Indiana Tribüne, Volume 6, Number 134, Indianapolis, Marion County, 1 February 1883 — Page 2
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L tägliche- ud Sonnt: ;sansgaye. Cfftcr: 2S. DclwarcTtr. -'t IN'poZis, Ind., 1 .ycGroat !:;. 7!ö d:m ;;. rta ira? ;:: - ;;::?:;tnße Sei der letzten lleberstuthung hat der chängnißvolleu Dammoruch ungeheurer, fast ununter'o:ochencr Was-ser-und Eisspiegel von etwa 75 Kilom. Länge und 520 Kilom. Breite. Die übe?fluthete Flache beträgt dort xnince ftens 600 Kilon.; der Bodensee und der Viersaldstätttisee sind nur wenig grä ßer. Die nur mit weniger Zoll unter ööasser gesetzten und mit trockenen Acker flachen abwechselndenWiesen sind hierbei nicht mitgerechnet. Die ganze Wintersqat ist verloren, ob an eme Bestellung her StIhr mit Conmmrfnnt Jit danken I1IV 0 w sein wird,ist mehr als sraglich. Die durch, r 1 ' . I zaznllliicye .lejc oer aerma'en vc trägt 3-4 Meter, und sonach hat der Rhein binnen wenigen Stunden zwischen 18C0 und 24UÜ Millionen Kubikmeter Wasser über das unglückliche Gebieter gössen. Angesichts solcher Ziffern sogt die Frage nahe, ob menschliche Kräste überhaupt imStande seien,durch Stromcorrection solchen Flüssen wie dem Rhein ihren Willen aufzuzwingen. Daö die Katastrophe diesmal grade die Rhein Pfalz und Rheinhessen heimsuchte, daran ist, wie allerseits behauptet wird, das gleichzeitige Steigen des Rhein und des bei Mannheim mündenden Neckars schnld, während andererseits Mainz, abgesehen von der nicht genug zu bewundernden Energie seiner Militär' und Civilbehörden, sowohl durch das bloß langsame Steigen des Mains als auch dadurch verschont blieb, daß die Wasser masfen des Rheins sich schon weit ober halb Bahn brachen. Den theilwcise aus recht alter Zeit herstammenden Dämmen in der Rheinpfalz und Rheinhesfen wird jetzt vorgeworfen, daß sie nicht durchweg solide gebaut gewesen seien, daß einige Sand zur Grundlage gehabt Hütten. Während an dieser oder jener Stelle mit Aufwand aller Kräfte gearbeitet wurde, brach das Wasscr an undkrnOrten durch, wo man dergleichen a:n wenigsten ver Mllihet halte. Vielsach hat der Rhein Neigung gezeigt,scin altes,vielgekrümm tcs Bett wieder auszusuchen, und zwar deshz'.b, weil die Dämme naturgemäß r w r w rvrv . dorr, wo ein alter Siheinarrn abgeschnitten rjjide::, den geringsten natürlichen 5)a!t kaücn. Mouate werden hingehen, eh: die schädigten sagenden vor neuem Hochwafskr gesichert sind. U:: die Zahl ö:r eingestürzten Häuser haben n:: aufgrund öcr den deutfch ländifchen Zeitungen zugegangenen telegraphifchen 'teldungen fchon früher b? richtet und dem heute nur noch hinzuzu süzcn. daj die Zahl derselben sich nach den bssic'cÜenErmittclungen überall noch wesentlich r-röcr herausstellt. In den fefflmp.iui i ton uoicissoaicn waren I V.Aft l-k f. t .Hi. i- nuuimu i . au? iuicunsjeiin. 5j?'.viu uno cni.oq ; p., t'ttl... ui.ii o .u iurMc um;i .i:;i,r , gebracht. Im Schaluizc des benach dorten Oppersheim befanden sich 177 Flüchtlinge aus Friescncim. Einen höchst wohlthuenden Eindruck gewährte es, zu sehen, wie überall Frauen und Mädchen aus den besten Familien ko chend und sonst helfend haiitirtcn. Nach den starken Ueberschwemmun gen des vorigen jJlththunderts sollen die Bewohner der erwähnten und der benachbarten Landstriche zu einer solideren Bauart ihrer Häuser übergegangen sein, im Laufe der Jahrzehnte die bittere Lehre aber wieder in den Wind gcsch!a gen haben. Selbstgcfertiqte Ziegel aus s ' . i. . Meqlgettoanelem ey.n uno etn uiui geS und leickt herzustellendes, aber, wie die Ereignisse gezeigt haben, verhängnißvolles Materials Und doch sind in ei nem großem Theile der Nheinpsalz fast alle die kleinen Häuschen sowohl der Fabrikarbeiter als der minder begüterten Bauern aus diesem Stoss hergestellt. Auch in Rheinhesfen findet man häufig diese Bauart, aber da einzelnen Gemeinden das Nutzungsrecht ausgedehnter Waldungen zustand, so si.idet man doch auch, namentlich aus älterer Zeit, viel solide Häuser aus Eichenholz, die selbst dem stärksten Anprall der beim Herein bruch des Wassers ziemlich hohen Wcl len widerstanden haben. Am häufigsten sind allerdings die Gebäude aus Fachwand, und bei diesen finden wir (fo bei spielsmeis? in Hosheim, Aobstadt, Biirstadt u. s. w.) die auffallende Thatsache, daß das Wasser dicLehmsüllung herausgespült hat, während das Holzzerüst ste hen geblieben ist. Anders in der bairi daui fchen Psalz. Die dortigen Lehmhäuser sind, wo ems schadhast wurde, meist gänzlich zusammengebrochen, so dak man l. JU mm J 1 Vwm m a mVa im niriii: ii i i ii i nr i miii i :i 'rii nr n riiirr und Hausrathsgegenstände Zeugniß da ....... . " M X C n.'rrth.'rtArttlttllNl 's) Alt MlVi für ablegten, kaum vorstellen konnte, daß dieser oder jener Erdhaufen ehedem ein Haus gewesen sei. Und wahrend in den Kreisen Benshcim und Großgcrau selbst bei solchen Häusern, deren Wände hier oder dort eingerissen worden, die Frucht noch unversehrt auf den Spei chcrnlag, ist in Oppau, Fricsenheim, Edigheim, Studernhcim, Aoxheim, Bobenhcim u. s. w. mit den Häusern auch deren gesammter Inhalt in den Jluthen verschwunden. Ganz ahnlich wie hier das Wasser gewirkt hat, würde auch ein Erdbeben gewirkt haben. Fast alle Verlustc an Menschenleben sizd bei dem Aettungswerke vorgekommen, noch aber hat man nichts davon gehört, daß in den Häusern Zurückgebliebene ertrunken wä ren. Da ist ein Beweis dasür, daß die Einwohner der ihrer Lagc nach zuHils.' befähigt geweseneuOrtfchaflen sich nichts vorzuwerfen haben.
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Was nun die Art der Unterstützung und die Verwendung der Unterstützungs gelber anbelangt, so liegt das Ziel klar vor Augen, so lange noch der ersten Noth gesteuert wird. Man verpflegt die Leute, schafft ihnen provisorische Unterkunst, beköstigt sie und gibt ihnen Kleider. Was aber später? In Oppau
sollen zunächst Barrackcn gebaut werden. aber auch in Barraaen können die feilte nicht ewig wohnen bleiben. Die Hauptsrage dreht sich um den Wiederaufbau der'cingestiirzten oder laut polizeilicher Anordnung für unbewohnbar erklärten Häuschen.' Aus eigenen Mitteln würIden unter den Geschädigten nur sehr wc wäre also etwaigen v Allerärminrn nn Häußchen zu helfen. Aber damit hat es seine Haken. Aus sast jeden solchen Hauschen, das 1200 bis 2000 M. werth sein mochte, lastete eine Hypothek. Nun ha cen die Hypothekengläubiger Gegenwärtig anstatt eines Hauses einen rzerthloJen' Schutthausen zum Unterpfand. Baut man aber aus öffentlicheu Unter stüöungsgeldern die Häuser wieder aus, so schenkt man eigentlich das Geld mehr den wohlhabenden Glaubigern als den armen Wossergeschädigten. Es würden , " ' ... , m . ,r also mlt ben, Glaublgern Ueberemkunfte V. A . . I V i. C . t dabin w Irene Kin. dafc ne tur die neu geschaffene Sicherung ihrer Forderungen von diesen Forderungen einiges ablie :?n. Ueber weitere Verhandlungen, die nach oikfer Dichtung hm von den verschiedenen Hilfsvereinen in Deutschland geVY- , . :;i werden, hoffen wir baldigst Na d?n dierher aelanaenden Zei u : e.: i::li;hii:er: zu können. O:rfZlsÄ5esTyet. Thee ist hierzulande ein so allgemein gebrauchter Artikel, daß es ein ganz an sehnliches Geschäft ist, ihn in großem Maßstabe zu verfälschen. Das geschieht denn auch in wahrhast herausfordernder Weise. In China ist man vortresflich in der Kunst bewandert, werthlose Blätter zu särben, glänzend zu machen und mit einem angenehmen Duft auszustat tcn. Früher wurde dieser elende Stoff auch nach England und Frankreich ein geführt, da aber diese beiden Länder seine Einsuhr schließlich verboten, so stürzten sich sämmtliche chinesische Thee falscher aus die Ver. Staaten. Hier fanden sie ein fruchtbares und ergiebiges Feld. Sogenannte Makler lauften den Schund aus Auctionen für vier bis uns lSenl-3 daZ Pfund und schlugen ihn dann im Einzelnen an Kleinhändler los. die ihre Kunden durch erstaunlich billige Brcise, Oeldruck-Bildcr und sonstige Geschenke anzulocken versuchten. Na türlich mußten andere Theehändler das nachmachen, um den Mitbewerb aus halten zu können, und so geschah es in verhältn'.ßmäßig kurzer Zeit, daß das ganze Theegeschäft demoralisirt wurde. Selbstverständlich ist immer noch echter, reiner und guter Thee im Markt, aber die meisten der sogenannten mittleren und leichten Sorten sind gefälscht. Der Gewinn der Händler an diesen ist ein unaeheurer und stellt eine Steuer aus die Masse des Volkes dar, welche im Verhältniß vielleicht noch erheblicher ist aU zlbst die Whiskeysteuer. Außerdem r cmh manche Blätter mit Chemikalien v:, her stJimfefic't aerade?u ' . . i ' J natfithei a s Nd. Der Congren will dem Uebclstande -- j i wenigstens theilmeife steuern. Emitlm mig hat der Ausschuß sür Mittel und Wege einen . Gesetzentwurf einberichtet, der- die Einsuhr unechten, verfälschten oder bereits feiner Stärke beraubten Tbees verbietet. Jeder Importeur oder erster Empfänger von Thee soll dem Zollhause Bürgschaft dafür stellen, daß er die Waare nicht eher entfernt, als bis sie auf ihre Qualität untersucht worden ist. Wird sie gut befunden, so wird sie I f- r V f rfV sofort freigegeben, im anderen Falle er hält der Adressat Nachricht, sich zu einer ' nochmaligen Prüfung einzusinden ' . . " . Bei Memungsverschlcdenyelt zwischen ihm und dem Zolleinnehmn soll jeder von Beiden eincnSachverständigen ernennen, r.'ia !n . .( v die ihrerseits einen Dritten wählen, und entscheidet diese Commission, daß der Thee kraftlos, versälscht oder mit ge sundheitsfchädlichen Chemikalien ge fälscht ist, so muß der Importeur wiederum Bürgschast dasür stellen, daß er die Sendung binnen fechs Monaten aus dem Gebiete der Ver. Staaten herausschaffen wtrd. Durch die Annahme dieses Gesetzes und mehr noch durch seine gewissenhafte und strenge Durchführung wäre schon viel gewonnen. Theehändler wußten dann zum Mindesten, daß sie sich nicht betrügen zu lasien brauchen und gute Waare kaufen können. Wenn sie aber schlechten Thee durchaus kausen wollen, so werden sich wohl im Jnlande genug schöne Seelen finden, die den Verfäl fchungsproceß vornehmen. Hiergegen kann der Nund keinen Kckun a?mäbr?n. ! sondern nur die Gesetzgebung der Ein , zelstaaten. Der beste Schutz liegt jedoch , in der Hand des Publicums. Wenn sich b . . . . . . ' . 7 , : s " - &im " r i oieie'ä Niazr meor oiirg Prämien, Prell sr-, m . . m . 1 oder Geschenke bethören laßt, sondern für gutes Geld guten Thec und nichts i weiter fordert, so wird es auch nicht mehr so häufig betrogen werden. Die einsaitige Ansicht vieler Käufer, daß der Händler nur ihnen gerade ein Geschenk mache, sür das Andere bezahlen müssen, trägt ungemein viel zur Ernie drigung nicht nurzjdieses Geschästszwei" gcs, sondern des Kleinhandels überHaupt bei. Soviel sollte am Ende Jeder wissen, daß er nicht mehr erhalten kann, als den Gleich werth seines Geldes. Cisendahn.UnfäUt. D'N zahlreichen Eisenbahnkatastrophen ist schon seit Jahren die traurige Thatsache eigenthümlich, daß so viele Menschen ein grauenhaster Tod ereilt. Wenn die Aeisenden nicht bei einer Esl lijion augenblicklich zerschmettert oder nicht von Glas und Holzsplittern durch bohrt wurden, so verbrennen sie unter
den Trümmern, ln dem Flammenmeere, dös beinahne mit jedem Eifcnbahn-Un-glück verbunden ist. Unendlich oft wurde schon aus die außerordentliche Gefahr lichkeit dcr Petroleumlampen und der eisernen Oesen in den Eisenbahnwagen hingewiesen, aber trotzdem, trotz der fürchtttlichkn Katastrophen bei Ashta bula und Spuyten-Duyvil sind jene Ar leuchtungs- resp. Heizung? Apparate noch 'allgemein in Anwendung. Die hölzernen und uuLgetroSnetcn Wände der Wagen sind mit Copal oder Schel lack überzogen und nicht viel weniger seuergesährlich als Schießpulver, und Lampen und Oefen warten nur aus den Moment, in dem eine gebrochene Schiene,
eine falschgestellte Weiche, eine Eatglei-'. . rv- , Sm . sung, der Mangel, an Signalen einen Eisenbahn-Unsall herbeiführen, um die Wagen in Flammen zu hüllen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß Oefen unter allen Umständen aefährlich sind und in Eisenbahnwagen mcht zur Verwendung kommen sollten; aus manchen Bahnen ' bat man die Hei;una der Sclafwaaen Mittels heilen Wägers emgefuhit, aber v:c im., x :ri ex..: v vc ' - - UUUJ Ultl illiyUUC li UJlfUililU, lU UUS . . ri ci- . US einer geoornenen lOyre ausurv' ' mende Wasser die Reisenden verbrüht, Eisenbahno-Jngenieure haben wiederholt ', daraus ausmerksam gemacht, daß die ; Wagen gefahrlos und mit geringem ! Kopenauswande durch den von den Lo i comotiven abgehenden Dampf gcheizt , werden tonnen; es würde diefe Einrich- j tung nur die einmalige Ausgabe für Röhren nöthig machen, welche am Boden der Wagen anzubringen wären. Zur Erleuchtung sollten lediglich Kerzen verwendet werden, die mit automatischen Vorrichtungen zum Auslöschen versehen werden können. Solange die gegenwärtige Beleuchtung und Heizung der Wagen nicht abgeändert wird, sind die selben verhängnißvollen Bränden ebenso ausgesetzt, wie ein Pulvermagazin mit schadhaslcm Dache, das sich unmittelbar neben im Betriebe besintoity,, vc.trf:n befii.dlt ffolgen der iZlnwandcrttng. . Nach den nunmehr vervollständigten Berichten ans den zehn bedeutendsten Hasen der Ver. Staaten betrug die Zähl der Einwanderer im vorigen Jahre 712,54-2. Diese bilden 1)7 Prozent der Gesammt-Einwanderung, so daß sich letztere auf . 5734.000 gegen 720,015 im Jahre 1881 beläuft. Im Jahre 1877 war die Einwanderung auf 130.000 gefallen und stieg aus 250,000 im Jahre 1879, 593.000 im Jahre 1880, 720,045 in 1881 und 731,000 in 1882. Die Zunahme der Einwänderung im letzten gegen das vorletzte Jahr entfällt lediglich aus die ersten ö Monate von 1882, wo sie 470,000 gegen 323, 000 in den entsprechenden 0 Monaten des Jahres 1881 betrug. Die letzten Monate des vergangenen Jahres zeigen daher eine Abnahme gegen 1881,- und dir? ist namentlich cz der besseren der europäischen Ld,? in den letzt? Monaten erklär!:?. Da5 Verhältniß, in denen sich die Einwanderung des vorigen Jahres aus den verschiedenen Ländern Europa's zzkrutirte, ist annähernd dasselbe, wie in 1881. Aus Deutlckiland kamen in den zehn b?deut:kdst'H'.:t in 1862 tzt 000 Personen an, cns und über Canada 83,071, aus England und Wales 79,725, aus Irland 77,717, aus Schwc den 58,742, aus ?!orwegen 20,185, aus Schottland 1,109. und aus OestreichUngarn 12,301. Kein anderes Land Europa's stellte etn o,ontlngent bis zu 10,000 und ausfallend ist namentlich die Abnahme der italienischen Einwände rung. Deutschland lieferte beinahe den dritten Theil aller Einwanderer.während noch nicht einmal der zehnte Theil auf das früher präponderirende - Irland kommt. Die Deutschen, Schweden und ' Norweger sind diejenigen Völker, deren Angehörige zum relativ kleinsten Theile in den Städten sich niederlassen, in der ! Mehrzahl den Westen besiedeln und I . -. ... w . -r w . . . unterstützt durch die mitgebrachten Mit tel zur Vermehrung der Boden Er : Zeugnisse des Landes in kurzer Zeit bei tragen. DieserEinwanderung gegenüber drängt I sich die Frage aus, welchen Einjlns die ' r . . e . , c v m selbe auf den Charakter und die Ver hältnifse der amerikanischen Bevölkerung in politischer und socialer Beziehung ha ben werde. Hierbei müssen wir zunächst r.Ttri s . rz'.. i.o r . .. : t. Tll XV!:: 1 S!
nun vuuit uu u mmuiiu uiMrtsltll rAn ri,? siVimfHn
rung, auf den Ueberschuß der Geborenen über die Sterbenden und Auswandern den. Wie viel zu dieser natürlich: VerMehrung die kürzlich cingewanderten Elemente beitragen, ist aus den statistischen Tabellen nicht zu ersehen. Jedenfalls ist nicht zu erwarten, daß im Lause einer Generation wesentliche Veränderungen in den Anschauungen und Ver hältnifsen des amerikanischen Volkes ein treten, nnd welcke Veränderungen eine Reihe auf einander folgender Genera ! tionen hervorrufen wird, läßt sich in keinem Lande der Welt so schwer auch t . . " ' nur annähernd vermuthen, als in den Ver. Staaten, weil derenJähigkeit, völlig ungleichartige Elemente der bestehendenZustände zu assimiliren und sich selbst den neuen Bestandtheilen anzupassen, nirgends in gleich hohem Grade vorhanden ist. Mit vollem Rechte sagt die 9?. S)J. Times : Der Eharaltec des ameritanischen Volkes war von Anfang an und in allen Stadien seiner Entwicklung das .Product in Europa geborener Menschen und ihrer Anschauungen und des amerikanischen Bodens, Klimas, sowie der amerikanischen LedenSbedingnngen.Es würde daher auch sür diejenigen Amerikaner, deren Väter schon zur Colonialzeit in daö Land kamen, ein unbcrechtigter und durchaus falscher Schluss sein, anznnehmen, daß die Einwände rung die amerikanischen Verhältnisse in ungünstiger Weise beeinflussen und um gestalten könne. DaZ amerikanische Voll mag sich in Folge der Einwänderung etwas anders entwickeln, als ohne
selche, sicherlich aber nicht ungünstiger, nicht schlechter, nicht weniger geeignet, wirklich freie Institutionen zu erhalten und weiter auszubilden. Eine andere und vielleicht nicht minder interessante Frage ist die, welche Folgen der Verkehr mit so vielen Ansgewande?tcn für die Bevölkerung der zumeist be
troffenen europäischenLänder haben wird. Es gehen jetzt unzählige Briefe und Zcitungen hinan", die in den Da":eimge blicbeuen ganz neue Ideen und Wünsche erwecken. An maßgebender Steüe weiß j man das sehr genau, und dcsbalb, nicht ! aber aus dem durcyaus sadcnschei- ' nigen Grunde, daß die Auswanderer dem Vaterlande verloren aehen, sacht nan namentlich in Deutschland den Ab- ' ' stuß nach der großen Republik zu hem men. (5ln Seid. Joo l?mu? i als weiter tarier aus dem ighland'Leuchtthurme in der Nähe vsn Navesink der Long Branch anae . . I stellt. Ver dortige Leuchtapparat besteht' lvneisj.imh nt ? s,, puvnuiym, uiw iu UU Ulli UUCUI, . V -1 T JC r rt v ri r nur vuia) eine jtymaun unennrelsen verbundenen Thürmen besinden. Inder Nacht vom Samstage zum Sonntage vtcserWoche war es sehr kalt, undSmith mute die coören, durch welche das zur Speisung der Laternen benutzte Lard O.-l aus dem Oelbehälter den Lampen zugcflll,rt wird, fortwährend erwärmen. um oas jei gegen das Msneren zu schützen. Der Leuchtthurm ist einer der wich.'lgstm nn dcr atlantischen Küste und wirft den Schein seiner Laternen auf eine Strecke ' des Shrewsbury. dessen Mündung und einen Theil des Oceans. Smith, der sich aus Posten und allein im Gebärde befano, bediente sich zur Erwärmung der Aöhre einer Alcohollampe. Der Henkel, an dem er solche hielt, brach und die Lampe, die er unter einer Röhre gerade über seinem Kopfe hielt, siel auf ihn herab; der brennen! e Spiritus hüllte den Wächter über und über ein. Rasend vor Schmerz und geblendet. stürzte der Mann nach der Thüre, mehrere Stufen hinab und wälzte sich im Schnee. Kops und Varthaar waren völlig verbrannt, die Augen gestatteten ihm nur einen unbedeutenden Schein, die Kleider hingen in Fetzen von ihm und fürchterliche Brandwunden bedeckten das G?sicht und den ganzen Körper. Zur Nachtzeit war es unmöglich, Hilfe herbei zu signalisiren, Smith wußte, daß das Einfrieren der Röhre vielen Schisjen den Untergang bringen mußte. Trotz der fürchterlichen Schmerzen, trotz seiner bei nahe völligen Blindheit suchte und fand Smith eine andere Alcohollampe und setzte mit solcher die Erwarmuna der Röhre fort. Bei Tagesanbruch kam der Oberwärter, und alsSmith dessen erstes Wort vernahm, stürzte er ohnmächtig zusammen; er genießt die beste Cur und Pflege, aber die Aerzte fürchten für sein Leben und mehr noch für sein Augenlicht. Der bekannte Antisemitenführer und frühere Gymnasiallehrer Dr. Bernhard Förster, Verfasser der vom Reichskanzler noch immer nicht beantwarteten Anliscmitenpetition, ist des Harrens müde geworden und wird dem nächst nach Südamerika auswandern. Als Ziel de$ Dr. Förster bezeichnet das .Dänische Tageblatt": NeuGerman:en zwischen dcm Paraguay und Parana." Vi,,n u9Uno. G u m d e t t a liebte leiden schasllich militanten Pom;? und Paraden. Eine Truppenschau regte idn in seltsamer Weise auf, sell st das Vorüber ziehen eines Regiments in den Straßen, mit klingendem Vpiel, brachte zuweilen Thränen in seine Augen. Als er Präsident der Kammer war, hatte er eine Ehrenwache, welche ihn von seinen Privatgemächern nach der Kammer geleitete, i rr r nrn uno er Mgle zu sagen, oav oas wz beln der Trommeln, das Waffengeraffel, als die Soldaten das Gewehr pr'afentirten, und der Gruß der zwei Ossiciere, die ihre Degen srnlten, als er in Salontoi lette nnd zwischen sich ties verneigenden Huissiers durch die ofsenen Thüren schritt, sür ihn so gut wie Absynth" war Vor etwa sechs Monaten gab er ein Di ner, als der erste ankommende Gast ihn eine Zeitung hin und herschwenken sah, welche einige ironische Bemerkungen über mihtän,ch? Glorie enthielt. Es wurde iWb wird, selbst wenn sein Ersolg blo I". -Das ist ganz richtig", rief Gambetw mit lcuch lenden Augen aus, ich glaube es ist meistens Glück ich habe mich über Tak tik müde gelesen. Gebt vtt eine ungestüme franzosische Armee, gut befehligt von einem Manne wie (u?,d er nannte feinen Lieblingsgeneral) und ich glaube, dieselbe wicd die Reihen irgend einer Armee von Soldaten mit Brillen auf den Rasen und Büchern über Theorie" in ihren Tornistern, durchbrechen." Trotz allen g e g e n t h e i l i gen Gerüchten wird jetzt bestimmt ange geben, daß die Krönung de? Czaren im Frühjahr mit allen üblichem Pompe be gangen werden solle. Das in Moskau behuss der vorjährigen Ausstellung errichtete Riesengebäude wird deswegen nicht niedcrgeriisen, sondern soll bei der Krönung benutzt werden. J.n Dänemark u i r d soeben Krieg gegen die Trunkenheit ge führt, besonders in der Hauptstadt Copenhagen. Die Anzahl' der Schenken soll von 1350 auf 300. vermindert wer den. Hübfche geputzte Schenkinnen werden nicht meh? geduldet. Wer einem jungen Menschen unter 18 Jahren, oder einem schon Betrunkenen Spiritussen verzapft, zahlt Strafe. Betrunkene werden auf Kosten des Wirthes in einer verschlossenen Kutsche heimgebracht. In Ab erde en, Schott land, ist eine industrielle Ausstellung von Landeserzeugnissen eröffnet worden, auf welcher auch gestopfte Strümpfe und ausgebesserte Kleidungsstücke erscheinen, aber so kunstvoll auögedeffert, daß die Schot-
tcn stolz daraus sind und jagen, das seien
Vcwcife jener Oekonomie, welcher Schottland seinen Wohlstand verdanke. Die Studenten von Kö nigsberg und die von Heidelberg haben in Berlin ein Cartell ansgefochten. Drei Dclcgaten von jeder der beiden Univer sitäten waren die Duellanten und soch l:n in Gegenwart von Vertretern aller deutschen Universitäten, ohne Sclundan ten, bis 14 Wunden der Sache ein Ende machten. Die Polizei hatte offenbar nichts dagegen, und die Zeitungen, wcl che es berichten, vagen nicht, ihre Ver dammung dieses barbarischen Unsinns nuszusprechcn. D ie .Pariser P o'liz eibe amten, welche um Weihnachten un' Neu jähr den besonderen Austrag hatten, die Läden zu überwachen, haben über 200 Personen wegen Ladcndiebstahls verhaftet. Das weibliche Geschlecht stellt bei Weitem die meisten. Nur zwei Ta schendiebe von Gewerbe wurden ergrisfen. Die Damen gehörten den verschie densten Ständen an, manche sind ver beiratbet und svielen eine Rolle. Bei ULLlUilJlli Ulblbll hllU WHk ame, einer Conzertfangerin.wur . . J - . de Haussuchung gehalten und eine un glaubliche Menge von Leinewand, Seide und anderen Stoffen gesunden. Bei ei ner anderen Dame wurden sür mehr als ü0,000 Francs gestohlene Sachen ge funden. Aus Ostpreußen wird geschrieben : Der Lehrer Stepke in Wiludden ist Wahlmann gewefen und hat liberal gestimmt, hat aber nicht im ge ringsten agitirt. Er ward im Interesse des Dienstes vom I.Jan, d. I. nach der polnischen Grenze im Johannisdurgei Kreise versetzt. St. ist sehr brustleidend, was sich wohl aus dem Feldzug noch herschreibt, und hat der königl. KreisphysikuZ ihm bescheinigt, 'daß er am 1. Januar seines körperlichen Leidens wegen und in dieser Jahreszeit nicht ziehen könne. Die königl. Regierung hat aus dieses Attest nichts gegeben, und St. muß ziehen, so daß er möglicher Weise an den Folgen des Feldzuges durch die ihm jetzt zugedachten Strapatzen sein Leben aus's Spiel stellen muß. Der Lehrer Bimbennek in Wronnen bei Lötzen ist wegen seiner Stimmabgabe bei der letzten Wahl im Interesse des Dienstes ebenfalls versetzt. Der Lehrer Trapp in Neufreudenthal hat nicht strikte den Befehlen gehorcht, hat konservativ ge wählt, jedoch nicht die ihm angegebenen Candidaten ; auch er ist im Jntcreffe des Dienstes versetzt. Ei n an den Minister des Innern in England, Sir W. Harcourt, gerichtetes Gesuch des Rathes des Londoner Leichenverbrennungsvereins um Ertheilung de: laubniß zur ErricherneS LelchenvcrbrennungSOsens (Urematoriurn) in Woking hat derselbe abfchlägig defchieden mit dem Bemerken, daß die Leichenverbrennung in England nur durch eine besondere Parlamentsakte gestattet werden könnte. I n einer Besprechung beim Reichskanzler am Abend des ö. Jan., welcher die sämmtlichen Aboeordneten der Rhein und Mainuferstaaten, mit Ausnahme Liebknechts und NcttingHausens, b:iwohnten, ward über die Verkeilung der aus dem kaiserlichen Dispositionssond bewilligten 00,000 Mail Folgendes beschlossen : Es erhal ten Hessen ic0.000Mark, Psalz 100.000 Mark, Preußen 100.0V0, ElsaL.Loth. ringen 40,000, Baden 40,000, Württemberg 20.000. Baiern 40.000 Mark; die übrigen 100,000 Mark sollen Re servefonds bilden, um nachträglichen Forderungen gerecht zu werden und in acht Tagen zur Verkeilung kommen, während die obigen 440,000 Mark so fort abgehen, und zwar, sür Hessen an daS hessische Landescomite Darmstadt, Pfalz an das Centralcomite Speyer, Preußen 80.000 Mark Centralcomite Koblenz, 20.000 Mark Comite Wiesbaden, Baden an Landescomi!e Karlsruhe, Elsaß'Lothringen an den Statthalter, für jenseitiges Baiern die Hälfte nach Wurzburg, dte andere Halste an dleDo nau. Bestien in Menschenge stalt kann man mit Fug und Recht jene Burschen nennen, von denen aus den überschwemmten Gegenden des Rhein gebietes Folgendes gemeldet wird : Noch hat der Kamps mit den Elementen nicht geendet und schon stellen sich die Hyänen deö Schlachtfeldes m Person gewissen loser Viehhändler und Bauern der Um qeqend ein. Dieselben schwätzen den überschwemmten Viehbesitzern vor, daß ihr Vieh m Folge der geringen Futtervorräthe zu Grunde gehe und suchen dasselbe um einen Spottpreis an sich zu dringen. Glücklicherweise ist die Regierung sofort dagegen ausgetreten und es wurde den Habgierigen das Handwerk gelegt. Vom Jnlande. D i e italienischen Bären sührer Lorenzo und Michael Patitito kamen vorige Woche nach Philadelphia, um dort in den Straßen-Vorstellungen mit ihren beiden Tanzbären zu geben. Sie kehrten in dem Boarcinghause der Frau Luccavini ein und brachten die Bären in einem Schuvpen des Hoses unter. Während die Wirthin mit dem Zubereiten der Abendmahlzeit beschäftigt war, wollte sie Kohlen aus jenemSchuppen herbeiholen und öffnete, nicht an die Bären denkend, den letzteren. Den Bä ren war es angenehm, ins Freie zu kou men und einer derselben drückte die Frau herzlich an seine Brust, nicht so sehr, daß th: der Athem ausgegangen wäre, -sondern fein säuberlich und manierlich. Der Frau fchien trotzdem die Situation nicht zu behagen, denn sie schrie mörderlich um Hilfe. Ein paar Männer U men in den Hof, woraus der eine B ir die Frau losließ. Diese, sowie die Männer flohen in das Haus und ließen sich nicht Zeit, die Thür hinter sich u schließen. Die Bären solgten und sanden sich im Eßzimm:r ein. Die kalten Speisen sür den Abendtisch befanden sich bereits ans der gedeckten Tasel und de Herren Petz ließen sich folche vortrefflich schmecken, nicht ohne sämmtliche Tellec und Glaser von dcm Tische zu werfen
und zu zerbrechen. Endlich kamen die Italiener nach Hause, die Baren waren. ganz sztt und folgten ihren Herren wil' lig in den Schuppen. JnLoSAngcles, C a l., brachte vor Kurzem ein vielbeschäftigter Arzt ei.i neugeborenes Kind zu einem in dürsti gen Verhältnissen lebenden, kinderlosen Ebepaare, händigte demselben $S00 ein und sicherte ihm, falls sie sich des Kinde? annehmen und dasselbe erziehen würden, weitere zu. , Das Kind ist auf. fallend häßlich und kränklich und daZ Ehepaar lehnte es nb, dasselbe zu behüt tcn. Daraus wurde das Kind bei einer armen Wittwe untergebracht. Die Mut ter des Kindes ist die sehr jugendliche Tochter der reichsten Familie der Stadt, und der Vater einer der hervorragend sten G:schästZ!cute, ein verhe:raih:tkr Mann. Der-Spelulant, welche: da AuSstellungkgebäude in Philadelphralür $97,000 aus den Abbruch kaufte. hat die Kaufsumme seither aus dem
iljen gelöZt. Im (Lanzen wird ihm daö sitrn,,? tntnhpfWs Ot.Ci (Wi Zt... v.. j.nt vw - titiittt gen. Die Antrittsboisüafl des Gouverneurs Q'Neal von Älabsa enthält, genau gezahlt, 290 Worte, bt schästigt sich mit der geographischen Eintheilung des Staates und schließt m:t der Prebezeiung gedeihlicher, commercieller .itwickelung. Gouverneur Glick von KansaS macht in seiner Antrittsbotschaft den sehr beachtenswerthen Vorschlag, daß der abtretende Gouverneur eine Botschast an die Legislatur richten und daß der neue Beamte dagegen nur eine kurze Erklärung abgeben solle, in denen er die Grundsätze betont, die ihn bei sei ner Administration leiten sollen. Die Zeit zwischen der Erwählung eines Ccu verneurS und dem Antritte feines län tes ist in der That zu kurz, als daß sich der neue Beamte so mit der Lage de? Geschäfte und den Anforderungen, die zunächst an ihn herantreten, vertraut machen könnte, wie es eine Botschaft an Vit Legislatur voraussetzt. Die zw Slfi ährige Hattie M. Draw, Tochter eines Farmer? bei Oalsield, Arcostock Co., Me., besitzt die eigenthümliche Gcschicklichkeit, irgend welche Wörter ebenso geläusig und tich tig von hinten buchstabiren zu können, wie das Svellen" von Lehrern und Schülern von vorn bis zum Uebermaß ungeübt und betrieben wird. Dieselbe hat blos den gewöhnlichen Schulunterricht genofscn und sagt, icdeS ihr ge nannte Wort sehe sie so deutlich vor ihrer Seele stehen, als ob sie es von einer Wandtafel abläse; es falle ihr daher gerade so leicht, das Wort von hint?n alZ von vorne zu buchstabiren. In WilkeSbarre, P a., ist eine fchon vor langer Zeit aufgegrabene Kohlengrube eingebrochen und hat den Einsturz mehrerer Haufer, die Etnfenkung einer langen Strecke Trottoir und eines Theiles der Straße, sowie Nisse und Sprünge in den Mauern noch stehender Häuser verursacht. Es ist als ein wahres Wunder zu betrachten, daß bei dieser Katastrophe keinMenschenleben zu beklagen ist. Die Leute, welche Augenzeugen des Vorgangs waren, geriethen vor Furcht und Schreck außer sich ; einzelne mußten mit Gewalt festgehalten werden, da sie in wankenden und stürzenden Häuser zurückeilen wollten, um einen Theil ihres beweglichen'Eigenthums zu retten. Aehnliche Erscheinunen kommen in der Kohlen-Region nicht selten vor. Die Stützen,' welche die Gewölbe der aufgegebenen Gruben tra gen, verwittern oder verfaulen im Laufe der Jabre und manche Zusammenbrüche haben Flächen Landes, die mehrere Acker umsaßten, verschlungen. Alle Fabriken von G l ukose in Iowa, zusammen mit einem An lagekapital von einer halben Million Dollars angelegt, sind bankerott geworden. Sollte daZ möglicher Weise damit zusammenhängen, daß die Bierbrauer in Iowa ein ganzes Jahr nicht brauen dursten? Claus Spreckles. der Zukkerlönig von Hawaii, hält sich zur Zeit in der Bundeshauptstadt auf, um in erster Lini: gegen die Auskündigung des Handelsvertrages mit der Regierung des Königs Kalakaua, und, falls er hierin inicht erfolgreich sein sollte, für die AnIneclirung der Sandwichs - Inseln zu agitlren. vlaq dem geg:nwartlgen Handelsverträge führt Claus Spreckles bekanntlich gewine aus den Jnfeln producirte Zuckersorten zollfrei in den Ver. Staaten ein und Spreckles monopolisirt die ganze Zuckerproduction der Inseln. Der Hauptgrund für die Kündigung des Vertrages ist die Thatsache, daß Zucker über Hawaii zollfrei eingeschmuggelt wird, der nicht auf denSandwich-Jnjeln gebaut wurde. . DaL sonnige Florida ist in diesem Winter noch zahlreicher besucht als in früheren Jahren. Im Innern des Staates sind an den schönsten Plätzen viele neue Pensionen als AufentHaltsorte sür Kranke, die in dem südlichen Klima Erholung und Genesung suchen, errichtet worden, viele Leute, deren ursprüngliches Reiseziel Havanna war, bleiben in Florida und begnügen sich mit einem Ausfluge nach der Perle der Antillen. Vergnügungssahrten nach Vera Cruz und der Hauptstadt Mexico finden regelmäßig statt und sind auf das bcquemste eingerichtet. Gen. Hazen, der Chef des Signaldienstes, hat den Jahresbericht für 1SSI veröffentlicht ; derfelbe umfaßt 1296 Seiten und 09 Karten. EinCongreßbefchluß vom 3. März 1874 bestimmt, daß diese Berichte verkäuflich sein sollen und spricht die Hoffnung aus, daß die desfallsigen Einnahmen die sehr bedeutenden Herstellungskosten decken werden. Unfere 60.000.000 Einwohner 'scheinen sich jedoch sür die Berichte sehr ! wenig zu interefsircn, denn in dem uai 30. Juni 1881 endigenden Jiscaljahre betrug die gesammte Einnahme für diese Berichte sammt Beilagen $288.09.
