Indiana Tribüne, Volume 6, Number 107, Indianapolis, Marion County, 5 January 1883 — Page 2

Zndmna Vribüue.

IÄKlichk' und SiautagsaszoS-. "Offfc: Del,?wrc5tr. Sunapeliv, Ind., 5. Januar 18::; rzT-r-p-Tlässindnng eines Crbkn. Vor länger als hundert Jahren be trieben zwei prüder in London ge uin schaftlich ein kausmännifchcs Geschäft. Dieselben verehrten in solcher Eir . rächt mit einender, daß sie von den üb rigen Geschäftsleuten der Nachbarschaft nicht anders als Castor und Pollux gekannt urden. Trotz ihrer Intelligenz und Solidität kamen sie im Geschäft: nur langsam vorwärts. Ihre Freundschaft wurde plötzlich dadurch erschüttert, daß sich Beide in eine deutsche Lehrern, derliebten. 5)ie Dame gab dem jül zercn Bruder den Verzug, beide sepacirten sich und d:r jüngere Bruder heirathete und ging mit seiner Frau und dem f leinen Capitale, das er auö dem gemein schaftlichen Geschäfte herausbekommen hatte, nack New ZZork. Der Äklterc setzte daS Geschäft in London allein fort. wurde em reicher Mann, heuathete noch in vorgerückl.i Alter und starb, nachdem sein einziger Sohn die Mündigkeit erreicht hatte. In feinen letzten Jahren hatte ihn eine immer stärker werdende Sehnsucht nach seinen Bruder ergriffen, er ließ in den Ver. Staaten die umsas sendsten Nachforschungen nach ihm oder seinen Erben anstellen, dieselben blieben jedoch ohne Erfolg. Auf dem Todten belte nahm Edward Pierrepont dies ist der Name des älteren Bruders sei nem einzigen Sohn und Erben das Versprechen ab, die Nachforschungen nach seinem jüngeren Bruder oder dessen et waigen Kindern fortzusetzen und dsnsel bcn, salls sie in dürftigen Umständen leben sollten, die umfassendste "Hülse zu Theil werden zu lassen. Der Sohn hat da seinem Vater gegebene Versprechen treulich gehalten, hat selbst die Vcr. Staaten bereist, hier die tüchtigsten Detectives angestellt, jedoch so wenig etwas ermittelt,-wie sein Vater. Er starb Änfang vorige:: Jahres unverheiratet mit Hinterlassung von mehr als 100,000. Ueber s:in Vermögen hat er bestimmt, daß die Nachforschungen nach, seinem Onkel oder dessen Kindern, den einzigen durch das Gcsetz zu Erben s:ines NachlasseZ Berufenen, aufs eifrigste sortgesetzt werden sollen. Vor mehreren Wochen befand sich Detectiv Boland von New '))?rk in Gefchästen in London und machte bei einem ihm befreundeten Anwalt zufällig die Bekanntschaft derjenigen Sachwalter?, welcher von. der Nachlabehörde mit der Ermittelung des Pierrepont jun. oder seiner Kinder beauftragt ist. Beide Männer verständigten sich dahin, daß Boland einen neuen Versuch machen solle, dieselben ausjufinden; der ganze Anhalt, den der Detectiv in London erhalten konnte, bestand darin, dan Pierrepont jun. mit seiner Gattin 1783 oder 17S4 nach Amerika gekommen ist. Bo land studirle nun zunächst die ältesten Adreßbücher der großen Städte durch und fand nach langem Suchen in dem New Yorker Adreßbuche vom Jahre 1S05 den Namen, den er suchte. Der selbe kehrte bis zum Jahre 1S15 in jedem Adreßbuche wieder, war dann aber verschwunde::. Es gluckte dem Detectiv, weiter zu ermitteln, daß von den Per sonen, die 1817, in Pierrepont Nach barschast gewohnt'hatten, noch eine am Leben sei; diese erinnerte sich bergesuchten Familie, sowie des Umstandes, Laß dieselbe von New Pork nach dem damaligen Territorium Lomsiana gezogen sei. Nun ging es an die Durchsuchung dieses Staates, und vorige Woqe hat Boland den Enkel des jüngeren Pierrepont . als wohlhabenden Plantaqenbesitzer .unweit New Orleans aufgefunden. Dessen Vater hatte zwei Söhne hinterlassen, deren ältester jedoch vor einem Jahre kinderlos in Chicago verstorben ist. Jener Pflanzer ist daher der einzige Erbe des Pierrepontschen Nachlasses in London. Zilsölliz ist derselbe noch im Besitze der lWunde, laut deren sein Großvater vj s?ir. Großonkel im Jahre 1783 ihre bi- dahin bestandeneGeschästs Verbindung gelöst hüben. De? älteste Sohn des Erben wird, mit Vollmacht und sonstigen kl forderlichen Parieren versehen, demnächst nach London absei sen. ttttZiü!? Riimnur. Ueber ein von uns bereits bespreche nes Ereigniß", die Errichtung einer einzigen czcchischen Schule in dem durch und .- durch deutschen Wien, jimmert die dortige N. Fr. Presse": Die Rcg'.crung V'chat nunmehr die Errichtung einer czechiA schen Schule in Wien definitiv enehmigt, und damit eine Entscheidung gefällt, welch: di: weittragendsten Folgen nach sich Z'khci: ciiis. Vergebens war dieB!?rs!illdcs Ll'.ndcsschu!ra!beS,die , ernste Ma;;i:ung der von der Regierung ernannten c:.ilo:;; v:rzebeS war der Wunsch !c: ttemei:iverathes, der jähr- -' lich' Millionen Zur die Sch'll: opfert ; vergebens war die fast cinmüthige VerWährung der Wähler. Der Beschluß deö Baron izgnrad war nicht zu erschüttern, nd wie gering auch die Hoffnung auf eine Wendung war, so schwer ist es dennoch, die vollendete Thatsache mit GZeichmnth hinzunehmen. Wir dürfen die Motive nicht beleuchten, welche . dem Ministerium die Bewilligung einer cjechischen Plivalschnle in Wien a!s eine Nolhwendigkeit erscheinen ließen, aber die Eonsequenzen dieses Schriitez sind bereits heute klar genug. Der (ionflict, der eintreten mußte, ist bereits ausge brechen. Der Landesschulrath hat seine gesetzliche Znsmmensc!)nng verloren, er ist durch den Austritt der Repräsentan ten des Gmeinderathe und des Land .tages zu einer Rumpfkörperschaft geygrdm. ..Man kann m$t ohnr Beye?

gang die (rrflämric.eit lefnt, welche die I ausscheidenden Mitglieder abgegeben

haben. Männer, denen die SüY.iIe lein

Aaitaionmittel war. sondern deren in nerste Neigung sie zur Pflege und Ver bceitung des - Unterrichtes hinwies, die unter den wechselnden politischen Systemen in ungetrübter Harmonie mit aus ac,eichne;:n Beamten des Staates die Sorge aus sich luden, die richtige VerWendung der für die Schule gebrachten Opfer anzustreben, den Fortschritt der Jugend zu überwachen, ziehen s-rt und verzichten aus eine Sphäre ihrer öffentlichen Wirksamkeit, welche ihren edlen Neigungen am weisten entsprach ! 65 muß ihnen schwer geworden sein, sich loszureißen, die ruhige Wirksamkeit einer segensreichen Institution zu stören, aber sie konnten nicht ander. Jed: Thätigkeit muß aus unverrückbaren Principien beruhen, und wo diese vergebens um Geltung ringen, schasst die Arbeit nur verlorn Mühe. Die czechifche Schule ist das erste Symptom eins systematischen Feldzugcs, und wer jemals die Taktik dcobachtet hat, welche bei solchen Angriffen schon traditionell geworden ist, kann sich üder Ziel und Absicht nicht täuschen. Es war ein Fehler der Negierung, diesen Furken nicht zu ersticken, das große UaatliJ Atomen! zu verrennen, roelqes j de Rücksicht aus eine Partei hätte überwiegen müsj:n." Demgegenüber läßt sich nur wiederholen, daü die Czechen zwar die angedeuteten 'Absichten haben mögen, aber schwerlich im Stande sein dürften, sie in einer vollständig deutschen Stadt auszusuhrcn. Statt Reklame für sie zu machen, sollte man sie todtschioeigen. Muß nst der Staat die deutsche Spracht retten", dann ist sie jedenfalls verloren. Nr r j Uu ttteitttN. i . i )tr 1 1. 1 . 1 1 1 1 Seit bringt d'r Tele nrept .:"re übcr blutige ZusammenUok)e znl'chen mi Parteien cer (irrn Nation, die i:n Jndianertcrritorium angesiedelt ist. Bei diesen Kämpfen dreht es sich gerade ij um die Beute, wie bei den Schlach'.c: or weißen Politiker. Di sogenannte constitutionelle Partei, die im Lcstrennunflttriege den Rebellen beistand, facht sich mit Gewalt gegen diclouale Partei zu halten, rvelche nus Seite des Bundes focht. Grundsäke haben natürlich beide nicht, sondern ihr einzigcs Jicl ist der sehr bedeutende Schah, der eigentlich im Interesse der Nation" verwaltet werden sollte, thatsächlich aber von den Führern verbraucht wird. Im Jndiancrterritorium giebt es, abgesehen von den ..wilden" Stämmen, fünf angeblich c vilisirte Nationen, die sich Ehcrokesen. (Zhickasawas, Ehoctaws, Ereeks und Ser.'.inolen nennen. Von diesen sind die Eherolcsen und Ehoctaws an Zahl die stärksten. Erstere zählen 17.0, lelitere lti,(X)0 Köpfe, während die Nation der Ereeks nur aus 13.000 Seelen besteht. Diese Handvoll Menschen beslht aber ein Gebiet von 5000 Quadratmeilen und wird außerdem von der VundeZregierung reichlich unter stutzt. Si verfugt serner über einen Fond, der vertragsmäßig zur Errichlunz von Schulen dienen sollte und uotorisch zum größten Theile unterschlagen wird. Die Führer dieser und jeder anderen der fünf Nationen sind in ihrer Weise schlaue und geriebene Politiker, die nie arbeiten, und doch ein nach ihren Begriffen glänzendes Leben sühren. Ihre Anhänger haben nichts zu thun, das Bischen Maisanbau wird von den VluawS" besorgt, und da sie nicht mehr aus den Kriegspfad gegen andere Stämme oder gegen Weiße ziehen dürfen, so nimmt es nicht viel, sie gegen die eigenen Stammesbrüder aufzuhetzen. So schlagen sich die Parteigänger gegensei tig die Köpfe blutig, um den Parteiführern zum Genuß der öffentlichen Schätz zu verhelfen. In dieser Beziehung unterscheiden sich die Indianer sehr wenig vott'den civuisirt.en amerikanischen Bürgern, nur greisen letztere nicht immer bald zur Pistole, um ihre Meinungsverjchiedenheiten beizulegen. Der Bürgerkrieg unter den CreekS dürfte sich leicht auf die anderen Na tionen" ausdehnen, schließlich auch die wilden Stamme anstecken und zuletzt die weißen Abenteurer in's Territorium locken, die seit Jahren lüstern an seinen Grenzen umherstreifen und nur durch die Furcht ferngehalten werden. Alsdann dürfte die Bundesregierung, bezüglich der Eongrcß einfehen, wie thöricht es war, eine bedeutende und compacte Anzahl von anoeödewohnern außerhalb des Gesetzes zu stellen. Diese Indianer aehorchen den BundeLgesetzen nicht und sind nicht dazu zu bewegen, selbstständig ein Tribunal zu schaffen, das persönliche oder politische Streitigkeiten schlichten könnte. Sie weigern sich, eine CentralVerwaltung fßr alle Nationen- zu er richten, weil dann eine ganze Maffe rothhäutigcr Politiker das Brot verlie ren würde. Sendet jetzt die Negierung Soldaten in das Territor.ium, um den Metzeleien ein Ende zu machen, so mag das nicht allein alle Creeks, sondern auch die übrigen Indianer erbittern und zu allgemeinen Kämpfen führen. Es ist unter allen Umständen Zeit, die Anar chie im Territorium abzustellen. Französische Socialisten. Frankreich hat kurz nacheinander zwei hervorragende Politiker verloren, von denen der Eine als Mann des Gcdan kens und der Forschung, der Andere als Mann der unbändigen Energie bezeich net werden kann. Während man aber noch nicht weiß, welche Folgen der Tod Gambetta's unmittelbar nach sich ziehen wird, hat da? Ableben LouiS Blanc's bereits ein in seinerArt höchst merlwürdi geS Ereigniß herbeigeführt: Die socialistische Partei ist ihres einzigen noch übrigen Vertreters in der Kammer be raubt worden. Elemenceau ist längst aus der Parte! ausgeschieden, Maret und Andere sind als Verräther ausge stoßen worden, und nun hat auch der Letzte, der radikale Abgeordnete CloviS Hugues von Marseille, seinen Austritt angekündigt. . -7. ,mJ

Derselbe, ein wirklicher Freund der Arveiter und Tochter dcö Proletariats, war von der sogenannten n.tlonJeii Arbeiterpartei, d. h. von einem gewissen Herrn Josfrin, kurz und bündig ansgefordert worden, sich nicht am Leichende gängnisse Louis blanc'S zu beeilin. Nach Ansicht Joffrin's, der natürlich die Arbeiterfreundtichkeit" gepachtet hat, war nämlich der fchwärmerisch-edlcBlanc ein Verräth:? am Bolle und ei.i ganz gewöhnlicher Bourgeois. Der Dichter HugueZ dachte anders von dem gron Geschichtschreiber und Verfechter des wissenschaftlichen Socialismus. Er bctheilit: sich nicht nur an dm Begrübniffe, sondern zeigte gleichzeitig seinen Austritt aus de? Partei an. Einem Berichterstalter sagte er später, daß er es müde sei, s.ch cVt acht Tage vor einem Ausschuß zu verantworten, der aus charakterlosen Menschen ohne jedwede Vollmacht besteht und sich daö Monopol des Socialismus anmaßt. - Diese Leute unterdrücken die Freiheit, das Necht der Initiative und stellen einen Jeden an den Schandpsahl, der ihre Befehle nicht ohne Widerspruch vollstreckt." Daß Hugues hierin nicht übertreibt, beweisen die zahlreichen Versammlungen, in denen bald der, bald jener hervorrügtnde So cialist in Anklagezustand" vnsikt und niedergtbrüllt wird, wenn er si ver theidigen will. Der sranzösische Socia lismus ist in den letz!en Jahren zur Nurenspoffe geworden.

L aw s 0 n Valentine hat seit Jahren seine Farm bei Cornwall, N '))., so musterhast bewirthschastet, daß du selbe durchschnittlich $33,000 im Jahre kostete und kaum den dritten Theil diese? Summe einbrachte. Trotz der besten ViehRafsen, der vollkommensten land! witthschaftlichen Geräthe und Maschinen der zweckmäßigst Gebäude wird die Farm demnächst im Wege der Zwangs! Vollstreckung verkauf! werden. ttltglückösälle in 1882. Zu den Eigenthümlichkeiten des Iah, reö 1882 gehört die ungewöhnlich groß: Anzahl von Katastrophen zu Wasser und zu Lande, auf Dampfschiffen und Eisenbahnen, in Bergwerken, durch Esplosio nen, Feuersbrünste, . Ueberfluthungen, Stürme und andere Ereignisse, welch? in der alten und neuen Welt Menschenlrben und Eigenthum vernichtet haben. Aus der ersteren erhalten wir blos von besonders hervorragenden Unglückssällen Kunde, so daß uns eine annähernde Schützung des Verlustes an Menschen leben nicht möglich ist, aber selbst eine Zusammenstellnng nur der bedeutenderen Eelamitäten läßt eine Schätzung aus den Gesammt-Verlust zu. Im Januar raffte ein Erdbeben in Kanchon, China, 2S0, eine Dynamit Explosion in Porte VendreS in Frank reich 16, ein Sturm mit Ueberschwemmung in Astrachan U00, eine .Heberst 11 thung in Calais in Frankreich SJlcn schenleben daki:,. Im Febrnar wurden in den Kohlengruben Englands 7s, Personen durch schlagende Wetter gelödtet. Im März kenterte ein Fährboo: an der afrikanischen Küste und -17 Personen er tranken; vernichtete ein Unglück in einem Bergwerke in Teplitz in Oesterreich 40 Leben. Jr April sielen wiederum in Sunderland in England 40 Arbeiter schlagenden Wettern zum Opfer, und im Mai kamen in Westphalen 50 Männer auf dieselbe Weise um'Z Leben. Im Juni verbrannten mit dem Armenhause zu Osthammer in Schweden 20 dort untergebrachte Arme und Kranke; trieben die Fluthen bei Vensees in Ungarn 41 Männer, Frauen und Kinder in den, Tod. Bei einer Ga?.Explosion in Paris kamen im Juli 20 Personen, 179 bei einer Eisenbahn-Katastrophe in Rußland und 47 durch die Ueberschwemmungen in. Böhmen um. Im September verloren bei dem Eisenbahn-Ungluck bei Hugstet ten in Baden 100 Personen, bei einem Unglück gleicher Art bei Agram in 5)es terreich 30, bei einer GaS-Explosion in einem Bergwerke Westphalens 20, durch die Entladung eines Torpedo in Odessa 32 und durch 'die Ueberschwemmungen ln Tyrol 26 das Leben. Im Oktober ertranken in Verona in Italien 30 Men schen in den Fluthen, bei San Blas in Mexico und auf Euba 10. In Manila tödteten im November ein Typhoon 10, schlagende Wetter in einer Kohlengrübe bei Derbhshire in England 50, die Eisenbahn-Eollision beiAberdeenshire i:r England 14, die Feuersbrunst im Armenhause zu Halifax in NeuSchottland 31 Personen. Im vorigen Monat endlich meldete der Telegraph von dem Grubenunglücke bei Ereswick in Oesterreich, von der Pulver Explosion in Guayaquil mit 60 und von dem Einstürz eines Fabrik-Schornsteins in Brad sord in England mit 36 Todten. Die? ergiebt einen Eesammtverlust von 2085 Menschenleben, den das Kabel berichtet hat. '.' Innerhalb der Ver. Staaten wurden im vorigen Jahre folgende Verluste an. Menschenleben bei verschiedenen Katastrophen berichtet : Durch Wirbelstürme.. 300 Dampfkessel. Explosionen ........ Feuer PulverExPlosiouen Ueberschwemmungen SchlagendeWetter in Bergwerken . . Blitzschlag Lawinen... Einsturz von Häusern Dynamit-Explosionen . Explosionen von FeuerwerlSlörpern 19 S 128 83 1 1 u 132 2(1 81 72 11 13 Summa .130kl Durch Eisenbahn ttnlncköfälle wurden in den Ver. Staaten 820 Personen getödtet, um 227 weniger als in l$$1. Dagegen beträgt die Zatil der gefährlich Verletzte 1.1,5; 5$$ lnehr alin 18S1. Auffallend ist die grosse nzanl der' im vorigen Jahre durch Damistessel-Explo sionen UmgektUNü'.enen : '50 Nlehr als in 1881. Ueber die mit der Schijszahrt zujatu menhängenden Verluste a Menjchenle ben sind genaue Ziffern jhäusig gar nicht

, - 5, . . Uel Eamden im UnabhänoigkeitSkriece ! zu erlangen w:f unsren . großen c-n i . g . in Washington ein Nn?bel mehr5.!s 100 chlssbruchen me zr ttnfm fn schlössen und .fl0,s ' als l-)ü 9)(cn ldjen uma'kommen. Von ,,.r. w.t.- 1 .

sonttiaen cyinen amaen im Januar t britische Dampfer mir 210, im Februar , 'i-rx. . , cy-' , v . A I nti m 'lomvl!' unN . 'Ins ir.iArrin x i.ittuv H-i'ik tiiiki , j)tu;ituuiiia auc? Gloucezter mit l:i7, im März der, Dampfer Golden Eity" bei Memphis mit 20, im April der Dampfer Druro" m't 50 und L Zischerb oole auSGlouccster ir.:i li0, im Mai der Dampfer Mani toulin", der bei Eollingwood verbrannte, mit 25, im Juni die Escambia" mit 27, im Juli der holländische Dampfer Ad der" mit 80, der Dampfer Scioto" auf dem O.'to mit ol, der Dar. .z?er Gold nst" Sei Sickman. Kn.. mit 3Z. im ' September die Asic." mit 120, im Octo j yi Grunde. Im Ganzen haben unge i sähr 2,000 Menschen ans dem Oceane, 150 aus unleren Seen, K20 auf den Ei senbahnen und 1,301 durch sonstige Un glücksfälle das Leben verloren. Rechnet ' man zu dielen Zahlen die Verluste in , VUixw Heil Apparat. Die Herren Bury und Beidelmann in Detroit haben eine Erfindung g-niacht, die sür jede Haushaltung von wesent lichem Interesse sein durste. Ein Be hülter, der mehrere Gallonen nicht rafsinirtes Petroleum enthält, wird irgendwo im Zimmer oder in der Küche in der Nähe der Decke angebracht ; von ihm aus fuhrt eine Nähre die Wand binab bis unter den Ofen und mündet dort in eine Querröhre, die sich durch den ganzen Aschenbehälter erstreckt. Aon dieser Querröhre gehen zwei oder drei kurze Röhren au?, die in der Feuerung in haarsörmig gespaltene Oeffnungen münden. Durch eine Schraube, die dicht unter dem Ösen an der Hauvtröhre an gebracht ist, bewirkt man, daj die in die Feuerung mündenden Röhren sich mit Oel füllen und feine Strahlen des letzteren gegen die aus Asbest angefertigte Hinterwand dkZ Ofens ausströmen las. sen. Die an letzterer zerstäubendenOeltheilchen werden entzündet und das sür Heiz- oder Küch?nzwecke dienende Feuer ist fertig. Der Apparat läßt sich ohne Schwierigkeit und mit geringenUnkosten an sedem Heiz und Kochosen anbringen und ist völlig gefahrlos, -'da durch die Enge der Oesfnungen, aus welchen das Oel ausströmt, jede Entzündung des Oels in der Leitungsröhre ode? im Behälter unmöglich ist. Die Strahlen, welche von den Oeffnungen der im Feuerungsraume befindlichen Nöhren ausgeben, sind so fein, daß eine Gallone Petroleum ausreicht, einen Heiz oder Kochofen von durchschnittlicher Gröe volle 16 Stunden zu speisen. Die aus Asbest bestehende Hinterwand des Ofens vertritt die Stelle eines Dochtes und strömt eine so bedeutende Hitze aus, daß man in einem gewöhnlichen Kessel eine Gallone Wasser in sieben Minuten z'im Kochen bringen kann. Allerdings würde bei allgemeiner Annahme der Erfindung ihr Werth durch Steigerung der Petro leumpreife beeinträchtigt werden. ÄsmJnlauöe. Eine sonderbare Erscheinung aus hoher See berichtet der Eapitan der soeben von Neu-Seelaud in New ork angelangten Barke Gemsbock". Es war am 0. Oktober, Nachmittags 4 Uhr, während starker Süd Westwind und dichtes Schneegestöber herrschten, als Plötzlich eine feurige Kugel über as Schiff hinflog, den Steuer mann Olsen an beiden Handgelenken, den am Steuerrad stehenden Matrosen Älumenbera. an beiden Beinen und den Matrosen Makeln am Kopse verletzte, die beiden Kanonen - Planken" und das Hintertheil eines Rettungsbootes zcrtrümmirte und etwa 20 ZZardS vom Schiff; mit einem lauten Knall barst, wobei Funken wie Raketen umherflogen. Es herrschte zur Zeit kein Gewitter, und der Eapitä und seine Leute konnten sich die sonderbare Erscheinung nicht erlla ren. Das Phänomen ist aus die Explosion einer .Feuerkugel" zurückzusüh ren. M a y 0 r K r a c e in New Bork Ut Den: Salmi Mrs Die Haufens zu Vkramlalwnq eine- SafRontfoitM ' in der von ihm zu diesem Zwecke eingerichteten Halle abgeschlagen, jedoch ansdrücklich bemerkt, daß er hierdurch einer Entschließung seines Amtsnachfolgers Edsvn nicht präjudicirt haben wolle. Würde der letztere die Licenz ebenfalls verweigern, so könnte Morse sein Gebäude eine Kirche oder einen Tempel nennen und würde, falls das Gericht diese Bezeichnung einem etwaigen Einhaltsbesehle gegenüber für gerechtsertigt erachtet, einer besonderen Erlaubniß nicht bedürsen. Vorige Woche w u r d e e i n langjähriger Insasse des Staatszucht Hauses in Connecticut wegen Ablaufs seiner Strafzeit entlassen. Am nächsten l. .. f.t . " l. .f V seinen Rus aus einem Loche seiner Zelle herauskomme,' sich von ihm . rr . w :C iImauV!. luiieru iajc uno ryn ouraz ujt guiium cyes eneymen lagtim erfreu: uvr. könne nicht ohne die Maus leben und bitte, ihm zu gestatten, daß er sie hole und mitnehme. Dem Manne wurde ,nmt, (eine slh'3'UuMu. 1?LÄÄ?Ä I I ' - Ol i f. a ILm ane ,cuihic II,. u - f....i ... mühunaen, die MauS hcrbelzulocken. stundenlang vergeblich fortgesetzt hatte U n s e r e m L a n d S m a n n, G c neral Johann Kalb, (fälschlich Baron v. Kalb genannt), welcher in der Schlacht

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der der ..Aovcrt l. Lee" bei Äicksburg 'usnaome oer ontgin, oannem oem, mit 21. im November die Anc-elica" in ' Manne für seine Aufmerksamkeit, der' der Nordsee mit 30, der Winton" an Secretär der letzteren schrieb jedoch: es' der sranzdsischen Küste mit ?0 Vert'onen verstoße gegen die Etikette, daß ihre Ma '

der alten Welt, 2,085, )o ergiebt sich.daß j welches in den Parken den Verkauf von über 6.000 Verluste von Menschenleben geistigen Getränken verbietet, mit 18j von dem Telegraphen berichtet worden gegen 2 Stimmen verwarf ! j

Uno.

.age lam verve zurua uno u)tut ocui j fcinung angestellt wurden, gelang es, Schreiber der Anstalt mit, er habe wäh ausfindig zu machen, daß einer der besten rend seines Aufenthaltes im Zuchthause Feldscheerer des Kreises sich damit be eine Maus so zahm gemacht, daß sie auf iföähxat batte. iunaen Leuten, die- keine

am ooen

Johannes, des TSuseiz. hereinbringt. MauZ kam. o ,el auch chr al tt Freund Schah ta9,e n oit mtla?tn tief und lockte, nicht zum Vorschein. Der .... ... ' c.n tn.

iur öcrioiaiui. jjüv iii ver ciuc in g ; io ändert von den um die Union t lrMtllhn nT4iTi Sif1?nt!rl S!isCfra mjiviniH, iwtiui.ut .'tutivii v.viiv-.iib - ' 1 ' nnt H't nnrhRinAnT?n r! 0j j w v i -mg v w v v j und im westlichen Vermont herrscht sc z große Trockenheit daß selbst die Dampf , mühlen ihren. Betrieb zeitweilig einstellen ' müssen. ' Ein Farmer bei Montreal! hat an die Königin Victoria, Gtadstsne, , Lord Dufferin "und General Wolfeley ' mpfir Wrr'lS nii8ns"t ?bvtr Aepfel, die er selbst gebaut hat, als Ge ft.V "W j l j w m t m . schenke übersandt. Alle Beschenken, mit jestat irgend welches Geschenk von einem ihrer Unterthanen annehme. In Philadelp hia hatte vo-, rige Woche der Sti.otraty so viel ge funden Meuschenverstand,datz er ein vom Comite vorgeschlagenes Amendement, Vor 15 Jahren verschwand jdie einzige Tochter eines reichen New ! Yorkers, der an der 5. Avenue wohnt. ! Ein Detectiv wurde speciell mit der Auf suchung der Verschwundenen beaustragt, hatte aber keinen Erfolg. Derselbe ist unter der Zeit zum Polizeicapitän avan' cirt. Vorige Woche wurden ihm fünf obdachlose und zum Theil betrunkene Frauenzimmer vorgeführt. Eine derselden kam dem Eapitän bekannt vor und als er dieselbe . fixirte, redete sie ihn an: Sie kennen mich wohl nicht mehr V Ich kann mich wenigstens nicht bestimmt erinnern." Waren Sie früher nicht bemüht, Fräulein Grace aufzufinden? Die bin ich." .Unmöglich, wo waren Sie die ganze Zeit über ?" Ich bin nicht aus New ort weggekommen." O, kehren Sie zu Ihrem Vater zurück, er vergiebt Ihnen." Nein, es ist zu spät." Es ist nie zu spät." Zu leben doch, nicht zu sterben !" Mit die sen Worten hielt sich die einige dreißig Jahre alt: Frau einen kleinen Aevolver gegen die Schläfe und schoß sich eine Kugel durch den Kop. Sie lebte unter gräßlichen Schmerzen noch zwei Tage und starb in den Armen ihre Vaters ; ihre Mutter ist seit zwei Jahren todt. In Eaß Co.. Jll., giebt es nicht einen einzigen Farbigen. VonBritish-Columb iaaus wird jetzt versichert, die 32 als Indianerinnen verkleideten chinesischen Frau enzimmec seien nicht zu Prostituhonszwecken eingeschmuggelt worden, sondern seien bereits mit 32 Chinesen ordnungS mäßig verheirathet. Im Interesse der Moralität klingt dies recht schön, aber dem Anti'Chinesen-Gesetze gegenüber ist es bekanntlich gleichgiltig. Ein Chinese giebt sich übrigen? wohl auch zu einer scheiN'Trauung her, wenn er ein paar Dollars dabei verdient. Zur B e s ö r d e r u n g des Schlafe? in Eisenbahnwagen empfiehlt Dr. Oul ler, ein bekannter Arzt, den Reisenden, sich so zu leAen, daß der Kopf gegen die Lokomotive gerichtet ist. In dieser Lage werde das Blut durch die Bewegung des Zuge aus dem Kopse getrieben, was demselben einen leichteren und ruhigeren Schlummer verursache .Wenn man da gegen, wie gewöhnlich geschehe, die Füße gegen die Lokomotive richte, so ströme das Blut nus dem Unterkörper nach dem Kopf, verscheuche den Schlcf und bringe in vielen Fällen heftige Kopfschmerzen hervor. Der Doctor gründet diese Ansicht auf seine eigene Ersahrung und auf die langjähriger Reisender, welche die. von ihm angegebenen Regeln allgemein' beobachteten. Freilich ist ein kleiner Nachtheil damit verbunden. Im Fall einer Collision nämlich würde der Kopf einem empfindlichenStoß ausgefegt sein, während die Füße mit ihren elastischen Sehnen viel weniger darunter leiden. Telegraphisch wurde be reitS mitgetheilt, daß die vielbesprochene spanisch-amerikanische Commission, ein gesetzt, um über eine Menge aus der Re volution aus Cuba entstandener Änspräche amerikanischer Bürger zu entschaden, sich vorige Woche nach beinahe elfjähriger Thätigkeit vertagt hat. Die RViSÄ Ä l Ä'.00.?. .!" Commlfston hat lm Ganzen über 140 en, und Spanten blechen. Am letzten Sitzungstage wurden allein '$1.200.000 zugesprochen. Acht Fälle, $4.048.60' involvirend, sind noch unerledigt, resp. )em Schiedsrichter Grafen Lewenhaupt zur Entscheidung unterbreitet n?olden. Vom NttSlandk. Folgende etwaS unglanb liche Geschichte wird wiederum auS dem Vaterlande der Extravaganzen und Ungeheuerlichkeiten, dem heiligen Rußland, berichtet : Bei den jüngsten Rekruten Aushebungen in Ljublin stellte sich eine auffallend große Anzahl aus einem Auge t. v ; n . i Äscher junger Leute vor. Den Nachsor schunaen, die über die Ursache dieser Er ' . . . ' . - vllnoer uno rnnyln zumirniie.unlaug Lust zum Militärdienst verspürten, ein Auge, bald daö linke, bald das rechte, zu blenden oder auch einfach auszustechen. ' w -wmmrw I M . . . . . ' l Für diese Operatlon Ne5 er stcy vas seyr bescheidene Honorar von einem Rubel auszahlen. , . . f . fi f if & r muf 5 & "in ml & 6B.btoi.bU bat Haupt . U4UUttliU W V IV4U V f.! V. (Zitittnn V rs rtM j ri (!n ?rtsl . u Mten". antwortete der i Maler, worauf der Schah erwiderte. daß in diesem Falle die Lippen weit offen stehen und aschfahl' sein müßten. Als sich der Künstler mit dieser Ansicht nicht einverstanden erklärte, klatschte derSchah in die Hände, und als cuf dieses Zeichen

ein Sklave erschien, zog er seinen Sübe! und trennte mit einem wuchtigen 5)ieöe dessen Haupt vom Körper. Tann zog er 'eine Uhr hervor, und nach zwei Mi en bückte er sich, hob das blutende Hcupt auf, ging auf das Gemälde zu, hi lt das wirkliche Haupt neben das gem.Ite und sagte zu dem Franzosen: 9 im können Sie selbst seh:n, daß die Lippen aschsahl sind und weit offen ste he Sie werden gelernt haben, in Zu kunst den Worten des Schahs zu gla'lbe.l." Dann warf er das Haupt weg. be;ab sich in seine Gemächer und ließ oe.r armen Künstler mehr todt als leben di zurück. Dur Künstler wurde zwar nachträglich mit Titeln und Orden über-hä-.lst, ergriff jedoch die erste Gelegenhclt, um Persien den Rucken zu kehren und hat gegenwärtig sein Atelier im Palais Royal zu Paris.

Im Rieseng ebirge gras sirt der Spiritismus, wie es scheint, inbeunruhigendem Maßstabe. Die Staats Anwaltschaft in Jicin (zu deutsch Git. schin) hat dieserhald eine strenge Untersuchung angeordnet und Hunderte von Personen sollen dabei betheiligt resp, lompromittirt sein. Der beim Trau tenauer Bezirksgericht vernommene Re dakteur Lindemayr konstatirte schwere, durch Einmirkung des spiritistischen Treiben? vorgekommene Erkrankungen, u. A. Wahnsinn, sogar Selbstmord. Bon Trautenau ausgehend, hat sich der Spiritualismus immer weiter durch das Aupathal verbreitet und dessen ganze Bevölkerung ersaßt. Das Aupathal ist überschwemmt mit spiritistischen Druck schristen, und die Arbeiter darben sich die Kreuzer am Munde ab, um die Producte dieser Literatur kausen zu können. Arbeitsscheue Arbeitsunsähigkeit und all. mälige Verrücktheit haben sich bereits als Wirkungen dieser übertriebenen Agitation bemerkbar gemacht. Kinder werden nicht blos zu den spiritistischen Sitzungen zugelassen, sondern sogar von ihren Eltern zu Medien" hergegeben und ausgebildet. Die Trautenauer Zeitung enthält Berichte über die Vor gänge in diesen Sitzungen, woraus her vorgeht, wie stark bereits die Verblen dung der Leute sein muß, daß sie selbst den gröbsten Tauschungen unerschutter lichen Glauben entgegenbringen. Wie es scheint, hat der Spiritismus in der Trautenauer Gegend einen vorwiegend pietistischen Charakter; eS wird sür die ewige Ruhe der sich offenbarenden Seelen gebetet, und der Berichterstatter der Trautenauer Zeitung sah alte Leute und selbst Männer herzzerreißend weinen, weil sie an die Manisestationen theurer Verstorbenen glaubten. Die Gendarmerie ist in vollstem Thätigkeit in Suche nach spiritistischen Zirkeln. Der Spi ritismuS durch 'die Gendarmerie ver folgt, das ist das neueste Faktum dieses ereignißreichenSäcuIi. D i eB e w o h n e r der Straßen San Carlo und Madonna del Ter raglio in Verona murden am 8. Dezbr. von einer dritten Ueberschwemmung bedroht, aber diesmal von excellentem Bier. EZ lies wie ein Bach durch beide Straßen, und alle Einwohner eilten mit Gefäßen herbei, um dasselbe zu schöpfen. ES war nämlich ein großer Behälter mit 7 i Tonnen des edlen Getränks in der Brauerei des Herrn Theodor MaaS ge fprungen und das Bier hatte sich ans die Straße ergossen. Der Berliner Börsen Courier schreibt: Als wir vor sechs Monaten das recht langsame aber stetige Heranrücken der Crinoline signalisirten, stieß die Mittheilung vielfach auf Un glauben, heute kann ein Zweifel darüber nicht bestehen, daß alle Befürch tungin bezüglich der drohenden Plage berechtigt waren. In London hat die Crinoline sich die society" schon er odert, ln Paris sangt sie an eine" zu werden und in Berlin haben die vorsichtig in die rücklvürtigen Drapirungen der Röcke versteckten Halbreifen schon rück sichtslos alle Befcheidenheit fallen lasten und in einer Anzahl von Schaufenstern präsentiren sich die Reiflöcke ganz sirns 0ne. Ist das " Uebcl et st einmal da, dann wird es schwer sein, ihm entgegen zutreten. Der eingesuhrten Mode ge genüber ist d'.e Männerwelt machtlos. Aber es sollte möglich sein, noÄ rechtei tig einen Riege! vorzuschieben. Man hat die Grenzspirie gegen denCclorado käser, gegen die NeblauS.eö gibt interna tionale Viehseuchen- und Paßcommissionen, man banne die Crinoline durch Vorsichtsmaßregeln auS Deutschland hinaus. Im Stadtbezirke D a l ston in London wurde neulich ein Poli zist. Namens Cole. von einem bis jetzt noch nicht ermittelten Manne erschossen. Am nächsten Tage begab sich die Wittwe des Ermordeten zu ihrer an einen Bruder ihres verstorbenen Mannes verhei ratheten Schwester, um derselben ihr Leid zu klagen. Wer beschreibt ihr Entsetzen, als sie ihre Schwester eben falls als Wittwe findet ! Deren Gatte, ein Maurer, war Tags vorher von einem Gerüst gefallen und hatte das Genick gebrochen. Die beiden Brüder, welche an ein und demselben Tage eines ge waltsamen TodeS gestorben, wurden un ter dem Zusammenfluß einer großen Menschenmenge in einem gemeinsamen Grabe zur Ruhe bestattet. S t e n d a l, 13. Dez. Am Montag standen der Kaufmann August Kausch aus Klötze, dessen Ehesrau Auguste, geb. CyreniuS, der Oekonom Friedrich Zie senhenne aus Wilhelmshasen bei Klötze, dessen Ehesrau geb. Koch, der Kaufmann Eduard Koch zu Klötze, der Mühlenb'sitzer Ferdinand Wedding aus Klötze und der Kaufmann Leopold Lorenz auS Ber lin vor den Geschworenen. Kausch war des betrügerischen Bankerott?, die übn gen Angeklagten waren der Beihülfe da,u anaeklaat. Rack der BeweiSaufnad me erklärten die Geschworenen Kausch, Koch und Lorenz sür schuldia, die übri gen Angeklagten für nicht schuldig.. Koch und Lorenz wurden mildernde Umstände zugebilligt. Der Gerichtshof verurtbeilte Kausch zu 5 Jahren Zuchthaus, Koch zu 2 Monaten Gefängniß und Lo renz zu 300 M. Geldstrafe.