Indiana Tribüne, Volume 6, Number 97, Indianapolis, Marion County, 24 December 1882 — Page 10

t t & $ t jur Zndicma TribAnc. Jnd:anapoIiS,:Jnd.. 1882. Theeren und ffedern. SJit den Städtchen Vattle Mountam, Winnemucca, Reno und anderen Orten 'Nevada'S haben seit Beginn des Herbstes ganze Schaaren von Tramps in solchem Umfange ihr Unwesen getrieben, daß die Bürger zur Bildung von Vigilanzcomiteö schreiten mußten, um sich die arbeitZfaulen und verbrecherischen Gesellen eifriAir U5Ti fnTfn CJ ,4itkmuptit VUU iCDVk g m tyuttvti j m. Unthaten, welche von den Tramp der übt wurden, bestanden niSjt blos in Diebstählen aller Art, sondern namentlich auch in den niederträchtigsten An griffen aus Frauen und Mädchen. Im Städtchen Neno waren neulich zwei Va gabunden wegen wiederholter NothzuchtVersuche kurz hintereinander getheert und gefedert worden und seit dieser Zeit wird da Städtchen von den Tramps gemieden, wie eine von einer hösarilgen Epidemie heimgesuchte Stadt. Vielfach ist die Ansicht verbreitet, daß das Thee. ren und Federn mehr eine schimpfliche und hierdur'ch abschreckende, als eine mit körperlichen Schmerzen verbundene Strasart seieZ ist die jedoch ein Irrthum, da nicht wohl ein Verfahren ersonnen werden kann, welches heftigere und andauerndere Schmerzen bereitet. Der letzte Tramp, an dem in Neno diese Strafe vollzogen wurde, war der Farbige Jones, eine Bestie der schlimmsten Art, welcher zahlreiche Verbrechen gegen Frauen begangen und skch allen Versu chen,- seiner habhaft zu werden, lange Zeit hindurch entzogen hatte. An ihm nahmen die Vigilanten die Strafe mit besonderer Gründlichkeit vor. Er wurde entkleidet und sorgfältig am ganzen Körper mittels eines Besens mit Theer destrichen. Dann gössen ihm mehrere Far mer noch ein paar Kübel Theer über den Kopf. Dann wurde ein altes Federbett aufgeschnitten und Jones in den Federn gewälzt, daß er das Aussehen eines gro ßen Vogcls'von abenteuerlicher Gestalt erhielt. Ueber Theer und Fcdern wurden ihm seineKleider auf denLeib gezwängt, und die Vigilanten trugen ihn auf" einem Fenzriegel eine Strecke Weges von 50 HaroS nach einer Eisenbahnstation, wo sie ihn in einem Güterwagen unterbrachten; zwei der Vigilanten fuhren mit ihm bis zur nächsten Station, und "dort ließ man ihn mit dem Bemerken laufen, daß er im Falle seiner Rückkehr gehängt werden würde. Einer der beiden Begleiter schildert fcen Zustand deSMannes während der Fahrt : Er saß in einem Winkel des Wagens zusammengekauert, der Theer hatte Kopf und Gesicht so dick überzogen, daß diese das Aussehen eines großen GummiballeS hatten. Bei der kleinsten Bewegung schrie ef vorSchmerz laut aus, denn der Theer überzieht d:e ftnn ftrtrtr nfijfi S r fJiWvr Vttlk MMtk, tVbtUV Vtll 01VV UVdecken, so fest, daß die geringste'willkürliche oder unwillkürliche, Aenderung'der Stellung da Gesühl veranlaßt, als ob Eine die Baarthaare nach und nach mit einer Lanzette auSgerissen würden. Dabei verursacht die ganzlich unterdrückte Thätigkeit der Hautporen einen Zustand der Beängstigung, der, Zu lange sortge setzt, en Tod zur Folge haben müßte. Gleich schmerzhaft ist die Entfernung deZ Theers von dem Körper, die mittels OelZ und BesenZ bewirkt wird; diese Procedur nimmt Tage lang in Anspruch und läßt, selbst mit größterBehutsamkeit ausgeführt, den Körper ,n einem Zustände der Blutrünstigkeit zurück, der erst nach Wochen eine freie Bewegung der Glieder wiederum gestattet. Du.V,gi kanten in Virginia kennen diV Grau fnmf5t Sr tfrnf imh tntihn hiffft Nllltklt V V 1 1 M j V MIIV IVbll VVII f VfVtVV daher nur gegen wirkliche Verbrecher, nicht gegen Arbeitsscheue und Vagbun oen an.- . - 2l l a M i n. Die Nachricht, welche das Kbel in voriger Woche von London nach New Iork beförderte, daß ein billiges Versah ren, Alumin herzustellen, entdeckt worden sei,.ift von unberechenbarer Wichtigkeit und hat denn auch nicht nurunter den Männern der Wiffenschast, sondern auch in den Kreisen, welche sich mit der Ver rbeitung von Metallen beschäftigen, große Aufregung hervorgerufen. In der That würde die billige Herstellung des genannten Metalles den größten Erfindungen des -Jahrhunderts eben bürtig sein. Alumin kommt bekanntlich in außerordentlich großer Verbreitung in der Natur vor, findet sich jedoch nie im reinen metallischen' Zustande. Anfangs dieses Jahrhunderts betrachtete man die Thonerde, gleich den übrigen Erden, als einen Grundstoff. Nachdem 1807 der Engländer Humphrey Davy Kali und Natron alSOxyde nachgewiesen und ihre metallischen Grundlagen abgeschieden hatte, gelangte 'man zu der Annahme, daß alle Erden Metalloryde seien, und das Metall der Thonerde wurde Alumin genannt, ehe dasselbe in isolirtem Zu' stände bekannt war. 1824 stellte Oersted zuerst Alumin her. und seine Methode wurde 1827 durch Wühler wesentlich verbeffert. Beide erhielten jedoch nur höchst unbedeutende Quantitäten, und zwar in Form eines grauen Pulvers. Seit 1354 gelang es dem Chemiker Daville in Paris, das Metall sabrikmä Hig zu bereiten, und es kamen in Frank reich und England auZ Alumin gefertigte Waaren in den Handel. Dasselbe ist Don weißer, in'3 Graue spielenderFarbe, jai einen starken und schönen Klang, steht an Härte dem feinen Silber gleich, läßt sich sehr gut hämmern, unterWalzen strecken und zu Draht ziehen und schmilzt in mäßiger Rothglühhitzc. Von größter Bedeutung ist seine auf fallende Leichtigkeit, denn eZ ist viermal

leichter als Silber und nur zwei und ein hab mal so schwer als Wasser. Das Alumin belKlt Farbe und Glanz unter dem Einflüsse der Luft und wird von schwächen Säuren, Schwefeldaupsm und KohlengaZ-Auödünstungen nicht an gegriffen. 'Unter den Verarbeitungen des Alumin war seither nur die Alumin-bronze-Zusammensetzung auSKupser und Alumin vZN einiger Bedeutung und die Wagschalen für . die feinsten Wagen wurden aus demselben angcscrtigt. Ist e wirklich gelungen, ÄaS überall in der Natur im Ueberflusse verbreitete Alumin billig darzustellen, so wird dieses Metall schnell das Silber ersetzen. HauZ- und Zimmer Dekorationen, Messer, Löffel und. Gabeln, plattirte Waaren wird man aus demselben herstellen, und daZ Nickel roird es völlig verdrängen. Vermöge seiner Leichtigkeit und Haltbarkeit wird das Metall in' unendlichen vielen Zweigen der Verarbeitung daS Holz ersehen und ebenso in der Architektur, wie in der Möbclschreinerei verwendet werden. Für Wagen und Wagenräder und für die innere Einrichtung von Eisenbahnwag gons wird eS ein vorzügliches und völlig seuersicheres Material liisern.und even euell selbst das Zinn ersetzen, dem eS wegen, seiner geringen Oxydizsähigkeis und absoluten Geruch und Geschmack

loslaktlt vorzugehen t. 2ne ganze civilisirte Welt sieht den näheren Nach richten über die neue- Erfindung mit Spannung entgegen, die mit emem Schlaae ein im Ueberflusse vorhandene! und seither nur von ten Gelehrten beach teteZ Metall zu emem der wichtigsten, die existiren, machen wird. Seither wurde daZ billigste Alumin aus Kryollth, emem gr0nlandl,a)en, aber bis jetzt nur in aermaen Quanti täten v-ork5mmenden.. Minerale herze stellt. ' . Monopolistischer ttedermulh. Wiederum ist ein Vundescommiffär, öe? die Beschwerden der Bevölkerung an der Pacificküste über die Eisenbahnen untersuchen sollte, mit dem Bescheide heimgekehrt, daß diese Klagen keine besondere Aufmerksamkeit verdienten. Und doch ist nach Allem, was man über Galt fornien hört, dieser Staat daZ leben digfle Beispiel für die Frechheit und Ty rannei, mit de: die Monopolisten dem Volke begegnen. Keine Bahn in der Welt verdankt der StaatZhilse .so viel. als das Pacificsystem, aber nirgends verhöhnt eine Gesellschaft die Staatsge walt in so herausfordernder Weise. Dem Bunde werden die Zinsen für die von ihm gemachten Vorschüsse verweigert, Land wird widerrechtlich mit Beschlag belegt und zedes unbequeme Gesetz, das nicht durch Vestechungsemslüsse aus der Welt geschafft werden kann, einfach miß achtet. Das Publikum ist nur dazu da, die Protzen noch reicher zu machen und sich aussaugen zu laffen. Im Uebrigen gilt der Spruch Vanderbilts : "The public be (larnned !" Von der Art und Weise, wie das an sich gerechtfertigte System der Differenz tialtarift zum Nachtheile ganzer Land striche gemißbraucht wird, brauchen' wir nicht mehr zu reden. Neu aber dürfte manchem Leser die Thatsache sein, daß die Bahnkönige ihren Unterthanen ver boten haben, Fracht zur See zu Versenden. Anfänglich berechneten sie den lKausteuten von San Francisco, die sich r . . V . r r aua) zuweilen oer Nazisse veoiernen, nur höhere Preise für die Bahnsendungen, jetzt aber muß jeder Verfrachter einen Eontract unterzeichnen, mittels dessen er nq verptticyler, rein stua per kstt zu versenden oder zu beziehen. . Die Aerschiffungscontracte oder Theile derselben sind nicht übertragbar, sodaß Kaufleuten, die der Acht verfallen sind, auch von ih ren Geschästssreunden nicht geholsen werden kann. Wenn es je einen srecheren Eingriff in die Handelsfreiheit gegeben hat, so hat ihn die Geschichte sorg saftig verschwiegen. Dieser Befehl ist nur mit Napoleons Eontinentalfperre zu vergleichen. Doch ist das noch nicht AlleZ. Als sich kürzlich die Farmer von Ealifornien versammelten, um einen' Anti-Eisen bahn'Wahlzettel auszustellen zeigte ein Kaufmann, aus San Francisco einen merkwürdigen Drohbrief der Eentral PacificEisenbahn vor. Darin wurde ihm eröffnet, bafc er gefälligst aufhören wöge, gegen die von der Bahn berechne ten Preise Widerspruch zu erheben, sonst würde man ihm noch höhere Preise ab fordern, oder seine Fracht um keinen Preis mehr befördern. Die Bahn dul det also nicht nur keine anderen Götter neben sich, sondern bestraft auch Alle, die sie zu tadeln wagen. Vielleicht errichtet sie nächstens ein neues Sibirien, wohin sie die widersetzlichen Verfrackter depor tiren kann. Tiie public be clainned!" . Farmern, die ihre Erzeugnisse aus den Markt bringen wollen,' berechnet die Bahn nicht c'iwa nur so viel, als dieVer schiffung werth ist. Vielmehr rechnet sie nach dem Marktpreise aus, wie ,xtl der Farmer an seinen Waaren verdienen könnte und zieht ihm dann den Betrag ab, den er nach ihrer Ansicht 'entbehren kann, ohne zu Grunde zu gehen. Im Mittelalter ließen die Raubsürsten ihre Juden erst recht reich werden und plün derten sie dann auZ. Unsere modernen Raubritter gehen sicherer und lassen ihre Unterthanen gar nicht erst wohlhabend werden. Vielleicht '-ist aber auch die faule Erete schon gegoffen, deren Ge schaffe sie aus lyrer Festung vertreiben werden. ' ES sieht aan, darnach auS. als ob das Volk sein Recht zu vertheidigen entschlossen sei. Betrübend ist es, daß die Gerichte und Behörden die Monopo listen biL jetzt in allen Fällen geschützt und die Gesetze stets zu ihren Gunsten gedeutet haben. EttglischeS Nachtdild. Trohdem (5naland stch einbildet, an der Spitze der E'.vilisation zu marschi ren, bedars es do nur eines Blicks aus die Lage und edcnsgewohnheiten seiner sogenannten unteren Classen, um seinen Hochmuth wesentlich einzuschränken.

Briten, die im Auslande gewesen sind und mit offenen Augen bkobachlet ha ben, fühlen sich beschämt, wenn sie in die Heimath zurückkehren. So schreibt ein Engländer, der längere Zeit in den Ver. Staaten war. an den Manchester (öuardian: Da ich erst kürzlich aus Amerika zurückgekehrt bin, wo betrunkene Frauen selten auf der Straße zu sehen sind und Frauen überha::pt nur in den gun:msten Wirthschaften mit Männern zusammen an-die Schankstelle treten, so bemerke ich die hiesigen Uebelstände vielleicht mehr, als diejenigen, die sich durch langen Anblick daran gewöhnt haben. In Ma:i chester nahm ich mit Schrecken und Grauen wahr, daß betrunkene Weiber ein alltäglicher Anblick sind, besten man zu allen Tagest und Nachtstunden theil hastig werdcn kann. Ans unseren größ

ten und belebtesten Straßcn peht man häusig Frauen und Mädchen einhertaumein, r zuweilen noch bloßcIindcr welche die Lust mit ihren Schimpfrcden und Flüchen verpesten.' Ich versichere Sie, daß ich von Ekel erfaßt wurde, ob wohl ich wahrlich nicht zimverlich bin und draußen im Westen unter den schlimmsten Desperados g:lebt habe." Wer je in einer englifchen .oder fcho! tischen Fabrilstadt gewesen ist, von Jr land ganz zu .schweigen,, wird nie die schmutzig und oft' nur halb bekleideten Frauengestalten vergessen können, die herausfordernd in die Schnapshöhlen eintreten und am Schanktische ihren Whiskey mit der Gier alter Gewöhnheitssäufcr leeren, und zuletzt mit zer zauftem Haar.stieren Augen und hochge röthetem Antlitz irre redend durch die Straßen zu' schwanken. Es ist ein Jammerbild, das man schwerlich in irgend einem anderen Culturlande sehen kann. Mit Gesetzen richtet man dagegen nichts aus. Je mehr sich die Lage der Arbeiter verbeffert. je'mchr für ihre Bildung geschieht, desto schneller verschwindet das Uebel, denn es ist nur der Auswuchs des herzlosen AuSbeutungssystemö. ta? gerade in England öh?;unlt sY reifte. . , BrüSe über den Indus. Wie die Londoner Zeitungen berich ten. ist die Brücke,' welche'bei Attock den Indus überspannt, vollendete und gegen ßnde vorigen Monats wartet man nnr' noch aus die Ankunft des Vicekönigs von Ostindien, des Lord Nigon, um die Einweihungs Feierlichkeit vorzunehmen und alsdann die Brücke dem Verkehr zu übergeben. Die Vollendung der Brük ke ist ein. Moment von weltgeschichtlicher Bedeutung,' denn durch sie wird auch das gesammte Eisenbahnnetz, welches Ostin dien durchzieh?, nahezu vollendet. Der Name der Stadt und Festung Attock" bedeutet in der Sprache der Hindu's so v'l wie Hinderniß. Der JnduS ichloß nach Annahme der Brahminen früherer Jahrhunderte das heilige Land BhavataVarsha ab und wer diesen heilzgen Fluß überschritt, wurde ebenso seiner Kaste verlustig, ' wie derjenige Brahmine, der mit dem Wasser des Ocean? in Berührung kam. Diesen Glauben haben die sonst fest . an ihrer Lehre und ihren Anschauungen halten den Hindu's aller Kasten längst ausge geben. . In der Nähe des Platzes, auf dem sich Attock erhebt, kreuzte schon Alexander der Große den Indus, und zwar auf einer Schiffsbrücke, deren einzelne Kähne laut der Schilderung de Historikers Arrian dieselbe Form hatten, wie die Fabneuae, welche noch beute die über den,Jndus führende Fahrbahn bilden. Diese Kähne, die durch ihre hohen Schiffsschnäbel an die Schiffe der Alten erinnern,- sind mit Tauen und Ketten verankert und die aus solchen befestigten Balken bilden die Fahrstraße. Im Juni ledes Jahres wird die Brücke für C bis 8 Wochen auseinander acnommen, weil die in dieser Jahreszeit au? dem Hima laya und den Hindu Kusch herabstürzen den Waffermassen die-Brücke mit sich fortreißen würden. In Folge des auf so lange Zeit gehinderten Verkehrs muß Großbritannien rn seinen lensetts des Indus gelegenenStationen eine größere Truppenmacht und beträchtlichcreMaffen an Proviant und Munition zur Vcrfü cung yaven, als wenn ver nous zu jeder Zeit im Jahre , passirt werden werden könnte, und diese Erwäaunq hatte die brittische Negierung bereits im Jahre 1860 zu dem Entschlüsse geführt, unter dem Indus einenTunnel zu bauen. Dieses Werk war zedvch kaum begön nen,ls das Wasser so maffenhast durch das Flußbett zu sickern begann,' daß die Ingenieure eine nochmalige Prüfung des zu durchschneidenden Terrains vornahmen,.welche das Resultat ergab, daß die Herstellung eines Tunnels unmöglich oder ganz unverhaltnlßmäpg kost spielig sein würde. Somit wurde da begonnene Werk aufgegeben, und an eine Brücke über den. Indus , dachte damals noch Niemand. Seit Ealcutta, Ma draö, Bombay, Delhi und Lahore durch Eisenbahnen verbunden sind, tauchte daS Project der Ueberbruaung des mächtlgen Stromes wiederholt auf, aber erst dkmEinflusse des Lord Napie? gelang es, die britische Regierung, und zwar mehr auS militärischen, als auZ geschästlichen Gründen zum Beginne des Riesenbaues zu veranlassen. ? Der genannte Obercommandant der englischen Armee erkannte , die Nothwendigkeit, . den , JnduS mit HeereLmaffen und einem bedeutenden Train jeder Zeit kreuzen zu können, und machte dem Minsterium -vorstellig, daß nicht nur, im Falle. eines Ausstandes oder Krieges die Sicherheit der Armee hiervon abhänge, sondern daß auch ohne Brücke über den Strom an ein weiteres Vordringen der Engländer nach Central Asten nicht zu denken sei. Wie recht Napier mit seiner Ansicht hatte, wurde der britischen Negierung bei Beginn des Krieges gegen Afghanistan im Jahre 1878 klar. DamalS war die Brücke über den Jbelum gerade vollendet worden und die Eisen bahn bis 102 Meilen nördlich von La höre in Betrieb, sodaß noch 109 Meilen von den Truppen in Märschen von täg lich 12 Meilen zurückgelegt werden muß

ten.. Nach dem Frieden von GundU! niiirf tttrtrf f&irfn rnVitn ttt lf

tV Wt J m V V VMf rt 4 V j allen tzunlonnemeiuz zurua. manas : Juni, zu einer Zeit, da der Indus bereit im Steigen war, traf die. Armee bei Attock ein: die Schiffsbrücke war noch nicht ausgenommen und hielt den s Marsch der Truppen und den Transport der Krieasvorrüthe au?: wäre damals . , das Hochwasser um emen Tag früher eingetreten, so würde ein Theil der Ar nee ur cm bis zwei Monate von den übrigen Streitlrasten in Ostindien abgeschnitten und nicht verwendbar gewes?n sein. Reisende in Ostindien können j:tzt mittels der Bahn bis Peshavar ge langen, wo sich ein großartiger Ausblick auf die Gebirge von Afghanistan eröfj net und von wo der historisch gewordene Khyber Paß in nicht ganz einer Tage ... in- n : . o n o l itijc 5U ciic.ucii t5Ciung tock wurde noü V2N den Mobamedancrn erbaut, von den Englandern aber zu nem Wasfenplatze gemacht, der für un clnnelzmbar gilt. Mit. der Eröffnung des Verkehrs über die Brücke bei Attock i fntitt fftrnrSrtfrmrt Yii ri&iinttn ! V VV V M Vj I ft mili'.arischen Bewegungen von beinahe . rr v . i v.o v ciuem irnoc oes anoes um anoern vornehmen, und gleichzeitig bildet nun mehr Attock- für auswärtige Expeditio meyr nuoa- ,ur ausmarrlge i?jpeorno. nen eine außerordentlich günstige Qper'atlonsbasls. Eine Erinnerung an die Barden. Während der Bicentennial Feier- in Philadelphia haben die Gesangsvorträge pennsylvanischer Kohlengräber nicht die allgemeine Theilnahme des Publicums gesunden, die sie verdienen, dagegen ober die größte Bewunderung aller Musikken ner erregt. Diese Sänger waren sammt lich ein'gewanderte Waliser oder die Abkömmlinge von solchen. In Wales ist die Pflege 'des Gesanges noch aus den Zeiten der Barden her der gesummten Bevölkerung theuer; Barden nannten sich die schon seit dem zweiten Jahrhundert unsererZeitrechnung denNömern be kannten Sanger der celtlschenVölker, der Bvtannler, Waliser, Schotten und Gal lier. Gleich den Skopen der Angelsach sen und den Skalden der alten Skan dinavier besangen sie die Thaten der Götter und Helden bei dem Cultus und bei Festen unter Begleitung der Chrotta, einer Art Harse, entflammten das Heer zur Tapserkett, schritten demselben im Kampfe voran, bildeten die Herolde der Fürsten und die Vermittler des Frie denS. , Gleichzeitig waren die Barden die Träger aller geschichtlichen Ueberlieserung. In Wales wurden ihre- Privi1 legien und Freiheiten um 940 durch den Gesetzgeber und König Howel -Dha fest begrenzt und ausgezeichnet, der ganze Orden aber 1078 von Gryffyth ap Conen resormirt und neu geregelt. Von Zeit zu Zeit wurden große Wettkämpse in Gesang und Poesie Eistedfodds ab gehalten, in denen daS Volk durch Zuruf den Sieger bezeichnete und die Wahl der Oberbarden entschied. Mit der Erobe rung von Wales durch Eduard I. im Jahre 128t verloren die Barden ihre Vorrechte, doch wurden die Eistedfodds bis auf Elisabeth regelmäßig beibehalten, und an ihre Stelle traten in. späterer Zeit Gesangesfeste, an denen das ganze Volk Theil nahm und die eine Pflege des Chorgesangez zur Folge hatten, die nirgends in so ausgebildetem Grade' ge funden wird, als in Wales. . Die nach Pennsylvanien auswandern den Waliser haben diese Sitte in ihre neue Heimath verpflanzt. Dort üben die hart arbeitenden Kohlengräber mit Weib und Kind die großartigsten und schönsten Chöre eines Händel, Bach, Haydn und Mendelssohn mit einer Hingebung und einem Verständniß ein, daß sie. schließlich in dem Vortrage dieser herrlichen Werke von keiner musikalischen Gesellschaft unserer Großstädte übertraf fen werden. DieMitglieder eines Chores wohnen nicht dicht bei einander, sondern vertheilen sich aus Umkreise von 40 und mehr Meilen, die nur durch höchst mangelhafte Landstraßen verbunden sind. Soll nun ein neuer Chor einst'udirt wer den, so werden die Stimmen an 'die Mitglieder vertheilt und diese treten zu lleinen BezirkSvercinen zusammen, deren Mitglieder nahe bei einander wohnen, .und üben unter ihren erwählten Dirigenten die verschiedenen Partieen so lange ein, bis jeder Einzelne seine Stimme ganz genau inneThat und ohne Ansicht der Noten fehlerlos singen kann. Sodann tritt der gesammte Chor der häusiz bis zu 300 Stimmen zählt, in einer Kirche, Schule oder öffentlichen Halle zusammen und der Dirigent dcö ganzen Chores läßt das Musikwerk so ost singen, bis er und die eijgen Sänger selbst mit ihren Leistungen zufrieden sind. Charakteristisch ist für diese Chöre die absolute Sicherheit in d'en Einsätzen und das- Festhalten des Tones, so daß trotz des Mangels an instrumentalerVe gleituig ein Detoniren nie vorkommt. An dem ganzen Vortrage, kann überHaupt nach dem Urtheile tüchtiger Musikkenner nichts ausgeseht werden, als die nicht völlig correcte Tonbilduug, welche nicht den.vollen und freien Brustton zu? Entwickelung kommen läßt, sondern an den Naaslton schwach erinnert. Die Pflege des Gesanges und die damit zusammenhangenden wöchentlichen, in den Wohnungen der Mitglieder abwechselnd abgehaltenen Uebungen haben serner zur Folgen gehabt daß sich jene Maliser Kohlengräber durch Intelligenz, Nüchternheit und Friedfertigkeit auszeichnen. : George Grittstemer, S stz vrz-7 " 5-12-r.ti i&ti-itfZrS Leichen-Bestatter, 276 Ost Marketstraöe, zw. Ost und Liberty. Indianapolis, Ind. , Leichen Melden ohne yis aufbewahrt. Telephone Tag und Nacht.

sZ,

v 'BJrr't yLfXt( 'i-mfyPlH3 MUk hAri - -JUrjSZ.'f!WtXr -v-TV1A1 L Sw7wjf' v?'- Z t-?t?t.vtzr wAi 7 WMSMMM

aufe etwas Nutz lich es für

WsöhlimHös ' Wir babcn ein voüalicke Vaaer n.

i - , tu - r t -1' - w - -f v ! Kff i m c -vmi4iiii, nsdawlö. Strumpscn. Unterkleidern. Tischtücher.-?. Blinket un eine:. Vo :th von ''ions'' und Fairu GoodS" in erNi'ser, Ausvabl, nn wclc!- .u man

.w"fl"n c l.ur ung uns vui Börse nicht all i'lskhr in Anspruch nehmen. , W. 0ll rol!wK Block, Ccke

AHST

2Dfy Goods &

1 : ? i No. o42 Sud . g g , - '.PNehIt, ttamttttllw paNcnd 12... . . 3s.. s 1. ( v ' -

ctuc $vvtt zi ii nrt bl 0er eiegautcUett ttlcidcrstvffc ttttd Kttrzwaaren allrr Art Man sprccks bei Jclten vor mib be-

fid)ilai d.lS nrosir 9aaer' ' -viisti-

V V iv o I;

PRill j.

Importeur mib Wbolesale-Nerkanf.r fr In

Weine imdSfiintnoscn.

I, IW Ost Wchmg,,, Stttßc,

B

"r r t

i J . rn m w li

f.. 4 l ji V

BiWWC MMM M jJrn 1 M SMMMW niid "

k

Brauer tmti Bätkx.

Li 6 Ist : o Sud-Ende der

. J b c i SKV, Ro: zu finden ist. Be!.;-Handscbnbö.

u '&tym&ty&. iutyt . u daß die nrite Auswahl von .. ff p s b e d e ck u n g e n sür ' Herren, Knaben nnd Madchen,

ö. U . VWN . erkänfcr vött KöHlM uw$ Gi?9e.

Office: 7 Wrst Mmylalld Straße. V'rds : (?cke Oh!o und Davidson Straße tint Eckk We,1 nud Lonisiann S li ßk

IN X I -A. Ir V I

AA

V . '

äiiö EzT Office osf.n während deZ Tage?

Kunstvoll und öcqukm. Fehlerlos.'

ViereZig, Zußvärmer, Fiillosez, Anthracit? oder 5o!,lcn.Lscn.' i?twS gai Neue. Betrachte Sie sich dies,lben, ehe Sie kaufen. .Ebenso da grkste Lager wn O,skn, Kochöfen, .Furnarcö, Mantel und Gratei" im Staate, llnitttrcsfliche .Vase Turners," die sogenannten Jrübfliicktöfen, Hotelöfen und Laundchosen - l

WUimt mb

Nvs 01 und

ein

- GeschM' i fih.-nsfnff.Mv ftf,;K.,n.r;.,.:.mv...rn zu vrcl!kn ausmäblen kan. ,r?che die W. UIllE, Washington u. Pennsylvania St ape. Motion Siore, Ost 'Stnißl', m - für WelbuacktSaeschenk,.a.ä . . reine VhotogriN'hiett. ll. K. II o ÄREI er INDtANAl'OLIS, IIVI. LLEHCE vi n Li M' v,m -Bill. Alabama Straß?. lnilianapoli, hu. J- 0 m . 1iZ Ost Wlishiligtoii Straßr Schoßwärincr, u. f. w. O JL. I S. George Herrmsn,,. uflav Stusck,hzpr. Herrina nn NnscbriZttpt, Deutsche Lcichenbestatter Ro. 2 Süd Delavare Str. Süd Delavare uner Nach'. ?e'kxoi,:?erbir:du,. o fSlfe 03 West Washington SirajZe.

;

r