Indiana Tribüne, Volume 6, Number 76, Indianapolis, Marion County, 3 December 1882 — Page 7
Anna.
CUu CiBtttttfcf4l4tc - (Schluß.) Kurt suhlte sich vervinl. Seine.' 5k schämung stieg mit jeder Secunde. n?, ic.... o t uniii-! ttrnfirmH ? vCf I wuj luiuuiii wn tuun x cv.KlTr: ' 772"" "v.rr vHMnB om n n vliZie. Ich will Sie retten, Herr von Erck irtnnrt CamT. i . m!A IXt tflm . ojun tniuj iuui iui uu- i - - , ' ' - l len Sie einaesteben. daö kein Mensch das Necht hat.zu verzagen, so lange sein Geist och sriscz, und seine Seele gesund rt ! .Reden Sie. Fräulein Anna! Ich will Alles thun, was Sie von mir fordern." ' - I Versprechen Sie mir doch nein. es ist zu viel verlangt. Sie werden mir zürnen " .Nein, nein ! Ich bin Zekt fest ent schlössen, meinem Schicksal offen iS Auge zu sehen. Reden Sie. ich bitte O 0 1 ' 7 darum !" i NersnrkKeu 6!e mir. U&Z WoSen
cticjtiocn: iüennio) ölt leioen seye. Stunde. Sonntags bat er am besten bis acht festsetze. Kurt war es zufrieden .... Wo ist daSBuch nur hingekommen, sann ist mir zu Muthe, als müßte ich Zeit.- und befand sich überhaupt in einer so . . . . Hm ! Hm ! Nein, das ist aber zu Ihnen die Hand reichen wie einem Bru- .Aber wie kann ich Unterricht neh. menschenfreundlichen Stimmung, daß er toll!- Nun hat sie mir wahrhastig auch oer. Schenken Sie mir Ihr Vertrauen, en. .. ? , Herrn Krause ohne jede Ziererei die den Roman confikcirt.... ! und wenn Alles gut aesorden ist, so sol Sie denken, umsonst ist der Tod. Reckte reiöte und ibm aus'S benlicklle Er war einen Auaenblick unschlüssig.
lang meinen Weisungen zu folgen, als klügelte. Im . Grunde waren ihre An Erquickung mit dreifacher Gier einsog. sich das Vergnügen zu einer soirso muvenn iÄ üre Gebieterin. Ihre Königin ordnungen so vernünftig ! Freilich das Da eö Sonntag war, so gab Anna icale. Anna überreichte ihremSchütz ' 0 tv f i r 's r i r on V rrt . . T I V ! f i . Q . ! cmi .
väre . . .- " .trtrt&t es frnen." - eben Sie mir br Ebrenwort. Ich laube, Sie dürfen mir zutrauen, daß ich nichts Unbilliaes verlangen werde." 7 . .Gut. ich ebe ?ibnen mein Ehren ttflrt " Ich danke Ihnen," rief Aennchen, plötzlich heiter dreinschauend. Sie sollen es nicht bereuen. Und nun, vor allen Dinaen : erstes Gebot der Tyrannm: Schlagen Sie sich alle trüben Gedanken ous dem Kopf ! Schauen Sie frisch und froh in dieWelt hinein! Sie schulden mir die Miethe von zwei Monaten: davon verden wir Haben S Kurt errStbete . strin Umstände ! Die Kebieterin 'duldet deraleiöen nicht! Ich frage, ob &At no& baareS lelo kabent" - - . . y - , .' i. Nein " " - ' 1 Schön. Hier sind einstweilen zehn Non beute werden Sie ttck vemühen. Etwas zu verdienen. Für 'das .Wie" werde ich sorgen." Verdienen?" wiederbolte Kurt in Lichtlicher Verblüfftheit ... Bedenken Sie . Ich konnte höchstens durch PH I - w . - mtm . mm Datunterricht. . . und als Edelmann. .." ..AIS Edelmann halten Sie es für I 5ckimvslrS. den Lebrer zu sdielen? 5tä Deoaure, OICIC Uliaiiungsweil niCul l . . r . ffw rr rr - r i jti I innien iii lohnen .... Illiie vizcii oeiliii , . . . ... , cm- .x t.r... i sen sich Ihre Schulden V . K . . I . Ader, mein Fräulein. . . . & Jch bitte amtlich um Auskunft 4 Ihr Verlangen ist in der That son " V(4VU4. Haben S so schnell vergeffen, daß I ich Ihr Ehrenwort habe. Herr von Erck ' . ' " mann ? Wenn Sie wünschen, so gebe rch's j Ihnen zurücke - - " Nein ! Verzeihe Si meine Thor heir! Ich bin bereit, Ihnen Rede zu stehen." h. Gut also ! Wie hoch?" Ka?t nannte die Summe. ' Das ist allerdings viel. Aber die Leute v fts .v..tv c.v.m cm n. j.. I ociüca vjcuuiu tyuccii. iujmtuii icucu Sie die zehn Thaler nicht zu sich V Wie kann ich das aneehmen, Fräu lein Anna " Ich befehle eS ! Wollen Sie gütigst -nicht außer Acht lasten, daß Alles, .was ich ?ibnen von iet ab faaen werde dienstlich gemeint ist. Jnsubordinatisn : n : jt i ..ri-ti.i. . I 111 IIILIJI 11CI1U11C1. I Gut denn, ich danke Ihnen." ..Und nun machen Sie einen Sda,ier. eana vor die Stadt, aeben dann esten und sind um halb drei wieder hier. Aber Präcis! Das akademische Viertel wird abgeschafft. Verstanden?" ' Sehr wohl, mein. Fräulein !" , v Die Pistole da werde ich unter der Hand verkaufen. Adieu! Auf Wieder m Freundlich nickend schritt sie über die Schwelle. Kurt glaubte zu träumen.Seine ganze Natur sträubte sich gegen die Feffel. die er sich aufgelegt hatte, -und doch sühlte er seine Adern von einem Lebensmuthe durchrieselt, über besten Ur. fachen er n.cht ins Klare kam. Ohne os' s.:v.. r.,. . ,4. viriit ttriu iiuj uui, uiuujtc uic i rsrikkene Nromenade. si7iste ,u MZtt. irrt RA dann nack etwa eine Stunde in den schattigen Alleen der neu 0, i--7. ;- - ! en Anlage herum und war präcis um halb drei Uhr wieder zu Hause. Sie sind pünktlich sprach sie '; .ich liebe das ! Wie befinden Sie sich?.Nach Umständen leidlich .Spüren Sie Lust zum' Arbeiten? ' Nein." Hm; ich begreife das. Nun, die Fe xicn sind lang. Morgen ist auch noch ein Tag. Ich will meine Herrschast nicht zu streAge ausüben. Was hatten Sie dem nächst vorzunehmen?' Kurt nannte verschiedene mathema tische Disciplinen. ' - v rv ir ..Tavon venleoe iq vtunis. oer gleichviel. Bedürfen Sie bei diesen Din9 w . . .i -?. r gen der Anleitung oder getrauen Sie sich llem damit fertig zu werden r Bester ist bester. Ein paar Lektio. uen in der Woche könnten Nichts scha Itn." Gut. Sie spielen Elavier ?" Ein venig." ' ' - Ich gab mich vor Zeiten damit ab." Vortrefflich. Sie werden jejt die Züte haben, irgend ein Buch aufzuschla rr..-.. rm I z. en riauom vre einmal Schwegler, Geschichte der Philosophie.
in einisen Wochen reden, legte ich oann, zwar lmmer noch veiums achliayriaes ttlno Mit aronen viauen i,i es zu iruy ,ur oerarlige AUS cyreuun
ie noch baareS Geld?" . mert, aber doch voll guter YvNnung zu Augen und dicken blonden Zöpfen, zeigte gen. n vierzehn Tagen wollen wir aus
wie ein K nd. - Bett, ir , schlief unruhig. ör ah ich viel aulen Willen, und o ama denn oie es.capittt zuruaiommen: ln l
das ist wohl zu langweilig Stereo gut ist es doch, daß ich nir Ihr Ehren Stereometrie Das klingtuch wort geben ließ! Ein einsaches. Verein wenig zu schwer für heute Ebne sprechen hätten Sie längst gebrochen. Geometrie Sehen Sie einmal !Von Uebrigens ist es vorläufig gleichgültig, Geometrie hat man uns sogar in der wie die Arznei Ihnen mundet; wenn Schule erzählt. Hier! Nehmen Sie nur die Heilung erzielt wird. - Ich em einmal die Geometrie vor und fangen pfehle mich , . , : ' ,1 . Sie bei Seite EWS an. Aber ordent Kurt beschäftigte sich in'der vorge lich ! Ich kann Sie freilich nicht con schriebenen Weise, bis der Stadtschul, iroliren, allein Ihr Wort verbürgt mir, lehr an die Thür pochte. Er empfing daß Sie Ihre Pflicht thun werden. Um Herrn Krause nicht ohne ernstliche Ver sechs Uhr komme ich wieder. Wenn Sie legenheit. Dieser schien jedoch von der artig sind, so bringe ich Ihnen nachher Loge der Dinge keine Ahnung zu haben, eine Taste Kaffee." , und 'so kam die Lection bald gehörig in Kurt vertieste sich in die Geheimniffe Fluß. Da Kurt in der That mit den der congrueuten Dreiecke. Nach Ablauf wichtigsten Grundzügen der Vorgenom einer halben Stunde setzte ihm Aennchen menen .Disciplin vertraut war, so absol die versprochene Taste aus den Tisch, virte man bereits in der ersten Stunde
idäte? hörte er, wie xt ou8 dem Hause
NNg. . Um sechs Uhr trat sie von neue in ntfat Stube. . ' -7 .Flelß,g gewesen V fragte sie. .Ja wcrtl. Durchlaucht ! .Mein Better, der Stadtschnllehrer r r. t -1 njc c il ..hi-4 cxc I Ullie, Össl iq OCiru ua, O 1 tax. - f:x .. -r iti...: iM k wuunuiu gi?cituui uimitiiyt tu ui i Trigonometrie oder wie die Geschichte hßt, sowie in allen sonstigen mathematischen Wissenschaften zu ertheilen, wl r ' ' n - Minrrrfn -triin um ttrun m di trir i .. -1und Vetter Krause wird für seme Be mühungen bezahlt sein vollen. Seien Sie obe Sorae. Sie werden seinem ältesten Jungen, dem Gottfried, dasür Lectionen im Latein geben. Das ist . . . . I Alles laon aoaemsa. uer olilrieo kommt Montags und Mittwochs von sieben bis acht Uhr Abends Kurt schwieg. Er hatte sich emmzl der kleinen Desvotin anheim gegeben, und so mußte er denn wohl oder übel m . i- -r r rr r I Aue user nq ergeyen laen, was pe in ihrem untrforschlichen Rath chluste auS eoeimannizqe yerz oaumie ncy em wenig aber daö schadete Nichts. . .Sie haben jetzt frei bis zehn Uhr sagte Aennchen mit Würde, .jedoch keine Minute länger! Trinken Sie nicht zu n ' v ;v öici loizx uno cciHicioca oz jijrc guicn i Freunde. Ich habe an den Herren ge miß Nichts auszusetzen, aber Eines schickt sich nicht für Alle! Sie misten schon was ich meine ! Und nun Gott oeoyien: Kurt nahm seinen Hut und verließ iiuä aua. ivn um neun u yt icyiu a C a (T JC 1tt. 1.1.1. er zurück. Er blätterte noch ein halbes
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iunoqen lang in einem oman uno im Traum der Professorin gegenüber. die ihn zu einer neuen Rolle engagiren wome. zergeoilq urauoie er nq gegen , rr n.- -rjt- i. viee qmelqelyasle Jumuryung ; ver r r ' r . I geblich versicherte er, dfc er eme längere wMenschaftliche Arbeit begonnen habe, Die Prose',sor'm un Josephine lachten ihn auS. .Herr von Erckmann," sagte oie Sirene mi oen oraunen Vqmaazl locken, .machen Sie dach um Himmels . . V . ? rf.W7.ll T ' ' W I nnuen reine laiccorcn qrrzr : ic uno Winenfchast ! ste und Arbeit ! ttom me Sie, wir wollen ei neues Viellieb 4 essen, und nachher singen Sie uns . . 1 a T Oltt ilttCn hmV.Uah I mutu OVlt VJu"lulWikUUWS I mV r...k.i hA itx nv iAiaha i lit? jciuiii vu . uuu vhvk iwiuuu i r. je w r . ? . . I jic lyre roeiaa urmc uüt icincn yais i end küßte ihn. .Nein, nein, nein ! schrie er i verzweifelter Unstrengung, ich muß i die Stadtschule ; der Lehrer ist frans, und da soll ich den ReligionS unterricht ertheilen. Wenn ich zu spät komme, schießt m Prosestor . Eazory I. m - .. n, r : . I eine uge: ins urv Jq aor iyn schon w r. w am oer treppe s, oa soneri er an der Thike. . . f ' .Herr vs tzrcknarm r nef die Strm e AennaniS. .s hat chS gefchla gen! AS de Federn ! 6ott Dkl! Ann Frölich kam, .ihn Schützling z wecken cITmA Strfl mT? n I in Schütztt z wecken. I .Gleich, Fräulein!" emtwortete er hastig. . . .Erst sechs Uhr, sagen Sie? Das ist vnteiselt früh !" r f ai . f . r . r i ürua f I m iqon Nil einer iai i fc... c i cv : . an: I U' auiu u- ' v!?.? 7 Fiel daö saer, sich so Mir Nichts dir Nichts emporzuraffe! Ah! oh! nur rtrf f ü n V Wl? inii f I fr in W I " I '' -' VW IV vv Galgenfrist, um sich ein wenig z pre cken ! Ach ia ! Wenn man's nicht ge vöhnt ist! Der Profestor Caiöry lag gewiß auch noch in Morpheus Armen. .. Und die . Stadtschule konnte ja war ten.... Fräulein Josephine bat so dringend umdle Junfmalhunserttau send Teusel ... Sind Sie auf, Herr von Erck rnnnn ' . " ' ' .Himmel Herrgott, ich bin wieder eingeschlafen," murmelte Kurt, jählings in die Höhe sahrend... .Gleich, Fräulein Aennchen!Er kleidete sich so schnell als möglich an. Kaum war er fertig, als Aennchen das Frühstück brachte. tk'.n wrn QRat?rr Snni R - "i i-yv jkv mit einer fast mütterlichen Würde. .Guten Moraen. Gebieterin. . Sie neymen iyre oue zeyr ernsl, vas muß . ., " - w, . . man vnen lsne ' . .Wie stch'S gebührt l" .Um neune kommt al o der Herr Better r - .Wie ich Ihnen agte. Bis dahin können Sie, wie gestern, Ihre Geometrie zur yano nehmen. Äon nun ab wird Ihnen Krause schon zu Gemüthe führen. was Sie zu arbeiten haben ! . . . Um drei Uhr -werden Sie drüben bei dem Tapezierer erwartet. Sie follen seiner, kleinen iMne Navierunterrlcht erther len. " Ich sprach gestern Abend mit Henriette, der ältesten Tochter, die. mit mir befreundet ' ist.' Ich habe ?ihre Fähigkeiten sehr gelobt, Herr von Erck I . am ;ts! mi ... : rr . mann, 'ohne eigentlich recht zu wisen. wie es damit bestellt ist. ' Ich hoffe, Sie werden mir Ehre machen." Kurt schwieg. Der Gedanke, als Privatlehrer zu sungiren.' wollte ihm immer noch nicht in den Kopf. Wie in sich selbst verloren, schlürste er den dam psenden Trank. Nur um die Brauen spielte ihm ein Zug, den.Aennchen's scharser Blick sehr wohl zu deuten wußte. .Meine Anordnungen sind Ihnen un angenehm sagte sie spöttisch. Wie
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m m mm . - f. I Schluß erbat sich der Studiosus eine Reihe von UebungSaufgaben. Herr Krause hatte sich m dieser Beziehung gründlich vorgesehen. Er überrelchte seinem Schüler ein Heft und bezeichnete ihn mit dem Stift eine Anzahl trefflich ..witu vnt.r.u rt...t ca I gwuyu ivvuwz, uu ocncii uu iu ..(iA u; rAHA ..u.. I nutuMf uut uyi tuuy uvwmui uum.. AIS der Lehrer sich verab chleoete, fragte er, ob es dem jungen Herrn recht sei, wenn er die zweite Lection auf den ..in... rm , rm . . . . namutn unnnmm. 'jjfornfna nnn licncn i 7l'-w- - - n ' l für seme gütigen Bemühungen dankte. Kaum war die Thür hinter dem Da voneilenden in's Schloß gefallen, als unser Kurt sich mit einem supcrlativischen Feuereifer auf seine trlgonometrl -r m m I i.iazen AUigaoen warf uns io angenrenul und unablässig schaffte, daß ihm die zwei Stunden bis zum Mittag wie im Sturm dahinschwanden. Fräulem Anna mudte ihn unterbrechen, er hätte sonst Esten und Trinken vergeffen. Es war nur zu be re f i. r r fT l C , ? . I grelsticy, oaß em eijr, oer o langt durr gelegen, nun die vloklich gebotene iyn sur oenie frei, cur oit stunde bei dem Nachbar schäme sie ihm nochmals iV Gedächtniß. .Präcis um drei sagte sie. Sie brauchen nur Ihre Karte abzugeben; r.Y r. V V . k. X. V viues vinocic ii ociproccn uno aogc i macht. Um neun Uhr Um neun Uhr kommen Sie bübsch nach Qauie !" Die Mutler der llemenMane empfing . r- r- i r l oen yoazgeoorenen eyrer o qxuq, o ehrerbietig, daß selbst Kurt, der sonst die heiliae Scheu, die er gewissen bürgC T .".lt. .TCTaf.!. V O I iiocn vicmuiycui eciuiuic, üuiuuua I zeitaemäß fand. ; sich kaum deS Lächelns erweyren ivnnie. -mauz, ein yuoiqes, Alles besser von Statten, als unser Freund gehofft hatte. Von einem .halb verJoyienen öüoix uver ven .yerunier .. . .- . rr- . , I gekommenen oeimann , von einer .pie beMen Genugthuung" war Nirgends etwas zu spuren. Auch heute legte er sich bereits um 9 Uhr zu Bett. Em langer, einsamer vpanergang yune lyn zwar loroeriicy und geistig erquickt, aber auch ermüdet, MT . r j f T V. T . M . W K - n . . t T ITfl .V I zx jcqut viesma: jtiiuno ruyig. Ä?eoer die Professorin noch Josephine zogen durch seine Träume. Als Aennchen am folgenden Morgen gegen das ThürgeIXt.s . T 4 . m K k. I iuuiuniit uuu yviuiiii9 i ..l... I I.r. (s. (;t uu uiucu ; (in, uu iun iiuvu ici i einer oaioen oiunec oti tincn ucycin und operirte mit Sinus und Cosinus. . .. v - r ' on-jc I Am Nachmittag hörte er Stimmen auf der Hauiflnr. Er erkannte den Bierbaß des Freiherrn von Beiden und das hei sere, gutmüthige Organ des sind. jur. Hermaxn CellarmS. , rw r m .Ausgegangen f - orummie von 5i oen. .uno woym m m m. mr n tm .Das weiß ich nicht, erwiderte Aenn chen. .DerTemel auch krächzte der stud. l.iur. Seit drei Tagen hat- man den Burschen nicht zu Gencht bekommen! Sagen Sie ihm eine Empfehlung, und wir rmarteten ihn für heute Abend zum Skat bei Harbordt. So gegen acht.halb neun.ir m i .IZQ WM'S ausrlchien. . i v:... rx5..o rr:v ri. w.cv.i I .au, uue mu, ,u3ic oer ütcir Ar .! .Adciio!" nes Hermann Eellarius. .Und polternd eilten sie die Treppe hinunter. ,Sle sind sur heute Abend zum Skat eingeladen sagte Aennchen, in Kurt's Stube tretend. .Ich habe den Herren versprochen, die Einladung auszurichten. und ich will Wort halten. Aber nicht wahr, Herr von Erckmann, Sie thun mir den Gefallen und lasten absagen? e-;. , i.ulur, Zuht. f?,,rf ..tih Unu r,f,. h? ..- Vk.. v,.,., wtiioiv CÄ.t 0M.. "V WMHV MW VV Vb Am Abend kam Gottsried Krause, der Sohn des Stadtschullehrers, ein fieißiger, aber etwas .schwersälliger Junge, mit welchem Kurt' feine redliche Mühe hatte. Doch gelang es ihm nach drei Viertelstunden, dem Knaben den Unter. schied zwischen Dativ und Accusativ ber.ifsjrf nt m..n Ms sa a- -1 v uuvv, uu vu mm bin eine Errunaenschast. Vier Taae verstrichen so in ebrenfester I , . . " , . ' ': '. ' Arven. Anna hatte dem Herrn Studio us eine we ere Eckü er n ver ckafft. Die trigonometrischen Studien nahmen ihren regelmönigen Fortgang. Die Ausgaben des lungenMannes dejchrank ten sich aus em Minimum. Anna ae ruhte dem Zögling ihre Zufriedenheit auszudrucken. Am fünften Tage wollte die Wiff en schsat nicht mehr schmecken. Kurt war sich gähnend auf das Sopha. VonZeit zu Zeit trat er ans Fenster und blickte hinaus in dk klare wonnige Herbstluft, Den aamen Vorm ttaa batte er sich ab. gequält. Jcht schlug es halb vier und das Sonnengold, das drüben auf die Scheiben blitztt, schien ihn so unwidersteh lich hinauszulocken, daß er mit einem Maladen sedergeschmückten Schützenhut ergriff und nach der Thür eilte. Sie war verschlosten. . Er klopfte. .Fräulein Anna ! Fräulein Anna ! Was fällt Ihnen em? Mich emzusper re wie emeUrwaldsbestte ! . Lasten Sie mich ein wenig hinaus, ich halt' eö nicht mehr auS in der engen Bude. w. . rv 4. .Noch drei Stunden lang müsten Sie Ihr Unglück muthig ertragen. Geöffnet - W a w . . . f " wiro mär ; Aroenen vie, uerr von Erckmann !" ' .Sprechen Sie doch nicht so laut, zum Donnerwetter; wenn Jemand mit an fcx.t hörte. .Gut, ich schweige. Thun Sie des gleichen! .Ach, für heute ist's doch eigentlich ge nug, Fraulein Anna! , .Genug ? Sie haben noch viel' nach juyunii .Das ist wahr ! Aber ich will mor gen...." "st AstH Itt .Morgen, natürlich, morgen werden Sie auch Ihr Tagewerk vorfinden. Ent schuldigen Sie mich jetzt, ich habe in der Küche zu thun r . .Verdammt murmette Kurt vor sich
em .evr re.vectavles Quantum, inum
mt . . mm mT VA Die Hexe, hat ein Ehrenwort. Ich hatte nnch zwei Mal besinnen sollen. . Er unterbrach sich. .Schäme Wich, Kurr r sprach er zu sich selbst. .Du bist undankbar !" Er trat wieder an's Fenster, und dann ... v... ?-:rjk k.i e.kt. r.... szi uu uwi ijuy, wu yvjic uiytn. ,ui diH m.ut! f? vniiHuy jvmv . QMtette nachvenlilch ven ttovs. .Hm !" brummte er nach einer Weile, .so werd' ich ein Stündchen mit dem C X. on i.ViTXf V IX. V. . t3uaiicrsiDnan iDonmianen. nen im ua 7 1 ? o r 7 ob er sich in die Maßnahme der Tyran nin ergeben oder ob er Beschwerde erhe den sollte. Die ernunst behielt jedoch die Oberhand. Noch etwa zehn Minu ten lang lies er im Zimmer auf und nie C PPl f P vrr. ,nn lußl inen yrrott,rn Entschluß und siel mit Tigerwuth über die heillosen Rechenexempel her. Alö das Wunket auf mt Erde sank. waren die feindlichen mathematischen Machte siegreich bewältigt. O f. ist Cf - .. C . ! -T! jt . iccvjtcn agc lani circ niyc Einladung der Profefforln. Sie erbat ing oyc nauz, oync eine ajiicnc vzt ziehen. .Ja, es wird nun Nichts anders übrig bleiben .ich kann unmöglich. ...- ..Was können Sie unmöglich ? Die C rC . Cft X.L C'V..JC f JC j OtX. vuioc viutyt inuuct juwuiuic s .u, treue mich, daß Sie daö emsehen..So meme ich's nicht ! Von der hal den Nacht ist gar nicht die Neve. um - !1fc rrLO... 1 !X .!A.. ... ein uyc puuien um iuy wicuet gu Hause. . .Sie gedenken also anzunehmen . . . CZ o ,'Xt .nii K9)nfC .'S jtyi iuui ujiuu .... wit i-wi form... cn.i . ; jf , . . t m . .i, oon vjramann ;. . . . -jivu) weilen wird man Sie gern entschuldigen Die Soiree kann auch ohne Sie n.nc.v ilannnoen. cnftL-- aP.V O 1. . .oer, was ouen dz ücuic ocnicn, wenn ich mich mit einem axaic 0 voll uanvig zurückziehe r .hm! Was würden die Leute gedacht haben, wenn sie neulich Ihren verzwer icuen vox 05 ausgeiuori oailen 5 ie runzeln vie Stirne, Herr von iörckmannk CU 13 ft. u V m am I wm. vieucn von ruö uuyucw . Wie viel Geld haben fc noch r ' .Dort liegt meine Börse." Aennchen überzeugte sich vom Stand n. CT itirt. tttS tJ(fHtlm Kin nn Ort Vr hdv uuw uu in ikv i TCi ivi.ii. vidiua v .u;v viuvu muiuu i O er- x.. m .Im Schwanen. .WaS zahlen Sie da? Kurt nannte die Summe. .Das ist zu theuer für Ihre Verhält niste. Von morgen ab esten Sie bei uns im Hause. Ich werde Ihnen dort vor dem Fenster em Tischchen decken. Ich ( r , ? T. i!u... r-t , vereine ynen oasur oen orlnen yeii von dem, waS Sie bisher zahlten. Frei lich werden Sie fürlieb nehmen müssen. Wir leben sehr bürgerlich, Herr von Erck mann.- ' Kurt sühlte, daß Nichts einzusenden war. Er hatte sich nachgerade so voll ständig daran gewöhnt, den Anordnun gen seiner kleinen Despotin Folge zu lei sten, daß er überhaupt nur noch selten widersprach. Er nickte also und arbeitete weiter. Drei Wochen lang schaffte er so von ftüh bis spät, , ohne den Umgang seiner " ,e ' ,.nd ennkZnn, ,,i U , rmiffen. Anna cassirte für ihn die bescheidenenLectionshonorare ein; sie reich ten aus, die Bedürfnisse des Augenblicks zu bestreiken, und das war vorläufig mehr als genug. Die beiden Schülerinnen, zu denen sich im Lauf der letzten Woche eme dritte ge sellte, machten tüchtige Fortschritte ; der gute Gottsried begriff wenigstens allmüh c. oisitf. ?..;-:i! ...:. vie vuiiu ei ver a;cc;inanoncn, uno I . T f - f. .1 t . 1 .. . t t - L , I was unjert uu jciuji ociraj, p oaue " a Ä, I?1! ! ;?" fi?? ,Ml" !?K9' o Doctor Knorr. dem die muNlall chen Lorbeeren oer Proiessorm , . . r r ... (l ? . .":-. den Schlaf raubten, ohne jede zeitliche Beschränkung nachzukommen I m.L i .c v .roV.o . ;r.r an "u, vcnlvns ves elleriuqil gen .yemisiungers vie me oer azen Gesellschast. Auch Frau Clara Brückger uno vie viaunloalge oepylne oesanoen sich selbstverständlich unter den Gelade nen. Man bestürmte den jungen Cava lier mit Fragen ; man machte ihm Vor würfe, daß er sein Licht unter den Schef fel stelle und so die schöne Welt von X. ihres schönsten Glanzes beraube man nöthigte ihn zu diversen Duetten, aber sein Herz blieb standhast. Der Zauber, den die. rauschenden Vergnügungen ihm ein i um ine 5-eeie ge ponnen, war em kür alle Mal gebrochen. , Und wie kam es nur, daß Josephine, die herrliche Josephine ihm nicht halb'so entzückend dünkte, als ehedem? War ihr Wuchs etwa weniger stolz, ihre Stimme weniger melodisch, ihr Auge weniger ge heimnißvoll, als vor drei Wochen ? ' Im Gegentheile, sämmtliche Gaste kamen da rin überein, die neue purpnrneRobe kleide ste zum Narnschwerden, und niemals habe sie so geistreich, so schalkhaft, so be rückend geplaudert, als heute Abend i m ni rr .r Nur Kurt schien unempfindlich gegen die sen Zuschuß von Liebenwürdsigleit. Ja, er ertappte sich mit einem Male auf aan t. .-. f : jf. . Or t . r ' cijjc.uyunuitycu xtorocgen. ozepyiNe trug eben die famose Gnadenarie auS Robert dem Teufel vor Aller Auaen und Ohren hingen an ihren Lippen, I t . n.c v a . . A T uvzt iicc muh otiiic mir seinen Gedanken in dem stillen HauS an der chloßgasfe und horte imGeiste dieStim me Aennchens, die ihm emen frischen, m mm m ml -V mm mm . " froyiichencorgengruk zunes. Es durch ?.--- . -f r - A. r bebte ihn, wie eine süße Offenbarung. I t 1 Sl ! fVMA.W 1 1 4 . M CV Ä r fc. . A f uuu uityi. uuu tuuict. 0ulrVMinc III lerte, um so lebhafter regte stch sein Ver langen nach der glockenhellen, vnaekün stelten Nachtigallenkehle der kleinenAnna Er erinnerte sich, daß sie zuweilen gesungen hatte, wenn sie am Herde stand und das Mahl bereitete Wie ander sprachen diese reinen, schlichten,unschuldS
rnn aver was icnn iq maazen ?
vollen Töne zum Herzen, als. Josephi
neilS tollkühne Eoloratnren : Schon um halb zwölf trat er denHeim weg an. Er war nachdenklich geworden. Die ganze Nacht träumte er von DuoS und TrioS. Als Aennchen ihn amMor gen weckte, gab es ihm einen Stich unter der linken Brust, me wenn ste ihn bei ei nn bösen That überrascht hätte. Zer streut und ungeduldig kleidete er sich an. Sie brachte ihm wie gewöhnlich daö Frühstück. Jetzt erst bemerkte er, das sie hübsch war. DaS einfache Morgenkleidchen stand ihr allerliebst, und die frischenWan gen leuchteten wie volleRosen im Glänze des Glücks und der Jugend. Ach ! und die weißen, runden Arme, von denen sie das keichte Gewand bis über den Ellbo gen zurückgestreist hatte, wie viel blühen der und schneeiger erschienen sie, als die JosephinenS ! Kurt begriff gar nicht, wie es möglich gewesen war, so viel An muth und Liebreiz zu übersehen ! Anna! jauchzte sein Herz, Anna, Du bist die Krone aller Frauen!.... Aber seine Lippe schwieg, und scheu und schüchtern setzte er sich an daö Pult mit Büchern und Zetteln und Heften. Anfangs hielt es ihn fchwer, sich zu sammeln. Aber bald überwand er sich und schaffte in gewohnter Wene bis zu Mit. tag. Dann richtete ihm Anna den Tisch her. Sie schien ihm noch schöner, als zu vor. Was unter der Sonne war mit dem-Blick voll Freundlichkeit und Güte zu vergleichen, mit dem sie ihn jetzt wegen seinesFleißes belobte ! Freilich, sie klei dete das Alles in die Form des Scherzes, aber er fühlte wohl, vie sehr es ihr in der Tiefe der Seele ernst war. Fürs Leben gern hätte er ihre Hand erfaßt, und ihr aus Herzensgrund ge dankt, aber er wagte es nicht. Er kam sich so klein, so gering, so unwerth vor. Die Erinnerung an seine Vergangenheit stieg vor ihm auf und stellte sich abweh rend zwischen ihn und die Holde, die ihn gerettet. . Nein, eh' er das Einst gesühnt, ehe er ans vorgesteckte Ziel gelangt war, konnte er diesem schlichten und doch so stolzen Kinde nicht ebenbürtig in die Au gen schauen. .Herr von Erckmann sagte Aennchen, .die Hälfte der Prüfungszeit ist nun vor über. Sollich Sie freigeben, oder wol len wir den Contract bis zu Endein Gültigkeit lasten V .Ich glaube entgegnete Kurt, .Ihr Zögling weiß jetzt hinlänglich, was die Gebieterin mit ihm vor hat. Er könnte seinen Weg wohl allein gehen. Indeß, es war so hübsch bisher ! Lassen wir'S bis zum Schluß der festgesetzten Frist einfach beim Alten ! Ich höre Sie gern commandiren, Fräulein Anna, und ... . und eö macht mich so glücklich. Ihnen ge horchen zu dürfen!" Wie Sie vollen. Auch ich bin über zeugt, daß die Comödie im Grunde über flüssig ist. Sie haben viel Energie ae zeigt, Herr von Erckmann. AlleAchtung ! cc. m:c rrt. . . cm . . f vvs .o9"i" ye vier 2loaie ver gehen, ist Alles wieder gut gemacht ! Kurt erröthete vlS über die Obren. Nie hatte ihn eine Schmeichelei, eineAn erkennung so selig gemacht. Also Sie bleiben nach wie vor. . . .? Ihre strenge Mama! Wenn eö Jb nen Spaß macht, warum nicht V .Abgemacht also!" .Abgemacht ! In der That hätte Kurt fürderbin ib rer Aussicht entrathen können. Nachdem er sich einmal aufgerafft und die Arbeit ernstlich in Angrrff genommen hatte, n i. . tn t . siano .räum em uasau zu vesurchten. Seine ehemalige Haltlosigkeit war ihm zu gründlich verhaßt. Stät und stcher schritt er vorwärts, ohne nach rechts und links zu schauen. Als im November die akademischen Vorlesungen wieder ihren Anfang nahmen, war das verlorene Se mester so ziemlich eingebracht. Annchen l....ri.. .Ii l.f..A.i tt. er. r umjic uui ucni jujuuai iyrerVkAUgun gen zufrieden fein. Der Winter änderte in Kurt'sLebens weise nur wenig. Er bekam zwei weitere ? i.r.r.- v c.?i.i -r ' wuyuici uuu aroeliele nocy eifriger, als bisher. Der Vertrag mit der lieblichen .ebieterm" hatte langst ausgespielt, aber Aennchen nahm an seinerThütigkeit noch immer das wärmste Jntereste. Kurt war nicht froh, ehe ihm die Freundin mit ihrem Morgengruß den Tag eingesegnet hatte, und auch dem Aennchen schien Et was zu fehlen, wenn ste 'nicht für ihren ehemaligen .Zösling- sorgen und schas fen durfte. So kam der Frühling, und mit dem Frühling war die letzte Spur der früheren Thorheiten getilgt.' Eine im April eintreffendeSendung desOheim reichte aus, den überglücklichen Neffen von jeder Verbindlichkeit zu lösen, und für stmen augenblicklichenBedarf genügte das, was er verdiente. Er hatte nun die angenehme Aussicht, im Beginne des fol genden Virteljahres den immerhin lästi ge.i Privatunterricht ausgeben und sich ausschließlich seinem Studium widmen zu können. Im- Mai erhielt er die Nachricht von JosephinenS Verlobung. Ei.i junger polnischer Graf war der' vielbeneidete Sieger. ! Kurt saß mit Meister Fröhlich m dem llemen ausgartchen und plau derte mit dem ehrlichen Manne über die Lage der Dinge in Schleswig Holstein, alsAennchen ihm das blanke, in Gold ge druckte Eircular überreichte. Er las es, lächelte und steckte es nachdenklich in seine Brusttasche." Dann suchte sein Blick die anmuthige Gestalt des rosigen Mädchens, das, den großen, gelben Strohhut auf dem dunkelblonden Haar, an der jensel tigen Mauer stand und ein paar blau und roth gestreifte Winden pflückte. Er seufzte, aber in semen Augen leuchtete eine fröhliche Zuversicht, die den Seufzer Lügen strafte, r . -vl r So verrann ein Semester nach dem andern. Die Prosefforen, höchlich er freut über den strebsamen begabtenSchü ler, hatten ihn auf jede Weise gefördert. Der Tag der Entscheidung war anaebro chen. Kurt befand stch schon seit einigen Stunden m der akademischen Gerichts halle, dem ernsten Tribunal gegenüber. das über seme Befähigung oder Nichtbe fähigung das Urtheil zu sällen hatte. Aennchen stand am Fenster. Wie ihr das Herz wider das Mieder pochte ! Je denAugenblick konnte er um die Ecke die gen ! .Wenn es gut geht hatte er ge sagt, . so setze ich den Hut weit in den Nacken ; geht's mittelmäßig, so komme ich als gewöhnlicher Mensch ; geht'S aber schlecht, so drücke ich den Deckel in die
Stirne, vie ein Verschworener Ach,
warum bebte sie nur so in ihrer öngftli chen, bangen Erwartung ? WaS konnte eS ihr verschlagen, ven das Schicksal ihn nicht begünstigte? War r für sie nicht ein Fremder? Nein, nein, er war ihr bester Freund, ihr Still, still! Da kömmt er die Straße entlaug! Wie er aussieht! Der Hut fällt ibm fast vom Kopfe ! Vater, Vater ! ' So sieh doch her ! Ach Gott, mir zittern alle Glieder am Leibe!.... . Da tönen Schritte von der Treppe her. Er ist'S. .Hurrah !" schreit er schon von weitem. .FamoS, sag' ich Euch .... Keine Frage schuldig geblieben, so wahr ich lebe ! Kommen Sie her alter Tisch ler, tanzen Sie eineGaloppade mit mir ! Und denkt Euch, Kinder, weiß Gott, mir fliegen die gebratenen Tauben ins Maul hinein ! ProsefforCajöry ist ein Ehren mann ! Holen Sie doch einmal einegla sche Sekt, grauer Meister, wir wallen ihn und uns und die ganze Akademie leben lasten! Er hat mich gleich nach demEra men bei Seite genommen, und mir gra tulirt und mir ein Schreiben des Grafen Konitzki in Dingsda überreicht, ich hab' den Namen nicht behalten, eS liegt in der Nähe von Dresden oder dort herum, und kurz und gut, die Sache ist abgemacht, ich gehe nach Dingsda, und. verwalte dem Grasen Konitzki die Forsten. DieStelle ist brillant, und zum Donnerwetter, . . . t . i m a yvien ie. veit, Aller, oer Vengel, oer Anton wird ja wohl binübersvrinaen und eine kleine Fuhre besorgen können. und was ich sagen vollte, ach, bitteFräu. lein Anna, ein Glas Waffer, ich ver schmachte bald ! .Beruhigen Sie stch nur, jungerHerr agte Meister Frölich mit freundlicher Würde. .Und ich gratulire auch! Und misten Sie, weil ich mich drüber freue, daß es Ihnen , gut gegangen ist, sollen meme gesellen heute emen vergnügten Tag haben ! Einstweilen. Auf Wie versehen I" . . Kurt nahm Aennchen das Glas ab und trank mit langen, vollen Zügen. .yerzuebstes Aennchen!" jubelte er, was bin ich fo glücklich ! Sie ward purpurroth und blickte ver legen zur Seite. 'Kurt ergriff ihre Hand. Hören Sie mich an. Aennchen ! Ich gehe jetzt weit weg von hier, in den ein. samen, stillen Wald ... . Allein halt ich'S zwischen den Tannen und Buchen nicht aus, ich muß eineFrau, haben die gena so schön und gut und lieb ist, wie Du ! Willst Du mit mir gehen? Willst Du Frau Forstvervalterin werden f Meister Frölich überraschte daö SW als Anna sich eben aus Kurt'S. Umar. mnngen lös'te. Er war vie von Don ner gerührt. DerGedanke, seinAennche einem Andern abtreten zu üffen, ent lockte ihm heiße Thränen. Bald aber kostete er sich mit den alten, wirksamen Troste von den unabänderliche Lauf der Dinge und gab seinen Segen. : .NochEmS, sagteKurt. als er amAbend dem Kinde denSSeidekuk auf dttStir drÄckte.... .Du wirst mir doch, wenn wir verhelrathet find, icht die Komödie von früher vieder anfangen ? Du weißt, was ich meine. ... Du haft die Rolle der Tyrannin so meisterhast gespielt, daß mir ein wenig bange wird 'Du herziger, böser Junge sate das Aennchen und warf ihm einen schalkhaf ten Blick zu .Damals und jetzt !" j nun denn, schlaf wohl, Du Süße, und träume vom grünen Walde und un serem frühlingSsrischen Glück!Der erste Ochritt. " Welch selig reiches Elternglück Vom ersten Schrei, vom ersten Blick' Umschließt der kleine Rhmen. Bis, wo der süße Kindermund Zum erstenmal in holder Stund Gelallt den Mutternamen. ! ' ! DaS Mutterherz treu Zug um Zug Bewahrt, ein unvergleichlich Buch, .-.z Der Liebe Soll und Haben. . Was es in schweren Stunden litt, ': : Vergißt stch leicht beim ersten Schritt j Des lieben, holden Knaben ! Den ersten Schritt ! Wie oft . noch muß.' In ernst'rem Sinn, o Kind, dein Fuß ; Ihn thun in strengn Zeiten; O thu' ihn stets zu deinem Glück, . Nicht immer wird der Eltern Blick Dich liebend dann begleiten ! Den ersten Schritt da gilt es nicht ' Solch leichtes Spiel, mein kleiner Wicht, Wie jetzt auf eb'nem Pfade. -Da heißt's : Fest auf dir selber steh', . Sonst wirst des Lebens' Noth und Weh Dich nieder ohne Gnade ! Den ersten Schritt zu jeder Zeit, Sei eö zur Lust, sei es zum Leid, Erwäg' als Mann, mein Knabe, So ernst, als ob's zum Sterben ging, Dann wird einst leicht dir und gering , Der letzte Schritt zum Grabe ! . " . . ' ' Ludwig Bauer.' ; Am Frieysk. Ich stand an eines Friedhoss Mauer Und sah darinnen Grab an Grab, Wieviel", so dachte ich mit Trauer, - Sank hier an Hoffnung wohl hinab!Da hub ein Vöglein an zu singen, . So sanft, ich horchte staunend zu ; Mir war's, als hört' ich's leise klinge': .Wie viele Qual kam hier zur Ruh'!" G. Duill. H ö chst bedauerlich. .Nichts für ungut, Herr Doktor, daß ich so lange nicht zu Ihrer Kundschaft gehört habe, aber ich war eben leider Gottes gottlob immer gesund Unabsichtliche Variation. Ein beim Theater angestellter Copist nahm eö beim Abschreiben der Rollen mit der Orthographie nicht sehr genau und ließ besonders häufig den Punkt über dem i weg. So kam eS, daß der den Hamlet darstellende Schauspieler Meier, über welchen nebenbei im Publi kum Viele im Zweifel waren, ob er Jö raelit sei, oder nicht, den berühmten Monolog des Hamlet mit allem Aus wand von Pathos also begann : .Sem. oder nicht Sem, daö ist hier die Frage
TlatüV'Qt;ir.uö.
On Tag,bert Oahnfritd. I. Ich kann und ich mag eS nicht länger ertragen, Dies Rennen und Nasen und Wetterr, und Wagen Auf schnöder Verbildung beklemmender- . Spur. Ich liebe das Aechte, das Wahre, das Große: AuS trauriger Zeiten verwesende Schsoße Erstreb' ich die Höhe der reinen Natut. II. Ein Mensch in Cylinder und schwarzer Gewandung Erregt mir im Busen ergrimmende Brandung. Durchschweist er entweihend die sonnige Flur. Ich dulde nur Klemmer und leichteSandalen: WaS sonst wir dem Schuster undSchneider bezahlen. Mißachtet die Höhe der reinen Natur. III. Im Bette zu schlafen auf breiter Ma .trotze Das ist für Entartete füglich amMhe Der Edle verschmäht ste mit stolzer Bra vour. Er suche in Disteln und siechenden Klet ten Die muskelumstrohten Gebeine zu betten. Ausschauend zur Höhe der reinen Natur. IV. An Tafeln zu schwelgen bei Austern und . . Trüffeln, Das möcht' ich als .elend energisch be rüffeln, Das ziemt dem Verruchten, Entgötter ten nur. Der Weise begnügt stch mit Lattich und Kreffe Und flieht der Modernen gemeine Ex ceffe. Und spürt so die Höhe der reinen Natur. V. Heirathen und ewige Bünde zu schließen. Heißt auch nicht das Leben ästhetisch ge nießen. - Frei ladet uns EroS zur wonnigenCour. Mit Nymphen zu schäckern und leichten Dryaden,' DaS nenn? ich im Born der Verzückun gen baden, ' ' Das nenn' ich die Höhe der reinenNatur. VI. O lenkt mich, Ihr ewigen Mächte der: Gnade, Zum goldenen Ziel die erleuchteten Pfade Und reicht mir die Schale, doch reicht sie mir pur ! Befreit mich von Ursula'S ewigemKeifen, Und lehrt mich die rettende Leine er greifen. Und zerrt mich zur Höhe der reinen Natur. Die College. Einem Pfarrer war ein Kind oesiorms rr mr 1 M-m. oen. vcaq oer Beerdigung wollte er dem Todtengräber die Gebühren bezah len; dieser aber sagte: .Herr Pastor, bei uns war's immer so, wir Geistlichen nehmen von einander nischt Lingu istisch eö. Herr Ohl hat einen Geschäftsfreund, einen Franzosen, auf Besuch. Da kommt das Söhnchen des Herrn Ohl, der sechsjährige Adolf, mit seinem kleinen Hund aus dem Arme in das Zim mer, und es entspinnt sich zwischen dem Franzosen und Adolf folgendes lingui stisch intereffante Gespräch : Franzose (den Hund streichelnd): Ahy qn'il est joli ! Adolf: Nein, er heißt nicht Joli Ami! ' . Franzose : Ah, oui. joli arni, tres joli arni. Adolf: Nem, nur Ami. . Franzose: 0ui,c'e3t un fidele ami, le chien. Aools: Jawohl, Ami ist kreuzsidel. ' Hyperbel. . , - .Ich hab' einen Freund, der ist ein schrecklicher Austernester. Neulich häufte er einen solchen Berg von Austernschalen vor sich auf, daß ich ihn ohne Führer nicht hätte besteigen mögen !" Praxis. .Sie haben keinen Aufenthalt?.Keinen -..Sie haben keine Mittel zu Ihrer Existenz? .Keine." .Sie wurden schon von diesem' Ge richte verurtheilt?.Zwei Mal als Vagabundin; das erste Mal zu einem Monat Gefängniß, und das zweite Mal zu zwei Monaten, und jetzt bekomme ich wahrscheinlich drei Monate Ein selbstsüchtiger'Vater. . . .Sehen Sie, ich bin immer allein im Coupe, da mag der Zug so übersüllt sein, wie er will - ; ; .Wie machen Sie denn das V ' -Ganz einfach, ich gebe, nachdem wir eingestiegen, meinem Aeltestcn eiueMaul.' schelle. Da fängt er zu heulen an, und dann steigt kein Mensch ein . Treffender Theat erbe r ich t .Herr Schauspiel'Direktor Kreisler hatte die ungeheure Selbstgefälligkeit statt des erkrankten Heldenspielers die Rolle des Grasen Egmont plöklich zu übernehmen . Ei gar zu gutes Zeugniß .Herr O'beramtsarzt, hier bring' ich Ihnen Ihr Krunkheitszcugniß zuritt !" Vma V m. . . i""o uuiuui ucnn, yerr Nkvlior . .U5u es gar zu gut ist ! Ich- möchte blos beurlaubt werden, aber mit dem da werd' ich gleich ganz penstonirt !"'. Ein grober Diät.ekl. Arzt (zur Wärterin): .Die Zunge ist wieder belegt; der Puls geht auch viel schneller als gesternDie Patientin, muß einen Diülfehler fangen, haben. Was hat sie zu Abend genommen? . Wärterin : .Nichts als Suppe' mit Fleckeln Arzt: .Wie? Was ? Da haben wir's. Ich habe doch ausdrs'cklich' Nudelsuppe angeordnet !
