Indiana Tribüne, Volume 6, Number 90, Indianapolis, Marion County, 17 December 1882 — Page 9

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' Zndlütta Tribune. Ind'anapolls. Ind.. 17. Dczcmber IS 2.

rrarrriÄj itss-:: V:ount Vernon. Zu. keier Zeit im Jahre macht Mo::nt Verklön einen so entzückenden Emdr -ck, als an schönen Tagen im Oktober i nd November. In diesen Monaten ist a ich die Zahl der B sch:r am größten. 25 war im Jahre ILL.dzöMount Verron daS Schicksal gerichtlicher ZwangZrer stttgerMg drahte. Damals faßte' eine Dame, die von ihrem 19. Lebensjahre an ununterbrochen an das Krankenbett gefesselt war, den Entschluß, die don der Geschichte geweihte Stätte der Nat on alö unveräußerliches Eigethum zu üb:r weisen. Anne Pamela Cuningham in Süd-Carolina war in ihrer Kindheit wiederholt in Mount Vernon gewesen und als sie für immer von der Außen welt abgeschlossen war, von ihrem. Bette au? nicht? mehr von der Natur sehen konnte, als venige, grüne Bäume, da führte sie die Erinnerung in die schöne Umgebung von Wajbington'Z Heimath zurück und von ihrem Krankenzimmer aus wußte sie einen solchen Enthusias muS für ihr Project anzufachen, daß schon im Jahre 1SG0 Mount Vernon als Eigenthum der Nation erklärt werden konnte. Die Frauen im Süden steuer ten reichlich zu dem Fond" bei, der aus gebracht wurde, Edward ßverett, Ma dame Le Bert und Frau Cora Mavatt Ritchie wirkten durch Vorlesungen für das Project, eine National Association wurde gegründet, und diese war im Jahre 18G0 in der Lage, ha Haus und daß Grab Washington's, sowie 200 Acker Land käuflich zu erwerben. Das Volk weiß, welche Pietät eZ die sem Flecken Crde schuldet ; kein Besucher tritt anders als entblößten Hauptes an das Grabmal heran, selbst in den blutigsten Zeiten des Bürgerkriege; wurde Mount Vernon els neutraler Boden be .trachtet und unter seinen schattigen Bau men sraternisirten vorübergehend di: Soldaten beider Armeen. Die Einrichtung des Hauses ist zu allgemein bekannt, als daß -sie einer ein gehenden. Besüreibung bedürste, aber kein Jahr vergeht, in dem nicht aus al len Theilen der Welt Reliquien aus den Tagen Washington'S und des llnabhSngigkeitskampses nach Mount Vernon geschickt werden. Fast jeder Stsat hat ein Zimmer im Hause genau in der

Weise einrichten lassen, welche zu? Zeit I Lebensjahre entwickelte sich der flnace Washington's gebräuchlich war und in!örmstT beaann dann auffallend sSnell

v r. - r?v v- rr oieicn Ammern mo oiz rinnerungv zeichen uberuchtlich geordnet. In der Vorhalle ist der Schlüssel zur Bastille aufgehängt, welchen Washington von Lafayeite erhielt ; in dem Zimmer, wel ches Washington als Speisezimmer diente, steht auf einer Etagere neben der Thüre der Jeldbecher, dessen sich der General bediente. Washington hat den Becher selbst an die Stelle gesetzt, auf der er jetzt noch steht und keine Hand hat ihn feit der Zeit jemals berührt. Der Mantel des Kamins im Speise zimmec ist vonMsrmor und höchst kunftvoll gearbeitet ; er ist ein Geschenk on Washington aus Frankreich. Da? Schiff, welches den Kamin trug, wurde von Seeräubern genommen, diese ersa hen aus der Verpackung, daß letzterer für Washington bestimmt war und trafen Veranstaltung, daß er den Ort feiner Bestimmung erreichte. In dem Zimmer des Staates Süd'Carolina hängt das Porträt des Frl. Cunningham, der kranken Dulderin, deren Energie wir daS National-Eigenthum verdanken; sie hat ein Mastes durchgeistigtes Gesicht, dessen größten Schmuck die schönen, weh müthig und doch begeistert blickenden Augen bilden. An ejnen Rosenbusch in der Nähe des Hause knüpst sich die Sage, an ihm habe Nellie Eustis die Bewerbung ihres nachmaligen'Gatten um ihre Hand er halten. Wenn ein junges Mädchen sechsmal um diesen Busch herumläust, so heirathet sie innerhalb eines Jahres. .Der Verwalter von Mount Vernon ver sichert, noch kein Mädchen, daS den Ver such gemacht habe, sei in seiner Erwär tung getäuscht worden und ' jedenfalls steht so viel fest, daß Mädchen, die Mount Vernon besuchen, sich von den Eesellschasten, mit denen si? herumge führt werden, trennen und lieber eher irgend eine Sehenswürdigkeit im. Stiche lassen, als daß sie versäumen, sechsmal um den Rosenbusch herumzulaufen. Mount Vernon wird vortrefflich ver wallet und der Ertrag der Farm, sowie die Einnahmen sür das 5)erumführen der Fremden decken die .Kosten' des Be amten und Diener'Personals, sowie der Instandhaltung und Verbesserung vollständig. In der Küche, deren Ein nchtunq ebenfalls dieselbe ist, wie zur Zeit Washington's werden von farbigen Köchen einfache, aber schmackhafte Ge richte zubereitet und von farbigen Kell nern in der Livree der Diener Washing ton's scrvirt. In großen lind kleinen Dingen wird der Platz so gesührt, daß es jeden Besucher anheimeln muß und könnten Georg und Martha Washington aus ein Stündchen Zurückkehren in -ihr altes Heim, sie würden befriedigt lächeln l "if Yii viirt ii m.:r. v- v.- ml f uvi viv uiiu U5lC,lst UCfc UU9 QVli ihr Andenken ehrt. PharisSerthum. Die Herren in Deutschland sollten die Allerletzten sein, die sich über daS ame rikanische-Stimmvieh und den enormen E

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am mt ajien tujxig rnanen. ttap zu ftVne,V fcnetCR 'ßbtalenWwatf durchge gleicher Zeit haben wichtige .Wahlen rn ' T V; i , ii 3nT iRTmi;? Preußen und in den Ver. Staaten stattLtsunden, und während in letzteren das Boßthum zerschmettert wurde, haben die W vreußischen Gewalthgber ganz. entschei- Mttatten sepstthendenAnsicht

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oena gikgt. Grund liegt nach l Angabe der liberalen Blätter darin, daß'.

die . fiegietuna ihre Maschme noch ganz -anders handhabte, als selbst der frechste amerikanische Boß. Sie stutzte Nch aus den bekannten königlichen Erlaß vom 4. Januar, der es jedem Beamten zur Pflicht macht, sich nicht allein jeder. Agitation' gegen die Regierung zu enthalien, sondern letztere scgar thatkräftig zu anterstül)en. So oss.'n betrieb sie d.es, daß eine liberale Zeitung schon vor den Wahlen das Ergebniß voraussah und Folgendes schrieb : Die Einschüchterung der Beamten hat 'in dielen Wahlkreisen eine AuSdeh nuna gewonnen, wie niemals, so lange Preußen VersassungLstaat ist. Nicht j einmal, in den Wahlen von 1863 in der budgetlosen Zeit und nach dem versas sungSwidrigen Erlaß der Preßordonanz ging man so vor. Der Ausspruch des Ministers von Puttkamer, daß kein Beamter in der Ausübung seines freien Wahlrechts beschränkt werden solle, wird von den Conservativen geradezu ver höhnt. Und was das Schlimmste ist? die große Mehrzahl der liberalen Beam ten glaubt an jenen AuSspruch nicht und wird sich deshalb schwer entschließen, einem liberalen Wahlmann in der ös fentlichen Abstimmung die Stimme zu geben." . So kam es auch, und in den großen Städten wählten gerade in der dritten Classe sast nur Regierung? und Poli zeibeamte, die natürlich sür Conservative stimmten. Auf dem Lande wandte der Herr Landrath seine Zuchtruthe mit noch größerem Erfolge an. Und dagegen ist das Volk so gut wie ehrlos, während es doch in den Ver. Staaten nur an ihm selbst liegt, Besserung zu schaffen. DaS Achselzucken deutscher Politiker über Amerika ist durchaus pharisäerhaft. !n Wunderkind. Das Wunderkind von Lübkö", Chri stian Heinrich Heinecken, welches 1725 im Alter von 4 Jahren starb, war be reits in seinem 2. Lebensjahre mit den Schriften des alten und neuen Testa ments gründlich vertraut und sprach in seinem 3. Lebensjahre verschiedeneSpra ch:n. Von einer ähnlichen schnellen Entwickelung,' bei welcher jedoch seither nur der Körper ausgebildet wurde, die sittliche und geistige Hälfte des Menschen dagegen den Weg nach dem Irren oder Zuchthause eingeschlagen hat, erzählt die Lond. Times". Am 20. Januar 1876 wurde bei London ein Knabe geboren, der jetzt mithin daS siebente Lebensjahr noch nicht erreicht hat. Derselbe hat das Aussehen und die körperliche Ent Wickelung eine? Jüngling? von 18 Iah rcn und ist so unbändig, daß ihn seine x , . . sti r w r iV Kamme m einer Veiierungsaniiatl un terbrinoen mimt. Bis in seinem ersten u i-, zu wachsen, bekam im 4. Jahre die zwei ten Zähne und wurde ungewöhnlich kräftig. In seinem S..Jahre warf er auf der Landstraße einen Hausirer von dessen Wagen, zerschnitt daS Geschirr deS Pferdes ' und galoppirte mit solchem in die Welt hinein. Um dieselbe Zeit mußte der Vater deS Jungen im Irrenhause untergebracht werden, und der Junge selbst wurde der Obhut seines Großda terö, eine noch rüstigen Mannes, anver MVt m traut, um vtt em lies er in einer Bodenkammer, welche der Alte verschloß und zu der er den Schlüssel stets unter sein Kopsklffen legte. Der Junge zer schnitt die Beinkleider seines Großvaters zu streiken, knuptle loiae zu einem Seile zusammen, ließ sich auZ dem Jen ster der Dachkammer auf den Boden herab und entfloh wiederum. Als er endlich in eine? Besserungsanstalt unter gebracht war, schlug er in der erstenNacht siine Bettstelle kurz und klein, kratzte den Kalk von den Wänden, und zwei kräftige Wärter waren kaum im Stundenden Sechsjährigen zu überwältigen und zu segeln. Orüude gegen drn Canaltunnel. Die Correspondenz über den bereits in Angriff genommenen Tunnel unter dem englischfranzäsische.n Canal ist jetzt im Blaubuche erschienen und steht in ausfallendem Gegensatze zu der stolzen Haltung Englands in der ägyptischen Frage. ES liegt zunächst ein Bericht deS Canal.VertheidigungSauSschuffeS - vor, der die verschiedenen Mittel, aufzählt, durch welche England nach oer Errich tung deS Tunnels gegen einen Einfall vom Fefllande her geschützt werden könnte. Nach alledem aber meinen die Herren, sie könnten die Möglichkeit nicht außer Acht lassen, daß eine lange Pe riode des Friedens und ununterbrochener Ruhe Sorglosigkeit erzeugen und zur Vernachlässigung und ungenügenden Bemannung der Befestigungswerke füh ren könnte. Es würde daher vermeffen sein, mit absoluter Sicherheit selbst auf die umfassendsten Maßregeln zu zählen, die in der Absicht getroffen werden können, den Tunnel bei jeder denkbarem Gelegenheit süc den Feind durchaus un brauchbar zu machen.- Somit fürchten sich also l.ic Herren viel mehr vor dem englischen Schlendrian.alS vor dem aus fv . v. r-i. rr . r!jc : warilgcn tfcr.ioc. le nwuen iiaj ein fach nicht in ihrer sorglosen Bequemlich lei: durch den Gedanken stören lasten. daß..eiserne Männer deninst unter dem Meere emporstcgen und ihre Insel Mit Waffengeklirr crslillen konnten. Sir I. Adqe ist der ELnzige, der sür den Tunnel P.rrtei ergroist, denn aus dem Bericht der Eommisflon gehe doch deutlich genug hervor, doß derselbe dem Feinde jederzeii unzugänglich gemacht werden könne. General Wolseley da gegen meint, daß, die Stunde, da das Werk oestattet würde, für England ver hangnißvoll sein üfcle. DaS ist sehr poetisch gesagt, aber nicht besonders

daß öia en glissen AuZZüngpunkie deZ Tunnels .cine Festung erster ölc-.ssc stehen- müßte, die nr 'wch :r.?,n Be lagerung zu Lande und zu Wasser :inzunehmen wäre. selbstverständlich. müßte dieselbe ohne RückstÄt aus die augenblicklichen Zeitverhältnisse zu allen Zeiten so stark besetzt und ausgerüstet sein,daß sie nie überrascht werden könnte. Die zu ihrer Vertheidigung nöthigen BesatzungStruppen aber müßten dauernd jedem anderen inländischen wieColonial dienste entzogen und selbst bei dringender anderweitiger Gefahr auf ihrem Posten belassen werden. Nun hat aber Metz eine Garnison von 10,793 Mann im "Frieden, und keine der großen deutschen estungen hat weniger als 7000 Mann. UndestenS ebenso stark müßte die Besatzuna der neuen Festung sein, und da sie, wie gesagt, nicht gleich den anderen Truppen überall verwerthet werden könnte, so müßte die englische Armee um diese Anzahl dauernd vermehrt werden. WaS ferner die Behauptung anbetreffe, daß der Tunnel mittels elec irischer Leitungen von ganz entfernten Punkten auS mit Dynamit gesprengt oder sonst unbrauchbar gemacht werden könnte, so könne sich erstens der Feind durch Zerstörung der Drähte sichern und zweitens müßten letztere alle paar Stun den versucht werden, damit sie nicht im Nothsalle den Dienst versagen. Den Tunnel sofort abzusperren, wenn die Beziehungen zum Auslande gespannt sklea, würde unklug sein und alsKriegö erklärung ausgesagt werden. Ja selbst im letztenAugenblicke würde man sich nur schwer zur Zerstörung eines so großartigen Werke? entschließen, wie man ja auch im Jahre 1870 die Tunnels durch die Vogesen dem Feinde überlasten habe. Der Oberbefehlshaber warnt daher die Regierung der Königin, die Errichtung des TunnelS unter irgend welchen Um ständen zu gestatten. Unberücksichtigt scheint die Idee geblieben zu sein, den Tunnel durch Ansüllung mit Gasen dem Femde unzugänglich, zu machen. Ackerbau in Nukland. Die Ver. Staaten und Rußland ma chen sich in der Versorgung des britischen Marktes mit Getreide gegenseitig Eon eurreuz, und ein Blick auf den Zustand des Ackerbaues in dem Ezaren-Reiche ist aus diesem Grunde für uns von doppel tem Interesse. Jedermann kennt die ungeheuere Ausdehnung des ruffischen Reiches, weiß, daß daffelbe riesige Land striche des besten Bodens enthält, sowie daß Rußlands Bevölkerung eine verhält nißmäßig dünne ist. Man sollte daher vorausjetzen, da sich der dortige Acker bau in einem blühenden Zustande besin den muffe. Das ist jedoch nicht der Fall. Die Bemerkung, die kürzlich ein Agent der russischen Reaieruna in New Jork machte, daß sich die Industrie in emem autokratisch regierten Staate zu dauernder Blüthe nicht entwickeln könne, gilt auch von dem Ackerbau, und außer dem sind noch weitere specifisch russische Gründe vorhanden, welche die Entwick lung deffelben verhindern. Von der Aufhebung der Leibeigen schast und von der Verleihung von Land parcellen an die befreiten rujsischenBau ern hatte man eine beträchtliche Hebung derLandwirthschastrwartet, aber gerade daS von diesen Bauern bewirthschaftete Land ist schon jetzt erschöpft, und in den dünn bevölkerten Provinzen des Landes klagt man nicht darüber, daß es an Hän den fehle, das Land zu bebauen, sondern darüber, daß es an Land fehle, dieMen fchen zu ernähren. Durch die Einführung besserer HauZthier Rassen, durch BewäfferungS Anlagen, durch Draini rungen, durch Anschaffung befferer land wirthschastlicher Geräthe und dergl. könnte die Landwirthschast wesentlich verbeffert und nutzbringend gemacht wer den, aber hierzu gehört Capital, an dem es jetzt und auf die Dauer in Rußland fehlt. Den jüdischen Eapitalisten, deren eine ziemlich bedeutende Anzahl in jeder Provinzialstadt gesunden wer den kann, ist eS gesetzlich untersagt, Grundeigenthum zu erwerben und Hy potheken an solchem zu besitzen, und die ser Umstand allein verschließt eine ergiebige Quelle, die sich sonst befruchtend über daS Land ergießen würde. Den Bauern stehen die GroßGrund besitze? gegenüber. Diese besitzen in der Regel genug Kapital, um einen ratio nellen WirthschastSbetrieb einführen zu können und sind meist auch intelligent genug, um denen Nutzen einzugehen. Da? Beispiel derselben könnte nicht ohne guten Einfluß auf die Bauern bleiben. Aber dieGroß-Grundbesitzer haben ihren Grimm über die Aufhebung der Lelb eigenfchast noch nicht überwunden, haben sich daran gewöhnt, ihr Leben nicht auf ihren Gütern, sondern in den russischen Hauptstädten oder lm Auslande zuzu bringen und überlasten die Bewirth schastung ihrer Güter den Agenten. Diese Privatbeamten sind um kein Haar bester als die russischen Staatsbeamten und lasten, indem sie ihre Herren nach Möglichkeit betrügen, aus Faulheit und Dummheit den alten Schlendrian fort bestehen, sodaß die großen Güter nicht besser bewirthschaftet sind, als der kleine bäuerliche Grundbesitz. Die heurigeErnte ist nicht so glänzend auöaefallen, wie man im Sommer' er wartete, aber immerhin muß sie als eine gute DurchschnittS'Ernte bezeichnet wer den. Ungeheure Vo:räthe liegen daher fchon jetzt in denhäsen und in den Spei chern der Eisenbahnen zur Aussuhr be reit. Da in ganz Europa ein unge ähnlich hoher Bedarf an Brodstoffen nicht vorhanden ist. so werden nur nied rige Preise sür das russische Getreide ge boten und es ist zu erwarten, daß die Preise noch um weitere 10 bis 30 Proz. herabgehen. Gerade aus der Korn kammer Rußlands wird daher berichtet, daß die'Verhältniffe trotz der gesegneten Ernte außerordentlich mißlich sind. Die Elntxluty der Indianer. In Deö MoincS, Ja., halten sich zur Zeit mehrere Indianer vom Stamme der zlquakie auf, der in Tama Coun

aus.

ty seine Reservation hat. ' Dieselben sind vcn dem Ahnten und Misfonär Hrn. eorßc Dävenport begleitet, der auf der Reservation geboren wurde und unter den Indianern aufgewachsen ist. Verschiedene Weiße stehen unter der An klage, an die MuZquakie Spiritussen zer'auft zu haben, und eine: dcr besten Indianer, ein Enkel des bekannten Häuptlings Poweshirk, hat sich kürzlich an dem Schnaps, den er'von denWeißen gekauft hatte, berauscht, ist in den Fluß gefallen und ertrunken. Die Indianer werden als Zeugen in diesen Anklagesa chen vernommen. Der- Stamm der Musquakie ist aus der Verschmelzung der beiden früher mächtigen Stämme der SacS und der Foxes hervorgegangen; aus der frühesten Geschichte der letzteren sind Traditionen und religiöseGebräuche

aus die Musquakie übergegangen, welche auffallend an die Lehre und einzelne Ri ten veralten Hebräer erinnern. Sie besitzen eine Bibel, die in 27 Abschnitte getheilt und in Schriftlichen und einer Sprache verfaßt ist, welche 'nur die MuSquakie verstehen. Hr. Davenpcrt genießt bei den Indianern das größte Vertrauen, trotzdem ist eS ihm noch nie gelungen, eine jener Bibeln zu Gesicht zu bekommen. Der Haupttheil des Got teSdienstes der Indianer, den dieselben an geheimen Orten abhalten, besteht im Vorlesen' von Abschnitten auS jener Bi bel, die ein Priester 'in einer Sprache vordetet, d'ie mit keiner der bekannten Sprachen und Dialekte Ähnlichkeit hat. Als Hr. Davenport vor einiger Zeit die Schöpfungsgeschichte des 'alten Testa mentes den mit Interesse lauschenden Indianern entwickelte und an die Sint ftuth kam, unterbrach ihn ein alterMuZ quakie mit den Worten : .Was Du sagst, mein Bruder, wiffen wir schon lange, das steht Alles in unserer Bibel. ES kam eine große Fluth, die Alles übe? schwemmte. Unsere Väter retteten sich in EanoeS und hatten nicht nur die SquaroS und die Kinder, fondern auch Thiere bei sich. Sie warfen eine Bison ratte ins Waffer und diese kam zurück, drei oder viermal, oder noch öfter. End sich hatte sie Schlamm an den Füßen, nd nun wußten unsere Väter, daß das Soster ablieft Dr. MeiS. Arzt in einem Ättiop& A'Wadelphia, empfiehlt V? Ersatz l'ii '.nmilch, nam:nt!jch 5ür schwächlich: zzl kränkliche Kinder, folgendes 'Getränk: Man. löst 17ZDrachmen Milchzucker in einem Pint Waffer und fügt zu drei Theelöffeln dieser Lösung zwei TheelösfelKalkmasser, zwei dergl. Nahm und einen dergl. Milch hinzu. Die Mischung, die unge fähr ein Biertel-Pint beträgt, wird ge schüttelt,' gewärmt und in einer Saug flasche alle zwei Stunden dem Kinde verabreicht. Neugeborene Kinder dürsen nicht mehr als zwei Unzen auf einmal trinken, doch kann man sie schon am zweiten Tage drei Unzen trinken lasten und die Portionen vergrößern, bis das ganze Getränk in der Milchflasche auf einmal getrunken wird. Was das Kind in der Flasche zurückläßt, muß ausgegos sen werden. Die Milchzuckerlösung und dasKalkwasser kann man in gut verkork ten Flaschen an einem kühlen Platze vor räthig halten, doch muß das Getränk im Uebriqen ikdeZmal.vor dem Berad reichen frisch gemischt werden. Endlich ist noch darauf zu seh:n. da die ver p-zndete Mi!. nicht meh: !? höchstens i . Procetti ij'ttiirtjuii bar. GeoZstüSttscht Schulen. Aus einem Berichte des Bundkscom miffärs sür öffentliche Erziehung, einem ebenso langen'als im Allgemeinen lang weiligen Schriftstücke, verdienen die Ta seln hervorgehoben zu werden, die von den Kosten des Unterrichts handeln. Dieselben scheinen genau im Verhältniß zur Größe der Stadt zu wachsen. In Boston z. B. betragen die eigentlichen Unterrichtskosten $24.Gl aus den Schüler, in Northampton, in demselben Staate, aber nur $11.35. Aus 520.26 belaufen ste sich in New ?)ork.in Qswego dagegen nur auf $9.42. Ebenso verhält eS sich mit den' anderen Ausgaben für die Schule, den sogenannten beiläu figen Ausgaben. Diese beziffern sich in Boston aus $9.12 auf den Schüler, in Northampton auf $2.82, und derselbe Zusammenhang der Höhe dzr Unter richtskosten mit den anderen Ausgaben läßt sich durch die ganze Liste hindurch wahrnehmen. Man sollte meinen, daß die großstädtischen Schulbehörden Koh le billiger kaufen und , große Gebäude mit verhältnißmäßig geringeren Kosten im Stande halten könnten, als die klei nen Gemeinden, merkwürdiger Weise aber zeigt, sich gerade das Gegentheil. Von allen Großstädten verwaltet Phi ladelphia feine Schulen am Wenigsten kostspielig. Dort belaufen sich die Un terrichtökosten auf $10.10 und die Ne benauSgaben auf $::.54. Bemerkens werth ist es dabei, daß die Quäkerstadt leinen Schulsuperintendenten hat. Die Gesammtausgaben sür die Schu len sind in den Städten wesentlich höher als auf dem Lande. In Boston betra gen sie $33.73 auf den Schüler, im gan zen Staate Maffachufetts durchschnittlich $14.93. ' Die Stadt New York bezahlt $24.26, der Staat durchschnittlich $10. 09. Indem der Commissär die Ziffern seiner Tasel zusammenfaßt, erklärter: Ungefähr ein Sechstel der ganzen Schulbevölkerung,. ein Zehntel aller Lehrer und mehr als ein Viertel der jährlichen Schulausgaben für das ganze Land entfallen aus die erwähnten- 167 Städte." Demgemäß stellt sich die Lehrerzahl in den Großstädten zu den Gesammtkosten wie 10 zu 26, ein Miß Verhältniß, das die Aufmerksamkeit der Steuerzahler erregen sollte. G5 tst al lerdingS zu bedenken, daß auf dem Lan de die Lehrer sehr schlecht besoldet und die Kinder häufig nur sechs Monate im Jahr unterrichtet werden, indeffen kann wohl kein Zweifel darüber bestehen, daß die städtischen k?chulbehörden die Un terrichtöanstalten weder fachgemäß, noch sparsam verwalten.

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