Indiana Tribüne, Volume 6, Number 96, Indianapolis, Marion County, 23 December 1882 — Page 2
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Zäglie- und SonutagsauogaSe. Offfcc: 2S. DclawareStr. J-ldianapoliS, Ind.. I:). Dezember 1832. rrtx Ter,,eecy.koto?". Der Bericht, den Herr Bökel den Gläubigern des Herrn Keely öder dey 'Stand von dessen vielbesprochener Ent d.eöung erstattet hat, liegt jetzt vor. Herr Bökel steht skiner Zuverlässigkeit wegen bei allen Ingenieuren und Technikern in New tyozl in hoher Achtung; wir haven daher keinen Grund anzunehmen, daß derselbe seinen Konstituenten absichtlich blauen Dunst vormacht, haben aber trotzdem von dem Berichte einen wesent lich anderen Eindruck nicht erhalten. .Die neue Kraft, welche Herr Keely entdeckt zu haben überzeugt ist, wird aus Wasser entwickelt. Wasser kann in sei nem regulären tropsbar flüssigen Zu, stände durch die sortgesetzte Einwirkung von Schwingungen Vibrationen, Oscillationen in einen Zustand versetzt werden, in dem sich seine moleculere Zu sammensetzung ändert, und in diesem veränderten.Zustande entwickelt es eine konstant expansive Krast, ähnlich wie GaS, Dampf oder Aetber unter der Einwirkung anderer Einflüsse vorüber gehend expansiv sind, welche im ge schlossenen Raume mit einem Gewichte von 25,000 Pfund auf den Qua dratzoll gleichmäßig und andauernd drückt. Vermittels dieser Krast setzt nun Herr Keely seine neue Maschine, die .VibrationS-Maschine" in Bewe gung, deren Fertigstellung ihm' seine? wissenschaftlichen Ueberzeugung nach im nächstens Monat, gelingen muß." Zur Unterstützung der Annahme,, daß man Wasser dadurch, daß man eS in dauern den Schwingungen erhalt, in eine Ag regatform versetzen könne, m welchem es zu einer konstant expansiven KraftAeu ßerung befähigt ist, erinnert Herr Boekel an die Thatsache, daß man die mächtigsten Eisen und Stein-Constructionen in vibrirende Bewegung versetzen kann, wenn man den musikalischen Grundton derselben anschlägt, d. h. auf irgind welche Weise ertönen läßt. Diese.Anführug beruht allerdings auf eine? Thatsache und wir brauchen die Leser nur. daran zu erinnern, daß die Akustik eine? Halle davon abhängt, daß gleichzeitig mit den durch durch die,Men 'schenstimmen oder" durch Instrumente prsducirten Tönen möglichst viele Theile der Halle gleicher Ton- und Klangfarbe mitschwingen; serner daran, daß, wenn zwei Harfen nebeneinander stehen, von denen die eine gespielt wird, die andere mittönt und endlich daran, daß gewisse Töne der Orgel die rnächtigsten Kirchen in leise Vibrationen nicht nur zu ver setzen scheinen, sondern wirklich versetzen. So mag man denn zugeben, daß ein Kübel Wasser, dessen Grundton angeschlagen wird, in Vibration versetzt wird der daß diese Vibration, oder dasWas' ser in diesem vibrirenden Zustande im Stande sei, eine Krast zu entwickeln, eine eheimnißvolle Gas, Dunst-, Dampf oder Aether-Art zu erzeugen, ist eine Behauptung, für die auch nicht der Schein eines Beweise beigebracht wird. Man kann um ein triviales. Beispiel zu gebrauchen, sein .Söhnlein, das man im Verdacht hat, es habe Aev el stibitzt und trage solche in seinen Taschen bei sich, so liebevoll schütteln, daß die Aepsel aus den Boden rollen, war unser Ber Lacht aber unbegründet, so wird auch auch das sortgesetzteste Schütteln keine solchen Fruchte zum Vorschein dringen. Mit anderen Worten : Aus nichts, wird nichts", oder nach Salomo's Ausspruch : einen Dummkops kann man Stunden lang im Mörser stoßen, ohne ein Quentchen Geist oder Verstand zu erhal ten. An der Zusammensetzung deS Was serk kann kein Vernünftiger zweifeln, denn wir können, indem wir Sauer- und Wasserstoff in den entsprechenden Mi schungsverhültnissen mischen, jeder Zeit Wasser erzeugen. Wie soll man nun durch eine Veränderung des Zusammen , hangö der WasierMolekule einen Stoff erzeugen, der aus etwas Anderem be steht, als auö Sauerstoff oder Wasser flog? Schon eine derartige Behaup tun 3 würde blos denkbar sein, wenn wir voraussetzen dürsten oder könnten, daß die Bestandtheile des Wassers, der " Sauerstoff oder der Wasserstoff, keine . Grundstoffe, keine Elemente seien. In diesem Falle könnte das vibrirende Was ser einen der beiden, fälschlich als Ele mente angesehenen Stoffe theilen und daS eine oder das andere der aus dieser . Theilungresultirenden, wirklichen Ele " mente möchte mit einer seither unentdeckten Kraft ausgestattet fein. Unendlich Hiele Stoffe sind bekanntlich erst ver . haltnißmäßig spät als zusammengesetzte Körper erkannt worden, aber gegen einen Versuch, dem Sauer und Wafferstoff die elementare Qualität abzusprechen, , würde die esammte Wlffenschast sich austehneu. Im Uebrigen stellt weder Herr Keely noch Herr Bökel eine der artige Behauptung, aus und beide über . lassen eS dem Leser, sich auszumalen, wie man aus irgend, einem Körper durch vu änderte Zusammensetzung seiner Mole cule eine .Krast herüuZentwickeln will, . ohne daß solche schon vorher in demsel. ' ben nur latent vorhanden war. . Die Eigenschaften des Sauer und WafferftoffeS kennt die Wissenschaft, ein drittes giebt es im Waffer, abgesehen von mechanischenBeimengungen nicht, und so ,ird Herrn Keely'S Motor aus dem von Herrn Bökel angedenketen Wege nim mermehr zu irgend welcher Krast'Aeuße ung gelangen. : Den größten Elfindern ist eS bekanntlich nur zu häufig passirt, da die Mit elt und zwar auch die wissenschastlich -Gebildeten Manner ihrer Zeit, ihre Er ksindungen mit Geringschätzung betrach mitten und behandelten. So sehr uns Kiese Erfahrungen vor jedem absprechen
den Urtheile bewahren sollten, kann rnan doch nicht so weit ge'ikn, i:: die Wirklichseit einer Erfindung Vertrauen zu setzen, selche durch einen Bericht anschaulich ge macht werden soll,-der in jedem Worte den dekanntest:n NaturgeseZen roiderspricht. : American Street Nailway SlNo eiation"
tn c nt fTi r n.'i ? i ist der Name einer .neuen Gesellichaft, ttcl verschiedener groper Städte lm Osten triebsveresser'ngen ifcv fc, Nachsicht der Herren, welche diesem Pu blikum die Benutzung ihrer Wagen überhaupt noch gestattet, nicht hoch ge nug anschlagen kann. Daß die vielen Beschwerden der Fahrgäste einsa.ch daher rühren, daß man den Edmsort in den Wagen auf den denkbar niedrigsten Grad herabgeschraubt hat, das kam den Herren Direktoren so wenig in den Sinn, als daß der Betrieb der Straßen bahnen in jeder Beziehung noch.plum per aus das Princip, möglichst wenig für ihre Einnahmen zu leisten, hinaus laust, als der den Eisenbahnen. Diesem Versahren gegenüber ist es das Publi cum sich selbst schuldig, auch die geringste Verletzung des Reglements zur Anzeige zu dringen. Das Pubticum verkennt die vielfachen, gerechten -Beschwerden, zu denen die Eisenbahnen Veranlagung geben, leinen Augenblick, aber dasselbe weiß auch,' daß es auf der schlechtesten Eisenbahn besser behandelt wird, als aus der besten Straßenbahn. : ' ravi üb sein LÄicksal. Dem ägyptischen Correspondente der .London Times" ist am 4. Dezember ein arabisch geschriebener Brief ' Arabi Pa scha's zugestellt worden, den er übersetzte und semem Blatte zusandte. Der Brief enthält einige Stellen, die den .Schrei ber besser charakterisiren als alle Schil derungen, die bisher von ihm entworfen sind. Nachdem der Führer der Unglück lichen Revolution erwähnt hat, daß er
m'S Lci rasen noi.ea 'st. Duscld ttme;te'e1!t abhakt. Au? . laL'J JKVI1 N" (Jcncc'tÄn .vn 3l' Sp.Prbn
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aber alle d:e Herrer l Dittltoren hatten ? führten, während '... aus ge , viel von der Unverschümthelt des sundheitöschäylichen Substanzen zusamüam. vudli zu berichten, daß rnan die , mrL
v.SS?nlMm b ihr Krömer . PMik" verruZknen W.??.! ! J. als Brilel, IZ it. tüchtigsten und erfolg. ''MVttrt C28" Förderer wirklicher Humanität fJihms Z't ! 4 ZuZ r n anderen Nationen bewährt. fl -Ä. ?& eS'r,3- 5 Unier den Augen der britischen Beamten ,," !!' und nahe den MittelpunMn des Ver. KiWÄS. kommen in Ostindien WittwenfeÄJÄ te'Sfc! "ich n,ehr r, wohl
r. ...c v cttit r.: oi--it-:v: ii iuiiu-. stistung, Verbrechen, an denen ich nie auch nur im Geringsten theilgenommen habe und die ganz und gar gegen unsere religiösen und politischen Grundsätze verstoßn. Mit völliger Bttuhigunq verlasse ich Aegypten, denn ich weiß, daß England die Resormen nicht lange ver zogern kann, für die wir gekämpst ha ben. In kurzer Zeit wird die englisch französische Controle abgeschasst werden. Aegypten wird nicht mehr in den Hän den einer Myriade von Fremden sein, welche die Einheimischen aus allen Stellen verdrängen. Unsere Gerichtshöfe werden von Mißbräuchen gereinigt, Ge setzbücher werden' geschaffen, undwa noch wichtiger ist, es wird eine Kammer von Notabeln errichtet werden, die wirk lich eine Stimme bezüglich der Angele genheiten des ägyptischen Volke )at. Aus den Dörsern wird der Schwärm der Eindringlinge vertrieben werden. Wenn die Engländer das Alles sehen, werden sie erkennen, daß meine Rebellion eine sehr starke Berechtigung hatte. Der Sohn eines ägyptischen Fellahs, versuchte ich nach besten Kräften, alle diese Wohlthaten dem theuren Lande zu sichern, zu dem ich gehöre und daS ich liebe. Mein Unglück gestattete mir nicht, diese Pläne auszusühren.' Ich hosfe, daß das englische Bolk daS von mir ve gonnene Werk zu Ende führen wird. Wenn England dieses Unternehmen vol lendet und auf diese Weise Aegypten den Aegyptern gibt, dann wird es der Welt die eigentlichen Zwecke und Ziele Ära bi'S, des Rebellen,-klar gemacht haben.'Alle Aegypter standen bei mir, wie ich zu Aegypten stand und ich hoffe, daß Aegypten mich nicht vergessen wird,wenn England ihm gibt, was ich . erstrebte. Ich wiederhole, daß ich mein Schicksal nicht beklage, ja ich bin sogar ' glücklich und zufrieden denn ich weiß, daß mein Unglück den Weg zur Freiheit und Wohlfahrt Aegyptens geebnet hat. Wenn England das gute Werk gethan hat, dann wird eö mir bei seiner.Huma nität und Gerechtigkeitsliebe sicher ye statten, zurückzukehren und vor meinem Tode mit eigenen Augen daS Ergebniß sein?? human?n und clvilistrenden Ar beit zu schauen. Der Schreiber schließt mit einem Dank an Gladstone und Lord Granville, ' an Lord Dufferin und Sir Edward Malet, an Herrn Blunt, der ihn mit Geld unterstützte als die ägyptischen Freunde ihn verlassen hatten, an die Presse, die einen ordentlichen Proceß für ihn erwirkte und ndlich an seine Vertheidiger und das englische Volk. Man muß gestehen, daß in dem ganzen Briefe keine Spur von orientalischer Ueberschvenglichkeit zu finden ist, und daß er eine hohe Vaterlandsliebe athmet, die den Morgenländern sonst gänzlich abgesprochen 'wird'. Appetitlktlze Levensmlttek. Wie weit eS die Franzosen in de? Yersälschung des Weines gebracht haben,' ist allgemein bekannt, abee neu durste eS sür sie selbst sein, daß ihnen unversälschte Nahrungsmittel nur noch ausnahmS weise vorgesetzt werden. Chokolade wird mit Bohnenmehl und Dattelkör nern versetzt, und von 77 Mustern, die dem städtischen Laboratorium' sür chemi sche Analysen in Paris überbracht wur den, war über die Halste in dieser Weise behandelt. , Daß der gemahlene Kaffee versälscht wird, ist selbstverständlich, aber auch die Kaffeebohnen sind nicht ' echt. .Es giebt in Paris Fabriken, die.
aus Eicheln.' gebranntem Weizen und I r? . . i. fr. , r? r t
i(aiza aqnueje üassecoolz ncn hlftellen u.id sie i:. ein attoholisch: Lösung von Kriegen tauchen, um ihnen da? Anschin von Mor'ii-tfcfiee zu ge den. Noch nicht einmal die Zichorie, di: doch c-hnth'.'.? fcr. zur Verfälschung des Kaffes dient, iriib in Paris rein gelte jfett, lern dc.s Laloraiorium zahl reiche Je.salschungen mit Elknoxyd uns Oker ststgesiellt. Von 125 Psenermus. tern erwiesen sich 84 al5 unrein. Sie v vt.vu wi ivvw v."x uij toi.btw. standen ::. A. aus Kartoffelstärke, pul Oliven- und Daltelkörnern, ' , Pr-ih tf.iir nh ch gcsarbt und folglich nicht aus de: Fruchtart gemacht, deren menaesekt varen. M',l Cons noch größer:? .Schwindel getrieben, denn ' von 18 Mustern, welche untersucht wur Z den' Kessnnken 14. hsiiihtfslifisirfi öh3 I Glucose. Der viel benutzte JohannisbeerGelee wird aus Seegras gemacht, mitFuchsin gesärbt und mit einem Stoffe parsümirt,' der größtentheils aus Wein steiN'Säure besteht. An Brot werden täglich ie,000 Tons in Frankreich ver braucht, sodaß alsoie Wichtigkeit diese Nahrungsmittels über allen Zweifel fest steht. In Paris wird sein Gewicht durch Wasser erhöht und in das Mehl nicht nur Kartoffelstarke u. s. w. gemischt, sondern auch Gist. Von 31 Brotproben waren nur 13 aus reinem Weizenmehle gemacht. Bei der Untersuchung der Mehlproben wurde die Spectral Ana lyse mit großem Ersolge angewendet, da sie metallische Beimischungen sofort nach wies. Von 62 Buttermustern waren nur 11 rein, die anderen bestanden mehr oder minder aus amerikanischem Oleo margarin, das in ganzen Schiffsladun gen über Holland nach der Normandie eingesührt und nachher in Paris als beste normannische Butter verkauft wird. Den Parisern ist ein guter Appetit $i wünschen. Qlnt Willwen Verbrennung. Durch ihre im Großen und Ganzen be wunderswerthe Eolonial'Politik, durch ihre Kämpfe gegen den Sklavenhandel v v r fr.... n v. . n uno ourq iyre Vemuyungen,vie lnii o : ::tcx. .. .. S. ! OiiuiC" uyiiiytu )ciu;ciuiuiiycu vti VTtt?MTivi , Su'trfB o t?(? S? ''w"' fl uimiutMuui, i" .c,. I.s.trt WU.! W finstere-FanatiZmus noch dann und wann seine Opfer. Wie der ,'Calcutta Bengale" erzählt, war vor einigen Monaten in demS'tüdtVVV V V fJ fv VW chen Gader Dehee im Distrikte Banhu rah der vornehme Jndier Brahamand Gonain gestorben. Die L?iche war in. weiße Gewänder gehüllt, und ihr zu Häupten saß, angethan mit ihrem kost barsten Schmucke, thränenlos die jugendIlche und chöne Wittwe Suttee. D:e nächsten Verwandten waren 'im Zimmer Mesend, m Mxn Edt vor dem Gotte Krishna die ewiae Lampe brannte. Vor die JlgurAdes Götzen trat Suttee. ent ledigte sich ihres Schmuckes, legte solchen zu Füßen der Gottheit nieder und sprach: Nimm alles die es, o Gott, ich bedarf nicht länger irdischen Schmuckes." Dann schritt sie zur Leiche ihres Gatten zurück und wandte sich an des letzteren Bruder mit den Worten: Laß den Scheiter Haufen richten, ich werde mit dem Manne metner Liebe verbrennen, wie unser hei liger Glaube uns vorschreibt." Der Schwager,' die, üb.'gen Verwandten,' selbst die Mutter des gestorbenen Gat ten, der jede Frau in Indien die höchste Verehrung schuldet, bestürmten dieWitt we, von ihrem Vorsatze abzustehen, die letztere blieb aber standhast. Als die Schwiegermutter dem blühenden Weibe die grauenvollen Schmerzen des Feuer todes schilderte, trat Suttee wiederum an den Götzen hinan und hielt einen Finger der rechten Hand in die Flamme der Lampe, bis das Fleisch bis auf die Knochen verbrannt war. Solchen Muth verlieh dem Heldenweibe nicht, wie der einst einem Scävola, der hohe und Herr liche Gedanke an das Vaterland, sondern die Macht düsteren, wahnwitzigen Aber glauben?, und : Sorget nicht, daß ich schwach werde", sprach ruhig die Tochter eines Volkes, welches durch seine Reli gion jeder Thatkraft beraubt und nur im Ausharren und Dulden stark gewor den ist. Der fromme Wahn war auch in den Verwandten des freiwilligen Opfers noch so mächtig, daß dieselben jeden fer neren Widerstand aufgaben. In der Nähe des von einem Garten umgebenen Hauses wurde noch an demselben Tage ein Scheiterhausen gerüstet, ans dem Städtchen und deffen weiter Umgebung strömten Tausende herbei) die Leiche wurde auf den Holzstoß' gebettet und unter den Klängen des von der Menge angestimmten heiligen Gesanges : Ha riboll" schritt ein blühendes Weiö nach einem in der Nähe befindlichen kleinen Landsee, nahm die von dem Ritus vor geschriebenen Abwaschungen vor, ver hüllte Haupt und Glieder mit einem dich ten Schleier, schritt langsam zum Scheiterhaufen und solchen hinan. Mit brünstiger Umarmung schmiegte sie sich an den todten Gatten, die Flammen des an mehrere Stellen entzündeten Holz stoße loderten empor, , und mit dem Ge sänge des umstehehenden Volkes misch ten sich ansänglich die Gebete, oder wohl i SchmerzenSschreie des verbrennenden Weibes; wohlthätiger Rauch erlöste das selbe bald, von seinen Qualen. Nicht ein: Spur von Bewunderung über kommt - uns bei dem Anblicke solchen Opsermuthes,' sondern tiesstes Mitleid und Grauen vor dem Loose, da der Menschheit bcschiedcn ist, so oft der Wahn über die Vernunft' triumphirt. Auch dcr BrahmaiZmuZ war einst eine Wohlthat, der Vcwahrer und Spender
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oer Bilounz. tzs liegt aver tn o., ! t , . . Natur der Priester jedes Dogmatismus,? Stunde an semem Patienten herum, den Fortschritt mir so lage zu wo5t7. t'" Zauber kam nicht ,um Vorschein, und zu fördern, als der Siegseiner Aii.'uud Sc-.pio erklärte bie5 daraus, daß schauungen noch nicht entschieden ist. ' d:rselbe kein körper!icher,sondern ein gei' Sobald die Culturardeit darübe? Wr. l st'3 sei. Zwei wirkliche Aerzte konnten
auszugehen sich anschiöt, werden sie ihre ' unerbitllichen Geaner. ! BervreHen auf hoher Tee. Ein seinenMctiven nach unerklärliche-: Verbrechen auf bohei See bat in San - o- ' o er - rr- i 'i I aranci5co crcnlciiung zur Elnleltu.iz l einer Untersuchung gegeben. Vorige, Woche ging lm dortigen 5)ifen das Nel. . Aorker Vollschiff Joseph S. Pinney von 5avre kommend, bor Anker Da Schiff hatte Havre am 3. August ver Pumpen regulirt wurde. Am 30. Au ! ..n s h.m 7 m nK ! 22 Gr. n. L. wurden bei Untersuchung des Wasierstandes 3 Fuß 8 Zoll Wasser H 14 1 4W MIV W 4 VL W UiM I im Klelraume vorgefunden Der Ca pitan Curling, welcher -zu einem Achtel Mitbesitzer des Schiffes ist und von seiner' Frau und zwei kleinen Kindern be gleitet wurde, orderte die aus 28 See leuten bestehende Mannschaft an die Pumpen, aber das Wasser stieg, obgleich die Pumpen unausgesetzt in Betrieb ge halten wurden, stündlich um 2 Fuß, so daß das Schiff in längstens 12 Stunden sich füllen und sinken mußte'. Die ge nauesten Nachforschungen führten nicht zur Entdeckung eines Lecks, wobl aber deutete der gurgelnde Ton des Waffers die Stelle an, an welcher daffelbe ein strömte. Bei Tagesanbruch kamen 2 Barken in Sicht, die zu eventueller Hilfeleistung herbeisignalisirt wurden. Eine wiederholte Durchforschung des Klelraumes führte . zur Entdeckung des Lecks an der durch das Geräusch des ein strömenden WafferS angedeuteten Stelle; daffelbe bestand aus 3 Bohrlöchern von je U Zoll Durchmesser. Die Löcher wurden verstopst und der Pinney" setzte seine Reise fort. Eine von dem Capi tän sofort angestellte Untersuchung nach dem Urheber deS Lecks hatte nicht das geringste Resultat. Äm nächsten Tage meldete der Schiffszimmermann, daß einer der sogenannten Pumpenbohrer aus der Werkzeug'Kiste verschwunden sei ; kurz . darauf wurde das Geräth, vermittels' deffen der eigentliche Bohrer in Bewegung gesetzt wird, im Schiff räume gefunden. Weiteres ist seither nicht ermittelt, und die gesammteSchissS mannschast ist nach der Ankunst in San Francisco unter Aussicht gestellt worden. Der Capitän giebt sämmtlichen Leuten daS Zeugniß, daß sich dieselben während der ganzen Reise mupergiltig verhalten haben und versichert, er habe trotz seines vielfachen Nachdenkens über die Angele genheit auch nicht die Spur eines Mo tivZ zu dem Verbrechen entdecken können. Senator Jones von Nevada hat auch die Wechselsälle des Lebens er fahren muffen. Noch vor wenigen Iah ren wurde sein Vermögen aus $10,000, 000 geschätzt,' heute besitzt er kaum noch $50,000. Alles andere ist in unglü.cklichen Speculationen verloren gegangen, z. B.für neue Minen in Calisornien, sür eine Eisenbahn in Südcalisornien, für das St. James Hotel in New Jork und sür Ländereiett, die Jones nie gese hen, aber doch gekauft hatte. Bom Inlande. Zu den DinZen. welche bald gewesen sein werden, gehört der ehemal so viel erwähnte Dismal Sroamv" im südöstlichen Virainien und nördlichen Nordcarolina. Zur Zeit der Sklaverei war er der sichere Zufluchtsort flüchtiger Sklaven und deswegen den Sklavenhal tern so verhaßt, daß sie eine Million Dollars daran wendeten, um einen Ca nal hindurch zu legen und Schneidemüh len daran anzulegen, um den Cypressen wald zu Schindeln, Psosten und Bret tern zu verarbeiten und so denZufluchtS ort zu zerstören, den Boden zu entwäs fern und Ackerland daraus zumachen.Bis zur Abschaffung der Sklaverei war das nur in sehr geringem Maße gelun gen. Allein, wie'ein neuerer Reisender berichtet, gelingt das Unternehmen jetzt, weil daS Nutzholz theurer geworden ist. Nur der in der Mitte des Gebietes auf etwa höherem Boden gelegene See Drummand trotzt noch in seiner alten Düsterheit der Axt. Durch unterirdische Zuflüffe stärker gespeist, als daß der schmale Entwasserungscanal ihn leeren könnte, ist er mit einem undurchdringli chen von der Natur errichteten Zaune und Dickicht von riesigen Cypreffen ein gefaßt, deren durchschnittlich mehrere Fuß dicke Stämme so nahe zusammen stehen, daß kein Mensch dazwischen sich durchzwängen kann. Fünf Zoll dickes Eis wird bereits auf Staten Island eingeheimst. Die Brauer wollen die 'Eisernte erst beginnen, wenn das Eis 8 bis '10 Zoll dick ist. - Die That deS Eh ep a a r e s Freeman in Barnstable County, Maff., welches sein einziges Töchterchen dem Jehovah schlachtete, hat Nachahmung gefunden. John Smith in Los Ange les, Cal., wurde vor einem Jahre zum Methodismus bekehrt und beschäftigte sich seitdem ausschließlich mit dem Lesen der Bibel. Er überzeugte seine Gattm ! davon, M es ihre Pflicht sei, ihren 13 jährigen Sohn Benjamin dem Herrn zu opfern. Der Knabe lnieete aus Geheiß deß Vaters nieder, die Eltern knieeten und beteten an seiner Seite und der Va ter stieß dem Sohne ein Messer insHerz. Die Eltern erwarten im Gesüngnisse ihre Uebersührung in das Irrenhaus; beide behaupten noch heute, ein gottgefälliges Werk vollbracht zu haben. Scipio nicht ZA sricanuS, aber ein Afrikaner quacksalbert schon seit Jahren in Skipwity, Miss., daß es eine Schande ist. Kürzlich hatte er einen andern Afrikaner, der cn einer Bein Geschwulst litt, in Behandlung. Scipio entschied, daß einZauder" in dem kran ken Gliede stecke und schnitt eine halbe
IUIU UHU ;UUUi; Ulll L'U V r . ' -T" cn Südamerika Guano nach New York zu f.1" LvJ?"1 L iU 2banon, Penn., lringen. Der Ballast b'ftand in Was' die letzt sett fast 2 Jahren krank darfctnnh im fip1mm hitrA hij l.üDCr liegt. AIs slk UNlt DCtOT NtthtN
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11 Kranken nur durch Amputation des Bnnes'am Leben erhalten. Scipio ist
tetver nocy nlazl griyeerr uno geseoeri worden. D erBo st o nH erald" findet e gar nicht so ganz unwahrscheinlich. k?..? 5??;? i?. ' trMttv'm k" schz dem Waffer durch Schütteln de? s-hen .tlockt; das Schütteln sei ja auch der Bereitung vsn mixed drinks vn sehr wohlthätiger Wirkung. Eirl wirklich schrecklich g e wwnapiin im rnunflc im, T)-ttt t inen Sustenanfall. Eine der - rw. . . . . - t . L maWm I XikL. m m m Stecknadeln flog dabei in den HalS, wo di:selbe bis jetzt stecken blieb. VieleAerzte haben, ihr zu helfen versucht, konnten ihr jedoch keine Linderung.verschaffen. Die Stecknadel sitzt zu tief, als daß man sie durch ein Instrument erreichen könnte. Zuweilen kann die Frau nicht effen und leidet große Schmerzen. FesteNahrung in größeren Stücken kann sie gar nicht zu sich nehmen. Als sich der Unfall er eignete, war Frau Heckmann ein junges, gesundes und kräftiges Frauenzimmer; jetzt sieht sie um Jahre älter aus, als sie in dtr That ist. . I. Suter von Havre de Grace, Md., wurde in seinem Kahne, in dem er sich in derNähe der Insel Wathen be. ifand, von einem Sturme überfallen und Erblickte, nach der Insel steuernd, zwei 'große Vögel von fremdartigem Ausse den, bit sich ebenfalls nach dem Ufer flüchteten. Dort schoß Suter einen der Vögel flügellahm und erbeutete ihn ; der Gcsährte des Gefangenen umflog den Jäger in immer engeren Kreisen und kam diesem schließlich so nahe, "daß derselbe ihn durch einen Schlag mit dem Ruder betäuben und ebenfalls erbeuten konnte. Suter hat beide Vögel an ei nen Hotelbesitzer für $10 verkauft und dieser hofft, dieselben am Leben erhalten ten zu können. Die Vögel gehören augenscheinlich in das Geschlecht' der En ten, aber von den vielen Jägern und den einzelnen Ornithologen, welche dieselben seither in Augenschein genommen haben, erinnert sich Keiner, se eine ähnliche En tkN'Art gesehen zu haben. Das Feder kleid der Thiere ist von dunkler Bronze Farbe, an der Brust röthlich weiß und schillert im Sonnenschein in prächtigstem Glänzt ; sie wiegen zusammen 18 Psund. Der römisch-katholische Bischof Borges von Michizan hat den Kirchen seines Sprengels verboten, Geld durch Lotterien, Fairs und Würfeln auf' zubringen, und gibt selbst daS Beispiel einer würdigeren Pro;!?, indem er einen Fehlbetrag von $1300 in seiner Ge meinde durch eine Kopssteuer, welch: er ausgeschrieben hat, ausbringen will. Fo n g C h o w, e i n r e i ch e r tity nese in San Francisco, fiel während einer Krankheit in einen Zustand vonBe täubung, den seine Freunde sür den Tod hielten. Sie zogen ihm die Todtenklei der an, legten ihn aus dem Bette auf das landesübliche Paradebett und die bereit gehaltenen Klageweiber heulten und schrieen, wie eS sich bei dem Tode eines reichen ' Mannes geziemt. Da richtete sich Fong Chow auf, nannte seine Freunde Narren, riß sich die Todten kleider vom Leibe und begab sich in sein Bett, in dem er bald im Schlummer des Gerechten völliger Genesung entgegen schlief. : Dieser Tage erkrankte Hr. Charles Derby in Salem, Maff., welcher sich mehrere Jahre auf den Sandwlch'Jnfeln aufgehalten und mit botanischen Untersuchungen beschäftigt hat, plötzlich und in so gefährlicher Weise, daß er in daö Krankenhaus über führt werden mußte. Der Hospital arzt erkannte sofort, daß der Kranke am Aussatze leide und mehrere von ihm zur Konsultation beigezogene Aerzte schloffen sich seiner Anficht an. Mehrere Aerzte sind von Boston nach Salem-cbzereist, um den interessanten Fall zu studiren. Der Kranke ist natürlich streng isolirt. Der He? zog von Jork vom Stamm der ClallamJndianer im Ter ritorium Washington hat nun auch seine zweite Frau, die Jenny Lind hieß, verloren,' seine erste Frau führte den Ra men Königin Victoria Jenny Lind war vor sechs Monaten von einem Soldaten in eeback angeschossen worden, war aus Freude über ihre Genesung -an eine Spre:" gegangen, war im Zustan dc der Trunkenheit in ein Herdfener ge fallen und ist an den Bra:?0w.lttden ae lftorben. Horn tluiUnu. Der preußische Cultus minister hat folgende Verfügung an die OberPräsidenten erlassen : .ES wird beabsichtigt, geeignete Maßnahmen für die Erhaltung der Kunstdenkmäler und Alterthümer im Wege der Gesetzgebung vorzubereiten. Zu dem Zwecki ist eS er wünscht, zu erfahren, welche Wissenschaft lichen Vereine in der dortigen Provinz bestehen, deren Bestrebungen direkt oder indirect auf die Erforschung und Erhal tung der beweglichen und unbewegliöen Denkmäler gerichtet sind. Zu diesen Denkmälern sind Bauwerke, jeder Art, als : Kirchen, Schlösser, mittelalterliche Befestigungen, Ruinen, prähistorische Denkmäler, zum Beispiel Steingräber, sodann auch Bilder Schnitzereien, Urnen, Münzen u. dergl. zu rechnen ' . Nach. soeben publizirten Ergebnissen der vorläufigen Ernteermit telung in Preußen, welche auf den. fchätzungLweisen Angaben der landwirlh schastlichen Vereine beruhen' und von dem königlichen statistischen Bureau zu sammengestellt worden sind, liegt folgenöeö Resultat vor : An WinterweizeN sind geerntet 16,311.202 Doppelcentner, während 1881 nach den endgiltigen Er Mittelungen nur 10.22,281 .Doppel centner geernttt wurden. Roggen 62,
i. . . am . r. :ri w . inci.i .n.o
162,300 g.'gen 30.082.553 '.Vorjahre. Gerste 13,040,907 gegen '...74,082 im Vorjahre. haser 3W.,17i gegen 21,935,412 im Vorjahr,. Kartoffeln 154,487,273 gegen 17,5.2.2e Doppelttntner im Voriahre. ' Die (3 e : ! c in n t i n r : r der
Unterschlagungen, welche i.: Rußland in jüngster Zeit begangen wurden, be recyner man aus sievenunowc.. lg U.CU Honen Rubel, wobei- Jlt -e kbübe reier.", deren Betrag 10,c ) Rubel nicht r.f. l ' cm , . . iwiimgi in VMHk gezlM Und. ersteStelle nimmt unter d jüngstenDe sraudationin der ehemalig. Dircltor der Kommunalbank zu Skopi.., Nykow, mit etwas über zwölf Millionen Rubel ein,sodann folgen die jüngst in Od:ssa kon flatiten Intendantur . Disra'.daüonen in der Cherson'schen Bank mit 2.00.0.0 RubU; in der Bank zu W idika okaS mit 1.710,000 Rubel und in Ser Krön ädter Bank mit H Millio. cn Rubel (nach anderen Quellen betrag die De sraudation in der Kronstädter' .ank nahe an drei Millionen Rübe!) ,erne: der Hochstapler Matkowski in' Odessa mit mindesten'S einer Million Rubel; Swi ridow in Kiew mit 253,000 Ruel und Ssolodowniksw in Moskau mit 500.000 Nudel; kssofjana, Beamter der Sud westbahnea, mit 400,000 Rubel ; Mel nizki mit 338,43 Rubel; die .Chinin" Defraudation mit 250.000 Rubel und Nowizki mit 150.000 Rubel. Außerdem werden noch elf Falle von Defraudatio nen aufgeführt, welche sich zwischen 20 biz 60,000 Rubel bewegen, fri allen Fällen, wo die veruntreute Summe durch die Untersuchung noch nicht genau festgestellt ist, sind nur dieMinimalzissern in Rechnung gesetzt worden. I n einer der letzten S i tzungen der sranzösischen Deputirten Kammer gelangte en Gesetzentwurf zur Vertheilung unter die Abgeordneten, der die.Frage der Leichenverbrennung zum Gegenstande hat. Der Gesetzentwurf, aus vemGambetta. Paul Bert, BischossS heim, Passy, Anatole de la Jörge und viele andere hervorragende Abgeordnete als Unterzeichner siguriren, enthält fünf Artikel, die wesentlich Folgendes be sagen : Jedem Bürger soll es anheimge stells werden, durch eine letztwillige Ver sügung anzuordnen, daß sein Leichnam, anstatt beerdigt zu werden, verbrannt werde. Auch den Hinterbliebenen fleht daS Recht zu, die Leichname der verstor denen Personen der Verbrennung zuzu führen. Für den Hall einer aus welchem Grunde immer erfolgenden Opposition gegen die Verbrennung hat dcr Frie densrichter binnen 24 Stunden zu ent fäi:iden. Wenn eine Anzeize übe? ein stattgehabte Verbrechen vorliegt, dem der Verstorbene zum Opfer gefallen, so muß vorher erst eine Leichenschau statt finden. . In Paris verbreitete sich der Glaube, dajj Hr. Gambetta sich kci neSwegs selbst verwundet hat, sondern daZ Opfer einer Rache die Einen fpre .iZen von einem beleidigten Ehemann, die A idern von einer ehemaligen Ee lieb'.en, der Mutter seines Sohnes, der unter dem Namen Massabie in Leipzig erzogen wird sein dürfte. Man ver mnthet !n diesem Fall, daß er die Hand erhob,. um den Schuß abzuwehren, daß er aber ußer an der Rechten in der Schulter' der : in der Brust getrosten wurde. .So würde sich, meint man, die Zuziehung von zwei benachbarten Aerz ten und drei bekannten Pariser Ehirur gen erklären, welche sich sämmtlich sehr mysteriös verhalten und sich weigern, unverhohlen auf die Frage, wo die Ku gel durchgegangen ist, zu antworten. Es wird erzählt, dak sich schon ein Liebha ber sür die K.' s.'l. welche Gambetta verwundete, gefut.en hat; es ist dieS ein Engländer, Hr. Rowel, ein gewaltiger Raritätenfammler vor dem Herrn, der für das - Prriektil 10.000 Franken,' die den Armen zukommen sollen, bezahlen w. ' Aus St. Petersburg wird berichtet, daß die russische Regierung den Raskolniken (.Altgläudigen") gewisse religiöse Erleichterungen gewährt hade. DaöOrgan der russischen Revolutionäre, daS Genfer Wolnoje Slowo', gibt in teressante Aufschlüsse über diesen Gegen stand. Wäh.-end der letzten Anwesenheit des CzarS in Moskau zeichneten sich bei dem Empfange deS Czars besonders die dortigen Roclolniken aus. Man erzählt sich, die Juhret der .Altgläubigen" hat ten mit den Häuptern des anti-nihilisti kchenGehtimtundes einenPakt geschlossen auf Grund .dessen die .Altgläubigen" demselben 4090 ihrer .Jünglinge" zur Versügung gestellt Hütten, um das be geisterte rnifc jauchzende Volk vorzustel len, während der Geheimbund sich ver pflichtete, die RaSkolniken vor den An griffen der Polizei zu schützen. Für ähnliche Dienste während der voljähri' gen Ezarcn?eise in'S Wolga Gebiet ha ben sie die Besreiung ihrer seit dem Jahre 1854 in der Verbannung leben den Erzpriester bei der Regierung er langt. ESwurdebereilSkürzllch gemeldet, daß das Kloster Wartopeidon auf dem Monte Santo (Berg Athoö) in Makedonien ein Raub der Flammen ge worden ist. Wie nun Berichte aus Sa lonichi melden, brach das Feuer zur Abendzeit in der Küche des Klosters aus un8 verbreitete. sich so. schnell, daß schon nach einer halben. Stunde, das ganze Klostergebäude mit der dazu gehörigen Kirche in Flammen stand. Die Mönche dachten nur daran, die Heiligenbilder und -einige ?Altargegenstände aus der Kirche zu retten, während die Bibliothek des Klosters, in der höchst seltene grie chische Manuscripte ausbevahrt wurden,, ein Raub der Flammen geworden ist. Eine Rettung des Gebäudes war freilich nicht möglich, da eS gänzlich an Lösch requ'siten sehtte. Die zwanzig Klöster, die f ch auf dem Berge AthoL befinden eine profane Bevölkerung wird daselbst gar nicht geduldet hatten eS nämlich bisher unterlassen, sich Löschmaterialien anzuschaffen, da sie derZudersicht waren, daß ihr Schutzpatron jede FeuerSgesahr. von ihnen abwenden werde'. DaS zer störte Klostergebäude stammte auS ders zvölsten Jahrhundert.
