Indiana Tribüne, Volume 6, Number 113, Indianapolis, Marion County, 11 January 1883 — Page 2
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gg.; ZägkiHe unö SoQslasLaVSab fi öftTce: 62Ö. Qelanuive&tr. ;! IndZauapoli), Ind., 11 S-uiu is3. Holzzöll?. Di: Fege über Beibedlluz; ctti tXbsSjfttaa, deSLingancSzoll: ausZa t tl-..utlt gegenwärtig dos ($oi:$r:.i ?.vz für Mittel und S&fßC bchi:. ßerordentlicher Bedeu:u'i; v.nr rei h cCcn Eucilrn bc Lande semdeze Interesse deö Volkes und der VreJe. Es Handel: sich Hierbei nicht urj die Veleuchtuuz der Frage boci Stand--xilte des Freihändlers oder des schütz MnerZ sonder:: es Handelt sich in' kmai noch wesentlich Wichtigeres.! dem fcU auf ein paar Dutzend Holzhändler Le politischen Parteien, die wirthschaft lichtn Anschauungen der verschiedensten Richtungen üdereinstiinlnen : um den Schütz' unsererWülder. Daß die An bahnung Mir 'vernünstigen Forstwirth schalten unserm Lande ein adsoluteZBe dmflliß ist, wird heutzutage von Nie rnandem rnehr destritten. Die Aerrnin derung deZ in unsern Wäldern getriebe nen Raubbaues ist viel wichtiger als die Frage, ob der Konsument daS Hslz, das er braucht, etwas theurer oder dilliger beziehen - kann.- Von diesem Gesicht punkte aus muß man -eZ als den Gipfel aller Starrheit' bezeichnen, auswärtiges Holz zu besteuern. Die Einnahmen, welche auS diesem Zolle dem Bunde er wachsen, sind unbedeutend und -jeder Dollar, der aus diese Weise veninnahmt ir.d, fallt nicht. nur den Konsumenten zum Vortheile einiger wenigerHolzhand ler doppelt und dreifach zurLast. sondern ermuntert und befördert und das ist die Hauptsache die fluchwürdige Aus beutung de? Wälder-.' JeneJndustriellen daben' nicht $eri leisesten Schatten eines Rechts für die Behauptung,daß ihre In duftrie desSchutzes demAuslande gegen über bedürfe. DieÄufhebung des Eingangszolls auf Holz wd 'der' erste bedeutungsvolle Schritt zum Schuhe unserer Wälder, zur Einführung einer -vernünftigen' Forst wirthschaft sein. Der.gegenwärtigeTa rif schließt das candiseholz MZ; jeder einzelne Stamm,wicher..nach Aufhebung des Zolles in unser Land kommt, erhält einen der Bäume in unsern Wäldern am Leben. Wir habin "schon "wiederholt darauf hingewiesen saß dieVerwüstung der Wälder Schlimmeres bedeutet, als die mit'Nöthtoendigkeit eirttretende Ver theuerung:deö Holzes. Neuere. Jorschun gen haben nachgewiesen, daß die Walder nicht im Stande sind,' direct Regen zu erzeugen oder 'anzuziehen.wie früher wohl behauptet worden ist, aber darin stimmen die bei sämmtlichen Cultnrvöl kern gemachten Erfahrungen üderein,da5 da Gedeihen eines Landes von den Wäldern insofern abhängt, als sie die nassen und z die-feuchten Niederschläge aufsammeln- und nach und nach den Quellen, Bächen, Flüssen, Strömen zu führen. Durch keineMabregel könnte der Csn greß feine Unfähigkeit in fo hohemGrade beweisen, als wenn er zum Besten einiger. Dutzende reicher Holzhändler und zum offenbaren Schaden des ganzen Landes den Zoll auf Holz-fortbestehen ließe. Nevada's Zukunft.
Was aus dem Staate ??evada werden solle, ist eine Frage, welche die Bevölke i rung desselben lebhast beschäftigt Die Comstock-Mine war Ukevada, 'die Herr lichkeit der (5omstockMine.ist verschw.un den, und die übrigen Hilfsquellen des Staates fließen nicht reichlich genug, um diesem fein Fortbestehen zu sichern. Als !evada als Staat in die Union sufge nommen wurde, war es ein vielverspre chender Jüngling, der durch seinen scheinbar unerschöpflichen Golöbesitz eine große Zukunft verhieß. Die weißen und gelben -Barren welche seine Bergwerke lieferten beeinflußten die' Märkte der ganzen Welt. Seinem damaligen Reich thume gemäß gestaltete der Staat fein Organisation; das Gehalt des Gouverneurs wurde auf $6000, dasjenige deS Lieutenant'Gouyerneurs auf $3.600, die der KreiOberrichter wurden auf je $7000 festgesetzt und alle übrigen StaatSbeam ten, sowie die L)!itglieder' der Legislatur wurden in ähnlicher Weise bedacht. , In der Zeit des GeldüberflusseZ konnte sich der Staat den -Sexus derartiger Einrich tungen gestatten' - Ader die $300,000, 000, welche der CömstockMine entnom men wurden.haben selbst diesen uner: schöpslich scheinendenReichthun erschöpft. und der reiche Jüngling ist zum Bettler geworden. Seine Millionäre haben ihm mit ihren Millionen den Aüöen.ge kehrt und freuen sich in San Francisco der' in New s)oit oder in den europäischen Hauptstädten "ihre? Reichthümer. Die unternehmenden Bergleute haben sich nach Arizona gewendet, dem ju gendlichen Territorium, daZ ihnen des sere Aussichten eröffnet. Virginia City verlor, gleich Tyrus und Sidün, seinen Glanz und die Bewohner, .die zurück bleiben mußten,, .sind auf oen.dürstigen Ertrag der Thäler angewiesen. Nun mehr handelt es sich darum, durchVolkZ adstimmung die hohen Gehälter zu be schneiden, oder bei dem Congresse darum einzukommen, daß Neraoa wiederum ein Territorium wird, oder den Staat zu theilen, und Kalifornien, Utah und Arizona die entsprechenden Gebiete des einst reichet Staates zuzuweisen.'-
erechtsertigte Oegnadkgung. Der Präsident hat den bekannten Wil. liam Pendergrast' begnädigt.'der wegen Verbreitung -falschen Geldes zu Zucht Haus strafe ?erurtheilt morden 'war und solche in Auburn .verbüßte. ' Die Ver urtheilung des -Pendergrast war auf SrLöd d:S Gutachten eines Sachter.
siir.bigen erfolgt welcher bereits feit 25 Wahrer, ai Prozch'en west Anfertigung, erausgttö'.g oder Verbreitung, fal schen Geldes eil Expert fungir:. Die ser Sachverständige hatte namentlich er klärt und beschworen, deß ein Silber dollarden der Angeklagte geständiger maßen ausgegeben hatte, gefälscht sei. Dagegen war der Angeklagte auch nach seiner Verurteilung dabei verblieben, daß der fragliche Silberdollar echt sei, und seinen wiederholten Anträgen gemäß
war da! Geldstück endlich an das Schatz' QMt in Washington zur Prufunz einge sandi worden. Letztere hat crgcoen, daß die Echtheit des Geldstücks außer allem Zweifel steht. So ser sorach die Veg-idigng durch du PräMnter: gerechtfertiz: ist, so sollte das Justizministerium nicht dbei stehen bleiben, szndcrn anordnen, daß jener Ezpert sein Nae wird nicht berichtet, nie wieder alS 'izachvttstSn diger in irgend einem Processe, m dem es sich um, falsches oder richtiges Geld handelt, zugelaffen wird ; dasselbe sollte ferner den Namen deS .Sachverständigen jedem öffentlichen Ankläger im ganzen Lande mittheilen und verbieten, denselben als Sachverständigen aus Seiten der Anklage zu verwenden. ES liegt 'kein Gründ vor, anzunehmen, .daß ver'.Sach verständige fein Gutachten wider besseres Wissen Abgegeben hat, ber ebensowenig ist -die 'Möglichkeit ausgeschloffen, daß derselbe sich im Lause, von 25 Jahren schon recht oft geirrt hat; Es gibt bekanntlich Gebiete, aus denen die Gutach ten der -Sachverständigen sich von der allgemeinen menschlichen Schwäche, zu irren, vielleicht nie befreien werden, aber zu den heiligsten Verpflichtungen deS Staates gehört es. derartige Irrthümer wenigstens nach Kräften unmöglich zu machen. . Derttohleurtng. Seit vor, fünfzig Jahren im Gebiete öes SSuylkill -Anthracitkole enlde.ckt' wurde.ist rbie Förderung' von 3C5- auf 30,000,000 Tons jährlich ' gestiegen. Zwanzig Jahre lang blieb der Preis beinahe stetig. Nur dreimal stieg er wäh rend dieses langen Zeitraums über 53.90 und fiel unter $3.20 auf der Weifte zu Phttadelphia. ' 1862" aber begann der Schwindel. KohlenlS'ndereien, die 50 Cents bis $30 den Acker gekostet hatten, wurden vonden fpeculirenden Directo ren speculirender Gisellschasten an letz lere zum zwanzig bis fünfzigfachen Preise übertragen. Bei der Capital! sirung der Gesellschasten wurde dieselbe Rechnungemethode in Anwendung ge bracht, und abermals wurde .gewässert", als die Eisenbahnen sich der Gruben be mächtigten. Die Bahnen wurden zur Hülste oder zu drei Vierteln deS durch die ersten HypotbekenbondZ dargestell' ten Preises gebaut, und dennoch wurden in den meisten. Fällen nacheinander drei bis vier Serien von Hypotheken und. ebenso viele Aktien ausgegeben.. So viel Scheincapital zu verzinsen, dazu ge nügte der .rechtmäßige Gewinn , des Ge schäfteZ nicht. Die Schwindelgesell, schasten verbanden sich miteinander, um. sowohl ihren Arbeitern die Löhne zu be schneiden, als auch die Kohlenpreise in die Höhe zu schrauben. 1804 schon steigerten sie den Preis auf $.10.75 und verweigerten gleichzeitig den armen Koh lengräbern die mit Recht verlangte Lohn erhöhung. 1871 kam eS unter denselben Umständen zum Strike, den die Gauner dadurch brachen, daß sie die Frachtraten, verdreifachten, durch Hinaustreibung deS KohlenpreiseS auf $12 den Konsum ab schnitten und schließlich die Grubenschloffen. Die Arbeiter in ' dem vom Ringe beherrschten Gebiet sind die un! glücklichsten und unzufriedensten in den Ver. Staaten.. AlS.sie.sich vor einigen Jahren an ihren Bedrückern zu rächen oerjuchten, wurden sie in Maffen.aufge hängt. Vor dem New Z)orker SenatSauS schuffe, der die Wirkung von Corners" untersuchen soll, wurde von Sachver ständigen zahlenmäßig der Nachweis ge liefert, , daß Anthracitkohle in der Me tropclis im Kleinnandel höchstens $3.50 kosten sollte. Sie wird aber zu $5 rer kauft, und in 'Chicago und anderen' zroßen Städten des Westens gar zu $7.50. Bei jeder Tonne wird das Pu blikum, den niedrigsten Schätzungen zu jolge, um wenigstens $1 bestojlen, und der Gesammtraub der Gesellschasten be ziffert sich in den letzten drei Jahren crnf; die ungeheure Summe von 83,000,000. Ächt Compagnien beherrschen gegenwör. tig das Geschäft, die Pennsylvania. Ki senbahn, die Pennsylvania Kohlengefell schuft, die Delawar ä: und Hudson,gdie. Reading,.dieDelawareä.-LaSawanna, die Lehigh Valley, die Lehigh Kohlen und Verschiffungsgesellschaft. DaS Schein'. Capital und die Verschuldung dieser Mo nopolisten beläuft sich zusammen auf $700,000,000, und die Zinsen muß' selbstverständlich daS Vott bezahlen. .Wir halten die Löhne unter Controlle' sagte einer der ältesten dieser Monopol!' sten, Herr Elisha A. Packer, vor dem' erwähnten Ausschüsse auS, .und eS ist mir nicht bekannt, daß die Jnrereffen' des Publikums, in Erwägung gezogen werden.- DaS erzählt die ganze Ge! schichte. Mn bedrückt die Arbeiter und' bestiehlt daS Publikum. Reich wie Arm! muß einer Bande Tribut bezahlen, bW außerdem noch bei jeder Gelegenheit die' Hilfe und Unterstützung des Staates fordert und erhält. Gegenüber der! höhe dieses Tributes und der Summen,! selche namentlich die westlichen Bahnen' und die Getreidevucherer dem Volk jährlich erpreffen, kommt selbst die vahn finnigste Verschwendung des Eongrch'eS kaum in Betracht. - SismarS'fSeQtmerplSne. Den Gedanken, das TabakSmonopo!'. in Deutschland einführen zu können, hatj der- iReichSkanzler anscheinend, auf gegeben. Wenigstens verkautet mit Bestimmt' heit. daß. den im preußischen Landtage gemachten. Vorschlag,- eine Licenzsteuer' auf den Verkauf von geistigen Getränken und Tabaksfabrikaten zu erheben, demnächst im ReicZStaze vorbrinaeni
wird. Der Plan gründe: sich im Allge Jemen auf das amerikanische System, untekscheide: sich aber von letzterem da durch, daß die ?u entrichtende Licenz je nach dem Umfange dcs Geschäftes 30 öiZ 500 Mark jährlich betragen soll, während sie hierzulande g!eichm'.ißiz k,och ist. Man berechnet allein den aus der Licenzsteuer aus Tab. t? i erwartenden Gewinn auf 03.z Ä!ill. Ä!ark. Nur wer einen BerechtigungZsch:in gelost fcsi, der nicht übertragbar ist, soll fortan mit Ta bak handeln oder Taüakfabrikate erzeu zen dürfen. Außer dieser Steuer wrrd aber noch eine anoere vorgeschlagen, die ebenfalls use7.weise cnstc:gk,di! Steuer aus den VercaufLireis dcö Fc:)ri!utrS. E foll-ein Stempel eingeführt werden, wie in den Ver. S!aa:en, der auf jede Kist.' und jedes Iaöct :u kleben ,z.ire. Dersclbe sol 'i:.r. Ligarrer: 5 bü 100 2??. cuf das Tausend kosten, bei Cic. rettcn' 5 bis 10 Ve., für auck:adak 10 bis 21 Pf. auf das Pfund, für Schnupf tabak durchgängig 10 Pf. und für Kau tabaj 25 bis 40 Pf. Desgleichen soll der amerikanische Einfuhrstempel einge führt werden, fodaß also der Tabak fast ebenso schwer belastet wäre, wie in' den Ver. Staaten. Ob dazu der Reichstag feine Zustimmung geben wird, ist aller dingS mehr als. fraglich. Bekanntlich drängen die Liberalen zunächst auf Be steuerung der Schnapsbrennereien und Abschaffung der Zucker-Eiportbelohnun gen, wogegen sich wiederum die conser vativen Groß. Grundbesitzer sträuben. Viele Abgeordnete wollen außerdem die Uebermächt der Regierung nicht noch da durch vermehren, daß sie ihr Einnah mequellen überweisen, die sich gar nicht controlliren lassen. Sie braucht immer Geld und würde noch viel weniger an Sparsamkeit denken, wenn die Steuern leichter eingingen als jetzt und sie nicht um jede Million Mark besonders anzu halten Krauchte. Dennoch ist nicht 4 leugney, däß Tabak und svirituöse Ge trSnke ' die" .besten ' BesteuerungSgegen' Ajnde'slnd. Satführung eines SÄulmädchens.
Die männliche Bevölkerung des gan zen nördlichen Vermont hat sich bevsff net und ist auf der Verfolgung eine schurkischen Mulatten begriffen, der die 13jährige ttitty Marsh entführt hat. Ende voriger Woche begab sich dieselbe von der Wohnung ihres VaterS, des dochgeachten Farmers Charles Marsh. in Rochester, auf den Weg nach der Schule. Seit dieser Zeit ist sie nicht wieder ge sehen und über ihren muthmaßlichen Aufenthalt nur Folgendes ermittelt worden : Während die Schulkinder am Freitag Vormittag zwischen den Unter richtöstunden vor der Schule spielten, fuhr der Mulalte John Edwards in ei nem von zwei werthvollen Pferden gezo genen Schlitten vorbei, hielt an und fragte Kitty, ob sie nicht ein Stück mit fahren wolle. DaZ Kind kannte den 30jährigen Burschen, da dieser wieder holt bei ihrem Vater gearbeitet hat und setzte sich daher in den Schlitten. Als das Kind zur gewöuti"Zeit nicht nach Hause zurückkehrte c5 kr Vater von dem Vorgange nUdrds hörte, be nächtigte sich fettrer die grüßte Ausre gung, und feinem Ersuche gemäß bega den sich alle Farmer in der Nachbar schast auf die Jagd ' nach Edwards und dem Kinde. ' Bei Middlebury . und Crown Point blieben alle Nachforschun gen ohne Erfolg, aber in VargenneS er fuhr eine Abtheilung der Verfolger, daß der Mulatte und das Kind im. Steven? Haufe die Nacht zugebracht und früh am Morgen die Fahrt in der Richtung nach der.canadischen Grenze fortgesetzt ha den. Leute auS den genannten Städten ha ben sich den Verfolgern zu Pferde angeschlössen, hatten jedoch bis Sonntag eine weitere Spur des Entführers und feines Opfers nicht gefunden und man fürchtet, daß eö dem ersteren gelungen ist, mit dem Kinde nach Canada zu entkommen. Edwards fährt ein paar ausgezeichnete Pferde, die er demFarmer CroSby Mar tin in der Nähe von Rochester gestohlen hat.' Er ist ein tüchtiger Arbeiter, aber ein roher und verwegener Geselle und hat wegen DiebstahlS bereits ArbeitS hauSstrafe Verbüßt. Kitty Marsh ist über ihre Jahre entwickelt und der Lieb ling der ganzen Nachbarschaft. Sie war, 15 sie in den Schlitten stieg, ohne Mantel und, Hut, und hieraus ist zu schließen, daß' der Mulatte ihr vorge spiegelt hat, er wolle sie nur. eine kurze Strecke weit fahren. Die Polizei hat sich mit den Behörden von Canada in Verbindung gesetzt, und man hofft im mer .noch, des Mulatten - und seines Opfer habhaft zu werden. Sa9 vnde der Welt. Der letztes Komet ist. fort und .wird nach den Berechnungen der Astronomie erst ln 200,000.Jahren in die Nachbar, schast unseres Fixsterns zurückkehren. Von der Furcht einer Carambolage mit ihm sind wir also für unsere Personen befreit, und Niemand dehnt voht die Angs: und Sorge für feine Nacdkom menschaft so weit auS, daß ihm deren Schicksal im Jahre 201,833 großeSorge bereitet. Aber die Wiffenschast tröstet und beruhigt nicht nur, kaum ' hat sie nachgewiesen,' daß eine Gefahr für jetzt nicht vorhanden ist, fo entdeckt' sie andere Gefahren, welche unS' Untergang und Vernichtung in nächster Nähe drohen. Sehr bedenklicher Art in dieser Beziehung ist die fortschreitende Verschlechte rung unserer Atmosphäre, auf die ein Gelehrter in der Zeitschrift Naturehinweift. DaS Feuer ist die wohlthätige Macht, welcher die Menschheit ihre Gesittung und jeden Fortschritt verdankt. DaS Thier kann kein Feuer machen, dem Wilden 'genügt ein Holzseuer für viele Wilde, viele .Kohlenfeuer dagegen kommen aus den einzelnen Culturmen schen. Doch der .Verbrennungsprozeß entwickelt fchädlicheGafe, namentlich das KohlengaS, und je mehr gefeuert wird, desto mehr solcher Gase gehen in die Atmosphäre über. Die Steigerung der von Jahr zu Jahr verbrannten. Kohlen
-ft-enorm. Laün, jeder
S.d, FaSnk. i.dm mut Da? ,xtt du, T:.T,., Vfn, nf.--.,. er brauch. 4, er raaar.tc. valtt.us .agt, die Bevölkerung der Erde, wachse n geometrischer, der Nal-rungZie! 52UM ir: crithmcti'chk? rogressio::. Wenn schon aS diesem Grunde du Menschheit bald dahin kommen mu, das; z nichts mehr ZU br.ckcn nd ml beiß? ihtiittt lleberstürwnri nr RA '.de jidcs J2hrcs zeigt uns dieStatidie Zahl oer verbrannten Ton. ':en Steinkohlen noch einmal so schnell fortschreitet, als da Wachsthum des Menschengeschlechts. Unsere Atmosphäre ist eine gegebene Größe, die sich weder vermehrt, noch vermindert ; ihr Ansül lung mit schädlichen Gasarten muß so , rr v . c aag ijciö einen KDiaa crretajen, oer ne unfähig macht, von civilisirten Men schen, Wilden oder Thieren eingeathnet zu werden. Alle diese tragen zur Ver schlechterung der atmosphärischen Lust nock dadurch bei, drä ne den Sauerstoff consumiren und den Stickstoff zurück T ' V V I -I n geben. Der Regen trägt allerdings zur Rei nizung der Atmosphäre bei, aber der jährliche Regenfall ist durchschnittlich derselbe, wahrend sich die Verunremi gung der Atmosphäre in rasch fortschrei errx v ' noer SBcnc vollzichu 68 kann daher mcht ausbleiben, da der Zustand der Dinge, der in der schwarzen Höhle bei sirtsfnft.'V im WrnifT hS fittiS itnH in. VW 'KJ UV W MIIV li der Solsatara auf Sicilien vorherrscht, sich bald über unser ganzes, irdisches Yn?tifrtf Yi rdv. t f i . OUUimvtwut vfcw4(. ciuuiii ull' doch durch das Rauchen von Cigaretten .?..s:. p.:...?. uuu uuuu vu, va vuyumuu b'dw'. R?.uch nr ji r 11 11 . 1 r w 11 in, i m i ii iri.rr 11 n i pi rii V V MMVVII vorm. Ein weiteres Produkt der Verdien nung ist das WasjerstoffaS, das sich natürlich mit der Zunahme der Stein kohlenvertilgung in entsprechend vergrö ßertem Maßstabe ausscheidet.' DaS Hy drogen absorbirt Wärme und strahlt solche wiederum auS, und seineZunahme in der Atmosphäre muß daher die kalte Zone noch kälter, die heiße noch heißer werden lassen, sodaß beide Extreme dem animalischen Leben denGarauZ machen müffen, wenn nicht vorher Wafferstoff gaS und Sauerstoffgas zu KohlengaS sich verbinden und, durch einen glühen den Meteoriten zur Explosion gebracht, die Erde in Atome zerschmettern. Nach den seither gemachten Ermitte lungen und da eine fortwährende Zu nähme der Kohlenverbrennung und deZ Rauchens von Cigaretten zu erwarten ist, nimmt die Wissenschaft an, daß zwi schen 1900 und 1910 der Aufenthalt ans der Erde für Menschen und Thiere im mer ungemüthlicher und schließlich un möglich werden wird. - DaS sind die Aussichten, denen wir entgegen gehen und die vorstehende Begründung ist so unfehlbar, daß die Leser gewiß mit uns von derselben sagen werden : Wär' der Gedanke nicht verflucht gescheut, man wär' versucht, ihn herzlich dumm zu nennen. Die Saison der Seebäder steht in Santa Monica, Cal. noch in vollster Blüthe; das Wasser ist noch so -warm, wie an der atlantischen Köste der Ver. Staaten im Hochsommer. Vom Inlanöe. Ein Geschäftsmann in Boston machte kürzlich in den 'Zeitungen be lannt, daß er ales wonicn gegen guten Lohn suche. ES meldeten sich eine haldblinde LOjährige Frau und einMäd chen von 14 Jahren, das sich aber so im geschickt anstellte, daß es gleich'am ersten Tage wieder entlassen wurde. Nun an noncirte der Geschäftsmann, daß er. ,sale3 ladies suche; am nächsten Tage hatten sich bis Vormittags 9 Uhr über 30 Bewerberinnen gemeldet, und nur durch große Anschlüge, daß die Stellen besetzt feien, konnte sich der Ladenbesitzer gegen eine fernere Ueberfluthung seines Geschäftes schützen. Die Longfellow Memorial Association" ist bekanntlich bemüht, Geld zum Ankaufe des Theiles derLong fellow'schen Grundstücke zu sammeln, der zwischen dem Hause und dem Fluffe liegt. $7000 hat sie schon zusammen und eS fehlen nur noch $93,000. Kwong-Ki-Chin, das letzte Mitglied der chinesischen Unterrichts Commission in Hartford, ist nunmehr auch nach dem Reiche der. Mitte abgefe gelt. Er hat eine Anzahl englischer Grammatiken, Lehrbücher und Leitfäden verfaßt, die in China gedruckt und in den dortigen RegierungSfchulen eingeführt werden sollen. Dort entscheiden noch nicht die Verleger über die einzuführen den Lehrbücher. An mehreren Stellen der Küste von New Jersey, namentlich bei Atlantic City, ist daö Meer- in den letz ten Jahren um 200 bis 300 Fuß zurück. getreten oder hat vielmehr durch Sand anfchwemmungen Boden trocken gelegt. ES wurde deshalb die Rechtsfrage erho ben, ob die jetzigen Besitzer der Küsten striche auch Eigenthümer des neugewon nenen Landes sind, oder Dieiemgen, ! wiiuc vu i&igciuyuui vc(iuui(U, cc daS neue Land nutzbar wurde. Ein Ge richt zu .Atlantic City entschied vorige X. . V sZ'. MiX... w .f ...C..u -C Woche vernünftiger Weise zu Gunsten der jetzigen Besitzer. Vermont vr 0 d ueir t m e h r Marmor, als alle anderen Staaten der Union und mehr als irgend ein Land außerhalb dieser. Seit 1870 hat diese Industrie mächtige Fortschritte gemacht. Der Ertrag des vorigen Jahres stellte sich auf 1,000,000 Kubiksuß zu einem Werthe von mehr als $2,000,000. Die Zahl der in den Marmorbrüchen und MühlenBeschästigten betrügt 2,300 und 10,000 Wagen dienen dazu, das Gestein fortzuschaffen. i . - - . ' Eine weihe Neger - Fani - lie mit gelbem Wollhaar lebt in Ocanac Co.-, Sä."' Unsere S e n a to r e n u n d R e ' präsentanten pflegen ihre Autographen
VÄ"Ä M ''1.
wsnuii wun3 -utiu v-yiiü1?1114 v n . c -- glied Moore von Tennessee sein Album. Der letztere glaubje, der . Pcce erbitte das Autograph für "sich und schrieb in Edmund's Album; Sei du ein guter Knabe und du "wirst ein guter Mann werden". . ...... iIn We ftmjj reland C 0 u n t y. Tage cm schreck : Erdrutsch ver schüttete eine am Fuße eines steilen Hu els belegene Hütte, IN welcher Thomas Joion, fern Wetb und seine beiden Kmder wohnten. Johnson - befand sich Zett aus der agd. Die Fr und die beiden Kleinen wurden erschlagen, Dle Familie war erst vor Kurzem von VlrgiNien nach PennsylvanttN gezogen, i Die unlängst au S Boston rt.r..n.. .v - -11 . geiagren vseoruoer aaucn ongc Woche in Hartford, Conn., eine Vor stellung angekündigt, in welcher die Ein zelnheiten ihres Meuchelmordes an Jeffe JameS theatralisch .dargestellt werden, sollten. Die Einnahme betrug aber 1 1 . blos zwei Dollars, und die Vorstellung wurde .vertagt". DaS amerikanische Volk ist noch nicht so heruntergekommen, wie hier und da 'behauptet wird. ZweiHaup klinge derChippe va'S von der Red Lake Reservatiork sind ; n,5,7.st, .k,,w . vv ! Dieselben offeriren die Abtretung eines s..;r w.cnttn ßu. ' währ von HauSthieren,ASerbaugeröthen . . und Saatgetreide. Die. 11jährige Tochter des Farmers Perry A. Connor in Mercer rr cr . .cm X. . -'At benachbarten Farmer geschickt, um dort . ,;.? 0:S r . - - Fenster im ersten Stockwerke von außen öffnen und versuchte, durch solche? ein zusteigen, um den Brief in der Wohnung zurückzulagen. Während das Kind im Begriffe war, durch das Fenster zu klet tern, fiel letzteres herab und traf das Kind in den Nacken. DaS Mädchen konnte daS Fenster nicht wieder empor schieben und als seine Mutter, ängstlich über daS lange Ausbleiben des Mäd chenS, nach dem Hause deS Nachbars kam, fand sie ihr Kind todt im Fenster hängen. Die Colonie, welche sich vor mehreren Jahren in Pennsylvanien behusS gemeinschaftlichen Betriebes des Ackerbaues und derViehzucht organisirte, besteht gegenwärtig aus ILlMitgliedern, welche zwischen $M)0 und $4,)00 Capital jeder eingeschoffen' haben. Die mei sten sind.Ackerbäuer, der Rest Handwer ker,' welche. bloß für Miglieder der Colo nie arbeizen ; die Zahl der letzteren soll 200 nicht nicht 'überfchreiten. Die Co lonie beabsichtigt, ihren Grundbesitz zu verkaufen und sich im Frühjahre im obe ren Vellowstone Thale in Montana an zusiedeln. , Der gesunde Sinn deö Vol keS hat vor einigen Tagen in Gunison City, Col., einen Triumph über die eng herzige Anschauung einiger sogenannter vornehmer Damenggeseiert. Dort fand eine Ausstellung von Säuglingen statt. In der Halle hatten schon ziemlich viele Mütter mit ihren Kindern Platz genom men, als auch eine geachtete sardigeFrau mit ihrem kleinen, dicken Vollblutneger aus dem Arme erschien. Der Billeteur nahm von derselben das Eintrittsgeld in Empfang, verweigerte ihr aber die Ver abreichunz eines der Abzeichen, die den andern Kindern angeheftet waren. Die weißen Frauen nahmen die Farbige, die sie kannten,' freundlich in ihrer Mitte auf. Da ließen die Damen daS Comites, welches die Aukstellung'arrangirt hatte, die Farbige mit ihrem Kinde durch zwei Polizisten aus der Halle führen. Darob' entstand große Aufregung und die meisten Anwesenden nahmen für die Farbige Partei; die letztere wurde dann zurückgeholt, durfte mit ihrem Kinde in der Halle bleiben, daS letztere wurde aber zum Mitbeserb um die für die'fchönften BabieS ausgesetzten Preise ; nicht zugelaffen.Viele der anwesenden Weißen veranstalteten eine Sammlung und kauf ten der farbigenMutter und ihrem Kinde hübsche Geschenke. Hampton Colleg e z ä hl t jetzt auch einen echten und unverfälschten ZuluKaffer von der afrikanischen Ost küste zu seinen Zöglingen. 5) it für ben A ck e r b a u g e eigneten HochEbenen in Montana liegen von 500 bis 1000. Fuß Niedriger als in Cokor2do und Utah. Die Anstei aung bis den höchsten, C000 Fuß über dem Meeresspiegel gelegenen Ran ckes erfolgt h allmölw. wir die Erhe düng de: Picirlen dek Cve?:nne in Wys WA 't. . So, L!uB!n5e. Die Einführung d e Handfertigkeitsunterrichts in Sachsen macht weitere Fortschritte. So will das Cultusminifterium diesen Unterricht in den. Lehrplan des Dresdner Schullehrer feminarS aufnehmen und der' dortige Rath beabsichtigt, den Unterricht in einem unter städtischer Verwaltung sie Senden Institut als verbindlich einzu. fübren. Der bekannte dänische- Ritt meister ClauSsenKaaS hat dort einen , . tt ?. l f.. : MVC..i!f .4mI jriDulCUluo iui uuutiutyicHumitricht eingerichtet, jedoch ist der Beitritt zu demselben noch mit zu gvpßen Kosten i verknüpft. Die F r e i m a u r e r D e u 1 ch landS beabsichtigen, im Verein mit den deutschen Freimaurern im Ausland, dem deutschen Kronprinzen und feiner Ge mahlin zu 'ihrer' silbernen Hochzeit am 25. Januar als Ehrengabe daS Proiek torat über ein aus freiwilligen Beiträgen der einzelnen Logen und ihrer Mitglie der zu gründende? .Schwesternhaus" anzubieten. Die Bestimmung des '.Schwesternhauses" soll eS sein, hilfs 'bedürftigen und würdigen Wittwen und Töchtern verstorbener. Freimaurer ein ' rr . mr. it. , leeres lyi zu gewuen Aus die Interpellation Dirichlet'S im deutschen Reichstage we gen der bekannten Prügelaffaire Roten han Auspeitschunz emeS Mädchen
in welcher der.SiaatSanfcalt d.e U?rht bung der Anklage gegen den Amtösor sicher Baron Notenhan abgelehnt hatte, erwiderte der Justizminister Friedberg : Der von Dmchlet angegebene Thatbe stand entspreche den Akten. Rotenham habe selbst diesen Akt deS Prügeln? be stätigt. Er werde den StaatSanwalt anweisen, gerichtliche Anklage gegen. Rotenhan zu erheben. Die französischeHeereS leitung läßt, wie die in Rußland, längs der gesammten Ostgrenze alle strategisch wichtigen Punkte, daS Vorterrain der Forts und verschanzten Lager, sämmt liche Tbäler, Desileen, Hauptstraßen und Flußübergänge durch ein geschlosse Nkö System verdeckter LandtorpedoL decken. Die bilderreiche Sprache des Landes nennt diese Minenzone "I diarnp de la rnort", da Todtenseld. die Torpedos selbst Vulkane. Diese Vulkane, welche in 3 4 Meter hohen, 1 Meter breiten Gußstahlröhren bestehen sollen die 1 Meter tief gelegt werden, werden erst im Mobilmachungösalle gleichzeitig wir der Armirung der Fe stungen geladen. Die Wirkung diese? mächtigen Torpedos soll ganz enorm sein. Der ExplosionStrichter soll 15 Meter tief, der obere Trichterrand einen Durchmesser von L0 bis 40Meter haben, in .' mächtiger . Garbe werden mehrere hundert Kubikmeter, der großen Steine in bit Luft geschleudert, die in einem Umkreis von etwa LOOMeter im Nieder
stürz Alles zermalmen. In feinem Buche D i t großen BaznS ' von Paris" theilt Paul Giffard unter anderen Merkwürdigkeiten mit, daß nicht weniger als 4,000 Damen jährlich, welche' die BazarS besuchen. dejm - Stehlen betroffen werden. Die Anzahl der angesehenen und betitelten darunter, welche von DiebZsucht befallen werden ist nicht gering. Unter den neuesten Schuldigen wurden gefunden eine russische Fürstin, eine französische Gräfin, eine englische Herzogin und die natürliche 'Tochter eines regierenden Souveräns. - Solche vornehme Diebin nen läßt man in der Regel laufen, nach dem sie eine hohe Strafe in die Armen kaffe bezahlt haben, und wenn sie reich und angesehen sind, steigt die Strafe bis aus?2,O00. Dem Aernebmen n ach bat daSreußische Justizministerium die Ge richte veranlaßt genaue. Crmittelungeu. über die Fälle anzustellen,' in welchen seit der Einführung des deutschen Straspro cedur'Gesetzeö, also seit dem 2. Oktbr. 1878, aus (Ärund deS wieder aufgenom menen VroceßverfabrenS. eine Freisvre chung der bereits Verurteilten eingetreten ist und wie diel Strafzeit die alfo zu Unrecht Verurtheilten bereits über standen hatten. Wie in Vreußen wer den wohl auch in anderen BundeSstaaten r., !u.i n rr vlezeioen irrmmemngcn angcjieui roer den, da solche doch wohl vom Reichsju stizamte in Anregung gebracht worden sind. . Au ü unter den deutschen Bureaukraten gibt es hin und wieder Leute, die Kopf und Herz aus dem rechten Fleck haben. So meldet eineCorrespon denz aus sasen: 'Ler. Vorsteher ver bekannten sächsischen Gesängnißanstalt Zwickau, der Geheime Aegterungsraty d'Alinge, hat plötzlich einen längerenUr laub anaetreten. der auf den Beschluß der sächsischen Regierung zurückzuführen r r - rr . ot icoo V : . cin üu, von x. juiiuut xooo uu uic Prügelstrafe in allen Strafanstalten SacdsenS einzuführen. Bisher durste nur gegen männliche Züchtlinge die Prü gelstrase angewendet werden, daS heißt in den Gefängniffen und Arbeitshäusern nur gegen Leute, die jcho im Fuchtyauie gewesen waren ; für die andern Sträs tinge im Arbeitshaus oder Gesängnisse war die Prügelstsafe vor 10 Jahren in Sachsen abgeschafft worden.-. Herr d'Alinge, der vielfach als Sonderling gilt, hat nun aber in guter Stunde seine Absonderlichkeit dadurch gezeigt, daß er sich nicht mitschuldig machen will an der weiteren Verbreitung der Prügel seuche. . BeiStrauding gina kürzlich ein aus sreiem Felde stehenderStreuhausen in Flammen auf. Als Brand stister meldete sich aus dortiger Polizei wachtstube ein Strolch aus jener Gegend mit den Worten : 's Arbeiten tragt röt viel betteln soll man nök : stehl'n da,s man a not und so hob i halt anzund'n, denn emg'spkrrt möcht' i doch wer'n l" Personen, deren Beruf eS mit sich dringt, von Zeit zu Zeit mit dem Fürsten Bismaick in persönlichen Ver kehr zu treten, versichern, das; derselbe noch viel mehr leidend ist, aU man aus den Zeitungen erfährt. Körperliche Schmerzen plagen ihn im höchsten Gra de, hindern ihn aber trotzdem nicht, ebenso wie dem Gange der auswärtigen Politik, auch dem Verlause der paila mentarischen . Verhandlungen in Reich und Staat seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Besonders die Wirksamkeit des Finanzministers soll er cuf ? Ge nauesie beobachten und (wie Unterrichtete versichern) ist er von den bisherigen Er folgen deffelben nichts weniger als er baut. In gewissen Büreaux der Ministerien flüstert man daher schon davon, daß die Tage deS Herrn Scholz ebenso gezählt seien, wie die seiner Vorgänger Bitter und Hobrecht. Der. Papst hat dieLel,rer und Lehrerinnen der katholischen Schu len RomS'sammt ihren Zöglingen. 2000 an der Zahl, in Audienz empfangen, um deren. Glückwünsche zum neuen Jhre entgegenzunehmen. Die Audienz fand im großen Thrönsaal statt, wo die Klei nen einen Halbkreis bildeten. Beim Eintritt ward Se. Heiligkeit von dir kleinen Schaarmit donnerndem : "Evviva Leone Decimoterzo ! EvvivailPapa!" begrüßt. Der Papst ließ jedem der Zöglinge eine bronzene und jedem der Lehrer eine silberne Me. daille verabreichen. Zugleich ließ er dem Lehrkörper 2000 Lire zur Anfchaf fung von Winterkleidern für die armen Zöglinge ' einhändigen. Die Kleinen sielen dann aufs Knie und empfingen so den päpstlichen Segen.
