Indiana Tribüne, Volume 6, Number 95, Indianapolis, Marion County, 22 December 1882 — Page 2

SndZana Uriöüns, FSgliHe- uud SeuntasStszzö. Office: DclawarcStr.

O v 'anoZ!?, Ind.. 22.e$cm(r 1L?2. DcrdeZseruttgkN. , Aus allen Gebieten, welche bc-3 häu liche, geschäftliche und öffentlich? Leben .der im Fortschritte sich mitiint:r über stürzenden Nationen umfassen, Hird jetzt so viel verbessert, daß e5 die Menschheit vor lauter "irriprovenients" car nicht aushalten kann. Werfen wir den Blick auf unseren nächsten Nachbar, bc.cigcnx lich unser bester Friund sein sollte, c3 aber leider durchaus nicht ist, dc l Ofen, so sehen wir einen Hartkohl. O.en und damit ein rncchanische tfunjinerk vor uns, das einen ,n:indesten5 eben'o com plicirten MechanitniuZ enthält, .cie Lokomotive oder eine stehende Dampsn-a-schine. In seinem Innern befindet sich ein wahres Labyrinth von einzelnen und doppelten, geradeaus, um .dieCcke oder in Spiralen lausenden Nöhren und Röhr chen. daß der Rauch, die Gase und di: sonstigen ' VerbrennungSproducte einen CurfuS in der höheren Mechanik durchgemacht haben müssen, wenn sie ihren Weg in's Freie finden ollen. Klavier spielen ersordert nicht so viel technisch: Jertigkekt, als mit einem solchen Wunderosen allerneuesterConstruction einigermaßen umgehen zu können. Freilich erhalten mir, wenn wir solch ein Nor.pluS? Ultra von Vollkommenheit lausen, eine dickleibige, mit Zeichnungen auögestat tete Broschüre welche uns dieses Wunder von Mechanismus erklart, wenn wir aber den Anweisungen derselben sclg-:n, werden wir schnell mit Schrecken gewahr, daß wir doppelt so viel Heizmaterial brauchen und noch nicht den halben WärmeEsfect erzielen, als in dem alten, einfach construirten Ofen, den wir un dankbar in die Rumpelkammer rric sen. . Doch der Ofen neuester Conflruc xion wird nicht nur wegen seiner Ver dienste als eigentlicher Ofen, sondern namentlich auch wegen, seiner Schönheit gepriesen, die ihn zu. einem Schmuckstücke für jeden Parlor macht. In jber That ist ein solcher Heizapparat noch mehr nickelplated" als selbst die wunderbare Bahn zwischen New York, Vussalo, Cleveland, Chicago und St. Louis, und die wenigen eisernen Bestandtheile , sind so glatt geschlissen und polirt, daß auch das Eisen aussteht, als diene es lediglich zur Verzierung des Ofens. Nun ist es eine allbekannte Thatsache, der wenig stenS die Ofenfabrikanten nicht ins Gestcht schlagen sollten, daß mattes Eisen die Wärme außerordentlich gut, po'.irtcs Eisen ste aber sehr schlecht ausstrahlt. So haben wir dadurch, daß wir den al ten wärmenden Freund in eine ausgc putzte Kokette verwandelten, nichts er reicht, als daß wir. für 'eine 'größere Menge Heizmaterial eine wesentlich" ge ringere. Wärmeleistung erhalten. Die Eigenschaft aber, dadie polirten Ösentheile die Hitze.nur mangelhaft auLstrah len, verhindert dieselben nicht, den bei der Verbrennung sich bildenden nach theiligen'Gasen im Zustande der Erhitzung bin Durchgang zu gestatten, den sie um so lieber wählen, als ihnen das complicirte .System" das Entweichen in den Schornstem erschwert. ' So verbrennen wir Unmassen von Kohle, bringen es häufig trotzdem nicht zu dem gewünschten HeizungSesfectc und erfahren schließlich durch die unerklärliche Müdigkeit, die uns beschleicht, durch das unerträgliche Kopsweh, das uns foltert, daß wir ein beträchtliches Quantum von jenemGase eingeathmet haben. daZ, Ansang nicht wahrnehmbar, seine Wirkungen erst cufgiebt, ttenn wir Stunden lang in unverdorbener Atmosphäre zu gebracht haben. ' Dazu kommt noch, daß die Oescn neuester Constrnction" den Ausenthalt in den Zimmern, zu deren Heizung ste bestimmt find, geradezu sü? die Gesundheit gefährlich machen, wenn nicht für diejenige Ventilation ausrei chend gesorgt ist,' welche der weniger ver besserte Ofen so wirksam unterstützt. Wir wissen aus den Verbandlungen der GesundheitS-Behörden, daß schadhafte Abzugsröhren die Gesundheit unserer Wohnungen dadurch untergraben, daß sie die gistigen Canalgase in dieselben leiten, aber viele von uns wissen nicht, daß der gekünstelte Base-Burner neuester Construction- selbstthätig die Luft ' unserer Zimmer verdirbt, unvollkommen heizt und dabei die Ventilation nicht be fördert und die Stubenluft durch das AuZathmen von. Stickstcsf so lange ve? pestet, als nicht ganz ungewöhnlich gute Ventilations'Vorrichtiingen diesen nach theiligen .Einflüssen - entgegenwirken. Man braucht absalnt sein. Freund des Rückschrittes zu sein und muß doch zugcden, daß wir' in unseren Fortschritten mitunter einseitig find und über der läp Pischen Aeußerlichleit daS wahre Verdienst derjenigen Geräthe vergessen, die uns im Leben stündlich umgeben. Ce im Tturnc. Seit ungefähr 200 Jahren ist d lebe ' ruhigende Wirkung des Oels auf em vörte Wasterwogen bekannt. Gar mancht?' Malfahrer wurde -.seither . schon dadurch gerettet, daß' er große Fässer Fischthran auSgoß und hierdurch ver hinderte, daß die Wellen in das Schiss schlugen und sowohl im englischen als im deutschen LcbensrettungSdicnste fuhren, die Rettungsboote" seit mindestens 20 Jahren große kupferne Behälter mit Oel. Während daS AuSgießen von Del über die Wellen in der Brandung schon oft die besten Dienste geleistet hat, glaubte man seither nicht, daß sich das Oel mitten auf dem Meere ähnlich wirkfani weise, oder war der Anficht,' daß c5 auf hoher See einer so bedeutenden Quantität Oel bedürfe, die Mecht der Wogen zu brechen, daß es praktisch un .möglich sein würde, sich des OelS auch

dort zu bedienen. Der Italiener Sin renzo Foudaearo, welcher kürzlich auf dem Dampfer George W. Clyde-,vcn San Domingo au in New 9)jrl landete, hat die Frage, ob stch die Anwendüng de5 Oels auch auf hoher See cci

pZehlc,zum Gegenstände jeme: befonde rcn Untersuchungen gemacht und seit dem 8. October 1880 verschiedene Fahrten unternommen, während deren er die voll-, kommene Wirksamkeit des Oels unter' anen Umständen und daZ bcsse Versahren, dafielbe anzuwenden, ermittelt und erprobthat. , Er hat stch ein nur drei Tonnen haltcndcS Boot gebaut, und dieses hat mittcls Anu-eudunz von Oel häufig den größten Stürmen, sowie den heftigsten Stursem widerstanden, während es ohne dieses Mittel sicher verloren gew'esen sein würde. Interessant ist die geringe Quantität Oel, deren Fondacaro bedürfte, um sein Aoo! mitten im ausgeregten Meere innerhalb einer verhältnißmüßig ruhigen Fläche zu halten. Derselbe warf bei hestigcn Stürmen einen Schlrppanker aus, welcher daS Boot vor dem Wide hielt, und eine Gallone Oel, welche er an beiden Seiten des Bootes langsam in dünnem Strahle ausftießen ließ, genügte, das Boot lange Stunden hindurch gegen überschlagendes Wasser zu schuhen. Die italienische Regierung hat großes Interesse sürFondacaro's Experiment an den Tag gelzt und wird denselben nach seiner Rücklehr nach Neapel in den Stand setzen, in eizum größeren zu diesem Zwecke zu erbauenden Schisse weitere Versuche anzustel lcn.v Englische See-VersicherungsGe-sellschaften gehen mit dem Plane um, allen Fahrzeugen, welche fie versichern, vorzuschreiben, daß dieselben bei ihren Fahrten noch zu bestimmende Quantitäten Oel an Bord haben. . v ' Tes TpltzelS Papiere. Vor Kurzem wurde gemeldet, daß in Zürich ein sogenannter agent provocateur entdeckt wurde, der ehemalige dresdner Möbelhändler Schmidt, der sein erzeit wegen betrügerischenBankerotts verfolat worden und alsdann in die Dienste des sächsischen Vaterlandes getreten war. Dieser Herr hatte es sich zur Aufgabe gemacht, sich an verbannte Socialisten anzuschließen, ihnen gegenüber den Revolutionär zu spielen und sie zu veranlassen, mit ihm zusammen Attentate auszuhecken. Er verrieth sich jedoch durch seine süßliche Ausdringlichkeit und wurde von den Verschwörern" gefoppt. Schließlich wollte man ihn wegen Zechprellerei verhaften, und bei dieser Gelegenheit warf er Papiere fort, die zu säubern und zu entziffern man sich die Mühe nicht verdrießen ließ. Sie sind sehr interessant, ungewöhnlich interessant. Da sind zunächst eigenhändige Briefe des Herrn Eriminalraths .Weller aus Dresden. Diese? brave Beamte zeigt sich sehr besorgt um das Schicksal verschiedener Personen, die als Verbannte oder Flüchtlinge in der Schweiz weilen. Er bittet den Spitzel, ihr Treiben zu be obachten und womöglich au-findig zu machen, unter welchenAdreszen verbotene Zeitungen nach Dresden spedirt werden. Ferner möchte er gern Photographien der socialistischen Führer haben, die zu V 'i i . m Agliallonszweaen naq eut miano ge sandt werden konnten und einen genauen Bericht über die Ecciallsten-Zusammen kunst aus Schloß Wyden. Wiederholt sendet er Geld, aber der Spitzel braucht zu viel, und deshalb theilt ihm der Hu rninalrath mit, daß die Fonds erschöpft sp?n Vs?ur hissn CX, ? m-'GrttiV " Vltl .U Vhiti V WtUIIVk ivu ren, uns die im Königreich Sachsen weilenden Vertreter des SocialdemoUal" und derFreiHeit" so zu bezeichnen, daß wir sie sossen können, wird wieder etwas locker gemacht werden können." Schmidt' sendet neue Notizen ein, .die indessen nach Ansicht des Eriminalraths .sür unsere sächsischen Verhältnisse so wenig positiven Nutzen haben, daß damit nichts herauszuschlagen ist Und bei dieser Gelegenheit macht der Erimi nalbeamte ein reizendes Geständniß. Er tyeut ctm topiei mit, ösli wir nur einen kleinen DispositionSfond habender fast nur zu. r Unterstützung von unseren zahlreichen Beamten und den Hinterbliebenen solcher verwandt wird." Von den 10,500 Mark, die der sächsische Landtag sür Belohnungen, Kurkosten und Unterstützungen" bewilligt hat, nimmt oder stiehlt also die Polizei meh rere hundert Mark, um durch einen Spitzel Verschwörungen anzetteln und politische Flüchtlinge überwachen zu lassen ! . Noch interessanter sind die Briefe des kaiserlichen Polizeiinspectors Kaltenbach in Mühlhausen. Auch dieser hat mehrfach Geld an Schmidt geschickt und sogar eine persönliche Zusammenkunst mit dem Spitzel gehabt. Er erkundigt sich nach den Beziehungen eines mühlhausener Wirths zu den schweizerischen Soeialisten und fragt, ob hiesige Beamte, z. B. Schutzmänner, mit den dortigen oder hiesigen Nihilisten in Verbindung stehen." Die Antworten läßt er sich unter verschiedenen falschen Adressen senden. Manchmal beschwert er sich darüber, , daß Schmidt nicht AgeS sendet, waS er versprochen hat, namentlich den Bericht über den exccutiven Theil der socialistischen Eonkrole. Zuletzt treibt er sogar hohe Politik, denn er will wis sen, wer die Vcrbandlungen mit E e ntrum lind Fortschritt führt Auch er kann nicht genug geben, und Schmidt wendet ' sich an die Polizei von Stuttgart und an den Detectiv Poaky in London. Von ersterer erhält er einen kurz abweisenden Bescheid, Letzürcr sagt ihm offen heraus, daß der Kram kaum der Mühe verlohnt. Welche Blamage wäre dem sächsischen Criminalrath und dem kaiserlichen Polizeiir.spektor erspart geblieben, wenn sie dieselbe vernünftige Ansicht gehab thätten! Gesayrilche Bcsazüstkgungöa lcn. ES ist häufig darauf hingewiesen norden, daß mit der Verbesierung der Tech-

I m! die Gesten dcZ industriellen Be-

tliebes sich üchens, aber cicl'su weniq Ausmc5zfi-.mkelt wird denZenigenrbeitSzweigcn zugewendet, dle den Arbeiter langsam ruiniren.' ?.'!an weiß, daß Ingenieure, Locmoiivsührer, Bremser, Maurer, die hohe Gcdäude errichten, Anstreicher, die auf schwankendem Gestelle hoch oben in der Lust schweben, Lootsen, Matrosen n. s. .w. beständig vom Tode oder von schweren Unglücksfällen bedroht sind, doch vergißt man, daß eS taufende von Arbeitern giebt, die eine weit fchlimmereGcfah? laufen, nämVieh S? ,L P;!tfii!TrS. RuhUrr. und Mcfsingarbeiter Z. B. otbmcn nicht nur den schädlichen Metallstaub ein, sondern derselbe sctzt sich auq an .hrcm Körper fest und dringt in's Blut. LetztereS wird dadurch - bcrciescn, daß die Leiawand, welche ywt Leute 'dicht am Körper tragen,' sich grünlich färbt, und daß selbst ihreSwcißtropscn eine grünlichc Farbe haben. 2Lenn sie sich schneiden oder sonstwie verwunden, so hält es schwer, die Wunde zn heilen. Nicht ganz so gefährdet, aber immerhin schwer bedroht sind die Steinbrech:?, Stahlschleiser, die Arbeiter ' in den Farbenfabriken, Eisengießer, Schleissteinmacher, Sägemüller, Bleistift-Aerfertiger und hundert andkie, deren Dienste der Menschheit unentbehrlich sind, und denen sür ihr Opfer an Cesnndhcit und Leben mit äußerst schlechten' Löhnen gedankt wird. In einigen Industrieländern wird sür diese Opfer und ihre Hinterbliebenen wenigstens nothdürstig durch H.ilsS- oder Sterbekaffi-n gesorgtin den Ver. Stäaen aber, im Lande der Freiheil, Herr,chen in dieser Beziehung noch ganz uii'geordnete Zustünde. . Je mehr jedoch letzterer an Bedeutung zunimmt, t größer die Schaaren werden, die sich in den Städten anhäusen und in Fabriken arbeiten, desto zwingender wird ' auch di? Nothwendigkeit, Schutzmoßregcln. zu treffen und rcn staatswezen sür ein Ländliches L:rf?.--s'ystem KKx . oDer Kaffee aus (5eylsn. Auf der schönen birnenförmigen Insel an der Südspitze von Indien, der Jnsel der Balsam duftenden Lüftet hat eine eigenthümliche Krankheitder Blätter der Kaffeepflanze einen noch größeren und allgemeineren Nothstand hervorgerufen, als selbst die Nebenkrankheit seiner Zeit auf Madeira.' Seitdem die Gewinnung der Zimmtrinde, welche früher Ceylons Monopol bildete, außerordentlich eingeschränkt worden und fast ausschließlich auf Java übergegangen ist, hatte man dem Anbau von Kaffee alle Aufmerksamkeit zugewendet, und derselbe hat neben einer geringen Tabak und ZuckerröhrProduktion einen außerordentlichen Umfang angenommen. Die erwähnte, plötzlich und ohne warnendes Vorzeichen aufgetretene Krankheit hat die KaffeePlantagen zum bei Weitem größten Theile vernichtet. Wenigstens die Hälfte der englischen Plantagenbesitzer hat die Insel in Verzweiflung verlassen und versucht, mit den Resten der einst bedeutenden Vermögen auf Java, Sumatra, Borneo, den Fiji-Jnseln oder in Brasilien die auf Ceylon im Kaffeebau ge wonnencn Erfahrungen zu verwerthen. Die Hauptstadt Col'ombo ist mit beschästigungSloscn Pflanzern und Arbeitern überfüllt. Ueber die Hälfte aller Plantagen ist verlassen und die üppig wuchernden Dschungeln haben die werthvollen Accker so bedeckt, daß keine Spur mehr an den einst sorgsältig gepflegten Boden erinnert. ' Einzelne Pflanzer setzen mit den größten Anstrengungen den Kasseebaü fort und hoffen, daß die Krankheit dereinst.so rasch' verschwinden werde, wie sie gekommen ist. Noch andere haben Thce und den Chinarindenbaum an Stelle des Kaffees angepstanzt doch lohnt der Thee-Ertrag die Produktionskosten nicht. Alle Grundbesitzer, von denen Viele noch vor wenigen Jähren große Reichthümer besaßen und wegen ihrer zum Sprichwort gewordenen großartigen Gastlichkeit in der ganzen Welt bekannt waren,, sind, froh, wenn, sie in den Städten oder cm den Straßen schlcchtest bezahlte Arbeit vcr richten und, wie die Kulis, einige Hände voll ' NeiS sür ihren Unte'rhalt.crwerhen können. Alle haben ilire Plantagen, die sie zu verkaufen außer Staude sind, mitSchulden belastet, und der Werth des Grund und Bodens ist so' gefallen, daß die Banken, obgleich sie stzts mit größter Vorsicht verfahren sind, diebedeutendsten Verluste erleiden. In Folge dcffen liegen Handel . und Industrie auf jedem einzelnen Gebiete darnieder; Grund und Boden giebt keinen Ertrag, die Eisenbahnen haben keine Fracht zu besördetn, alle und jede Hilfsquelle ist verstopft. Den glücklichsten Griff haben noch diejenigen Pflanzer gethan welche sofort bei dem Austreten der Krankheit aus ihren Kaffeeplantagcn ChinarindenBäume angepflanzt haben.. Dies geschah zuerst im'Jahre 187L, und seitdem hat die Ausfuhr der Chinarinde in den nächsten sieben Jahren folgende Dimensionen angenommen : 18,731,-16.842, 5G,589, 173,497, 173,511, 1,207,720 Pfund, und für das gegenwartige Jahr wird der Export auf 3,000,000 Pfund geschätzt. Während sonach diese Production eine neucQuelle des Wohlstandes sür die Insel für den Fall zu werden verspricht, daß sich die Kasseepflanze aus Ceylon nie wieder er holen sollte, hat der Anbau von Thee seither im günstigsten Jahre höchstens .0,000 .Pfund mehr ergeben, als die heimische Konsumtion beträgt. Statistik ker Dampfschissfahrt. Admiral George H. Preble von der Bundes-Marine Ha5 den Verlust an Menschenleben und Eigenthum zusammengestellt, der seit Einsührung der Dampsschisssahrt auf dem atlantischen Oceane zu verzeichnen ist. Die erste Fahrt über den Ocean machte der DamPser Siriüs" im Jahre 1538. Von diesem Johre an bis 1870 sind 111, oder drei bis-vier Damvfer jährlich unteraegangm. Die Adjchädung der Verluste

an Menjchcmcoen kann nur eine annähcrnde sein, da viele Schisse spurlos verschwundcn sind, deren Passagier- und Mannschast-zahl nie genau" ermittelt worden ist. Der erste Dampfer,, der, und zwar im Jahre 1841, völlig verschwand, warZdas britische Schiff President" mit einem Gehalt von Tonnen. In den 13 Jahren von 1811 bis 1854 ging durch den Schiffbruch eincZ atlantischen. Dampfers blos ein Menschenleben verloren. In letzterem Jahre verschwand die City of Glas gow" mit 450 Seelen, sank bei Cap

'.ace die Arctic" mit 2 Personen und j gnß ti ciMon Litcrpool nach Quebec der britische Damvfer Qer Majesty" verloren.. 183G verschwand der .Pacific" mit 200, der Lyonnais" mit 260 Personen und 1857 der .Tcmpcst" mit unzefähr derselben . Anzahl. 1838 verbrannte die Austria" mit 533 und 100 scheiterte der Hungarian an Cap Sl.blc mit einem Verlust von 25 Personen. Seit dem Jahre 18.8 werden die Totalvcrluste seltener und die Anzahl der Geretteten großer und größer ; die größten Verluste seit diesem Jahre sind die .Anglo Soxon" in 18L3 mit 237, die .Cambria" in 1870 mit 190, dieScandinavia" in 1872 mit 45, der Atlantic" in 1873 mit 510, die 'Ville du Havrein demselben Jahre mit 230, der Schiller" in 1875 mit 205, die Deutschland" n demselben Jahre mit 157 und die Pomerania" in 1878 mit 5j Menschenleben. In den 40 Jahren, seit der erste ' wlifjr n WH.rnfff frn f?S 1! OUtUf) VIII I1UIIIU llVUjll, kU J t Schisse mit Mann und MauS. untcrge gangcn, von denen wir die bedeutendsten Verluste an Menschenleben vorstehend ausgesührthaben. Von den 111 verlorenen Dampsschissen sind über die Hälfte, und zwar meist in der Nähe, der Küste gescheitert; 21 werden als vermißt" aufgeführt, und dieser Ausdruck wird auf solche Schisse angewendet, welche in ihrem Bestimmungshasen Nicht angelangt sind und von denen sich der Ort und die Ursache des Untergangs nicht hat ermitteln lassen; 10 Dampfer verbrannten und in diesen Füllen wurden außer bei den grauenvollen Katastrophen der Austria" und des Sardinian" alle Menschenleben gerettet. Im Falle der Aiistria" im Jahre 1858 warn die Nettungsvorrichtungen noch nicht so weit vorgeschritten, als gegenwärtig, und derUntergang des Sardinian" im Jahre 1878 war die Folge einer Cxplosion. 8 Dampfer fanken in' Folge von Collistonen und nur für 3 Fahrzeuge führte Eis den Untergang herbei, doch wird man das Schickfal der als vermißt" aufgeführten 21 Schiffe zum größten'Theile aufRechnung des Eises schreiben müssen. 8 Dampfer wurden von den Mannschaften auf hoher See aufgegeben und hierbei kam kein Verlust an Menschenleben vor. Wir haben leider schweren UnglückZsällen'aus hoher 'See entgegen' zusehen, denn am Samstag srüh sind fünf zum atlantischen Geschwader gehörige (Robeson'sche) BundeskriegSfchiffe, Tenncssee", Vandalia", Kearsage," Alliance" und Z)antic", unter Commando-von Contre-Admiral Georg y. Cooper in den Hampton-RoadS unter Segel gegangen, um während des Winters in westindischen Gewässern zu kreikz-n. Vom Inlande. In S h a n an d o a h C o.,. V a., wurde vor zwei Jahren ein Teich mit Karpsenbrut besetzt,' in dem sich jetzt Tausende von Fischen im Gewichte von 0 bis 8 Psund befinden. Frau Cat herine Antonio in Mobile, Ala., hat es seit Zwei Jahren vorausgesagt, daß sie am 7. Dezember 1882 sterben werde; die Frau hat Glück gehabt mit ihrer Prophezeiung, sie starb in der That am angegebenen Tage. - Die aus 11 Köpfen bestehende Mannschaft eines SchoonerS aus Gloucester, Mass., hat in der Zeit vom 1. Dec. 1881 bis . zum 1. Dcc. 1882 $2G,123.81 mit demFange der Halibuts Heilbutten verdient. In der kalten Nacht vom Freitag zum Samstag voriger Woche wurden in Philadelphia drei kleine Kinder ausgesetzt ; eine derselben wurde er rorcn ausgcfunden. J-n Thomas ton, M e.. sperrte em Farmer eine große Eule in seinen Keller, damit diese die dort vorhandenen Ratten erlegen möge ; am nächsten Morgen fand er die Eule todt und halb aufgefressen vor. ,' In Columbia C o.,' O., haben die frei umherlaufenden Hunde in diesem Jahre für $17,009 Schafe getödtet. Die Schifssa hrt a u f dem Schuylkill ist am Samstag gefchlofien worden.' In einer e i n zig e n k l e i n e n Straße in Var'genneS, Vermont,' leben 25 alle Jnnggefellen und 37 alte Jungfern. .... K e e l y und B S k e l v i chern wieder einmal, daß in ein paar Monaten der Motor" sicher und.'zuverlässig arbeiten werde. Vor 23 I a h r e n verkaufte Stillman Pond in'Batavia, N. ZI-, an einen benachbarten Farmer ein Pferd für 5125. Der letztere leistete keine Zahlung, und der anhängig gemachte Prozeß wurde vorige Woche endgiltig entschieden. Der Beklagte hat an den Kläger an der.geklagten Forderung,Zin sen und zu erstattenden Kosten über oOO zu bezahlen ; den Kläger kostet die'Geschichte mindestens ebensoviel. I n W e st T r o y, N. I., h a b e n Damen einen sogenannten TaglioniClub gegründet, dessen Eigenthümlichkeit darin besteht, daß die Kleider der Mitglieder oben und unten auffallend kurz sind. Eine Wagen -Fabrik in Georgia tzat kürzttch den l, Aktionären 25

! Procent Divivenoe orzuti, ,.. ,.. I . . -t c ot . i. v. o v .

DDn;tr iz Kretern vi jiuiycwiauc tcui Neservesond überwiesen hatte.' Sie hat in dem mit dem 30. November enden! ni Jahre 010 Eisenbahnwagen gebaut und glaubt cs im nächsten Jahre, auf 1200 dringen zu können. D tz n e r a lA n w a l t d es SiaatcS Vennsvlvanien bat ein NechtSgutachtcn dahin abgegeben, daß dem Gouverneur des Staates das Recht nicht zustehe, eine Person, welche wegen Ueber tretung der Wahlgesetze deS Stimmrechtes verlustig erklärt worden ist, nch Äalogie der. Begnadigung bei ande.en Vergehen wieder in den srüheren Stand einzusetzen. - Der Rev. Dr. HickS scheint sich zu ärgern daß sich die Leute seit geraumcr Zeit nicht mehr um ihn küm mern; er macht bekannt, doß der von ihm. mit den letzten Tröstungen versehene Guiteau nicht in der Hölle ist. Das Washington - Monument hat jetzt eine Höhe von JZL Fuß r Zoll erreicht; dafielbe ist 2z Zoll ! her als der oberste Theil der Figur der America aus dem Capitale. Bei einer sashionabeln Hochzeit in New Z)ork tank kürzlich der Bräutigam bloS Sodawasser, während die Gäste französischen Champagner vorzogen. Während derselbe im Begriffe war, selbst eine Sodaflasche zu össnen, sprang ihm der Kork so hestig in das Auge, daß er dasselbe einbüßte. Hätte ein Champagnerstöpsel ' derartiges Unheil angerichtet, so wären die Teetotalers um ein geistvolles Argument relcher. Aus eigen th um l i che W eise vom Tode ereilt. Hr. Martin Conory, ein junger, in der Bäckerei des Hrn. B. Saxe in BrockSville, Jesserson County, Ba., angestellte? Mann, ist daselbst vorige Woche auf eigenthümliche Weise ums Leben gekommen. Er wurde bei der Bereitung des Teiges von Krampfen befallen, stürzte mit dem Kopf zu erst in die Masse hinein, konnte sich nicht mehr frei machen und erstickte. A lS ich S tud en t w ar sagte neulich ein erfahrener Arzt in Cleveland, O., dachte ich, ich hätte für jedeKrankheit mindestens ein Dutzend zuverlässige Mittel: jetzt wäre ich sroh, wenn ich sür jede Krankheit eins hatte." Ein i n t e r e s s a n t e r U r ä l dl e r" ist dieser Tage in SonomaCounty, Cal., gefällt worden. Es war eine Sequota Gigantea", bei Lebzeiten 347 Fuß hoch; sie hatte über demBoden einen Durchmesser von 14Fuß. JmFallen brach der Stamm etwa 200 Fuß über dem Stumpen entzwei. Aus dem Stamme wurden 12 Blöcke von folgenden Längen und Diametern gesägt : 11 Fuß Länge bei 9 Fuß Durchmesser; 12 Fuß Länge bei 8 Fuß Durchmesser; 12 Fuß bei 7 Fuß 7 Zoll; 14 Fuß bei 7 Fuß 0 Zoll ; 16 Fuß bei 7 Fuß ; 10 Fuß bei Fuß 10 Zoll; 10 Fuß bei 0 Fuß 0 Zoll ; 16 Fuß bei 0 Fuß 4 Zoll; 10 Fuß bei OFuß 3 Zoll; 18 Fuß bei C Fuß ; 12 Fuß bei 5 Fuß lOZoll; 18 Fuß Länge bei '5 Fuß 0 ZollDurchmlsier. Aus diesenZahlen sieht man, daß 180 lausende Fuß dieses außergewöhnlichen Baumes in Sägestämme verwandelt wurden, und der Leser kann an der Hand der vorstehenden Ziffern mit Leichtigkeit den Cubikinbalt des Baumes ermitteln. ' Zu sieben Fuß Pflöcken für eine Fenz verarbeitet, anstatt zu Bauholz, hätte der Baum genügend Material geliefert, um damit eine erklecklich große Farm einzuzäunen. Amerika ist daS Land der Patente. Im letzten Rechnungsjahre sind beim Patentamte nicht weniger als 27,022 Patentgesuche. 4.G90 mehr als im Rechnungsjahre 188081, eingereicht und. von diesen sind 17,71:! be willigt worden. Diese Zahlen erscheinen um so' größer, wenn man Vergleiche mit andern Ländern anstellt. Im Deutschen Reich zum Beispiel, welches in Bezug. auf die Zahl dr ertheilten Patente die vierte Stelle unter allen Ländern einnimmt, und desjen Bevölkerungszahl nicht sehr viel geringer ist. als diejenige der Ver. Staaten, wurden in dem dreijährigen Zeitraum vom Juli 1877 bis 1. Juli 1880 nur 1953L Patentgesuche eingereicht und nur 10,000 bewilligt. Auch Frankreich und daS britische Reich, welche in Bezug as die Zahl der Patente den 2. resp. 2. Rang einnehmen, stehen in dieser Hin ficht weit hinter den Per. Staaten zurück. In Deutschland ist übrigens da? Patentwesen in einem fortwährenden Aufschwünge begriffen. D e r g r ö ß te H o ch'o f e n in den Ver. .Staaten wu.de Ansang dieser Wo che in Röckbridge Co., Va , ang?fe,lkrt. Derselbe gehört einer Corcp zgnie enzl! sch?r C ,rnt iltslen mid tiefer! i.izlvcy2v Tannen Roheisen. Vom Auslande. In Wien wurde am 21.No vember ein Oberlieutenant' deZ nieder österreichischer LandeZschützen-PataillonS Korneuburg No. 2. Rudolf DubSky, welcher im September dieses JahieS von den ihm . anvertrauten Compagniegeldein 300 Gulden verspMt hatte, von den Geschworenen. freigesprochen, weil er das Geld in der Aufregung des Spiels" benutzt, und übrigens die gute Absicht ge habt habe, es wiederzugewinnen ! Der C Z a r langweilt sich in den Gemachern von Gatfchina. , Um nun der Kunst nicht ganz entfremde zu werden und in der Abgeschiedenheit die Zeit etwas zu verkürzen, befahl Kaiser Alexander, alle Theaterbübnen in Petersburg mittelst Telephons mit seinem Schlosse in Gatschina in Verbindung zu setzen, und nun hat sowohl der Czar als auch seine Familie allabendlich die beste Unterhaltung. . , Englands active S e emacht besteht zunächst auZ 110 Schiffen in heimischen. Stationen. Pieselben führen 749 Kanonen und sind von 9853 Ofsizieren und' Matrosen, 2792 Marinesoldaten u. 033 Schiffsjungen bemannt, d. i. eine Gesammtbemannung von 13, 283 sür heimische Stationen. In auöländischen Stationen hat England 100 Schiffe mit 012 GeZHüjen verschiedenen

Kalibers und einerÄemannung von 1., 733 Ofsizieren und Matrosen, 2072 ÄannMari5.etruppen ul:d 13::0TchifsZjungen, zusammen 17,75 Mann, hierzu treten 38 Schiffe, die gegenwärtig bei Vermeffungen, zur Truppenbefördcrung u. f. w. Ve?l?cndurg finden. Dieselben führen 137 Kanonen -und eine Vmanlung von 4610 Ofsizieren und Matroen, 500 Mann Marinetruppen und 250 Schi?s'sjungen, zusammen 5118 Mann. . Die großartige englische Streitmacht besteht somit in diesem Augenblick aus -258 Schiffen mit 1508 Kanonen, 29,102 . ' Offizieren und Matrosen, 2221 Schiffsjungen und 0010 MannMarinetruppen, zusammen 30.1(0 Mann. In d .en Dorfe Caullry.in der Nähe von Cambrai (Frankreich),kam es dieser Tage auf dem Friedhofe zu ei ner Schlacht zwifchen den Katholiken einer- ur.d den Protestanten und der bewaffneten Macht andrerfeitö. In einer

.'lbthettung des Kirchhofs, den die Katholiken als ihr' ausschließliches Eigen thum ansehen, sollte nämlich ein Proten I f rf" . ' . . m uanl oegraven weroen und, um dieje Entweihung zu verhindern, nahmen dreißig bis vierzig Weiber von dem Gottescdtt R'sZk vnYi tn?rffctn Rifi hr N. -w y w vivyitii vj v w stattung, als die Leiche herbeigesührt wurde. ES entstand ein Handgemenge, bei de'Ä auSgerissene Kreuze als Waffe ' dienen mußten, und eS nützte nichts, daß eine Brigade Gendarmen von Clary herbeieilte. Bei jeder Aufforderung den Platz zu räumen, legten die Weiber sich über die Gräber und warfen mit Steinen nach den Gendarmen, von denen einige verwundet wurden. Endlich setzte man den Gerichtshof von Cambrai von den Vorfällen in Kenntniß. Die Behörden kamen nun selbst und konnten die Ruhe wieder herstellen, so da? Begräbniß nach langem Ri-.gen stattfand. Dann aber bemächtigt: die Ausregung stch von Neuem der Gemüther und die Vertreter der Behörde mußten sich schleunigst vov der abermals ausbrechenden Wuth der -Fanatiker zurückziehen.. Zu den Studenten-Unruhen in Kasan wird geschrieben, daß das Amtsblatt kein Wort über die Tödtung dreier Studenten sage. DieScene war folgende: Am 29. Oktober (10. Nov.) verfammelten sich die Studenten Kasans in dem großen Saale des Uni versitätSgebäudes. Der Aufforderung der UniversitätS-Obrigkeit, auSeinanderzugehen, kamen sie nicht nach und eS wurde Militär requirirt. DaS Militär kam und erhielt Ordre, die StudentenVersammlung auSeinanderzutreiben.Der commandirende Ossizier rangirte seine Leute zu je drei Mann und befahl ihnen, den Saal mit dem Bajonnet zu räumen. Die vorderste Reihe trat in den Saal und ging mit gesälltem Bajonnet auf die Studenten zu'. Als diese aber, selbst als die Bajonnette fast ihre Brust berührten, keine Miene machten, zurückzuweichen, rief der Ossizier die Soldaten zurück und wendete sich, die Uhr aus der Tasche 'ziehend,' mit folgenden Worten an die Studenten : Meine Herren, ich gebe Ihnen fünf Minuten Zeit, sich zu zerstreuen ; thun Sie dies bis dahin nicht, so lasse ich schießen." Die Studenten antworteten mit Schmähungen. Der Offizier verlor den Kopf und com mandirte:' Vorderste Reihe Feuer!Drei Schüsse knallten, drei Studenten sielen zu Tode getroffen zu Boden. Die Anderen ergaben sich. Seit Jahren si'nd die Bemühungen der deutschen Postverwalntirt hrtrniif rt(JRft hrtfi Virf firrt der Einziehung von Geldbeträgen durch Poflaustrage, toelcheS während seines elfjährigen Bestehens in Deutschland sich so mächtig ( rieselt und so nutzbringend erwiese, ut, auch auf den Verkehr mit Oestreich auszudehnen. Obwohl diefe Absicht in Wien von vornherein die vollste Zustimmung fand, haben 'sich ihrer Ausführung bisher doch noch immer Hinderniffe entgegengestellt. Neuer- ' dingS aber ist ein erster wichtiger Schritt zum Ziele insofern geschehen, als es der österreichischen Postverwaltung gelungen ist, eine Verständigungnit der Postoerwaltung von Ungarn zu erzielen, kraft welcher das Postauftragsverfahren vom l. Nov. d. I. ad für den innern Verlehr der österreichisch-ungarischen Mo narchie zur Einführung gelangt ist. Nach Diesem Vorgänge läßt sich mit Zuvcrsicht erwarten, daü die Vortheile der Einrichtung in nicht scrnerZelt auch dem Verkehr zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn werden zugewandt oerden. ' Von welcher Bedeutung die Sache ist. mag daraus erhellen, daß im Jahre 1880 innerhald DcuZschlands, so wie im Verkehr von Denlschland mit Belgien,' Frankreich, Helaoland und der Schweiz über ZK Millionen Postauftragsbriese befördert und rur.d :I2(J Mitli oncn Mark daraus eingezogen wurden. DerTod des früheren Ministerpräsidenten Otto v. Manteffel, geboren in Lübben den I. Februar 1S05, giebt den deutschen Blättern Veranlassung zu Rückblicken, die meistens nicht sehr schmeichelhast sind sür'den Staatsmann,der am II.Oct. 18.')8 unter derRegentschast vom Schauplatze verschwand. Wenn man ihn den Mann von Olmük zu nennen pflegt, so kann man freiliq die schwache und widerspruchsvolle PoViit h? fl?;Vrsrtrt tifin OTmtit IMIIU WMMI i ft Ml Ibl VUW J b&IUUfcfckft iti, vtv jut jinwnioj vv. führte, nicht scharf genug verdammen. Q.& hl.r!Al.H llsfl miflf Äli(AlHC: Xxm.lt l JClUiy VC(llCiti uuv uiii4U4iu,m juuji - steller, daß Preußem im Herbst 1850 .. or !v .n .V. .. c.n : je v iuiti Wioer nuttvc ucuca ciiciccia uno seine Verbündeten übel vorbereitet war und' die Vermeidung des Krieges sachlich als ein Glück zu betrachten ist. Herr v. Manteugel zog sich nach seinem Falle aus seine Güter zurück, vo er einfach lebte und ein eisriger Landwirth war. Er redete nock inweil?n im 5errenva?,soder auf dem Provincial-Landtage, ohne 1 diel Eindruck zu machen. Seit einigen" Jahren mußte er auch diese Thätigkeit einstellen, da seine geistigen Kräfte sichtbar abnahmen. .Sein einziger Sohn und Erb,' Landrath in Luckau, ist seit 1S77 MirgUed "des Reichstages. UebrigenZ war der verstorbene Staatsmann lein feudalerUltra. Er war c!n gründlich gebildeter Mann und hatte auch sonst anerkennenSwerthe persönliche Ei-genschasten.