Indiana Tribüne, Volume 6, Number 52, Indianapolis, Marion County, 9 November 1882 — Page 2
Indilma Milnme. t
FSgliHe- und So?ntags.isszsS Office: lZ2S. DclawrcStr. J-ld:anapcUs,Jnd.. 9 November 1882. Goldeiufuyr Die im letzten Sommer gemachten Voraussaflunqen, daß das Land bald wlederÄold einführen werde, haben sich trotz der reichen Ernte nicht erfüllt. 1879, 1880 und 1881 waren die Monate August, September und Oktober die günstigsten für die Goldeinsuhr, in die sem Jahre gingen sie spurlos vorüber. Vom Juli 1879 an bis zu diesem Jahre importirten die Ver. Statcn $203,000, 00ü mehr Gold, als sie exportirten, seit den lchtcn Januar dagegen wurden über New York $43,767,194 aus und nur $4,041,637 eingeführt. Die Banken von England, Frankreich und Deutsch land, deren MetaUvorrath im letzten Monat um 518,000,000 abgenommen hat, sträuben sich natürlich gegen die c r c p . zuussuyr, uno es nai oen ANscyeln, ais ob Europa, wenn eZ endlich unser e treibe und Fleisch zu lausen gezwungen ist, nicht'mit Metall, sondern mit anderen Waaren bezahlen wird. Für die Spekulation freilich, die in drei Jahren eine Zunahme des Goldvorraths von 5483,000,000 verschlungen hat und noch nicht befriedigt ist, wäre das ein harter Schlag. Sie kann Unsummen flüssigen Capitals in festes verwandeln. Die Waareneinfuhr in New Jork be trug seit dem 1. Januar d. I. $417, 566,000, während sich die Ausfuhr.von demselben Hafen aus nur aus $278, 348,000 belies. In der letzten Woche des Oktober, welche für die Ausfuh ungemein günstig hätte sein sollen, über stieg letztere die Einfuhr nur um 5429, 216. ES ist nicht wahrscheinlich, daß in diesem Jahre irgend welcher Geldzufluß erfolgen wird. Mormonenfre6)heit. ,Es sieht nicht darnach aus, als ob die sogenannte EdmundsCommission den Polygauüstcn in Utah einen großen Schrecken eingejagt hatte. Kirchenälte per Cannon,cwer der zwölf Apostel und dielleicht das größte politische Licht der Mormonen, hat vor einigen Tagen eine Rede an die Heiligen gehalten, die zum Mindesten an Offenheit nichts zu ttuin schen übrig läßt. .Brüder und Schwestern", sagte er, .die ihr nicht in Vielehe lebt, bildet euch nicht ein, daß ihr die Retter der Heiligendes letztenTageö sein werdet. Wenn dieses Volk gerettet wird, , so wird es durch Diejenigen ge schehen, die Gottes Gebote befolgen. Die Furcht vor der Welt darf die Gottesfurcht nicht ersticken. Kann man nicht den Gesetzen dcs Landes und Gott zu oes uno zu gleich gehorchen, so ist es viel besser, i gleich gehorchen, so ist es v man Gott allein gehorcht X.l M Hier also ist eine amtlicheWiderlegung der ost gehörten Behauptung, daß - die Vielweiberei vom Mormoniswus zer trennlich ist. Ein mormonischer Ober Priester erklärt das barbarische Institut als den ersten, heiligsten und höchsten Grundsatz dieser sogenannten Religion und fordert zum Widerstande gegen die Gesetze des Landes heraus. Und nicht allein wird die Commission verhöhnt, sondern eö werden auch sieberhafte An strengungen gemacht, die Zahl der Jdio len zu vermehren, die man deshalb nicht dulden kann, weil sie ein höhrns Gesetz anerkennen, als die Grundrechte der Republik, weil sie Feinde der letzteren und derjenigen GesellschastSeinrichtung sind, aus der unsere Civilisation haup sächlich beruht. Aeltester John Morgan M erst vor venigen Tagen mit vierzehn Missionären In Tennesjee eingebogen und hat als Zweck seiner Sendung ganz offen die Agitation für die Polygamie genannt. Er beruft sich daraus, daß es in Tennesiee 1,000 mehr Frauen giebt, als Männer. Diese zu .versorgen", sei ein göttliches Werk, dem sich die Mormonen unterziehen würden Indessen .kann eS den Missionären passiren, daß sie von den aufgeregten Südländern gelyncht werden. ; Neue Z5lngmasH!nt. Bei. Duluth, Minn., wurde dieser Tage mit einer Flugmaschine, der, erste Versuch angestellt, die zum Theil nach einem neuen Grundsatze construirt ist. Die bewegende Kraft liefert ein aus Stahl angefertigtes Reservoir, innerhalb dessen Explosivstoffe so angebracht sind,' daß sie in einer Reihenfolge, die beliebig regulirt werden kann, zur Explosion ge bracht werden können. Das Reservoir ist so hergestellt, daß es einem Druck von mindestens 10,000 Pfund Widerstand leistet. Diese Kraft setzt einen Mccha nismuS in Bewegung, welcher große Fächer treibt und die beliebige Stellung der letzteren ermöglicht. Die gesammte Flugmaschine wiegt einschließlich 20 Psund Explosivstoffen 142 Pfund. Sie wurde während des Versuchs an einem langen'Seile bcsestigt und eine Patrone in dem Reservoir zur Explosion ge -bracht; sofort zeigte .das Manometer .einen Gasdruck von 300 Pfund, der sich rasch zu 3,000 Pfund steigerte. Die Walze mit den Fächern wurde nunmehr so gestellt, daß der Mechanismus die Umdrehung derselben bewirkte, und die Maschine hob sich augenblicklich so hoch in die Lust, als das Seil, an dem sie befestigt war und heftig zog, es gestattete. Bei einem zweiten Versuche nahm ein Knabe, der 04 Psund wog, in dcmKorbe Platz, der mit der Maschine verbunden ist. Letztere erhob sich bei einem von dem Manometer angezeigten Gasdrucke von 3,500 Psund, stieg bis zu 140 Fuß der ganzen Länge deö Seiles empor und verblieb in dieser Höhe 10 Minu ten. ' Der Erfinder der Maschine, ein Ma schinist P. W. Hendrie in Duluth, ver sichert, daß die Fächer noch großer Ver
vollkommnung fähig seien und
, ' j verbesserte U.'caicy:ne. erioigrnq zum Transport von Personen und sonstigen Lasten benutzt werden kann. - ES ist doö, am besten so." " Nach langer Reise war Jngomar Mc Closkey glücklich in Dapplevale angekommen, wo ihn seine Braut, Pansy PerkinS, am Bahnhöfe erwartete.' Mor gen sollte die Hochzeit sein. Nachdem der Reisende den zukünftigen ''Schwie gervater begrüßt und der von seiner Braut bereiteten Mahlzeit alle Ehre erwiesen hatte, wurde der Nest des wun verschönen Herbstnachmittags einem Be suche des Friedhofs gewidmet. Da ruhten die ältere Schwester und die Mutter der Braut; erstere war vor der Geburt der jüngeren Schwester, - die Mutter kurz nach legerer gestorben. Das jugendliche schöne Paar stand an den Gräbern und ein Thränenstrom, der sich nicht stillen lassen wollte, träufelte von den Augen der Braut aus die letzten Herbstblumen nieder. ' .Ach lebte doch meine Schwester noch, wie wäre ich glücklich ! Warum mußte sie sterben, von der Papa mir so viel er zählt hat, daß sie so schön und so gut war l" .Aber Pansy, Du hast ,ja Deine Schwester gar nicht gekannt, mt kann Dir der Kummer um ihren Verlust so zu Herzen gehen V ': Ja, siehst Du, ich liebe wohl Dich und den Vater, aber ich möchte auch eine Schwester haben, die ich lieben könnte, ach ich bin zu unglücklich .Aber Pansy, Deine Schwester war die ältere lebte sie noch, so würde sie der Mutter prachtvollen SeeotterPelz ge erbt haben, der Dich so prächtig kleidet." .Du hast recht, Jngomar, es ist doch wohl am besten so; komm', lasse uns heimgehen." Französische Colonialpoliiik. Nachdem die Franzosen Tunis ver schluckt, eine Station am oberen Congo errichtet und eine Eisenbahn zwischen dem Senegal und dem Niger zu bauen angefangen haben, richten sie auch ihre lüsternen Blicke auf Madagaöcar im Indischen Ocean, eine der größten In seln der Erde, die mit der Ostküste Süd Afrika? fast parallel läuft, äußerst fruchtbar. ist und wenigstens drei Millionen Einwohner hat. Eine EroberungSexpe bitton gegen dieses Reich zu unternehmen, wäre aus naheliegenden Gründen nicht angängig, ist aber auch gar nicht nöthig, da sich derselbe Zweck aus viel bequemere Weise erreichen läßt. Die russische Po litik, halb wilde Stämme gegen einem der zu hetzen und untet dem Vorwande, die eine Partei unterstühen zu wollen, schließlich beide zu unterjochen, ist auch in Madagaskar anwendbar und wird augenblicklich von den Franzosen ver folgt. Dabei wird so geschickt zu Werke gegangen, daß daS herrschsüchtige -Eng land keinen Einwand erheben kann. Die Insel wird von zwei Rassen be ec. s. LWÄÄÄ MVI()V MV JJIHIIVVVIIVVVII IVW Aus der Ostsklte und im Innern wohnt ein hell olivensarbigeS, sHöngebildeteS Volk mit krausem oder schlichtem Haar; dasselbe ist den Malayen sehr ühnlich,hat auch sehr bedeutende Culturanlagen und bildet die Mehrheit der Bevölkerung. An seiner Spitze steht der Stamm der HovaS oder OwaS, der im Jahre 1873 von den Bergen herunterstieg und die übrigen Stämme zu einem Reiche ver einigte. Nur die SakawaS, die auf der Westseite sitzen, konnte er niemals unter jochen, denn diese, ein weit kräftigeres und kriegstüchtigeres Volk, unterwerfen sich eben deshalb nicht, weil sie einer anderen Rasse angehören. Sie sind dunkel, wollhaarig und den Negern ühn lich, haben aber nicht den Typus der Mozambiquer, sondern eher den Kaffern charakter. Sie sind weit weniger dil dungSfähig, als die andere Rasse und haben sianicht, wie die'letztere, zum Christenthum bekehrt. Das Reich wird von der Wittwe des in einer Revolution ermordeten Königs Radama II. halb constitütionell regiert und gewährt allen Einwohnern 'Rechtsgleichheit und Reli gionöfreiheit. Nachdem die Franzosen mehrfach ver sucht hatten,. die, Herrschaft der Hovas zu untergraben, fingen sie an, die Unab hSngigkeitöbestrebungen der SakawaS zu. Unterstufen. Präsident Grevy wei gerte sich, die Gesandten der Königin zu empfangen, wenn nicht der Grundsah anerkannt . werde, daß die SakawaS unier sranzösischemSchuje ein selbststän digeS Reich bildeten. Daraus konnten die HovaS natürlich nicht eingehen, und in Folge dessen wird Frankreich . ihre Feinde aus den Bergen einexerciren, um sie später als kriegstüchtige Macht in die Hochebenen . ' hinaSzusühren. Franzö sische Osficiere wollen ein Heer von 100,000. Mann einüben, dem die Ho vaS unbedingt nicht gewachsen wären. Sind dann letztere besiegt, so werden es die Franzosen mit den Sakawas machen, wie dereinst die Angelsachsen mit den Briten : Sie werden sich auf der Insel festsetzen und die ganze Bevölkerung ihrer Herrschaft unterwerfen. Der Vor theil für sie wäre nicht gering. Mada gaöcar ist fast so groß wie Frankreich, hat prachtvolle Wälder und erzeugt Weizen. Zucker, Baumwolle, Tabak,Jndigo. Reis, Kaffee, u. s. w. An mine ralischen Schätzen ist es ebenfalls reich. Eine Regierung, die ein solches Land erwärbe, würde dem Ehrgeiz der Iran zosen nicht wenig schmeicheln. Wieder ein Monopol. In New Bork irnd Boston ist neuer dingS eine .Fischbörse" errichtet worden. die nach der Behauptung deS Portland ArguS- ein nefiFeS Monopol darstellt. Ihr Plan läuft dcirauf hinaus, die Hau sirer und armen Leute daran zu verhindern, daß sie Fische direct vom Schiffe berunter kaußen können. Der New Yorker Flügel der neuen Börse kaust kein Pfund Fisch nördlich von Newport, R. I., das nicht durch Vermittlung des Boftoner Zweige nach, der Metropolis
gesandt worden ist, und die GroK-NisÄ'
Händler Bostons sind fält sämmtlich ! Mitglieder der Börse geworden, durch'! deren auischließliche Vermittlung sie sich l zu kaufen verpflichtet baben. Seiten? j der Börse werden 25 Cents für je 100, Vsund und bei öcrinacn und Makrelen 25 Ccnts'sür100 Stück berechnet. Dieses Geld geht in einen . gemeinsamen Fond und " wird als sogenannte nte 3) im dende oder Poolgeld an die Mitglicdc vertheilt. Dadurch wlrd-der PrezS we sentlich erhöht und beständig ausrecht erhalten, und um die Fischhändler zu bereichern, müssen sich entweder dieFischcr Abzüge gefallen lassen, oder, die Däuser mehr bezahlen. Jeder Mitbewerb hört aus, die .Börse" regelt den ganzen FischHandel nach ihrem Belieben und bedrückt die Fl scher ebenso wie das Publikum. - Im vorigen Jahre betrug der Umsatz an frischen Fischen in Boston 30,000,000 Psund. Gelingt es nun dem Monopol,. diesen Handel tributpflichtig zu machen und 25 Cents für je 100 Pfund heraus zupresien, so gewinnt es jährlich $75, 000. Noch größer wird diese Summe dadurch, daß es bei Heringen und Ma krelen schon an 100 Stück, die noch lange nicht 100 Psund wiegen, 25 Cents .machf. Um so viel, als die Börse .verdient", werden die Fische vertheuert oder die Fischer betrogen. Damit noch nicht genug, bestimmen die Börsenregeln, daß die Mitglieder der Börse für ihre Fische nicht mehr bezahlen dürfen, als der Börsenrath am Abend vorher festgesetzt hat. Um die Besolgung dieser Siegel zu erzwingen, werden die Capitäne nicht vom Käufer selbst bezahlt, sondern erhalten von diesem nach Abschluß des Geschäftes ein Certifikat, welches sie nach der Börse zu bringen haben. Erst dort erhalten sie ihr Geld, nachdem von je 100 Pfund oder 100 Stück die 25 Cents abgezogen worden sind. Wird eine die ser Regeln mißachtet, sei es von einem Capitän, seines von einem Händler, so darf kein. Mitglied der Börse mildem Schuldigen Geschäfte machen. Das ist das Monopol in seiner widerlichsten Form. Dttö Goldtlial. In Montana, und zwar an der Gren ze von Wyoming, befindet sich ein ver sallenes Blockhaus, welches im Jahre 1863 von vier Männern errichtet wurde, welche später eine Ader massiven Goldes entdeckten. Während- die plötzlich zu vielfachen Millionären gewordenen Abenteurer mit der Ausbeutung deL un geheuren . Schatzes beschäftigt waren, wucden sie von Indianern überfallen und bis aus Einen von ihnen niedergemacht. Dieser Eine, Namens Thomp son, kam nach Alden Gulch und versetzte die dortige Ansiedlung durch seine - Er zählung von den entdeckten Schätzen in die größte Ausregung. Er'hatte Quarzstücke bei sich, in welche das massive Gold in großen Mengen eingesprengt war und die Leute schenkten Thompson's Erzäh lungen über die sabelhasten Reichthümer, die (r gesehen, um so eher Glauben, als damals auch in Alden Äuli) reiche Goldfuude häusig gemacht wurden. Hundert Mann aus Alden Gulch rüsteten eine Expedition aus, die Thompson zu führen versprach, am Tage vor dem projektirten Ausbruche war . jedoch Thompson verschwunden, alle Nachfor schungen nach ihm blieben ohne Erfolg und später käm die Nachricht nach Alden Gulch, er sei in der Umgegend von Big Horn, Johnsan . Co., Wy., durch einen Sturz in eine Schlucht verunglückt. Zu den Männern in Alden Gulch, welche sich der Expedition unter Thompson anschließen wollten, gehörte ein ge wisser James, der sich später in Calisor men niederließ. Ansang des letztver gangenen Sommers führte die Sorge um einen kranken Verwandten James und einen Freund desselben in die JrAnstalt des Staates Californien. Während beide Männer unter Fuhrung eines Wärters die einzelnen Zellen der Unglücklichen besuchten, fanden 'sie in einer derselben einen Mann, der die Wände in seiner Zelle mit landkarten ähnlichen Zeichnungen bedeckt hatte. In diesem erkannte James im Augenblicke Thompson. Er musterte zunächst die Zeichnung, mit welcher sich Thompson gerade beschäftigte. Dieselbe zeigte eine gebirgige Gegend, durch welche ein Flüß chen seinen Laus nahm; in letzteres ergoß sich ein aus Süden kommender Bach und von der Münduug des letzte ren führte zunächst eme grade Lime in norvöstllqer Richtung in oas ievlrge, an welche sich sodann eine Zickzacklinie schloß, welche im Anfang höher in die Berge hinaus und dann steil in e.in enges Thal hinab zu fuhren schien. Wie ge rade Linie war von ihrem Beginn .bei der Mundung des Baches bis zu dem Anfange der Zickzack-Linie mit 11 M wahrscheinlich 11 Meilen bezeichnet und an dem Zickzack waren der den ern zelnen Linien ebenfalls Zahlen notirt. welche besagten, wie viele- Schritte lang die Linie die gerade Richtung verfolge, ehe sie sich nach einer anderen Richtung windete. Am Ende der ZickzaS-Lmle, da wo solche in dem engen Thale ange kommen war, war ein Kreis und in sol chem ein Kreuz gezeichnet. James redete den Thompson an, wurde aber von demselben nicht erkannt; gegen das Betrachten seiner Zeichnung hatte der Wahnsinnige nichts einzuwen den, als aber James seinen Finger auf den Kreis mit dem Kreuze legte, sprang er ihm att den Hals, stieß einen durch Mark und Bein dringenden Wuthschrei aus, und James'Frcund sowie derWärter, waren kaum im Stande, den James zu befreien und mit dessen Beistande dem Wahnsinnigen die Zwangsjacke anzu legen. - James liek sick bei dem Arzte, der Thompson in seiner speciellen Aehandlung hatte, melden und theilte diesem Alles mit was er über Thompson und dessen Gold-Entdcckung wußte." . Es sollte mich nichtWunder nehmen erklärte der Arzt wenn Thompson wirklich eine ungewöhnlich reiche Goldmine entdeckt hätte. Er spricht nicht über seine Entdeckung, aber die Zeichnungen,
Iie
die er schon entworfen hat, sind sich bis in das kleinste Detail so gleich, daß sich i der Weg nach dem Fundorte seinem Sedächtnisse ganz genau eingeprägt zu ha bcn scheint.. Thompson hat übrigens häufig Perioden, in denen er fürWochen, ja für Monate völlig klar ist; wenn ein solche? lichter Augenblick wieder eintritt. 'werde ich Sie in Kenntniß setzen und ei inerkn:!as,ungoes Thompson i:hl nichts im Wege, da ich überzeugt bin, derselbe : werde m seinen gzwoynten Umgebungen wieder rolllg gesund erden, was bei seinem Verbleiben in der Anstalt jeden falls nicht zu erwarten ist Räch ungefähr einem Monate theilte ', der Arzt JameS mit, bei Thompson sei eine ungewöhnliche Klarheit des Geistes eingetreten; JameS reiste sofort nach der Anstalt, wurse vonThmpson, nach dem er ihn an Vorkommnisse während seines Aufenthaltes in l'llfcer Gulch tt innert hatte, erkannt, und diese beiden Männer, sowie der Freund, der James i bei seinem crstenBesuche in derAnstalt be gleitet hatte, der Arzt und der Warter, denen der Austritt aus ihren amtlichen Stellungen in der Anstalt guf ihr Ansuchen gestattet worden worden war,, brachen Ende Mai d. I. zur Entdeckungs reise aus. Sie begaben sich direct nach Montana, erreichten am 3. Juni Dillon und kamen mit der Post nach Virginia City. Als Ziel ihrer Reise bezeichneten sie Jedem, der sie fragte, den NationalPark In Virginia Ci!y vervollständigtcn die Wünner ihre Ausrüstung, kauften Ncit. und PacktZ)iere und nach acht Tagen hatten sie die Big Horn Mountains erreicht. Am 15. Juni kamen sie an den Big Horn River, erreichten nach eintägiger Wanderung den Bach, der in 'solchen mündet, wandten sich Tags daraus in nordöstlicher Rlch tung in die Berge und schlugen spät am Nachmittag ihr Lager an einem von hohen Felsen umgebenen Platze aus, von dem aus sie nach Thompson's Versicherung am folgenden Nachmittag das Goldlager erreichen sollten. Thompson hatte während der Reise nie die leiseste Spur von Geistes'Verwirrung gezeigt, hatte den Weg mit einer Sicherheit versolgt, die seine Begleiter davon über zeugte, er müßte schon in der Gegend, durch die sie kamen, gewesen sein und man kann sich die Aufregung . der Leute vergegenwärtigen, als Thompson er klarte, am nächsten Tage würden fie den Schatz erreichen. Schlas kam in dieser Nacht erst spät in die Augen der Neisen den. Seit sie in die Big Horn Gebirge eingedrungen waren, waren sie weder einem Menschen, noch wilden Thieren begegnet und, hielten daher Nachts' keine Wache. Am folgenden Morgen war Thompson verschwunden. Nach dreitägigcm Suchen fanden sie seine Leiche ln'eincr Schlucht, in die der Körper aus einer Höhe von nngefähr 1,000 Fuß ge stürzt war. Die Uebrigen suchten noch, so lange die Witterung erlaubte, selbst ständig nach dem Schatze, kehrten jedoch vorige Woche unverrichteter Dinge nach Helena, Mont., Und von .da nach Cali fornien zurück. S. L.Landeö in.Mt. Carmel, Jll., hat aus seiner Farm 100,000 Wall nunbäume angepflanzt; dieselben werden bei guter Pflege in 20 Jahren 2 Fuß über der Erde durchschnittlich lo Zoll im Durchmesser hben und rcpräsentiren alsdann ein schönes Vermögen. MW , m Vom Inlandr. E i n e Z u s a m m e n st e l l u n g der in dem Indianer Bureau in den letzten 40 Jahr:n gemachten Ausgaben weist nach, daß in den Jahren 1842 biZ 1861 incl. $10,722,71)7.71 und in den Jähren 1862 biö 1881 irrt. $106,818,245.35, mithin in den lltzien 20 Jahren $G0, 125,417.04 mehr ausgegeben sind. Während .die Ausgaben in dieser riesigen Weise gewachsen sind, hat sich bekan.itlich die Anzahl der Indianer vermindert. In Nebraska richten bekanntlich Wirbelstürme ungewöhnlich häusig großen Schaden an. Wohnstätten,,, die in den Bereich solcher Stürme kommen werden oft gänzlich verwüstet, wobei als interessante Thatsache zu verzeichnen ist. daß die Mauern nach auhen, nicht nach innen stürzen, uno zwar ist dies gerade bei den gut verschlossenen Häusern der all. EZ erklärt sich dies dadurch, dag der Tr'chter eines Cyclone wie eine Luftpumpe wirkt und die in den Gebäudsn eingeschlossene, am du Wände oruaenoe Lust dann ihre Schranken sprengt. Dar aus ergibt sich das in Nebraska allae mein beobachtete Versahren. das; man bei dem Herannahen eines Wirbelsturmcs Thüren und Fenster vollständig öffnet. Das Anstreichen der Kup pel des Capitols in der Bundeshaupt' stadt, welches gegenwärtig ausgeführt wird, erfordert 15 Tonnen Wechblei. Der Platz, auf. dem jetzt Wessen, Miss., steht, war noch vor we nigen Jahren von einer dichten Tannen Waldung bedeckt. Jetzt befindet sich eine Kattunfabrik daselbst, in der Tag und Nacht ununterbrochen gearbeitet wird. Dieselbe beschäftigt über 1000 Arbeiter, verbraucht jährlich 4500 Ballen Baum wolle und ist zur Nachtzeit mit electri schem Lichte, das in der Fabrik selbst er zeugt wird, beleuchtet. Diekürzlich verstorbene Mary M. Perkins in Boston hat in ihrem Testamente ihren Ehegatten" zu dem alleinigen Erben ihres NachlasieS eingesetzt, ohne den Namen des Gatten zu bezeichnen. Dieselbe war vor ihrer Verhcirathung mit Ezra G. Perkms mit John Hardy verheiraihet, lebte aber von diesem geschieden.' Hardy behauptet, seine Scheidung von der Frau sei nich tlg, deren Verhelrathung mit Perkms sonach ungültig, und er sei der einzig richtige Ehemann der Erblasierin und sonach zu deren Nachlöste berechtigt. !Das Nachlaßgericht erster Instanz hat diejer Tage entschieden, der Nachlaß sei zwischen Perkins und Hardy zu theilen, beide Parteien haben jedoch gegen die ses Urtheil an die Supreme Court apellirt.
Neu-Schottland ist Straft von Hieben mit U: nennschwän zigcn Katze noch zu Recht.l 'stehend, aber seit Jahren nicht ausgesühr! worden. Dieser Tage wurde in Halisax der proscssionelle Vagabund Andrew Doyle zu 0 Monaten Gefängniß vcrartheilt. La chclnd hörte er den Richterspruch mit an und bemerkte trotzig : Daö ist gerade, was ich wollte, der Winter ist vor der Thüre." Lassen Sie mich ausreden, sagte der Nichter, Tie sind schon so oft ohne allen Erfolg mit lIesängmß be straft worden, daß ich Sie noch außerdem tt 20 Hieben mit der neunschwänzigen auf den bloßen Rücken verurtheile 'Ein Mob bemächtigte stch kürzlich in Grand sorks in Dakota des ln dem dortigen Gcsangnisse unter- der Anklage des Mordes befindlichen An drcw Elliolt. Derselbe hatte bereits die Schlinge des Seiles um den Nacken, an dem er an einem Baume ausgehängt werden sollte, cs gelang ihm aber durch eme äußerst vewegticye Ansprache, . vie Lynchcr zu überzeugen, da er nicht den Tod, sondern höchstens getheert und gefedert zu werden verdient habe. . Die letztere Procedur wurde an ihm vorge nommen und dann ließ man ihn laufen. ZweiAngehörige des Staa tesMaine haben in Europa ihr Glück gemacht. ' Fräulein Lilian Norton ist an der großen Oper in Paris als Prima Donna mit einem Jahres-Einkommen von $12,000 engagirt und Herr Frederik Gower hat in London durch Errichtung und den Betrieb mehrerer Fabriken sur Herstellung telephonischer Apparate ein Vermögen von $1,500,000 erworben. Beide werden sich demnächst verhei rathen. e r rurztlcyver lorvene H. D. Hirst in Germantown, Pa., war der leidenschaftlichste Rosenzüchter in den Ver. Staaten. Er hatte eine Anstellung in einem kaufmännischen Ge schäfte, arbeitete aber von Sonnen-Auf gang an und in der Nacht noch bei dem Scheine einer Laterne in seinem Rosen garten. Der letztere enthielt über 1500 Varietäten, die Hirst auö allen Welt gegcnden bezogen hat. W i n n e' m u c c a, der Haupt ling der PiuteS, ist gestorben und unter großem Pomp mSurprise Valley, Cal., begraben worden. Nach der Rückkehr von dem Begräbnisse begaben sich die Frauen des Stammes In den Wigwam des Häuptlings und führten aus solchem dessen jungcgrau, die er vor einemJahre geheirathet hatte, sammt ihrem Säug ling vor das Lager. Hier ließen sie da? Weib mit dem Kinde auf den Armen laufen und warfen so lange mit Steinen nach ihr, bis sie und das Kind todt wa ren. Das ungliKkliche Geschöpf hatte während der ganzen Krankheit ihres ManneS gewußt, daß ihr und ihrem Kinde, im Falle der Häuptling stürbe. ein so gräßlicher Tod bevorstand. Sie hatte vielfach versucht, stch das Leben zu nehmen, war aber stets hieran von den Frauen des Stammes, die sie unausge setzt bewachten, gehindert worden. Das Merkwürdigste ist, daß die in der Nach barschast angesiedelten Weißen, die jenen Brauch der Piutes kennen, nicht. den ge rin'gsten Versuch gemacht haben, Frau und Kind zu retten. In New York ist der schon früher von uns in .Aussicht gestellte Corner- der Kautschukfabrikanten gegen die Importeure zu Stande gekommen. Sämmtliche Fabrikanten des Landes, mit Ausnahme der StarNubberCom pagnie" von Trenton, N. I., haben be reits den Vertrag unterzeichnet, das Executiv Comite wird aber erst in näch ster Woche seinen Bericht vorlegen. Die Trentoner Gesellschaft will dem Verneh men nach auch dem .Corner" beitreten, p r r rw p . t jovaio ne oie Auskrage, Die nsq uner ledigt sind, ausgeführt haben wird. Den Bedingungen des Vertrages zufolge wer den die Riemen und Schlau.chfabrikan ten von jetzt an ihre Fabrikation um 26 Prozent verringern und die Schuh und Kleiderfabrikanten nach dem 23. Dezem ber ihre Etablissements ganz schließen und so. lange geschlossen halten, bis eine erhebliche Reduktion im Preise deö Roh Materials Seitens der Importeure ein tritt. Die Kautschukwaarenhandler sind verschiedener Ansicht über die erwartete Preisreduktion; einige glauben, sie wer de vor Januar erfolgen, während andere den Termin bis Juni 1883 hlnousschie ben. Manche denken, daß die Preiser böbuna im Robmaterial nickt die ffolae von Sveculation. sondern dem vermehr ten Nerbraucke van Kautsckukmaaren an zuschreiben sei, und daß folglich noch eine -. . ?.... vr lange .gen vergeyen wcroe, vevor ungc bot und Nachfrage gleichen Schritt hal ten werden. Man neigt sich jedoch all gemein der Ansicht zu, daß die- neuen Kautschukvorräthe für die nächsten Monate den Preis bestimmen werden. , Deutsche Lacal Nacdriteu. Kulm ba ch, 18. Oktober. Die Bieraussuhr von hier in daL Ausland pro. 3 Quartal 1882 betrug 4.520,293 Liter. Dieselbe war im gleichen Quar tal des Vorjahres 4,X)31,816, daher im ersteren eine Mehrung von 488.-12 Liter. ' Lindau, 18. Oktober. Bei der Station Nöthenbach hat sich der 2jäh rige Oekonomensohn Bäcker .aus Mög cels von einem Bahnzug überfahren las sen; er war sosort todt. Liebesgram war die Ursache, des Selbstmords. Mieöbach, 18. Oktober. In dem nahe gelegenenWald wurde der seit Ende September vermißte' kgl. Rentbeamte Element! aus Oberdorf bei Kaufbeure erhängt aufgefunden. Derselbe hat in einem Anfall vonTrübsinn unzweifelhaft Selbstmord begangen. Er hinterläßt ein Vermögen von 70,000 M. . Neustadt a. S.. IS. Oct. Der 77jährige Zimmermeister BüchS von Niederlauer wollte sich Abends von hier auS nach Haufe begeben, ist aber bei der Salzer Brücke vom Wege abgekommen und in eine größere Wasserpsütze gesal len, wo er am folgenden Tag todt auf gesunden wurde. Der Sohn desBüchs, welcher am gleichen Tage hier gewesen, und zu spätere? Stunde sich nach Hause
In
begab, passirte die 'gleiche Straßenecki
ohne Ahnung des seinem Vater zugesto ßenen Unglücks. Kiel, 19. Oct. Ihre goldene Hoch zeit feierten die Eh:!cute H. Lipk: und Frau in Strübbcl, im Kreise Norder dithmarschen, die Eheleute H. Berlin und Frau zu Südcrhöft im Kreise Eiderstedt und die Eheleute M. Nathan und Frau in Rendsburg. Neisse, 19. Oct. Der Geistliche der hiesigen altkalholischen Gemeinschaft, Karl Jentsch, leistete sreiwilllgcn Vcrzich: auf sein Pfarramt und hielt am 15. Oktober zum letzten Male Gottesdienst. Vom 1. Oktober ab . redigirt derselbe vertretungsweise zunächst aus ein halbes Jahr, die Liberale Neimr Zeitung". (m - i. ! erv - ..v T. ah i n in n t n izurlr.i. 2i.jxt. ner eben gefaßte Beschluß der hiesigen bür gerlichcn Collegien, nun doch eine Con sumsteuer aus Bier und Fleisch einzu sühren, ein neues Schlachthaus zu er baue? und die sog. Allmandtheile im Meßgehalt von etwa 300 württ.Morgen zur Verpachtung einzuziehen, macht be sonders unter .der ärmeren Elaste viel böses Blut. Die Allmandtheile waren bisher den Bürgern gegen eine geringe Entschädigung zur Benutzung überlasten. Dürkheim, 20. Okt. In der Nacht wurde ein Raubanfall auf den Papierfabrikanten Röder auf der großen Papiermühle im Dürkheimer Thal, und zwar zwischen Hardenburg und Grethen ausgeführt und derselbe seines Porte monnaies beraubt. Der Thäter ist ein Unterossizier Trompeter aus Metz mit Namen Lier; derselbe ist verhaftet und geständig. Kaiserslautern, Z0.Okt. Die hiesige Aktienbrauerei wurde imZwangS wege sammt Einrichtung und sämmli chen Brauerei-Utcnsilien von Hrn. Bürk, Direktor der Mannheimer Brauerci-Ge-sellschast, um die Summe von 282.000 M. versteigert.. Herr Burk beabsichtigt, eine neue Aktiengesellschaft zu konstitui ren. Bremen, 22. Oktober. Auf dem' Schützenhofe fand eine recht interessante Probe mit dem sogenannten Feuertau cher des Ingenieur Schalla statt. ' Eine Anzahl mehr als mannshoher Scheiter hausen von Tanncnkloben wurde in Flammen gesetzt und der Feuertaucher hielt sich wiederholt vielleicht fünf bis zehn Minuten in demFeuermee'r auf, ging hin und her, und es machte in der That den Eindruck, als ob er gegen das Element gefeit sei. Als ein Scheiterhaufen zu sammengestürzt war, legte er sich sogar in die glühende Masse nieder. Schalla's Zaubermittel ist sehr einsacher und na türlichcr Art: Wasser und Lust. Sein Anzug, aus einem starken, porösen Stoss verfertigt, ist doppelwandig. Einen, durch welchen noch ein dünner Lust schlauch geleitet ist, schraubt er sich an seinen Äürtel an und nun strömt Wasser durch die doppelten Wandungen seines ,Anzuges und dringt durch die Poren auch an die Außenseite, so daß der An zug vor Verbrennung geschützt und der .ganze Körper durch Verdunstung deS Wassers in eine kühlere Luftschicht eingehüllt wird. Durch den Luftschlauch wird ihm vermittelst einer Druckpumpe ein kräftiger Strom kalte? und durch das Wflsier im Wasierfchlauch kühl geholte ner Luft in den Mund geführt und die fer .Luststrom schützt zugleich die sonst nicht vertheidigten Augen vor Hitze und Qualm. Wien, 20. Oct. Die Kirche Maria Stiegen (am' Gestade) feiert in diesem Jahre' das tausendjährige Gründungs fest. Glaubwürdiger Ueberlieferungen zufolge reichen nämlich die Anfänge der Kirche Maria am Gestade in das Jahr 882 zurück. In diesem Jahre wurde nach der gewünschten Annahme an der Stelle, wo sich jetzt der schöne Bau er hebt, ein Kirchlein errichtet, das den Schiffern und Kaufleuten seinen? Ur sprung verdankte. Am Fuße des Hü gels, den die Kirche mit ihrem herrlichen Thurme krönt, floß in früheren Zeiten die. Donau vorüber und befand sich der Landungsplatz, daher Maria am Ge stade. Aus diesem Kirchlein entstand im Laufe der-Zeit das gegenwärtige prächtige Gotteshaus. . Düren, 22. Okt. Unseae Stadt ist bekanntlich eine der industriereichsten des Nheinlandes. Die Tuchfabriken waren während deö ganzen vorigen Jahres gut beschäftig. ES wurde viel für den Er Port gearbeitet, hauptsächlich sur Nord iamerika, dann aber. auch nach fast allen I europäischen Staaten, da die Güte der Dürcner Fabrikate allgemeine Anerkennung .findet. Die .Flc.chs.Mschiner:.' Spinnerei incl. Garndlciche beschäftigte 1030 Arbeiter und pr'oduzirte bei einem Konsum von lki.000 Ctr. Flachs 433, 750 Bündel Flachs und Werggarne. Die Nadel und Teppichsabrik machte nicht sehr glänzende Geschäfte. D a n z i g, 17. Okt. Eine Feuers brunst legte in Strcllin bei Neustadt das. Pfarrhausgehöft und zehn benachbarte Wirthschastsgebäude in Asche und in Bitonia bei Hoch StüSlau zerstörte ein größeres Schadenfeuer die Gehöfte der Besitzer Johann und Anton Mischker und Friedrich Fillbrandt, sowie die Scheune und den Stall der WittweWil helmine Cousin. In Suckau bei Dirsch au brannten zwei WirthschastZaebäude und ein Strohschober eines Adbaube sitzers und in Morastkrug die Mühle nie der. . ' . Oldenbur g, 20. Okt. Daö Jahr 1882 ist besonders für Stedingen ein sehr gesegnetes zu nennen und übertrifft alle Erwartungen. Die Ernte war in jeder Beziehung reichlich und das Vieh ist sehr aut gediehen, und da die Preise sehr gestiegen sind und der Handel wie überall sehr flott geht, so lösen heuer die dortigen Landleute ein gut Stück Geld. Für die anderweitigen Geschäftszweige im Stedingerland ist dies von den besten Folgen. Nürnberg, 19 Okt. Vor dem hie sigen Schöffengerichte hatten sich vor einigen Tagen 13 Paare wegen Konku binatS zu verantworten; von denselben wurden acht sreigesprochen, 4 zu je 2 Tagen Hast und 1 Paar zur Geldstrase verurtheilt. -
