Indiana Tribüne, Volume 6, Number 41, Indianapolis, Marion County, 29 October 1882 — Page 4

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2ke europäische radmessung.

Kur, und verständlich läßt sich dieAuf gäbe der unter dem Namen .europäische Gradmeffung vekannten großen inter nationalen Unternehmung durch die Frage formuliren : Welches ist die Ge alt und die Größe der Erde? Wer feit feiner Studienzeit mit physikalischer Geograpyt sich mcht Vetter beschastlgt hat, daher von dieser Disciplin nicht mehr weiß, als ihm m den unteren Classen der Mittelschule über dieselbe aesagt wurde, mag allerdings erstaunt sein, wie an jene Frage stellen und zu ihrer Lösung alle Staaten des europäi schen ContinenteS in Contribution setzen könne : denn er erinnert sich, ganz pra cise Ausschlüsse über Gestalt und Größe unseres Planeten gehört zu haben, und die Art, wie diese Daten vorgetragen wurden, lieft durchaus nicht errathen,datz der geringste Zweifel an der Genauigkeit derselbe bestehe. Gleichwohl ist die An. gäbe, daß die'Erde die Gestalt einer an den Polen abgeplatteten Kugel habe, deren TZurchmesser 13,000 Kilometer betrage, nur im Allgemeinen richtig, und bis zum heutigen Tage haben die ver einigten Bemühungen der Astronomen, Physiker und Geodäten beider Hemi sphären das Problem nicht weiter zu lösen vermocht, als daß die verschiedenen Messungen der Erdoberfläche um 2660 Ouadratmeilen differiren und die UnMöglichkeit erkannt wurde, mir den ver sügbaren .Methoden der Forschung die Gestalt der Erde mit absoluter Genauig keit zu bestimmen. DaS Bestreben kann nur dahin gerichtet fein, den Fehler möglichst einzuschränken, auf welchem Wege dies erreicht wird, sollen die so! genden Erörterungen zeigen. Stellen wir uns die Erde ruhend vor. fo müßte sie in Folge der gegenseitigen Anziehung aller .ihrer Theile der Ku gelgestalt zustreben, und würden auch die festen Theile emer Umformung Wider stand leisten, so müßte doch die Ober fläche deö Meeres etwa vier Fünftel der Gefammt-OberflSche sich kugelig wölben. Wenn aber eine Kugel um eine Axe'rotirt, fo wird sich die Eentrifugalkraft an den Polen der Axe gar nicht, aber von hier aus mit stetig zunehmen der Intensität gegen die AequatorialGegend hin geltend machen ; die Kugel nasse wird, sosern ihre Theile überhaupt gegen einander beweglich sind, gegen den Aequator. gedrängt werden, und als Endergebnis wird sich eme polare Ab ilackuna der Kuael entwickeln, deren Mafc sich aus der NotationS-Geschwin digkeit und aus der Größe und Masse des rotirenden Körpers berechnen läßt. Newton hat in der That daS Verhältniß des Sauatorialen ur volaren Are mit 228J229 ermittelt, aber zugleich einge sehen, daß die Figur der Erde nicht ge nau mit einem Ellipsold übereinstimmen könne, weil die Dichte des ErdkörperS nicht überall gleich ist, demnach auch die Richtung und Stärke der Attraction an verschiedenen Punkten der Oberfläche verschieden sem muß. Bekanntlich ge nügt die Kenntnißauch deö kleinsten Theiles der Oberfläche einer Kugel,eineS ElllpsoldeS oder eines regelmäßigen Ro tationS-KörperS überhaupt, um mit vol ler Bestimmtheit Form und Größe de ganzen Körpers zu berechnen, und eben weil die Erde kein regelmäßiger Rota tionSKSrper ist, kann man auf dem Wege der Rechnung niemals ihre Form und Größe genau ermitteln, sondern man muß lrten Theil derselben abge sondert messen und aus der Zusammen stellung der MessungS Ergebnisse das Bild der Erde nach Umfang und Gestal constrniren. "Es gibt drei Methoden der Erdmes. sung, eine astronomische, eine phystkalische und eine geodätische, von ' denen die beiden ersteren blos über die Gestalt, die letztere zugleich auch über die Größe der Erde Aufschluß zu geben vermögen. Die unvollkommene Kugelgestalt der Erde bedingt Störungen in der Mond bahn, und man hat aus den letzteren die Abplattung der Erde mit 11305-5 be rechnet, doch ist diese von La Place an gegebene Methode noch wenig angewen det worden. Die physikalische Methode gründet sich auf die Beobachtung, daß die Anzahl der Schwingungen eines frei aufgehäng ten Pendels an verschiedenen Orten nicht gleich ist, daß dieselbe abnimmt, je mehr man sich dem Aequator nähert. Mit Hilfe einer gegebenen Formel läßt sich aus der Anzahl der Pendelschwingungen in einer deztimmten Jett der srad der Abplattung der Erde berechnen. Daß solche Beobachtungen mit Sachkenntniß und außerordentlicher Genauigieit aus geführt werden müssen, ist seldstverständ lich, daß aber auch andere, zum Theil unbekannte Momente die Zuverlässigkeit der Resultate beeinflussen, ergibt sich schon daraus, daß die nach dieser Me thode seit 1830 gewonnenen Zahlen sür die Abplattung der Erde zwischen 1J233 und 11299 schwanken. Eine Hauptfeh lerquelle hat ma in neuester Zeit in dem Weitschwingen der Pendelstative, das selbst bei sorgfältigster Construction nicht ganz zu vermeiden ist, erkannt. Die geodätische Methode ist ungleich schwieriger, kostspieliger und besonders zeitraubender, als die vorige, dennoch kann sie nicht umgangen werden, weil sie in vielen Punkten zuverlässiger ist und. wie schon bemerkt, mcht nur über die Form, sondern auch unmittelbar über die Größe der Erde Aufschluß gibt. Ihr Princip ist einfach genug : man riißt Längen und Breitengrade, und die Schwierigkeit besteht darin, daß man nicht mit der Meßkette über Berg und Thal, noch über Wüsten und Oceane, am allerwenigsten in den arktischen Re gionen, die hier vor Allem wichtig sind, ziehen kann. Man sucht daher dem Ziele auf Umwegen nahezukommen. Mittelst der Triangulation bestimmt man die Entfernung zweier Orte auf der Erdoderflache und durch astronomische Beobachtung den Winkel, den ' die bis zum Zenithpunkte verlängerten Radien dieser Orte, mit dem Erdmittelpunkte einschließen. Bei emer ttugel entspre cben gleiche Winkel gleichen Bogenab schnitten ; wäre demnach die Erde eine Kuael. so würde eine einzige derartige Bestimmung des Abstandes zweier Orte und des WinkelabstandeS ihrer Zenith punkte ausreichen, um den Umfang der Erde zu bestimmen.

Man hat Unregesmößigkeiten beob

achtet, welche auf keine andere Weife er klärt werden können, als indem man eine durch die Anziehungskraft großer Massen bewirkte Ablenkung.' von der Lothlmie annimmt. Diese Local - Attraktionen machen sich nicht nur in der Nähe großer GebirgSzuge geltend, sondern auch m ebenen Gegenden, voraus man auf die Anwesenheit unterirdischerGebirge schlie ßen muß, über deren Lage und AuSdeh nung wir natürlich so gut wie nichts wissen. Nun ist aber em auf die na thematische Oberfläche der Erde voll kommen normal eingestellte Loth uner läßliche Vorbedingung des astronomi schen Theiles der Gradmessung, und eS ist eine der wesentlichsten Aufgaben, diese Fehlerquelle der . Beobachtung zu fiudi ren, um sie bei der Rechnung in Anschlag bringen zu können. AuS dem Vorstehenden durste hinrei chend klar hervorgehen, daß die anschei nend so einfache Frage nach Gestalt und Größe der Erde doch zu den complinrte sten gehört, welche dem menschlichen Geiste gestellt werden können, und daß an ihrer ozung niest nur Veooale, Astronomen und Physiker, sondern auch Geologen und Meteorologen, sowie zum nicht geringen Theil Mechaniker und Techniker zu arbeiten berufen sind. Daß aber auch die materielle Arbeitsleistung den großartigsten Schöpsungen derMen schenhand kühn an dieSeite gestellt ver den kann, geht aus derThatsache hervor. daß an der Lösung des Problems seit zwei Jahrtausenden gearbeitet vird, und daß gleichwohl die Summe der bi.3 vor zwanzig Jahren gemessenen Längen und Breitengrade nur etwa 180 betrug, also die Halste emer einzigen Umfangs linie. Dieser im Verhältnisse zum Aus wanke aennae Erfolg lag in der Zer splitterung der Kräfte. Es galt, die Bestrebungen zu concentriren, die For scher und die Mittel der Forschung an eine große Aufgabe zu senden. Dies erkannt und durchgeführt zu haben, ist das hohe Verdienst des preußischen Ge ne?a!LieutevantS Dr. I. I. v. Baeyer, des Begründers der .europäischen Grad meffung. Im Jahre 1861 machte er in einer Denkschrift den Vorschlag, im Meridian von Berlin eine Gradmessung durchzuführen, die imSüden beiPalermo beginnen und nach Norden sich bis Chri fliania erstrecken sollte. Alle Staaten Mittel-EuropaS erklär ten sich auf die Einladung Preußens so fort bereit, daS Unternehmen durch Er nennung von Commissionen und mate riell durch Gewährung der Geldmittel zu unterstützen. Gegenwärtig sind sämmtliche europäische Regierungen, jene der Türkei und Griechenlands ausge nommen, durch Bevollmächtigte an der europäischen. Gradmessung betheiligt. Die Bevollmächtigten, sechzig an der Zahl, versammeln sich alle drei Jahre zur allgemeinen Conserenz und ergänzen durch Neuwahl die auS neun Mitglie dern bestehende permanente Commis sion", welcher die Leitung der Geschäfte obliegt, Das Exekutiv Organ der Commission ist das mit dem preußischen geodätischen Institute vereinigte .Cen tralbureau", dessen Präsident gegen wärtig v. Baeyzr ständiges Mitglied der Commission ist. In dieser Orga nisation entfaltet die europäische Grad Messung eine geräuschlose, aber darum nicht weniger intensive Thätigkeit. In ihrem Dienste arbeiten gegen 30 Sta tionen an beiden Seiten des Meridians Palermo-Christiania, unter ihrem Ein flusse stehen auch die , gleichsinnigen, wenngleich selbstständigen Bestrebungen der ganzen Welt. Nur ab und zu giebt eine kürzenden meisten Lesern unver ständliche Notiz in den Tagesblättern Kunde von ihrem Wirken. Wir glau den das Interesse und das Verständniß für derartige Mittheilungen durch vor stehende Auseinandersetzungen einem größeren Publikum vermittelt zu haben. (Wiener N. Fk. Presse.) Ich yatt' einen ttameraöen. Sin Gkdenttlatt von Gagen SuU. Wißt Ihr, watz Heimweh ist ? Heute früh hat es mich gepackt an allen Fasern meiner Seele, und ich sehnte mich zurück nach meinem Stuttgart, in's Württem berger Ländle. Wir Süddeutschen sind nun einmal Gemüthsmenschen, und eö liegt tief im fchwäbifch-alemannischen Volkscharakter begründet, wenn .zu Straßburg auf der Schanzt der Soldat singt : Das Alphorn hat mir solches angethan, DaS klag' ich an.. Mir hal's kein Alphorn angethan. sondern die Erinnerung an einen lieben Kameraden. Seit Jahren haben 'mich die Pflichten des Berufes, den ich mir erwählt und der freilich nach Biömarck ein verfehlter fein soll, von der Heimath fern gehalten; nur e in e Veranlassung führte mich in regelmäßigen Zwischen räumen und aus Wochen in's rebenum kränzte Stuttgart zurück. Wir sind ja ein Volk in Wagen, und dem Rufe zur Dienstleistung folgte der Reserveosfizier um so freudiger, als er mit den alten Regiments und Feldzugskameraden auch die Eltern und all' die Vettern und Basen wiedersah, die anfangs dem Fremd gewordenen kaum glauben wollten, daß hinterm Berge auch noch Menschen voh nen. Und neben den alten Kameraden, welche mich im zweireihigen Waffenrock begrüßten, fand ich so manches junge, frische Blut, das im Schmuck der neu empfangenen Epauletten mir entgegen trat und mit schwäbischer Herzlichkeit dem älteren Kameraden von der Reserve sich anschloß. Auch Albert von M. gehörte zu diesen Letzteren, er, der Schönsten und Stattlichsten einer, die den silberbetreßten Rock der OlgaGrenadiere trugen. Im Oktober 1875 war er Ossizier geworden und . seine Hünengestalt hatte ihm den Platz bei der ersten Compagnie zugewie sen. Recht ein Urbild blühender Gesund hkit und männlicher Kraft erinnerte er mich an die Worte, welche Karl Stelter seinem früh verstorbenen Sohne der ' t. -Tt m vs. rr. f.n x . : v gieicjiau om vsf auicucn irug qciu met hat: .Wohl stand er in Gesundheit, prot zend da. Ein Heldenabbild, ganz ein deutscher utat.

An dem hinaus manch' Mädchenauge

ah. Wie prüfend, ob eö LiebeSgluth er wecke. Noch ober war der Degen feine Braut, Dem Dienste galt fein Denken und Be - streben.... Während der Herbstübungen deS Jah reS 1877 traf ich zuerst mit ihn zufan nen. Wir manövrirten auf den ,Fil dern", ein kalter Regen hatte uns bis auf die Haut durchnäßt und fröstelnd warteten vir auf den Befehl zum Einrücken in die Quartiere, denn längst war .das Ganze Halt!" geblasen, und nur die Kritik schien kein Ende nehmen zu vollen. Da kam er, der in Möhringen für daS Bataillon Quartier gemacht, zu uns mit feiner unverwüstlichen guten Laune, und, was in jenem Augenblicke noch mehr werth war, mit der frisch ge füllten Feldflasche, jener Flasche, die ihrer Größe wegen bekannt war im Ba iaillon, denn sie reichte hin, die sömmt lichen Lieutenantkehlen desselben anzu feuchten. Während er die Flasche krei sen ließ, schilderte er jedem daS Quar tier, daS seiner harrte, und hatte in zuvorkommendster, kameradschaftlichster Weise die Wünsche jedes Einzelnen be rückfichtigt. Die offene Geradheit seines Wesens, daS Sprudelnde seines Humors feine Schneidigkeit im Dienst und sein Eifer, die dem Offizier gestellten Ausga ben nicht blos mechanisch, sondern geistig zu ersassen, achten ihn bei Vorgesetz ten, Kameraden und Untergebenen gleich beliebt, und wenn von irgend Einem, fo galt von ihn der Gemeinplatz, daß er .zu den schönsten Hoffnungen berech tigte In Juni d. I. rief mich eines jener großen schreiben mit derAufschrist ,Mi litaria" ganz unerwartet wieder nach Stuttgart zurück. Es sei für mich an der Zeit, meine Qualiflcationen zum Compagniesührer darzulegen, hieß eö, und als ich mich ganz gehorsamst mit Helm und Schärpe zur Stelle gemeldet hatte, wurde ich der ersten Compagnie überwiesen. Lieutenant v. M. warder einzige Ossizier in dieser Compagnie, den ich noch von früher her kannte. Kein Wunder, daß ich zu ihm in ein besonders herzliches Verhältniß trat. Er frischte mein Gedächtniß wieder auf, indem dem selben die Feinseiten deö Reglements beim Bataillonöexerciren oder beim Felddienste entfallen waren; er flog mir auch wohlauf schnaubendem Rosse voran über Stock und Stein, wenn die freund liche Fürsorge des einsichtigen Compag niechesö, der Ossiciere und Mannschaf ten möglichst schonte und dabei doch eine Mustercompagnie vorführen konnte, uns einen freien Nachmittag verschafft hatte, und ich empfand eS als einen persönli chen Verlust, daß er während der zwei ten Hälfte meiner Dienstzeit durch Ab commandnungen vielfach von' der Comvagnie ferngehalten wurde. .Auf fröhliches Wiedersehen!" rief er mir zu, . - r . ai9 icy vie uniform ausgezogen yatte und ich zur Abfahrt rüstete, und ich wünschte ihm noch, daß der ersehnte stern oes PremlerlieutenantS bald feine Achselstücke schmücken möge. Er sollte den Stern nicht mehr erhal ten. Sein Regiment war zu den Ma növern aus der Garnison marschirt; er blieb zurück, denn man hatte ihn zur Militär Schwimmschule commandirt. Diesmal' beneidete er die Kameraden nicht, daß sie den Garnisonsdienst mit oem Manöverleben vertauschen dursten. Denn unendlicher Regen strömte herab, und unmuthig über die grundlosenWeae und Aecker schlug die 27. Division ihre schlachten aus der rauhen Alv. Von den Bergen stürzte eö hernieder, höher schwollen die Wasserläufe,und derNeckar. der sonst so friedlich zwischen grünen Geländen dahin floß, kehrte seine un bändige Schwarzwaldnatur hervor. In reißendem Strome wälzte er seineWogen daher und füllte die ganze Thalsohle aus. Die Militär . Schwimmschule, welche Albert v.M.'s Obhut, anvertraut war, liegt etwas oberhalb Cannstatt auf dem rechten Neckaruser, dem sogenannten Was erhauö gegenüber. Dort ist em hohes Wehr gebaut, um einen Theil des Flusses in einen Kanal zu leiten und seine Triebkraft aszunützen. Die im mer höher steigenden Fluthen drohten die Schwimmschule wegzureißen, und Lleu a l cvy . n . nnanl v. 'jjc. yaue angeittengr zu ar beiten, um Alles glücklich zu bergen. Gegen 4 Uhr Nachmittags man schrieb den 19. September ttc die Arbeit gethan, und es galt nur n'),aus's linke User überzusetzen, wollte man Nicht bei der Helmkehr zu einem mehrstündigen Umwege verurtbem sein. In mächtigem Schwall drängten sich die schmutzig gelben Fluthen: fortae rissene Sträucher und Balken zeugten von ihrer Gewalt: aber wann schrak Aloen v. M. te vor emer Aufgabe m rück, bei welcher es Körperkraft und Gei steskrast einzusetzen galt! Em kühner Reiter und trefflicher Turner, war er auch em geübter Schwimmer. Ihn schreckt nicht das Treiben des Stromes. mcht vie Nähe des WehreS, hinter wel chem es wallet und siedet und brauset und Zi cht. Vie wenn Wasser mit Feuer sich mengt arcii emem uniero nner uno emem im . i t r c Füsilier besteigt er den Nachen und un verzagt peuert er dem Wasserhause zu. Aber die elementare Gewalt ist stärker als die der drei Männer in der schwanken Nuß chale, sie treibt den Kahn gegen daS Wehr, fie schleudert ihn bmab in den gähnenden, wirbelnden Schlund, daß er kentert, und die schwachen Sterblichen in dem schäumenden Trichter, der Alles in die Tiese zieht, um ihr Leben kämpfen müssen. .Doch es gelingt ihnen. dem Strudel heraus zu kommen, und die eilende Woge fuhrt sie weiter. Unterhalb des Wasserhauses führt tn " . - n . v m w 1 . eme ruae uoer oen Aeaar. Aivert v. M. kennt sie gar wohl; denn wie man ches kriegerische Spiel bat die .Kitö brücke schon gesehen, wie ost hat er sie beim eiddlenst gestürmt oder verthel diät, wie ost hat er als Feldwachcom Mandant seine Posten dort in den Wei denbüschen des UserS ausgestellt! Jetzt strömt das Wasser über die Büsche und nur U Fuß hoch ragt die Brücke auS den Fluthen empor. , Unerschrockene Männer haben die Gefahr der mit den Wogen Kämpsenden bemerkt und sind

cüt langen Hacken auf die Brücke geeilt.

un zu retten. Zuerst treibt der Füsilier vorbei, schon halb bewußtlos; ohne einen der Hacken ergreifen zu können, schießt er unter der Brücke durch und verschvin det in den Wellen.- Nun kommt der Ossizier. Mit starkem Arm hat er die Wogen zertheilt, auf dem Rücken schwimmt er heran, die Füße nach vorn, den Kopf halb auS dem Wasser erhoben, kaltblütig und besonnen. Her mit der Stange r rust er den Männern zu und mit fester Hand greift er einen der Haken. Aber der rasende Strom will sem Opser nicht fahren las sen ; er schleudert den Schwimmer mit fürchterlicher Gewalt gegen den Brücken Pfeiler, wo er mit dem Kopfe aufschlägt und die Besinnung verliert. Seine Hände lösen sich von der rettenden Stange, gurgelnd zieht es den villenlo sen Körper in einen neuen Strudel, und er entschwindet den Blicken der Retter, welche nur den dritten der Verunglückten, den Unterosfizier, dem tückischen Elemente entreißen können. Weit und weiter tragen die Wellen, allmählich sich glättend, die Leiche. Durch Stuttgarts Straßen aber zieht am andern Morgen mit klingendem Spiel das Grenadierregiment, das frü her als beabsichtigt war, aus denMa növerterrain zurückgekehrt, weil die an dauernden Regengüsse eine. Fortsetzung der Kriegsübungen nicht mehr gestatte ten. , Die Kameraden ahnen Nicht, daß ihr erster Dienst in der Garnison der sem wird, beim Klang der gedämpften Trommen hinter zwei Särgen einherzu schreiten. Als ich heute früh die Kunde von dem Tode des achtundzwanzigjährigen flot ten Offiziers, dem Jede: hold und Keiner gram war, erhielt, war nir'S, als fei einer der Meinigen gestorben. Ich sah seihe hohe Gestalt vor mir, vie sie ge folgt von dem weißen Pudel dem Lieb lig deS Regiments, welche nicht einmal die Nahe des gestrengen Kommandeurs schreckte, über den Kasernenhof schritt oder auf der KönigSftraße flanirte, wo . (v L m i iym. oer oewunoernoe Biicr manches schönen Schwabenkindes folgte. Ich schaute in sein von Lebenslust strahlen des Auge, ich suhlte wieder den warmen Druck seiner markigen Hand. Und jetzt. - In Trümmern lag die Jugendpracht, Still stand . daS Herz, die Lebenörofe bleichte " Wie gerne hätte ich Dir dieAugen zugedrückt. Du treuer Kamerad k Wie gerne ein Wort des Trostes Deiner Mutter gesagt, die am Sterbebette der einzigen Tochter stand, als sie den Tod des einzigen Sohnes erfuhr, und nieder gebeugt von dem grenzenlosen Doppel schmerz noch nicht einmal weiß, wo der Strom seinen Raub wird fahren lassen. Statt deö Lorbeerkranzes lege ich dieses schlichte Gedenkblatt auf Dein Grab. Möge Dir die Erde leicht fein! Nun wißt Ihr, warum heute früh das Heimweh mich mächtig überkam. Mit den Gedanken an den stillen Todten tauchten halbvergessene Bilder der. alten Heimath vor mir auf und- es wurde mir weich ums Herz. Eine Thräne stahl sich mir heimlich aus den Augen und in meinen Ohren klang das Lied meiner Kna benjahre : Ich hatt' einen Kameraden, Einen bessern findst Du it. (Berl. MontagSbl.) Oefellschaftliae Unarten. Von ?ran,Bach. Nur sü r'S HauS. .Du willst also wirklich zu Frau von Trautenborn ?" fragte mich mein Freund Guido Berchheim, als wir mit einander die Linden hmunterschlender ten. .Kann ich anders?" antwortete ich .sie ist die Schwester meines Chess, gegen die ich mcht unhöflich sem darf; außerdem hat sie mir sehr gut gefallen, und ihre Töchter find entzückende MSd en." .DaS sind sie, schön vie der junge Tag," bestätigte er, .aber, aber !" .Du häßlicher Mensch mit Deine ewigen Aber, nun gehe ich erst recht!" .Schon gut, ich will Deinem Glück nicht hinderlich sein, Freund Benno," lachte er und setzte nach emer Wette hm zu : .A propos, Du hast doch Dein Trommelsell versichert?" Wie.kommst Du zu der romi chen Frage ? Die Trautenborn wird uns doch kiicht.mit einer Salve empfangen?" .Ich sage gar Nichts, Du wirst schon . V 4. . . C an Mich oenren, arnico rnio, uno an meine freundschaftliche Warnung. Wie aesaat, verlange nur nicht, daß ich Dich begleite. Lüuvs quipeut! Ich gehe zum Andreas !" Der Andreas hieß diesmal Kroll, wie mir schien, denn als vir am Pariser Platz, angelangt waren, warf sich der schöne, elegante Ossicier in eine Droschke, die er nach jenem Eldora do der leichtsinnigen Jugend Berlins dirigirte, während ich meinen Weg zu Fuße fortsetzte durch das Brandenbur ger Thor hinaus, an dem herrlichen Goethedenkmal vorüber, oer Tyiergar tenstraße zu. Ich heute mich audoen Abend, hatte ich doch so venig Famttienverkehr in dem großen Berlin ! Hrau von Traulenvorn r " ... Äv V -.! war 1,0 ueoensmurvig uno guiig zu mir gewesen, Blanka hatte die himmlisch sten blauen Augen, die ich je gese l i , v-5 ! r . n - yen, uno lyre vrei jüngeren ocjcicin standen ihr kaum nach an Schönheit und Lieblichkeit warum in aller Welt soll te ich nicht hingehen?! Die Hanssrau empsing mich aus daS Freundlichste. .Wir sind nur eine kleine Gemeinde, Herr von Götz" sagte sie .aber ich denke, wir werden desto vergnügter sem. und damit geleitete sie mich hinunter in den sommerlicken Garten, der von den anmuthigsten Gestalten belebt war. Man spielte Croquet aus der sammetnen Na ienilSche. Blanka hatte gerade ihr Mig nonsüßchen aus ihre Kuael gesetzt und schleuderte mit einer .köstlich schatthzsten Miene den Ball des FeindeS in die äußerste Ecke. Ich weidete mich eine Zeitlang an der. Gewandtheit und den reizenden Bewegungen der Mädchen ; endlich als em neues Spiel entnrt wurde, sollte ich sogar das Glück haben, Blanka'S Partner zu werden ; da trieb

uns aber die !utter hinrf in . den Sa lon. .Heute muß ich Musik hören, Herr von Götz; Sie haben das Renommee eines ausgezeichneten Pianisten und wer den mich hoffentlich nicht vergeben bit ten lagen." Da half kein Sträuben. Ich setzte mich an den schönen Bechstein, der leider etwas verstimmt war, und spielte eine Schumannsche Novelette, so gut eö eben gehen wollte. Frau von Tautenborn ließ mich gar nicht wieder ausstehen. .Blanka will uns etwas singen ; Herr von Götz, Sie haben wohl die Güte zu begleiten. Ma chen Sie aber nicht zu hohe Ansprüche, das liebe Kind fingt nur sürö Hauö." .Nur für'S HauS" dachte ich mit ge lindem Schauer und vergegenwärtigte mir, was ich unter dieser Firma schon Alles zu hören bekommen. Aber Blanka sprach ja Mpsik, fie wird jedenfalls eine Ausnahme machen damit tröstete ich mich und griff nach den Noten, die sie mir reichte. Zu meiner nicht geringen Verwunderung fand ich Rezia's große Arie aufgeschlagen. .Guido, Guido," rief es in meinem Innern mit dem Tone EgmontS, wenn er sich der Warnung OranienS erinnert. .Nur für'S HauS. und diese Arie ?" .Ozean, du Ungeheuer schmetterte Blanka loSgenau einen halben Ton zu hoch und .Du Ungeheuer echote der höchst ungalante, musikalische Theil meines Ichs, der keinen Spaß versteht. Zur Strafe hatte er tausend Folterqualen zu bestehen, bis er am Ende mit ihr ausjauchzen konnte: .Rettung, Rettung, Rettung, sie naht, Rettung naht !" Ja wohl, ich hatte zu früh gejubelt! .Wir kommen so fchön mit einander aus, daß ich gleich noch eine Arie singen muß" meinte Blanka, als sie geendet; .ich habe selten Jemand gesunden, der so gut nachzugeben weiß !" Das weiß

der Himmel, bald mußte ich vier Takte überspringen, bald zwei hineinkomponi ren der liebe Weber möge mir, verzei hen, was ich an jenem Abend an ihm gethan. Run mußte Verdi dran glau ben. Blanka wühlte Lenorenö Arie aus dem Troubadour, die mit dem deutschen Text so unsagbar lächerlich klingt : .Ein wunderbares Se e e e eeeeh nen durchbebet neineSe e e e eee le" te, und dazu sehnte sich Blanka immer mehr nach der Höhe und bebte so falsch, so falsch, daß ich ganz rabiat wurde. Aber nur inwendig natürlich, der mo derne Salonmensch ist ja ein vollendeter Heuchler. AlS Frau von Trautenborn mich fragte, ob ihre Tochter nicht außer ordentliches Talent besäße, da stimmte ich ihr trotz des eben Erlittenen bei, und verdamme mich, lieber Leser um des Blickes willen, der dasür aus einem gewissen Augenpaar auf mich strahlte, hätte ich gleich noch einmal gelogen. .Nun sollen Sie aber auch meine Kleinen hören," sagte Frau von Trau tenborn zur Belohnung Und rief ihre reizenden Backsische ans Klavier. .Sie sind Beide noch keine Künstlerinnen," fuhr sie fort .aber sie spielen mit Ge fühl." .Oranien, Oranien ! tönte es nieder - v m L in Mir, als oie Schmettern oic ernen Takte des Schubert'schen H W0l1Mar sches anschlugen. Amelie ergriff ihre Discantpartie mit äußerstem Energie, Hortense hinkte etwas langsamer nach, eö war ein reizendes Suchen und Finden ohne Ende. Das Umdrehen der Seite war ein freudiges Ereigniß, da trabten sie nachher wenigstens ein Weilchen in gleichem Schritt nebeu einander, freilich 7i lr B7 -u v ct r tt rÄÄ schast störte mich zum ersten Male gar crv4.t r HXt. . mW. .wiyuSi, u,uma, v " MJ5 4rutuv uiW, , uuy viv, uvuitalische Chaos doch wenigstens über önt!" AlS die Mädchen endlich sich er hoben, hätte ich vor Freuden fast die r w Üal erschöpft.. Eugeme war nocb übrm. . ti . o i. i. vi. i. : r.c cschöpft. Eugenie war nocb übrig. .Sie liebt nur kla nsche Musik," er r . i . v ' . cm ' tc jr:x .-... SS . IZ"" 7S3 IV Ull IUUM0O1VUHVW j HIW IVWU MVII) o:.i:.. r:.,n . .. - iCUtili, MJ M tlll ll 44113 T Der Liebling ließ sich das i, M zwei mal sagen ; im nächsten Moniert faß sie am Flügel, und bald erllanam die da stern Harmonien von Beethovens herrli che Sonate. Das Mädchen hatte entschiedenes Ta lent, der musikalische Gedanke wurde we nigstens nicht verunstaltet, aber sie var i y r - . l - em-it. jt oer ÄUsgusr in icinci iaiiz gruu?n. Sie hatte eme Manier, die Passagen z verwischen und ihre Fehler mit dem Pe dal vertuschen zu vollen, die mich gera dezu marterte. DaS var zuviel ! So bald sie geendet, heuchelte ich wieder ein mal, und dann empfahl ich mich eiligst, -f nrn a-a. . UM einem aoeimanaeii uuniai zu cni gehen. Am anderen. Morgen war Gmdo Mit dem Frühesten bei mir. Nun." ruf er verschmißt .kannst Du noch hören, waS ich Dich frage?" ?la wobl." antwortete !S und nA mihr. ick eife foslör. aS Du miA V i V v fragen willst; sprich mir nur gar nicht fn i,n,n S-.mkettckendern - J-rne erzählte ich ihm aber doch, wie mir's er 1 . --V gangen. Gmdo wollte sich ausschütten vor La chen. .Habeich Dich mcht gewarnt?" rief er. .Ich wollte Dir eigentlich' gestern Abend noü den Ratb mit ans dtn N, aeben, den Oddileu Utnfn &tiüb,Un ertbeilte. als er bei den Zr.nen kk?. überging das Wachs in den Ohreu wäre so übel nicht gewesen aber ich gönnte Dir denReir fall, Freund Benno. , - ' " - - - für da NaZsannmnt ,lA, lich gegen die Leute, die die Musik red selia nacht, losgelassen. Run saae mir. was ist sträflicher: die Unaufmerksam keit bei musikalischen Äortragen oder das Octroyiren von solcher Katzenmusit is .Veldes, lieber Guido," fagte ich wie te ich wie immer, wenn ich aus emem Wttcmma Xi f r. r , . lyt heraus kann. .Jq Nthme jkden l?JJtia2??Zl f'S SiW! zukUlk. ab ich gesteht dfc rm'cSSSS ...4,,..".. .im. uMiumaji mn Bortrüaen Ziu bebelllaen. die in r m f ni c r V. Weise An prüche an Au merk amke t er. Ankönnen, ja, die einen musikalischen 'ensqen pemlgen uno empören müssen.

,-., sin?.- laate Frau ton Trau

Än wie so viele Musikdileitanten, dieallläglich im Schweiße ihres Ange sichts stundenlang daö Klavier verarbeiten und die Stimme erschollen lassen, ost ohne eine Spur von Talent - gut, m seinem Hause kann Jeder thun und las en, was er will, sie . sollen aber unter diesem Beariss .für's HauS" nicht auch den Son und die Gesellschaft verst. ben." ' Und wer sich dieses bescheidene Ziel setzt .sür's Haus", der soll auch bei Ijeinen Liedern und bescheidnen einfachen Stücken bleiben und seine Hand nicht nach dem Höchsten und Besten auö strecken, was .flammenscheue Finger nie berühren sollten, und waS nur für eine auserwahlte Schaar geschaffen. Es ist unglaublich, waS gegen unsere großen Musiler heutzutage gesündigt wird. Wenn es einem einfiele, über die S,r tina kreuz und quer Kohlenstriche ziehen oder der Venuö Milo die Nase abschla gen zu wollen, so würde die ganze ge bildete Welt aus dem Kopfe stehen, aber sie hört eö mit an, daß gegen Beethoven, Mozart und alle unsere großen Kom ponisten täglich die größten Samlegla begangen erdenk JTw, Du bist gut im Schuß sagte Guido lachend, als ich Athem schöpfte, gieb Dich zufrieden, Bester; ich werde der schönen Blanka bei nächster Gelegen heit Deine Meinung sagen, durch die Blume natürlich,' und wenn sie sich dann entschließt, die Töne mehr auf den Kopf zu treffen und Dir einmal ein ein facheS deutsches Liedel vorzusingen, etwa .Im wunderschönen Monat Mai", oder . dein ist mein Herz", oder .Ich liebe Dich so wie Du mich", . wer weiß, waS dann geschieht? !" Wer weiß ! (Berl. Montagsblatt.) uö Viömarcks yäuSliHkm Leben. Aus dem häuslichen Leben deö deut schen Reichskanzlers macht ein Berliner Blatt folgende Mittheilunaen : Der Fürst ist ein großer Freund seines Gar tens, indem er an jedem Morgen richtiger Vormittag dem Sprichwort .Morgenstunde hat Gold im Munde" gegenüber ist Fürst Biömarck Anhänger der Silberwahrung spazieren zu gehen pflegt. ES müssen Geschäste von äußerster Wichtigkeit sein, welche den Fürsten veranlassen können, seinen Spa ziergang zu unterbrechen ; schon mancher hohe Würdenträger, welcher sich hatte melden lassen dies alles bezieht sich auf den Ausenthalt, des Kanzlers in Ber lin hat dies erfahren' müssen. Bei den Spaziergängen im Garten seines Palais, der bekanntlich immer durch Cri minalbeamte vor dem Eindringen frem der Personen geschützt wird, und der auch jetzt durch geschickt angelegte Gartenan lagen vor den ostmalö auf dem Nachbar grundstück erscheinenden neugierigen Au gen gesichert ist, pflegt der Kanzler in möglichst bequemer Kleidung spazieren zugehen. Die Kleidung deS Fürsten ist be quem, daß man z der festen Ueberzeu gung gelangen muß, der Kammerdiener dürste beim Ankleiden seines Herrn nur venig behülflich sein. Der Fürst trägt nämlich bei diesem Spaziergange beque me Schaststieseln, und gewöhnlich ei dunkelgraueö Beinkleid, zu dem der Schneider schwerlich besonderes Maß zu nehmen hatte. Darüber füllt bis über dte Kniee herab ein langer schwarzer bis m "uNlMeßt oben hinauf zugeknöpfter Rock. Den eme dichte schwarze Binde, unter der jedoch noch Platz genug bleibt, um zu erkenn, daß ihr Inhaber h wm. I " c in, flrfifc. fäöuTie Mütze vervollttän. big. din ,1 ta. 'mm nch v. i, f,T,TPTlS, st.s, tfrfiffftflrf t iflh len.ist, dessen nähere Bekanntschaft nicht v v jr w Q r zu den angenehmsten Erinnerungen des auf Srttt und Tritt nachfolgenden .Tiraö" zu zählen fein dürfte. Seiner Leidenschaft für die Pfeife hat Fürst m:.' '-.,':., 7.1 Ll UU4lglil9 UUUJ ilUUrf tcuiis vegS entsagt; dieselbe gehört vielmehr $i und ..der , Unkrhaltung l.i V SM C WA Xma.m den Spaziergängen. D i e e r st e n Messungen der Erdoberfläche. Schon EratostheneS auS Kyrene hat 230 v. Ehr. den Erdum fang Mit 260,000 Stadien 46,400 Kilometer berechnet. Nun ist aber die Erde kne Kugel, fondern ein Rota tions'KSlper, welcher stärker gekrümmt I in s. 5. ..4 n5. rn i i uuutvi, uuu un um len, o vah geviMmaßen die Polar gegenden zu einer Kugel von größerem Durchmesser gehören. Es vird daher emem Bogengrad am Aequator eme kleinere lineare Entfernung als an den Polen entsprechen und umgekehrt. U I K! V..f CTmC(.am. t. V .74 i vi je umuiuuu v lilttz üvli, eS sich, weil durch die Excentricität der gemummten Flüche, das heißt die Ab plctttung gegeben ist. Die ersten ge daueren Messungen m hinreichend wett ron einander entfernten Gegenden veun es öegttl t ttch, daß der Unterschied 1 ry M v . ftf . , m M 0 roNUMMUNg lM ÄeryaiMi t 8 Unterschiede der geographischen Breite wächst wurden von MaupertuiS 1 st.uuf w innn V , ' r . uiano 1100 uno g.eiqzei.lg von Bougner und La Condamine in Peru ausgeführt, und ergaben für die Grad länge in Lappland rund 1119 - Kilome ter, für Peru 1106 Kilometer, voraus sich die Erd'Abplattung mit 1j1L0 be rechnet. Seither folgte eine Gradmes sung aus die andere ; doch var ibr Re fultat im Wesentlichen kein anderer!, als rt . - . . . ' oaß o.e allgemeine lchttgkett der New ton'schen Theorie jedem Zweifel entrückt ?urde. In em neues Stadium trat die iÄradmestuna ein Jabrbundert iväter burch'd vervollkommneten Methoden Bessel'S. Anzeige. Aufführung oeS (Zchaushiels .Die Krönuna in Moskau- uk bi Wetter? v,.. ..v. yvil " vyvvn wiicvii, uu iuiui lic CostSük und Malchnricn kkrtig. d!k Rollen blitilS vertheilt und Instudirt sind und such für Dekorationen auStti S'"S',rg' .st. oder noch vekschiedene 'noronungen, sowoyl vor als nament I i:A v;,.. ... imj ittuu V(lt ViUii IH lICuDTlCn U'Cl den Lss,n. - "u ' Die Intendanz der kailerliSerr Schauspiele.

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