Indiana Tribüne, Volume 6, Number 22, Indianapolis, Marion County, 10 October 1882 — Page 2

Vndianü Mbüns. Sägliche- nud SsQÄtagsasgaöe.

Offfcc: tt2S. DclawcireStr. iKr'eretl r? gecnni'.-cla.s matter at thu. rYwtofficc at Invlianapolis, Indiana.J TvbonncincntS'rcilc: cSßlicie xiögabe ... .12 tfl. rer Woche. 5onntcic5cu?Gibc 5 Cts. pcrsaimmer. Beide zusammen.... 16 tr. per'Aoche. Das Tagdlatt erscheint jeden 'vUijmita? um ...4 Uhr. Die onntaggauSgab erscheist des Margen. Tribune Publishing Company. Indianapolis. Ind., 10. Oktober 1832. Demokratisches JL .i. T r -fr . TSSLH-V 5 (V ZZ2r StaztS.Sekre!: WilliamR. Myer?,don Madison. Für StaatZ.Audlio?: -James H. Rice, dsnFloHd. Für StaatZ. Schatzmeister: John I. C o o p e r, don Marion 3ür Staatz.Lchulkuxeri'tndkn: John W. Hole ombe, von Porter. , -s I Z2r Serersl'Anwalt: 3 c i n x U H o r d, don Dartholomew. Für Zltil der Supreme Touri: Simon P. S h e e r i n, don Caß. ZZÜ? Richter der Suxreme-Court: l . Distrikt W. E. N i b l a ck, von Knor. 2 3. , -George V. H o w r, von $ioüt -ANen Zollars, von Allen. 19. f5rtck,t.Vezlrk. - Für Richter: Alexander C. Ahreö. ' . V. ,,ür Staatt'Anwal: : Frank M. Wright. rtür Tongreß. 7. Diftr.kt. lEMUiam E. English. DkmrkratlscheS Sounto.Tlcket. - Fär Senator. Dr. W. B. Flctcher. m. - Repräsentanten: ,.Jrsse Whttsit, . ''.IohnN.Wilson, 4 (Zlisha I. Howlaud, William D. Bynnn 25hn C. Fenitcr. , County-Commifflre: ,1. Dislr'tt Richard Srhnrur. M "'Henry Cimbcr. 8. 1 Joseph Lostin. et!: " Robert L. Mc'Ouat. S&sriff: Daniel A. Lcmon. Schatzmeister: Eli Heinch. i Auditor: Thomaö H. Lienocrg Rrcorder: CornelinS Kelley. Coroner: Dr. C.N.Metcals. Erimwal:Richter: Prerce Norton. Tutrior'Eourt Nichter. - R. V. Tadlor, John A. Holraan, Frkderick Heiner. Surveyor: D. 33. Hosbrook. . i Auf dem breunenden Dampfcr Herr I. C. While von Chicago war ein Passagier auf dem Dampfer Robert E. Lee", der am 30. Cept. auf seiner Fahrt nach New Orleans 20 Meilen unterhalb Vicköburg verbrannte. Er war erst am Abend zuvor an Bord gekom meound sein Name ist daher weder un rer den geretteten, noch unter den ver mißten und umgekommenen Personen aufgeführt. Er schildert seine Beobach tungen während der Katastrophe wie folgt : .Ich schlief in einer Cabine, die sich gegenüber ccnenigcn meines Freun des E. H. Pointer von Malysville, Ky., befand. Gegen Morgen wurde ich durch heftigen Lärin, der von dem Verdeck, in dem sich die Maschine befindet, herauf tönte, aufgeweckt. Ich lies hinunter. ede? der Lärm schien sich gelegt zu s 'in, und von eioee: Feuerschein, der sich im Wasser abiplegelte, uahm ich an, der selbe komme aus den geöffneten Feu erungen unter den Kesseln. In Betreff des LärmS, den ich geHort hatte, glaubte ich, derselbe sei von einem Streite unter der Schiffsmannschaft veranlaßt wor den. Die Maschine arbeitete wie ge wohnlich, und dasSchlff bewegte sich re gelmäßig vorwärts. Ich hatte das Ge ühl ? völliger' Sicherheit, kehrte nach meiner Cabine zurück, war aber kaum in derselben angekommen, als ich den Ru) : Feuer, Feuer, das Boot brennt r ver nahm. .Schnell zog ich meinen Rock an. und kaum hatte ich meine Cabine zum zweiten Male verlaffen, als ich Flammen aus den Fenstern der ttuche hervorbre chen sah. Ich lies zurück, weckte meinen Freund Pomter, der, während ich ihn heftig rüttelte, noch im Schlafe vefan gen war, Diebe!- und .Hülfe!- rief, und und riß ihn aus dem Bette. Um diese .Zeit hatte sich bereits die ganze Cajüte mit Rauch angefüllt, es fiel mir aber ein, daß ich meine Uhr und meine Brief tasche unter dem Kopfkiffen meines Bet tes gelaffen hatte, und es gelang mir, diese Sachen an mich zu nehmen und durch die nach der Oaücuc führende Thur ins Freie zu gelangen. .Das .ganze Schiff stand bereits in flammen,' und der dichte Rauch gestat tete nicht, irgend etwas von denVorgän gen auf dem Schiffe wahrzunehmen. Ich ergriff einen der am Haupteingange zur Cajüte hängenden RettungLgürtel und drang durch den Rauch nach der dem Ufer zugekehrten Seite der Gallerie durch.' Die Maschine arbeitete noch und das Boot steuerte nach dem Lande lu. Die Rettung schien nahe, doch gestattete mir die zunehmende Hitze nicht, auch nur eme ecunoe langer auf mememStand punkte zu verwetten. . Ich kletterte an der veile des Schiffes hinunter, ließ mich in das Waffer, hinab und, als ich nach kurzer Zeit Grund unter mir fühlte, blickle ich nach dem brennenden Schiffe zurück.' Deutlich hörte ich das Knistern der Flammen, die in dem trockenenHolze und der Oel färbe, mit dem dicö bestri

$cn war, furchtbare Nahrung fanden, dcs Krachen der Ballen, das Läuten der SignalglzSe und zwischendurch das V:?zn?5lflungsgcschr?i von Männern, Frauen und Kindern. Dem Steuer mann Stout gelang es mit genauer Noth, das in Flammen gehüllte Steuer Haus zu verlassen und von der unteren Gallerie des Schisses ins Wasser zu springen. Pointer sah ich zum letzten Male, wie er, von Flammen umhüllt, aus dem Räderkasten stand und nach einem Rettungsboote schrie. Ein solches war vom ande abgestoßen, ehe es aber das Schiff erreichte, brach ein Theil des selben inix dem Räderkasten zusammen. Unter den Personen, die, bewußtlos im Wasser ausgefifcht wurden, befand sich Frau Dan Seerles, die einen Ret tungsgürtel angelegt hatte. Dieselbe war mit ihrem Kinde imArme über Bord gesprungen, war bewußtloZ geworden und die Wellen hatten ihr das Kind aus dem Arme genommen. Gleichzeitig mit ihr hatte Fräulein Allen cu8 Cincinnati einen Rettungsgürtl angelegt, ' Frau Scerleö wußte aber .nicht, ob diese das Äasser erreicht hat oder verbrannt ist."

Auf dem Pferdemarkte Weun man in New Nork auf der 3. Hochbahn über die. 24. Straße dahin ahrt, braucht man nicht bekannt in der Stadt zu sein, um zu wiffen. daß man ich m der unmittelbaren Nähe eines großen Pserdemarktes befinden muß. Unser GeruchSorgan wird von Ammo nium und den sonstigen dem Pserdestall eigenthümlichen Gerüchen assicirt, und Niemand wird es bereuen, die Hochbahn verlaffen zu haben, um einen Blick tn das charakteristische Treiben in diesem Theile der Weltstadt zu wersen. Breit sind die Thorwege der Stallungen, welche sich an beiden Selten der Straße hinziehen ge öffnet ; da wird ein gepfefferter Gaul ei nem Vetter vom Lande vorgeritten, dort preist ein Roßkenner die Vorzüge eines Doctorgauls dem jungen Arzte an, dem eine Praxis zum ersten Male gestattet. auf den Pserdehandel zu gehen; neben einem anderen Stalle wird geputzt und gestriegelt, unjd wieder aus einem ande ren schallt d:e heisere Stimme deö Auc lonators. Schüchtern und vorsichtig ieht sich ein alter Hausirer unter den billigen Pserden um, die nicht einmal ur den Markt mehr besonders hergerlch et, nicht mehr auf künstlichem Wege mit allerhand Schönheiten nnd guten Eigen chaften ausgestattet werden. In man chen dieser Ställe werden jährlich 12 bis 20,000 Pferde verkaust. Die Agenten der großen Pferdehändler kaufen in Ca :ada, in den Neuengland Staaten, in den Mittel'Staaten, im Süden und Westen die Pferde auf und bringen sie nach New Jork. Seit Jahren schon werden aus Frankreich normannische Pserde und Percherons eingeführt und Heus von den Expreß-Gefellfchasten und Brauereien mit Vorliebe verwendet. theils an Pferdezüchter verkauft, um diese schwersten und kräftigsten aller Pserderacen im Lande heimisch zu ma chen. Je mehr sich diese Pferde einem Gewichte von 2000 Pfund nahern, desto mehr sind sie gesucht. Die hochfeinen Luruöpferde werden aus jenem Pserdemarkte nicht gesunden, sondern in besonderen Etabliffements in verschiedenen Theilen der Stadt gehal ten. Auch die Straßenbahnen pflegen ihren Bedarf anPserden nicht von jenem Markte zu beziehen, sondern haben wenigstens die reichsten Gesellschaften unter ihnen ihre Agenten in verfchie denen Theilen des Landes; sie brauchen leichte, aber dauerhafte und schnelle Pserde, die ein Durchschnittsgewicht von 1,100 Pfund haben. . In befonderen.ausBrettern errichteten und überdeckten Bahnen werden diePfer de, welche die Agenten der Roßkämme nach New Jork bringen, eingebrochen. Obgleich, wie angeführt, die eigentlichen Luxuspferde aus dem Markte nicht zu finden sind, giebt eö doch taufende von Pferden daselbst,' die emen sehr hoben Werth reprüsentiren. Von diesen geht eS abwärts, durch alle Qualitäten hin durch bis zu armseligen, alten Geschöp fen, bei denen der Laie sich verwundert fragt, wie diese Thiere überhaupt noch irgend welchen Werth haben können. Der Mensch nutzt aber die Creatur auS, bis diese aus der Straße liegen bleibt oder ihrem Freunde Bergh die Erlösung von ihren Qualen verdankt; auf An regung des Letzteren wurde im vorigen Jahre die Tödtung ' von mehr als 1.50 altersschwachen Pserden verfügt. Tie Ctttwicktlung dlr Freih it in Amerika." Der englische Culturhistoriker Thomas Buckle hat bekanntlich den Grund zu einer neuen zeit und sachgemäßen Behandlung der Geschichte gelegt ; er hat zuerst den Weg gezeigt, den man zu betreten hat, um zu philosophischen und culturhistorischen Resultaten der. Ge schichtssorschung zu gelangen. So lange man die Geschichte als einen Catalog der Weltbegebenheiten betrachtete, war dieselbe nicht im Stande, .den Einfluß die ser Begebenheiten aus deren Zeitgenossen. noch weniger die Mitwirkung der selben zur Gestaltung der Zukunst zu lehren. Im Geiste Buckles hat Grecnough Scott in seinem soeben erschienenen Werke : Die Entwickelung der consti tutionellen Freiheit in den englischen Colonieen .von Amerika- die Geschichte der Ver. Staaten aufgefaßt. Er hat nicht neue Thatsachen ermittelt und er sorscht, sondern er beleuchtet, wie die bekannten geschichtlichen Ereignisse durch die veränderten. . Anschauungen der Menschheit nothwendig wurden, und wie sich diese Ereignisse in ihrer Ausein dersolge gegenseitig bedingten. So be ginnt er mit dem Nachweise, daß die Bildung und Entwickelung der Ver. Staaten die directe Folge derjenigen Bewegung der Geister war, die wir unter dem Namen Reformation" zusam menfassen. Die in der Reformation

zueist mit Bewußtsein g?st:!Ite Förde, luv.c; der freien Fzrschun blieb nicht bei 5er Erforschung kirchlicher und religiöser ,Wahrhci!en", von der sie au5o?gangc7. xar, stehen, sondern verbreitete sich na turgcmäß aus das politische und wirthschastliche Gebiet.

r Scott's Werk ze: äut in drei Theile. Der erste behandelt die Periode der con stitutionellen Entwickelung in England, welche, von der ZeitCarls I. beginnend, nach Cromwell's Protectorat mit derje nigen Entwickelung endigte, welche an Stelle der vorher zerstörten Jnstitutio nen neue politische Einrichtungen m's Leben rief. Der zweite Theil behandelt die Perlode der staatlichen Entwickelung n .Amerika, stellt die Systeme der Colonisirung, wie sie von den Griechen und Römern, .den Franzosen und den Eng ändern durchgeführt wurden, nebenein ander und beleucht:! die Ursachen, aus denen die Franzosen, die früher als dk Engländer in zahlreichen Niederlaffun gen über das nordamerikanische Conti nent verbreitet waren, so gerinne Svuccn ihrer Anwesenheit zurückgelassen ha den. Ver dritte 2ym bespricht die Entwickelung der konstitutionellen Freiheit in Amerika und weist nach, wie die Borgänge vor dem Unabhüngigkeits kampse nothwendig zu diesem führen mußten. Gold. .' Die kühnsten Träume der alten cali sornischen Goldsucher, die gewagtesten Behauptungen phantastischer Schwärmer' über die in der Erde noch verborgenen Schätze edlen Metalles sollen durch die Entdeckungen übcrtroffen worden sein, welche Capitän Burton .und Commandeur Cameron an der sogenanntenGold küste von Asrika gemacht haben wollen Ihrer Behauptung zufolge kommt die Region sechs Californias- gleich, und lhreBerlchte haben m England ernGold fieber hervorgerusen, das .nur durch die Furcht vor dem cigentlichenFieber etwas gedämpst wird. Bestätigen sich die Mittheilungen der beiden Seefahrer, so würde in dem Werthverhältniffe der beiden edlen Me talle unter einander und in dem Werth verhältniffe des Goldes zu andern Waa ren eine wahre Revolution entstehen. Das seit. 1818 in Calisornien gefundene Gold hat einen Werth von ungefähr N,500,000.00tt. Sind also die Gold selber in Asrika sechsmal so reich, so müßten daselbst in demselben Zeitraume Z9,000.000,000 Gold, d. h. neun Mil liarden, gesunden werden. Diese Sum me übersteigt um 36 Procent den Ge sammtvorrath an Gold, der am 1. Jan. 1882 nach statistischen Berechnungen in der ganzen Welt vorhanden war. Er geben nun die übrigen Minen auch nur dieselben Resultate, wie bisher, etwa Z93.000.000 jährlich, so wurde das in 31 Jahren einen weiteren Goldzuwachs son 3,230,000,000 und eineGesammt Vermehrung des Vorraths um $12, 230.000,000 zur Folge haben. ES wäre demnach in 31 Jahren doppelt so viel Gold im 'Verkehr als jetzt. Fast der selbe Zuwachs hat seit 1L18, . d. h. seit der Entdeckung der kalifornischen Minen, stattgefunden, und der Tauschwerth des GoldeS, d. h. sein Werth im Verhältniß zu anderen Waaren, ist seit jener Zeit um nahezu 25 Procent gesunken. Er wäre noch mehr gefallen, wenn nicht ver schiedene Länder die Goldwährung eingeführt hätten. ' Unsere Handelsflotte Den von dem Congreffe mit der Un tersuchung der Gründe, welche den Ver fall unserer Kauffahrteischifffahrt herbei geführt haben.beauftragtenCommiffären, m i ' s r n . i . . . t c. rselcye oemnacysl lyre Tilgungen wleoer um aufnehmen werden, ist von dem statt stifchen Bureau eine Uebersicht über den früheren und den gegenwärtigen Stand unserer Handelsflotte zugegangen, wel che sehr deutlich sprechende Ziffern, ent hält. Der Gehalt unserer .im überseeischen Dienste beschäftigten Handelsschiffe betrug im Jahre-1864 1,502,201 und im Jahre 1881 1,678.371 Tonnen. In der elben Zelt hat sich der Gehalt der ausländischen, den größten Theil des amerikanische - Handels vermittelnden Schiffe von 1,782.319 Tonnen aus 5. 224,282 Tonnen erhöht. Unsere Schiffe weisen, sonach eine Vermehrung um X2 Prozent, die ausländischen Schiffe eine solche um nahezu 200 Prozent nach. Ver Gehalt unserer Dampfschiffe stieg in derselben Zeit'von 153.230 T.'auf 1,240,578T., hat sich mithin nahezu verachtfacht, während der der ausländischen Dampfer statt einer Capacität von 728700 T. im Jahre 1864 im Jahre 1881 auf eme solche von 7,437,110 T. angewachsen ist, der Gehalt sich mithin ver zehnfacht hat Im Jahre 1857 verkehr ten amerikanische Schiffe mit einem Ge halte von 3.481.944 T. und ausländische Schiffe mit einem solchen von 1,360.983 T. in unseren Häfen und war sonach der Tonnengehalt der amerikanischen Schiffe zwei und einhalb mal so groß als der Gehalt der auslandischen. Im Jahre 1831 betrug der Gehalt der amerikanischen Kauffahrer 2,919,149 T., der ausländischen, die in: unseren Höfen verkehrten 12,711,392 T., übertraf somit den Gehalt der amenkam sehen Schiffe um mehr als das Vierfache. Im Jahre 1831 wurde ln unfern Ha fen ein um 13 Procent geringerer Ton nengehalt amerikanischer Schiffe regis trirt, als im Jahre 1857, verkehrten aber neunmal mehr ausländische Schiffe m unseren Häfen, als im letztgenannten Jahre. ' , ' Während der ersten 6 Monat.e des laufenden wahres liefen im Oasen von Rouen in Frankreich 1,700 Schiffe ein unter diesen befanden sich 142: aroße Schiffe, die der amerikanische Consul in Rouen m feinem Berichte einzeln auf sührt; von diesen waren 93 britische, 13 scandinavischk. 11 französt che, 7 oster reichische, 5 italienische, 3 deutscheSchiffe und ein einziges amerikanisches tfabr im-.

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Die Jcrnon. Bürger welche die von M O u n t Opfer bei meisten h i.ii v,mi.uuuii'dvuiuiitu jut iui "iumui i y s 4 r a i a . f Tunnel zu beklagen hatten, haben dieser Tage, in einer Massenversammlung ge gen die Mißverwaltung aus der Newl Z)ork, New Haven und Hartford-Bahn protestier. In geharnischten Resolutionen tadeln -sie. die ungenügende Anzahl der Angestellten, den Mangel an Disciplin unter denselben, den niederträchtigen Geiz der Verwaltung, der sich unter. Anderm auch in der ungenügenden Beleuchtung des Tunnels tundgethan hat. Ferner wurde beschaffen, die Legislatur des Staates um Erlaß eines Gesetzes zu ersuchen, welches die Babn geseuschaften in. Zukunft zwingt, für edeL bei einem Bahnunfalle verlorene Menschenleben $10,000 Schadenersatz zu bezahlen. Die Liebe. ach, die Liede!Lizzie Rose. 17 Jahre alt, stab dieser Tage m Philadelphia aus Gram über nicht erwider e leidenschaftliche Liebe zu einem 19jährigen -jungen Manne Na mens Anton Muckcnsturm, einem Ju gendgespielen, der ihre Briese unbeantwortet ließ und ihre Geschenke zurück sandte. Vor einigen Wochen wurde sie von Krämpscn befallen, und seither lag sie im Delirium, lachte, schrie und rief r - v s. . ' . so:iwa?rc,no nag .ony . . le vierzic erklärten ihr Leiden, dem sie, wie er wähnt, erlag, für Hysterie. " Von Boston kommt die son derbare Meldung, daß in den Sommer viller Glaswerken Knaben angestellt sind, die am Montag um höheren Lohn aus standen, am Dienstag ab?r wieder zur Arbeit zurückgekehrt sind, weil' der Po llzeiches ihnen gedroht, sie andernfalls zum Schulbesuch zu zwingen. O hohe Weisheit, die Kindern die Schule alö trafanstalt zeigt ! Der frühere StadtvaterR B. Jor.es zu Raeine in Wisconsin rauch te vor einigen Tagen eine Cigarre, al plötzlich eine Patrone, die in die Cigarre eingewickelt war, erplodirte. Dem unglücklichen Raucher - wurden die Zunge, die Lippen und die innere Mundfläche arg zersetzt. , Jones weiß nicht, von wem er die Cigarre bekommen hat, und will sie schon'mehrere Tage vor dem Unfall in der Tasche herumgetragen haben. Der Farmer A lbert Kais er von Missicott, Manitowoc. Co., Wisc., arbeitete neulich, von seinen Kindern umgeben, auf dem Felde, als plötzlich ein riesiger Adler herniederschoß und sein zweijähriges Söhnchen davonzutragen versuchte. Der Farmer griff das Un gethum mit seine Spaten so energisch an, daß dasselbe es bald für gerathen hielt, sich davonzumachen. Groocock, Sylvester & Hil ton heißt die Firma, welche das be rühmte Stewart'sche Geschäst in New Jork, soweit rs den Großhandel anbetrifft, fortsetzt. Das Detail-Geschäst ist gänzlich eingegangen. Die neue Firma hat soeben das große Gebäude am obe ren Broadway bezogen. Hiltön ist be kanntlich einer der Haupterben Stew ari'S. Der Name Stewart verschwin det. ' : ' : - I n T ex a L geltenHeirathen zwischen Weißen und Farbigen als Cri minalvergehen. Zu- DallaS heirathetc neulich der Advokat Eldrcs ein Mulat--ten-Mädchcn und hat nun im Gefängniß seinem Prozeffe entgegenzusehen. . Die John H op klns-Univer'-sität in Baltimore ist dieses Jahr noch viel stärke? besucht als nongeß, und da im Luuse dcs Jahres das große Labora torium fertig werden soll, erwartet man noch weiteren Zulauf.- Die Gebäude bilden eine kleine Stadt für sich am öst lichen Ende der Stadt, und die '.Anstalt muß für den Suden eine große Pflanz schule höherer Bildung werden. . . Jerry voxroertn einer oer letzten Nächte mit dem Gesängniß in Nashville, Nash Co N. C , verbrannte. war ein! allgemein gefuechteter Despe rado, Er war der Rädelsführer bei dem Mordendes Worley'schen Ehepaares- in der -Nähe von Goldsboro im Frühjahr 1878. Mehrere der sog. SDamp'Neger hatten Worley aus, dem Hause m.den Hof gelockt und ihm dann den Schädel eingeschlagen. Als Frau Worley auf das Hülsegeschrei ihres Gatten diesem zu Hülse eilen' wollte, wurde sie von den brutalen Kerlen ergriffen, in Gegenwart ihrer kleinen Kinder geschändet und'dann todtgeschlagen. ' Bei dem Processe der Schuldigen 'trat Cox als StaatZzeuge aus, und vier ' seiner Spießgefellen wurden zum Tode verurtheilt . und gehängt.. Er entkam damals, dem Galgen, aber nur mit knapper Noth der Lynch Justiz. ' Nachdem 'er dann vier Jahre' ' verschollen, gewesen war, tauchte er nal,e Brattkeboro wieder aus. wo er am 19. November v. I. em tief gesunkeneS-weißesFraüenzimmerNa mens Mary Hawkins, mit welcher er in wilder Ehe gelebt hatte, aus Eifersucht ermordete und nachher, um den Verdacht 'des Verbrechens von sich abzulenken, die Leiche af das . Eisenbahngeleise, legte. Cox wurde aber in der Nahe der Mord scene entdeckt und verhastet ;' er wurde deö Mordes schuldig befunden und ver urtheilt, am 20. September gehängt zu werden. Die Bollureckung des Urtheils wurde indeß in Folge feiner Appellation an die Supreme Court verschoben. Cox hatte mehrfache Versuche gemacht, den Gefängnißaufseher zu ermorden, und die weißen wie die schwarzen Bewohner der Nachbarschaft hatten oft gedroht, ihn' zu lylqen. ' ' - Billige res Brod und billi ges Fleisch ! heißt jetzt die Parole. -Ge traide-, Mehl- und Fleischpreise weichen allenthalben. - Der Mehlpreis ist bereits um mehr, wie ZI pro Faß gefallen, und wenn erst das neue Mehl in den Markt, kommt, wird's vermuthlich noch billiger werden. V'or einem einzige n Ge richte in Massachusetts kommen in der

eben eröffneten Sitzung 120 EhescheidungsfZlle vor. Die Bankees thun ihr

Möallchues, um der e!t zu dcwcl'.en. daß sie an der Spitze der moralischen Bewegung unserer Tage marschiren. Gleichzeitig kommt die Nachricht, daß in Maffachuscils binnen wenigen Wochen mehr als fünfzig Einbrüche verübt wor den sind. Die Einbrecher und Diebe kommen wohl nicht ausMaffachuset!L(?), sondern sie werden gewöhnlich fir Ein gewanderte ausgegeben ; aber sie sind merkwürdig bewandert in den Oertlichkclten, wo eö etwas zu stehlen giebt. In Boston sind in den zwölf Monaten bis Ende September durch Elevatoren mehr Unglücksfälle veranlaßt worden, als du:cb die Eisenbahnen im ganzen Staate Maffschnsetts. John Schilensky und Anton Koasawba,- zwei Polen, bei Martin Borowick in Lcmont, Jll.. wohnhast, sind am 3 ). September in ihren Betten verbrannt. Beide hatten ziemlich viel getrunken und sich wahrscheinlich mit brennenden Cigarren zu Äett gelegt. das Bettzeug hat Feuer gefangen, und Beide sind durch den entstehendenQualm erstick: . Dem' Hauswirthe und seiner Familie' gelang es, durch die Fenster zu entkommen. Das aus brannte me der, und v?n den beiden Polen .konnten nur noch einige verkohlte Knochen auf gesunden weiden.. Ooz. Auslande. In Paris starb f o m 1 8. Sept. nach längerem Leiden der bekannte Herausgeber der Französischen Correk pondenzV.Dr. Emil LandLberg. Ein ausgezeichneter Kenner der französischen Verhältnis) e, erwies sich, der Hingeschiedene, der mit einer gediegenen wiffen schaftlichen Bildung große Begabung für den journalistischen Beruf verband, alö ein gefuchter Mitarbeiter deutscher Blätter Besonnenes Urtheil konnte ihm 'nicht 'minder nachgerühmt werden als der gewissenhafte Ernst, mit dem er seine Ausgabe erfaßte, wie er denn auch allen denen, die ihm näher standen, in der französischen Hauptstadt ein liebenswürdiger, zuverlässiger Betather war. So wird dem'Verstorbenen nicht blos in der deutschen Presse ein ehrendes Andenken bewahrt bleiben. E in nor wegischer Missionär berichtet aus dem Zululande, daß er während des Krieges 20 . erwachsene Zulukaffern getaust habe, und, daß noch 30 andere sich .zur Tause würdig vorbe reiten. Tages- 'und Abendschulen entfalten eine rege Thätigkeit. E S i st je tzt e be nf o wie in der englischen Marine für gewisse Ausnahmsf alle die Stelle eines Commodore auch in der deutschen Kriegsflotte eingeführt worden. Die Capitäns zur See, welche außer dem Befehl über ihr eigenes Schiff auch noch das Commando über andere diesem beigegebene kleinere Fahrzeuge führen, sollen Rührend der Dauer dieses CommandoL den Titel einesCommodore erhalten und den Commodore Ständer am Top . ihres eigenen Schiffes zu führen berechtigt sein. Augenblicklich führen den Commodore-Tilel, der dem Rang' eines Obersten in der Landarmee, der eine Brigade befehligt, entspricht, der Capitän zur See v. Blanc, der das deutsche Geschwader in den ostasiatischen Gewässern commandirt, und der Capitän zur See Frhc. v. d. Goltz, Befehlshaber deö aus zwei Corvetten, drei Kanonen booten und einem Avisodampser gebildeten Geschwaders der deutschen Flotte in den ägyptischen lind: syrischen Gewüffern und dem Canal von Suez. W i e Ar ab i Bey sich so urplötzlich in einen ArabiPascha verwandeln konnte, erklärt sich) durch ' die Mittheilung des Herrn enrict, daß man. im Gebiete des Sultans .so leicht Pascha werden kann, wie , in'" den Ver.. Staaten Käpt'n. Es ist lediglich ein Ehrentitel der jedemPolizisten verliehen werden kann und jedem europäischen Abenteurer verliehen wird) während mancher CabinetSminister mit dem bloßen Effendi zufrieden ist. Gerade wie bei'unS, wo auch mancher Wardbummler .KSpt'n , ist und kein einziger Minister auf , diesen Titel Anspruch er heben kann.. Ob es auch eine Bezeichnung giebt die unserm Schenncrül entspricht,,' können wir aus dem Vortrage des Franzosen nicht ersehen - Elektrische Beleuchtung d.?r" Leuchtthürme. Im französischen Aautenmmisteiium beschäftigt man sich damit, daß Gesetz vom April d. I. bezüglich Einführung des elektrischen Lichtes für-, die Leuchtthürme an den französischen Küsten durchzuführen.. Die Aus gaben' sind für. diesen Zweck aus acht Millionen Franes festgesetzt worden, die aus zehn Jahre zu vertheilen sind. Der Anfang wird, mit den Leuchtthurmen in den Departements Nord und Pas de Calais, gemacht werden, wozu ein erster Credit von 150,000 Fr. bereit ist. ' JnJspahan. Persien, ist soeben die erste Hochschule nach europöi fchem Muster mit europäischen Prosefforcn eröffnet worden. DaS Gouverne ment hat einen Theil des Geldes herge geben, aber bis jetzt steht sie nur der Ju gend der wohlhabenden Claffen offen. Es ist jedöch zu hoffen: daß die Ausbil dung von Lehrern dieMittel geben wird, um allgemeine Volksschulen zu eröffnen. Die. Prosefforen : kommen meist aus Oesterreich. Die Iran zosen fahren noch immer damit fort, artesische Brunnen in Algerien zu bohren, um Theile der Wüste Sahara fruchtbar zu machen. In dem zur ProvinzConstantine gehör! gen Theile sind eö schon 150 solche Brunnen; ' und vom Nordrande der Wüste schreitet man damit ins Innere vor. Nicht selten sindet man dabei, daß das aufquellende Waffer Fische. 'und Krebse mit cmporb'ringt. Der. Ingenieur JuS, welcher seit 20 Jahren diese Arbeiten leitet, erzählt,' daß er eine Krabbe gekocht und gegeffen hat, welche der'Strom aus einer Tiefe von 250 Fuß heraufbrachte, und daß sie vortrefflich schmeckte.

Ein schlauer GemeindeVorsteherin eine? Ortschaft deZTortmunter Landkreises balle vor einigen Tagen Eeleerülit, ein falsches Thalcr stück abzufangen. Derselbe setzte sosort die Behörde von dem glücklichen Fang in Kenntniß und bemerkte .in seinem Bericht in äußerst schlauer Weise, der sal scheThaler würde morgen nachfolgen, da er ihn per Postanweisung- einsenden wolle.

In Portugal und Brasilien wurde eineNational-Subscription eröffnet, um dem Pedro Alvarez Cabral, welcher Brasilien im Jahre 1500 entdeckte, und deffen Gebeine jetzt in Saa tarem in Portugal begraben 'liegen, ein Monument zu errichten. D ie nationale CostümGesellschaft von England offerirt einen Preis von 30,000 Pf. Sterling für das Muster eines weiblichen Anzuges, wel cher sich durch Leichtigkeit, Eleganz,Com fort und Zutrögliökeit für di: Gesund heit auszeichnet. Der getheilte Fal tcnrock" wurde in Acht und Bann er klart. : In der Kirche St. Jude in Liverpool, England, wurde der ritu alistische Geistliche und seine Chorknaben nach einem eben abgehaltenen Gottes dienste von einer Menge Andersgläubiger auf eine so gemeine und hestigeWeise angegriffen, daß man sie nur mit Polizeigewalt aus den Händen der Wüthen den befreien konnte. D i e exorbitant hoben Durchfahrtspreise, welche die Suez-Canal-Gesellschaft erhebt, haben große Entrüstung unter den englischen Schiffseigcnthümern hervorgerusen. In Folge dessen ist in London eine Agitation zur Absetzung des Herrn von LeffepZ im Gange. Auch wird eine diesbezügliche Eingabe an Lord Granville beabsichtigt. Für die franz ösis che Na' tionalbibliothek wurden in dem diesjäh' rigen Budget von Frankreich .?235,000 ausgeworfen, wovon $46,000 auf Ein bände und $100,000 auf den Katalog kommen. Die Kosten der Uebertragung und Jfolirung der Bibliothekräume von anderen Eebäulichkeiten beliefen sich auf mehr als $1,500,000. Chinesische Kaufleute hielten in London in einem Clublokale, genannt Wak Yee Tong, eine Ver fammlung ab, in welcher Delcgaten von Manchester, Liverpool, Leeds, Birmingham, Calirnien, New Vork und Bom bay anwesend waren. Es wurde be schloffen, um die Einsetzung eines chinesischen Consuls in London zu peti tioniren und an verschiedene Vereine und Clubs in China Briese zu richten, in denen die Einwanderung nach Lon don und Cypern empfehlen werden fall. Der Verkauf von Opium wurde als der .Fluch China's- verdammt. Deutsche LskalNaÄri?i!ett. Leipzig, 18. Sept Das Reichs gericht bestätigte unter Verwerfung der Revision das Urtheil des Münchener Landgerichts, durch welches 18 dortige Socialdemokraten wegen Theilnahme an einer geheimen Verbindung zu 5 resp. 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worde.i waren. Wien, 18. Septbr. Depeschen aus Südrol signalisircn beträchtliche bereits aus 2 Mill. Frcs. bezifferte Schäden an Brücken, Bahndämmen, Straßen und Häusern in Folge des durch die fortdau crnden Reqengüffe veranlaßten Austrittes von Flüffen und Wildbächen. Ares lau, 19. Sept. Der Senior und Archidlakonus der BernhardinerKirche, Adolf Treblin, ein berühmter Kanzelredner, hatte sich heute wegenBis-marck-Beleidigung vor der Straskammer zu verantworten. Der incriminirte Ar tikel, überschrieben : Vom Altkatholi cismuö-, erschien am 25. März d. I. in der .Schlesischen Kirchenzeitung- und enthielt hestigeAngriffe gegen die kirchen politische Haltung deö Fürsten Bismarck. Der Staatsanwalt beantragte ?00Mark Geldstrafe. Der Angeklagte suchte in langer Rede zu beweisen, daß der Artikel nur wahre Behauptungen enthalte. Der Gerichtshof erkannte auf 200 M. Geld strafe. D ü r k h e i m, 17.- Sept. Heute be gann der Congreß dcs Deutschen Weinbau Vereins. Anweserd sind gegen 500 Mitglieder aus allenWenbau treibenden Gegenden Deutschlands. Die Stadt ist festlich geschmückt, der Empfang derGastc ein herzlicher. Bürgermeister Barth er öffnete den Congreß im Namen der Stadt und. begrüßte die Gäste. Darauf fand die Bureauwahl statt.' Als erster Präsident wurde ReichZtags-Abgeord-neter Buhl, als zweiter Baron Dael von Köth, als Ehrenpräsident Bürgermeister Barth gewählt; als Schriftführer die Herren Thaler, Sartoriuö und Veter. Baden und Luxemburg sind durch Dele girte vertreten. In Erledigung der Tagesordnung hielt Dr. Müller-Thur gau einen äußerst lichtsollen, auf eigene langjährige. Beobachtungen gestützten Vortrag über den Einfluß der Betau bung des Weinstocks, aus das Reisender Trauben, der in dem Satze gipselt, daß die Blätter, welche den Zucker liesern, Licht, die Traube Wärme nöthig hat.' B e z e n, 22. Sept. Ein surch'.bareö Unglück hat die Bewohner Südtirols und es Pusterthals heimgesucht. Innerhalb 48 Stunden haben die Waffez fluthen das herrliche Ctschthal in einen See verwandelt, die ganze reiche Ernte vernichtet, im Eisack und Pusterthale Hunderte vor Wohnhäusern, Sägemühlen, Brücken und Wege zerstört. Ganze Ortschaften sind mit Schutthalden be ! deckt und viele Menschenleben zu Grunde gerichtet. Der Verkehr mit der Auen velt ist vollkommen abgeschnitten, so daß der zum größten Theile sehr armen Be völkerung eine wahre Hungerönoth droht. Dc? angerichtete Schaden wird sich erst -nach fanger Zeit überschauen und berechnen laffen, beträgt aber sicher Millionen.