Indiana Tribüne, Volume 6, Number 54, Indianapolis, Marion County, 11 November 1882 — Page 2
Mdirms Hriöiwe
FSgliche uix5 Ssnnlass.jaS Qfssce: Trlwore tr. Jd,noö.ttS. Ind. 11 Novcmbcr 18-42. Lnd-Etws;ssernng. Die Anwendung de: DrainZr-Nöhren, welche h Europa sumpfige Ländereien in den fruchtbarsten Bodn verwandelt ha ben und auch int Osten der Ver. Staa ten schon vielfach verwendet werden, ist im Westen noch nahezu unbekannt. Gerade im Westen wird die Drainage den tief gelegenen Ländereien noch von viel größerem Werthe sein, als im Osten, denn in dem ersteren Landestheile körnrnen mehr und größere sumpfige Bodenstrecken vor und dort pflegt der Regen im Frühjahr in einem Mcße zu fallen, das der Fruchtbarkeit des Bodens nachtheilig ist, während der übrige Theil des Iah. res in der Regel verhältnißmäßig trocken ist. Zum Theil fehlt es den Farmern de5 Westens an der 'Kenntniß oder Anleitung zu emer rationellen BodenDrainirung, zum größeren Theile aber hält der Wunsch, jeden verdienten Dol lar zur Erwerbung von mehr Grund und Boden zu verwenden, von der vernünftigen Drainirung der Theile einer Farm "ab, welche derselben am meisten bedür fen. Weidestrecken, die jetzt nur saures Futter, von .sehr geringem Nährwerthe tragen, können durch die Drainirung in die besten Wiesen oder, je nach Bedarf, in die fruchtbarsten Getreidefelder Verwandeltwerden. Augenblicklich ist die beste Zeit, mit Drainirungs-Einrichtungen vorzugehen. Auf vielen Farmen kann der Ertrag der Aecker durch Drainage geradezu verdoppelt werden. Jeder Farmer, welcher das Geld, das er zur Verfügung hat, für Drainirungs - Arbeiten verwendet, thut besser, als wenn er dasselbe zum Ankaufe euer Ländereien verwenden würde ; er braucht keine neuen. Complere mit Fenzen zu umgeben, keine höheren Steuern zu entrichten, die Arbeiten der Bestellung, de? Saat und des Pflanzens vermehren sich nicht, und er wird trohdem dieselben Ernten erzielen,' als wenn ec den Umkreis seiner Ländereien vergrößert hätte. Erfahrene Kenner des Ackerbaues im Westen versichern, daß es kaum eine einzige Farm daselbst gebe, auf der sich das Drainiren eines Theils des Bodens nicht seh: gut bezahlen würde, voraus geset, daß der Farmer die Mittel bereits erworben hat,, die ihn in den Stand setzen, zu einem mtensiverenWirthschastsbetriebe überzugehen. Das Vorhandene verbessern lohnt fast immer besser, als neues Land anzuschaffen. GlstüsÄaftliHe GegensSe. Die Beschreibung, die von einem kürz'lich in , New York, vollendeten Palaste geliefert wird, erinnert an die in den orientalischenMSrchen geschildertePracht. An einer der Thüren des Speisesaals z. V. hängt eine Portiere aus Silbertuch, in welches Blumen und Früchte farbenprächtig hineingestickt sind. Ein europäischer Altar hat seine dem Mittelalter entstammende Bekleidung gegen ungeheures Geld an das Portal des .Millionärs abgetreten, und der Schmuck, an oem ein t aiaudlalun tlen aze Ve müther Jahrzehnte gearbeitet haben, um der Gottheit ein Opfer zu bringen, ver ziert jetzt das vulgäre Trinkzimmer eines frechen EifeubahnMonopolisten. An dere Portieren sind aus grünemSammet mit doppelten Goldstreisen und goldenen Kränzen gefertigt, die von farbiger Seide kunstvoll umschlungen sind. Venezianische Mosaikbilder sind in die Wände eingelegt, persische Teppiche bedecken den Boden, die Möbel sind aus dem. kostbar sten Holz; wunderbar geschnitzt Md die bunten Fenster prächtig zusammengestellt. Das sind nur einige Einzelnheiten, welche die Kostbarkeit des Palastes kaum merklich erhöhen. Millionen hat das Werk gekostet, Millionen, die einem geduldigen Publikum gestohlen worden sind. - Wenige Meilen davon, in derselben Stadt, aber sreilich fern von-dem aristostatischen Stadttheile, wohnen tausende von 'Menschen in elenden MiethZlaser- " r- . v t jif ti WTi iiin nrnniiTT iinn inrmiinrn nnn diese Leute, daß sie es nicht einmal wa '. gen, die Behörden um Schutz gegen die Gewaltthätigkeit und den Geiz threr Miethsherren zu bitten. Sie wagen es nicht, den Gesundhcitsrath aus die flagrantesten Verletzungen der staatlichen Gesundheitsgesetze aufmerksam zu mschen; sie leben Sommer und Winter in einer verpesteten Atmosphäre, die ihre Kinder nie zur Reise gelangen läßt und ' sie selbst dem Siechthum überantwortet. Nur wenn ihnen.Verschwiegenheit zugesichert wird,, wenden sie sich an eine Ge"sellschast, die sich den Kamps gegen die 'Blutsauger zur Ausgabe gemacht hat. 'Dort der Monopolist, der im Geiste, wenn nicht laut das Publikum zur Hölle gehen heißt, hier die Proletarier, die kaum zu glauben vermögen, daß sie ein Anrecht an das Leben haben. Nach uns die Sintfluth, riefen einst die französischen Aristokraten und tanzten lachend weiter auf dem Vulkane. Sln eine Freiheitsberaudung Denjenigen Studenten der HarvardUniversität, die ihren Namen daher leiten, daß sie möglichst wenig studiren, ist seitens der Facultät ihrer Meinung nach ein großes Unrecht zugesügt worden. Sie sollen nämlich sortan nicht mehr die Freiheit haben, sich während der eigentAichen Schulzeit mit proseZstonellen Ballspielern, Wettruderern und ähnlichen l?ünstlcrn wochenlang im Lande umherzutreiben und der Väter schweres Geld auf Bummelreisen todtzuschlagen. Ja nicht einmal mit den Studenten anderer Universitäten dürfen sie sich aus WettZümpse einlassen, ohne das ihnen vom athletischen Ausschusse der Anstalt be-
! zonbere Erlaubniß ertheilt wird. J:u-! f ... n. -jct!' . ' ',
her nahmen y.t gcwoynilcy von trgenu einem Prcfeor Urlaub und liefen letzteren beständig verlängern. Zuletzt kam es dahin, daß der Schwerpunkt amerikanischer Bildung auf die Ballplätze und Canoes verlegt zu sein schien und man durste jeden Augenblick das Auftreten m l r r . ct . L crr .- aiaccmijGjer ;picisjü$et crumnen. uus den Studenten wurden regelrechteSportö die um Geld Ball spielten und ruderten, oder aus besagte Spiele wetteten. Ein größerer Mißbrauch ist schwerlich irgendwo mit dem schönen Grundsätze getrieben worden, daß die körperliche EntWicklung über der geistigen nicht vernachlässtgt werden dürfe. Ueber der Ausbildung de: Muskeln ging diejenige des Kopfes vollständig verloren. Der Har-vard-Universität gebührt für ihr Verbot der Dank aller Derjenigen, welche die Verrohung aus patriotischen und menschlichen Gründen bekämpfen. Ihr Beispiel wird ohne Zweifel von allen ande ren Anstalten schleunigst nachgeahmt werden. Auch hat sie noch eine andere Verordnung erlassen, die ebenso vernünftig, wenn auch nicht von so weittragenden Folgen ist. Nur solche junge Leute, deren körperliche Tüchtigkeit ärztlich festgestellt ist, dürfen fortan an den EinÜbungen für athletische Wettkämpfe theilnehmen. Es ist. häusig vorgekommen, daß ehrgeizige '.Knaben sich durch die fürchterliche Anstrengung völlig ruinirten und entweder bald starben oder lebenslang Krüppel blieben. Die athletischen Spiele an sich ganz und gar zu verwerfen, wäre jedenfalls ebenso ungerecht, als ob man den deutschen Studenten den Schläger nehmen wollte, doch ist es sicherlich Sache der Universitätsbehörden, sie so zu regeln daß sie nicht zum Gemeinschaden ausarten.Unser Heer. Im Verhältniß zu ihrer Größe kostet die Armee der Ver. Staaten mindestens viermal so viel als das Heer irqend eines anderen EulturstaateS. Sie versügt über eine solche Masse von Ofsicieren, vom General bis zum Lieutenant, daß sie mit ihrem Ueberfluß eine Armee von 250,000 Mann bequem vcrsorgen könnte. Diese Thatsachen sind bekannt, und haben nur deshalb nicht zu lauten Protesten geführt, weil das Volk glaubt, daß eö im Nothfälle die Ofsiciere vielleicht gut gebrauchen könnte. Sie könnten sich nützlich machen, wenn einmal Freiwillige einzuüben wären. Obgleich sie viel kosten, sind sie noch lange nicht so kostspielig, als ein stehendes Heer von Landessöhnen, deren Kräste auf Jahre hinaus der Production entzogen werden. Alles in Allem kann man sie als nothwendiges Uebel betrachten. Wenn jedoch diese Ofsiciere durch ihr Benehmen zeigen, daß sie rm Falle eines Krieges unfähig seinwürden, - die ihnen zugewiesene Ausgabe zu erfüllen, so ist es offenbqr an der Zeit, ihre Thätigkeit etwas sorgfältiger zu beobachten. Selbst der amtliche Bericht räumt ein, daß grobe Fehler in der, Oberleitung .begangen werden müssen, wenn in einem einzigen Jahre 9000 von den 25,000 Mann we gen verschiedener Vergehen processirt werden und die Zahl der Deserteure auf 3741 steigt. Der Bericht schiebt aber die Schuld aus die ungenügende Bezay lung und die Enttäuschung über die wahre Natur deö Dienstes, während es nach den AuSsaaen der Soldaten kaum I zveiselhafte sein kann, daß gam andere Ursachen verantwortlich zu machen sind. In erster Reihe ist dieö die Brutalität der Ofsiciere und die erbärmliche Be köstigung, die von schwindlerischen Con tractoren geliesert wird. Vor Kurzem sprach ein junger, intel-, ligeuter Mann Namens Henry Brown beider kanadischen Zeitung Toronto Mail" vor und gab sich als Deserteur' von der amerikanischen Armee zu erkennen. war aus uieve zum voioalen stände bei letzterer eingetreten u. fest ent r . m rrt Msrttwn Aiifiinf nrnn Nnn ffTVhoTrttth na& Kolumbus. Q.. otfaitbt. wn
einexercirt wurde, hatte er sich bereits ! W Gallerte, die m Deutsch-,-,f,.J wat?. m.niMM,,nK wno Paradies oder Juchheh genannt
v - v v 14 1 v w vuuttvtuitu tiv die mtihtt itnil au ttffoom: ffilnft kick aMr Mt äfn un S, " fei an, weil er hoffte, daß es beim Regi ' ?- mente besser sein werde. Endlich kam er zum siebenten Infanterieregiment, welches in Fort Remington in Territo rium Jdaho steht. Dort ' waren Behandlung und Kost noch hundertmal schlechter. Wer irgend konnte, ' wurde fahnenflüchtig, und Brown, der vollständig entmuthigt war. beschloß selbst dann noch zu fliehen, als' in seiner Ge genmart ein Deserteur niedergeschosseu worden war, der sich dem anrufenden Posten freiwillig ergeben 'wollte. Er schlich sich in Civilkleidern aus dem Lager, strich hungernd und durstend tage lang durch die Wälder, bettelte und litt und war bereit, eher zu sterben, als wie der zurückzukehren. Seiner Ansicht nach würden alle gemeinen Soldaten descrtiren, wenn sie die Gelegenheit dazu hätten. Aehnliche Schilderungen werden so häusig geliefert, daß ihre Wahrhaftigkeit außer Frage steht. Das Grenzerleben und die bestm:dige Berührung mit dem korrupten Jndianerdepartement verroht und entsittlicht die Ofsiciere, und Niernand wirkt diesen Einflüssen entgegen. Wenn hier keine Aenderung geschaffen werden kann, so wäre eö besser, die Armee, die ja ohnehin nur Polizeidienste verrichtet, durch ein GenZdarmerie-CorpS zu ersetzen. ' ' ttaulsSuk. Den Importeuren von Federharz oder Gummielasticum wird hoffentlich bald ein Mitbewerb erwachsen, welcher dem ausbeuterischen Versuhren derselben noch schneller ein Ziel setzt, als der gegenartige Corner der Gummi-Fabrikanten. Der Erforscher Aoliviens, Edward K. Heath, hat an den Ufern deö Flusses Bern eine Gattung ?i vhorbiaceen entdeckt, aus deren Mllc'. t ein Kautschuk hergestellt wird, der u besten brasilia nischen, ostindischen uiX afrikanischen
Der Bcni ist ren seiner Munduna bis vüz Stadt eine nlreae von bTo Linien, für die größten Dampfer schiffbar und kann den genannter Stadt aus noch weiter: 3C0 Meilen in das Innere mit . Fahrzeugen befahren werden, die nicht mehr als drei Fuß Tiefgang, haben. Meilenweit in das Land -hinein erstrecken sich aus beiden Seiten des Flusses die den Milchsaft liefernden Bäume, die bäusig so dicht bei einander stehen, daß bis . zu ö,000 auf die Quadratmeile kommen. Der Vorrath, den die Natur dort aufgespeichert hat, ist im wahren Sinnes des Wortes unerschöpflich, und die Ausbeutung desselben wird . durch die billigen Arbeitkräste der Indianer, die sich zur Zeit noch mit einem Monatslohne von $2 bis $3.50 begnügen, und besonders durch die Schistbarkeit des genannten Stromes erleichtert. Vegetabilische Nahrungsstosfe liefert dort die Natur im Ueberflusse, und das hauptsächlichste animalische Nahrungsmittel bilden die Assen, deren Fleisch der Reisende als außerordentlich wohlschmeckend bezeichnet. Wahrscheinlich steht mit dem Verspeisen der Assen die eigenthümliche Erscheinung rm Zusammenhange, daß unter den verschiedenen Jndicmerstämmen. welche das Land am Beni bewohnen, sich einer befindet, der noch heute dem Kannlballsmus zugethan m. Diese Indianer, die Arauna's, leben mit den Cavina's und Pacavara's in .beständiger Fehde und verzehren regelmäßig die getödteten oder gefangenen Feinde. Die Missionäre welche sich in der Nachbarschaft derAcaura'S niedergelassen haben und von denseeben nicht behelligt werden, versichern, daß die Menschenfresserei bei jenem Stamme in schneller Abnahme begriffen sei, einer derselben versicherte aber dem Reisenden, er kenne selbst einen Arauna, der vor mehreren Jahren von einerJagd aus Affen mit leeren Händen zurückkam und unbedenklich sein jüngstes Kind schlachtete und gemeinschaftlich mit dessen Mutter verzehrte. EcisttrimTyeattr. f Eine Welt ohne Geist können wir uns nicht vorstellen und setzen daher auch aus den Brettern, die die Welt bedeuten, Geist voraus. Sollte er auf der Bühne fehlen, so ist er doch jedenfalls in jedem auch nur mittelmäßig gesüllten'Zuschauerraume vorhanden. So viele Menschen ohne Geist, das ist einfach ur möglich. Geister dagegen suchen wir im Theater nicht. Geistsrn und Ge spenstern begegnen wir auf Friedhöfen und in Beinhäusern, in unbewohnten Gebäuden und in gothischen Kirchen mit Vorliebe, im Theater haben uns schon während der ersten Besuche die Eltern belehrt, daß der rothe Samiel im Frei-schütz-kein Geist ist, und als wir den Hamlet- zum ersten Male mit ansahen, da wußten wir schon aus dem Uebermaße unserer eigenen Bildung, was es mit dem Geiste des ermordeten Dänenkönigö für eine Bewandtniv hat. Trotzdem ist ein Theater nach beendeter Vor stellung ein für Geister fechr geeigneter Platz, an dem auch eute, die Nerven wie Ankertaue besitzen, es zu einem höchst angenehmen Grujeln" bringen können, immer vorausgesetzt, sie haben nicht tt her etwa selber gemimt, edr sonst Gfcfr' genheit gehabt, sich zu überzeugen, wu eö hinter den Coulissen zuseht. So fo denn in der That fast jedes ältere Thec:ter einen ' Geist zum Stammgaste, der aber der Natur der Sache nach nur den rothnasigen' Bühnen-Arbeitern zu er scheinen pflegt, wenn diese durch dit Vorbereitungen für ein neues Stück auch nach der Vorstellung noch die Nacht hindurch im Theater zu arbeiten gc zwungen sind. Kürzlich hatte ein Vetter vom Lande ein New Norker Theater besucht. Es Hatte eine jener Benesiz-Vorstellungen w tiuuutyt cycuicißcuct uuy )uiuij( geehrten Publikums zu erwecken trachten und die venigen Zuschauer selten vor ' " Nv 01C wen s 12 1 Half. . hatte cn 5 . ' 5 . w"?' Pld gknommkn. sich u!gkzk,chnet ?mustrt, war Ott schlichlich lanst ent I frTiTAf.n T"Ischlafen. Die paar Leute, die mit ihm daS ParadteS getheilt hatten, kümmer ten sich nicht um den Schlummernden und verließen das Theater. Dle Gel sterstunde brach an und eine Ratte lief dem Schläser über das Gesicht. Was ist denn los, Karoltne, warum brennt denn das Nachtlicht nicht?" rief der aus dem Schlafe geweckte Farmer, aber Alles blieb still, nur in der Ferne klang cs wie daS Oeffnen einer knarrenden Thüre, und in der Nähe huschten die Ratten über die-Bänke, die ihre Schlupflöcher juchten. Da zitterte tief unten und m weiter Entfernung ein Lichtstrahl über eine Bakaeiae im Orchester. Qülfe, Hülfe," rief der Farmer, der Lichtstrahl verschwand und tief unten, weit von ihm stürzte eine Welt in Trümmer. Der Nachtwächter des Theaters hatte den er sten Ruf des Farmers gehört, hatte nach ehen wollen, ob Jemand im Thea ter zurückgeblieben sei, aber das Gebrüll UM Hülst hatte ihn so erschreckt, daß er die Bühne eilends verließ, eine Partie BersaMtuae umrannte und erst Halt machte, als er in dem Gäßchen hinter dem Theater angekommen war. , Es war ein Glück für den Farmer, daß der Mond ab und zu durch die Fenster schien Er fand sich nach den verschiedenen Aüsgängen zurecht, aber alleThüten verschlossen. Endlich kletterte er durch daL Orchester aus die Bühne; zum Glück war keine Versenkung offen, er drang weiter und weiter, und als das Mondlicht wieder einmal durch dieWol ken brach, sah er.sich dem Denkmal des von Don Juan erstochenen Gouverneurö gegenüber, von dem ihm in sußgroßen Buchstaben die Worte entgegengrinsten: .Die Rache erwartet seinen Mörder." Daneben stand das Skelett aus Faust's Studirzimmer und über ihm schlug die Eule aus dem Freischütz" aus alter Gewohnheit mit den Flügeln. Nur dieses eine Mal hilf mir. Du lieber himmlischer Vater, daß ich glücklich wie-, der zu 'meiner Karline komm seufzte
Sorten übertrifft. .".v...- i
au3 Um Paradies unter 015 Schrei i fen ttz Woimchwcht Versetzte, kam Jlücklich aber langsam coricärts und er-' wischte ein Fenster, das er zerscklug und aus dem er wiederum um Hülfe rics. Das Fenster führte zach dem Gäßchcn hinter dem Theater und: Bei Gott, das ist ja ein Mensch", ries de? Nachtwächter, der nach dem Erwachen des Farmers ge glaubt hatte, das Geräusch, das er vernommen, gehe von dem Hunde mit den feurigen Augen aus, der häusig in der Mittcrnachtöstunde in dem Theater umgeht. Das Theater in ?avannah, (3a., ist lange vor dem Kriege" gebaut und gemahnt an die Kunststätten, wie sie zu Harrick's Zeiten eingerichtet waren. In j diesem Theater pflegte ein schon bejahr ter, aber noch beliebter Schauspieler in ! einer der Prosccniumslogen zu schlafen. wenn ihn eine Lcolle ungewöhnlich angestrengt haue. Er hatte den Kaufmann von Venedig" gespielt und sich aus seiner Garderode in die.Loge zurückgezogen. Am nächsten Morgen zeigten sich verschiedene Erkrankungen am gelben Fieber in der Stadt und das Theater wurde geschlossen. Acht Tage später führte den Dircctor ein Geschäft in das Theater, welches er wegen des in demselben herrschenden Geruchs kaum zu betreten im Stande war. Der alte Schaupieler war in der Loe am gelben Fkder gesto:bcn Die Farbigen thun es noch heute nicht anders, sie lassen den Gent des alten, müden unstlers in dem Theater umgehen. Irren-Anstalten. Professor hammond, iedensalls die bedeutendste amcrilanische Autorität auf dem Gebiete der Geistes-Zkrankhelten, hat sich bekanntlich kürzlich dahin ausgesprochen, daß es sich empfehle, Personen, ote Spuren von iLelttesnorung verrathen, möglichst bald einer gut geleiteten Jrren-Anstalt zu überweisen, und daß nur Fürsorge dasür getroffen werden muffe, daß eine . ZurückHaltung gesunder oder genesener Personen nicht stattsinden kann, und der Grundeigentbums - Agent James B. Silkman m Äonkers, N. V)., hat soeben einen Verein. "The Society sor Im proving the Welsare of the In sane'; gegründet, dessen Aufgabe es ist, regelmäßige Besuche der Jrren-Anstal-ten einzuführen und allen den Personen Gelegenheit zu wlederholteruntersuchung ihres Zustandes u verschaffen, welche be Häupten, daß sie willkürlich in den An stalten festgehalten werden. Herr Sllk man wurde lediglich durch Intriguen seines Schwagers und seines Sohnes der Jrren-Anstalt übergeben und hatte es nur einem gluallchen.Zufalle zu verdanken, daß er mit einem Freunde m Äervinouna treten konnte, oer ihm . oann seine Freilassung erwirkte. Die medicinisch: Gesellschaft der Stadt New Bork hat im vorigen Monat das gegen ihn angewendete Versahren einer speciellen Untersuchung unterzogen und dasselbe als ein schändlichesBerbrechcn, würdig einer barbarischen Nation", bezeichnet." Die große Reihe von Fällen, in denen völlig gesunde Personen durch Intriguen ihrer Verwandten dem Irren haue uoerwlc'cn wuroen, hat tch m neuester Zeit durch den des Ex'Polizisten Colcs vermehrt, der von der. Jury für völlig gesund ertlart und entlassen wurde. Vom Jalanöe. Von dem ersten Auftreten der Frau Langtry sagt die .N. I. Sun": Frau Langtry ist zweifellos um schöne Frau, aber wir haben viele ebenso schöne Frauen ; sie verdient den Namen einer Künstlerin, aber, wir haben Künstlerin nen von ungleich höherer Meisterschaft. Das einzig Ungewöhnliche an F:au Langtry isj, daß dieselbe aus den aristokratischen Kreisen, in denen sie lebte, zur Bühne übergegangen ist; hier und in England oehen die Künstlerinnen häusig, von der Bühne in aristokratische ilxtiu über, schlagen aber fast nie. den umgekehrten Weg ein." Lieutenant Healv, d e r B e schlöhabcr d-s Zolldampsers Corwin besuchte auf der zweiten arktischen Fahrt dieses Fahrzeuges die Eingeborenen von öings Island im arctischen Ocean, ein merkwürdiges Volk, das am Abhang eines steilen Hüaels wohnt. Die yäu ser stehen auf Pfosten. Durch ein Loch in der vorderen Wand, das etwa U Zoll im Durchmesser hat, kriecht man in das etwa 8 Quadratsu große gemem same Zimmer und an den Seiten de lehteren sind aberu-als Löcher angebracht, welche zu dea Schlafzimmern fuhren. Die israelitische Gesellschuft zur Unterstützung der russischen Flüchtlinge in Baltimore hat seit acht Monaten sür die . Unterstützung, ihrer ziauvensaenonen aetdan. was nur Mildthätigkeit, persönliche Aufopserung und Geld zu thun im Stande sind. En de voriger Woche verließen 75 'Flücht linae, von der Gesellschaft freigebig aus gestattet, Baltimore, um sich nach der sür sie gegründeten Colorne in Middle sex County, Va., zu begeben. An dem selben Tage kamen 25 -Flüchtlinge aus dem Westen nach Baltimore zurücke Dieselben sagten, sie könnten es nicht in , Amerika aushalten und wünschten, nach Rußland zurückgebracht zu werden; dle Leute. veianoen nq in oer That in einer schlimmeren Lage, als da sie Hülflos das Land betraten. Damals fanden sie Vorbereitungen sur rhre- Ausnahme ae troffen und waren voll Hoffnung, daß ste nach Platzen gebracht werden wurden. an denen sie eine beffereZukunst erhoffen könnten.. Wie israelitische Unterstüt zungsgesellschast hat auch diese auf der m.lj :f. ..r;..v x: . .1 rw . - imuniic cejinoucnen iucylilNge unier gebracht und wird für deren BesSrde rung nach Europa Sorge tragen. Eine höchst' wicktiae' Ent scheidung hat die Superior-Court des Staates New York ,n dem Prozesse ge gen die Western Union Telegraphenge sellschast gefällt. Sie hat unter Ver werfung des erstinstanzlichen Urtheils errarr, van keine Actlenaesellschast befug sei, bn.einer Vermehrung ihres Capttals
der
damit ist sclbstvttständlich dh V:rwüsserunz ActZen für ungesetzlich erklärtvon Kürzlich brachte der Tem renzApostel Thomas N. Doutncy ein erbärmlich abgezehrtes Kind in eine Ver sammlung in Providence vnd schilderte seinen Zuhören, daS arme kleineGeschöfs sei durch die Vernachlässgung seiner Mutter, einer Säuferin, in t:n traurigen Zustand verseht worden. Der Anblick des Kindes mußte jcocs fühlende Herz erschüttern, und mehrte vornehme Damen legten das Temerenzgelübde ab. Jetzt ist das Kind gestorben, und nun hat sich die Thatsache herausgestellt, daß der Pfaffe dasselbe, nachdem es als Schaustück gedient hatte, seiner verächt lichen Mutter zurückgebracht hat. Weder er, noch die gerührten vornehmen Damen haben sich nur im Entferntesten darum bekümmert, ob es inZukunft besser behandelt werden würde. Das arme Kind hatte die gefühlvollen Herzen ergriffen und dann ließen es die frommen Leute ruhig weiter verkümmern. Unter den Sonnenflecken, die bereits seit geraumer Zeit ungewöhnlich zahlreich und ausgedehnt an der Herrscherin über unser Planetensystem sichtbar sind, tritt gegenwärtig einer hervor, der sich durch seine scharfe Begrenzung und die Dunkelheit seines Aussehens besonders auszeichnet. Die Astronomen bezeichnen diesen Fleck ls eine Folge des Voruberganges des vielbesprochenen Cometen vor der Sonne. Nicht das der Comet unserer Sonne ein blaues Auge geschlagen hätte, das würde ihm schlecht bekommen und er würde in Atome zerschmettert worden ein,statt daß er jetzt noch mit ungetheil em Kerne seine Bahn zieht, aber es ist eine vielfach beobachtete Thatsache, . daß in Gefolge der Cometen sich ungewöhnich zahlreiche Meteor-Massen besinden. von oenen waoricaemliQ eine in Die Sonne gestürzt und den fraglichen Sonnenflecken veranlaßt hat. Bei dem Cometen des Jahres 1843 wurde dieselbe Erscheinung beobachtet. Die Naleiab News" sagt mit beißender Ironie: Der Zoll auf einen Diamanten, der 5100 werth ist, beträgt $1. Der Zoll auf wollene Decken im Werthe von 100 beträgt $68. Arme Leute sollten sich das merken, und lieber Diamanten kaufe als wollene Decken Der HäuptlingWinnemucca starb in Nevada als.gerade der Comet glänzend am Himmel stand. Die 'Medicinmänner. denen die Piutes an den Kragen wollten, machten sich dies zu Nutze und und sagten, der große Geist habe den glanzenden Stern geschickt, um die Seele des Häuptlings zu holen ; sie önnten nur gegen die bösen Geister hel en, seien aber dem großen Geiste gegen über ohnmächtig; dagegen sei es nun erst recht nothwendig, dem Häuptling dessen Frau und ikmd nachzuschicken. DaS Weib und der Säugling wurden bekanntlich gesteinigt, das Ansehen der Mcdlclnmanner ist nicht geschädigt. In Baltimore sollte d ieser Tage die Hochzeit zwischen August Westsield, emem zungen Geschäftsmanne, und Frl. Julia Scwell stattfinden. Ein dringendes Geschäft führte den Bräutigam nach Locust Point, er siel in Folge eines unglücklichen Zufalls von der Fähre, tauchte noch einmal aus dem Wasser empor, nef Julia. und verschwand. Die Mannschaft eines sofort ausgesetzten BooteS zog feine Leiche aus dem Waffer; diese wurde aus Mißveiständniß in die Wohnung der Braut, die ihr im bräutlichen Schmucke entgegen trat, gebracht. Fraul. Sewell liegt auf den Tod erkrankt darnieder. Eine derheißen Quellen in Hot Springs, Ark.," erinnert an den Nachmittagen lebhaft an den Teich Bethesda; dieselbe ist zu dem Gebrauch für Arme rcservirt, und die Krüppel und Gichtbrüchigen, die aus dem ganzen Lande nach Hot Sprmgs zusammen strömen und .dort ohne Entgeld baden, belaufen sich an manchen Tagen auf Hunderte. Bemittelte Kranke haben sür Benutzung der Bäder 15 bis 30 Cents, t nach dem größeren oder gerin geren Comsort der Bade Zellen zu bezahlen. Was Wasjer kommt in einer Temperatur von 140 Erad. aus der Erde arid wird für die Bäder bis auf 93 Grad abgekühlt., Die Bäder bewirken in vielen Fällen Heilung, in allen ! wenigstens vorübergehende Linderung der Leiden, gegen welche sie von den Aerzten empfohlen werden. Das ge sammte Quellengebiet ist Eigenthum des Staates Arkansas und wird so .vortrenlich verwaltet,wie znan dies von wenigen unserer staatlichen Einrichtungen rühmen kann. , (L, . Vo AuKlande. Eine eigenthümliche Er scheinung wird aus Nußland berichtet. Auf die Nachricht von der bevorstehenden Schließung der medlarnschen Frauen curse ist eine großartige Sammlung sür deren Erhaltung in Gana gesetzt. Ein einziger Kaufmann in Moskau hat sich anheifchig gemacht, gegen 200,000 Rubel zu spenden, wenn die Petersburger Stadtduma die Sorge sür die Curse übernehme. . Eine Kaufmannsfrau in Moskau hat 6000 Rubel jahrlich gezeichnet. Die weidlichen Aerzte sollen, sich namentlich auf dem Lande nützlich beweisen. Bereits v o r einigen Monatcn wurde in den Blättern mit Beforgnik die .Entstehung einer sozialistlschen Währung agrarischer Natur in den baltischen Provinzen konstatirt, deren Spitze sich vorzugsweise gegen die deutschen Besitzer richtete. Wiederholte Morde und Mordversuche bewiesen, daß man es hier in dv That mit emer Sußerst bedrohlichen Erscheinung zu. thun habe, welche ähnliche Gefahren wie m Irland befürchten lasse. Diese Besorg, nisse werden durch eine neue Frevelthat verstärkt. Nach einer Meldung der Zeitung für Stadt und . Land- aus Wolmar ist auf den Baron McyendorfKanikau ein Mordversuch gemacht worden, derselbe wurde durch einen Schuß
eine Dividende zu erklären ,
ist d:Z jetzt nicht ermittelt. " Das Hotel aus dem G r oßen St. Bernhard auf den spcnninischen Alpen wird von Mönchen gehalten, wcl che sür Kost und Wohnung nichts scrdern, sondern es jedem Reisenden überlassen, soviel als er für genügende BeZahlung hält und geben kann, in eine verschlossene Büchse zu werfen. Cs werden jährlich 1628,000 Reisende beherbergt; aber in der Büchse wird fetten mehr Geld gefunden, als die Kosten für etwa 1000 Gaste deckt. Die Mönche müssen in Folge dieser Knauserei der Reisenden den fehlenden Bedarf von BeHSrden und Kirchen erbetteln. Mit anderen W.orten: Leute, welche meistentheils zum vergnügen reisen, lassen sich einen oder mehrere Tage durch Bettelei unterhalten. , Alexander II. hat einen Brief zurückgekassen, in welchem er den Wunsch ausdrückte, daß die.Fürstin Dolgorucki, seine Wittwe, ihren Aufenthalt stets bei der kaiserlichen Familie nehmen solle. Während ' der ersten Tage nach dem Tode deS Kaisers, da der schreckliche Eindruck der Katastrophe all: anderen Empfindungen in den Hintergrund drängte, schien eS fast, als ob die Erfüllung dieses Wunsches des Versterbe nen möglich wäre. Aber bald genug stellte sich heraus, daß dies Behältniß gemeinschaftlichen friedlichen Zusammenlebens auf die Dauer denn doch nicht aufrecht , zu erhalten sei. Beide Theile fühlten dies und beide hatten gleichmä ßig den Wunsch nach einer baldigen Trennung. Die kaiserliche Familie war von der Furcht erfüllt, daß die Wittwe des todten Kaisers, deren Kinder sich rühmten, daß kaiserliches Blut in ihren Adern rolle,- alle Mißvergnügten und Unzufriedenen im Reiche um sich fchaaren könnte. Die Fürstin selbst wünschte sich weit weg von Rußland, weil.sie eine Position aspirirte, welche die legitimen Nachfolger ihres Gatten ihr nicht einräumen kannten noch mochten. DieFürstin entschloß sich demgemäß, mit ihren Kindern Rußland zu verlassen, und sie führte ihr Vorhaben in rascher Weise aus. Sie verzichtete auf die ihr angebotene Pension, und sie konute es wohl auch thun, da ihr eigenes Vermögen ihr eine jährliche Rente von mehr als einer Million Francs abwirft. Die spanischen A d v o katen scheinen die Abneigung ihrer Lands leute gegen eine regelmäßige Schulbildung zu theilen. Das geht aus folgendem Factum hervor, das der Madrider Correfpondcnt des Journal des Debats berichtet. Zu den bevorstehenden Provinzialwahlen sind vor einiger Zeit die Wählerlisten ausgestellt worden, und zwar sollen wahlberechtigt, unter anderen Bedingungen, nur diejenigen sein, welche lesen und schreiben können. Nun sind ia Barcelona 30,000 Bürger nicht aufgeführt; von den 677 Advokaten dieser Stadt erscheinen aber auch nur 200 als wahlberechtigt auf Grund ihrer Fähigkeit des Lesens und Schreibens. Als dieses Factum bekannt wurde, soll sich sofort ein Verein zur Hebung der Moral ieidenWahlen gebildet haben. Leider wird nicht berichtet, ob der Verein von den Behörden größere Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit bei der Ausstellung der Wählerlisten verlangen oder den Advokaten den Besuch einer ABC-Schule empfehlen will. Fr. P ech t, welcher in der Allg. Ztg." über die Kunst in derMünchener Electricitäts-Ausstellung schreibt, ist der Ansicht, daß das elektrische Licht allen hell und kühl, besonders aber den skizzenhaft gemalten Bildern ganz unverkennbar schmeichle durch den weichen) farbigen Schimmer, den es über sie dreitet. So belebt eS . 'um Beispiel auch Sculpturen ganz ausnehmend, erleichtert aber ihreBc'urtheilung keineswegs. Man kann Jedermann nur abrathen, Kunstwerke, die er blos in dieser Beleuchtung gesehen, zu erwerben, da sie ihm nachher im nüchternen Tageslicht sehr großeEnttäuschungen bereiten möchten. Um so besser paßt diese Belcuchtui?g sür jede Art vsn Theater, wo sie besonders durch die pikante Wirkung von kühlem Bogenlicht sür den Zuschaucrraum und den goldenen Schimmer der Glühlichter für die Bühne ganz berauschend und sinnbethörend roirlt. . Ebenso ist sie für Ball. und Concertsäle überaus geciguet, da sie dieJraucnschönheit ausnehmend erhöbt. wenn sie über Alles ihren sascinirenden Schimmer breites bei welchem man hel ier als je zu sehen glaubt, und doch eigentlich nichts ganz deutlich unterscheiden kann. Denn von der Möglichkeit einer genaueren Beurtheilung oder gar der Abwägung seiner koloristischer Ree kann, wie gesagt, keine Rede sei. 2qt geeigneter ist da elektrische Licht 'ver, uns zu elcclrisiren-, uns in eine gar ' eigenthümliche Traumwelt hineinzuzo, dern. die 2virklichkeit wohl scheint, f . vollendet liebliche Täuschung ist. 5 eil nun alle Welt den schönen Schein der nüchternen Wahrheit vorzieht, so erklärt das schon allein die ganz merkwürdige, vollkommen magische Anziehungökrast, welche diese Ausstellung gerade auf die Massen ausübt. Ue b er das Vermögen der Exkaiserin Eugenie, der Wittwe Na. poleon's III., wird berichtet: Die Exkaiserin besitzt 5 Häuser in Paris im Werthe von 3.500,000 Francs,' welche hypothekarisch mit 2.800,000 Francs belastet sind. Daö Dominium de la Jonchere, welches einen Werth von 500,000 Francs repräfentirt; das Domini um von Solferino, auf 1,500,000 Frcs. geschätzt- und hypothekarisch mit einer Million belastet; daS ,Dominium von Arnost in den Pyrenäen, aus 120,000 Francs bewerthet, und das Dominium von Biarritz im Werthe von einer Mil Iion. Ferner besinden sich noch tm Besitze EugenienS das kaiserliche Palais von Marseille, das 1,658,000 Francs gekostet hat und erst unlängst derG?genstand des bekannten Prozesses mit der Stadtbehörde war; ein HauS in der. Rue de CourcelleS und ein. Schloß in Bichy. Schließlich verfügt die Kaiserin noch über 75,000 L'wres Rente. Man sieht ; Noth zu leiden hat sie nicht. '
am Arm verwundet, der Thäte?
