Indiana Tribüne, Volume 6, Number 144, Indianapolis, Marion County, 11 February 1883 — Page 6
Schule und Hsundßnt.
Eine hygieinische Studie. Die Klagen, die man Zekt so oft aussprechen hört, das über der geistigenAus. bildung des Menschengeschlechtes die Pflege des Körpers vernachlässigt werde, sind kttneswegs neu. Schon im vorifertig lntelleltukllen Vervollkommnung . r. , . . - .. . . I oes 'JJteniajenge icniccnics lur Die t undheit q ergeben. . . w In neuester Zeit sind es vor Allen die mit dem Anwachsen des Bildungsstoff,S sich stetig vermehrenden Anforderungen an sie Uusdi.dung unserer Jagend, die - i ueoernijung uno ueveran lrengung ves ? c -. i i noch in der Entwickelung begriffenen ju s n1't 4y an ftlaUl b v ! . M I uiuutiuvii vyiuuii, ucuch uic üüu ut verschiedensten Seiten Einsprüche erh0' nrS r nttm 1 . V JU V!.f. CfT M . I w" US cuuu uicic iam nungsstimmen bis jetzt vermocht hatten, t (1(tnViniU i ... , 1ti. iuuys. mvuuimiii in uu cicui uiut; richtigstem zu veranlassen, die zurBesei tlgung dieser Uedelllände fuhren könn ten. Unter denieniaen Anomalien und rranioaiien ZuttanZen, verengn: ueyung. r. ä -. . . w I resp. Verschlimmerung dem Schu.lunter richte zugeschrieben wird, steht, wasQau' figkeit anlangt, die Kurzstchtigkeit und C .ttXiXX. ? r.:w V . n I uiouiyc cm ciocn, vas, wenn nicht genügende Angendiät und sonstige rof.vXf 1 - Ot, V . 4 lyuuutuiiu iti 4iiu)ciiuuiiu tuuiuii, uuj bis zum völligen Verlust der Sehkraft .! . . t rts I liciycui iunn ' idoqi vornan, dasselbe ebensowohl durch die Anstren gungen des Auges wahrend des Schul Unterrichts wie durch das Uebermaß der häuslichen Arbeiten und das anhaltende Lesen und Schreibenin denAbendstunden cci ci gunz Llangeiyasier eicuqiung hervorgerufen oder verschlimmert wird, ...l,.. . .. . . 1tl.f..j (ti.: i. r . m- l I Ullvktt iicucu uniciu(uungcn ZU! vi den; nachgewiesen. So hat z. B. Pro sestorColin festgestellt, daß dieAnzahl der Kurz stchtlgen in den neuesten Klaj en an fange und von Klasse zu Klasse und von ...kkt.:. ... Z A...iti ..ml I ssiyuuuicyirnc zu ujuuugicyuiic ju nehme, alfo-in gleicherProgressionmit der Beschäftigung des SchülerS und dann, daß nicht blos die Zahl der Kurzsichtir V JC V.. X - V V.-fl r.X gen, iviivciil uuui uct vyiuu uciaiuijuiy i iiauu uuu uu c tu diiu ii t uuue. i n f r? . ... ,r?. n . : -. I Daß die Grade und Procentsäke dieses Leidens im Verstaltnik stehen zu ... . ' 1 U I der Arbeit, welche dem Organe zugemuIhet wird, geht auch aus den Beobach' tunaen von Seaael dervor. welcker die ?lnn van AnaebSrien verscklkdener BerufZklassen aus ihre Refraktion (Bre .' . .X chung der Lichtstrahlen im Auge) unter suchte und fand. Iah von der Landbevöl ' . . I hruxn nnr r.sst vn Wrht Wtm und Taalöbnern 4 v(5t.. Don Handwerkern 9 VtVii ft 4- V 4M V V -r vCt.. vl?n Qllfleuttn, EömbttN und " ' ' ecbriftfefcerii 44 toli.t.. von Gumnasial GtiturUnten ade? soaar 05 pCt., mit Kurzsichtigkeit behaftet sind. An den soeben erwähnten abnormen Zustand des Sehorgans schließen sich die dekannlen Schulkopsschmerzn und das fl?rt?,nMlrt Ypt f?rnhr Yii firh in hn yiUIVUWIUlkil V V.SW, w I -f W. verschiedenen Schulen bei 11 bis 40 pCt. h,r 'Lfl( finden und eWnwaM der Schüler sinken und ebensowohl der Anstrengung des Auges beim Lesen und Schreiben, wie der stundenlang sortgefetzten Hirn und Geistesthätigkeit ju gendlichet Individuen ihre. Entstehung verdanken, aufs Engste an. Weiterhin sind unter den nachtheiligen Folgen derArbeitsüberbürdung der SchülerStSm . 4. m t. rungen tm ericyie oer neroauungsor gane die Folgen des v serner auch erhöhte Ne Schwäche des gesammten hier zu erwähnen. Letztere zeigt sich am Ausiaüendsten in Mädchenschulen und sorderunaen an die Leistungen der Äöa linge möglichst hoch geschraubt werden, die durch die übermäßige Anstrengung und den Manael an Beweauna bei den
gen ayiyuuucit macjun zicroic ve- zleyung und Auödildung der Sinne und lange Märjche den Korper zu fladien: ter Frank, yusefand u. A. auf die Ge- des für so viele Berufszweige unentbehr sondern sie dienen auch dazu,m demSchü fahren aufmerksam, welche auS der ein licken BeobacktunaStalentes. statt der ler Luft und Liebe an der Natur im er-
Pcnsionsanstallen, wo, um durch einen !e oie in,qraniung oerÄcyulund ''' wposanten Studienplan für die betref Arbeitsstunden im gegebenenFalle zu be- 'g. fe" mÄx "S" sende Anstalt Reklame zu machen, dieAn wirken ist, welche Fächer in den bctref j Ä SÄ
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Mädchen hervorgerufenen Gesundheits fiörungen wie : Nervenschwäche, Bleich suckt. onaes ion der Beclenoraane u. s. w. Zustünde, di: gerade für die zu künftigen Mütter und Erzi:herinncn höchst vcrhängnißvoll sind und häusig den Ausgangspunkt lebenslänglichen Siech tbnms bil' en leine BerucknÄtlauna finden. Die schwerwiegendste Anklage, welche aber gegen unser jetziges Schulsystem er -baden wird, ist dieieniae. welche bebauv tet. daß eS pch für die.Athniungsorgane schädlich erweise und die Entstehung der ' . . ' - . Lungenschwindsucht befördere. Aah der Ausntk.it in escklosienen Näumin. de ren Lust mit Äusdünstunas und AuS :im.i,.u.bathmunasücmn beladen ist - wie dies w den besuchleren Massen der Schulen gewöhnlich der Fall ist -an und für sich auf die Nespirationöorgane nachtheilig nachtheilig einwirkt, ist unzweifelhaft und auch neu erdings wiederum durch Vergleiche zwi schen dem Procentsaß der Todesfälle an Phtisis in cöerbaulreibenden undFabrik distrikten dicLungenschwindsucht nimmt überall zu, wo eine grökere Anzahl Per sonen in geschlossenen Räumen stunden lana befckafiini mird bettätiat worden, Für den Schüler kommt aber außer den aus oer ustvkrsckleckteruna ucv eraeoen . . m, . den Schädlichkeiten auch das stunden . . lanaelkkn mit mmr ootr meniaer vor geoeugler yallUNg UND oie qillOUug CC wirkte Comvression des Lustkastens und . r- . . x. t - v. jt l . die Mangelhasligkeit der Athembewegung mit m Betracht, indem gerade durch diese zu langsame und zu oberflächliche Atbmuna und die damit verbundene ae ringe Ausdehnung deö oberstenBrustfeg ments die Entstehung der in denLungen spitzen zuerst aufirelenden tuberculösen Krankheitsprozesse außerordentlich be V tirende Nachthelle, die zwar weniger in die Augen fallen, aber doch die Ausmerk smkeit des Qvaienikirs und Vädaaoaen in nicht geringerem Maße verdienen, Neckt wird nämlich aeklaat. dak un serer Jugend die geistige Elasticität und Nroduktlvität immer Mkyr verloren geye, r 4 . . . i hrtfe kbenso rote eine ueverlaoung oes i.ub lviti,v, . n Magens mit peije eroauungsnorun kervorri.st. von der großen Masse Ulli UVii V U " . . fies dem luqenoilujen seylrn zugeiultrn rzi .t.: Äildungsstofses gewöhnlich ein großer
aunmat wird
Außer diesen Gesundheitsstörungen nicht genug empfohlen werden, mit al. jenigen seines Begleiters. Lederne ho gibt es aber noch anderweitige, aus der len Kräften dahin zu wirken, daß die be sen, hoheStulpenstiefel, eine graueJoppe f ylrbeitsiiberbürduna der Scküler relul kannten Schulspiele (Criquet, Fußball und arüne Müde bildeten die stehende
Theil unverdaut bleibe ; daß eben, weil zuviel gelernt werde und das Gelernte nicht in Fleisch undBlut übergehe, die ei aentlicke Lust am Lernen aufKSre und
Wiftcni&aft in der Neael nickt föwnnl um ihrer selbst willen, als vielmehr für das Examen und den Broderweb betrie den werde: ferner dak statt der Entwicke. lung des kritischen Vnstandes, der ErSckuluns des loaiicken Denkens, der Entwlckeluna von Kemütd und kbarak.
.... .. . , u- -u v - i .
ter in unseren heutiaen Schulen nur eine m - w oberflächliüeGeistesdressur. die in derRe gel mit dem Hochmuthe der Vielwisierei Sand in Sand oebt. ernelt werde. Eine andereAnklaae aeaen das iefct berr rr ir w w - - -- -- . , . i cdende SÄulivltem beruft ttcb nickt obne Grund darauf, dabin unserenBildungs n.ti ' . -. ' . I aniiaiien eine eruci icvuauna inoivioiieller Anlaaen. ein liebevolles Einaeben c rr - . ...ir aus gcwie levyaoerelen oer inoer aus denen sich, wenn sie richtig gepflegt - v v . r n . . ooet ooco weniauens niaii unieroruai i werden, häusia eigenartige Talente ent wickeln keinen PlaK finde, dak die sckablonenbaste Ausbilduna. die unser Zekiaes Unterricktsivliem verleibt, wob! " . 'vi - ' , den Durchnlttsmenscken unseres ettal l;r ,u vroduuren vermaa. für die Ent Wickelung hervorragender Köpf-, und bahnbrechender Forscher aber ungünstig ' n w r- I 1 1, oas mag icyon Äieranoer v. um boldt erkannt haben, wenn er auf seine Ci V - r , . r , I suacnoiaqic uruaouacuo irarfioi : .:taj i war 18 Jahre alt und konnte so gut wie m . - r .i I gar iqis, meine eyrer giauvien aucy, dan es nicht viel mit mir werden würde und es hat es doch auch so gut gethan. Wäre ich der Zekiaen Schulbilouna in die Hände gefallen, so wäre ich leiblich und geistig zu Grunde aeaanaen." ' qwlerlger als oer Aufwels oer w fahren, welche unser modernes Schulwe t V . .1 f r i n r. p l . i . I jen oer lorpcrucgen uno gelsllgkNGeiuno' j heit bereitet, ist freilich die Löluna des schmierigen Problems, wie die große Menge des Unterrichtsstoffes mit der nothwendigen Schonung der physischen V ' n rr n . . i I uno geiuigen lonilllUIIOn zu vereinen, die intellektuellenFSHigkeiten des fugend lichen Individuums zu entwickeln und demselben ein gewisses Maß von Kennt ..:!-?... , r , rr, r . niucn oeizuorinaen iei, oone oie iLemno t i. tüv: . . i geu zu Ilquoiuen uno oone von lenem Kapital, dessen Besid für die späterenLe. oensstadien von außerordentlicher Wich, i . i n v n r i "glen , von oer gelingen mW no Ciauianai etwas zu verausgaben. Äe züglich der hier in Betracht kommenden Principien weist E. Win in einem Arti kel : Ueber Schulgesundheiispflege" v f . . i. f , I oaraus yln, oa man veyusZ 'vzlellung oer ooen erwaynlen uevelttanoe vor Ai . rr 4. r , n. . I lem Zwtt att llll Äucie belllllien U I iJ V I MU ,e, namilch 1) in quantitativer Be zleyung: Maaßhallen im Lernen, 2) in !. . v , . 1 quamaitver zezle?ung : narrnonndje Ausbildung des ganzen Menschen. Was erueren Punkt anlangt, so möchten wir n ii 1 , i . m . , allen Geanern einer Beschränkuna deZ Stundenplanes und es gibt nicht we , . . i nlge lscyuimanner und Laien, welche. ohne die lm Obigen geschilderten Gesah . , . . w . . 5"1 zu berucklichngen. sich einer Abscha . sung einzelner Unterrichtsstunden und es. ner Reduktion der Arbeitszeit widerse tzen zu bedenken geben, dak der End zweZ aller Bildung darin bestehen muß, m . . . ' y . - . y oen Menscyen sittlich gut und arbeustüch tig zu machen, und daß nicht sowohl der Erwerb einer großen Menge von häusig . v i r L.-'.rr r w. ' unoervauien sceunlninen, ivnoern . viel mehr die durch den Untericht gesteigerte Cf.:no ...V 11.l.A!f es C l vf.fV-r i der Schule gelegte Fundament weiter zu bauen, uns diesem Ziele nähe? bringen, ' I müssen, rann an oleser stelle nicht em gehend erörtert werden. Durch die in den mittleren und höbe ren Schulen einzuführende Reduktion in o:r Zahl oer squl unv häuslichen Ar oelisiiunoen eveni. aucy ourcu eine Verlängerung der Zeit, die der Schüler in diesen Anstalten zuzubringen hat wurde serner auch die Möglichkeit gehe den sein, zwei Maßregeln in daö Unter rmilswe en einzu uyren, die uns von größter Bedeutung für das gesundlZeitli che Gedeihen und spätere Wohlergehen der Jugend zu sein scheinen, nämlich : 1) das Einführen der Volksgesundheitslehre in den Schulunterricht. Was ersteren Punkt anlangt, so liegt der Nutzen, der r' f v .k..e..t v.n cry r ... W aus oem usgeoen oes alamlilags Unterrichts für die körperliche Entwicke lung der Schüler ergeben würde, so auf -;o... , oer yano, oas es räum ersoroerlich m, hieruver noch etwas zubemerkcn. Wir wuroen e Mavreget ,e.v loann vesurmorien, wenn es uaz nvivig erwei,en sollte, zur Eompensirung des Verlustes an Schulstunden den Morgenunterncht selbstverständlich mit mertelstündli. chen Pausen zwischen den einzelnen Un terrichts stunden bis 1 Uhr Mit taoö auszudehnen. Die vakant werdenden Nachmittage waren aber nicht denSchü lkrn zu dlkrellonärerBersugung zu über lasten, sondern zu Leibesübungen, Tur I u . M X IrZ. .4..Ilk...T. ..!.!.'. V. "ru uuv ömuiicun, unier Teilung oer Lehrer zu verwenden. Das Turnen, das I i.n (li VimAAAitüA a!!!!! ..fl ..V 1 miui iu uuiuujiu uuu unu XiiA Sin ttnni.n.nS Vi . " vuuuhu,uu wnaumngcn bis vor wenigen Jahrzehnten gänzlich aus den schulen verbannt war, wird auch jetzt in denUnterrichtsanstalten noch nicht Mit derEnerzie betrieben, die diese der Körperstählung dienenden Exercitien verdienen. Es sollte daher die Zahl der wöchentlichtu Turnstunden vermehrt und aus alle Weise dahin gestrebt werden. diese Uebungen bei den Schülern beliebt . . M zu maqen. oen,o rann oen eyrern u. dergl.), die v oer engii,cyen Jugend sich solcher Popularität erfreuen, auch bei uns sich tiadürgern. Von unsern Vettern jenseits d.s Kanals können wir Diuts ichen, was Gesundheitspflege anlangt, überhaupt noch Vieles lernen und daß neoen oza oeocn rrloaqnien plrlen I x.;c rrr l - r :t cn -: i r. auq im porle,en, iuu yicuuoungcn, n,..x..r... Sso m ,.r.:.r.. jiuiiumim, uu jungen Damen und die übrigen körper I . , , . tr -t r V f i itmn iiinutiosn iitr ifrnnininn nnnirnu nu 9ui I ligung oer iLk,unoyeik oer yenneomer
i evry . v - ? c t nniirnnrnrr i.nr inninRP nn uwrn finim
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erheblich beitragen, ist bisher viel zu tot nig gewürdigt worden. Dies nur bei laufig. Um auf die Verwendung der von Unterricktsstunden befreiten Nack-
mittaae ,urück,ukommen. so mArt wSbrend der günstigen Jahreszeit ein Nach mittag wöchentlich zu gemeinschaftlichen Erkurstonen nx benähen. Die Aus flüge geben nicht nur Gelegenheit, durch wecken und das nickt aenua ,u fckSkende Talent der Naturbeobacktuna ,ur Ent - - U Wickelung zu bringen. Sie könnten au fordern von Seiten des die Erkarsisn lei tendm Lehrers zu botanischen, Minerals aiscken und anderweitiaen naturaesckickt i m j w lichtn Demonstrationen benut werden . . . . und wurden wohl auch insofern' eaens reich wirken, als sie die Anbahnung ei a cvl . !rc o.t nrs iniimcren iociuaiini ies nxiajcniitu rer und Scküler erleicktern und dem Er In T " v?- rr' iCI . gieren eiegenyeir geoen, oie lgeniyum lichkeiten und Talente seinerSchutzbesoh , r n v evrr in uncn acnaucr ais ionu oer itau in. ich nen zu lernen. Nicht gering anzuschla gen ist ferner auch der Umstand, daß ge rade ein solües Vertrauensverbältni. wie es fick durck versönlicken Umuana , , , , . . " aukerbalb der Schulstunden zwi cheney rer und Schüler am leichtesten heraus bildet, besonders geeignet erscheint, tu gendliche Exzesse zu verhüten und der rv- . c J . (lt. lioung oer neueroings in vitizn qoae ren Unterrichts Anstalten bestehenden rr jt.t . t : V . , i .l-f. öajuiciuciomuunacn cniacucujuiüumi. Was den zweiten Punkt, den wir er ' . . l. . rr' r " w T .T waynlen, vle insuyrung oer seiunvbeitslehre in denLehrplan der öffentlichen Schulen anbetrifft, wie solche m vielen Schulen Sollands, Englands, Belgiens und der Schweiz bereits gelehrt wird, so bemerkt Marklin sehr treffend : .Aus v c .rr tr- ri . . t v:. erx..f oen oemjazen quien gryrn oir u. und Schülerinnen hervor ausgerüstet mit . r I , V (n... n.uiu:rT.u vicicn nllKttqen unu Ivnrn knnm.nrn, die eö ihnen ermöglichen, tüchtige glieder der menschlichen Gesellschaft zu werden und die ihnen Erwerb und geach tete Stellung sichern, aber von der Kunst V..o r n.L.D k. ki. sZ.1.1l.,. oes iangrn eveus," vvi! vki Illtilltl der geistigen und körperlichen Leistung? sähigkeit, von der Erkenntniß dessen, was von dem Einzelnen und von der Ge t it i ..X.C... ..Z. sbttll lammlyeil ucircn mun, um iuumycu, t . x. n. vtv.s. t . :i . .:..& . SiklUiulllN unu.vv, ,uumi c uuciuuuiii möglich ist, fern zu halten davon ha den vlS zetzt nur seyr wenige eme llare ..st.n u m -X. wneuung. anz aü8qajc vaon oa es für einen eoen. oer oen zayirei chen, die menschliche Gesundheit bedro henden ' Gefahren aus dem Wege gehen will, unbedingt erforderlich ist, sich mit ... rtt v ...... . . rv .. . : i ... oen iLrunozllgen ver Hygiene vnlram zu machen, in aucy innern) oer semelnoe 4. , . . . rr ' v uno 0C5 v3luulia an uuz vjiniicnmna uno Wlrl,amkelt geiunoyeltilcher 5orkeyrun gennud Anlagen nicht zudenken, wenn i l!. ti C.-f'V... lli.la.' nicyi oie väenxeinoeaiieoer unsslaaisan gehörigen von den wichtigsten Maximen iv". r.. utitit n. .ti k i :r. v oie er Ruinen cyair einige knnlni uno für deren Bedeutung volles Verständniß . . bestgen. Zum Schlüsse unserer Erörterungen Über die für die Gesundheit der Schüler aus der Arbeitsüberbürdung erwachsen den Gefahren und die zur BeseMgung dieser Uebelstände zu ergreisenden Maß regeln hatten wir noch einer Forderung zu gedenken, die sich aus dem Gesagten . . ? , m . i. 'i ? , i mik iogiiqer colywenoigleii ergieoi uno ohne die ein Fortschritt inder Schulhy giene kaum denkbar ist. Dieselbe besteht V r. 1 -fs.M fTT .T'C. .. . . . uuriu, va, m uucn ujuiucyuii'cu neuen Verwaltungsbeamten und Mitgliedern V. CD alwiiiMAM vmaT f V? u! fll - und Stimme haben, um gegebenen Fal I w V r kJ , les gegen eine Uebernetung anerkannter , r t . . r v r -1. . . . rn . i - .? yyzienisaier isrunoage ein uuo einzu men sestgevannien sazuivermailungen neue belebende Elemente zugeführt wer den und Vorkommnisse, wie ste jetzt aar nicht sein sollen daß z. B. ein Lehrer, um sich bei dem die Anstalt revidirenden Schul'ath in Ansehen zu bringen, ohne Berücksichtigung der gesundheitlichen In teressen die Anforderungen an die Schüler aufs Höchste steigert solch Mißbrauche dürften, wenn die soeben er wähnte Organisation der Verwaltungen zur Ausführung kommt, in Zukunft wohl unmöglich sein. Wer des AuZspruches von I. Stuart Mill gedenkt : DerWerth eines Staa tes ist schließlich der Werth der Jndividuen, die ihn bilden" und sich daran er innert, daß letzterer (nämlich der Werth der Individuen) durch Unterricht und Erziehung bestimmt wird, der wird sich v-f n.t,..,,,,,,, : n,rssZpn fRn. I Zl ? r 1 nr "D G r "wr:r.; Dr. M. Alsberg. ßine fiirftliche LeiökSHiu. Hlstorische Humores: von Fritz sartstw. Der Vater des regierenden Großher zogs vonMecklenburg' Schwerin, der alte I V rst t. " f r . T 1 aul rieorlcn. war einer oer zeui mm sten, jovialsten Fürsten, die je ein Volk I Ct. ri CV.!V !.W. Tr!..u T.. i oeoerricaien. ttcinu icücö luuiacn viere I n.iti. C. m momeis, juuyic rr 0i in cöicuung ci neS einzigen Jäger, die Büchse über der Schulter, in Wald und Feld umher, unterhielt sich mit den ihm begegnen den Landleuten, sprach im ersten besten Vauernbaule vor und lieö sich einen Schluck" zum obligaten .Happen" Speck oder Schinken serviren. Schlicht wie sein Wesen war auch sein Gewand, und bei diesen Jagdstreisereien . m . - - unterschied er ficy durch Nichts von dem Jagdtoilette, und wer den Großherzog nicht kannte, erfuhr ost erst viel später, daß es der Monarch gewesen, der so freundlich nach demErnteertrag oder dem Preise deS KornS gefragt, der manchem Klagenden einen Thaler in die schwielige yano georual vane, mvoi oe oren , I . r st t r wie er vei lvilyer eieaenykii reunoiicu ... r w.i. zu iugen yiigic j Bei Ludwigslust, der zweiten Residenz .. . r i . r r i des Schweriner Landes, oeont na eine öde Haide, im Volk .de grise Gesend
(graue Gegend) genannt, stundenweit aus. Armselige Dörfer ziehen sich ver einzelt durch dieselbe, reichlicher liegen
oorr oie logenannten lusvaue , o. y. einzelne Bauernhöfe, da der Boden nur oasenweise ergiebig ist und nur den Ein zelnen ernährt. 5)ier jagte der Fürst gern, da die am Nande Mit Waldungen umkränzte Haide reichen Wildstand und besonders viele Zugvögel beherrbergt. Eines Tages hatte der Großherzog zwei prächtige Hasen geschosten und sich dabei weiter in de Haide gewagt, als er sonst zu thun pflegte. Er war hungrig und müde und setzte sich erschöpft am Rande eines Grabens nieder, indem er zu seinem Begleiter sagte : .Berghausen, seht 'mal nach, ob hinter jenem Tannen gestrüpp vielleicht ein Ausbau steht, ich bin wirklich so marode, daß ich nicht wei ter kann." Doch ehe Berghausen drei Schritte ge macht hatte, sagte eine rauhe weibliche Stimme hinter ihnen : .Ja, dat ist mein HuS, wat willen de Kierls dor V Paul Friedrich sah sich die massiveG stalt der Bäuerin an, die am Brombeer geravke hinterm Graben die Beeren ab laS, und über ihre Grobheit mühsam das Lachen verbeißend, erklärte er ihr seine Gründe : .Seht Mutter, wir sind hungrig, durstig und müde, wenn Ihr uns den Hasen braten wollt, so schenke ich Euch den an deren, und einen Thaler noch obendrein für die Mühe." Die alte derbeBaueröfrau war mit einem großen Schritt über den Graben, brummte zwar etwas von Prahlen und Dickihun-, doch ergriff sie beidehafen und hing sie sich quer über die breite Schul ter. Dann nahm sie ihren mit Brom beeren bis zum Rande gefülltenTopf auf und ging wortlos über die Haide, gefolgt von ihren beiden unwillkommenen Gä sten. Hinter dem Tannengewirr stand ihr kleines Haus, sie schritt voran über die Scheunendiele, öffnete im Hinter gründe eine niedere Thür, deutete den Männern hineinzugehen, und ließ sie al lein. Draußen rief sie nach der Magd, ließ den Hasen von ihr abhäuten, sie selbst enlzunoete das Heerdseuer und die drm nen hörten sie in. ihrer derben Manier laut mit den Geschirren poltern. Berghausen, mit keinem Wort verra then, wer ich bin warnw der Großher zog den Jäger, .das giebt einen Haupt spaß, die Alte ist homerisch grob." und vergnügt lachend warf er sich in denGroß vaterstuhl, daß es knackte. .Zieht mir den linken Stlesel aus, fuhr er fort, .ich habe mir den Fuß wundgelaufen," und eben duckte sich der Diener, um dem Be sehl Folge zu lelflen, als die Alte ein trat. Na, dat is jo kunterbunt," fing sie, beide Arme ,rf die Serte gestemmt, an. und wart ihrem Landesherr zweideutige Blicke zu : .de junge Kierl räckelt dor iV Vorgenflauyl und de Oll steht dorbl. Hört sick dat, he?" Seht nur, Mutter," begütiate der Großherzog, .ich habe mir denFuß wund gelaufen, oesyaiv mache idr mir em we nig bequem." Der Fuß zeigte eine erhebliche Schür sung. Die Alte entfernte sich ohne Weiteres. kehrte aber sofort mit lauem Was ser und etwas Schweinefett zurück und badete an facon den krankenFuß, rieb ihn behutsam ein und umwickelte ihn mit altem Linnen. Dabei verfuhr sie weib lich zart und manierlich. Der Fürst dankte ihr und frug dann wieder m semer gemüthlichen Weise : .Haust Ihr hier draußen ganz allein mit der Magd, ohne Knecht oder sonstige Mannsperson?" Rasch war ihr Mißtrauen wieder wach und ste knurrte : .Wozu will hei dat we ten, bi mi is nix to halen." Auf ein weiteres Gespräch ließ sie sich nicht ein, und als sie hinaus war, meinte Berghausen: .Na, Hoheit, wenn der Hase überhaupt nur genießbar wird, kön nen wir Gott danken, die versteht gewiß so viel vom Kochen, wie ich vomSeütan zen." Allein der alte Jägersmann irrte. Nach einer Stunde etwa deckte die Bäu erm em sauberes Tuch über den rohen tannenen Tisch, stellte drei Gedecke au und brachte den gebratenen Meister Lampe auf die Tafel. Goldig braun lächelte er aus einer Rahmsauce hervor. in welcher eme Handvoll frischer Cham pignonZ schwammen, frisch gesotteneKar toffeln und sunes BrombeermuS vollen deten das lockende Mahl. Die Bäuerin setzte sich obenan, schnitt den Hasen vor, aß selbst ein Stückchen davon und wurde auch ganz zutraulich, als man ihre vorzüglicheKochkunst rühmte und sie fragte, wo sie solche erlernt. .Dat hemm ick all von mi sülsst liernt," entgegnete sie stolz, doht got rin, ward go! sin, dortau brückt man nich to studiren." .Wirklich, so hat's mir seit undenklichen Zeiten nicht geschmeckt." lobte der Großherzog das Mahl, .und ich bin über zeugt, bester hat heute nicht einmal der Großherzog gespeist." .Wat Ji moll von'nGroßherzog weit," meinte geringschätzig die Alte und sah aus des Herrn wundgegcngenen Fuß. .De itt man blot von guldenTöllerS un föhit ümmer mit acht Pier in'n gülden Wagen und de drigt luter fein' Kleeder UN upe'e Bost grote StiernS von blanke Steen UN all fo'n prachtvullen Kram. VSr dör tigZohr hew lck den ollen Friedrich Franz bi'n Jntog in Ludwigslust seihn. Dor he ick dat all' so seihn, as ick seggt hew." Der Großherzog lachte : .Bei derKrö nung und bei feierlichen Gelegenheiten allerdings, aber gewöhnlich geht eS nicht so hoch her, Mutter belehrte er sie, aber sie schüttelte verneinend den grauenttopf: .Na, wenn uck, ämer fo'n gemeeneha sen ward uns hohe Herr säcker nicht eten, de kann hei jo all' Daag hewwen, un sick von sien JägerS scheeten laten." .Aber er schießt ste sich am Liebsten selbst behauptete der Fürst. .Jh, hett hei dennTid dortau V meinte sie verwundert, .ick denk, de hätt ümmer 'nog to dauhn mit Regieren !" Friedrich Iran, schüttelte sich vor La chen : Aber um sieben Uhr ist Feier abend, dann geht er noch ein Stündchen auf den Anstand, und zuweilen läßt er sich Ferien aeben, dann reist er auf die 12toD.
.Ji sihd woll von sienJäaerS V kragte
sie aufmerksam geworden.' Der Großherzog nickte : Ja, za, :e deSmal wenn es Serien aiebt. saat er'S mir zuerst, und erst geht er ganz allein I mit mir und dem Berghausen da, auf Hühner oder Hasenjagd versicherte er ganz ernstyaft. Die Alte deckte denTisch leer undBerghausen schlich ihr nach : Er hatte wSh rend des ganzen Mahls auf Kohlen ge testen und bei ihren Grobheiten gezittert. jetzt konnte er sich nicht länger enthalten. ihr die Aufklärung zu geben, wer sem Begleiter war. Er that es, während ste den neugeprSgten Thaler besah, der ihr soeben als Lohn geworden. .Aber Frau, Ihr habt heute em Du tzendmal Hochverrath verübt rief er be schwörend, beide Hände erhebend, - .der Herr da drinnen ist ja unser leibhastiger Großherzog." Die Bauerin lachte spöttisch aus und schob ihn bei Seite, dann sah sie doch be troffen das geprägte Bild des Fürsten an und ging wieder m die Hinterstube. Hier hob ste vonLutherS Bild den ver blichenen Jmmortellenkranz, nahm dem Großherzog leicht die JSgerkappe ab und setzte ihm, der sie verwundert gewähren ließ, den Kranz auf. Dann warf sie prüfende Blicke auf den Thaler in ihrer Hand und verglich die Prägung mit deS Monarchen Profil. .Weet Gott, hei iS uns Grokberzoa." rief ste endlich und hielt ihm die Hand hin: .Nix för ungaud, Herr Großher zog, wo füll ick dat weiten, dat Ji dat wert. Ja, wenn Ji mit'n gülden Wa gen un acht Pier kamen wirt schalt sie naiv, .äwer gor nir, rein gor nir, nich mal'n Stiern up'e Bost. Dat müt Ee nen seggt worden, dat kan man doch, wet Gott, nich rucken .Da hast Du Recht, Mutter, das kannstDu allerdings nichtiechen lachte er, verziiÄ ihre and drückend. .iä bin Dir auch gar nicht böse, und zumBeweiS dafür will ich Dein Gast fein, so ost ich in dlöse Gegend komme Dat soll'n Wort sten schlug dieAlte ganz vergnügt ein und sie ließ es nicht sich nehmen, ihn selbst eine StreckeWegeS zu geleiten. An einem Pfad, der die Haide durchschnitt, machte sie Halt : .So, nu heww ick nich länger Tid, ick möt mien Swlen saudern. nu möt Ji Ina alleen torecht ftnn'. Na, so veel hewt Ji ok woll liernt, dat Ji in' Ju eegen Lan'n Bescheid weet meinte sie, schlug ihm ver traulich auf dieAchsel, sagte, er solle .sien Ollsch" von ihr grüßen und ging mit star kcn Schritten heim. Aber die Freundichaft dauerte nicht allzulange. Schon lm nächsten Früh jähr erhielt sie einen gewaltigen Stoß. Die Alte sollte nämlich die geschaffenen Schnepfen braten, und als sie die Vögel -. ? r " fW t. auslrug, riks jpcui rleoricy ganz ver drieglich : .AberAlte, was hastDu denn gemacht, yast ja dleSchnepsen ausgenom men, welcher Unsinn !" Die Bäuerin sah ihn ganz erstaunt an. als sie aber gewahrte, daß es ihm mit der Bemerkung durchaus Ernst sei, wurde sie verdrießlich und schalt hinterher auf die vornehmenLeute, die sogar die schmutz! gen Eingeroeide miteffen wollten. Inzwischen verging der Sommer. Im Herbst kehrte Paul Friedrich nach Lud wigslust zurück und versäumte auch dies mal nicht bei seiner .Leibköchin" vorzu sprechen und ihr die Zubereitung der ge schoffenen Wild Enten aufzutragen. Braun und knusperig trug sie die Vögel auf, der Großherzog schnitt sie an, legte aber mit einerGeberde desAbscheuesMes ser und Gibel nieder und hielt sich die Nase zu. Seine Begleiter folgten schleu nigst seinem Beispiel. .Donnerwetter, was hast Du gemacht, Mutter rief der halb ohnmächtigeFürst, .Du hast i die Vögel nicht ausgenom men, welch' scheußlicher Gestank!Das war der Guten denn doch zu viel. Beide Arme in dieSeile gestemmt, kirsch roth vor Zorn, schrie sie : .Dat weet ock de Duwel ! Eemal freien de Herrn den Braden .mit Dreck, un'n annermal ahn Dreck!" Sofort entsann man sich der vorherge henden Schnepfeuoffaire und die Herren lachten sich fast zu Tod. Die beleidigte Alte aber trug wüthend die Enten hinaus, und ersetzte sie durch einen geräuchertenSchinken. .Dat weert litzteMalschalt sie noch immer hocherregt, .ick kahk nich mehr sör Jug, Herr Groß herzog. Bi Jug sall man immer Alles vörher rücken." Der Monarch wischte sich die vor La chen thränenden Augen : .Aber Alte, wenn Du auch nicht riechen konntest, daß ich der Großherzog bin," scherzte er. .Deine Enten riechen doch wirklich stark genug. .Vagel is bi mi Vagel brummte sie. ick kahl na mienManier, blivt mi mit dat Vägelkram von' HalZ dit weert letzt' Mal." Und die eigensinnige Alte hielt Wort. Nur die hochgepriesenen Hasen briet sie noch zuweilen für ihren Landesherr : .Dat verstah ik, aver dat Vägelkram, gaht mi weg wer kann dat weten, wo je dat eten willn." Gute Zucht. Ossiuer (in der Regimentsschule va terländische G;ographie vornehmend) : .Nun Corpora! Mehlwurm! Sagen Sie mir ebenfalls dieGrenzen derRhem Pfalz !' Corporal: .Die Pfalz grenzt imOsten an Baden.Oisicier: .WaS ist Baden V Corpora! : .Ein Großherzcgthum." Ossicier : .Weiter !" Corpora! : .Im Süden an Frank reich Ossicier: .WaS ist Frankreich Corporal (lächelt psissig) : .Frank reich?" Ossicier : .Nun ia : wmen Sie eö nickt?" Corporal: .Ja wohl, Herr Lieute nant. ich weiß es schon!" Ossicier : .Nun. also heraus damit; aS 4st Frankreich V Coporal (nach einer Pause deS Nach denkens) : .Ich trau' mir's nicht zu sa gen. Herr Lieutenant!" Ossicier : .Ja, aber um's Himmels willen, warum denn nicht V Corporal (in großer Verlegenheit).' Weit's weit's eine Republik ist
Der ffahrstuhl
Humoreske im jüdischen Dia'ett Natha Bareö. von Hm's Raisen is 's ä schöne Sach', wahrhaftigen Gott ä sehr schöne Sach', awer nor for um zu machen Geschäftes und nicht for's Vergniege, denn 's is kaines d'rbai, gewiß und wahrhaftig gar kaines ! Vor Allem awer soll mer nicht raisen mit sainer Frau und soll nicht gehen mit'? nach Baris und nicht wohnen dort in's Hodell Metropohl und Gott sollm'r Kehlten und bewähren nicht fahren mit'n naierfundenen Fahrstuhl im sinften Stock! Gott, gerechter, was kaun da nicht bassiren Alles ! Mainer Lebdag werd' ich's vergesten nicht, was ich hab' ausgestanden ü Angst und a Pain, wie rnain Rebekkche is gefahre hinauf, Gott, ich will's verzählen, wie's gegangen ts zu: als avsqreaenoes Exempel von ä Baispiel will ich's verwählen. ES ls letzt her drai Jahr, da bm icy geworden Bräutigam und mer hat mich beneidet in der aann Stadt, denn main Rebekkche i? gewise wahrhasti gen Gott, ich sag' nicht zu viel a biste! stark un schon .etwas bei Jahre, aber trotzdem die schönste der Schönen und hat mitbekommen ihr Mitterliches : was sehr schönes, gewiß und wahrhaftig Deßderwegen hat se auch gehabt Vereh' rer und Anbeter de schwere Meng', awer se hat gegewe mir der Vorzug und hat gesagt: .Nathan, ich will d'r nemme : ich will d'r reichen de Hand als Gattin, awer de mußt m'r was versprechen !" .Gott haw ich da gesagt, .so red' am Engelche : Alles .will ich d'r ver sprechen. Alles wahrhastigen Gott!" . .Nathan hat se jetzt gesagt, .sag' us Ehr'!.Non.haw' ich gedenkt, kannst'S ja sagen, warum sollst de s sagen nicht? M Ehr'!" haw' ich gesagt. Da is se geworden ganz vergrnegt und hat ge saat: .Nathan hat se gesagt, .ich hab' Dain Wort : de mußt machen mit m'r a Rais' nach Baris !" .Gott haw' ich da ge agt, .mir allergrößten Vergniegen : mer gehen nach Baris !" Bai nur awer haw' lch ge denkt : .'s muß ja nicht sein glaich : kimmt Zeit, kimmt Rath !" Non, mer hatten gemacht Hochzeit und nack das Dinnee fahren mer an de Aisenbahn und ich nemm' zmai Reddur billjet nach Frankfort. ' .Wie haißt V sagt da main Rebekkche. .willst de raisen iwer Frankfort nach Paris?" .Nach BariS?" sag' ich. .Gott bist de meschuaae? Wer wird gehen nach Baris in Hochsommer? Nach Baris mufc mtt gehen in Winter ! Gott, was hat se gemacht da ä Eesicht! .Natban hat se gesagt, .ich hab' dain Wort: mer raisen nach Baris, oder ich werd' raisen gar nicht!" Main Enaelche," ham ich da gesagt. sai doch geschaidt : was sollen mer thun bei die Hitze in Baris? De gesammte aschionäble Welt ls itfet m's Bad, Nichts ist dort, kam Ball, kain Theater. am Ccnzert, nor verlg Grad Reomir n Schalten us's wenigste ! Drum raisen ner jetzt nor ä Bische nach Franlsort, ind im Winter ich halt d'r main Ver prechen als ä Mann : im Winter raisen mer nach Baris!" Da is se geworden wieder ganz vergniegt und hat gesagt: .tfong hat se gesagt, denn se lann prechen französisch ganz gelaisig, ,bong", also in Winter !" UnO dann ind mer gestiegen am und gefahren erster Elaste nach Frankfort, und sind geblieben dort zwai Taae u'id drai Nachte, und sind aewisen sehr vergniegt. Am dritten Tag awer Morgens frih sind mer gefahren wieder haim und sind geblieben d'rhaim und gewisen aach vergniegt. Und der Winter is gekimme und main Rebekkche, was damals is gewisen hoch indrestant, sägt am ä schöne Morge: .Nathan hat se gesagt, .wann rai en mer nach Baris?" Da sagt ich : .Wie haikt raiien, raisen in dain jetzigen Zustand ? Bist de meschugge ? Daß de hast a Malöhr f Gott soll m'r bchlten und bewahren : For diesmal kann's nicht sain, in nächsten Winter !" Da is se gegangen m ihr Buddewar und hat gewair.t und gewaint, awer ich bin geblieben fest und hab' gesagt: Was nicht sam kann, kann nicht sam r Und der Winter is vergange und das Frihjahr is gekimme und hat uns gebracht ä prachligs klams Bioche. uno mer haben uns gesrait sehr und Habens gehaißen .Siegmund", denn main Ne dekkche is sehr musikalisch und ausgelvrockene Waanerianerm, uno vail se hat gesehen de Oper .De Walkyre", hat se gesagt : .Nathan hat se gesagt, .mer Hai ken unser Bibche Siegmund", dem gro ken Maister zu tzhren, was hat gemacht de Sieamund m die Zailvre !" Und ich hab 'r gekästen ihren Willen und .se hat gesungen in Schlaf ihren Siegmund immer mit'n Siegmund'schen Mmnegesang: .Wmterflurme runden dem Wonnemond" und hat m'r ange guckt d'rbar immer ganz bedait'am und d'rzu gelächelt, awer de Winterstürme sind gekimme und der Winter is gekim me und hat wieder Nichts können sain mit Baris, Denn maln Rebekkche i3 schon wieder gewesen hoch indrestant. Und wie der Lenz is glimme, haben mer gehabt aach ä klarn Mdche, was mer haben gehaißen .Brünhilde", wieder dem Maiper zu Ehren, was hat gemacht de Brunhiide in de Walkyre. Und de klaine Brünhilde is gediehen und wie se ls gewesen alt sechs Wochen, hab lch gemaint, main Rebekkche sollt Verlusten de Wochenstube. Aer se is nicht gegangen heraus, und wie ich hab gesgt: .Wie haißt, willst de blaiben ewig in de Wochen?" so hat se gesagt: .Nathan, hat se gesagt, .ja, ich blaib darin, bis mer sind gewesen in Baris, verstanden Mono Nathan ? !' So hat se gesagt und so hat se ge than, und hat Nichts geholfen, was ich aach hab gesagt d'rgcgegen. Und main Rebekkche is gewesen seelenvergniegt und
hat gesungen den ganz?n Tag: .Winter- '
stürme künden dem Wonnemond und am Abend hat se gesungen Zwiegespräche ausZdie Walkyre mit 'n yerrn Dokter . nr v swas hat gewohnt Barerr in a cham ber aarni. und ich hab' aach mitgesung und hab' gemacht dem Hunding oder dem Wotan. Non, 's is gewesen ä Spaß von 's Rebekkche, awer ä schlechter Span. wahrhaftigen Gott: was hat se brauchen mich haißen alsfort Wotan oder gar yundmg ? Im, Hunomg, is kain fchöner Name, besonders wenn mer's sprlqr aus, wle's hat ausgesprochen, der Herr Doktor: Hund ing! Fui und nochmals Fui ! Ich bm gewisen deßd'rwegen aach recht sroh, wie wieder iS gekimme der Wmter und wie hat gesagt main Rebekkche: .Nathan", hat se gesagt, .wenn raisen mer nach Baris V .Morgen", haw' ich da gesagt, .sogleich", haw' ich gesagt, .awer de mußt m'r was versprechen !" .Gott". Hot se da gesagt, .ss red', main Engclche. Alles will ich d'r verspreche, wahrhaftigen Gott !" .Rebekkche," haw' ich da gesagt, .sag' uf Ehr!" .Uf Ehr,." hat se da gesagt. .Rebekkche ham ich da gesagt, .De sollst nicht mehr singen de langweiligen Zwiegesänge mit'n Herrn Dokter und m'r nicht haißen Hund ing ! .Gott hat se da gesagt, .mit 'n allergrößten Vergniegen !" .Bong," haw' ich jetzt wieder gesagt, denn daS Französische, is aach mir gelaifig wie Master, .bong Rebekkche. so pack ein : Morgen frih raisen mer nach Bariö !" Se hat sich'3 lasten sagen nicht zweimal und am andern Morgen sind mer gefahren, zum Cörrirzug an de Aifens bahn, awer wer steht da mit 'ner Raisetafche in der Hand ? Kein Anderer, als der Herr Dokter Der widerwärtige Mensch kimmt aach, kaum daß er uns hat gesehen, ganz sraindlich auf m'r zu und sagt: .Ai," hat er gesagt, .wo raist denn Hund ing hin mit sainer schönen Sieg linde? Ganz pikirt iwer dem. dummen Witz haw' ich 'n da gesehen an groß von oben bis unten und hab' gesagt korz und W: .Nach Baris, Herr Dokter !" .Nach Baris?!' ruft er da ganz iwerrascht, .ai, das trifft sich ja sehr gut, sehr schön, ausgezaichnet : ich geh' aach nach Baris, da raisen mer doch zusammen und blaiben zusammen, nicht wahr, lieber Herr Hund ing ?" Ich hab' gemaint, der Schlag trifft m'r, ower ich bin ü Mann von Lebensart : ich hab' m'r Nichts lasten merken an und hab' gesagt : .Mit allergrößten Vergniegen, frais m'r ungemain ! Bai mir awer haw' ich gedenkt : .Wenn ich d'r nor könnt' vergiften, Du unangenehmer, zudringlicher, unpolirter Mensch Du!" Am hebsten wär' ich umgekehrt nneder und gefahren haim, awer 's is nicht gegangen an : was hätten sollen denken de Lait' d'rvon? Drum haw' ich gemacht gute Mien' zu's böse Spiel und mer raien alio ab miteinander in'S nämliche Kubbee. Gleich' kommen mer Nachts 12 Uhr cn in Baris und fahren nairlich aach miteinander m's Hodell Medrovobl. Awer wie ickl verlana ä ' T - -j -- . i, Zimmer mit zwai Better, is nor noch zu haben aines in finftenStock und in fechten ames sor'm Herrn Doktor. .Gott," sag' ich da uf französisch. in sinften Stock, so hoch, wie unangenehm!" Awer der Garsong sagt natirlich aach uf französisch .Mossiö," hat er gesagt, .des werd Se gar nicht mcommedire, denn mer haben a Fahrstuhl ms Hodell, for um zu fahren hinauf und hinunter !" .Wiehaikt?" sag ich da, .Fahrstuhl, ä Zimmerche, was hängt an Kette und werd getriebe dorch ä elektrisch Dampfmaschine, un ist acsterzt herunter vor ä paar Jahr und verunglickt Alles, was ist gesessen drm : ich fahr nicht Mit den Fahrstuhl!" Awer mmn Rebekkche sagt: .Gott sagt se, .wie indrestant un wie ange nehm : mer wollen fahren mit'n Fahrstuhl hörst de Nathan?' .Nain," sag' ich. .nicht for tausend Mark, nicht for-alleö Gold in der Welt!" .Nathan," sagt se da, .schäm' d'r : Golt, wie kann mer haben so wenig Korasch ?" Awer ich hab' m'r nicht lasten bereden. zu besteigen den Unglicksstuhl : Nam," haw' ich gesagt, .ich fahr nicht mit ich Hab'S gesagt, ä Mann, ä Wort!" .13ong", saat jekt mamRebettche, .so werd' ich fahren allem mit Herrn Dokter, nicht wahr, Herr Dokter, Se serchten sich nicht ?" .Nain," sagt der, .ich fercht m'r nicht: ich r erde haben das Vergniegen, Sie zu begliiten." - .Gott sag' ich da, denn 's iS m'r gewiftn doch nicht angenehm, daß der Herr Dokter hat wollen fahren ganz allein mit main Rebekkche, .Gott, Herr Dokter, fam Se nicht so tolllihn, setzen Se nicht am Ihr langes Leben tor Nichts: gehen Se lieber herauf mit mir uf der Trcppe !" Awer der Herr Dokter hat rncht vol len hören. Galant hat er geboten main Rebekkche sain Arm und hat se gesihrt herein in dem Stibche. .Garsong ruf ich da aus ganz angst lich uf französisch, .wie lang dauert'S bis der Stuhl lö oben?" O sagt der. .nor so lang, bis Se können zählen us Zehn !" . .Nicht länger?' sag' ich da S BiSche ruhiger, .gewiß und wahrhaftig nicht länger? In GotteSnamen : dann lassen'loS!" So V ich und spring'.vaS ich springen kan., de Treppe hinauf, for um zu sain oben, wenn der Stuhl kommt an. Awer ich hält' m'r nicht drauä en so sehr zu beailen, denn wie ich komm' an in finften Stock an die Stelle, wo soll hal ten der Stuhl, is er nicht da. Und ä Garsong steht da und guckt hinunter in das schwarze Loch, dorch 'welches er hat sollen kommen, und sagt, .Mong diö, 's is ebbes gkbassirt !" Gott, was bin ich da verschrocke ! In
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