Indiana Tribüne, Volume 6, Number 93, Indianapolis, Marion County, 20 December 1882 — Page 2
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Indianer Hriöi'Mi .
Tägliche' nid Ssnvtagsausz-Sl Ofstce: 6isT. DslawareTi ndlanapo!iZ, :)r.d.. L0.Dcmbcr 16 i. Die spanischen Cokonieen. Unendlich ost schon wurde von Sei n der spanischen Negierung, in den Cor! j von Männern der verschsedenen Partei , und von der spari; e 1 Prcc erklärt u d verkündet, da i a)so!nl nothwend z sei, Gesetze zu '.asier, welche einersei ij die Handelsbeziehungen zwischen der p! renäischen Halbinsel und deren ivesiint schen Cokonieen. andererseits zwisch .1 diesen und den Ver. Staaten regeln ur d fördern würden. Alle spanischenStaat manner, welche die westindischen Ang', -legenheiten kennen, alle Handels- 111:0 Geschästsleute, welche bei dem Verkeh e von und mit den beiden spanischen nsein im Golse von Mexiko interejsut sind, räumen ein, daß noch heute die Verwaltung der Colonieen, ihre HandelZ und Zollgesetzgebung die Entlvicke lung der unendlich reichen Hilfsquellen derJnseln erschweren und intimereHan delöbeziehungen mit den benachbarten Ver. Staaten unmöglich machen. Aber indem die spanische Regierung sich dieser Erkenntnis nicht verschließt und indem spanische Staatsmänner derselben sogar öffentlich Ausdruck geben, fügen sie hin zu, daß eine Aenderung der eingeschlagen nen Politik zur Zeit noch unmöglich sei. Dle Regierung in Madrid furchtet, daß ein regerer Verkehr zwischen den Ver. Staaten und den Colonieen die Bewoh ner der letzteren nicht nur mit den Principien der amerikanischen Selbstverwaltung bekannt machen und befreunden, sondern auch in einer nicht mihzuverstehenden Weise belehren würde, daß sie dem Mutterlande gegenüber nichts sind, als eine durch die spanischen Zolle aus gebeutete Domäne, weche noch nebenbei dazu da ist, den jüngeren Söhnen" der spanischen adeligen Familien und den politischen Günstlingen der Regierung fette Sinecuren zu gewähren. 'Diesen Motiven ist es zuzuschreiben, daß die verschiedenen Regierungen und Regierungssormen in Madrid unter Jsabella, Prim, AmädeuS, Scrrano, der Republik und AlfonZ eine nennenSwerthe Sie form auf dem Gebiete der spanischen lo lonialpolitik nicht gebracht haben. , DaS Element der liberalen Creolen wurde seither von allen Regierungen mit leeren Versprechungen hingehalten und nicht eine einzige Maßregel wurdeeingeführt, welche die fortwährend gährende Unzufriedenheit hätte beschwichtigen, den Wohlstand der Colonien svr dern und die Veranlassung zu wieder holten Revölutilmen beseitigen können. So ist selbst dem regierungssreundlichen liberalen Elemente aus den Inseln die Ueberzeugung aufgedrängt worden, bau locale Selbstverwaltung und eine vernünstige Modistcation der drückenden Ein und Ausfuhrzölle unter spanischer Flagge" nicht zu erwarten sind. Was die'Zölle anlangt, so geben selbst die Plantagenbesitzer zu, welche die reactio närePartei bilden, daß bei dem bestehenden Tarife die Inseln einem völligen Verfalle auch des Restes ihres WohlfiandeZ Zusteuern. Cuba und Puerto Rico' ezpörtiren nach den Ver. Staaten selbst unter dem gegenwärtigen Tarissystem 82 Procent ihrer Landesproducte und sind dabei'gezwungen, aus Spanien 70 Procent aller derjenigen ihnen unentbehrlichen Artikel einzuführen, di-e sie von den Ver. Staaten billiger, besser und unter geringeren Transportkosten beziehen könnten. Cuba allein bezahlt alljährlich $22,000,000 sürUnterhaltung einer Armee und eines Verwaltungs- ' apHäräteS, die blos wegen der unseligen Politik der spanischen Regierung ersorderlich sind, um die von derselben fortwährend heraufbeschworenen LostrennungS'Gelüste zu unterdrücken. Ob es möglich sein wird, den spanischen Be fltzungen in Westindien die erstrebte Unabhängigkeit vorzuenthalten, ist fraglich. Jndiattkr.Processe. Die Indianer civilisircn sich, wenn auch langsam; sie betreten nicht mehr blos den Kriegspsad, aus dem dieFinde scalpirt werden, sondern auch bereits . denjenigen, auf dem die Rufer imStreite schließlich beiden Parteien das Fett über die Ohren ziehen: sie processiren. Mährend der Proceß der angeblichen Tochter deS Addison Mowry. weiland in Pitts bürg, Pa., und der Chippewa-Jndiane-rin Straight Back, verehelicht gewesenen Mowry und jetzt verehel.Jäck Po.Gnaw-Ki-Na-Gaw gegen die Verwalter -des Mttvry'schen". Nachlasses in einer der Klägerin., günstigen Weise fortschreitet, sind drei - Indianer' öonder .Seneca' Nation in Rew Po'r5'eigetre!Zfen, um einen interessanten Proceß anhängig zu ' machen. Dttje drei iimihchenji$ertre lcr in Deutschland' würde man sie Syndlkl nennen suyren sich schon durch ihre Namen: Carrison Halstown, Marsd Pierce und Walter Kenn.'dy als hoch civilistrte Gentlemen ein und machen auch 'durch ihre moderne Kleidung diesen Eindruck. Hinsichtlich der Körpersor,'nien steht nur Halstown hinter den PankeeS zurück, da ihn Mutter Natur oyek auch ein Accident mit aicherordentlich krummen Beinen begabt hat. Die Species facti ist folgende : Im Jahre 178 entstand zwischen den Staaten Rew Z)ork und Massachusetts über die Auge- . Hörigkeit derjenigen Landflrccke ein Streit, welche jetzt .die Eounties -Ealta-raüguZ und Erie bildet. Beide Staaten schlössen einen Vergleich dahin, daß Massachusetts das Eigentumsrecht an dem Lande," New Bork aber eine Art Landes Hoheit über solches zustehen sollte. Im Jahre 1798 trat Massachusetts da? Land an Robert Morris ad, und Vleser Überwies dasselbe an die Holland i
sche Landcompaznie. Di: lchlere er warb zu diesem VcZihc alles Land hin,, welches' damals die Sen:caJndiaer inne hatten, und cs verbilden im Besitzt V . X. ' . ' i.f..
osz legieren n.lr jiciciusjcn iicjcruaup nen, welche diejelUn zum Thei'.? ni ch deute bewohnen Viescn g?saitmten Landsitz veikaust? die holländische Compagnie an die Ogden Landcompag nie, und diese kaufte im Jalre 1826 von dem Stamme der Scncca's die jcc nannte Big Trce Reservation. AIS .aussumme uurde der Betrag von $iS, 000 s.ipulirt und hieraus bat die Ogden Landcompagnie bei dem 5kaussabschlusse .:;,000 an'dic Indianer bezahlt. Die Indianer klaaci n!Kncf)r a'.:s Bezah lung der riickstä.ldizen $.',,000 'sammt Zinsen seit dem Tae des Kausabschlus" se.,5. im Jahre 1820. Die Ogden Landcompagnie ist längst nicht mehr im Besitze des in jenem Jahre von ihr erwor denen Landes, sondern dasselbe wurde in Parccllcn an weiße Ansiedler verkauft. Der Stamm der Seneca'S ist 2.335 Seelen stark. Die beiden Reservationen, aus welchen dieselben wohnen, umfassen 50.000 Acker. 1,410 Indianer wohnen aus der CattarauguZ- und 925 auf der Alleghenv'Reservation. Sie eignen das Land qemeinschastlich und verwalten ihre Angelegenheiten unter einem von ihnen gewählten Präsidenten, gegenwärtig S. C.Lacy und einer Art Gemeinde rath. Einige wenige Xüült Familien leben mitten unter ihnen. Sie sind fast sämmtlich Ackenner des Christenthums und nennen die Wenigen, die noch am alten Glauben festhalten, mit Aerach tung Heiden. Die Seneca's gehören zu den an meisten ..civilisirten" Jndianern im ganzen , Lande haben aber trotzdem eine unbezwingliche Zuneigung zum Schnaps und eine ebenso grosse Abneigung gegen die Arbeit. ttlciiistaalerei. Reisende, die flüchtig die Ver. Staa ten durcheilen beschweren sich häustg über die Gleichartigkeit der Städte, der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einrichtungen. Ihnen zufolge liegt der Unterschied nur in der Entfernung der einzelnen Landestheile viy einander oder im Klima, während alles Andere über einstimmend, monoton ist. Das ist aber nur in sehr beschrankter Weise, wahr. Mögen auch die Vahnzüge, die städtischen Straßen und Wohnungen, die ho tels u. s. w. im ganzen Lande gleichartig skin, die Menschen sind eZ jedenfalls nicht. Sie verstehen alle Englisch, haben gewisse äußerliche Merkmale, die ihnen durchgehend eigenthümlich sind, unterscheiden sich aber durch wirklich charakteristische Eigenschaften. Der Hankee au den Bergen von New Hampshire ist sicherlich nicht mit dem kalifornischen Weinbauern, der "liimberman" aus Michigan ist ebenso wenig mit dem süd lichen Pflanzer zu verwechseln. Freilich konnten sich im Zeitalter der Eisenbahnen keine eigenthümlichen Volls-Trach ten und Dialecte entwickeln, doch haben sich bis jetzt schön Gegensätze auögebilder, die nicht immer erfreulich sind. Namentlich läßt sich nicht verkennen, daß der Osten auf den Westen, der Süden auf den Norden eifersüchtig ist. Es ist häusig von dem Jnteresie bestimmter Landestheile die Rede, ja sogar einzelne Staaten versuchen, Sonderinteressen zu vertreten und sich vollkommen abzuschlie sen. Der Süden ist an solchen Kräh winklern besonders reich. Er hat Staats Gesetzgebungen auszuweisen, die den Handelsreisenden au anderen Staaten einen Wegezoll auferlegten und fremden" Versicherungsgesellschaften die Anknüpfung geschäftlicher Verbindungen untersagten. Durch solche Maßregeln erbitterten sie natürlich andere Bunde? stallten,, und so ereignete sich denn der merkwürdige Fall, daß die Legislatur von New 'Bork sich an der Legislatur von Alabuum rächte. Letztere halte das erwähnte' Gesetz gegen dir fremden" VersicherungSgesehschasten erlassen, und da .sich dasselbe vorliegend, gegen New Yorker Compagnien richtete, so bestimmten die Vertreter des Kaiserstaates, daß Policen in den GerichtshMndeS letzte ren nicht. einklagbar sein sollen, wenn dle Personen, auf die sie lautyi,5im Staate Alabama gestorben sind. EZ-Hießzwar allgemein, in einem Staate, 'der New Yorker Gesellschaften ausschl!eßt,.äbr thatsächlich war nur Alabama :amttnl. Dieses Gesetz hat indessen Wmhr ' j'xi.' orZ 'tä. J'-riVti jüiui juujiii axuuug ui vziuuni und verfassungswidrig . erklärt. NaH dem vierzehnten Zusatz darf kein Staat einen Bundesbürger irgend welcher Rechte berauben, noch darirgend ein Eontract durch Legislaturen Äifgehoben werden. Jed?s Gefetzt sagt"f:rner der Richter, muß gerecht und vernünftig sein und.' darf mit Rachegelüsten nichts zu thun haben. Den Gerichtshöfen nUt darf keine Legislatur die Anhörung von Personen vetbieten, die sich gerade im Gebiete ihrer Jurisdiction befinden und Klagen vorzubringen haben.. Die Er ben der in Alabama Verstorbenen dafür büßen zu lassen, daß jener Staat dumme Repräsentanten hatte, würde in der That höchst unvernünftig sein, doch 'ist - zu hoffen, daß auch dle südlichen Kräh winkler durch das Bundes-Obergericht in ihrer kindischen Absicht, gestört wer den, Krieg gegen Geschästsleute aus an? dern Staaten zu führen. Durch solche Narren darf der .Bestand der.Nat.ion nicht bedroht werden. Wollte die Äepublik jetzt schon ' Eifersüchteleien aus kommen lasie so müßte sie in , kurzer Zeit gänzlich zerfallen. Vssieuerttua in Frankreich. Abgesehen von den an den.Thoren zu entrichtenden Zöllen-(octri) beflelht in Frankreich die' Gewerbesteuer und 'die Einkommensteuer. Letztere ist , als die eigentliche direkte Steuer zu betrachten und richtet sich gewöhnlich nach dem Miethspreise oder Werthe der Wohnung, die der zu Besteuernde einnimmt. Bewohnt Jemand ein Haus, sür das er 1000 Francs Miethe zahlt, oder das er
zu dtestm yuz 3:oic!ijsn lönuie, so ! wird angenommen daß sein Einko-nmen sünsmal l)öt:: ist, und danach wird er im AUaemey'Cn.'stciiErt. Vei alten Inng gesellen und rudern; Personen, die trotz hohen (ftnf.i;nr.::nv eine beneiden? Miethe zahlen, w-:d natürlich eine Aus
nähme gemacht. Die allerärmsten Elasten sind vo.-. d:r direeten Besteue rung' besreit,' haben aber freilich unter den MM und Schlachtzöllen zu leiden Im Januar beginnen die Abschätzcr ihre Arbeit, die gewöhnlich bis zum 1. März beendet' ist. Alsdann empsäng! jeder Einceschäe die Nachricht, wie hoch sein Einlcmmen"uk'.d die darauf zu zah lende Steuer veranschlagt worden ist. Einwendunpcn 'werden entgegengenom men und beruhst tigt, wenn sie begrün det sind. Sonst wird jedem Einzelnen gegen Ende März die Weisung zuge? stellt, daß e? binnen acht Tagen mit der Zahlung beginnen müsse. Zur Bequemllchkeit der Bürger sind in verschiedenen Stadttheilen Empfangsstellen eingerichtet, sodaß Niemand lange ausgehalten zu werden braucht. Es steht ferner Jedem frei, die Steuer für das ganzeJahr, für ein halbes oder viertel Jahr und selbst sür einen Monat zu bezahlen. Dies ist eine wesentliche Erleichterung sür die weniger bemittelten Elasjcn, deren sich dieselben stets bedienen,woraus wiederum demStaat und derGemeinde derBorthei! erwächst,, daß die Zwangsbeitreibungen vermieden werden. Die Steuern sind keineswegs niedrig. Wer z. B. nach Ansicht der Einschätze? Jahreseinkommen hat,, zahlt einschließlich der Thüren und Fenpersteuer etwa-SO das Jahr direct. Seine Licenz alsGeschäfts mann oder Prosejsionellzr belüust sich auf $20 bis $200, und'aus 52V0 dürste sich sein Antheil am oetroi belaufen, wenn er Familienvater ist. Bei mäßigerem Einkommen drückt die Steuer noch schwerer, denn die direkte nimmt nicht "in ' steigendem Berhültnisse ab und noch wenuger die indirecie. Frankreich hat freilich. eine enorme Schuld zu ver Zinsen und ein großes siebendes 5)eer zu unterhalten. ' frühzeitige Passion. , Der vierjährige Joseph Granger in New Hork ist nicht nur ein Unicuin, sondern jedenfalls auch eine ganz neue Erscheinung unter der Sonne. Der kleine Knirps läßt die Tabakspfeife nicht ausgehen und quält seine brave Mutter un gestümer um Tabak und Feuer, als andere Kinder um Kuchen, Obst oder Candy. Sein Vater, August Eranger, ar bcitet in einer Glassabrik. Sehen sie-, sagte die Mutter zu dem Beamten der Kinderschutzgesellschast,welcher dem Kna den einen Besuch' abgestattet, hatte. die Leute sagen alle, eZ' sei nicht gut,daß der Junge so früh schon rauche, aber was will ich machen Gebe ich ihm kei nen Tabak, so schreit er sich zu Tode. Und bis jetzt wenigstens hat ihm das Rauchen nicht geschadet, Sie sehen selbst, v r.n n r w oau er vl uno seil gcraoe gro uno kräftig genug sür sein Älter,und.so.schöne rothe Backen hat, wie irqend ein Kind. Der Junge war 18 Monate alt, als lch ihn entwöhnte. Da muf; sich Jemand einen Spaß mit ihm gemacht und ihm die Spitze einer Tabakspfeife in den Mund gesteckt haben. Er konnte kaum ordentlich laufen, da verlangte er nach der Sonntaqspfelse meines Man neS, die ihren bestimmten Platz an drt Wand hat; an dieser saugte er. erst, wie andere 5ttnder an den Daumen oder son stigen Fingern, und bald that er es nicht mehr anders, ich mußte ihm Tabak in die Pfeife stopfen und Feuer geben. Das erste, was er früh nach dem Aufstehen verlangt, ist die Pfeife und ich denke immer, es ist besser, ich gebe ihm nach, als daß er sich todt streit. In der Nach barschast ist es bekannt, daß der kleine Kerl raucht,wie ein seuerspeiender Berg. Die Leute-Haben ihm schon die aller 'schwersten Eigarren gegeben, und diese raucht er auf, ohne daß er je- eine Spur von Uebelbesinden darnach verrathen hätte.".' Ein Arzt hat den .Knaben im Auftrage der Kinderschutzgesellschaft untersucht und beobachtet; derselbe ist nor mal entwickelt,-gesund und unterscheidet sich in seinem Benehmen nur durch eine ausfallende Schweigsamkeit vor anderen Kindern. Er hat. einen nachdenklichen und altklugen Gesichtsausdruck und abnorm an ihm ist nur, daß er ttiglich nicht mehr als zwei'Unzen fester Nahrung zn sich nimmt und doch wohlgenährt ist. - Htschäftlicht Frömmigkeit. Herr William E. Dodge aus ..New Bork ist einer der eifrigsten Vorkämpfer des puritanischen Sabbaths und.natür lich auch der Prohibition. Nebenbei ist er sehr reich und sehr respectabel", iv'eshalb man selbstverständlich seinen Ansichten mehr Gewicht beilegt, als wenn er sie nicht mit einigen Millionen unter stützen könnte. Erfühlte sich also auch bewogen, einen offenen Brief über die Gemeinschädlichkeit des EisenbahnVer kehrs am Sonntage zu schreiben, um zu beweisen, daß das veraltete blaue Ge setz" im größten. Stoaje und in ' der c)röß!enStadt derUnion genau so durchgeführt werden sollte, wie vor 200 ahren in Connecticut. .Alle anderen Sabbathheiligcn stützen sich auf die Bibel, Herr Dodge als Ge schästsmann spricht dagegen von seinen Ersahrungen. .Als er im Jahre 1873 Director der New Jersey Centralbahn war, setzten es die anderen Direktoren gegen- seinen Villen durch, daß am Son.ntag.Luge'1lesen. . Darauf trat er
- 4- v- u , . . , j iimij'v .v. tv ty vil liilivt 4JU 11, Ul V I (19 aus und' verlauste seine Aktien zu 110 ein.trauriges Vild, welches sich hier dem WS118. Zwel Jahrr spater war die Auge entsaltet. Die Fluthen des Hoch. Bahn bankerott,., unedle A tlen waren Hassers sühren, - Trümmer, Holzstücke, 1 Proceß , wttth, - Natürlich war sie Baumstämme :c. mit sich,und lassen dadurch die SonntaaSzuac rmnlrt.und5)err rck erkenn,,, h;At,s. m..
?MV I?1 0ri5r.raijatcit mjriü jtlutl Lande fylvania tag au daß nicht jeder Sünder gestraft wird. Traurig ist eS fkeilich, daß die Actionäre 90 Procent verloren, weil die Directoren nicht fromm waren.
01c o.cwtn. rejieit VYN?N ocyren Laufe des Flu es. aus den Städten vlum XiU't 3, die New Vors- und die Penn Ijvulbsl. yiottnhvrn. 9fifi,nft.n mirh
-Eentral, den Betrieb amSonn- denn auck über WassersnZtk In Mailand.treibt man
ch nicht ein, aber das beweist nur, lkknlicke Wmri,t?n si.s. u ' ur Äeit Volitik mittelst HutemtreibenL
e:c Dodge geht noch '.veiter. Vor I . ' 1 '
Jahren, erzählt er, war aus derHarlem Bahn cn Ingenieur, der ein ausgezeichnete? Ehrist war. Ihm pssirte nit etwa?. Da ging er aus Urlaub, und an s?ine Stelle trat ein Mann,der eben aus Ealisornlen zurückgekommen', also wahrscheinlich ein Heide war.- Sosort stürzte der Zug durch eine offene Dreh brücke, und mit dem Manne aus Ealisornien wurden 30 Passagiere getödtet. ES ist daraus zn schließen,daß diePassa giere umkommen müssen) wenn derLoko motivsührer kein ausgezeichneter Christ ist. Hinzuzulegen ist noch, daß die Fir ma, der 5err Dodge angehört, eine rie sige Strassumme an die Regierung be zahlen mußte, weil st: letztere bei der Verzollung von Waarer. betrogen halte. ' Professor Walker tritt den Vorwürfen, welche der Fabrikstatlttlk des. letzten Eensus gemacht Morden sind, in einem besonderen Bulletln entgegen. Bekanntlich wurde die Behauptung, büß-die CensuS-Aufnahme falsch sein müsse in Philadelphia ausgestellt u. als Beweis sür die Unzuverlässigkeit der Angaben wurde hervorgehoben, dan nach dem Cenius in Phtlacelphia der Durchschnittswerth des Jahresproducts eines .Arbeitet $1752 betrage, während er sich in Rew Wr! aus $2056, ln Chicago auf .s.'ZIOsi, in .Broollyn auf $3751. und in Jersey City aus $557-14 stelle. Herr Walker . bemerkt zunächst, daß solche Vergleiche absolut werthlos seien und daß der Werth des Rohmate rials keineswegs den größten Procentsatz des Werthes des ProductS da ausmache, wo da? Material am kostbarsten ist. In en Juweliergeschasten von ?!ew tyoxt und in der SeidenJndustrie reprasentire das' Rohmaterial nur ewa fünfzig Procent des Werthes des Products, während es eine Masse anderer großer Jndustrieen gebe, in denen das Rohm terial 80, 90 und 94 Procent des Werthes des Products repräsentire. Es komme nicht auf den Werth des RohMaterials, sonder, auf das Verhältniß zwischen diesem und den Kosten der lim" gestaltung oer fertigen Waare an. Wo diese Kosten verhältnißmäßig gering seien, in Pökelanstalten, Zuckersabriken, Sägemühlen, zc. da repräsentire das Rohmaterial den Hauptwerth des Products. So repräsentirt in Jersey Eity, Aroollyn und Chicago das RohMaterial einen . viel größeren Procentsatz des Werthes der fertigen Waare, als in Philadelphia und daher müsse in ersteren Städten eine größere Production auf den einzelnen Arbeiter entfallen ab in letzterer. Die Erklärung des Herrn Volker rechtfertigt die Jndustriestatistik gegen den ihr von Philadelphia aus gemachten Vorwurf; daß dieselbe indeß ein vollkommen unantastbares Werk ist, soll hiermit nicht behauptet werden. Betreffs des GarfieldDenkmals sür San Francisco und des Schöpfers desiktben wird aus genannter Stadt gemeldet: Der preisgekrönte Schöpfer des Modell? für das im Gol den GatePark" zu errichtende GarfieldMonument, Hr. Franz HspperSberger, verließ San Francisco am 9. Dezem ber, um zunächst Frau Garsield einen Besuch abzustatten und sich wenige Tage in Cleveland auszuhalten dann aber die Reise nach Deutschland anzutreten, um in München sein bereits in Angriff ge uow'.ne.es Werk zu vollenden." .v.isi)c Local Nachrtchten. H e i de l d e r g. i. Aov. Vorgestern starb in Ladenburg bei 5eidelderg Ehr. Schmezer, eine Persönlichkeit, in it der eine reiche Fülle von Erinnerungen an Allhkldelberg verknüpsl ist. Der Verstorbene war lange JahrePfarrer in dem oberhalb Heidelberg am Neckar gelege nen Dorfe Ziegelhausen und stand clZ Mlied des ..Engern" im innigen Vcr leyr aiui &qieti, Pauker, zuangerors und andc.reN'Größ:?z unserer schönen Neckarstadt.' eii: vielseitigen G' ben, insbesondere auch seiner schönt Stimme dankt er tl, daß ihm S'.l in seinem Gaudeamus" ein unvergängliches Denkmal errichtet hat. Schmezer ist der sternenkundige Augur Teguli nums", der vorsang bei dem Rundgesang. Obgleich Theologe von Fach,be schastigte er sich meist mit Astronomie und Naturwissenschaften, worüber er auch geschrieben hat' Schmezer erzählte gern, wie sein Freund Schessel aus seinen Vorträgen, die er zu Heidelberg hielt, den Stoss zu manchem Liede im Gaudeamus geschöpft hat. -. Kassel. 24. Rov. 5ochwasser und Ueberschwcmmungen werden aus allen Thcrlen des R?gierungsbeztrks gemeldet. Namentlich lausen aus dem Stromgebiet der Fulda und- Werra . Vielsache Klagen über Wassernoth ein. Der'Land wlrthschaft, welche nachgerade infolge deZ.ununterbrochenen' Regens im abgelaufenen Herbst unter großer Nässe genug gelitten hat, wird der größte Schaden zugefügt. Die Niederungen werden überschwemmt und die grollenden Wo gen vernichten'Land und Aussaat. Die Gegend vordem Leipziger Thore von Waldau bis Bettenhausen gleicht einem wogenden See. Ein Theil der Unterneustadt ist unter, Wasser gesetzt und in einzelnen Straßen des dortigen'. Stadt Viertels steht das Wasser mehrere Fuß hoch, so daß der Verkehr mittelst Wagen und Kähnen mühsam vermittelt werden mn. Eln Theil - der Karlsaue, die' Bleichen vor dem Weserthore, Pulver muhle ?c. stehen unter Waper, und rsteö a (u!rv . f jr . r V v v ba öoinasser bereits am oberen ausgeübt haben mag. . Vom odeStromgebiet der Lahn, Eder, Schwalm. Hann, Diemel zc. ein: überall Master noth uno ueverschwemmung, zum gro ßen Schrecken der geäugstigten Einwoh.
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pichen Bewohne?' die sich der tjen. fc. V1T1T.O .X......4...V. CV f . kf 1 i
neu, iiuca iucjcnciiiüta silllqen irog aller Schutzvorrichtungen nicht ganz zu erwehren vermögen. ' . Berlin. 24. Nov. Wie seiner Zeit Friedrich Wilhelm I. in Wusterhaujen, so inspiciren der Kronprinz und die Kronprinzessin alljährlich zu wiederhol ten Malen die Schulen in den beiden ihrer Gutsherrschaft angehörenden Dör fern Bornstedt und Eiche, und verfehlt insbesondere der - Kronprinz niemals, durch eigenes Prüfen Lehrer und Schü ler gehörig auf den Zahn zu süblen. So hatte er auch am gestrigen Tage spe ciell dem Unterricht in der dritten Klasse der Bornstedter Schule längere Zeit bei gewöhnt, um den neuberufcnen Lehrer und seine Unterrichteweise kennen zu ler nen, als plötzlich der Briefträger mit einer Depesche an den Lehrer Mathias eintrat, durch welche derselbe an das Sterbebett seiner hochbetagten Mutter in einem Dorfe bei Spandau berufen wurde.. Der Kronprinz, forschte' nach dem offenbar schmerzlichen Inhalt der Depesche und erklärte sofort dem Lehrer, daß derselbe unverzüglich abreisen müsse, um noch den letzten sehnsüchtigenWunsch seiner Mutter zu erfüllen. Ab meine Klasse die Kinder" stammelte der Lehrer. Gehen Sie,- antwortete der Kronprinz, die werde ich übernehmen, bis um 11 Uhr der Herr Prediger zum Eonsirmandenunterricht kommt; euen Sie nur, daß Sie Ihre gute Mutter womöglich noch lebend antreffen." Und so übernahm der Kronprinz des deut schen Reiches' und von Preußen in der That das Amt des Lehrers in der Born stedt'er Schule und prüfte die Kinder von 10 bis 11 Uhr in der Geschichte der Re. formation. , Bopfingen-tWürtt.), 2. Nov. Gestern starb unser ältester Mitbürger, U.A.'Arzt Dr. Lohrmann, der im Jahr 1789 geboren und 93 Jahre und mehrere Monate alt geworden ist. Im Jahre 181-1 wurde er, als auf der Solitude wegen der vielen tausend kranken Russen ein Spital errichtet wurde, als Assistenz arzt dort angestellt und im Jahre 181 1 zum UnteramtSarzt hier ernannt. Als er sein üOjähriges Amtsjubiläum feierte, wurde ihm der FriedrichSorden verliehen und von der Gemeinde das Ehrenbür gerrecht ertheilt. Berlin, 28. Nov. Ein erschütternder UnglückSfall ereignete 'sich hier während einer Vorstellung im CircuZ Nenz beim Damen Jockeyrennen. Sämmtliche Abtheilungen des Rennens waren bis auf ein Springen über der schiedene Hindernisse und Hürden bereits erledigt, -als plötzlich daZ von Miß Ze phora gerittene VollblutSpringpferd Bimbo einen etwas unregelmäßigen Sprung zu? Seite machte. Hierdurch wurde DüßZtphora aus dem Sattel und mit dem Kopf so unglücklich gegen die Manege geschleudert, daß sie betäubt liegen blieb und aus dem CircuS getragen werden. mußte. Die Aufregung im EircuS war eine ungeheure. Ein sofort zu Rathe gezogenerArzt constatirte einen doppelten Schädelbruch und ordnete die sofortige Uebersübrung der Verunglück ten nach der kgl. Klinik an. Dr. Gluck, sowie der noch in der Nacht hinzugeru fene Geheimrath Bergmann nahmen sich der Patientin sofort an. Da durch den Sturz auch die Luftröhre verengt war, so mußte die Künstlerin, damit sie nicht ersticke, tracheotomirt werden. Leider ist trotz alledem die Bedauernswerthe, welche mit ihrem richtigen Namen Frau Hannemann hieß, nach beinahe 24stün digem Scbmerzenölager, auf welchem ihi das Bewußtsein nicht zurückgekehrt war, gestorben. Der Gatte der Verstorbenen, Schulreiter Hannemann, verunglückte seiner Zeit im Circus Salamonski aus ähnliche Art und sand dadurch ebenfalls seinen Tod. . Eilend u rg, 23. Nov. Schon vor 25 Jahren und länger stellte män-ia unserer Gegend Versuche mit dem An bau der Zuckerrüben an, aber der ErsolL reizte nicht zur Fortsetzung, vielw.eh tturde die krisle Zuckerfabrik !: Limehna wieder abgebrochen. Jetzt Hai vor nunmehr drei Jahren der Posthalt Eschenbach wieder angefangen, in uuse rea BodenZuckerrübe in bauen. Schon in? vergangenen Jare fand er Nachah mer und in diesem Jahre noch mehr, so daß im Ganzen schon .y.r.: ziemliche Quantität Zuckerrüben von hiernach verschiedenen Fabriken abgeführtsorden ist. Das Geschäft, welches dabei gemacht wurde, ist kein übles und die Qualität der Waare soll nach eingeforderter Ana lyse eine zufriedenstellende sein. In größerer Menge hat dieses Jahr schon der Rittergutspächter. Reuter in Gruna Zuckerrüben gebaut und die landwirthschaftlichenVereine beschäftigen sich ernst lich mit der Frage,' ob der Anbau der Ziickerrübe in unserem Boden sich be währe. Vom Auslandt. VeimKirchenraudinder Kathedrale von St. DeniS ist es folgen dermaßen zugegangen : AIS der Wächter wie gewöhnlich zu Nacht speiste, überstiegen die Diebe daS Gitter zum Chor schwank, öffneten mit -Dietrichen drei Thüren, die in die Basilika führen ud zerbrachen die Glasscheiben an den Bi triten, welche die Kostbarkeiten, die, von den srühererf Königen herrührenden und die seit den lehten hundertJahren von den großen Familien gestifteten, . bargen. Unter den gestohlenen Sachen befinden sich zwei sehr kostbare Monstranzen in massivem Silber, von' denen eine 1,30 Meter lang ist, 6 Abendmahlskelche. 3 Paar Rauchfässer .in ciselirtem ßilber von ausgezeichneter Arbeit, 7 Patenen, 7 Köuigökrönen mit Edelsteinen,' von denen vier vom Herzog v. Bourbon, von den Töchtern Ludwig'S XV.- und von Ludwig XVIII. getragen wurden. Die übrigen Sachen haben gleichfalls einen hohen Kunkwerth..' Die Dleve Hauen Seit einigen Tagen werden dort viedn e ! c tr . w t.'!l.l.!..i.!.( V . fleißig die Cylinderhüte eingetrieben, da man so die Bevölkerung zwingen will, euerdinaS den GaribaldHut aufzu
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f.k.'n. Die Polizei kündigt jedoch an, Icl t entschlossen sei, mit aller ihrer Mzcht sür die Rechte deS Cylinderhuts ei?;us!ehen. Der Cylinderhut gilt dort nÜ'Uch für'antidemokratisch. 7 E i n e i g e n a r t i g e s Z e i nzu-.ternehmen, eine Cho!oladenZe tung nämlich, liegt der .St. Petersburg g' : Zeitung" vor, eine getreue Parodie des VeterburgSki Listok", eines PeterS b. .-ge-. Lokalblattes. Eine dortige Firma ist e welche diese neue Zeitung, aus w'lche man sich durch Abnahme eine? PsunceS -Chokolade abonnirt, in die Welt ttfct. Die Zeitung ist nämlich die Enveloppe der Chokoladentüfelchen jener F'.-me. Der Inhalt der Nummer zer fznt m allerlei Scherze, Witze und Hu morist'ka und die Annoncen'dcr Firma. Dem Moskauer Gerichte
stellte sich em Kassenbeamter der MoS kauer Universität .wegen Unterschlagung vo.r Universitätsgeldern. Alle Beamten der skcpiner Bank und der Stadtroth wurde.1 wegen betrügerischen Bankerott verhaftet. ' Die Bank hat 0.000 Rubel Activa und 12 Millionen Passiva. Der Bcnkdirektor Rykow allein unterschlug sechs Millionen. Colossale Verluste er leiden 2:i20 Klöster. Kirchen, Seminare, Missionäre und Pfarrer. Eine aüSgie bige energische Ctaatshilse ist zugesagt worden, da sonst der skopiner Bankkrach unabsehbare Folgen haben könnte. . D i e P r 0 f e s s 0 r e n Cr u delli von Rom und Eichwald von St. Petersburg behaupten nach ihren Erfah rungen in der ärztlichen Praxis, daß da? Halten von Blumen und Pflanzen töpfen in schlecht gelüsteten Zimmern Malaria erzeuge, auch wo sie nicht end:misch (örtlich vorwaltend) sei. DaS Malariagist komme nicht von denPflan zen her, sondern auS der feuchten Erde der Töpse. Wo diese entfernt werden, entstehe die Genesung ohne Rücksälle. . Ueber die telegraphisch gemeldete Selbstverwundung Gamber ta's schreibt man aus Paris : Gambetta hatte in seinem Garten unachtsam nur fünf von sechs Kugeln seines Revolver? abgeschossen und war in sein Schlaszim mer zurückgekehrt, um frische Patronen zu laden. -Er hielt den Lauf am oberen Ende mit der rcchten Hand und setzte mit der linken den Hahn in Bewegung, wo durch der sechste Schuß abgefeuert wurde, am unteren Theil dec Hand eindrang und in der Mitte des Oberarm? herauskam. Sein eiligst herbeigerufener Arzt erklärte, daß. keine Pulsader und kein Knochen verletzt sei. Da sich jedoch Wundsieber einstellte, mußte der Patient zu Bette bleiben und darf keine Besuche empfangen. Die Aerzte versichern, die Wunde sei ungefährlich. D r. QueLneville in Pa riS theilte der Gesellschaft für Gesund heitspfiege mit, daß er Trinkwasser drei Jahre lang trinkbar und unschädlich erhalten habe, indem er einen halben Gran Salicylsäure auf jede? Quart beige mischt habe. Er empsiehlt dieses Mittel für Expeditionen nach heißen Gegenden. Und da es nichtS'fchaden kann,' sollte man auch im Sommer unsrr Wasserlei tungSwasser ans diese Ä?t unschädlich machen. Nachdem der Große Ge nenaJt der deutschen Armee die Pu blilationen der geschichtlichen Darstel lungen der Kriege von 1SCG und 1870 71 abgeschlossen, beabsichtigt derselbe, fortan auch mit solchen Arbeiten hervor zutreten, welche besonders bemerkenö werthe Vorgänge und Einzelnheiten aus den genannten Feldzügen zum Geg stände haben und denen bisher mit Rück sicht auf die Übersichtlichkeit der Dar stkllung nicht derjenige Raum und dieje nige eingehendere Behandlung zu Theil werden konnte, die sie ihrer geschichtlichen Bedeutung nach, resp, wegen der Auf schlüsse verdienen, die sie auS .dem Ge biet; eer Taktik ve? kleinen Krieges, des Besestigungsweskns, der Organisation, Ausrüstung und Erhaltung der Heere geben. Die Publikation dieser Aussätze und Abhandlungen soll in zwanglosen hebten und unter dem Titel : Kriegs geschichtliche Einzelschristen" erfolgen. Der Große Generalstab beabsichtigt ser ner. auch freiwillige Beiträge von Ossi zieren deS deutschen Heeres in diese Ein zelschristen aufzunehmen. Das'Mädchen.Gymna. sium in Frankreich ist unlängst in Mont vellier errichtet worden. Run geht aber in Frankreich der pion unisormirt, also mutzte auch wohl sür die Gymnauastin aen eine Umsorm gesunden werden. Die jungen Damen werden also tragen im Sommer : resedssarbene's Kachemiikleid, Rock mit viel Volant?, über denselben ein Bonillonne", drei Eoulip" und wieder ein .Bouillonne". Mieder mit Schärpe und zwei Stehkragen, aus dem oberen Stehkragen zwei goldgestickte Palmen.' Hut aus englischem Stroh von derselben Farbe wie das Kieid mit einer 'Blende und zwei Tousseö von Coqueliquots-, eine davon roth, die andere reseda. .Sonnenschirm resedu mit rothem Futter und Spitzengarnitur. Die . Winierkleidunq ist ebenso festgesetzt : wir wollen unsere Leser mit der.Beschreibung derselben nicht ermüden, es scheint uns nur, als ob die jungen Damen in diesen Erziehungsinstilllten auch zum Lurus er zogen'würden. I n Meiningen w oll t e ein Vater nicht die Einwilligung zur Vermahlung seiner Tochter mit einem jungen Geschäftsmanne, geben. Die Tochter wurde deßhalb klagbar, der junge Mann legte seine Geschäftsbücher vor und führte bei Gericht aus denselben den Nachweis, daß er eine Frau standeS gemäß ernähren könne, und nachdem er noch Zeugnisse seines ehrenwerthen Cha rakters beigebracht hatte, wurde der Vzter angewiesen, zur Verbindung seine Z tstimmung zu geben. Lauph eim, (Württ.), 2ß Ro'v. heute früh. starb Stadtfchultheiß Hein lich Hepperle von hier im Alter von ",8 Jahren, er hinterläßt eine Wittwe mit vier Kindern; er folgte seinem in den Ruhestand getretenen Vater 1880 im Amte, dem er früher als Aatbsschreider beiegeben war. Er hat den Krieg vsn 1870 mit Auszeichnung mitgefochtcn. '
ner, zum chaden für Hab und. Gut der
