Indiana Tribüne, Volume 6, Number 129, Indianapolis, Marion County, 27 January 1883 — Page 2

Slwl.w Trottn

: 50 Sa.SÜ? j Ossi' .-: Del.w. reStr I - JndianapoliZ, Ind., 27. Jairaar J8SX DieNeberschemmungcn in TeutsiJ land. Die Berichte der deutschen Zeitungen über die durch daS Hochwaer angerichteten Verheerungen ergangn di: durch das Kabel riitgetbeilte Errichte sehr , beträchtlich und lassen da Zugerichtete Ilnyell in immer größerem umfange erscheinen. Die Nachrichten au den Orten deZ Sund sind nachgerade entsetzlich. In Zufluchtsorten, wie Kirchen, wo zahlreiche Menschen untergebracht ttur den, sind Krankheiten ausgebrochen ; besonder grassiren unter den Kindern die Masern. Auf Lagern auZ nafsern Stroh wurden mehrere Frauen entbunden ; ärztlicher Beistand fehlte, verschie dene JrrsinnZfälle sind vorgekommen, und die Gestorbenen können nicht beer digt werden. Bei Dienheim ist ein Mann beim Dammstcchen von der Dammwache, bei Wallerstätten ein Soldat von Bauern erschossen worden. Um den Noxheimer Damm fand ein voll ständiger Kampf statt, da die Lampertshcimer in der Absicht, den Wasserabfluß linksufrig zu fördern, die Dammrepara tur zu verhindern suchten und aus 93M lern auf die Rorheimer schössen. Fünfmal kuide drc rgrifl cuf den Damm versucht, aber mit Anwendung vnn Schuhwasscn zurückgewiesen. Seit dem 3. Januar bewacht Militär den Damm. Bei Trcbur in d:r Nähe von GroßGeräu mußten sich die Pioniere, die damit beschäftigt waren, einen Damm aufzuwersen, vor den wüthenden Bauern zurückzieh:. Die Bauern glaubten, dah der Damm für Trcbur Gesahr bringen werde und rückten deshalb in großen Hausen, mit Flinten, Sensen, Dresch flegeln bewaffnet, gegen das nichts ah nende Militär vor. Furchtbar groß ist die Noth in Groß Nohrheim, wo alles 3 bis 4 Meter hoch unter Wasser steht. Hier befanden sich noch am 4. Januar viele auZ der Umge gend geflüchtete Leute. Lcbensmittel und Futter begannen zu mangeln, da dfc Bewohner von den überschwemmten Feldern nichts holen konnten. Hechhcim und Worms boten am 4. Januar noch das traurigste Bild. Die Bewohner sind größtentheils fort, und nur hier ..und da sieht man in einem Hause ein menschliches Wesen. Total eingestürzt sind zwar nur wenige Ge bäude, doch ist bei vielen das Fachwcrk vollständig fortgeschwemmt. Ein vcr ösfentlichtcr Brief der Frau Pfarrer Weiche von Hochheim enthält folgende Schilderung der Situation daselbst vom 2. Januar : Morgen werden verschie dene Personen aus unserem Hause, deren wir 44, darunter 21 Kinder, haben, nach Worms gebracht, und ich benutze diese Gelegenheit, um Euch Nachricht zu sen den. Welch' ein Sylvester! Man macht sich gar keinen Begriff davon. Mein Mann war während der Nacht in der Kirche, u dort Lebensmittel zu verthei len. Kopf an Kopf stehen Menschen und Vieh dort zusammen, sogar zwischen die Orgel drängen sich die Leute. Heute ist'S leerer, da viele Leute fortgebracht sind. Eine Frau kam in der Kirche mit Zwillingen nieder. Auf Pritschen und Nachen fahren die Leute nach den Stäl len, theils tragen die Männer die Frauen dahin, um das Füttern und Vkelken zu ermöglichen." In Friesenheim spottet der Anblick jeder Beschreibung. Die noch stehenden Häuser sind meist vollständig verlassen, das Wasser hat Thüren und Fenster zer stört und man blickt in die noch mit den vollen Einrichtungen ausgestatteten Zimmer, die zur halben Höhe im Wasser stehen, auf dem Bettzeug, Kleider und Hausrath wild durcheinander treibt. Entsetzlich ist aber der Anblick der zer störten und zusammengebrochenen Ge bäude, deren Zahl bereits auf 1C6 angegeben wird. . In diesen Trümmern sind Hunderte von Hausthicren begraben, deren Rettung unmöglich war und kaum ist cs zu glauben, daß die Menschcn den Wasserfluthen noch entrinnen konnten, denn den meisten zusammenge stürzten Häusern, so weit dieselben noch aus dem Wasser herausragen, sieht man es an, daß sie in wildester Flucht verlassen werden. Wir haben in Wohnungen geschaut, in denen noch das Eßgeschirr vom letzten Gebrauch auf dem Tische stand, wo Kleider und Betten herumschwammen, wie sie das Wasser aus den zersprengten Behältern hervor geschwemmt hatte; in kleinen Kaufmannsläden konnte man noch die voll ständige Einrichtung wahrnehmen, als wenn ebrn die Käufer und Inhaber den Laden verlassen hätten. Ein Bericht aus Oggenheim schildert die Katastrophe in Friesenheim folgen dermaßen : Am 31. December dräng ten sich auf den Plätzen und in den Gassen von Oggenheim die im Dunkeln ankommenden Flüchtlinge mit nothdürf tigem Hausgeräthe, Betten und Hausthiere mit sich führend. Ein Wagen mit 9 Personen, meist Kindern, war eben den Bahndamm passiv; da scheut das Pferd vor dem Wasser der schon über flutheten Straße und rennt in vollem Galopp in die seitlich gelegene Wiese, wo daö Wasser bereits üder Ihn. steht. Zwei Kinder versinken sofort, um nicht wieder aufzutauchen ; zwei andere wer den durch die Entschlossenheit eines bra ven Mannes gerettet ; die übrigen kammcn durch das weiterdrängende Pferd immer tiefer in : das Wasser. Zum Glück standen dort einige Bäume und ermöglichten es den Hilflosen, vorläusig Schutz zu finden. Aber ein Knabe von 6 Jahren, des Klettern unkundig, steht auf einer Böschung in der Wiese an einen Baum geklammert bis an die Brust im Wasskr." Da erreicht ein Muthiger aus einem höchst mangelhaften Floß den

Knaben, das Flcs schlagt um und erst den Männern in einem hinzukommenden Kahne gelingt cS. den Retter und di geretletc .Kind in Sicherheit zu dringen. Das Elend ist nicht zu beschreiben. Dreiundsechszig Hauser sind bis jetzt eingestürzt. Das ganze Terrain, wel cheö vom Wasser nicht überfluthet ist, beträgt auf den beiden einzigen Platzen kaum je 50irn. Vielen Häusern droht noch der Einsturz. Im Pfarrhaus wa ren l'J2 Personen über Nacht, im Schul hauL über 200, in der katholischen Kirche ungefähr ebenso viel. AlleStraßcn sind mit dem Kahn passirbar. Am 4. Januar waren in der Umge fcifag von GroßEhoren von 35 Gemeinden nur 4 oder 5 ohne Wasser. Die Hälfte von Kastrot stand unter Wasser, man mußte aus den Kähnen mit Leitern in das 2tc Stockwerk der Häuser steigen, um die Leute mit Lebensrnitteln zu ver sorgen. Teutschenmauruth in Baden stand zum größten Theile unter Wasser, aus der Knoller Insel bei Brühl konnten die Bewohner nur das nackte Leben retten, Vieh und Habe mußten sie dem ent fesselten Elemente preisgeben. Alle Berichte stimmen darin überein, daß ausgiebigste Hilfe dringend nothwendig ist. Selbst die ausgiebigste Staatsbilfe würde zur Linderung der

Noth nicht ausreichen. Jeder sollte so reichlich beisteuern, daß er suhlt, er habe wirklich da Mögliche nach seinen Kräf ten gethan. Das Elend in Hessen, in der Pfalz, in Warringcn, im Landkreis Eoblenz, im Landkreis Köln, im Kreise Mühlheim a. Rh., im Rheingau namentlich bei Niederlahnstein :c. :c. spottct jeder Beschreibung. Aehnlich trostlos lauten die Berichte aus vielen Theilen in Ungarn; die Donau war in der Nacht vom 4, zum 5. d. M. noch im Steigen. Vüuc In Städte. Im vorigen August fand zu Genf eint Sitzung des internationalen Gesund hcitscongrcsseS statt, in welcher auch die Frage besprochen wurde, ob dieAnpflanzung von Bäumen in städtischenStraßen zu empfehlen ode? zu verwerfen sei. Der Eongrcß entschied sich für letzteres, und seitdem hat sich Dr. Piachaud wiederholt bewogen gesühlt, diesen Beschluß im Genfer Journal zu vertheidigen. Sei ner Ansicht nach hindern die Bäume die freie Circulation der Lust, weshalb sie gesundheitsschädlich sind. Allerdings gewährten sie Schatten, aber das komme gar nicht in Betracht, da sich ja Jeder mann auf der Schattenseite der Straße halten könne. Nicht nur sollten die Bäume in den Städten nicht vermehrt. sondern sie sollten schleunigst ausgerottet werden. Hierauf erwidert der Genser Universitätöprosessor Göret, der zwar kein Hy gieniker zu sein beansprucht, aber als hervorragender Chemiker und Physiker gilt. Den praktischen" Vorschlag, stets die Schattenseite zu wählen, schasst er durch den jedenfalls noch viel praktische ren Einwand aus der Welt, daß die Straßen nicht nur auf der Schattenseite bebaut sind, sondern auch aus der Sonnenseite Läden und Häuser aufzuweisen haben, denen der Baumschatten sehr angenehm ist. Doch dienen die Bäume keineswegs nur zum Schutze gegen die brennenden Sonnenstrahlen. Sie mäßigen die Hitze und halten einigermaßen den Staub nieder. Die Ausdünstung ihrer Blätter kühlt und befeuchtet die umgebende Luft, wie es ja wohlbekannt ist, daß die Lust in Krankenzimmern am wirksamsten durch besprengte Blattpflan zen und Zweige verbessert wird. Sonuenlicht ist allerdings der Gesundheit nothwendig, aber Bäume, die nicht zu dicht gepflanzt sind, beeinträchtigen dasselbe keineswegs. Da ihre Blätter in beständiger Bewegung sind, fällt eint genügende Menge von Licht hindurch, welches in wohlthätiger Weise gemildert wird und den Augen sehr zuträglich ist. Daß aber die Bäume dieCirculation der Lust verhindern, ist geradezu unsinnig. Im Gegentheile reinigen sie dieselbe, indem sie eine frischeStrömung von oben her heranziehen, welche die erhitzten und staubersülltcn Gase der Straßen vertreiben hilst. Und während die Blätter in heißem, trockenem Wetter Feuchtigkeit in die Atmosphäre bringen, weil sie stärker ausdünsten, stellen sie diese Thätigkeit in nassem Wetter ein. Sie verbrauchen serner Carbonsäure und hauchen Sauer stoss aus. m Man kann also die Bäume aus mehr als einem Grunde als vorzügliche Luftreinige? bezeichnen. Trotz alledem ist ihr Einfluß auf die Atmosphäre noch nicht so wichtig, wie ihre Einwirkung auf den Boden. Ihre Wurzeln ziehen das stagnirende Grundwasser an und verzehren die oraanischen ; BelnufHungen des Bodens, von denen ; städtische Straßen niemals frei sein kön-j nen. Bekanntlich sind es aber gerade diese Beimischungen, aus Düngergruben u. s. w. stammend, welche eine großeZahl . .:i r ansteckender Krankheiten erzeugen. Bäu me haben thatsächlich dieselbeEinwirkung auf den Untergrund der Städte, wie die Felder auf den Inhalt der Abzugs canäle : .sie desinsicirep. Hauptsächlich deshalb empfiehlt Professor Göret ihre Anpflanzung in den Städten, fügt aber hinzu, daß dabei mit Ueberlegung zu Werke gegangen werden muß. Die Ent fernung zwischen den einzelnen Stämmen sollte vier bis sechs Fuß betragen, und die Zweige sollten niemals die Häuser streifen. Besonders geeignet sind solche Sorten, die sehr groß werden und erst in beträchtlicher Höhe ihre Zweige zu entfalten beginnen. Zu verwerfen ist die Methode, die Zweige immer wieder zu beschneiden, damit alle Bäume gleich hoch sind. Dadurch wird das Laubwerk so dicht, daß daö Licht nicht hindurchdringen kann, und der Schatten taugt nicht viel, weil er kreissörmig ist. ' In den Ver. Staaten wird man wohl allgemein dem Genser Professor recht geben. Wo die Bäume in den Städten gedeihen, sind sie die Lieblinge der ganzen Bevölkerung. Ihre wshlthätigen Wirkungen fühlt Jeder, der bei heißem, staubigem Wetter auZ einer unbepflanzten Straße in eine bepflanzte kommt.

Und daß sie eine der fchönftcn Zierden '

bilden, he sich für eine Stadt erdenken lassen, wird selbst der weise Jnternationale GesundHeitScongreß nicht bestreitcn wollen. Sächsische Klagen. So leicht eS dem deutschen Reiche wurde, einheitliche Straf und Civil gesctze zu schassen, so schwer ist eS,.vo!ks wirthschaftliche Maßregeln zu treffen, die allseitig befriedigen. Was für die acker bautreibenden Gegenden paßt, gefällt den industriellen nicht und umgekehrt. So schreibt man neuerdings aus Sachsen: Dem Ruin der sachsi schen Mahlmühlen wird der der Schnei demühlcn auf dem Fuße folgen, wenn die von der Reichsregierung beabsichtigte Erhöhung des HolzzollS angenommen werden sollte. Da sich nach der Vor läge künftig der Soll für Rundholz verhültnißmüßig erheblich höher stellen wird, als der für Bretter, so kommen die böhmischen Brettmühlen in Vortheil gegen diesseits gelegene, da letztere fast aus schließlich weiche Rundhölzer aus Böh men verarbeiten. Die diesseitige Verarbeitung der Rundhölzer zu Balken, Bohlen :c. aller Art erfolgt sowohl auf zahlreichen Wasserwerken im Gebiete der sächsischen Oberelbe, als auf zahlreichen Dampfscheidemühlen in Dresden, Meißen, Riesa, Laubegast, Königstein, Schandau :c, die zu den bedeutendsten und am Besten eingerichteten in ganz Deutschland gehören. Tausende von Arbeitern sind in dieser Industrie be schästigt. Die inländischen, speziell die sächsischen Staatsforsten, so schreibt die OstseeZeitung, sind nicht im Stande, den Bedarf der Sägewerke in Rohholz zu decken, da bei der kurzen Umtriebs zeit, welche in unseren Staatsforsten ein gesührt ist,- starkes Nutzholz überhaupt nicht erzielt wird. Es liegt also die Besürchtung nahe, daß Sachsen bei den Holzöllen wieder ebenso die Zeche be zahlen wird, wie bei den Getreide- und Mehlöllen. Dke Indianer in Lllaska. Der Zollcollector im Hafen vonSitka, Major William G. Morris, ist dieser Tage auf seiner Reise nach der Bundes Hauptstadt in San Francisco eingetrof fen. In Wafhington wird derselö: an den Berathungen über die Einführung einer Territorial'Regierung in Alaska theilnehmen. Herr Morris hat sich über die von uns berichtete Zerstörung eines indianischen Dorfes ausgesprochen, und die seither durch die Presse geganaene Beurtheilung dieser Maßregel als l eme irrige, letztere selbst aber als durch die Umstände geboten bezeichnet. Wir fassen die Hauptpunkte seiner Erklärung in Folgendem zusammen: Am 20. Oct. vor. I. kam Herr Vanderbilt, ein Beamter der Nordwestlichen Handels Compagnie", auf dem der genannten Gesellschaft gehörigen Dampser Favorite" nach Sitka und meldete dem ComMandanten des im dortigen Hasen stationirten Bundeskriegsschiffes Adams", daß die Indianer Besitz von einer Ansiedlung von Weißen ergriffen hätten. und zwel der letzteren gefangen hielten. Gleichzeitig bat er im Namen der Compsgnie um Unterstützung seitens fciS Commandanten Merriman. D Adams" hat einen zu großen Tiefgang, als daß er bis an die in Frage komwende Station hätte vordringen können. Merriman übertrug daher auf meinen Rath dem Lieutenant Healy, Commandanten des ZollkutterS Corwin", den Auftrag, mit der Favorite" nach der Station abzugehen, und begab sich selbst an Bord dcö Corwin". Die Favorite" wurde mit 8 Marinesoldaten unter Lieutenant Bartlett bemannt, mit einem Gatling-Geschütz armirt, verließ den Hafen von Sitka und der Corwin" folgte ihr einige Stunden später. Spät am Abend gingen beide Schisse in dem Hafen bei der Niederlassung Lindenberger vor Anker. Am nächsten Morgen fuhren dieSchisse nach der Niederlassung der Indianer ab, welche die Station der Compagnie ausgeraubt hatten und die beiden Weißen gefangen hielten, und nahmen derselben gegenüber Ausstellung. Als die Indianer die Schisse bemerk ten, zogen sie weiße Flaggen aus und setzten lhre beiden Gesangenen in Freiheit. Dieselben kamen an Bord, die Marinesoldaten wurden gelandet und brachten eine Anzahl Indianer nach dem Corwin", welche von den übrigen Indiancrn als die Rädelsführer bei der Beraubung der Station der Compagnie bezeichnet worden waren. Zwei Häuptlinge derJndianer, die bei dem Ueberfalle nicht betheiligt gewesen waren, fanden sich freiwillig ein und die von dem Com Mandanten Merriman einaeleitete und durch Vermittlung eines Dolmetschers ! geführte Untersuchung ergab, daß die ; Indianer die Compagnie um Eigenthum I im Werthe von $5000 beraubt und die l or . : r. .. ti . m r i. v . je. rWeißen bis zur Ankunft der Schiffe in Gefangenschast gehalten hatten. Die Indianer bezeichneten ihr Verfahren als emen Act der Wledervergeltung gegen das Unrecht, das ihnen seitens der Com pagrie in Ausübung der Fischerei wie dersahren sei, der Commandant machte ihnen aber begreiflich, daß sie das Ver fahren der Compagnie jederzeit zu jrt ner Kenntniß hätten bringen können und daß. ihnen dann Gerechtigkeit - zutheil geworden sein würde. Schließlich legte derselbe den Indianern eine Strafe von 400 Decken aus; diese vertreten inAlaska die Stelle des Geldes und eine neue Decke hat einen Werth von $4. Die Indianer besaßen solche Decken' im Ueberflusse, schickten aber einige werthlose Decken an Bord und brachten in der folgenden Nacht ihre gesummte bewegliche Habe in die Wälder in Sicherheit. Am folgenden Tage wurden die Jndianer nochmals erfolglos aufgefordert, die ihnen auferlegte Strafe zu entrichten, bedeutet, alle Frauen und Kinder aus dem Dorfe zu entfernen, und am Nachmittag wurde .das letztere bis auf die beiden Häuser der erwähnten beiden Häuptlinge in Brand geschossen. Ein Menschenleben ging hierbei nicht verloren und Merriman'S Verfahren war un-

ter den obwaltenden Umständen das ein-1

313 gerechtfertigte. Telegraph und arnickcl. Auch im südlichen Texas drohen, ühnlich wie in Neuseeland, die Kaninchen zur Landplage zu werden. ES hat solche Thiere schon lange dort gegeben, aber sie führten ihr beschauliches Leben in der Prairie, die sie reichlich nährte und dachUn nicht daran, sich auf Ländereien anzusiedeln, auf denen sich schon Menschen niedergelassen hatten. Den ganzen Tag hindurch dehnten ste ihre Siesta aus und freuten sich im dolce sar niente ihres Daseins, das sie sich selbst durch ihre complicirten Familiensorgen nicht v:rkümmern ließen. Wurden die Schatten länger, dann verließen sie ihr Lager, machten zunächst Männchen" und erinnerten mit den üder die Brust gekreuzten Psoten an ihren weitlausigen Vcr wandten, den Meister Lampe, den die selbe Stellung schon am Hose Könia Nobel's in den Geruch besonderer Fröm migkeit gebracht hat. Dann ging es an's Aesen. Da baute LieutenantGreely, der jetzt im nördlichen Eismeere wohl oft an jene wärmeren Tage zurückdenkt, den Nio Grande entlang die Telegraphenlinie von Larcdo nach Fort Ringgold. Schon nach vier Wochen versagten die Drähte den Dienst ; verstärkte Batterien wurden angewendet, ohne Erfolg. End lich ergab eine Untersuchung, daß die dort so häufigen Bienen, Wespen, sogar Hornissen zwischen die Isolatoren und die Telegraphenstangen ihre Nester gebaut und hierdurch eine Verbindung der Drähte mit den Pfosten und der Erde hergestellt hatten. Die Nester wurden zerstört, die Isolatoren mit Schutzvorrichtungen gegen wiederholte Benutzung als Bauplätze versehen und seitdem berichtet der Telegraph Wahres und Fal sches mit bemerkenswerther Pünktlich keit. Aber die Bienen, Wespen und Hornissen, die bis dahin ebenfalls friedlich gelebt hatten, waren durch ' die Zerstörung ihrer Wohnungen empört und ohne zu fragen, ob die Karnickel die Schuld an dem ihnen zugefügten Un rechte trügen, stürzten sie sich auf diesel ben und kehrten ihr Stacheln schonungs los gegen jedes Alter und jedes Geschlecht. Alles muß verunjenirt werden" war der Schlachtrus unter dem sie kämpsten und so stachen sie daraus los, obgleich jeder Stich jedes Thier den Stachel und somit das Leben kostete. Die Karnickel wollten nicht abwarten, bis die Jnsecten sich selber todtgestochen hätten, wanderten aus und kamen in besiedelte Landstriche. Durch ihre , letzte Erfahrung und Reise hatten sie viel von ihrer seitherigen Beschaulichkeit verloren, gingen mit verdoppelter Energie an die Erfüllung ihrer Lebensaufgabe und find durch ihre Fruchtbarkeit die Landplage des südlichen Texas geworden. Wenn die Texaner über die letztere schimpfen, so ahnen fie nicht, daß sie dieselbe dem Telegraphen verdanken, und so giebt es ost eine Wechselwirkung zwischen Ursache und Wirkung, die sich allerdings nur dem Blick des scharssinnigen Forschers offenbart In der Niederlassung Palästina in Texas sind wiederum türkische und armenische Emissäre eingetroffen,um zu untersuchen, ob Boden und Clima dört dem Anbau der Maulbecrbäume und der Zucht der Seidenraupen günstigsind. Vom Jalande. Die Sonnensinsterniß am 6. Mai wird nur von dem pccisischen Ocean, resp, der in solchem gelegenen kleinen Insel Carolina Island" in ihrer Totalität uud auch hier nur für sechs Minuten sichtbar sein. Die Insel liegt im südlichen Theile des Pacific und fern von jeder Verkchrsstraßc, dieselbe wird voraussichtlich der Sammelplatz sür die Astronomen aus verschiedenen Ländern werden. Die französische Republik ist bis jetzt der einzige Staat, welcher die Absenkung einer Expedition auSStaatö Mitteln beschlossen hat. . Der in dem Recrutirungs Bureau in Washington angestellte Sergeant erblickt ein günstiges Zeichen darln, daß die gegenwärtigen Anmeldungen zum Eintritt in die Armee weniger zahl reich sind, als im vorigen Halbjahre. Gewöhnlich pflegen die Anmeldungen im Winter häufiger zu sein, als im Sommer, da es vielen jungen Leuten im Winter schwerer fällt, Arbeit zu finden, als im Sommer. Mehrere derbedeutendsten Schnitt- und Modewaaren-Geschäste in New Vor! haben in Verbindung mit ih ren Läden elegante Schreibzimmer eingerichtet, welche von den Damen mit Vorliebe benutzt werden. Dieselben besorgen hier ihre Correspondenzen und machen serner von den verschlossenen Postfächern, Gebrauch, die sich in den Schreibzimmern befinden und von den Damen gegen Erlegung von monatlich $1.00 gemiethet werden können. 'Zu diesen Fächern, welche die an die Damen adressirten Schriftstücke verschwiegen ausnehmen, werden den letzteren b'esondzre Schlüssel eingehändigt. Es fehlt nicht an Stimmen, welche diese neue Einrich tung verurtheilen und in ihr eine Emancipation und zwar schlechtester Sorte erblicken. Aus der anderen Seite führe die Damen zur Vertheidigung der Em richtung an, die Carpets in ihren Bou doirg entgingen hierdurch den Tinten flecken,welche unvermeidlich sein würden, wenn sie ihre Briefe zu Hause 'schreiben wollten; außerdem schrieben die Männer in ihren Geschäftsbureaux auch nicht bloS Geschäftsbriefe, und was den Einen recht sei, sei den Andern billig. ' . Im Städtchen Montag f; Mass., wohnen zur Zeit 40 Wittwen 20 ältliche und 18 junge heirathösähige Mädchen, aber nur 1!) unverheirathete Männer, von denen keiner zu jung ist, um zu heirathen, resp, schon seit 20 Iah ren verheirathct zu sein. In Bet reff des chinesischen Schauspielers Ho King, der kürzlich in Portland, Oregon, landete, hat Richter Doady vom Bundeskreisgerichte ent

schieden. fo& derselbe lern Arbeiter im Sinne des Anli - Chinesen - Gesetzes sei und daß ihm daher der Aufenthalt nicht verwehrt werden dürfe. Die häufig in Bingh am ton, N. Y., austretenden Unterleibskrankheiten dringt man damit in' Zusammenhang, daß der alle Unreinigkeiten aus der 1 Meile oberhalb der Stadt gele genenJrrenanstalt entfernende Canal in den Susquehanna mündet, welcher Binghamton mit Trinkwasser versieht Ein Farmer in Hamilton Co., N. A., hat seit seinem 80. Geburtstage, den er Mitte vor. Mts. festlich btging, 18 Hirsche und 1 Panther erlegt; letzterer war wahrscheinlich der letzte sei nes Geschlechts in jener Gegend. D it ve reinigten A n t hra -citgrubenBesitzer in der StadtPhiladel phia lassen bis auf Weiteres nur 3 Tage in der Woche arbeiten.

n Vro vidcnce. N. slanr. sind- über $30,000 für eine Reiterstatue des Generals Burnside gezeichnet wor den. 5Dtr Eigenthümer des Fin ney House in Detroit entdeckte kürzlich in einem der Laufjungen des Hotels (Bell Boys) ein ganz allerliebste Mädchen. Das Mädchen, das unter dem Namen Willie Hormon bekannt war, verweigerte über seineHerkunst jede Auskunst und entfernte sich ebenso ge heimnißvoll, wie es gekommen war. Ihre Arbeit als Junge hatte sie' in der ..-. k. Pk . rr ? .1' 1 1 zuirleoenueuenoiien xxit oeorgr uno war sie ihres, hübschen Gesichtchens und sreundllchenBenehmens wegen allgemein beliebt. Vor einem Jahre ga b die Bundes-Fischerei-Commission an - meh rereSüd-Amerikaner in Quito auf deren Ersuchen eine Partie mnger, hier aezuch teter deutscher Karpfen ab. Die Fische gedeihen auch in den südamerikanischen Gewäss:rn vortrefflich. Die jungen Zkarpzen mußten zum Theil lange Strek ken auf den Rücken von Veons tranSpor tirt werden, haben aber die Reise gut überstanden. D ie R e v ue . Seien tifiq ue berichtet über Versuche, die gemacht wor den-sind, um die Keimfähigkeit verschie dcner Sämereien festzustellen. Von Erbsen und Bohnen, die drei Jahrelang m dicht verschlossenen Behältern ausbe wahr, worden waren, waren 45 Procent der ersteren und 2 Procent der letzteren noch fimfähig. Dieselben Früchte, ebenso lange unter dem freien Zutritt der Lust ausbewahrt, ergaben bei den Erbsen 90 und bei den Bohnen 98 Pro ccnt,' welche '5ie Keimsähigkeit bewahrt hatten. New. Yorker und Philadel phier Blatter veröffentlichen ein etnsa cyes Verfahren, ote Bersalfcyuna von Oliven-Oel mit Baumwoll Samen Oel zu erkennen. Wenn man einerlei ne Quantität Oel mit einer Lösung von essigsaurem Blei gut durcheinander schüttelt und dann die Flüssigkeit . 12 Stunden lang ruhig stehen ladt,, so ge nügt die Anwesenheit von 5 Procent Baumwoll Samen Oel in Olivenöl, dem letzteren eine röthliche Färbung zu geben. - Däe 16jährige Louise Cly mer verschwand am 8. dies. Mon. aus der Wohnung ihrer Mutter in.Chicago. Die letztere stellte alle ihr möglichen Nachforschungen nach dem Ausenthalte derselben an und wendete sich erst Ende voriger Woche an die Polizei. Bei dem Rapport bemerkte ein Polizist, daß sich das von der Mutter beschriebene Mao chen jeden Abend und die halbe Nacht hindurch - in schlechten Wirthschaften an der Nandolphstr. umher treibe. Der Polizist ging am Spätnachmittag des selben Tages mit der Mutter nach der ' . r V genannten 3irape uno gier ram iynen die Gesuchte alsbald entgegen. ' aum hatte Louise die Mutter erkannt, so war sie auch in einem Seltengäkchen ver schwunden. Der Polizist führte die Frau zu einer ihm bekannten Familie in der Nachbarschaft und bat sie, vier zu war ten, er werde seine Nachforschung allein fortsetzen : gleich darauf verhaftete er das Mädchen in einer schlechten Wirthschaft und führte es der Mutter zu. Diese scklok die Tochter weinend in die Arme und bat sie, wieder nach Hause zurückzu kehren, es solle alles, was etwa geschehen sei, vergeben und vergessen sein. Dabei mukte sich dleMutte, schaudernd adwen den, denn aus dem Munde der Tochter drana ein entsetzlicher Fuselgeruch. Das Mädchen versprach endSlch der Mutter, ihr nach Hause folcken zu wollen, wurde aber von demPolizisten. hieran gehindert, der dasselbe zunächst ttm Polizeirichter vorführen mußte, der Mutter aber ver sprach, die Tochter, sobald dieselbe ent lassen sei, direct in ihre Wohnung brin gen. zu wollen.' Vom uslanöe. Zum G e d'ä ch t n'i ß am d e n 200. Jahrestag der Aushebung desEdik tes Von Nantes bereitet Baron Schickler von Berlin die Geschichte der Gründung der sränzösichen Colonien in Deutschland vor, und zwar in französischer Sprache." Ludwig XIV. on Frankreich vertrieb im Jahre 1G89 mehrere Millionen Protestanten, besonders auö dem Süden Frankreichs, bei Todesstrafe, indem er daS 100 Jahre'früher von Heinrich IV. erlassene DuldungSEdikt aushov . und diejenigen seiner Protestanten, welche nicht freiwillig gingen, durch Dragoner verjagen , oder: niederhauen ließ. Die Unglücklichen, welche ihr Alles verloren, fandenZusluchd in Preußen, Hessen, Hol landEngland. und Amerika, wohin sie ihren GewerbfLeiß, besonders die Seidenweberei, verpflanzten. . Die vom Düsseldorfer preußischen Centralverein' für Körper pflege in Valk und Schule" an dasHauS zer Abgeordneten und gleichzeitig auch an den CultuSannister eingereichte Petition betreffend' Ginsetzung einer Aerzte Com Mission behufs Untersuchung der die Ge sundheit schädigende Einflüsse des HS Hern Schulwesens erfreut sich der allge melnsten Theilnahme sowohl bei den Magistraten- der Städte als bei den Schulcuratoi ien, Aerzten, gemeinnützigen

Gesellschaften, Turnvereinen u. f. w..

von welchen Körperschaften bereits viele die Petition zu der ihrigen gemacht ha ben. Diejenigen Schulmänner, denen das leibliche Wohl der Jugend am Her zen liegt, haben selbstverständlich em gro hes Interesse daran, oal; meoicinifche Autoritäten daß zulässige Durchschnitts maß geistigerArbeit für die verschiedenen Altersstufen fest etzen. Bereits haben sich Männer von Namen wie Prof. Dr. (Zsmarch Liel, Prof. Dr. Cohn BreS lau und Geheimrath Dr. Mooren-Düf feldorf bereit erklärt, soweit eS ihre son stige Thätigkeit irgend gestattet, an den Arbeiten der hoffeMlich ins Leben treten den Commission theilzunehmen. DieZabl der im v r e u ßi schen Staate vorhandenen Gerichtsasses soren betrug am I.Januar c. 714 gegen 612 am 1. Januar 1882. 491 am 1. Januar 1881, 386 am 1. Januar 1880, 28, am 1. Januar 1879 und 283 em 1. Januar 1878. Unter den zur Zeit vor handenen Assessoren sind zwei über 5 Jahre m dieser Stellung, sechs über 4 Jahre, 45 üder 3 Jahre und 79 über 2 Jahre. In (England ist am 2. Januar seit Jihren zum ersten Male wieder eine Mörderin hingerichtet worden. Im Gefängnisse zu Maidstone in London nämlich wurde am angegebenen Tage eine Frauensperson, Namens Louise Taylor, gehentt. welche wegen Vergis tung einer alten Dame, MrS. Tregillis m Plumstead, bei London, deren Ver mögen sie sich a'izueignen hoffte, vom Londoner Centrcil'Schwurgerichte zum Tode verurtheilt wurde. ' Seit de n deut scb'fr an ?iö pschen Kriege und dem darauf folgenden wirtbscbaftlicken Ausscbwunae bat die Frequenz an 21 deutschen Universitäten eme so bedeutende,, vie Bcvollerungs Zunahme weit üb:rsteigendeVermehrung erfahren, daß dieselbe mit Recht das bald mit Bewunderung, bald mitVesorgrisien vermischte Erstaunen auch weiterer Kreise hervorruft. 'Die Zahl der aufsämmt lichen deutschen Hochschulen Jnscribirten stieg von 15,113 im Sommer 1872 aus 23,834 im Sommer 1882, erfuhr also binnen zehn Jahren eine Zunahme von 57.0 Prozent. Aber die letzten vier Jahre unterscheiden sich wesentlich von den sechs ersten. Denn während in diesen die höchste Zunahme rca Ml) betrug, stieg sie mit dem Jahre 1878 fast auf das Doppelte, auf 1117, und stieg weiter von Jahr zu Jahr auf 1136, 1239 und 1392. Außer der philosophischen Fa kultät ist eS die juristische, auf welche die höchsten Zunahmeziffern gefallen sind. Hier betrug das Wachsthum der Ire quenz in der Zeit vom Sommer 1872 bis zum Winter 188182 in Summa 1867 oder 49.7 Prozent. Der Haupt antheil fällt dabei auf die 10 preußischen Universitäten, derenStudirende derRechte von 1582 auf 2558, d. h. um 1 Pro zent sich vermehrten, während die 11 an deren Universitäten nur eine Vcrmeh 00r,4 Isl'.si ni um f. lUliy UUil Au-x UU ovuu M 00 Prozent erfuhren. Die Zunahme in den verschiedenen Fächern der philosophischen Facultät belief sich zusammen - aus 4142 Studirende oder auf 80 Prozent. Die' Vermehrung der Mediciner datirt erst vom Jahre 1876 ; bis dahin fand eine Abnahme statt; auch setzte 1876 dieVer mehrung erst gering ein,um dann immer stärker anzuschwellen. Sie betrug in den zehn Jahren 24 Prozent. Papst Leo XHI.Hat allen bäurischen Bibliotheken ein Exemplar der Prachtausgabe geschenkt, welche von dem Werke des heiligen Thomas von Aquino auf seine Kosten unter der Lei tung des Kardinals Zigliara in der Druckerei der Propaganda erscheint. Diese Schenkung ersolgte in Anerken nung der Dienste, welche die bäurischen Bibliothekare dem Vatikan durch die Kollationirung der in Baiern besindli chen Codices des heiligen Thomas leisteten. k. D erB au der langbespro chenen Eisenbahn quer über Australien ,ist nun endlich in Sydney beschlossen worden. Die Bahn wird sich von Bris hane in Quecnsland nach Port Darwin im Golf von Carpentarla ausdehnen, und die Unternehmer hab? sich contrakt lich verpflichten muffen. d:t Strecke in 7j Jahren fertig zu stellen. Mit den Kü stenbabnen, welche einen 2'cheil der Ver bindungsbahn bilden werden, wird sich l der neue Sckienenwea üler 1000 engl. Meilen ausdehnen und viil gutes Wei. I . . . . . . V - . , I ff , oelano ourazireuzen, von uzm acraijt Districte sich reich an Gold und anderen Mineralien erweisen werdm. Es ver dient als ein Beweis von der Energie der australischen Colonien erwähnt zr werden, daß, obwohl der erste Spaten stich zur ersten Eisenbahn im Jahre 1864 gemacht wurde, die Colonie bereits 800( Meilen betriebösähige Eisenbahnen be sitzt. . Wie die. Kölnische Zei. tung berichtet, hält man eS in preußisch militärischen Kreisen nicht für unwahrscheinlich daß eine demnächstige Vermeh rung der Feldartillerie ins Auge gesaßt fei. Allerdings muß zugegeben werden, daß trotz der Neuausstellung von 40 Bat terien im Jahre 1881 die deutsche Feld artillerie hinsichtlich der Gesammtzahl der Geschütze immer noch sowohl hinter derjenigen Frankreichs wie Rußlands nicht unerheblich zurücksteht. Deutsch land vermag 2040, Frankreich 2622 Feldgeschütze im Kriegsfalle auszu stellen, Rußland 2460 erkl. 36 Reserve batterien zu 4 Geschützen. Wenn hieraus erhellt, daß Rußland sowohl als Frark reich hinsichtlich der Stärke ihrer Feld artillerie Deutschland unzweifelhasi überlegen sind, so muß weiterhin festge l stellt werden, daß auch in Betreff der l.n.zn oC;C!.(.:i .?l?M,,tZ Vi ;cciiunösuyiyuu uni vvjiuuv.uvu verschiedenen Geschützmodelle nennenS werthe Unterschiede jetzt nicht mehr be stehen.' Technik und Wissenschaft sind heut zu Tage in allen Culturstaatcn so entwickelt, daß Frankreich und Rußland mit den neuesten von ihnen eingeführten 'Geschützmodellen auf gleicher Höhe mit .Deutschland stehen.