Indiana Tribüne, Volume 6, Number 41, Indianapolis, Marion County, 29 October 1882 — Page 7
Die Wochentage.
Cftiirnen ton Srft Sckftti. Einen Beweis für die Unauslöschlich seit derjenigen Eindrücke,- die im frühe ven SindeSalter mit stets erneuter Gleichmäßigkeit auf uns gewirkt haben, liefert der indlvlduelle Charakter, den nsere innere Anschauung den einzelnen Tagen der Woche verleiht und zwar . r.!ii . c selbst da noch verlelbt. wo uugcnicyc Merkmale eines trennenden Unterschieds , t . . c ...s. ... n v I Hiqi cicyt uuiyu"uc" iuu. Wenn wir in Folgenden eine Skizzi rng dieser individuellen Charakter der suchen, so sind wir uns der Bedenklichkeit oieser Ausgabe vollkommen bewußt. In noch höherem Maße als etwa bei der in terpretirenden Analyse des Lyrischen und Musikalischen wird hier die Subjektiv!. ISt vorwalten; ja man darf sagen : ein Objektives existirt hier nur insofern, als . v. sie n: v . w..rx ' . es ourq oic uccmnuimiacnoc untaaunng einer Mehrzahl Von Subjektivitäten geschaffen wird. , Das Meiste, was sich über die Physiognomie der Wochentage wird sagen lasse, beruht, um die nüch terne Redensart deS alltäglichen Ver ZehrS zu gebrauchen, .auf Elnbildung-; vaZ wir nachweisen vollen, ist nur die bis zu einem gewisfenGrade zu eruirende Gemeinsamkeit dieser Einbildung in al len denjenigen Köpfen, die ein gleiches Kulturleben und verwandte, soziale Ber hältnisse durchgemacht haben. Wie sich daher Demjenigen, der da behauptet: Ich finde in den Goethe'schen Versen .Füllest wiederBusch und Thal; still mit Nebelglanz nichts Besonderes, keinerlei Erwiderung geben, noch weniger aber aus logisch.mathematischem Wege dar 4hun laßt, daß er ein Barbar ist, ebenso venig oder noch viel weniger wird unsere Plauderei in der Lage sein,daS skeptische Kopsschütteln, das der geschähte Leser .hier und da sich erlauben wird, als un berechtigt zu widerlegen eme Paral lele, die .beilausig gesagt nicht etwa ve deuten soll, als ob der Verfasser dieser bescheidenen Zeilen nunmehr seinerseits die Skepsis des LeserS für Barbarei hielte. Er will sich nur dagegen ver wahren, als oo er yailioseylrngesplnnue - - - p . m I zu Markt brächte. Subiektlves, Un jt. !oi ... am 1 Vm t I nauZlJrisoures unuyi n, i.ju utiuuc- i recktioten Skevtikern daran Zweifelt er keinen Augenblick wird eme noch r . r .r ... c . im I j ' .. größere Jayi 0icger cr oic vaage halten, die da bekennen: .So oder ähnlich hab ich mir die Sache auch schon zurecht aeleat!Aus den Sonniag, als den Tag, der r , , . . oit'.i.!i 10 viele enen ourgcriicyer .yattgiitt löst, der dem Sklaven oer Mstenz vor übergehend die Freiheit zurückgibt, ist daS Trennende in der Physiognomie der einzelnen Wochentage vornehmlich zu rückzusühren; sie unterscheiden sich vor Allem durch die Verschiedenartigkeit ih rer Relationen zum Sonntag. Gleich' wohl empfiehlt es sich, eme Betrachtung dieser subtilen Verhältnisse nicht mit dem Sonntag selbst zu introduziren: das hieße nämlich die Einleitung breiter au? führen als .die Abhandlung. Dieweil stch über den Sonntag allein .mehr sa gen läßt als über die sechs Wochentage zusammengenommen. A tont seigneur tont honneur: Der Könia der Taae hat aus inneren wie aus äußeren Gründen Ansprüche aus ein eigenes Kapital. Wir bsginnen demgemäß mit dem. Montag. Der Montag ist der Tag, an welchem der Ernst der Arbeit wieder an den Menschen herantritt, für den genußfro hen Sonntagsschwärmer also der streng Se und eisernste im ganzen Reigen der Woche. Der Handwerker, dem die SonntagSfreude nicht nur als farbig helle Erinnerung, sondern häufig genug in Gestalt eines körperlichen MißgesühlS imGebein liegt, verspürt daher den mehr i , v.n.?jc . l ooer mmoer unmioerneyucyen yang, .blau zu machen das heißt, den Tag, i. ..(x. v.J cmm k t c.i. c!fa von öcitycu; uct bciuUl VUi I siebenten aber sollst Du ruhend bis über jei,e kalendarischen, Grenzen, hinaus zu verlängern und so .den Zauber einer Nachfreude zu genießen, die zu allem Po sitiven 'noch den Reiz deS Verbotenen t.i a,m er .... m...i ...-f. HA I lül uiuut xrtutuuy wuuu i mämt J m m m . . I zum wonntag, wie vie Liebschaft zur Ehe. Der Gesell, der blau macht, ver spürt etwas von dem poetischen Zauber einer Herzensverbindung, .von der Nie mand Nichts weiß." Ec betreibt deshalb sein Montagsvergnügen geräuschvoll . und mit gesteigertem Selbstbewußtsein, Wie aber der poesievollsten Liedschaft r t:..r. s: .. : . cn.f sD miu$ i'ic uiiviijuiauu 4jiuu uu Reue nachfolgt, so tragen auch die Ex reffe des blauen MontagS em verborg? neS Gift in der Blüthe. Doppelt auf dringlich macht sich am Abend die altbe währte Erfahrung geltend, daß eS doch vernünftiger tf am 'coniag gielm mu m . n nm . beiden Füßen in die . Arbeit zu springen, Der Uedergang vom Genuffe zur Thä tigkeit steht ja nun gleichwohl in femer ganzen Schroffheit bevor, und das Be vußtsein. den Wochenverdienst nochmals, ,.i 2 Vtata.(t.M (!n?tffit Snirnirt uuu jjivufc lii uuiuii, Vw 1'"' j'wu zu haben, trägt nicht dazu bei, jenen Uebergang zu erleichtern. So wohnt dem Montag selbst für den Leichtsinn!gen, der ihn seiner Bestimmung ent fremdet, em Charakterzug mne, der ihn zum unbehaglichsten aller Tage stempelt, Ferner: Man frage doch in unseren avugvgiieu Änailkn, von oer zvils schule bis hinauf zum Lyceum : wann am meisten geschwänzt wird! Die Sta tistik hat sich allerdings mit diesem Ge bitte das doch psychologisch nicht ohne Interesse ist, zur Zeit nicht befaßt : wer m.m.mi.t. m m aa in u ii.ii .u ... . iii.ivn ttuci im ttucuuic icnici quizeil . c ... (.; ! m (ZmlmUvilRm r.: rr x. t ein treues Gedachtnik hat, der wird unS zugeben, daß die Rubrik .fehlend" im Klasientagebuch Niemals so mit Namen w. . .( .tun 4 . . k gcicynci uui, u uw i iviuuy. um Sonntag Morgen hatte man so recht con auiors ouZgeschlafen, man hatte den Tcig über l'-ch durchweg als Mensch gefühlt : und .jn kam dieser unleidliche, u..(.UJi.(m.hi fPß nU rauaetunchte, profalsch.eherne Montag M'l nncn nioioerunijc u uüuciiucic E6rcitia domestica, die gemeinhin erst in b!r Frühe vor Beginn der Lehr stunden wohl oder übel gefertigt wurden: l r cw r . v .rf.v.i. man mußte sich zu diesem Behufe um so zeitiger aufraffen und, daS herz noch er füllt von den rosigen Freiheitsträumen deö Sonntags, hintrotten nach der Stätte der unerbittlichen Pflicht. WaL 123 da näher, als .blau zu machen".
ganz wie der Handwerker, als in die Büsche zu gehen, faire Ve eile buis soniere, oder Unwohlsein vorschüz zend bis zu Mittag im Bett zu bleiben ? Wir Alle entsinnen uns jenes stereoty pen Schulkameraden, der jeden zweiten Montaa mit einem .fürchterlichen Kovf-
weh - begann. Die sorgenden' Eltern bielten eS auf Grund dieses KovfwehS für unerläßlich, den theuren Sohn vor den Aufregungen der griechischen Syn . . . i-w iax uno oer Aigeora ongjuta zu roay i ren, bis ihm der Schlag der vierten er jc !u...n v. -; iilcx. r v . I aqimiiagiuRoc eine pugucyc inoc runa und die Möglichkeit brachte, sich zur völligen Herstellung in Gottes freie Na tur zu begeben. Ab und zu war dies Kopsweh kein pngirteS. sondern eine Folge der gestrigen Kneiperei; in zehn Fällen neunmal jedoch trat eS als freie Erfindung sner dichterisch begabten Phantasie auf und gewährleistete ihm so auf dem Weg der Erschleichung die Im . . .. rr - - i i cm . munnar von oer yaenswuroigen Montagsarbeit. Wir alle kennen diesen Schulkameraden, ja wir Alle waren mehr oder minder nachhaltig seine Ge sinnungögenossen. So vermag denn der ehemalige Gymnasiast selbst in spä tern Lebensjahren, nachdem er ein völ lig unabhängiger Mensch geworden, den Montag nicht ohne Vorurheil in'3 Auge zu fassen. Er betrachtet ihn halb unbe wußt als seinen Feind und an keinem Tage sällt es ihm schwerer, sich dem Schlaf zu entreißen. Aehnliche Verhält nisie walten auch anderwärts, und so ist denn der Montag in vollkommenem Ernste der dies ater geworden, der ür gerliche, verdrießliche Tag, der selbst für den Ungebundenen eme leichte Nuance von Ungemüthlichkeit beibehält. 1 Der Dienstag tragt dagegen den Cha rakter einer soliden Tüchtigkeit. . Er läßt uns die Arbeit, die der Montag grau in grau malte, bereits in kräftiger, sympa thischer Farbe erscheinen. Er hat einen Zug von rothwangiger Derbheit, et was Realistisch Optimistisches. Wäh rend der Montag mit pessimistischer Sehnsucht nach dem Sonntag zurück schaute, hat der Dienstag jene verlorene Paradies längst vergessen. Er behautet m . M , I voll keivpvewMseln, oav ver evenoe Recht hat. und mit schöpferischer Frische . V ! .. o . s rtsi. .f !... 4 V... I )icuiyc rr uns vas vi.uuiiycuuui vvn uci i Würde der Arbeit. Vebaaen im Allein, . . 5 v -' i das ist der Kern feiner Physiognomie. . e l - r I er iramps gegen oas aucy aui geiUi gem'Gebiete zu Recht stehende Trüg heUsgesetz ist ausgekämpft : siegreich steht der Dienstag auf der Leiche deS Geg nerö. Ohne Nast, aber ohne Hast erle U.i . . v rnn. , . r.j.1 I vigi er, mas vie vsoiier iym vorgezeKi. unsere Vlenstagsarvett hat mchtö von der Unruhe späterer Wochentage,' die sich bereits mit der Perspektive auf den Sonntag herumschleppen, und vorwie gend um deswillen schaffen, um das Pensum los zu werden, daS sie vom Tage der Erholung trennt. Der DienZtag arbeitet nur für sich selbst. Er thut eme Schuldigkeit wie , em Mensch, der ganz und gar in der Gegenwart auf' geht. Ec befaßt sich weder mit den Träumen des. Einst, noch mit den Jllu sionen der Zukunft. . . . Der Dienstag Abend schöpft aus den Reminiscenzen an unsere Schulzeit ein behagliches Kolorit: am Dienstag Abend standen wir vor dem Halbseste des nachmlltagssmen Mittwochs. 'Al lerdings, wenn der Mittwoch nun selbst herankam, so dämpfte sich unser Frohge fühl wesentlich ab. Auf der karglichen NachmittagSfreiheit des Mittwochs la stete wie ein schweres Ungethüm der ar deitsgefättigte Donnerstag. Sein Dck belehrte uns, daß die Hoffnung auf eine Freude unsere Stimmung oft lieblicher kolorirt, a.s die Freude selbst, den Illusionen der Paradiese träumenden Braut vergleichbar, die später als Frau, und selbst als glückliche Frau nicht selten in heimlicher Wehmuth die Tage der . n r c cm I eruen, iqeu ermaqenoen llnne zurua sehnt. Der Mittwoch trägt in Folge v : . r. iit,xiitj, n)A..ai... f yuyiuyiujca üuiyunyc uic Physiognomie einer charakterlosen Wurf tigkeit. .ES ist weder ein Arbeitstag noch ein Festtag meinten wir in der Schule,' und wenn der Ernst des Le benö uns später auch klar macht, daß er i v ü-c cif.(.:i0i.. in r t. . 4 tu vit -iyu ein. iiwuiatuu iu vUt ct -m ms , . gleichwohl unsere Sympathien ver scherzt. ' Verglichen mit der saftigen Rothwanaigkeit des Dienstags wohnt ihm etwas Gelbliches Fahles, Falsches, Bleichsüchtiges inne. ' Ja ja. es ist et was , Eigenes um die Subjektivität, durch deren Brille wir den aesammten Weitprozeß anschauen. Aber sie sitzt I . : . . t,n ..t w cn - r. w i uu nun cinuiui uu ucs Juc,t uu alles Licht, das uns über das Wesen der w t . . Wmge in' yirn uraytt, vrlcht sich in ' r Ti i ? T , ryren miern. . Wer Wonner tag tm fetter, lästiger Volltag, dem ich em violettes Eolorit I r. . . r . . . . zuprecyen moqie. veoeutet oas legte energische Zusammenraffen unserer 'Lei stungsfähigkeit innerhalb des Rahmens der Woche. Seine Physiognomie ist der des Dienstag verwandt wie das Antlitz des Mannes dem des Jünglings ' der I MAtitt Cr X . 5" f V . uiuiiut . aj ii vii ciui ivui u(i vtil alten Römern der Dienstag dem jugend krästigen Mars, der Donnerstag dem Jupiter als dem Prototyp herrschender Männlichkeit heilig. Mit dem Freitag beginnt die ArbeUS lust des Volkes zu erschlaffen. Sehn sucht nach demSonntag charaktermrt den lt . . . a . . . U. a . . 1111 .l . ' Freitag m noch höherem Maße als den tzsamliag, oeen vorqauenoe Pyantane den Sonntag schon beinahe zwischen den Händen zu halten glaubt. ' Dle Aezelchnung , .Sonnabend für den letzten Wochentag giebt uns deutlich I . n . t. v . c v. . c genug zu vu utgen, vllß man oeiiVllms tag gar nicht für einen vollen Tag rech, net. dak er gleichsam nur die Vorhalle ist für den Prachtpalast, in welchen man, I r t t st 2 v . rr ! von sei.illqen ewllnoern umiivirn, Mil dem neubeginnenden Morgenroth einzu treten gedenkt. . Der Samstag, beiden Römern dem altersarauen Saturn ae heiligt, trägt die Sanduhr, in welcher I V! . n . . . ..... 1L in V die Woche lanasam binabaeoerlt ist. und I - s- : . - . r . ' vie SkNie, 0ü8 TYMV0l ve? AllkS yiN wegmähenden Zeit. Trotz dieses schein dar ernsten Charakters steht der alte 5err bei der 5Wd. und bei Allem. was im sestaesalosienen Rina der Woche zu schaffen hat, höchlich in Gunst, eben in der gedachten Eiaenschast alS .Sonn abend". Für sich vill der bescheidene Samstag gar nichts besagen. Erbe dünkt pch nur verlhvoll in seiner Eigen e n ... M ' rm
schast als Quartiermacher. Mit freund Itcher Hand führt er uns den goldgelockten Phoebus heran, den Sol, den blu mengeschmückten Sonntag, der selbst den niedrigsten Arbeiter für Augenblicke erlöst aus dem Bann des rastlos schweren Erwerbs, und ihm Gelegenheit giebt.
sich der Wahrheit bewußt zu werden, daß der NährvrozeK tm Wechsel der ndlschen Dinge nicht das Höchste ist. Der Tag deS PhoebuS reißt ihn empor und sorgt r.5V'. m -rf.v; 1 ? - Gt iur oic qncoigung jenct yoytiui o st'mkte, die ehr oder minder latent selbst i rjcf..x.i.n r k fr.. im ujicujicicn &cui?ius uucic zieö enthalten sind. Wie jene Instinkte sich äußern, als ausgelassene Fröh lichkeit, als stilles Rasten und Träumen, als religiöse oder philosophische Einkehr in'S eigene Ich. als NaturschwSr merei, im Grunde bleibt die Sache sich gleich : eö ist ein Protest deS Men schenthumS gegen den Bann der Alltag lichkeit, ein Flug in den Aether, wenn . . r.;i i w . 1 1 . v . v aucu einerku oer seiger ors yanu werksburschen etwas weniger an das Lebensmedium der unsterblichen Götter erinnert, als der Aether eines Poeten und wenn auch , andererseits der Poet und seine Geistesverwandten ost genug in der-glücklichen 'Lage sind, auf den Sonntag nicht warten zu müssen' . Der Samstag trägt mit Rüclsicht auf dieses Emporsteigen über das schale Ni veau. deS Alltagslebens durchwea den Stempel .einer emsigen -Vorbereltung. Während der übrigen Woche arbeitet man im Allgemeinen , für die Nothdurst des Lebens : der Samstag arbeitet vor nehmlich für den Sonntag. In Küche und Haus, auf Corridoren and Treppen wird Toilette gemacht. Die .Hand, die SamstagZ ihren Besen führt," brauchte nicht aus Goethe zu warten, um sich ei nes weit verbreiteten Nuseö zu ersreuen. Allenthalben wird gefegt, gewaschen, gekehrt und gescheuert, denn der Sonn tag soll und muß seinen Einzug halten wie em reisender Fürst. - Der Putz wlrd zusammengesucht; wo eS noch fehlt, hilft die bessernde Nadel, und mit jedem Stich näht sie grüne Hoffnungen und blühende Träume ein. Diese Unruhe, die den Samstag als den Vorabend r i rf M ? . I lunsliger großer reignisie lennzeiqnei, hat für den Unabhängigen, deffen Thä 4lAf.!i V.w. CD V Qf& Aim(aa I uyuu um ukui ucuci un uiytuiuys in keiner Benebuna steht, leicht. etwaS . .. ' i Lästiges ; die echte deutsche Burgerssa , f r r t.-v. mme txu)iai, menn Vvnnaoenos ein ahnungsloser Gast meldet; sie begreift nicht, wie man so mitten hinein platzen kann in diese Fülle häuslicher Präparationen ; und so geht's überall. v. Tj .r jr. t r v. m . I ,n oen vasiafien, Ulls oen Bureaus : es yerrjchl eine vttmmung, mt oem Reisefieber verwandt ist, und wer .da nicht mit reist, fühlt sich von der Sache nicht eben erbaut; denn wie Gustav Droz sagt Nichts ist unerquicklicher, als ein Affekt, den man nicht theilt, Trotz alledem hat sich der Samstag von den Zeiten der Jugend her so festgenistet in unserem Wohlwollen, daß selbst dies Unbehagen nicht ausreicht, unsere . . . rr i sympalyien zu runve zu ricylen. Wenn der Samstag sem Werk vollen ft . I. m , I oek yar, neyr eme wunoeriame eier tagsflimmung in alle Gemüther; eine Vorfreude, ein Gefühl der Sicherheit und des Vollbesitzes. Kenner wollen behaupten, diese Spätfccude de? Scnnabends sei psychologisch genommen das Beste am Sonntag - Die Culturpflauzen Zanzibar der Insel Zanzibar, eine der schönsten und reich sten Perlen des indischen Oceans, kann sich in Betreff seiner Flora getrost den Inseln des malayischen Archipels zur Seite stellen. Wer jemals daSGlück hatte, den Pflanzenwuchs dieses wunderba renEilandes kennen zu lernen, wird stau . . v r rt . w rr c . r. . . nen oo oer uue uno Pracyr, vie ncy vor seinem Auge entfaltet. ES vereinigt sich I, w ff . ..c v. cri .inc..u v.i. i iic. auf mu uui uu iüuiyaivum ucc Pflanzen irgendwie vortheilhast wirken kann. DaS Klima ist durchaus Lqua torial, selten mehr als 26 Grad Reau mur. em Stand des Thermometers un ter 19 Grad Reaumur ist niemals beob I .xi.i Ma.v ..v ti& n tfx.. I lt wuii uuu ciu lotiucc I äUMm. m kommt nur m Wecennlen einmal vor; die Luft ist durch Seewinde stets mit Feuchtigkeit gesättigt. Man unterschei det eine kleine und eine große Regenzeit; erstes sällt in den Oktober, während die letztere sich auf die Monate März und April erstreckt. . Der Boden ZanzibarS besteht anöden Ar.n v c.:st.:r cv , a ivuiiti uuu lul Eimern aus Thon und Humus, dem höchst poröser I rr- l Ans . I t . ivcaoreporenalr unlertagerk das II. i it.!t.!i.n. rw i t oenroar vorloeizyasieue erram , sur Tropennora. Wer centrale Tyeu der Insel ist kaum 300 Fuß über der Meer I .rM f r m esnaqe eryaven, vom ziey! sich em schma ler, niedriger Höhenzug fast durch ihre ganze Länge, der stellenweise Erheb ungen von beiläufig 450 Fuß relativer Höhe ausweist. . Die Flora ist verwandt der deS nahen l ?Lk4sXS Xnt4t .tfinf (Im tJ( V V - utiuuvi9 vuuy uiytii uuuy v O'1 diens, da die meisten Nutzpflanzen von dort eingeführt wurden und hier, in ei nem gleich heißen, aber bedeutend gleich mäßigerem Klima, eine neue, voztreff liche yeimath fanden. Fast jeder Winkel deS anbaufähigen Terrains wird auf Zanzibar benützt; überall ragen die herrlichsten oaumarti i r.L.akii -va. w.-..i.jlm.. 11 gen ewacye m oen viauen, woikenlolen Aether und geben der Insel von der See gesehen, den Anblick eines zusammen hängenden Waldes, über dem sich die schlanke Cocoöpalme wiegt. GetreideAr" I l .V . t .... ! . ...... v.. erv i ! ri im wciucu wlttlg urzvgrn, oer Pia m zu kostbar und wird vortheilhafter mit der Gewürznelke oder dem MuZcatnuk' bäum bepflanzt. Die nöthigen Hülsen I t .t i . . . tt.! s . . u S. cn. r ' ,ruue, wvc unv egerylile im Sudan Durra, Indien Towarri l ge nannt), importirt man vom nahen Con tinent, von Melinde, Mombassa und Ba gamovo. Wo letzter: Pflanze, M'tamma, I c V.. OlCf ..(....1 .!. v - ! n.l auf der Insel gebaut wird, erreicht sie durchschnittlich die Höhe von 13 Fuß, während sie im Sudan selten 6 Fuß .".t..tA..:i OtUmm (Orxii... ..v. ii uuctii(iici. sj'uuct utiuui n Fuß lang und 2 Zoll breit. Bohnen und Erdsenarten, Kunde und Dschirokko ae nannt; werden von den ärmeren Clas sen in geringer Menge eultivirt; Mah indi, indisches Korn und Erdnüsse die I . tm ..r.rjt ji.s . . , nen ihreö Wohlgeschmackes wegen als Zukost. Wichtiger Zx Uxi Unbau ist
die brasilianische Kassawa oder Maniok, I
M'hogo genannt. Es genuzt, den gru nen Stenael in die ßrde jii stecken und im Anfange etwas zu begießen ; nach drei Monaten können schon die mehlhaltigen Knollen zur Nahruna verwendet erden. 3 den WolfSmilckvflanzen oeböria. ist der M'hogo in allen tropischen Landern verbreitet und gehört durch seinen Reich tbum an Stärkemebl ,u den nabrbafte sten und beliebtesten Sveisen. Ebe er aenosten wird, muk das in ibm entbal tene scharse Eist durch einfaches Kochen oder Rösten entfernt eroen. Die im Zanzibar heimische Sorte hat sehr ge ringe giftige Eigenschaften ; einfaches Trocknen an der Sonne genügt, um das G'kt iu beleitiaen. Eine ander, hier gebaute Kartoffelart ist die süße Batate. Es wächst diese Pflanze krautartia und schiebt ibre bellaelden. zahlreichen Steng?l in einer Länge von beikäusta 20 ffuk über den Boden bin : jedem Gelenke entwachsen die werthvol len Knollen. Ibre Blüthe ist vurvur rotb und aleicktausckend unserer Winde, Wie bei dem M'hogo, so ist auch hier nur ein Stengel nöthig, um, in den Bo den gesteckt, nach wenigen Monaten ganze Felder zu überziehen. DieKnolle ist äuß erst nahrhaft und gleicht vollkommen unserer Kartoffel, wird hävsig dieser sogar vorgezogen. Aams gedeiht -auch aus un serer Insel vortrefflich. Man zieht ihren gegen 25 Fuß langen Stengel an den Eocoöpalmen empor, wodurch derPflanze die Nöthige Stutze geboten wird. Dtt yaung orelvigviuno ,azwerezurzei roiro oy uno geloazi gegeben ;aua)i,l ne au, ?r? - ... c Schiffen beliebter als die Kartoffel, da sie den Witterungseinflüssen- länger wi dersteht. Grüne Gemüse sind aus Zanzi bar nur in Form von Ambrevaden und Anberginen vertreten, Zwiebeln undMe Ionen wuchern üppig. AIS Elnsaffung von Garten trifft man häufig die wilde Ananas, ihre Frucht ,fl ws,jerig und weniger aromati ch, als die durch lan geren Anbau veredelte tfromeiia Ananas 1j. nsiere erreiozi vier eine ge waltige Größe und dürste in Betreff deS Wohlgeschmackes die brasilianiche wett im v w r v v . a t . . r- 1 : . . 7 übertreffen. Die Orangen des Landes r c rr . c . ? i ip jr & 1 nno im ujcvku oes lnonqen Oceans oie besten : wer die italienische Orange ge (Asiat fiAi Vamm n S V..m ltm fst n .f I iui(i yu, tun iu; iuuui uui luna machen von der goldenen Frucht - " . .: i ZanzibarS. Ebenso erreichen hier Li ctn. ; v f nf.f monen, 'lanoarmen uno ranaiapsez eine seltene Größe und Güte, denn die öquatorlalenLänder sind wohl die elgent liche Heimath dieser Früchte. I Ein Juwel ist die Eocospalme. Sie . T. ri - n . I I0ININI urprungncy aus 'Illltten, o ye aus einigen Jnsem oes Lunoa Äk chipels wild angetroffen wird. E.n Kind der Küste, fallen ihre mächtigen Früchte auf den Strand, die Brandung spült. sie hinwcg, und von Woge zu Woge getra gen schwimmen die noch von einer dich ten Bastschicht umgebenen Nüffe fremden Eilanden zu. Bonden Wellen wieder an daS Gestade geworfen, kommt der junge Keim bald zum Bor chem, und w . nacy veryattniMaßig rurzer eil zierk die schlanke Palme auch daS einsamste t mm, m mm . . mRiff, einer spätern Vegetation vorarbel tend Im Innern deS afrikanische Con t ! t SnSlm. ff m. iuni uuiit uit w-uiüo uut iiüuiu angetroffen werden. Dort, wo ihre Jliederdlätter nicht mehr die salzhaltige Seebrise sächert, wo ihre Wurzeln nicht mehr mit Seewaffer in Berührung kam men, verkümmert sie. Der Eingeborene, ZanzibarS, der diesen Umstand sehr ge nau rennt, pnanzl unsere Paime oayer nur in der Nähe des Strandes. Er gräbt zu diesem Zwecke ein mehrere Fuß ' tiefes 0..X 1 i V 1 Jtmmmwt GZ. . M V ICl'. I zvo) in uca luuucu ksüiw, yioi uij und A cht lzmem und legt aus die e die Nuß mit dem Keime nach oben. ' - - Bald springt die Schale, und nach drei bis vier Monaten kommt die junge Pflanze zum Vorschein. Meh rere Jahre hindurch wird sie noch sorgI r t ? .. r . saillg gepsiegr, vreimaz lagiico cryaii ne Waffer, und ringsum wird der '.Boden u : i tn ..v cvrcx t. .n.. i cn Q.! i um vuij uuu uc uciaicui. jiuu) uci läufig zwei Jahren wird die Palme m noch üppiger gedüngten Boden ver setzt und daS Regenwaffer durch Gräben soviel wie möglich von ihr ferngehalten. Am Strande erntet man I t x : 4.:..... c . c : cv ... i juuu iui uicitcu ouVlc' 1111 0ullC(U utt I mMm. m m m. mT mW . m9 W ' Insel dagegen erst nach acht diS zehn Jahren. Ein Menschenalter hindnrch liefert die Palme reichen Ertrag, nacy 80 bis 100 Jahren tritt sie in den Ruhe stand, das heißt, sie trägt keine Früchte mehr und wird dann als vortreffliches Bauholz benükt. 1 ' Ein Lieblingsgetränk der Cingebore I :n v: rr :tjr. crs:. . .:c. nen ii uic utuaumu;. . unreisk Frucht, M'tasa genannt, scheidet näm I . , , , . . , s. ' m . nq emen milcyartigen toast aus, der sich "i . , r . l r m oer mnern Vvyiung iammeii ; oeriezoe ist klar uud bat feinen camen vom Ge schmaae, nicht von der Farbe, wie man I . . . r- . m m lrrtyumtlch gtauvr. Wie fruchte, welche nach Europa kommen und jene Flüssig keit enthalten, sind meist alt, ihr Saft ist trübe. Ein anderes eigenthümliches Erzeuaniß unserer Pflanze ist der Pal menkohl. Man. gewinnt diesen dadurch, I XaCi , Via i, tArtin VHf ZU mm X daß man die jungen zarten Blätter der Nrone abschneldet. oer Vaum ist dann verloren und geht nach kurzer Zeit z ein. Am billigsten ,st der Palmenkohl nach heftigen Monsunsturmen, wenn viele Bäume gebrochen sind. Ein anderes Product ist der berühmte Tembo.m In dien Toddy, zu Deutsch Palmwem ge nannt. Es ist der Sast der Cvcos K i r a :ii w . s- . t r palme, oen man ourcy Anooyren deö Stammen oder Abschneiden ei ner Blüthentraube gewinnt; Letzteres beschäölgt den Baum am wenigsten und ! wird auf Zannbar allein angewendet, I rr.i t. . rr . : v. t. i einer viaiaca c Miro ver oeraormnende Saft während der Nacht aufge fangen, am Morgen ist die Gähruna schon eingetreten und ein dem Champag I r-1 t x. . . T - l . - m ner ayNilcizcs, oorirrjjllrs elranl er zeugt. Im Dunkkln fetzt sich die Gähr ung fort, und das Resultat ist eine de rauschende ttlüssiakeit. die. dem Son nenlichte ausgisktzt, bald in Essigsaure , , übergeht.' Ein wichtiger Exportartikel ist die Kopra. Dieselbe besteht auS dem ge . m i ... r v rr -o c in iroantun nun oer vuvoanug, ii oiqai tig und wird besonders in Frankreich zur Selfen'Fabrlcation verwendet. ?ceuer dingi vermindert man die Transport kosten daourcy, oa man vie .covra an Ort und Stelle durch hydraulische Ma schinen auspreßt und nur das Oel nach Europa verschifft. Der Fettgehalt der
Kopra ist so groß, daß ein gelinderDruck
mit dem Fmger genügt, om vasieive yer vortreten ro lassen. Als Speise Oel ist eS unschätzbar ; der ReiS, welcher in ihm gekocht wird, erreicht ausgezeichneten Geschmack. DaS sudanesische Augareb ist auch in Zanzivar tm Gebraus, nur mit den Unterschiede, daß eS nicht mit Lederstreifen, sondern mit Cocoösiber Schnüren überzogen ist. Ein weitere Anwendung finden diese Schnüre bei Schiffsbau. Der Snahili verbindet die Planken seines LanbueS nämlich nicht mit Bolzen und Nägeln, fondern schlägt Löcher in dieselben und näht sie mittelst jener Stricke zusammen.' Cm sokcheS durchaus wasserdicht kalfatertes Boot ist kau zu verwüsten ' die schwersten Stöße an den fcharsen Korallevklippen hält es aus, und wo ein , naS , europüi schen Muster aebauteS Fahrzeug unfehl bar in Trümmer gehen würde, fährt es unbekümmert weiter. ' So ist die Cocoöpalme weitaus der wichtigste 'Baunr ZanzibarS,'-ohne ihn weiß sich 'der gewöhnte Snahili kaum zu helfen, und kehrt er von Handelöund Entdeckungözügen.auS dem Innern, zu rück, so begrüßt er mit Jubel. alS . ergeS Anzeichen der nahen Kufle, femen treu cjtcn Freund und Ernährer. John Varon v. Müller. Sie engitsche Parave in airo. London, 2. Oktober. Die große Heerschau der' englischen Truppen in' Kairo hat. am Samstag stattgesunden und in den Herzen der l' i . . a i. . Einwohner jenen gewaltigen Eindruck von der britischen Macht und Herrlichkeit zurückgelassen, welchen die englische Re gierung für nothwendig erachtet, um in Zukunft alle aufständischen Regungen im Keime zu unterdrücken. Der Unter schied der Zeiten trat 'dabei Jedem leb haft vor die Seele.- Dort, wo gestern die Truvven an dem Kbedive und Sir Garnet Wolfeley vorbeimarfchirten, aus dem Platze vor den AbdmPaIaste, er trotzten vor ungefähr .einem Jahre die . - m . . meuterischen Obersten, mit Arabi an der Svlke und emem eere von meor alS . . viertausend Man hinter sich, von Tew fit die Gewährung ihrer . Wünsche. Im nf i ' m n r n r ri w A00iNPaiasl C10X erU0,r ZSMali DU d seiner AKlekuna ward sein Skn - I " I ? d i - ? , um Vicekönia erhoben, und auS deffen ' P . ' Fenstern lugten vorgestern Arabt und Tulba selbst trostlos aus die blitzenden Bajonette und die rothen Uniformen der enalilcken Soldaten, welche ste Beide bis auf den Tod bekämpfen wollten.' Die - - 1 . Parade begann um 3 uyr. Wer Av din Palast war in allen Theilen bis zum Dache hinauf mit Neugierigen ge füllt, unter ihnen an hervorragender Stelle die Frau des Khedlve, die Mit ihm alle Mühseligkeiten der letzten Mo nate aetheilt und vielfach durch ihren Muth den deS Gatten aufgerichtet hatte. Gegenüber dem Palaste befand sich der große .Stand" ein Zelt, verziert mi der britischen Fahne, in deffen Mitte der I ' j ' . . 1 Khedive in. voller Uniform, mit dem Stern von Indien auf der Brust, Platz I " ' . genommen hatte : um ihn herum, die hoben Ossiuett. die Minister, und Con I r ... . n n! . t' sr-' . m ' . . iuin : vie iiallttllze iaur ir V. eo mour's, Scheris " und 'Niza'' Pascha, Sckeikbs und Ulemaö mit aoldenenTur banen Sir E. Malet'und dieVertreter der übrigen Mächtealleln b'üntgestickten blitzenden Uniformen mit britischen und türkischen Dekorationen. - Links' und rechts in den Nebenflügeln .des Zeltes die oeladene'n Käue, meist aeld und ein flußreiche-Europäer ; vor dem Zelte aber I i. rv , v ' . c 7 ,... m neoen oer Vianoarie oes umon Jacr der Sieaer im Feldmae. SirIZ. Wolie m .i - im u m - lev. aus einem! braunen Streitroffe. mi Sir John Adve und Adiutant Wordrov an seiner Seite. Sein Antlitz war sehr bleich, einreichen von den Svuren. welche das Fieber bei ibm zurückgelaffen.I Ä - . L -- : ' Wen Zug erossnele Venerat Vrury owk mit feiner CavaVerieDivlston und den , , ... v c c' . i OCH berittenen Artilleristen der Borrosaile. Batterie.; Letztere hatte den Ehrenplatz der Parade; denn die von ihr entsende, ten Chrapnels brachten die feindlichen Kruvv'scken Kanonen bei Mabsame zlum Schweigen und bereiteten das Feld für I . I . rr . or .. . rr - I ocn orluanien .uvauerie nurin am V. I V ll September. Ihnen folgte auf prächti aen schwanen Rollen die stattliche Souse holdCavallerie. die mit ihren langen Palaschen Egypterköpfe heruntersäbelten und dadurch dem gesunkenen Werthe der Reiterei bei Angriffen wiederaufhalfen. Qmter ibnen die GardeDra'aoner !und Husare-.?, Letztere -die' schmucksten aller v . . . I Gruppen, unenioeyrilru IM Ävrponen dienst und unschätzbar bei derVerfolguna I l ' ' . - ? deS Feindes nach der Schlacht von Tell I . . . 7 . . elebir. 'Wann die Jnfanlenflen zu Wkerde. iene neue Truvvenaattuna die in diesem ffeldzuae die Feuervrobe ibreS I . - - v . . . - w ' ' Daseins bestand. Sie betrugen über Haupt kaum ' mehr als siebzig Mann ; davon ist mehr. als die Hälfte kamvfun tauglich geworden. ' Auf feurigen, un rubiaen Rossen 'ritten die 'benaalischen Neiter heran ; zuerst die PendschabS in I lt. V.m Itil. ' ' OtC. Ofjtft ihren düsteren Uniformen. .Ihrer Acht nahmen Zakang ein memte em Zu schauer, .und ihrer ' Zwei singen fünf Ei enbahnzüge ab?bemerkte em ande rer. . Dann die S. und 13. bengalischen Ublanen. , Auf . den Com'mandoruf: .Augen links !--- wendeten sich die Augen eperaisch nach Tewsik zu, ihn noch mit zurückgewendeten Köpfen sixirend, als sie n m l . iwm m m schon vorbeigeritten.' Wen Schluß die ser Diviston machte die ' schwere Feld artillerie. Zw'.s ien ihr und der Jnfan terie solate die Marine-Briaade. unae fäbr 550 Tbeeriacken. unter Ankübruna I : . . rv I i c r der ttauvlleule lsroy uno ' uenoer on Es war .ihnen dieser Platz zwischen den beiden öaüvlwassenaättunaen ur Auss zeichnung angewiesen worden wegen der f. n 1 1 1 V r 1 n T m ANstkll.glell, Mil weiter ne zu zeoem Dienste, dem schwersten und dem leichte sten, eigneten. Auch bekundete-sich die Belieblbeit: deren sie sich erfreuen, durch den' einstimmigen Zuruf der begeisirrten I c . r- l ... an ' mm Menge: .Bravo. Theerjacken, Bravo !" Tin neues Musikcorps.kündigte die Gre nadiere an; an ihrer Spitze der'Herzog rr . ti rr.- ; r von Eonnaught. ..Er sah prächtig aus, v -1 .'cn: i' : oer von oer onigin ziiloria. aam anders als einige Tage vorher, da er bet dem 'Brande der ! Elfenbahnstation vie em Arbeiter schaffte, mit der Schul ter Waggons verschieben half und über ll thätig mit eingrig. Er verneigte sich I vor den Khedir: und nahn dann neben
dem General Willis Pl. Hinter de Grenadieren dritten dli zwei tri chen
Bataillone einher, in neuer Uniform, die foebr angekommen, zu fpaz ur oen Kciea. ,ur reckten 5Zeit für dik Parade. Pfeifen und Trommeln wurden hörbar; die Kövfe reckten siö : man war tiiWm gierig, dir nackten Teufel, die Hoch )Vtty, VII IIUUllll V4VI, Vt Vf I chotten, in ihrer malerischen Tracht zu j bewundern'. Der einarmige Sir A. ullson führte sie an ; er trug ein yaide kraut an feinem Helm und verbeugte sich zum Grub, da ihm der Arm zum Salu ttren sedlte. Em lautes Hurray de grüßte die Hochland Brigade, deren Verdienste man in den osficiellen Be richten nicht genügend hervorgehoben, Ebenso sympathisch wurde die .Black Watch, die schwarze Wache, emvfanaen, die seit der Schlacht von Fontenay fast ? - Tt V W I in aucn liegen eine lzervorragenoe I Rolle spielte. Eines ihrer Mitglieder, ... c rm t I em gewiizer onaiv is.ameron. war der Erste, der den Wall von TellelKebir uoeruleg uno oaoei seinen ,00 ?ano. z ct.-C V!. - jnrji .11... r , v . , , I uu oic jyotaitgown svigre vre vierle Brigade uö Alerandrien unter dem bleichen Sir Evelyn Wood, auf dessen ru,i orerclyenyrenmeoaillen prang ten. , Den Äua beschlok daS indische Contingent unter den Generälen Mac Pherson und Tanner, Alle auSgeitattet Wi vt. AtAit&, cmA:fs ..v um uu uyuiuivt xiituumc uuu ucui i anoayarrreuz, alte vek.lyrle soloaren,- . ft . (W mager,- - aoer niuslellrafllg. arme Egypte?,? seufzte bei ihrem Anblicke ein Europäer hättet ihr sie nur vorher statt nachher gesehen !" Der ganze Marsch S. i l v , " . v I SS . 1 1 5 S? T . n2?SmTheil : 17,266 Soldaten, 781 Ofstnere. ferner 4320 Pferde und 60 Kanonen, ,s Wolfeley auf den Khedive und den Her zog von Eonnaught zu, Handedrücke und i lr i- V S ri Ti K'Su Parade, m, glühenden Faen ausmalt, sugt semem Berichte die Worte hmzu: UlZ. t hM llHailllJ Vl. D.i.A M ww vtiUbiv uuiitiutiuj Egypten Die Lprache der Frauen. ' Zu Babel in gar alten Tagen, Ihr wißt das aus den heil'gen Sagen Da wurden sie so übermüthig. Daß Gott, fo sehr er mild und gütig, Schon längst in vollem Ernste dacht', Die fühlen doch och meine Macht. -So trug er es denn' wahrlich lang Und ging das immer seinen Gang. Doch als ste sich so weit vergaßen. Und sich in ihrem Stolz vermaßen. Der eignen Krast, wie Gott, zu trauen Und einen solchen Thurm zu bauen. Daß man ihn säh' aus allen Fernen Und der sich mäße mit den Sternen Da war es, daß es Gott verdroß Und er Verwirrung niedergoß In Sprachen, die im Babelland Auch nicht ein Menschenkind verstand: Nun.'stottert's, quackt'S an allen Orten rv . r . . i... tm . In neuen, so wie alten Worten, Nun rieb sich Jeder seine Stirne, Als kocht' es wahrlich im Gehirne? Nein da war ein' Gered' und Plappern Ein Sylbenquälen und ein Klappern, Auch commandirte Jeder drein. Verstand sich aber nur allein. Aus war Befehlen, fo vie Dienen, Gleich einem Schwärm geneckter Bienen c-w T. v . t : v r -1 Sah man sie durcheinander fahren Und konnt' sich Kemer offenbaren. - Und Vie denn nun, bereit zur Flucht,' Ein Jeder doch nach Einem sucht. Mit dem er sprich' nach seinm Leisten, Da grämten sich denn doch am Mei sten Die zarten Jungfrauen und die Fragen ; I Die konnten kaum den Sinnen trauen,' Wie sie, die so viel fagen wollten. Gar nicht verstanden werden sollten. Sie meinten immer, 'S müss' aelinaen.' Wie Trost, so Klagen anzubringen; . Das aber war doch petS vergebens Und trotz der Muhe groben Streben Verstand doch Keiner ncljr, als das:. Sie möchten fragen : vie und was ? All Andres aber blieb verborgen Nun venl' q tetner, welche .Sorgen k i Da Alles nun vergebens war. So lösten sich in Schmerz ihr aar Zu dunklen und zu goldnen Fluther. Und oraus, in wahrer Sehnsucht Glu . ; then, Hinkuieten sie vereint zur Erde, Mit wnig stehender Geberde, Und riefen, Jed' in ihrer Spracht : gieb uns e l n e Sprache ach Und dieses Ach. das riefen sie Mit so viel wahrer Sympathie, Wenn auch nicht großer Harmonie, . Daß Gott sich dachte : .Wahrlich, die Vergeh' mir All' zu frühen Leichen Ba muß ich wohl em Trostwort reichen Und lächelte zu ihrem Schmer Indem, tieslauschend alletmärtS, Der Engelfchaar m großer Pracht Mit goldnen Flügeln ihn umdacht' m m ' uno neigte neu ymav uns sprach : .Wohl, Euren Bitten ctV ich nach. Ich vill Euch von der Qual befrein, Und UUen eine Sprache leihen. Zwar meinen -Willen kann nichts btt st;- ' ' . chCN, Wollt Ihr mit Euren Mundesprechen, So sucht Euch einen Part zu finden. Ich kann Euch selbst nicht mehr entbin den! Doch Euer Aug', das kummervoll Mich anfleht, daß ich helfen soll. Die? Auge sei so reich gesegnet, AlS Böses Eurem Mund begegnet! Wo Ihr auch weilt und wo Ihr seid. Und wär' die Erde zwiefach weit. Dies Auge soll die Sprache reden. Die tief ergreife einen Jeden, Daß schnell, so wie eS freundlich winkt. Mjun iujucu, iu u ic iiuuuiiiu aiiuu, Dtt Mensch M Himmel? Wonne trinlt. Und. m d Blick zum nua,. Det.MSnnerherz im Grund erkrankt. Nun sucht es wird durch memen Mund Euch guter Trost in dieser Stund. Es fehlt gewiß an Einem nicht. Der in der rechten Sprache spricht, Mit Eurer Sprache doch seid spärlich. Denn keine ist, wie sie, gefährlich, , U?.d braucht sie nicht zu Qual und Pla gen, Die Männer sind genug geschlagen ! Die Sprache nur verkehrt ich ihnen, DaS ist so viel; als sie verdienen Doch Ihr könnt selbst den Sinn r:r rücken Da waV zu viel in allen Stückend Fr. Trautm anu.
Nörgelmeier'ö Olossrn.
Da schreiben sie nun in solch' ein Künstler Bioaraphle: .Im - Anfange mußte er sich mühsam mit seiner Violine durchschlagend Warum nahm er denn nicht lieber einen tüchtigen, solid gear betteten Bak? Da hätt oani an . r- - 7 - - - J V dttS geflutscht. , .miam wanoelt Dein Freuno in Frühlingsgarten, Adelaide !" steht, da vieder. Wtnn's iju n!jt paßte, vraucyle er za nur im Wochendlatluret conzert von der Negirnrntö-apelle an zuzeiaen, da wär' er n!5t lanae allein geblieben. '. ' . .In einem küblen Grunde, li ctll ein Mühlenrad ! u. f. w." DaS hätte ich W C Jmm. mt . auq, oem sacyverhalte entlTrechend, eher so ausgedrückt: .Aus keinem an- . w oern runde geht jetzt das Mühlenrad, elS weil ein Vagabunde, den Sch?) ge. zogen yar. 7 .Für Se. Ercellen, Kurhi m In Separatzug bereit gehalten." Nun, wenn er etwas AparteS haben wollte, fo konnte er T& a binten nm runnn anhalten und über hh AaZm.6,ll,n hüpfen, da bätte ibm tiatärr hn rflfi hr.! fi....i, 7 .w"u'-7-jiuu gkicymear. Wtöhalb zsie ihn rettete.' ' In Deadvood standen sich neulich . . mm js f P . C i . . . . " ' wnwt liit jiwk onUWiH3-jutiici, roeiac t'll-, f ' . - - - ' bittern Streit gehabt haben, kampfbereit mi! ottoatnifa .5... inen Moment lvter Schüsse ge allen und wenigstens einer der Gegner wahrscheinlich blutend zu Boden gesunken sein. , jDa war stch plötzlich ein Weib in SlMr Ausregung zwischln die Männer und den ihr zunächst Stehenden mit ih rem Leibe deckend, rief sie andern rv rm 'II M..v.. ewanneten ,u ? .Schießen Sie nicht, um Gottesmlllen schießen Sie nicht." Erschüttert senkte der Angeredete das Pistol und frug mit zitternder Stimme : .Gewiß sind Sie die Geliebte des Kerls da, oder Sie sind feine ffrau. Seine Schwester sind Sie wohl schwerlich, denn eine Schwester tritt hier selten mit solcher Energie für den Bruder m die schranken. .Nein", antwortete die FriedenLstif terin, .ich bin weder seine Braut noch seine Frau oder Schwester, aber - der Mann hat ein Zimmer in meinem Hause gemiethet und ist mir noch das Kostgeld r - nr rr rc in iur orei voqen luzuivig. Aergerlich. Vor Zorn und Aerger aufgeschwellt Renn' ich da bin und ber. : Sie hat mich heut hierher bestellt I 1 1 nn 8 k4i!t 1 n I JC.L i Und 'S scheint sie kommt nicht mehr. ' . .gabt Ihr mein Liebchen nicht gesehn, Ihr Häuser groß und llein ? Wie dumm jetzt da die Haufer stehn. Sagt keinö ja oder nein ! .Der Mond, der lacht ja, glaub' ich gar, - r t im i .; ' " Ob meiner Weltserbitterung : I CSrr fTTnnS n sinh U (nS Herr Mond, daS sind' ich sonderbar. Sie sind em dummer Jung'!- ' ... . , Zwei Namenlose. :t ES waren zwei lyrische Dichter, '. Die hatten nicht Namen noch Geld' Pessimistische Weltschmerzgestchter Zuwider war ihnen die Welt. ' r- -' .Was schadt's, wenn der Tops geizt In Scherben! Das ist SchopenhauerMusiM . Sie beschlossen zusammen zu sterben Im Walde an einem Strick. . k Doch leider waren die Beiden Vün sehr verschiedenem Gewicht - O Welt, selbst von dir zu scheiden, Ist häufig so einfach nicht ! Der Dicke hat schwerer gewogen ' Er schnitt den Strick entzwei. ' Da ward, den es aufwärts gezogen, Bon selbst auch der Andere frei. . .So hat denn das Schicksal gerichtetEs hat uns daö Sterben vergällt' Wohlan ! Es wird weiter gedichtet Nun zitt're, du elende Welt " ... Ein Schrecke nsrus als Tausnamen. ;:f A : .Ist's wahr, hat Ihre Frau ge pern Drillinge bekommen?" iri B: .Ja, zwei Bub'n und a', Mädll A : .Wie werden Sie die Kinder tau fen lassen?" B : .Nun. ich möcht' sie am liebsten .Jesses, Maria und Joses" taufen las. sen!" Aus den Bergen. Tounft: .Hören Sie, mein Bester, find denn Ihre Berge das ganze Jahr so verdammt steil oder blos 'in der Reisesaison?" Ein theures Handtuch. Marie (mit ihrem Bruder Karl bei der Tante auf Besuch): .Karlchen, war um Umarmst Du denn Tante Karoline jetzt so ost, sonst hast Du es doch nie ae' than?" Karl : .Damit i mir zu Hause nicht so ost die Hände waschen uuß." ' ' Unartige Bemerkung. Ein Bauer lävt sich bei einem Friseur v : . . (JvM.:tN.M 01.x.. v, '4"rt- "' V? u nd. w 'bm d,Sn,, den jkom und reibt ibm densiden mit Seidenpapier ab. Der Bauer (schmunzelnd) a, der Kops is bei mir noch net mit Papier putzt roora. . '. r Die betrogene Gattin. lCchi,adahüxfl.Z""' ' Was ? Nackls cm der Zitba Scharmiist Tu am' 6;dod Als pipsri.der Rldda " ' Mit Hanvfeks Brigiddli? Da muß i do b,rd Du windiger.Jlidda ! m A siedlö iemldda . ' Y t ' ö ) i J) m
