Indiana Tribüne, Volume 6, Number 133, Indianapolis, Marion County, 31 January 1883 — Page 2

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ZLgciSe- und Sonntagsausgaö5. Ofstce: 2S. DclawareStr. Indianapolis, Ind., 30 Januar 188:$. Tommy und Timmy. Ein ungemein schwieriger und bedeut samer Proceß hat die Mitglieder des Obergerichts des Staates Georgia Wo chen lang beschäftigt, ihnen selbst zur Nachtzeit den Schlaf von den müden Augenlidern gescheucht und sämmtliche Einwohner vonSavannah in fast atfjemlose? Spannung erhalten. Aus der In sel Deboy, in der unmittelbaren Nähe der genannten Stadt, leben zwei ältliche Damen, höchst schätzbar, gebildet, gefühl voll und wohlhabend. Frau Manning und Frau Mitchersen wohnen unmittel bar nebeneinander, und die leichten, zierlichen Häuser sind nur durch die diese! den umgebenden Gärten von einander getrennt. Auf der Veranda eines jeden Hauses hing ein elegantes Vogeldauer aus glänzendem Messingdrahte, und in jedem derselben schaukelte sich ein gold gelber Sänger, dessen Urahnen in dem ewigen Lenze der kanarischen Inseln aus den Eiern geschlüpft waren. Frau Man ning hatte ihrem Piepmatz den Namen Tommy-, Frau Mitchersen dem ihrigen den Namen Timmy" beigelegt. Das Zirpen und Zwitschern, sowie die schmet ternden Töne der kleinen Sänger ver schönerten das Leben ihrer Besitzerinnen. Nur etwas störte den holden Genuß: Denn das ist doch klar", sagte Frau Manning von Timmy und Frau Mit chersen vonTommy daß Timmy, resp. Tommy bei Weitem nicht den lieblichen, rührenden, sympathischen Ton und noch viel weniger das Metall und die Kraft besitzt wie mein Vogel." Wenn Jede daher den Vogel der Anderen singen .hörte, gab es ihr einen Stich in's Herz. So standen die Dinge bis zum 13. Oktober 1831. Da war Tommy ver schwunden. Frau Manning trug ihren Verlust mit Würde, aber er naate und brt, tnn,rT;si nn hr itnh di fanti i ij Frau magerte ab. Doppelt schmerzlich war es für sie, wenn Timmy seine krei schenken Töne herüberschmetterte. Aber

auch drüben wurde tS still; am 10. No 0C.li:n ntiatsouvn rniu 's ucrvember 1881 toat auch Timmy ver ! Zahler dle Nothwendigkelt emer Verweh, schwunden. Auch Frau Mitchersen ver . rung des stehenden Heeres begrelfllch zu schloß ihren Kummer in sich, aber auch ien. Und i richtig entwickelte das Ml an ihrem. Herzen zehrte 'das Leid, und 'litarwochenblatt den Plan zur Verstar die brave Frau magerte ebenfalls ab. ' kung der Jnfanteneregimente Da erqinq sich am NeujahrStage 1882 ' drelzehnte Compagnie, wahrend dle Herr Mitching unter den Magnolien am Köln. Zelt. , die neuerdlngs wieder os Ufer, um sich von den Einflüsien seiner als osnaöses Mundstück benutzt Neujahrsbesuche zu erholen. Ein gelber wird, über dle Schwache der deutschen Sänger aus der Finken-Familie-car Martlllme lm Verhaltnlß zur franzö. duelis caiiaria-laß in ciiern Busche fischen und ruspschen klagte. Nun wurde und sang. frcr Mitching kannte das lm Apn .1881 dle sogenannte Frieden;. Leid, das die Damen Manning und, Präsenzstärke wleder emmal auf siebm Mitchersen heimgesucht hatte, er näherte' l Voraus kW

sich dem Sänger und dieser, der infcetrn ! . . . - 1 W - Mitching einen alten Junggesellen er kannte und wukte. dak er es bei einem snlck'n nikt KnUn wiip sZ,k fi snnn,n

l"T" n f'.. .wM.v.a...ij , . i n cm Gern hätte Herr Mitching den Vogel be j rung d, SttttS um 100,000 Mann, halten, aber hierzudachte fein Herz zu !o5 burJ f"Vbcm nßifujrte u8edel. Freilich wußte er nicht, ob er ,blldung der Ersatzreserve noch weitere Tommy oder Timmy in seiner Hand 'J00 l,3 ww-t""bei" hielt, aber er konnte wenigstens eineer Entlassungstermm sur Reserven Wunde heilen und brachte seine Beute Landwehrmanner um em halbes Frau Mitchersen, weil ihn sein Weg zu.Jahr-vom Herbst bl Ostern-hlnaus erst an deren Hanse vorübersührte. Diese geschoben worden. Man durste also erkannte ihren Liebling sosort und Herr "warten, bls zm Iah 1838 mit Mitching mußte den Rest der Flasche ' Mehrsordttungm mcht belastlgt zu werleeren, die bei dm Neujahrsbeschen an .zumal dle letzten, m Geld auge gebrochen worden war. Frau Manning druckt, sich aus 17 Millionen Mark jähr hatte von dem Ereignisse gehört und l"h belausen. Wle vlel könnte t für bicfc brachte noch an demselben Nachmittage Summe zu Gunsten der überschwemm Frau Mitcherson ihre herzlichsten Glück . '!m&

wünsche dar. Sie sah den von Herrn' rult iv Mitching eingesangenen Vogel und ! ent sihlossen zu sem, mehr Soldaten zu kannte in ihm Tommy. Der im ver verlangen, und man rüstet sich berelts kindlichsten Tone gestellten, aber mit den Abwehr. lndem man ,hr vorhält, höflichsten Worten abgeschlagenen Bitte dö dle deutsche Feldartlllerle allerdmgs um Auslieferung des gefiederten Sän. Lacher sem mag als dle sranMche g.rs folgte die dictatoiische Forderung oder russische daß aber dle kost,plellge und deren grobe Zurückweisung. so k lp. Dle Schon am - nächsten Morgen früh putsche Cavallerle zahlt 46 Schwa wurde Frau Mitchersen die Vorladung SSSÄ" vor den Friedensrichter Mannerson be Zösische gar nur 392. Es wlrd von sach händigt; dieser, eine Säule der Gerech kundiger Seite behauptet, daß für den tigkeit im ganzen Staate Georgia. ver Kriegsdienst dle Halste dieser n?hm für 700 Zeugen über die Frage, BMenen ausrerchen wurde und dle ob der Vogel Tommy oder Tlmmy sei. Aorlttbe der höheren' Stände für den Für jede Ansicht wurden gleich viele Zle"st zu .Pferde ganz allem für die Zeugen vernommen und gleich viele - Belbehaltuns i solcher Relterfchaaren ver allerdings nur Glaubens - Eide ge. antwsrtkch lst. Ferner wurde dle Feld schworen. Frau Mitchersen's Anwalt, erst nn 3jjre 1881 ton 300 Herr Timmington, war ein guter Kunde f damals des Friedensrichters Mannerson, und von den Mllltarbehörd.en für ausrei als endlich gar keine Zeugen mehr auf Send gehalten wurde. Seitdem ha zutreiben waren, gewann mithin Frau Frankrelch seme rettende Artlllerle mcht Mitchersen den Prozeß. Das Appilla ffi tl tionsgericht sprang sehr oberflächlich mit s ungsartlllerle lst ohnehm nur halb so der Angelegenheit um und bestätigte ein d deutsche. Trohdem ver fach das sriedensrichterliche Erkenntniß. Ä das .Deutsche Montagsblatt dle Das Obergericht endlich hat den Fall Verstärkung auch der letzteren. Jede mit aller Gr''idlichkeit aufgearbeitet, die ?eue Feldbattme kostet lährllch wenig ihm gebührt. Auch seine Entscheidung, Kn 80,000 Mark. Frankrelch und die in voriger Woche publizirt worden Rußland mögen lm Fneden emlge Bat ist, lautet zu Gunsten der Frau Mitcher terttn mehr haben, aber sie haben kem sen, verurlheilt aber beide Theile in die solches Osncler und Untttokfic,ttcorp Kosten, weil die Rechtslage so eminent lÄ? verwickelt sei, daß man annehmen müsse, fort mlt ö Reservebatter.en m'S Feld jede Partei habe lediglich in der Ueber kann, für dle in Frledenszttten zeugung ihres Rechtes processirt und jede $ Eadres vorhanden sind. Sett Frivolität habe ihr sern gelegen. Die 71 sind neue Geschütze beschaftt wor Frage, ob man an einem Thiere, das zu dle lnsgesammt sur 500 Feldbatte den Hausthieren im engeren Sinne des. ausrelchen. Gefahr lst so sicher Worles nicht gehört Vera bestia i.orhanden, aber m der Armee lst ein Eigenthumsrecht' auch dann ochinneAvancementsst aelteud machen könne, wenn man nickt , nch durch Schaffung neuer Reglmenter

mehr lm Besitze desselben lst, hat das Obergericht mit Stillschweigen über gangen. Die Entscheidung ist darauf basirt, daß die vernommenen Zeugen in gleicher Anzahl und Glaubwürdigkeit die Eigenlhümöansprüche der Frau Manning so wohl, als-der Frau Mitchersen bekundet haben, daß sich daher beide Parteien in .gleicher Lage befinden und daß somit der Umstand, daß Frau Mitchersen im Besitze des Streitobjects sei, das Er kenntniß zu deren Gunsten rechtfertige. Als Frau Mitchersen triumphirend in ihrer Wohnung eintraf, war die Thüre 'zum Bauer ve Kanarienvogels osfen

-""l" Frau Manning läßt eifrig nach Ui ßcI chen. Gelingt es ihr, in den nBo M.sZt, I gCl JUUyCH. vytUliy 13 ifc, Hl UHI -fc5 I k.I fnrnrnvn fr tntrS st tr U(9(lU(il vtuni, v wn iv v Klage der Frau Mitchersen ruhig entge gen sehen. Friedensrichter Mannerson sucht am eifrigsten; findet er den Vogel, so wird er ihn Frau Manning, zustellen, denn nur so ist Aussicht auf einen neuen Proceß. Die Mounds". Ferdinand de Soto, der erste Ent decker des Mississippi, hat auch die ersten jener von den Ureinwohnern des Missis sippithales errichteten Erdhügel entdeckt. In der Geschichte jener verschiedenen Expeditionen werden dieselben hausig er wähnt. Die verlassenen Dörfer, welche die Spanier unter De Soto antrafen, befanden sich häufig in der unmit telbaren Umgebung jener Mounds, und die auf denselben vorgefundenen Ueber repe von Baumerken deuten an, daß auf ihnen die festungsartigen Wohnungen der Kaziken jener amerikanischen Völker schasten, der Tolteken und Azteken, jener Pelasger der neuen Welt" errichtet wa ren. )äuftg waren auch die Dörser mit jenen Mounds durch Reihen von Pa lisiaden verbunden. Es tritt UNS somit hier eine ähnliche Erscheinung entgegen, wie im Mittelalter in DeutschlanD, wo sich ja die Bauern ebenfalls in der Nähe ' . . , der Burgen des cyuxes naiver nleoer liefen. Viele dieser von den ersten Be wohnern Amerika's errichteten Dörfer in Florida, Süd'Carolina, Georgia, Ala bama. Mlssisnvv: und Arkan as waren zur Zeit De Soto'S von den Erecks. Catawbas, Cherokees, Choctaw, Cdika saw?, Quapams, Kansas oder ya.-v zee bewohnt. Mehr Äl baten. Hierzulande wird man sich kaum noch des Krieaslckrms erinnern, den die deutsche, österreichische und russische Presse in den letzten Wochen deS abgelaufenen Jahres veranstaltete. ES war keine Spur von Wolle hinter der ganzen Schreierei u. plötzlich verstummte sie, wie sie begonnen hatte. Aber einige durch ff e ni r Ä t aQtUNß flCwlRIgie ytl 0NCN INUIQ maßten sofort, daß dle Aufregung, das durch dieselbe hervorgerufene GefuhZ der Unficherhett, dazu benützt werden wrde, "i iuouy ioov . 4a1 kii V lliili AUtäM O f ilss selbst der Mittelparteien um 2ö,000 Mann erhöht worden war. Dies er 'giebt für den Kriegsfall eine Vermeh leicht beseitigen ließ?. Darum mehr Soldaten! Neue Industrie für Irland. Die grüne Insel, deren Bevölkerung bekanntlich fortwährend mit der engli schen Regierung und demHunger kämpft, hat trotz tausendjähriger Civilisation noch viele unentwickelte Hilfsmittel. Dazu gehören vor allen Dingen die zahlreichen Moräste und Torfmoore, die noch immer nicht der Cultur gewonnen und verwerthet worden sind, weil das Pachtverhältniß zu unsicher war und der Pächter sich zu großen Auslagen und Anstrengungen nicht ermuthigt. fühlte.

und dieier Meldst wiederum entflohen.

Da nun das neue Landgesetz festsetzt, daß der Pächter für die von ihm vorge nommenen Verbesserungen entschädigt werden muß, so hat Parnell, der nicht nur Agitator ist, sondern auch das irische

Volk Wirth chafllich selbständig machen will, eine Reise nach Norddeutschland unternommen, um sich darüber zu unter richten, wie man daselbst Tors in Stall streue verwandelt. Er wlll dann ver suchen, dlese Industrie m Irland eunu bürgern, wozu ihm Glück zu wünschen lst. Es giebt aus der Insel zwei Sor ten von Torf, den schwarzen und den rothen. Ersterer liefert ein vorzügliches Brennmaterial, während letzterer für diesen Zweck zu weich und schwammig ist. Die Rothmoore haben bäusig eine Tiese von 30 Fuß und bedecken nach sicheren Schätzungen elnGedlet von nlcht weniger als 1,"500,000 Acres. An ihre Trocken legung ist also wohl vorerst nicht zu den ken, wenn nicht der gestochene Torf so verwerthet werden kann, daß er die Kosten der Eultivirung deckt. Versuche nach dieser Richtung hin sind schon seit vielenJahren in großen Zwischenräumen gemacht worden, namentlich in dem Mo rast von Allen, der 238,00 . Acres groß ist. Man suchte den Torf mechanisch zu presien und zu destillircn, aber ohne Er folg. Vor zehn Jahren schasste William Malcomson, der unternehmendste allerWestirländer und Begründer der gro ßen Fabriken in Portlaw, großartige Preß und Destillirmaschinen an, arbei tete mit denselben mehrere Jahre und gaö dann jeden weiteren Versuch auf. Seitdem hat sich Niemand mehr an die Aufgabe herangewagt. Hieraus erhellt die Wichtigkeit der ReiseParnells. Stellt er nach seiner Rückkehr fest, daß der irische rothe Torf zu Stallstreue verar bcittt werden kann, und gelingt es, für letztere einen guten Markt zu finden, so würden nicht nur Tausende sofort Be ichästigung finden, sondern im Lause der Jahre würde ein Gebiet urbar gemacht werden, das Hunderttäujende rrnährcn könnte. : Nn öer Civiltsaiionögrenzk. In der Zeitschrist Century" hat der Forschungsreisende Smalley eine Reihe von Artikeln über den fernen Nordwesten veröffentlicht, an deren Schlüsse er einige interessante Einzelnheiten berichtet. Die Chinesenfrage, sagt er, ist jetzt inOregon j und WashlngtoN'Terrltorlum so bren !nend, wie in Calisornien. Portland, !mit 30.000 Einwohnern, zählt 5000 Chinesen, und in den kleineren Städten ' herrscht dasselbe Verhältniß vor. Doch fühlen sich die Mongolen vollkommen sicher und werden sogar frech. Ihre Scheu vor den Weißen ist gänzlich ge schwunden, so daß sie Einen sogar aus der Straße anrempeln. Zu ihren Gun sten fäßt sich ihre große persönliche Rein lichkeit anführen. Selbst der Aermste und Roheste wäscht sich am Schlüsse seines Tagewerks von 5kopf zu Fuß. Da gegen sind sie äußerst herzlos gegen kranke und arbeitsunfähige Kameraden. Droht ihnen ein solcher zur Last zu fal len, so bemühen sie sich, ihn schleunigst loszuwerden. Bemerkenswerth ist nach herrnSmal ley der Bierverörauch in jener Gegend, namentlich in den Feldlagern der Eisen ' bahN'Arbeiter. In Bismarck sah er einen ganzen Frachtzug von 30 Wagen,' die sämmtlich mit Flaschenbier beladen und sür die Station am Ende des neu angelegten Schienenweges bestimmt waren. Im Durchschnitt wird auf jede Schwelle eine Flasche Bier verbraucht, und der Kostenpreis der Schwelle ist derselbe, wie der des Bieres : 50 Cents. Der Reisende bezeichnet fba6o als die . eigentliche oder äußersteGrenze, und zwar Ideshalb,' weil die Einwanderer sowohl ' ostwärts von der Pacisicküste her, als -auch in westlicher Richtung vom MW sippithale aus in beständiger Bewegung , sind. In Oregon und Washington traf er Hunderte von Familien, die aus dem wohlangesiedelten WillametteThale ka men und sich in den neuen Getreide und Grasregionen östlich -vom Columbia Flusse niederlassen wollten. Nach Jdabo kommen die Leute aus dem Osten, Wes ten und Süden, die ein neues Land" suchen. Dennoch wird das ganze Ge biet der Felsengebirge noch aus lange Zeit hinaus ein Grenzland bleiben. Es eignet sich nur sür vereinzelte Niederlassungen und eröffnet dem Abenteurer, Jäger und Spekulanten ein weites Feld. Ein Gürtel, der in Montana und Jdaho 200 Meilen breit ist und sich südwärts in Arizona und New Mexico bis aus 1000 Meilen erweitert, wird höchst wahr. scheinlich dauernd den Charakter der Wildheit und Oede bewahren. Die habenen bewaldeten Ranges" des Cascade Gebirges in Oregon und Washington mit ihren vereinzelt datte. henden großartigen Schneegipseln und ihren schluchtartigen Thälern laden eben falls nicht zur Niederlassung ein und locken nur Jäger und Bergleute an. An der Pacisicküste entlang, zwischen den Küsten Ranges und der See, erstreckt sich ein Gürtel, der so dicht bewaldet ist, daß Farmer sich nur in den Niederungen längs der Ströme ansiedeln wollen. Doch gelten diese Bemerkungen wohl nur sür die Gegenwart. Ungeheuere Strecken, die heute prächtig angebaut l sind, galten noch vor fünfzig Jahren als ' undurchdringliche Wildniß oder unsruchtlbare Wüste. Wer möchte behaupten, - daß nicht nach fünfzig Jahren auch diejenigen Gegenden besiedelt sein werden. i vle oer Neljende heutzutage sur trostlose fc:x.-,t 7 1 ' iuiuuui yuu v ( In Quarantäne. Rev. Harper, Pastor an einer Pre byterianer-Kirche in Philadelvhia, ist kürzlich von einer europäischen Reise zurückgekehrt. Bei jeiner Ankunst in Nea pel wurde er nebst seiner Gattin und mehreren anderen Reisegefährten von einem Beamten der italienischen Regie runq bedeutet, daß sie auf 21 Stunden in Quarantäne zu gehen hätten. Die Reisenden sowohl, als der Capitän des Dampsers,aus welchem diesrlb?n die Reise

von Alcxandria nach Neapel zurückgelegt I halten, versicherten dem Beamten ersolg ; los, daß in ersterer Stadt nicht die I Spur einer ansteöel'.den Krankheit vor ! Handen sei. Die Passagiere wurden auf ! cinem Boote nach der kleinen Insel Ni I sida gebracht, aus welcher sich ein italie msches Zuchthaus besindet. Durch einen langen gewölbten und völlig finsteren ! tr .... w. .". c . . cr.i . . v . !

vjmyuiuj uuu ujtt chic enge wcnuci treppe gelangten sie in ernen Corridor, in welchem sich Gefangene befanden und in den enge und dumpfige Gefangenen Zellen mündeten. Eine der letzteren! wurde Herrn Harper und seiner Gattin ! als Aufenthaltsort angewiesen ; dleselbe war so feucht, daß das Waffer von der Decke und von den Wänden tropfte und in ihr befand fich nichts, als eine schmale Bettstelle, in welcher eine schmutzige Ma trake lag, uno ein zmnernes Wasch decken. Später wurde ein Krug mit Waffer gebracht und den Jnhaftirten ein Stück hartes Brod verabreicht. Am nächsten Vormittage wurden die Reisen den in einem Boote nach Neapel und dort in bereitstehenden Kutschen nach dem Polizeiamte gebracht. Hier wurde Herrn Harper für sich und seine Gattin eine Rechnung im Betrage von $8.00 in amerikanischem Gelde behändigt, in welcher $5.00 sür Board", $2.00 Fuhrlohn sür die Kutsche vom Hasen nach der Po lizei und $1.00 für Beförderung des Gepäcks ausgeführt waren. Herr Harper hat sich mit einer Beschwerde an Herrn Astor, unseren Gesandten in Rom, gewendet. Ein LebenörettungS'CorpS. In New Vork wird demnächst unter Leitung des Feuer-Commiffärs Purroy in Verbindung mit der städtischenFeuer wehr ein LebenSrettungs-CorpS errichtet werden. Von dem Ankauf complicirter und theurer Apparate, die nur in selte Fällen zu gebrauchen sind, soll abgesehen und auf die Einübung der Mannschaften das größte Gewicht gelegt werden. Der Dienst der Lebensretter erfordert außer körperlicher Gewandtheit und Uebung auch Muth, Kaltblütigkeit und Aufopserungsfähigkeit, und Herr Purroy hat daher Freiwillige für diesen Dienst aus' gerufen. Die Ausbildung der Stamm Mannschaften ist einem Deutschen über tragen wordcn,.der auch das Corps in St. Louis ausgebildet und dort seine volle Befähigung bewiesen hat. Hauptsächlich werden die Leute im Gebrauche der Hakenleitern, Rettunassäcke. und Springtücher eingeübt, mithin derjeni gen Apparate, welche sich bisher am be sten bewährt haben. Hierüber . soll in deffen die Errichtung permanenter RettungSApparate nicht verabsäumt wer den. Sorglosigkeit bei der Anlage von Gebäuden und Unvorsichtigkeit haben im vorigen Jahre einen Feuerschaen in den Ver. Staaten herbeigeführt, welcher die enorme Summe von 90 Millionen übersteigt und durch die Unterhaltungs kosten der Feuerwehren noch bedeutend gesteigert wird ; außerdem war der Ver Inst vieler Menschenleben zu beklagen. Je höher dieh'auser werden, desto schmieriger wird die Aufgabe der Jeuerwehren in Bezug auf Löjchen und Lebensret' tung, und die beste Mannschaft mit den besten Apparaten lalln nichts ausrichten, . V Crl c W. T . wenn oel ANlaae uno '.uusoau oer ie. bäude die gewöhnlichsten Borsichlsmaß regeln nicht berücksichtigt wurden. VourJttlande. Capitän Eads hat seinen Contract mit dem Government theil weise nicht eingehalten. Er hat nicht den Canal durch den ganzen Südpaß des Mississippi aus 26 Fuß Tiefe erhal ten, sondern auf einer Stelle fehlten ei nige Zoll daran. Als er wieder eine Abschlagszahlung auf die zehn Millionen Dollars erheben wollte, welche das Go vernment zu zahlen hat, ' behielt ihm Bundes - Anwalt Brewster $10,000 zu rück. DieBaugesell schaften von Nennivlvanien meistens in Vbiladel phia bestehend verlangen von der Le gislatur, daß man sie von doppelter Be steuerung ihres Capitals von $30 Mill. erlösen möge. Einmal nämlich wird ge nannteS Capital besteuert; dann wird es, nachdem es in Wohnhäuser unterpfändlich geliehen worden ist, nochmals besteuert durch die auf die Häuser gelegte Grundsteuer. EineFarm von großer AuSdehnung wird gegenwärtig von einer Anzahl deutscher Kapitalisten in Sedge wick County, Ks., eingerichtet. Die Compagnie kaufte in den Townfhips Park und Eagle mehrere Quadratmeilen Eisenbahnland, ließ im vorigen Jahre einen Theil desselben aufbrechen nnd mit Weizen bestellen. Die Ernte von diesem Lande lieferte mehr als 20,000 Bushel. Das ganze Land wird in eine Milch farm verwandelt werden, und die Eigen thümer zäunen dasselbe jetzt mit Ceder Pfosten und Draht ein. Im Frühjahr wird die Compagnie, sobald das Gras erscheint, 700 Kühe auS Holstein,welcheS sie für die beste Rasse zum Zwecke der Buttererzeugung hält, anf dem Lande haben. Für Gebäulichkeiten werden $25,000 ausgegeben, und eS soll eine KSsefabrik und Creamery auf der Farm angelegt werden. Herr von DreveS, ein , Kapitalist aus Mecklenburg, ist an Ort ! und Stelle und beaussichtigt das Ganze. I Dieser Tage überbrachte ; ein katholischer Geistlicher einem Manne l in Vincennes. Ind.. eine wertbvolle aol dene Uhr, dem dieselbe mehrere Monate vorher - gestohlen worden war. Der, Dieb hatte den Diebstahl gebeichtet und die Uhr seinem Beichtvater auf deffen Aufforderung behufs Rückgabe an den Eigenthümer übergeben. Die sehr jugendliche Maria Sanders hat sich mit dem 81jährigen John Beebout in Ashland, O., verhei rathet. Am Hochzeitstage überreichte ihr der zärtliche Gatte die Eigenthums Urkunde über Grundbesitz im Werthe von $100,000. Die Legislatur von Mn ine protestirt gegen Aufhebung des Zolles

auf canadifches Nutzholz, zumal' solange ; hohe Zölle aus Eisen, Zucker, Reis und i

andere nothwendige LebensmUtel fort bestehen sollen, weil der Handel mitBau holz die Hauptindustrie des Staates Maine sei. Ist zwar unrichtig und un nöthig, weil Maine fast all sein Weiß sichten und Tannenholz schon zu Gelde gemachthat; aber schlau von den wcst lichenHolzmonopolisten angestiftet. Aber 51 große Schlauheit wirkt bisweilen wie Äummheit. Wie schon gemeldet, erschoß sich am Montag zu Charleston, S. C., der junge Spanier Eusebio Simo. Lie besgram trieb ihn zu der traurigenThat, denn der Unglückliche hinterließ einen Zettel, auf den er geschrieben hatte: .Man denke nicht zu schlecht von mir, da ich aus ganzem Herzen Frl. liebe." Die American SteamHeating Company, welche den östlichen Theil des unteren Rew Z)ork mit Dampf zum Heizen und Maschinentreiben versorgt, hat, nachdem sie an sehr vielen Stellen das Pflaster zur Ausbesserung vonLecken an ihren Röhren aufgerissen und sich viele Schadenersatzklagen zugezogen hatte, am Sonnabend ihren 60 Kunden angezeigt, daß sie aus längstens 20 Tage die Dampslieferung aussetzen müsse, um eine gründliche Abhülfe durch einen neu en Ingenieur vornehmen zu lassen. Da dies gerade in eine Zeit sehr kalten Wet ters fällt, so haben die Kunden sich elend behelfen müssen. Die andere Dampf heizungS (die New Jork) Company, welche den westlichen Theil der unteren Stadt heut, prahlt damit, daß ihr dergleichen nicht zustoßen könne. Als kürzlich drei Bergleute i v it i ew nrn , ir. ccn vcyacy: oer Cureia-Mme tci Como, Ncv., einfahren wollten, riß das Seil und die Männer stürzten 150 Fuß in die Tiefe ; wunderbarer Weise wurde kern Einziger derselben verletzt. In der Legislatur von New Jersey sind neue Gesetze in Vorschlag, um dle Bank-Cassirer und ihre Burgen verantwortlich für Unterschleife zu ma chen, auch wenn sie mcht von den.Cassirern selbst begangen, sondern ihnen an besohlen werden. Aber an hinlänglichen Gesetzen dafür fehlt es wahrllch nicht, sondern an Befolgung derselben. Nichtwenig er als 65 Mor monenMissionäre sind zur Zeit im Sü den thätig. Ein Stör, der über 400 Pfund wog, wurde dieser Tage von zwei italie Nischen Fischern nach langem Kampfe im Sacramento gefangen und nach San Francisco aus den Jifchmarkt gebracht. Die Eisen bahncommissäre des Staates Massachusetts haben ein Circular an die Eisenbahncompagnien erlassen, in dem sie darauf hinweisen,daß nach den Gesetzen des Staates es nur Bahnpollzlsten gestattet ist, Panaglere, die sich unordentlich betragen oder die Zahlung des Fahrgeldes verweigern,von den Zügen zu entfernen. Die Compag nien lassen in Folge deffen Bremser als Eisenbahnpolizisten einschwören. Der S t a a t sS ch u l c o mm i s sär von Ohio hat dem Gouverneur sei nen Bericht für das letzte Schuljahr überreicht. Die folgenden Angaben wer den sür Manche interessant sein : Zahl der schulfähigen Jugend (von 6 bis 21 Jahren) 1,031,321, eine Zunahme von 17,981 seit dem Vorjahre. 523 neue Schulhäuser wurden errichtet, und zwar zu emem Kostenprelse von $1,123,638. Gesammtzahl der Schulhäuser imStaate 12,261. Werth aller Schulhäuser nebst den Grundstücken etwas über 26z Mil lionen Dollars. Zahl der angestellten Lehrer und Lehrerinnen 21,135. Der durchschnittliche tägliche Schulbesuch be trug 483,232 ; durchschnittliche Kosten für jeden. Schüler $15.93. Die Zahl der farbigen schulpflichtigen . Jugend hat sich seit 1831 um 778 vermehrt und beträgt nun 25,074. Die Zahl der farbi gen Lehrer hat um 27 abgenommen und beträgt jetzt 234, 20 weniger als in 1881. In den Landschulen hat seit dem letzten Jahr die Zahl der Lehrer um 319 abgenommen, die Zahl der Lehrerinnen aber um 29s zugenommen; m denStadt schulen sind 39 Lehrer Nieniger, aber 241 Lehrerinnen mehr angestellt, als lmBor jähre. In Chicago hat sich ein Verein gebildet, dessen Mitglieder sich verpflichtet haben, tn den Wagen der Straßen Eisenbahnen das Fahrgeld blos dann zu bezahlen, wenn sie einen Sltzplak eingenommen haben. Dlesel den hoffen, die Comvaanieen hierdurch zu einer Vermehrung der Wagen zvin gen zu können. Die Patti bekommt für je des Austreten $1000, die Nilsson sür 50 Concerte $100,000, die Langtry ein Drittel der Einnahme und hat seither in den Bcr. Staaten $75,000 .gemacht". . Vom Nuölande. Gelegentlich eines Preß Prozesses in Berlin ereignete sich bei der Vereidigung des Zeugen, Predigers Hapke. folgende sonderbare Szene: Pred.Hapke : Soll ich vereidigt werden? Präs. : Jawohl ! Pred. Hapke : Ich kann einen Eid nur leisten, wenn sch die Versicherung erhalte, daß diePerson, vor welcher ich den Eid ablege,christlicher Consession ist. Präs. : Ich habe keine Veranlassung, Ihnen eine derartige Er klärung ' abzugeben. Ich bin hier nur der Vertreter des Gesetzes und habe mich auf Weiteres nicht einzulassen. Sie sind als Zeüge vorgeladen worden, und wenn auJhrZeugnib nicht verzichtet wird,sind Su gezwungen, da gesetzliche Gründe gegen Ihre Vereidigung nicht vorliegen, den Eid zu leisten, widrigenfalls Ihnen die gesetzlich vorgeschriebenen Zwangs maßregeln drohen. Sind Sie nun be reit, den Eid zu leisten? Pred.Hapke : Ich kann nur wiederholen, daß ich den Eid nur ablegen kann, wenn ich die Ver sichernng erhalte, daß ich einem Christen gegenüberstehe. Präs.: Und ich wieder hole, ' daß ich keine Veranlassung habe, nach dieser Richtung hin Erklärungen abzugeben. Wollen Sie sich die Sache noch etwas überlegen? Pred. Hapke : Ja, dann bitte ich um einige Minuten Bedenkzeit. (Verläßt den Saal.) Nach

einigen Minuten bctritt Predige? Jba.pl e mit einem beschriebenen Bogen Papicr wieder den Saal. Präs. : haben Sie sich nun besonnen, Herr Prkdigcr? Zeuge : Ich will Zeugniß ablegen u".d den Eid leisten, sobald mir versichert wnd, daß dies vor einem Christen g? schieht. Präs. : Sie weigern sick) also, soweit ich Sie verstehe, vor einem Juden den Eid zu leisten, und verlangen von dem Vorsitzenden die Erklärung, das; er ein Christ sei. Ich habe Ihnen eine solche Erklärung nicht abzugeben, dcnn es handelt sich hier nltt darum, od ge setzliche Gründe Ihrer Vereidigung e.".tgegenstehen. Ich mache Sie auf 8 09 der St. P. O. aufmerksam, welcher bestimmt : .Wird das Zeugniß oder die Eidesleistung ohne gesetzlichen Grund verweigert, so ist der Zeuge in di: durch die Weigerung verursachten Kosten, so. wie zu einer Geldstrase bis zu 200 Mars, und für den Fall der Nichtbeitreibung zur Strafe der Haft bis zu 0 Wochen zu verurtheilen. Auch kann zur Erzwingung des Zeugnisses die Hast bis zu 6 Monaten angeordnet werden." Pred. Hapke (verliest nun seine Erklärung) :

Ich weigere mich nicht der Vernehmung als Zeuge, vln auch berelt, den Eld zu leisten,. sobald mir die Versicherung ge geben wird, daß der Eidcsabnehmer ein Ehrist lst. Pra . : Dann wud der Gerichtshof berathen. Nach kurzer Bera thung publlzirt der Praident den Be schlub des Gerichtshofes dahin : Gegen den Zeugen wird, da derselbe die EideZ leistung ohne gesetzlichen Grund verwe! gert, eine Strafe von 300 m. Nelvbuhe event. 30 Tage Hast festgesetzt. Mit Rücksicht auf den demonstrativen Cha ralter der Weigerung hat der Gerichtshcf das höchste Strafmaß gewählt. Oesterreich ist das Land der wundersamen Titulaturen. In den amtllchen Nachnchten der Wlener Blat ler finden nur dle folgende Mltthellung : .Der Kaiser hat der Kammervorsteberin der Erzherzogin Marie Valerie, Marie Grasin Korr.ls, gev. Freun v. Aeciey, den Titel und die Vorrechte einer Ge helmraths'Wittwe taxfrei verlieben 14 Jemanden zur GeheimrathsWittwe er nannt zu sehen das blieb der guten Stadt Wien vorbehalten ; anderZwo hat man die Erfindung noch nicht gemacht. Jemanden zur Wittwe" zu ernennen. Für den auf den 10. N ovember 1883 fallenden 400jährigen Geburtstag des Reformators Dr. Martin Luther werden in Eisleben, dem Ge burtsort Luthers, in Möhra, wo sein Vater ansässig war, in Wlttenberg, in Eisenach und an anderen Orten, in denen der Reformator wirkte, große Ge denk Feierlichkeiten vorbereitet. In Möhra soll eine Lutberstiftung errichtet werden. In Little Wild-Street, Drury Lane in London, sand dieser Ta ge das sechste Jahresesien der entlassenen Sträflinge statt, an welchem etwa 200 dieser Klasse angehörige Personen theilnahmen. Nach dem Abendessen fand mttt dem Vorsitze des Herrn Howard Vlncent, Direktor der Abtheilung sui.' Eriminal Untersuchungen, unterstützt von dem Richter Williams, dem Parla mentsmitgliede Round und anderen Herren, in der Missionskapelle eine Versammlung statt, in welcher auf die Nothwendigkeit, entlassenen Sträflingen durch Arbeitsnachweis und sonstige Unter stützungen unter die Arme zu greifen und dieselben so vor Rückfälligleit zu bcwah ren, hingewiesen wurde. Die philantropischen Bestrebungen gehen von einer Gesellschaft aus, die sich die Reklamation von Verbrechern zur Ausgabe gestellt hat. In Suido im Jamburg schen (Rußland) machten die Bauernweiber kürzlich einen Räuberhauptmann, der schon ein halbes Jahr lang die ganze Umgegend mit seiner Bande in Schrecken gesetzt hatte, unschädlich. Der Räuber war müde und hungrig zu einer Verwandten in das Dorf gekommen. Un ter dem Vormunde, Wasser herbeizuho len, rief die Frau die anderen Weiber auS dem Dorfe herbei (die Männer wa ren alle abwesend), und ehe der Räuber sich von seinem Erstaunen und Schrecken über die Forderung der Weiber, sich auf Gnade oder Ung2de zu ergeben, erholt hatte, war ihm eine Schlinge um den Hals geworfen, und er zappelte, nach Lust schnappend, am Beden, von den, nach Art der Schorndorfer Frauen, mit Beilen, Dreschflegeln, Mistgabeln u.s.w. rsnrtSt Weihern vrrvn. Unter )v w v fc II uvivn V4 v dessen kam auch der Dorfälteste herbei, Yi- A(NAnt niih hH (rif(,1 uki vyiuuyvv ivutvv überliefert und seine Bande zerstreute sich, des Führers beraubt, von selbst. Wie eine ka uka s i sche Zeitung berichtet, ist bei dem kaukasischen Stamme derSchaloputen die einträgliche Stelle eines lebendigenGottes- in Folge des hohen Alters des jetzigen Inhabers derselben in Kürze vakant und haben sich bereits zwei Candidaten dasür gemeldet. Einer dieser -Candidaten, Antoschu,. stammt aus dem Tambow'schen Gor vernement und versichert den Schlopu ten, daß ihn der noch lebende Lebendig: Gott" zu seinem Nachfolger geweiht hätte, als er, der Gott" nämlich rn Ge genwart von hohen Personen an's Kreuz geschlagen worden wäre. Bei dieser Prozedur hatten dem Kreuz am nächsten er, Antoschu, und die Gottesmutter Aw dotja Maximowna gestanden, und wenn auch daöVäterchen, der lebendigeGott", noch lebend vom Kreuz genommen wor den sei, so würde er doch bald in's Jen seitS abgehen, doch nur in der Hoffnung, daß die Gemeinden Antoschu als !ach solger anerkennen. Trotzdem die ört lichen Führer der Schaloputcn diesem Candidaten entgegenarbeiten, hat er sich schon einen großen Anhang unter den Gemeindemitgliedern erworben. Der an dere Candidat ist Alescha, ein Schaloput aus einem kaukasischen Dorfe. Dieser behauptet, er sei Christu, hätte zwar in St. Petersburg zuerst im Gcfängnin gesessen, wäre aber dann frcigilassen und zum Czaren geführt worden, der seinen Berus anerkannt und ihm ein Dokn cient, in welchem ihm der Tilcl Cizri stus" zugestanden wäre, ausgestellt Halle.