Indiana Tribüne, Volume 6, Number 68, Indianapolis, Marion County, 26 November 1882 — Page 7
A U N lt. e,n.Stud.nteneschick,te - .schicht.., j In der kleinen Universitätsstadt lebte vor mehreren Decennien ein rtrsamer Tischlermeister Namens Jröbllck Seine Frau war im sünfzehnten abre nur glücklichen Ehe' gestorben Seit dem führte ibm Anna. itn tm!nao;s
die Haushaltung und zwar so verstandia v..n.. v J v lnoB i ,.nd musterbast. h& :...:x tete, ihr eine Stiefmutter u aeben i mnnXTmk nu' . " kiaa ttSS iiiirtS .SSJm? " b,'r in l r SZ 1 äffif ?rtmMrtm.?K Äi" 5X.?"?'J
xriirn n n if it n - i . m i itivtom qZ. 1 l8 v.0l,lUar . hlt ScKn"?3 ?nnrch und aufmerklam war,so fehlte 2lflln -"Werbern, und der OklNk Mm tritt rrr n Ariirft I LlgUNg - - - - - v wM.tt it.un Tag mochte hin und wieder dazu beitragen, s ! tifT."(R. cm..r.r-t. v vil Miiuiyui j;iucnü9n, ücui 01c Thaler nicht allzu dicht saßen, zum Zu greift zu bestimmen : aber das Opftr lohnte sich nicht. Fräulein Anna, so herzlich sie Jedermann beaeanete. besak zudringlichen Albernheiten gegenüber eine Würde, . eine gebieterische Ueberlegenheit, die jede Unatt im Keime er stickte.. E5 fca? am 5. April 18, als 'ein Studiosus der Forflwisienschast,NamenS Kurt von Erckmann. die Trevve',u' der Fröhlich'schen Wohnung hinanstieg und sich nach dem zur Zeit noch unbesetzten Ztmmer erkundiate. t - i '"J ? I Aennchen ersuchte den jungen Herrn,'! sich gesälligst hereinzubemühen. Kurt von Erckmann musterte die Stube mit tu. . 'i . 'i ; MI einem Sclaven eine Knade erweist. .Er wars noch, ein paar Fragen über: Frühuck, Liazt u. s. w. hin und sagte dann, indem er nfi eme ttaoannad anzündete: Wut. Fräulein. 5ln einer Stunde werde - ich Ihnen meine Koffer schicken, Hier ist meine Karte. Adieu !-- .? c.. , v' . . r lmieie um oen ui. oen er waarend dieser ganzen Scene aufbehalten I a r : ' hatte und eilte majestätisch die Treppe hinunter. ' . . r !." I'Ull von ramann moazie ima im linDtnanua iaurt zaoien. nammie i rm ri I aus einer altadeugen, aber gänzlich ver U O-fc "V ? , I , ormten Familie. Seine Eltern - hatten ibm bet ibrem frübenTode NichtS muck otlsliT. aS das stolttBewuntsrin.einem glorreichen Geschlechte anzugehören." Ein i - m m - LM W W I Äheim, der sich des Verwaisten ange ommen hatte, verfugte nur über be schränkte Mittel,und lange Zeit hindurch roar guter Rath theuer, wie man für den rr rt ... i cm 4..nhoffnungsvollen jungen Mann dieKosten r r - rr- i i. I cer alaoemllcyen etuoicn auivringrn sollte. Zum Glück gekang'eS den Be mühungen des braven Oheims,' dem wiffenSduipigen Neffen ein Stipendium von zweihundert Thalern zuzuwenden, Mit dieser kleinen Rente und eiem ge? : .s,. KaK V.0nf.T OulvfMP MUS WVfc 1 1 VVIiWtitlta versehen, bezog Kurt die Universität und - gelobte sich, in längstens fünf Semestern kein Examen zu destehen' und. alsdann mm rt - r..nnuV!.. -T I jajieunigix einejcionjionoigc icunng i zu suchen. Man hatte - ihm in dieser i Beziehung bereit? sehr ermuthlgende Verheißungen gemacht, und freudigen Herzens sah er einer .rosigen Zukunft entgegen. ' Kaum batte' er sich in dem Gröblich' tätn ftflnfc installirt. als leine veranüa Siche Stimmung eine gelinde Trübung subr. Ein Ueberscblaa seiner Z?inan,. i läge belehrte ihn, daß der Preis dtSZim erö erbiblich über feine Verhältnisse l iinauSaebe. Aber em verr von Erck Mann war es nq uno iclner amnie i n r . r e 1 schuldig, ein uenig zu repräftntiren ! ,Zab es nicht Mittel und Wege, daSVer ! ouSgabte Hundertsach einzubringen? Er irauSte nur beispielsweise tSalich drei Groschen von seinem Vergnüzungsbudet zurückzulegen, so war dem Schaden - m abaebolken! lKurt kämvste demaemäk die unbebaa chen Empsindungen, die jene Erkennt- - y f jr r f . . L - ! . V VI Mft in lym wacy gerufen yalle,nieoer uno I teilte sick lunäd&st. lin einiaen der an gesehensten Familien von H. Besuche zumachen. Er hatte jetzt hierzu die beste m . t. rr n ' n IKubc, cenn oie ouegla oegannen eril I in v!er,ebn Taaen. und mebrere derDra. lesioren, deren Vorlesungen er zu belesen I v . . '. n I " I rteDQnie. raaicn noaj ocrni i. - 4 4
?! mrrn "Ml;.WM,"i" J?P.l'mXtMtn'Ärotdt.
einer yoaznangen .VVlelcyglttlglelk, Irak Ittl, Vraoouriiua .unsma.yunoerliau Zir uus vkk vrnourgcr'tute riliku i.rz m iup n. u' an'ö Fenster, wie um die Aussicht inAu send Teusel" mit soviel Feuer und Ele- nen dal cfcarnxetre zu veranstalten, hübsche, gediegen Kenntnisse und, .genschein zu nehmen und nickte dann mit ganz vor,, daß die Lobeserhebungen und Dabei sollen zwei allerliebste Lustspiele last, not least, die Damen hatten sein der souverainen Kälte eines Vasckmder Beifallsweuaunaen kein Ende nehmen zur Ausführung elanaen. Wollen Sie Wort ! Er durste sie durch sem Ausblel.
Man empsing den artigen Eavalrer ! Sauerbraten nach verändern und sieben Herz nimmt dergleichen . nicht so genau,! lies er Gefahr, die ihm gewährte Famius zuvorkommensie. Der Name 'von Becker Gmbriniscken ' Gebräu's ver- und als Kurt seine Dame im wirbelnden lienunterflützung zu verlieren. Zu der
Srckmann-hatte in X. einen gutenKlang. Die jungen Damen fanden ihn ungemein interessant; die Mütter bewunder, ten feine liebenswürdige Tournüre, und MW die Väter und Brüder gestanden. -y n . m m & T- ; . ver Herr vluvlosus se; emc vlslingumc ffir ntinn. . - . In der That hatte das Wesen Kurt's etwas Benesenoes. von caiur :ress-i . .mm w i - rr m t . lich begabt, gut erzogen, schön, ritterlich, s,saö die Kunst. , seine Suneren wie ' rn . :.':a.. Ri:.!;. lllnClin -OOtslUHt lil JSavyH l ? .u .m. n'l Geltung zu bringen. ?as eae,Veivu ItnMt feines Auftretens war zu Harm los, .zu lmdlich, um zu .verlegen. zi r ' . !e das namentlich im Lvceum feiner Vaterstadt häusig genug geschehen war. Kurz, er gesiel, und bereits am fünften Tsae hatte er die schmeichelhafte Aus rahl zwischen drei Einladungen. Er ,oa die einer verwittweten Droses. sorin, mit Namen Brückner. aus man nichfachen Gründen vor und drückte dem Rechtsanwalt Dr. Knorr und dem reichen Fabrikanten Nauh!m in einem ar tiaen Billet seinBedauern aus, für heute - P m .. ... r .. schon verzagi zu lkin. cy Tf... mfili VM.l Ijiuu Viiuiu oiuuui. uiuu uuiuuia -In arokes SauS. Sie bewohnte . ein
machte gar kein Hehl daraus, daß er sich lud ihn ergeben? ein, ihm morgenAbend benS den Kopf, vS der junge Herr vora?S Edelmann für ein privilegirteS We um 7 Uhr die Ehre z schenken. . Kurt habe. .Ha, Treulose. ... so hab' ich seo halte, aber er ahm eS nicht Übel, fühlte sich im ersten Augenblicke versucht, mich nicht getäuscht ! Sie errvthen, Ma wenn feine büraerliüen ffreunde ihn we. die Einladung unter irgend einem Bor dame, Sie erblassen !" oder : Gut ; ich
gen dieser Anschauungsweise aufzogen, i wände abzulehnen, denn die blüthen ! gehe! aber dereinst, wenn die Stunde der
vrachtvolleS Apartement in der neuen ! ja der Beginn der Vorlesungen vor der jw i k..r.u.fi. .c.loi.'! v t , . vi. Ar.:r..
ANiage iinu u(Cuuiuiic i iu yiuii' ... r- r . v:. rr-mmm. l.k.i:. halben Jahre bei ihr zu Besuch und bil bete de Mittelpunkt dieses ebenso geist reichen als vergnügungSsüchtigenKreiseS.' ßl SW$$U1 von blendender Schönheit,
zenoiu üuiuna uic ,..un w. uiuu.rni- lltti voruoer. ez Lliyl vrlkullllrl, llv uuil.i ..Iiutt.n. i uutu oiiicu iuz .zt.. illv schen Gesellschaft. Ihre jüngere Schve kirte er nicht viel, wenn et für diesmal das Leben theurer fei, als er sich vorge sie und setzte .die Mündung an feine Fräulein Josevhine. war feit einem noch accevtirte. Er liek also eine am stellt u. f. v. u. f. v. Der aeliebteöerr Schläfe. Er zitterte heftig. Wie um
vitzjg, graziös, majepätisch,kind!ich,ganz nach den Ersordermssen des Augefl. bliZS, wäre sie das Ideal einer jungen Dame gewesen, wenn ihr nicht die schön Gierde des Schönen, die Wahrheit, gekehlt hätte. Josephin, hatte sich so langrihrer leichten Triumphe gesreut, so lange mit den Herzen gespielt und ihrer seufzenden Anbeter gespottet, bis sie die
Fähigkeit einer ausrichtigen Empfindung i,,s.. rc r:. verloren batte. ES täten lndek. als ae he die Professorin mit dem Plane um, lhre Schwester zu verheiraten, undViele behaupteten,' der strudelnde Wirbel von Diners, Bällen, Lustpartieen, theatralifchm Vorstellungen und musikalischen Abenden aelte in erster Lin e diesen 4 1 Kurt hatte Fräulein Josephine, wie begreiflich, in hohem Grade reizend genW und imar cntfAiebtn rmender. sttt die beiden Töchter des Rechtsanwal. . - . ... . . TL . . -j7- . I Wahl ohne langes Hin undHerschwan I t. len in oem ooen angeoeuieien Vinne aus. - - Er warf sich also um 7 Uhr Abends in Wala und verspäte stck ,u Zuk nam der neuen Anlaae. Droschken aab es da mals !n X. noch nicht, und ein eigener Miethswagen kostete anderthalb Thaler, eine Ausgabe, die Kurt mit Rücksicht auf seine .Verhältnisse . scheuen zu sollin glaubte. Hatte er doch ohnehin seine nicht mehr salonfähigen weißen Hand. schabe durck. ein neues Daar erleken müssen, : das sein Budget lin fühlbarer Weise belastete. . Man azMrte sich ' köstlich. Kurt be saß'cine schöne kräftige Baßstimme. Er sang mit FräuleinJosephine verschiedene anmuthige Duette . und trug schließlich ? crt - . n r" r , I wollten. . , ........ . : Josephine kokettirle mit verlührerischer Soldsellgkelt. Ihre langen, draunen Sckmacktlocken sckienen lbr KSvfQen m umflattern, wie eine kosende Amoretn schaar den Busen der Liebesgöttin. Aus ihren dunkeltiesen Augen blitzte es so ge ? ? r-Pi rf-'c.r . oeimninvou. o ilikiraumerlim. dar aum ' m- , , i i' r- I ein erfahreneres Herz, als das unseres Kurt, in das goldene Netz gegangen wäre. - . w . i M. . i . . . . uis ser atxz uoioius gegen i uyr ? rr v m . ..r-c I rein raatr aunnaif. lrnmuc er dei oem U II -w - - r , , I könne selbst ein vrincivienstrenaer Edel. "T " W ft U mann schwach werden und sich versucht fühlen, seinemStammbaume ein uneben bärtiges Reiß aufzupfropfen. 'DeS anderen Tages empfand er einen unwiderstehlichen Drang," in's Weite zu t .:t ... rr , .: ..r r.n ... schveisen. Er hatte sich in der nächsten st c r . v . in r . I umgevung ociöioox verriis uingeeyen, und so beschloß er denn, daS Herrliche Frühllngswetter zu einem Ausfluge nach einem benachbarten Bierdorse . zu be nutzen. . Zwei Eommilitonen, die er bei der Professorin kennen gelernt, begleite m ifYt Oii.i : Mvft.s hvlvoK. tvtt t4y it. I.utl UltbtlL. I,u7 vvfclichdennhermann Eellarius.swä.Mr., und .Fritz Freiherr von Beiden, etud. mea., waren gar zoviale Gesellen ' und! n V . . i T- - T 4 ötipanoen es mqi nur, cinci vsaiun i däme den Hof zu machen, sondern excel Irrten auch m cerevisia und andern akademischen Leistungen. Da insonder heit der Freiherr an lustigen Einsällen, pikanten Anecdoten und satirischen Be merkungen über Welt und Leben unerscbSvklick war' 1 so fcblua es acbt. ebe die drei Kameraden das letzte Seidel geleert hatten. In urfideler Stimmuna trat man den Heimweg an, und Kurt trennte sich von den neuen Freunden mit dem ! aumcbnaen Wun cde e:nes balvlaen ulroerzeyens. . i im : . r .t. . .. m. I Als Kurt am andern Morgen gegen 10 Uhr erwachte, hatte er das unange nehme Bewußtsein, btt den gestrigen Gelage inclusiv: der Kosten, für ein ländliches Abendbrot sein Budget für drei Tage bis aus den letzten Pfennig . m . r i . . a 1 erscbövst !iu haben. Der swa. iur. Sermann CellariuS und der ffreiberr waren zwar keineswegs hinter ihm zu jf - -1 f I .X. . - .11. 1 1 -" - X - I rullgeoiiLorn,'aocr rr naiic urjacyc, UN- I zunebmen. ibre vecuniäre Situation ae statte einen derartigen Luxus, während seine bescheidene Stipendienbörse schon r ' . rr- . v . c . fr . t 1 . , . t Y ie:r lriaziung oes ivcielySLeiragcs leyr ftüttinbifiÄtia dreinsckaute. . " - ' . 1 I -Doch was konnte er machen i Wenn, . r . . a .1 . . r . r 7. . I ein Duramiiscr bluq. lur. eine öcuuitci tilgte, so durfte er als Edelmann nicht knausern. Uebrigens war der Schaden leicht einzubringen. Er, brauchte ja nur....h . ;;l . I ' Kurt vollendete dusen trSstlichen Ge I . Vta . m. iwi 9 vanlen ntqi. irrn oer Vesqnelvung 1 o8 ZUeranuaunasduöaelS war es elne eigene Sache; da? hatte er zur Genüge I rr . f- . . i ersayren . . . . in saucy von unmuiy I flog ber semeStirne. Aergerllch sprang er aus dem Bett und kleidete sicd an. I . nr.M.n (t.xfiTSA (.t. ; . Itutt i)kvuuuj viuujit iim v ib . m . - , w . t. gkwoyniicy oas ruya. uui oem zierlichen Kaffeebrett lag ein Billet I Z. rv rt . rt . rn Wo. ' Ver Nechlsanualt Vr. ttnorr ecke Unfchurd uiner neuerlich erstände nen Galahandschuhe war längst dahin, j.und zur Beschaffung eimö neuen Paares glaubte er sich Angesichts der gestrigen I Excesie nicht autorisirt ; auch war das Wetter umaeschlaaen: eö aok wie mit Mulden, so daß an ein Zusußgehen nicht zu denken war. Indeß, Dr.Knorr hatte schon einmal einen Korb erhalten, und die TradUionen derer von Erckmann berichteten Nichts von gesellschaftlichen m -7 . m t. t s zzerttöben, mangeinoem savoir vivrv, I .:.fl.n ti .. o..r. jr...M.i.!4 i iiu jUültnufil ouuoauÖll,f Ul,u kleinlicber Bereünnna. UeberdieS stand i iu,une iniaAsli roar uic sqivh vHt I k.r.. m r. i t.i-.Xi.i o tungövolle Empfehlung sagen, und er werde so frei sein, sich zur angegebenen Stunde einzusinden. Aennchen schickte ihren kleinen Vetter Anton zum Lohn
. Nuhme r feinet Ahnen, die es Mädchen Josepymens dunkelbraunenAugen mitten mn oem zwenen Äorrrag oes Prozes
verdiene von blauem Blute zu fein! Ja, ins Herz traf und sem: .Ich bedaure, sor Eajöry gluckte es unserem jungen
. er gestand sich, be m Anb'. S solcher Reize anädlae ffrau m em verlegen aettam reunve be er, ais mu vem eruen. Wer
kutscher,' um für den jungen Herrn eine Equipage zu bestellen, und ging. aZS sich gegen 2 Uhr Nachmittags die Wuth des Unwetters so ziemlich ausgetobt hatte, selbst in das GalanteriewaarengeschZst der Gebrüder Lapdauer, um ihremEdel. mann ein Paar Handschuhe Numero 8 mit gepreßten Bronzeknöpschen zu kau fen.
Kurt traf bei dem Rechtsanwalt fltrfT(Artf w? eine eine dlttmgmrte Ge ell cdast. &5 Fete von beträchtlicher Ausdehnung; die neuliche Einladung hatte nur einem Abendessen en-petii Comite gegolten. Der Herr Studiosus machte der HauSsrau die artigsten Complimente, wartete, bis die beiden Töchter m Tisch enaaairt waren und erbat sich dann von Emmy, 9 r- - 1 der ältesten, heuchlerisch das Vergnügen der Partnerschaft, um nach Voraussicht bedeutet u werden, dak er m svät kom me. Nachdem er so ohne große Opfer r . r... . rv- . - . " v n. . ' x. sephinc, die an der Seite der Professorin ...-". A.i eoen IN oen aionlrai.... Er wurde huldvollst empfangen. Als man zur Tasel ging, schmiegte sich daS scköne Mädchen so vertraulich an seinen Arm. daß sein Herz höher schlug, und der Gedanke von dem unebenbürtigen Reis.daS da werth wäre.auf dem Stamme einer antiken Heldenfamilie weiter zu blühen, von Neuem durch sein ahnen stolzes Gehirn zuckte. Apropos, Her? von Erckmann !" sagte die Professorin, die ibm vis-a-vis xu sitzen kam, .ich habe eine große Aufgabe sür Sie - Gnädiae ffrau.- entaeonete Kurt, versüqen Sie über mich. Sobald cs die Witterung erlaubt, also etwa in fünf sechs Wochen, gedenken : . .. C V T t.. -CTY "tf . (f.! I so aut.a sein, eine Rolle zu uberneb men ? vr yane eine abieynenoe Antwort aus der IKunae. Er wüßte, dak solche tbea tralisck? Vorstellungen eine Unzahl von Proben ersordern.. Auch das Eostüm konnte Ausgaben erheischen, die über die Vt?.i-.. a Vi .! ltaaiaieiien eines üiircnoiaicn omaus . . - mngen, Jett undGeld mukten ihm aber auö den weiter oben entwickelten Gründen gleich kostbar sein, und so rüstete er e?f i . . m . . t. I lieg vereus zu einer cineriung uver ,n - m . A. "IC . I CTl o I manacinuci aieni. ai icn cm cuu aus i melteS .Ja- verwandelte. " . Schön. Ich danke Ihnen. So wer de ich Sie also morgen Nachmittag um . n. ' s T ... r ...am I orei zur eruen klung ve: mir seyen ? X .Vn mSÄI mm.Tm I Josephine lächelte, und Kurt bezog die . ftr. .1 . . 1 r c ' . rv c . r rr' I UJ U4llVt ItlUi (UlUilUlttl. I ses Lächeln aus dieFreude über seineEin. .'.fl: k T- .uu.rx..:u l!.r.. I ,u,gung. o onnrnsukin icjia leuchtenden Mädchenangesichteö vergaß er Alles, was ihn sonst mit unangenehmer Zudringlichkeit gepeinigt haben würde, Uebrigens hatte er ja fünf volle Semester vor sich und wenn'ö auch sechs tntiVn nt& Kfi Tr O.rn '' M,M M(viv vm kvtM war so nachsichtig, so geduldig! Und wer konnte wissen, ob der alte Freiherr vonvramcmn.Wemngyausen, vasyaupk !. T1 ... u lt.-u rr!l.r!.2. I mw niiyi UUZK ri.tlkllitrll suciuuac, i ihn nicht bei seinem demnachstigen Tode mit einem hübschenLegat bedachte? Nein, eö Iväre thöricht gewesen, sich um Nichts und wieder Nichts graue Haare wachsen zulassen. Vivela,joie! Beim Dessert knackte Fräulein Jo sevhine eine ÄvillinaSmandel auf. .Kommen Sie. Herr von Erckmann sagte sie mit aller ihr m (Stlott tttUn den Anmuth, .lagen Sie uns ein Viel. liebchen essen l" ' Kurt wmvm tnörltatm Er ok die imnu ju uusdiuuspdu, uap üii;yinc flm..v.f r . ...sV r.rr v.a o-r4.t.:. abermals lächelte und der Schwester jen seits deSTisches einen verständnißinnigen Blm zuwars. Bereits nach fünf Minuten hatte der zerstreute Jüngling die Wette verloren, Vielleicht hielt er es auch für seinePflicht . f A Cf . 1 ! . V f. -1 . C k. ' V alö CavaUer, der holden ffnndm den Siea zu erleichtern. Wenigstens war er über seine Niederlage ungemein glückmV A M d 4S V.as t Y . u;, uuu yciuiti wh a.gc vrn uiukuu sen Scherz Nichts einzuwenden gewesen, wenn Kurt von Erckmann über die Renten des ktuä.ur. Hermann Eellarius . f " - A f.Iii. T - t.f v ... r?jt verugi ualle. uoer oesano er ncj von Rechtweaen nicht in der Laae. einer , . . . " ' verwoymen Ballprinzezsm galante Ge IX. .u f . JC O v . C ., . W . o iujuuc lautuc. Änuc5. ein uoueö Walzer durch den Saal fliegen ließ, kam er sich priori wie ein ErösnS vor, der sich keinen Wunsch zu versagen braucht. - Die erste Leseprobe beider Prosesiorin ftkl höchst besriedlgend aus. Man machte 1 r W . T fc. W mm m sicy gegenscmg oic sMelcyelyaslesten .omvnmenie uno aezoore na, etn real gründliches Studium der Rollen. Na j lurncu vtiev oie e,eu,cyasi jum itt. I !.!..! (!.f l. . rt .t .tll . . ti r .. Wie naqste Prove waro auf den vierten Tag fkftaestkt. . ' I Onrf ftnuf Vt. OtwirA.nf; .rc:. i m vhtiMy vv tv iivwtii 1 1 u AUtviii' I f f Y f - -. . . uoung jeines zpeniume. s.unoen.ang lief er imZimmer auf und ab und memo I nm Aennazen zerdrach sich verge I i rw M Vergeltung schlägt. ...I das wa k ren die einzigen zusammenhängenden Phrasen, die dienten nicht dazu, ihr die Situation sonderlich aufzuklären. Am Morgen des vierten Tages kaufte ! Kurt ein prachtvolles Album für ffräu lein Josephine, kritzelte auf ein goldge ränderteS Blatt: .Guten Morgen, Vielliebchen !" und legte daS Billet zwi schen die zweite und dritteSeite. Dann verfaßte er einen längeren Brief an fei . ..r:.ti.u v . i . . . I neu g.llevl.l. Ukl uno erorierlk mn I toi.T nX4(AmfiU nt. 2M ü I m., uu iu viii fei. dieMiethe gleich für das aanttQuar tal prönnmerando zu zahlen ; wie ferner I VI. rn.. ....t I vuujwiuiu mc uiuuuitic Oheim möge eS daher nicht übel vermer ken und den gehorsamen Neffen ja nicht für einen Verschwender halten, wenn er, der Neffe, ihn, denOheim, ganz ergebenst
, 1 CTmimm. tia.lAIAHA X. r u rl I .m Mlhil t f ih t ft Iih Wn II i.i 1 . f ..V.
ersuche, ihm doch den Betrag seines aka demischenWechsels gleich fürs ganze Vier teljahr zu übersenden ; es bleibe sich ja im Grunde gleich, und mit eine? größeren Summe laße sich leichter haushalten, als mit einer kleineren. Uebrigens Ijojse er, nach und nach die Gelegenheiteu in 5. besser kennen zu lernen und dann bequemer auszukommen, als bisher. Der ge liebte Herr Oheim wisse ja, daß er, Kurt, stets einen geordneten Lebenswandel ge. führt und und sich aller edelmännifchen Tugenden eisrigst beflissen habe u. s. w. u. s. w. Inzwischen war es Zeit geworden, die Vorlesungen zu belegen. Kurt sagte zu
sich selbst, es sei besser, zwe. Eollegla gelmählg, als secys unregelmäßig, zu w . hören, und da ihm der erstere ModuS überdies billiger dünkte, so beschränkte er sich auf eine Vorlemng über Trigonome trie und eine andere, publice gehaltem, .'.t.. (rn:....r.. . Am zwanzigsten April begann Profes sor Cajöry seine trigonometrischen Vor trage. Verdammt ! Die erste Vorlesung col lidirte gerade mit einer Probe bei der Prosessorin ! Kurt malte sich daS dürre. gelbe Gesicht des Mathematikers auf der einen, und die blühende Gestalt Josephs nens auf der anderen Seite. Er hätte lein Herz im Leibe haben müssen, wäre es ihm möglich gewesen, aus den Blick je ner dunkeltiesen Mädchenaugen um eini aer Bemerkungen über Sinus und Tan gente willen Verzicht zu leisten.. Zudem war ja v vorauszusehfn, der Professor wer de sich in der ersten Stunde nur in längst bekannten Allgememhetten ergehen. Der lrlgonomelnzcye unierrlq: :m yceum war in jeder Beziehung vortresflich gewe f.. kk n! mm iTtttftf den mcht m Äerlegenvett stürzen. Wte Fiftrsüchtigen? konnten absolut nicht in cene geyen, wenn vrr c.i?r,uqnge eio leylte. ro. Die Vorlesung deö Prlvatdocenten Schaber über Mmeralogle anlangend, so kam dieselbe trotz aller Bemühungen des ..l-slX,. 0.f.ai o .Zl ... l V.RX cyiniycn .ctui uiiui u öuuc, du uoj w . ...... r . m r außer urr nur em penuomrler Pfarrer meldete,' der :m Aus emer penodlschen Veljlesnorung nano u.no ,n oen igoxa ltu!u..Ri"i r. . Tr" . : . t. im ucc.uiuuuu uu laiiycsucuc a ViTlikl umumimu. drllte und vierte wurden dagegen aus m m - Rücksicht gegen die theatralischen Pläne der Prosesiorin Clara Brückner ritterlichst .t 1 L V I t.-.tl I.tn. cciuumi, uiv im iun,irn nynr ozm Ctrrrt JSfithinfiifi fir?48 iSr Qnfm. iv wimwi vvii8 Itv JMI"" menhang. Sich privatim heranzuarbei V. -. . fxri u!Xi . r?! ten, dazu war er längst nicht mehr fähig. GZ. hCA.fi V.mm K.m - IXTm n k.t O . ,vv t v.u mj v t benS auss folgendeSemesier und beschloß, Herrn Cajöry für diesmal unbehelligt zu lasten. Der Oheim sand'te die gewünschten Gelder, fügle aber eine schwere Ladung niiffr ffrmnfniiiTtrtn !it. ht? kkn s??s??n ö - - w 'f ' " " -" -" gründlich verstimmten.' Er war daher sehr geneigt, auf die Ideen der Herren euarms.von weisen uno eines ormen TnSAin rTmhAHl tt.ftc-t.irl rtntvt, C bordt einzugehen, die ihm zur Abwechselungeine nachmittägliche Champagner bowle vorschlugen, . In diesem Stile verging der Sommer, Dem dal ckarripetrs derFamiiieBrück ner folgten ShnIicheFestlichkeiten anderer iujüüi.i iuuvus, uw emu, vam. vu hervorragender Häuser. Die dramati scheu Unterhaltungen fanden Anklang, Man behauptete, Kurt spiele meisterhast. Ehe der September ins Land zog. hatte er in sieben Comödien mitgewirkt, vier ijeuerwcrle uno om vmen lebenverBll I x.w hi.AnnAft.t m tfint Oah:m VI i'.IUII4Ultll; Ull M, VUyilfUllilll und dreiAuöftügen ins nahe GebirgTheil genommen uno Nlcyt nur lern befchewenes Emkommcn blS mZ folaende Jahr hinein vergeudet, sondern auch bei Gastwirthen, Schneidern, Schustern, Fuhrherren und guten Freunden undBe kannten eme cvulöenla tau gebau t, die für einen jungen Mann in wohlhabenden Verhältnissen allerdings nicht erdrückend I A.tM.f.M Mil m. Sam. A4.m . Ä'v',... uu, im, u.u mu... öuicii ditaten jedoch geradezu horrend erschei nen mußte. Von Tag zu Tag ward ihm unbehaglicher. Der uniriderruflich letzte ft'm.l. t?.- VI.O .Cf.... V- . fl V j iui üicouwiuhü uciuc iano vor der Thüre. Unser Kurt besak keine I , w. . cm : " w. zweiyazer meyr. uenn es rucyoar I VN.k. Mit fAlimi st llt. f. I wmvü ujumui u. uiuuuu uuue. iu Peinlichkeit seiner äußeren Lage gesellte sich eine innere Zerrissenheit, ein Gefühl des eigenen UnwertheS, daS ihn fast zur Verzweiflung brachte. MeSgllchkeit, ucy aus oem sumpze ,emer kommen. I ! 1. . ff f jf. ? - . T Y. . W ycu rmpolzurussen, srylen vniqlvunoen. l s roci m oeno oes oritten Ven tember, als er schwer berauscht auö einem V.. .".tf:l. T).JC..r... . X. ...f. . l uuuiyt ouBt nuu 1 1 en einiger Jeil vermoc?ie er ven Jam mer seinerExistenz nur im Kreise lärmen I hfr Cf rmm?titnnn m trirnntn 1 ,,.,,,,,, g. Mg. .I f X '.' V 1 f. c m wenn er . lazaumenoen .a,e oie e sinnung verloren hatte, erst dann ward ihm wohl. Taumelnd und stöhnend warf er sich auf daö Bett, ohne sich auszukleiden. Erst gegenMittag erwachte er. DieErin nerung an die verwichene Nacht überkam ihn wie ein vernichtendes Gespenst. Er hatte im Würfelspiel nicht nur den letz. cn.n r.i rn rc ri rr' . . . ien eii icincr aariazai. rnii MiMutz derBerpsändungSgelder für femeUhr nnd verschiedene andere Werthgegenftände, sondern überdem eme credlUrte Summe verloren, die seine vierteljährige Aente um ein Beträchtliches überstieg. Hiemit schien feinSchicksal besiegelt. DaSFatum wollte eS nicht ! Kurt erhob sich bebend vomLager. In fliegend Hast krihelte er ein paar Zeilen ...t :... aa.z.tc.. n.j.. I uu, ittkt, itt.tz ,.ca.c oas I TOT in tn sTrtihf tS iKv(Rl . M i wt. vmv. u feinen Oheim. Dann nahm er die Vi Pole von der Wand, mit der er noch vor I imimmin V. 5,;, fiAt!(ttU:.c;.. w vmm wmviuikpiii seine Kräfte zu sammeln, ließ er denArm wieder sinken. Die Augen traten ihm fast aus den Höhlen. Dann aber schien j lhn das Bewußtsein der Lage 4 über
mannen, wen vttutm 000 e? oteanc gegen sein Haupt, stöhnte und drückte los.
rv m m l . v rr . Er hatte gefehlt. Im letzten Moment war feine Aufmerksamkeit durch ein Ge räusch an der Thüre abgelenkt worden. . ..i-- r . c jjjic uugci war uoer innen no?i oinwrg in einen zierlichen Kupferstich Früh lingSlust- eingeschlagen und hatte emem der spielenden ttmder oas irord chen zerschmettert. Gleichzeitig mit dem Schuß ertönte cm halbunteroruater Aus schrei. Anna, die Tochter des Tischlers, stand bleich, wie der Tod, auf der Schwelle. Sie hielt einen Brief in der yano, vermulllUly eine neue .niaoung für den Herrn Studiosus, der auf so illegitime Weise auö der Welt zu gehen . . . r;-V gedachte. Fast eine Minute lang fiartten Beide sprachlos in'L Angesicht. Dann übergössen -sich die Züge Kurt'S mit einer funkelnden Röthe. Er schämte sich, wie ein Kind, daS man auf einer Lüge er tappt. Aennchen zitterte noch immer am ganzen Leibe. - Endlich sagte sie mit zuckender Lippe: .Sie sind ein gottloser Mensch. Herr von Erckmann, gottlos bis in den Grund Ihrer Seele . , : - '- Ein Strom von Thränen brach ans ihren dunklen Auge hervor. Sie and te sich zum Gehen. . .Bleiben Sie, Fräulein stammelte Kurt in peinvoller Verwirrung ..... .versprechen Sie mir ' Zu schweigen ? Gott behüte mich vor der Sünde ! Gleich gehe ich zum Vater und erzähle ihm..." - , r .Unseliges . Gefchopf, so thu', was Du nicht lagen kannst !Ebe Du wieder dies Zimmer betrittst, habe ich zum zwei, len Male geladen - Ein teuflisches Lachen scholl . von sei nen verzerrten Lippen. Er machte An stalten, die gräßliche Drohung zu ver wirklichen. - Aennchen warf die Thüre hinter sich ins Schloß und trat hastig zu ihm her an. - .Geben Sie mir die Pistole!" sprach sie mit fester Stimme. .Sie sind krank, Herr von Erkmann!" .Krank!" wiederholte Kurt .....Sie könnten Recht' haben, krank, sehr krank ' Er ließ daS Haupt verzweiflungsvoll auf die Brust sinken. AennchenS Schreck und Abscheu verwandelte sich mit emem Male in das tiefste Mitleid. - .Herr Kurtbegann sie in einemTone, denen Milde ihm sichtlich wohlthat, .ich bin zwar nur ein einfaches Mädchen, aber ich kann Sie versichern Ja, ja. ich habe Alles gemerkt ! Es kam m;r natürlich nicht zu. Etwas zu lagen. aber oft im Stillen hab' ich den Kopf geschüttelt. Dak eö. so wett kommen würde, das hatte ich ir freilich nicht träumen lasten. . - t ' Kurt horchte auf. n 5 ; 5, 1 , ; .WaS haben Sie gemerkt V fragte er mrnrunzelnd. .Nun, wie es mit dem jungen Herrn stand. Unser Emö hat auch seine Au gen. Aber ich sehe, es kränkt Sie...." Mich kränkt Nichts mehr in dieser niederträchtigen Welt !' .Die Welt thut uns nichts zu Leide, versetzte Aennqen errolyeno ; .un sere größten Femde sind wir selbst. . . . Sie nahm jetzt eine günstige Gele genheit wahr, sich der Waffe zu bemöch tigen. . . . .Was soll das heißen ? rief Kurt, hastig emporfahrend. ' .Wer gibt Ihnen daö Recht, mich zu bevormunden?" .Das Recht V wiederholte Anna. .Ich erfüllte nur meine Pflicht." - Mbm Sie-Her!" ' f .Nun und nimmer ! .Welches Interesse haben Sie daran, wenn ich um ein paar Stunden hmauö schiebe, was doch unvermeidlich' im . .Sie versündigen sich schwer, Herr von Erckmann. Em Bervrrchen rann nie unvermeidlich sein." .Doch, doch " stöhnte der arme Jun ge, indem er sein Antlitz mit den Händen bedeckte. Zwischen den Fingern quollen lhm siedende Tropfen hervor. .Wenn Sie mir doch vertrauen woll? ten stammelte das Aennchen, .Alles würde noch gut werden ! Kurt blickte auf. Sein Stolz empörte sich. Stand er nicht diesem harmlosen Kind gegenüber, wie ein armseliger, ohn mächtiger Geselle ? Er weinte in Gegen wart seiner jungen Wirthin ! Und das schlichte Mädchen durste ihm Trost ein sprechen, durste ihm Verheißungen ma men! . Schon schwebte ihm ein bitteres Wort auf der Zunge, aber beim Anblick der freundlichen, sorgenvollen Augen, die aus den seinigen ruhten, vermochte er es nicht über die Lippen zu bringen. Mit einem Male erschien ihm dieses Kind wie sein rettender Engel. Was sie sagle, klang so verständig, so zuversichtlich. War er denn wirklich so tief gesunken, daß Andere mehr, Vertrauen in seinen guten Stern halten, als er selber? . 1 . .Sie sind gut, Fräulein Ai," po terte er . . . . .ich danke Ihnen ... aber es ist zu spät!' .Es ist nie zu spät!' .Sie wissen nicht ... 1 - . .O ich weiß Alles l'N . .Sie haben also wirklich gemerkt. . .T" .Ich wiederhole Ihnen,' seit lange. Hundertmal habe ich beim gedacht, eö sei Sünde zu schweigen , Aber. . . . aS geht uns an, wen unsere jungen Herren den Kopf hängen ? Wir sind nicht befugt .Hab' ich de Kopf gehängt? .O, Sie sahen so unglücklich, elend, daß es Einem das Herz in der Brnst zerriß .Gutes Kindl Ja, ich bin unglücklich, elend, elend wie kein Zweites ES ist aus mit mir!" Jch mache mich'anheischig, AlleS ins rechte Geleis zu dringen. Seien Sie nicht hart und stolz. Herr von Erckmann! Wenn Sie meinen Rathschlägen folgen wollten! Ich weiß fs zuverlässig, daß Sie mir's danken werden !" (Schluß folgt.) ; ' Wo die Jungen thaten, und die Alten rathen, da gedeihen die Staaten. - . . Man soll den Kaffee rösten, aber nicht verbrennen " " "Tx
HauSregeln für Ehefrauen.
Dein Wille, Weibchen, merk' es sein. Muß nur des Gatten Wille fein ' Sprich nicht: Wir Weiber sind sLu schwach. Das Schwächere gibt am leichtsten nach. Hat's Männchen oft den Kopf so voll. Mach' ihn durch Widerspruch Nicht toll. Geh' ihm liebkosend um den Bart. - Nur schmeichle nicht nach Katzen Art Ein freundlich Wort zur rechten Zeii Hat manchen Unmuth oft zerstreut. Ein Händedruck, ein Kuß, ein Blick, ' Bringt frohe Launen oft zurück Auf Klatschereien höre nie. Denn nichts als Ehezwist slislen sie. . Dein Sjmmet, PuZ und gan,k HauZ. c) nj.il nett und inlich US. Dkin schönfi Scheck s.i Sittsamk.it. D.m größer Ruhm : Wir.hschI..ich'!t. Gibt Gott Dir Kinder, liebe ALein verzärtele sie nie. - Zwee Kunst Sonedde ' finnrl lde Lkibz'gcrZch. I. k. Siemir a d , li' S ElIilgeSld .De knd'.nFaS.ln m w . m . - rf. I ausge tent in WxtWV . 1881 in großen Saale der . Leibz'gerBuchhändlerbeerse. rhhünrrU Nu' so ä Minschenhinunhergewärge, Zehn Ehlen hoch un' fusfzehn in v Quere ! de Gleich wie als wenn der Dauchfche . Jahrmarcht wäre. ' So deepst das Ghor in seinen Marmor .' Pferche. . Jetzt awwer bradet u:3r verschiedene Sterche l enn lcyauoerno waro mar pltKucy un oasüyre Nach Jnselt rlecht's. nach Schwesel.Bech . & nrw w un' Dhere, Un' senkrecht steht steht mär de Frisur ze Berge. Dt7 soll dach jede ohle Wand gleich wackeln ! - Uf solche Schandmanier rumherzefackelnl ,Fui !" ruf' ich gans enteistet, .Gaiser . Nero, Das .war von Sie nich rod. nee, , das war sehr roh! ' Woruf ich voll von Abschei um '.mich spähe: -1 .IS nich' vielleicht S Svucknapv ln der ., Nähe?" X II. HanSMakart'S . .BacchandeN'Familiche-, gleichzeidis. euer.daselbst ausgestellt. . Wenn ick ö neid'sSk fttn in Rl,n S. hädde. Gennt' ich, Bacchandenvader, dich be neiden Um deine billigen Familchenfreiden Wre; 'iark gaum braucht ihr WocZen geld, ich roedde. Denn in Betreff der eißern Doilcdde IS deine Gaddin mehr fast denn be scheiden ; Sich selbst sammt Freilein Dechdern ze bekleiden Geniegt a Dambourin nebst Serviedde. ftrn hfnV ich hft rnffr mümmpr fi-r ,. v' "7 "i-v VMM,M'" ?anC Sich edawliren dürste als Bacchande. autrW yu.y qk,,..?.,...... , S V f Vf"V" VU j4VaU G smfn Sick sls Kamilcbennadder niddeklallen ' Woruf ich samst erreedhend um mich spähe : is doch vich' grad ä Schutzmann . der Nähe?" Edvin Bormann. in Die Kunst.mit der Geliebten zu brechen. Um eine Geliebte zu sinden," schreibt Billemessant im Pariser Figaro", .gibt eö unzählige Mittel ; allein um sich von Einer, die uns lästig geworden, wieder zu besreien, kein ein ziges. Die meisten Männer begehen den Fehler, wenn sie ein Verhältniß lösen wollen, Kälte zu zeigen. Die Unglück lichcn! DaS ist gerade das Mittel, un die Frauen recht anzuziehen. Scribe pflegte den ihm unleidlich gewordenen Damen als lrtztes Mittel mit starker Stimme zuzurufen : .Madame, ich ueiß Alles !" Und da wirklich eine große An. zahl von Frauen fchuldbevußt. ist, so passtrte eS. daß das Mittel half. Bei manchen Frauen aber nützt gar nichts. Einer der erstm Romanschriftsteller Frankreichs bemühte sich jahrelang ver gebens, einen Bund zu lösen. Nichts wollte jedoch fruchten. Eines Morgens faß er mit seiner Geliebten beim Früh stück, als der Bediente hereinkam und ihn meldete, daß ihn mehrere Herren zu Sprechen wünschen. Er machte ein sin teres Gesicht, und die Dame, die ein Duell witterte, warf sich vor die Thür und wollte ihn nicht hinauökasien. Wü thend fließ er die Schöne Zurück und ver. j sperrte sich in sei Arbeitscabinet mit sei nen Mlumern. Im leiden Augenblicke hörte er an der Thür das Rauschen eines seidenen Gewandes, als einer der Freunde mit lauterStimme ihm folgende Anrede hielt : .Hörft du, du ergibst dich dem Wohlleben, arbeitest nichls und zehrst von unseren Beutel daS geht nicht; heute Abends ist ein großes Con cert, wir haben veranstaltet, daß Plötz lich daö GaS verlöschen wird, trachte eine Ernte an Uhren nd Diamant Ohr aehängen einzusamm,.?!,." .Pst!" sagte der Her? vom H.luse, .man kann uns hören." Nachdem noch eine Weile geflüstert worden, tra. er hinaus, feine Geliebte stürzte ihn todtenbleich in die Arme und rief : .Ich werde dich nicht verrathen, ich hatte schon lange so eine Ahnung ! Nach den Neaen kommt der Seger , Nach den Leide koLMdit JrLäde
fkanzSsist?e 2tav&r mentS; Departements, von Banden' unterwühlte Belag'rungSzustand sollt Ihr wirklich kriegen i Da seht Jbr'S nun: Wer mit dem Zveuer spielt. Der muß sich schließlicd dem Verhängniß fugen. Um Ein'S, Ihr Städte, bitten wir soalklcb. Da wir ;u reicb veriorat mit solche - , 1 o Kaben : Ist dieser Zustand so notbwendia Euö. Nehmt ihn von uns, ihr sollt ihn billig haben! Berlin, Leipzig und andere Städte mit dem kleinen. Ein b üb sck e s W s a n d ob Zect. In Berlin lebt in der K.-Straße r tiinnit Sill miW l Cr B v m . UT.X.ZT.l S."-SSS! w." i4x"" ÄV FillkS $Jt g oic moit an Neuem und Schönem he? vorgebracht, denn .Zahlung erfolgte rr- 1 . 3 1 " "mblvni . ging es eine geraum? Zett, bis plötzlich bei der letzten und zwar gerade der bedeutendsten Lieferung Fri lernen uno onltttlonären Zahlungen: hartnäckigst verweigert werden. Klage. uno vrozee waren die Folge, und zu i!"? jcr..t .. r r i . M der Eerich,Zllzi.hn. Wns : " ."1: 'ttcm: ' mf U A . 1 Ui & ft. & W L Alls 'ItllVTl nTW WT fW n 77-' :y i;u4U 00" OCQCN rUClUttllWßcc Miethe von mir retinirt. Nun. der Fall war gewöhnlich und mit aleickaül. tiaster Amtsmiene wendet iii V? , - - 1 k wj v rt .MM 1 V . c T? . T . 1. . b V . rr. . . 1 ' , uc vcC55 cen Vplnoen und Scyub laden zu. Kommoden und Sckränke iwiu luucp oouig leer. Htin einziger :u v 1 rf. . i . . .' . psanooare? egenslano ist sichtbar ; uns schon entwirst der Exekutor sein Protorou mu oem bekenn en Scbluksak: Exekution siel fruchtlos aus- da fällt t -i rn j . r . - , ' lem Viia aus em paar löflliche. . . . ah ae Zöp e, welche die Ereauendin aus . v dem Kopfe trägt. Schnell entschlösse tritt der Gerichtsvollneber tur. und mit den Worten: .Diele UhU finh ;u behrlich, bei Strafe des Arrestbruchs un te.sage ich die Entfernung deZ Siegels .leo: er ictn misjtcgcl auf die glänzen' Un schwarzen Haare. Aber auch dies fll.rfii.-f t KZ. ovirr:. er X..rv. ..-.v vinj viv vvaiyvmijv UUIUIH ri ur Zabluna zu bemeaen. hUM um laung erfolglos, denn veranüat und heiter nimmt die Jmtm von ibtea vu,en eme frische Rose, steckt sie auf deu Zopf, und des entschlossenen Exekutor'L Amtssiegel ist einstweilen verdeckt. Müller : Warum is eijentlich e Regierung so viel an 'ner Mittelpartei, jelegen ? Schultze : Na, das kannste dir do3 denken. Wovon heißt sie denn Mittel. Partei? Muller: Ach so, wegen die Beschas fang der Mittel Schultze : Naturlich, des is ja hlz vupl,acye. - Müller: Und dazu soll sie das Mit lei ttno. Schultze: ZZichtiz, so iS es. An derBerlinerBörfc. A. Sie sehen ja so blaß aus. Wa5 fehlt Ihnen? B. Ich bin ängstlich, warum sind Sie denn' nicht auch ängstlich? A. Warum soll ich ängstlich sein ? B. Warum? Weil kein Drohbrief gekommen ist, dan wir mit Dvnamit in 0lt Ik ge preng. wtt0kN ,0lleN. IV!. (I..fl .. . . . V mm I M (H.'f V , 1 icui juivyviiz gcioraracn. ??S?! - . alurllaz, oenn wenn ein DrodI f M, , . , m . m . briek gekommen ist, sind wir Nicht in dl5 Lust geflogen. Heute ist aber kein Droh. also können wir jede Augenblick in die Lust fliegen. XL. Brillant! Die Nache der Köchin. Kellner: .Ein recht weiches Rindfleisch für den Herrn Hofrath. Er kann nicht gut beißen er hat keine Zähne mehr!" Köchin : D kriegt erst einen recht harten Brocken : warum hat er nicht ge heirathet, mit einem alten Junggesell'u hab' ich kein Erbarmen !" Abkühlung. Amerikaner: .Amerika, daö Land d Freiheit, erblüht jetzt ; in Handel nnd Gewerbe hat es Europa schon längst, überflügelt, und selbst die Kunst fängt an " HosbräuhäuZler : .Geh'n 'S', thun S'net gar so dick! Wo wärt'S den Ihr jetzt, venn Wir Euch net entdeck hätten ! ?" Zugegeben. A: .Die Vorzüge des neuenGericht Verfahrens sind nicht zu bestreiten." B: .Die Kosten auch n'.cht.AS einem Vortrage über Physik. . Meine Herren! Dieser Apparat is? so komplizur, daß er beinahe gar nicht; erfunden worden wäre." ' Selbstgefühl. Zwei junae Leute gerathen in Stteir. Wigen Sie nicht, wer ich bin ? fragk endlich mit stirnrunzelndem Jngri. der Ein?. Nein, entgegnet der Andere. Nun, dann will ich es Ihnen fager mein Onkel ist der Herr Oberst so Horn! Unsere Kinder. .Mama, ich glaube wirklich. Du köustest unserer Köchin auch einmal von de niedlichen Wurmpapillen abgeben." .Wie kommst Du auf diesen Einfall!" .Weil sie gestern zu dem HauSmQchen sagte: eS wurmt mich bei Tag ab bei Nacht." Der wortbrüchige MofeS. Rebekka (weinend zu ihren Gatter der in übertriebener Sparsamkeit des Zucke? für den ?.achmittagskaffee gestrichen hat): Bei unserer Verlobung, da schworste mer. Deine Liebe solle nrr versüßen das Leben, un rm versüß mer nich emal de Kaffee ! .
öln rnekrere
