Indiana Tribüne, Volume 6, Number 87, Indianapolis, Marion County, 14 December 1882 — Page 2
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Indiana Hribilns
Zägkiche- und Sountagsavsgab. - - - - w Office: 52S. DelawareStr. nd'anopoliS, Ind.. 14. Dezember 1832. folgen dlS Kriege. Als kürzlich die StaatSgesetzgeöung vonSüd'Carolma zusammentratjandte ihr Gouverneur Haaoob eine' Jahres botschast, an deren Schlüsse sich c ;ende bemerkenswerthe Satze . sinden : .Die Geschichte de Staates während der letz ten 2Z Jahre weist verschiedene Perioden auf, die zu einander in einem'ungeheu ren Gegensatz stehen. Unmittelbar vor dem Bürgerkriege hatten wir in gesell schastlicher und wirthschastlicher Entttick' lung den höchsten Punkt erreicht, der unsern Fortschritt seit der Ladung der englischen Kolonie aus den Usern des Ashley bezeichnkte. Der Krieg solgte mit seinen heroischen Anstrengungen, seinem unglücklichen Ausgange. Wo immer die Industrie von zwei Jahrhunderten ihre Leistungen vereinigt hatte und in persönlichem Eigenthum angelegt worden war, blieben nur Aschenhausen übrig. Das Land allein blieb unver sehrt, aber eZ war mit Schulden belaö tet und das zu seiner Bearbeitung nsor derliche Capital nur zu Wncherzinsen zu haben. Dann ?a die erste Periode der Wiederherstellung; derschmerzlicheKamps um'Z Brot; die Verwaltung des Staates durch seine ZchZechtesten Elemente. Die Gesellschast paßte sich langsam den veränderten Bedingungen an und die dem Weisen angeborene und im Blute liegende Energie eroberte ihm mit Hart näckigkeit unter der aufrührerischen Miß Verwaltung seine Macht und seinen (Z'.n fliiB zurück. Im Jahre 1376 endete diese Periode, und heute ist die Necon struction überhaupt vollzogen. Der Jh ' nen übersandte Bericht über die Singe legenheiten desStaateS zeigt Ihnen eine gutgeordncte,' leicht arbeitende, ökono 'mische Negierung und ein glückliches, gedeihliches Volk. Trotz dieser Schlußworte weiß man auch außerhalb des Staates nur zu gut, daß der Anpassungsproceß-, in Süd Carolina noch nicht beendet ist. Der Gouverneur schildert deutlich genug, wie die Sachen liegen. Statt- daß beide Rassen gemeinschaftlich wirken, wird die an Zahl stärkere aber an Eigenschaften schwächere schwarze Rasse von den Weißen einfach beherrscht.' Nichts Anderes lann man un! der Rückeroberung der Macht und des Einflusses der Weißen verstehen. Wo es aber Beherrschte giebt, kann die Unzufriedenheit nicht fehlen. Die Schwarzen werden nach und nach ihr Recht verlangen, d. h. den ihnen ge dührenden Antheil an der Negierung. Wird ihnen .di:ser' verweigert, dann müssen die inneren Kämpfe noch heftiger, . werden, als sie es während der lekten Periode der Wiederherstellung waren; Die Weißen im Süden begehen einen schweren Fehler damit, daß sie. die Neger entrechten. D.r offene" Winter. ES ist noch nicht lange her, daß Gene nal Hazen, der HSchstcommandirende der ojsiciellen Wetter'.Propheten, uns einen .offenen" Winter vorausgesagt hat. Der offene". Winter ist da, aber in anderem' Sinne, als Herr Hazen ihn gemeint hat. Alle Thüren, Fenster und sonstigen Zuglöcher'eines eisigen PalasteZ hat der grimme BoreaZ geöffnet, und aus jedem derselben fegen Wirbel und Schneestürme hervor, daß sogar die Eishändler in ihren Versicherungen tue niger zuversichtlich zu werden beginnen, im nächsten Sommer werde das Eis seh? rar sein undtrotz des hohen Preises von ihnen nur mit Verlust verkauft wer den können. Von dem ersten dieser Blizzards hat uns Herr Hazen nichts vorausgesagt, er war wahrscheinlich durch die durchgehende Venus so in - Anspruch genommen, daß ihm daö 33cnehmen des AoreaS entgangen ist. Wenn die heiße Zeit kommt, so pfle gen manche stadtischen Behörden den Leuten zu sagen, wie sie sich gegen die Hitze schützen sollen, und es'hat uns im mer eigenthümlich berührt,daßLeuten, die arbeiten müssen, wenn sie leben wollen, ein (lolce lar niento im kühlen, schattigen Raume uno der Genuß kü'b lender Getränke in erster Linie empfoh !kn wurde. AuÄ sür das Benehmen. während großer Kälte, giebt es ein gutes Recept. ES lautet ganz einfach dahin : Bleibe im warmen Ziemer, dreheNachtS das Wasser in den Röhren ab und ziehe Dich warm an. Wenn Dich daS Ge ' schäft auf die Straße ruft, so laufe schnell 1 Hast Du Pferde, so lasse deren Eisen schärfen, lasse sie nie unbedeckt und nie lange im Freien, stehen. Iß und trinke gut, aber wo möglich- keinen Schnaps und vor Allem : flecke die Hände in die Taschen, nicht blos, um sie nicht zu erfrieren, sondern damit sie nicht steif werden und offen bleiben für alle fci, welche das Feuer des Heerde nur Ipärlich nähren können; welche keine warmen Kleider anziehen, weil sie keine tzaben; die an sich selber merken,- daß Hunger in der Kälte doppelt wehe thut, .rurz für alle Armen und Elenden. Für sie ist der Winter die Zeit der Noth, i. iien gkht die' Kälte bis auf die Knochen und kein guter Mensch vergißt ihrer, der im traulichen Zimmer des Boreas und ItineS Wülhens fxottet. ukflscheSrflndnr,g. Vor'Kurzem wurde von einem Epk rimente aus der Long Jsjand Eijendas.n berichtet, durch welches nachgewiesen worden ist, daß Petroleum zur Heizeng von Locomotiuen mit bestem Erfolge und unter einer wesentlichen Ersvarniß an
Heizmaterial verwendet werden kann, j Wir haben seither nichts davon gelesen, I - . f . . I
oau dleje neue veizung in größerem Umfange eingeführt worden ist, erfahren' aber aus englischen Zeitungen, daß diese Methode an und auf dem kaspischen Meere schon seit Jahren ausschließlich befolgt wird. Sämmtliche Krieg? und Kausfahrtei'Schiffe, welche auf diesem See laufen, werden mit Petroleum ge heizt und zwar in der Weise daß das Oelzusammen mit überhitztem Dampfe kennt, welcher durch ersteres erzeugt wird. Die Feuerungen auf den russt schen Schiffen sind so conftruirt, daß nur Petroleum in denselben gebrannt werden kann. Da? Versahren, Petroleum zur Hei zung der Hcwser zu verwenden, M eben falls keine amerikanische Ersindung' son dern wurde am' kaspischen Meere schon seit Jahren angewendet. In Baku und anderen Städten am kaspischen Meere werden sämmtliche Häuser ausschließlich mit Petroleum geheizt und. Weisende versichern, .daß diese Methode ebenso billig als zweckmäßig sei. Traurig, aber durst ig. schreibt man aus Langensalja, dürste man solger.de kleine Notiz überschreiben: Nach längerer Krankheit war ein armer Familienvater seinen Leide - erlegen. Gute Freunde und College erklärten sich bereit, die Leiche umsonst zum Fried Hofe hinauszutragen. . Dankbar willigte die Wittwe ein und bat, daß jeder der Träger auf ihre (der Wittwe) Rechnung nachher ein Glas Bier trinken möge. Und was hatte die arme Wittwe schließ lich zu bezahlen ? E.nhundertachtzig Glas Bier, welche die Leidtragendenzur Linderung'ihres Schmerze? vertilgt hat::.'. . Häßliche Zuftsmustk. General Ker, Hilfs-BuudeSanwalt in Philadelphia, spricht wohl nur die ge heimenGedanken vieler Staatsmänner" aus,, wenn er versichert, daß die nächste große Frage der Anschluß Mexico's an die Ver. Staaten sein werde. Diese -Frage, meint er, werde zur Neubildung der Parteien führen. Je ' mehr Eisenbahnen in Mexico gebaut werden, - je mehr amerikanisches Capital sich nach der Nachbarrepublik hinzieht, desto nothmen diger wird es, sie unter unsere Controle m bringen. Aber nicht die Geschäfts Interessen allein bedingen die Annexion, fondern auch die überlieferte Politik der Ver. Staaten, welche darin besteht,' das Sternen und Streifenbanner über dem ganzen nördlichen Theil, des EontinentS wehen zu lasien. Unter verschiedenen Administrationen wurden ganze Staa ten vonFrankreich, Spanien,Mexico und Rußland losgelöst, und dieser AuZdeh. nungsprozeß ist noch nicht zu Ende. Wird der Canal über den JsthmuS von Panama vollendet, so ist es ekneLebenLfrage für die Republik, daß ihr : alles Land gehört, welches jetzt noch ihr Gebiet von der Landenge trennt. Schließ lich wird der Krieg schon deshalb gebo ten sein, weil die Bevölkerung zu schnell zunimmt, ein Ueberschuß an Arbeits kräften bald bemerklich sein und Thätig keit nach Außen hin vom Volke selbst verlangt werden wird. Es unterliegt, wie gesagt, keinem Zweifel, daß Herr Ker mit diesen An sichten nicht vereinzelt dasteht. Da5 ganze Heer der Land, Minen und EisenbahN'Spekulanten fleht ganz sicher aus seiner Seite, desgleichen eine gewisse Classe von Industriellen, die sich selbst' den Weltmarkt verschlossen hat und sich mit Waffengewalt neue Gebiete erobern lassen möchte. Denn natürlich wür denDiejenigen die Arbeit nicht besorgen, zu deren Gunsten sie. unternommen werden soll. Die Cap:tlttsten würden zu Hause bleiben oder höchstens als Gene räle mitziehen und das kostbare Leben. schonen. Sie würden der Regierung zu hohen Zinsen Geld Seihen, die fetten Contracte übernehmen und das eroberte Land sosert mit Beschlag belegen.' Schlagen müßten - sich die Kleinbauern.' und Arbeiter, - denen eine Erweiterung des Bundesgebietes auch nicht den ge ringsten Vortheil bringen könnte. Man würde gern das Gesin bei" in den Krieg schicken, damit eS sich dckheim nicht gegen die Räuber empört, welche die ungeheu ren Reichthümer zusammenstehlen. So ein Aderlaß" wäre m der That ein. ganz prächtiges Mittel. . Leider kann man nicht einmal sagen? daß der saubere 'Plan . ketine Aussichten 55,' in i.nV;.; v.T,n uaZ , , B. L,?65.?Si, ?' e 7r,. vt . k ttixf.. das amerikanische durch nnü nrnrnTnniinip niirrn irrn iiit v rn i i den Kamps geieben werden. Und 4 V mw wenn dieser Fall eintritt, werden wir am Anfang vom. Ende unsierer Republikstehen. So lange.nur Gi bietötheile erobert wurden, die. höchsten S von einigen, tausend Indianern benxchnt waren, wurde unsere St aatsfonn nicht efähr det. DaS Land. wurde sott von Leu ten besiedelt, d5 zur Nation borten H I- . und ihre Einrik'ztunaen und Gesecke wil lig anerkannter. Anders stellt slch die Sache, wenn Millionen von MremdllNgen mit Gewalt unterworfen und im Gehorsam gehalten werden müssen. Dann brau cht man ein stehenöeSHeer, dessen Spie ein absoluter Gewellthaber stehen mus. Es ist daher ganz unrichtig, daß die Eroberung Mexicos eine Fortsetzt'mg unserer traditionelle Poli tik gmotnt vttkn. könnte. 6 wäre eine flstnz neue und . gesährliche Politik, vor man nicht Mg genug warnen kan.,. ißrtttlfütB Strafverfahren. . In Gens undncxtren,anderen Städ Sender Schneiz toini bei Uebertretungen polizeilicher Vorschriften ein Versahren beobachtet, wela'S Zeit spart, . sich in jeder Beziehung . a! K praktisch benährl hat, und das daher auch bei uns Nach ahmunA verdienez.i-, ürste Sieht dort ein Psligist, da,eii Wirth nach Ablauf der sogenannten Polizeistunde- sein Local noch off izalt, oder dafe ein Drvschken-Kutjch . c im Dunkeln ohne buiuuade Latttv ig sürt, oder daß Je
die üttelt. so füllt er einfach eine der Formulare au?, die er immer bei sich trägt und be händigt dies dem Missethäter. Auf die fer Karte ist die polizeiliche Uebertretung' kurz bezeichnet und angegeben, da der Adressat, wenn er. sich der Uebertretung schuldig bekenne, den Betrag von fünf Franken bis zur angegebenen Zeit an die Kasse des Polizeigerichts zu bezahlen, oder, falls er sich ür nicht schuldig halte, zu derselben Zeit vor der namhast ge machten Deputation des Polizeigerichts zu erscheinen habe. ES ist klar, daß durch dieses System' sowohl den Ange klazten, als der Behörde Zeit erspart irv, und eö kommt oaher selten vor, daßJemand, der einen derartigenStraf jettel" erhalten hat, es auf gerichtliche Erörterung der Angelegenheit ankommen lifct. DiefeS Versahren erinnert an da? früher in Preußen im Bagatellproceß eingeführte sogenannte Mandatsverfah ren.S ird jedoch hervorgehoben, daß dasselbe bei Ueiertretungen polizeilicher Verjchristen alle die Rachtheile nicht habe, welche daS Mandatsverfahren in Zivilsachen begleiteten und die Abfchas sung desselben veranlaßten. Frau Melville, d ie Gattin de Ingenieurs der .Jeannetle", wel cher bei seiner Rückkehr von den EiSge silden Sibiriens mit so großer AuSzeich nung ausgenommen wurde, bittet den Freimaurerorden um Unterstützung, da ih? Vater bei Lebzeiten einen hohenRang w jener Körperschaft eingenommen habe, sie mittellos sei und die Geschichten, wel che'ihr Gatte von ihren Extravaganzen und ihrer Neigung zum Trunke erzählt habe, der Begrünwng entbehrten. Es ist sehr schade, daß eS denjenigen, welche n der Familie Antheil nehmen, nicht gelingt, die Ehegatten, wenn nicht zu versöhnen, so doch dazu zu veranlassen, daß sie ih schmutzige Wäsche im Hause waschen. Vom Attlaude. w e i Kinder der Frau Bai ley zu EastFailsie!d, Me., wurden vor gestern zu. Tode verbrannt. Sie befan den sich allein zu Hause, und ihre Klei der fingen am Ofen Feuer. Die italienische Brig g Im macolata." welche am 13. August mit einer Ladung Kohlenöl von Boston nach Smyrna . abging, ist verschollen und wahrscheinlich untergegangen. O öcar Wildes Ar u der, von Gewerbe ebenfalls Aesthetik, will nun gleichfalls die Ver. Staaten heimsuchen. O Herr, halt' ein mit Deinem Segen wo sollen denn im Winter die SonnenBlumen herkommen ? Oder sollen etwa auch unsere Treibhäuser damit verun ziert werden? Aus une'rklärliche Weise verschwunden. Unter den Passagierendes Dampfers Servia- befand stch, als man Liverpool verließ, Herr R. Strauß, der in No. 35 Tremontstraße, Boston, ein Geschäft in Herrenkleidern betrieb. Drei Tage nlch der Abreise von Liver Pool fand der Steward des MovgenS die Kabine des Herrn Strauß leer. Man durchsuchte das ganze Schiff, aber der geblich. Herr C. P. Hatch, welcher Herrn Strauß in Paris kennen lernte, gab an, daß letzterer ihm sehr excentrisch geschienen habe. Man glaubt, daßHerr Strauß entweder während temporärer Geistesabwesenheit in's Meer sprang oder zusällig über Bord siel. Man er klärt, daß Herr Strauß zur Kräftigung seiner Gesundheit die Reise nach Europa gemacht hatte und nach 7möchentlichem Ausenthalt voillständig wiederhergestellt' war. o o D ie im A ugust 1881 b ego nneue neue Baumwollspinnerei in Char leston, S. C.. ist jetzt vollendet und soll in nächster Woche in Betrieb geseht wer den. G r u n d e i a e n.t h ü m e r zu Elbe ron, N. I., lassen Quais errichten, um weitere Zerstörung des Uf3 durch die See zu verhüten. , ' . Am Mittwoch," wlrd aus New Nork aemeldet.- wurde Adeline Paiti-.der hawaiische Kapiolani-Orden von dem Kammerberrn und Sekretär seiner Majestät König Kalakaua, Herrn C. HaflingS Judd, überreicht. Wer r den benedt m einem Brillant lern an inem roth und weiß gestreiften Bande. DaS Patent, welches Frau Patti zum -imcirnucii vuiu tu uh h vuium ! Jka. u.MCk.M ( AHtnll chm Orden! flapiolani" ernennt, ist N Honolulu. 8. Senf. 1882, botitt. Der l . . . . . stierliche Akt der Ueberreichung fand im .Windsor5iotel statt Die .Diva' darf sich jetzt also auch die ritterliche Sängerin- nennen. ' Man sollte glauben, daß in TexaS mit seinen 175,000,000 Acker Land so. etwa wie eme Landfrage noch aus lange Zelt hmaus zu den Unmög I ., 7 ' , ... C C , ... Ukoreuen geyorenmu, uno oo el tut (oigc oon- un ireing.. er Uebelstand zeigt stch hauptsächlich m den ttüstengegenden und im westlichen TexaZ, ... m - ' jtm y-v m n i wo sich grobe strecken ano lm VejiZe von Viehspeculanten und auswärts wohnhasten. Personen befinden. Tau sende und Zehntausende von Ackern ge boren zu einzelnen GutZcomvlexen. D.ie Eigenthümer thun, nichts dasür, die Cultur zu heben und verhindern da? Weitergedeihen des Staates, indem sie sich weigern, Theilstücke ihrer. Besitzun en-an Ansiedler abzutreten. In der .Galveston News", welche sich mit der Jrage neuerdings, gleich vielen anderen Zeitungen, eingehend beschastigt, wird bt Situation mit der Irland'S vergli c i r . . i jt . yen, ooo) fehlt es sisyer an praillscyen Ädhilfevgrschlägen völlig. Red Cl.oud hat die Erlaubw . m 9 iß eryauen, zajyinglon zu oeuazen. um dem Sekretär Teuer .semc eigene Version hinsichtlich der Vorgänge in der Pine River Agentur vorzulegen, und 10 iQ er dem Vernehmen nach seine Be schuldigungen gegen den Agenten Mc Gillycuddy, we!cher"bei einer vor Kurzem angesteyten Untersuchung entlassen wor den ist, erneuern. Secretär Teller hat
mand den Teppich aus einem aus Straße führenden Fenster ausschüi i a f ! ff i am iJK iini V Tts rt rn ,
kürzlich einen sehr verständigen Plan für die zukünstige Behandlung der Indianer entwickelt und sollte die sich ihm bietende Gelegenheit nicht verabsäumendem ein flußreichen Häuptling die Vortheile klar zu machen, welche die Annahme einer civilisirten Lebensweise den Indianern bringen würde. Red Cloud ist intelli gent genug, einer derartigen AuLeinan derset?ung solgen zu können, und würde seinen Stammeögenossen eine unendliche Wohlthat erweisen, wenn er dieselben veranläßt?, ihr gegenwärtiges Vagabun denthum mit einem rationellen Land wirthschastS U7.d Gewerbetriebe zu ver tauschen. Aus der Milcherei-AuSstel lung in Milmaukee, WiS., machen die Käsepyramiden, Obelisken und auS Käse heraestkllten Gebäude einen imposante.: jL. ? 1 - - . rv n . . ...
Emorua. Ju oen Ersteren wuroe eme enorme Quantität runder Käse ver wandt, nämlich zu jeder 000 Stück, die alle ein Gewicht von 50 dlS Pfund haben. Zwischen den Salzsabrikanten ist in Folge dieser Ausstellung ein n teressanter Wettstreit auSgebrochen ; eine Firma in England setzte die Summe von $HX) als Prämie für das beste ttüse sabrikat aus, bei welchem das von ihr verlauste Salz verwendet wurde. Die ser Firma solgten andere, so daß jetzt die bctreyenden Prämien bis aus $i7o ge stiegen sind. Alle Ausflellungsgegen stände sind, um möglichen eroüchtlgun gen vorzubeugen, nicht mit den Namen der Aussteller, sondern mit fortlaufenden Rummern verfehen worden, so daß selbst die Richter v.or der Preisvertheilung nicht wissen, wer die betreffenden AuS steller sind, an die Preise vertheilt wer den. Einen schrecklichen Tod er litt am Dienstag zu Busfalo, R. N., der deutsche Arbeiter Heinrich Elmer ; seine Kleider wurden von der sich schnell dre henden Welle einer Maschine ergriffen, und wurden ihm beide Beine im Kniege lenk ausgerissen. Glücklicher Weise lebte er nur noch wenige Minuten lang. Schweizerische Gemeinden fahren noch immer fort, OrtSarme, die sich nicht selber ernähren können oder wollen, nach den Ver. Staaten zu sen den. DaS Tagblatf zu Zofingen im Canton Aargau z. B. erzahlt, daß em gewisser Hort auf Kosten der Gemeinde WölftnsPyl nach Amerika geschafft wor den sei, weil die Gemeinde befürchtet, Conrad Hort könne ihr zur Last fallen. da er feit einer Reihe von Jahren umherwandere, nichts thue und ferner dem Trunke ziemlich ergeben sei." Ein ame rikanischer Consularbeamter hat Erhe bungen über den Fall angestellt und da bei gesunden, daß die Gemeinde Wöl sinswyl alle Jahr eine Anzahl Einwohner nach Amerika spedire, in diesemJahre schon vier, und zwar oft schlimmere Leute,' als genannter Conrad Hort." Der Consul hat telegraphisch die diesseitige Zurückweisung deö Hort nicht mehr veranlassen können, da dieser wahrscheinlich schon gelandet war, der Fall wird aber zu weiteren diplomati schen Erörterungen sühren. CapitänJameS E mm o n S, welcher einer kürzlich Depesche zufolge mit seiner Pacht und drei Begleitern bei Point Pleasant an der Küste von New Jersey verunglückt sein sollte, ist sicher in der Barnegat-Bai angekommen. Der Name der bei Point Pleasänt an's Ufer getriebenen ?)acht ist noch nicht ermittelt. Bom Auslande. Die Wittwe Gariba ldi's hat. dem Präsidenten der italienischen Kammer, Herrn Farini, jüngst einen Besuch gemacht. Dieser empfing sie aus das höflichste und versprach ihr seinen ganz besonderen Schutz ;-er erklärte ihr aber gleichzeitig,. daß er machtlos gegen Über der öffentlichen Meinung sei, welche den Vollzug der letzten Wunsche des Ge nerals verlange. Darüber sind Sie irrig berichtet erwiderte FrauFrancisea Garibaldi, denn der Wille meineSMan nes ging dahin, in antiker Weise einge äschert zu werden; darum bestimmte er selber, wie sein Leichnam aus den Holz stoß gelegt werden solle, damit er richtig verbrenne.- Es sei aber diesbezüglich nichts geschehen; als sie den General zum letztenmal? sah, . sei sie ohnmächtig geworden ünVhabe 22 Tage daS Bett hüten müssen. Während dieser Zeit habe man ihn rücksichtslos in eine Ba dewanne gelegt, als ob er ein Stockfisch gewesen sei, und habe ihn wie einen solchen ausgeweidet, sagte sie wörtlich; hierauf kam er in den Sarg; Garibaldi wollte schon in den nächsten vierundzwan zig Stunden nach seinem Ableben ver brannt sein; er haßte aber alle Ver brennösen. Die Wittwe erklärte' serner, daß sie Papiere besitze, in denen die Wünsche des Generals klar ausgespro chen sind ; sie werde aber nicht gestatten, daß diese Wünsche ein zweitesmal durch eine Verbrennung, wie man sie heutzu tage übe und die der Verstorbene ver abscheute, mißachtet werden. Sie schloß damit, daß sie daran festhalte und nach Caprera fahren werde, um den Willen ihreS Mannes energisch durchzusetzen.' Kaiser Wilhelm wäre, so schreibt man, in der Lage, ein Vier teljahr hindurch täglich -einen anderen Orden anlegen zu können, so. viele Eh renauSzeichnungen sind dem greisen Mo narchen im Lause seines Lebens zu Theil geworden. Er verfügt genau über 90 Orden, und Ehrenzelchen, resp. Denk münzen von denen 69 ihm von fremden Monarchen verliehen wurden. 13 davon sind Auszeichnungen, welche der Soldat erhielt und welche im Knopfloch (an der Schnalle) getragen werden. . Die erste derartige Auszeichnung,, welche seiner Zeit dem Prinzen Wilhelm zu. Theil wurde, war der russische St. Geor'gOr den IV. Classe, den der damalige Ca pitän- acht Tage nach der Schlacht , von Bar.sur.Auve, am ö. März 1814 erhielt. Von nichtpreußischen derartigen Orden besitzt der Kaiser: badische,., hessische, italienische, schaumburg lippesche, meck lenburgische (Schwerin und Strelitz), österreichische, russische und schwedische Militär Verdienst,, resp. TapserkeitS Medaillen. Wettere nichtpreußische Or
s:n aus allen anoer ker worun. j ter weder Hawai (Verdienstorden Ka. j
meyamrya i. rvßlreuz) nvcu an Marino, weder Mexiko noch Monaco, weder Persien (Porträt des Schah in Brillanten) noch Siam (Moya Wara Bohru Orden) fehlen, besitzt der Kai ser 56. ' . Wie man aus Wien berich tet, nahm die Regierung entschieden Partei für die dortigen ZeitungSsctzer und. Buchdrucker,, welche einen" Strike arrangirten. - In den letzten Verfamm lungen der Prinzipale legte der Regie rungSvertre'er denselben anS Herz, eine Aussöhnung mit , ihren Arbeitern anzu bcbnen, .da es le'der eme Thatsache sei.
was von den Gehülfen m dreiVersamm Ih? Ernährer tras von einer Geschäftslungen nachgewiesen wurde, daß die! reise nach LangenstrigiL nicht wieder zu Buchdrucker nur ein Durchschnittsalter i Hause ein, sondern wurde vorgestern auf vcn 35 Jahren erreichen, daß sie ange dctt Flren von Sulendorf, wohin er sich strengt Sonn-'und Feiertage wie Wo. in ! ?r Dunkelheit verirrt gehabt, . erfrs chentage arbeiten müßten, dabei 5un.j rst :ufgefunden.' Eine Wittwe und 8 gerlöhne beziehen, was bisher von den, ?!ei..e Kinder in dürstigen- Verhältnissen Prinz'palen nicht, widerlegt werden! ihreZ Ernährers beraubt.' ' konme; auch handle tS sich heute nicht' önia Berfl, 24. Rovbr. Unter mebr um einen Strike. sondern vkelmebr i . , ?.7 . 'Zz' ' . Mtu"
v wi..;.. jItkk JUUUtVWIUill) JU4" derungen ikymer mehr in das sozialde zialdemokratjschen - Bewegung , stehen wurden." ,. Ueber d ie Ansänge der Kasaner UniversttStSunruhen erzählt man : In das Zimmer des Rectors Fis soff trat ein Student der Medizin, Na mens Woronzosf, der sofort nach seinem Eintritt die Stube verriegelte. Was wünschen Sie 1" fragte ihn der Nector. Ich habe Ihnen zu sagen, daß Sie ein Schust sind !" rief der Student. Sie haben es durchgesetzt, daß mir das Land schaftS'Stipendium, welches ich bisher dezog, genommen wurde; Sie sind schuld, daß ich jetzt Hunger leide." Sie irren", erwiderte Fissoff, der seine Ruhe vollkommen bewahrte. Sie wissen,daß ein Student, der länger als zwei Jahre in einem Kursus zubringt, zur Be ziehung von Stipendien nicht mehr be rechtigt ist. Das verfüge aber nicht ich, sondern das gesummte ProfessorenCollegium. Aber was weiter ?" Ich werde Sie prügeln oder todtschlagen," versetzte Woronzoff. Wenn Sie sich wie ein Dieb in meine Wohnung einge schlichen haben.so führen SieJhrenVorfatz auö," sagte der Rektor. Nein," erwiderte Woronzoff, ich bedaure, heute gekommen zu sein ; ich sehe, daß ich Sie öffentlich prügeln oder todtschlagcn- muß. Wenn es Ihnen beliebt, so übergeben Sie mich der Polizei." Damit verließ der Student das Zimmer. Der Nettor muß di: Drohung nicht ernstlich ausgefaßt haben, wenigstens stand er ssn einer Verhaf tung deS Burschen durch die Polizei ab und wollte stch damit begn-gen, densel ben von der Universität entfernen u lassen. Als er am folgenden Tage sein Auditorium betrat, stürzte Woronzoss aus ihn loS und wollte ihm einen Hieb versetzen, dem Fissoff aber' rechtzeitig auswlch. ES , entstand nun em wüster Skandal. Dem Rektor gelang es, aus dem Auditorium zu flücyten. Binnen Kurzem war aber die ganze Studenten schuft auf den Beinen und die Tumulte nahmen derartige Dimensionen an, daß die Polizei allein nicht mehr fertig wer den konnte, sondern das Militär zu Hilse rufen mußte. E in s e l t em e r F a l.l kam neulich vor die County Court von Liver Pool. Ein Pfandleiher wurde auf den Ersatz des Werthes zweierRöcke verklagt, welche bei ihm versetzt, aber von Mäusen um die Taschen herum zernagt worden waren. Er gewann den Prozeß, weil nachgewiesen werden konnte, daß der Eigner Brodkrumen in der Tasche ge lassen hatte, nach welchen die Mäuse sich Wege gebahnt hatten. Aus Thüringen ertönen laute Klagen über die Vtilgung,welche in jedem Herbst von den Thüringer und Harzer Vogelfängern unter den Sing vögeln angerichtet wird; im Meininger Oberlande wird dieser Vogelmord ganz systematisch betrieben. In Sonneberg z. B., der bekannten Spielindustricstadt, kommen täglich Massen von erwürgten Stieglitzen, Drosseln, Finken, Meisen, Zeisigen u. s. w. zum Verkauf auf den Markt. Aehnliche Berichte kommen auS Töestfalen und dem Regierungsbe zirk Trier. N a ch r.i ch t e n aus der Champagne melden, daß die dortigen' Wein berge von - einem mikroskopisch kleinen Champignon, einer Art von Peronospo un, bedroht, seien, deren verwüstende Gefahren noch fürchterlicher fein sollen, als die der Phyloxera. - . Deutsche Local-NachriHttn. Stuttgart, 23. Nov. ' Nach de amtlichen Bericht über . däö diesjährige hiesige Herbsterträgniß wurden im Gan zen auS 494 Hektar' 49 Ar bebauten Gärten 7546 Hl. --- ca. 448 Eimer Wein gewonnen, von dem sich der Eimer durchschnittlich auf 104 M. 24 Pf.stellte. Zu diesem Preise berechnet, beziffert Pch der Totalwerth des heurigen Weiner tragS auf 258,972 M. gegen 542,789 M. im Vorjahre. Nach einer Statistik über die Erträgnisse der letzten 15 Jahre waren es nur die Jahrgänge 1863, 1874 und 1875, welche je mehr als eine Million Mark ergaben, ' während das Er trägniß aller übrigen Jahrgänge zwi schen 110,000 und 542,000 M. variirt. Die schlechtesten Jahre waren die beiden vorletzten von,1879 und 1850, in denen der Ertrag nur 95,000 resp, nur 53,000 M. ausmachte. Was den Verkauf un ter der Kelter anbelangt, so war derselbe heuer ungewöhnlich flau und ergab nur inen Absatz von 2751 HI., sodaß nach Abzug der übrigen abgeschlossenen Ge schäfte in diesem Jahre ca. 40'0H5. Wein -unverkauft -geblieben sind. Die beste Qualität wurde mit 112 M . die geringste mit 94 M. pro Hcctöli'.et b zahlt. Wittenb erg, 18. Nov. Der Rittergutsbesitzer Eckhardt in ZwiesiZko
KtTJltLffi' innibz S?n ÄM) s'bann-w.e k ,m Sopwn ak , s. ift Zchnug b'il g.dcck, -
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bei Jeffen hat auch in diesem Jahre wie der Äelsuche mit der? Anbau vonZucker.
rüden g:mcht,d!e seh? besliedigen) au , r gesallen sind. Von den erbauteltRüben 9ehen in diesen. Tagen, größere TranZ Porte in die-Zuckerfabriken bei Bitterfeld ab. ES st:ht , zu erwarten, daß sich der Zuckerrübenbau in hiesiger Gegend jetzt mehr ausbreiten wird. Auf den Wein bergen Jesien.Schweinitz ist die Wein lese in diesen Togen beendet worden. Mit der Quantität der Trauben sind die Winzer zufrieden, aber die Qualität des diesjährigen Gewichtes ist Essig. L e ip i i g, 20. Nov. Ein trauriges Mißgeschick hat die Familie des Tuckma I tm j yers Aooit Vecler in H amichen rillt m wm ves verprauoenten v. Schlieckmann hat sich nunmehr das mite sür die elektrotechnische Ausstellung gewählt .als AuSstellungslokalwurhe die Flora". DaS hiesige Schwurgericht hat in diesen Tagen zwei Todesurtbeile ausgesprochen, und zwar gegen den Kut scher Sahm, welcher, um sich und seinen drei Kindern daö Leben zu nehmen,, den Ofen mit Kohlen geheizt und die Klappe geschloffen hatte, in Folge dessen zwei Kinder gestorben sind, und gegen den Scharwerker Karl Schwarz wegen des von ihm in der Nähe unserer Stadt an dem Viehfutterer Reschewsky auS Seli ' genfelo verübten Raubmordes. y:er starb dieser Tage, plötzlich der Geheime Kcie,;srath v. Goldenberg. . N e i d e n b u r g, 20. Novbr.. Der kürzlich verstorbene Rittergutsbesitzer Spott auf Oschekau ai sein bedeuten ' des Vermögen im Betrage von 400.000'. M. für wohlthätige Stiftungen bestimmt, und deren Verwaltung ohne jede Be m ' ra c fchranrung oem Joyannmroroen uver tragen.. Die einzige Bedingung 'ist dle, daß die ersten Antheile rion je 1500 M. jährlich erst nach 15 Jahren den Kran lenhäusern in Gilgenburg, Osterode, Neidenburg und dem. Krankenhause Be. thanien in Elbing ausgezahlt werden . sollen! Die Stiftung wiro zudem den Namen deS Stifters führen. . . . t r on . . ä. v y a z z e, zu. icovor. yeu:e clirag wurde, der .plötzlich am Schlage gestor bene Kaufmann Franz Finger beerdigt. Derselbe war Besitzer einer Braunkoh lengrube bei Zscherben und Mitglied de AussichtsratheS . der halleschen Zuckersie ' derei Compagnie. Er gehörte einer alteingesessenen, hochachtbaren Familie an und erfreute sich in der Kaufmanns velt so wie unter den übrigen Mitbür gern eines hohen Ansehens. Na msla u, 22. Nov. Der Kaus ' mann Mark auS Reichthal hati: d'ese? . Tage aus dem hiesigen Vow.i? schastsgericht .mit seinem Schwager, einemhemaligen Hotelier Schmidt, un'. mit der Ehefrau desselben, einen schasts Auseinandersetzung? Te- . wahrzunehmen. Während diese." er sonen auf dem Corridsr auf die Abha! tung des Termins warteten, zogSchmidt .r.v. cu.t. . f . . Y v$nuf fciiivi yviuwium vuvuiUK yiivui und schoß mit demselben aus seinen Schwager Mark, dann aus seine eigerle Frau, die Schwester der Frau Kaus mann Mark, und versuchte, sich dann selbst zu ersch-eßen. M. ist der erlittenen Verletzung bereit? erlegen, de? Frau ' des Schmidt ist das rechte Auge auSge schössen. Kempten. 18. Nov. Heute (17. ds ) Nacht gegen 2 Uhr wurde der Bauer Karl EzgensberZer von Emmenried, Pfarrei WiggenSdach, von seinem eigenen Bruder, wahrscheinlich in einem An saLe von Tobsucht, im Bette überfallen und, wie e scheint, nach längerem Kam ' vse, wobei die in gesegneten Umständen sich besindlichi Frau deS EggenSberger 2 Sliche erhielt, ermordet. . Der Mörder war bei dem Ermordeten im Tuglohne gestanden und zeigte einen solchen Eat von Wuth, daß die von der Fra herb:i gerufenen Nichöatn nur mit größter Anstrengung sich desselben bemächtigenkonnten, wobei der Nasende solche Ver letzungen erhielt, daß' der sofort herbei gerufene Arzt für selnLeben fürchten soll. Der Ermordete war eist weniqe Jahre oerheirathet und Vater von 2 Kindern. F r a n k e n t h a l. 24. Nov. . Das hiesige Landgericht verurtheilte wieder 2 Weinschmierer, den Weinhändlcr Jakob Germann und dessen Schwiegcr. vater Peter Cavein, beide von Ungstein wegen Uebertretung des Nahrungsmit tclGef:tzeS, ersteren zu 000 M., letzteren zu 500 M. und den Kosten. Sie haben,eine große Masse Tresterwein v.'r arbeitet und als Naturwein verkauft. F r e i b u r g (Baden). 2Z. Nov. Anläßlich der 5ugstetter Katastrophe, bezw. sür ihre ärztliche Hllfeleistung sind j ?s Sr siirrnnnn Wnrt h'lt Nkiv! 1 .w. o 5. .kimuttii -, - - r- - - - Docenten Dr. Pinner uno Vr. ostrom. Feuerwehrkommandant Thoma . und Morath von Hochdorf mit Orden. deco.. rirt worden. Auffallend ist. daß hier bei Dr. Thiry, der die erste und Intim ; vollste Hilfe leistete, übergangen viWft'''.' aber freilich Dr. Thiry ist ein ub., zeugungstreuer Demokrat. Pf u l l e n. d o r f (Baden). 22. Nov. Nach kurzer Krankheit ist hier . Medizinalrath Kienzle im Alter von 82 Jahren gestorben. : .. 3! a p p 0 US w ei l er (Elsaß), 24. Nov. Einen Beweis, wie gering diesmal im Elsaß die Weinernte ausgefallen, dürfttn folgende Zahlen liefern. Die hiesige Gemarkung . enthält im Ganzen 450 mit Reben bepflanzte Hektare. Du selben haben diesmal nur 12.6)0 Her toliter geliefert, , während in den puten Wcinsahren. durchschnittlich mindestens 45,000 Hektoliter geherbstet wurdet Demnach kommt'der dicsmulize E:trog nur dem Tritte! eines guten Jahres ö'eich. ' , '
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