Indiana Tribüne, Volume 6, Number 32, Indianapolis, Marion County, 20 October 1882 — Page 4
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Ä TTOftt If AT iJOA iULi-. Uhrmacher u. Juwelier, nn Süd JlllnolS Straße, enpU$!t genj besonders seine g?oße uösahl ?kockford Uhren, Sprlngfield Udrcn, ClginUbren, T-1C 1s dn Kssmfui VV; tt. . n und schert ,ufriedensiSende Bedienung George F. Borst, DeutfcheApotheke. werde nack Qorsckriftan aefertigt. Toiletten - Artikel jeder V?t. 440 Snocl IUCeridin.il Str Indianapolis, Ind., 20. Oktober 1882. Anti-Prohibitions-Reden Herr KKilix IWMort wird an folgenden Platzen Reden halten : Connersville Freitag, 2. Oktober. Lokales. Stimmgeber aufgepaßt ! Da bekanntlich Jeder, der bei der bevorstebenden Wabl feine Stimme abgeben will, im Besitze feiner Vürgerpapiere fein muß, fo sollten die deutschen Stimmgeber, die noch nicht im Besitze ihrer Burgerpapicre sind, unverzüglich die nöthigen Schritte thun, nm stimmberechtigt zu werden. Unentgeltlich zu erlangen jeden Morgen von 9 10 Nbr durch das demokratlfche (5cntral-Comite No. lli N. Meridian Straße. CivllyandSrcglger. Geburten. 'Du anzksüSrten amen sind itc bei Batet! ode? Ui Mutter.) James Jrvan, Knabe, 19. Oktober. Caspar Wolf. Knabe. 13. Oktober. tzeirathen. James Pursel! mit Helene HolenS. August Setzer mit Caroline Meller. Jno. V. Donovan mit Phoebe Brisbin. Alfred BanlZ mit Parthenia Lamb. , Lee Thompson mit Mattie Meyner. S& Heute Abend istSchulrathssitzung. . Heute Abend Lieder? kranzprobe. Heute Mittag wurden zwei Betrunkene verhaftet. Herr Ernestinosf ist heute wieder hier angekommen. Lightning Stove rolish, da? b:ste im Markte. . Zu haben bei Jacob Voegtle. LI-Frl. Oglesby No. 356 Süd Delaware Straße wohnhast ist gestern plötzlich am Herzschlag gestorben. . LS-Dora Jsak bekam heute Morgen in der Schuldllage gegen CatherinaTute wiler 5300 zugesprochen. R0UGII ON RATS." Vertreibt Ratten, Mäuse, Rothaugen, Fliegen, Ameisen, Bettwanzen, Stinkthiere. 15c. Bii Apothekern. Im StationShause liegt einer der Tramps die kürzlich verhaftet wurden, krank darnieder. 2r Die Klage von John MeLcall ge gen Mark Tuley und Julia Mescall we gen des Besitzes eines gewissen Stück Landes ist zur Zeit in Verhandlung. Um Nickel an Qefen oder Silber Messinz und KupferWaaren zu putzen, benutze man Star Mctal Polish. Zu haben bei Jacob Voegtle. - ßj Die County'Commissäre haben sich heute bis zum nächsten Montag ver tagt. Se statteten dem Armenhaus einen Besuch ab. Heute Nachmittag fand in dem Hause der Frau Budd an Bellefontaine Straße eineTempercnzversammlung statt. Deutsche waren wahrscheinlich nicht dazu eingeladen. - är In Jrvingtan werden heute Abend die Demokraten W. D. Bynum und John R. Wilson politische Reden halten. Straßenbahn Wagen . nach Jrvington fahren um 6 Uhr heute Abend vom Ban Block ab. Jedes Jahr gebrauche ich regelmä ßig Dr. August König's Hamburger Kopsen schreibt Herr Geo. Fromm, FredertckZburg. Mo., da ich viel an der Leber leide. So habe ich eZ schon seit vielen Jahren gethan und immer waren die Tro pfen von aukgezeichneter Wirkung. j&ST An der Ecke der Meridian und McCarty Straße wird heute Abend eine derrokratische Versammlung stattsinden, wobei David S. Gooding, Dr. W. H. Jlelcher und George Reyer, letzterer in deutsch, Reden halten werden. Zu flirt cher Zeit wird hübsches Feuerwerk abgebrannt werden.
Ein Wlnk mitdc Zsunpfzhl.
"Wie berechtigt man ist, den Ausfall der Wahl in Ohio als einen Wink mit dem Zaunpsahl zu bezeichnen, zeigt der Um stand, daß die republikanische Convention von Cook County Illinois (Chicago) eine Platform annahm, welche sich so entschie den gegenProhibitivgesetze ausspricht, als eSnur immer möglich ist. Unter anderen Sätzen Kommen in dieser Platsorm sol' gende vor.- Wir verwerfenden Grund satz, daß die Mehrheit eine so absolute und despotische Gewalt habe, wie etwa in Rußland der Zar und daß sie so unbe grenzt sei, daß sie unsere unveräußerlichen Menschcnrechte antasten kann." Wir verdammen die Annahme von VersassungLamendements, durch welche die Fabrikation und der Verkauf berau schender Getränke verboten wird als voll ständig unrepublikanisch und instruiren unsere Vertreter in der Legislatur ganz besonders nicht nur gegen ein. derartiges Amendement selbst, sondern auch gegen die Untecbreitung .desselben einer allstmeinen Volksabstimmung, zu stimmend Allerdings erhob sich Opposition gegen die Annahme dieser Resolutionen, denen man auf den ersten Blick ansieht. daß sie deutschen Geist athmen, auch wenn der Antragsteller zu bemerken unterlassen hätte, daß Herr Raster der Versasser ist. Ein Autrag die Resolutionen auf den Tisch zu legen, zeigte, daß man sich ebenso vor der Verwerfung, als vor derAnnahme derselben fürchtete und nur mit der knap pen Majorität von 7 Stimmen (141 gegen 131) entgingen sie diesem Schicksal. Als daraus der Antragsteller die Be merkung machte, daß die Stimme, welche von Ohio herüber töne, durchaus keine undeutliche sei, und daß man wohl daran thue, sie nicht zu überhören, faßte die Convention diesen Wink mit dem Zaun Pfahl auf und entschloß sich zur An nähme. Hat schol: daS Resultat, der Wahl in Ohio solchen Eir.fluß, wie wird es erst sein, wenn auch Jndiana mit Macht seine Stimme gegen die Majoritätstyrannei ertönen läßt. Darum versäume keiner seine Pflicht zu thun, damit die Republi kaner auf der ggnzen Schlachtlinie ge schlagen werden. Je lauter unsere Stimme erschallt, desto deutlicher wird sie vernommen.' Ein neues Nnternehmcn. Viele von uns haben schon die Schwie rigkeit erfahren, frisch gebrannten skaffee u bekommen. Es ist uns deshalb enge nehm zu hören, dab unser Freund Herr Edward Goe, der Postosfice gegenüber, in seinem Basement einen Apparat zum KaZfeebrennen in kleinen Quantiäten für seine Kunden ausgestellt hat. Er röstet bloß den besten ttastee und benutzt weder einen Tropfen Wasser, noch Stärke noch Zucker, um das Gewicht zu vergröbern. Er benützt blob etwas gute Butter, gerade wie es Jeder in seiner eigenen Küche ma chen würde. Im Wallace Block an der Ecke der Delaware und Maryland Straße brach gestern Feuer auS, daß jedoch sofort gelöscht wurde und im ganzen viel leicht $5 Schaden anrichtete.' In Polizeigerichte ging eö heute wieder sehr still her. Sieben Betrunkene wurden abgestraft. Jess Johnö ließ sei nen Revolver auS der Tasche hervor schauen und wurde daher wegen Waffen' tragenS bestrast. Magere Menschen. "Wells' Health Rencwer" stellt die Gesundheit wieder her und giebt Kraft, kurirt Magen schwäche, Unfruchtbarkeit und andere Geschlechtssehler. 51. - fö Der .Sentinel" sagte hiute Morgen in seiner Critik über die gestrige Vorstellung in English'S Opern Haus: Du? weite und elegante Theater hielt noch selten ein größeres und besser geklei detes Auditorium wie gestern Abend AuS diesen wenigen Worten spricht die ganze Hohlheit eines englischenReporterö. Als ob man nicht schon lange wüßte, daß in der Regel daS bestgekleidetste Publikum das geringste Kunstverständniß hat. Und der Sentinel" wollte doch dem Publikum sin Complimeai machen. 3 Anna Jitzstmmons will von ihrem Gatten Joseph FitzsimmonS ge schieden sein. Dieser Joseph scheint alle schlechten Eigenschaften zu haben, die ein Mensch in sich vereinigen kann. Er ist! kein keuscher Jeseph, vielmehr ein schlimmer Don Juan. Er -hat seine Frau grausam behandelt und ist dem Trunke ergeben. Er hat sie treulos verlassen, und sühlt sich in Gesellschaft ganz ge wohnlichen Frauen am allerwohlsten. Kein Wunder, daß sich seine Frau in sei ner Gesellschaft keineswegs wohl fühlt. tS Der Schwabenverein ist rührig an der Arbeit um seine am nächsten Montag stattsindende Kirbe zu einem Feste zu machen, bei dem sich Jeder amü siren wird. DaS Programm ist nun ziemlich vorbereitet und dasselbe - ver spricht in der That ein paar sehr heitere und vergnügte Stunden. Die erste Nummer desselben ist natürlich die Kirbe während No. 2 die Aufführung eines Stückes ankündigt, das zum Todtlachen ist. Es heißt : .Pfeffer von Stetten als Wnzenvertilger, seine Verhaftung und Strafe. Wer sich durch solche Ankündi gung noch nicht bewogen fühlt, die Schwoba Kirbe zu besuchen, nun der muß ein ganz unverbesserlicher Hypochon der sein. Dabei darf auch nicht überse hen werden, daß der Ertrag dieses Festes einem wohlthätigen Zwecke zufällt, indem derselbe den armen Schwaben in Deutsch land, deren Ernte durch Hagel zerstört wurde, Übermacht wird. . ,
SF. Die Connecticut Mutual Life Ins. Co. reichte egen Russcl M. PearS und Ändere eine Hypotdekenklage ein. S- Die sieben Wunder" sind nur noch bis morgen Abend in der Lyra Halle zu sehen. EGF Wm. C. Smith von Cumber land verklagte heute Douglas Hall, weil dieser ihn mit Prügel traktirte. "BUCIIUPAIBA". Schnelle gründ, liche Kur für alle schmerzlichen Nieren, Blasen und Urin Organ Krankheiten. $1. Bei Apothekern. Die nächste Convention des Na tional'GesundheitsratheS wird inDetroit stattsinden. Aus dem Wohnhause von R H Reese, No. 281 Nord Mississippi Straße, wurden heute Morgen Juwelen und Klei der gestohlen. Die Rappenheimer Hardware Co. erhielt'heute in der Schuldklage ge gen Charles E. 'Pattage $505.37 zuge sprachen.
2?- Emma Mücke klagte heute Mor gen gegen Daniel Noble, weil dieser sich weigert, ein Stück Land, welches ihr ge hört, abzutreten. Black Eiiambcl wird benützt um Mantels & Grates- wie neu herzustel. len. Zu haben bei Jacob Voegtle, 101 Ost Washington Straße.Charles Zkelpln wuroe yeule zu 510 Strase und Kosten verurtheilt. Sein Sohn Oito wurde ebenfalls ver haftet.. t& Herr ijcar ispuly. Der neue Turnlehrer des Sozialen Turnvereins beehrte uns heute Mittag in Begleitung des Herrn Charles Weil mit seinem Be suche. Fred. Miller, von der Firma Birk und Miller ist heute Morgen um 10 Uhr in seiner Wohnung 3S1 West New Vork Straße plötzlich gestorben. Er war nur einen Tag lang unpäßlich. l Maggie Slusher klagte heute Morgen gegen ihre Gatten Oliver Slu sher, weil derselbe sie umzubringen drohte. Die Frau, die noch sehrung ist, verließ ihren Mann schon vor längerer Zeit, weil es ihr unmöglich war, länger mit ihm zu sammen zu leben. LS" Lizzie.Jce, welche an der S.üd Delaware Straße, einen Freudentempel hält, wurde heute verhastet, weil sie sich weigerte, das Gepäck eines ihrer Schütz linge" herauszugeben. Außerdem schwc ben voch verschiedene dunkle Gerücht? Über jene .Ehrenwelthe" in der Lust. Unter den Heirathslizensen besin det sich heule die von August Setzer mit Carolina Meller, aber mit dem Heirathen wird's gute Weile haben. Die Auöerwählte hat sich nämlich eines Anderen besonnen und Auguff mag sich das Doku ment einrahmen lassen. An dem Sohne des Nev. Thomas Cotton, von CliZston, Mason o., W. Ba., wurde heute Morgen im Sur gical Institut durch Dr. Allen eine sehr gefährliche' Operation vorgenommen. Der junge Mann konnte schon seit zehn Jahren die Kinnbacken nicht bewegen nnd flüssige Nahrungsmittel mußten ihm ein geträufelt werden. Die Operation ging glücklich von statten. tiy English's Opernhaus war gestern Abend sehr gut besucht und die Besucher waren von der Vorstellung sehr befrie digt. Die berühmte Charlotte Thomp son wußte die Zuschauer wahrhaft zu entzücken und das Essemble war ebenfalls besser, als man eö in per Reoel aus amerikanischen Bühnen findet. Der den Mitwirkenden gezollte Beifall war wohl verdient. JameS Price, ein Arbeiter war gestern damit beschäftigt, einen Brunnen an 7. Str. in der Nähe der Tile Works zu reinigen und die Wände desselben zu reparircn. . Plötzlich bröckelte sich 'das Gemäuer der Wände loö und Price wurde unter demselben vollständig begraben. Er .schrie um Hülfe und man bemühte sich, ihn mit einem Strick herauszuziehen, was jedoch nicht gelang. Erst nach einer geraumen Weile gelang eö Ptice die Höhe von 25 Fuß zu erklimmen wobei er sich jedoch die Hände so zerfleischle, daß die Knochen blokgelegt wurden. t3 Tim Roland hatte gestern Abend einen Rausch. ES war aber kein ge wohnliches Räuschchen wie sie z. B. die gutmüthigen Baiern zuweilen zu haben pflegen. Roland wurde bald sehr unangenehm und als er sich endlich so in die Wuth hineinarbeitete, daß er in verschiedenen Häusern der Washington Straße die .Fenster entzwei schlug, kamen ein paar barmherzige Polizisten herbei und brachten Nokand in ein Quartier wo holder Friede und süße Eintracht Herr schen. Heute Morgen hat der Mayor ein ganz bedeutendes Wörtchen mit ihm zu reden. Wieder müsi:n wir zurückkommen wie nothwendlg es ist, immer ein Mittel rm Haus zu haben, welches bei Unglücks fällen von schneller, sicherer Wirkung ist. Als Illustration bringen wir folgenden Fall: .Ich wandte in meiner Familie daö St. Jakobs Oel an und zwar zu unserer rt-- r..c;.v v- 1 . llurr Juirieoenoeii, iqreioi err B. Potter in Amesville. O. Meine Toch. ter wurde vom Pferde geworfen und ver letzte ihren Fuß so bedenklich, daß sie nicht im Stande war zu gehen. Die Schmer zen waren derart, das sie mehrere Näckte nicht schlafen konnte. Wir wurden bei dieser Gelegenheit aus das St. JakobS Oel aufmerksam gemacht. Nach einigen Einreibungen verschwand die Geschwulst und die Schmerzen ließen nach. Ich halte es daher immer im Hause und em i. C1. Y P CYl . .t. r - - r i rr r . licgit es meinen viaujuuui, ju oji iaj eine 'Gelegenheit dazu bietet.- ' 4
tST- Die Klage der Cora Belle Jon.es
gegen tfred. Stragmann ist zur Zeit im! Gange. Klägerin , verlangt $5.000 für Verlegungen, die ihr von dem Hn:ide Stranzmann's beigebracht wurden. Die Ju:y gab nach kurzer Berathung ein Verdikt z:: Gur.sten Strangmanns ab. t$ Vei der dieser Tage hier stattge fundenen Convention des National Ge sundbeitsrathes, hat Dr.L. Gilhon auf ein Uebel aufmerksam gemacht, das na mentlich von den Lokalbehörden berück sichtigt werden sollte,, nämlich aus die große Ausbreitung von Geschlechts krankheiten. Er erwähnte, daß dieselben in ihrer ansteckenden Wirkung vielleicht schrecklicher wirken, als irgend eine an steckende Krankheit und daß die Verbrei tung derselben eine sehr große sei. gehe auS der Thatsache hervor. da& in den Ver. Staaten allein 2 Millionen Ge schlechtskranke in Behandlung seien. Gilhon befürwortete daher, daß die Lokalbehörden, die Controlle über alle derartige Falle erhalten, ade? wie ge wöhnlich so wurde auch eine derartige vernünftige Maßnahme unberücksichtigt gelassen. Auch die Gesundheitsbehör den, die unbekümmert um alles Andere nur für das Wohl der Allgemeinheit be sorgt sein sollten, scheuen sich in der Regel dke Dinge beim rechten Namen zu nennen. Zu den besten FeuerVersicher ungs Gesellschaften de? Westens gehört unbedingt die .Franklin von Jndiana poli. Ihr Vermögen betrügt 320,000 Wiese Compagnie reprasentirt die North Western National- ron Milwaukee, Vermögen, $1.007,193.92 und die .German American" von New ?)ork, deren Vcrmö gen über $3,094,0:9.59 beträgt, gerner repräsentirt sie die Fire Association os London,- Vermögen $1,000,000 und die Hanover of New Vork-. mit einem Vermögen vn $2,700,00. Die .Franklin" ist namentlich deshalb zu empfehlen, weil sie nicht nur billige Raten hat. sondern weil außer den regelmäßigen Raten auch bei großen Verlusten kein Ausschlag er folgt. Herr Fr. Merz, No. 439 Süd Ost Straße ist Agent für die hiesige Stadt und Umgegend. VerwatturtgSreform. Obwohl man sicherlich Grund genug hat, sich über den BundeSCivildienst zu beschweren, so sollte doch andererseits nicht vergesien werden, daß schon Man ches besier geworden ist. Eine Untersuchung, die gegenwärtig in den Zoll Häusern gesührt wird, um die Beseitigung eines in denselben herrschenden Uebelstandes anzubahnen, legt daS 'so recht nahe. , Es handelt sich nämlich dabei sozusagen um das letzte Üeber bleibsel eines gigantischenKreböschadens, der vor mehr als fünfzig Jahren an der Republik zu fressen begann, zu Zeiten höchst' gefährlich zu werden schien und doch mit einigen kräftigen Schritten na hezu beseitigt wurde. Dieses Uebel war die Gewohnheit des Congresseö, den einzelnen VerwaltungSzweigen große Summen zur Verfügung zu stellen, ohne die Einzelnheiten der Verausgabung zu regeln. Um die Methode an dem einzigen noch übrig gebliebenen Falle zu erläu tern, wollen wir seststkllen, daß dem Fi nanzminister durch ein in die Statuten ausenommenes Gesetz vom Jahre 1871 ein für allemal $5,500,00 jährlich ie willigt wurden, um die mit der ZollerHebung verbundenen Ausgaben zu be streiten. Diese Summe steht nicht aus der jährlichen AuSgabenliste, welche der Congreß zu prüfen hat, erregt also we der die Aufmerksamkeit derRepräsentan ten, noch die des Volkes. Sie gehört zu den dauernden Bewilligungen, über die gar nicht mehr geredet wird, und Niemand fragt daher, ob sie vielleicht nicht zu hoch ist. Der Finanzminister aber kann das Geld anwenden, wie. er will. Er kann im Hasen von New Orleans so viel ausgeben, wie in dem vonNemDork, und einzelnen Beamten $100,000 Ge halt zahlen, wenn er nur nicht, über $5.500,000 hinausgeht. Statt hundert tüchtiger und bewährter Beamten kann er tausend unsähige Müßiggänger an stellen, welche politische Knappendienpe sür ihn verrichten. Ja, er kann sogar das Gesetz umgehen, welches das Gehalt der obersten Beamten festsetzt, indem er ihn Stellen unbesetzt läßt und besser be zahlte Stellen sür sielchafft. Eine solche Macht . in den Händen eines Politikers ist eine große Versuchung, der er selten widerstehen kann. Wenn em Freundihn um eine Stelle sür einen Sohn, Bruder oder Vetter ersucht,so findet sich, falls der .Freund- nur recht einflußreich ist, immer noch einPlatz in irgend einem Zollhause. Die Zahl der Beamten ist ja nicht vorgeschrieben, und die Bedien steten deren Leistungen gleich Null sind, begnügen sich mit kleinen Gehältern. Recht groß muß dieArmee der besoldeten Knappen sein, denn bei den Wahlen kommt, es nicht auf ihre geschäftliche Besähigung, sondern auf ihre Stimmen und auf die ihrer Angehörigen an. Daß unter dieser . Methode der öffentliche Dienst leidet, -ist selbstverständlich, und es ist daher zu hoffen, daß der Congreß diese dauernde Bewilligung schon in der nächsten Sitzung- widerrufen, die Zahl der Beamten sür jeden. Hasen einzeln festsetzen und die Höhe der Bezahlung sür jeden Dienstgrad bestimmen wird. Früher wurden auch für andere Ver waltungszweige große Summen ausge werfen, deren Verwendung im Einzelnen den Departementsvorstehern freistand. Die Folge war die Anstellung ungeheu rer Beamtenschaaren kurz vo?den Wah len und ihre Entlassung, wenn die Wahl vorüber und der Schatz erschöpft war. Kaum daß die .Clerks- Zeit gehabt hat ten, ihre Obliegenheiten kennen zu ler nen, mußten sie wieder gehen. Dann ließ man die hohen Stellen. unbesetzt und verwandte das sür 'sie ausgeworfene Geld zur Anstellung einer viel größeren Anzahl schlechter bezahlter Beamten. Daß das Alles aufgehört hat, - ist gewiß ein gutes Zeichen sür die beständigeVer besierung. unseres Civildienstes. - ,
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