Indiana Tribüne, Volume 6, Number 48, Indianapolis, Marion County, 5 November 1882 — Page 3

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Amerikanische Statisten.' m (am der Wlen.r N. Fr. Pr.) Hinter den Coulissen des New Yorker ThaliaTheaterZ hatte ich einmal väh rend einer .Wilhelm Teg".Aufführung Gelegenheit, den socialen Verhältnissen Amerikas leise den Puls zu fühlen. Ich spielte den greisen Attinghausen. Die irste Scene des zweiten Aktes, in vel. Her der ehrwürdige Patriarch dem prah. senden Neffen seine politische Fahnen flucht vorhält, war bereits vorüber. Nun hatte ich zwei lange, lange Stunden zu harren, bis zu dem Momente, wo der . - m . . r ' r . . . m .

evle Pamor seinen anoszeulen nerocno n, ,o rcciuc 19 vm vuv zu. veurlye.. daS beherzigenSwerthe Vermächtniß hin len wiffen.7. Ich had geweint und mir terMt: .Seid einia. einig, einia !" die Haare gerauft und - hab' , aefraat

Hinter den Coulissen wird gar viel Zeit verschnitten, und diese Zeitabfälle lassen sich leider nicht einmal wie die Stossreste der Schneider als Flecke verwerthen, sie müffen einfach weggeworfen werden in den großen Papierkorb der Zeit. . . Was sollte ich anfangen ? . Karten spielen, wie es so manche meinerCollegen in gleichem Falle zu thun pflegen? Aber Schopenhauer, Richard Wagner'S LeibPhilosoph wider Willen, behauptete, daS Kartenspiel sei der declarirte Bankerott aller Gedanken. Vier kommen laffen und zechen? Solches läust wider einen gestrengen Theater Ukas. Ein Buch lesen oder eine Rolle rnemoriren? Un möaliS ! Der Scandal binter den Cou listen zerhackt jede Gedankenthätigkeit, crrv k . .r. ix. v. r 'i. . r x jt. I Sliilt UlQ, ÖIUICIC lUj, Cd O" geIäl ein Schnippchen schlugen ? ' Im Hintergrunde der Bühne biloeten mehrere Wolkensossiten,Rasenbänke, zer'. kümmerte Tbrone. auf Einen Fleck ,u.' sammengemorfen, einen kleinen Hügel. Auf diesen warf ich mich und sah zu. wie nicht ferne von mir ein subalterner Thea. terschneider die Statisten in ihren Beruf steckte. - Die Saöe sina scknell an. mick vl interessiren ; denn die Art und Weise, rn.e der Sckneider seine Leute dramatiick zubereitete, war drollig aenug. DaS neunzehnte Jahrhundert, so schmutzig es auÄ war. ,oa er ihnen nicht einmal vom Leibe. Der ' ganze bekleidete Mensch tnurhc .iinhn' in (in hoar Nlttergiesel Me Sälen Und'oben in einen abaedank. ten Waffenrock gesteckt, der sich so wenig sen beiden BekleidunaSobiecten bermockte man aber, da auf der Bühne der Schein bekanntlich die' Wirkliükeit nickt errei. iZ6en soll. dieStrakendoien des Rekleide, ten dentlicb ;u bemerken. 5lekt band man ihm auch einen Ritterkragen, der'im Srincive. abir auck nur im Wrincide die Unschuldsfarbe trug, um den Hals und reichte ihm eine echte hoiminae. ' Der Friseur, welcher dem Schneider als He! fershelser beigegeben war, klebte dem Geduldigen als Bart ein Stück Wolle rn'S Gesicht, die aber HZusig die Farbe des Haupthaares der Beklebten vollkom men injurirte. Dann ließ er jeden Ein zelnen unter seiner Faust erröthen.indem er ihm mit elner dicken Stange Kugel lack"Schmlnke yerzlos über die Backen fuhr. Ich betrachtete - diese! ewigen Schweiger etwas genauer und fand zu meinem Erstaunen viele mtelliaente Ge sichter darunter. Gestatten Sie mir die Frage redete ich einen jungen Mann an, der inir zunächst stand, auf welche Weise geriethen Sie in dieses Gewand ? Wer sind Sie Was ich bin?" lau tete die Antwort, mein Gott, Sie sehen mich m meinem vollen Berufe, seit Mo naten bin ich nichts als ein Statist des Thalia.Theaterö und lebe davon. Vor r:nem zayre jreiiicg war icg noaj lacji i&ti Ofncier. Mein Name ist Freiberr k . rr?jc . ?jt x. rvinr I v.F. Mein Vater ist Geheimrath in Dresden. Eine Spielschuld, dieich nicht zu zahlen vermochte, zwang mich: mein Vaterland zu verlassen und naÄÄmerika zu gehen. Ich habe Aussicht, in ! die amerikanilSe Armee einzutreten.Aber entgegnete ich, .dieweil das GraS wächst stirbt ein armer Statist." siel er ein. Schon wahr. Nun, warum war ich ein Lump, Amerika ist mir ganz ge fund; hier heißt eS : Friß. Vogel, oder stirb. .Ich treibe mich. sagte hierauf ein roßer starker Mann von 35 oder 40 Jahren, schon mehrere. Jahre in den Vereinigten Staaten ohne Aussicht um her. Ich war preußischer Polizei-Lieute ant und in Berlin stationirt. Jahre 1876 di den eichStagSwahlen dabe ich mich politisch comdromittirt und . ' . - Jw bielt es dann für daS Geratbenste. nack Amerika zu entfliehen.' Ich stimmte näm lich mit den 35 Schutzleuten meines Reviers für den Soiallsten Fritzsche, und die Sache kam heraus." -Und wie ?" .Durch unsere Vstsfia reit. Die von den Socialisten mit dem - . Namen Fritzsche bedruckten Wahlzettel, welche vor der Thür des WahllokaleS zur Vertheilung gelangten, refusirten wir vorstcbtsbalber und schrieben unseren Voltttribun mit Tinte auf einen Va . r r rrs -. em .t(.. :rr ."t picijuciicn. Äie lllltloli!lmjju,e zayi ten beim Scrutinium 36 Tintenstimmen für Fritzsche, addirten zu Zö Schutzleuten einen Polizei - Lieutenant, was 36 Staatsbeamte weniger ergab. Und alauben Sie, daß noch andere Ihrer Collegen mit gleiche Geschmacke, aber mit mehr Vorsicht, oder, wenn Sie vollen, mit weniger Psifsigkeit zurWahl urne traten?.Ich glaube, daß damals sehr viele Subalterne Berlins socialistisch gewählt haben." - - .Und Sie, mein Herr," fragte ich ein langbe!nigeS,zusammengedrückteöMänn. lein, besten Urahnen zweifelsohne die ungesäuerten Brote durch die Wüste geschleppt hatten, wie kommen Sie dazu, heute aus dem Rütli mitzuschwören ?" Ich bin begann der Angeredete, ,auö Wien, sogar auS der Leopoldstadt, wo ich hausirt habe mit Brieftaschen und Galanteriesachen. ES ist mir auch recht gut ergangen, aber die Weiber, die Weiber, ich warne Sie vor den Wei bern !" Pfui, schämen Vle sich, als Kläger der Schönheit aufzutreten!" ,W5 nützt mir die Schönheit, wenn ft rlichtö ist als eine Larve für die 4ZHlange ? Also ich habe angebetet ein Äädchen ich Kars mich noch jejt nicht Zinnern, wie schön sie war. Wir waren mcht drei Wochen mit einander be-

nSPZe erhalten hatte, baß sie aus der fecys age m yavana,me lqvon emem eiten Tuchfläche ein wahre? Einsiedler. Spaziergana. zurück in's Hotel komm', leben iu führen schienen. ÄwisÄea die var's Zimmer leer, 's Vogerl ausgeflo-

kannt, so war ich entslosZen. sie zu hei. rathen. Sie war einverstanden, hat aber gesagt, gleich fol'en wir heirathen. So habe ich kommen .lasten meine Miit ter aus Uugarn, sie soll sich meine Braut ansehen. Aber die ,bat gesagt, .gleich nachdem sie hatte gesehen zum erstenmale das Mädchen: Moriz, wo hast du deine Auaen ? Was fällt dir ein, das ist kein unschuldiges Mädel, die will so schnell hei?2tben, weil weil sie sich befindet in gesegneten Verhältnissen." Ich habe geglaubt, der Schlag soll mich treffen, und habe gestritten mit meiner Mutter rlber sie hat gesagt : .Moriz, laß dir rathen, ich bin Mutter von sieben Kin V . t . -V . IX. V - X V.B . . l .!

eine Braut, ob meine. Mutter Recht hat... Sie hat auch geweint und bat ge sagt:. .Wart' nur noch einige Wochen, dann kommt meine Unschuld an den Tag." . ,., . .'Nun ?" ..Umgekchrt, reinigen Tagen kam die Unschuld in die Wochen. Erst , hab' ich mich wollen vor 'Verzweiflung in die Donau werfen, dann.' aber, wie eS schon so weit war, habe ich mir die Sache doch überlegt und bin Mit weinen letzten Mit teln.nach Amerika gegangen.?. , i - .Ich bin. auch ein Wiener," begann jetzt im liebenswürdigen .Dialekt feiner Heimath ein schlan!gcwachs:ner. hübscher junger 'Mensch ,und.. gerade deßwegen schimpfe ich nicht aus's schöne Geschlecht, m(ma(i( .! fsT)XST Samh (ifiiisX ist ' uitum uuuy uu imu uuvuji jvyuiu daß ich jetzt , in der Affenjacken stecken mub. In ein Chsrmädel von der Wie den hab' ich mich vergafft,, 'Mein Va. ter, ein reicher Spießbürgerroar fuch tig,so hab' ich alles Geld,, das ich nTr hab' kriegen, können, zusammengepackt und 's Mädel dazu und bin davon. Erst sind wir nach Italien gegangen. Dann haben wir. uns in Genua nach Brasilien einschiffen laffen, damit wir nicht erwischt werden. Zn Rio de Janeiro haben wir vierWochen zugebracht und nachher einen. Rutscher nach , Mexico nslirt. wo vlr wieder ein paar Wochen für'S theure Geld schwitzen konnten' ' Dann lst's nach avana . neaanaen. . vier . yaven wlr slott daraus weittraeVirthsch)stV Eines Abends aber wir waren erst fünf oder en. Damit mir der Abschied von-mei em Schatz aber noch schwerer'wird, hat mir der Engel auch allesGeld mitg'nom. wen, was noch ZU Hauö war.. Wer weiß, welchen reichen spanischen Skla Venhalter sie jetzt zu ihrem Sklaven gt macht hat. Mir ist knapp so vlrl gblie ben, um, die Reise nach New York zu maqen. cni ca cqne wuo uno muk einen tatlUen mamen. dis mir mein Alter wieder verzeiht. ' Es ist zum Näxnschwerden ! Nun, Sie haben doch die Welt gese hen, Italien, die Tropen. Ich bitte, laffen Sie mich damit aus," ' lautete , die Antwort .mir grht'nix über Wien. Ein Gouafch' beim Kuhwß und em Seltel Pllsener sind mir lieber wie bie ganzen . ' AI ' Tropen. Und was veranlaßte Sie, mein Herr,unter die Statisten zu gehen V sragte ich einen semen Goliath, dessen eiserneGlle der seinen knappen ' Waffenrock - jeden Augenblick zu sprengen drohten. Ich sehe Ihre Finger mit kostbaren Ringen bedeckt Ich bin Metzger aber meine einzige Passion 'ist das Theater. Ich habe schon ein Theater 'gründen wollen. nur um das Couliffenleben kennen zu lernen. Da hat mir ein Schauspieler, v,u uiV geben : DaS können Sie billiger genie mit m h.Fnnl nan. MitK . - ßen. Melden Sie sich als Statist beim Jnspicienten des Thalia.Theaterö; je. denfalls können Sie der Kunst auf diese Welse weniger gefährlich '.werden und hab?N eine geringe Verantwortung. Sie sehen, ich habe den Rath meines Freun deS besolgt.' Zwar ersticke )ch sast in der Zwangsjaas, oiz man mir angcicgi, fügte der tci Schveme seines EnthusiaZ mus Triefende hinzu, aber diese Tortur finde ich U" CArstss Xtffi ?ftSti tHtffAr inzwischen an meiner Seite Platz genom V 5 UV4W44kV W V . V WUklt IVVtVVfc men hatte, erzählte.-nun, daß es die Schauspieler des Westens ähnlich treiben, wie der dramatisch angehauchte Metzgermemer. Da ne zumeist wöchent' lich nur Einmal, und zwar am Sonntag spielen, so bleibt ihnen Zeit genug übrig 1 r . ... , , r . . . . cm . lur em zweues eweroe. 'carquls von Posa benützt weniger die.Gedankensrei heit, welche ihm Amerika gewährt,' als die Gewerbefreiheit, und verkauft seinen Enthusiasten am Tage Wülste oder Ci garren. Don Carlos photographirt und hat großen Damenzuspruch.! Franz Moor rasirt und hat dadurch den Vor theil. Publikum und Recensenten im I r r c ' Ä fi ' ause oer !llzoqe meormais an oer urgel zu haben wa5 seine Darstellung wöchentlich nur einmal bewirkt. .Ich selbst war in St. Louis Bierwirth tt zählte Rudenz weiter, und hübe mir I ,,kr?t k? Vi VCD & " ,...'g ,.i..tt, .t) .k mit meinen Rollen genommen, als hier, denn war das Publikum begeistert, so war nach der Vorstellung mein Bierlokal voll Eine ebenso neue als herrliche Ver qulckung von Kunst und Gewerbe, be merkte ich. ? Aber, sagen Sie mir," wendete ich mich wieder an den Metzaermeister, was machen Sie mit den 25 Cents, dieJhnen als Honorar allabendlich für Ihre stum men Kunstleistungen ausbezahlt wer den?" .Die schenke ich," lautete die Antwort, meinen Kameraden natur lich dem vom Ritterstiesel Ein junger untersetzter Krauskopf, den ich jetzt bat, seine StatistenCarriere zum Besten zu geben, erzählte : Ich bin von Professton Maschinenschloffer und in Danna zu Hau e. Vor acht Mona ten trat ick dort in Militärdienst. Aber das Conioniren von meinem Unterofft zier war nicht zu ertragen. Ich kam mir vor wie einHampelmann an verTtrippe. tvy . m ! l. st " t . . witt rochen yaoe q du Zllyne uoer einanderaebiffen. dann' bin ich aber da vongelaufen. Zuerst nach Hamburg. Hier habe ich die vielen Schiffe im Hasen uegen gesehen und habe mir gedacht: Schwere Noth, wenn du nach Amerika gehen könntest! Jeden Tag stand tch am Hafen, da wo die Schiffe nach Ame rika abgehen. Ein junger Mensch, ein

Primaner, der die Schule geschwänzt, I

wen igm oas riecycye zu unri ungekommen lst, stand uuch täglich wie ich auf demselben Platze und hat wie ich den Dampfer angeschmachtet, der zuerst nach New York abgehen sollte. Wlk haben uns bald verstanden.. Wie eS aber an fangen, ohne ; Geld hinüberzukommen ? cm:? L ...r 1 . trux V. Wir ainaen ziulammen mm CapitSn und haben ihn gefragt, ob er uns alSSchiffS oder Küchenjungen mitnehmen möchte. Alles besetzt, war die Antwort. Was jetzt anfangen? Hinüber muffen wir, t x Jr. t V C oar es oer uns geyelpen. unü wie au ben'S auch durchgesetzt. Wir beobachte )t,i: h,!4i. 4nAuÄ(4H rn iift iÄ iSita 8h d?Sch 6 n loste, to, nwn jiviuuvuit uixüjuuiu ci mii wiuvu Sea.ttich b.decklm. Am splkn Abend txrSt... .....r... .. ictys yiuiyuuuic uca;uuif)cia mit uiuim inii ii ii i i r ii in i r nun iiinirir in 11 iiiiiii. Ä".....7..' . ...... ? ' Vatän?..?;: .Ä" tittv IMluyiivti M M VM r m!rnl,n fhnrnitpn 5 rflfc um das mir nf.r tniiffrn itn nltfit und blieben unentdeckt. ' Anderthalb Tage hielten wir es drinnen aus ohne Nah. rung, dann trieb uns der Hunger, unser I Versteck auszugeben. Auch berechneten wir, daß das Schiff sich jetzt schon lange im ffnrtT fiffinhfn n,,-,ss, nd unsert. wegen schwerlich umkehren werde. Wir begannen nun- so lange an unserer Ge fstnnrnfetnür in kraken. bi die Matrosen aufmerksam wurdenI -' 'Äuersl ' alaubten s sie, die SchiffSkatze habe sich vor der Ab. frtfcrt in. YiAfL Wnot hfrirrt . nh hiiirflt nicht wenig erstaunt, als, indem sie das ' ' . . . Segeltuch lüpften, i vier, ganz andere N'in, ,,,, hm Nttate iKTarrnm: Der l?ntn. ,u dem wir sogleich ' gebracht wurden, wußte zuerst nicht,'. ob er lachen oder sich ärgern solle, Marsch in den Heizraum, ihr Lumpen!" lckrie er endllKwoblmollend. fortkönnt ihr Fahrt und Kost -abarbeiten. 'Aber süate er bin,n. .vorder in die Kucke.! ibr Müßt ja ausgehungert fein wie.dieJuden I-P" -,-:-j -r m ? - . ' . 1 am-' Ner SbnunoStaoe." '. wö t Taae r ? . v . .H i . I Laven wir oann im eioauZe aearoeuei. Mem Kamerad, der Student, hat ge stöhnt, noch mehr wie Ui seinen gncchtchen Buchern: Es gld! namttch ttlne chwerere Arbeit, als - die im Heizraume elne5 Schisses. Die Hltze lst scyter un erträglich, und es soll ost genug vorge fnrnmn Sein, dak die 5eier- alS tnärt plötzlich ihr Gehirn versengt wsrden, die Schaufel wegwarfen, die Treppe empör eilten und sich kopsüber über Bord stürz ten. In New Bork angekommen, hat mein Kamerad bald in einem Kaffeehause eine Stelle als Kellner gefunden, wo er auch bis zur Stunde fleißig arbeitet. Ja, Amerika ist eine Vefferungsanstalt für . 1 1 ' 1 - I arbeitsscheue Europäer. Auch ich war hiiUr n c ntm Austernoe ckäite a ZKell. ner bedienstet, habe aber leider meinen Posten vor einigeir Wochen verloren und mufe nun bannn leden was rcv mir als Statist vttdiene. indessen bade ick Aus. sicht, bald Arbeit in einem Bergwerke in 'J . . " Canada au finden ' vnrtx., s. m, k.:. w.k. .' : . 1 ' bd.th,.U..,d.t t- bie Herren, ich JlxxxJKIlUl Vlfc IHtlUV lUIIII IVWtfr VVWVV tirrFmisitnrtd Crrttf rnr (ZnmU;n,r sZckNsü, Nrnn dL WHvv,iiiiM" - M Wort und sagte: 'Mie Hunger der beste Koch ist, so smd auch Mangel und Noth die besten, Sparmeister. In einem großen Zimmer das' wir ,aemschaftlich nem Msi?t fistln denn fti tt Xtnh (Inrn. m..:?s.. vw3ivwiiiuiiu hiiv vuiuwf,,,rt;fAsu5 Ji.L in u u ux u x. luituiiti ivi ifc ! Hiui i '..'.. (lil(Ul ;ii(. It WII ViUUI UU Uf llll w.:- t. m.t.. r,?.t wu cuicii uiuhui uu ii: viuiivu O 7.. .1 Jeden täglich fünf Cents ausmacht. Das Frühstück ln einer Matrosenkneipe, beste hend aus einer Schale Kaffee und einer mächtigen- Semmel, kostet wieder fünf Cents. Blelben folglich noch fünf Cents für das Hauptmahl, das Mittagsbrot. Mit diesen fünf Cents treten wlr in cme der vielen Bierwirthschasten New Jorks, wo der , Gast zu einem Glase Bier so viele Butterbrote e en oars, als er nur Lust hat. Die.Politik der Wirthe be steht dann, durch pikant belegte Tsand wich' den Vurst öcr Gajte zu reizen. Und wirklich trlnkt der New .Vorker, wenn er ein oder zwei Butterbrote dieser Sorte ißt, acht oder zehn Gläschen Bier wur hr,U

mens, nämlich zehn Cents täglich. Um uV B Vf Ä k T standesgemäß zu erscheinen, wechseln wir en. wie Karfunkel leuchtenden Steinen, wöchentlich einmal die Wäsche, was sür voll zischender Schlangen, suhrt bis zum

und effen bei einem Glase Bier dem "U" schlauen Wirthe zehn oder zwölf Butter- n-wenn es mcht zu unbebrote weg. Und auf den Schützen springt $bcn istob Jhr hur Jemand aus

,3. v..v,v.. V wr.B ... der Pfeil zurück, haben wir soeben aus s.m m,,ws. i,k,k,.,s nrk m,. wutvv vvp. w uyv... juti, und der Restaurateur ?"-?ist ein Ame. rikaner und achtet das Princip." Und das Abendessen ? Lassen wir uns von , - , "V, -- Enthusiasten bezahlen. Nur noch eine Frage, meine Herren Wohn- und Eßkünstler, was fangen Sie an, wenn das ThaliaTheater einmal rr ' r i' an- xt , lWffiÄÖ 5?. .OV wunvmv urllwiiUiliV VI Gunst deS Publikums erwerben. mun r Oh," entgegnete der Baron, warum erinnern Sie mich an diese schwärzesten Tage melr.es Lebens? Auch der ehrgei zigste Schauspieler des ThaliaTheaters kann die Bildung des Repertoires nicht mit gröberer Ausregung erfolgen, als Vil V KTi A I4la AsC.l ivn cuij, uu itiuyr.ui tiu vuuversationsstück gegeben werden soll, wird m .. unierem ilalenver tcowarz anae strichen.: Ist er endlich erschienen, mit all seinen Schrecken, so schnallen wir den Nlemen feste?, um den Leib, um den gr mmigen Despoten in der Mitte des llArh.rS 11t fttfhslt iinh Tittn c... im. M... V. CTD.m 1 vfw n ......,, miiv ttvuit vit uiiyv vmv vvvuu v9 jjvuyni. Diese Gespräche, die natürlich nur in Zwischenräumen, immer dann, wenn die lallen lieg nncn ugenoila .yrem x. xin.. n i. et , -t . . . Veru,e rnlzlrljrn .onnlen, geflogen wur den, halfen mir leichter , als sonst die lange, Zwischenpause zwischen meiner ersten und' zweiten Scene überbrücken. Plötzlich rief der Jnspicient mir zu: B:tte, aus Ihren Posten. DieSterbe. scene beginnt." In 25 Minuten war ich gestorben und abgeschminkt. Aloiö Wohlmuth. Die Ziegen lecken die Bäume, und mlt dem Lecken trocknen sie dieselben aus; glaube man ja mcht, üt küßten den Baum! Es sind JudaSküffe sie vergiftcn ihn! ' ' '

Der Ffittrer tJOtt ßttCttflttatt.

Ein xrsvknilischt Märchen von Nlp honst Sckdt. Abbe Martin war Pfarrer in Cucug nan. . r3'ftÄ Brod, IXtlX tOtt Gold gehört! ttOCQ ZU vlam dem Svrlüzwortt: .Gut mit den autmutblgen Priestern, war eine wahre Perle derselben. Seine Cucug' na'ner liebte er väterlich; er hätte Cucug nan zu einem Eden' gemacht, wenn ihm nur die Einwohner etwas mehr Freude gemacht hätten. So aber war semBelcht vvu vun uiuucwcucu uuu ; uic Hostien vttlchimmeltenttgelmlßig. Diey mit aJmltS ri . ' . ' ..l.iv.' Pk..r.:k .. 4?: ... rti Hi "d und UMr ttgl " ' ; solle Ihn nicht sruhtt von bitt abteru en, m tt nicht eine verirrten SSSflein - - - - - . . u, den .echten Psad der Tugend geleite. V110' Wlk werden leben, wie ldn Von er hört hat. Eines Sonntags betrat Me Mattm d,e Kanzel. ', ruoer , oegann er, .00 zur A ! - - u. W & b m MM U 2 K W MM .MW AV " nun viauoi oüci mi, öüum Nacht stand ich armer Sünder vor den Thoren des ParadleseS.- . Ich klopste an und Sankt PetruS .öff. ntlz- ' - ' -, ' . , , .El, sieh da", rief er, ,daS seid Ihr, ehrwürdiger e Herr .Martin, aS führt Euch denn her?.womlt kann ich Euch die Intll?4' ? - -Lieber Heiliger .Peters Ihr Hat doch IV - r . Or r. C l. r - JLVÜ.T . oas große VUly uns oen großen wiu; ftl. könntet Ihr m,r nicht ? sagen, wenn meine Bitte nicht zu- unbescheiden j ist. wie viel Cucugnaner Ihr im . Paradiese yaois ..... , .cu rann ucy nls s ao,qzagrn, Herr Martin: setzt. Euch, wollen zu sammen nachsehen." Darauf nahmSankt Petrus sein grobes Bu, öffnete eS und kn ' ...f. 1 : . . 1 lne nuc auy- - - l,o ugcn ton naraucugnani ou sri r, srfiurtMA 1 1 ccn i ist es. Na. lieber Serr Martins das Folio ist ganz leer. Nicht eine einzige Seele Wie? Niemand aus Cucuanan? Rein Niemand? Das ist unmöglich! Ich bitte. schaut doch bester nach. Nlemand. frommer ffreuno. uever zeugt Euch selbst, daß ich mir leinen Scher, mit Euch mache'' .Wirklich Niemand !" Voll Bitterkeit fing ich an zu weinen. die Hände zu ringen und zu jammern, Da sagte der hemae Petrus: Das dürst Ihr uch, Herr Marttn, nicht so zu Herzen nehmen, Ihr könntet . y jr . v.- v car..i :u s. oonmaqllg roeroen, vvcr vus im uu ttusl) ZU ttop lieiflcn. Allem AN meine nach seid Ihr daran unschuldig undEure Cucugnaner haben noch Fegeseuer-Qua ranrauir. O heiliger, grow Petrus! Erlaubt mir wenigstens gnädig sie zu sehen, ja l?3c.. - y. 1. r..r.. v xv Tx i mocuie nc legen uno iro ien. I v ' ey V l D0N erzen gern, neoer reuno: I m , , .. . ?- V W f L T U. m.r. rts i. v:. Ll.k oer caie nqg,. von um uic y;uc uu um, Ihr kommt sodann zu einem fernen Thore, welches ' , Kreuzen gleichsaw übersäet ist. Haltet euch Zodann rcch Auf Euer An op en U.,U,lUU Vfc fohlen! Bleibt ge und und munter. I . r V . im V. o Und ich ging und ging. War das 1 . 1 r i xx r . vtli Cl4 h.FAm rt . t rf diHA ein ist i oui uuuiurni uvuj irnv I , r . x V "v t , fr' Gansebaut. wenn ich daran denke. Ein 1 . - : . Xv . . I (.m.i.w U1 WA II hAr silbernen Thore.Tack! Tak! .Wer pocht hier? schnarrt inwendig eme rauhe Stimme. .Der Pfarrer von Cucugnan." Woher?" Aus Cucugnan!" Ah so! Tretet ein !" Ich trat ein, ein großer weißer Engel mit Flügeln wie die Nacht so schwarz, in einem Kleide, wie der Tag so hell, mit einem Demantschlüffel, der an einem Gürtel hing, schrieb in einem Buche, welches bedeutend rößcr war, als das des heiligen Petrus. Was wollt Ihr eigentlich hier und vas wünscht Ihr," frug mich der Engel. US... sCHA.( (. rnXAi. 2;v ' Woher ai fr '3 . vi jr - . ' Au Cucugnan. ich bm namllch, Mit I 1 . f t V. miZili. CiA (CMiA ociiuuj, dc yiiiuu; yuu ui viutuy naner. Ah, ich habe wohl die Ehre, denAbbe Martm zu sprechen?Mein Name ist Martin." Also aus Cucuanan. Wir wollen mal sehen." Damit öffr.ete er sein gro i u ui uuvu. mj uutu v i.rn. i.t utvbeS Buch und sing n."neugi.rig d'arin zu blättern. Cucugnan", sagte er nach einer Weile mit einem tiefen schweren Seufzer. Herr Martin, im Fegefeuer haben wir keinen Cucugnaner. ' Jesu, Maria, Joses, Niemand aus Cucugnan ist im Fegeseuer? Du mein g Wo !,nd sie denn also? 1 . . 1 ie denn also V WVVfcV Vtfl VWV 4W im Himmel. Wo anders sollten sie denn rt n nSr5 rf.rtniirhinr Wfcf ' rtlfi sein?? Aber ich komme ja geradenwegö von dort rer ! . n? r 1f,mmnnhnr. 1tnh Wl Jt ; I 1 ' . i cr ?rthinnt I , -'yiiiiu . sintemalen die kucuananer weder im I 'Z . .. . . . Himmel noch im Fegeseuer find, daß sie also in der " Weh mir! Oder hat Sankt Petrus vielleicht gelogen ? ES hat doch keinHahn gekräht. O wehe mir Armen! Wie kann denn ich in'S Paradies kommen, wenn meine Heerde mcht dort ist ?" . ,HSrt,bedauernSwerther Freund ! Da Ihr nun um jeden Preis auf den Grund der Sache kommen und mit Euren eiae nen Augen Euch überzeugen wollt, so geht von vier wea und swlaat den Wea em. den ich Euch zeiae. LiÄks findet Ihr ein großes Thor. Dort werdet Ihr vobl Alles erfahren. Gott befoblen!' Damit klappte er die Thüre im Thor zu.

1 v:.

DaS war ein : langer Weg mit gln

henden Kohlen gepflasterZ. Jch schwankte wie ein Trunkener; be, jedem, schritte stolperte ich. Ich war naß. wie wenn man mich aus , dem. Waffer gezogen hätte. Ohne die:., Sandalen,; die j mir Sankt Petrus geborgt hat, waren. meme Füße zu lauter Asche verbrannt worden. Nachdem ich also längerem Zeit Mich mühselig fortgeschleppt hatte, sah ich zur linken Hand.eineThüre, nein, ein Thor, ein ungeheures Portal, sperrangelweit offen, wie . die Oeffnung eines großen Backofens. O, meine Kinder ! Was sür em Anblick, welche em chausvlel bot sich mir dar ! Hier frug mich Niemand ach meinem Namen. Hier giebt es keine Register. Wie man In den Ofen Scheit aus Scheit wirst, so wlrst man hler die Leute hausenweise hinein; da ist ein Gedränge, fast so, wie wenn Ihr Euch Sonn.tagS m's Gasthaus drangt. Große Schweißtropfen standen aus meiner Stirn, und dennoch lief es mir eiskalt über den Rucken; ,ch. chauderte vor Entsetzen. - Die Haare standen mir zu Berge. Ich roch verbrannte Haut, eS 'war ein Geruch", wie wenn, der Dorsschmied einem alten Esel den Hus verbrennt, um ihm ein Hufeisen änzule gen ! Mir verging fast der Athem. Ich hörte gräßlich schreien, seufzen, stöhnen, jammern, fluchen und lästern. j - - Nun also, aS stehst Du da: Kommst Du herein' oder nicht!" schrie, mich, ein Teufel mit Hörnern an und langte lnäch mir mit feiner Jeuergadel. ' i - - f-. l-.Jch? Gott, behüte ! Jch'bin ein Freund GotteS ! ' ' Dann' Marsch von hler. WaS wlllst Du denn in drei Teufels Namen hier.?!" Ich komme ich ' bitte, fcbrcien : Sie nicht so 4ch. halte mich kaum, aufrecht ich komme von -sehr weit um Sie !recht tehMütbZg'zu .blttett ob Sie vielleicht aus Zufall oder Mißverständnis Jemand auS Cn Cu Cncuqnan hier haben.Donner und' Blitz! Du Dummkopf stellst :Dich) Wohl es, .als ob Du Mcht wüßtest,"daß ganz ucugnan- yierj ist. Na komm näher, alter Rabe, nd; sieh Dir Deines trefflichen Cucugnaner ein. mal alt. ! Und inmitten eines 'unendlichen Feu erstromeS'ssb ick : den lanaen CorGa line Ihr erinnert-Euch doch moch an ihn,-gellebte Kmderan den Sauser, der seiner theuren Gattin'so oft v.e iot ten aus der Jacke austrieb", wenn ' sie dieselbe anhatte. : Dann - war'Kathanne dort, dieses Ganschen mlt dem 'frechen Stumpfnäs chen, welches in der Scheuer ihr Lager aufgeschlagen hatte für sich und für 'die ganze Welt.'?' - Auch den Oelsabtlkanien Pascal habe ich gesehen, denselben, der sein Oel aus sremden Oliven preßte. Auch Babette, die Aehrenauflesenn, ist dort, dieselbe, die, um schneller fertig zu werden,' den Anderen die Aehren gestohlen hat.' Auch Dauphin ist dort, der das Waffer aus seinem Brunnen so theuer verkaust hat;' und Forlillard und Crapas, Coulan und Zetta, Pierre und Antoineite. Ille, alle habe ich in der Hölle braten sehen !" In höchster Aufregung und Ergrif. fenheit, bleich Dor Schreck und Angst,' schluchzten die Zuhörer. .Denn, 'ach! wußte doch jener seinen Vater, dieser seine Mutter, ein Dritter Bruder oder Schwester. Frau oder Kind in der.Hölle. Jbr fühlt's wohl," setzte der. gute Abbe Martin feine Rede fort, daß das nicht so bleiben kann. - Ihr habt Sorge um Euer Seelenheil und ich will Euch Alle erretten aus der Verdammnitz, . in welche Ihr unfehlbar einst fallen werdet, hübsch kopsüber. Morgen sänge ich mit der Arbeit an. keinen Tag später.' : Es wird genug Arbeit- geben. Hört, wie wir eS machen wollen. Ordnung 'muß sein, und deshalb werden wir der Reihe nach Alle vornehmen, gerade wie Ihr es bei der Polonnaise thut. Morgen, Montag, kommen die Alten. zur Beichte, das ist nicht viel. Dienstag die Kinder. Auch damit werde ich bald fertig, sein. Mittwoch die erwachsenen ledigen Männer und Jungfrauen. Wird lange dauern. .Donnerstag die verhei? ratheten Manner. Mit diesen werden wir eS kurz machen. Freitag die Wei ber. ' Wohlgemerkt, nichts verheimlichen. Sonnabend der Müller- Der hat .den ganzen Tag sür sich allein, ;d5 ist nicht zu viel für ihn, will froh sein, . wenn ich fertig werde. , . Ihr wißt, liebe Kinder, wenn das Getreide reif ist, so muß man es mähen; wenn daS Faß angestochen ist, so muß man den Wein austrinken. Für heute ist's genug an der schmutzigen Wäsche jetzt heißt es, sie ausvaschen, und das ganz rein. Des Herrn Barmherzigkeit sei mit Euch! Amen ! Aus das Wort folgte die That. ; Die ganze Gemeinde kam in die Wäsche". . Und von jenem Sonntage an veröreis tete sich der tugendhafte Geruch, in weli chem die Cucugnaner standen, bis auf zehn Meilen im Umkreise. Wie glucklich war jetzt Abbe Martin. Jüngste träumte ihm, daß er an der Spitze aller Cucugnaner in glänzender Prozession, inmitten brennender Fackeln in einer Wolke von Weihrauch und ge folgt von Engeln, die das Te deum sangen, auf einer mit goldenen Sternen besäten Straße in die himmlische Resi denz einzog. - . Die letzte Olume. ' Lustig flackernd und traulich knisternd arbeitet das emsige Feuer im marmor nen Rahmen des Kamins.... Ein bequemer Fauteuil ist knapp her angerückt, in welchem 'eine schöne blaffe Dame ruht, die zierlichen Füßchen auf die kleine Eisengalerie des, Kamins ge streckt, daS Haupt in die feine weiße Hand stützend . . . . Auf ihrem Schooße liegt ein aufgeschlagenes Buch und in dessen offener, beschriebener Seite eine getrocknete Wiesenblume - ein Erinne rungSzeichen. . . . Die Dame ist von'jener sanftes ruhi gen, madonnenhaften Schönheit, die gemeinhin auf ein bescheidenes, stilles, passives Naturell schließen läßt, . unter welcher sich aber nicht selten gerade daS glühendste, leidenschaftlichste, hingebend sie und begehrlichste birgt. Diese ma donnenhasten Frauen empfinden oft mit einer Macht und Gluth, die man ihnen nimmermehr zutrauen würde; ihre wilde

Leidenschafllichkeit :.verblüfft msomehr, da man bei ihnen gerade das Gegentheil voraussetzt'; ihre' Liebe ist aber auch so voll muthVllligeä'-TrotzeS und stolzer rt . v ' . .r i t ..

aunen wie ne unausiprec.zli .oqeii gen kann, vermag' sie auch unsäglich zu martern. . c.' Wen ein solches Weib liebt der liebt eS wahnstnlg, mit all'-selnen Sinnen, mit seinem ganzen Selbst,' ja mit seinem Leben ihn umgaukelt beständig, : wie ein lüsterner Falter, der Genius mit der gesenkten Fackel. ... Sie hebt nun ihr sckzönes H'lvpt sachte aus der stutzknden 5and und blickt in das aufgeschlagene Buch, nach der ge trockneten Blume. . le seufzt embanger, wehmüthiger, . d?m tiejst.'n In nern entflohener Seufzer.. i. Dann sinkt ihr 5aupt in die frühere Lage zu rück und sie starrt wieder in das Flam menspleldes Feukts, aus dkffen vldrl' rendtn bläulich. Rauchwllen ihr ein Bild, eine Szene zu erstehen scheint. . . . 'Sie sieht ein stillcö, trautes Wald Planchen. Ein Stückchen Wiese hst sich da, wie Schatten und Frieden suchend, in die dichtstehenden Bäume des WaldeS hineingedrückt.... Noch ist die Luft scharf und kü'l, noch zittern die Thaupe?!en an Halmen und Blumen ber die Wipfel der' Bäume umspielt schon ein' gold ger Hauch, der süße weckende Kuß desMorgenlichtes . . Es rollen ein paar Wagen heran und halten am Waldsaume. ' Diesen entstej gen sünf Herren, die sich röschen Schrit tes nach dem in den. Bäumen ' versteckten Pläkchen? begeben. - Zwei von ihnen bleiben da,- einige Schritte von 'einander entfernt und sich den Rücken kehrend, unthatig stehen ; der' Dritte, wirst eine Tasche in's' Gras, aus welcher er allerlei unheimliche ''Geräthe zu kramen beginn während' die letzten Zwei den Räum ge schSftigabÄessen, -abgebrochene Zweite, an.bestimmte Stellen legen , und aewisie Punkte nach Lage und Licht beurtheilen. - n r , le er,len jwel ilkyen nocl)i lWmer oer Vorgänge UM sich her nicht . achtend, scheinbar, ruhig, und apathisch da ; der Ewe negt'mit seinen Zähnen die etwas fahlen Lippen und starrt 'beständig vor sich hin aus 'den Boden; des Anderen Körper bebt ein wenig un sein Blick flieht wehmüthig über die Bä':me, Ge sträucher und Blumen hin, als wollte er von Jeglichem Abschied nehmen,' Alles noch recht beschauen und ein letztes Mal grüßen i ' dann beugt er sich herab und bricht eine bescheidene Glockenblume, die er verstohlen küßt und hierauf wie sich zum Todesspiele schmückend in sein Knopfloch sch,ebt. Nun treten die Se kundanten zu ihnen und thun noch einen letzten Versuch, die beiden Feinde zu versöhnen, von ihrer grausamen Absicht abzubringen. Allein diese weisen ent schieden zurück, und so ?hmen denn end lich die Sekundanten aus den bereitaehaltenen Kästchen die Pistolen, um diese zu ' Untersuchen und zu laden.' Nach einigen Augenblicken reichen sie jedem der Duellanten seine Waffe und weisen ihnen We' Plätze an, 'während sie selbst seit wartS . treten. Eins zwei drei tönt es schauerlich' ernst durch den Wald die deidenGegner lvanciren,'sich mit Blicken tödtlichen Haffes fixirend jetzt heben sie die Waffen ein scharse'r kurzer Knall zerreißt die lauschige Morgenstille ein zweiter zarte Rauchwölkchen heben sich trage in die klare Lust' empor. . . . Der Eine wankt einen Augenblick die Waffe entfällt seiner Hand er sinkt mit einem leisen Ausschrei in daS GraS. . . . . Rasch, eilen die Sekundanten und der Arzt mit seinem Verbandzeug herbei. An der linken Brustseite des Gefallenen findet sich ein kleiner Schnitt. Man reißt Die Kleider auf. Gerade wo das Herz. die Lebensschläge theilt, ist eine kleine blutgeränderte Oesfnung. Der Arzt schüttelt bedenklich sein Haupt; der Verwundete athmet mühselig. Der eine Sekundant geht hastig zu dem verwun deten Gegner, der scheu herüber schielt, und' flüstert ihm eindringlich einige Worte, zu. Beide begeben sich hierauf zu dem mit dem Tode Ringenden. Der versöhnte Feind beugt sich zu seinem Opser.' herab und streckt ihm die Hand entgegen, die nur zögernd ergriffen wird. Dann verlangt der Sterbende nach seinem Sekundanten, er sucht stch mit aller Anstrengung aufzurichten, blickt den Freund mit einem unbeschreiblich flehen den Blicke an, die zuckenden Lippen mur meln Etwas, er deutet auf die Blume in seinem Knopfloch und sinkt -zurück Die kleine Eisengalerie des Kamins erklirrt die zierlichen Füßchen der schö nen Dame sind herabgeglitten Sie hat die Blicke von den Rauchwellen des FeueiL abgewendet, und um ihren Mundwinkel zittert es und ihr Körper bebt in einem heißen, wilden Schmerze aber die sansten blauen Augen haben keine Thräne - Sie hält die getrocknete Blume in der Hand ; die Glockenblume war einst blau und frisch, als sie an einem schönen hel len Sommermorgen auf ihrem lausch! gen stillenWaldplätzchen gebrochen wurde jetzt ist sie verblaßt und verdorrt die letzte Blume . Der böse Vrüu.

(Nach der Cingweise von Lorelei.) Ich weiß nicht, was soll es bedeuten Daß ich so durstlos bin ? Ein Vorschmack aus fernen Weiten Ist in der .Halbe da drinn. Das Bier fließt kühl und verdunkelt Den Kops mir mit arger Pein, Das Antlitz des BräuerS funkelt Wie heller VollmondfcheinAuf Afrika'S ferner Küste, Die West'Guinea genannt. Da wächst auf glüh'nder Wüste Die gift'ge Aloe im Sand. Den Bräuer in feinem Sudhaus Ergreifts mit hallgierigem Weh, Schaut'S Porto nicht an, und bezieht aus Guinea die Aloe. Er gießt sie in giftigen Tropfen - Sonst nur Apothekern dekc .t Um zu ersparen den Hopfen, In's Bier mit schnöder Hand. Den Trinkern thut'S überall weh, Am End stirbt Einer noch dran, DaS hat dann mit seiner Aloe ' Der böse Bräu gethan.

Von der ttauHkrei.' Es chat mi' schoVglpottelt . Gar. oft a Kalfack

And möant, in an Pfeife! . Js nix wie Tabak. . . Und uas i' da 'rauZblas' Js nix. als wie Rauch Aber ianer, der dös sagt, Dersell- sot.s nit schlauch. Dedn ost b'sinn i' mi' lang Und kann 's Rechte nit ham; Und na blas' i' so Wölkei'n Auf amal geht's mir z'samm'. Und ost druckt Oan' halt 'waö. Und ma' kimmt nit um's Eck; Und na' blas' i' so Wölkei'n Da blas' i' mir's weg. So kimmt d' Schneid in mein Kops Und a' Ruh' in's Geblüt - I' sag'S Enk, mei' Pfeife! DSZ geht mir in's G'müth. v. Und wer mir's nit glaubt, ' Wer mi' jetza no' schänd't, Den blas' i' glei' an Daß ihm d' Aug'n übergehnt. , ;. 'VA ' . Stiller.

Einen echten Studenten. -streich hat dieser Tage in Wien ein lusti ger: Bruder Studio m Scene, gesetzt. 'ftviMi. 'r x . x .

UM .ii.ernacyl wuroen orci oynpar

teiln emes Yauses an der Siglergaffe auö.'dem Schlase aufgeschrcckt.' Der Telegravhenbote war es, der den fried- , lichen,' im', ersten, zweiten und . dritten Stockwerke wohnhaften Bürgern je eine- - ' Depesche und sie damit um ihre Nacht-' ruhe brachte. .Gehen Sie sosort zu. Gruber im ersten Stocke, dort dringende Auskunst über Familien.Angeleaenheit lautete die Depesche für die Partei im dritten Stock, und den gleichen Inhalt' enthielten die beiden anderen Tele gramme, nur mit dem Unterschiede, daß eine Partei zur anderen beordert wurde Es entstand natürlich ein ungewohnter ' Lärm in dem sonst ruhigen Hause, Thü - ren wurden aus' und zugemacht, Stim men wurden laut, Lichter kamen zum ' Vorscheine. Jede Partei glaubte, daß ihrer eine wichtige, erschreckende Mitthei . lung harre, die man nur aus Rücksicht ' nicht direct, sondern aus schonende Weise durch die Bekannten im Hause sagen lasten wollte. 'Die Erschreckten, trafen sich alle auf der Treppe. Einer' wollte

zum anderen gehen. -Die AusllSruz ' folgte bald, und nun dauerte dasSchim pfen über den streich bis in den heuen

Morgen. Der Bruder Studlo aber, der noch vor Kurzem bei einem der Ge foppten logirte und dem man allein die Ausführung des Streiches zumuthet, - '

wird gut thun, sich mcht so bald wieder m jener Gegend blicken zu laffen.

Verreist. . ' Die Scene spielte 7ich dieser Tage 1

buchstäblich also ab. Komt von Lon

don ein begelsterter Mujlifreund nach , Wien, Engländer, deutsch radebrechend. Besichtigt Alles, was mit Musik in Verbindung. Auch das Wohn und Ster behaus Beethoven's, natürlich. Erinner; sich, daß Beethoven oft und gerne im Matschakerhof gespeist. GcKt also ' bin. Fragt im Speisesaale den Ober kellner: .Bitte, zeigen Sie mir den Tisch, wo immer Beethoven gescffen ' .Beethoven .Jawohl, er ist jr immer hergekommen." .Ach ja, der Herr-ist . verreist..." N a t i o n a l ö k o n o m i s ch. - .Warum macht denn der Her? Pro seffor gar so große Schritte?" .Aus Sparsamkeit ! Er ist National, ökonom er kommt mlt einem Schritt so -weit, wie ein Anderer mit drei; er macht also nur ein Drittt,eil so viele Schritte, als jeder Andere, und in Folge dessen halten seine Siicfc! immer dreimal so lang, als die der übrigen Menschenkin der!" Z u v i e l v e r l a n g t. Gräfin: .Was gibt's denn, warum schreit denn der Willi so?"' Kindsmädchen: .Er will den Schat ten haben, den der Arthur an die Wand macht!" Gräfin (unwillig): .Nn, so geben , Sie ihn ihm doch, und laffen Sie daS -arme Kind nicht so schreien " ; Deutlich erklärt. Regisseur : .Bei dem Stichwort : .Da . hast Du Deinen Lohn, teuflischer Ver räiher !" dringen Sie ebenfalls mit der Lanze aus den Grafen ein, natürlich zum Schein." . Statist : Wie soll ich denn das machen?" Regisseur: .Na, Sie müffen halt thun, als ob Sie es thaten." Beim Rapport. - Hauptmann (zu einem Reservisten):- . .Man beklagt sich allgemein über Ihre Widersetzlichkeit und Streitsucht Reservist : .Herr Hauptmann, ich bin Advokat und möchte während, der achi " Wochen um keinen Preis aus der Uebung kommen." kommerzielle Auffassung.. Jeiteles : Auch eine neue Firma das k Dattelzweig : Wo so ? Jeiteles: Nun .Langfinger's Nach, folger". Dattelzweig : Abcc noch in Geschäfts. Verbindung mit seinem Vorgänger. DaS Ei des ColumbuS. .Schrecklich!" seufzte eine schon ält. llche Jungsrau, als man in einer Gesell, schast eine gruselige Geschichte vorgelesen hatte, wie ein Echeintodter im Leichen, hause aufgewacht war; .wär: es ich' . besser, mau baute sür die Scheintodten ' besondere Leichenhäuler V - EinGourmand. v Her5 (in einem Restaurant zu eine Bauern): .Wollen Sie d,nn keimn Zahnstocher nehmen?" mntn Bauer: .I' dank' Jhna, bad' schon zwei Stück 'gess'n " ' m LakonischeGeburtZanzeige. Noch 'ürmchtn ! " TobiasRöhrle, - - Schulmeister.

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