Indiana Tribüne, Volume 6, Number 94, Indianapolis, Marion County, 21 December 1882 — Page 2
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Indiana HrM'me.
ZSgNche nu& SonntagsauszL. Office: DclawarccLtp. Indianapolis, Ind.. 21.Tczembr iSS2. Angenehme Neife. Ein Correspondent der Londoner .Daily News-, der die Steppen in Centralasien, das Land der Tiirfonia nen und die Oase von Merv bereist hat, erzählt seine Erlebnisse in diesen venig durchforschten Ländern in einem Prachtvoll ausgestatteten Buche. Das; ihm doS Reisen nicht leicht wurde, geht auö folgender Schilderung hervor, die er von einer .russischen Postlutsche oder Troika entwirst : Man stelle sich einen Schweinetrog der denkbar rohesten (Ionfiru:tion vor, 4 Fuß lang, oben 2 Fuß und unten 1 tfufe breit, mit. grobem zur Hals!: aus Disteln bestehenden Heu angefüllt und aus vierPsähle gestellt, die wiederuuz aus den Axen von zwei Paar Rädern ruhen. Außer diesen Pfählen giebt es Uizi Federn, niii einmal die aü:z' schlechtesten. Von außen betrachtet, -hs! die Troika das Ansehen eines Cano:5 aus der Pfahlbauten'epoche, das aus ei ner Schlammbank herausgezogen worden ist, denn Waschen gilt sowohl sür den Kutscher als sür sein Gesährt in diesem Theile der Welt als höchst überflussig.Der Kutscher, in eine'rauhe Tunika aus Schafspelz gekleidet, deren wollige Seite 'nach Innen gekehrt ist, mit einer auffallenden, spitz zulaufenden Mühe aus demselben Material aus dem Haupte, scht auf der vorderen -Ecke des Wagens". Mit einer Combination aus geflickten Lederstreisen und knotigen Stricken, die er Zügel nennt, lenkt er seine dr:i Pferde. Das mittlere Thier befindet sich zwischen ittrn tAfeln. die hitrA einen fifthernen Bogen fabelhafter Form mit einander verbunden werden. Vom Gipfel dieses Bogens aus läuft ein Lcderriemen unter das Kinn des Pferdes und hält dessen Kops hoch, während zwei große Klingeln 'gerade so vor seinen Ohren ausgehängt sind, daß es dieselben in schmerzlich gezwängter Stellung tragen und durch den Lärm fast betäubt werden muß. Die Seitenpferde sind so lose geschirrt, daß jedes von ihnen auf einem hohen Damm traben kann, während' das mitttlcre in einer tiefen Schlucht läuft. Demgemäß ist auch die Reise einer wilden Hchjagd übe? ein frisch und schlecht gepflügtes Feld zu vergleichen, mit wüthenden Sprüngen über steiluferige Bachbetten, in denen große , Steine liegen. -Die Poststraße ist gut genug, aber dieser so! gen die Kutscher nicht, wenn sie auch nur eine Viertelmeile länger ist. Unter ge wöhnlichen Umständen ist das Schütteln schon schlimm genug, aber wenn es über Land" gehr, sitzt man noch bcsscr aus dem Protzkasten emer'Jeldkanone, die über eine steinige Ebene saust. Die zwei Vürgermeistkr DaS im Ueörigen ganz hübsche und freundliche Städtchen Opelika in Ala bama ist in tiefer Trauer. Seine besten Söhne leben in bitterer Fehde und das Blut des Bürgerkrieges ist in seinen Straßen geflossen. Zwei Parteien streilen sich dorr .um die Macht, welche der Besitz .der. höchsten Herrschast in der städtischen Verwaltung verleiht; die eine derselben nennt sich die Partei der Vürger, während die andere, an deren Spie der Spirituosenhändler Dunbar steht, die Partei , der Wirthe, genannt wird. An der Spitze , der Bürger-Partei steht aber auch ein Wi?thschast'sbesiher NamenS BobMalonay, und sein getreuester Knappeist sem'Schankkellner Jim Ro bertS. Dunbar hat von der Stadthalle Besitz ergriffen, und schon in voriger Woche- hatte die feindselige Stimmung beider' Parteien zu einem Scharmühel geführt, in dessen Verlaufe 'auch Malonay'S' Schildknappe und Schankkellner verwundet .worden wär. Auf diesen flampf war ein Waffenstillstand gefolgt, der so lange andauerte, bis Dunbar begann, die städtischen Steuern einfordern zu 'lassen Wieder wüthete" in Folge besten der Kampf in den Straßen, und diesmal wurde Malonay angeschossen. Mit rührender Sorgfalt trug ihn sein Schildknappe und Schankkellner aus demGefechte, und die leichteVerwundunz deS einen Bürgermeisters hat wiederum zu einem Waffenstillstände geführt.. Inzwischen hat eine von dem Staate er nannte Commission die Geschicke der Stadt in 'ihre Hände genommen, und beide Parteien sind einig in dem Gesühle des Haffes und der Rache gegen die Preffe in Atlanta, welche-die g-rnze Ge schicht: nicht als ekne Begebenheit von elthistorische.r Bedeutung, sondern als eine Kinderei ausgesagt hat. Aus dem ttks. In Baltimore erregt ein Proceß zwi schen den Mitgliedern einer zu den cr cwsivsten Gesellschaftskreisen gehörigen Fämilie allgemeines Interesse. Der 23jährige ErnaultWilliams hatte seinem Vater, dem Präsidenten des Skaatssenate, George Hawkins Williams, die Verwaltung seines gesammten, von seinem Großvater müttirlicher ScitZ auf ihn vererbten Vermögens im Betrage von $250,000 übertragen und sich nur den Bezug einer jährlichen Summe von 2,000 vorbehalten. Run klagt er auf Ungiltig'Erklärunz dieses mit seinem Vater abgeschlossenen Vertrags und auf AuSantwortung des erwähnten Vermo genS zu eigener Verfügung. Der Pro ceß verdankt einer Liebes-Angelegenheit seine Entstehung. Im Frühjahre dieses Jahres .hatte sichWilliams jun. mit Frl. Lillie Hazlitt inBaltimore.einer liebens würdigen und gebildeten jungen Dame verlobt, stieL .aber bei seinem Vater aus dessen unbesiegliche Abneigung gegen die Verheiratung. Senator Williams ist ein energischer Mann, aber sein Sohn bis- in htfm stalle sinm irrtort frn kf W wf Vltjtwi vv fiNi -rmvw mmwj
und die Verheiralhuna wurde auf den i
U. Juni d. I. anberaumt. Anfang jenes Monats wurden die Bekannten beider Familien durch die Nachricht über rascht, daß Williams jun. nach Europa abgereist sei und sein ganzes Vermögen sinem Vater zur Verwaltung ubertra gen habe. -Aon New Bork aus erhielt Früul. Hazlitt unmittelbar vor der Ab reise ihres Bräutigam? nach Europa ei neu Brief.. in dem ihr dieser ' mittheilte, er traue sich nicht Energie genug zu, sie jetzt gegen den Willen seines Vaters zu heirathen. Die Angelegenheit war bei nahe vergessen, als kürzlich der jüngere Williams wieder in Baltimore auf tauchte, sich seiner Braut wiederum näherte und mit ihr vor ungefähr 3 Wo chen in derWohnung ihrer Eltern trauen licß. Der Senator hat sich gänzlick) von seinem Sohne losgesagt und verweigert demselben die Herausgabe . seines Ver mögenL. Man ist aus interessante Enthüllungen im Lause des Processes ge spannt. . Die Steuer auf Fenster, welche in England schon über 30 Jahre abgeschasst worden ist, besteht in Frank reich immer noch. Aon 3,312,7 S4mu sern im Lande haben 257,390 gar keine Fenster und 1,853.054 nur eines, um der Steuer zu entgehen, und etwa 300,000 haben mehr als ein, aber weniger als t) Fenster. So unaeheuer schwer hält es in diesem revolutionären Frankreich, die allerdringendsten Nesormen einzuführen ! . D a e s infolge der über triebenen Forderungen der Regierung von caoaaaslar tue rent unmoancu scheint, ein Einvernehmen zwischen dieser und der .sranzösischen Regierung zu erzielen, so sind die madagassischen Äe sandten nach London abgereist. Bö?e luSsiö;tkN Bekanntlich ist ein von beiden Häuserü des Congrejjes ernannter Auslchub den Mississippi hinuntergefahren, um zu n tersuchen, ob nach dem von der Flußcommission vertretenen und bereits in der Ausführung begriffene Plan ba Strombett wirklich regulirt und die Schiffahrt gehoben werden kann. Dieser Plan besteht in der Errichtung von Dämmen, durch welche der Mississippi, namentlich von Cairo abwärts, bis auf 3000 Fuß gleichmäßig eingeengt werden soll. Als dann, glaubt man, werde sich eine so starke Strömung entwickeln, daß das Bett sich Verliesen und bei Hochwasser die Fluth chneller ablaufen müßte. Außerdem sollen die Dämme das Stromgebiet vor Überschwemmungen schützen. Es scheint indessen, als ob die Ingenieure, die das Werk leiten, von dem Erfolge dcffelöcn keineswegs überzeugt wären. General W,right, Chef der Heeresingenieure, wurde von dem Aus schusse vernommen und meinte, daß es seiner Ansicht nach durchsübrbar sei, den Mississippi bei niedrigem Wasser-' stände auf 3000 Fuß einzuengen. , Geld werde das allerdings kosten aber bei Weitem nicht 450 Millionen, auf welche Summe er den Werth der vom Bunde verschenkten Eisenbahn-Ländereien veranschlagt. Daß durch die Einengung bei niedrigem Wafferstande die- Schifffahrt gehoben werden würde, wollte Ge neral Wright nicht bestimmt tt Häupten. Er glaubte, sagen zu dürfen,, daß durch Verhütung der Ueberschwemmungen auch daZ Flußbett vertieft wer, den würde. Das heißt: w e n n es gelingen sollte, das Waffer innerhalb der Dämme zu halten, so würde es aus dem Grunde den Schlamm aufwühlen und mit sich führen. Ob sich indessen eine Fluth.wie die des letzten Frühjahrs, die auf beiden Seiten dieUfer überschwemmte und Seen von 10 Meilen Breite und vielen hun dert Meilen Länge bildete, durch Däm me aushalten läßt, darüber wollte sich der Oberingenieur nicht aufsprechen. Darauf kommt aber Alles an, denn bei niedrigem Wafferstande ist der Strom von Cairo abwärts stets schissbar, und nur die Hochfluthen bereiten Hinderniffe. Ebensowenig mochte der General ange ben, m i e viel weniger als 450 Mil lionen die Errichtung von Dämmen so sten würde.. Angenommen es wären 300 Millionen, so müßten, wenn das Werk in zehn Jahren beendet werden Zoll, 30 Millionen jahrlich bewilligt werden, oder wenn die Bewilligung, wie irr diesem Jahre nicht mehr als 5 Millionen jährlich betragen soll, so müßte die Ar-j beit 00 Jahre dauern. Ehe sie beendet1 wäre, müßte schon Alles wieder einae1 l stürzt sein, was anfänglich 'gebaut wurde. Diese Unsicherheit Üt5 obersten Ingenieurs ist um so bedenklicher, als sie zurEinstellung der Verbefferungsarbeiten überhaupt fuhren mag. Kem vernunf tiger Menfch bestreiket, daß eine natürliche Wasserstraße, wie der Missouri und Mississippi sie liesern, möglichst verbessert und nutzbar gemacht werden sollte, aber Niemand wird damit zufrieden sein, daß Hunderte von Millionen ohneNutzen aus gegeben werden. Kann, also die Flußcommission, nachdem sie versuchsweise mehrere Millionen verbraucht hat, aus keine bestimmten Refultate hinweisen, so wird ihr natürlich kein Geld mehr zur Fortsetzung ihrcrArbeitcn bewilligt wer den, und schließlich wird der Congreß überhaupt nichts mchr sür die großartige Wafferstraße thun wollen. Das wäre ein ungeheurer Nachtheil sür das Land, und deshalb ist. zu .wünschen, daß die Flußcommission', einen Plan entwerfe, der nicht so problematisch ist, wie es ihr jetziger zu sein scheint. Ter hinsende Bote. . Wie es nack) der wilden Spekulation? ausrcgung in der Oelgegend aussah, darüber giebt ein Brief an die Philade! phia Times" einige Auskunft Die Opfer der QelPanik waren in allen Ständen zu finden: TagarbeiterHand lungsdiener. Kaufleute, Coulractoren, Advokaten Banquiers u. Oelproducenten hatten ihre kleinen oder großen Capita lien in Petroleum' angelegt und wurden erbarmungslos zu Grunde gerichtet. Einige Fülle von Selbstmord, Wahnsinn und Flucht sind durch die Presse veröf fentlicht wordin, und viele andere
den in öiürze bekannt gemacht werden, aber diese extremen Vorgänge geben kein volljländigeZ Bild von dcm Kummer und' Elend, das die -Panik geschaffen hat. Viele sind bankerott und mit
Schulden beladen, noch mehr sind sinancicll verkrüppelt. Ein alter Farmer aus Warren (5onnty legte $-2000, die Er sparniffe seines ganzen Lebens, und $M)0 geborgten Geldes in Ocl an. Er verlor Alles. Eine wohlhabende alte Wittwe aus Crawsord Eounty wirrde urch den Verlust von H 15,000 zurBett -.'rin'gemacht. Selbst ihre Juwelen und ihre Garderobe mußte eine reiche junge Erbm aus Venango County versetzen, die bis dahin eine aroße Rolle in der Gesellschaft gespielt hatte. In derselben Stadt verlor ein armes Ladenmäd chen alle seine Ersparniffe im Betrage! von 5200, und im Spcculationssieber 'ieß sich die Bedauernswerthe dazu ver. leiten? ihren Arbeitgeber um .200 zu bestehlen. Sie hoffte naturlich, mit lh rem Ge'roinnst das Geld ersetzen zu fön-. nen, und als sie wiederum verlor, sloh sie aus Angst und Scham. Jetzt ist sie in einem schlechten Hause, zu Daylon, Ohio. Ihr früherer 5err kennt ihren Aufenthaltsort, wird sie aber nicht ver soloen, da sie stets hochangesehen war und schon über Gebühr gestraft ist. . Bei Edinburg nahm ein Farmerssohn eine Hypothek, aus. den 'vollen Werth seines 5)auses auf. und spcculirte mit diesem Gelde, sowie mit seinen Ersparnissen. Jetzt kann er zum Bettelstäbe greifen. Und so ließen sich lausende von Fällen erzählen, obwohl Viele ihr Schicksal schweigend tragen. -Dennoch verkündet Henry Ward Beecher: Wenn Jemand Voraussicht hat, speculirt und gewinnt, so ist das weder ungerecht, noch unmo ralisch." O, gewiß nicht! Merkwürdig ist es nur, daß die Voraussicht" immer nur bei den Herren zu finden ist. die über Millionen versugen den Markt beherr schen und die Preise bestimmen. Voraussicht ist eine .schöne Umschreibung sür Gaunerei. . Bom Jttlanv. Aon New York reiste im August Herr Friedlich Wagner nachSan Francisco ab, ist aber dort nicht ange kommen.' Man hat seine Spur bis Ouray, Col., verfolgt, dort hört sie aber auf. Herr Wagner litt an nervösen Kopsschmerzen und benahm sich bei sol chen Anfällen stets sehr sonderbar. Sein: Verwandten fürchten deshalb, daß ihm ein Unglück widerfahren ist, und haben auf Feststellung seines Verbleibs oder Schicksals, eine Belohnung von 41000 gesetzt.' . Section 2 der Associat ion der Gummi-Fabrikanten" tagt imAstorHouse" zu New Vork. Es wurden vorige Woche lange Debatten über den Vorschlag gesührt, daß man am 23. d. M. die Fa'brication von Gummischuhen beschränken solle. Es soll ein . Versuch gemacht werden, sämmtliche.Zweige der Gummisabrication in Harmonie zu bringen, d. h. man beabsichtigt, sämmtliche Gummi Fabriken der Ver. Staaten in eine einzige Compagnie mit $5,000,000 Capital zu verwandeln. Das Lincoln Denkmal, welches sich bei Springsield, Jlls., aus Lincolns Grust erhebt, wird'jetzt endlich ganz fertig. Die 'Cavalleriegruppe, die letzte der vier die Bronzestatueüincoln's umgebenden Bronzegruppen Flotte, Infanterie, Artillerie und Cavallerie traf kürzlich in Springsield ein und wird demnächst aufgestellt werden. Dadurch, daß derDraht einer M .. t VI 99 t Llchliettung rn Veruyrung mit emem Drahte des Feuertelegraphen kam, wur den vorige Woche zu New Z)ork sämmtliche Alarmapparate im Bezirke von vier Häuserquadraten zerstört. Alle Metall theile des Mechanismus derselben schmol zen. JnGrah am' County i nK a n saS hat ein wüthiger Neger, Namens M.' Hofon einen 'Farmer, Theodor Nudemann, kaltblütig' erschossen und dessen Tochter, die ihrem Vater zu Hilse geeilt war, mit Messerstichen verwundet, weil Rudemann mehrere dem Neger gehörige Schweine, welche in Rudemann's Farm eindrängen, eingesperrt hatte und ohne Schadenersatz nicht herausgeben wollte. Der schwarze Mörder tvurde deshalb in's Gefängniß zu Hays City einge sperrt. Er machte neulich mehrere Flücht? versuche, weshalb der Sheriff beschloß, ihm Ketten anzulegen. Der Gefangene widersetzte sich mit aller Krast. Der Gehilse des Sheriffs, Sam. Mellison, versuchte, ihn zuerst durchWorte u. dann Faustschläge zur Unterwerfung zubriit gen ; als aber dies fruchtlos blieb,' ergriff Mellison einen in der Nähe liegen den Hammer, mit welchem er dem Neger einige starke Schlage auf den Hinterkopf versetzte. Sie verfehlten nicht, den Ge fangenen gefügig zu machen, denn er gab wenige Minuten nachher seinen Geist auf. ''In N e w V o r k h a b e n i n n e r halb.der letzten 12 Jahre 1,057 Perso nen und zwar 1,1326 männlichen und 3L1 weiblichen Geschlechts Selbstmord begangen, ein Beweis, daß das schwache Geschlecht den Unbilden des - Lebens ei' nen nachhaltigeren Widerstand zu leisten vermag, als das sogenannte starke. Des Gistes bedienten sich MO, des . Strickes 272 Personen. Der Nationalität nach waren 701 Selbstmörder Deutsche, 211 Jrländer. S ch atz a mts-S e kretä r' F ö lger hat. dem Zollcollector in New Jork tolgenoes iiscyrciden über aewme ha walische Zuckerlorten übersandt, die hier lmportlrt werden : Ich habe die Appellation von WÜtjen, Toel & Co. denia lich der Verzollung gewisser hawaiischer Zuckersorten geprüst. Der Protest der Importeure besagt, daß sie gegen fcU Liquidation der betreffenden Eintragung aus Gruno des zwi chen den Ver. Staa ten und den Sandwichsinseln bestehenden Vertrages Einwand erheben. Der Ver trag nimmt Bezug aus den zollfreien Import von Muscovado, braunem und anderem rohen Zucker und ähnlichen
Zuckersorten, welche gewöhnlich von den I
Sandwlchlnscln emgesuhrt wurden und j in San Francisco und Portland unter dem Namen Zucker von den Sandwich inscln" bekannt waren. Die bezüglichen Muster sind dkn Zollhausbeamten in 'ocrn Francisco und ortland zur Prusung vorgelegt, und von ihnen als solche ttckersorten bezeichnet worden, die ge wöhnlich von den Sandwichinseln nach den betreffenden Häsen versandt werden. Sie sind deshalb angewiesen, die ve zügliche Eintragung zollfrei zu liquidi reu. Zu Pittöburg, Pa., hat ein junges deutsches Mädchen, MollieHetzel, in vier Wochen zwei Selbstmordversuche gemacht , und jedesmal eine volle Unze Kreosot verschluckt. Jetzt soll sie sich wieder wohl und munter befinden. Sie muß einen Gaumen besitzen, sür ' den Salzsäure ein sehr angenehmes Getränk wäre. Ein dreizehnjähriges Müd chen in der Nähe von Jenkintovn, Montgomery County, Pa., aß neulich ein Quart frischer, roher Kastanien und starb bald darauf unter großen.Schmer zen. . ' -',' Vor zwei Jahren befand sich da wo jetzt Wasjon in Mississippi steht, noch eine ausgedehnte Fichten Waldung. Jetzt hat das Städtchen eine BaumwoÜspinnerei, welche '1000 Arbeiter beschäftigt, und 3000 Einwohner. - D e r j ü n g st e E r s i n d e r l n den Ver. Staaten ist laut der Berichte des Patent'Amtes in Washington der 15 jährige Walter. Nevegold in Bristol, Pa., dem soeben mehrere Verbesserungen in der Maschinerie dcr Hobelmuhlen patentirt worden sind. . Eine Reform der Männer tracht will die Weiberrechtlerin Rcv." Anna Oliver einführen. Sie hielt dar über neulich vor Gesinnungsgenossen zu New "Zork einen Vortrag, der natürlich wie aller derartiger Unsinn, mit großem Beisall aufgenommen wurde. Die jetzige Weibertracht, meinte sie. sei sehr schön und passend die Männertracht sei es nur,. die der Reform bedürfe. Nach den Hosen der Akänner trage sie kein Verlangen, dieselben seien unschön Wenn die Männer sich gesälliger. tragen wollten, so sollten sie zunächst statt der jetzigen weiten Hosen enganschließende. tricotartlge tragen, etwa solche, wie die Pagen aus der Bühne, so, daß der Bau der' Waden und Schenkel rn der äußeren Erscheinung zur Geltung käme. Außerdem sollten dieMänner ihreKleider durch freundlichere Farbenzusammen stellunen schmücken, und um die Schultern sollten sie malerische Umwurse, etwa nach dem Musier des Fra Diavolo", tragen, auch sollten die Kleider mit Spitzen besetzt sein. I u l i u s G o l d s ch m i d t i n San Francisco hatte von der Geliebten seines Herzens einen 5?orb bekommen und veraistete sich. Amtliche. Hülfe, die ihm rechtzeitig zu Theil wurde, rettete ihm das Leben, das Mägde lein hörte von dem Beginnen ihres Anb.eters, wurde durch dessen tiefe Zuneigung gerührt und heirathete ihn. Julius scheint das erwartete Glück in der Ehe nicht gefunden zu haben, denn seit seiner Verheiratung hat er bereits drei mal Laudanum genommen, und zwar das lekte Mal mit dem gewünschten tödtlichen Erfolge. Vom Auslnnte. . .Der. E h e s der Admirals' tat, voii Stosch. vollzog, wie au? Bre dow bei Stettin gemeldet wird, im Auf trage der chinesischen Negierung in Ge genwärl des chinesischen Gesandten und der Spitzen der Civil- und Militärbehörden die Taufe der für die chinesische Regierung auf der Werst des Vulkan erbauten Panzercorvette Chen Huen". Der Stapcllaus ging glücklich von StZt ten. Ein zahlreiches Publikum wohnte der Feierlichkeit bei. Daß dieser Stapellauf einen weiteren Sieg der deutschen Industrie bedeutet, brauchen wir nicht weiter hervorzuheben. Das XIX Siecle berichtet von einem Rundschreiben des Bischofs von' Versailles, worin diefer Prälat sei ner Geistlichkeit befiehlt, um den Dieb stählen in denKirchen vorzubeugen, jeden Abend den Inhalt der Opserstöcke und die heiligen Gesäße in Sicherheit zu bringen ; zu gleicher Zeit aber behauptet, daß die Äushetzungen der schlechten Presse meistens an' solchen Diebstählen schuld seien. Das XIX Siecle erwiedert hierauf, daß, lange bevor eine schlechte Presse bestand, schon in 'den Kirchen gestöhlen wurde, ein Pcweis sei las Gesetz gegen die Gotteslästerung, welches die Restauration vor sechzig Jahren wieder in Kraft treten' zu lassen versucht habe. Wir sink." sügt das Blatt bos hast hinzu, ebenso unschuldig an den Diebstählen, die in den Sacristeien und Tabernakeln begangen werden, als vor .ächtzehnhundert Jahren die Christen es sein- konnten an den Diebstäh len, die in den heidnischen Tempeln begangen wurden, und deren, wie die Geschichte meldet, eine nicht geringe Zahl war. Wenn der Kahtolicismus sich im mer noch mit dem steinernen Altar und dem hölzernen Kreuze begnügte, hätten die Diebe,keine große Lust, ihm diese zu raüben; er hat aber ebenfalls reich wer den wollen, und das ist ihm gelungen; er hat also auch das Schicksal aller Äei chen. Mag er also seinGut durch mensch liche Mittel zu schätzen suchen, da ja doch wie es scheint die En.zel des Himmels etwas anderes zu thun haben, als, wie zur Zeit hes Heliodorus, über die Schätze des Tempels zu wachen." Nach demLondoner Standard hat der Papst eigenhändige Schrei ben an die Mehrzahl der europäischen Souveräne gerichtet, um sie zu ermah nen, daß sie alle ihre Kräste zur Stau ung des Radikalismus zusammenfassen, der alle bestehenden Einrichtungen be drohe. Leo XIII. verwende überhaupt ferne Mußestunden dazu, um langeDenk schristen abzufaffen, in welchen er bewei fen will, daß die heute im Schwünge besindlichen Lehren die Gesellschaft in
zzn Zustand der Barbarei zurückzustoßen geeignet seien.
In England (Nantwich)! hatte ein Zeitungsherausgeber in eine? Anz-.ge ein Wort geändert, um nicht auf Verleumdung belangt werden zu können. . Der Anzeigende wollte nun die Anzeige nicht bezahlen. Der Richtet! entschied, daß der Edltor Recht habe. j Die indische Sprache ist! m - ryrer ganzen AuSoruaswelse eme wahrhaste Blumensprache. In allen Namen undNedewendur.gen erkennt man den Reichthum der oncntalischen Phan taste, die keinen prosaischen. Ausdruck duldet undNamen.wie bei uns.die an sich unerklärbar sind, oder keine übertragene Bedeutung haben, kennt die indische Sprache nicht. Selbst die Namen der indischen Zeitungen sind ganz nach indischemGeschmack ausgewählt. Mond licht der Neuigkeiten",' heißt das Tage blatt in Kalkutta, Vollmond-auszug der Begebenheiten" eine andere Zeitung ; eine dritte führt den kühnen Titel .Blitz der Begebenheiten" und eine vierte nennt sich ganz in der echt morgenländifchen Sentimentalität : Morgenröthe derBe gebenheiten " Die Phantasie, der indi schen Zeitungsverleger mKalkutta scheint den ganzen Himmel und seine Erschei nungen geplündert zu haben. Wie pro saisch und nüchtern klingen dagegen un sere ZertungSnamen ! Ueber die Befreiung der Stadt Paris aus den Fefseln ihreS in neren Befestigungsgürtels bringt das Mol d')i'du" einen bemerkenSwerthen Aufsatz auS der Feder deS Herrn deBou teiller, deS Vorsitzenden des Pariser Ge meinderaths. Letztere Körperschaft hat soeben über den Antrag deS Stadtver ordneten JveS Guyot berathen, betreffend Niederreißklng der Stadtmauer. Gleichzeitig wurde dieselbe Frage in der Deputirtenkammer von dem Abgeordne ten Nadand angeregt, und man hofft, daß die vereinten Anstrengungen des Parlaments und des Gemeinderathes den Widerstand brechen werden, welchen das Kriegsministerium dem Projekt bis jetzt noch entgegensetzt. Wie wichtig die Angelegenheit für die Stadt Paris sein würde, dafür sprechen folgende Ziffern : Die gesammte Bodenfläche der Seine Hauptstadt beträgt 7802 Hektar. Von diesen sind 028!) der Bebauung sreige geben, während 130 Hektar, also ein volles Fünftel des GefammtarealS, durch die Befestigungen seqüestrirt sind. Angesichls der steigenden WohnungSmiethen und der Zunahme der Bevölkerung.' welche pro Jahr mit 60.000 beziffert wird, ist eine Krise nur zu vermeiden, wenn der Vorschlag des Stadlverordne ten Guyot angenommen wird. - E i n e F ü n f z e h n M i l l i o n e n E r b s ch a f t. In Parma ist ein gewisser Eugenio Bianca über Nacht zu einer colossalen Erdschaft gekommen. Da? ging so zu : schon vor Monaten kursirte dort ein Gerücht, demzufolge in St. Petersburg ein alter italienischer Invalide als vielfacher Millionär ohne Erben verstorben sein sollte. Schließlich mischte sich das Ministerium ein und stellte den Thätbestand dahin fest, daß der Teftant 1812 unter Napoleon nach Rußland gegangen, und dort geblieben sei. Aus Parma gebürtig, hatte er dort eine reiche Polin geheirathet. Sein Sohn kämpfte als Offizier bei Plewna, wo ihn eine Kugel niederstreckte. Der alte Invalide starb ebenfalls, und da sich sein Nachlaß auf die Bagatelle von 15 Millionen bezifferte, so recherchrrte man nach seinen Erben. Als solche wurden nun die Angehörigen Eugenio BiancoZ in Parma ermittelt. Die Revision" des S e nators Manaffein) jene berüchtigte Auf wiegelungsreise eines russischen hohen. Beamten m die rufstfchen Ostfeeprovm zen, um dort Esthen und Lettin gegen die Deutschen aufzuhetzen, hat einen merkwürdigen Erfolg gehabt. Aus Riga wird telezraphirt : Gutem. Vernehmen nach hat der Gouverneur von Livland, Baron v. Uexküll-Gyllenbandt, semen Abschied erbeten und erhalten' Dieser Baron v. Uexköll-Gyllenbandt war einer der schlimmsten Anhänger der Jgnatleff'schen Politik gegen die baltrschen Deutschen. Er hat durch seine Art der Verwaltung einen ungeheuren Theil der Schuld an der jetzt herrschenden Unordnung, an den revolutionären Zu ständen in den niederen Schichten der esthnisch'lettischen Bevölkerung. Angesichts der Manassetn'schen Art, die Ver Hältnisse zu ' revidiren", ist nun leider nicht anzunehmen, daß der Herr Baron entlassen wurde, weil er zu viel zu dem traurigen Zustande der Oflseeprovinzen beigetragen hat. Man könnte eher fast annehmender erhielt feinen Laufpaß, weil er nach der Ansicht ManasseinS zu wenig sür das wahre Russenthum", sür die Auflösung aller sozialen Ordnung sorgte." DeutsSe Loeal-NaSrtyttn. Blomberg,'20. Nov. Der bei der hiesigen Postanstalt beschäftigtePost gehilfe Paul Westpha! aus Herford, ein erst 17 Jahre, zählender Menfch. war. nachdem er einen 6 Wechsel und 347 M.' baareS Geld enthaltenden Brief unter schlagen hatte, auf einem Segelschiffe nach Amerika entflohen. Er lehrte 'in deß von dort bald zurück und hat sich nun dem hiesigen Amtsgericht freiwillig gestellt. Die Wechsel will, er zerrissen und das Geld vollständig verbraucht haben. Magdeburg, 27. Nov. Die in stetem Steigen begriffene. Entwickelung der Industrie in unserer Provinz, beson derö der Rübenzuckerfabrikation, macht dementsprechend eine stetige Erweiterung unseres Eisenbahnnetzes " nöthig.' In Anerkennung dieses UmstandeS ist sei tens des Ministers Maybach neuerdings wieder einem im Kreise NeuhaldenSleben zusammengetretenen Comite zu Händen deS LandratheS von AlvenSlebea die Erlaubniß zur Anfertigung der Vorar beiten für eine Eifenbahn von EiSleben nach Alvenöleben und NeuhaldenSleben, sowie einem Comite zu BaderSleben iu Händen des Hrn. v. GustedtBerszell sür den auf preußischem Staatsgebiet belegenen Theil einer Bahnlinie von
BaderSleben über Vogelsdorf und De beleben nach Jerxheim ertheilt worden. Die Bauarbeilen an beiden Linien .so! len mit dem kommenden Frühjahr -in Angriff genommen werden. Würzburg, 23.Nov. UnsereStädt gleicht heute in den dem Maine nahege legenen Theilen der Lagunenstadt Ve nedig. Die Büttnergaffe, Karmelitergaffe. Johannitergaffe, Mrnergaffe und die Seitenstraßen sind vollständig unter Wasser. Zahlreiche Nachen vermitteln den Verkehr zu und von den in Waffer stehenden Häusern, deren Eingang nach
oen Lenkern des ersten Stockwerks ver legt wurde. Etwa 100 Parterrewoh nungen mußten geräumt werden und heute Mittag - stellte das Stadtpost'Te legraphenamt den Betrieb ein, weil die Bureaux überschwemmt uurden. Leipzigs. Nov. Am Sonntag fand hier das Jährtest des hiesigen Zweigvereins der GustavÄdols.Stis. tung statt; aus dem von Pastor Schmidt erstatteten Berichte ersehen wir, daß die GustavAdolf Stiftung in den unlängst vollendeten 50 Jahren ihrer Thätigkeit 17,225.403 Ml. verausgabte, und da mit 1107 Kirchen. 095 Schulen, 412 Pfarrhauser theil? nanz erbaute, theils durch reichliche Caben zur .Vollendung oraazre, uveryaup: 2933 verkümmerte Gemeinden zu neuen evangelischen Leben ausrichtete. Daneben wuchs der unver äußerliche Fond auf über H Millionen Mark an. Dessau 29. Nov. Die Volksschul lehrer in dem kleinen Anhalt stehen sich betreff rhreö Gehaltes nächst ihren Col legen in den 3 Hansestädten in Deutsch land am besten DaS durchschnittliche Einkommen der Volksschullehrer in den anhaltischen Dörsern und den.Landstäd ten wurde in den lehten 10 Jahren von 990 M. auf 1370 M., in' den größer? Städten von 1130 M. aus 1030 M. er höht; daneben aber werden für kirchen dienstliche Obliegenheiten jedem Lehrer noch 100 200 M. gewährt. Ebenso günstig sind die PensionZ und Wittwen Pensionssätze der Lehrer gestaltet. Der Verdienst um diese Erfolge ist hauptsäch lich dem äuS Württemberg berufenen Oberschulrath Rümelin zuzuerkennen. E i l e n b u r,g, 24. Nov. Heute ver ünglückte in der Beutelmühle hierselbst der 31jahrige Mühlknappe H. Heinze. Derselbe wurde von einem Treibriemen erfaßt, und ehe man auf seinen hülseruf das Werk abstellen konnte, war er schon verschiedene Male herumgeschleudert worden, wodurch , der Tod durch Schä delbrüche :c. aus der Stelle eintrat. Eine Wittwe 'und drei kleine Kinder beweinen in ihm den Gatten und Vater. ReüNingen (Württ.), 30. Nov. Im Hause eines Küblers in der engen Weingärtnerstraße brach in der Nacht Feuer auS, welches 5 Häuser in Schutt hausen verwandelt, 8 Familien obdach loZ gemacht und. noch größeres Unglück verursacht hat. Durch Einstürzen des Kamink des mit ergriffenen Psänder' schen Hauses wurde einem Feuerwehr mann, dem Färbermeister Lamparter, das Hinterhaupt zerschmettert, so daß derselbe nach wenigen Minuten eine Leiche war ; zwei andere Feuerwehrleute, die Schuhmacher Dorn und Göbel, wur den schwer verletzt, ebenso der als Ver sicherungZagent anwesende. Kaufmann Jul. Schaal. Mit nicht gerade argen Verlegungen kamen oavon ver spritzen meiste? GrSzinger, der Feuerwehrarzt Dr. Kreis und der.Z2jahrige Enkel des WeingärtnerS Kohberger Blaub euren (Württ.) 29.-Nov. Die 1772 gegründete Firma A. F. Lang hier urd die seit 30 Jahren bestehende württ. Leinenweberei der HH. Hosmann & Co. in Laichingen haben sich zu einer Aktien Gesellschaft unter der Firma .Württ. LemenJndustrie in Blaubeu ren" vereinigt. - DaS Aktien und Obli gationen Capital beträgt 1,350,000 M. Die Gesellschaft wird die vorhandenen mechanischen- Webstühle bedeutend ver mehren und eine Garubleiche anlegen. Burg, 27. Nov. In dem benachbarten Scharlau machte der Ortsvorste her Adami feinem Leben durch Erhängen ein Ende. Die Motive zur That sind bisher unbekannt. S a l z w e d e l , 27. Nov. Im nahen Quadendambeck erschaß der Gastwirlh Rudolfs den 19jährigen Musiker Fickert au Clötze, welcher mit mehreren Colle gen in später Abendstunde in sein Lokal i zekommen und mit dem Wirthe Streit rngesangen hatte. R. wurde bisher nicht verhastet, da vom Amtsgerichte Nothwehr angenommen wird. G r a u d e n z , 28. Nov. Der ehemalige Lehrer Friedrich Hensel ausSchi rotzken, ein 05jähriger Mann mit tadel loser Vergangenheit, hat als Popagent in 12 Fällen in amtlicher Eigenschaft empfangene Gelder im Gesammtbetrage von 1500 M. unterschlagen, auch zur Verdeckung einer dieser Unterschlaqun gen eine Postanweisung gefälscht. Hier sür wurde derselbe vom hiesigen Ge richlShof zu 1 Jahr Gefängniß veru? theilt., Tharn, 23. Nov. Nach Fertig stellung des zweiten der neu zu erbauen . "W . n W!. ') t f flt-ktV oen j0tl5, OIC III . tu3iifc O"! iwisteht, soll die hiesige Garnison um 1 Infanterie und 1 Ulanenregiment ver stärkt werden. Eine weitere Verstärkung der Garnison ist nach Vollendung des gesammten FcstungbauplaneZ in Aus sicht genommen. ' Die vom deutsch en B u n desrathe erlaffene Verordnung, welche die Einfuhr amerikanifchen Schweine fleischeS u. s. w. verbietet, bat folgenden Wortlaut: 8 l- Die Einsuhr von Schweinen und Schweinefleisch, ein schließlich der Speckseiten, sowie von Würsten aller Art auö Amerika - ist bis auf weiteres verboten. 2. DerReichs kanzlec wird . ernlächtigt. -Ausnahmen vom Verbot unter Anwendung der erforderlichen Eontri-lmaßregeln zu ge statten. 3. Die Verordnung vom 25. Juni 1880, betreffend das Verbot derEinsuhr von Schweinefleisch und Wür sten aus Amerika ist ausgehoben. 4. Die gegenwärtige Veroronung tritt 30Tooe na& ibrer Verkündiauna in Kraft.
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