Indiana Tribüne, Volume 6, Number 25, Indianapolis, Marion County, 13 October 1882 — Page 2
Indimm Hriöune. ' FägriHe- und Sontagsansgaöe. Office: ttL S. DclawareStr.
Knteretl second-class matter at the - fo.4totlke at Indianapolis, Indinna.) ÄbonnementZ-Preise: ZZtfxtit Ausgabe ... . .. . . 12 Cts. per Woch?. ZonntaSSauSgüZc ö Cts. perNnrnmcr. eide znfanlmkA. 15 Ttt. ver Äsche. ZZT Das Ta?b!ztt ersannt jeden Nachmit. la ntn 4 NHr. Dle gonniaggaaljabf erscheint be Morgen. Tril)U2i9 Publishing Company. IJdianapoNZ, Jnd.'13 ' Oktober 1892. Demokratisches S'tsÄtsTiSöt. f . ri: ZUztUZtUtiS:: . WilliamN. Mher,don Madison. ZZKr StaatS.Audor: ' ' I ansHR i c e, don Floyd. ... J2r LtaatZ. Schatzmeister: John I. C o o P e r, von Marion . Eilt StiatZLchulsuxeri?tendent:, John W. Holcombe, von Porter. arenerulAaVZlt: . . . . F r a n t t T.H.'o j d. von Bartholomtw. Färekk der 5uprraeffourt: Simon P. S h e e r i n, von Caß. V Zzür Richte? der SuxremeEourt: .-, 1. Distrikt-W. E. Ni b l a ck, von Knor. ." ? , -v e o t g t w. iq o xo r, von yioy?. AlleäZ o lla rk, von Allen. I. dtK.vezirk. " ' ' Z2r Dichter: , Alerander C. Ahres. : ?ür EtaatZVnroatt Frank M. Wright. Für ffongreS. 7. Distrikt. Wit!iärnS.English.v s. Trncfrati(4e lkountv'Tltket. ', ZZür Senator.. Dr. W. B. Flctcher. "7ReprLst'n!änten: JijTe Whitsit,'- ' John Ä.-Wason, . KlisKaÄ tzowlaud' Willwm D. Bhnun John C. geinter. Eounty-Commifilre: 1. Distr'.kt Richard Skhnour. 2. -Henry Cimber. : 8. . 'Joseph Lostin. . ' ff Ist!: - Robert L. McOuat. . Sheriff: Daniel A. Lemon. Schatzmeister: Sll Heine. . t Auditor:- ' Thomas H.LiKknberg.. -Nccorder: Cornelius Kelley. V. Corontr: Dr. C.N.Mctcalf. Criminal:Richter.: V Purce Norton.-urerior-Court Richter. '" .N.'B. Taylor, ' Io?n Sl. Holman, Frederick Heiner. . Ssrveyo:-! - " D. B. Hoibrook. . u . AuS San Francisco. Ein Engländer, der vor Kurzem aus China über San. Francisco nach New York zurückkette spricht seine Verwunderung darüber us, daß in dem Chine sen'Viertel, der genannten Stadt ein so unbeschreiblicher Cmutz" herrscht. In 6hina hatte ich selbst in den volkreichsten Städten ohne Ausnahme die Wahrneh mung gemacht, daß die Chinesen, was Reinlichkeit., anlangt, son keinem Volke, das auf einer höheren, Stufe der Cultur steht, übertroffen werden. Bezüglich der Reinlichkeit ihres Körpers und ihrer Unterkleider übertreffen die Chinesen sogar die meisten Nationen." Ich habe In San Francisco mit vielen Chinesen über meine Wahrnehmungen gesprochen,'und dieselben waren Einstimmig, in ihren Versicherungen.' daß sie in ihrem Viertel so dichtzusammengedrängt zu wohnen gezwungen (?) seien, daß eS absolut un möglich sei, für größere Sauberkeit in den Wohnungen und auf den Straßen Sorge zu tragen. Im Chinesen.Viertel war ich Zeuge einer interessanten Feier. Vor ungefähr 1500 Jahren so, erzählt in China die Tradition besnckte .ein Drin, der kai serlichen Familie den Mond und lernte dort die theatralischen Vorstellungen ken nen, welche.auf dem Monde scit uralten Zeiten veranstaltet werden. . Der Prinz lehrte nach dem Reiche der Mitte zurück .und führte hier die Schauspiele ganz in derselben Weise ein, wie er solche aus dem Monde gesehen hatte. l-Zur Erinnerung anwiese? EreZgniß wird noch heute Ton den Chinesen im September ein Fest begangen, daö durch Umzüge, die von den Theatern ausgehen, durch daS Ausstreuen bunter Papierfehen, die bekannte chinesische Tam-tam und Gong Musik, durch das Abbrennen unzähliger Feuerc'rackerS" gefeiert . wird und in dem Theater endetin welchem an jenemTage ein neues Slück ausgeführt wird, daö 'sich die nächsten Wochen, ja sogar Monate hindurch abspielt. Niemand, der Sari Francisco zum er sien Male bNritr versäumt eS,' von dem Cliffhaufe aus die Klippen und die Seelöwen, welche dieselben bevölkern, - in Augenschein zu nehmen. Der Weg dahin sührt.weun'man die eigentllcheStadt .passirt hat, 'theils an öden und sterilen Sandflächen, theils an glänzenden Landhäuserndie.von' wunderbar schönen Gärten umgeben sind, vorüber und zeigt, wie die Kunst dort im Stande ist, die sandige Wüste in Land von merk würdiger Fruchtbarkeit und Ergiebigkeit zu verwandeln.. Die. Klippen .mit den Seelöwen bilden 'ein fortwährend wechselndes Süaufpiel. das m seiner Eiaen. tbümlichkeit nicht seines Gleicben auf der Welt hat. Die auf den ersten Blick hin vlumpcn Tylcre tummeln sich auf den Klirpcn umher und stürzen sich mit überrafchcnder Behendigkeit in die Jluthen;
sie stehen bekanntlich unter dem Schule des Staates und vermehren sich daher schnell; auf die größten unter idnen
Ulysses Gran:" und Jen Butter" macht jeder ElNOOyner von tz?an Iran cisco den Fremden besonders aufmerk sam. Nicht roeit von den Klippen ragt noch vie'ein Leichenstein die Masispie Des stolzen Schiffes (Escantoia über den Meeresspiegel hervor, das dort vor un gefäbr drei Monaten während des schön sten Wetters n.'gen feblerhaster Bela dung gesunken ist. Kehrt man über die Wersten nach der Stadt zurück, so überrascht die Mannichfaltigkeit derGestchter, Trachten und Waaren, die aus allen Welttheilen hier zusammenströmen und ein buntes Leben erzeugen, das an die Höfen in Nem tyort, ja selbst in London erinnert. . Die Straßen der Stadt bieten am Abend durch die zahlreichen, glänzend beleuchteten Läden einen besonders groß artigen Änblick. In den Läden der Zuweliere ficht man zahlreichere und größere Brillanten ausgestellt, als in New York, London und Paris, aber das Staunen über diesen unerhörten Reichthum nimmt ab, wenn wir ersahren, daß alle diese strahlenden Steine nur calisornische Diamanten, vielleicht nicht weniger schön,' aber sicher weniger kostbar sind, als die echten Diamanten." SHulzvang in yrankreic). Wiederholt ist des neuen französischen Schulgesetzes Erwähnung gethan worden, welches als die Akte vom 28. März bekannt ist. Dasselbe trat am 1. Oktober in Kraft, und da das Kabel seither nichts von Störungen berichtet hat, so liegt die Annahme nahe, daß sich der Clerus tret) seines früheren heftigen Widerstandes wenigstens äußerlich gefügt hat. Seine Einwendungen waren im Wesentlichen dieselben, die er hierzulande gegen die öffentlichenSchulen erhebt, daß indessen ein wirklicher Eingriff in Int Rechte der Kirche nicht vorliegt, dürste aus nachfolgenden Bestimmungen dcö Gesetzes ersichtlich sein. . ' ' Alle Kinder im Alter von 6biS 13 Jahren müssen Unterricht genießen, und um ihnen dleö m ermöglichen, errichtet der Staat Freischulen. Jedoch sind die Eltern keineZveas gezwungen, ihre Kinder gerade in diese Anstalten zu schicken, die ja der Natur der Sache nach keinen conf:ssionellen Anstrich haben dürfen. Vielmehr steht es Jedermann frei, seine Kinder in Privat- oder Kirchenschulen, oder zu Hause unterrichten zu lassen, vorausgesetzt, daß er davon vorher dem Schulausschusse jeder Gemeinde Anzeige macht. Letzterer sührt nämlich eine Liste aller schulpflichtigen Kinder in seinem Bezirke und sragt vierzehn Tage vorher bei den betreffenden Eltern an, ob sie ihre Kinder in der Freischule oder auf andere Art unterrichten lassen wollen. Die Kinder Derjenigen, die gar keine Antwort geben, werden als Freischüler in die Liste eingetragen und müssen die öffentliche Anstalt besuchen. Senden die Eltern, wiederholter Aufforderungen uägeachtet, solche Kinder nicht in die öffentlicht Schult, so sind sie straffällig. Auch der Privatunterricht darf sich derStaatöaufsicht nicht entziehen, sondern die auf diese Weise herangebildeten Kinder werden von Zeit zu Zeit durch Commiffüre geprüft. Wäre diese Vorsorge nicht getnffen, so könnte ja Jedermann unter dem bloßen Vorwande, daß er seine Kinder anderwärts unterrichten lassen wolle, dem Unterrichtszwange vollständig ausweichen. ES ist unbestreitbar, daß nur verhält nißmäßig wenige Familien - von dem Rechte Gebrauch machen können, ihre Kinder in Privatanstalten "oder durch Hauttehrer ausbilden zu laffen. - Die große Masse wird aus die Volksschule angewiesen sein, da auch die Errichtung von Parochialschulen in großem Maßstabe kaum zu ermöglichen sein wird. In die Tasche greist der gewöhnliche Franzose nicht gern für tnt Kirche, wenn er auch noch so gläubig ist. . Immerhin kann die Kirche selbst für derar tige Schulen sorgen, wenn .ihr daran besonders 'viel gelegen ist, und derStaat kann nicht mehr thun, als daß er. igr in dieser Beziehung keine Hinderniffe in den Weg legt. Bei der bekannten Feindschaft des französischen CleruS gegen die republikanische StaatSsorm kann man rn. . j . es oer zungen cepuvttl mcyr uoa ncymen, daß sie seinen Einfluß auf die heranwachsende Jugend mcht ' übermächtig werden laffen will. Damit ist noch lange nicht gesagt, daß sie auch einen sogenannten Culturkamps nach demMuster des weiland preußischen führen soll. ' Sonderbar ttlerihttmer. Daß die Steine, welche man aus dem Schoße der Erde gräbt, redend davon zeuaen, daß schon sehr lange vor uns auch schon Leute gelebt haben, versichert bekanntlich unser Schiller. Auch in unserer neuen Welt predigen ausgegrabene Steine die Tüchtigkeit untergegangener Geschlechter und nicht zusrieden hiermit, beginnt jetzt sogar die Pflanzenwelt Geschichten aus laugst verklungenen Tagen zu erzählen. Es ist nicht mehr wie billig, daß der Staad, der einer Pflanze, der weißblühenden Roßcostanie oder Buck-Eye, seinen Namen verdankt, den Reigen eröffnet. Die Fluthen des letz ten Frühjahrs haben auf einem Acker des Farmers F. M. Sencs in. Garten Township, Libanon Co., Ohio, den mächtigen, ziemlich 60 Fuß langen Stamm einer Sycamore abgelagert. Vie Bestellung dieses Ackers machte ssi& Woche die Enrfk7N2Ng dcö Steca me nothwendig, und derselbe. wu:de zu dem Ende in verschiedene Blöcke zersagt. Einer der letzteren zeigte an der SchnittSäche Aertiessgen, die offenbar von Menschenhand herrührten. DaS holz über denselben wurde vorsichtig entfernt und es zeigte sich, die in zierlichen lateinischen Buchstab und arabischen Ziffern auöaefübrte und tief in daS Öoli,
cineschntem
17!. Die Jnilitn und die Zay! naitn, obgleich sich üd?r deriselben Holz. Bast und Rind: gibildet hatte, nich: .zu. gewachsen) sondern so deutlich nach Ent fernuiig des sie bcdeücnden Holzes ficht bar, als ob erst ror weniqen Wochen ein liebende) Paar die Anfangsbuchstaben feiner Namen in den Baum geschnitten hätte. Wer mag jzr.e Inschrift in die Syca more eingeschnitten haben? Daß dieselbe von geometrischen . Vermessungen herrühre, kann man nicht annehmen, denn man sagt und schreibt bekanntlich nicht West-Süd und OstSüd, sondern Südwest und Südost, auch wurde bc kenntlich Ohio erst im Jahre 1788 co lonisirt, aber noch lanpe nicht geometlisch aufginommen. Man kann iah nicht anders schließen, a!S daß ein um seiner Liebe willen verfolgtes französijcheS Paar von Canada nach Ohio her.übergekommen ist, unter jener Sycamore Rast gehalten und bann seinen Wcg nach Pennsyloanien fortgesetzt hat. Ein zweiter Baum, der fast gleichzeitig verspätete Enthüllungen über eine Liebesgeschichte gemacht hat, ist eine ehrwürdige Eiche auf, der Farmdes Herrn Siam Evans in derähe von Vethel im Territorium Washington. Dieser Baum der 3j Fuß Durchmesser hat, wurde kürzlich gefällt 'und in Bretter zerfägt. In einen derselben bemerkte der Bruder des Farmers, . Daniel Evans, einen Knoten, den er für- einen Ast hielt, und an dem er mit feinem Meffer herumschnitzelte. . Der vermeintliche Astknoten erwies sich als ein gejunbesStück Ahornholz, unter dem man, als es herausgenommen war, eine seidenweiche, lange und güldigroth- Locke Frauenhaar entdeckte. Die nähere Untersuchung brachte folgende Thatsachen an's Licht: Ein Loch war mit einem dreiviertelzölligen Bohrer ungefähr fünf Fuß über der Erde in den Stamm gebohrt,, die Locke hineingelegt, der Pflock hineingetrieben und abgeglättet worden. Das Holz war über den Pflock hinweggewachsen u. zeigte über solchem 250 Jahresringe; die güldigrothe Locke ist also vor 250 Jahren dem Stamm zur Ausbewahrung übergeben,worden. Wcr mag es gewesen sein, der im Jahre 1632 diese Locke so sorgsam versteckt hat? Welchen Frauenkopf mag einst diese Lecke geschmückt haben? Wie kamen überhaupt rothgoldene Haare in jene Gegend? Der Farmer Evans bewahrt die Locke sorg sättig aus, ist gern bereit, sie den ihn Besuchenden zu zeigen, aufjencFragcn aber hat auch er keine Antwort.
(Sran ist alle Th orie. Fast gleichzeitig mit dem Congrcß der deutschen Volkswirthe tagt: in England der Social Science Congreß", und geradezu überraschend ist die Strömung, die sich auf den Versammlungen.d'.escr beiden das sogenannte Manchestcrthum vertretenden Vereine bemerkbar 'gemacht bat. BeZde standen unter dcm'Druckder Tagesereignisse und konnten ' sich die, Thatsache nicht verhehlen, daß dieLchren ihrer voikswirthschastlichen. Schule von der Praxis über den Haufen geworfen worden sind. Widerwillig mußten sie zugeben, daß der Staat nicht allein da zu da ist,' Ausschreitungen seiner Mitglieder zu verhindern'oder, wie Laffalle sich ausdrückte, den Nachtwächter zu. spielen, sondern daß er auch die Aufgabe hat, die Schwachen gegen die Starken zu schützen und die öffentliche Wohlfahrt zu fördern. Die deutschen Volkswirthe anerkannten gemiffe Verpflichtungen der Capitalisten gegen den Arbeiter, die letzteren über die Behandlung als bloße Waare .erheben, und der Präsident des englischen Vereins, Herr G.W.Hastings, ging'sogar noch'viel weiter, indem er die Anwendbarkeit unabänderlicher Regeln aus die Volkswirthschaft rundweg bestritt. Anlaß zu seinen Bemerkungen bot ihm die Landgesetzgebung Gladstone's. Dieselbe steht , mit den . Grundlchren. der Smith-Ricardo'schen, Schule, welche die unbeschränkte Verfügung des Besitzers über sein Eigenthum predigt, , in offenbarem Widerspruch, aber da beweist nach Herrn HastkngS' Ansicht nicht,' daß sie falsch ist, sondern daß im Gegentheile obigeS Grundprinzip irrig ist. Mcn-' sehen sind eben mitVerstand und Gesühl, mit Wünschen und Ideen ausgestattet und lassen sich auö diesem Grunde nicht unter Naturgesetze" schmieden, wie die Sterne nus ihrer Bahn durch das Gesetz der Schwere und gegenseitigen Anziehungskrast. Wenn die Masten zwischen einer . ihre Lage , verbessernden Reform und 'den logischen" Ausführungen der gelehrten Bücher zu wählen haben, so ziehen sie selbstverständlich die Reform vor. Hungern sie trotz des sie umgebenden UeberfluffeS.weil sie ihreArbeitskraft nicht verwerthen können, so - wird ihr Magen durch die Theorie nicht be schwichtiai, daß Handelskrisen dieselben Dienste für die VolkSwirthschasi verrichten, wie die reinigenden Gewitter sür die Atmosphäre. Ihre Bedürfnisse sind ihnen das oberst: Gesetz, und das muß jede Wissenschast: berücksichtigen, die den Namen einer solchen verdienen will. , Ein le.tzt es Restchen ter berühmten spanischen Armada, mit melcher Philipp II. 1583 England' erobern wollte, , wurde vor. nicht lanaer Zeit an der Südküste der Insel Wizht aufgefunden und aus dem Meeresboden an's Tageslicht befördert, nachdem es fast 300 Jahre m der Tiefe gelegen. Es ist dies eine. Hinterkaderkanone aus Erz, 'eigenartig gestaltet, mit süns Fuß langem Rohr, daZ mit diesen Etsenringen nach spanischer Manier umwunden ist. Eine gekrümmte Handhabe zum. Stellen und ein svik'er kornartiaer Vilock zum Nickten befinden sich am Hintertheil des Laufes sp 1L tl X. - a r .tjf. .1 ä. ... r t. iin ayriilHks vciajug wiro im uonooner Towcr aufbewahrt. Das bei Black Gang auf Wrght cnfundene Stück bcfin det sich zur Zeit im Besitz eines SammlerS in Southamplon, Mr. WyllyZ Betts
o5 IAls5e. In C a r t e r C o u n t Y, K y., wurde dieser Tage eine mächtige Eiche gefällt, in dcren Inneren drei Fuß über dem Boden und dölitg vom Holze cingeschlofsen ein Stein von anderthald Pfund gefunden wurde. Die öffentlichenSchulen in Petersburg, Va.,wurden vorige Woche mit einer Schülerzahl von 843 weißen und 909 farbigen Kindern eröffnet. - In Long Island City hat der Ma'yzr De Bewoisc die Polneicommissäre'ihrer Aemter entsetzt, weil diese!b:n zu energisch gegen die Spielhöusr und Poolverkäuser vorgingen. Große Entrüstung herrscht unter dem besseren QCtlc der Bevölkerung und man wird versuchen, ie Grand Jury zu bewegen, Anklage gegen fccYi Mayor zu erheben. Herr Patrick Ford in New Bork zeigt in seiner Zeitung, der .Jrish World-, an, daß die Subfcrlptlonen für den Landliga Fond- geschlossen sind; er bat nochmals $17,424 an den Schatzmeister der Landliga, Herrn Patrick Egan, in Paris gefendet und damit eine Geldsammlung, beendigt, die durch Vermittlung derJrish World" allein 342,557 eingebracht hat. 'Was .mit. dieser bedeutenden Summe 'geschehen, ist, das kann "Niemand saaen.' Are iriscke Dienstmädchen und Arbeiter haben sie ? ' " ' t ' . r ? . w ' m. zuammengeoracyr, ie immer reollcy von den Führern-' der Landliqa 'verbraucht worden,' aber dies? Herren haben auch noch nicht einmal die Rechnungen über die Beerdigung, eines irischen Patrioten ydcr eine Robeson'sche Rechnung über den (versuchten) Bau einesWidderschisses auszuweifen, mit denen die Subscridenten . des . famosen , Skirmishing Fond" beruhigt' werden sollten. Dage ' t. . i A. ifl.i'j'N ''i'f t...'..(h.'gen meicci crr sanier s)oro zelnenge treuen 'gänr kühl daß' ine' Landliga nicht mehr ex'stlrt trotzdem 'übersendet er aver oem isazasmettter olcier mmk mehr existlrenden Liga den letzten Betrag von VZ7.424..,: . '- . Einein teressanteBeigabe deö Berichts. ' des , Bundes-Commlssärs für öffentlichen Unterricht ist die Statistl! für öfferitllche schulen in 244 Städten, welchefolgende Resultate aufweist : Gefammt'Einwohnerzahl (CensuS ' von 1880) 10.700,800 'Personen in- schulsähigem ' Alter 2.6L1.498, Zahl der Schulgedäude 4042, Zahl -der Lehrtage 1,02910, Zahl der Lehrer 20.204, ein-.! geschriebene Schüler ii;710,461,. durchschnittlicher täglicher Besuch 1.1(5,703, abgeschätzter Werth des für Schulzwecke verwendeten Eigenthums 588.914,413, Gesammternnahmen 527,480.304. ' Ge sammtausgaben , tz25,074,300. - ' .'Die Durchschnitts - . Ausgaben ., für - jeden einzelnen Schüler für,. Unterricht ;&d Oberaufsicht wechseln zwischen 55.6.3 in Carbondale, Pa., bis zu ?25.88 in Virginia City, Nev., und für Nebenausgaden von HM in 'Carbondale, Pa., bis zu Z11 in Sacramento, Cal. Ungefähr em Sechstel aller Personen im Schulalter, ein Zehntel aller Lehrer und mehr. als em Vleltel der jährlichen Schulauögaben im ganzen Lande kommen auf die angeführten 244 Städte. t t .. - Zu T.a rrytow n, N. N., starb vo?: zwei! Monaten. Stephen Beekman, der ein 6edeutendesVermögen hinterließ, aber aüch'zmci vollständig rechtslrästige Testamentc.'beide am' jelbcn age ausgestellt. ' ' Dadurch hat sich herausgestellt, daß er Gatte Zweier Frauen war zu Gunsten Beider, te st irre und eS ihnen überlassen hat, sich Betreffs VcrtheUung der Nachlasfenschast zu einigen. Es ist nun einem sehr interessanten Prozeß entgegen zu fehen,. da .kerne der berden Frauen sich zu einem gütlichenVergleiche siircheng D i.e..New"V o'r?er :Einwanderungstehörde hat diescr'Tage den 36 jährigen alten, -völlig, flrbeitsnnsähigen Krüppel Ullrich Vruderen auS Urnäsch im Kanton Appenzell, den dessen Heimathsgemeinde. . hcrübcrgeschickt 'hatte, zurückjpedirt.,". . , D r. WY'B ennei t kn .'.M e -ridian, Miss.Mlcher dieser Tage starb, bat in einem von ihm hinterlassenen Testamente Frau und Kinder enterbt' ünd sein gesammtes Vermögen, welches, über 950.000 betrügt, einer farbigen Köchin, feiner gütigen Freundin-, vermacht. ' Unter de.n .'Kühen, jn Rotterdam,'.Scheflcctady, NZZ.ist , daö.sogenannte' Texas-Fieber-.. ausgebrochen und 9 Thiere -sind bis jetzt der Krankheit erlegen. Durch str'enge AbsperrungSmgßregelvz ist es selthcr"lungen, die Krankheit aus den Umkreis, von. einer halben Meile zu beschränken. ,'" ' Der älteste B ürgei? desStaales New' Hampshirs, DavidEvanS, ' ist dieser Tage. in Wakesield gestorben'. "Er war im Mai .773. in Wadbury geboren, erlernte 'die..Schkhmacherprosesston er warb"1807 ejne.Farm beiSakcheld und hat.solche,b!ö vor wenigen Jahren berv eitel. In seinem...hundertsten Jahre wurde er plötzlich lahm und-ist, seit dlefer Zeit nur . noch ; in der'' Nähe ' seines Hauses thätig gewesen " Sein Weib wurde 92 Jahre alt, seine 'Mutter starb 1848 im Alter von 102 Jahren Und sein Vater kurz' daraus im . Alter von 104 Jahren; Er. hinterläßt . außer, seinen Kindirn, Enkeln - und Urenkeln elf UrurEnkel, von denen eine sich kürzlich verheirathct hat. Evans warbiö zum Tage feines Sodes geistig, frisch und pflegte zu sagen, daß er , der .Arbeit Mäßigkeit und feiner ewig guten Laune sein hohes Alter verdanke. In Älezan dtia, ' V a., versuchte voriger i-Woche ein Lebensmüder zweimal an- einm Tage Selbstutord zu begehen, indem er sichvor den Lokomotiven zweier Eiscnbahnzüge aus dieSchifnen warf. .Die Ziige wurden jedesmal rechtzeitig zum Stehen, gebracht der Lebensmüde aber, wurde am zachsten Taae wegen Störung, des Eisenbahnbetriebs bestraft. Am.nüchsten Tage hing sich der IMänn an einem ihm" nicht gehörigen Baume aus; der Ast. an dem er den Strick befestigt hatte, riß und der Attentäter gegen sein Leben wird nunmehr
verständigen will. " Herr Beekman war natürlich !em 'hervorragendes' Mitglied einer Kirchenaemeinbe' ' ' ' '
sogen ' Beschädigung fremden' Eigen thums bestraft werden. Jm Staate Maine wagt es zurZeit kein' ungewöhnlich langerMann, sich außerhalb feines Wohnsitzes zu begeben. Ein Gefangener ist aus dem' dortigen Staat3Zuchthause auSgcbro chen, und die Personalbeschreibung im Steckbriefe besagt weiter- nichts, als daß der Flüchtling 0 Fuß 7 Zoll lang ist. D e n A e u ß'e r un g e n d c r"" i m Castlegarden Gefchäfte treibenden GeldWechsler zufolge ist ,der Reichthum der Einwanderer, und somit der Verdienst jener Firmen,-nicht so gewaltig, wie von vielen Seiten angenommen wird. Man habe früher die Durchschnittssumme, welche. einjedc.Ar.köQmling mit sich führe, auf .$50 geschützt, doch könne man dieselbe nicht auf mehr als $10 veranschlagen, eher weniger. Vor einigen Jahren hatte man einmal den Versuch gemächt, diese Summe auszurechnen und eö sei ein Durchschnitt von 52.75 bis $4.75 herausgekommen. Genaue Statistiken darüber zu führen, sei'indeß ganz unmöglich, da nur ein Theil des mitgebrachtenGeldes inNevBorkmgewechfelt werde;' .das Creditbrief-Sysiem habe in leHter Zeit sich: stark eingebüigert und die Einwanderer, welche größere Summen besäßen) verschafften sich meistens einen solchen von dem Agenten, dem sie die Uebersabrtsbillets abkauften., DZe Methode sei sicherer und' bequemer.'
::r, vr ti ' t ,.v Oo NuS lande. ' ' Der französisch eKri eggminister hat. an..dn . CorpS-Comman danten folgendemRundschreiben 'erlassen : Mein lieber General l Einer meiner? Vorgänger,' der'rühmllch bekannte Marschall Herzog von Dalmatlenerinneiste im Jahre 1844 bir45 die " Armee daran, daß eL ein Verstoß gegen die Regeln der Disciplin ist, wenn die in aktivem Dienst stehenden Militärpersonen in irgend eine Gesellschaft eintreten, was auch der Zweck eines ' solchen Verbandes sein mag.- Die seit jener Epoche in unsere Justitutionen eingeführten Veränderungen mächen die strenge . Befolgung dieses heilsamen Princips nur noch nothwendiger. . In dem, Momente, wo sich allerwärtö im Lande Civil-Associationen bilden, bit', theils von. der Regierung autorisirt, theils nur .geduldet sind, ist tt mehr als je nothwendig, daß die Armce sich entfernt von jedweder derart!gen Bewegung hält, daßdie Armee, stetö ergeben den Jnstiwtionen und Gesetzen des Landes,, keine andere Vtrdindlichkeiten eingeht, als diejenigen, welche der Militärdienst erheisa)t, daß die Armee kein anderes leitendes Objekt habe, c!2 die Fahne, und. daß per.' Soldat, sich un" ter keinerlei Umständen der Autorität seiner Vorgesetzten Entzieht," . 'W Üh r e ndd i e Räd ic al en in der Nyrmanbiz 'cin Denkmal dcö Kö nigs Louis XIV. niedergetlssm haben, wie die Pariser zur Zeit der Commune die Vendomesäule, fährt nan überall in Frankreich , jori, . allerlei Bürgerlichen Statuen M errichten. Die neueste ist in diesen Tagen ' zu' Chatillon sur Loing enthüllt worden zu Ehren des ProsessorS Bccquerel. ES war bei dieser Feierlich ter sogar ein Minister, Herr Cochery, zugegen. Verschiedene Redner sprachen zum Lobe 'des bescheidenen Gelehrten, dessen Namen die wenigsten Franzosen kennen. ' Einer der. Redner, mußte den Anwesenden erklären,' daß der. Physiker Becquerel eine Silbervcrbindung mit photographischen 'Eigenschaften entdeckt habe und deshalb das Denkmal errichtenwerdk. Man wird nächstens ein biographisches Nachschlagebuch nöthig haben, um die Leute kennen . zu . lernen, denen man in Frankreich Bronzestatuen setzt. ' ES ist eine wahre Manie .gewor den; die selbst dem Spotte der Witzblätter. nicht weicht.. , . . , . Ein R ü sa uber. d ie kra nzösische Armee. ' Der Petit Marseillais veröffentlicht eine Unterredung, welche einer seinerMitarbeiter mit dem russischen (Jeneral Leer, Ier. den großenManövern des . 14. und 15 ArmcecorpS gefolgt war, gehabt hat. Jhre Arme," sagte der russische . Militürschriftftelles, bcftnd'et sich gegenwärtig in.einem sehr guten Zustande.! Ich habe einigen Schemgefechten beigewohnt und die richtige AuS führung der verschiedenen. Kombinationen beobachten könnend Allerdings ließen sich einige Fehler hervorheben, aber in s welcher Armee käme dergtei chen ' nicht , vor.?. , WaS. mir desonders ausfiel.V war'., die .Raschheil der .Märsche und " Bewegungen auf den Manöverfeldern, sowie die Marsch diSciplin, lohne, .welche die Regimenter sich auf längerj.Strecken. hinschleppen, was ein , großer'Fehler ist . Hat doch schon der'Makschau von Sachsen gesagt, der Siegest in .den,Beinerr. .Napoleon 1,' ' welcher, der .'größte Kriegsmann der Welt "var.j hat ditse,' Theorie in.Anwen.dung gehrachk, und die "Dtutschen haben eö iym,ittZ Jahre .1870 nachgethan."! !.Gluuey iSie nkcht,. Herr. General, 'daß esunK noch 'viel Zeit und Anstrengung kdsten lvird,"eine Armee aufzustellen,. die lm ' Stande wäre, ünS ' mit ' Erfolg zu vertheidigen Der General; der bisher im "Zimmer auf- . und' abgegangen war, stand still,-sah den Frager in? Gestcht undishrach lebhaft : St besitzen 1a diese, Armee z dtt letzt Manöver haben mir ttes deutlich bewiesen." Wir könnten also heute, ohne vorlaut, u sein, den Kampf beginnen?" 'Der General bejahte. dies auf das Bestimmteste.' . Da es in letzte rZeitnehrfach' vo'rge komme, daß' schweizerische Fabrikanten in Zuyiderhandlurg gegen daS eue BundeSaesetz - betreffend Garaniit deS Felngealts.' von Gold und Silberwaaren? auf. ihren Erzeugnissen einen Feingehaltarad angegeben, ohne dieselben in geseltcher, Weise controlire, und abstempeln zu lassen, oder andere FeingehaltSgrade vermerken, ohne, ihre Marke , oder ihr, FabrirationSzeichen beiÄsüaen,'.od ersuch an iZren Erzeugnissen Bezeichnungen ' anzubringen, die nach den gesetzlichen Bestimmungen unzulässig sind, so hat der BundeSrath ein Kreisschreiben an die Cantone zu erlsffen be-
schlössen, das diese gegen solche GesetzesÜbertretungen mit aller Strenge dorzu gehcsl auffordert. Die Strasverfolgung konn in solchcnIü2en scwohl aus Antrag der cantonalcn als auf Antrag der eid genössischcn Behörden unddcr aeschädig tsn Partei erfolgen. DieUntersuchung gegen Overdank, der ein Attentat auf den Kaise? von Oesterreich unternehmen wollte, wird in Trieft nur infofcrne geführt, als es gilt, den Verschworenen und dcmSitz der Verschwörung auf die St'ur zu kommen. Overdank 'machte Anstalten, seinem Leben durch Erhängen ein Ende zu machen. Sein Zellengenosse entdeckte dasVorhaben des Gefangcr.m, und seit dem ist der Deserteur und Bombenmann unausgesetzt von einem Wärt?: bewacht. Es ist nun nach den E:helu.gv'n, welche von italienischer Seite i Udin: und in den Grenzorten gepflogcn wurden, cr-' wiesen, daß sich eine Schaar von etwa 20 Triestiner Jünglingen, zumeist Teserteuren, ehemaligen Einjährigfreiwilli gen des 17. und 22. Regiments, vor ei nigen Wochen in Udine zufammcngcfunden und beschlossen habe, die Kaisertage in Trieft durch einen verruchten Anschlag zu stören. Der Mann, unter dessen Aussicht und Leitung die Bomben hergestellt wurden, soll ein Russe sein, der einem anarchischen Verein in Kiew angehört und in den letzten Tagen in Udine gesehen wurde. Es wurde wahrscheinlich geloost, wer 'yach Tricst gehen und den Plan zur That werden lassen solle." Overdanks Name ging auö der Urne hervor, und sein Begleiter meldete sich freiwillig.
Die Erössnung des Gotthärdverkehrs hat die nationale Eifersucht Frankreichs aus Deutschlands Handelsund Jndustriestellung erklärlicher Weise stark erregt. . Es findet daher eine von Amedoe Martcaü im Auftrage des frü heren Ministers Frcycinet ausgearbeitete und nunmehr veröffentlichte Studie über den Gotthardverkehr und über die gegen denselben zum Schutze der sranzösischen Interessen zu ergreifenden Maßregeln allgemeine Beachtung. Der Autor findet, daß die Gotthardbahn den eigenen Verkehr Frankreichs mitJtalien Hinsicht lich industrieller Erzeugnisse beeinträchtige, serner den direkten Verkehr Englandö und Belgiens mit Italien und umgekehrt von den französischen Linien abzulenken drohe. Als Heilmittel gegen diese drohenden Gefahren schlägt Marteau vor, die PariS-Lyon-Mittelmeer-bahn habe vorerst ihre Tarife auf gewisse Artikel, wie z. B. rohe Baumwolle, zu ermäßigen; ebenso auf Baumwoll stoffe und Seidenstoffe, welche die Schweiz nach dem Orient liefere und de ren Marseille im Jahre 1881 293 Tonnen empfangen und eingeschifft habe. Mehr als dieses werde jedoch die Erbauung des Simplon-Tunncls nützen, welche entschieden vor derjenigen des Montblanc den Vorzug verdiene. Deutsche Loöal - Nachrichten. Göttin gen, 23. Septbr. Geh. Medizinalrath Prof. Friedrich Wöhler ist heute in Folge eines Darmcatarrhs verschieden. Geboren am 31. Juli 1800 zu Escheröhcim bei Frankfurt a. M., besuchte er die Universität Heidelberg und studirte Medizin, wurde aber durch den Schweden BerzeliuS veranlaßt, sich dem Studium' der Chemie zu widmen und mit ihm als Assistent nach Stockholmu gehen. In 1825 wurde er an die Poly--technische Schule zu Berlin berusen, aus welcher Stellung ihn 1831 die in Berlin herrschende Cholera an die Schule glei chen Ranges in Kassel vertrieb. In diese Zeit fallen seine Epoche machenden mit Liebig gemeinsam ausgeführten Arbei ten, welche die organische Chemie begründeten. Seit 1830 wirkte cr als Prosessor an der Universität Göltingen bis zu seinem heute erfolgten sanften Tode. Bern, 20. Scpt. Heute starb hier nach einem kurzen, abcr arbeitsvollen und wirkungsvollen Leben, kaum 47 Jahre . alt, der Regicrungsrath Albert BitziuS. Er war der am 6. November 1835 im Psarrhause zu Lützelflüh geborene Sohn des durch seine Erzählungen aus dem BernerVolkslcben weitbcrühmten .JeremiaS Gotthels" (f 1854) und hatte, wie sein Vater, Theologie studier. In Twann am Vieler See begann er 1807 seine Thätigkeit für die Sache der Reform ; 1878 berief ihn der große Rath von Ben in die Regierung des CantonS und übertrugihm die Leitung des Er-ziehunaS-und GefSngnißwesenS. Auch als Mitglied des Ständcraths wer er ein unermüdlicher Arbeiter und Vorkämpfer für jeden Fortschritt aüf politischem und religiösem Gebiete. ! Strelitz, 27. Sept. Ueber die Deutschfeindlichkeit, welche der Hof von' Mecklenburg-Strelitz . und ein Theil der Bevölkerung dieses LündchenS zurSchau trägt wird von hier berichtet: In Schönberg fand die Sedanfeicr bei den Machthabern der Schule sogar offene' Bekämpfung. Zwei Flaggenstangcn mit schwarzweißrothen Flaggen,: welche- der dortige KampfgenoffenVerein vor demRcalschul-Gedäude hatte ausrichten lassen, wurde aus Befehl des Direktors derRealschule durch denSchuldiener wieder entfernt. Die Trommeln undPfeisen der Stadtschule wurden zum Gehrauch der Schüler im Festzuge versagt und der Kampfgenossen-Vcrein ließ daher solche auö Lübeck kommen, um damit das Trommler- und Pfeifer-Corps der Turnschüler aukzurüsten. Ausgefallen ist es, daß für die ganze Zeit der Herbstübungin der 17. Division, welche in diesem Äahre zum ersten Mcrle im Großherzogthum Mecklenburg - Strelitz abgehalten werden, die ganze großherzogliche Familie auf Reifen gegangen und dadurch verhindert ist, den Ossicieren und Mannschaften der Division ihr Interesse an diesen militärischen Uebun-gerr-zu bekunden. , Au erb ach, 20. Sept. Gestern hat der Harmonikaarbciter Gabriel Meinel von Obersachsenbnrg auf offener Straße in Brunndödra seine Ehefrau, geb.Pclz,
