Indiana Tribüne, Volume 6, Number 120, Indianapolis, Marion County, 18 January 1883 — Page 2

t r p sndzanä VrN'nne. Z -v.

Zgsiche und Sonntagsausgaöe. j ' L I ssic Delaware Wtr. 'Zznpoüs, Ind., 1 Jr.uar 18:1. Die Uedczschvemmuttsktt in Teutschlan. Die .Iranlfurter Zeitun- schreibt untere v. M. : Die Wiederboluna ' O

der Wosiersnoth überbietet an Eröe' kürzern muöte gittern 'aaii K?lurm ge und Furchtbarkeit di: erste Katastrophe, ! istutct und Mannschaft ausgeboten werdie Süd. und Westdeutschland so surcht-. den. Telkgraphische, schriftliche und bare Wunden geschlagen hat. Äus 'mündliche Berichte lauten wenig tröst , WZrtt:mbera, Baden und Franken wird lich. In Vallis, Bern und anderen t'v.i raoideZ Steigen der Flime gemeldet, Cantonen ist die telegraphische Leitung das durch den starken Schneesall und unterbrochen. Am Bodensee hauste vor das darauf folgende Thauvetter leran! gestern der FSn derart, daß bei Fried j lap,t ward? ist. n?kesnndkrr bkdrn?.' rilbsbasen der Dampfe? kaum landen -

lich M diesmal der Neckar, dem dutch! r .-, I die zahlreichen Schwarznialdbäche, die er aufniWlnt, ungeheure Wasermassen zu geführt. worden sind und der in .Folge dchen eine in diesen? Jahrhundert, uner? hörte Höhe erreicht hat. Unsere Schae sterstadt Mannheim ist von ihm bereits total überfluther, furchtbare Verheerun gen werden gemeldet. Waö noch kom men wird, wenn der Regen und die war men Winde anhalten, vermag Niemand zu sag:n. Jedenfalls muß man auf schlimme Dinge gesaßt sein. Die Nachrichten au? den Gebieten der einzelnen Flüsse stellen wir in folgendem zusammen : V vm Rhein. Mainz, 28. Dez.' 9 Uhr 4s Min. Norm. Der Rhein ist während der Nacht um 77 Centimeter gestiegen. Sein jetziger Bestand beträgt 4.32 Me. ter. Die User find theilweise über schwemmt. Alle einlaufenden Nachrich ten melden noch starkes Steigen. Köln, 23. Dez. ES herrscht u. unterbrochen Regen. De? Rhein ist Nachts um 90 Centimen! gestiegen und üdekfchemmie die niedrigeren Stadt theile. - Kehl, 29. Dez., 12 Uhr 30 Min. Einzig und Schulte? sind seit zwei Ta czen aus dem Bett getreten. Der Was serstand hat heute Morgen die Höhe von 1877 überschritten und nähert sich jenem von 1S62. DaZ Wasser steigt noch fort während. Der ganze Bezirk ist über sluthet und der Eisenbahnverkehr von vier nach Appenweiher eingestellt. Der Rhein ist seit gestern ebenfalls rapid gestiegen und e5 werden Befürchtungen laut wegen der Möglichkeit des Eintre tenS von DaNmbrüchen. Köln, 23. Dez. Im Lause der ver gangenen Nacht und des heutigen Vor mittags ist der Rhein hier wieder an verschiedenen Stellen aus seinem User getreten. Um 10 Uhr heute Morgen spülte da? Wasser im Freihasea über die Werstkanten, nach und nach den Hafen überstuthend. Mit großen Anstrengun aen war dieser vergangene Nacht fast gänzlich geräumt worden. Die User strecke zwischen Rhein gasse. undFriedrich Wilhelmstraße stand bereits ganz unter Waer. auch die unglückliche Hasengasse war in ihrem tiefcrgelegenen Theile schon von dem schlimmen Eindringling heimgesucht. Bon seilen de? Polizei sind alle Borkehrungen getroffen, um, wenn nöthig, für die überschwemmten Straßen und Wohnungen die erforderlichen Schuj- und Hilssmittel zu schajjenso wie ' die Verkehr und Verbindung? Mittel herzustellen. Seit 8 Uhr wächst der Rheil? stündlich um nahezu 0,10rn. Um 1 Uhr Nachmittags zeigte der Pegel 7.06m.' Die Schiffbrücke ist durch die Pioniere abgefahren worden. Die.ttö! nische und 'Düsseldorfer Dampfschiff fahrtsgesellschast macht bekannt, daß ihre i -ti'vilWMr Schisse auf dem Rhein wegen des hohen WasserstandeZ die Fahrten haben ein stellen müssen. Das Rheintraject bei Bonn hat auch heute Vormittag den Dienst einstellen müssen. E ob lenz, 29. Der., 9.20 Vorm. Der Rhein hat die Höhe von 7,5Zm erreicht und steigt noch. Die Wassersnoth ist wieder in vollem Anzüge, die Mosel straße und EastorSgasse bereit über schwemmt; ebenso )a5 Rheinwerst mit den sämmtlichen Lagern und Wartehau fern de? Dampsschisse. Die Rheinbrücke murde mit Hilfe eines PlonierDetache mentZ abgefahren. Auch die Rheinan lagen sind nicht mehr zugänglich. Da bei haben wir heute Nacht die ausMann heim gemeldete HochstuZh zu erwarten. Glücklicherweise ist den Nachrichten von oben zufolge das stetige Steigen der Mosel doch nur ein langsame?. Das tzi:sige Polizeipräsidium hat einender Kölner PolizeiverfügÄig gleichlautende Bekanntmachung bezüglich der Unte:stel. !u.ig der Nachen unter den Hafencom-, misZar u. f. w. erlassen. Mainz. 29. Der. Der Rhein ist aus 5,45m gestiegen, der Eisenbahnverkehr nach WormS ist eingestellt. Das stadti sche Pumpwerk arbeitet noch. Die 45a naischachte werden ummauert. Das Wcttk? ist warm und schön wie im Früh linn. 'n ijaubenhctm, BoDfNueim und ' ' JVüt ilulllll UHU ''-strS-y i' di? sJl?nnnr iitrn hff Xr"l.tl:J y ' V 'm vvwv j y in Bodenheim ist der Damm an der r i . i i-ttv ii iii m 'J iiri i . i i i i iini n iipi m srüheren Stelle abermals gebrochen. W o r m S, 29. Dec.. 11 Uhr 20 Min. 'er ganze unlere &nioitym cis in die Nähe des Amtsgerichts ünd.des Paulus Museums steht unter Wasser-.' In Folge deS Dammbruches steht dasselbe in der Stadt höher, als es durch die Rheinhöhe bedingt wäre. Die Straße nachdem vihein und Franlenthal steht gleichfalls unter Wasser. Die Nachrichten vom Oberrhein lassen noch weiteres Steigen erwarten. Eine Bekanntmachung durch d!e Schelle Uellt die tzschulyau er zur Verfügung der Bedrängten und bittet .um weitere Lokalitäten. Basel, 28. Dec. Der Rhe:n"hat unsere Befürchtungen nichk rur bestätigt, 'sondern übertroffen. Seit 21 Stunden' ist er abermals um 1 Meter gestiegen. Der Strommesser zeigte heute früh 10 Uhr 5,6 Mtr. Der ganze Quai Kleis

x r n.ti i. ar - rr . v ftir

iajei uegi umcr xöalcV jccen siugtn !a ß i er Schchlande und beS Frschrkarkts aus : cr Großbasele? Seit:. Die mittlere drucke, die zum Theil n?ch aus Holz V r . joqen ruht, . ist ' Volizeilich abgesperrt. l3ie trübgelöen Flutheu bringen Holz :serk von abgerissenen Brücken und (Sie gen mit sich. Auch ein menschlicher Leich naui wurde gelandet. Der Wiesensluß, der linterbalb Basels in den Rbein mün det, ist so angeschwollin, daß der Eisen bahnverkehr gehindert wird ; der Erlen ; arf steht derart unter Wasser, da& die ! K' gehegten Thiere theils entflohen, I lhttlz stelgelaljen roiucen. n vielen, . . "i vi . ! konnte und em 'Matrose daö Leben, . . , . verlor. Aus Aargau uno oioiDurn wird gemeldet, daß die Äare . eine noch nie erreichte Höhe behaupte und schon Erdrutschungen verursacht Aüch aus dem ostschweizerischen Toggenburg .me! det man, daß die Thu? arge Verheerun aen anrichte. Der Thermometerstand hier in Basel ist imme? noch S 10 Gr. k.; neu'e Regengusse stehen bevor. Vom. Main. ;, . . .. Frankfurt, 29. Dec Der Main ist seit gestern Mittag anhaltend gestie gen. Gestern Abend 6 Uhr zeigte der Pegel 2,96, heute - Morgen S Uhr 4.42 und heute Mittag 12 Uhr 4'.54m. Di, tiefer lieqenden Straßen auf der zrank furter Seite sind zum größten Theil wieder unter Wasjer gesetzt. Da von Würzburg seit gestern Nachmittag 4 Uhr bis heute Morgen 9 Uhr ein Stelgen um 2,17 und. von Lohr sn derselben Zeit ein solches um 1.26 iu gemeldet wird so ist für Frankfurt ein bis morgen. . früh an dauerndes Wachsen zu erwarten. ; Von Haßsurt wurde heute Morgen 9 Uhr bei 4,1('.m Pegel endlich ein langsames Fallen angezeigt.. Um L.Uhr 'heute

5 $ Za M und die Arbe I.rd.r S.2.m.'Lhr.M.in.WIh.imS.M'? aukpfde

in Ascha ,.nbmg 4,Um. . Der -tofa.y -. n.

ist seit gestern Namittag 4.UH? bis heute Mittag um 105cm gestiegen z und über stuthet seit heute srüh wieder die QuaiS: Der Betrieb auf der Verbindungsbahn und im Schlachthause mußte eingestellt werden ; linkömainisch stehen bereits drei Gaffen theilweise unter Waffe?.' Pegel stand heute Mittag' 12 Uhr 3.7ttm. Von Haßfurt, welches heute Morgen 8 Uhr den höchsten Stand vom 27. No vember mit 4,54rn wieder erreicht hat, fowie von Lohr wird weiteres Steigen gemeldet. Frankfurt, 29. Dez., 12 Ubr Der Main steigt, wenn auch nicht rapid, fo doch jede Stunde einige Centimeter. Vom Neckar. Mannheim. 28. Dez., 1 Uhr 30 Min. Nachmittags. Der Neckar hat den Stand von 1824 erreicht. Der Pezel ist nicht mehr sichtbar. Der Neckar steigt noch. Der Rhein steht 8.56 und steigt noch. Er ist um 1.67 Meter gestie gen. Die hiesige Bevölkerung ist , sehr besorgt, da ein furchtbares hochwaster durch den Neckar droht. Die Schuetzin ger Vorstadt wird geräumt. Feuerwehr und Militär wurden requirirt. ' . 29. Dez. Der Stand des Neckars hat den des letzten HochwasserS schon bedeutend überschritten und die wild to senden Fluthen führen zahllose Gegenstände mit sich, die von den bereits statt gehabten VerheerungenZengniß ablegen. Später. .Der Frachtverkehr ist, aus genommen für LebenSmittel, eingestellt, r ! . r:r. t t r. nrr tn

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H r ? I 5 "5 ' Z r'-c: Eisenbahnzüge verkehren nunmehr über Bruchsal und GermerLheim. Der Pegel des Neckars zeigt 10,13 Meter, derRhein vom Neckar gestaut, 8,75 Meter. -: Der Neckar hat hier den höchsten bekannten Wasserstand überschritten, fällt aber bc reitS in Heidelberg. Der Rhein ist von WaldLhut her noch stark im Wachsen. Alle Zuflüsse deS OberrheinS sind ange schwollen. . H e i d e l b e r g, 23. Dez. De? Neckar hatte heute srüh den höchsten Stand 615 M. Von 10 bis 2 Uhr ging er um 12 Em. zurück, angeblich infolge eines Dammbruchs bei Mannheim.. Von da ab ist der Stand derselbe geblieben Der Verkehr mit lden überschwemmten Straßen, deren Häuser zum Theil bis über den ersten Stöck'im Wässer stehen, findet nothdürstig mittels geschlagener Brücken und Nachen statt. Feuerwehr und Garnison leisten dabei hilfreiche Hand. Aus der Umgegend fehlen alle Nachrichten. Die Ortschaft Jlveöheim soll stark ge litten haben. Berichte vom Neckar aus wärtS werden stündlich erwartet. Der Himmel ist hell. Von der Mosel. Metz, 29. De. Die Mosel hat heute früh den höchsten Stand vom Jahre 1880 erreicht. Die Mosel überlegt sich r-!i r .. r ? . l Pir ntiiTi rriin ranff n rv n i nnri l4My I" muu wu, vuuy ist von Metz, woselbst in dieser Nacht das - . . Wasser bedeutend gestiegen ist, die Nach richt eingelaufen, daß der höchste Stand vom November nahezu erreicht ist, es wird also auch hier noch ein weiteres Steigen gewärtigt werden müssen. Be ruhigende? lauten die Nachrichten von der Säar; diese scheint sich zurückziehen zu wollen. Hier war de? höchste Stand heute früh 5,20 M.. gegen gestern eine Zunahme von 0,95. In den vom Was ser heimgesuchten- Straßen stehen die Häuser wieder , gesüllt von dem unsau deren Element. Die Feuerwehr ist be schäftigt, die Keller leerzupumpen. Sehr 0f - . . rrr mm I hau.Jnspection Metz welche schorrtele muz nnrrleunung aeouyrr ver zaner r..tl iwk . , 1 - graphirte, als der Pegel in Millers erst 2,20 zeigte. Die Vorschrift lautet auf I M.; da aber von obenherab vvn-der Meurthe u. s. w., ferneres Steigen ge meldet wrrd, setzte die Inspektion auch Trier sofort in Kenntniß. Dank dieser Mittheilung1 und dem Bekanntmachen

Jeiselben sowie der übrige Nachrichten in den an der Mosel Dfleqer.cn Gemein

den herum konnte nr:n sich rechtzeitig aus j den Empfang des ungebetenen Gastes . t ii rr . crr !a r. - . r vorvereuen. xiir. üüuierung cai ua; gebessert, der Regen nachgelassen, die Temperatur ist gesunken. VonderKln Zlg. Seit dem 28. Dez. ist die Kinug bei Onenbur,; zu einem relkenden Strome angeschwollen. Eine gigantische Wasserrnasse walzt sich, der Dammkrone bis aus einen halben badischen Fus; an nancyenislellen naye kommend, mit jel--ener ezcywmolgttll vem W)tm zu V - i . t ?x t t uno yane vereng geuern iqon c.e un eingedämmten Strecken in der Dichtung nach Kehl überfluthet. Heule wurde durch Alarmsignale die srelwillize Feuerwehr unserer Stadt, die zugleich für die Hl!fe!eistung bei WaffergefaYr dienst. bar sein muß, aufgeboten. Zum'großen Entsetzen wurde entdeckt, daß das Hoch. asser bereits an zwei, Stellen den Damm in der Nähe der Stadt, de: , n:x. cni.s. v m r en westliche Niederung die Kinzig durchzieht, c a .:v..i rv r uiigcgiijcn yoi, ouurq ammoruqe entstehen 'konnten. '- Die tapferen Bür gex.und städtischen' Arbeiter etteiferten heute.den ganzen Tag über, um Steine. Jäschinat u. dgl. zur Ausbesserung der schadhasten ' Stellen- herbeizuschleppen. Da uian nur. auf der dem Wasser abge wendeten Seite des Dammes AuSbeffe rungen vornehmen ! kann, ist zu bezwei seln, daß die riesigen Anstrengungen den gewünschten ".Erfolg ., haben, werden. Würde der Damm aus der linken Seite des Flusses, direkt unterhalb der Eisenbahn (Gitterbrucke)" nach Freiburg rei ßen, alsdann' ergöße sich die Fluth über die Nachbarorte Waltersweier u. Weier und würde, gerade jene Gegenden beschä digen.velche im letztenSommer unter dem Haczelschlag schrecklich zu leiden hatten" Recht derDamm aus der rechten Seite, so wird'dle auf einer Anschüttung sun dirte Eisenbahn angegriffen und der nicdergelegene Stadttheil bedroht,' aus welchem vor zwanzig Jahren bei einer ähnlichen 'Kalamität die Einwohner mit tels Nachen- gerettet werden mußten. Neben der Feuerwehr zeichnen sich die PP . v & tt9 VIU V OuS WUtj' bach. Elseeg, Murg, Enz,Nagold, Murr, Backnang, Aisch. Wulach, Alb, Wehra, Wiese, Sulm, Renz u. s. v. wird über einstimmend rasches Steigen des Was serS gemeldet. Von Elbe und D ona u. Prag, 29. Dez., 10 Uhr 50 Min' Vorm. Die Elbe trat bei Asstg auS den Ufern und überschwemmte beide Schleppbahnen der Aussig Tepliher Bahn. Der Hasen ist gesperrt, die E:n schiffung pstirt. Budapest, 29. Dez., 11:35 Min. ES herrscht Regen im ganzen Lande. In der oberen Donau ist große Wasserzu nähme bemerkbar. Die Bergung der Güter, welche aus dem unteren Budape ster Donauquai lagern, ist angeordnet. SÄweigsameS Monopol. Einzelne Monopolisten,an ihrer Spitze Vanderbilt, verstehen es bekanntlich ausgezeichnet,die gegen sie bestehendenVor urtheile- durch ihr Betragen noch' zu vermehrend ' Sie sind laut, anmaßend, rücksichtslos, geben sich den Anschein, als ob sie die össentlicheMeinung verachteten und suchen gesetzgebende Körperschaften, Gerichtshöse, Beamte zu bestechen, wenn ihnen da nothwendig erscheint. Ganz anders verhält sich die Alaska Handelsgesellschast. Die ist so weich, wie ihre SealskinS", und so schweigsam, wie die erschlagenen Seehunde, die der ersteren wegen ihr Leben lassen mußten. Sie ver j dient sehr viel Geld und sagt gar nicht 1 : . .a i .1 ' .' . ki ?" SE , V in den BundeSsenat zu senden. Daß eine rulm v)Zvl":; isolche Vertretung für: sie sehr wichtig ist, geht schon auS i ihrem Verhältnisse . zum Bunde- hervor. - Sie hat nämlich mit dem Minister des Innern unter Zu stimmung des Kongresses einen Eontract abgeschlossen,, demzufolge ..sie $2 50 für jeden Seehund bezahlt und sich verpflich tet, nicht .mehr, als 1 00,000 Seehunde jährlich- todten zu lassen. Sie bezahlt nun allerdings. nicht mehr als $250,000 jährlich in die Bundeskasse,' .laßt aber wenigstens 500,000 Seehunde umbrin gen und bringt also nicht nurOnkelSam um eine Million sondern beeinträchtigt auch den Werth desTerritoriumS Alaska in derselben Weise,wie die Holzverwüster denjenigen der . nördlichen. Waldregion zerstören. ' Die wenigen Herren, auS de nen die Gesellschaft besteht,' gehören jetzt zu den reichflenLeuten CalisornienS, und da ihr Contract .mit dem Bunde bald ablSust,'isa,virdkgiflicher Weise der Vorschlag gemacht, die Vortheile, die sie bis jetzt genossen haben, dem öffentlichen Schatze zukommen zu lassen. - Nicht, die sechs Calisornier, sondern die Indianer aus Alaska gehen. aus dieSeehundsjagd, und eS ist nicht einzusehen, warum Letz teren dieFelle nicht direct abgekauft wer den' können.. 'Der Verkauf, würde gar keine Schwierigkeiten machen, da er aus - im . . m .n. n m . iTTinriiniv ivitii a a "v vUni4iivfc -üM4iöiuh . folgen könntet Wenn der Bund über - . . Haupt schon Handel "mit'SeehundSfellen betreibt, dann braucht er auch keine Mit telmSnner. Die Sache ließe sich in der selben Weise regeln wie der Zolldienst oder die Ueberwächung' des Tabakgge fchäfteS. ES handelt : sich nicht so fehr um daS Geld als um die Erhaltung der Seehunde,die unter dem zetzgenSysteme ihrer Ausrottung entgegen gehen) r Os s t nb urg, 26. Dez,. Bor dem biesiaen Schwurgericht wurde der I9!äh rige Lithograph Lesevre von D'-nglingen . m. . . j . a r wegen TootlMags zu einer ucyiyaui strafe von 12 Jahren verurtheilt. . Der 4 selbe hat in der Nacht deM. Oktober, nachdem er vorher sich geäußert hte : .Seute muC noch Einer daS Leben las sen den 22' Jahre alten beurlaubten Soldaten Friedrich Stöhr von Dmg lingen, ohne von demselben gereizt wor den zu sein, mit einem dolchartigen Jszdmetter erttochen.

Zu (Suttsten 0t5 H:dsp!cl:5. '3 '

(fnbe totUcr Scche"lut y;jCtj,. s?, JllUivl vib SCrS in Ghicaqt ril.e Lfntichr.?i:na thv t . .. . V . ' Zkben, die. dem 'gefunden Äknschcr.vcrtande al3 absurd ersannt, it r.t ?r in Folge der ungeordictki: u::d sich xuisprechenden gese'.i.?n SSestimmittip,:, raclch! die Entscheidung bcrüd-iciticun mußte, juristisch o.erechtsertiAt ist. Jxi vorigen Monat waren die B:sih:r lc: fünf der berüchtigten Spielhöllen in (zhrczga verhastet und sämnNliche Splcltische, sowie die sonst für di; rttschied??kkn Spieltische erforderlichen Apparate und Utennlien waren in Beschlag, daraus '.n polizeiliche und später in gerichtlich: Verwahrung genommen worden. Der Richter behandelte die Anklage ccZkn William Copely eingehend und bemerk!?, daß die übrigen Falle der letzteren so analog seien, dak sie in gleicher Weise beurtheilt werden mußten. Uuentschieden ließ er die perZöntiche- Schuldfraze, dagegen gab er eine bestimmte Entsckcidung in Bezug auf die beschlagnahmten Tische und Apparate ab. Werden solche in einem Spielhüuse vorgefunden, so sind sie nach dem Gesetze mit Beschlag zu belegen, im Berlaufe der Procee als Beweismittel zu verwenden, und, wenn sich die Schuld der Angeklagten ergiedt, zu verbrennen oder sonst zu zerstören. Der Richter bemerkte nun ausdrücklich. eS sei nicht der geringste Grund zu einem Zwelse! vorhanden, daß die conslsclrten Geaenstanoe m emem Evlelbause ve" schlaanabmt und vorder bei 5)aarl.Ivielen verwendet woiden sein, erklärte aber le Bemmmuna des Gesetzes, welche die Zerstörung der Apparate etc. anordnet ur versanunaswrla. ordnete die Rückgäbe derselben an die Angeklagten an uns vegrunoete icinc Anordnung wle olgt: . Die Legislaturen der einzelnen Saaten können die ihnen zustehende Besug nch, gesetzliche Beztlmmungen und Statuten zu erlassen, nur in Uebereinstimmung mit den d.onstltutlonen der Äer. Staaten und .-der einzelnen Staaten ausüben. Nach den Grundsätzen der Bundesconstitution darf aber die Zcrstöruna von Eiaentöum blos anaeordnct werden, wenn solches Eigenthum an sich em Gemernschaden iiaisancc ist. Dies ist z. B. bei Gegenständen derFail. welche an sich und ohne Rücksicht aus den Gebrauch, der davon gemacht wird, feueraesabrllch und. SvieltisÄe. Roul?tte, Epielmarken,'Ka?ten und dgl. sind aber an sim leine aemeinsckädlicken Gegenstände, sondern werden die erst durch den Gebrauch, der gegen Vetz uno gute Sute von denselben gemacht wird. Die ser unaeböriae Gebrauch kann den ßi genthumSbegriss als solchen nicht beeint.Äiinn iihS minm fYi.vf.tmn S 1 ' U 4tuunyii uuv v;(i(uti it teren nicht rechtsertigen. Auch die Constitution des Staates schreibt, vor, unter Beachtung welcher Regeln und Rechts begriffe üder irgend welche Eigenthumsansprüche entschieden werden . soll. Die Leaislatur bat in den Berordnunaen über da Versahren gegen die Spie!hauser versucht, diese Grundsae aszuändern, hat sich aber auch hiermit einer Verlekuna der Staats - Eonstitution schuldig gemacht. . Diese Bestimmung! Und daher nichtig, und lammtliche cousiscirten Apparate sind den Auakttqt?:, zurückzugeben, die Bürgschaft der lederen wird aus 1.0 für Jeden scstgcstillt den Angeklagten Hantin-Z au-genom-men. gegen den die Anklage wegenMak gelö an Beweisen abgeuziejin wurde. Bon IttZittk'e. Die ii s j t ii t l i .1) f Ä cli: v der Ver. Staaten bcluui ox evr. itlyea Kriege ungeiäiie neuitjia J.U;!! t:i o!--lars. Die Schuld der austraüjcu .ülonieen beträgt jetzt das süns.achc. D i e .N.'Y. S u g I a u b t. d a s; das häufige Vorkommen vonSelbstniorden unter den Deutschen in diesem Zande theils dem Heimweh, an dem die Deut schen mehr als andere Nationen leiden, theils aber auch dem Umstände zuzuschreiben sei, daß die Deutschen ihre Landsleute weniger unterstützen als dies seitens der Angehörigen anderer Ab stammung untereinander geschieht. Nach Ansicht desselben Blattes ist keine Rasse ihren Angehörigen gegenüber so hilssbe reit, als die israelitische. Ein schlechter Rechner. In der Legislatur von Minnesota sind schon mehrere Bills zur Regulirung" der Ei senbahnen, speciell der Frachtraten, eingebracht worden und die Eisenbahnen werden diesmal einen harten Kampf zu bestehen haben. Eine der im Hause ein gebrachten Bills zur Verhütung vonDiscriminationen, deren Autor ein HerrRa hilly ist, laßt den Bahnen noch ein viel zu weites Feld zur Schädigung des Lokalhandel zum Besten des Jerntrans portZ. . Section 3 der Bill erlaubt nämlich 6 Cents pro Tonne und Meile aus Distanzen bis 10 Meilen,. 4 Cents auf solche' bis zu 20 Meilen und so weiter, bis Cents sür Entfernungen, welche 70 Meilen übersteigen. Ein Kaufmann, der eine Tonne Fracht 10 Meilen weit ver schickt, würde demnach 60 Cents zu zahlen haben, könnte aber dasselbe Quan. tum 71 Meilen weit sür 53 Cents verschicken. Daö Wasser des Schuylk'ill ist nicht mehr zu trinken und die ,Philadelphiaer sind deshalb in großer Noth. Ein trauriges Looö hat einen 14jährigen Waisenknaben,Namens Lloyd Pecht, den Neffen einer JrauBell, die wenige Meilen von Frecport, Jlls., wohnt, betroffen. Derselbe wzr vor einigen Wochen von seiner Tante, bei der er . gelebt hatte, fortgelaufen und wollte sich selbst durch die Welt helfen. Er fand jedoch keine ihm zusagendeStelle und in einer der kalten Nächte im De zember kehrte er nach der Wohnung seiner Tante zurück, wo er sich in einem im Freien stehenden Strohhausen ein Lager suchte. Die Nacht wurde immer kälter und der arme Knabe erfror beide Beine so stark, daß ihm dieselben vorige Woche abgenommen werden mußten. Vorige Woche fand der Ver laus der Sitze in Beecher's Plymouthkirche statt. Für .Prämien-, d. hsür

iZ Vorrecht, sich die Sihe zu wählen, S CfX . i m . r j-x

I .uutjc i.er iüinag von i'iuy.ou er ','.cü, vlü"2.50 wenic.cr eil in soricen Zahre. Einschließlich fc:r feststehenden Mietpreise wurde die Summt von $37,001.50 realisirt. Ei n Lichtdun k: in der Brandkatastrrpöe in V!il:raukl'e ist das Helden müthige Verbalten der beiden deutsche:, 'üuerwehrlcute Reimer nd Strauß, welche eine Leiter von den: Dache eines dem Hotel, cc-nübcrlieendcn G?bSudes Iber ein cno.cs Gäßck)cn in ein Fenster deZ stchstcn StoerleZ schoben und 12 Dienstmädchen auf diesem gefahrvollen Wege das Lkbcn retteten. Wahrlich, diese beiden schlichten Männer von WiU waukee sind hüyerer Ehre würdig, als mancherFeldhnr, dem man sür seine ge wonnenen Schlachten ein Denkmal aus Erz oder Äarmor stf,!?. Frank W i l k e s o n erzählt folgenden Vorfall, den er mit angesehen habe. Er fuhr auf einem kleinen Dam ps:r, der zwischen Acausort und Charlestone, Südcarolina, geht. Auf einem Werft stand ein Mann in trauriger, gebüöter Haltung und machte sich fertig, an Bord zu suringen ; man hielt aber seinetwegen nicht an. (5r rang die ände'und entfernte sich. Warum hiel tet Ihr nicht an, um den Mann mitz'u nehm?" fragte er. Der Gefragte ant' wortete lachend wie über cinen Hauptspaß : ), das ist ein verfluchter Dutchman, der letzten Sommer hierher kam. Er will weg, hat aber kein Ccld. Er kommt an jeden Dampser heran. Er ist ein kranler Dutchman, es gefällt ihm hier nicht. Verdammt sei er!" Unsere LandZleute sehen daraus, wie es ih nen in Südcarolina ergehen könnte. . D e r S ch u h f a br i k an t e e E. Moore hat ein neues Verfahren, S.ieseln und Schuhe anzufertigen, erfunden. Nach der neuen Methode. wird daZOberlcder (upper), nachdem es an die Sohle genäht worden, über dcnNahmen zurückgezogen und dann wieder an die äußere Sohlö genäht. Dadurch wird der Schuh resp. Stiefel doppelt stark und sozusagen wasserdicht. Im Falle, daß eine Sohle schlecht ist, so daß die Naht nicht länger balt, ist noch immer der Nahmen da, und sungirt dieser gleichzeitig als Jever" und ist somit kein: Möglichkeit uorhanden, daß das Obcrlcder'sich hcrausschasscn kann. Bei der Anfertigung gewöhn licher Frauenschuhe, wobei Maschinen gebraucht werden, bleibt immer ein sich rauh anfühlender Saum übriz, auf den der Fuß zu ruhen lowmt. Durch den neuen Proß fällt dieser Saum coipso sort. Herr Moore läßt jetzt eine Majchine herstellen, mit der naöz dem neuen Prozeß gearbeitet werden kann. Vorlzusiz werden nur handgemachte Schuhe nach diesem Prozeß herLcstellt. Grofce Lager von S te i nkehl: bester Qualität sind in Shaclesord Eo., Tcr.., entdeckt worden. K r i c g s p f ! e g e r i n u e n (war iiur?cs). Das Repräsentantenhaus nahm in der vorjährigen Sitzung eine Bill an, den Frauenzimmern, welche unter Leitung ärztlicher Autoritäten der Armce im letzten Kriege im Felde oder in d:n Hospitälern Verpstegungsdienste geleistet haben, eine monatliche Pension von $'23 zu zahlen. Die Bill, liegt jetzt im Senate. Seit einigen Tagen hat eine dieser KriegsPflegerinnen eine Petition circulircn las sen, worin der Eongrcs! um Errichtung einer Heimath sür kSvar nurses" ersucht wild. Damit sind die in Äashington wohnenden nicht einverstanden. Sie hielten kürzlich Abends eine Versammlung ab und denuncirten die Schwester" als einen Erank". 23h: wollen nicht," sagte die WortfüHrerin des Meeting, in der Nähe irgend eines alten Frofchteiches, der zu solcher Heimath gewühlt werden mag, unser Le belang eingesperrt sein, nachdem wir so lange in den Feldhospitälern gedient ha ben. Wir vollen Pensionen, wie die Männer auch." Ein altes amerikani scheZ Sprichwort sagt: ..IJncle Sarn js rieh enougli to ive us all a jarrn." Das mich verändert werden und heißen :. to give us all a Pension." , In der Gesetzgebung Neu Vork's hat Senator Koch ein Eese! zum Schutze der Wälder in den nördlichen Eounties des Staates unterbreitet. Die Zerstörunq der Wälder, wie solche ' zur Zeit vor sich gehe, sei gleichbedeutend mit der Vernichtung vieler Jndustrieen, und selbst die Wasjerlieferung für grö öere Städte erde dadurch gefährdet. Eine Anzahl Mühlen sei bereit geschlossen worden. Die Zahl der New o r k e r Fachmtung.'n ist jüngst um ein speciell der Interessen des Leichenbcsorgcr Ge schall? gewidmetes bereichert worden, roelche? Iti. Üia'n:en Tlie U.itlcrtaker's As.isJ.:mt" fü'rt. Die L:k.(inübkrsckt?lMN uuz. Deutschen Zeitungcn welch? bis .um Z.. Januar reichen, entnehmen wir sa! zkude Schilderungen : Köln, 2. Jan.' Die Stadt Köln' bat bis ' jc't verhältnismäßig w.r.iz in Folge der Ueberschwemwung gelitten, in der Umgegend jedoch sieht es trostlos aus. Der Rhem steigt und fällt seit den legten Tagen abwechselnd. Glaubt man, in Folge starken Fallens desStro mes, die Hauptgefahr., beseitigt, so steigt die Fluth alsbald wieder und vernichtet alle Hcffuungcn. Frankenthal, 1. Januar, 8 Uhr 10 M. (Privat'Telegr.) Das war eine schrecklicric Sylvesternach: sür die hiesige Gegend ! Bereits im hcißin Kampfe mit den Wasiermasscn, die der Kanal dammbruch und der Dammbruch b Friesenheim hcrbcigesührt, brachen heute Nacht 11 Uhr die Landdämme bei Jo benheim, Noxheim und Mundenhcim und sekten das ganz: Gebiet von Ludwigs Hafen bis."Wo,rm3 unter Wasser, auS welchem dcr höher gelegene Theil von Frankcnthal gleich einer Insel hervorsieht. In einem Zeitraum von kaum einer halben Stunde waren die schon thcilrccise überschwemmten, aber immer noch passirlrcr. (tzkmeindcn ol-.'nk'im. .,. . ..... ? Vj r '- .

ciitc Pctersaue bis zu den Dächern überj!uthcl. Dcr Anprall dcr Jluthcn war ein so gewaltiger, daß sämmtliche Häuser in den vordersten Straßen der ge nannten Gemeinden geradezu hinweg rasirt wurden und jetzt nur noch Trüm merhaufen sind. Man zählt in Roz heim 40, Morsch 60, Beindersheim 20, Bober, heim 'M) eingestürzte Gebäude. Vorn Bergen der Hbe konnte keir.eAede scin und galt es nur, das naZtkLeben zu retten. 4Me3 flüchtete nach den Kirchen und höheren Gebäuden. Ungeachtet großer Finsternis durchsuchten beherzte Männer aus improviürten Fahrzeugen die überflutheten Gegenden nach Fragen und Kindern. Soweit ViS setzt bekannt, ist kein Menschenleben zu beklagen. Allenthalben wurde Sturm geläutet. Der Stadtvorstand 'on hier lies; noch in der ?!acht die Bewohner durch dieSchelle zur Hilfeleistung ausfordern und Wagen zur Äettung nach den einzelnen Ort jchasten beordern. Eben von Mörsch zurückgekommene Pioniere schildern die dortige Lage alZ äußerst bedenklich sür die Bewohner, indem der Zugang zu dem Ort von allen Seiten abgeschnitten ist. Frankenthal, 1. Jan., 9 Uhr :Ü. Min. Seit Tagesanbruch ist Grb und Klein damit beschäftigt, den bedrängten Ortschaften Hilfe und Unter stLKung zu bringen. Auf Kühnen und Wagen kommen die Unglücklichen schaa renwcise hierher. Nahezu 1000 Perso r.en, von Allem entblößt, sind hier in den Schulender Turnhalle und denEoncert sälen untergebracht. Die Noth ist unbe schreiblich. Frankenthal, 1. Jan., 2 Uhr Nachm. Die ganze Stadt ist voll von Flüchtigen und in allen Straßen sieht man - Schaaren . jammernder Männer, Frauen urd Kinder mit Wagen kom men, um die einzelnen Trümmer ihrer Habe zu bergen. In Mörsch mußten viele Leute, die sich nicht von ihrem Vieh trennen wollten, gewaltsam auS den überschwemmten .Räumen geholt wer den. Hier ist. nicht mehr ein einziger Naum. um die Flücktiaen und Hülse

suchenden unterzubringen und es muß darum in Eppstein und Flammersheim Quartier geschasfen werden. Hier ist die Hilfeleistung eine wahrhast großar tigc und Alles, was helfen kann, greift zu. Durch das aus dem Kanal zurück gedrückte Wasser wird das Ueberschwem muugsgebiet in Frankenthal selbst immer größer und allenthalben wird geräumt. Gaöfabrik und Zuckersabrik stehen mit ten im Wasser. Eben wird eine Kirche zur Unterbringung der Flüchtigen ge räumt. In Mundenheim sucht man sich durch einen Nolhdamm zu schützen. In Hemshvf suchte man daS Gleiche zu thun, aber lcidcr vergeben. Die Was scrmasscn dringen mit riesiger Gewalt ein. F r a n k e n t h a l. 1. Januar, 4 Uhr 10 Min. Nachm. Das Elend nimmt stündlich in nicht geahnter Größe zu. In w . r m. ä jrft?-A- r oem uoeriqwemmien zevirie unierer 'nächsten Nähe sind bis jetzt eingestürzt : in Aodenhcim 70 Häuser, in Roxheim 80 Häuser, in Mörsch 80 Häuser, in Edigheim C0 Häuser, in Oppau 80HSu scr, in Studernhcim 20 Häuser, inIran ke"thal 5 Häuser. In Edigheim und Mörsch sino alle Menschen gerettet, das Vieh und die Fahrnisse dagegen noch in den Ortschaften, da die Mannschaft und daö Schiffsmaterial zur Rettung derBe wohner der anderen überschwemmtenOrte nöthig sind. Es fehlt anGeld.Kl.sdern, Sckuhwerk Strümpfen, Unterkleidern u. s. v., hauptsächlich an Schuhwerk. P h i l i p p 5 b u r g, 1. Jan.,11 Uhr. Heute Nacht ist der Rheindamm beiRußheim und Rhcinsheim an zwei Stellen gebrochen. Bruchsal wurde um Uhr zur Hilseleisiung alarmirt. Rheiusheim steht ganz unter Wasser. Menschen und Ztky uno tM XJll Tre b nr. 1. Jan., 8 Uhr M. Der Trcburcr Ocdamm ist teute Morgen gebrochen und steht Dreiviertel unter Wasser. Menschenleben sind nicht zu beklagen. ' Karlsruhe. 1. Jan.. 4 Uhr r5 Min. In Ncnburgwkier ist das Wasser 7 Centimeter gefallen. Die höchsten Orttheile werden wasserfrei. Einigt Häuft r stehen dem Einsturz nahe. Der Groherzog war gestern an der Un glücksstätte und brachte d?:, Arwen Le bensmittel. Mainz. I.Jan., 12 Uhr M. DaS Wüster fällt in Folge des Landdamm bruchks bei Bischofsheim. DaS Wasser st heute Morgen bereits in die Staz gedrungen, wurde aber wieder hinaus gepumpt. Die Stadt dankt den Vorkehrungen, u d der Hilse des' Militärs, dak sie wasierfrei ist. R ü d e s h e i m. 31. Dez. Aus sicherer Quelle erfahre ich, daß dcr Ge meinde Lorch ein Bergru:sch droht. Ge stern si d mehrere Häuser, darunter das Hotel zum Schwanen, geräumt worden. Seit heute Morgen haben wir imRhein gcu wieder Regennietter. Würz bürg. Z.Jan.- Seit heute Morgen hat dcr Main sein altes Bett wieder ausgesucht und dringt nur noch an den niedrigst gelegenen Punkten in die Stadt. In den überschwemmt ge n?esenenStraßen liegt'der angeschwemmte Sand und Schlamm srßhoch und hemmt bis zu sliner Wkitkrschajwk-.g diePassage. So schnell diesmal die Hochfluth kam, so schnell ging sie auch wieder weg. Die angerichteten Schäden sind noch nicht ganz übersehbar und bekannt ; den ma leriellcn Schaden abgerechnet, scheinen die tosenden Fluthen des Mains dies mal hauptsächlich Menschenopfer gefordert zu haben, denn mährend der letzten Tage passirten mehrere Leichen unsere Brücke. Mannheim, I.Januar. Gegend Uhr Nachmittags suh? ein mit -10 Personen besetzter Nachen von Sandhosen nach Oppau, um Lebensmittel dorthin zz. überbringen. Durch den Sturm schlug das Fahrzeug um, und so kannten pur w.'nigc J.".sasj?n gerettet werden, nll Uebligen ertränke!,. Tie Noih sinon sich von 5'uude n ctunje. Da? Elend ist knlskh!,ch. Späte r. Von den 40 Personen wurden nur zwö'.k rettet.

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