Indiana Tribüne, Volume 6, Number 85, Indianapolis, Marion County, 12 December 1882 — Page 2
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fi Tägliche- uud SonntagsanszaSe. JDfficr: 2S. DclawareStr. Znd anopoli, Ind.. I'?. Dezemb.r i832. Mit Go:d gepflastert. Lange bevor die Bundesregittuug den heil von Georgia von dem Indianer Stamme der CherokeZen ermorden hatte, welcher vormals den letzteren als Neser vation eingeräumt war, war es bekannt, daß in jenem Gebiete vielfach Gold ge funden wurde, daß die Schluchten, Bach und Flußbetten in 'der Blue-Ridge Re gion das edelste aller Metalle in Sand, Körnern und Klumpen enthielten. Es hatte nur der ersten Kunde von jenen Reichthümern bedurft, die weißen Grenz dewohner zum Eindringen in das Ge biet und zur gesetzwidrigen Ausbeutung der roerthvollen Naturschätze zu veran lassen. Der erste Goldsund von Bedeu tung wurde in der Nähe desjenigenPla tzes gemacht, aus welchem jetzt die Stadt Dahlonega steht, welche schnell der Mit telpunkt deZ Handels und Verkehrs für die Bergbau treibende Bevölkerung der weiten Umgebung wurde. Neuerdings hat sich herausgestellt, daß der Grund, aus dem Dahlonega selbst erbaut ist, in hohem Grade goldhaltig ist, und würde in seinen Straßen Glicht ein lebhafte, Geschäfts- und Verkehrsleben herrschen, so würden dort gierige Hände den Boden durchwühlen Stampfwerke klappern und ConcentrationZwerke mittels Wasser, Quecksilber und der aus Kautschuk her gestellten schiefen Ebene das gelbe Metall von seiner werthlosen Umgebung trennen. Jede Geschäftshaus und' je deZ öffentliche Gebäude steht auf gold haltigem Grunde, der größere Summen in seinem Innern birgt, als die Crrich tung jener Bauten gekostet hat. Unter den VerkausZläden von Hall, Wlmpu und Gebr. Witt zieht sich eine breite Einbettung von verhärtetem Lehm und Schiefer hin, an der reiches Golderz an vielen Punkten zu Tage ausgeht, und in welcher unmittelbar unter der Ober fläche werthvolle Blöcke von Goldquarz und 'Stücke massiven GoldeS gesunden wurden. Dies passirte in den letzten Jahren dem Geschäftsmann Lawrence, der ein Stück Gold im Gewichte von 1H PennyweightZ, also von mehr als einer halben Unze, dem Cap. Kelley, der ein solches von 12 dwts fand, und vielen Anderen. Bei dem Bau des Signal, dureau wurden zahlreiche Slücke Gold bis zu einem Gewichte von 3 dwts aus der Erde geschaufelt. Eine andere Ader Golderz, die LawrenceAder, lauft unmittelbar unter dem Dampfmaschinen Hause des größten EoncentrationSwerkeS in der Stadt hindurch und die Beamten können sich im Courthause einen lohnen den Nebenverdienst verschaffen, wenn sie in dem Souterrain desselben graben und nach Goldsand sudjen. So dreht sich in diesem Goldlande das ganze Leben um den sinnberückenden Stoff, an dem Alles hängt, und ist der Hand des MinerS die Pike entfallen, harren Shb und Pochwerk und Maschi nen der Beschäftigung durch anderer Menschen Hände, ruht der Bergmann, der Maschinist, der Geschäftsmann von der Jagd nach dem Golde aus, dann trägt man ihn hinaus nach dem Fried Hofe der Stadt und begräbt ihn in gold bajtigem Sande. 4 " Von d.n TandwiH Inseln ist eine Gesandtschaft nach der Bundes Hauptstadt unterwegs, deren Aufgabe es ist, eine? Kündigung des zwischen den Ver. Staaten und der Negierung von Hawaii bestehenden Handelsvertrags entgegenzuwirken. Dieser Beitrag wurde im Jahre 1877 von beiden Regierungen ratificirt und enthält die Bestimmung, daß er für sieben Jahre glltlg sein und. wenn er vor Ablauf diezer Periode von keiner der Regierungen gekündigt wird, für weitere sieben Jahre in Kraft bleiben soll. Die Bevölkerung, an der Küste des Pacific, oder wenigstens ein Theil derselben, ist in hohem Grade dabei in teressirt, daß schon der gegenwärtige Congreß die Kündigung des Vertrages beschllet und furchtet, bau der nächste Kongreß eventuell nicht in der Lage sein werde, die Kündigung noch rechtzeitig zu verfügen. Nach ihrer Ansicht würde die Ausdehnung des Vertrages auf weitere sieben Jahre nur zur Scksstang eines Monopols im ZuckergefchZfte und zu großartigen Zollbetrügereien führen; in dem mit dem 30. Jun: 1882 endenden Fiskaljahre soll die Regierung dadurch, daß höher gradirte als die vertragsmä ßigen Zuckersorten zollfrei eingeführt wurden, um $3,090,000 betrogen wor den sein. Ferner wird versichert, daß der hawaiische Zucker in San Francisco nicht um den Betrag drö Zolles billiger, sondern genan so theuer sei. wie der in New York,.Bsstön und Philadelphia verzollte Zucker. Diesen Gründen ge genüber macht Herr Smith, der Spre cher der hawaiischen Delegation geltend, daß die Sandwich'Jnseln von einer Kündigung des Vertrages nicht nur wesentliche Nachtheile sür ihre Zucker prodction erleiden, sondern eben so be deutende Nachtheile den Ver. Staaten . zufügen würden, da die Negierung von Hawaii gezwungen sein könnte, in Be trefs der Einfuhr amerikanischer Pro dukte Repressalien zu ergreisen. Zähe Heiden. Bei Syracuse, im Staate New Jork, gibt es eine. Indianerreservation, die vom Stamme'der Onondaigaö bewohnt wird. Während nun die meisten dieser Indianer längst zum iihristenthume be kehrt und friedliche Ackerbauer find, hält eine Minderheit mit einer Zähigkeit'an den Gebräuchen der Väter fest, welche die der alten Sachsen noch beschämt. Zu gleich sind diese Hartnäckigen auch in jeder anderen Hinsicht energischer als die anderen Stammesbrüder, und die Fol ge davon ist, daß sie trotz ihrer geringen
Vriblme
Zahl die Reservation völlig beherrschen. Sie wählen ';n Häuptling, der die. Gel der entgegen .immt, dieselben aber nicht sür Schulen, sür Kranke, Arme u. s. w. verwendet, sl ndern den Heiden" zuftie ß?n läßt. Letztere treiben es aber so arg, dak ein? UntersuchungScommission eingesetzt wucde. Was diese zum Vor schein bracht., ist so widerlicher Nutur, daß es sich g:ößtenthei!S nicht zur Ver öffentlichung eignet. Kurz gesagt, füh ren die heidr ischen Onondaigas mitten im Kaiserstatte und umgeben von der großartigsten Civilisation fast völlig nackt ihre al'en Kriegs- und Opsertünze auf. Die Schamlosigkeit bei derartigen Gelegenheiten, der abstoßende Taumel, der sich der h künstlichen Wahnsinn Ver setzten bematigt, die ganze scheußliche Barbarei d r Wilden, die grausamen OpsergebrSuche endlich üben natürlich einen wenig wünschenSwerthen Einfluß aus die heranwachsende Jugend auS. Die christlich. Indianer bitten daher um neue Gejetze und LoStrenn'ung von den Heidenworauf die StaatSlegiSlatur wahrscheinlich eingehen wird. Uebri aens ist es beschämend für den. Staat,
daß. er seine Uivilisationsaufgabe nicht. besser erfüllt hat. Selbst die .zahmenIndianer sind zum großen Theile ent setzlich träg und schmutzig. In den Bad Landö" bei Territoriums Dakota ist daS 35 Fuß lange sossile Skelet eines Dinosaurian ausgegraben worden; dasselbe wiegt 1.9V0 Psund und au? den Größen Verhältnissen schließt man, daß das ur weltliche Thier eine Höhe von 25 Fuß gehabthat. Die Knochen sind sorgfältig, verpackt worden und da Skelet wird in der Äcademie der Naturwissenschasten in Philadelphia aufgefüllt werden. ÄeschäktliHt eiaatsmünner. Vor einigen Tagen meldete das Ka bel, daß die deutsche Regierung damit umgehe, den Zoll auf ausländisches Holz zu erhöhen. Dies ist jedenfalls richtig, denn schon am 17.November erklärte der Jinanzminister Scholz im preußischen Abgeordnetenhaufe Folgendes: Die Forstverwaltung stellt einen Minder Überschuß von nahezu einer halben Mil lion. Die Erträge dieser Verwaltung sind gegen das Vorjahr im Ruckgange, während wir gerade hier wünschen und der dem so großen werthvollen Staats besitz verlangen müssen, daß mit. den Jahren steigende Mehrüberschüsse ein treten. Wir können nicht zufrieden da' mitsein, daß ein StaatSwaldbesitz von rund 2$ Millionen Hektaren nicht mehr als 10 M. pro Hektar Reingewinn ein, bringt trotz einer anerkannt guten, sparsamen und vortrefflichen Verwaltung Die Erhaltung undVermehrung unsere Walde? und damit der Wohlstand und das Wohlbefinden der Nation ist . nicht denkbar, wenn eZ nicht wieder gelingt, das Eigenthum am Walde rentabler zu machen als bisher. Dat geht aber nicht ander, als dadurch, daß man sich anschickt, die erdrückende Konkurrenz des Waldraubbaues besser als bisher zu be kämpfen Wären diese Worte nicht einem amtlichen Berichte entnommenes würde man zweifeln müssen, daß sie wirklich gespro chen wurden. Denn während der Herr Finanzminister zugesteht, daß der Wohl stand und da? Wohlbefinden der Nation von der Erhaltung und Vermehrung der Waldungen abhängen, empfiehlt er auf der anderen Seite Maßregeln zur Lich tung ' des Waldes. . Wird . . die. Einfuhr fremden Holzes durchZölle so beschränkt, daß sie der heimischen Forstwirthschaft keinen Mitbewerb mehr machen kann, werden also die Consumenten gezwun gen, ihren Bedarf nahezu ausschließlich auS dem Jnlande zu beziehen, so ist eS doch über allen Zweifel hinaus klar, daß in den heimischen Waldungen mehr Stämme geschlagen werden müssen. Wie die Sachen in Deutschland liegen, müßte die Abholzung viel rascher von Statten gehen als die Aufforstung. Ein Baum kann frühestens in dreipigJahren vollkommen nutzbar werden. Während dieses Zeitraumes würden bei dem un geheuren Verbrauch fast alle verfügbaren Stämme geschlagen werden, und an Stelle der Wälder träten überall Schonunaen. Die Regierung und der Adel hätten allerdings einen größeren Nein ertrag an ihren Waldungen, aber der Wohlstand und das Wohlbefinden der Nation wären sicherlich nicht gesteigert. Es ist nicht zu verwundern, daß die Privateigentümer von Wäldern die Forstwirtschaft als Geschäft betrachten und nach einem möglichst hohen Reinertrage streben, sür den Staat jedoch sollte ein derartiges Beoenken gar Nicht maß gebend fein. Gcht irgend ein gewerb licher oder, sonstiger Betrieb auf den Staat über, wie hierzulande beispielS weise die Post, so find die Bürger zu der Erwartung berechtigt, daß er lediglich im Interesse der Gesammtheit verwaltet wird. Wie man von unserem Postde partement keine Überschüsse,, sondern möglichst gute und praktische Enrnchtun gen, 'zu den denZbar dilligsten Preisen verlangt, so darf auch bei der staatlichen Forstwirthschast nicht die größere oder geringere öre deS UeberschusseS auS sch'taggebend sein. Minister, die nur mit dem Soll und Haben in ihren Buchern rechnen, find kerne Staatsmänner, eheinmibkrämertt. . Trotz ijrer 9!ie und Preßfreiheit, die ja oft genug in Ziellosigkeit ausartet, haben die Ver. Staaten augenblicklich einen politischen Märtyrer auszuweisen. Er heißt Devoy) und siht in dem historr schen LudlvwGesängnisse zu New Nork. Als Redakteur der .Jrish Nation hatte' er öffentlich die Behauptung aufgestellt' und durch den Druck verbleitet, daß der! bekannte Banquier Belmont im Jahre18C5 von den ihm anvertrauten und süri die irischm. Furier bestimmten Geldern! $16,000 unterschlagen habe. Da? war eine Lüge, denn Belmont konnte bewei! sen, daß er das Geld abgeschickt hatte,, welches dame vxn der englischen Regie! rung befthlagnajmt worden, war. 'De--
! ö)y ve'uhtö auch gar nicht, die schwere
z Beschuldigung zu begründen, eruarte aber vor Gericht, dap sie nicht von lym herrühre, sondern von dem Oberhaupte der irischen oder fenischen Brüderschaft, dem er unbedingten Gehorsan schulde. Dieser Häuptling habe ihm befohlen, die Verleumdung zu drucken und er habe gehorchen munen. Wer dieser große unbekannte Lügner ist, wollte Devoy nicht sagen. Er betrachtet es als Or denSgeheimniß oder gebraucht wenigstens diesen Vorgand und ging lieber wegen Zeugnißverweigerung in's Gefängniß, als daß er das ungeheure Räthsel preis gab. Er scheint wirklich zu glauben, daß man ungestrast allerlei Verbrechen verüben darf, wenn man vorgibt, daß man nur auf Befehl eines OrdensHäuptlings gehandelt habe. Nach die fer Theorie könnte kein Räuber gestraft werden, der die Befehle seines HauptmanneS vollzogen hat. Doch hiervon abgesehen, lenkt der Devoy'sche Fall wieder einmal die öffent liche Ausmerksamkeit auf die dumme und doch schlaue Geheimnißkrämerei der so genannten irischen Revolutionäre. Un ter dem Vormunde, Irland befreien zu wollen, nehmen sie armen Arbeitern und Dienstmädchen große Summen ab, über deren Verwaltung sie keine Rechenschast ablegen. England darf ja nicht wissen, . v:. m..r. s.'.l.t Om... iöll wie un ujwuiuim uiiu. oiuul ennt England" die Herren so genau, wie man sie hier als wüste Schreier und elende Schwindler kennt, zwar thun sie überhaupt nichts, was xt zum (Segen, stände politischer Verfolgungen mächen . rf- '- - . innte, aver es vezayii uq sur ue außer .deutlich gut, sich mit einem für das g wohnliche Auge undurchdringlichen Schleier zu umhüllen. Vereine, welche wirklich patriotische Zwecke anstreben, brauchen keine geheime Organisation. WaS die Jrlander für lyr Vaterland herbeizusühren-suchen, müssen sie offen vertheidigen, riur dann können pe aus die Sympathie ihrer nichtirischen Mitbürg:r rechnen. Der eichenrauv in Philadelphia Ueber die in der Stadt , der Bruder lebe seit langen Jahren im Großen beriebene Beraubuna der Zriedböfe wer den jetzt die Einzelheiten berichtet. Die Entdeckung der Verbrecher, welche seit Jahren da? Jefferson Medical College mit frischen. Leichen versorgten, ist beanntllch fünf Mitgliedern der Local Redaction der .Phil. Prek zu verdan en, welche ermittelt hatten, daß der Le banon Friedhof, auf welchem durch schnittlich sechs Beerdigungen täglich stattfinden, seit mindestens 20 Jahren n der schamlosesten Weise beraubt wor den ist. Vor 13 Monaten hatt: ein scheinbar unbedeutender Vorfall den Arg wohn des Local'Redacteurö Machargeen zuerst aus eme bestimmte Spur gelenkt. Um Diese Zeit war JameS Canon WickS, ein farbiger Kellner in Dorner'S Reflau ratlon, gestorben. Derselbe, em unge wohnlich stark und kräftig gebauter Mann, war wegen inner Anfltlllgkett und Gewandtheit be! allen regelmäßigen Kunden der Wirthscyaft beliebt gewesen und noch längere Zeit nach seinem. Tode wurde häufig von ihm gesprochen.' Un aesähr eine Woche nach seinem Tode be traten zwei Studenten des . Jefferson College das Local und eine? derselben sagte zu dem ihn bedienenden Kellner : Also der alte .Jim-ist todt, wann ist er denn gestorben r Vor acht oder neun Tagen antwortete der Kellner, worauf der Student bemerkte: So lange das ist gar nicht möglich,- ich habe Jun doch erst in diesen Tagen noch gesehen. Dieses Gespräch war von Gästen, die in der Nähe saßen, mitan gehört worden und kam auch HerrnMachareen zu Oh ren, welcher aus demselben entnahm, daß Jim'S Leiche wahrscheinlich ihren Weg nach dem Secirsaale des Jefferson Col lege genommen habe. Das letztere würde von dieser Zeit ab von Machargeen zur Nachtzeit regelmäßig überwacht und gleichzeitig gelang es zwei Reportern, von emem aewmen Meyer, welcher sru her den Transport der gestohlenen Lei chen besorgt hatte, und dem gegenüber fie sich sür Aerzte,.welche Leichen brauch. ten, ausgaben, zu ermitteln, daß. der Superintendent des Friedhos', Chew, die AuserstehungSmSnner Frank Mc Namee, einen Jrländer und hervorra! genden Wardpolitlker, den Besitzer tm5 Expreßwagens Bryn Mawa, den in des! sen Diensten stehenden Henry Pallet und' den Todtengräber des Lebanon Fried hoseS Robert Chew ihr Geschäft unbc; hindert treiben lasse, ohne sich selbst an solchem activ zu vethemgen. Seit dem! Tode des Jim" hattendie Zeitungsleute', das genannte College und den Jrikdhof unausgesetzt im Auge behalten und Ma terial gesammelt, welches zurVerhastung und Uebersührung derLeichenräuber auS reichend war. Der Schluß der Vorle! sungen des College verhinderte, daß die! selben schon früher gegen die Verdrecher vorgingen. Nachdem das College wie der eröffnet worden war, schien längere Zeit Bedarf , nach frischen Leiche.n nicht vorhanden zu sein, bis sich in der Nacht vom 4. zum ö. d. M. die Gelegenheit bot, die ganze Bande abzufassen. ' Ein Reporter, der den Stall des Mc' Namee zu überwachen hatte, sah in der angegebenen Nacht, wie ein zwei spännigeS Gefährt den Stall verließ und! den Weg nach dem Fnedhose einschlug. Er setzte seine Colleaen und den Detectiv Venderson in Kenntnis, und diese nah men in verschiedenen Wagen. Platz und
suhren- langsam dem erst erwähnten Fuhrwerke nach. Gegen 11, Uhr stiegen dieselben auS und verfolgten zu je Dreien die nach dem Kirchhofe führende Straße an deren beiden Seiten. Sie waren sämmtlich mit Revolvern dewaff net und brauchten, vor dem Friedhose angekommen, nicht lange'zu warten, bis ihnen ein aus solchem kommenderWagen entgegenkam. Machargeen sprang in die Mitte der Fahrstraße und rief dem Kut scher mit erhobenem Revolver zu, er solle anhalten. '- Der Kutscher gehorchte, und der Local Redacteur, sowie dessen fünf Begleiter entdeckten auf dem Wagen die --,- ! . '
vorher namhast gemachten drei Persos' nen. Diese ergaben sich und sie wurden, mit Handschellen versehen, in einem dtc Wagen untergebracht, in welchen ihre Verfolger den Weg nach dem Jriedhöse zurückgelegt hatten. Eine U-tersuch-ung des Wagen? der Leichenräuber ergab, daß sich auf solchem 6 Leichen, 4 männ liche und 2 weibliche, unter ein'r Plane befanden. Dieser Wagen ist seit Jahren unzählige Male mit ähnlicher Fracht di: Straßen von dem Friedhose nach den College passirt und nie ist es einem der zahlreichen Polizisten, denen er begegnen mußte, eingefallen, nach der' Beschaffen heit seiner Ladung zu fragen. Die Aus regung über die so. lange Zeit hindurch sortgefehten Verbrechen - ist ungeheuer, und das Beweismaterial, welches die
Angestellten der Preß- dem Gerichte zur Verfügung gestellt haben, ist so zahlreich und belastend, daß an. einer Uebersüh rung und nachdrücklichen Bestrafung der Verbrecher und ihrer wahrscheinlich zahl reichen Complicen nicht zu zweiseln ist. Die Buchdruckerkunst in China. Wie weit die Anfänge derBuchdrucker kunst inChina zurückda iren, ist aeschicht lich . nicht festgestellt ; das erste große Werk hat Sang Aing Wayg gedruckt, welcher un Jahre i32 unserer Zeitrech nung der chinesischen Regierung anzeigte, daß er in den Stand gesetzt sei, die sämmtlichen Schriften des ConfuciuS zu drucken. Mittels hölzerner Klötze, in welche die einzelnen Schristzeichen ein gravirl waren, begann Wang im ge nannten Jahre den Druck und stellje solchen bis zum Jahre 953 fertig'.' Der Satz wurde m vielen Exemplaren abge druckt und letztere wurden verkauft. Die erste Auflage war sehr umfangreich und eS wurde daher kurz daraus eme kleinere, erne Art Taschenausgabe der Werke deS ConfuciuS hergestellt. Unter der Re gierung des 5kalsersLung wurden außerordentlich schöne Bücher gedruckt.' Um dieselbe Zeit wurde .im westlichen China der Versuch gemacht, die beweglichen Typen aus ttupfer oder Blei, resp, einer Composition auS beiden Metallen her zustellen, doch kehrte man bald wieder zu den auS Holz geschnittenen Buchst den zurück. .Das Papier, dessen man sich damals zum Drucken bediente, wurde aus Baumwolle hergestellt,, erwies sich aber bald als so kostspielig, daß man zu dem auS den Fasern des Bambusrohres sabrlkirten Papiere zurückkehrte. Die ersten Maschinen, deren sich die Chinesen zum Drucken bedienten, haben mit den noch heule bei ihnen in Gebrauch befindlichen große Ähnlichkeit, nd diese wie derum sind gewissermaßen als die erste und roheste Form unserer Handpressen zu betrachten. m , Die St. Peterskirch e i n Philadelphia ist eine der ältesten im Lande und seit 120 Jahren ist nicht die geringste Aenderung an oersel ben vorgenommen worden. Kleine Re paraturen, die im Lause der Zeiten sich als nothwendia herausstellten, wurden stets so ausgesührt, daß da8 Aussehen der 5?irche dasselbe blieb. Die Gemeinde ist reich und im Stande, einen moder nen Prachtbau zu errichten, dieselbe setzt aber ihren Ruhm darein, die alterlhum lichste 5?rche im Lande zu besitzen. d l i o l, 'z P a t e n l c v e z i s s e r n sich ::in; ; eine adnliie Anzahl hat och nü ti..x ioi dejenen. 4' Bom Jnlande. In Milwaukee ist vor eini gen Tagen der schwerste Mann der Stadt (er wog 48 Psund), Johann Uerzer mit Namen, im eigenen Fette er stickt. Der größte Sarg konnte die rie sige Leiche nicht sassen, und sie mußte da her in einer rasch zusammengeschlagenen Kiste beerdigt weren. Die Leiche ging so schnell in Verwesung über, daß man sie schon. wenige Stunden nach demTode auS dem Sterbehause nach dem Kirchhof schaffen mußte. Herzer wär nur 23 Jahre alt. Mit 16 Jahren war er noch fo mager und hinfällig, daß man furch tete, er würde an der Schwindsucht per ben. Bald aber sing er. an, zuzuneh men, und wurde in kurzer Zeit so dick. daß man ihn jeden Morgen per Wagen zur Arbeit (er war ein Schmied) fahren mußte. Während der letzten Monate hatte die Fettansammluna der ihm sol chen Umfang angenommen, daß er nicht wagen durste, sich zum Schlasen Nieder zulegen, weil- er unfehlbar erstickt sein würde. Er mußte daher in. sitzender Stellung in emem Lehnpuhl schlafen, ist aber trotzdem un Schlafe erstickt. D i e Reisenden auf der pennsylvanischen Eisenbahn machen die Beobachtung, daß an allen Scheuern, die sie von der Bahn aus erblicken, em Brett abgerissen ist. Die hierdurch ent standenen Oeffnungen bilden die Ein gänge für die Tramps, welche in den Scheuern übernachten. Die .Farmer machen keinen Versuch mehr, diese Oesf nunaen zu schließen, denn so oft sie das früher thaten, fanden sie, daß eine neue'' Oeffnung hergestellt wurde. So hat sich zwischen Farmern und Trampö ein stillschweigendes Einverständniß auSgel bildet, in Folge dessen die Farmer die: Scheuern offen lassen und die Tramps sich hüten, durch unvorsichtiges Umgehen' mit. dem Feuer den Farmern 'Schaden' zuzufügen. In Folgt des Gesejes zur Beförderung der Anpflanzung von Bäu men umfassen gegenwärtig die Anpflan jungen im Staate KansaS 93,000 Acrer. uotton W000 wurde wegen seines schnellen WachthumS am häusig' stengepflanzt.... . Bei Gelegenheit der gegen wärtig in Milwaukee, WiS., stattfinden den Butter und KäseAüSstellung kom; men Baarpreise im Betrage von $5,000 zur Verkeilung. Die Schatzkammer ist in gro' ßer Verlegenheit, wohin mit ihren Sil' berdollarS. In San Francisco liegen' 541,000,000 und in New York $26,. 881,327.62 gemünztes Silber. 2100 Tonnen Silber. Außerdem sind 21 Millionen in Umlauf, und vielmehr als
diese Summe laßt sich nicht in ' Umlau? i
zwängen. Die vorbandenen BundeSgebäude haben keinen Raum, mehr sür. diese Sintfluth von Silber '.und doch hat der Schatzsecretär durch das Gesetz von 1878 die Pflicht übernommen, i'den Monat wenigstens 2 Millionen leichte SilberdollarZ. prägen zu lassen, also die Sintflüth noch zu 'vermehren.' Da Lcs'.tz ha: seinen Zkvcck, den Werth des Silbers hinaufzuschrauben, versehlt der Preis dieses Metalls ist nicht gestiegen. - i Zwei Damen als Schlacht v!eh verschickt. Frau Courtland, eine Dame, deren Vorlesungen sich in . allen Theilen deS Staates. Missouri großer. Beliebheit 'erfreuen, hatte an einem der letzten Abende einen Vortrag in Butler. BateS Co., gehalten, und gedachte, nach Beendigung : desselben noch mit dem Passagierzuanach Rich Hill, in demsel den County? gelegen, 'zu fahren. Sie hatte sich ledoch verspätet und als sie auf dem Depot . anknm,fuhr ihr der $tiabt vor der Nafe fort. Frau Court land, die sich in Begleitung ihrer. Toch ter befand, wolltk'durchaus noch in der Nacht nach Rich Hill kommen und bat da man ihr gestatten möge, den etwas spater durchsahrenden Frachtzug zu be nutzen, was jedoch unter hinweijung aus die Regulationen. welche die Beförde rung von Passagieren-, auf Frachtzügen strict verbieten, höflich, aber 'entschieden. abgelehnt wurde. Da sakte Frau Court land einen heroischen Plan. Sie ver langte mit ihrer Tochter als Schlacht vieh nach Rich Hill geschickt zu werden und da gegen eine derartige Beförderung . 'm . , .. c reine negmallynen vorlagen, wuroen die beiden Damen gewogen, mit Fracht marken versehen und an den Redakteur der .Gazette- in Rich Hill als Schlacht vieh consignirt. ' An die sem D an ksa gun gs tage waren eS hundert Jahre her, seitdem der Friede zwischen den Ver. Staaten und Großbritannien abge, chlossen wurde, durch ttelch' Letztere.? die Unabhängigkeit undNationalitöt der Ersteren anerkannte. Die Provisorischen FriedenSartilel wur den am 30. November 1782 in Paris von dem britischen Commistär Richard Oswald und den amerikanischen Com missären John'AdamS, Benjamin Frank? lin, John Jay und Henry LaurenS un terzeichnet, mit Rücksicht auf Frankreich wurde indessen . gleichzeitig, abgemacht, daß sie erst dann in Kraft tretzn sollten. wenn auch dieses zum Abschlüsse emeS Friedens mit England bereit sei. ES verflonen neun Monate, ehe die Bedin gung in Erfüllung ging, doch war der sodann abgeschlonene Vertrag .lediglich eine Wiederholung und Rutification des sen von 1782. Eine romantische Heirath in Ellicott-City, Md. Herr Dietrich Weyland, ein -geachteter. Bürger von Ellicott'City, . im Alter von 00 Jahren, verlor vor fast einem Decennium seine treue Lebensgefährtin und lebte seitdem r' m. ml ... ' m einzam ms Auniwer. ersuyr er vor einigen Monaten, daß eine Frau Marie Rhode in Deutschland, für die er einst als Jüngling geschwärmt hatte, Wittwe geworden fei. ' Er zog deshalb über's Meersah und siegte, und am Sonntag wurde er iu Ellicott'City mit Frau Rhode getraut. Es ist aNsallig, .daß elf Millionen VundeSschuldschtine noch au ßen stehen, für welche die Zinszahlung längst gesetzlich aufgehört 'hat, und daß wettere 35 Millionen,-welche das Gou vernement zurückzukaufen sucht, ohne die künftigen Zinsen abzuziehen, nicht ange boten werden. ES schrmt' sogar, daß dieses Festhalten der sichersten aller Papierwerthe .ans Erden in demselben Maße zunehmen- will,, wie sere.Buv' deSjchuld getilgt wird. ES giebt eben Leute,welche sich geschmeichelt fühlen, daß daS Gouvernement ihr Schuldner ist und diesen Kitzel mit Verlust von Zinsen nicht zu theuer bezahlt glauben. . Frau C lar'a Fischer Mä e d er m Boston gehört wohl unter ' allen le benden Künstlern am längsten derBühne an. Sie macht kein Geheimniß daraus, daß sie mit 17 Jahren zur Bßhne ging und dieser seit 55Jahren ununterbrochen angehört; sie ist noch heute ein beliebtes Mitglied ihrer Gelellzchaft. Die her v ö r r a g e n d st e n Blät ter New Pork's sprechen sich einhellig gegen die Wiederholung des Skandals vom letzten Sonntage aus. Daß die Richter alle 'vorgeführten Sabbathvre cher" mit einem gelinden Verweise wie der entließen, haben wir bereits mitge theilt. Bezeichnend bleibt jedoch immer hin der Versuch, New tyoil nach puritanischer Fazon zu dralonisiren, und das Volk wird wohlthun,, ein wachsames Auge auf die Allianz der Sabbatharia nrr uno Temperenzler zu, izaven. Teutscie Loral.NaoricJten. Z ur üch,'l7.'Nov. DaS Leichenbe gangniß Gottfried Kinkels gestaltete sich zu einer imposanten öffentlichen Kund gebung. Um 3 Uhr versammelten sich die Theilnehmer vor den H.ause des Verstorbenen in der Vorstadt Unterstraß. Voran schritt der. Verein .Architektura mit seiner Fahne. Dann folgte der mit Palmzweigen, 'Blumen dd Kränzen übersäete Sarg und unmittelbar hinter demselben die drei hier wohnenden Söhne Kinkels. Dann'schlossen fich die Ver treter der Universitäl, deß Polytechni mö und der'Behörden sovie die zahl reichen in Zürüch wirkende Studenten vereine. Gegen 4Mhr' begann in -der Fraumünsterkirche ein Rede' -. ActuS. Professor Johannes .Scherr schilderte den LebenSgang des . Heimgegangenen College, hob , seine Begeisterung sür alles Große und Schöne hervor,' kenn zeichnete seine Stellung in der. Geschichte der deutschen Literatur. Jod' betonte, welche Fülle von GotteSgaben , ihm-be fcheert gewesen sei, wobei auch sein glücke licheS Eheleben -an der Seite zweier edlen Frauen nicht' vergessen' wurde. Darauf trug der Studentengesangverein das von Kinkel gedichtete Lied $ ist so still geworden- vor. Sodann beleuch Zete Dr. Meyer v. Knonau, Professor der Geschichte an der Univ.rptüt und
Prüs.oent der cntua?ischen Gesellschaft, die Verdienste Kl .k?ls um das, wissen. schasliche Leben Z''?!5, insbesondere die Gelehr!enverei7.e, oiua ttiti Mitglied r gewesen sei. Cinrr.al habe djr VN storbene. alS e:y Docit versäumt habe, sich zu der von lhui selsft angekündigten Vorlesung v?r einem gemischten Pudliturn einzusinden, ii vorbereitet die Rednerbühne bestiep'.u und einen form' vollendeten Vortrug über einen hervor ragenden franzosi'chen Kupferstecher ge halten. Um oi Uhr bildete sich auf dem Fraumünsterprate ein lange? FsFelzug, womit die Polytecnir ihren geliebten Lehrer auf dem T)ege nach feiner lejten Ruhestätte auf .dim Centralfriedhss in . Außersihl ehrten. Wiesbaden, 20. Nov. Heute früh ist der Tanzcomponist Keler 'Vtfc, der Vertreter einer eigenen musikalischen Specialität und die populärste Person lichkeit unserer Lurstadt, gestorben. Er
war aus Ungarn gebürtig, in den be wegten Klängen seiner Musik hat daö seurige Temperament des Magyaren me lodischeu Ausdruck gefunden. Nachdem er früher einer österreichischen Militär capelle angehört hatte, war er von Her zog'Adols von Nassau hierher berufen und als Capellmeisler beim 2. Nassauschen 'Infanterie Regiment angestellt worden. Als er diese Stellung 18LS einbüßte, übernahm er die Leitung her städtischen. Curcapelle. Seit 1870 un lernahm er zahlreiche Gastreisen durch Deutschland, sowie nach London, Pe teröburg, Kopenhagen u. s. nj. und fand überall als Dirigent und alö.Componist großen Beifall.. Die lebendige Rhutmik seiner Weisen, war ausschließlich dem fröhlichen Reigen des Tanzes geseiht. Noch jüngst', nahm er in Köln an den JubiiäumSConcerten des Domhotels mitwirkend theil. Kurz vor seinem Ab leben hat er noch genaue Angaben zu Päple'r gebracht, wie die Todesanzeige abgesaßr und das LeichenbezSngniß an geordnet werden soll. Sogar einen ei genen Trauermarsch' hat er componirr und mit dessen Ausführung seinen Col' legen Münch, beauftragt. . Freiburg i. B., 18. Nov. Vor der hiesigen Strafkammer wurde übe? eines jener' verworfenen Subjekte abge urtheilt, die das große Hugfletter Etten bahnunglück als eine günstige Gelegen heit für Diebstahl und. Plünderung be nujt haben. Der lschon'vielfach wegen Diebstahls bestrafte übelberüchtigte Webergeselle W. 'Heß von Gottenheim hatte eS dabei besonders auf den Uhren diebstahl abgesehen. Er wurde .wegen wiederholten RückfallZ und wegen : der bekundeten verworfenen Gesinnung zu einer Zuchthausstrafe von 2 Jahren, 5 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verürtheilt, , fein Helfer? Helfer,' der Schuster Pfeifer von Wil chingen, wessen. Hehlerei zu 6 Wochen Gefängniß. : . . W ü'rzb urg, '20. Nov. ' Vor wenigen Tagen trat der Hauptmann Eme rich mit seiner Frau in eineDelikatessen Handlung, welche in demselben Moment der Studiosus Scheyer vom - Corps .Westphalia- zu verlassen sich anschickte. Scheyer stieß an Hauptmann E. und dieser machte eine abfällige Bemerkung, worauf Sch. erwiderte : Würde ich die Dame die Sie am Arme führen, nicht respektiern, ..ich würde Sie ohrseigen-. 'Sch.'sandw' nun dem E. eine Pistolen forderung, Hauptmann E. unterbreitete die Angelegenheit dem Ehrenrathe des Regiments und'diefer entschied,' daß E. der Forderung Folge' zu ' leisten habe. Um j8 Uhr trafen veräbredungögemüß die deidenGegnermit ihrenSekundanten, Zeugen und einem Paukarzte in derNähe de? MilitärschitßplajeS im Guttenderger Walde zusammen. Nach ' vergeblichem Versuch die Sache beizulegen,- schritt man zur Absteckung - der Distanz (fünf Cprungschritte) uüd zur Ausloosung der Plätze' und Waffen. Auf Commando .' fielen beide Schüsse fast gleichzeitig, Hai.plmann E.. sank ' sofort zusammen und war aus der Stelle todt. Die Kugel war' in die -Schläfe eingedrungen. Schey hat sich in daö Ausland geflüch tet.- Emerich war lange Zeit Premier lieutenant beim vormaligen 10. Jäger bataillon in Ajchffenburg, ' machte din 7i)er Jeldzug mit Auszeichnung mit und .wurde vor etwa lj Jahren als Com pagniechtf hierher versetzt. Er galt als einer der tüchtigsten und intelligentesten jüngeren HaupUeute. Vor etwaJahreS frist heiralhtte Emerich und hinterläßt nun eine Wittnie mit einem wenige Wo chen alten Kinde. B e r l i n. Zi.Nov. MitUnterfl'ützung und Empfehlung des italienischen Mi, nisteriums. und des deutschen Reichs kaizleramtS wird die deutsche Sanct Georg'Gesellschäst in Florenz demnächst mit der Herausgabe eines großenWe.r'keS vorgehen, welches die'gesammtenPracht bauten der italienischen Renaissance um fassen soll-. Da eS namentlich zur klaren ?iirffell'n d,r ürinielhrittn unerläklick V M NMtlJ W Q w " - 7 sein wird, zur, Erlangung genauer Zeich. nungen.GypSabgüsse anzufertigen, so wendet sich behuss. Verminderung der Kosten die Gesellschaft an alle Museen und Sammlungen, :-an' die technischen Hochschulen und - künstlerischen Vereint gungen mit dem Anerbieten, denselben für einen mähien Preis Copieen der also gewonnenen Abgüsse zu Lehrzwecken abzutreten. ES ist um so ersreulicher.daß hier wiede,' daS deutfcheClement imAus la7.de sich.zu nutzbringender Arbeit vereint, als die bisherigen Werke auf die sem Gebiete.' vielfach an Ungenauigkeit der Wiedergabe leiden. Von besondern Werth wird die aus diesem' Anlaß ent m. - .mm steyenve Sammlung von Avgu'ien em, welche nach einem zur Ausgabe gelang, ten Verzeichniß Gesimse. Friese.Capitäle sowie auch in größer Umfange Sculpturen von Kanzeln, Grabdenkmalen und Brunnen umsassen. wird. . Tilsit, 20. Nov. Heute starb hier der Rittmeister n. D. Kuhr imAlter von bald L1 Jahren. Er war einer der wenigen noch lebenden ostpreußischen otKm i c 1 0 nk ioo on):isi:.w JUl V WU iOi UHU illUCU der Berliner Nationalversammlung, in der er zu? äußersten Linken gehörte. .
