Indiana Tribüne, Volume 6, Number 126, Indianapolis, Marion County, 24 January 1883 — Page 2

Sndimm Ar iöinle.

:-T Tjvs-i Fög 13f und Sonntag ianszaöe. Ofsicc: 2S. Dslo'VareStr. Indianapolis, Ind., 24. I rnuar 188:?. Explosive Medicinen. Die Jft. Y. Times" t)at eine' Ent deckung von io außerorden licher Wich ligfeii gemacht, daß sie dieselbe demPubli'kum nicht einmal dadurch vorenthalten will, daß sie die Jerosfertlichung .der eWorld" überläßt. 9cui zu häusig kommt eZ vor, daß Menschen verschwin den, geheimnißvoll, mit Haut und Haar, auf Nimmerwiedersehen. Ein Mann, respektabel als Bürger, Gatte und Vater, eine ZZrau, das Muster ihres Geschlechts, ein unschuldig' Klndlein, in j der (5;eZundbeit und dem Klücke seines Alters strahlend,ver!asien froh dasHaus, werden in der oder jener Straße noch von Bekannten gegrüßt, an der oder je. ner Ecke noch einmal und dann nie mehr gesehen. Wohin kamen sie ? Keine Spur verräth es. Was wurde aus i nen ? Niemand weiß eS. Ja, wenn ein Banttassirer verschwindet, wenn man 1 1 . . entdeckt, daß das Vermögen der Bank eilt ihm verschwand, da kann man m y . mit einigem Scharssinne zwar selten das Ziel, aber doch wenigstens daZ Motiv deö Verschwindens herausfinden. Bei Leuten, welche die Ehrbarkeit selbst sind, bei unschuldigen Kinder at das Verschwinden noch bis gestern ein ungelöstes Räthsel. Heute ist es gelöst. Seit einigenJahren ist das Gebiet der Heilmittel, oder mit mehr Grazie ausgedrückt, der inateria rnedica, oder der eben so osficiellen als ossicinellen Phar makopöe durch eine Anzahl neuer Mittel vermehrt worden, denen schnelle und zu verlässige Wirkung nachgerühmt wird. Viele Personen tragen chlorsaures Kali fortwährend bei sich, weil es einen et waigen bösen Hals" rasch curirt. Da men erachtenGlyccrin als eineUniversal arzenei gegen alle Krankheiten, denen Menschensleisch unterworfen ist. Unter phosphorichtsaurer Kalk gilt als Lebens Verlängerer. Jod-Tinctur, Ammoniaks hypermangansaures Kali wirken, gegen die richtigen Uebel angewendet, Wunder, und der neueste Fortschritt der Medicin verwendet NitrsGlycerin gegen Brustschmerzen. Die letztere Methode ruft uns zunächst ein sehr schmerzliches Ereigniß in die Erinnerung. Geschehen in Toronto im Juli 1832. Ein prächtiger Knabe, aber ein kleiner Schelm, wollte sich eines Sonntags dem Besuche der Kirche, zu dem die Eltern sich rüsteten, entziehen, nach Entfernung der Eltern auökneifen und im nahenBache Forellen fangen. Er klagte über Brustschmerzen, und der in der Nähe wohnende Hausarzt verschrieb NitroGlyccrin. Die Gabe war klein, -und da der Knabe keine Brustschmerzen hatte, so kriegte er welche. Weinend bekannte er dem Papa, daß er gelogen. Dieser war eine' Seele von einem Manne, aber eine Lüge konnte er selbst seinem Einzigen nicht hingehen lassen. Er bat die weinende Mutter, langsam nach der Kirche vorauszugehen, holte das Spazierstöckchen mit dem gol denen Knopfe, den er sich selbst gekauft hatte, sprach : Ja, mein Sohn, da kann ich Dir nicht helfen" und ein Schlag, ein furchtbarer Knall, Dach.Stubendecke, Vater und Sohn waren in Atome zerstäubt. Der goldene Knopf,' den der Selige sich selbst gekaust hatt?, war das Einzige, dasKunde von diesemFamilienDrama gab. Diese herzbrechende Geschichte ging damals durch alleZeitungen; jetzt, wo eine Katastrophe die ' andere drängt, ist sie längst vergessen und ihre ' Lehren sind es eben alls, wie bei ander? ' Katastrophen auch. Besitzt schon NitroGlycerin eine solche Geschicklichkeit im Vernichten, so bilden aus den Mlickunaen der hki al .ill7"ng? nu w. w., ! tionen. deren Furchtbarkeit gegenüber eine Nitro-Glycerin-Explosion wie ein langsam und qualmig verbrennendes TalaliÄt eriSeint Cblorsaures i8ali und Glvcerin haben schon erstört eb KK - plodiren. Nun braucht sich nur Jemand mit verdünntem Glycerin den Hals gegurgelt und dann eine Cap ula mt rf.rArr.mrrm t-rfIiir?t in finr chlorsaurem Kali verschluckt zu haben, und die leiseste . Erschütterung wenn er z. B. gegen eine Gaslaterne rennt wird ihm das Nachdenken über die Frage ersparen, was denn eigentlich mit ihm loS sei. Jodtinctur brauchen wir zum Auspinseln der Nachenhöhle, nimmt man dann ein paar Tropsen in Wasser ver dünntes Ammomac, . so wird man eben falls ganz eigenthümliche Begriffe von dem Betragen gewisser chemische: Verbindungen erhalten. So giebt es noch eine Menge Stoffe, die theils innerlich, theils äußerlich als Arzeneien gebraucht, theils einzeln, theils vermischt cxplodiren, und diese haben alle geheimrißvoll Verschwindenden, mit Ausnahme der Aankcassirer, auf dem Gewissen. Viele derselben verwandeln ihre Opfer in Staub oder Pulver von fast körperloser Feinheit, und der Eoroner würde diher Ueberbleibscl, die zu einer Erkennung führen, nur dadurch erhalten können, daß er die Atmosphäre, in welcher die Explosion stattsand'mikrofcopisch und analytisch untersucht.- Bei einzelnen dieser Träger der Vernichtung ist die Detonation nicht lauter, als wenn eine Dame in einem Eoncerte, das einen öiic2SIS il'eüme errang, nit den kleinen, hübschen Händchen applaudirt. Die Herren Aerzte - sollten daher in der Anwendung der neuen Heilmittel äußerst vorsichtig sein; wenn sie nicht die Wohl-kahrt-des Publikum hierzu auffordert, so' sollten sie wenigstens das Interesse der Sargfabrikanten und der "Under. talfcr" berücksichtigen. XU Ausfuhr vou Vrodstöffeu. Der Bericht über die Ausfuhr von Brodstoffen im Monat December vor!

gen Jahres beweist auz's Neue, daß sich in dem Versandt eine wesentliche Hinan deriing vollzieht.' Auch im letzten Mo nat hat sich die Aussuhr von Mehl der jenigcn von Getreide gegenüber wesen! lich vergrößert, und die erstere wird bald der letzteren Nang in den Ausfuhrlisten einnehmen. Die Aussuhr von Weizen zeigt im vorigen Monate eine Abnahme von 170,923 Bushelö gegen denselben Monat des Vorjahres, während die Ausfuhr von Mehl in derselben Zeit sich um 627,520 Barrels vergrößert hat. Die angegebene Quantität Mhl entspricht 3,000,000 Bushels Weizen. Die Gesammt - Ausfuhr betrug im letzten Monat 1,031,875 Barrels Mehl, die einen Werth von $6,376,163 und eine Zunahme des Werthes gegen den De cember 1831 um ungefähr $i,0CC,000 rcpräsentiren. Diese Zunahme verdan kcn wir zum Theil der vortrefflichen Qualität des im vorigen Jahre ' gebauten Weizens, zum andern Theile aber

den verdeNerten Einrichtungen umer-r Mühlen, welche Mehl erster Qualität liefern. Von dem .im Nordwesten ge bauten Sommerweizen kommt nur ein Zehr kleiner Theil' als solcher zur Aus fuhr. Die Mühlenbesitzer, namentlich in , Mlnnear)olis, Minn., verwandle den : größten Theil desselben in Mehl und 'liefern solches in Folge der ihnen zur ' r k. rrrt r . e. ri '-6erjugung uerjenocn zanerirasl vluig. it. r ? . , rr . r . I und in Folge der verbesserten Einrich- : x. i-cr-rjc-cr- .!. lungen in ausgezeikMier eioassenyeil. Bei dem Reinigen des Mehles wird ge genwärtig Electricität angewendet, und das Getreide wird nicht mehr auf8 den bekannten Steinen, sondern mittels Walzen gemahlen. Endlich, wird die MehlAusfuhr noch durch die verbesser ten TransportVerbindungen wesentlich erleichtert. EnIsädlgn;:g unschuldig Vcrur ttzeiltcr. Es ist selbstLerständlich, daß auch die größte Vorsicht, das beste Gesetz und die unanfechtbarste Unparteilichkeit vonNich tern und Geschworenen die Bestrafung Unschuldiger nicht zu verhüten vermö. gen. Selbst rocnn man lieber neun Schuldige entschlüpfen läßt, als daß man einen Unschuldigen in' Gefängniß oder gar aus den Galgen sendet, kann man Nch vor verhängnisvollen Irrthümern durch die Aussagen meineidiger Zeugen noch verstärkt wird, haben schon manchen Verdächtigen als schuldig erscheinen las sen, der es durchaus nicht war. Justizmorde kommen jetzt allerdings viel feite ner vor als früher, weil die Todesstrafe t n C CIY v ri t , n . - 1 fast nur auf Mord steht, stets mit ZöAllPnllun.l 1 gern und meist nur dann ausgeführt wird, wenn der Mord besonders brutal und über allen Zweifel hinaus erwiesen war. Als noch die Folter Geständnisse erpreßte und sogenannte Eottesurtheile galten, mag die Zahl der rechtswidrig, und doch in aller Form Rechtens" Hingerichteten eine ganz gewaltige gewesen fein. Mit der fortschreitenden Cultur und Gesittung nahm sie immer mehr und mehr ab, bis sie heute in allen Rechsstaaten eine winzige genannt werden kann. Und ebenso darf man dreist behaupten, daß in der Neuzeit verhältnißmäßig Wenige in's Zuchthaus oder Gefängniß wandern, die es nicht verdienen ; aber so selten auch solche Fälle sein mögen, so unmöglich es sein mag, Irrthümer gänzlich zu vermeiden, so ist es doch ohne Frage Pflicht der Gesellschaft, den Fehler wenigsten? nach Kräften auszugleichen. Die Entschädigungspflicht des Staates unschuldig Verurtheilten gegenüber kann vernünstiger Weise gar nicht in Zweifel gezogen werden. Dennoch gelangte sie gerade im Lan dk genier cru im 305 : 100a ourco Proieorelnze zur o,senttillzcn Ve,orejr 'ii C Ü f rj 7 . chung. Seitdem freilich haben sich Zei' tungen und Abgeordnete, ja selbst Dra matiker so eingehend mit der Frage be hV wwi.w "Ä" vvtt Haftbarkeit des Staates in das Rechts fchaftlgt, daß d:e Ueberzeugung von der dewußtsein des Volks übergegangen ist. st" ;i hsTw;"; ' fSiZnn&rf IlnlllÄ' schadlgUNgsanspruche unschuldig Veru? heilter grundsätzlich anzuerkennen, und so ost hat sie sich leider deyen ge. ei3. L'tlfi L 5S? Äffi 'rV.' . r u yw gesetzten Ang tklagten M gewissen Fällen eine-Entschüdiaung gewährt wer den soll. Die verbündeten Regierungen klärten, daß sie sich nicht einmal mit der diesem Antrage zu Grunde liegenden J . V 5 j Ä Tendenz einverstanden erklären könnten. yirntii uhu uit iVu j.f jiiuyi u iuui(9 auch dann nicht zugeben wollen, wenn die Anklage erwiesenermaßen leichtsinnig erhoben worden ist. Was das zu bedeuten hat, wird erst vollkommen klar, wenn man bedenkt, daß im deutschen Reiche Bürgschaft in Eriminalfällen nie mals zulässig ist, daß also ein Angeklag ter mehrere Monate in Untersuchunqö hast zu verbüßen hat, ehe ihm überhaupt der Proceß gemacht wird. Alsdann mag es sich herausstellen, daß die Anlläge absolut grundlos war, und der Angeklagte, dessen Geschäft vielleicht in der Zwischen - .n .... v .'7 . azu Atiuuii lovrven 1 1. roiro onnc etn Wort der Entschuldigung entlassen. In einem wirklichen Nechtsstaate könnte er wegen -grundloser Freiheitsberaubung flagbar. werden aber die verbündeten Regierungen erblicken darin wahrscheinlich eine Bedrohung des unsehlbaren Staatsanwaltes. Es ist betrübend, das von den Behörden einesLandes berichten zu müssen, das sich vor aller Welt seiner Bildung und Humanität rühmt. Das deutsche Volk ist sür diese Ungerechtigkeit nicht verantwortlich. Langsamer Fortschritt. - Trotz der fabelhasten Geschichten) .'di zuweilen über die Leistungen des Telephons verbreitet werden, .ist seine Bedeutung immer noch aus den örtlichen Verkehr beschränkt geblieben. Vor einigen Tagen wurde der Versuch gemacht.

nW bewahren UmitanMbm MB großem Geaichle, dln BeweiZkralt m,, of. it.:. t. (rn.rt..- ß;t.t.t,.

mit einem Telephon Hopünö'schc? Ulon struction und einer rein metallischen Leitung Botschaften von Albany nach Nero Jor! und zurück zu sprechen. Tie Gesamn.tlänge der Doppcldrähte beträgt etwas über 400 Meilen, und der Versuch soll derartig geglückt fein, daß er auf langere Strecken ausgedehnt werden wird. Dennoch hat dicSache nur einen wissen schaftlichen Werth, denn die bekannte Unzuverlässigkeit der telephonischen Verbindungen in den Städten läßt nicht darauf schließen, daß die Vermittlung des gesprochenen Wortes nach. großen Entfernungen praktisch durchführbar ist. Bei' Regen, Schnee, Sturm oder Gewittern ist der Verkehr durch das Tele Phon häusiz beinahe unmöglich, wenn unter denselben Verhältnissen der telegraphische Verkehr keine Unterbrechung erleidet. Und wenn das schon auf ganz kurzen Strecken der Fall ist, so läßt sich gewiß nicht annehmen, daß das Uebel auf seh? langen Strecken gehoben wer den wird. Bei dieser Gelegenheit wird man an die schwachen Fortschritte erinnert, die auch der Telegraph seit seiner Ersindung gemacht hat. Vor mehreren Jahren wurde allerdings der die Punkte und Striche aufzeichnende Apparat durch den Tönet" ersetzt, aber seitdem sind keine Verbesserungen angebracht worden. Dnrch die Edison'sche Elsindung, zwei bis vier Depeschen gleichzeitig über denselben Draht zu senden, ist serner die Arbeitsfähigkeit der Leitungen wesenllich erhöht werden, doch die Instrumente sind seit 25 Jahren nicht verändert worden. Im unterseeischen Dienste werden noch dieselben schwingenden Nadeln und Spiegel gebraucht, die das allererste über das Meer gesandte Signal verständlich machten. Das Morse-System hat sich bis auf den heutigen Tag erhalten, väh rend jede andere wichtige Eisindung in demselben Zeitraume wesentlich veibessert worden ist. Es ist das um so auffallender, als gerade die Electricität in der Neuzeit so genau studirt worden ist.

Tie Pflich:? der (ifciköaimc. Während de großen Frachtve:lader Strikes im vorigen Sommer hatte, wie sich die Leser erinnern werden, eine Änzahl New Iorker Geschäftsleute den General-Staatsanwalt Rüssel veranlaßt. Gesellschaft' zu zwingen, den ihnen als ;common camers" obliegenden Verpflichtungen gemäß die ihnen übergedene Fracht pünktlich und ohne Verzug zu befördern. Richter Haight erachtete das Gesuch des General-StaatsanwaNs "w v i vn wninut- wim ijuiiwuhü für regelwidrig", wies dasselbe ab und U ' II Herr Rüssel pvellirte an den Genera! Termin der Suprcme Court. Dieser ha! dieser Tage die erste Entscheidung umgestoßen und das R e,ch t d.c r Staatsgewalt a n e r k a n n t,"i tt derartigen Fällen das Zwangsverfahren gegen die Eisenbahn - Gesellschaften einzuleiten. Der Telegraph hat über diese Thatsache bereits kurz berichtet, wir erachten aber die Entscheidung, für so wichtig, daß wir ptxtn Gründe wenigstens im Auszuge kurz zusammenlassen. J Betreff ihrer financiellenAngelcgenheilen mögen die Eisenbahn - Eompagnieen als Privat-Corporationen betrachtet werden, mit Rücksicht auf den Zweck, dem sie dienen, sind sie aber von anderen Korporationen wesentlich , verschieden. Eisenbahnen sind nichts anderes als öffentliche Heerstrsßen im Besitze und unter Leitung von Privatpersonen. Sie lciten ihre Rechte von den Souveränitätsrechten des Staates ab, welche nur sür öffentliche Zwecke abgetreten werden dürfen. Oeffentliche Heerstraßen, und somit die Eisenbahnen. ' unterliegen der Jurisdiktion des Staates. Außerdem legt das allgemeine Eisenbahn - Gesetz den Eisenbahnen noch ausdrücklich die Pflicht aus, gegen angemessene Veigü tung Passagiere und Fracht ohne Ausnahme zu befördern. Durch Uebernahme dieser Pflicht werden die Eisenbahnen zu Agenten der Staatsgewalt. Sie lönnen sonach durch das Gericht gezwungen werden, ihre Pflichten gegen den Staat und das Publikum z erfüllen. Der Einwand, daß der Staat nicht eiaschreiten könne, weil er nicht direct geschädigt sei, ist nicht stichhaltig ; der Staat ist in seinen Souveränitätsrechten geschädigt, wenn irgend welche von ihm auferlegte Verpflichtungen nicht erfüllt werden.. Um diese Pflichtelfüllung zu erzwingen, dazu ist das Mandamus-Versahren gerade das geeignete Mittel. - Zur Begründung des Gesuchs ist von dem StaatSanwalt angeführt, daß die Eifenbahn-GefeUfchaften ihnen zur Beförderung angebotene Frachten zurückwiefen. DieS rechtfertigt das Einschreiten der Staatsgewalt. Die Bahnen haben nicht behauptet, daß sie von den ausstehenden Arbeltern m Erfüllung ihrer Pflicht behindert würden, sondern nur, daß sie denselben 20 Cents statt'17 ! c" .ln0C vezay.cn ooer mir Mk' .'Z! arbeiten mußten, ! Sschasn haben nun zweifellos 1 ds Stecht, den Arbeitslohn ihrer Arberter an bestimmen, wenn durm AuSunnna ff . 1 e v . , -f 4 . : . ".'. ' j" " ' '"7" dieses Rechtes dem Publicum Nach theile erwachsen, so haben sie die Verantwortlichkeit hierfür zu tragen. Wären die Gesellschaften absolut behindert gewesen, die Frachten pünktlich und ohne Verzug zu befördern, so würde dicSache wesentlich anders liegen; das war aber nicht ' der Fall. Die Eisenbahnen sind unter allen Umständen nicht berechtigt, wegen Zwistigkeiten mit ihren Angestellten ihre Pflichten gegen Staat und Publicum zu vernachlässigen. Diese Pflichten müssen die Eisenbahnen ersüllen, und zwar ohne alle Rücksicht auf ihnen etwa - erwachsende - Mehrkosten. Der Antrag auf Einleitung des Mandämus'Versahrens war daher vollberechtigt. Die Wichtigkeit der vorstehenden Entscheidung wird dadurch,' daß die Lage der Dinge in New Bork'eine andere geworden ist, die Entscheidung daher einen

ein nmarnirnpS vlerifthrfn ,n,I,t?n

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poetischen Erfolg nicht hat,, nicht im I

u:u?eic:i beeinträchtigt. Es ist von sicht m Verbindung mit feinem canen ungchkurcr Wichtigkeit, daß ein Gericht notirt. Der Entwuf besagt, daß ki.'nsden Eis:nbahnen aegenüber klat aus- lig Richter der Supreme-Court, die der gesprocken und scharfsinnig begründet Eircuits sowohl als die der Distrikte, har, daß dieselben nicht nur zur Schad- j für den Zeitraum von fünfzehn Jabren loshaltung, sondern auch zur Pflichtcr ! ernannt und ' dann pensisnirt werden süllung durch die Gerichte angehalten sollen. werden können. Natürlich wird aeaen .ff na hm: die nn d-r n ,

mJ l I Entscheidung recht bald erfolgt, wir Hof fcn, in ci iem da? angefochtene Erkenntniß deflätigenden Sinne. Das von einzelnen Zeitungen angeregte Bedenken, daß die Eisenbahnen durch die besprochenc Entscheidung ganz in die Hände ihrer Angestellten gegeben würden, ist ein eingiciioeies uns cti Den aarrn niclgtjog.' SSsiricn die Arbeiter f Z U O. ..v, . - . . t. versuche, t nt ugmöhnlicheAnbSusun, ton Statt in uncmimsliger Weife sür stch azubtutcn. s Ü,U sie die !,. gen fchnell ge'iuz gewahr werden, sowie jene Anhäufung vorüber ist. In Be tteff des Strikes, der die Versnlassung zu dem Prozesse bot, ist es noch ..allgemein'crinnerlich. daß die Forderung der Frachtverlader eine unberechtigte in der Thal nicht war. Die mitgetheilte Entscheidung weist die Berechtigung der Gerichte des Staates, im MandamusVerfahren gegen die Eisenbahnen vorzugehen, so schlagend nach, daß voraussichtlich die Bestätigung desselben es den Eompagnieen in Zukunft unmöglich machen wird, das Publicum zum Besten der Aktionäre zu schädigen. Selbstverständlich baben alle Staaten dieselben Rechte, wie NemHark. die Durchführung der genannten Gkuudsätze würde also überall möglich fein. Xlcin neues Kabel. Herr Garrett, der Präsident der Baltimore und Ohio Eisenbahn, und Herr Bennett, der Herausgeber des Herald", haben das von dem Publikum mit Freuden begrüßte Project, ein neues und von allen anderen telegraphischen Verbindungen völlig 'unabhängiges Kabel durch den atlantischen Ocean zu le gen. leider ausgegeben. Herr Garrett wollte das Unternehmen nur in so weit unterstützen, als es sich um die Verbindung des Kabels mit Telegraphendrähten entlang der Baltimore & Ohio Eisenbahn handelt.- Herrn Benuett, dem es leicht geworden sein würde, zurLegung des transatlantischen Kabels, wenn er solche nicht aus seinen Mitteln allein bestreiten wollte, die Unterstützung anderer Kapitalisten zu finden, schien die von Garrctt zugesicherte Betheiligung nicht ausreichend und so hat er sich wenigstens vorläufig von dem ganzen Unternchmen zurückgezogen. Hoffentlich ist hiermit sein Project nicht definitiv ausgegeben, an dessen Ausführung das Publikum mit Recht so große Hoffnun gen geknüpft hat. Es ist im höchsten Grade wünschenswerth, daß die Verein. Staaten mehr als ein Telegraphensystem b:siken ; so lange eine einzige übermächtige'GeseUschaft alle telegraphischen Verbindungen zu Lande und unter dem Wasier controlirt, ist das . Volk der Gnade und der Willkür diefesMonopols wehrlos anheimgegeben. Herr Bennett. würde sich den Dank aller feiner Mitbürcer erwerben, wenn er baldigst wieder für die Ausführung des jtzt ruhcn den P.'oj'cts emtretcn wollle. cm Ztttiaxitt, rn a i r m r 11 n t Park in Philadelvhia wird ei::e NLlior'.ai'Baumschule angelegt, in welcher sämmtliche Baumsorten der einzelnen Theile der Ver. Staaten vertreten sein sollen. Der erste Knabe, der indem neu angelegten Städtchen Galena im Thale des Wood River in Jdaho gebo-' ren wurde, ist auch der Sohn des ersten Einwohners Namens Berry und wurde auf die Nameu William Galena getquft. Ein Freud enfeuer, welches bei Troy, N. V, am Tage der Erwählung Garsields angezündet wurde,brennt noch heute; dasselbe hat ein Kohlenlager in Brand gesetzt. Das einst bi.rümteWillim und Macy College in Williamsburg, Va..die Alma Matcr Jefferson's. Marfhall's, Monroe's und Rsndoiph's hatte voriges Jahr einen Studenten und ist jetzt geschlossen. Russische Berichte behaupten, daß die Leuchtkraft des am Kaspischcn Meere gewonnenen Petroleums um 10 Procent größer sein, älS die des amerikanischen. Jn Fort Wayne, Tex. besucht ein Pscrd regelmäßig zugleich mit seinem Besitzer die Wirthschaften. Ein Glas Bier wird vor das Thier auf den Schenktisch gestellt, dasselbe umfaßt den Rand mit beiden Lippen, hebt den Kops, läßt den Inhalt hinunterlaufen und stellt das Glas vorsichtig wieder auf' den' l.Tisch. Das Pferd wird viel getreatet". t ur.d hat eine dasfallsige Einladung noch ! niemals abgelehnt, sich - aber noch niemals rcvanchirt. Wenn Lunch auf. dem Tische steht, langt eö ebenfalls u. ' . An der p r 0 i ec t ir t en N e vcda und Oregon'Eisenbahn in Ne vada ist eine Stadt ausgelegt worden. welche den Namen Belfast erhalten soll. Ein in der Nähe befindlicher See ist 'nicht nur im Stande, der Sadt ausgezeichnetes Wasser'zu liefern, sondern von ihm auZ können auch die die Stadt um gebenden 150,000 Acker Land bewassert I 1 Av . r .1

das Erlenntnln des Generaltermmö Ap- ! York und New England Eisenbahn bepellation eingewendet werden, und dann fchastigt werden, müsien nicht nur sclbst ist es wünschenswerth, daß die dessallsiae ein Scbriftstück unterzeicbnen. dafc sie im

werden, von denen man alsdann riesig, ist die Frage in der That sehr wohl Erträgnisse erwartet. Em Hotel ist im discutirbar, ob nicht die preußische Ress?ik?ön rtn iiinmmtn nif -tn-! v n-jt. .v l i ..-.v

VUU VbllVit, ylxflivv ...v provisorische Werkstatt und einGefchästs mann einen Countryuore .für Aue am eröffnet. An den Seiten der ausgelegt?n Straße wurden 2,000 Schattenbäume gep stanzt. Seit einigen Tagen geht im Hause deö Congresies ein Entwurf von Hand zu Hand, welcher den Zweck hat, das Personal der jehiaen SupremeCourt und der District-Courts der Ver. Staaten zu verändern. Jeder, dem das geschriebene Blatt zur Hand kommt,wird

um seine Ansicht gefragt und di'se An-

" 4 f w Falle einer Beschädigung während des Dienstes auf alle etwaigen Entschödij gungs - Ansprüche verzichten, sondern müssen auch die Unterschriften ihrer Ellern oder Vormünder beibringen. Die A n S s u h r von Quecksi!- " . : " ; . ' l ?d,n SleV'. begriffen. Der um 1 -rs.! onSfti!ithi4tn itrttli8 npr aiiK -.nr. ttrnnrinrn in in innrnnns ber aus Sai. Francisco ist in fortwähi " " -. uu"ä VA t ch Chm und Mexico. In erste. j lich bei der Herstellung von Farben, in 1 . m' . n cv . realerem im Vergwerrs-'oerrieoe verwendet. DieNachsrage nach Arbeitern beginnt schon zetzt in Easile Garden wieder lebhaster zu werden. Der Vorstand des Arbeiter-Nachweisungsbureau erhielt Ende voriger 'Woche- mehrere Briefe aus Virginien, in denen sich die Schreiber mit den früher dorthin gefandten deutschen Ackerbauern äußerst zusrieden erklären und um Sendung weiterer Arbeitskräfte bitten. 38 Männer,' zum Theil mit Familien, wurden sofort, 25 am SamStage abgesandt. ' P r i v a t b r i es e, d i e au s Honolulu in San Francisco eintrafen, bestätigen, daß man dort den Ausbruch einer Revolution erwartet : die mit Kalakaua Unzufriedenen wollen eine Republik von Kanaka" etabliren. ; In O Ska loöfa, Ja., ist önter den Pferden eineKrankheit ausgebrochen, welche daS Gehirn afficirt und in 12 bis 30 Stunden den Tod herbeiführt. Der rö misch'katho lisch eBischos von Minnesota, Herr Jreland, hat sich dieser Tage in Chicago über MSßiakeit und Temperenzmaßregeln ausgesprachen. Der Redner hob namentlich hervor, dan es Pflicht eines reden Men schen sei, durch Beispiel und Lehre die Mäßigkeit zu fördern und die Unmaßigkeit zu bekämpfen, führte aber gleichzeitig aus, daß er in Temperenzmaßregeln des Bundes oder der einzelnen Staaten irgend welchesHeil nicht erblicken könne, daß er nickt an eine wohlthätige Wirksamkeit desfallfiger Gesetze glaube und letztere daher für eine nutzlose, und somit nicht wünschenswerthe Beschränkung der persönlichen Freiheit - erackte. Der Redner äußerte sogar, seiner Anficht nach habe der Alcohol mehr Unheil über Irland gebracht, als die gesammte Mißwirlhschast der LandlordS, verwarf aber den ' Versuch irgend welcher Temperenz z w a n g e s selbst für Irland. Schließlich empfahl der Bischof daS Licenz.- System und hätte wohl : auch hiermit das richtige getroffen, wenn er nicht einen zu hohen Werth auf die Hohe der Licenzen gelegt hatte. Es giebt bekanntlich eine Menge reell betriebener kleiner Wirthschaften, die durch eine hohe Licenzgebühr ruinirt werden würden, während sie eine ihrem Umsätze angepaßte Abgabe ertragen können; gegen lüderlich betriebene Wirth schalten giebt es anderweite Mittel der Unterdrückung als hohe Licenzen, die im Principe ungerecht sind und bleiben. Ende voriger Woche kam Amasa Bösen in Bernard, Vt., spät in der Nacht nach -Hause, warf zufällig durch das Schlüsselloch in der Thüre seines Zimmernachbars, des HausirerS Andy Clark, der noch Licht hatte, einen Blick in daS Zimmer und sah hier seine Gattin in angelegentlicher Unterhaltung mit Clark begriffen. ' Bowen hat Anlage zur Eifersucht, ging in seine Wohnung und kehrte mit einer Flinte und einer .Pistole bewaffnet zurück. Als er an die Thüre klopfte wurde solche plötzlich geöffnet,' Bowen erhielt einen fürchterlichen Schlag zwischen die Augen und gleichzeitig risfen ihn seine Frau und Clark zu Boden. Es gelang ihm jedoch, sich wieder aufzuraffen und erbearbeitete nunmehr seine Angreifer mit demSchafte seines Gewehres, so, daß diese bald wie todt am Boden lagen. B. lief zu einem Nachbar, sagte diesem, er habe sein Weib und deren Zuhälter erschlagen und bat ihn, ihm in sein HauS zu folgen. Als beide dahin kamen, waren die Frau und der Haustier bereits wieder zu sich ge kommen, boten aber einen fürchterlichen c r m r 1 i' . n Anblick. Der.Frau fehlte ein Ohr, sie hatte ein Bein gebrochen und zwei tiefe Löcher im Kopfe;.. der Kopf des Haustrcrs war angeschwollen wie ein Kürbis; alle drei sind dahin übereingekommen, nichts von der Geschichte verlauten zu lassen. Vom Auslande, n K i s e n b a b n - 5? a cb k r e i3 ri sen und seitens namhafter Industrieller wird erneut dasür,'plaidirt,daß die preußische Regierung, bis Initiative ergreifen nöge, um in Berlin . eine internationale Eisenbahn -' Ausstellung zu veranstalten. Bekanntlich ist dieS'Project schon älteren Datums un war bereits so weit gediechen daß dessen Verwirklichung im Sommer 1882 erwartet werden konnte. . Indessen spielte plödlict) Wien das Prävenire, was um so leichter gelang, als die Angelegenheit wieder einmal an dem Berliner Erbübel,der Platzsrage, gescheitert wär. Nachdem nunmehr aber auch in Wien die Sache nach dem ersten verheißungsvollenÄnlauf fallen gelassen gierung in die Lücke wieder eintreten und ihrerseits den ganz bortrefslichen'Plan aufnehmen sollte. Die Vortheile die sich aps der Realisirung desselben für die deutsche Industrie , ergeben würden, sind.-so vjsenkundige,' daß eine nähere Darlegung kaum nöthig erscheint. In England fielen vergangenes Jahr 28 Gruben Explosionen vor mit zusammen 241 Todesfällen was der Durchschnittszahl für 32 Jahre ntnan nleickkommt. Diele Aabl ist frei ich gegen einige Vorjahre eine ansehn-

liehe Verminderung, macht aber immer noch "ein viel zu großes Menschenopfer aus. Auch Deut f chland hat jetzt seine Patriotenliga. Denunzirt da so ein deutscher Deroulede den :nd Stichwahl befindlichen RcichstagSabgeordncten Härle als deutschfeindlich, weil derselbe für den Antrag Winterer und Gcnassen bezüglich der Geschäftssprache im elsaß-lothringischcn Landesausschusse gestimmt habe. Ein' Deutscher,- der so etwas zu thun wage, laufe geduldet umher",während ein Franzose, der Gleiches thun würde, ein verlorener Mann wäre. Wir wollen uns 'bei diesen Lächerlichkeiten nicht weiter aushalten, sondern nur darauf hinweifen, daß die Denunziation des deutschen Deroulede sich nicht nur gegen einen- Abgeordneten der Vclkspartei, sondern auch gegen anerkannte Führer der liberalen Partei, wie die Reistagsabgeordnetcn Freiherr v. Staussenberg und Pstügcr, ja sogar einen Nationallibcralen, den Abgeordneten Sander . Lahr, richtet, welche sämmtlich ebensogut wie der Abgeordnete Härle für den Antrag Winterer ge stimmt haben. Wir überlassen es diesen Herren, sich mit den Chess der deutschen Ptrioten'Liza auseinanderzusetzen. Der vollendete letzte französische Censusbericht zeigt 37.05,290 Einwohner, wovon 18,653,528 männliche und 18,748,774 weibliche Seelen sind, die letzteren also in einem Ueberfchusse von 107.854 vorhanden sind. Von jenen sivd 10.110.601 unverheirathet, von diesen 9,280,862. Von jenen verheirathet 7.520,186,' von diesen 7,503,363. Wittwer 1,025,731. Wittwen 1.064,557. Der Ackerbau bcschäftigt nicht gunz die Hälfte, nämlich 18,204,790 Seelen, die Fabrikation 9,324,107. der Handel 3,834,447. Das Kouponabschneiden und Rentebeziehen 2, 148,473 und gelehrte Beruse 1.620,768. Die Zahlen stimmen zwar nicht recht zusummen ; aber soviel scheint festzustehen, daß die Zahl der Bauern stark abge nommen, die aller übrigen Klassen ebenso zugenommen hat, und daß es an 20,000 Ehefrauen ohne nachgewiesene Ehemänner gibt. In Genf hat die gesetzgebende Versammlung einen Arbeiter Namens Court zu ihrem Vorsitzenden erwählt.' - Derselbe sagte in seiner Dank sagungsrede,' er hoffe, man habe ihn nicht seiner Person wegen gewählt, sondern um den Arbeiterstand zu ehren, und man werde Alles, was zur Verbesierung

der Arbeiterlage dienen könne, in Berathung ziehen, nur keine Utopien. Die deutsche Artillerie hat sich nach dem Vorbild der französischen nun auch eine Schutzpatronin rkoren, und zwar Niemand geringeres lllö die Heilige Barbara,derenJahrtagc:uf den "4. Dezember fällt. Zu dieser Würde wurde die Heilige erhoben nach d'.m deutschsranzösischen Kriege, zuerst voi? einzelnen Regimentern, so dem roßh. hessischen Feldartillerie-Regiment No. 25 in Darmstadt-Besiungen und einigen sächsischen und bayerischen .Reginentern bis sich nach und nach daS St. Ba'rbara-Fest in der ganzen deutschen Artillerie eingebürgert hat und von den Ossizieren durch solenne Liebesmahle, von den Unteroffizieren und Soldaten durch Bezug doppelter Löhnung aus der Regimentskasse und sonstige sür diesen Tag zugejTandene Vergünstigungen gefeiert wird. JmHerzen der Industriestadt Bradford, England, stürzte am 28. Dezember ein fast 100 Fuß hoher Kamin ein, begrub in seinem Falle die darunter liegenden Gebäulichkeiten der Newland Mills,-eineS umfangreichen Gebäudeblocks und tödtete mehr als 40 Menschen, während mehr als 50 erheblich eschädigt wurden. Der Kamin stand mit einer Reihe von Wollsabriken in Verbindung, deren Arbeiier es sind ihrer an 3000 dadurch zeitweilig brotlos werden. Der Schaden wird auf $3(X),000 berechnet. Man kann nicht sagen, daß die' Katastrophe völlig unerwartet kam.' Der Schornstein war vor ungesahr 20 Jahren gebaut worden, erregte aber schon während seines Baues Ver dacht durch seine plötzliche Abweichung von der perpendiculären Linie. - Es zeigte sich, daß eine Senkung der lZrde stattgefunden hatte, und zwar dort, wo Swfm .In. sSrtf nrtntfi 1 1 rfi fff.ir? i I iuyil nnv 'v v 4kii j- v fc ' w man abgemauert hatte. Der Bäumn I Geister brachte den Thurm dadurch wi? I ' ' ' der ins Gleichaewicht, daß er an der

schiefen Seite einen Theil der Bekleidung abnahm. In diesem aufgeflickten Zustande ward der Kamin in Thätigkeit gebracht; das Mißtrauen gegen ihn hörte aber nie auf und nahm vor unge fähr 14 Tagen bei den Arbeitern eine so drohende Form an sie weigerten sich, weiter zu arbeiten, wen der Kamin nicht untersucht und sichergestellt würde daß wirklich AuLbesierungsarbciten vorge nommen wurden. ' Die Arbeiter hatten den Kamin gerade verlassen, um zu frühstücken, als ter Einsturz erfolgte. Ungefähr 100 Personen befanden sich zu dieser Zeit in den umliegenden Gcbauden. Die Scene, die sich daran entwickelte, soll jeder Beschreibung spotten. In Neustadt im Kreise Gummersbach in der Rhcinprovinz kam es unlängst zu einer Wette über die Frage :"Muß der Apotheker Nachts jede Waare verabreichen, oder muß er nur Arznei anfertigen und abgeben ? Die Wettenden klopften den Apotheker um die Mitternachtsstunde heraus und verlangten sür 26 Pfennige PfessermünzPlätzchen. Der Apotheker leuchtete ihnen gründlich heim und verklagte sie wegen Mißbrauch? seiner Berufspflicht. De? Strasrichter verurtheilte sie zu empfindlicher Geldstrafe und Tragung der GerichtZkosten. ' Halberstadt, 2. Jan. Auf dern Personenzuge Löhne-Halberstadt verunglückte der Bremser Julius Lutter von hier, indem ihm an der Holzbrücke zwischen E bergen und Rinteln väh?nd der Fahrt der Kopf eingcdrüZt wurde.' Er hinterläßt eine Frau und drei unkündige Kinder.