Indiana Tribüne, Volume 6, Number 137, Indianapolis, Marion County, 4 February 1883 — Page 2
Nach uns Sie Sündfluth. Roman oon wÄld lugnft ön'.L. (7. Fortsetzung.) .(Bwirb schon kommen! Wer ist in seiner Jugend nicht leichtsinnig gewesen?" .Es muß Alles sein Maß und sein Ende haben sagte der. Doktor kopsschüt telnd, .na, ich denke, wir wollen uns auch darüber den Kopf noch nicht zerbrechen. Oder liegt bereits eine Thatsache vor? Hat Hedwig dich vielleicht gebeten, mit mir über die Sache zu reden ? Nein, im Gegentheil, ich meine nur so ... .Um so besser." nnterbrach er sie. .Mir wäre es am liebsten, wenn du ihr abratheu wolltest, sie soll sich die dumme Geschichie aus dem Kopf schlagen, einstweilen sikt sie ja hier noch im warmen Nest, und wenn sie auch nicht zum Heira theil kommt, für ihre Zukunft habe ich gesorgt. , Na, mir ist eine Last von der Seele gefallen, seitdem ich dir mein Geheimnis: enthüllt habe, nun will ich wieder an die Arbeit gehend Der Blick der alten Dame ruhte lange in träumerischen Sinnen auf der Thüre, hinter der der Doktor versckwunden war, ein leiser Seufzer entrang sich ihren Lippen. Sie legte den Strickstrumpf hin und ging mit der Lampe in der 5)and zu ihrem Schreibtisch; dort ließ sie sich nieder, um noch einmal die vergilbten Blätter hervorzusuchen, die die Geschichte .ihrer eigenen Liebe enthielten.
; Siebentes Kapitel. UÄnk ist d rett ohn. Paul Jammersegen hatte den leichtsinn:g herausbeschworenen Sturm besser überstanden, als wie er es erwartet hatte. Der Apotheker hatte den Zorn seiner Frau dadurch besänftigt, das er ihr mittheilte, der Provisor sei geneigt, Haus und Geschäft zu übernehmen, wenn das geschehen, so solle der Ankauf einer Villa ernstlich und ohne Verzug in's Werk geseht werden. Die .gnädige Frau" war klug genug, zu erkennen, daß unter diesen Umständen die Krallen an den Sammetpfötchen nicht gezeigt werden dursten, und als Paul nun am nächsten Morgen sich mit seiner Auf regung entschuldigte und feierlich das bcleidigende Wort zurücknahm, das ja nur dem Kindermädchen gegolten habe, gewährte sie ihm mit huldvollem Lächeln Verzeihung. So war der Friede in der Adlerapotheke wieder hergestellt, nicht aber der Friede in Innern des Provisors. Das Bild Helene's schwebte ihm beständig vor den Augen, und so ost er der Ohrfeige gedachte, die er dem Adoptivsöhne des Armenpflegers verabreicht halte, loderte der Zorn gegen ihn wieder jäh in seiner Seele auf. Am nächsten Sonntag erhielt er wieder .Urlaub, sein Prinzipal forderte ihn auf, an diesem schönen Nachmittage auf die Brautschau zu gehen, und Paul wollte diese Erlaubniß benutzen, um dem ArmenPfleger einen Besuch zu machen. Heinrich Schlichter hatte eben sein Mittagsschläfchen beendet und in ge wohnter Weise die Pfeife angezündet, als der Besuch ihm gemeldet wurde. Er blickte auf die Karte, las den komischen Namen, schüttelte lächelnd sein borstlgcö Haupt und gab die Karte seiner rau. Die am oncnen Fenster san und von Zeit zu Zeit mit einem Rieseufächer r s s ä . . I na; uyiung zuweoelte. Im nächsten Augenblick trat Paul ein, der Armcupflcger lachte und bot ihm mit einer Handbewegung einen Stuhl an. .Sie sind's?" sagte er heiter. .Der Herr Provisor aus der Adlerapotheke ? m kannte hren Rainen noch nicht, bit te, nehmen Sie Platz. Oder wünschen Sie unter vier Augen mit mir zu reden?" .Paul hatte einen etwas verlesenen Blick auf die corpulente Dame geworfen, st ät m i f viifiMi! ) sZy .TZy.k itvii. ui3 11 in iyi iiiiii;cimcd VD'lian ? 5 . . r v c ' vnalk, la)wanocn leme coenren. Die Sache betrifft Ihren Herrn Sohn." erwiderte er in einem Tone, als ob er im voraus um Entschuldigung bitten wolle. .Rudolf? Was ist mit ihm V .Ich bedanke sehr, aber " ."Jiur immer heraus mit der Sprache, , r f V V a laqic a'llHier miqeouioiq. qj er Schaden gemacht ?" .Daran wird es bei seiner Lebensweise auch wohl nicht fehlen, aber ich werde nicht so dumm sein, mich dannn zu lümmern. Nein, der Herr hat vor einigen Abenden ein junges, ehrbares Mädchen insultirt und verfolgt, sodaß ick es vor ihm schüfen mußtr'. Er hätte sich entschuldigen und'r'.lhiz seines Weges gehen sollen, aber statt dessen wurde er grob und beleidigend, und gekeilt in drangvoll fürchterliche Enge, habe ich denn au& ge than was ich nicht lassen tonnte. Vielleicht hat er sich bei Ihnen beschwert, daß ich ihn mißhandelt hätte?" Daö sonst so gutmüthige Gesicht des Armenpfiegers hatte einen crr.ftcn finsteren AuZdruck angenommen, mächtige Rauchwolken umwogten sein graues Haupt. .Wein," erwiderte er, .Rudolf weih nur zu gut, das; er mit solchen Beschwerden bei mir nicht ankäme. Ich kann Manches entschuldigen, aber solche Strei che dulde ich nicht, denn sie zeugen von einem bösen Charakter.Als? Sie wissen gar nichts Nachlheiliges ron der Ledcasweisc Ihr?S Adcptivsohnes? seltsam, sehr scltsam! Es niüt te Sie doch besremden, wenn cr pat in der Nccht l;e;inllirt!" Das fcrnr.it selten vor!" Selten '5 und ich we:n zuvcrläiz, vorkomme daß es fast in jeder '.'lacht Mich. 7V ist ein oiu:,,ia:i." sagte 'l tfUlll Schlichter in trutniphircnöem Tone, .Rudolf geht fast jeden Abend mit uns zugleich zu Bett." . .Und durf ich fragen, wann Sie zu Bette gehen?Dunlt b Uhr." .Hm, dann muß er sich später wieder hinausstehlen, ohne daß Sie es hören, denn es ist Thatsache, daß er jeden Abend
spielt. Wenn Sie es verlangen, kann
ich Ihnen das Lokal nennen, in dem die jungen Herren sich um den grünen Tisch versammeln." .Ich kaun's nicht glauben," sagte die korpulente Frau mit einem mißtrauischen Blick auf den Provisor.- .Es wird viel geredet, und wenn ein junger Mann einmal einen leichtsinnigen Streich macht, so ist gleich Hopsen und Malz an ihm verloren." .Paul hatte sich erhoben, eö zuckte ironisch um seine Lippen. Jch wußte voraus, daß ich meine Offeilheit bereuen würde," erwiderte er, .der Kluge sollte immer eingedenk sein, daß ihm die Sprache gegeben ist, um seine Gedanken zu verbürgen." .Nicht doch, ich bin Ihnen dankbar für den Fingerzeig,", sagte Schlichter, indem er ihm die Hand zum Abschied reichte, ich w rde nun auch erfahren, was daran Wahres ist." - . .Und ich will Ihnen wünschen, daß die Sache nicht so schlimm sein möge, wie ich sie Ihnen geschildert habe,- antwortete .- . ... .
ipjiii, wayreno er oas Zimmer oerließ. Der Armenpflege? wanderte lange in Schweigen versunken aus und nieder. .Wenn das Alles Wahiheit ist, dann sind es schöne Geschichten," sagte er endIich seufzend. Es kann auch Verläumdung sein." erwiderte seine Frau beautlgend, wer weiß wie die Geschichte mit dem Mädcht,, I zusammenhängt." . Diese Geschichte ist noch nicht so schlimm wie die andere !" .An das Spiel glaube ich nicht. Nndols mag wohl einmal Karten gespielt und einige Groschen verloren haben, aber was will das bedeuten! Er kommt ja Abends nicht aus dem Hause !" CT m Hm. der Provilor war aber seiner Sache so sicher " Damit ist doch noch mcht gesagt, dan . . m . ... w I er uns oie Wadrkeit ae aat bat. tuvr die korpulente Frau fort, die mehr und mehr sich ereiferte. Das Mädchen, das Rudolf angesprochen hat, war vielleicht die Geliebte des Provisors, da t denn die Eifersucht ins Spiel gekommen, und man we.n ia, mit - welchen Waffen sie kämpft."
. Heinrich Schlichter war in der Mitte Verläumdung zurückzuweisen, ist Kinderdes Zimmers stehen geblieben, sein Blick spiel ; wiederlege sie, wenn du es ver-
ruhte gedankenvoll aus dem rothen glan? I zenden Gesicht seiner Frau, die rastlos mit dem Fächer hantirte. Ich weiß nicht ob Du jemals in -deinem Leben die Eisersucht kennen gelernt hast." sagte er, .von meiner Seiteist Dir kein Anlag daz'l gegebei worden, und was den Provisor betrifft, so halte ich ihn für einen Ehrenmann. Nein Marie, et was muß an der Geschichte sein, der Dok tor Ladenburg sprach auch jüngst so sonderbar von Rudolf! Ich will mir Gewiß heit darüber verschaffen." Er zündete die erloschene'Pfeife wieder an und schritt auf die Thüre xu. Sei nicht zu streng gegen ihn," bat e Frau, .er ist ja noch ein Kind !" seine .Hm, wer seine Kinder lieb hat, der züchtigt sie," brummte der Armenpflegcr, während er langsam die Treppe hinaufstieg. .Das Unkraut muß man mit der Wurzel ausreißen, wenn man es vernichtcn will nun, wir wollen sehen." Im zweiten Stockwerk angelangt, off nete cr eine Thüre, und starr vor Staunen blieb er auf der Schwelle des Zim mers stehen. .Der junge Herr lag mit der brcn ieiiden Eigarre im Munde auf dem Sophä, vor ihm stand eine Weinflasche und ein halbgefülltes Glas, und dan er ein feines Kraut rauchte, roch der Herr fofort. .Sdso, wir halten wohl Siesta V fragte er eintretend. .Freilich, was soll man mit einem solchen langweiligen Nachmittag beginnen?" erwiderte Rudolf, ohne seme Lage zu ver ändern. .3u einem Svaneraana ist's zu heiß, und Gesellschaft findet man erst .w , l ' I gegen Abend .Und ebenso kann man auch erst am Abend Jagd auf hübsche Mädchen machen, nicht wghr?" unterbrach ihn der Bater sarkastisch. . .Davon verstehe ich nichts !" .hast Du nicht vor einigen Abenden ein junges Mädchen insultirt? - Rudolf warf verstohlen einen lauernden Blick auf das cr..ste, strenge Gesicht des alten Herrn, der jetzt dicht vor ihm , i . . .... stand und in das offene Cigarrenkistchen hinemgriss. .Ich erinnere mich nicht," sagte er gleichgültig. So will ich deinem Gedächtniß nachhelfen ! Mußtest du dich nicht von dem Provisor aus der Adlerapothke " .Was r fuhr Rudolf auf, dessen Gesicht Zornesgluth übergoß. .Jst der verücktc Pillendreher hier newesen? Ich werde ihn vor den Strafrlchtcr fordern, er soll mir Genuathuung geben !" Und welche G.nugtyuung willfl Du dem Mädchen geben, das Du beleidigt hast? fragte der Armenpfleger scharf. Glaub' doch dem Pillendreher noch nicht Alles! Der Kerl macht andere Leu te jchlccht und ist sclbst nicht besscr. Das cwi-v y ... . f.. cwr...v f. .1 caoazen ging am Ipaicn Viveno nocu ai lein über die Straße, es war vielleicht eine Dummheit von mir, daß ich ihr meine Begleitung anbot, ich that es aus Gutn'ü:h:glclt, und cs ist za möglich, das ste das falsch verstand?., hat. An der Apothckc habe ich dann ans ne gewartet, da kam der verrückte Villendrcher heraus, der gleich mit dem Stock auf mich losschlug. Muß icy mir das nun gesallen lassen?" .Ja, denn du hast ohne Zweifel diese Zurechtweisung verdient," erwiderte der alte Herr, während er eine Cigarre prüsend unter die Nase hielt. Hin ehrend r stV V 1 yasier junger cann rcoel lein Acaocyen aus oer 'suaxt an, uno es wird tristiac Gründe gehabt haben, vch über dich zn bcla)wttcn. Ich verbitte mir solche Geschichten cm Zur allemal. Wie kommst r . . Nlt S...... lsl,tAH ) ? '.l".MV' 'Z 'C; s. . T": r'U," !i , . . .. ? .t:rt viti, yvii uuv tuiiuiie; x.l v . . . l' .VS" . rft. . V Sl 4i l T , ,ul " c.u iiajuuu mui ,ün, mayrcno er 0ie brennende Eigarre unter seiner ?lase herführte, ych kann dir diese Sorte cmplehlen. .Dazu habe ich kein Geld," erwiderte der Armcnpflcger jal kastisch, indem er
das Kistchen unter seinen Arm jchob. .und dir werde ich den Brodkorb etwas höher hängen, mein Bester. Du kannst solche Cigarren spater einmal rauchzn. wenn Du Millionär geworden bist, obgleich eS auch dann noch Verschwendung wäre. Eine Cigarre, die den vierten Theil kostet, thut dieselben Dienste, und mit dem übrigen Gelde kann man eine arme Familie wochenlang sättigen. Ebenso überflüssig sinde ich.es, am frühen Nachmittag Wein zu trinken, du bist dazu noch zu jung, und so lange du unter meinem Dache weilst, dulde ich überhaupt nicht, daß du das Leben eines Schlemmers führst." Rudolf h itte sich nun doch aufgerichtet, die .Konfiskation seiner Cigarren war nicht ohne Eindruck auf ihn geblieben. Zorn und Trotz sprachen aus jedem Zuge seines bartlosen, knäbenhasten Eesichts. .Ich habe die Cigarren v?n meinem Gelde bezahlt," sagte er, der Onkel gibt mir freilich kein hohes Gehalt" it..v .t. ... v - rfi.rx v.. rc
uwu tuen umm jouicu on ci: vsrvlcyen zu Utatüe yalten, unterbrach oer Vater ihn. -.Eben drum ist es unverzeihIich, daß du die Rolle eines Verschwenders spielst." Ich habe keine Lust, mein sauer verdientes Geld den Armen zu geben !" Das verlangt auch Niemand von dir und wenn du es thätest, so wäre das ehrenvoller als' deine Verschwendung. rf1 fl tm I. J Du yan aucy iscuuioen : -.Wer hat dies behauptet V Du horst, da$ ich es weiß ! Es wud ferner gesagt, du spieltest." Das Gesicht Rudolfs war todesbleich geworden, cr schlug vor dem forschenken Blick des alten Herrn die Augen nieder. W . t wM u acn mocyle oen erieumocr lennen, sagte er, ich wollte ihm einen Denkzettel geben, oen er sobald nicht wieder vergej r ? 1 en oule. . , .Ein schwerer Seufzer entrang sich den Lippen des Armeupflegers, er konnte an der Schuld des Sohnes nicut mehr zweifein, er hatte das BelenntnlN derjelben in dem bleichen Gencht geleien. IN das nun eine Antwort aus meine rage k' agle er. .ISuie Anklage alt magjt: Rudolf hatte seinen Trok wiederaefun den, er zerstieß die erloschene Cigarre im Aschbecher und lachte höhnisch. Man soll mir diese Anklage bewelien! erwiderte er. Da könnte ich jeden an klagen und ihn ausfordern, mich zu wider legen. Du willst also nicht bekennen ? Ich wüßte nicht, was ! Ich mag wohl hier und da einmal lm Kaffeehause eine Partie Billard oder Domino gespielt haben ..Darum handelt es sich jeht nicht, sondcrn um Hazardspiele, die bis in die Nacht hmern dauern." Ich bin ja fast jeden Abend zu Hause. , .Damit ist die Möglichkeit nicht aus geschlossen, daß du in der Nacht dich hinausschleichst," sagte der alte Herr ernst, während er rastlos auf und nieder wanderte, um seine Erregung zn bezwingen; wenn man den Hausschlüssel in der Tasche hat und ans den Strümpfen die Treppen hinunterschleicht, läßt sich das leicht machen. Und wenn du Beweise verlangst, k v.?jf. f. c;?. r? v... f' r so werde ich auch diese finden, sie sind mir angeboten worden. Wäre es nicht besser, wenn du reuig deine Schuld bekennen wolltest ? Wenn du ernst und auf richtig deine Verirrungen bereust, so " .Ich habe Nichts zu bekennen !" unterbrach Rudolf ihn trotzig. ..Wenn ich auch einige Schulden habe, so werde ich diese später selbst tilgen, ich allein bin dafür verantwortlich. Und wenn mir jedes Vergnügen versagt fein loll, dann nt nrn das Leben gleichgiltig, ich habe keine Lust, C, V t .' mich den aanzen Abend hier zu lanawei len und erbauliche Gespräche zu führen. Ich werde es schon herausbekommen, wer hier gewesen ist und mich verläumdet hat, er soll mir Rede stehen, ich will ihm den Balken im eigenen Auge zeigen." .Nun ist es genug!" sagte der ArmenPfleger, der seinen bisher mühsam verhal tenen Zorne nicht länger gebieten konnte. Ich hätte nie erwartet, solche Sprache von dir zu hören; ich will dir aus deiner I r c . t..f:j-. rn e Herkunst wahrlich keinen Vorwurf ma chen, aber du solltest bedenken, welchen Dank du uns schuldest. .Was wäre aus dir geworden, wenn wir uns nicht der armen Waise angenommen hatten?" .Vielleicht ein tüchtiger Handwerker," erwiderteRudolf achselzuckendJhr nahmt Euch meiner an, well es Euch Bergungen machte: andere Leute kaufen einen Hund oder cme Katze, um irgend ern Geschöpf iytXt sin 7ia Ur& 0,hmm ,,, ?s . k 511 ijuucu, un uiui ii AtfUuuiu uuuiu sen können." Und das wagst du mir zu sagen?" ' .Ist es nicht die Wahrheit?Wenn du es von dieser Seite betrach' ten willst, mf, dann mag es fo sein sagte der alte Mann nach eilier langen (st...J. fTS -1 u. ..r. 1 V .. V! X 4au,c. .ann ancr mux vu uuu; die Konsequenzen gefallen lassen, die daraus gezogen werden können. Wenn der Hund sich gegen mich auflehnt, werfe ich ihn vor die Thüre !" Der Armcnpfleger nahm nach diesen Warten das (lgarrcnllstchctt wieder un ter den Arm und ging hinaus; er mußte draußen vor der Thüre stehen bleiben. um Athem zu ichöpfen. Langsam stieg cr die Treppe hinunter. und als cr mit schwerem 5)erzcn die Thüre der Wohnstube, öffnete, stet sein erster Blick auf das freundliche Gesicht .Hcdwlgs die seiner korpulenten Frau gegenüber am y. m Fenster pp. (?. reickte ihr die ftand und bieü sie n herzlichem Tone willkommen, Hedwiq erkannte' sogleich, daß seine Stimme n;f ?rt s1f;tr vnr nnhptrttmfn mt sonst I IIIUII V iV IMIVvlM litlVIl IVIV VM I ' I O II 0110. ie haben Perdrnb gehabt ?. srag!.' in l!,e,l hmend . . ..Ja. und einen rech, große..' u,t er. send, .ich habe wieder erfahren, daß Un dank der Welt Lohn ist. Sie haben diese Erfahrung doch nicht M ber Wittwe Neuber gemacht V ein, bei meinem cigeneü Sohne." un, vielleicht ist es nicht so schlimm, wie Sie es ansehen." .Da denke ich.auch." sagte .Madame
Schlichter, man. darf , nicht gleich das !
Kind mit dem Bade ausschütten, und dem Jüngling muß man manches ver zeihen, was dem Manne schlecht geziemen 3 w i . würde. Aber ick will mich nur emmal nach dem Kaffe umsehen, Sie trinken natürlich auch ein Tünchen mit uns, Hed-
XQn acyl aucy Nllyi icoer vruocn zu sruliuc, . ...Iw . ? . .r or.. V-t..
Da ick einmal hier bin, will ich nichl abiebnen." Ich bin herzlich froh, daß Sie sich ' I auck nock einmal bei uns seben lallen." l.ahm der Armenpfleger das Wort, nachdem seine Frau sich entfernt hatte, frü- ' .. p. ' , ' . 1 yer vatten wir oiier oas 'eranuaen. i önioiq hatte das Antlik abaewandt, . . w . . I. er sollte ihre Verwirrung nicht sehen, sie b ickte aut den verdorrten Rasenvlak hinaus. , Glaubm Sie darum nickt, düö ick die gemüthlichen Stunden, die ich hier verbrinaen durste, veraessen hätte." antwortete sie, ich war ost auf dem Wege zu Ihnen, aber immer wieder wurde ich verhindert, memen VoriaK fuhren.m m x I via, na, wenn man ernstlity will " .ann kann man oocy nicht immer, und Sie dürfen nicht vergessen, daß nun alle Sorgen und Lasten unseres Haus' Wesens aus mir ruhen Fräulein Masson hilst Ihnen gewin redlich, sie zu tragen." ' Tante LorcKeu bat Nck von allen Geschäftcn zurückgezogen," scherzte Hedwig, , , I ' I mdenen ist 3h i Borwlirs nicht unbegründet, und ich will Ihnen versprechen, mich zu bessern." Das KancaclÄlrr wurde m duicm Au genblick gebracht, gleich darauf erschien die Hausfrau wieder, der alte Herr führte Hedwig zum Tische und nahm neben ihr Platz. .Rudolf läut sich enttchuldlger," sagte cm . j. ! j-. , ... r v . I jjiauamz vtmimicr, ivuulenv ic neu braunen Trank einschenkte. ' I verein !" ' :ie war ourm cm iei,es Pochen an oer . . f c ... I Thür mitten im Satze unterbrocheu worden.und als nun Otto Schlichter eintrat, uvergop eine jage aioige oas iinmg yeo- " t . ? . ..!. 0H,f . I. . 1 . i J. . V I lvlg. .Welch glücklicher Zufall!" sagte Otto, als er dem schönen Mädchen die 5)and r. . n . , r . . ... . . bot. .Hertha wollte anfangs mich be gleiten, nun freut es mich, daß sie durch den Besuch einer Freundin abgehalten wurde." .Weshalb ?" .fragte Hedwig, die tief blauen Augen zu ihm erhebend. Weil Hertha dich ganz n Beschlag genommen haben würde," scherzte er, .ich kenne das noch aus unsern Kinderspielen r. . rv rr f- r . ; ri . r. mn .. y"'." i,l nocu Au woyl k Vllke, anie, kemen Zuaer, mir ist das Leben sun genug." Xl, wir ocjinocii uns noa) ;'iuc recyl . . m .. v t T- nr rr r i i wohl," erwiderte Hedwig ruhig. .Eugn hat wohl mit oemem ater emen unangenehmen Yiupntt geyavt r rr- :ri : m aä r -mi gen in rin carr, aale Ztlo acy etzuaeno, .er konnte im yanoumore- . . ... ...v ..... . i hen reich werben und die Advokatur an oen. nagel hangen sapperment, wa war das V . rvi M Sie waren Alle erschreckt zusammengefahren, - man hatte die Hausthüre so deftia zugeworfen, dan die Mauern dröhnten. Das war eine kleine Rache dafür, das; ich meinem Adoptwiohne vorhin die Leviten gelesen-habe," seufzte der Armen Pfleger, nachdem cr sich von dem Schre cken erholt hatte. Was sagst du nun. Marie V Daß ich seinen Zorn über die boöhaf te Aerlauir ouna vearelMH nnoe, erwirv s v . derte seine ??rau. Darf ich fragen, worauf diese boshaf- , yj . te Aelläumduna sich bezieht?" fraate Otto. W IW1 Man hat lyn beichuldigt, dab er ein pieier iel uno oieacuie ouraz cuwarme, ' t cv antwortete der alte Herr. Rudolf leugner, ia) weroe nun oie Vewei e verlangen, die man Mir angeboten hat." ' yu es liever nimr, wenn on ony w c U nicht argern willst," neth Otto. weißl ou aucy, oan oieic Annage i w- w . r wahr ist k . .Nun, wenn du mich fragst, werde ich infis rtMmrtrf m.n im N.s.. vvv. ..vv..! v, .... vvhövii fiott-iA .stlslutf. hin' tUintn SAmÄ. T ."7 ö-O- ' 1 " ' chen deines liebenswürdige en dir bekannt, und du drücktest nur aus Äaterliebe ern Auge zu." Mach' keine schlechten Svake," bat der Armenpfleger unwillig, ich habe bisher bisher frnmi. (arnrnen nichts davon gewußt, und nun all diese Entdeckungen auf einmal.' Und lch glaube noch linmer nicht an m9 . M M ne, warf ,cme nrn. ein, .uver ein v,schen Leichtsinn darf man nicht gleich so chars richten, uno wenn es 10 icyllmm wäre, wie es gemacht worden l,t, dann würde Otto's Vater den leichsinnigen Jüngling nicht mehr in seinem Hause dulden." Mein Vater weiß, wenig oder gar Nichts oavon," aale Otto ach elzuclend, . i ... m . . t w wir lümmern uns nicht um das Privatleben unserer Angestellten. Wenn die Peilte im sitMcfiaft ifire Gifmibtafett täim. ihre Liebhabereien und Gewohnheiten achtn uns welter nichts an. Aber ver , o f . . . schweigen will ich euch nun auch nicht, daß wir mit Rudolf schon lange nicht mehr zufrieden und, er i!t trage und unaus merksam geworden, und er hat bereits manchen Rüssel bekommen. .Auch das noch !' seufzte Schlichter, wahrend er Mit dem uvernen onel ge dankenvoll in seiner Tasse rührte. .Was ist dir von seinen nächtlichen Schwärme reien und semen Schulden bekannt?" .Äu3 versonllwer Lin chauung nur weilia. Ick habe ihn hie und da einmal hinter emer Flasche brn- getunden, indcsicn daraus achtet man kaum, der Sekt ist ja das tägliche Getränk georden" ' - itfit Enck vielleickt !" siel der alte Herr ihm in die Rede. ..Ihr veroient's tftf P C ?--a----. !.(.! " . . . '. . . ' .J . . ...l. IM tochisl ?, UNO wenn lacliutyma i .:-.....' ..,Sn. rta r;if oiuigr, vuu viuisui ciuiiwv"' "p ttf(.mmn fi i.i f MisAiildifif n tllUlV 'wUitllllilivtt j trinken und Achtna- Thaler - Cigarren . . rn rauchen Ich werde lym zeigen wo Var tkel den Most holt, und wenn er sich mei-
Aber r c nen jungen Burjchcn, wie u- an un,ere zeinoerlaizre, eowig, mt uno ;.J;Vtr Z X v odols, paßt es nicht, er verdient ja nicht beseligende Hoffnungen haben sich für . 8 feW, , daherschUendeL; einmal so viel, daß er sich selbst ernähren mich immer an diese Erinnerungen ge- V?Mt Vnh hn,i initt kbamvaaner knüpft, werden sie sich erfüllen ? Urtheile Zahl von beträchtlicher Erope.
nen Befehlen nicht unterwerfen will, dann ne Zukunft an, und ich will dich auf meischicke ick ibn nach Amerika." nen Händen durch das Leben tragen!"
.Um Gotteswillen!" rief seine Frau erschreckt. .Willst du ihn in dem wild-
fremden Lande elendiglich zu Grunde
gehen ia)en . . DaS ist dann seme Sache !" fuhr er fort. .Wer arbeiten will, findet überall v c c y. tfwi r .t rr . Vroo, uno manaze cenlcoen mu,,en cocn eine harte Schule durchmachen, wenn aus ihnen etwas tüchtiges werden soll. Es - 's - Ä ! Vm 5 A h A K A t M A A U A oas eyen wir an unierem geiler oyn kanten, der als armer ischluaer hinge gangen und als Millionär zuruagttom4V Am men . 'Ju? cuaoc. paß er von icincni eioe nicht den rechten Gebrauch zu machen vern.cii z . -L. rii. crr . t. .c :t v t c r rr . uegi; agic jno. .u qaoen lym oic Velyemgung an verimieoenen un rv w ternehmungen angeboten, aber er lehnte av. Und ich alaube, daß er sehr klua daran that." erwiderte Schlichter. .Es heint ta, er wolle alle alten Schulden seines Baters tilgen!" - . Ja, er hat den Rechtsanwalt Ladenbürg damit beauftragt, und eS sollen sich' schon einiae Gläubiaer oemeldet haben, .... . " . - I (5s ist eine Schrulle, die Niemand versteht, und über die viel gelacht wird, aesetzttch ist er ja nicht verpflichtet, auch nur .-n r - I emen Psennlg zu zahlen. Um so ehrenvoller finde ick seine Handlunasweise." saate öcdia und ein leiser Zua des Unwillens alitt dabei über ihr schönes Gesicht. .Wie man darüber lacken kann, beareife ick n ckt : ick meine, W .1 I f " 7 V 1 die Tilgung dieser Schulden, sei eine Pslichterfülluna. der Herr Earlten, nachdem er reich geworden ist, sich nicht ent ziehen durse. .So denke ick auch." nickte der Armen Pfleger, wunb bieicnigcn, bic barüber la chen. vewei en nur, dan ne die e Puicht nicht erfüllen würden. Otto hatte die Brauen leicht zusam menaezoaen. er konnte in dielen Worten . " j . .. - . . ne 'mirerimnpiliitiri tur lirfi ( b erm m w w wm ri 1 I 1 I blicken. Ack was. ick bin nickt vervtticktet. die " ' ' . ' .. ' . ' ' - ' . Scku'.den Zill decken, d e mein Vater bin terlanen hat. wenn der Nacklan nickt da 511 ausreickt" saate er äraerlick. Es ist . '' J - - .'. - weiter nichts, als Großthuerei, der Gold onkel will von sich reden machen. Und Eugen bestärkt ihn natürlich- darin," wandte er sich zu 5)edwig, .ich bin äuch ...? v - ' mit ihm mcht zufrieden. Er hatte unfern Vorschlag annehmen sollen !" Er handelte ganz im Slnne Papas, als er ihn ablehnte," antwortete Helene ruhig. .Dem Papa sieht eben auch nicht wei ter wie sein beschränkter Gesichtskreis reicht, und wenn Eugen sich in seinem Thun und Lassen von ihm bestimmen . ' . .... länt, dann bedaure ich ihn. .Weil er den Ralk eines erfahrenen Mannes befolgt?' fraate Sedmia mit . . herbem Vorcuurf. ,W. ernich.dnkt. daß . Rath sich aus falsche Voraussetzungen stufet erwiderte Otto mit wachsendem Aeracr.' . . Wenn de n Nava und kuaen s'ick mti rer Le tuna anvertrauen wollten, so könn. . i ' i tet ihr enck das Dasein viel anaenebmer machen. .Wir sind zufrieden mit dem, was wir haben, und ich darf wohl sagen, daß wir Alles vollaufhaben .Hm, du wurdest anders urtheilen. wenn du die Annehmlichkeiten des Lurus
fernen lerntest - 0e" 0Ura) 0lC onlailell gevolknen ÄNtrNNen lCIIUt.il. I ri.n..(,.r.,j; ... . ..x r.:.. o-j.t
Wirf, ttM-lnnnt ?t hnnn .crlanqt nicht danach !" das nicht, Hedwig, du weißt t welcke Kenüsse das ?eben t, welche enusze das eben ff m-f V J WVV IltM VHIItlt ,Sage da noch nicht t.:.it viciwi. .Und was folgt nach dem Genusse? lt..-tsuu.. Iuiuciuuiiiumj. Der Aimenvrleaer m&tt dem TcvSncn TOShAn rmitifiinh ,i. imh nlt-k. bn& ' r i j i . -jumuiuin ciuiuiuiuuiu Mi uuu uciucb uu9 Zimmer unter dem Vorwande. dan cr sich VUV V V UtMft ÖV ' V 0 V VVillVp 9J mi in der tnbe seines NffeaeZobnes nack verbotenen drückten umschauen wolle. w m -W w I 1 M I Er hatte sich kaum entkernt, als seine I w zrau ibm tolate. .Bist Du mir böse?" fraate Otto iciic .Ich sollte es sein." erwiderte Hedwia, . . " se wem for ckenden B ck auswe ckend. .Weßhalb? Ich habe meine Meinuna " " - ' offen ausaesvrocken. und ick bin über uat. du würdest ibr beivllickten : wenn du nur kune Äei in unserer Mitte aer.Ct tsti.a - .r.-V.h V.. itUl LUlltU, UUII11 lUUlUMl UU roi rttis in '. I 1 iuuujv uiut vuv viww ili, "v .vv utv.it . o n t - . , o 8 (S s "V. i. s ' .."..Ä urchv. uiuiKu, uytw cyvwiwiij i. Vuvvl -s.. cv je. r :i : . cn . jr. Qj uue iuu uuiuciu uui; nuu uns die Sündfluth! düö aanze Leben ist V w 1 -V Iv t L SUmpJ br 6 ta t. unb dco Schwache unterliegt und wer seit warts stebt und müm'a ziusieht. der wird I m mrm r unter die une aetreten. Uno es l t au von deiner Seite nur Eigensinn, daß du das nickt zuaeben willst, Hedwig. Wie ick bereits saate. der ena bearente Ge cktskreis deines Vaters " .Spotte nicht über ihn," fiel sie ihm in die Rede, .wenn das Ende kommt. wird er Reckt behalten und euch beweisen. l . . . dak se n Gencktskreis weiter reichte, als der Euriae." Wir wollen darüber nicht streiten. I r-n? " fttfcr er 'm mick früher immer einia. denkst du leise fort, .wir waren 1 ' . . . m , j .. -' . tllVU llliui . .v "(v.iv , - nock Kinder waren ?" tHihc rttt hi irnrtn nt I tnir Tt ftn 'rftt IS ntiUkL 1 UilW IkKkA m. mJ L. A. . .Okt. aber seitdem sind unsere Weae nrit n3pinnnhfr stPaanafn - ,rmid, sie, indem sie ihre Hand der seinigen ent- ' 1 .Glaubst du nicht, daß sie sich wieder -. . - . . . . vereinigen können? 1 .So lange du aus dem Wege bcharrst. den du letzt gehst, nein : .Und was müßte ich thun, um mit dir vereint zu werden?" fragte er, und leiden fchafiliche Erregung klang aus seiner ge dampften (stimme. .Vor allen Dingen diesen Gründer gcschästen entsagen." .Beunruhige dich deshalb nicht," sag ... te er mit wachzcnder Erregung, .über uns wiro oer iurm ,purios qinrocgüuui,cn, I ..uV CKtt A MM Ca ä- A w . s , t. i- r iiiiü wihh uns puiu -uuuumic ycuiuui irfcn fnNfpn. tann nnS n2 nen ' . : U mmcni. 5Xck erinnere dick nock einmal doch nicht so streng und scharf über uns, I. o t . S ! . V! sl! mZ X CIa was lummcm uiu; ueuu uic vcmuue u scres Hauses ? ! Vertraue mir getrost dei.Ich will ofsen zu dir reden," fagte sie nach einer langen Paule mit mühsam er
iiitititviviii I -v ' ' 1 tt .,.'. 1 ... .. . .1 Mi? m... X. ?..... . .
zwungener Ruhe, .ich wußte, daß du ein mal diese Frage an mich richten würdest, denn ich glaube an deine Liebe " .Weil du sie erwiderst V jubelte er. St'.ll, laß mich ausreden. Das (?eständniß, daß ich deine Liebe erwidere, räumt dir noch keine Rechte ein. Ich will dein werden, will dir eine treue und liebe' volle Gefährtin sein, aber zuvor gib mir die Gewißheit, daß deine Wege die Wege der Ehre sind. Der Fluch der Betröge nen, der später dich treffen würde, er würde auch auf mir ruhen, ich müßte ihn mit dir theilen, weil ich auch das üppige Wohlleben mit dir getheilt habe. Und
nach dicfem Wohlleben traqe ich kein Ber langen,-ich hasse es, -hasse-all die Pracht uno eriaiwenouna, oie unter urem Dache herrscht.' und nie werde ich. als bei ne Gattin lu jenes aus einziehen. Du svottest über die Anschauungen meines VaterS 'und meines Bruders, ich aber stehe fest zu diesen Beiden, und kannst du dich ihnen nicht anbequemen, danil kann auch von einer Harmonie unterer Gesint f P f m nungen uno n,chauungen keine 'ede lein, uud - wenn deine Liebe so innig und aufrichtig ,st, wie du sagst, dann ! V f! t v . . t0"v ue aucu oie pser vringen lonnen. oie ich von ihr fordere. - Will dem V itcr lcht umkehren, so mußt du dick von ihm trennen, und so genna dann auch dein Einkommen sein mag, ich iill sorgen, das i? oamit auskommen.". - m. .a kann dem Ernst mcht sein," sag "0 veiiurzr. mt voller Ernst ! Ick kann nickt glücklich-werden in Euren Prunkaemä chern und in den Kreisen, in denen Ihr - ... . J DV"C9V' Ti)ic nur 311 luor;!, dan i yiu fünf, uno niemals inicg nemsinden werde." Und du verlangst von mir, daß iä. Allem entsagen soll, was mir zum Leben nnentoeyrllch geworden ist r Wenn du dieiem Luxus nicht entsaaen kannst " . - Es würde mich sehr unglückNch machen." . Dann reden wir auch nicht weiter darüber," erwiderte Hedwig in entschlosienem one. .Bermag deme Liebe dleies nicht zu vnngen, vann ,st wem glaube ar t sie erschüttert, und wir wurhM Hin tnnttUi1 htr.S II , )pter nicht zu bnnaen, dann den Beide ' unalucklick wrrden. woll ten wir unter solchen Verhältnissen den unlösbaren Bund schließen." vltm, nein, so dürfen wir nicht sckeiden " ' na 1 '.So müssen wir scheiden !" saare sie fest. . .Wir würden auch schwerlich die Einwilligung meines Vaters erhalten, wenn unsere Ehe auf so unsoliden Grundlagen geschlossen werden sollte Hedwig ging nach diesen' Worten der corpulenten Frau entgegen, die eben wieder in das Zimmer trat, Otto erkannte WÄ? ??? ?V wollte, dieses Thema weiter zu verfol gen. , . . : . ',, Als auch der Armenpfleqer letzt ,nS Zimmer trat, verabschiedete sich Otto und verließ das Haus. . : Wagen hielt ictt vor dem Hause. Achtes Cavitl Hoffnus X CT . T M4 Ca!mm . .?:V?:r yllul iwvjwjuu, flu uiuiyui uuü eine XlE? fnS S sah an es semer kalten, gleichgültigen Mj.e an, daß er damit nichts zzeiter. i r p . r-cr.rs.... tzn: rr: je i .'"""" luli l vtfliwiatfc. ftrhwm miir min Ait A nirftft.rsf r.. . vr? . ".W"" -'bM;im n ii rA 11 n f lAtm iavauv am ai. "ttU '"W uiuu, UUCUIUt, UüW i rrn -ti. r e l r.ii.ti. . "lu" l ""' iviun, u Klangs k li.AAM I A m m m. - . 1111..:: W auf Eugen bezog und dann zur Musik überging. Die Schönheit Ellen's, ihre Natürlichseit und ihr Frohsinn, ihr tiefes Verständniß für die Musik, ihr gediegenes Urtheil und ihre Begeisterung für alles Schöne und Edle, das Alles entzückte Hedwia, wie es ja auch Eugen bezaubert hatte. und bald waren - die beiden Madchen so vertraut miteinander, als ob sie einander L' I? SI"! Vi1!?.. ... schon seit Jahren gekannt hatten. JCtUCCt UNV QUlUOZt IlD'.mcn OIC I CV-,,,,.,- ,,S ntXm CXt: JsiFragen und Madame Schlichter saß i yujuuw cuvvi, viynt vitn wuvi vuvuii u Ki,,lnv nn. Z. ... krstkhen; dir gulen Frau waren Musik. Kunst'und Ptß. bisher bömisch. Dörfer I .s.sn I UCiwticii, - c;;. (r.,.i. V., ut;rt(if itnf.,i;Ar. . v r u t i , l 'l V v : tung und sie beobachtete dabei mit war Theilnahme, wie die Blume der Freundschast sich mehr und mehr in den jungen Herzen entfaltete. Und auch Earlsen sühlte sich bald wohl in dem schlichten Kreise, er fand an dem Armenpfleger einen Mann, der seine menschenfreundlichen Gejinnungen theilte und gleich ihm sich der tollen Hehjagd nach dem Glücke ferne hielt, der schlicht und einfach aebliebcn war und wie er nüchtern und ernst in die Zukunft blickte. Wahrend cr mit ihm plauderte, beobachtete er verstohlen Hedwig, die allmälig entstehende und immer inniger sich gestal I ttliut hiiwh ww ä'" "f1" I (.h. -tt mV? Art t n h5Si I ' . i . . y- . ., - r . 0, Madchen lchien ihm eine bezondere Be Wedigung zu gewahren. 1 , ,.'Nle ich York, tttl, le vnmenpiteger, fate im ruse des Gesprächs - es ist wohl e.n recht schweres -und mühsames rn.Mr (Fortschunz folgt.) Gedankenspähne eines b er a u s ch t e n L y r i k e r s. An der'.Eüte und Gerechtigkeit de Schöpfers zu zweifeln ist Delikniae am meisten geneigt, welchen der Himmel mit einer Schwiegermutter beschenkt. , Es würde ein großer Mißzriss sein. St 01(iHAlnA.n Va (tn .. j..!. m r -m m " j-mw ms m m - uj km k w aermuttcr von Scke s,n ..ss. iviitli wit -V.llwiuutll UU3 ilJUIiaLUIUiE I" ..... tcn I cdfr k?; Ztt ... . . ?tDtZ l.t zugicich oet. i i;oer ziioti aber aua Z'Ziiiek, viiVr 1 au sgia) l.er. Es ist eine ieden'NaturforsSer in hohem Grade sravpirende Erscheinung, daß in der Nacht die Gezenstande dun!ler erscheinen als bei Tage. Unser Leben ist ein Rebus. DaS Jenseits ist die nächste Nummer, in welcher wir die Auflöfung finden.
Ein neues fSöneS Trinklied. Nrofellbr Wilhelm Capillari in Wie
hat folgendes hübsche neue Trinklied gedichtet. Vielleicht gelingt eS einem un- , . v fj(. .:r :rx erer zaoirelazen ocuiuuniuunncytn Comvonitten. den feurigen uno von yoqpatriotischem Geiste durchdrungenen Worten ebenso feurige Tone zuzugejei. len. Solo. Ich sitz' auf keinem Fürflenthron Äon Blumen reich umlranzr,. Ich trage keme Fürstenkron'. Die auf dem Haupt mir glänzt ; - Ich sitz' uf einem hohen Faß, Kein'Scepter in der Hand; Ich schwinge nur mein volles GlaS, Und sing' hinaus ins Land : Dies erste GlaS, Wem b ing ich das? Dies GlaS mit edlem Nebensast, So frisch und llur und voll von Kraft ? ! Chor. Wer? bringt er das, DieS erste G.as ? Solo. Ich bring's der deutschen Brüderschaar, Die Lieb' umschlingt in Freud' und Leid,. Ich bring's der deutschen Treue dar. Der deutschen Einigkeit ! Für sie will ich das GlaS erheben Hoch soll sie leben ! Chor. Hoch soll sie leben! Solo. . Dies zweite GlaS, Wem brina' ich das Dies zweite Glas mit gold'nem Wein 2 hell, wie purer Sonnenschein? Chor. Wem bringt er das. Dies zweite Glas? Solo. Den deutschen Sängern sei'S gebracht Und ihrem gold'uen Frühlingslied; Dem deutschen Lied voll Zaubcrmacht, Das durch die deutschen Lande zieht. Für sie will ich daS GlaS erheben, Sie sollen leben ! DaS dritte GlaS, Wem bring' ich daS ? DaS Glas voll Nektar, wie Krystall, So rein und mild wie Himmelsstrahl! Chor. Wem bringt er das, .' Dies dritte GlaS? Solo. Ich bring's den deutschen Frauen dar Mit ihren Herzen treu und mild. Die auch in Tagen der Gefahr Nicht zagen, wcnn's daS Höchste gilt ! . Für sie will ich das GlaS erheben, Sie sollen leben l ' , Das letzte GlaS, . ' ' Wem bring' ich das ? Dies volle Glas mit Traubenblut, Das leuchtend blitzt wie Feuersgluth ? ! E h o r. Wem bringt er daS, Dies letzte GlaS ? Solo. , Ich bring'S der ganzen deutschen Welt, Die glüht für deutschen Sinn und Geist, Die deutsche Ehr' am höchsten stellt. Den deutschen Ruhm aufs höchste preist. Für sie will icb daS Glas erheben : Die deutsche Welt soll leben! Chor. Die deutsche Welt soll leben ! Die Stiefel des Generals. Eine amüsante Historie, deren tragikomischer Held ein in der Parise? Welt sehr bekannter alter General ist, erzählt daS.Evenement": .Der General, der wahrscheintich im Dienste einer fremden Macht seine Lorbeeren gewonnen, bestürmte seit mehr als drei Mcnaten das Herz einer jungenWittwe, die jedoch seine Hand und sein Vermögen mit Ent schiedenheit zurückwies. Als geschickter Taktiker dachte der altePensionär daran, einen vorgeschobenen Posten, die Kammerjungfer, zu erobern, die sich ihre Dienste theuer bezahlen ließ und eine Zusammenkunft zwischen dem Belagern den und der Belagerten zu Stande brachte. Zur festgeseyten Zeit-erschien der General unten an der Hintertreppe. Die Kammerjungfer machte ,hm bemerk lich, daß die größte Stille nöthig wäre. Bei den ersten Schritten knarrten die Stufen. .Das kommt von Ihren Stie fekr.. Die müssen Sie ausziehen." Es hals nichts. . Der General nahm traurig seine Stiefel bei den Strippen. Marion führte ihn an der Hand die Treppe hinaus, dann iinen Korridor entlang, durch zwei Vorzimmer, stieg mit ihm eine Wendeltreppe hinunter und machte vor einer Flügelthür Halt. .Wir sind zur Stelle", sprach sie. Sie pochte dreimal leise an ; die Thür öffnete sich und der General befand sich, seine Stiesel in der Hand, inmitten einerGesellschaft von zwanzig Personen. Die junge Wittwe unterzeichnete an jet.em Abend ibrenEheKontrakt mit einem der bekanntesten 5)äusbesitzcr amBoulivard des Italiens. Der General war eingeladen worden, seine Stiesel anzuziehen und den Ccm traft mit zu unterschreiben. Der sparsame 5iäuSkosmeiste?. Ehe die Jungfrau von Orleans mit ihrem Nimbus die Engländer schlug, bksand sich der französische Hof in solchen Geldverlegenheiten, daß dem König Kl VII. selbst Folgendes witerfuhr. Er war in Bourgues und bestellte sich ein Paar neuer Stiefel. Der Schuster brachte sie, wahrend des NnprodirenS jedoch trat der königliche Haushofmeister ein und sagte dem Handwerker, er solle seine Arbeit nur wieder mitnehmen, sie könne sobald glicht bezahlt werden und der König könne recht gut noch einen Monat aus seinen alten Stieseln gehen. K.,rz zürnte dem sparsamen Manne nicht, sondern ließ sich den Vorschlag ge sallen. Unzählige Menschen sind wie Pum t pen sich selbst nutzkos, aber Handgriffe und Saugrohre für Andere.
