Indiana Tribüne, Volume 6, Number 143, Indianapolis, Marion County, 10 February 1883 — Page 2

Hndiana Hriöüne. ZSßliche nad 0 mtagsausgaöe.

Office: US. e!awareStr. JndlanapoliS. Ind., 10 Februar lSs:i. m tt. tergaug der K'lm! ria. Ueber die furchtbare Katüstrovhe, dtt sich in der Nacht von: 18. zum 10. Jan. in der Näh? der Insel Vorkum ereignete, finden wir in verschiedenen deutschen Blättern s5)auer!ich-inte?csZan;e Einzelheiten. B:kanntliH sank die .Cimbria" wenige Minuten nach dem Zusammen' stoße mit d.ni englischen Skiffe. Nun dike man sich die Situation schreibt ein Korrespondent aus Ham bürg. tf5 ist 2 Uhr Nachts.' Alles in tiefem Schlafe. Die Einen hören, daß irgend etvas passtrt ist und renken da von. Andere, und wie ich aus ton Be kickten Geretteter weiß, die M'istcn. schlafen ?uhiz weiter trok Geschrei und Lärm. Sie haben noch den beneidinswerthesten Tod gefunden : die eindrin gendcr: Wogen haben sie aus bett Schlaf: geweckt, um sie schnell mit 2.o besannen zu umfasien. Von hen Andern, die halb angekleidet auf das Deck aeeili sind, ist weit mehr Trauriges zu berichten : das Sckisf sank fo schnell, daß eö ur-möalich war, die fümmtlichcnBoote Q ' ' . klar zu machen. Nur vler wurden gelöst I ....f. mr 5, fcnfrtSf. irt und mit Menschen beladen in die See gel lsten. Eins davon kenterte sogleich. W?r nicht Platz fand in den Booten, und da jedes Boot höchstens 30 Menschert saßt, kann man sich denken, .wie Viele keinen Platz fanden, sprang in das Meer, den Booten nach. Wahrhast erschulternde Scenen spielten sich nach Aussagen der Geretteten, die kaum hier angekommen, meiner Bitte um Erzählung des Erlebten freundlich nachkamen. dabei ab. In ihrer ganzen Länge und Breite wurden die Boote von Rettung flehenden Händen erfaßt. Und doch mußten sie zurückgestoßen werden in den sichern Tod. damit nicht auch noch die im Boote Befindlichen gefährdet wurden. Mancher wurde wieder und wieder zurückgestoßen, bis Einer nach dem Andern vor Frost erstarrt zurücksiel und das Boot allein eiterziehen ließ. Mehrere, namentlich ein polnisches Judenmädchen, das die Eltern verlor, wurde so noch in das Boot genommen. Die arme Kleine spricht nur polnisch. Niemand verstand sie und sie verstand Niemand. Eine Frau, die vor wenigen Wochen erst geboren hatte, schwamm ebenfalls, sich fest an das Boot klammernd, stunden-j lang durch öasx'icer, bis ste in das übervolle Boot heraufgezogon wurde. Ei' ner der Geretteten erzählt, daß er fortwahrend Körper unter sich gesühlt habe, als er, am Boot sich haltend, durch die Jluth getrieben sei. Diejenigen, welche in dem auf Deck befindlichen Hospital lagen, waren natürlich ungleich begünstigter als die armen Zwifchendeckspassagiere, die aus den schmalen AuZgängen nur schwer' vorwärts kommen konnten. Einer der Geretteten erzählte mir, daß. als er aus Deck sprang, zwei Damen sich aus in stürzten und ibn fest umllammernd sagten, er müsse sie retten, er käme nicht los. Ein anderer hat gese- ' . . . - hen, dab sich ein Paagier sofort den 5als durckicknitt. als er börte. dan die l?inifri.i tiM-lnn-n t Nnn hfn ttZe. retteten bat namentlick einer einen ergreifenden Eindruck gemacht : ein junger, stämmig gebauter Pommer, der Mutter, Bruder und Schwager dem Meere lasten mußte, der nun still weinend, geistesabwesend vor sich hin starrt, unbekümmert, was aus ihm werden soll." AmschreMchstenging.es Denen, die lange und vergebliche Kämpfe durchzu- " u . J. machen hatten. Einige glaubten sich im Boote bereits gerettet, M kentert dastel. be. und von neuem beainnt das aual-

volle heiße Ringtn mit den Wellen, und Mannschaften der Cunbria durch ihn genur Wenigen gelang es, sich in die Ta- rettet worden, und Eapltän Euttlll wlrd kelage der Masten zu retten. Eine kleine nachzuweisen haben, daß und welcheNetZahl war cs schließlich, die dort sich an- tungsversuche von ihm, wenn auch, erpesammelt. Stunde um Stunde ver- solglos, gemacht seien, oder daß eö ihm rann, keine Hilse ! Die Glieder erstar unmöglich gewesen, solche Versuche zu ren zu Eis, Anstrengung und Todes , unternehmen." angst haben die lehten Kräfte erschöpft,! Einen sehr dunklen Punkt bildet das gar Mancher vermag sich nicht zu halten, Verhalten der Schiffahrts-Gesellschast und mit dumpfem Aufschrei stürzt cr wie- dem Publikum, wie dem unglücklichen der hinab in die grausige Fluth. Sied-, Schiffe gegenüber. T 1 : !" 1 ! I

Zevn waren uorlg geoilcoen, zum Theil werden sie vorläufig zurück - gehen in die Heimaty, zum Theile wieder V .. . , z. t s rt H UIC V. lach t. rw 4 C f Ti , , , r v oen. mit, au a) . oie e erelieren, ina einig im Lobe der Qfficiere und der Mannfcha t der Cimbrm , wie sie das

jicijc uiuiiiiii uuiv vua uuui f0nnfc es kommen, oad, nachdem oasi rivan wcr,cu nllMiia) uuia) risilges

sten möge rynen oann oa üiua , Unglück sich in derNacht vomDonnerstag Scharren mit den Juen, indem sie von cln, sie werden es ia doppelt cmpsin- ? sP Xreii, 01 ithr V?..s -.-:. einem Mittelvunkte auLaeben und in

venlvarcogllcye gelaan, um.cuye uno.kum kundaeben konnte. Der nnalück-

Ordnung zu halten, zu retten, was zu bis zur Zehe!", sagte einer der geretteten Männer, und eine hc:he .brane rann Über das wettergcbräuntc AntliK. Erzählt wurde andererseits auch, daß der Sultan", obgleich das entsetzliche Hilsegeschrei dort gehört worden sein müsse,' davongedampst sei, und ein bitterer Fluch entrang sich den Lippen des Erzählenden. Paul Wegert, einer der Geretteten, schildert den Augenblick, in dem der Un tergang des Dampfers zur Gewißheit geworden war und dle Leiden derer, die keine Zuflucht in denNettungsbootcn fanden: Ich fragte den ersten Ossicier, was zu thun ? Er meinte, es sei Alles verloren; das Einzige wäre, wir sollten uns in die Wanten retten, und zugleich trieb er die Paffagicre soviel er konnte, hierzu an, und war ihnen dabei nach Kräften behilflich. Als er eben im Be griffe stand, vom Deck des rapide sinkenden Schiffes noch einem Menschen hinaufzuhelfen, schlug ihn eine. Welle hin weg; ich habe ihn nicht wieder gcfehen; er hat den Tod in strenger Erfüllung jeiner Pflicht gefunden. Dtt See spülte

reuen war. vs.e uaocn ja uuq zum, rh in Cuxhavcn gewesen und hattet icucyle auv, welches stch, loaufemanoer groß.-n Theile in treuer Pflichterfüllung bort gemeldet, daß er hart mit einem geschichtet, zu erhitzen beginnt, den nöthiden SeemannZtod in den Wellen gefuu- Passagierschiff collidirt fei. Ausgegan- cn Wärmegrad entwickelt, so öffnen die den. Brave Männer, vom Scheitel sl. martn aber nur die Rnlrist" ,:nk ! Weibüen durch die armestiefen Sckich.

jefci üöcr Der! und rch Alles hinweg; es war eine fürchterliche Scene, dazu das Schreien und Jammern der größtenthcils ohne Schwimmgürtcl an Deck befind!!chen Personen. Oben im Mast traf ich den Schiffsdoktor, der Alle zur Ruhe

mahnte und auf einen großen Dampfer deutete, welcher in unserer Nähe war und uns Hilfe bringen würde. Es war dies der Dampfer, der uns gejagt hatte. Bon oben her sahen wir die ganze schreckliehe Affaire mit an. Der erste Maschinist, Herr Alten, hatte ein bengalisches Licht angezündet und hielt dies bis zuId;t aus, cr wurde von einer Welle fortgc'schlaen, und dann trat grausige Nacht ein, dicker Ncbcl zeigte sich und wir lzingen nun zwischen Himmel und Wasser, in eisigcr Temperatur, die da machte, daß wir bald fast völlig erstarrt waren und einer unserer Leidensgefährten nach dem andern in die See stürzte. Gegen 8 Uhr sprang der Doktor in die See, um ein Ende zu machen, wie er sagte. Spä tcr wurde cö etwas heller und da sahen wir ein Seaclschisf, dem wir winkten und zuriefen.' Es bemerkte uns, doch war es schwer, zu unS heranzukommen. Es sehte ein Boot aus, und dieses rettete aus eigener Lebensgefahr uns siebzehn, die wir noch uns gehalten hztten, indem cs dreimal zum Schiff und zu uns fuhr." Außer den siebenzehn, die sich im Ta kelwerl hielten, bis sie gerettet wurden, gelang es . noch 39 Personen, in zwei Rettungsbooten des DampferZ selbst davonzukcmmcn. Von Allen, welche die fcs Glück hatten, wird übereinstimmend ..... . . 4il rvj . . . . geschildert, welch schreckliches ammergci.4.v. rin ifi ttni sif s'. ? hir )issit efsllUte. ;v " 1 7 ' und wie sie voll Zittern und Entsetzen ausschauten nach den armen Opsern, immer noch hossend, es möge ihnen gelingcn, dem Tode eine Beute zu entrei s;e. Sllnrälid; wurde es tlllcr. nur erstarrte Leichen trieben umher und jehl erst kamen die Uebcrlebenden wieder zur vollen Besinnung und damit zudem Ge danken, ihre eigene Rettung zu ermögli chen. Man steuerte dem offenen Meere zu, um m den Kurs der aus- und einge benden Schiffe zu kommen. Neun Stunden lang mußten die von Frost und Wasier fast Erstarrten unter unjag lich'er Anstrengung arbeiten, ehe sie eine rettende englische Bnke erreichten, und nur der Schneidigkeit des 2. OssicierS ist es zu verdanken, daß Alle bis dahln UN verzagt blieben und daß selbst den Er matteten jede mögliche Pflege zu Theil wurde. Eapitän und Mannschast des englischen Schisses haben alle ihre Klei der zur Verfügung gestellt uno ihre sämmtlichen Levensmlttel vertheilt. Wie der Zusammenstoß erfolgte, war nicht sofort zu ermitteln. Dle Ham burger B. &. Zieht aus dem An stände des Dampfers Sultan den Schluß, daß dieser da ansahrende Schlss gewesen sei. Sie fahrt dann fort: Wie die nahezu entgegengesetzte Eurse steuernden ischlsfe in solche Lage zu ein ander kamen, daß trotz des den Vor schriften der kaiserlichen Verordnung zur Verhütung von Zusammenstößen au See entsprechenden Manövers der Gim bria. das Nuder backbord m legen, der Zusammenstoß unvermeidlich wurde, und wie namentlich der Sultan fo manövr: ren konnte, daß sein grünes (Steuerbord-) Licht vom Backbordbua derlm bria aus sichtbar wurde, kann nur die amtliche Untersuchung feststellen, ' doch ii . . ci..rx..? s..r. it yai es zeizr oen vin,qnn, va& oas un Glück hätte vermieden werden können. wenn anck der Sultan backbord Ruder gegeben Hätte. Eine weitere Anfchuldigung gegen den Eapitän des Sultan, dahingehend, daß derselbe 'die unglücklichen Ertrinkenden von der durch fem Schiff niedergeranntcn. Eimbria imStich gelafsen habe, möchten wir Nicht so ohneweiteres als gcrechtsertigt anerkennen. Der Sultan fchemt zedensalls nachdem Zusammenstoße, noch einige elt in der Cn f. . V . It.f.tJCa.l.a ..f. f..1..u ... ?w wB'u c"V;üCjV l. m j oagcgcn au nom0-üj keiner oer unglualtcyen '-pastagiere uno r n rt iiin i inion i (i iii fi i vri 11 11 n i . Das .hamb. 5?remdcnblatt" mackt ! hhxüUl fende Bemerkungen: ' Wir zgHn vor allen Dingen fraaen, wie , i nm fcnnnnhenb wftrs - der Compagnie noch keinen Bericht hate, so daß ste denselben dem Publi , stjsndeSultan war doch amSonnabend die Eimbria". Weshalb wurde nicht sofort von Curbaven aus Assillen . ac. chickt? EZ wäre doch die Möglichkeit. ' . . . . ' vorhanden gewesen, daß das untcrgegan gene Schiff nicht sofort gesunken ! Wes halb meldete ferner die kaiserliche Tele graphenverwaltung, die doch einGeschäst mit Herausgabe von Schiffsze.tteln macht, am Sonnabend weiter nichts wie: .Das heute, Sonnabend Morgen, hier aufpafsirte Hulldampfboot Sultan" war bei Vorkum mit einem größeren Dampfer, anscheinend mit Passagieren an Bord, in Colliston?" . Was ist das aus beiden Seiten für ein kümmerlicher Nachrichtendienst, daß man in Hamburg erst volle 4 Stunden später erfährt, wenn an der deutschen Küste, eine geographische Meile vom Leuchtschiff bei Bockum, C Stunden in See von Cuxhaven, 100 Menschen ertrinken und einer der schönsten Dampfer untergehl? Thatfächlich war hier schon am Sonnabend Nachmittag durch den Uranus- und Sultan" bekannt geworden, daß sich da draußen ein schwerer EollisionSfall creignet hatte, und was noch merlwürdiger, an der Sonnadend-Mttagbökfe

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trat ein hiesiger Makler mit ostcnlaUöcn'rcn, die mit 'Letmoe, am bf)icn yaser,

Verkäufen in Packctfahrt-Acticn auf, deren Preis in Folge hiervon bedeutend nachgab. Am Sonnabend Abend, im Privat-Vcrkchr wiederholte sich dieses Manöver in bedeutend vcrstä:k!emMaßo, indem mehrere Makler förmlich wclt eiferten, ihrePackelfaürt-Acticn um jeden Preis los zu sein. Man befrug sich aegcnfcltlg, was denn eigentlich vorgefallen sei, und vielleicht, um nur die rechte Spur zu verdecken, wurde als Gerücht colportirt, daß das Engagement eines bekannten Geldwechslers im Ex:cutionswegc geregelt werde. Jetzt scheint cs uns Sache der Direction, zu cruircn, wer der oder diejenigen waren, die cs sich Herausnahmen, ein so großes Unglück in nichtswürdigster Weise zu verwerthen." Dem gegenüber wußte die Schift fahrtöaesellschaft nichts weiter anuisüh ren, als daß sie Zuverlässiges selbst nicht gewußt habe und unzuverlässige Nach richten nicht verbreiten wollte. Eine schlechtere Ausrede hätte sie kaum erdenken können. Einen wohlthuenden Gegensatz'zu ihrem Benehmen bildet das der Eimbria"Mannschast. Man kann es nicht treffender schildern, als durch' folgende Thatsachen : Kapitän Hansen zuletzt auf seinem Posten aus der Kommandobrücke gesehen und ertrunken ; der 1. Offizier Karlowa, bis zum lcktenluaenblicke in aufopfernd' ster Weise in der Erfüllung des Nettungsmcrles thätig und 'ertrunken. Der 2. Offizier Spruth, nachdem cr, als schon das Wasser die Steuerbordseite der Eimbria" übcrsluthete, noch mit dem Beil in der Hand thätig war, durch Lösung von Holztheilen den Passagieren schwimmende 5)ilfZmittel zu schaffen, wurde von dem Untergangsstrudel untei Waster gezogen und erreichte, nachdem er wieder an die Oberfläche gekommen, schwimmend eins der Nctiungsboo-le. Der 3. Ossizier Heydorn blieb auf dem Verdeck, bi3 das Schiff in den Wogen verschwand und trieb auf schwimmenden Holzthcilcn, bis cr von einem Boote ausgenommen wurde. Der 4. Ossizier Voß wich nicht von dem untergehendcnSchisse, bis ihn dieWcllen davontrugen und auch ihm war es möglich, schließlich bis in die Nähe eines VootcZ zu schwimmen, in welchem er Aufnahme far.b. Z5ranenNrvctt. Frauen, die ihren, oft auch noch And rer Lebensunterhalt selbsiständig zu verdienen gezwungen sind, sind entweder aus schlecht bezahlte und ungesunde Fabrikardeit, oder auf die Nähmaschine angewiesen, die nicht bester lohnt, als früher die N?ldel. Eine Erweiterung der Beschäftigungen, die leine besondere Vorbildung voraussetzen, von Frauen ohne Ueberinstrengung verrichtet werden können und einer nur unbedeutenden Capital-Anlage bedürfen, ist eine hoch wichtige Angelegenheit, der von Vereinen und Privatpersonen immer größere ?!uf merlsanlkeit geschenkt wird. In neuerer Zeit werden die Geflngzl-, Blumen und Bienenzucht als Berufe genannt, die den Frauen, namentlich in der Nähe größerer Städte, bestere Existenzen versprechen, als Fabrikarbeit und die Na del. Die Geflügelzucht konnte bisher schon mittels der bekannten und durchaus nicht kostspieligen Brüt-Apparate mit Erfolg betrieben werden. Jeyt hat Prof. Corbett in New York ein Versah, ren' entdeckt, welches die Kosten der künstlichen Vrütung noch wesentlich ver mindert. Daß die Egypter in ihren Brutofen jährlich an 100 Millionen Hühner er zielten,sagt uns schonPlinius. Reaumur, dessen Eintheilung der Thermometer Scale noch heute in Deutschland allgemein im Gebrauch ist, kam durch die von ihm beobachtete Wärmc-Entwickelung im Pserdedünger auf den Gedanken, in elnem mit solchem Dunger umgebenen Sast'e fiörbe mit 5)ühner-Eiern auszuund hierdurch die Ausbrütuna der kenteren zu bewirken. Neaumur hatte zwar mit einzelnen Eiern Erfolg, fein Apparat arbeitete aber so unsicher, daß er praktische Bedeutung nicht gewann und bald wieder der Vergessenheit anheimsiel. Durch die Schilderung des Verfahrens, welches ein nur in NeuHolland vorkommender Vogel, die Tale galla,in Betreff derAusbrütung ihrcrEicr beobachtet, wuri:c Prof. Corbett an die Neaumur'schen Versuche erinnert. Die Talegalla bebrütet ihre Eier nicht, bereitet ihnen aber aus eine merkwürdige Art seine Lagerstätte, welche die mütterliche .Wärme vollständig ersetzt. Mehrere stets erweitertem Kreife fortschreiten, al lcö abgefallene Baumlaub hinter sich auf einen Haufen, welcher endlich einen 3 bis !4 Fuß hohen und 8 bis 9 Fuß breiten, et . je. Pt, t i!ivi -.. v ' flachen Kegel bildet. Hat nun das ten tiefe Löcher, welche 0 -12 Zoll von ' einander entfernt, zur Aufnahme der Eier dienen, die alle mit dem stumpfen r. v . jf. . ... . Ende nach oben gerichtet, vollia senkrecht stehen und zuletzt sorgfältig, aber lose so daß die Lust Zutritt hat bedeckt werden. In diesen Löchern geht die Ausbrütung der Jungen vor sich, welche von den Weibchen, di schließlich die Jungen an'sTageslicht befördern, änastttch überwacht wird. Profeffor Corbett brauchte nur dem Beispiele der Vögel zu

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luiiiu. mw getangic zu soigcnoem .er- Hoffnung, daß es gelingen werde, Simfahren, das sich ausnahmslos bewährt mons am Leben zu erhalten. Die ge al und welches er als die . billigste und tödtete Schlange ist von vielen Leuten Wir 5lut'aÄct0be bcn 3raucn cm besichtigt worden, doch hat keiner 5er pstehlt. die daraus ein nicht anstrengen-, selben jemals ein Reptil dieser Species des und einträgliches Gcschäst machen 'gesehen. Merkwürdig bei dem Vor-

sonnen. ' jn einem gegen den Negen geschützten, Ifim. llt trt t if t v h!A. . ft.. Raume einem Schuppen mit solidem Dache und Fensterladen breitet 5)err Corbett Pserdedünger in derselben Weise a- 'Hitwui, ijiuhiuh aus, wie ein Gärtner bei der Anlage Ml.m Vi :... , C " f. . 0 ! . ! T a 4 r u wuii' vun iijiuccicü oerjagn. k? , f! .1 . r . .hf

junger mup von Pseroen yerrun-

v. r arbeiten bewahrt werden ; es ist leicht, denselben bci der angegebenen Temperatur zu erhalten, und hiervon dängt der Erfolg der Auöbrütung hauptsächlich ab. Die Eier werden jeden Taa aus dem ?lpparate entfernt und man läßt dicfelden so lange abkühlen, bis sie ungefähr die Temperatur des Raumes, die wäh rend dieser Zeit der gewöhnlichen Zim mcrwärme entsprechen muß, angcnommen haben. Kasten oder Faß bleiben während dieser Zeit offen, ind die Hühner ausgebrütet, so werden sie zunächst in Kästen untergebracht, die eben falls von Pserdedünger umgeben sind und in einer gleichmäßigen Temperatur Zimmerwärme erhalten werden. Sind die jungen Hühner in dicfen Käften völlig trcckcn geworden, so werden sie gefüttert und sonst behandelt, wie dies bei den von den Hennen ausgebrüteten Thieren geschieht. DaS geschilderte Berfabrcn alsGrundläge eines einträglichen Gcflügelhandcls erfordert fast gar keine Auslagen, und praktische Kunstgriffe und Geschicklichkeiten erlernen sich durch kurze Erfahrung von selber. In Verbindung mit Far men lilß' sich das Geschäft fclbstver stündlich am leichtesten betreiben, zumal die ersten Versuche nich!s kosten würden. Bewährt sich die (Erfindung Corbctt's, so würde sie vielen Frauen unstreitig befscre Aussichten eröffnen, als die Sei-dcnraupen-Zucht, die tret; aller kühnen Prophezeiungen bisher noch keine nennenswerthen Fortschritte in Amerika gemacht hat. Junges Ccstüzcl außer halb der natürlichen Jahreszeit würde stets einen guten Markt finden, wie denn thatsächlich alle künstlichen Brutanstalten vttlrcjflichcn Absatz haben. Dieser Tage trafen zwei Studicngcnosscu nach elfjähriger Trennung in Austin, Texas, zusammen. Der Eine war Reporter für die dortige Zeitung und feierte das Wiedersehen dadurch, daß er mehrere Flaschen Wein auffahren ließ und bezahlte. Der An dere trank tapfer mit und antwortete aus die zrage, was aus ihm eigentlich ge worden fei: Komme heute früh in mein Hotel, da will ich Dir einausgezeichnetcs Locnl" für Deine Zeitung mitthci len." Der Reporter ließ sich dies ich! entgehen, und als er die Thür zu dem Zimmer feines Freundes öffnete, sah er den lcktcrcn an seinem Hosenträger an der Wand hängen. An seinem Nocke war cm Zettel befestigt, auf welkem fl.iKd: as ist alleswas ich sür Dict 'v.u Uvm:" L)om Jnlauöc. E i n g e v i f f e r C a r in land, Vt., wurde vor Kurzem N u twegen Verkaufs berauschender Geträale zu acht TagcnGksangniß verurthci!! ; verNichtcr theilte ihm mit, don er innerdalb 21 Stunden eine Geldstrafe von $20 erlegen und hierdurch der Gefängnißstrafe entgehen könne. Cox konnte ode5 wollte die Geldstrafe innerhalb dieser 2lStuu'' den nicht erlegen und wurde in das Gefängniß gebracht. Hier tbeilte ihm der Warben mit. daß er in Gcmäßheit der Gefängniß' Ordnung glatt rastet werden müsse. Eox trug seit 25 Jahren einen Vollbart, der ihm biZ auf die Brust herabreichtc und erbot sich nunmehr zurEnt richtung der Geldstrafe. Es war zu spät. In Folge des Nastrcns zog sich der Gefangene eine Erkältung zu, die ihn Wochen lang auf das Krankenbett warf. Cox hat eine SchadenersatzKlage gegen den Gcfängniß'Dircctor anhängig gemacht und in zweiter Instanz eine Entschädigung von $300 zugesprochen erhalten. Aus eingewendete Revision wurde der Proceß wegen eines Formschlers für nichtig erklärt, und ein neues Verfahren ist zur Zeit in Verhandlung. Am vorigen Montage waren die Farmer John Simmouö und Samuel Weller bei West Carlisle, O., aus die Jagd gegangen. Während Simmons in der Nähe eines Baumstumpfes stand, kroch unter lektcrem eine ungewöhnlich große Schlange, hervor, bäumte stch auf und stürzte sich aus den Jäger, denselben so umschlingend, daß er sich kaum zu rühren vermochte. Seine Hilferufe führten Weller herbei, der mit seinem Taschenmesser der Schlange zu Leibe ging ; es gelang ihm schließlich, das Thier zu durchschneiden, doch hatte letzteres vorher den Simmons an mehreren Stellen gebissen. Weller brachte ! seinenFreund mit vielerMühe nachhause. und unterwegs schon begannen die gebissenen Körpertheile unförmlich anzuschwellen. Drei Aerzte wurden fo schnell als möallch kerbeiacholt und diese be handelten die Wunden mit Actzmitteln. i Sie gaben noch am Dienstage wenig "iganae ist noch der Umstand, daß die j Schlange bci der an jenem Tage Herr ' r jf. . .".. r . t!r cvy. iimenoen cauc 10 inoou roar, cincn'jjtcn schen, ohne daß sie gereizt war, anzu greifen. .räuleinLillianWbitbina 'empfahl dieser Tage in einem in Boston .. . -r, . r uoet -'oncosliugunsen ?ur grauen ge I . . . . ' - . . .

gciulieri roeroen ; verieive toito in Schichten von 6 Fuß Länge und Breite bis zr Höhe von 18 Soll ausgebreitet und mit dem Rechen gut bearbeitet. Auf diefe Schicht wird eine Kiste aus dünnem Holze oder ein Mehlfaß gestellt, in wel. chem sich ähnliche Fächer befinden, wie die bei dem Vttsand der Eier gebrauchten; in lctztcre werden die Eier mit der Spihe nach untergelegt. Sodann wird der Kasten oder das Faß geschlossen und mit Dünger an den Seiten und oben vollständig überdeckt. Der Dünger erhiht sich bis zu einer Temperatur von 130 Grad Fayrenheit. darf jedoch, wenn sich die Eier in dem Apparate befinden, nur eine Wärme von 100 bis 102 Grad an nehmen und muß vor größerer Erhipung durch Ventilation und vorsichtiges Um-

l haltenen Vortrage, vap sto) die grauen 'der Zeitsngsschreiberei in höheremGrade

widmen sollten, als dies bisher geschche. Sie sagte, die Frauen seien nicht vu? für den Zeitungsklatsch, wie boshafte Journalisten behaupten, sondern auch für die übrigen unumgänglich nothwendigen Zweige dieses Berufes sehr besä..V V; O.li.. rr js..!t ? , ,

myi, uuu uic orungsiMeioercl cezaqi? nJ "C.M.Z? fo I V V - - . p . r . stch besser, als jede andere Sorte schrift stellerischer Thätigkeit. Von der fchät zenswerttzen Mitwirkung der Scheere sagte die Dame nichts und scheint hieraus hervorzugehen, daß sie für deren Handhabung die Männer ebenso besähigt hält wie die Frauen. In der Methodistenkirüe in Westsield, Mast., wurde kürzlich zum Besten der Kirche eine theatralische Abendunterhaltung ausgeführt. Zu? Vorstellung kam: .David Garrick". In der Scene, in welcher der große Schauspieler ein junges Mädchen, das sich in ihn verliebt hat, dadurch von ihrer Leidenschaft curirt, daß er sich als Betrunlener gerirt, spielte der Darsteller die Titelrolle so natürlich, daß die meisten Gemeindemitglieder glaubten, der Mann sei wirklich betrunken und indignirt die Kirche verließen. - D e r American Architekt" macht darauf aufmerksam, daß bei Thea terbränden der Rauch nicht nur die erste Panik verursache, sondern auch bei wirk licher Gefahr den Tod der meisten Menschen hcrbeisühre. Derselbe empfiehlt daher außer den vielfach empfohlenen Sicherheitsvornchtungen feuersicherer Vorhang, Anstreichen aller leicht ent zündlichen Gegenstände mit Wasserglas oder sonstigen Stoffen, welche eine gewisse Unverbrennlichkeit bewirken, automatisch wirkende Lösch'Vorrichtungen zwei kräftig wirkende Ventilatoren auf jeder Seite der Bühne anzubringen, die keinen Rauch in den Zuschauerraun eindringen lassen. Noch vor ungefähr 100 I a h ren waren die Bewohner der SundwichInseln Cannibalen. Jetzt sind auf sämmtlichen bcwohntenJnseln Telephone im Betrieb, in Honolulu allein über 300, und Clau Spreckels ließ einen großen Theil seiner vorjährigen Zuckerrohrernte zur Nachtzeit bci dem Scheine elektrischer Lampen einbringen. . istn zarllimes u e v a a r in Larrabon, Ga., hat sich einen zweischläfrigen Sarg und ein ditto Grab anferti gen lasten, da es überzeugt ist, daß eine Hälfte die andere unter allen Umständen höchstens um Stunden überleben könne. Für den Nothfall hat jede Hälfte ein jchncll wirlendeZ-Gist an Hand. Eine'Dame in Daniels ville, Ga., beweint den Tod ihrer jüng sten Tochter, die vor Kurzem im Alter von 80 Jahren verstorben ist; dieselbe ist Über 100 Jahre alt, sagt aber, es sei möglich, daU sie sogar 120 Jahre alt sei. Das alte Goldland Cali. fornien erfreut sii) seit kurzer Zeit auch einer Seifen - Mine. Dieselbe enthält eme wcche fettige Substanz, welche mit wenig ganz feinem, sandartigen Jura kalke vermischt ist und zum Remigen der Wäsche und der Menschen die Dienste einer mlttelmaUlgen Seife leistet. ie lmonen yeorlen ver Temperenzler finden, seitdem manNacht stkungen abhält, auch im Bundessenat die gewöhnliche praktische Widerlegung. Der Präsident hat sich Mühe gegeben, daö Verbot des Verkaufs berauschender Getränke lm Restauratlonslokal. strikt durchzuführen, und selbst der berühmte kalte Thee" soll schwer zu erhalten fem. Die Herren Senatoren, welche dieser kindischen Bevormundung unterworfen sind, und dagegen aus Furcht vor ihren Constltucnten nicht zu proteplren wagen. sind aber auch Menschen, und so wird jetzt heimlich in den Comitezimmern gezecht und gerade, well es verboten ist. mehr als je. Augenzeugen berichten, daß namentlich in den Abcndsitzungen die wohlthätigen Einwirkungen des TemperenzzwangeS sich in emer Weise geltend machen, daß dadurch die Erledl guna der Geschäfte bedeutend .erschwert werde. DaS einzige Mittel dagegen wird sein, daß man die Bar" aus dem Comitczimmcr nach der Restauration verlegt. ' arry wcymrot in vitro Jork, ein bleicher, kränklicher Knabe, der seine vcrsostene Mutter von dem Ertrage seiner Arbeit, in einer Fabrik erhalten. außerdem noch alle häuslichen Vernch tungen besorgen mußte und zum Danke niederträchtig behandelt wurde, ver schluckte Pariser Grün, um sich zu töd ten. Er wurde noch lebend aufgefun den und hat sich jetzt wegen Selbstmord VttfachS zu verantworten. Hoffentlich wird eine il.trttigcnte Jury den Zknaben vor den ifoiCii l,cr veralteten und blöd sinniqcn Bestimmungen dcö cuen Straf kskyduche? t'cwahrcn. Vom Auslande. Wegen Bierfälschung ist nach einem kürzlich ergangenen Urtheil des deutschen Reichsgerichts ein Bier dramr zu bestrafen, welcher zu seinem sonst ordnungsmäßig bereiteten Biere einen zur normalen Bierbcreitung nicht gehörigen Stoff (z. B. Süßholz) zusetzt, um das Bier den Abnehmern als malz reicher erscheinen zu lassen, als es in Wirklichkeit ist, auch wenn das Bier durch den Zusatz nicht verschlechtert, son dern im Gegentheil geschmackvoller gemacht wird und der Brauer dabei nicht in gewinnsüchtiger Abstcht gehandelt hat. In Holland h at si ch eine Gesellschaft zum Anbau der Nestel auf Java mit einem Gründcapital von drei Millionen Gulden gegründet. In Ost indien erzielen die Eingeborenen durch Behandlung der Nestelsasern mit Kalk salzen einen vorzüglichen Gespinnstfloff. In Italien scheintdie Regierung Ernst machen zu wollen mit der Wiederausforstung ihrer Wälder. Minister Berti schlägt eine Ausgabe von 9,000,(00 zu diesem Zwecke aus die Provinzen zu vertheilen vor. Großes Aufsehen macht in Petersburg solgcuder Vorfall : Ein junger Mann hatte die Uniform eines niederen Beamten des Generalstads angezogen und es so fertig gebracht, ohne

i ! Verdacht zu erregen, in den Wäuva, wo .die geheimen Pläne aufbewahrt werden, 'einzudringen und stch' mit der größten Kaltblütigkeit einer? Plan heraussuchen !und zu kopiren. Die übrigen Beamten 'störten ihn nicht, weil sie ihn offenbar für ' o.iji

einen neu jjuiurcmanüiiici. cicgntr niti a . rr ii w -, ten. Seine Entdeckung wurde erst durÄ die Frage eines Offiziers, wer er sei und von wem cr zur Arbeit in dem Saale der Geheimplänc bestimmt wäre, berbeige führt. Ein Militärgericht beschäftigt sich gegenwärtig mit der Untersuchung dieses außergewöhnlichen Vorfalls. DasHöchste in dcrMilch' Verfälschung leistet jeht cineAnzahl Mollereien ver Parier Vorstädte und Umgcgcnd, ohne daß man ihnen aescUich et' was anhaben kann, denn sie licfernMilch, w'.e ste von oer Kuh kommt. Die Kühe werden im Stalle gehalten und durch eine perlen oerccynete Ernährung zu einem außerordentlichen Milcherlrag gebracht. Hauptsächlich wird Schlempe aus den Malereien dazu verwandt. Die Jüt. terung der Kühe kommt auf diefe Weife sehr billig zu stehen, während sich der Milchertrag verdrei oder vervierfacht. DieKühc werden jedoch sehr bald von der Lungenschwindsucht befallen und gehen binnen spätestens 7 oder 8 Monate ,n Grunde, dem man natürlich durch zeiti ges schlachten vorbeugt. In der medi cinifchen Gesellschaft hat Doktor Charles Girard aus dieses verderbliche System aufmerksam gemacht, welches unzweifel haft zur Verkümmerung der mit solcher Milch genährten Kinder und zur Ver breitung der Schwindsucht beitrage. DicseMilch ist natürlich sehr dünn, wenig nahrhaft und schwer verdaulich. Dr. Glrard neigt zu dem Glauben hin, daß dieselbe hh Schwindsucht direct erzeuge. Jetzt soll Gambetta soaar' ein Schweizer sein. Eine Baseler Zeitung schreibt hierüber Folgendes: Westv ... r rw iill) von ocarno, wenn man oie Alaggia überschritten hat, gelangt man längs der Melezza ylnwandernd,nach dem auf dem Vorsprunge zwischen den Thälern von Ecnto Valll und Onsernone gelegenen Dörfchen Jntragna. Die Häuser sind ganz in einem Walde von Kastanien bäumen versteckt und nur weit stchtbar ragt der einem Kamin ganz ähnliche Kirchthurm hervor. Diese originelleBauart hat nun ihren Grund darin, daß das Dörfchen meistens von Kaminfegern be- - wohnt ist, deren Ideal vonSchönheit das Zkamm bildet. Im vorigen Jahrhun dert wanderte ein Kaminsegerknabe, Na l'.?ens Gambetta, einer im Dorfe Jett uoch vertretenen Familie, nach Genua aus. Statt, wie die übrigen Knaben, im Frühling wieder nach dem Heimathlichen Hcerde zurückzukehren, blieb er in der reichen Hafenstadt, betrieb später das Geschäft auf eigeneNechnung und brachte es so weit, daß cr seine schwarzen Tha ten aufgeben und sich dem Handel wid men konnte. Sein Sohn wanderte spä ter als Kaufmann nach Cahors,und dies ist der noch lebende Vater Gambetta's. Die Einwohner von Jntragna kannten diese Abstammung fo gut, . daß sie sich bewogen fühlten, an ihren großen Mit bürger, als er sich auf der höchsten Stufe feines Ruhmes, an der Spitze des großen Ministeriums, befand, eine Deputation zur Beglückwünschung abgehen zu lassen. Die Londoner Seligmacherarmec" hat einen Concurrcnten in der Kirchenarmee erhalten, deren Mitglieder Anhänger der englischen Staatskirche sind, die unter Führung einiger Geistlichen den Seligmachcrn alleg nachmachen, wodurch sich diese wun derlichen Heiligen auszeichnen. Am 15. Januar marschirte dicneue Armee unter Leitung ihres CapitänS", des Rev. Wilson Carlisle, mit Jahnen undMusik durch einen Theil des DistrictS vonWest minster, unter Begleitung von einem heulenden, tanzenden, schreienden PöbelHausen, der die wackeren Soldaten" mit Kolh und faulen Eiern bcwarf, und später, als in dem Hauptquartier, der Portroullis'Halle, die Andachtsübungcn beginnen sollten, allerhand durchaus nicht geistliche Lieder fang und einen solchen Skandal machte, daß schließlich die Polizei herbeigerufen werden mußte, um die ungebitenen Gäste hinaus zu expediren, worauf dann der Gottesdienst" ohne irgend welche weitere Störung verlief. Z u Trautenau dauert die Verfolgung der Spiritisten noch an. Bis.jeht find durch die Thätigkeit der Staatsanwaltschaft vier in Folge von Einwirkung des Spiritismus hervorgerufene Wahnstnnöfälle constatirt. Erst dieser Tage wieder wurde eine Ar beiterin einer Fabrik in Oberaltstadt, Namens Bcranek,wahnsinnig und mußte in die. Irrenanstalt tranöportirt werden. Die Unglückliche verkehrte viel mit Spiritisten und glaubt sich von Geistern und Gespenstern versolgt. Aus d'm Trautenauer Spitale, in welchem si . Aufnahme gefunden, mußte sie entfernt werden, da sie die übrigen Kranken gefährdete. Mehrere Pariser Journale melden, daß Sarah Bernhardt ge gen ihren Gatten Damala, mit dem sie seit kaum einem Jahre vermählt ist, eine Klage auf Scheidung gestellt hat. 23 e aus Moskau berichtet wird, sind die von dem Waisenhauscassirer Melnizki defraudirten 300,000 Rubel durch die Polizei in Verwahrung bci seiner Familie aufgefunden worden. Die ganze Familie wurde verhaftet. Ein Sohn hatte sich schon früher geflüchte!. Die Befürchtungen, daß die Nihilisten das Geld erhalten haben, waren demnach unbegründet. Die Polizei bekam zehn Procent als Entdcckungtzhonorar. D a ö int ernctionale Schachturnier in London wird am 26. April beginnen. Der Preisefonds beläuft sich gegenwärtig auf etwas über Lst. 1223. Der erste Preis beträgt Lst. 250 ; der zweite Lst. 150; der dritte Lst. 120 ; der vierte Lst. 0 ; der fünfte Lst. 70; der sechste Lst. 50; der siebente (von Baron Koissch unter gewisten Stipulationen offerirt) LstöZ. D'e Preise werden vicUeichl erhöht, wenn die Gelder zur Versügun'g des Comites dies gestat ten.