Indiana Tribüne, Volume 6, Number 109, Indianapolis, Marion County, 7 January 1883 — Page 3
mehr als echter Schweizer angesehen, der im Umgang hochdeutsch spricht. Nun will ich nicht bestreiken, daß es sehr viele Schweizer giebt, die offen ihre Vorliebe sür Deutschland kundgeben, die sich deö geistigen Zusammenhangs mit Deutsch land freuen, die alles Politische aus genommen deutsch denken und empfin den. Das sind namentlich solche, die längere Zeit in Deutschland studirt haden. besonders auf norddeutschen Universitäten (die süddeutschen Hochschulen übe nicht den nämlichen Einfluß aus.) Ich will auch gern zugeben, daß sich die Zahl dieser Schweizer feit der Einigung Deutschlands sehr stark vermehrt .hat. Aber man darf nie vergessen, daß sie immer noch eine verschwindende Minder heit gegenüber der großen Masse des Volkes bilden, oie ganz anderen Anschauungen huldigt. Es sei ferne von mir, hier untersuchen zu wollen, woher
diese Abneigung gegen Deutschland und d'ese Vorliebe für Frankreich stammt : . , . ' . fS. ' .(..' ioj moqre nur einen rrryum venan gen, in den viele Deutsche versallen.wenn sie in der Schweiz mit gebildetenSchwei zern zusammentreffen. Bei ihnen lernen sie die Stimmung des Volkes nicht kennen, mit den unteren Ständen, mit Bauern und Arbeitern, kommen sie nicht zusammen, oder wenn oa gesetzt, erwyren it ocq nicyr, rote , . . m -rf , , I die Masse denkt; schon das gegenseitige r. w ( t r-i t . ' . r ? praazilcye erlianonlß seyil in oen mei weil dieselben so ruhig und objectiv als möglich über die auswärtigen Dinge und speziell über deutsche Angelegenheiten zu schreiben suchen. Lese man dagegen die ff!ti 9Ilf.i X t Xi di4yn mit mattar min. juin, wn. iti V wuyuij wiuui 9f9ltt ii nS t rt 0 rtrlthirt VTToAt nnX vvW4ii4k i4 uuu vim yivpitv iiuui uuv r. . v . . i v r:Cs..c c. .r: 1.1 -so : I Deoeutenoeren &urnu& ventzt, als m el nem anderen Lande. Hier kommt die wahre Stimmung des Volkes zum Durchbruch, hier wird die allgemeine Abneigung nicht blos gegen das politi sche Deutschland, sondern aeaen das Deutschthum überhaupt, nicht verleug net. Wenn man zur Unterstützung der An sicht, daß die Deutsch'Schweizer ab gesehen von allem politischen gute stimme leien. Die yttioc lener lammeu -r irx. r i vi. tn.:t . : r zer aufführt, die auf dem Gebiete der Pädagogik, der Kunst, der Wissenschaft und Literatur Großes geleistet, so drau che ich blos darauf zu erwidern, daß diese Männer zu jener verhältnißmäßig kleinen Zahl gebildeter Schwerer zu rechnen sind, die deutsch dachten und denken, de ren Einfluß aber auf die Maffe viel ge rmger ist, als man sich vorstellt. Nur wenige Beispiele. Von den drei größten schweizerischen Dicktern und ckristttkllern ist h,r Namdes Berners ?ieremias Gottbelk woblbe. fstnnt nh hfichnrrhrt Vlhrr tn Krhrit I ... ' 1 ' I ten werden m Ganzen dock wen a aele v vv 'Wv i v vm I 7. ' 7 . 1 sen, und ich darf offen behaupten, daß icinc verie in euiimiano oeoeuieno r em . 0 - r. 1 1 k. i. . i mehr Käufer sinden, als in der Schweiz. In noch viel höherem Grade ist das mit d?n foihpn nr.hrpn nrf sfinhn 'XSt.!. lern Gottfried Keller undSKonrad Fer v m w w ...v. IIVUI . VI IIV .11 IUI' I ' . dinand MkN?r d?r 51? z,s? f,,idpn ' V " V 1. vv viiwii . werden nur van weniaen edildeten veu. ten aelesen. und e iebt 3-niisfnhr hiJ aus Bildung Anwruch machen, die kaum u , , - n -" v . ihre Namen kennen, die noch nichts von innm ntUn hrtUn hr ?fm ;7i ' ' . nicht bei uns entstanden, sondern von "7"'" I V"" O il l Deut chland zu uns herübergebracht . 1 . .'! morden. Bon einem (itnuuft aus das schweittrische Volksleben den dieseDich7x ausüben, ist qar keine Rede. DaS - . . I 1 Voll kennt sie Nicht, obschon sie mitten l daraus hervoraeaanaen sind und dasselbe treMlch geschildert baden: namentlick ist Gottsried Keller ein Volksschriftsieller im schönsten Sinne des Wortis. Wo. ' . . ... her mag die e Er cheinung stammen ? Ich 7 . 1 1 ' 31 kann sie mir nur daraus erklären, dan r , . .. ....... " Ite zu Hqr von oeuNchem Geilte, deut, f r wjfhurtrt rfr.n r.nx lärer sind soick? 7iiAer Wi tZZti ratriotischeTendenz haben, und deren haden wir aenua: aber von ibrem künstleri " . . . " I inv irth tt,rtn, r jf;rt. sftfa, deutenderDichtermußsich aufDeutschland JtUgen, wenn er emporkommen will. ' . . Gottfried Keuer uer und Ferdinand Meyer unbekannt aeblieben wenn i 5 . waren ewia nicht so allgemein verbreitet, doch bedeu tend intensiver war, als heutzutage. Ich erinnere nur an den Verkehr Goethes, Wielands, Klopstocks mit ihren Züricher Freunden, den großen Antheil, den die Züricher Gelehrten, Dichter undchrist itellcr an der Bewegung die klasrnche Perlode einleitete. Heute schlt liches. (?3 wäre itnar inö daß ein großer Nachbarstaat mit gleich, sprachiger Bevölkerung aus die Schweiz keinen Einflun ausüben sollte : derselbe mrtrM (i mit nW nin . Kliff s.r ttU 1 fc tt. . Ulillli Wll IUVII Vit . . . . . . . . sazweizer geiieno, ao Hinsicht, als auf dem schen oder künstlerischt Einfluß Deutschlands aus die Schweiz ist mehr politischer Natur und zeigt sich besonders in der Gesetzgebung. Variationen. -2C-e:r.a: Aenn tu noch kine Mutter hast. Wenn du noch eine Tante hast Mit hunderttausend Gulden, Und du vcrträgst dich gut mit ihr. Bezahlt sie deine 'chttlöen. Wenn du noch einen Schwager hast Sei nachsichtsvoll, mein Bester, Er ist sür jede Schlechtigkeil Bestraft mit deincr Schwester. Wenn du noch einen Bruder hast In schi?ic:'gen Lebenslagen,' Wirf keine alten Hosen fort. Er kann sie jz noch tragen. Wenn du noch eine Tochter hast reu'dich an diesem Segen, Und wenn sie sitzen 'blieben ist, So hat sie Keiner mögen ! Wer hat schon einmal einen sehr reichen Mann singen hören?
izu tfauen. öciou au ven stromeren langen dunklen Wimpern und gönnten ein Zurückgehen möglich, au Schweizer Zeitungen erhalten sie keinen ihm einen seh? freundlichen Blick aus be ten drohte ihnen der Tod.
Au jchlun über Die Gefühle des Volkes, zaubernden Augen. Er nahm die Reise Alles umsonst!- Nü
sie nur für ihre Landsleute geschrieben l9nVe . t . . . t seine Gattin, die er mit nach seiner Hei. das Bücherglstell zurucklies, war es mir, hätten. Ich bin sogar der Ansicht daß tt''er' mi lehren um , sagte math nahm. Bis jetzt hat sich noch keine als hörte ich sie sagen : Was für emUnim vorigen Jahrhundert die geifligeVer- tx' . . 0H f . r , Veranlassung gezeigt, ihr eheliches Zu- glüö! Was für ein Unglück! O,dev binduna mit entsland. wenn nrnfi . furchten Sie fl ch 5 fragte sie leise, sammenwandeln durch'sLeben mit jenem schlechte Mensch !
o i"t -7i cr . i. . s . : . 2 it .i. cli. i . . . - ' . . z I '
Ale KisenöaynbrSük.
Cine Geschichte nach dem Leben ron 8. X. Vor einigen Jahren ging einer meiner Freunde, Heinrich Pechter, der lange tn einem englischen Hause beschäftigt war als Passagier mit dem Dampfer .Tem pest- nach Havre, wo er für sein HauS zu thun hatte. Unter den Passagieren war ein schö ne3 Schweizermädchen, Namens Maria Lorm. Mein Freund hatte zwei oder drei Mal versucht sich mit ihr zu unterhalten. aber ihr bescheidenes, schüchternes, fast furchtsames Wesen schien ioe Vertrau lichkeit auszuschließen. Er hatte jedoch dabei erfahren, daß sie in London bei einer Verwandten gelebt habe, diese je doü vlöklich gestorben sei und sehr wenig hinterlassen habe, so daß sie vorziehe, in die Schweiz zu ihrem Vater zurückzukehren, der übrigens nach der letzten Post, k.s.t,ff;, tmnit f,; n: i. . i f.! I Heinrich Pechter nahm ein großes Jn teteile sür das Mädchen und fühlte sich "'"""H I"' . teresie fi innerlich verpflichtet, eine Art Ritterdienst bei ihr, so lange sie allein reise, zu über nehmen. Al3 das Boot anlegte, bot Heinrich ihr an, ihr Reisegepäck, welches nur aus einer aronen aestickten Tasche bestand, zu trage, obschon es sehr schwer war. Sie J J ' I dankte ihm mit ihrem gewohnten süßen Lächeln, dabei hoben sich langsam ihre . - - . - lasche auf und begleitete das Mädchen nach Paris. Hier verspäteten sich beide für den Tageszug um zehn Minuten ; doch wurden sie unterrichtet, daß mehrere Qm.l1.. amV..a. O, P! ajicucu wenn, tiu uuutiti CZ. 4 V. m tntti I UU WiUilUvU UUUtiv. r r . . Auf die Frage, ob eö keine sofortige Fahrgelegenheit dahin gebe, wurde mit nein" geantwortet. Ich muß aber fort", sagte Marie. Mein Vater ist, fürchte ich, lebensge sährlich krank, und ich muß so rasch als mftnürfl 11t tfim M I ivvjiiuf q I ES handelt sich aber um mehrere isan rrnitSrf Gittrtcf ' cnS in l Meilen vtwuvvttk w5 M I tu. k !m (AtMtAaf I em weiter Weg für so em schwaches Mädchen. w . r rrt.. . . m , vioer nimi iur mim. mein rstrz . eni gegnete Marie lächelnd. Die Schwei zer sind, wie Sie wissen, große Fußwan derer und auch ich bin von Kindheit an ans Weitgehen gewöhnt worden." Da ihre sansten, bittenden Augen zu sagen schienen : Geh mit mir !" konnte Heinrich dem Ausruf nicht widerstehen. Beide machten sich also aus den Weg und zwar längs und neben der Bahn, da ihnen dies der sicherste Weg schien und em anderer ihnen ntmt velsnnt war. anderer ihnen nicht bekannt Wenn sie an einen Graben oder sonstiges Hinderniß kamen, hals Heinrich dem nT)!ttX.i. V.. ..(.. ....X M 9 .V I lunuc iuüujcu umuutt uuu wuiy . 7 . . cm . t I ic vMM n.i o i.iiti ..v zz m. v icau i vana l1" UIlü llc lorcni lreuen Begleiter Mit emem leichten Hän. nnriirr iinn irmnnimpm vnmp n i dedruck und freundlichem Lächeln. Sie hatten etwa drei Stunden zurückgelegt, als sie die Sonne fernab hinter a!mi Ca a i j trt (aIm l emer n. . . - . rf . r rC!. GT. f . . m X a . iltithtin i rf I vuBtU5lvc iuytn. . . t v rt. . , (i r. X. I "' vstu.. u , h" w naye am Jiei, lamen aoer iek uUA an i . - tt tm t t . Iam1aaa Uvtil iihv - 4 V I ! i a t m - I " w v"'i i"VW iyttlweise ttllö jchaumeiDei - , . , '-waner, an venen euen ,qrone As AiiittAn vv. ?x f i (TA V,, nt s i ""'V J v- Z cm- ' schlanken Säulen, die IN der Mitte an V.i rr..c .-:c- . I zwc.yunvcl. upvu) uv nunv $y 0l 1.lK;.J?Vi e ? -I '! hnliiran ,, IS fi JMllfi ht firS I "" i"-, NHl hAMUMhM4t4MX Llxl.u I V""'"" -aurnu, ucucicn hatten, bemerkten sie, zu ihrem Schrecken, UUI rmer lttlle von mmoe,iens yunoerr Fleier in urr9oijcr zwi,azen kn Tazlknen angeoraqi waren, fo vaß genöthigt sahen, aus dem Geleis hmüberzulausen. Unglücklicherweise war xfilk ,k4 ,M ? k, fiiMHi. "Y "l4 W4" vwu V"1 " S1i(a hAn nn. VH 1 i a (nhiA ihM iu lv G?lnnnnrrlifiiirtn lit nhifhf itnf i! J 7 t c tV Benutzung der die Eisenbahnschienen tragenden Langbalken wohl hinüber 3. , .,. . . Freilich, der leichteste Fehltritt, das ntviSn fSCmvn ttrtf an TirUl J'aX imX wwwuuh wuuju "V en durch den Hinabsturz in die i n n nnrniir i irir Ö ? . -Vx ff fxs v, i w Freundin und ein Schauer durchströmte lfm n. Dann a!S er hestig erröthete, setzte er 9ß Ä 1 ff wk m m a a k &a & A . J. - . Yii'ju . uj meine naiumtu um lucmciroiuen ; . : . i n , Um Ihretwillen, ja!" Marie lächelte. .Ich bin ost in den Alpen herumge kcr Schienenstrang war doch etwas an. e als em eisvor,prung ooer eme vun. wai oem jungen Planne, als börc tx btxt'ül Mariens markdurch. I v , ' nrtnnnn8 IVtfttfirot IS h r h rett 3 mende ttluth. Ich verlöre einen ganzen Tag, wenn ich nicht ginge," sagte das Mädchen mit angstvoller Hast. Mein Vater liegt vielleicht schon im Sterben. Ich muh . t Z t!-.".t . , ?? . v uiju yuiuoer. 0 1a en öie mim cenn allein gehen. Zögern dürfen wir hier nicht länger, denn es wird dunkel und wir versäumen doch das Abgehen des Zugs.So kommen Sie denn, Fräulein," sagte Heinrich. Halten Sie sich an meinem Jc?quet, um sich bester zu uner stützm, während wir gehen. Fallen Sie,' so will ich auch nicht oben bleiben, darum halten Sie mich nur recht fest. Sollte ich hingegen straucheln, so lassen Sie mich sofort los, damit Sie nicht mit hin untergezogen werden." Marie nickte stillschweigend, zum Zei chen ihrer scheinbaren Zustimmung in Wahrheit handelte es sich ihr zunächst nur darum, leine Zeit unnütz zu verlieren. Beide schritten voran; sie hielten sich ruhig, stetig und vorsichtig.bis plötzlich em stärkerer Stol; des Abendwmdes, welcher auf der Höhe der Brücke unbe bindert seine Kraft entwickeln konnte,das Mädchen in's Schwanken brachte. Sie blieb stehen und während sie das Gleich-
nahmen, welche '"Vv 'Ar7t tV 1 lange Atxt uno lan ganz auem in meiner aiiecauswoyi ivoern lonnic, unv meine ' ' w " mit ftfn Iis,spi ttnX k.::. I ? Vv - ' K J . . I wi . r. . . w. ert.n.L
i iiTPnrn rminrr it . i ha a. . . . . I ... cw . 1 i v ? " . . v . . . .
unserer Literatur : ' 1' Vm c V"i"' großen Wohnung. Viach einigen agen uayi nei aus eiwas, oem memer
uns etwas Aehn- ,f t- iv o7 1 "9 ca aber, als mir die Ein amkeit chon sehr nach kem Geschöpf, oas emen seinen wt ' lrtllrtlMTITlTne" I... . w I. ri v -t f-jt C.1V!.
-i" ' leid geworden war. maazke ich Sie bnl scnmaa oenji uno einen i.oicycn ylll oiz kickt. ZU bekannten Dennoch zSgerteHeinrich. Ein schwan. deckuna. dak ich Gesellschaft bekommen MauS widerstehen kann ; auf geräu-
gewicht wieder, zu erlangen suchte, . sirl ihr Blick hinunter in die Tiefe und sie schauerte zusammen. Sie preßte 'ihre Livven fest Zusammen, und machte eine
letzte übermenschliche Anstrengung, um die Balance zurück zu erobern. Indem sie jetzt ihren linken Arm erhob, glückte eö ihr, und sie stano wieder fest auf ihren Füßen. Beide konnten ihren Marsch jetzt fort setzen. Heinrich hatte, ohne selbst aus dem Gleichgewicht zu kommen, sich nicht umwenden können, er wußte gar nicht. wie nahe die Gefahr des Hinabsturzes sür das Mädchen gewesen war. Nur recht fest sagte Heinrich halb, laut, als sürckte er. durch lautes Sprechen eine Erschütterung der Brücke her beizufügen. Die beiden Wanderer sollten eine Er schütteruna aain anderer Art erleben. jenseits der Brücke machte die Bahn eine Wenduna um eine breite Anhöhe, welche den Schall ankommender Züge aussing, 'JJCil einem yjcaie OCDie oer geiamnuc Schienenapparat unter ihren Füßen.und in der stillen Lust vernahmen sie ein dumpfes Brausen. Beide standen wie cm'. cm r I auf gemeinschaftlichen Impuls still, dr Schlag ihrer Öenen schien aussetzen zu wollen, dann aber vervielfältigte es seine Thätigkeit vor ihnen zeigten sich in nickt weiter (f niUrmmn die Lickter einer Lokomotive, und sie befanden sich 7 ri w-mww-m-m . - I kaum in der Mitte der Brücke.
tzz roar weder ein Ausweichen noch s allen Seisterte Marie zit ternd, wir werden hier sterben müssen. w mein armer, outer Vater .Helf uns Gott !" sagte Heinrich, todtenbleich geradeaus nach dem sich nähernt. . - r . . . . , je oen uae leoeno. -oaiie ica nur einen i . c m.i... - I Strick, dann vielleicht wäre Rettung möglich." Ich habe eine Wäschleine im Reise sack erwiderte rasch das Madchen. Geschwind geben Sie sie her." So schnell es stck in dieser unsicheren Position thun ließ, langte Marie die Q.!h f.. .... k s Sa ! I UvlUUS. JvlItlllU lUlUltU VUS fcliiw Ende derselben fest um Mariens Brust i V OYlf... V . T . C. . r. X .. C I UniCi ÖCU atUCin, üunn lUß et IU uu i c r n ' - v:. et I ein Knie nieder und befestigte die Leine um einen der aus den Lanabalken liegenden hölzernen Träger. Da donnerte bereits der Zug heran und die Damvsvseike IM ibren durch, dringenden Ton hören. Die Brücke wurde in einer Weise erschüttert, als ob sie in Trümmer eben sollte. Dampf, Donner, Rauch und Feuer ! Q Himmel !" ächite Marie. - Im nächstenMoment hing sie zwischen öimmel und Erde. Ihr Herz drohte zu ersticken. Wie betäubt schloß sie die Au CY?)!. &lX..f C 1 Z kl. V! Wf .. I gen. Ueber sie hinweg zogen wie ein rollendes Gewitter in langen schwarzen Schatten des Trains. m i im - . r -ViOrilDCr I" OOflC UC kiNL eiMUllli wr r I . mm i stenoe stimme rusen. Gott ei Dank, daß wir noch leben, Maria !" Sie blickte emvor über ihr bina. : . 11 ji. . i mit den bänden an die Leine aeklammert, Heinrich, der sich jktzt mit Anv r p , . r jt ipannuna aller jcrair ziemnaz raicq mit . . . . . . 1 Tv . ' ' v . er. . w C V r (VYt L oer yinaus cywang uno oann oas wao fotn nnnam naAiOsl. M t 5 !fe der 7 di 7j-o- ' . ? t V. . o CtX eine gelang lancn nun vu öcuttstreiten bksier als varber. Weniae Mi. 11 - 7 - - ii - 7 . . : " nuten später hatten sie die verhängn, D0UC JÖtuae Vxmz MUllt IIUIC aus die Kniee und dankte Gott sür die . nrt i r r mn n " i . Weitung öeiDct Mlk Tyranen, Uno eye .t .. .. ' . Ue sich's versah, lag Heinrich betend ne- ... , T r . r. i . t.?v ven lyr. ann laRie er lyrr oeioen Hände, blickte sie inniq an und ihre Llp' pen berührten sich. Sie hatten sich im . . . . Augenblicke der größten Gefahr sür ewig gefunden. Be de tttt ckten dann wohlbehalten mt der Eisenbahn Dijon und von da setzten sie ihre Reise nach der Schweizer, r w p i. ? , grenze ,ori. 'carle sano ryren aiien I m ' , i. rn- .v. V ... . Maier inu oeni ooe ngeno, er leoie I t r x. it r.i moeß noaj lange flenug, um iyt icincn Seaen ertbeilen ,u können. Heinrich verweilte still in den roman. tischen Schweizerbergen und sah Maria öfters. Nachdem aber der Vater bestat ... . ? i. ... i . ler mar. oa iaaie er iur zari. er moue ior Beschützer sür alle Zukunft werden, und i rr . ? i : . r . a . . ff . ii u lie ttynie 0ik,es yerzttuie nrlvirzrn nicyl ad. Einige Monate spater ward M . srt i !. Jt f.? aria Balancirmarsch über dieEisenbahndrücke I ' iU veraleicken. I ti- ö j MauS und Familie
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hatte. Eine MauS war bei mir einge- cherten Aal.- Diesen verschaffte ich mir zogen. Eine MauS, sage ich, obgleich es und armirte damit die Falle. Das gewahrscheinlich ist. dan eS von vornherein schab am Vormittag, und amAbend fand
tSr amet waren, die einander sebr abn. I " --!- 7 I TiA k IT .". C IC... OmiK.II .u ! JC eine ausaina. die andere zu Hause blieb Aus diesem Grunde bekam ich immer nur eine zu sehen. Und so werde ich denn vorläufig, bis daß die ganze Wahrheit an den Tag kommt, immer nur von einer im - . c uj;au5 reoen. Als ich zum erstenmal sie bemerkte, lugte sie unter dem großen Büchergestell hervor und sah mir gerade in's Gesicht. Dabei machte ich die Bemerkung, daß Mäuse, ganz von vzrn gesehen, sich sehr spaßhaft ausnehmen. Sonst sieht man sie gewöhnlich von derSeite, und so pfle gen sie auch abgebildet zu werden. Ich glaube, nur der Strohwittwcr in seiner einsamen Wohnung und der Gefangene bekommt die Maus von vorne zu sehen, Als ich die Maus unter demBüchergc stell httvorlugen sah, überkam mich eine sehr große Freude. Hier, sagte ich mir, ist ein lebendes Wesen, daß dir Gesellschaft leisten will, das seine Freundschaft dir anbietet. Topp ! ich nehme sie an. So rief ich und schloß mit der Maus einen Vertrag des Inhalts, daß ich sechs Wochen lang sie zu ernähren auf mich nahm, sie dagegen sich verpflichtete, wäh rend Dieser Zeit den Inventar meiner Wohnung und ganz besonders meinen Büchern keinerlei Schaden zuzufügen.
Das wurde durch schweigende, Zustimmung von beiden Seiten abgemacht, Um diese Zeit, das wiederhole ich, hielt ich die MauS noch für einfach. Zweien
gegenüber wäre ich auch damals schon mißtrauisch gewesen, So verkehrten wir denn wochenlang miteinander friedlich und harmlos, und ich hatte viele Freude an diesem Verkehr, Sie mußte vorlieb nehmen mit dem, was die Kelle klcckte, und in einem Strohwittwerhauöhalt, wo weder gesotten noch georaien roiro, ueai oie eue veiannilicn nur w'Nlg. Meine (veseuschasterin zeigte aber eine rührendeAnspruchslosigkeit und war zufrieden mit dem, was ich ihr spen dete. Des Morgens bekam sieBrod und Zucker, Abend ein Stückchen Wurst oder Kase, dazu Milch oder Wasser m einem Vchalchen, des Sonntags unSchluckchen Wein. Als ich an meinem Geburtstag. der in diese Zeit fiel, Schürzkuchen ae schickt erhielt, wurde ihr von demselben reichlich mitgetheilt. Aus Dank für die osiyiuH ivus ymic ic um inciju danken ? übernahm sie freiwillig die Aussicht über meine Wohnung. Sie in spizirte unablässig alle Räume derselben; cr,rf, - .' . o t -. . . c:. : ... sie kam sogar, was ich nicht einmal sür sehr nothwendig hielt, des Nachts, um nachzusehen, wo ich eigentlich schliefe und ob mir auch gut gebettet sei. Sie war auKerordentliÄ aufmerksam. Nalh mnt l " " I " " den wir miteinander sehr vertraut. Am Tage holte sie sich ohne. Scheu vor mei nen Augen ihre Mahlzeit, und wenn wir m der Nacht uns irgendwo trafen, er schrak keines von uns beiden vor dem anderen. So dauerte dieses anaenebme Verhältniß mehrere Woch:n, bis es plötz lich einen Riß erhielt. An einem schönen Tage stand ich beim Fenster an meinem Sekretär und schrieb, .(0 IX. C . S. T. V Tj V ! u u . U! iw utuiciiic, ums un ucr vaaiunic nc den mir sich etwas emporarbeitete. Na türlich die MauS, sagte ich zu mir und warf einen flüchtigen Blick zur Seite, Dieser flüchtige Blick entdeckte mir, daß es allerdings eine Maus war, die an der Gardine emporkletterte, aber nicht die f! jC 1. o . . ! i -1 m - mir wohlbekannte, sondern eine sehr viel istitn fTT?irt nnrhUer sittSnnf mnr v.ii iiuufttt XZs vumv MUk . deine Stubengenossin hat Familie. So mam X A.AnQlCtiilt!iH vu uuym iuuyutuuioi'f(luuu Ul( nT.t..:ii.:uu..a , .. v i. neS Arbeitszimmers vor, und bemerkte, daß in der Nähe des Büchergestellsein paar kleine Papierschnitzel lagen. Einer derselben zeigte in Druck das Bruchstück eines Wortes, bei dem dasFehlende leicht zu ergänzen war. Dieses Wort konnte aber nur aus einem größerenWerke stammen. das ich vor kurzem erst antiquarisch zu hohem Preise erworben hatte. Has Ng kramte ich das unterste Brett des Bü chergestells ab. Da rieselten mir unzählige Schnitzel entgegen, und zugleich lhnAin (i'lnt Atla f is Q (TOXttC Ifluwtjiii uii W(i tuy& luiiyw UtUUt über meine Hände davon. Ich fand sodann, daß von dem Werk, das ich aus dem einen Bruchstück schon bestimmt hatte, mehrere Bände in sehr veoauernsweriyer wtt an- und au t. . w w auSge fressen waren. Mit einem Wort : es war zerstört worden und werthlos. Zwei A.ui.t x ...x i... i ' schlimme Entdeckungen auf einmal hatte ich gemacht: erstens, daß ich es nicht mehr I Zx !MfMA OsO.9 s M V M mm!4 . w m . . , . I . I . . . CTTl . . . DL I s ! . ... t .11.. nrn n ciuaciuc avmus, uuuu uui I v - r i . r . . einer ganzen mauaiamme zu laun qaii Nveitens. da der Vertrag, den ich mit rf-t t vr o r Vt r I w hvhAiihl ntiiiv VC vt tii AAlnlAI um wuuy un uumuit ujiu sen hatte, von Mausseite nicht aehalten i . . . worden war. Jü) lyak, was ich meiner i km r: j. i. I , : . n . it . if ANjiiUl nall) m cieiem aue zu lyun ge zwunaen war : ich kauste eine Falle, verr r. -t i. -i . r . c say lie Mil scooer uno Iieule ne IN oer 'aye oe Vuqe:voroes aus. n oie er I CV . ff . C !X : .. V. 1 . 1 t O 15. IX tfaue nna ioj in ven juni aaen laauco I Am - 4T . zwei lteine 'cau,e, im ganzen zeyn. jo es wirklich Zkhnlmge wattN, odtt ob zu dieser Zahl vielleicht em paar Mauskln. Der aus 0 achvar,cyall geyoklen, OIC bei Gelegenheit emes häuslichen Festes aus Schürzkuchen eingeladen waren, will ich dahingestellt sein lassen. Es waren ? a-t.1 x. t ! je i. k .r.ii re zenoe yierqen, nou, mi ,v 8iau, I . . V. '.' f l . CWX f!v r . V . wie es oie aiieren iause nno, ,onoeru I t : .. v (AMl... ganz lauyuuug uuu um u,iucu uyiüui ,en Auaen. die mich vorwurfsvoll ansa hen. Als ich die beiden eisten gefangen hatte, erlebte ich eine Szene, die mich fast bewog, die beiden Klappen derFalle wie e X fT . t.. VI oer auiumamcn. Äenn nun iaui vit alte Maus hervor, sah sich die Sache an i . am m a i i n n vt unv svn.vi.. wiiw .mmer wieder kam sie und ging und kam. Wenn sie dann ganz verzweifelt unter Nachdem ich die zehn Kleinen gefangen hatte, vergingen mehrere Tage, und ich sing nichts. Die Kleinen aber hatte ich aesangen mit gewöhnlicher Semmel. Da sing ich an darüber nachzudenken, womit ' , .. . - et... r! .ti'. v t x.f . ick) in der ftalle Zwei alle MSuse, beide I ' '-' v . - I mam kiltk,, Afflmml ter und Vater. Noch aber ahnte ich nicht, welch' ein Verderben von mir an gerichtet worden war, ich wußte nicht, daß eine zweite Brüt, aus sieben ganz kleinen Mäusen bestehend, in der großen Schublade'meines Schreibsekretärs ver gebens auf die Rückkehr der Mutter wartete. Nzch vier Tagen erst fand ich sie, als ich etwas suchte, in dieser Schublade alle sieben todt vor. Sie waren, da die Mutter nicht zurückkehrte, und da sie noch . r . SXi , yillsios nrnen, verhungert. Zyre 'luitcr hatte ihnen ein hübsches Nest gemacht aus Papierschniheln, welche sie ausBriesen und Manuskripten ausgeschnitten hatte. Unter anderem hatte sie von einem längercnGcdichte, daß von mir mitMühe ungeserligt worden war, sämmtlicheEnd reime abgebissen. Der Schade war ja selbstverständlich ein großer. So oft ich aber auch mir das wiederholte, ganz wohl war mir bei der ganzen Sache doch nicht ; immer wieder beschlich dzs Gesühl mich, als wäre nicht mir von den Mäusen unrecht geschehen, sondern als hätte ich ihr Vertrauen getäuscht. Und welches war denn ihrSchicksal? Ich schenkte sie der Frau, die des Morgens kam, um mein Bett zu machen und mir Wasier zu holen. Nie habe ich
sie gefragt, was sie mieden Mäusen an. fing und werde sie nie danach fragen, Ich fürchte, sie ist nicht sehr glimpflich mit
iynen umgegangen. Doch was sollte ich thun in dieserLage? Wenn- ich sie ruhig gewähren ließ, so hatte ich, wie ich mir berechnete, nach ei nem Jahr eine Heerdevon 3 4000Mäu sen zu hüten. Ich müßte dann taglich zu ihrer Ernährung mehrere Speckseiten kaufen und unterste vertheilen. Das aber kann von mir, der ich selber Fami lienvater bin, unmöglich verlangt wer den. I. Trojan. Singende Flammen. cz mu ,.t,x ss... m..s WUJUIVK JIUII UHU IVUUVIIUU VIIVV. DieDämmerung hat es eilig, sie umfängt die Leute auf den Straßen mit ihren verhüllenden Schleiern, klimmt die Mauern der Häuser hinan, lugt durch die Fenster und hastet immer höher empor und immer höher, bis endlich der letzte lichte Schimmer gefangen in ihren dunklenArmen ruht . Immer, düsterer wird die Stube, und selbst das Feuer im Kamin droht zu verlöschen, als ob es die leuchtendenFahnen senken wollte vor dem heiligenRechte der Nacht, die siegreich ihren Einzug hält. Nasch neue Nahrung dazu gethan, damit die Lohe wieder anspras ele ; hier liegen die klobigen . Scheite, eins, zwei, drei, vier.... so! Nun wird eS wieder be haglich, und um so behaglicher, je mehr das Holz knirscht und knattert, bis die Flammen zu singen beginnen und man heraushören kann, was die brennenden Scheite erzählen. Horchen wir mal !. . Ich stamme pustet der eme Scheit, in sich zusammensinkend, ich stamme von einer Pappel. Die stand mit vielen. n;,s,n tnfm nn in nnttrk und Haute gelangweilt, wie alle ande. ren. die lange weiße Zeile hinunter, an hrn trtis fi trf)n nis ih tiA Vtt vit iivv 13 iiuiiti, m? w 1 1 viv iiy i ten Bäume die Sände reichen und den me die Hände reichen und den rsperren wollten. Unaufhörlich chbepackte Wagen vorüber, und en wankte bettändia unter der Weg ver zogen ho htr Nnk?n innkte fipftfinhin unter hrr sck.w,n Pnrt ,l,'.n,n Y?,n, nh Zweige schwankten auf und nieder.und der dichte Staub, der auf den verkümerteü Blättern lag, wirbelte fortwährend zur ftftfi nnh in hi frt hn& , hnn ferne aussah, als ob die ganze Gegend in wehende, weiße Schleier gehüllt wäre, Etwas nach links hinunter zwang der trotzig vorspringende Fuß eines Berges h'xt 6trn&t an pn,r ftslrfcn Wnitti daß sie kaum einen Büchsenschuß hinter uns wieder voröberzog. Dort lag ein Wirthshaus die Naststation allerPas. kanten. Der Wirtb. ein aroker. starke Mann, batte das GebSkt ertt vor ,ei ?labren mit einem rbtbeil sein,? ärn nnn,Uu1t imh f wirf M&nlM 2 mit n 1 V f ermüdlichem leiß. Dabei sang und trank er mit semenGätten. denKutsckern. spielte und fluchte mit ihnen und warf auch bier und da l manchen s.Zn,r Knd, zur Thür hinaus, wenn der Lärm zu arg . 90 wurde ; denn er war jähzornig und ein Riese an Kraft. Nichtsdestoweniger florirte sein Geschäft. Da, eines Tages, geschah etwas Seltsames. Eigenthümiiche Leute erschienen und machten sich in sonderbarer Weise aus der Landstraße nh nnihtm nfcstMn inrn mirih&hnni, v Ml o O whhi zu schassen ; hohe Stangen wurden in bn rnrthn rt0flrff s :-s ,:. weißen Kreuzen bezeichnet, als Merkmal y ' . -wwv jjv... v.. ... kommender Bernichtung. Eine Eisen bahn wurde tracirt und quer über die Landstraße und mitten durch das Ein. kehrhaus sollte ihr Weg ziehen. Kut scher und Wirth horten nun gar nicht mehr zu fluchen aus. Der Letztere be. sonders. Er schäumte vor Wuth. Er sah sich ruinirt und wollte sich auch Nicht von Grund und Boden veriaaen lasse, Vergebens ! Er wurde expropriirt. Am Abend, nachdem er den betreffenden Be scheid erhalten, rannte er wie wahnsinnig auf der Straße herum. Da, just unter den weißmarkirten Pappeln, begegnete er jenem Ingenieur, dem er alle Schuld an feinem Unglücke zuschrieb. Zuerst bat und beschwor er denselben, den Plan zu ändern, dann drohte und fluchte er und zum Schlüsse beschimpste er den Mann . der Wlssenscha t m einer Weise, daß die t ... r Y. f ... f " r ser sich Hinreisen ließ, ihm zuzurusen : Sie sind ein Narr !" Einen Augenblick später lag der Techniker blutend im Straßengraben, derWirth entfloh. Tags darauf wurden die Bäume, welche die That gesehen, gesällt, der Bau begann. Heute sitzt der zähzornige Niese imKerker, aber wenn er wieder herauskommt. wird er den Angefallenen fußfällig um Verzeihung bitten, denn schöner als fru her steht sein Wirthshaus hart am Sta tlonsgebaude der neuen Bahn und blüht und gedeiht unter dem klugen Szepter semer ruhrlgenFrau. Er war einNarr!" Und es beginnt ein zweiter Scheit zu er zayien : cn vm oer ueverrejl einer Tanne. Hoch oben stand sie im Gebirge, aufragend zumHimmel als ob sie mit 0 S f M. ihren grünen Armen d'e Sonne umfas sen wollte. In ihrem Schatten war es gar still und lauschig und da stand ein kleinere?, rohgezimmertesBänk chen, auf dem gar Mancher rastete, der Fl . .?V. ri! Ort 5 r 1 Nll) muoe gettiegen. AM yauslguen aver fand sich hier ein junges Paar, scheu wie die Nehe und verstohlen wie die Sünde: Vielleicht war es auch sündhaft, daß sie sich liebten. Sie, die Marie, die Tochter des stahlharten, stolzen Försters, dem ein Fürst gerade, gut genug schien sein schönes Kind zu freien, er, der Sepp, ein Bursche aus dem Dorfe unten, schlank und stark, lustig und vermögen, aber . arm. Nun, die Armuth ist ein schlechter Freiwerber. Das Herz der Kinder sagt Ja, und der Kopf der Eltern "Nein ! So war eö auch hier. . .... Und so saß das Pas? an einem milden Sommerabende wieder aus dem Bänkchen, Hand inHand und die Augen fragend und verlangend zum Himmel gerichtet. Da stieg es dem Skpp plötzlich so siedia heiß zu dem Her zen empor und es schien ihm auf einmal, als ob Nichts seinem trockensn Munde Erquickung bieten könne, als ein Kuß von Marien's frischen Lippen. Er bat und bcttclte, sie zierte und sträubte sich, und just, als sie das Köpfchen schelmisch zu rückbog, donnert ein Schuß durch den stille n Abend und schreckt die Liebenden auseinander. Sepp's Flinte war zu Boden gefallen. und hatte sich entladen, Im selben Augenblick erschien der Förster am Waldrand. Marie duckte sich in
den Schatte der Tannen, Sepp aber raffte sein Gewehr empor und suchte in'S nabeGehölz zu flüchten. Troß des dun
KinDen Avenos ao iyn oas lajaife uge deS alten WaidmannS. .Steh'!- rief er dem Flüchtenden nach. Der kehrte sich nicht daran. .Steh',Wilddieb, oder ich schieß' !' Der Bursche war knapp am Saume deö Waldes, noch einen Sprung und er ist geborgen, da dröhnt abermals ein Schuß. Der saß! Sepp überschlug sich, wie der Hirsch, der aus's Blatt getroffen. Zu Ende waren Leben und . Liebe Der Forster mußte die Tannen fällen laffen, denn die Marie saß Stund' um Stund' auf dem Bänk chen darunter und fragte ieden Vorüber ziehenden, ob denn der Sepp noch nicht käme. Sie ist krank, sehr krank M, , . ... . . v ... f- l . ch.za", wijpert txn dritter Scheit, lch , weiv auch etwas von der Liebe zu erzählen. Mich hat sie das Leben ge kostet. Staunt nur Nicht und hört mich n : Denkt euch mich als großen, schatUger ljöaum meinem arten mitten in der Stadt. Eine grüne Insel ernen Hauscrmeer. Der Garten ist sehr lang, aber schmal, und ich stehe zwischen den Bteitleiten zweier 5auscr die den grünen Raum begrenzen und sich mit lhrcn Femtern gegenseitig begaffen. Und diesen Fenstern thun dies auch die Menschen. LmkZ hmter den blanken w u,i Kopf emes iungen, blühenden Madchens, ihr gegenüber aber die spärlichen Haare eines kleinen immer lu naen uno immer zappligen Junggesellen, des Hausherrn und Gartenbesitzers, der sich an seinen Blumen und Sträuchern nicht satt sehen konnte. Lange wußten die beiden Men. schen nichts von einander. Da brauste eines Tages ein schreckhafter Sturm über die Stadt, bog meine Wipfel fast 1 rr t. i i, w n . w zur roe uno zau ue meine mut oaio ach rechts, bald nach links, als ob er nicht wute, wohin er ste entfuhren solle. Bei dufu Gelegenheit erblickte der yausyerr uno ungge,eue mn wonc Gegenüber, dessen Anblick ich ihm bisher entzogen hatte. Welch' einen Ruck es lhm da gab ! Er setzte zuerst seme Brille r v . , rm Hausherr und Junggeselle sem schönes zurecht, holte dann sein Opernglas, öff ete sogar das Fenster und hörte mcht auf, mitten im Sturmgebräu? zu gucken und zu gucken. Zum Unglück legte sich der Wind und meine wieder ruhig ge. wordenen Blätter und Zweige versperr, ten leden wetteren Ausblick. Desto un. ruhiger wurde der Beobachter. Er ronnte ln den Garten hinab und spähte und lllgtk. UNd glNg ÜM andern Tag kaum mehr in sem Zimmer und trieb sich dann so lange unter jenen interenanten Jen. stern herum, bis er narrisch verliebt war. Da, er war schon bkiM Grüßen und Guten Morgen sagen angelangt da sieht er einige Male emiii hübschen O Mtt neben seiner Holden am Fenster. -m y H?, nun war euer am Dach. Seme gesunden, rothen Wangen wurden ganz blaß und sem fröhliches Lachein ver. schwand. Er litt Höllenqualen. Vom Garten aus konnte er die Liebste nicht I V . . C a X. t A &a u A Aa&F.&AI.A. II k a oeooaluienqnr uizu,auk, vom jn. ster aus sah er sie nicht, denn Sturme, die dies ermöglichten, konnte er sich ja nicht bestellen und o zauste er denn zor. ?g, aber doch behutsam an semen sparllchen Haaren und sann und grübelte. und emes Tages lieh er den herrlichen -w p v t m Baum zu Boden schlagen. Der Bar. bar! Er hatte sich's enparen können. . n. C L t ' , . "uwier ju P in magcr, uno I iM a m r A (I Ah4 rlllMAff " Sres Bäumchen, das die Zunge rau oft sinnend betrachtet Der Hausherr aber 'st wieder froh und munter und hat ein gut Theil des gefällten Holzes auf, hoben-zu emer Wiege. Ach, ich bm mcht darunter !...... Die Flammen leuchten und lodern und heben und senken sich : es singt und ii k M.o i. .. -r; . 1 1 .x lllllgt, C! 1IUCII UHU tilUllClt, üllUU lene Zeiten, verklungene Töne werden wieder wach, und ich sitze da und horche, was sie mir erzählen. A. Just Abenteuerin der Badewanne. In einem bürgerlich - gemüthlichen Kasseezirkel von Wiener Frauen wurde kürzlich bei der unvermeidlichen Unter Haltung über Dienstboten folgende heitere Geschichte zum Besten gegeben, die in der Donaustadt unlängst gespielt : Frau K., eine ehrbare Wittwe, war die Gute selbst gegen ihre Dienstboten. Sie hielt gar streng auf häusliche Zucht und Sitte, und dies allein war es, was ihrer Köchin manche trübe Stunde bereitete, Denn ach ! die Köchin liebte so treu und innig Einen von der Artillerie, und sie konnte ihn nur an solchen Abenden bei sich empfangen, wenn die .Gnädige" im Theater war.- Und emes Abends war Frau K. wieder im Burgtheater. Hon ziczek von der Artillerie durfte also an der Seite seines Liebchens m der Küche weilen, und er war noch dort, als drau ßen plötzlich geläutet wurde. Die Köchin eilte zur Eingangslhür. kehrte jedoch gleich wieder bleich zurück. Draußen stand die .Gnädige mit der Kammer srau. Wenn es ihr einfiel, durch die Küche zu gehen!" Voll Angst suchte die Köchin nach einem Versteck; da siel ihr on c v p-i , Bila aus oie in oer ucoe neyenoe, iieis mit einem Leintuch bedeckte Badewanne, In diese, mußte rasch der Artillerist. Toni, die Köchin, breitete über die Wanne wieder das Leintuch, und nun erst lief sie hinaus, um die Wartenden einzulassen. Der .Gnädigen" war im Theater plötzlich unwohl geworden, und' dies erklärte die so frühzeitige Ruckkehr, Toni mußte jetzt schleunigst zum Haus arzt, man lietz ihr kaum so viel Zeit, ein Tuch umzuhängen. In ihrer Abmesenheit erschien die Kammerfrau in der Küche und traf Anstalten zu einem Bade, das Frau K. allabendlich vor dem Schlasenqehen nahm, Nichts Arges ahnend, schraubte sie an je eine? Längenseite einen Schlauch an, befestigte einen davon an der Wasserleitung, den andern an einen, in der Heizund Kochvorrichtung eingefügten, mit heißem Wasser gefüllten Kessel, und als dies geschehen warössnete sie die Hähne an denSch!äuchen,und in diesem Augenblick schoß auch schon auf den in der Wanne befindlichen Artilleristen von rechts ein armdicker, kalter Wasserstrahl und von links ein brühend heißer. Wie ein Federball schnellte der Artillerist in die Höhe, fluchend sprangt er aus der Badewanne vor die entsetzt ausschreiende
Kammerfrau. Binnen venigen Augen-j blicken war daS ganze Haus alarmirt.
Die Toni kam und konnte gleich viederj gehen, denn nicht eine Stunde länger! wollte sie die strenge Gnädige im Dienst behalten. Der Laubfrosch im Glase. Naturgkschichtliche Vetrachtung von L. Tl&u. Der Laubfrosch gilt beim Volke als ein guter Wetterpiopbet,.weil man ihm zu traut, daß er durch, sem Gebühren Wlt terungSveränderungen anzeige. Er wird L mT . tX W oayer aucy vlswelien in einem viajc ge halten. Den Bod!en deö GlaseS belegt man mit frischem 'Moose, füllt es zum ne. cm . n tt . -tqeu inu iiiQner und uiii eme weiter hinein, welche dem Laubfrösche zum Auf . v cw t ri . r ir. unonoukigen oieni. tote muv ooeruoer die Oberfläche desWasierS herrvorragen, jedoch nur so weit, daß der Frosch noch Raum zum Sitzen und Springen behält. Badet er sich im Wasser des Glases oder zeigt er sich unruhig, so soll eS regnen; bleibt er im Wasser, so erwartet man an haltendes Regenwetter ; hangt er sich da gegen an die Wände des Glase?, dann hofft man auf heiteres Welter. Die Weibchen schreien gar nicht, und die Männchen bekommen ihre Stimme erst nach dreiJahren.Um diese zumSchreien zu veran'.aslen, wenn auch kein Regen bevorsteht, darf man nurTöne hervorbrin gen, die den ihrigen ähnlich sind, indem man mit einer, stumpfen Feile an einem Messerrücken oder auf einem Teller von Steingut einige Male streicht. Sehr ge nau kennt der Laubfrosch die Hand, wel che ihm dieNahrung bringt. Wenn man eine Fliege sängt, dann sieht er gar auf merksam mit seinen hübschen, hellen Au gen zu ; er weiß ja, daß sie für ihn sein soll. Naht man sich dem Glase, so ge räth er in freudige Unruhe, kehrt sich schnell um, richtet seinen Blick auf die Oesfnung am Deckel, durch welche man ihm die Fliege reicht, und läßt die Beute nicht aus den Augen; ost holt er sie so gar zwischen den Fingern hervor. Wenn man ihm zwei oder drei große Schmeiß fliegen ins GlaS wirst, so hat er große Mühe, sie zu erHaschen, weil sie unbändig in dem engen Raume umhersummen. Hat er endlich nach vielen vergeblichen Sprüngen eme gefangen, so wird eS ihm noch schw:.', sie hinunterzuwürgen, eil sich die gn ßeFliege mit allerKraft sträubt, in seinen Zchlund zu fahren. Wenn die Fliege, d -. man ihm in dasGlas geworfen hat, siii gar nicht bewegt, so sitzt e? auch still ; setzt sie dagegen auch nur ei nen Fuß vorwärts und fängt an, ihr Köpfchen zu putzen, dann springt er plötz lich hinzu und schnappt sie weg. Spa ziert dieFliege überfeinen Leib, so sitzt er so lange still, bis sie ihm vsr'S Maul kommt. Man wirft ihm ost Mücken und Spinnen in sein Glc.s, die er sich eben falls wohlschmecken läßt. Todte Insel ten dagegen rührt er nicht an ; auch wenn er mehrere Tage gesastet hat. Hält man ihm ein schwärzliches Stück Fleisch, eine Heidelbeere oder emen Bissen von einer Pflaume hin, so langt er östers zu, und zwar in der Meinung, daß eS Fliegen seien. Uebrigens kann er auch' Wochen, ja Monate lang ohne Nahrung aushal ten. Obgleich er in diesFasienzeit sehr abmagert, so ist doch keine Entkräftung und Entmuthigung bei ihm zu spüren, wenn ihm eineFliege nahe kommt. Auch zwei Laubfrösche leben in einem Glase I gtVKW UUVIIUII erträglich zuf . . ' 17 . 1 ammen ; nur dann, wenn man eine Fliege sür sie hineinwirft, ae rathen sie in Harnisch : jeder will sie ver zehren, und es kommt dann wohl dahin, daß sie mit ihren dicken Zungen derb auf einander losfahren. D i e Katze in derMode. Die Mode bereitet uns neue Ueber raschungen vor.' Nachdem daS so nütz liche, aber . wenig .ästhetische Schwein lange genug die Ehre genossen hat, an Halsspangen, Armbändern und anderen Schmucksachen zu prangen, hat man eS nacheinander mit verschiedenen fremd ländifchen Thieren versucht. Ebenso haben die ausländischen Vögel schnell den einheimischen auf den Damenhüten Platz gemacht. Die sansten Tauben, welche als die Verkörperung der R.inheit und trauten Freundschaft galten, dürften aber ihrenPlatz nicht mehr lange behaupten. Den Vogel frißt die Katze, diese alte Erfahrung soll sich von Neuem bewähren. . In Paris wird nun die Katze auf den Schild gehoben. Sie tx scheint in ächtem und unächtem Metall in den eigentlichen Schmuckjachen, u. in natura auf dem Hute. Alle Pariser Modistinnen züchten, seit Monaten mas senhast junge Katzen, maS bei der kanin chenhaften Fruchtbarkeit dieses Geschlech teö nicht schwer fallen kann. Alt brauch:n die Tbierchen dabei nicht zu werden, denn es sollen vorerst nur .Kätzchen" auf den Damenhüten zur Schau getragen werden. In gar manchen Fällen werden der Kopf und 'die Vorderpfoten ge nügen, um die Katzenhaftigkeit der Hut zier zu bestätigen. Die Mode wird sür Neujahr vom Stapel gelassen. Da wir keinen rechten Winter haben, genügt ja ein Katzenpelz aus dem Hute, um anzuzeigen, daß wir in Winterzeit leben. Den Vortheil wird die neu' Mode je densallS haben, daß die Nachstellungen gegen Tauben und Singvögel aushören. die Katze dagegen, deren einzige Verwen dung bis jetzt der.Mänsekrieg war. erhält nun noch eine wirtliche geschäftliche Bedeutung, sie erhält Bürgerrecht unter den nützlichen, zuchtlohnenden Thieren. Wenn die Damen schließlich alle Katzen bälge beanspruchen, ann.bleibcn immer noch die Mäuse übrig. .um nachher als Modethie? nützlich zu werden. Form'ali tä'ten. Nachdem der Polenköniz Soöiesly am 12. Sept. 16S3 die Türken genöthigt hatte, die Belagerung Wiens aufzugeben, ließ der Kaiser ihm sagen, es verlange ihn sehnlichst, den Helden zu umarmen. 2en Hofleuten indeß verursachte die Etikette großes Bedenken, denn Sobiköly war nicht geborener Monarch, sondern nur Wahlkönig, und wie der Kaiser einen solchen zu 'empfangen habe, darüber zer brachen sich die Schranken die Köpfe und stritten her und hin, bis dc? Herzog von Lothringen dzzwischensuhr, dessen groe Seele alle kleinen und elenden Formali täten verachtete, und daS entscheidende Wort sprach : Mit offenen Armen ist zu empfangen, wer daS ?ieich gerettet hat !" Und so geschah's.
