wollen." Diesmal lachte Niemand, denn man kannte Philipp Remy, den Schmied, und das war ein Vater, auf den Jedermann stolz gewesen wäre. pariser ßkend. In die en Tagen ist ein Buch er chie. en, das es sich zur Ausgabe gemacht hat. ra:rv x.o sei ... c:rv..M v:. In diesen Tagen ist ein Buch ?rschie nen die Bilder via vi)uu9 au iiuiiwctii, uic c. - rr.,v. P, ' es in der Vlaoi oes rainnirte nen e S gibt. Der Verfasser Geor- . 1 " ' . bensgenu eS gibt. Wer Ber a ler, Geor. ges Grison, war Polizeireporter eines arow sattes und hat in der ittis -jtiuii:? vyniwuiuiii t habt, die Stätten des schrecklichenElends ... fc.C.. hntt Yn1 rhmn r ttitr rJA."ttz..n ,n w 7k , Mari-ist ternde Bilder entwirft. Ja, Parts tst nicht nur das glänzende, lebensfrohe. lichtstrahlende Paris des Boulevards des Italiens, der Avenue.de l'Opera, den barnns Klnsee: es a bt auck ein bun. äerndes, ver wei eltecschrecklicheSParis. mit düsteren Vierteln voll Schimmel und Eestank. wo Tausende und Tausende ..r,:. n.s. f.. 5t.,.. uis.u ujitujfc vvv v.iv v Brod, ohne Kraft und ohne Hoffnung vegetiren, indem sie in einer Atmosphäre des Fluches und der Pestilenz nichts ' Y ' . thun, als ein Ende erwarten, das als ! r . w . .. Elio ung ang,e?en mir, yeme mo. len wir einmal Grison aus einem Rund- ; Ännrti.r f.isn.n v"" i i.av... Das Häusermeer von Paris hat für Tausende und Tausende kein Obdach, Wenn man einen Einblick in das Elend der Obdachlosen gewinnen will, so genügt es, wenn man gegen elf Uhr oder Mittaas die Bänke der Saares. der Wartciäle der Eisenbahnen, des JustizPalastes, des Handelsgerichtes, kurz alle , r r rt . tn's Äilge TQBi,roo man ngen rann, m -rr s. obne dasür bezahlen Ziu müssen. Da sieht man nun unzählige traurige Gestalten, bleich, unruhig, schlecht gekleidet, ohne Wäsche, die trotz aller Anstrengung, sich wach zu erhalten, in einen krankhas , f r ri '.r. -i. ... r ( ten rami verrauen. x;uic öuoen leion verstandlich nur emen geringeren yeli der Vagabunden, welche kein Obdach mr r? jT t V!. - - CYl Jd 1. t. - : . yaoen lienaoen oie ganze mgclos durcb die Gasten irrend, verbracht m ' ' ... ' der urckt vor den Volimten. welche keine Nachtruhe aus dem Pflaster oder V ' mm m ... ' den Bänken der Boulevards gestatten, und kommen nun am Morgen, von den ermüdenden Märschen der langen Stunden auszuruhen. Die Vagabunden von m c .!v r.(t.ri.v..v .:u erus iciocn C4üicuciiü uu uuni Schwäche dieser Art. Sie begnügen sich mit dem zusälligen Nachtlager, das ste Welches sind aber diese Asyle? Sie sind oft schauderhafter Art In den ungebeuren rauchenden Misthaufen zwischen Levallois und Samt-Queen, m der w w - nächsten Nähe von Paris, ruhen Hun. derte von Vagabunden, die glücklich sind UndsichwahreSybatenen.Sie weroen eoermann iyr wees, warmes Bett rühmen. ES ist wahr, man verW e n-as uoi wuikro o qc agciiiau uü ui uu uii' " Leute besuchen, sallt es Niemanden em, PS uw dt, Pa i. ... 7 . iv.il. iffiAtt tnin niii. ?"ln ü oene von UINI vza9 Öuu iui unal ein Plätzchen, we ches unter den Ba. UUUUliWVII I 14 V4 ltWIWVS HUVII m j v I kW, .. n !i fJt ..X. fiti tn trhiirf Mlnrrth 5 geeyen wuroe. xican iw neu yier um die Plätze; im Uebrigen hatten sich 'die Leute im Kanal häuslich eingerichtet; man hatte mehrere Stockwerke von Ni schen angebracht und am Abend ottu pirte Jeder die seinige. Aus. drei Seiten erzahlt Grison em kleines Drama deS Elends aus dem Pasiage Menilmontant. Dort wohnte . . cm v . rn an . em armes itslocuen, 'jtaraens ocquer, kaum 23 Jahre alt, zedoch von Kummer

das Geläut der kleineren übertönt, so yungen regattrte, to ost sie nco auer- auseryaiv oer vlaot beziehen, fchlug der Hammer Philipps von Se- halb ihrer Kammer blicken ließ. A!S daS Als die Polizei bei ihr 'erschien, war künde zu Sekunde auf. mit betäubendem arme Mädchen wieder einmal auf die sie nicht wenig erstaunt, defc eine Klage Getöse den Lärm der andern beberr- Weise attakirt wurde, bekam eS einen gegen sie vorlag. Wie kann man fi'ck

ttnh 5?nrntt -ntftTTf nT ififilt- -8 dsl?

Mll M.v, 0 f - - Doppelte der Jahre. DaS Mädchen hatte ein Kind, das neun Monate alt war und' daS sie durch ihre Arbeit ervergessen. In diesem Viertel, in dem man keine Sacktucher gebraucht, leme Strümpfe trägt, und Niemals em Hemd wechselt, war die Arme auf die seltsame Idee verfallen, sich als Wäscherin ihr Brod verdienen zu wollen, was wohl genugsam sagt, wie wenig sie veroienie. Sie schuldete einer. Megäre 30 SouS, . . . . i ' . die sie nicht bezahlen tonnte, osur ne I v:. avu. !i :.rt. ..x CftAuic rn um vsiymif uuuui uuu Nervenanfall. Eine Nachbarin schüttete ihr rasch einen Kübel Wasser über den Kopf und die Unglückselige, die sich eben krampfhaft an das Treppengeländer geklammert batte, stürzte die stiege hmad und blieb unten blutüberströmt liegen.

Nun umtanzten sie die Megären des schöne jutterte die Ameisen, um ihre I r. r. v v?. iT 'ilfC;... te..f..C. - ..

Hauses und traten die Diebin I O-f. t!. C- CV - , -t - mit Fußen, bis die Poltzel herbettam, um eine Sterbende den Händen der mahnsinnigen Rotte zu entreißen Um 6 Uhr Morgens ist es interessant, manche Theil: der Vorstadt, die Rue de nr rn e tr r V." Eha.o,ne, die Nue de Vaucanson, die -7 - , - - - 1 --r Rue Crozatier und ihre Passanten zu beobachten. Da kommen die Lumpen r ... ? . c r- . sammler an mit schwankenden Schritten, welwe nie Ermuduna von dem. nacktik chen Marsche bezeugen; sie schleppen " r w m . r w rr rr . " . . muoiam oas unoet Aviaue, vle ue tn der Nacht gesammelt, indem sie sich tau send Mal geduckt haben. Sie haben ihre Ernte gemacht und kehren nun dü i ' . fier und stumm na ause ziuruck, um zu ruhen, ffolaen wir ihnen. Wir schrecken allerdings schon an derSchwelle I c . . . , rrt t. zurua, oenn oer peneiranre vseruq oer Abfälle strömt uns verstärkt entgegen in einem Loche, das sie Zimmer nennen, leben fünf, sechs Personen beisammen inmitten von Lumpen, Knochen und was sich sonst noch Mikduftendes findet. Alles wird hier zusammengeschleppt, . ' I A A MM m Uno kaum zu Hause angelangt,rrummen sie wieder den müden Rücken, um wieder zu suchen nach Nahrung unter den Lumpen. Da giebt es etwas Fleisch an einem auf der Gasse aufgelesenen ttno Aet tin- J?fifmnd-. int Rradkriist-. " mr mwm m, m, www mr m mr mw m, m, mm m, m, y I WM?Tf ArTn R Hr(ATttiAin 9ffTfi rntt 1 V f V f V V IV VV lUllllUVIl MUVV 4 ft 1 mmm. m . m Am . m . wilderJreude und begleßen das ekelhaste Mahl mit Branntwein. Wie sie sich Alle von diesen abscheulichen Absallen nähren, so trinken sie Alle den Brannt wein, Männer, Frauen und Kinder. . . . Dann folgt das Ausklauben und Sor tiren der Lumpen, die Arbeit, an der sich wieder Alle betheiligen müssen. Wenn diese Kinder der Branntwein nicht ruinirte, so müßte sie der verpestete Staub zu Gründe richten, der an den Lumpen r klkbt und den stt einalbmtn-ez vachsen Z i.n. 0 glualichen nur eme Ärmel : denBrannrd ur bleiche, brufllrank Wesen auf. . . . . ' v, i ttiptn ii nh immer wieder den Rrannt zxz, t v. r " ;r em. Wahrend diese Armen nach hau e I (Ainmiti rlrtSTn nnnr lirrtrhfilitt ?:";1"2Z:y: Kj, 37 . ZZZXt . . Tu c. v . r 7 v . J-. . u v v d d. toMt W0l)lgemukl) ly? ÜHQZT veriaNkN, um Ote ungeheure Stadt zu überschmemmen,und UtMn .insl ..nh ?lt i? i""" v,,... j ....,....,. in4i,iuu.vlyu uVuu: - 'neun, eure An,Mn Lahmen, Z n V" W ff nil MliÄ, u: "".M':' 2 Rotte am Abend heimkehrt, ist sie Nicht .-.v . Mv XJ. o,.mu.n. A. ser. n llfnfl;? von ihrem viehischen Gejohle und m den ImAIi1M hAtnMH A9AtttMW n A 1 " biuu. mui. n,,n ? mnn rnumt. man lArett. man ' r -- -j-. SI" rä, v, ön Männ t und St, 8 n gleich abschleckender Gestatt, walzen sich j-;t. . ; citns. b run e unter den T, sch n : , bi Hund der Blmden heulen gelehrte Assen tanz. uno wenn mt vauglinge tn ütz wt weinen reichen ihnen die berauschten , ' V . . . Ueber das Elend der Kmder in Paris könnte man ein besonderes Buch schrei ben. Grison widmet mehrere Kapitel IV flr..(..X..!.. u (1).! V..l ven ngcimllclltti'itt vvtt vuil?, umn I m C .n in V!. m u V . 4 2 V 4 C! o Beruf eS ist, die N,nder zu tödten. sei es durch den Hunger, sei es durch Qualen aller Art. mit welchen ste die Tage der armen Würmer abkürzen. Dann kom men die Gassenjungen. Es gibt in der C .ünfJC. ti.lmj1m. f.! ! ..f M V itanjüiMiycn uiiuic jwcuuujtuu I . k. ' V . t . 1 y "5 i llch:s Leben fuhren, sich durch den Beti.l a AhM lcJ lAllin tX VJim , 4 mu, wuu. rfu.en schlafen und tmmer wieder von der I , tW fM f Polizei aufgegriffen werden. Im Jahre .m Ä . mr Ä Ct . wuroen öd moer arrmri, von welchen 770 teme 13 ayre alt waren ; von diesen waren 1-278 zum ersten, 325 zum zweiten, 196 zum dritten, 107 zum vierten, 83 zum funsten, 27 zum sechsten, io ,, ß ? o iuum'' wjui jum neunten und 13 zum zehnten Male amtrt. Alle diese Kinder gelangen schließ. , - ' . - . . ' Erziehung vollendet und die Justiz kann sicher em, sie wieder zu sehen In zartem Alter werden die Unglücklichen von den eigenen Eltern an .Bettler vermle. tbet, welche durch -sie das MMeid der Vorübergehenden erregen wollen. Welche Kunst wird da 1 . ' r- l 7 v zu erregen IJBit j fieq uftlt niib v i ipnpn nrnirrpn irnnii nii nuairnrn mmim C 71 i ' r 1 Vt, m l nen und schreien! Gri,on erzählt dte Richte b si" :t is;::: cuiuicii OM u vy uciujuiiiim. I ES war bei emer Bettlerin. Diese . hrtn ihtr lct& tn Wiirt lr k?k,,n,n I VWt.V MV VM .II MUJJV V Vllllt I r Jt O O- V f?V Ä. ein iqwarzes jluq. unier oem .uaze befand sich eine Nußschale und in der Nußschale eine große, schwarze Sp'nne, welche mit den behaarten Juken auf dem Auge des KindeS umherkroch. DaS arme Kind schrie, bekam Schaueransälle und rampse, mit welchen das Mitleid auter Seelen erreat wurde. Ein eigener Abschnitt ist den seltsamen lr. . eweroen gewiomer, zu wetqen oas Elend m der Jagd nach Brod seine Zu

pncht nimmt. Da ist die Ameisenbän dierin-. Gesicht und Hände sind braun, aVi hätte man sie gegerbt, braun von den Stichen der Ameisen. Sie trägt Kleider auö Büsselleder und wird trotz allerPanzer, in die sie sich hüllt, von den eigenen undankbare., Schülerinnen verzehrt. Sie ist aber zu einer solchen Gefühllosigkeit f .1 v.r. V!. , . . r r

griangl, uhb )ic oie ölittjj Dir siNUiien nicht mehr fühlt und ihr Bett inmitten der Säcke stehen hat, in welchen sich ihre Waare" benndet. Trokdem mukte sie l-r . oas yaus vertanen, m dem sie wohnte, weil die Mitbewohner die Gesellschast iyrerogimge n'cyt zu ertragen vermach I t d m(u ? ? . , - muc. lMiries yau über die kleinen Thiere beklagen Z" saate sie tn gemüthlichem Tone. Sehen Sie, ich lebe m ihrer Mitte und befinde mich ganz wohl dabei. Man mub mir übel geunnr tm. u: Äle Welt ist schlecht!" Mademoiselle Blanche sz hieß die Eier verkaufen zu können, mit welchen man oie lanen mästet. Ein andere? interessantes Gewerbe hab?n die Wür merverkäufer. 30 40 Miflionen Wür wer werden jährlich an die Fischer ver kaust. Jene leben in Montmartre, wo CI l LC.V. . . . sie in besonderen Bauten ihre Kinder , o.tiivb , wie sie daS ekelhafte Gewürm nennen, auferziehen. Man sieht hier die rothen V .Tt u QC! .1 r- . - und gelben Wurmer zu HunderttauseN' Oen yerumrrlecycn. lim besonder' Me. werbe bildet auch das Ausllauben von k a mm a u a m jh . ... w , uiaiuiciniiucu, 01c zu au, besinnt)! und Rauchtabak su? die Vorstädte ver aroener weroen. Auz;erzrdentliche Ge schicklichkeit müssen die Rattensänaer be. i w j Nsen, weiaze in oer ycaqt mit ibren ftal len und thren abgerichteten Sunden m die Kloaken hinabsteigen. Aus der Haut I V CO. .lu JL L . r . t j - jiuiuh uutyi man jqno ojuüc, oas fleisch wird gegessen, auch wenn Paris nicyt veiagert ist. Vie Noth ißt, was am wohlsellflen. Man erhält bis 25 Centimes für eine schone, große, fette Ratte. Noch ein Gewerbe. daS seinen nrr m . rwrn . . 'cann nayrt. 'can mästet die Hühner I k C XK mm m M aver wie; oer Viaz der Porte SainteQueen und der Rue du Poteau trocknen Tausende und Tausende von ökanmchensellen an der Sonne. Diese Felle sind voll von Würmern, welche ein TCtt Braten tue die ttudner sind m , ff ' & r mt mf . I TltßS ist nur tltU fsilf ttn I ' - vw- MMfifc Al1J I . V rmf M m. - weiqe räum einen z.yeil oer Aalen ent' YUt, die Vrlson in seinem Buche gesam weil yar. Die Blume der Barmherzigkeit. Was keimt und grünt an Baum und Strauch, w f braucht's der Sonne Flammenhauch Zum Werden und Gedeihen. S!; nn I I , . h.nlii . m c -rt rt ? o cair.Lt. , it"i. "Z"? JS Und in dem reichen Blülhenflgr Die Schönste ist Don alle. ' 7... u v. , . . .,. I EH jUUII UC9 iLJuruOu IfS IClcI -'.s tiiT? iixyi dr eines EnaelS Seaen : Blume dlr Barmz gk it I w vumtiiuim, Die Blume der Barmuakeit 3 Trost und Heil von Gott geweiht, blüht auf d'unteln Wegen? - Biel Blüthen U Vasallen hat : 1- r.: o-t. ßrVV9 fr ' , rx r Kaum sieht das trunk'ne Aug' sich satt Am Schmelz von Kelch und Krane - Doch, wenn der Stunden r DaZ Prangen labt vergehen k.s.. .s.',.t S L,ü. en ir . eb n! ' 3 Jammer hart, schwerer Zeit, In reuhen Leidenstagm, L. v 11..,.. Jii jiuuic ouftiücriaicu, 3 Trost und Heil von Gott g weiht, Darf immer Früchte tragen, Du Blume, die im öerzen blüht. I -w-, wu im vu5ul ut Ben wegen stets zu mehren, Du fromme Blume im E-mülh, . -,.I7 ' yutitu iun iu viuitii. ir singen wir j Lob und Preis, st. &-9im.it,n ' Q dich recht zu pfleg n weiß, ird es Gott v?rge:ien! - Dir sei an diesem Tag geweiht Der 9Athtr nsi8 eslnn. ) hPr Nnrf,,;s,:l Z Trost und Heil von Gott geweiht, - ' . 3 ' ' gu herrlichne von allen ! I ' .. Emil RitterkhauS. Tr auerfarben. JnJta lien trauern die Frauen in weißen Klei dern,die Männer in braunen; in China tinn sri.n CAfMpkm n - 1 ww " " .vn. i.v.hii ufctragen. In der Türkei, in Syrieu, Kap. p j tn unb Armenien ist himmelblau ' Uc erwählte Traersarbe. Ja Egvpten wirS ra,,,, hi. rsTUh& I V V V V MVV imf 4 V t t l 41 s?,x I M W W Mf IV mm V4 V c öi m mMtn f(5n,Qn finb rnu hn& GM,m ' Wcte stat,en sind Symbole SStik symb.Iisirt die Reinheit als Aitti'but des ba Himmelblau soll den Nube ' ' plak andeuten, wo glückliche Seelen den c&en finden; daS Gelb oder die Farbe ?es welken Blattes will sagen, dak der Tod daS Ende aller menschlichen Hoff nung ist, und daß der Mensch fällt. ... . v . o rnA i .. ri.. mir DQ8 iniaii im ajcruur; nrnit w n n tm ctOa. wn m uckkehrt. Die Syrier betrachteten das Xxam um intn todten als eine weibilcke Besckäsliauna und leaten k,sn,k Fkleider an, wenn sie trauerten, Q.fiM,:,, nun- uJr .n . Lieb'en ssarb und waren voll Lust und Fröhlichkeit, womit sie an deuten rr.llten,daß der Verstorbene aus einem Zustande des Elends in ienen der - . .. . . iuckleiigttit uvergkgangen sei. Schwar, Farbe des TrauerkMdeS wurde erst vonder Gattin Carl VIII. v?nFrank'. eingeführt. Bor ihr trugen die Kö n I nnkn von rankre'.ck w,iv ,'.,.a,k waren bekannt als 7 M&! MnMn. ' -o MM 4 I ll. Macht der Gewohnheit. Zwei Kaufleute, die in lebhafter Ge schästsverbmdung stehen und sehr ve sreundet sind, lassen ihr Comptoir durch ein Telephon verbinden. Am erstm Taa erscheint der Eme am TelepJon und tuy den Andern an? Kuten Morgen, ve? Collega !" .Guten Morgen !" 23t l . - ru.a....!AM.r geht'S hnen ?' .Ausgrz.ih..... Prise gesällig ? !