Indiana Tribüne, Volume 6, Number 136, Indianapolis, Marion County, 3 February 1883 — Page 2

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nmme. ZSgNche- und SssntogsQc-.zsl e. Ofssce: S2S. DelwareSf.-. Indianapolis, Ind., li Februar lSs:;. Im Sarge. Wiederholt schon haben wir von Personen berichtet, die der Gefahr, künstlich begraben zn erden, nur durch einen Zufall entgangen sind. Die 9. VSun" erzählt einen Fall nach den Mit xbeilungen einer durchaus zuverlässigen Dame, dessen Wahrheit bis in die kleinsten Details durch eine Anzahl sämmtlich noch lebender Zeugen erhärtet ist. Wie Chamisso's Wäscherin-ihr Ster beHemd, so verwabrt Frl. Clara Munce in Greenpoint. N.Y., eine silbernePlatte als ihr Kleinod, als einen Schatz, in welche dieWorte eingravirt sind : Clara Munce, gestorben am 3. Juni 1864, jm 10. Jahre ihres Lebens." Diese Platte rührt von dem Sarge her. in welchem die Dame länger als zwei Tage gelegen hat, und zwar nach ihrer Erzählung unter folgenden Umständen : .Als junges Mädchen war ich kränklich und häusigen Ohnmachten unter warfen, während deren ich unbeweglich war, aber jedes Wort, das in meiner Nähe gesprochen wurde, verstand und deutlich fühlte, wie sich allmülig Eises kälte über meinen Körper verbreitete. Unser Hausarzt sagte in meinem Beisein zu meinen Eltern, in derartigen Anfällen fei ich einer todten Person so ähnlich.das: es der größten Vorsicht 'bedürfe, mich vor dem DchiZsale, lebendig begraben zu werden, zu behüten. Seit dieserZeit lebte ich in fortwährenderAngst und ver siel schließlich in eine G'ehirnkrankheit. Am 2. Juni 1804 erwachte ich aus dem Zustande langer Bewußtlosigkeit und entdeckte mitGrauen.daß ich bewegungs los war und wie sich jene mir bekannte Kälte-Empsindung weiter und weiter . ausdehnte. Die Schwäche, die mich bis j dahin, ehe ich bewußtlos wurde, befallen hatte, war verschwunden, mein Bewußt lern war klar und leoendta. aber mem Bewegungslosigkeit absolut. Gege Mittag kam der Arzt, fühlte mir nach dem Pulse und bemerkte : Es ist wahrscheinlich derselbe Zustand, unter dessen Einflüsse sie schon oft gewesen ist." Diese Worte beruhigten mich. Gegen Abend wiederholte der Arzt seinen Besuch, öffnete mir die Augen, hielt ein Licht vor dieselben, beobachtete mich aufmerksam und sagte : Ich glaube, sie ist todt, aber wir wollen sie im Bett lassen bis mor gen." Die Nacht war entsetzlich. Am nächsten Vormittag wiederholte der Arzt seine Experimente und erklärte mich sür todt. Weinend standen Eltern und Ge schwister um mein Bett ; jedes Wortes, das gesprochen wurde, erinnere ich mich noch heute deutlich, und heute gereicht es mir zur Genugthuung und Freude: es wurde nur Gutes über mich gesprochen, meine Eltern undGeschwister hätten mich gerne bebakten, obgleich ihnen meine Kränklichkeit viel Kummer, Sorge und auch Aufwand bereitet hatte. Zwei Gehilfen des Leichenbestatters brachten den Sarg, ich wurde angcklei det und in denselben gelegt. Man schmückte mich mit Blumen, und' ich roch deutlich den zarten Duft eines Straußes Tuberosen, den meine altere Schwester mir auf der Brust befestigte. Alles-war zum Begräbniß fertig, man wartete aber noch auf meine Tante Jane aus Albany, die geschrieben hatte, daß sie sicher zum Begräbniß kommen würde. Der Leichenbestatter kam, um den Sargdeckel auszuschrauben, er wurde gebeten, wieder zu kommen, da meine Tante mich noch ' sehen solle. Der Mann trat zur Seite, las laut und mit tiefem Mitleid in der Stimme die Platte am Sarge: Ekara Munce, 10 Jahre alt, erst 10 Jahre 2 Jahre jünger als meine Clara !" Ich betete zu Gott, daß er mich sterben lasse, bevor sich der Sarg über mir schlösse ; es ist mir noch heute unbegreis lich, wie em Mensch solche Angst, wie ich litt, aussieben kann, obne wabnsinni tu werdn.-Da kam dik Tante: sie drück,: mir einen Kuß auf di Stirne, ich ,oar immer ihr Liebling gemej.n. Dann .rat ' 'i sie emen Schritt zurück und ließ dcn thränenumslorten Blick auf mir ruhen, heiliger Gott rief sie plötzlich aus da dringt ein Tröpflein Blut aus der Nase." Es war so; Mutter undSchwe stern und die Tante trugen mich in das Bett zurück, der Starrkrampf verließ mich, ich rief: Dank Tante, Du haft mich gerettet" und verfiel in eine Ohn macht, aus dl jedoch bald wieder erwachte. Dann habe ich schnell erholt uud bin den früheren icmpfanfällen nie wieder ausgesetzt gewesen. Der Arzt, der mich behandelt hat, lebt heute noch und ist der angesehenste Arzt in Grccn pomt. Ost habe ich mit ihm über die Sache gesprochen; ein ähnlicher Fall. ..... ...... .w vib wie der meine, ist ihm nie voraekommn Iv. v .1 "1 -z lllV :. .1 Sf1:11' und der aewinenbaste und vilickttreue Mann hat gewiß recht, wenn er sagt, daß jeder andere Arzt an seiner Stelle mich ebenfalls für todt gehalten-haben würde.EisendahN'Vau nacy eipicn. neuen Prln, Eisenbahn Unternehmungen wenden sich in der Regel solchen Ländcrstrccken zu, deren bisherige Entwickelung den zu errichtenden Linien lohnenden Verkehr um so sicherer verspricht, wenn die Vortheile erleichterter Verbindung besruchtend auf die von der Natur gebotenen günstigen Verhältniffe wirken. Die Carson und Colorado-Eisenbahn. dage gen wird sich nach ihrer Vollendung über ein in Folge der Trockenheit unfcuchtbares Gebiet erstrecken, aus dem nur fehr vereinzelte und kleine Ansiedelungen wie Oasen hervorragen. Die Unternehmer der Bahn sind überzeugt, daß dieselbe in den Strecken, durch die sie läust, einen jetzt noch ungeahnten Bergbau in's Le

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den rufen werde. 200 Meilen der genannten Bahn sind bereits vollendet und haben auf die Districte, die sie durchlau sen, einen fo überraschend segensreichen Einfluß geübt, daß man der ganzen Bahn ein günstiges Prognosticon zu stellen berechtigt ist. Minendistricte, die längst aufgegeben waren, zogen wie derum Epeculanten und Arbeiter an. Ländereien, die den Indianern und Coyots überlassen waren, werden auf's Neue besiedelt. Von den vollendeten Bahnstationen aus sind Landstraßen nach allen N'.chtungen in das Land ge baut worden und ermöglichen es, die geförderten Erze zu rerhältnißmäßig gerin gen Kosten an die Bahn zu bringen und

dort wiederum Proviant und die Werk zeuge sür Bearbeitung der künftigen Bo nanzas zu kaufen. In Dayton. Oakland und SanFran ci5co wurden Concentrationswerke ange legt, in denen die Erze zerkleinert, von Assayers nach ihrem Werthe abgeschätzt und von den Miners angekauft werden. Dort werden die Erze alsdann aufge sammelt, bis sie in ganzen Wagenladun gen zu ermäßigten Preisen weiter nach den Schmelzöfen befördert werden können. Auf diese Weise lohnen Erze den Abban, die seither völlig werthlos wa ren; außer Erzen wird noch Salz und Soda in jenen Landstrichen producirt. Die zunehmende Bevölkerung in den Minentezirken wird den Landbau ermu tbigen, für welchen viele Strecken an der Bahn, künstliche Bewässerunq vorausgesetzt, günstige Aussichten eröffnen. Es beweist das die Unrichtigkeit der Behauptung Smalley's, daß gewisse Ge-birgs-und Wüstenländer stets unbesie dcll bleiben werden. Auch Einöden sind durch Arbeit culturunsähiz zu machen. ortschrittttck): ZesttÄger. Wenn einem Corresponderten der Londoner Times" Glauben zu schenken ist, so ist der noch immer fortdauernde Stillstand der Gitnliiation in Chma nicht auf das Volk, sondern nur auf die Mandarinen zurückzuführen. '.Die Chinescn sind westlicher Cultur und westli chen Sitten gar nicht abgeneigt, sondern Als z. B. das elektrische Licht in der aus. . V I ... länd chen Anuedluna äu Sbanabai eingeführt wurde, erregte es zuerst das Er staunen und dann die Bewunderung der Eingeborenen. Bald aenua wurde es in den chinesischen Theatern, in Hallen und selbst auf einigen Straßen ange- ; wendet. Da erließ der Gouverneur der Provinz Nankin den strengen Befehl,alle elektrischen Lichter sofort zu entfernen, und die Freude hatte ein Ende. Der, selbe Reactionär wollte auch die Errichtung einer BaumwollSpinnerei nicht gestatten, die von einer halb amerikanischen, halb chinesischen Gesellschaft ge plant wurde. Offenbar wäre eine solche Fabrik eine Wohlthat für das Land gewesen, das noch ganz von England abhängig ist, aber der weise Mandarin war der Meinung, daß die Regierung Schaden erleide, w:nn weniger sremde Waaren eingeführt würden und sie in Folge dessen weniger Zölle einnähme. Um also nicht nur den vorliegenden Plan zu zerstören, sondern die unternehmungslustigen Unterthanen überhaupt gründlich zu warnen, ließ er den an der Sache zumeist betheiligten Chinesen un ter einer; alten Verschwörungsanklage verhaften und nicht eher wieder laufen, als bis sich derselbe verpflichtet hatte, die Idee auszugeben. Der Gouverneur und seine würdigen College entschuld! gen ihre Barbarei damit, daß das un'ge heure Reich äuseinandersallen würde. wenn es Eisenbahnen, Fabriken und an dere gefährliche Neuerungen erhielte. Sie fürchten sür ihre Stellung und stemmen sich dem Culturfortschritt mit Ge walt entgegen. Der Correspondent hält dieses Be ginnen sür fruchtlos, und die Wahrheit feiner Angaben vorausgesetzt, sind seine Schlüsse ohne Zweifel richtig. Er behauptet, daß das chinesische Volk schon ängstlich auf die Einführung westlicher ! Einrichtungen war,,,. Würden Eisena5n, geb. , Mii ,n. Wort ernrn ' w. n-k j . fl ... ' I" ..... I I " " ........ .'' ; vabr,ien ter schaarenweise herbei, um sich anlernen zu lassen. Die gesellschaftlichen Ver hültnisse würden sich urplötzlich ändern, und damit natürlich auch die willkürli chen Handlungen der Mandarinen auf hören. Letztere wehren sich also ver zweifelt qegen den neuen Geist, aber, sagt der Korrespondent, das chinesische Nnlk beeilt . nt ,cn ,,i,,n for m crriajici, 0 ramen oie lanoucgcn vicoei chanischen westlichen Civilisation, um sich aus die Dauer von ihrer Anwendung - .9 abhalten zu lasten. Manchester wird sein Monopol nicht behaupten können, sondern Nebenbuhler in Shangai und Nankin finden. Noch weniger lassen sich Eisenbahn und Telegraphenunter . . . . Zungen aus. die em gewaltigen iche durch die em ältigcn Ae urchtun nftt ,;ir !fAniii. ni.ÄfTiM,. Die Schranken ... des Vorurtheils werden den, und dann wird die durchbrochen werd Welt eine Entwicklung sehen, die selbst diejenige Amerika's noch übertreffen wird." In dcn Ver. Staaten wird dieser Prophet vor der 5)and wenig Glauben finden. Die zahlreichen Chinesen, die sich hier aushalten, liefern leinen besondcrö triftigen Grund für die Annahme, daß sie auf die Ablegung ihre? Zopfes und waS damit zusammenhängt, förm lich brennen. Mandarinen stehen ihnen hier nicht im Wege, aber mit wenigen Ausnahmen bleiben sie eben Chinesen, trotzdem sich ihnen die sremde Civilisa. tion auf jedem Schritte geradezu aufdrängt. Wohl mag es chinesische Capilalisten genug geben, die sich recht gerne mit Ausländern vereinigen und letzteren die Sklaven liefern möchten, und Kulis für den Eifcnbahnbau und Fabrikbetrieb werden sich ohne Frage in Masfe finden lassen, aber das ist doch noch keine Eivi lisation, kein Fortschrittsdrang. Dem Mongolen hat stets die Fähigkeit geseblt

"rt l r.x. k ..?.r..F. cv o TtaM und das Lckin erhielt Beieul. die Aler-

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n Europäern und Amerikanern zu nähern L. I., war die Methodi tenkirche an den uuiu,,uiucii viiwmu mw ! ... " . , . . , . r , n . iliiPrt kitfS Jlt hritlrt fert l fi

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die Naturgesetze zu begreifen un) die Naturkräflr sich dienstbar zu machen. Er hat es im Laufe der Jahrtausende nur ?.u rein mechanischer Geschicklichkeit gebracht, die allerdings in manchen Füllen bewunderungswürdiq ist. Man wird ihn schließlich dazu dringen, die Maschi nen der Weißen zu bedienen, wie man den Neger Plantagen bebauen ließ.

Unwissttthcit r:S Bet breche. a& der dioz-e unkmuftt in den vcrschiedenen Lehrfächern noch keine mora 4. W . 9 . , I lische Stütze verleiht, wird heule wobl ! f ? r r I allgemein zugegeben, eoenowenlg rji: V v. r Religionsunterricht allein Sittlich keit erzeugt. Man findet thatsächlich in den uncivilisirten Landern heutzutage wenige erbreazer, die an beiden Gebie Ich gänzlich unbewandert sind. - r t . w M ucniyauje von Pyliaoeipyia z. B.. in welchem der Philanthrop Barx beson dcre Untersuchungen angestellthat, saßen in zehn Jahren durchschnittlich nur 10 Procent, die weder schreiben, noch lesen konnten. Dagegen halten 80 Procent lein Gewerbe erlernt. Von 7SÖ Gefangenen im Alter von 21 Jahren und darunter waren 103 nie in die Schule gegangen, 755 dagegen hatten kein Gewerbe. Hieraus dürfte ersichtlich sein, daß der Mangel an Schulbildung bei Weitem nicht so stark in'ö Gewicht fällt, als der Mangel an gewerblicher Erziehung. Knaben, die seine bestimmte Btfchäftigung haben, bald das, bald jenes ergreifen, ihrer Ungeschicklichkeit halber schlecht bezahlt werden und oft arbeitslos sind, lassen sich nur allzu leicht zu einem Verbrechen verleiten. Je mehr die Zahl der rein mechanisch arbeitenden jugendlichen Jabnkhände" an wächst, desto mehr nimmt auch die Zahl der jugendlichen Verbrecher zu. Herr Vaux ist der Ansicht. daß die Schulbildung auf Staatskosten durch gewerbliche Erziehung ergänzt werden sollte. drohendeö TchiSma. n New Vork und Broollyn wird mannichsach üver die Abnahme des KirReu. W. N. Tast ist ein junger Mann . mm. - - o-" i " von kaum 25 Jakren und kaum tt ?labren und kaum seit einem Jahre erwählter Pastor der Ge meinde. Er ist ein tüchtiger Kanzelred ner. Die Kirchlichkeit der Gemeinde hat "V I jedoch noch einen andern Grund. Or anistin der Kirche ist Frl. Lena Stacey, spielt auch Orgel, aber viel weniger vor tresflich. als Fräulein Lena Staccy. Frau Bond ist eine Tante des Fräulein Smith; sie findet, daß diefe viel besser spielt als Frl. Stacey und sähe ihre Nichte gern auf der Bank vorder Orgel. Am Sonntage vor 6 Wochen fang Frau Bond mit hellkreifchender Stimme absichtlich falsch, um Frl. Stacey aus der richtigen Tonart zu bringen. Diese stellte nach Beendigung des Gottesdienstes Frau Bond zur Rede und er klärte: so lange diese sie nicht wegen ihres ungebührlichen Benehmens um Verzeihung bitte, werde sie die Kirche nicht wieder betreten. Das war Wasser aus die Mühle der Frau Bond. Als Frl. Stacey am nächsten Sonntage in der That nicht in der Kirche erschien, bat Rev. Taft Frl. Smith, die Orgel zu spielen. Dies geschah an diesem und an den folgenden Sonntagen, aber wie? Zahlreiche Gemeindeglieder, einzelne Kirchenälteste unter ihnen, baten Frl. Stacey, das Orgelspiel wieder zu über nehmen; sie sei die erwählte Organistin, und Niemand als der Kirchenvorstand -habe das Recht, eine andere Organistin anzustellen. Frl. Stacey sagte zu. Am vorigen Sonntag saßen sie und Frl. Smith in einer der vorderen Reihen der Kirchenstühle. Der Reverend kündigte ! als erstes Lied den Choral an : "Jesus, Jover ol my soul" JernS, meine W - Zuversicht und beide Organistinnen ..-,. r der Orael. , , r . ' r icMTisii iiAra Trttirn lim ti n v v - - "av a,7 ,z. , ! klang durch die Kirche. Da ersuchte !?v. Taft die begeisterte Organistin, ! !en Platz Frl. Smith abzutreten ; vol : ur reglstrirte die zunge Dame und die herrliche Choral-Melodle drang noch mächtiger durch das Gotteshaus. - Der everend zog seinen Ueberrock an, um emen Constadel herbeizuholen, der irchentsist trat ihm em lunger Mann entgegen, der sich erbot, ihm diesen Wea abzunehmen. Frl. Stacey hatte inzwi ( X . u Sv u rr s (....Vi.i v. n : . lucii ucu viiuiui uccuuiyi uiiu jiimrnic an: IIow tcdious aiul tusteloss tlie Iiours" Meine Lebenszeit ver streicht" ; die vollzählig versammelte Gemeinde lauschte und ein Theil sang fc . iV.n ! VK h..lhl aii A .9 inniit linHi ni.I.. " " "I i ' X r 3 machte dem Orgel viele und demGesanae - . ' tin rtde und bedeutete auf Ersuchen des Reverend die Organistin, Frl. Smith oie sorget einzuräumen, ies gelcyay und damit ist der Grund zu einem Zer würsniffe innerhalb der Gemeinde geleqt. Die Ausscheidenden werden sich in diesem Falle nicht um den der Majorität mißliebig gewordenen Geistlichen, son dern um die Organistin schaaren. Der Rath der Elders hofft indeß, dem drohenden Schisma vorbeugen zu können ; möge er sich nicht täuschen, denn Reli gionskriege wurden bekanntlich von jeher mit gröverer Erbitterung geführt, als au? unseren scampse iiuin Matrose gtprö, Der Sohn einer reichen New Volker Familie, d:ren Namen- der Boston .srald" vkrschmeiat. Katte im Cvfn 1881 eine Nechtsfchule der Metropoliö ff " 1 " 7) - 7 -i . " .Wl.k mit Auszeichnung abfolvlrt, und seinVa ter bändiate ihm eine bedcutendeSumme Geldes ein, damit er sich vor seinemEin tritt in das Bureau eines renommirten Rechtsanwalts in Ne Jork ein Stück

! achtzehnjährig und sehr hübsch ; sie spielt urzem .'iu,eniynll mill, jiipa ao. pi ! die Orgel vortrefflich. Frl. Eelia Smith schloß vor der Hand die Neise des zunI in v!. o-..jc. t.. .. s am 'NcannpZ nnf npr fr in niitfiisf

IJl ÜIC LÜUJlU HUKÜ tlUUllUyVilülll ! n" " " Kirchenmitgliedes ; sie ist ebenfalls acht- des alten Europa besucht, aber wenig zehnjährig, ebenfalls sehr hübsch und gesehen hat. Emem Geschästsmanne m

der alten Europa mit aller Behaglichkeit 'htbltlomst. Er sagt : Wenn er die ansehen solle. Der junge Mann be j Säuferer der Neuengländer vor 00 Iah schloß, zunächst sich ein wenig mit den ren mit den heutigen Zuständen verglei Geheimnissen der eigenen Weltstadt be- So ermuthige ihn das, auf Wegfall kannt zu machen, von denen er viel ge-' der Trunksucht auch ohne Gesetze zu Hof hört, manches gelcfen, aber noch nichts fen ; denn die Mäßigkeit habe sehr zuge. qesehcn hatte. Er nahm daher Abschied . nommen." Wir können gleichlautendes von den Eltern, fuhr -aber mit sei:::m Zeugniß dasür von so ausgezeichneten G?päck nicht nach Boston, wie er es den Männern wie John Andrew, dem groselben versichert hatte,sondern nach einem ßen Kriegsgouverneur vonMassachusetts,

! unscheinbaren Boardinghause in Brook-, ilcn. Von hier aus lernte er aus meh i i rr i , rcrcn nacjrnaen anoerunaen vitro :))erf bei Nacht" recht gründlich kennen, oa3 leMe. dessen kr sich von seinem Le . - " den aus dem Lande ermnert, ist seinAuf . ' ' ' enthalt unter wüsten Seeleuten in einer elenden Kneipe der Southstreet von New tyoxt. Dort ver'or er das Bewußtsein. Als er wieder zu q kam, fand er sich! in cmem unseren iaume, klang es ihm, wie das Rauschen von Meereswellen,und ! als er sich auf Händen und Füßen glück I lich bis an eine seile Treppe und solche empor gclui.ci uunc, ,ciu er, oar er um ihm, endlich von dem ersten Steuermann ! zit erfahren, bau an Bord eines nach Von vaw venlmmttn adrzeuges fei gen, in oen yanoen yave. cm c f.- mx Jm sennge . Mann chat und derjungeMann wurde, Ä r "!- . ' , ovwoyi leeiranl, gezwungen, o an strengende Arbeit zu verrichten, daß er fast erlag. Nach stürmischer Faürt von einigen 00 Tagen landete daZ Schiff in Port Said, der Amerikaner erhielt seinen Lohn und wmde entlassen. Während er in den Straßen der sehr wenig diesem nach sechs Wochen entlassen, irrte er, ohne einen Cent Geld und sich von aufgelesenen. Küchenabfällen nährend, 3 Tage in Port Said umher, und verdingte sich sodann als Kohlenschaufler an Boi$ eines britischen Dampfers. Dies war zur Zeit des Ausbruchs des Krieges zwischen England und Egypten v ... oi ! vo rA . oer -imerlianer oa Viernenoanner wienllt All tr SS M ViJ iiM ft-M m3 m a m. V a 9 """"" 0 ' omoaroemenis uno oer lnnayme von I Alexandria. es gelang ihm aber nicht, j ie Hllse eines Amerikaners sür sich an s" v X. , . c a. ' rufen zu können. Endlich fuhr das Schiff nach London, und von dort nach Boston, der den Vater des jungen Man nes kennt, hat dieser in den letzten Ta gen geschrieben : Der verlorene Sohn könne seiner Zeit keine so freudige Auf nähme im Vaterhaufe gefunden haben, als er." Die Sparbanken in Rhode Island erachten es als eine ihrer wescntlichsten Aufgaben, Personen, die im Stande sind, sich einen Bauplatz zu kau sen, mit Credit behufs Errichtung von Wohngebäuden zu unterstützeu. In Folge dessen vnddort ynoerte von FaMilieu :m cj:e ekgcncr iZonnatlcn. 3u:: Inlands. D e r Tragöde Salvini war durchaus dagegen, daß sein Sohn Ale Zander Schauspieler werde und der letztere widmete sich dem Jngenieurfcche. Wahrend er in Baltimore auf dem Äureau eines Civil'Jngenieurs arbei!etc, wohnte er mehreren Vorstellungen d:r mit dem westlichen "Star" Marz ret Mathe? reisenden Truppe bei.' Daö Künstlerblut kam bei dem zwanzigjährig gen jungen Manne zum Durchbrüche, er bat um Engagement und erhielt solche? schon seines 5'amens wegen. Äl? xander verräth Talent, hat aber mit seinem italienischen Accente in der ft spräche des Englischen zu kämpfen. Di? ser Tage wohnte der große Tragöde dem Debüt seines Sohne als Romeo" in Baltimore bei, ohne daß der Sohn eine Ahnung davon hatte. In Nelo Vork wurde die ser Tage ein neuer Apparat zur Rettung aus Fcuersgcfahr probirt. Derselbe war im 5. Stockwerke des Lcland-Hotel angebracht ; er besteht aus zwei Draht seilen von je 7i32 Zoll Stärke, die durch Stäbe, die wie Gz??7.hren construnt 'und Zoll stark sind, verbunden ub ! mittels stählerner Haken an dem Jensterstocke leicht und völlig sicher befestigt I werden. Der ganze Apparat wiegt 40 Pfund ; nachdem derselbe vom Erfinder r. - n c .. u v .tu.:,ia r..ri:..u j iyu Jtii;uii uu uuu uuiyana verlegen 'toorbe war, benutzten ihn auch andere Personen und dieselben erreichten vom Stockwerke aus in 40 Secunden den Boden. Der Preis des Apparates wird ' Y i a. .'tk ,r ;jt . Atli li IaI aI. ' "' "''. ''u ff i k A V? V Z i schen bewohnten Gebäude mehrere der S-V o-.. gleichen in jedem Stockwerke i Ichast gehalten werden können. in Bereit DieKälte war inWuomina !in den letzten Tagen der vergangenen Woche unerhört. Vier Tage lang stieg das Thermometer nicht viel über 35 Grad unter Null. Zum Glück hat eS wenig geschneit, so daß Rinder und Schase sich mit dem anstehenden Prairiegrase nähren können. So lange diese Thiere nicht an Futter Mangel leiden. widerstehen sie selbst der grimmigsten Kälte. So ist bis iekt nur ein unbe deutender Verlust an 'Kälbern zu bekla. gen.. 5üi&tg iiwtuioncn it der mu des in lenem Territorium ,m Freien le benden V.ehcs. Uebersahren wurden seither Zwischen Cheyenne und Sidney ungefähr oo und zw.fchen S.dney und , - WV . . VI . V paiaua ungeiayr uu agiere.- ole,e ir n.. r , "5.n Uch ?or qneelttirmen an ,olcyen j ue n a u, vav al) nv eil gc,iua)lei, wo ! u"lKl 5in,iymuc u" gcsührt ist. Der Dichter John Wh ittier ist zwar cinTempttenzler, aber kein Pro

auf dem erdeck emcs Segelschiffes be Avcnue ist eine Art Eontroll-Uhr auffand. Die Matrofen waren eifrig an ! gllt worden, welche für die Polizisten her Qfrfifit im!) ltr mit lj;!tf riehtun e 2 . r.i.. n-v n. , , . r

uiw uun 1 Vllull vv lyill Iiil- ! parat eine viel genauere Ueberwachuna terschrlebenen Contract laut dessen er Möglich. Der Apparat steht nicht nur sich sur dieje fceife als Matro,e verdun- Un telegraphischer, sondern auch in tele-

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cKuiui ioiuui uuwmiiie, orau) nnc a6en 0 t tunöcn lang ihre Posten Natur zusammen und er wurde bewußt- verlassen, um in irgend einem .warmen los nach einem Hoivital gebracht. Aus Nlakcken Unterkunst tu In Am.

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von yav. u. nana, von Fred. Lam Qlmstead u. A. anführen. Wort und cu 11 11 . ..c 4-.. r ? . ?, . , Hiiyn wuk uuj ycriunurae gewogn r - rt . tv heuen fast allem genugend ein Gebot: und Verbote niemals. Das 5)auvtmit tcl gegen die Trunksucht aber ist Kampf i 'Legen das Eleno. N. vj. Vksztg. ! Das O be r-B un d e s g e r i ch t 'hat ein Gesetz des Staates Kentucky, wonach Neger nicht Geschworene sein: dürfen, sur das erklart, was e5 ist, für verfassungswidrig, JnBrooklynmachtmange genwärtig ein interessantes Experiment. vin der Ecke von rankl n und ulton Apparate, die zur - Controlle von Pri vatnachtwächtern in Fabriken :c. ersunden wurden. Nur ist durch diesen Avtibnnis.er ttprfiind,, mit hm 5,,,r - ' . , quartier und jeder im Dienst befindliche Polizist muß sich so in bestimmtenJnter vallen telephonisch von jener Stelle aus im Hauptquartier mit. Angabe seines 'Namens melden. Man stellt in Brooklyn Versuche mit dem Apparat an, weil die strengere Controlle durch Nounds men" und andere Ossiciere ergeben hat, daß die Polizisten, welche Nachtdienst In demStädtchen Ledyard, Conn., wohnen 50 Quäker, die nicht nur jeden Eid, sondern auch jede Versichcrung an Eidesstatt wc sündhaft halten. Nach dem Gesetze des Staate? müssen die Angaben über den Besitz steuerbaren Eigenthums beeidigt oder an Eidesstatt als richtig versichert werden. Die Verweigerung, dies zu thun, ist im ersten Falle mit 10, im zweiten mit 20 und so weiter mit dem sich je um 10 Procent steigernden Procenten des Steuerbetrages bedroht. Die Quäker haben bei der Legislatur um Abände rung des Gesetzes nachgesucht. W i r be r i ch t e t e n bereits von der Ersind'ung eines New Yorkers, aus kleinen Apparaten Bälle aus trockenem Thone in die Luft schleudern zu lassen und solche den armcnTauben, nach denen zur Zeit geschossen wird, zu substituiren. Der Prinz von Wales hat sich einige dieser Apparate kommen lassen und benutzt dieselben. Dies wird hoffentlich die amerikanischen Freunde des Sport noch schneller zur Aufgabe der TaubenQuälerei veranlassen, als Vernunft, Menschlichkeit und Herr Bcrgh. Die Fabrikarbeiter in den Neu England Staaten agitiren für wöchentliche Auszahlung der Löhne. Die Fabrikanten beharren auf dem Principe der Monatslöhne mit unbegreiflicher Halsstarrigkeit. Gegen die große Wohlthat, welche die wöchentliche Lohnzab lung für die Arbeiter ist, kommt die geringe Mehr-Arbeit, welche sie den Ja brikanten verursacht, gar nicht in Frage. Auf einer zu einem Wohl thätigkeitszwccke veranstalteten Ausstellung in Chicago erregen vier von Gene ral 'Sherman ausgestellte Gobelins all gemeine Bewunderung. Dieselben stam men aus der Zeit von 1663 1090, in welcher die Weberei von Gobelins ihren zweiten Höhepunkt erreichte, sind 18 Fuß hoch und 20 Fuv lang und stellen Scenen aus dem Leben Alexanders des Großen dar. Der kath olische Priester John Krüll in Kankakee, Wisconsin, und die Schwester Angela, eine Nonne und Lch rerin in der katholischen Schule daselbst hatten sich m emunder verliebt und be schloffen, sich zu heirathen. Krüll legte sem Priesteramt, die Schwester Angela ihre Stelle als Lehrerin nieder und beide erklärten dem Pastor Phillips, Rector der bischöflichen St. Paulsllrche in Kankakee, lhrenEntschluß. zur Episcopalkirche überzutreten, baten denselben auch, das hierzu Erforder liche zu vermitteln und dann ihre Trennung zu vollziehen. Vorige Woche erhielt Krüll den Besuch des Priesters Beaudoin von Bourbonnais und erklärte hierauf dem Rector Phillips, daß er seinen Entschluß ausgegeben habe . und katholisch bleiben wolle. Schwester Angela wird sich zu ihrem Bruder in Quincy, Jll., begeben. Vom Auslande. Wie verlautet, ist der unermüdliche Dr. Schliemann im Be griff, einen lang gehegten und oft aus gesprochenen Wunsch aller Freunde der attischen Geschichte zu erfüllen: er will Stellen im Nordwesten von Athen um graben, wo in der Nähe der alten Aka demie der offizielle Begräbnißplatz sür die in den Kriegen Athens Gefallenen sich befand. Bekanntlich ist bei zusälli gen Grabungen in diesem Umkreise schon manches wichtige Denkmal an Todten listen gefunden worden. Dort befand sich auch zwischen Dipylon undAkademie das Grab des Perikles. Die Nachwahlen, welche am 7. Januar in Italien stattfanden, haben beinahe überall mit der Niederlage der radikalen Kandidaten geendet. Selbst m Bologna und Navenna, diesen Cen ' VI1V.IIIIHI Vl.l... ... en des Radicalismus. siegten die Ge I mäßigten; in ersterer Stadt Ferdinands erti mit einer Mehrheit von meh? als coo Stimmen über Filopanti. in Ra nna Graf Pasolini über den Republi , sa Venturini mit k Stimmen. Der I " Cavallotti fiel au mehreren Or n durch. An demselben Tage Abends ward in Nom die Versammluna des Vereins zur Wahrung der Menschenrechte", in welcher eine Obeldaul-Feier abgehalten wurde, von der Polizei ce

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sprengt und 25 Mitglieder des Vereins,

meist Studenten, verhaztet. Die Ne ftierunz chat damit ihren Eife? bewiesen, Oesterreich gefällig zu fein. In To rb i a t o in d e r Pr o vinz Brescia bildeten sich während einer katholischen Funktion in -der Sakristei der Kirche Gruppen von Bürgern, die lebhast mit einander sprachen. "Plötzlich wurde in einer diese? auL fünf Personen begehenden Gruppen ein Gartenmesser gezogen. Daraufhin fluteten sich die anderen Gruppen in das ' der Kirche und wurden von dcn Jjen unter dem Rufe: Krieg, Krieg!" verfolgt. Nun Zntstand in der Kirche ein eigentlicher Tumult. Die 22cibcr schriccn.die Unbc waffneten konnten keinen Widerstand leisten. Der Saknztan schlug mit dem Stocke des Klingelbeutels aus die An areiser. Em Geistlicher, welcher die barmenden beschwichtigen wollte, wurde an die Lust gesetzt. Die fünf Tollhäus ler waren nicht aus Torblato, sondern auS Colombaco und wurden no5 durch neun mit Knütteln BewaZfncien unter stutzt. Wer Syndikus kam noch rechtzeitig auf den Platz, um zu intervcniren. daß nicht die fünf Anareizer von der Bevölkerung gelyncht wurden. Einer davon wurde auch als todt hinweggetra V!. tV S. . . j. i . . gen, üic nvivuzn oraqie man r:nier (schloß und Riegel. Die Ursache dieser Rauferei ist lediglich in dem Hasse zwischen den zwei genannten Ortschaften zu suchen. Bezüglich des Widerspruchs in den Angaben über das GeHirngewicht Gambetta's und eines fast idiottschenMörders wird berichtet : Falls nicht em sehr wahrscheinlicher Druckfehler vorliegt, wird die Gcwichtsgleichheit wohl durch den Umstand hervorgerufen sem, daß bet Gambctta nur das GroßHirn, als Träger des Intellekts, gewogen wurde. DaS Durchschnittsgewicht wird schwankend zwischen 1200 und 1500 Gramm angegeben. Von der gridma terialistischen Anschauung, daß dem Quantum auch das Ouale genau entspräche, ist man in der Nervenphysiologie zurückgekommen und räumt der (selbst makroskopischen) formalen , Anordnung und Ausbildung der Gehirnmaffe bedeu tenden Einfluß aus die Aktion der Psyche ein, ganz abgesehen von mikroskopischen oder gar molekular: Verhältnissen. Genaueres über die .Natur" und ihren angeblichen Widerspruch in dieser Sache zu geben, ist bei einem Publikum ohne spezielle ncurophysiologische Vorkennt niste nicht möglich ohne Mißverständnisse zu erregen ; nur andeutungsweise läßt sich die Sache erklären, wenn man an die analoge Lage des Eiscnstabcs denkt, der durch eine elektrisch bewirkte Umlagerung der Moleküle aus einem starren todten Körper sich zu einem kräftigen, lebendig wirkenden Magneten entwickelt (wobei die Dyinir.iis sich zu? Kner geia erhebt). U n t e r b e a m t e in Banken werden im Allgemeinen gut besoldet. Aber die Ban! von Frankreich verspricht soeben den weiblichen Beamten, welche sie in großer Anzahl beschäftigt, eine Pension von 600 Frcs. ($1'20) das Jahr nach 30 Jahren Dienst, von 500 nach 25 Jahren, von 400 nach 20 Jahren und zieht ihnen dafür vom Gchalt 1 Procent ab, wobei sie so gnädig ist, den schon gedienten Beamtinnen nichts nach' träglich von dem Gehal! abziehen zu wol len. In Görlitz.ist neulich eine Duellgeschichte vor die Gerichte gekommen und der Herr Staatsanwalthat bei dieser Gelegenheit eine merkwürdige Anschauung entwickelt. ES flehe fest", so bemerkte er, .daß eine Herausforderung mit tödtlichen Waffen denn Pistolen feien tödtliche Waffen stattgefunden habe. Die Strafzumessung sei jedoch in diesem Falle besonders milde zu berechnen, denn man müsse erwägen, daß die Angeklagten als Herren aus den befferen Ständen dcn Weg betreten hätten, der in diefen Ständen immer noch der gewohnheitsmäßige fei. Es sei Sitte, derartige Beleidigungen in dieser Weise zum Austrag zu bringen. Allerdings sei das durch das Gesetz mit Strase de droht. Sache des Gerichts aber sei es, den Widerspruch .zwischen Sitte und Ge setz auszugleichen, und das könne da-) Gericht thun, wenn es eine milde Strafe sür derartige Vergehen verhänge. Er beantrage deshalb das mildeste Straf man kür ieden der beiden Anaeklaotkn Imit einem Tage Festunoshaft.- So sderHerr Staatsanwalt. Das Gericht I . i.: crn,:. tc:i. ivur iiiaji xiiuiuiiy, utiuiujuuc vielmehr den Herausforderer zu zwei Monaten und feinen Helfershelfer zu sechs Wochen Festungshaft, und legte Beiden auch noch die Kosten des Versah. rens auf. Eine der rührendsten Episoden im Zusammenhang mit dcr Bradforder Schornstein-Katastrophe (England) spielte sich vor dem Eoroncr bei der Leichenschau ab. Eine ärmlich s,e kleidete, unendlich abgehärmt aussehende Frau erkennt in einem dcr Erschlagenen ihren Sohn und stürzt laut aufschreiend an dessen Leichnam zusammen. Man bringt ste allmählich wieder zur Besinnung und sie erzählt dann Folgendes: Mein guter Charlie ! Dcr arme Junge war erst dreizehn Jahre alt, und doch arbeitete er schon seit einigen Jahren in der Fabrik, da er das Seinige dazu bei tragen mußte, um für sich und mich, eine arme Wittwe, das Leben zu verdienen. Gestern Morgen wecke ich ihn zur gewöhnlichen Zeit ; O Mutter." sagt' er. laß mich heute zu Hause bleiben ; ich bin sicher, in der Fabrik giebt's ein Unglück durch den Schornstein; der wackelt so schrecklich und dabei zeigte er. wie der riestge Schornstein sich hin und her bewegte, der schlägt gewiß noch die Ar beiter todt.- Allein ich beruhigte den armen Jungen und sagte ihm, seine Herren würden wohl nicht arbeiten lassen, wenn der Schornstein unsicher wäre: denn, Charlie, du weißt, nächste Woche heißt es die Hauimiethe bezahlen, da mußt du arbeiten gehen.- Der gute Junge sagte daraus: Lebe wohl, Mut ter!" und ging. Nun liegt er t)ier todt.-

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