Indiana Tribüne, Volume 6, Number 76, Indianapolis, Marion County, 3 December 1882 — Page 6
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'(3aB yerty'S utZrovologie. . : . . ' . Warum die vegetätilTen Nervenorgan? in ihren Funktionen das ganze Leben hindurch nicht erafiDen.die Organe des .BevußtseinZ schsn nach 'einer geringen Zahl von Stunden und zur Herstellung ihres Vermögens periodisch Dr Schlas nothwendig ist, weiß man nicht genau. Doch ist bekannt, daß Schlas auch bei Blutarmuth des Gehirns, nach großen Blutverlusten, bei starker Kälte undNah. -rungsmangel eintritt.nnd daß imSchlafe wenig Blut zum Gehirn strömt, so daß Erschöpfung des Gehirns oder einzelner Theile desselben der wahre Grund deS Schlafens sein dürfte. Charakteristisch ist die Gedankenver virrung vor dem Einschlafen, und der Schlaf ist desto tiefer und stärkender je schneller dieselbe vorübergeht, je schneller man also einschläst. Theilt des verlän gerten Rückenmarkes sind im Schlafe nrnnt? fffMflSffrt hiffit fnix nl mv"wfiv,,") WMVV VllillJI UU UU ßere oder innere Reize Reflexwirkungen eintreten. Im Schlafe vermindert sich übrigens auch die Thätigkeit der vegeta tioen Muskeln, Herzfchlag und Alhnung werden langsamer, fast sämmtliche Ab sonderungen sparsamer, die Wärme nur i 1 Grad R. geringer, während die Thätigkeit de SeschlechtösystemS gesteigert ist, Ejaculationen erfolgen, im Schlafe meist auch die Wehen eintreten, die Sinneöwahrnehmung und Willkür liche Bewegung hingegen bis auf schwach Spuren eingestellt find. Es strömt während des Schlafes viel veniger Blut zum Hirn und derselbe kann einer Rückkehr zum Leben des FoetuS verglichen werden. Diese? schläft immer, der Säugling sehr viel, der junge Mensch wegen des regen Stoffwechsels und des rur oas ZU)llsl?um noinrgen raslaus vandeS mehr als der alte; schlecht ge II- V . a (in -JL.it. i nährte Menschen schlafen mehr als gut genährte. . - Im Schlaf werden Kräfte aufgefper chert für die physischen und geiftigenVer richtungen des folgendenTaaeö: Spann fräste, die dann in lebendige Kräfte umgesetzt werden. ES ist naturgemäß. am Tage zu wachen und in der Nacht zu schlafen, aber die Verkehrtheit vieler Menschen macht die Nacht zum Taae.den Tag zur Nacht. Mit Schlaf, zuerst der Pflanze ähnlich, beginnt der Mensch sein Dasein und geht zum Wachen über, um das Leben im Schlas zu endigen. ES giebt Beispiele von pathologischer, sehr langer Dauer oeS Schlafes. Auch Druck auf das Hirn erzeugt Schlaf. wv Vfc Aizaqner rannte einen 'cann, oem ein Stück eines JlintenlauseZ beim Zer springen in die Hirnschale geschlagen wurde. So oft der Wundarzt das zum Theil entblößte Hirn bei Reinigung der Wunde druckte, fiel der Patient äugen dlicklich in tiefen Schlaf. Schlaf beför dernde Mittel sind Opium, Aufmerken auf das Picken der Taschenuhr, Zählen; letztere ermüden durch ihre Monotonie Langdauernde Kopfarbeiten hindern den Schlaf sehr; Voerhave konnte in emem solchen Falle 6 Wochen lang kein Auge zuthun. Zum tiefen ruhigen Schlaf muß man sich ganz sicher fühlen. Daß Itm Schlas, der noch immer Nicht befrie digend erklärt ist, hauptsächlich das Ge .Hirn afsicirt sein muß, lehrt die Verdunk Turta des Bewußtseins. Dr. Friedrich Äohr sejt die Bedeutung des Schlaseö darein, daß in ihn die verbrauchtenKör Pertheile durch frische auS dem Blute ersetzt werden. Namentlich erde Ner ven- und Hirnsubstanz nur im Schlafe, MuZkelsuistanz vorzugsweise im Schlafe zii, unoeikvie luloeuanolorttl er. fetzt, unbelebte Blutbeflandthme wer r . a. -.i. . .l rai..iL..i.vii..:r. . - I oen in oeieoie cusrei uno 'ervenia er umgewandelt. Man ist beim Aufstehen ,n ffola? der nächtlichen AuSdunstuna ....... -7. crt...T t. " uiqitt ais ocict leoerzegen uno wegen der Ausdehnung der elastischen Wirbel, knorpel während dem Liegen fast 1 Zoll ganger. Viele Matrosen und Soldaten im Dienste können schlafen und wachen, wenn sie wollen, auchNapoleon L konnte ? r- r fr . ? olei.es. Ais apiian arciay itine : au Peroroeniiiqe ene eingmg. oeriqier
ot im p . rr m . t 1 enal. Meile in der Stunde zuruckzule gen, machte er sich so sehr zum Meister seiner selbst, daß er Augenblick einviele Andere. Em Dr. Reid konnte nach Beattie für 2 Tage schlafen und es len. Andere schlafen sehr wenig, Ge neral Elliot jeden Tag nur 4 Stunden, und lebte dabei immer von Brot, Pflan -enkost und Wasser, ebenso schlies der in 91. Jahre 1793 gestorbene Jakod Ma kau durchschnittlich nur 4 Stunden täg lich. Friedrich II. und der berühmte Wundarzt Hunter 5 Stunden, Pichegen während emeö Feldzuges nur 1 vtunoe lis. Goock eräblt soaar von einem Manne, der nur 15 Minuten täglich schlief, -eigentlich, nur schlummerte und doch gesund war und 73 Jahre lebte. Das Sprechen im Schlafe ist nur mög lich, wenn gewisse Hirnorgane wachblei ' c m.. den, roeicye oie cusreln in emegung .setzen, die beim Sprechen nothwendig smd. Der Arzt Haycock in Oxford hielt im Schlafe Predigten und Reden, wobei ihn auch das Stoßen uno ttneipen oer freunde nicht störte: : ebenso eine' ameri kanische Dame; eine andere sprach im JtVir v w .rii-. r. aziaie iryr itTkijkNtF unv kwiiki luiiyi Slück an!, Class,kttN.-Leit sagt über da, S.lbsterwecken: Manchmal eck, die See,, den Körper aus.. v.nn . , f-. v.f.c-i,' wc, . ne ein uuEcrcr inuma oetcuti, vui w hierzu - Zeit' ist. -en auch der IrSge S per r7ch schlas'n raöcht derOSlas , , , , rann la Nil rittMUi vir UUUnYU,7 gnem gelche!g.diDies. S?.?.?'.'"' UjlUI, VfclUjVfcUU WH Vlkt Vfcü .V.Der: .Der Geist fchläst, wenn er sich,
Alacnija) ,n lelnem Vuqe uoer oeni'cann, wtlqer m oem eile lag, ya:ie Schlaf, 1000 Stunden hintereinander ! seinen Arm zur Zeit gerade auS demsel
lrnucr. roo er nq meoerieair ... lmae i wui oer Arm veroinoeri oane. o-an oas i??,?,
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Menschen vermögen langes schlafen,fo Bett gänzlich zuklappte und eine Oess. m s enn n sei ! s - " T ' M Bi Emvknae ein s n der berühmte Schau pieler Quin 24 nung ließ, durch die genügend Lust ein- .Sehr richtig ' , , ' Nt'a Stunden nacheinander, Elisabeth Or- dringen konnte, um den Passagier zu er- ' Sicht Wo! win ihres Lebens, Elisabeth PerkinS halten, bis wir ihm u Hülfe kamen.- sofort ein Rendezvous bewilligt. Du ! Wfir iA manchmal 7-14 Tage, lang Maria Die oberen chlafwagen-Betten dürf. wurdest Dich uicht ferner um sie bemüht soganoM LyaÄ sechs Wochen in einem fort,-und ten fortan nicht mehr in be anders leb. naben?" . ?B
wir Montaigne sagt,'aus die zwer süßen als em Herr vom Hofe kam und ihn artfflvttifa: Nichtwissen und Nichtwissen I Seiten sehen wollte. Meister HanS ent
vollen legt". Handlungen, in Schlafe U . r c.l begangen, sind unzureaznunasfayig, oa y. czAinUnht oder doü nur öalboaüe y.7 KrnU seiner unwillkürlichen 5Nkstkllunaen iü. äbnlich wie derWahn Nnniae 1870 erstach so der plötzlich auS SSlake erwachte ikrporal dt la
Ehambre in Neulerüenfeld einen be. i
freundeten Kameraden, der ihm gerade m den Weg kam und hörte, zum Bewußtsein gekommen, mit Entsetzen daö Geschehene. I. Pl. efahrvolle Schlafwagen . Betten. Als ich neulich in einem der Prachtvollen Pullman'schen Schlafwagen saß und mich mit einem Bekannten unter hielt, trat der Conducteur an uns und redete uns an: . . . Für-einen Bahnbeamten ist 'eS ei gentlich nicht recht am Platze, gerade das zu berühren, auf das ich Sie aufmerksam machen möchte. Aber. sagen Sie mir. haben Sie wohl je daran gedacht, daß die oberen Betten in unseren Schlaswa gen vefonoers gefährlich seien r Nein - antwortete ich, .und doch habe ich häufig in einem oberen Bette geschlafen. Worin erblicken Sie die besondere Gefahr?" .Treten Sie näher und ich will Ihnen die Sache erklären fuhr der Conduc teur fort, führte uns ' an ' eine doppelte Schlafstelle heran, ließ eines der oberen Bette, herab, entfernte dessen Matraje und zeigte unö die innere Maschinerie. .Nun, sehen Sie erklärte er. .Den ken Sie sich, daß dieser parke Bettboden volle hundert Pfund wiegt und doch so leicht zu bewegen ist, daß der leiseste Druck ihn wieder an seinen Platz dringt. Geben Sie ihm einen bloßen Stoß und er geht so leicht empor wie eine Feder. Man hat starke, vohlgeölte Springst der angebracht, in denen die das Bett stützenden Ketten laufen. Dakholzgeftkll schließt so dicht, daß wenn eS geschloffen ist, daS ganze wie ein fester Theil des Waggon erscheint. Man sieht nicht ein mal einen Ritz. Wenn Jemand in eines von diesen Betten eingeschlossen würde. so mußte er sich m demselben wie in einem lustlosen Sarge befinden und er mußte den Erstickungstod erleiden. .Ist es denn aber möglich, daß man in einem solchen Bette eingeschloffen werden kann ? erwiderte ich und ein Schauder faßte mich, indem ich mir eine solche Möglichkeit vorstellte. .Gewiß," versicherte der Conducteur kaltblütig. .Dies Schloß hangt, wie Sie sich überzeugen können, mit einer Sprinaseder zusammen. Stoßen Sie daS Bett noch so leise in - die Höhe, das Schloß wird von selbst mit einem fast unhörbaren Geräusch einschnappen. ES befindet sich außerhalb und eS ist voll ständig unmöglich, es von innen zu ösf nen. Wenn das Bett einen Menschen enthält, wird derselbe innerhalb zehn Minuten ersticken, er wird breitgedrückt und nach Athem ringend zwischen den Decken des Waggons und demBettboden zerquetscht werden. .Ist keine Einrichtung vorhanden, um es unmöglich zu machen, daß die Betten in die Höhe schnellen?" .Angeblich ist eine solche Einrichtung getroffen. Ein dünnes Drahtsei! geht von dem Boden des oberen Bettes auS und ist mit dem anderen Ende amBoden des unteren BetteS an yakchen befestigt. Aber ein kleiner Stoß genügt, um diese loszumachen und dann wird bei germ aer Seitwärtsbeweauna des WaaaonS das Bett mit den in selbigem befindlichen Schläfer im Augenblick in dievöbe gehen Die Angaben des Conbucteurs konn ten Einem Haarsträuben verursachen und wir schauten uns wieder mit ziemlich un behaglichem Gefühle an. y,nn nfipr mxTiUfa Cfirfrihr " ' . . M V VItllMf IVIM VIW vorbanden ,st. wie kommt eS vor, dak Nicht öfters derartige llnglücksfSlle zu . . f.,,.; r-,nl krkunk nt-ick mck wk . .... m0nn &u ft vj. rt& nrs n!n. I w.- .. 7" trtf würden Sie wohl von solchen Un glückssällen hören. Bor Kurzem kam in Fall vor, der glücklicher Weise noch ,iem!iö aut abtu . Der Schla wagen war ervaS vom Geleise gekommen und die Erschütterung war die Veranlassung
gewesen, daß einS von den Betten, dessen stimmt. Dein Verlanaen nach dem Bestk I - . . i ert je ... ...I.'. ' . - . 2. . '
Vlqeryeil,-orrlqiung iosgegangen, in Sie yooe genogen war. )ver zunge I w m . rtr n ' . . ben heraushangen lassen. Der Arm wurde ziemlich übel zugerichtet, aber der junge Mann kam mit dem Leben davon, - nw r w . r l haster Nachfrage bleiben. Wie Hanö Holbeln der Jüngere (k47-L43) Hofmater ward. Der Kanzler Heinrichs VIII. von England, Thomas MoruS, bekam ein Portrait des EraSmuS von Rotterdam zu sehen, von HanS Holbein gemalt, und war so voll Entzücken darüber, daß er den Künstler, den die Ungunst der Zei ten 1526 aus Deutschland nach Enaland trieb, nicht allein in sein HauS nahm, sondern ihn drei Jahre bei sich behielt, In dieser Frist führte yolbem neben vielen andere Bildnissen ein großes Familiengemälde seines GastsreundkS ..ix.d .!. .... uus, ronc wn ajcmitn nur aus er ner vuzze uns Studie kennen. Be; emem Fest, das der Kanzler dem. Hofe gab, zeigte er dem König die besten Stüae oes iremoen umuers und bat 5-e. Maiestät, sie als Geschenk anzunehmen.' Heinrich fand großes Gefallen daran k... v. m : k.:. u .. .v. i Dienste ttclen würdk. Holb.in ard ge. ruse. vorgesteS,. zm Hosmaler er. nannt, und der König sprach zu MoruS: t,.ii..! .: m... 5?.... o" -w.ttav. Geschenke zurück, da ich nun den Urheber derselben t.sche.' In elch.m Grade -ns r.. tun . rnrt. v n!.!. vkiu wv mi i vi8 narche dn l.a. sKender Ätö'" . .i vuiM.tiii. . g malen, in seine Werkstatt eingeschlossen,' schuldigte sich ansangS ganz höflich, er ay . . . . t-rt-w.;. i isnne vatmano emianen ; oer xoxo ijinaeaen meinte, einem Manne seines Nan aeS mükten alle Tküren aeöffner werden. und suchte den Eingang zu erzwingen. Nun fuhr Holbeln, der ein ziemlicher HiKkovf war. herquS, warf Seme Lord
schasl kurzweg die Treppe hinunter,sühlte jedoch in derselben Sekunde, daß er zu
weit gegangen, sprang durchS Fenster, lief zum König, that einen Fußfall, in dem er fein Abenteuer erzählte, und bat um Gnade. Kaum hatte er geenoet,alS auch der Lord erschien, zugerichtet, wie er durch den Treppensturz war, und seine Klagt vorbrachte. Heinrich redete dem Ergrimmten gut. zu, allein der Lord wollte Nichts von Versöbnuna hören. vielmehr vermaß er sich, dem Maler bei nächster Gelegenheit den, Halk zu bre chen. Die Drohung verdroß den Kö nig um so tieser, als sie einen, Mangel an Ehrerbietung gegen seine eigene Per son bewies; er nahm daher eine strenge Miene an und erklärte : .Mylcrd, ich verbiete Euch bei Eurem Leben, Euch an meinem Maler zu vergreifen ! Ich sinke einen so großen Unterschied zwischen Euü Beiden, daß ich im Augenblick auS sieben Bauern sieben solche Grafen ma chen will, wie Ihr seid ; aber auS sieben Grafen wie Ihr, würde ich nie einen in zigen Holbein machen können !" -Die Siele in Neben Oriefen (Sx'lkit in Berlin.) Güte'n'Abend, .lieber Max ! Hag Du schon gehört aber, alle Wetter, wag machst Du denn da! Enthält jener Stoß von Papieren, den Du da vor Dir auf gestapelt hst, etwa wieder frühlingS mäßige Expectsrationen junger Lehrer, die Du zur Feuerbestattung vorbereitest oder sind eS !ater heute in der Redak tion eingelaufene Anfragen von Damen nach den beste Rezepten zur Entfernung von Tintenflecke und zum Waschen von Glacehandschuhen?.... .Nichts von alledem, wertherFreund l Ich amüfire mich nur damit, mein Sammlung von .dämlichen" Liebes briefen einmal wieder flüchtig durchzu sehen. Ich bin grade bei der Collektion .Bertha-, weißt Du, der hübschen fiel nen Putzmacherin Bertha. . . . .An die Du heute mit Sehnsucht zu rückdenkst?O, nein ! Ich denke niemals sehn süchtig meiner srüheren Geliebten, denn ich müßte mich dabei zugleich an ihre Fehln erinnern .... Kennst Du 'übri gens die Geschichte meines Verhältnisses mit Bertha?" " .Nein." Ich war ja derzeit nicht in Berlin. .Soll ich sie Dir erzählen?" O, das wäre überflüssig ! ' Gieb mir nur außer einer. Cigarre jenes Briefpacket und ich werde, noch bevor diese Havanna in Asche zerfallen ist, genau ebenso unterrichtet sein, als hat test Du mir einen stundenlangen Vortrug darüber gehalten. Ich verstehe es, bei diesen Brieschen, zwischen den Zeilen zu lesen." Nun, so zeig' einmal Deine Kunst l" Reich' mir gefälligst die seidenband umwundene Sammlung dieser reizen den Kritzeleien, die der Liebende stets Mit so lebhafter Ungeduld erwartet.... 4ii....: Ich beginne natürlich mit der des Ersten Briefes. 2uüit Mein Herr! Ich habe Ihren Brief erhalten, der, als ich ihn las. wir oas Blut in die Wangen trieb. Ich bin ein anständi ges Mädchen, mein Herr; ich habe nie malS ein .Verhältnis gehabt und lch will auch keines haben. Ich wünsche unberührt zu bleiben und . werde meme i . . . . vital aui naren tur nen yjiann. er mim I j-w www j w-mw wwwwy yeiraiyet. Ich ienoe Ihnen al o das i . Bouquel zurück, welcyes vie Mir ge sck St baben und bitte Sie. in Zukunft vor unserm Laden nicht so auffallig fleoen rn bleiben. Sie könnten mick l ' 7 " .... . .7 dadurch nur 'compromilliren, trotz ves guten Ruseö, in dem ich bei unserm Chef und meinen Colleginnen stehe. Ergeben t Bertha. . Dieser Brief, lieber Mar. war nurbe dieses tugendhaften Kindes zu erhöhen. Wenn ein Mädchen einem Mann fagt : i Bleiben Sie mir vom Leibe -ich bln eine anständige Person so heißt das in I der Svracke, der brauen s,Ibredend nichts anders als : .Lassen Sie sich ge. fälligst nicht die Gelegenheit entaihen, " - . . - - n ttnfr 3"nfnh sit wnrn haben Wahrhastig, nein ! ,Em allzu leichter Sieg gefallt uns Mannern wenig ; Nun eben : das wissen . die Frauen auch sehr gut und sie behandeln unö da nach. Ich fahre jetzt fort mit dem Zweiten Brief. Geehrter Herr! Sie gehen entschieden zu weit. Wol len Sie n aefaUlg t beule Abeno um neün Uhr rn der Conditorel von d'Heu' reuse einstellen. Ich will Ihnen daselbst nur mündlich klar machen,' daß ' Sie bei mir durchaus mchtö zu yoen baden. y grir ' Ber tya. Wenn man einen solchen Brief er 17.halt, rann man nur giercu ein ouper bestellen...." .So that ich." Sehen wir weiter den ! I Ich habe eme auteNachrlcht für. Dich. nä vj fU.XAZtt ',1',4 ks ZVicht ,em l'ch flau S'h'. J du J J," 'ben gehen h.k mch so ad, Bestelle keine Billette fu? das Wallner m.: .:,:. m. in " '' ! " T?snrtfn ?' "Z?.Jt . 'N dm .D' lem ZU erirm gen Wem Bild habe ,ch memen Col ; z w . Asf ..IuhK f.WMÄ" ?,M?K ar.!.O?g.wiß.d,din'ich..:? i iu, uuuj i. . . Aus Wiedersehen, mein süßer Freund. heute Abend. - Deine Dich innig liebende Bertha. P. S. Komme pünktlich ! Tausend üsse: B. .Die Jlitterwochen des Verhältnis seS." .Ja ; eme schöne Zeit .Hm; man promenirt iThtergsr
ten, sucht Veilchen im Grunewald und
gondelt bei Treptov.... .Äber ach ! Wie fingt drch der Dichter: rJeder Glanz verglüht. Wenn er strahlt am hellsten. Wag am schönsten blüht. Ach, das wellt am schnellsten Diese schöne Äeit ist leider von so I kurzer Dauer. Sie hört oft schon aus mit dem Vierten Brief. 1 Mein liebster Max ! wl Dos ist heute wirklich ein Unglücks tag ! Unser Chef hat bedeutendeAusträge bekommen und wir werden deshalb wohl is m oic naazl oinein im e,a)asl vier ben muffen. Erwarte mich also heute Abend Nicht. . - Herzlich erG ruß von Deiner 1 1 w Berth a. y .Na, die Anrede .Mein liebster Max Wlfc JJlllH IllVUlt JUIUV tn i ' ' .9. m immer nos emBewe S einer Zi emliö - ' . . ' i lebhaften Zuneiguug; indessen sieht man schon, daß die Jlittervochen ihrem. Ende nahe stnd. v , .Ganz recht Merkwürdig, wie diese '. jl r r rt ... oiicrc q icjneu zu orienilrerl ver mögen, Von jener Zeit an langweilte sich Bertha bei unsern gemeinschaftlichen Ausflügen. Anstatt daS wir, wie senft, in einem soliden Restaurant zu Abend aßen und unser Bier tranken, wünschte sie in den NathSkelle? geführt zu werden oder wollte g zu Heller ode? DreffU gehen, wo sie Sekt, Austern und Gänse leberpasteten in stattlichen Quantitäten vertilgte. ' Schlimm, wenn die Liebe eine Wei bes erst solcher Würze bedarf.- Ich seise also nicht viel gute vorau in dem Fünften Brief. ' Lieber Mr' Soeben Me'ich eine Depeschmeiner Tante aus B.rnau, worin m ihre schwere Erkrankung gemeldet wird. Sie im mich, sft zuihr zu komm, um ihr kalte Umschläge zu machen. Ich werd, also einen, recht traurigei? Son tagmorgen haben; aber ich" kann doch diese Hülseleiftung meiner armen kranken Tante nicht versagen. " ran- -- v Westens grüßend ,, .. Bertha. I Ach ! . . rr Wenn erst die kranken Tanten und die kalten Umschläge kom I men, so ist das em ganz böses - Zei chen. . .Allerdings, denn noch an dem er wähnten Sonntage traf ich Bertha bei Kroll, Arm in Arm mit' einem jungen Offizier in Civil. '. Einige Tage zuvor schon hatte ich seine Photographie ' in dem Album der Verrätherin gesehen." .Die Frauen, die uns hintergehen, zeigen uns ja oft gern unsere Nachfolger." .Am folgenden Morgen sandte ich ihr einen geharnischten Brief : acht Seiten eng befcyrieben, doppeltes Porto ! Armer Narr!" Sie wird ihn nickt 013 ur valsle getefen haben. . i--.. . ' ' JUKI Sechste Brief. wird Dir sagen, waö Sie mi: antwor tete. .Ich bin neugierig : . Mein lieber Freund! Du machst mir Vorwürfe, die ich'nichtj verdient habe. Ich kenne den jungen Mann, an deffen Arm Du mich gestern sahest, aar rncht weiter. Dieser Herr i . ... war nur f st aalant. mir um R,stnn w W W VHIIIUIIU anzubieten, was ,ch mcht wohl auSschla i - - gen konnte. ?kbr Männer frett ck U h rnrn u reit, etwas böseö Zlu suchen, aucb da. wo e aar nickt hiitt ifet qkck r,k. . "7 7 . .T " 7 ' ja leider deutlich genug, daß Du in der letzten Zeit unablässig mich zu chikaniren bemüht bist. Wenn Du Dich in meiner Gesellichast langweilst, so brauchst Du eö mir ja nur zu sagen ; ich will Dir nicht ferner zur Last fallen. Ach, die Männer sind doch alle gleich! Sobald sie ein armes junges -Mädchen verfuhrt haben suchen sie nach emem orwano, es zu verladen.? ' - . : r ißtriha' I rv . m ' 9 . ...m:.- . '5 sckuldia ist und im Reriff fft V7 I n... cX . n '.. . i 1 ? i rm r u mm Vktiu bin uu u & lm & m u iu ul i i in z:ihung zu bitten .Und sie schickte Dir den Siebenten Brief. Werther Freund ! Ich habe Dich wohl noch lieb, aber das Leben, welches ich bis jetzt sühre. gefährdet meinen Ruf. DaS muß anders werden. Mem Chef war so gütig, mir eine monatliche Zulage von zehn Thalern zu gewähren und mit diesem Zuschuß kann ich alle meme Ausgaben bestreike:!. 5ick denke daran, mich bald ZU verbeira then, - denn wenn man fünsundzwanzia Jahre alt wird, . ist es die höchste Zeit, ernst zu werden. . Behalte mich lieb, denke zuweilen an mich und wenn wir UNS begegnen, wollen . .-.. i rvir uns gruben Ich reiche Dir sreundschastlich die Hand! Und nun begann sie ein Verhättnib B e r l v a. mit dem jedensalls begütertenLieutenant, der ihr eine eige Wohnung einrichtete . .. tra , Wahrhastig ! So ist's ! Aber bist Du denn Hellseher, um das AlleS so klar zu erkennen? . . - ' Nicht das, liebster Freund ! Aber ach, die Weiber - cosi im tutte !.... Man braucht eben nur Eine gründlich fludirt zu haben, um sie sämmtlich zu kennen, oder wie das Paul Heyse irgend, wo hübsch ausdrückt: Kennt man ein f Ä n. c: Ä..c ""5 ü z. nu sz uiv &vvt ' -I Haut. Es ist. wie man saat. ein Gedank des Demostbeneö: der Ansang aller Tuaend sei Ueberlegung und Nachden ken ; ihr Ziel und ihre Vollkommenheit aber sei Beharrlichkeit - 1 Montaigne.
Vottttscze 0eanie.
O spät erwogene, vielvergeffene, maulgroße, prahlerische Pflicht, stets bekannt und selten in anderer Münze bezahlt &I5 in Zorn und Strafe, wann wird die Menschheit anfangen, dich zu erkennen ! Wann werden die Menschen dich anerkennen in deiner vernachlässig. ten Wiege, in deiner verkümmerten Ju I c w .. c r " . v : geno uno nicji erst in oeiiikr lunoigrn Mannheit und in deinem verlaffenen Spätalter! O, behermelinter Richter du, deffen Pflicht gegen die Menschheit jetzt ist, den 'zerlumpten Verbrecher zu Strafe und Tod zu verurtheilsn, hattest du nie, Mensch, früher eine Pflicht, ihn retten, die hundert offenen Thore, die tf. .ucl Verbrechertode führten, zu vd? riegeln und ihm die Thore.zum ehrlichen Leben zu erfchlieken? O du Beamter, hattest ou keine Pflicht gegen dieMensch heit, ehe die Getreideschober flammten und der .PKbel- raste; oder sprang sie 1.. .i,,,. . s. I Ki hiRttiA nittlmf Ihnrnt r . ruMiKAnutMiraHis rnts n .r UJ . IU UlUSVUtMtttUVtf 9 , MW V. Erde?' Dicken. O . Ich - bin der festen Meinung, menschliche Geist könne mit Elend Itt und mit Scenen des Gräuels so vertraut ge acht werde, daß er sie endlich nicht mehr beachtet, oder sie doch nur mit Glichgült!akeit ansteht ES fällt schwer, die Feinheit des Glück stets zu bewahren, und e ist meiner Ansicht nach kein kleines Unglück, in einer Zeit zu leben, wo blutige Gräuel häusig vorkomme. Durch die beständige Wie derholung solcher Szenen wird unser Gemüth allmölig abgestumpft und mit der Zeit achtle gegen daS, was eS zu, erst mit der NebenSsürdigsten Theil nähme und Trauer erfüllte. Diese Art von Menschlichkeit wurde von den Stoi kn als eine Schwäche unserer Natur sehen und verhinderte m ihren ??sen !.ie Kräftigung SSLn f i S über meine Empfindungen unterschelden tl J! i - Wl.chke.t als den krästigst n und fersten kann deshalb mehr als ich den Schaden beklagen, welcher den Menschen zugefügt wurde, indem man - ihr Herz mit dem Elend zu vertraut und es endlich gleich gültig macht. , ü o I Höflireit Achtzehntes Jahrhundert. Er. Dermaßen anitzunder der Him mel beliebet, seine vollen Regenwolken über unsern Häuptern auszuleeren und meine Wenigkeit daS vorzügliche xlaisir genießet, der Jungfrau. Llndmannm auf dieser offenen Straße zu begegnen; rn glncyen.Wlefeloe. eines ziaraxiuis's zu entbehren scheinet und mich das Glück 5avorisirst, einen selbigen just bei mir Zuführen: so wollte ich Mich als em ab i innntrimif :trtiinn iinn corrnronr sonderlicher Freund und sermeur Dero werthen Hauses unterthanigst un tersangen haben, der Jungfer diesen eben genannten xarapluio zu beliebiger Benutzung anzubieten; wohingegen ich mir gehorsamst erlauben würde, densel ben in diesen Tagen durch meine Magd abholen zu lassen oder selbsten mitzuneh en, wenn lch mich morgen oyneotjfe unicticyc, uct iniaoung juzxo tiocculen Herrn Vaters zu einemMittagSmahle submisfest Folge zu leisten. Sie (verschämt). Sintemalen Muöje Decklow unserer Familie intimeft be freundet, so dürste ich wohl kein Beden ken tragen, Ihre uns schon über die Maßen wohlbekannte Gütigkeit dankbarst itzo auch anzunehmen, wie ,ch Nicht er I mL vl rrs. r.rt ' angn imeroc, aycniciocn morgen och besonders meinen außerordentlichen Dank zu repetlren. Ich bedaure nur. daß MuSje Decklow ob seiner großen efälllglett nun vurcynantt wlrö unv iuj üimciiyi cuicii uiiuf cu jujictycn, oder doch seinen schönen Habit ruiniren kann. ! Er. Ich suhle mich überglücklich, daß die Jungfer, mir meine- unterthänigste Bitte nicht abschlägt und erlaube mir hiermit, ihr den parapluie einzuhändi gen. r N e u n z e h nie S I a h r h u n d e r t. Sie. ' Ich muß bitten, mein Herr Er. Es regnet, Fräulein ; erlauben Sie, dab ich Sie mit meinem Schirme begleite. Sie. Sehr freundlich. " , Er. Darf ich meinen Arm .. . Sie. Sehr gütig. Nicht wahr, Sie sind fremd hier, man merkt es an Ihrer Sprache? -: . . . . Er. Errathen. Haben Sie daher die Güte, mich zu leiten, ich folge. . Sie. Meine Wohnung ist weit von hier. ; : : Er. Wenn Sie nur . trocken nach Hause kommen Sie. Nun, die Mutter hat für Thee gegen Erkältung gesorgt ; Sie nehmen doch auch eine Tasse an?. Er. Ja wohl! mit vielem Danke, mein liebes holdes tfind! : , Nuyrn und Liebe Der Fall Constantinopels machte 1453 dem griechischen Kaiserthum ein Ende. w tt v. . r .. i' cayomer xx. oer als leger in viz txo berte Stadt einzog und sie. zur Residenz dervuilane. eryoo, roaro o 9iunb er Beute semersti 3 wieder besiegt durch V!a MI i A AM S9m9 ItHAinlMVU uic auuu ihi. yuuiiuua luuyvuur I m m ft r AM V i ?ln. . Irene nahm oas yers ayomers 1 laneuuno Dpujianoig nn, oap inn onzeS Wesen sich ve C1 1 . C iX.liA W V2. laiiill.. uw .ug.tll, uu, - "8KcgtaungSangeUgenhciUn überließ er semen Ministern, zu neuen. Feldzugen H.Brul ve. der heimkehrte. Darüber murrten seme Janitscharen, und endlich wagte der iHfn 'ttlunaooa. oem iÄUilan vormnei llnl welche Stimmuna unter den Krie. aern einaerissen und wie unvillia sie wd I " v. rc.w. r t-rri..'c :c. ren, uic tycuiui ju g(upcnicniumic iyia Gebieters seiner Leidenschaft für einWeib aeopfert zu sehen. Gelassen hörte Ma homet die Vorstellung an und erwiderte: Jly vergeoe vir )eme uynyeil, aoer sorge nur dasür, daß morgen die Janit scharen inSchlachtordnung stehen !" Der Bey ging, semhett begab ych zn Irenen
und hieß sie, an nächsten Morgen ihre
kostbarsten Gewänder, - ihren reichsten Schmuck anzulegen. So führte er die Griechin. derHand vor seine Truppen. Wenige hatten bisher das reizvolle Ant litz der Geliebten ihres Führers gesehen, auf Alle brachte die schöne Erscheinung jetzr lebhaftesten Eindruck hervor. Ma homit bemerkte die Wirkung und fragte laut : Hat die Natur wohl je ein voll kommenerekWerk gebildet V Emstimml ger Beifallsruf war die Antwort. Die Qfsiziere sielen dem Sultan zu Füßen, betheuerten, Irene fei die Zierde des gan zen Reichs, und deinenRuhm kann nichts beeinträchtigen. .Und doch", verletzte der Sultan funkelnden Blick, .ist es die ferNuhm, wonach ich lebenslang getrach tet. Ich vernehme, ihr tadelt meineLiebe; wisset aber, daß euc? Kaiser nicht allein yerr über die ganze Welt, sondern auch über sich selbst ist r Damit zog er den vüdel und hreb mit nemStrerch Irenen daS jugendliche Haupoom Rumpf. ' - m m m langt?. Alle Tragödien zusammengenommen, die in christlichen Herrscherhäusern ge spielt, erreichen nicht entfernt die Summe derer, die sich in den Palästen der türki schen Kaiser zugetragen. Selbst unter den besten Sultanen der Oönanen war Vervandtenmord an der Tagesordnung. Von den unzähligen Beispielen ist aber kaum eins ergreifenderes folgenderVor fall in der Familie Soliman. der 1490 geboren, empsing 11520 diehuldigung des DisanS in Konstantinopel. . Hand lungen der Gerechtigkeit regleiteten sei nen Regierungsantritt, kühne Kriegötha ten folgten, mit jeden Jhre wuchs sein Ruhm. Doch trotz der Kraft, die er innerhalb seines Reiche vi: nach außen entwickelte, war er von haltloser Schwäche und Nachgiebigkeit gegenüber seiner Favoritin Roxolane, einer geborenen Russin. Ursprünglich nur Sklavin, hatte sie sich durch Ränke und Umtriebe aller Art zur rechtmäßigen Gemahlin Soliman'ö emporgebracht; nun aber galt eS, ihrem ältesten Sohn Selim die Thronfolge zu verschaffen, ein Plan, bei dem ihr der Prinz Mustapha im Wege stand, der einer srüheren Verbindung des Sultans entsprossen. . Bitten, Schmeicheleien. Thränen, kurz alle weib lichen Waffen führte sie in's Feld) bis sie durchsetzte, daß der Vater den Befehl zur geheimen Erdrosselung seines eigenen Kindes gab. . ' In dem Augenblick, da da? furchtbare Gebot vollzogen war, trat Giangir, ein jüngerer Sohn Roxolanenö, bei Soli man ein und fragte nach dem Halbbru der Mustapha, an dem er zärtlich hing. Vielleicht hatte er eine Ahnung von dem soeben Geschehenen, indeß der Sultan verrieth eö ihm nicht, sondern wies ihn in Mustapha'S Gemächer. Gianair ging, fand seinen Liebling entseelt, warf f! X. " . V - rt . . . e r i . neu uoer oie iieicae uno stucyle ven ur hebern des Mordes. Die Auöbrüöe seines Schmerzes wurden so laut, daß sie in Soliman'S Ohr drangen und dfe.' selbst herbeikam, um den verzweifelnden Jüngling von dem Schreckensort egzu führen und zu trösten. -Allein Giangir, an der Haltung des Vaters den Schul digen erkennend, stieß die dargebotene V V . Ji . c f . ...c r ... V zurua, zog oen jVDiq uno nt au ßer sich : .Barbar, ich will Dich wohl verhindern, daß Du es mit mir nicht ebenso machen , soll Und im Nu bohrte er sich den Stahl in'S Herz und sank leblos auf Muftapha'S Leichnam. Sem Tod war rm echtesten Sinne die tragische Sühne des Verbrechens sein Eltern. Nezept zur Heiterkeit. So hvre deun und gkb wohl Acht, Wie man die Heiterkeit blast end macht, "v . Denn nicht eine jede ist echt und Lein, Dvch die hilft bei ieglicher Pein Zuerst sieb in'ö Herz und späh' eS recht auS Und wäsch'alle Selbstsucht tüchtig her. ans. Dann nimm Geduld, und Nachsicht zur : Hand Und schüttle eö um mit etwas Berstend. Ein Tröpfchen Lethe thu', auch dabei. Es macht von vergangenem Weh Dich frei, Nicht Leichtsinn, doch leichten Sinn rüh ' re darein. Ein Bikchen Wij, doch . gerieben gas fein. Viel guten Willen nnd ftste Kraft, Und Menschenliebe, die httst nd scht, Ein wenig Selbstvertrauen und Muth, Bescheidenes Hoffen und ruhig Blut. Dies alles rühre zusammen sei Und nimm tS mit reinem Herzen ein. -Und schlägt daS dennoch nnd ' kommt nicht zur Nuh', So .blicke bittend nach Oden dazu. Du wirst sehen, dann kommt der Muth Und alles Andre wird wieder gut. Die Thräne trocknet, die Lippe lecht. Und doch weiß Keiner, wie Du eS ge - macht. ENFANT TERRIBLE. - - - - - - . . ' . ! Onkel Willibald hat gehiirathet, und das junge Paar wird zum Besuch erwartet. Endlich fährt der Äagen or, der die neue Tante bringt ; dieselbe wird von den Kindern, wahrscheinlich deö mitgebrachten EonsecteS wegen, stürmisch begrüßt ; nur der kleine Kurt steht seiner Gewohnheit zuwider still dabei, die Tante fortwährend sixirend. Tante: Nun, Kleiner, willst Du mir keinen Kuß geben ? Weshalb schaust Du mich denn so genau an ? . Der kleine Kurt: Weißt Du, Tante, so dumm siehst Du doch nicht auS, als wie die Mama Dich beschrieben hatt Der Zeuge. Bei einer Gerichtsverhandlung wegen Beleidigung fordert der Vorsitzende den Zeugen, welcher mit dem Kläger, und Beklagten zusammengelegen hatte, aus. den Sachverhalt zu erzählen. Dieser f i ir .' r n r 1 leooq sagt, er mt q mqx mehr bar auf zu besinnen. Vorsibender: Sie mlfsen es doch se hört haben, Sie sind a von Ansän lit ty v ? zu ünoc caoci gewesen. Zeuge : Ja, ich veik es nicht br. Hätte ich gewußt, daß die Beiden die Sache -vor Bericht auSmaäen vollien. fg dÄM resk ufzep
Was flä die yratre erzählt.
Tief in den Steppen Südamerika's or - i n:rr O r,ij8 nsiEC Zll)llNtt IIU Cl jiüuyci nuy vm - 7"7' GraS. Er senkt den tfopf mit schmerzliche? 6c beroe . Und wirft sich nieder trostlos auf Sie Erde. O Wamba, Wamba (also hieß die Kub. Die ihm bis jetzt in Lieb' gehörte zu). Warum hast du mrr , rief er, oas ge than! Wie konnte dich betbören solch ein Wahn, Daß mir du, der dich liebt bis aus die Knochen, Mit einem andern Ochs die Treu' gebrechen ! O wie der Schmerz tief in's Filet mir dringt: Und nirgends, nirgends eine Rettung winkt. So mag ich denn fürwahr nicht länger leben. Ich werd' den Tod mir. eigenpfötig ge" den. Wer Hätt'S gedacht, daß ich auf solche Weise Antreten werde die letzte Reise ! Ich hoffte noch dereinst aus dieser Erden Zu kräftiger Bouillon verwandt zu wer den Vorbei der Traum! Kein Feuer wird mir lodern. Auf freiem Feld werd' einsam ich vermodern. Den Geiern nur und sonst derart'ge Vieh Dien' höchsten? ich zum kärglichen Me nu." Doch sieh, da naht ein Mann gar wild und zottig. Auf feinem Rücken trägt er einen Bottich Und spricht zu ihm : .Das Ding ist nicht so schlimm. Wie du dir'S einbild'st, Dummkopf, denn vernimm'. Solch Fleisch wie dein'ö, wird kunstvoll präparirt. Getrocknet erst und fein pulverisirt. Dann packt man, eh' du dir's versiehst, es six In eine höchst patente blech'ne Buchs' Und exportirt es hierauf laut Faktura Als neu'pes Nahrungsmittel Carno pura Dies sprechend stieß er mit gevalt'ger Kraft Dem Thier m's Herz das Messer bis zum Schaft, Die Grillen zirpten leis .ein Abschiedslied. Da ward der Ochse froh und verschied. G a t t e n l i e b e. Lessing Hai behauptet, erst das Christenthum habe die Liebe zwischen Mann und Weid ideal! sirt. ES sinden sich aber trotzdem Bei spiele im Alterthum, welche das Wort viderlegeu. So wird von dem Römer Tiberius GracchuS erzählt, der mit der edlen Cornelia, Scipio'S Tochter ver mählt war,daß er einst ein paar Schlangen in seinem. Bett gesunden und die Wahrsager gefragt, welche Vorbedeu tung dies wohl fei. Die Priester ant werteten, er dürfe die Thüre weder um bringen, noch von sich lassen, weil Cor nelia oder er sterben würde, je nachdem das Weibchen oder Männchen das Leben ' verlöre. GracchuS stand bereits hoch in ' Jahren, Cornelia noch in Jugendbluthe i ?ylte, und do er die Gattin so zärtlich liebte, daß er glaubte, ihr ein besseres Geschick an der Seite eines jüngeren Mannes zu bereiten, wenn er von ihr ginge.so tödtete er daS Schlangenmänn chen und bereitete sich auf fein Ende vor, das in der That, wenngleich nur zufäl lig, bald eintrat. Er hatte aber Corne lia keinen Gefallen erwiesen ; denn un . geachtet ihrer Jugend blieb sie Wittwe und schlug sogar die Hand eines Königs aus, des PtolemänS von Egypten, der ihr seine Krone anbot. Militärisches. ' Ein Portepeefähnrich, der den Ossi zierS.Jte.;.'i (mit Achselklappen) trägt, pajss er Posten, ker salutirt. Er frägt den aten : .Warum fassen Sie das Eelr ' in ? Wissen Sie nicht, was ich bm' Zu Be Herr Lieutenant Ich bm nicht Ofsizier.sondern Fähn rich erwidert dieser. Was bin ich?" Fähnrich, Herr Lieutenart H Der fromme Vater. Lehrer: ....Auch bei Tische sollt Ihr an Gott denken und ihrn sür seine Gaben danken. Nun, liebe Kinder, wer betet bei Euch ein Gebet bei Tische? Niemand? Nun arlchen? Karlchen : Mei Vater. Lehrer : Und was sagt er? Karlchen : Er spcicht allemal, wenn wir alle beisammen sind : .Nu haut ein, ihr Türken r Vom Halse geschasst. A.: .Verzeihen Sie. daß ich mich er kühne, Sie zu belästigen aber Ihr edles und menschenfreundliches Herz gibt mir den Muth. ." B.: .Ach, Sie könnten mir vielleicht einen kleinen Gefallen erweisen wie?" A. : .Was Sie wollen! Befehlen Sie mir!" B. : .Ich erwarte nämlich jeden Au genblick den Gerichtsvollzieher da wären Sie vielleicht so freundlich, demselben beim Siegeln das Licht zu hol ten ! V Jedes- Warum' hat sein - 'Darum. Herr Müller : .Sagen Sie mir doch, warum hat denn der Herr Scharlhuber einen Orden bekommen ?' Der Mensch .hat ja doch gar nichts gethan, als dann und wann , im Kastttyaus recht dumm über Politik geredet !" Herr Schmid: .Er hat sich halt für'S Vaterland blamirt, daS ist keineKleinig keit l" Herr Müller : .Aber der Herr Pichel graber ist während der gevissenZeit nicht einmal in'S Kaffeehaus gekommen und hat doch auch einen Orden erhalten l" Herr Schmid : .Der hat ihn darum bekommen, weil er 'damals zu Haufe immer auf der rechten Seite im Bett ge lege ist !"
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