Indiana Tribüne, Volume 6, Number 88, Indianapolis, Marion County, 15 December 1882 — Page 2

ZndittNtt Hriöünc. j

Sgltche- und Seautagsausc'. Offfc-: SS. DclawareStr. nd'an.'ipoli. Ind.. l.i.Dezember 1882. - . : - ThatsüÄlicge Reform. Said Pascha, der türkisch? Mn.lster des Aenßern. ist jedenfalls der erste otto- - manische Staatsmann, der eineJKerorm nicht nur aus dem Papier, sondern that sächlich und mit persönlichem SÖrrlust durchgeführt bat. Die Geschichte ist wirtlich tragi. komisch. Schon seit lzah ren. zahlt die sorte den Beamten ihre Gehälter nur ausnahmsweise, un'j in diesem Jahre ?.?ht es damit so schcht, dafc erst drei Monatsraten zur Auszahlung gelangt sind. Run helfen ftc-i die treuen StaatßdZener in der Negel k urch Trinkgelder", aber die Beamten im Ministerium des Aeußern haben nicht einmal diese Einnahmequelle. Sie sind, wenn sonst kein Geld da ist, ledig lich aus die Cousulargebuhren angewie sen, die aus allen Theilen des NeicheZ nach Constantinopel geschickt werden. Kamen früher diese Gelder an,. so be schlagnahmten die hohen Beamten des Ministeriums zunächst 'ihren Antheil, v und wenn noch etwas übrig blieb, was aber sehr selten mar, kamen die kleinen daran. Said Pascha . fand das unrich' tig und bestimmte, daß erst die.geringen Gehälter ausgezahlt werden sollten und zuletzt die hohen. Das gefiel den Direc toren, Obersecretaren u. s.w. theoretisch ganz gut. Sie priesen mit echt orienta tischen Uederschwenglichktlt die Weisheit und Gute des Ministers, als aber der Zahltag herankam, schlichen sie einzeln zu ihm hinauf Und jeder von ihnen dat, doch mit ihm persönlich eine Ausnahme zu machen. Da kamen sie indessen schlecht an. Said jagte sie zur Thür hinaus und ließ das vorhandene Geld unter seiner eigenen Aufsicht vertheilen. Crst erhielten die Thürsteher undBureaudien ihren Lohn, und da ausnahms weise noch etwas übrig blieb, theilte sich der Minister selbst mit den Oberbeamten in diesen Nest. Darob herrscht nun im ganzen Gebiete des Sultan gerechtes Staunen. Daß wirklich einmal ein Beschluß ausgesührt worden ist, das der mögen die Unterthanen des Khalisen kaum zu begreifen. In civilisirteren Landern wundert man sich freilich auch, wenn Reformen thatsächlich durchgesetzt werven. Der 5istrict Zolnu:b!a. Der Kongreß hat bekanntlich imJahre 174 die Verwaltung des Districts Co lumbia an drei Commissäre übertragen. Diese Maßregel wurde damals als eine zeitweilige betrachtet.ist jedoch seither beibehalten worden. Nach dem Gesetz sollte die Union, von welcher man annahm, zaßdle Summe ihrer Eigenthumsobjecte im Districte einen solchen Antheil an den öffentlichen Lasten rechtfertige, die Hälfte der LocalauZgaben zu tragen haben. Die Bevölkerung deS Districts beläust sich aus 185,000, wovon ein Drittel Ne ger sind, die größtentheils keine Steuern bezahlen. Der Ausgaben-Voranschlag für da nächste Jahr schließt mit drei und einer halben Million Dollars .ab, einer Summe, die für eine Munieipali tät von 0 Quadratmeilen auch dann un geheuerlich bleibt, wenn man in Erwä gung zieht, daß die Verzinsung der von dem Shepard'jchen Ringe aufgehäuften Schuldenlast 41.Z00.000 verschlingt. Mehrere große Staaten und fast alle kleinen werden für weit weniger Geld verwaltet, als der District Columbia alljährlich in Anspruch nimmt. CZ liegt dies daran, daß die ganze Verwaltungs Maschine derjenigen der Bundesregie.rung nachgebildet ist. (jf giebt eine Menge von Sinccnren, deren Inhaber Gehälter beziehen, die mit ihren Leistun gen nicht entfernt in gleicher Höhe stehen. Die dreiköpsize Commission ist ohne die individuelle Verantwortlichkeit, welche aus einem einzelnen Aerwaltungsches, einem Marjor, lastet. Folgerecht zeigt sich in jedem Z'.velge des öffentlichen Dienstes eine Verschwendungssucht,?!ach lässtgkeit'und ein Mangel an Disciplin ohne Gleichen; wird doch sogar behaupt tet, daß bei den zahlreichen Einbrüchen, die in Washington vorkommen, Polizei und Detectivcs die Hand im Spiele haden. Jedenfalls sollte irgend eine Be dörde geschaffen werden, welche für die Ätrwaltung des Districis unmittelbar verantwortlich ist. Will der Congreß die Bevölkerung sich nicht selbst überlas sen, so muss er wenipstens dafür Sorge tragen, daß die Verwaltung eine ehrliche and tbatkräftize nJird. Vielleicht könnte eines der Regierungs'Departements mit der Leitung betraut werden. attdwlrthschaftlichrö Der Mais. Laut der Berichte des Ackerbau-Bureaus ist derMaisertrag in diesem Jahre ein ausfallend niedriger. Der größte Durchschnittsertrag per Acker kommt auf den Staat Maine, wo die Ernte 33.5 Bush el per Acker ergeben hat. wächst Maine kommt KansaS mit einem durchschnittlichen Ertrage 'von 32.5 Bushel. In Florida dagegen, dem v'anbe der Blumen und des SonnenScheins, sind ans den Acker nur 10.3 Bushel durchschnittlich gewachsen, und Michigan, Wisconsin und Minnesota haben größere Erträge ergebet, als ii gend einer der südlicher gelegenen Staaten. Ausfallend gering war die Mais ernte in allen den Staaten, in denen Äaumwolle die am meisten cnltioirte -Pstkiengattung bildet. Die BodenVerhältnisse im Süden stnd dem Anbau von Mais nicht günstig, da das Land theils nicht genug Humus enthält, theils Trockenheit dem Gedeihen der Frucht schadet. Auf Aeckern, welche aus reichem Lande bestehen, schießt der Mais in Stengel und Blätter, von denen die

ersteren bekanntlich kaum alLFeucrungö' ! Material einen nennenZwerthen Rutzen i

haben, und die lebteren, wenn sie ge pflückt werden, unverhitltnißmüßig viel Arbeit vermsachkn. Außerdem muß der MaiS in Folge der Höhe, welch: , er er reicht, in größeren Zwischenräumen gepflanzt werden und der ttörnerertrag einer Maispflanze von 16 Fuß Höhe ist nidjl größer als derjenige einer Pflanze von 8 Futz Höhe. Dagegen ist das aus Mai?, der im Süden gewachsen ist, ge wonnene Mehl weißer und süßer, als das Mehl, welches der mehr .nördlich gewachsene Mais ergiebt und daher ist im Süden die Vorliebe für Maisbrod eine so große. . Auf neu cultivirte'm Lande ergiebt Mais nur geringen Ertrag und zwar selbst auf den fruchtbar.sten Lündereien der westlichen Staaten. . Der höhereEr trag, welchen der MaiS in den östlichen Staaten licfert ist lediglich die Folge der sorgfältigen und kostspieligen Bear? beitnng des Bodens; eine solche würde sich im Westen nicht lohnen, und daher ziehen es dort die Farmer jetzt noch vor, weite Strecken zu bestellen, als auf lleineren Flächen größere Arbeit und künst liche Diingmittel zu verwenden. Ferner sind :m fernen Westen die Säe.Maschinen vielfach im Gebrauche, und die Erfahrung hat gelehrt, daß bei Bestellung der Aecker mit MaiS ! die Handarbeit der Maschmenarbelt entschieden vorzuziehen ist. Der Anbau von Mais erfordert eine sorgfältigere Bearbeitung deS 99o dens und eine rerchllchere Verwendung von Dünger als jede, andere GetreideArt. So lange im Westen und Suden hierfür nicht in ähnlicher Weife gesorgt wird, wie im Osten, wird der durch fchnittliche Ertraq dieser Frucht selbst unter sonst günstigen Verhältnissen ein niedriger bleiben. 23!)?t; ti&fr. Noch erleuchtet die von der franzöflschen Nation geschenkte Freiheit" nicht die Welt, bezüglich den Hafen von New Vork, und schon will man uns in der schwesterlichen Republik unser gutes Recht auf den triftigen Grund hin vor enthalten, daß wir keine Flotte haben, um es mit Gewalt zu vertheidigen. Die diesbezüglichen Verhöhnungen sranzösischer Blätter wurmen natürlich eine gewisse Classe amerikanischer Patrioten, die nebenbei auch den Schiffsbau betreibt. Käme es auf diese an so würden bald Duhende von Panzerschiffen und Kanonenbooten erstehen. Andere Leute aber haben eS nicht so eilig und deshalb jammern die Patrioten, daß wir uns vor der Welt lächerlich machen, daß unsere Größe gar nicht anerkannt, wird. Zum Trost mag diesen Herren 'der von der Londoner TimeS aufgestellte und ganz unbestreitbar richtige Satz dienen, daß das Wachsthum Nordamerikas das wichtigste .Ereigniß" der Zeitgeschichte ist. Vor diesem treten die mehr oder minder großen Veränderungen aus der politischen Landkarte, die Schlachten und Siege, die Kämpfe der Parteien und selbst die großartigsten Erfindungen in den Hintergrund. Der englische Statistiker Grisstn weist mit Verwunderung darauf hin, daß die Bevölkerung der Ver. Staaten allem m hundert Jahren von drei aus fünfzig Millionen gestiegen ist. sich also versechszehnfacht oder alle sünsundzwanng Jahre verdoppelt hat. Würde dasselbe Verhältniß fortdauern, so müßte sie sich in weiteren hundert Jahren aus 800,000,000 Seelen bezis fern.' So rasend schnell wird daZ Wachsthum nun allerdings nicht vor sich gehen, aber immerhin wrro ti auch in .-l. : der Zukunft beisviellos sein, und am " " " Knde Kieles ?kabrdunderts i&an wird man die Amerikaner die größte g e b i l4. . vt 4. i .

o ? l e nanon oerroe nennen lonnen.i"." ...u.".."

Cbina und Indien mit idrer vnalteten.

Rußland mit seiner unvollkommenen Ei- pflanzt, da dieselben einen guten Tropfen Bussen dem Ezaren den Eid der Treu vilisation erden zwar immer noch mehrw zu würgen winen, , von Reben, schen müssen. Sie sind nicht gerad, rr ' . .. or . -. . t1tit itnn Mk!in.ltriifrtiTHritri.'Titi.'' " . . .

inwoyner vaoen ais oie zoer. raaren, aber letztere werden kraft der Intelligenz und Arbeitsleistung ihrer Bewohner an der Spitze aller Länder gehen. ' Diese Entwicklung dec Ver. Staaten tt übau'ist in de te Ereiffnißdes neunzehnund Nordamerikas fTfti fcn9 r XCl f? rm UHI IttVQIV KVtWV"lD Vl IltMtl.UUH 4. x.cc,. s....... . : 4(.U .O"' V PU OtWSUlUU der Geschichtsschreiber der weit entfern4. 3,.f..f N.,. -..m.R. IH UiUMIl VUUiVMUii ICH (ii ltank. s.in wkrt, ,n K,r InnYitU Stande sein wird. eS sich Nicht allein um die EntNebun! un uuitvvt emer mächtigen Nation, sondern weit mehr noch um die Herrschast der weißen w??. ftxn.n ka?;. JC1L W.n Mi?n.;7n.. V V f V VW V 1! WlttlllVI bemächtigt, wie sie einst Europa einzunehmen versuchten, o hätte der Entwicklungsgang der ganzen Menschheit eine wesentlich andere Richtung einschlagen müssen. Diejenige Rasse, die durch ihren ErfindimgSgnst alle anderen über trifft, wäre aus ein verhaltnißmäßig kleines Gebiet beschränkt geblieben- oder auf Länder angewiesen worden, deren Klima der Enöfoltung ihrer besonderen Gaben durchams. ungünstig ist. Jetzt aber hat sie in e'.ttem großen Erdtheile nicht allein seslen Fuß gefaßt, sondern auch ihre Eiger:sihaften in unerhörtem Grade vervollkoMmnet, in einem Freistaate, dessen moralischem Einflüsse gar nicht zu widers'khen . ist. Der Civilisation ist hiermit dauernd daS kaukasische Gepräge aufgerückt. Sie kann nicht mehr untergehen, aoie im Alterthum,eil sie zum GemeinM tt von Hunderten von Millionen geworden ist. Mit diesem Gedanken kann :eian sich wohl über un sere scheinbare Kriegerische ' Ohnmacht trösten. Reactio ftu der SHveiz . Als VersuHld sür neue politische Einrichtungen e,x?egt die Schweiz , mit Recht mehr Aiisneerksmkeit, als ihr mit Rücksicht auf ,'hre Größe zukommen würd:. Sie istt.dus einzige Land, in dem die diacte Volksabstimmung über wichtige Gesetze eingeführt ist, denn die Befugniß der ar erikanischen Wühler, sich über Verändern Pgen. in der Verfassung abzusprechen, kann man sicherlich nicht a!S direkte Gese tzgedung durch vaö Volk bezeichnen Un'ii weil'daö kleine.AlpeN'

land eben seiner Kleinheit und Jahrhun-1 derte alten Freiheit wegen besonders ge i

eignet für solche Bersuch! erscheint, des halb ist e doppelt betrübend, das: seine Bevölkerung politisch noch nicht genügend reif ist. Dieses Urtheil r.,ag hart klingen, ist aber durch die Umstände ge rechtfertigt. Am 2tf. November wurde über den Bundesbeschluß vom 14. Juni abgestimmt, .einen Crziehungssecretär mit einem Gehalte von 0000 Francs jährlich einzusetzen, der von dundesweg:n die Aussicht über die Primärschulen in den Cantonen führen sollte. ES handelte sich cllso.um die Einhett deS SchulunterrichtS, um seine Befreiung von den schäd-, lichen Einflüssen örtlicher Strömungen. So wurde dre Sache von den Liberalen aufgefaßt, die sich die größte Mühe gaden, daS Volk für den Beschluß zu gewmnen, sie erlitten aber eine schmähliche Niederlage. Mit 301,312 gegen 107, 221 Stimmen, also fast mit ZweidrittelMehrheit, wurde die Vorlage verworfen, und zwar aus den denkbar kleinlichsten Gründen. Dre Ultramontanen kämpf ten selbstverständlich gegen eine Reform an, die ihre Herrschast über die Schulen auch dort gefährdet, hätte, wo sie sich im Besitze der Macht befinden. Ihre OpPosition ist vollkommen erklärlich - und von ihrem Standpunkte aus berechtigt. Leider schloffen sich ihnen aber auch Leute vön liberalen Anschauungen an, die für ihr Verhalten keinen anderen Grund anzugeben wissen, als daß sie die Macht des Bunde? nicht stärken wollten. ES liegt aus der Hand, daß die Bundesgewalt durch Einsetzung eines Erziehungssecre tarS Nicht übermächtig gemacht werden kann, daß sie nachher ebenso wenig die Freiheit des Volkes gefährden könnte als jetzt. Wer ihr eine derartige Befugniß verweigert, die nur zum Heil des Landes auöschlagen kann, verrath eme traurige politische. Unreife. DaS Resultat der Abstimmung läßt lich nur dadurch erkla ren, daß die reactionäre Fluthwelle" auch über die Schweiz hereingebrochen ist. Unser Weinbau. Während des am 1. 'Juni dies. I. abgeschlossenen Fiskaljahres wurden in den Ver. Staaten $4,878,919 Gallonen Wein im Werthe von $3.169,672 in Gebinden und 511,444 Dutzend Flaschen Wein im Werthe von $4,398,586 importirt. Der Gesammt-Jmport betrug sonach $7,559,253. Im demselbenJahre erportirten wir 65,140 Gallonen Wein im Werthe von $67,109. DleZ ist ein Armuthszeugniß .sür ein Land, da im Stande ist, nicht nur allen Wein für die einheimische Consumtiou zu produciren, sondern auch gleichzeitig den gesammten Bedärs Europas zu befriedigen und noch mehr sür ein Land, in dem die Anpfo zung der Rebe schon seit langen Jahren, wenn auch anfänglich nur m UtaZ' rem Maßstabe, bekannt und cultiZrt worden ist. Lange schon vor dem ixn abhängigkeitS kriege haben Europäer welche die Colornen besuchten, denselben eine großartige Zukunft in.. Ansehung des Weinbaues vorausgesagt.' .' Die ersten Ansiedler in Illinois waren Franzofen, welche Reben dort anpflanzten und Albert Gallatin sagt: bereits 10 Jahre vor dem Kriege, das; das Thal des Ohio im Stande sei, mehr und besseren Wein zu erzeugen, als das Thal des herrlichen Rheinstromes.' Gallatin legte damals rm westlichen Pennsylvarnen eine grotz artige Nebenpflanzung an und berichtete später, dak alle Aarletüten aus Frank reich und der Schweiz, die er dort cultivire, auf das Beste gedeihen. Die Spa !uier verpflanzten den Weinbau nach Me 'Tirst hi ftrnnmffn nslifi Mittanri und ' M V ill 9 . co, vle lzranzo,en nach'mourl uno i dieDeutschen ebenfalls nach dem genann j teu Staate, sowie nach Ohio und an'nvM iMariiatdtv Mii n , ((nrtT.inSlr (im I Niederließen, wurde lem Wem ange Cultur und Wein-Erzeugung altx nicht. v n . -i ' ' 1 f rr "'.. "k suche haben unwiderlegllch bewiesen, da l""echalb der Ver. Staaten ein so guter Wem wachst, wie irgendwo au der ia dans Wem ietzt schon besser N?, als der meiste Wein der aus Europa . f ntvr iinniinnri in i r rnrWTW iin 1 ir irnn irr rtt'uc muu wim. ovvui uim iuiuiu r, C . "iltaiX ..W 4,1 und vortrefflich und wtr bet tzen etzt tazon eine gröbere Mannlchtaitlgleit m ö'i"v ivikv. uv. v.u schon eine größere Mannlchfaltigke ( a . v Ol Tvrri-'.i RtbsortkN, al ttgend ein WkiNdistrict v . ... vt.i rrc . r . . ? . ,' ''' n, iin(.rl trt4 i , i Pi ifinrm HmniM. nan linirre j airi . j "--" ' w trauben an Wohlgeschmack die meisten ""Tx-c . .-i ' europäl chen Trauben orten übertreffen. Dazu kommt noch, daß' hier die WeinProduktion vielfach so billig ist, daß eS weniger kostet, einen , Bushel Trauben als ; einen Bushel Kartoffeln dem Boden abzugewinnen. Auch unseren Weinproducenten endlich müssen wir daS Zeugniß ausstellen, daß dieselben mit Jntelli genz verfahren und gelernt haben, sür jede Bodenart diejenige Gattung Reben zu wählen, welche am besten aus derselben gedeihen. 'Daß allen diesen günstigen Bedingungen gegenüber der Wein-Jmport in die Ver. Staaten noch ein so großartiger, der Export ein so unbedeutender ist, hat lediglich, in einem durchaus.unberechtigten Vorurtheile gegen unsern Wein seinen Grund, einem Vorurtheile, dem wir namentlich bei den eingeborenen Amerikanern begegnen, deren Zunge bekanntlich im Durchschnitt so auSgebilder", ist, daß sie Alles sür importirten Wein trinken, was ihnen in.importirten Flaschen und unter ausländischer Etikette vorgesetzt wird. Diesem Umstände dankt die Vorliebe sür französischen Wein hier und. in England ihren Fortbestand. Frankreich hat seit füns Jahren keine einzige leidliche Weinernte gehabt und die Aussichten sind auch für die Zukunft in Folge der Verheerungen der Phyl loxera ungünstig. , Die Zeitungen haben wiederholt daS Verfahren geschildert, welches man jetzt bei der dortigen Weinsabricatlon anwendet, wie die billigsten und schlechtesten spanischen und italienischen Weine nach Frankreich geschasst . l. v c . , - . ' weroen uno oorr mriieis a)emla)er vju tel und Färbstosfe in Jmt Bordeaux"

verwandelt werden, wie man selbst aus Rolle gemäß auf John feuerte, sank dieRosinen, Aepfelwein und dem Safte 'ser, durch den Kops geschossen, sterbend " zusammen. .

verschiedener Früchte, nicht selten auch aus Ingredienzen, die nichts weniger.

als harmlos sind, Wem macht und die sen an die Liebhaber eines guten französilchen Weines expyrtirt; trotzdem iicr. nimmt namentlich in den Ver. Staaten der Import eines Artikels nicht ab, dn wir, mit AuSrahme weniger Fälle, in Jnlande wesentlich besser erzeugen. Auch ' gegen amerikanische ttleiderflolle und Messerschmiede hat lange genug ein ähnliches Vorurtheil bestanden, wie das gegenwärtige. gegen den amerikanischen Wein und das letztere wird und muß verschwinden, wie das erstere' schon längst erloschen ist. Wer Weine, die in Caiisornien, Missouri, Obio, NsrdCarolina und noch in anderen Staaten ge-n-achsen sind, getrunken und mit impor tirten Weinen die allertheuersten Sorten ausgenommen verglichen hat, ver mag in der That kaum zu begreifen, wie das Vorurteil gegen unseren Wein so lange zu existiren im Stande war. Die Lonneuftrckttt. Der Sonnensleck. oder richtiger 'die beiden zur Zeit an der Sonnenscheibe sichtbaren, durch einen schmalen Streifen miteinander verbundenen sslecken sind 39,440 Meilen breit und 59.755 Meilen lang, haben sonach eine Ausdehnung von , 2.:!56.46.000 Quadratmeilen. Dieselben gehören zu den umfangreich sten, sind aber keineswegs die größten, welche vorher an der Sonne beobachtet worden sind. Ein Sonnenfleck der im August 1859 sichtbar war. hatte einen Durchmesser von 58,000 Meilen und der Durchmesser des im Juni 1845 beobach teten tzsonnenflickens war neunmal so groß, als derDurchmesser der Erde. Der größte. Sonnenfteck, von dem berichtet wird, war vor 14 Jahren sichtbar; sein Durchmesser betrug 144.000 Meilen und die Mathematiker haben ausgerechnet, daß über 10tz . Erdbälle erforderlich gewesen wären, um den Brennstoff zu lie fern, welcher jenen Sonnenfleck veranlaßte. Die Theorie .nämlich, daß die Sonnenflecken durch in die Sonne gestürzte Weltenmassen gebildet werden, zählt immer noch die meisten Anhänger, während einzelne Forscher sich der Annähme zuneigen, daß dieSonnenflecken aus ausgebrannten Schlackenseld:rn bestehen, andere die Sonnenflecken durch Veränderungen in der Atmosphäre der Sonne zu erklären suchen, noch, andere in ihnen Risse in, der Lichtsphäre der Sonne erblicken. Wissenschastlich ausgeklärt ist die besprochene Erscheinung so wenig, wie die eigenthiimliche Thalsache, daß der elsjährigenSonnenfleckenperiode eine gleiche Periode in der Größe der Magnetnadel Schwankungen vollstän dig parallel läuft. Die erste Theorie, welche die Sonnenflecken zu erklären suchte, hielt dieselben für selbstständige dunkle Himmelskörper, welche in gewiss sen Zw'ischenraumen an der Sonne vor übergeben, doch ist diese Theorie allgemein ausgegeben und die Flecken werden als der Sonnenkugel selbst ungehörig betrachtet. Besonders deutlich hebt sich an den gegenwärtig sichtbaren Sonnenstecken die sogenannte Penumbra der weißlich graue i)os ' von dem eiger'tli chen Kerne, ab. Die Gesellschaft der christ. lichen Jünglinge in Buffalo hat von einem Anonymus eine Beisteuer von $30UU z i ihrem Baufond erbatten. Aom Inland T r o y. N. N.. gibt es jetzt In zwei städtische Regierungen mit 2 Banden Polizei, welche einander einsperren. Die Fabel von den beiden Löwen, welche einander bis auf die Schwänze auflraken, ist also keine Fabel mehr. Die Miliz soll einberusen werden. In Alaska haben die noch dort wohnenden arttckisch-katholiichen nrnh ..... ,h. . s,nn hnf t vm ukiwHiiwui ivwiu , vnui uj t Hw es kein Mittel. Aber ihre Religion, ren Pavst der Ezar m macht ihnen das.zur Pflicht, welche sie erfüllen, weil f ft '-7 mphr 'z ' rr;:,. mK - fi Kb" Si ais TÜ Gefahr schwerer Strafe. Es ist nicht ,.n,u eben, warum un ere eoreruna . ,..s.s. mr,rm ,,n.ri "iWt i.tt44..a nicht von der russischen verlangt, daß sie m;;rrt,r m,. s:,n4,n .n WMtMfc v -v. wuuvi V... J-..? -rtökt und sie aller NZlkcktkN ae. ' .:.."" r ' gen den Czaren entbindet. Vor einigen Tagen machten zwei junge Leute im Alter von 16 Jahren aus Rorth Bend, Pa, in wenigen Minuten eine ungewöhnlich reiche Jagdbeute. Sie waren aus. der Hirsch jagd und hatten zwei junge Bären er legt, als die alte Bärin auf sie zukam. Keines der Gewehre war geladen,und der eine Jäger schlug dem andern vor. er solle vorauSlaufen und sein Gewehr laden, er selber wolle inzwischen die Bärin aufzuhalten versuchen. In der Nähe stand ein dicker'Baum, und der junge Mann brachte eS fertig, den Bären durch Laufen um den Baum zu beschäftigen, ohne daß es diesem gelang, ihn zu ergreifen. Der Andere -hatte schnell geladen und tödtete den Bär durch einen wohlgezielten Schuß. Beide lüden nunmehr vorsichtig zunächst dieGewehre und waren damit kaum fertig, als ein stattlicher Hirsch aus dem Gebüsche trat und ebensalls erlegt wurde. - Dr.Ott berechnet dieZahl der Schwingungen, welche den eigen, thümlichen Ton erzeugen, den die Klapperschlange durch die Bewegungen ihres SchwanzEndes hervorbringt, auf 00 in der Secunde. '. . Z u M a k a nda an der Jlli niser Central Bahn" veranstalteten vorige Woche mehrere junge Leute die Aufführung eines ' Sensationsstückes. Dasselbe gestaltete sich zu einer nur.zu ergreifenden Tragödie. Die Brüder James Perl, IS, und John Perl, IS Jahre' alt, . hatten die Hauptrollen, die zweier kühnen Räuber, übernommen und sich mit' riesigen Revolvern versehen. ameS vergaß, die scharfe Ladung auS seiner Waffe zu ziehen, und als er seiner

Der berüchtigte Abenteu-i rer Paul Schoeppe dtas Graf Schu-, lenburg, über den die Zeitungen be: kanntlich schon so vielerlei zu berichten! gehabt, macht wieder einmal' vo.i sich' reden. Er sitzt wegen Wechselfälschung im Zuchthause zu Sing Sing, wo man . ihn indeß bisher nicht gekannt, da er. unter einem falschen Namen processirr,' für schuldig befunden und in die Strös-i lingS'Jacke gesteht worden war. Zu? den verschiedenen Namen, unter denen: er früher als Jndustrieritter aufgetreten,! kommt jetzt ein neuer, dämlich Jöhn P. ; G. Smith, hinzu, unter dem er zu Port, JerviS als Student der Rechtswifsen--schaft sich niedergelassen und Wechsel i fäljchungen verübte, die ihn aus'S Neue! mit der Justiz in, Konflikt brachten. ' Z tl den vielen u n g l ud 1 1 j chen Ereignissen der Jeanette-Nordpol -Expedition kommt nachträglich noch die ; VerSsfentlichung eines vom Eapitün De! Lona an'S Marinedepartement- gerichte! ten Dokuments, worin der unglückliche Capitän den ExpeditionS-Meteorolog?!

EollinS der Jnsurbordinatron beschul ; digt. Da Aktenstück wurde zur Zeit geschrieben, wo die Jeanette sich bereits fest im Eis befand, ein Umstand, werden gereizten Ton, wie die unglückliche As foir selbst Kinre!ck?nd in erklären ver f " " " " wwwmwm-mww - - , mag. Der Capilön sowohl, wie Eollins, befanden sich damals jedenfalls in einem Zustand der Nervosität, wie er bei Seeleuten eben nur in solcher Lage denkbar ist. Wenn das Benehmen des Meteorologen Collins seinem Eapitün gegenüber derart war, wie es der letztere schildert, so fragt man sich, weshalb De Long nicht alttch bei dem ersten Anzeichen der Insubordination feine Autor! tät geltend machte. EZ scheint, daß er sich scheute, unter so traurigen Verhält Nissen ein Exempel zu statuiren. Er wollte die Liste der Invaliden nicht der mehren und seine ohnehin reduzirten Hülfsmittel nicht vermindern." . Diese Gründe sind allerdings wohl zu beherzt gen. Im Allgemeinen aber erhält man ven Eindruck, daß die Disciplin auf der Jeanette in jenen . trüben Tagen , wohl Manches zu wünschen übrig ließ. In Süd-Carolina wird de: Ertrag.- der diesjährigen Ernte um $S,000,000 höher geschätzt als derjenige der vorjährigen. B e i der diesjährigen G o u, verneurSmahl .in Kalifornien wurden 100 Stimmen mehr abgegeben, als bei der Präsidentenwahl in 1880. Der zweite .blaue Sonntag" in New Bork ist in e'mer Weise verlaufen, welche' zeigt, da die BeHorden der Metropolis von dem Wahnsinn der puritanischen Sonntagsfeier nach und nach zur gesunden Vernunft zurückkeh ren. Die Atlanta Const itution" versichert, daß kürzlich eine Frau in Atlanta, Ga., mehrere Nächte hinter einan der geträumt habe,' in ihrem Garten sei ein Schatz verborgen ; sie habe nachge graben und $600 in Gold- und Silbermünzen gesunden. JN'Catahouta Parish, La., wurde kürzlich ein Schweinedieb ge lyncht. Die Freunde des Mannes ha den einen Aufruf in Circulation gesetzt, in dem sie erklären, Pferdediebe zu lynchen sei eine durch das Herkommen . oje heiligte Sitte der amerikanischen. Justiz und namentlich in Grenzdistrikten ganz unentbehrlich; Schweinediebe zu lynchen fei dagegen eine unerträgliche Neuerung und sie würden nicht ruhen, bis sie die Lyncher deS.Gelynchten gelyncht hätten. ZümZweckeficherenTranS Portes von frischen Gemüsen, Früchten u. s. w. aus südlichen Staaten nach den Städten deS Westen? und Nordens hat sich in Atlanta, Georgia, unter dem Na men Austell'Refrigerator-Eompagnie" eine Gesellschast mit einem Kapital von einer Million Dollars gebildet. Man erwartet ein Seitenstück zu dem vor Kur zem entstandenen Transport von srisch geschlachtetem Fleische in Eiswagen auö den viehreichen Gegenden des Westens nach den atlantischen Städten. Phoebe Washingt o n, eine m farbigen Mädchen - von 11 Jahren, in Valadosta, Ga., war kürzlich sür'mehrere Stunden die Fürsorge sür einen Säugling übertragen worden. Das Kind. schrie, und, - um es zu , beruhigen. stopfte ihm Phoebe einen Löffel wees Pulver, daS sie für klaren Zucker hielt, in den Mund. Das Pulver bestand aus pulverisirter Soda und das ttind starb Miter fürchterlichen Schmerzen. : , Die Jäger.und F a l l e n st e l ler in Montana sagen einen milden und kurzen Winter voraus ; sie schießen dies daraus, daß die Büffel in diesem Jahre weniger langes Haar haben, als in an deren Winiern. Bo! Auslande. In Frankreich wächst d er Postverkehr erstaunlich. Die sämmtlichen Poststücke des Jahres 4877 betrugen -863 Millionen ; im Jahre 1831 aber 1340 Millionen. Die. Zahl der Briefe wuchs in derselben Zeit von ZU auf 565 Millionen und die derZeitungS nummern von 219 aus. 254 Millionen. Postkarten sind nicht sehr beliebt. Post, ämter gibt eS 0487. , Sacher - Ma so ch s eiert am 1. Januar, sein. 25jährigeS Schrist-steller-Jubiläum. Moln beabsichtigt, dem Dichter an diesem Tage ein Album' mit Autographen aller hervorragenden Schriftsteller, Gelehrten, Künstler, soie aller seiner Freunde zu überreichen. . a.5 preußische Unterrichtsministerium hat im Hinblick us die außerordentlichen Fortschritte, welche in der Anwendung der Electricität auf die Zwecke der Technik in neuester Zett ge trtfc ArSn flnh h? Tl Stfiinf.Il MflKtf IMtuvy ivwtvtit VI ? v. .geln getroffen,, um daS Studium der - J 1 . Xu.t JkM C 1 4 .Elektrotechnik an oen .schulen zu fördern,' die Erforderlichen I W. . ' ; m tinSi Ki i. eyrrraste zu gewinnru ..g sungen-und Uebungen -bestimmten La' doratirien einzurichken. Die Bombay Gazette" meldet, daß dem Kaffee eine ähnlicheGe

fahr wie der Kartoffel und der J-rauoe .ro-t. Die Kaileeplantagen werden von einem eigenthümlichen Pilze, hk'.mciefvcht, der, kaum daß er auf einem Älülie Wurzel gefaßt, sich mit unglaublicher Laschheit über die ganze Pflcrnze verbreitet und den Tod derselben verursacht. Aus diese Weife hat dieser Pilz in den hügeligen Theilen von .Cev' Ion und aus Java und den Fidschi-Jn-scln, wohin er stch schon verbreitet, be mu viel Unheil angerichtet und große Zerorungen verursacht. Aus den Fidschi'Jnseln intervenirte die Lolal-Regie int, kaufte sämmtliche gegriffenen t Pl?!ltagen an, zerstörte die Pflanzen dur h Feuer und rottete dus diese Weise das Unheil aus.. Den Gelehrten, die noch immer vergeblich mit der Vhylosera vastalrix zu kämpfen haben, erwächst in diesem Pilze ein neuer Geg:itt, dir die Freuden der Menschheit bedro'zt. ' DiePhy'loxera richtet in den Weinbttgen Spaniens schreckliche Veiheerungen an. In der Provinz Malaga wurden 10 Meiten altberühm ter, namentlich die südlichen Abhänge der Colmenar und Casa Bermeja um gebenden Hügel vernichtet. Das Uebel droht sich roeiter zu verbreiten. In der Provinz Cadix befindet sich der Weinbau

trelvenvt yeu oer Bevotrerung von .eres, Puerto, San Maria, San Lucar und Prado bei -9tv in großer Aufre LUNg.'7, ; A n de n Usern des Euphrat hat der . bayerische AltertbumSsorjcher Lester, da. o er durch das TaurusGe birge bricht, die Reste alter Denkmäler aus riesigen unverkitteten Steinblvcken mit zahlreichen Jnfchristen entdeckt. Sie sind 55 bis CO Fuß hoch, scheinen ein National'Heillglhum gebildet und der erloschenen Rasse der' Akkadier (Chaldäer? Hamiten?) angehört zu haben. Die Inschriften sind noch nicht entzissert. . Die neuen Londoner Gerichlsgebäude, welche süns Millionen Dollars gekostet, haben, sind mit' dem Gelde der Vormundschafts und ande rer GerichlSgläubiger gebaut worden, nämlich mit Zinseszinsen dieses Geldes. DaS 'VormundfchaftSgericht verwaltet allein schon 375 Mill. Dollar? solchen Vermögens, welches noch im Prozeß liegt. Die Regierung hat versprochen, das Geld, welches der Bau kostet, zu er setzen, wenn es fallig werden sollte. Nach den neuesten AuSweisen schließt London unter seiner Bevölkerung .von 4i .Millionen Seelen nachstehende Klassen von Arbeiterinnen ein: 226,000 Dienstboten, 16.000 Leh. rerinnen und Erzieherinnen, 4590 Blu menmacherinnen, 100 Buchbinderin nen, 14,800 Schneiderinnen. . 20.000 Weißnäherinnen, 4800 Handschuhmacherinnen, 44.006 Wäscherinnen, 11.000 Nähmaschinenarbeiterinnen. Rechnet man '- c v r . oazu oie anoierrnnen, errauserinnen, Fabrikarbeiterinnen, GewerbSgehülsinnen aller Art, die Beamtinnen im Staats, und Privatdienst, Künstlerinnen, Schriststellerinnen mit 200,000 Mpfen, so giebt sich eine Armee von 550.000, der überwiegenden Mehrzahl nach unverheiratheter Frauenspersonen, welche sich in der Riesenstadt durch Arbei. ihren Lebensunterhalt verdienen. Wieder Amerikaner Stanley und der Engländer Cameron, so hat nunmehr auch ein Deutscher, der Lieutenant ' Wißmann, da? mittlere Afrika von Osten nach Westen durchkreuzt. Wißmann ist ein Mecklenburger von Geburt, 26 bis 27 Jahre alt und gehört dem in Rostock stehenden 3. Ba taillon des Mecklenburgischen Füsilier Regiments No. 90 an. Schon von frü heste? Jugend an zeichneten ihn Muth und Unrernehmungslust aus. Der Ent schluß, sich einer ErforfchungSreije anzuschließen, gab seinem unaestümen Thatendrüklg eine bestimmte A chtung. Mit Sorgfalt bereitete er sich sür seinen dem na dstigen Beruf vor. machte an derUniversität in Rr steck geologische, zoolegi sche und astronomische Studien und stellte sich dann der deutschen asrikani schen Gesellschaft zur Verfügung. Ende deZ Jahres 1880 reiste Wißmar.n in Geeinschast mit Dr. Pozge. ebenfalls einem Mick endurger. der früher schon als lndenschaZttichcr Jager eine Afrika reise unternommen hätte und bis zu dem Reiche deS Königs Muata-Janvo ge langt war. nach Südafrika ad und trat im Äpril vorigen Jahres von Loanda. an der Westküste Südafrika?, den'arfch naÄ dem Innern, dec Contlnentes an. Die tziadrung früherer Afrikareisender in dem Stromgebiete des Uongv, daß König MuataJanvo alle Europäer wohl mit außerordentlicher Freundlich seil empsangt, dagegen keinen derselben über die Grenzen seine? Reiches läßt, weil er für seinen Handel mit Elfenbein. Straußfedern ' und Sklaven fürchtet, veranlaßte die beiden deutschen Reifen dn. das Reich des mißtrauischen König nördlich zu umgehen. Bom Tfchlpaka, einem der größeren Neberfläfse des mittleren Congo. nordwärts erreichten die Reifenden den Lualada ()!ame für den oberen Congo), nachdem sie zuvor dem Mukamba See einen Besuch abgestattet hatten. Von der an'dem Lualaba ge legenen Station Ryangme begab sichDr. Pogge zurück, um in Mukenge, südlich von dem MukambaSee, eine Station zu gründen, während Lieutenant Wik mann nunmehr aus der alten arabischen Karawanenstraße, von Nyzngwe nach Zanzibar gelangte. H a md u r g, 25. Nov. Bekanntlich hatte der Herausgeber der Wandsbe cker Zeitung" und gleichzeitige Direktor der Hamm und Horner Sparkasse, Bleidorn. 245 000 M. unterschlagen, roelcheF man erst bei .seinem .plötzlichen Tode ermittelte..: ES wurde hieraus eine Sammlung für die' meisten? dem Ar deiterstande ungehörigen Sparer veranstaltet, um diese möglichst schadlos zu halten.. Der Senat hat jetzt seinerseits beider Bürgerschaft' beantragt, daß zu weiteren Deckung. der Gläubiger 70.000 M. aus -der Staatskasse zugeschosjer. werden.