Indiana Tribüne, Volume 6, Number 90, Indianapolis, Marion County, 17 December 1882 — Page 2
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Vas Brci.Komgcn.Haus
"Sflaan in zwei Sbthki!unsn unbvicr Bänden S P4qe ron (20. Fortsetzung und Schluß.) Nach diesen unheimlichen Wortm, die tx tot zu sich selbst gesprochen, erhob er riit einer wilden Energie den Kopf, den langen weißen 5)aare sich flatternd bewegten. .Doch sein Blick traf denBruder nicht mehr Leonard hatte Zeit ge. - funden, sich unhörbar zu erHeden und daZ "Atelier zu verlassen. Einen rauhen Wuthschrei stieß Pietro aus, dann sprang er auf die Waffe zu. Sein Blick fiel dabei durch das Fenster auf den Hof, wo er Leonard sah. der dem Hinteren Ausgang des Hauses entgegen sloh. semer Ausregung nicht mehr peir smier selbst, die gespannse Pistole in der Hand, eilte Pietro dann der Hofthür des Hauses zu. die er eher zu erreichen vermochte als Leonard das bergende Hintergebäude seine rächende Kugel konnte den Unseligen noch treffen. Doch es sollte anders kommen, dem ahnsinnlg Erregten ein Brudermord ersvart blechen.' . Leonard hatte den Ausgang des ehemallgen Comptoirs erreicht, noch bevor P:etro aufgeschaut. Schon war er in dem großen öden Hausflur, schon wollte er auf.das Straßenthor zueilen, weil dies ,hn am ehesten von seinem Verfolger zu trennen vermochte, als die Pforte von außen geöffnet wurde und Entseken ! Zwei Personen eintraten, die der Fluchtige, ohne den Sohn an der Seite, wohl ebenso jehr zu fürchten hatte, wie den Bruder. Es . war Huppertz mit Frau -Nettchen, die, mit dem Dampsboot angelangt, ohne Aufenthalt, so rasch die kurzen Beine der beiden dicken alten Leute es nur gestattet hatten, nach dem DreiKonigenHause geeilt waren, denen Leo uard nun förmlich in die Arme lief. Da ist er! schrie der Küfer in einem grimmen Staunen und noch athemlos von seinem hastigen Gange. Wir kom? ruen zur rechten Zeit, und nun soll der Tanz losgehen der saubere Patron die Fäuste, seines Schwiegervaters kennen lernen ! Schon ließ er den Arm seines Nett chens fahren und mit alühendem Anae ficht, zornfunkelnden Aeuglcin schoß er keuchend aus Leonard zu. Doch dieser roar schon weit. B dem unerwarteten Anblick der Beiden war er entseU zurück gefahren, dann aber hatte er plöhlich eine Wendung gemacht und war nach dem Hofe geflohen, Huppertz hinter sich drein. Dieser kam indessen nur bis zu der Thür des Ateliers, denn im selben Augenblick stürzte Pietro mit der Pistole in der Hand heraus, und Huppertz, der mit einem Blicke sah, was vorgegangen war, hatte nur noch Zeit, den Geiger mit seiuen Armen zu umfassen und von. der Weilern Verfolgung des Flüchtlings von einem Morde zurückzuhalten. . Beide rangen einige Augenblicke lautlos mit einander, während Frau Nettchen ,ioch immer starr vor Schrecken, dieSprache noch nicht hatte wiederfinden können. Dann brach der Geiger, von seiner furchtbaren Aufregung überwältigt, lautlos in den Armen Huppertz' zusammen, der ihm in seiner derben Weife beruhigend zuslüsterte : Laßt den Spitzbuben laufen, er ist keinen Schuß Pulver werth und wird seiner Strafe auch so nicht entgehen. Wir brau chen ihn nicht mehr zu fürchten, dafür bin ich, der 5)uppertz, da ! Nun versuchte er mitHülsö seines mist lerweile zu sich und näher gekommenen Nettchens den Besinnungslosen in das Atelier und sein Zimmer zu schaffen, was den beiden wackern Leuten auch endlich glücklich gelang. Wie ein verfolgtes Raubthier floh Leonard durch das noch immer offeneHofthor . hinaus auf die Gasse und dann seiner Wohnung zu, ohne zu ahnen, daß sein bisheriger stiller Begleiter ihm noch immer und jetzt m'.t größerm Eifer, crnstern Mienen als früher folgte. ' 1. apltl. 7?och imal in dir erste Slaze. ' Auf seiner Stube in der kleinen Wein kneipe saß Leonard in ein dumpfes Brü ten versunken. Sein ganzer Plan, den er so gut erdacht zu haben glaubte, war gleich einem Kartenhause zusammengestürzt. Was ihm geschehen war, hätte er auch nimmer ahnen, voraussehen können, so sagte er sich zu seiner Entschuldigung, und dann auch wieder, daß er zu leichtfertig gehandelt habe, im Gcsühl seiner Sicherheit ohne genügende Kenntniß des Terrains vorgegangen sei. ' Eine Frage an den alten Knecht hätte ihn über de Anwesenheit seines BrudcrS in demDrei Königen-Hause belehren können erhalte sie in seinem Uebermuth nicht für nöthig gehalten, nicht einmal daran gedacht. Eben so fühlte er nun, daß sein freches Reden und Thun als Gast der Wirth schaften in der Nähe des Klosterhoses hatte auffa?en, ihn verrathen müssen, daß 'dadurch ganz allein Huppertz zu früh auf seine Svur aebekt worden war. Grim mig schlug er sich mit der geballten Faust vor Die toiirn, oocu jcin Jörn unuene u seiner Lage nichts, daZ Spiel war verlo ren. Nachdem Pietro und Huppertz ein mal als Wächter an der Seite seines Sohnes standen, vermochte er nicht mehr an Yitthn beraniukommen. und so war denn nach dieser Seite hin nichts mehr zu donen. Auch hier im Hause dünkte es ihn nicht mehr geheuer, klcinmüthig, w:e er nck im Auaenblick fühlte, faßte er die Vorfälle der vergangenen Nacht ernster auf. als er bisher gethan. Er mußte fort von hier. Doch wohin ? Und was be ninnen ? Lanae saß cr, einen ' Ausweg suchend. da, der Abend war mittlerweile gekommen und eine tiefe Dämmerung erfüllte die .ohnehin nicht allzu helle Stube. Da stieß dcr Brütende plötzlich einen unterdrückten reudenruf aus und lern Antlitz ver zerrte sich zu einem triumphuenden Lä chcln: . Ich Dummkovf.' böbnte er leise vor sich hin. be da die herrlichste Gele enhcit, :.:;r auf leichte Weise soforx eine hübsch: nein, eine sehr große Summe zu verschaffen, und zugleich die Anwart schast aus eine noch viel größere in nächster Zeit und ich fand sie nicht sogleich! Und doch lag sie so nahe, daß ich darübcr hätte stolpern können. O, des armseli
gen Stümpers ! Nur noch eines' GanaeZ
in das alte Haus, in die verwünschte erste tage wird es bedürfen, und all das, was ich jetzt föcrn zu greifen zu halten wähne, ist mein. Doch wie wird es dort aussehen, was wird mit dem Jungen ge schehen sein ? Ah. da kommt der Tölpel wieder zum Vorschein! Ich möchte mich selber ohrfeigen darüber. Anstatt so UN' geschlacht voranzugehen, hätte ich mich nach allem erkundigen sollen, der Alte würde mir nichts verschwiegen haben. Nun ist's zu spät dazu und ich muß es mir zusammenreimen. Wieder versiel er in sein dumpfes Sin nen, um nach einer Weile mit seinem ge wohnten frechen Leichtmuth' weiter zu re den: . - Bah, was kann geschehen -sein? Der Junge wird wieder in sein Bett gekrochen sem und liegt vielleicht letzt 'noch darin nen, von einem artigen Fieber geichuttelt. mm . . I ober naamnnenn. wie er was er in vcraanaener Nackt erfahren, auf eine an - t i ----- -" - r V . - , m . m I ständiae Weise wieder los werden kann, Er erwartet an, sicher die Hülfe seines wackern Vaters dazu.- So wird's sein und wenn anders,'so liegt auch nichts daran, denn die 5)auptsache ist und bleibt, daß die Etage auch noch heuteNachmittag AiAfniin -n sirTrS Sr Oüriif I ll (uyiVbll tvui, ivui;tiiiv vv I ei seinem Rückzüge noch Witz genug get . . . . r.t . v , t r y.f . I habt hatte, das Thurmpförtchen zu fchlie m - 1 . I tzen, wie ich dies alles genau geeyen yaoe. Die Schlunel zu dem Hmteryau e uno dem Thurm sind noch immer in meinem Sack, fuhr er .setzt hastiger in seinem Selbstgespräch sort. Oben wird -Alles Nch noch im' frühern Zustande bennden', und der Taschen hat mein alter Zauber rock genug und große dazu, haha um
all das kostbare Geschmeide aufneymen wurde. Loch die zm verging, ampen . 'Dann schlog sich hinter .der VttschwMzu können und die noch weit kostbareren und brennende Kerzen wurden gebrächt, denden Gestalt dleThür. - -
Briefe dazu.' So soll es geschehen.. Mit memen goldenen und papierenen qaen ,ieke ick mick sackte über die näckste Grenze zurück,' versilbere die erster und - ' ' : : ' .' ... . i verlause die andern zu dem höchstmögli chen Preise dem Krüppel Wmand. Er soll und wird ye mir theuer bezahlen, und dies dürste auch eiue Revanche und für mich nicht die schlechteste sein! Dabei bleibt's und sobald es nur angt noch - cm-, i . , , r .ff v... rr . . . I vor lutilicrnacgi, iou ver uoup .ausge führt werden. Jetzt hinab in die Zcne'.pe, durch einen ordentlichen Schluck meine Kräfte zu dem großen Werke zu stählen, Neun Uhr war vorbei, als Leonard vns vaiauuuiui ucuui. u- vuw siübchen war noch dunkel, die Stamm ctj tt .1 t..ii rr , a uDa.. gäste fanden sich dort erst ein, wenn die gewöhnlichen Zecher -gingen, und wurde auch erst dann die Gasflamme angezün det. Leonard setzte sich an einen ijch, v. r i . r. isxri cit ....s viu ü)on lucijierc viujic iiuic ijuucii, uuu ließ sich in gewohnter Weise austafeln, wobei er mit den Anwesenden plauderte, als ob' es alte Bekannte und Zechbrüder gewe c-n waren. Zwei uiciuc ajuni . , tf. mit großer Juvorlommenyeii aus tmi , t Y T . unieiyailiina einzugeyen, uocg liefen ic . 1. meistens nur den andern reoen, uno oa sie sehr gut zuzuhören verstanden, begann Leonard bald von seinen Fahrten durch die Welt zu erzählen. Durch die geduld vlge uimenjainieii icincs Pnonlums, A A c ' - n . ri " . rw r - i r .. . cr.-t-iit n - 005 zeoe, aucy oie , izanogreisiiie uge gläubig aufzunehmen schien, aufgemun i i . . i' fi. rf l!.. f.!-..stft. tert. vertiefte er sich derart M seine Aben teuer, die er erlebt hatte oder doch erlebt zu haben glaubte, daö er der Zeit nicht achtete. Doch plötzlich brach er ab' denn ein Blick aus die Uhr hatte ihm gezeigt, daß die elfte Stunde nahe sei und er fort müsse. ' Rasch erhob er sich, zahlte seine Zeche, wie er dies klüglich immer gethan, und wollte weg. . Und das Spiel, die versprochene Re. vanche i flüsterte der überraschte iziriy ic ... tn : . v. f:.Mi:.VinfnAiH. iym zu. juk uiioctu luuuumyuiauijuiblick kommen und just wollte ich . Licht in der Stube machen. Sie mögen mich erwarten oder -zum Teufel qehen, erwiderte Leonard barsch. Werde ubnaens Nicht lange ausbleiben und wohl in einer halben Stunde wieder zurück sein. Dann durste die Nacht recht schlimm für sie werden. Damit verließ er die Stube. Oder für dich ! brummte der Wirth !t c . c . jk njt v. t..:Si.M iQiil Nlliu, i3üiuu ii iu) uti jic uciucu Herren, die bisherigen Hauptzuhorer Leo nards. wandte und leite emige Worte mit ihnen wechselte. Diese erhoben sich und verließen eben falls das Local. Doch draußen an dunk ler Stelle derGasse warteten sie, den hell erleuchteten Eingang des Hauses nicht aus den Augen verlierend. Vnnarn war in leine toliibc llmauiae t 0 t V 1 ' stiegen. Hatte dort sein besseres Habit mit dem alten, taickenreickett Nocke vertauscht uno noazmais vcn r ' ' . v t k. r r. . r. r i: r . . n v. seines Terzerols er dem Hause und schlössen Gebärde Sinter ihm drein gingen beiden Herren. Sie werden es erleben, Herr Commis sar. saate der eine leise zu seinem Bealei ter. der alte Bursche führt nichts Gutes utes lim im Schilde. Ich halte ihn für etwas viel Schlim meres als einen falschen Spieler. Er plant ganz bestimmt ein Berbrechen. iajir werden es erfahrenund wohl auch ver Kindern können. Voran ! Und ste folgten Leonard, der auf gera dem Wege sich dem Drei.Königen.Hause näherte. . .. mr . c fr . . . i. i Dort hallen am Aveno YUpperF uno Frau Nettchen sich eine Zeit lang mit dem ohnmächtigen e,ger belästigen mu,jen, bis es gelungen war, ihn wieder zum Be wußtsein zu bringen. Der Alte erholte H rf " r v . jf. t : jf.i.i. .-v..t.: Uch nur langsam, ooru oeriiele er vuoei, was er Furchtbares -mit seinem Bruoer erlebt hatte und jetzt wo derselbe unge straft entkommen sei, von dem Unhold sürchtete. Hupperl) beruhigte iyn, so gut er es vermochte. Ich werde wachen, sagte er aeh dem Daniel von Stund an nicht mehr von der Seite, und der Elende soll es nicht mehr wagen, uns vor die Augen zu treten. Frau nettchen ergmg sicy m gleich energischen und entrüsteten Acuße runaen. doch beschworen beide einstimmig ' 7 . r-i c , , ' f ' Nietro. den coanien an corv uno Todtschlug sayren zu lassen, va uic ne Alle ja erst recht ins Unglück bringen müsse Pietro war ruhiger geworden und nickte zustimmend mit demHaupte. Dann, seine usaae gleichsam bekrästigend, erhob er sich und barg seine Pistolen in einer Schublade der Kommode. ' Auch zog er den Neiserock aus, warf sich wieder in seine Hauskleider und begann, nun erst von den Vorfällen im Hause, dem plötz r - . , , 1 . rr... s. - r.
ityutsicuigcji oii" 5 Iün' w,lü -.ü ia;cn prang wq! iQcn Eaken beruminrana und ke nen """ .
geprust. Dann enteilte aus, um Herrn Winand zu danken, wobei Auswea fand, der immer wütbender 1. .acht mein Haus von der Leiche.
schritt hastig, mit ent die gute Alte in ihrer Herzensfreude den tobte und beulte, da in dem anse n'b?n. V- le schiul'et. : .
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lichen räthselhasten Unwohlsein Daniels reden, dessen eiaentlicke Uriacke nur
Leonard sein konnte, der aan bestimmt schon gestern mit Daniel zusammenaetroffen xoorz. Nun hielt es die beiden Quvverk. besonders ftrau Ncttcken. nickt länger, und nachdem sie noch vereinbaret hatten, vorderhand nichts von dem, was hier vorgegangen war, oben verlauten zu lassen. sti?aen sie endlick die aro Trevve zu der Wohnung Frau Andrea'S hinauf. Beim Betreten des Zimmers stellte sich . . . . . . ' ihnen ein freundliches ffamilienbild dar. das ,den Dreien unwillkürlich als Gruß einen Aus sroyer ueverraiazung eni lockte. Nach der früher geschilderten ergrel senden und entscheidenden Scene war den bei Frau Andrea versammelten Per sonen Ruhe bald wiedergekehrt. Das Be wuhlscin nach schweren, unheildrohenden Stürmen in den sichern Hafen des Gluas j m m A. I emae anten zu mn. wirkte wunocrvar aus ij u i w i m . a AVI . alle, besonders auf Daniel, der eineMat tiakeit äbaerechnet. wieder heracstellt zu sein schien. Von Andrea wollte er nicht ablassen, und was sein Herz bis zumZer springen an Gluck und Freude erfüllte, gab er in Worten kund) die Andre. besc ligten und auch Herrn Winand undFrau difrtTh irto ritftrtih JSrpith "herfitt eisn I vw m(niuv uvuvv vvv.v.... Frau Andrea blieb dabei ruhig und still, w w v. doch ihr Antlitz lächelte und lange hielt I. L . f 4. . f. M l. f !-... uno wenn gemeinen nicht, dcsi stattfinden sollen ; es-war jetzt selbstver stündlich, daß er noch einige Tage bleiben müsse, so sagte man sich, und zugleich auch wohl, daß er jeden Augenblick kommen der Raum erhellte sich und auf einen l mm oer anen tfrau Anorea oegann rne Dienerin den aro?.en runden Tisch für l das Nachteyen zu decken. . . " . i Da erschien Pietro und mit ihm betra ten die zwei anderen Gaste, wenn auch unerwartet, doch hochwillkommen das Zimmer. Zu beiden Seiten Frau An drea's hielten sich Daniel und dessen lunge Braut, die Grnnii umfangend, v cm? (. (v.:. 'if 'n. .. wayrenv inauo uno rau sieooio mii verklärten Blicken aus die Gruppe schau ten. . Mit freudigem Rufe begrüßte Andrea die neuen Gäste; vereint mit Daniel eilte ne aus rau Nettchen zu, die kleine. I cv-... cn 17 ... I iuhuc uiuu u um u;icu uuuumuiiijcji und Küssen erdrückend. ' Winand bewill kommte den alten Huppertz in herzlicher Weife, und zu - Pietro gewandt, meinte er daß dieser seine Reise nun doch noch o lange aufschieben . mujze, bis Daniel .:...Ci. .:.s t. .n.rn r.: o r.: jt. guiijuuj iv.cvli ijciijcicui JUljlciu) fragte Andrea den Alten mit einem schel milchen Schmollen, weshalb er denn so lange unten und fern von ihnen und dem ranien geoucoen ci. ; . I , A S " f . M yaiie leine Jen, sruyer zu lommen, I , CY i V enrgegncie Pieiro, eoeniaus uqi ver m & . mm ichmltz: lächelnd, iukte meinen ikoner wieder auspacken, denn meine Reise nach dem Lande Italien ist für jetzt und für immer aufgegeben. Ich will die Hochzeit I a - - . jr. r t f -t mii eucu feiern uno o lange oiciven, ais i i ay' . , t . . lyr oen anen Pieiro um eucu yqoen wour. Schon hingen Daniel und kndrea an I f.! . . rw 1 . seinem Halse und Freudenküsse beant orteten und lohnten die willkommene Verheißung. Die Familie setzte sich zu Tische. Den hohen Lehnstuhl der alten Frau Andrea jatte man herangerückt und zu ihren Sei ten mußten wiederum Andrea und Daniel sich niederlassen, Winand, der sich seiner Mutter gegenüber setzte, führte FrauSie bold selbst zu ihrem Kmde und mit emem uize grumte Andrea ihre Mutter. Herr k.n rct)tiM T. . 1 1 . (Ä..1.1...L v cn : . i uuu vtuiuucu uiuic ijuii$ unu Pleiro zu weiten, uno mit freuoeflraylenöem Auge blillte der kleine verkrüppelte Mann in oer -Attunoe aus seine iscygenoslen, die zetzt alle seme amUie bildeten seme amu. vle er vurL.) ieoe a) gewonnen hatte. Das Nachtessen, em zweites trauliches Verlobungsfest, verlief in froher Stim muna. Im Verlaufe desselben erklärte Herr Winand, daß es bei den getroffenen I o. s. cnt n t ciuuicomigtii unu -üurücteunngen oiei' ben wurde. An dem nahen festöestiMM' ten Tage sollte die Trauuna in aller Trauung Stille stattfinden, das .junge Paar als dann sofort nach dem Klosterhof absah ren ißieie Mittheilung konnte nicht verfehlen, allgemeine Freude hervorzuru fen, doch am lautesten freute sich das alte 3 alte .solche sollten uvverkicue Ebevaar. ftinr eme I . t . . t . iHeit van Mlnoe ttens vier Attacken " I sie ihre Lieben um sich haben und ganz allein sich ibrer erfreuen dürfen. Das 1 I . ... r jr. - s. cv cn . i . i. r mit einem glückseligen Lächeln gern geschehen ließ. Die Zeit verging und elf Uhr' zeigte v die aroke Standuhr, dune dafc man es gewahr geworden war. Endlich mahnte gewahr geworden war. Endlich mahnte Herr Wmcmd mit einem sprechenden Blick aus seme Muttec zum Ausbruch. aus seine Muttec zum Ausbruch 'Diese saß seit einer Weile stumm und regungslos in ihrem Lchnstuhl, ihr Ant lch- war ungewöhnlich bleich und das große Auge weit geöffnet. Es war, als ob ihr Geist in ungewissen Fernen weile und die Greisin all ihreSinne anstrengte, um nur iyr yorvarem zu horchen nd I ltrh rtHn.tatt it i4 , (IthHiH X .k Wt mm muaw, nrn iciic gcaauwKr. .onen ipracg jic vor w y - ...... - Die Stunde naht noch ehe Mitter nacht gekommen, wird die letzte Entschei Iv .c.rf. x. r. t . . .. oung gqaucn aua; cui cyill,ai cryuui sem. - - Die Anwesenden waren verstummt und lauschten seltsam ergriffen den räthselhaf ten dorten. Mutter, was redest du da.? Erwache ! So sagte Winand, der ausgestanden. Frau Andrea näher, getreten war und diese nun durch eine sanfte Berührung I , i r 1 r . . aus iyrem wa)en &qia zu wcacn suchte, Die Greisin suhr zusammen, als ob sie wirklich erwache, und starrtr mit weit of r n r r c- ! ' w sencn .'lugen um sicu. . .Pioniim riei ue : . i rriisf. i r.!i t . 'int) .nue : ajou ujr niailö s Tiefe, nächtliche Stille herrschte in dem Zimmer, in dem - ganzen weiten Hanse, wie draußen auf der Gasse und im Hofe. Alle horchten gespannt, wie von der Ah nung eines nahenden Schreckens erfaßt, Plötzlich wurden dumpfe, ungewohnt!che Tone laut, aus der Ferne des Hofes drangen sie her. Sie wurden häufiger, stärker, kamen endlich naher. Es war
oruaie ne öic yanoe lyrer hieven, uer der geöffneten Ansgangsthür stand, HurcT -Ä-i Ar ' -
vme ncü ihr nayten. In oer au d es aewunt dätte. kebrte s e nck um. und v iinii iiif u
Freude vergaß ckan Pietros mit qebietender Gebärde hieß sie denjun! ahnte, ?i. Jetzt! drangen dieMänner fest Abreise eigentlich heute hätte ntn Mann zu bleiben, .ualeick saate sie em, doch entsetzt prallten sie zurück ob des
ttt inneren Stadt zu. Kleinen umarmte und künte. was iener riZr ' cach Ihrem Wunsche loll es geschehen.
das wüthende, tiefe Bellen cmes Hundes, Cäsars, der über den ftof lief, um im
Hause zu verschwinden. Denn setzt nnir den die Töne wieder dumpfe, kaum noch börbar, um plötzlich stärker ZU erklingen, Von der andern Seite des fzauies. unter ihnen, aus der geschlossenen ersten Etage, drang es heraus. Da knallte ein Schust im folgenden ' Augenblick wurde der aellende Aufschrei einer menschlichen Stimme hörbar, dann versank alles wie auf anen Schlag wieder in die frühere 1 . . . . trete, iinncirnlicac Stille der Viamt. als ob das soeben Gehörte 'nur ein böser Traum gewesen wäre. - : .. - . Alle hatten erschrocken nch erhoben, da sprach' Frau Andrea mit feierlicher Stimme: , - . -. Zum letzten Male pocht das Schicksal mk."-. v:.?. c'.c. 3 Hil Vll U Uttl VUH7 JUU 17; VVU UII3 I veriöbnend und nur dem Sünder ,ur Strafe. Voran. I Frau' Siebold, ihr fnnt Vn vv t v 'S v v " Nrau Siebold erarin zitternd ein 9&i ,,d w,ifrpnh di? siirfiim ifirsnna. tam fglate. auf den Ausaana d Äim mers zu. Winand, bleich wie cinTodter, hatte 5)uppertz und Pietro bereits einen Wink aeaeben. und mit iünen eilte er hinaus, die Schlüssel der ersten Etage zu ..s s:. . .t. i : r. . rs.. 15 v: yy;ji Uiiy in üifc Vvl l) Ull Ijll lpl)UUCIlalUU lliV einudrinaen.' ' Auch Daniel-wollte sol- . - ' . . . . I en. doch als ob Frau Andrea.' die schon ' . tiefernst : Bleibe ! WaS wir finden werden, du darfst eS nimmer schauen. Nur unser Recht ist dies und unsere Pflicht.- - Ohne Aufenthalt war Leonard bei dem Hintergebäude des Drei-Königen.Hauses nnnrfnnnt TOrtifiimmftM w Himmel, tiesschwatt die Nackt und 'die wimhhui - , wenigen Laternen erhellten nur nothdürs tia einzelne Stellen der .stillen Gaffe, in der alles Leben erstorben zu sein schien, Selbst die beiden Männer, welche Leo nard folgten, huschten wie. wesenlose Schatten an due dunkeln' Häuserreihe ' ' . ... . ' . vorüber. Leonard zog seine 'Schlüssel u VitklllW I rrvirt Kn r.;r. ,.'ß:rfi. Mw Ll . m. mJ LJ M. UHU UI111.1L 1L1IL U 1L V d 11 11 rL 1 1 I 1 T II I I der ehemaligen Küferwohnung, dann trat V - " er in den schwarzdunkcln Hausgana und lehnte, eine rasche Flucht, zu sichern, die yur nur icicöi an. unwilllurilch suchte sein Blick den Einaana zur Seite .der in - , . . . .. '. , die Stube führte, welche er. einstens zur Zeit seines fündigen Glückes heimlich be wohnt hatte, und Alles, was er damals erlebt, erstand in arellen I , L, Farben in seiner &eele. Aber dennoch fröstelte es ihn. Die tiese Stille der Nacht mute im Verein mit dem gefährlichen Vorhaben feine Phantasie in ungewöhnlicher Weise auf regen. Denn nun sah er sich auch wieder I ... . als unternehmenden , Diener des .van I - ' . . (xmbcx I Embdenschen Kaufhaüses, keck und froh . ' r I ' I . v I in die Welt bineinsckauend. mit all? Lebenslustlaen befreundet und' von den brauen aeliebt. Das vordere Zimmer katte er aus den eben betrete i,nd nI ' .. . i " willkürlich munte er seinen Schritt bem I ' . . ' men, einen Augenblick lana den Gedan ken nacbbänaen die iekt in lebensvoller I . . . ' XVV VVUl.VUU I Gfr ;r,m x; rn..;.; t.-.l vtuiuvit uwa u 'vviuuuuviuiiu vui uui' " -P I ten. Hier war es, wo Öupperh die brei f .. rr r- rtX . r . : I scyonen tiapuei seiner leicyiazie erzayik. die dann in das' Gegentheil umacschla gen ; hier war es, wo er in übermüthiger, toller Lustigkeit seine Verlobung gefeiert mit Röschen, die er erbarmungslos unter die Erde ' gebracht. Röschen! keuchte er halblaut und zuiammenichau' ernd, dann trieb es ihn wie mit Furien' hieben wieder voran auf seinem Weae. I . . ' . ' o zer Qrt erichien ihm unheimlich, spuk hast ! Jekt sah er aus dem Dunkel die Gestalt des ' wahnsinnigen Buchhalters auf sich zutreten, mit dem Glase in der Hand, ihn zum Trinken nöthigend und nun. ärmste ihn nur ein fahler Todten schabe! an. Der Schweiß stand auf sei ner Stirn, Todesangst erfaßte ihn, und seme Borsicht, für emen Augenblick ver Fessend, machte er beim hastigen Oeffnen der Hs,hür, ein Eeräulch, daz-losort
durch das liesc Knurren Cäsars .ieänt. VS -L ""B0"' "un ttortei wurde. Diese Lnule weckten ihn Wmand. re,chle. ; v. .Tram seinen solternde , Phantasteen und Ds nd!e sich ,chaudrni , k Ich gaben ihn der Gegenwart zurück. . Er nehme s, mcht. sagleer hestig abwehrend, mär wieder der Ld von heute zu Snd klebt an ihnen ! ' : r.. Allem sähig. Bedenken S,e. suhr der Beamtt er. ''-. HitiiHf nnst KnnAiHni iAt M P t X cZh .rA
Verdammt! brummte er, in fliegender Eile durch den Hof stürmend, dasThurm pförtchen ausreißend und die wohlbekannte Wendeltreppe, steigend... Doch hinter v rr. . 1 . . - . 7 ' . Ullivitttli'id .. tlltllUtUV ' . CVU UllliVl ih her ertönte das laute Bellen des n w ; rr,; 1VIIIV4II . V kAVV V V I a .. . ' . ' J- . . V4 , l VVliUU Ul uvtvut . UllUUlUlil . Zwei MZnn waren auf demselh,n gni, ,! .;.w.i. ulii iiiiil nur j w i i a 11 i lb riiini in ii uii r ii und iuckten nnn d,n ..An htm cs. . .. o . Sie bait,n ifm ,s,.,n in d-mf-n Sie hatten ihn gefunden in demselben Augenblick, als der starke, tobende Hund mit seinen ,mi;,n N?nnk,n ttiZt,,? mit seinen gewaltigen Pranken dasGitter seines Zwingers zusammengerissen hatte und nun wuthentbrannt in den Hos stürzte. Der Commissar, welcher in sei nem Diensteifer denn es galt em Ver Wi? , frhM,n h,, er h-r zeugt dem akfährlichcu Menschen nach eilen und just aus den Hof hinaustreten I . - 1 , - " 1 ' wollte, hatte nur noch Zeit, zurückzusprin gcn und .die Thür zuzuwerfen, weil sonst oer riesige Hund ihn zerrissen haben wür de. Einen Augenblick hielt Eäsar spruna bereit vor der geschlossenen Thür, die m.'.f. cm . . 1 ' 1 1 . ' . . ilUse Zillems, ver aus bem Äette ge sprungen war. nicht beachtend, dann macht: er plö Klick Kehrt und sprana in wilden Sätzen heulend dem Vorderhause zu, wo er nac!) kurzer suche in dem osse nem Thurmpförtchen verschwand. - Keuchend vor Aufregung, am Lanzen Leibe zitternd und dabei, ingrimmig dem saraien Hunde fluchend, war Lconard m I .. " . oen zcaumen der ersten Etaae angelangt, hier kaum im Stande, ein Stückchen Kerze, das er zu stch gesteckt, anzuzünden. " 1 'iiö oics aclunqen, enttuur ikm ein Streu i w c v . i i - ..- . , . ociuuy, oenn in oem eyemaiigen tochlas zimmer Julias fand er AlleZ noch im selben Zustande, wie er es in vergangener Nacht verlassen hatte. Dort, in dem of senen Schranke, stand der Eüenholzkasten, zerstreut lagen die Bnese daneben, und hier seine Augen glühten in gieriger Freude lagen die werthvollen Schmuck stücke lose und in ihren reichen Etuis, Trotz der Aufregung, die sich feinem gan
zen Körper mitgeteilt yalte, verqwan den die kostbaren Gegenstände in wenigen
Augenblicken in seinen Taschen. Schon streckten stch die gierigen ittnger zu an derm Raube nach den Briefen aus, doch oa kam heran, immer naher, immer tobender. Es war der greuliche Hund, der ihn verfolgte, dessen wüthendes Heu len jeht in der Thurmtreppe nun in dem engen Gange, in der ganzen oden Etage widerhallte. Entscht kehrte Leonard sich um, die- Thür zu schließen, zugleich das r t r. c Terzcrol aus seiner Brusttasche reißend es war zu svat : Mit einem wilden atze stürmte Cäsar in das Zimmer und Leo nard fand -nur .noch Zeit, leine ae aufs Gerathewohl . loszudrücken. .. Doch oer.vund, durch Zufall toomch getrogen. Wte noch Kcaft genug, semem Mörder ocuicno an oen nais ,u lunnncn. zin ' ,. . l " ..V , " - Bin eln'gellender Aufichrei, dann san kcn Beide zu i Boden. Das Geheul des HundcS verstummte und nur. ein leises. entseklich klingendes Röcheln war 'noch hörbar, das nun auch in einem letzten langhingezogenen heiirni Hauch unter ging. : . i. . Tiefe Stille herrschte wieder in azn öden Räumen der ersten Etage. . ... Dafür wurde es letzt- im' Hause, im Hofe lebendig. . ? . . u .. . :.- Thuren wurden jah . ausgerincn ; Wi nandvan Embden eilte mit Pietro und Anblicks, der ihnen wurde. Am Boden lag Leonard Urban, todt. mit ! einer klaffenden Wunde am Halse, der, das Blut noch immer entströmte das sich aus dem Boden mit.' dem deZ.Hundcö mischte, der hier unbewußt ..das Rächer amt ausgeübt, die Familie -Don ihrem ge. fährlichsten, doch auch einzigen Feinde be freit hatten Weder.Winand noch ? seine r, . -x.l...i . r eiaiirlcn.vermou)lcii zu reoen, cyrcci und rau,en yieit iie gtoannt. ,anay. itii uic uiiuciiuiuutii, uuu nui uci vi;iii sin wichen die Entsetzten zurück. : Zugleich waren am andern kleinen Eingang des Zimmers zwei fremde Gestalten sichtbar geworden, die sich jedoch .mit einer ehr , y . 11-. - f7X.-.. ..'.V ? - r, TV I"rDU ?ea li0Cr in 00"I" oes aoincis uruclaezoacn, oenn oie v r w alte Frau .Andrea sprach.Einen langen, tiefernsten .Blick hatte ne auf den Todten geworfen,: ohne daß ihre strengen Mienen sich bei dem ergreifenden Anblick veränderten, dann sagte sie lang sam: , :;. Geschehen ist, was geschehen raunte. Nur an der Stätte, wo die Sünde be gangen wurde, konnte sie ..gerichtet,' ge sühnt werden. . Ich wußte,' daß er wiederkehren würde, zu seiner Äoth zu un serm Heil, deiiungcstörten Frieden unseres neu errungenen .'Glücks.' zu '. sichern. - V i scomm, . mein oan, oas scyuilal.yar gerichtet: .was noch zu thun übrig bleibt. - .. , A . 1.1'.. - ' - - vyori oer lveuuqen Vnecyttgien an. CTAM4 ffAh.4il A 94 VlA. XaW UlllMlA All -i; u mi tviyiit it iwy vuu uii fciut.uw und verließ mit Frau Slebold' das Zim mer , . . . , - - . , . - " . Im folgenden Augenblick trat d'erCom missar mit seinem GeHülsen! ein.. "...' Nach wenigen'einleitenden Worten be stimmt, fein Erscheinen zu erklären, fragte a CmlA.n ' vnMfd.fAHHt o verrn van mvoen woyiverannie n .'vr k. r. r l o . SUaukI ikM rrthl rtii T. i rt A -T i1 nflltPHst r ' deutend Kennen Sie diesen Mann ? ' .V '- . Eine Weile zauderte Herr Winand mit dcr Antwort, während der Commis sar ihn mit einem sprechenden. Blick .an schaute. Dann sagte er mit fester Stimme : ' " ' ' 9fcin, ich kenne ihn nicht und möchte ihn nicht kennen. , - : . r . Pietro und Huppertz schwiegen. . 7 -Er ist ein Verbrecher, fprach der Be mir nach einer unmerklichen Pause wei tcr,!und fand seine Strafe' durch den ed len Hund hier. - Beide Thatsachen stehen unumstößlich fest und werden dem Gericht zur, Erklärung des Vorfalls genügen. Hier die Schmuckstücke, die er Ihnen ge raubt, Herr van Embden. - i - " UKW 1u"c" J 'g u B?nM.Bbttm taunStocItoUe oq.: w:.r. cm..i.u t.u. njt. ... s. 4W " & ? an W 1 .uluW4HUt r flf-'.i-Vta p Verwenden Sie Alles-Alles. was der Unselige an sich genommen zum Besten inrr Nrmn rn w,N snpn .Thul CSC M sv 'ff OC 'I Ar Armen. Ich wm .kemen Theil mehr daran haben. Nur bitte ich, wenn V O" , f Y. 1 V r-tn' i -tmA Doch der Schluel bedarf es nicht. Der. i . . -u . wti. Den jener un? auchwirbenutz. ten, genügt. B erschlichen Sie die ubri 9cn Näume und auch diesen Schrank mit seinem Inhalt, ich ' muß dies verlangen, dann überlassen Sie alles Uebrige mir, und morgen früh wird Ihr Haus frei, die traurige Angelegenheit für Sie bis auf eine kleine Formalität abgethan sein. Winand that, wie der Commissar es ver langt. Er schob mit dem Schrankflügel die Briefe in diesen zurück, verschlon ihn. und mit einer stummen Verbeugung von dem Beamten Abschied, nehmend,? ent scrnte er sich mit Pietro und Huppertz aus dem Zimmer, das er ebenfalls hinter sich abfchloß.. . ' ' Nun begann in dem Drei'Königen Hause und der öden ersten Etage ein stil lcs,-. nächtliches' Hantiren das . bis zum Morgen : dauerte und den Bewohnern wohl unheimlich hätte vorkommen mus scn, wäre ihnen die Ursache nicht bekannt acwcsen.. Die drei 'in dem Salon der Frau -Andrea zurückgebliebenen Personen vernahmen es wohl auch doch wagten 'sie nicht, darüber nachzugrübeln, und zwan gen sich dasür, nur an die glückseligen Augenblicke des Tag:s zu denken und. sie noch einmal im .Traume zu. durchleben! 17. Eapltel usdem lott,rhafk und im , Dret:ttSnig'Hauskals chlntz. , Am 'Morgen jener entsetzlichen Nacht erwachte das Vrei-Konigen-Haus m ae wohnter Stille und Ruhe, als ob nicht der geringste beunruhigende Vorfall sich m sei nem Bleich .ereignet hätte. Von den Wissenden wurde das blutige Ereigniß mit keiner Silbe erwähnt, auch Nicht wenn sie sich allein befanden. Lconard war für die Manner todt, als ob er me geleb
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hätte, und die andern fragten richt. Selbst die sonst so redselige und neuc'crige Frau Nettchen wagte nicht . einmal mit einem Blick ihren 5)anno zu inqu'lriren; daß er
froh und zufrieden dreinfchaute, wollte ihr schon genügen doch wohl nur für den Augenblick. Einmal daheim würde Huv pertzihr schon alles 'beichten müssen, so sagie sie sich. und schwiege . Und daß als dann der ehrliche Küfer dem Drängen seiner bessern Hälfte nicht würde wieder stehen können, dürfte als gewiß anzuneh men sein. Noch an demselben Tage kehr ten beide nach dem Klosterhofc zurück, und auffallende? Weise war cs diesmal Frau Nettchen gewesen, welche zu solcher be schleunigten, Abreise, gedrängt hatte, wäh rend Huppertz gern noch einen Tg ge blieben wäre. .-Sie gab vor, daß dort noch manche Vorbereitungen sür den Em pfang ihrer Kinder zu treffen feien, doch war die geheime Haupttriebfeder ganz be stimmt nur ihre. Ncugierde, die dadurch um einige Stunden früher befriedigt wer den konnte. . 7 Die Vermählung des jungen Paares fand an demselben Tage und in derWcise statt, wie HeirWinand es bestimmt hatte. In derselben Kirche, in welcher Herr van Embden seine so miglüclich abgelaufene Ehe mit Julia Textor . geschloffen hatte, wurden Andres und Daniel durch den Priester sür dicsesLcben verbunden. Doch im Gegensatz zu jener prunkvollen Feier vcrlief die heutige ganz in dcr Stille.' Nur die Armen der. Pfarre,"die Herr Winand reich bedachte, wohnten inda'nkba rer Andacht ihr bei. -In einfachem wei len Kleide,-nur mit dem Myrtenkranz ge schmückt, erschien Andrea, und gerade diefe Einfachheit erhöhte den Neiz ihrer lieblichen, - jugendlichen .Schöne. .Der Mutter Daniels schien sie, zu gleichen als diese vor Jahren an der Seite Leonards die. Kirche durchschritt, 'und. wie damals Frau Andrea das arme Röschen in ihrem Lehnstuhl empfangen, die zunge, dem Unglück geweihte Braut geküßt hatte, so nleete heute Andrea an' derselben Stelle n Ehrfurcht vor. der würdigen Greisin nieder und empsing' deren Kuß'und Se gen, der die.Neine aufs neue zur glückli chen Tochter ihres Hauses weihte.' ' Und kein Unheil sah 'diesmal der prophetische Blick der Ahne über dem . Haupte ihres KtndeS schweben, nur Friede und Glück. 23 icder im ; Drel'ZconlgenHause ; an gelangt, wechselten ,die Vermählten den Anzug und nabmen an i einem Frühstück Theil, das die Familie noch, einmal ver ammelt sah. .' Dann, schieden beide mit emem lemen öiusse uno snuen thränen einer freudigen Rührung vo.i ihren Lie ben und gehörten von diesem Augenblick sich selber an.' r ; . . ; . Wer Wagen stand zur Abfahrt bereit vor dem 'Hause, nur -daS Paar bestieg ihn, und fort gmg es durch die Stadt, den schönen Ufern des Stromes entlang, dem Klosterhofe und den harrendenGroß eisern zu. ' , So herrlich auch die . Fahrt, sie achte ten ihrer nicht, ein schöneres, himmlisches Gluck fanden die Vermahlten, m ihrer Liebe, die, durch den' Segen - der Kirche, der Ihrigen geheiligt sich ihnen nun ruck haltlos in' ihrem herrlichsten Glänze i)f fenbaren durste.--- : .'- :. Aus dem ttlosterhose verlebte das Paar eine selige Wonnezeit, durch die friedliche Stille des Orts, die herrliche Natur rings um sie her noch erhöht und verklärt. : Ihr erster Gang am Tage nach ihrer Ankunft galt dem Grabe Roschens der Mutter, die gewiß vom Himmel segnend auf ihre Kinder niederschaute, die vor dem kleinen Grabhügel in rührendem 'Gebete der Geschiedenen qedachten. ' Der alte Huppertz und Frau Nettchen hatten sich fern gehal ten, diese Andacht ihrer. Kmder nicht zu stören, dafür entschädigten sich, die Waae ren nach Herzenslüsten deren Gluck, von dem jeder Blick, iedes . Wort beredtes Zeugniß ablegte.' ' ;,'::" V; '. Daheim vergaß man ihrer' nicht, und wenn Winand, Pietro und Frau Siebold auch alle Hände voll zu thun hatten, so lehrten die drei oft' aus dem ttlosteryose em, lyre moer zu grünen. 1 öso waren drei Wochen vergangen,' da erklärte bei einem solchen Besuche Herr.Winand, daß die. schönen Tage des Klosterhofes nun zu Ende gehen munten, -,ndem.dle Heimath und die ehrwürdige Großmu'.ter ihre Lie ben veilanaten. ' Noch einmal kehre er wieder, doch nur'um seine Kinder mit sich hinweg'zu nehmen.. ' ! Die Heiden Huppertz proiestirten, Frau Nettchen ' weinte sagar ' bittere Thränen, doch da Daniel und Andrea keine andern Wortesanden als: nur wenden wiederkehren, und Herr Winand ' hinzusetzte : nun ist die Reihe an euch, uns zu desuchen da mußten die guten Allen sich fu nn .! . , r. .? . gen.. ., 4 , . . Auch letzt geschah es wie Wmand ge lagt..'- . .:--r: ... Noch manches frohe und. schöne Jahr verlebte Frau Andrea im Kreise ihrer Lieben, sie durfte sogar noch ihrenUrenkel küffen. ihn segnen') heranwachsen sehen. Doch eines Morgens, als sie ungewöhn lich langem ihrem Seffel geruht, ohne ein Wort zu reden eine" Bewegung zu machen und man endlich besorgt näher trat, fanden ihre Kinder sie sanft einge schlafen sür immer. .' ' - ; ; War auch ' sie geschieden, das Glück blieb den Ihrigen und ' dem D r e iK ö. nigen-Hauf e. . " ' ... ' ' ' r . : Ende.. ) Die WeiöhZit auf dem atheder. . Praktische .Anwendung.' .Meine Herren, Sie haben also das Naturgesetz kennen lernen ; die Kälte contensirt, ver dichtet, zieht zusammen ; die Wärme ex' tensirt ode: dehnt aus.' .Demnach be greifen Sie auch wohl,, daß' im Winter die . Tage kürzer 'sein muffen, als im Sommer ;. eben weil es im Winter käl ter ist als.im Sommer! Gefaßt V . - Frage. : .Was würden Sie thun, Herr Eandidat, wenn Sie ein Vermögen' von 10,000 Thaler oder mehr hät' ten und nach Amerika auswandern woll ten; in welcher Weise würden Sie Ihr Geld am besten anzulegen glauben?" Eandidat.. .Herr Professor, wenn ich 10,000 Thaler im Vermögen hätte, so wurde ich überhaupt gar nicht nach Ame rika gehen." Frage.. Aber gesetzt den Fall, daß ' c jfc Cvt 5 n tote ooaz naca vimcnia gingen f Eandidat. .Ich habe Ihnen bereits gesagt, daß ich nicht nach Amerika gehe.
uno v;ne mir ein: noere rage aus.
Trinklied. So pünktlich zur Sekunde Trifft keine Uhr wohl ein, Als ich zur Abendstunde Beim edlen Gerstenwein. Da trink ich lang und paffe Nicht auf ein Zifferblatt, Ich bör'S am leichten Faffe : Wie viel's geschlagen hat. Geb' NachtS ich vom Gelage Mit frohem Sang nach Haus, So kenn' ich ohne Frage Mich in der Zeit doch aus. Man kennt's an meinem Gange, Am Gange krumm und grad. Man kennt es am Gesänge, ' Wie viel'S geschlagen hat. oir . t - - teth' ich ein Haus von Weiten, ' Wo ein lieb' Mädel träumt. Sing' ich' zu allen Zeiten ' Ein Lied ihr ungesäumt. Und wird'S iml Zimmer hclle. Wär' es auch noch so spät. So weiß ich auf der Stelle. Wie viel' geschlagen hat.
Modernes Llebeötted. Deiner Blicke Telegraphen 'Haben's'schnell mir.depechirt. Daß das Handlungshaus der Liebe, Daß dein süßes Herz sallirt. NilNLier zShlt's'dieWechselschulden, Die es mit mir contrahirt. Doch ich werde mich gedulden ' Wie'S dem Gläubiger gebührt. - - - Ausgelöset ist, o Jammer Und gebrochen bittrer Hohn ! Meines Herzens stille Kammer ' Meiner Lieb' Eonstitution. -'; : , Wieder wählen mag ein leder Doch mir bleibt nur eine Wahl Denn mein einziger Vertrete: Ist die bittre Liebesqual. . ; Preßsreiheit der zarten Hände Ach auch du bist mir verloren Daß ich doch Kautionen fände Vor der Liebe bitterem Zorn. - v i J ' - Hättest du. mich doch verklaget, -Aber aud 3 Schwurgericht Deiner Lieb: 'n r 'rtaget. Denn die ,chw. hielst du nicht. Sei's, Ich hab.' ' , diel erlitte, Sei versch' c du todter Lenz, Aber eines ',til ich bitten j Noch die letzte Eonferenz. .. ; ' ' z . .7.' l.Nlie sächsische Ballade. In dcr alten Kabbelle am Blimchenee r. Hubbt's oft um Middernacht in de Heh' ' Wie ä halbes Dutzend Eefchbenster. Ach nee, was Sie' sagen '- 'i. i Des Millersch .Dochter.im Blimchen . ' -'t-iAi 1 ; gründ; iiDle'hadde en' wunderscheenen Mund Und schmierte de besten Bemmchen. ' 1 Ach nee, was Sie sagen ! l.uin. ; . Da warf ihr. aus Neid ene beese Fee Ae Schwcselhelzchen in den Kaffee. D'ran mußte das Mädchen schtärven - Ach nee, vaö Sie sagen ! i D'rum.hubbt ihr Geist fetzt in de Heh' In der alten Kabbelle am Blimchensee, In den Händen K Schwefelhelzchen. Ach ne: was Sie fagen ! Haukherr.'Sie wollen ein ArmuthLzeugniß? Ich kann Ihnen aber keines aeben." - Wittwe: Aber ich bitt', Sie haben der' Frau Räthin, die im ersten Stock wohnt und S00 Gulden Pension hat, auch z ein. Armuthszeugniß, gegeben Hausherr : '.Die Frau Räthin ist eine . Partei, die ihren Zins ordentlich bezahlt, und' auf solche Parteien muß man schauen. Zahlen Sie Ihren Zins zur rechten Zeit und Sie werden ebenfalls ein Armuthszeugniß erhalten." Dramatische- Extravaganzen. Das kürzeste dramatische Werk geschrieben zu haben, dars sich Herr Paul Verlaine in Paris rühmen. Beim Aus ikhen des Vorhanges sieh! man einen Herrn und eine Dame in inniger Um armung aus der Scene stehen. Ein Dritter nähert sich ihnen, ohne Geräusch zu machen, und feuert aus den Mann sowohl wie aus die Frau eme Pistole ab. Die beiden Opfer fallen mit dem Ge sichte auf den Boden. Der Mörder dreht den ersten Leichnam um und fährt, mit Zeichen des Staunens zurück : dann dreht er den zweiten um, drückt verdsp pelteS Staunen aus und sagt in bedau erndem Tone : - E5 war ein Irrthum V Der Vorhang fallt, und das Drama ist zuEnde. ' '. ' ES wird riskirt. Diener .Gnädiger Herr, wenn'S gü tigst erlauben, do . möcht l schon, ganz . unterthänigst um. mein Abschied bitten.- . . m tyrvy . t gnädiger Herr : xuie, was k er will aus meinem Dienst, was ist ihm denni da wieder in den Kopf gefah UTLYr ::. 'J ' i , : ' Diener : .Na schauen's euer Gnaden. do is das Mariandel, deS möcht mi gar gern haben. Gnädiger Herr : .Unsinn ! Marion bei ! heiraihen ! dumm ist er, dumm ist er von jeher gewesen, aber jetzt wird er ganz zum Esel!" ' Diener: .Halten zu Gnaden, aber da möcht i schon ganz unterthänigs bemer ken, der gnadige Herr haben schon die dritte Frau und seind's gnädiger Herr geblieben, da möcht i wohl nit gleich beim ersten Mal an Esel werden.
D i e Beisteuer. . Armenpflegcr: .Ich käm zu eurer Gnaden mit einer Bitt'." Gutsbesitzer: .Die wäre Y . Armenpflege? : Möchten die Güte haben, aus das Begräbniß des in Ar mvth gestorbenen Advokaten auch einen Gulden beizusteucrn." Gutsbesitzer : .Wie ? nur einen Gul den? Da sind zehne, lastend gleich a paar begraben; mich Haben'S ohnehin ge NUg g'rupst."
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