Indiana Tribüne, Volume 6, Number 20, Indianapolis, Marion County, 8 October 1882 — Page 5

2er historische Festzug der schlefischen Nilterschaft, welchen diese vährend der Anwesenheit des Kaisers in Breslau am 14. Septbr. veranstalte: hat, findet in der Schles. Ztg eine ausführliche Beschreibung, der wir Folgendes entnehmen : Nach dem die Silesia (Baronin von Thiele .mann) den Begrüsungsspruch vor dem Kaiser beendet und die Bedeutung des nahenden Zuges (Albrecht Achilles von Brandenburg kommt, vom Kaiser nach .Schlesien gesendet, von den Breslauern als Schützer und Erretter begrüßt, in diese Stadt eingezogen) erläutert hatte, schmettern die Trompeter ihre alterthümliche Fanfare, und in den schreiten die lebendig gevordenen Gestalten jener wilden und zugleich so lebensfrohen, vrachtliebenden Zeit und Welt. Der BannerträgerBreslau's zieht ihnen vor aus mit dem Wappen der Stadt im Pa nier. Die Rathsherren, Schössen und Bürgermeister in langen, faltigen, scharz:n Schauben, die Häupter mit den bekannten Wulstmützen des 15. Jahrhunderts bedeckt, aus denen üppige Zeugmassen und der lange um die Schulte? geworfene Zipfelstreisen hervorquellen. Gleichzeitig mit ihnen kommt nach der anderen Seite hin un ter dem Vortritt von Pagen die Frau Bürgermeisterin,' mit einem Gefolge von vier pa:ri;ischen Jungfrauen geschritten. In den Raum, welchen Bürgermeister, Rathsherren, Bürgermeisterin und Pa trinerinnen. an einander tretend, frei ge

lassen l matten, schritt der 3ug lyres $ei Sa WirlnrnUn n her Nanner LISf ta inm - - träger vorauf, im Panier das Wappen BrandeburZs; nach ihm Albrechts - - Kanzler, Baucke, sem Feldhauptmann v. J . J . . . I Seidlin. seine Schild unv lschOrrnra aer Endlich er selbst vom Grafen Bolko von 5)ochberg in herrlicher Man nesschönheit repräsentirt. Die Purpur sammtne Wulstmütze bedeckt das blond bärtige ftaupt; den golddurchwirkten Purpur2antel trägt er über der schim mernden Goldrüstung, eine echte Ritterund Heldengestalt voll oheit, Krast und gewinnender Anmuth. Zwei Schild träger begleiten den krirgerischenFürsten. Mit ihm kommt Markaraf Johann. eine aenzaltize, reckenhafte Figur in Stahl rfistuna und tiefbraun und goldig ge mustettem Brokatmantcl, gefolgt, von zwei märkischen Rittern in reicher adeliatx Trackt Der Markgras schritt zu den Rath, männern und dem Bürgermeister, die sich tief vor ihm verneigten und erhob die gepanzerte Rech:e und wies in die Ferne, Sie unigaben, wie durch sein Erscheinen auch im Vertrauen erstarkt, den ritterlichen Fürsten, und die Gruppen dieser Abtheilung verließen den Saal. Die nun folgende zweite Abtheilung leitete wiederum ein poetischer Prolog SilesiaS ein. Der Archivar Prof. Dr. Grünha. gen hat sich das große Verdienst erwor ben, die historischen Details, welche je nem ersten wie diesem zweiten Theil des Äuaes das rechte e iel::de Leben gaben, .,.. ,,s h?i (ifirnntffn hr 4yit44i4tVill'tt UHl f Vergangenheit. Diese erzählen manchen .. -wr r ... r t.afü orn.:r. I cyaratteri n azen Jug vcn ye uicy f, in welcher der Adel und die Bürgerschast von Brieg das vermähle Paar Johann brisen 5er,oa in Scenen, und Do rothea Sibylla in dasPiaristenschloß be gleitete. Ein solches Detail ist zum Beispiel das Austreten des Bürgermei ster Töchterleins Beata als Verkörpe rung der Stadt Brieg, ein silbernes Mauerkrönchen aus dem langwauenoen, blonden Haar, aus einem Kissen em güldenes Stück" tragend. So schritt das holde Kind auch hier im Zuge ein her (durch Frl. von Schicksuß dargestellt), in Rosa gekleidet, mit weiß und rosa aestreisten Aermeln,das Mieder mit dem Brieger Wappenzeichen, dem silbernen Dreianker bestickt ein liebliches Bild alterthümlicher, seiner, schlichter und zierlicher Mädchenanmuth. Eine Musik, denselben Zeiten, dem Ansang des 17. Jahrhunderts entstammend, Jniraden i von ans eo von yanier, -oegieiieie diesen Auszug. Der Breslauer Stadt c-, . y i. nrr 1. V yauplmann von öiyeoiger erbssnele oen selben. Der Träger des Banners der Stadt mit dem weißen Dreianker im rothen Felde desselben solgt ihm. Den Bürgermeistern von Brieg und vonLleg nitz in schwarzer Tracht schreiten zwei Pagen, Wappenschilder tragend, voraus, Mit dem Brieger Stadthaupt kommt jenes Töchterchen Beata. Nach ihnen der Hofstaat der Vermählten: Herr Weighardt von Promr.itz in grungepretz tem sammt, wie alle dieje Mannertrachten im Schnitt jenes eigenthümlichen Uerergangstils aus der steisen.gleichsam erstarrten spanischen Tracht de.- letz ten Zeit des 16. zu der freien, keck. -i des 17. Jahrhunderts; die yosmün Elisabeth von Seidlitz in rothem, reich mit Pompons besetztem Costüm und vier Hofdamen. Die Erscheinung der Erst genannten mit der golden perlenbedeck ten Haube, derRobe aus olivenfarbenem, gepreßtem Sammt mit der üppig reichen, kunstprächtigen Stickerei, welche das ganze Tablier bedeckt, gehörte zum Be wundernswerthesten in der langen Reihe unvergeßlicher Gestalten in diesen beweg t:n Bildern. Aber auch die anderen Hosdamen in blauem Sammet undBro lat :c. konnten sich sehr wohl selbst in solcher Nachbarschaft behaupten. Die Fahne des Bannerträgers .der Vermählten, der noch vor diesen Damen in pomphaftem Costüm aus rothem Sammet und Atlas und großem' Hut daherschritt, zeigte (der Chronik gemäß) ,ei Herzen mit den Wappen von Lieq nitz und Brieg. Vor dem Kaiser sich neigend zogen sie vorüber und über die Stiege hinweg zum großen angebauten Saal. Und wieder eine andere Zeit, ein andersdenkendes Geschlecht schildert der Prolog, mit welchem Silesia die dritte Abtheilung des Zuges einleitete, Die Heerführer des schleichen Krieges Könia.FriedrichS, die adeligen Cavaliere, die vornehmen Frauen und Fräuleins aus schlesischen Geschlechtern, welche auf der- von jenen 1741 in Breslau veran stalteten Redoute gelegentlich der Huldi gung der neuen Provinz getanzt haben, sie waren wieder lebendig vor unö er standen. In der feierlichen Grazie,- in ' . .. m m rn . zierliSem Menuelgang oes rococo ia men sie paarweise in den Saal geschrit ten unter Führung des Obersten von Posadowsky. Prinz Moritz von Des au tanzte mit jener GrSftn Schlagen

berg, mit welcher Friedrich damals diesen Ball eröffnet hat, vierundzwanzig Paare noch außer diesem, jedes in eleganter Tracht in untadlich echtem Stil des HochRococo, manche der Cavaliere frei lich hatten es nicht über sich vermocht, ihre Bärte zu opfern, was der Echtheit" mancher Herrengestalten empfindlichen Eintrag that. $8 Orchester spielte zum Menuet eine Sinsonia aus Achile m Sciro, die von Agricols zur Vermäh' lung Friedrichs II. componirt ist. Die Damen hatten es auch hier so ernst wie in allen Partieen des Zuges damit ge nommen, die Trachten der Epoche genau zu copiren. In dieser Zeit sind sie be reits unvergleichlich monotoner als im 17. Jahrhundert, individueller Geschmack und Charakter konnte denn auch hier nicht annähernd so zur Geltung kommen, wie in den Trachten der beiden ersten Abtheilungen des Zuges. ' Nach einigen Touren des Menuets öffneten sich die Reihen der Paare und zwischen ihnen in den Saal herein kamen die Kriegshelden geschritten. Fürst Leopold von Dessau, General von Buddenbrock, General Feldmarschall von Schwerin uud andere Offiziere des Heeres. Zum letzten Mal erheb: Silefia ihre Stimme. In tief empfundenen, schwungvollen und zündenden Versen erinnert , sie an die großen Tage des Ausrufs An mein Volk", in welchen für immer das feste Band zwischen Preußens Königen und Schlesien geschmiedet wurde. Aus der Empore von einem Chöre gesungen, er klingt das alte Soldatenlied : Kein

schönerer Tod ist auf der Welt, als wie , o i. fy m , vor'm Femde erschlagen' Und lraute Gestalten ziehen ln den Saal VrA4lllM X IlMatAitM M XA Ia(i ver ein, in Trachten und Uniformen, die fast ko- , I e Vm ta iimUva hiMt AHmIam M X "i " ihrer entwöhnten Augen, und deren An blick doch zugleich Rührung And Ehrfurcht in uns erweckt Eine Schaar ze mr begeisterten Junglmge, Manner und halben Knaben im grünen und schvarM Rocs und hohem grotesken Czacko der Freiwilligen und der Lutzower Jager, auch Theodor Körner leibhaftig m Person unter ihnen, Landwehrmanner wtt der Wachswchmutze melche das "uj schmückt; Burger, Landedelleute, Vrofenoren, Kinder, vornehme Damen, Großmutter, Mutter, Gattmnen,Bräute, Schwestern Töchter von Freiwilligen .llen i 6 W' los streng durchgeführten Aechtheu wllIen sind besonders bemerkenswerth die Gestalten einer städtischen Braut und emer Schwester von Kriegern, m über zeugendsttr Wirklichkeit Jrl v. SchmetZow im Schmuck oder prachtvollen röth sich goldenen Haare, bereit, dieselben als ihr Opfer der ache dem Vaterlande darzubringen. Sie ersullen den Raum des Saales. Ein Vater reicht seinen vier Söhnen die Degen, welche sie für Deutschlands Erlösung und ihren König fuhren sollen und segnet ihre Zungen Häupter Manntt und Jünglinge schlieZum letzten Male ihre Frauen, Km Xa U Mit X ViiMtMA X (aIam m , Ult"uü " o 'cellzen oer rampnreuolgen uaeno. Da plötzlich tritt Zwischen sie eine GeftrtlT ni nr ?nt nn8 fcöttmnnl itnn :r V ' . 7"' die Burgschost des Sieges : General v. Blücher, mit ihm Scharnhorst, Gnei wau. Lutzow. Blücher schreitet gegen den Kaiser hi ;tn vor. Die Wagner- Vegetarier Richard Wagner hat seinen Jüngern verkündet, daß die Pstanzenkost unen: behrlich sü? die Reorganisation der Menichheit sei, da sie allein die Zartheit der Empfindung hervorrufe, mit der man ein, d. Wagnerisches, Kunstwerk richtig erf ch'en könne. Wir sind ebenfalls der Ansicht, daß Menschen, die sich lediglich von Roast beef, Filets, Gänsebrüsten, Rebhühnern und Hummersalat nähren und echte Biere und schwere Weine trinken, un möglich einem Kunstwerke von der Zart heit unö Innigkeit des Parsisal" auch i. e n m i i ? nur oas Minoeue ernanoniö enigegen bringen können. Dazu gehört vielmehr die ätherische Feinheit und Durchsichtigkeit des Körpers, wie sie allein die permanente Pflanzenkost in Verbindung mit häusigen musikalischen Genüssen er zeugen kann. Zu diesem Zwecke beab sichtigt man. in der Umgegend von Bayreuth ?ine TrainirAnsta!t für reine,un verfälschte Wagnerianer zu errichten, ge missermaßen für Wagnerianer an sich", um uns philosophisch auszudrücken. Nur die Zöglinge dikses E!ab!ijzements wer den im nächsten Jah-e zu den Muster Aufführungen zugelassen werden. Für das fleischessende Publikum werden ge gen Erlegung des doppelten Eintrittsprelles xtravorstellungen mit rüsten zweiten Ranges arrangirt. Die Art der Behandlung und Abrich tung wird nach alle dem, was wir da rüber erfahren haben, eine ganz vorzüg liche sein. Morgens um 4 Uhr werden die Zög linge durch den Morgenweckruf" aus Parsifal- dem wagnerlosen Schlummer entrissen. Schleunigst begiebt sich Alles nach dem Secirsaal (sogenannt, weil dort die Kunstwerke des Meisters zei' legt werden), wo bereits Herr Edmund von Hagen anwesend ist und sofort in zweistündiger Rede sich über die philosophisch psychologisch metaphisch trans cendentale Bedeutung des eben gehörten Morgenweckrufes" ausläßt. Jeden Tag wird ein Ton deffelben secirt. . Um 6 Uhr wird als erste Mahlzeit ein Ausguß von Schafgarbeblättern gereicht, welche die Mitglieder Tags zuvor-' auf blumiger Aue gepflückt haben. Versüßt wird dieser Thee ourcy oen ortrag des Brautchors - aus Lohengrin" welchen der Schwanenritter im Brautgemach be kanntlich als das süße Lied", bezeichnet. Zur Verdauung des hitzigen Getränkes werden dann bis 8 Uhr StabrcimUe bungen abgehalten unter Leitung des Herrn Sans von Wolzogen. Um 8 Uhr erscheint Herr Alöert Heintz und nimmt bis Mittag Leitmotive durch und zwar qründlich. Um die Findigkeit und das Unterscheidungsvermögen : der ihm anvertrauten Wagner Schüler zu heben, läßt er oewöhnlich auf sechs Kla vieren zwölf Leitmotive zu gleicher Zeit r. iw . i w . r . ipteien. Aus dem kyaos ottt a.on weit müffen dann die einzelnen Motive hervorgeholt und an's Licht gezogen werden. Die also aefundenen werden dann haarklein in iytt einzelnen Be

standtheile zerlegt und Nach ihrem Ur sprung und ihrer Bedeutung für das Ganze nach allen Richtungen hin despro chen. Darauf werden sie dem Gedächt nisse eingeprägt und so lange vorge spielt, bis sie Jeder vorwärts und rück wärts, mit offenen und mit zugestopften Ohren auswendig hersingen kann. . Nach Schluß dieses vierstündigen, äußerst anregenden Collegs wir die große Hauptmahlzeit abgehalten. Unter den Klängen des Tannhäusermarsches be schreiten die Zöglinge zu zweien den Speisesaal, verbeugen sich vor der lebenö großen Statue des Meisters und nehmen ihre Plätze ein. Herr von Hagen erhebt sich und 'spricht in kurzer einstündiger Rede über die Stellung Richard Wag ner's zur .Eßfrage". Er weist nach, daß der richtige Wagnerianer eigentlich garnichts essen müßte, da mit jedem Löffel Suppe, den man zu sich nimmt, der Ge nuß wahrhast idealer Kunstschöpsungen beeinträchtigt werde. Nach der Auffor derung, sich nicht zu große Portionen aufzutischen, bringt er ein Hoch aus den Meister aus, worauf man stehend den Gruß des Volkes an Hans Sachs aus dem dritten Akte der Meistersinger" an stimmt. Dann beginnt der Schmaus. Das Menu weist stets nur ein Gericht aus. Es folgen in, wohlthuender Abwechse lung an den einzelnen Wochentagen Sauerampfer mit Pfefferkraut, saftiger Wiesenklee in eigenem Fett geschmort, weich gekochte Disteln (einHauptgericht), gedämpste Butterblume mit fliegender Holländersauce :c. Sonntags giebt es

zum Dessert noch gewöhnlich wabernde Lohkuchen. Die Speisen werden durch den Vortrag Wagner'scher Compositio nen noch extra gewürzt, so daß jeder vollkommen übersättigt von der Tafel aussteht. Nach dem Diner wird ein mindestens zweistündiger Dauerlauf un ternommen, um unwagner'schen Fettansatz zu, verhüten. Zwischen 3 und 4 Uhr wird im Lese saal mit Waffer verdünnte und gewärmte Milch servirt. Als einzige Lectüre die nen die Bayreuther Blätter", deren ganzer Inhalt mindestens vier Mal hin ineinander den andächtig Lauschenden vorgelesen wird. Bis 6 Uhr wird ein Schopenhauer'sches Werk gelesen, zunächst die Welt als Wille und Vorstellung." Ein verdecktes Orchester spielt dazu Wagnerische Weisen, da nur mit Musikbegleitung die tiefsinnigen Be trachtungen' und Abhandlungen des FrankfurterPhilosopben verstanden wer den können. Daraus . ist tlie rnusical im Gesellschaftszimmer ; bei Camillen und Fenchel'Ausguß werden von den Zöglingen Bruchstücke aus den neuesten Werken des Meisters vorgetragen. Von 8 bis 11 Uhr folgt dann als höchster musikalischer. Genuß das verei nigte Partiturlesen. Nach Beendigung desselben ziehen sich all: aus ihre Matra tzen zurück und werden durch geeignete Musikstücke in den Schlaf gelullt. Aus diese Weise werden WagnerEn thusiasten herangebildet werden von einer solchen Zartheit der Empfindung, daß sie sich von dem dustigsten piani3 siino eines Violinsolo bis zumUmsallen erschüttern lasten. Eine SkatgeschiÄte - Die Pastoren der Superintendentur zu Donnersberg hielten heute ihrKränz chen im Hause des Herrn Pastor Pri marius Tiburtius ab. Die Herren vom Lande hatten ihre Gemahlinnen mitge bracht, und während sich die betreffenden Hochehrwürden um eine schwierigeStelle des Epheserbrieses den Kopf zerbrachen. saen die besseren Halsten im Zimmer der Frau Pastorin am Kaffeetisch und tauschten mit vollen Backen denn der Streunelkuchen der Hausfrau hatte Re nommee ihre Erlebnisse auö. Auch die Herren machten es heute mit St. Paulus kurz : war a doch Herr Ti burtius ein seiner Weinkenner, und man konnte sich noch aus ein gutes Schluck lein gesaßt machen. Wer alle 'auor Baumlem war im übrigen ein Original : lebenslustig, da bei aber zan am Alten tzanaeno. ern laudator temporis acti commeilfaut. Pastor Stenzel hatte eben, erzählt, daß er mit semem I111113 Berdruy gehabt, denn er habe denselben, als er ihn in Leipzig besucht, mit noch zwei Commllt tonen beim Skat gefunden,' und, sagte er, wer m des Teufels Gesangbuch liest. der geht nichts Gutem entgegen. Lächelnd hatte der alte Bäumlem zu a?bört. Meine lieben Freunde und Brüder sprach er, .ich kann die Auf fassung meines Freundes Stenzel nicht gelten lassen, und wenn Ihr mir emmal Euer Ohr leihen wollt, so will ich Euch eine. Geschichte erzählen, welche mein Urtheil vollkommen bestätigen wird." .Nur keine alte Tante,lieber Bruder, sprach lächelnd Herr TiburtiuS. Ohne Sorge," entgegnete der Alte. Es wurde von unserm Amtsbruder Stenzel eben eine Philippika gegen das Skatspiel gehalten, und der Gute ärgert sich über die Maßen, daß sein Sohn Timotheus solch ärgerlichem Thun er geben sei. Da bin ich nun ganz ande rer Ansicht." . ' Ho, ho brummten die alten Pasto ren, die jungen aber, deren Universitäts reminiscenzen noch srisch waren, blickten sich verständnißvoll an, und machten sich aus einen netten Scherz gefaßt. Ich will Euch nun einmal suhr der Alte sort, erzählen, wie mir das Skat spiel im Leben einen, ich möchte sagen, klassischen Dienst erwiesen hat. Ich hatte eben mein letztes theologisches Examen bestanden, da laö ich in der Zeitung, daß die Psarrstelle in Krinkelwitz, welches damals einem gewissen Baron von Hahnseld gehörte, vacant sei. Ich hatte Skrupel, mich dorthin zu melden, denn' die Frau Baronin unterhielt ein sehr bedenkliches Verhältniß mit ihrem Stallmeister, und meine seelsorgerischen Pflichten konnten mich da in unange nehme Conflicte bringen. Der Baron sollte ein guter, aber schwacher-Mensch sein, von dem ich Unterstützung erwarten konnte ; kurz ich befand mich in einer Lage, wo man nicht recht weiß, was man thun soll. Endlich entschloß ich mich, sintemalen einen ordentlichen rniles dei die Zahl der Femde und ihre XUUmqt ad

schrecken sollen, dennoch zur Bewerbung,

und richtig ich erhielt auch eme Prä t sentation. Ich war nebst noch zwei anderen Can didaten geladen, an einem Sonntage in oiiiiu m.kKkZl ,,. fcnt iiiniiiiwip tiui iuuifitwityi g yun aber wer beschreibt mein Erstaunen, als ich bei meiner Ankunft daselbst in den beiden Gottesgelehrten zwei ehemalige Commllitonen aus Jena wieder erblickte. In gewisser Beziehung war mir daö schon recht, da ich mich, wie ich bemerkte, nicht besonders für diese Stelle erwar men konnte, und Freund Mumpiz besaß eme Rednergabe die die Steine hätte erweichen können. Wer paßte also ent schieden besser für die Baronin und ihren Stallmeister. Ich war ,m Pastorhause abgestiegen, Die Wittwe bewirthete mich in liebens würdiger Weise, und da ich eme Braut damals noch nicht besaß, hatte auch ihr liebenswurdiaes Töchterlem m wenigen Minuten mem Herz erobert. Das fangt gut an, dachte ich bei mir; denn ich hatte gleich eine Ahnung, daß ich aus dieser Stelle auch eme Nastorm finden wurde. Em Billet des Herrn Baron beschud mich um halb fünf zur Audienz. Da hatte ich noch geraume Zeit, um mit meinen Commilitonen im Gasthause zu plaudern, und wie wir nun so dasaßen und der lange Hector das war näm lich sem Kneipname, denn für gewöhnlich hieß er Schulze und der dicke Bastian mich über die langen Bierseidel hinweg mit prüfenden Blicken musterten, da verkörperte sich die schon seit langer Zeit conclplrte Idee emes comment mäßigen Blerskates m uns zur That, und bald saßen wir da und freuten unö über die Jungen und Atouts, die das Schicksal einem Jeden in die Karten mischte. Der Alte hielt einen Moment in sei ner Erzählung an, nahm einen tüchtigen Schluck und ries dem etwas unzusriede nen Bruder Stenzel ein Prosit zu. Nun, suhr er wieder fort, wir unter hielten uns damals recht gut, und ich W. 5 spielte em paar Grands, die ich fcrtH ,5 nUr r nrffalnnpn MN. packten die Karten zufammen, und da sie - mv a,.av.i. wi. bezahlt waren, steckte ich sie in meine cr- jirj,. . h.n(.. ..r i .:-Zs. Ä.; 1Ä LSI3 n0ä bur ITlUUlU UJCi Ulilil IV 11 UUUKII UUI UCC Spielchen vertreiben. , Meine beiden Gefährten hatten schon am Morgen Visite gemacht, die Baronin hatten sie nicht zu sehen bekommen, der Baron aber hatte sie nur in einem fort angegähnt. Es war ein schnurriger öiauz, oer Baron, er Uta, klebte Brief Säkää ss l.;. m.rM oftnftp- t.Uus.vf. seine miserablen Leistungen bewunderte. der war sein Mann. Daher hatte er eine intriguante Musiklehrerin in der Stadt ganz in sein Herz geschlossen und diese verstand es wiederum, diese vor nehme Behausung nach Kräften auszu nützen. Das ungefähr hatte ich über die Person des Herrn Baron von Hahn feld ersahren, eö war , nicht eben ver lockend. Als ich im Schloß dem Diener mei . e . ii , , i r v ! ?w ?e."0Au6s9,64nat,tx ft? plötzlich eine vn ben Thurm deSCornrs u,. me ,u ? Dame in rother Bluse und schwersei. benern Meide erschien u!,d" Schwelle, sah mich einen Augenb ,ck prüfend an iftnia nonn t n i I n it n m Tt w4u ,uöw vaim in 4iuvvuina.M Vi. . Nicht wahr, der Herr Candidat Bäumlein ? Ich mache mein Compliment und begrüße die Frau Baronin. Wollen Sie nicht einen Moment bei mir eintreten ? sagt sie. ' Ich folge ihr in ein luxuriös eingerichtetes Boudoir. Ich habe einiges mit Ihnen zu sprechen, mein Lieber, redet sie mich an und bedeutet mich, auf einem Sessel Platz zu nehmen, während sie sich mit Grazie aus eme Chaiselongue fallen ließ und sich eine Havanna anbrannte. Gott im Himmel, wie solche Damen f aa mg tt nur rauchen tonnen: stusterte rau Rector Fromme!. Ja, meine Verehrteste, fuhr Pastor Bäumlein fort, eine veritable Cigarre, keine von Chocolade, rauchte die Baronin, und sie sah gar nicht schlecht dabei aus. Pfui, Bäumlein, wie kannst Du das sagen !" schmollte die biedere Gattm, die es nicht leiden mochte, wenn ihr Alte? andere schon fand. Brauchst DiÄ nicht aunureaen. fuhr er sort. Es sind ja nun an 30 Jahre her, dan ich bei dem Weibsbild im öxa men stand. Sie war sehr kurz in ihrem Verhör. Wie alt ? srug sie. 'Sechsundzwanzig Jahre. Verheiratet? Nein. Das ist gut. Zeigen Sie einmal ihre linke Hand. Da ist sie, Frau Baronm. Sie tragen keinen Verlobungsring, das ist gut. Wie gesällt Ihnen die Psarrerstochter ? Aber Frau Baronm, sage ich. Heraus mit der Sprache, sagt sie. Nun, wenn ich die Wahrheit sagen soll, nicht übel, bemerke ich. Ab Bäumlem," rief die Gattm, wie kannst Du so die geheimsten Familiensachen ausplaudern? Wenn das noch welter fortgeht, muß ich hmaus. . Liebe Trude, fuhr der Alte fort, ohne sich stören zu lassen, was soll ich den Freunden nicht erzählen, wie der Liebe heiliger Götterstrahl mir ins Herz schien und zündete. Das merkte auch die Ba ronin, und da eö eine Lieblingseigenschast der Weiber ist, andere unter die Haube zu bringen, so freute sie sich und sagte: Ich protegire Sie; die andern Kandidaten bringen schon Bräute mit. Im Jntercste unseres Ortes kann ich nicht sür dieselben stimmen. , Mit einer Handbewegung ward ich entlasten, um gleich daraus beim Baron ein neues Verhör durchzumachen. Aeh, sagte der, Candidat lutherischer Religion? Consession. Herr Baron. ; Was Teusel Confession oder Reli aton, ist nur alelch. Hm, wohl so emer von der strengen Sorte? Herr Baron, entgegnete ich, ich. lebe und lehre nach Eid und Gewisten, wie miäl das Kirckenreaiment vervsticktet.

Na, na, wenn Sie sich blos für ver Stück Huhn, und das wird ihnen Allen pflichtet halsen, dann vkd'S'v.yAmStn und zur; Segen gereilhen.

der Orthodoxie nicht sonderlich bestellt

sem. Aber, yerr Baron, will ich ihn unter breche Nichts dv, sagt er. Spielen Sie auch 6tA' mi ? otuttn, t.yycu r Lieben Brüder und Schwestern, wie diese Frage an mich gerichtet wurde, da war es mir, als ob ich die schwerste Probe meines Lebens durchzumachen hätte. Ich wurde roth bis über die Ohren. Sosort dachte ich daran, daß der Baron von unserem Spiel m Kret schau gehört haben könnte er schien Mir ausgebracht darüber, und wahrhas tig, neben Bruder, beinahe yätte ich eme Lüge gesagt. Da hals mir 'Gott in wunoerbarer Welse aus memer Berte genhctt.. Denn wie ich so m Angst da stehe, greife ich in die Fracktasche nach meinem Sacktuch, um Mir den Angst schweiß abzuwischen; aber siehe da, mit dem Tuche . reiße ich die sämmtlichen Skatkarten, die ich eingesteckt hatte, mu heraus und mit unbeschreiblicher Berle genheit sehe ich sie' auf dem Teppich des Zimmers liegen. Wie das aber der Baron bemerkt, steigt em trmmphiren des Lächeln auf seinem Gesichte auf. Hoho, ruft er, Sie sind ein Skatspieler, vielleicht saus coruparaiLOns. War ten Sie, Sie Heuchler, Sie Schalks knecht, nun sollen Sie gleich eine Partie mit mu spielen muyen. Heda Jean, der Verwalter soll gleich kommen. War ten Sie, ' Sie Tausendfasta. Einen solchen Pastor, der ein guterSkatdrescher technischer Ausdruck wäre, hab' ich Mir langst gewünscht. Sie bekom men die Stelle, Sie sind mem Mann! ' Wir, der Baron und ich, lasen die Karten zusammen und bald saßen wir beim Skat, wobei mich der Baron als sicheren Spieler kennen lernte. V Ich ward Pastor, also in Krinkelwitz und heirathete das liebliche Trudchen, welche sich durch mannigfache Tugenden und Vorzüge auszeichnet, vor allenDin gen einen sorcirtenKvhlkopf, enubombe a la öardanapale, . wie Friedrich der & S ""P, 5,ss.. ..X. N. s.!. iXT w .'..zI v CVt.t CVt- ? ' .'..v llNszeizn llyre cuzu icy IN nnxci itz und spiel. Ska. mi.d.m Brn, da bewarb ich mich um die Pfarre m Dum mersdorf; dort war ein anderer Com ment und weil die Gemeinde fast aus lauter ' sogenannten Erweckten oder Bekehrten" bestand, solche Seelen auch an Allem ein sogenanntes Aergerniß zu ESnS lch da8 harmlose Vergnügen auf. Geschadet hat's mir wahrhaftig nicht, oder seid Ihr anderer Meinung, liebe Brüder? Neue konservative Wahlfiugdlätter. DasReichshuhn. Wähler dieses Bezirks! Geliebter Bauer! Mit Recht erwartest Du, daß wir nicht in den Fehler der Liberalen und iuui in sin iivuttfc vvv iivviuivit wuv Fortschritt! ttsll.n und Dich mit Skalen abweisen dk wir rund berauS sagen was ir D ir nicht nui etsp. 'fonb ttenn & ,em Canbaten Dein! edle Stimme giebst. Dir Bestimmtheit in AuSstcht zu ' i v stellen vermöaen ieS oder last! tste Dir vorlesen, was Du von uns zu erwarten hast, und wenn so em liberaler Bursche bei Dir eintritt, Du erkennst ihn daran, daß er sich nicht mit deutschgeschriebenen Papieren zu le gitiMiren vermag, und Dir sagt, daß wir versprechen, was wir nicht zu halten vermögen, so wirf ihn hinaus. Geliebter Bauer ! Wenden wir uns vorerst Deinem Mittagstisch zu. Wir wissen, daß Wu Alles gerne essen magst. bloß das Huhn, das magst Du sehr gern. Du stehst, daß wir uns m erster Lmle um Dem leibliches Wohl bekum mern, und lieber wollen wir selber ver hungern, als Dich nicht gut versorgt zu misten. Du bist das eigentliche Volk, und in Zukunft kommst Du erst, dann kommt eine Weile gar nichts und dann erst kommen wir. Anders die Liberalen und Fortschrittler ! Deren Grundsatz ist : krst essen wir, dann esten wir noch mals, und dann mögen die Anderen se hen, wo sie ein Knöchelchen zum Abknab bern entdecken. Also Du hast einen Hühnerbraten gern. Was ist auch em guter Braten, und Du bist wirklich ein Mann von Ge schmaa. Höre nun, wie wir es damit halten wollen, . .. . . Em König von Frankreich, welcher der Gute hieß und den Beinamen Hein rich der Vierte hatte, sagte einst : Ich wünsche, daß Sonntags jeder Bauer sein Huhn im Topfe hat." Leider brach damals der Liberalismus in Frankreich aus, welcher dem Land das letzte El aussog, so daß der gute König sein Wort nicht einlösen konnte. Wir haben das Wort aber als em vortreffliches erkannt und eö auf unser Programm gefetzt, natürlich erweitert. Höre nur, nach welcher Nlchtung. Es genügt uns nicht, daß jeder Bauer nur Sonntags sein Huhn im Tops habe. Huhn schmeckt mcht nur .am Sonntag, sondern alle Tage, und darum rechnen wir aus jeden Bauer steben Hühner wö chentlich. , Fürchte nicht, geliebter Bau er, daß daö zu -viel wird. Das Huhn ist, genau betrachtet, keine GanS, und rasch gegeffen, besonders wenn Du was zum Frühstück übrig lasten willst. Wei gere Dich also nicht. Nimm, wir bitten Dich, daö tägliche Huhn. ; Damit es Dir nicht zu viel wird, brauchst Du es ur verschieden bereiten zu lassen: gekocht, gebacken, gebraten, das bringt Abwechselung in das. Huhn und reizt immer aus'S Neue den Appetit. Also zugegriffen, geliebter. Bauer ! . Wenn mir nun gesagt haben: ein Huhn täglich, so gUt dies nur für den alleinstehenden Mann.. Hast Du da gegen Familie, so mußt Du es Dir schon gefallen lassen, daß wir sagen : Wir wollten, daß täglich jeder Bauer zwei Hühner in den Töpfen hat! Da kriegt denn die liebe Frau, da kriegen denn auch die braven Kinderchen ein

Ja, auch Deine wacker Familie soll nicht mehr von der Brodrinde leben, j(; von öänel's oder RiStei'S üvviaer

! Tafel fallen, sie soll wiffin und merkekk. daß Du konservativ gewählt und einen fortschrittlichen Beschützer im Parlament sitzen hast. . Wähle also unseren Freund....... und lasse uns schließen mit dem aufrich tig gemeinten Wunsch : Gesegnete Mahl zeit! (WeSpen.) Die Oat am hein. Ten französischen Revanchebolden erklärt. Allerdings hat daö Organ der Gam bettisten, die Pariser efonne, ihren Lesern einen Begriff von der Wacht am Rhein zu geben sich bemüht. Aber doch nur einen oberflächlichen. Sie erzählt ihnen,in diesem Liede fänden sich Stellen wie: Brüder, wir haben keine Schuhe, aber drüben, jenseits des RheinS,werden wir Leder finden. Brüder, wir haben keinen Wein, aber drüben, jenseits des Rheins, werden wir WeinstSSe in Hülle und Fülle finden." Das ist ja in ge wiffem Sinne richtig ; die Wacht am Rhein fordert bekanntlich, wenn auch nicht zum Lederdiebstahl, doch zu dem Entschluß auf, vom Leder zu ziehen, wie das genannte Schelmenlied nicht zum Traubenraub anfeuert, aber doch zudem frivolen Vergnügen, den Franzosen die Trauben sauer zu machen. Es dürfte aber doch an der Zeit sein, endlich ein mal der Wacht am Rhnn die Maske völlig vom Gesicht zu reißen, damit sie von den Franzosen gesehen werde, wie sie wirklich ist. Vor allem ist auf den Refrain als auf einen der Diebessprache entnommenen hinzuweisen. Er ist, um es kurz zu sa gen, gestohlen und zwar aus einen alten Einbrecherliede, und lautet : Fest steht und treüdieWacht am Rhein!" Man nennt dies auch Schmierestehen. Beim Einsteigen werden Wachen ausgestellt, welche jede Störung fernzuhal ten und das Nahen , der Polizei anzu künden haben. In der zweiten Strophe heißt es dann : Durch Hunderttausend zuckt es schnell", hier ist das baare Geld gemeint, welches die Leute nach Frankreich gelockt hat. Unter Hunderttausend will Keiner neh men. Dann wird fortgefahren : Und Aller Augen blitzen hell", womit angedeutet werden soll, daß das Geld auch im Finstern gesunden wird. Und dann, wenn sie es haben, kann es ihnen Niemand wieder nehmen : .Der deutsche Jüngling. fromm und stark, Beschirmt dieheil'geLandes mark." Mit der Landesmark ist die bekannte deutsche Münze gemeint, in welche das Silber der Franzosen umgeschmolzen wird. 1 Landesmark 100 Pf. Diese Münze wird die heilige genannt, natür lich, denn solchen Leuten ist nichts heilig als dieses armselige Geldstück, das der deutsche Jüngling beschirmt, wie der französische Jüngling etwa die L::be, die Treue, die. Unschuld, oder irgend emes seiner vielen anderen Ideale beschützt. Im wahren Licht aber erscheint .der deut sche Jüngling in der dritten Strophe, m welcher es unglaublich naiv heißt : Er blickt hinauf in Himmelsq u jn, W o Heldengeister nieders ch a u'n." Als Heldengeister bezeichnet nämlich der Deutsche den von seinem ersten Dra matiker besungenen Räuberführer Karl von Moor und desten Bande, deren Mit glieder theils durch Henkershand, theils steckbrieflich verfolgt,gestorben sind. Man lese nur daö Stück, welches Die Räuber" heißt, in Deutschland Repertoirstück ist und stets das Gegentheil vo dem macht, was die Libertiner, nachher Ban diten" zu machen pflegten : volle Häuser. Das sind die Heldengeister, welche auö Himmelsauen herniederschauen, denn daß dergleichen Verbrecher in den Himmel kommen, daö glaubt ein solches Volk natürlich steis und fest, da nach seiner Ueberzeugung die Hölle nur für die Ehr lichen, die Redlichen, mit einem Worte ausschließlich nur für die Franzosen exi stirt. Wenden wir unS mit Abscheu ab ! Aber freuen wir uns. , daß dieses Lied, wenn auch leider es ist 1840 gedichtet 42 Jahre zu spät, doch endlich erkannt wurde, und danken wir dem Schicksal, daß es einer' bewunderungswürdigen Heldenthat der Ligue des Patriote's gelungen ist, es vor den keuschen Ohren der Pariser für alle Zeit verstummen zu machen. (Wespen.) Des Kassern Abschied. I Cetewayo ging von dannen. Und ein r Hochruf, tausendtömg. Folgt dem jüngst depoffedirten, wieder eingesetzten Kömg. Schwarz gesehen hat der Schwarze, als er kam in's Land des Nebels, Und er geht im Vollbesitze seines Throns und semes Säbels. Restaurirt so ist er doppelt, denn ver pflegt auch ward der Kaffer Ausgezeichnet; wenn auch häufig ihn be lästigten die Gaffer Und die ZritungSinterviewer und die . ; . Herren Photographen, Hat er doch bei seinen Feinden gut ge geffen und geschlafen. Ach, nun stößt sein Schiff vom Strande, und er muß von den Gefilden, ' Wo es ihm so gut gegangen, wieder heim zu seinen Wilden, Die vielleicht ihn schlecht empfangen, die vielleicht mit wüstem Schelten Ihn erwarten schon in ihren wenig com fortablen Zelten. Und wie nun der schwarze König sieht von prächtigen Geschenken Sich umgeben, die man mitgab ihm nach Haus zum Angedenken, Wünscht: Möchte doch bald wieder dieses England in den Steppen Meines Reiches mich besiegen und ich sort nach London sqleppen!

Die Farbe Ut Ctttzt.

Diese neugierige Wissenschaft, vaZ wird sie nickt N0Ä Alles entdeen? i Daß der Saturn mehr Ringe hat, ak wir bei öffentlichen Gelegenhelten atti den Händen irgend einer Pfandlelhers-i Gattin sehen, ist eine alte Geschichte. Die Monde des Mars, die. man nuy ßeahnt, sind seit vier Jahren bnnt? aus diesem Planeten bat man jetzt so-! gar Kanäle entdeckt und es wird nlchd lange dauern, so hören wir, daß dorti schon vor 20M 5abren ein Kanalboot-. Junge es zum Präsidenten gebracht. hat; an der Sonne, welche unzere Vorfahren göttlich verehrten, weil man sie für das reinste und' glänzendste aller weiblichen Wesen hielt, hat man! Flecken entdeckt, größer als sie die häß-' lichste irdische Zigeunerin hat und nun: erforscht man sogar die kleinen Sterne,! von denen doch noch Göthe sagt, daß. man ste Nicht begehrt und sich nur ihrer: Pracht freut." Daß die Sterne leucht ten, ist eine uralte Geschichte, aber wie. sie leuchten, wie ihr Licht wechselt, die-l ses ist erst von neueren Gelehrten fest-I gestellt worden. Jeder Fixstern ist,, wie man annimmt, eine flammende! Sonne, und er strahlt verschiedenes Licht aus, natürlick: je nachdem daSj Material ist, womit er einheizt. Soj hat man entdeckt, dan der Stern Äega weiß, der Arcturus gelb und der Antares im Sternbilde des Scorpion roth -T.ici rrs : . v .it giuyl. .4,ie orei oeoeuicnojien roiyen Sterne sind Aldebaran, das Auae des Stieres, Beteigeunze in der rechtenj Schulter des Onon und Antarcs. Regulus, Denebola und der Nordstern sind weiß; Sirius,, in der' Schnauze des großen Hundes, scheint weiß, aber seine eigentliche Farbe ist! grün. Einige Sterne haben in histori-! scher Zeit ihre , Farbe gewechselt; so! sagt man, daß der Sirius den altem Egyptern und Griechen roth geschienen' habe; die Capclla im Fnhrmann schien! einstmals roth, leuchtete aber im Mit-j telalter gelb und strahlt jetzt ein bläu-j liches Licht aus. Die merkwürdigste! Beobachtung macht man an einer' Gruppe im Sternbilde des südliche! Kreuzes, welche in fast allen Farben! flimmert. ; Wie lange wird es dauern und die! neugierige Wissenschaft wird jeden ein-! zelnen tern gewogen haben; wir. man ja bereits das Gewicht der Crde und des Mondes festzustellen versuch hat. Auf ein paar Millionen Pfund! mehr, oder weniger kommt es dabei nicht an. U n b e st i m m t e r Z a h l u n g S t e r m i n. Schneider : Su haben meine erste Note mit dem Portrat meiner Frau die zweite mit meinem Porträt bezahlt, aber für diese dritte hier" Maler : Oh, die pressirt nicht, mein geehrter Herr, ich werde warten, bis Sie einen Sprößling bekommen !" Wie manRath wird. Ich darf zum Rath Dir gratullren " Nicht einenSchritt wandt ich daran Ich glaub' es Freund, Du krochst auf allen Vieren !" DerGlückliche. Herr Schmitt. Ach, Herr' Maier, Sie haben ja in der Lotterie gewon nen?" Herr Maier. Ja, ich bin ganz zu fällig dazugekommen." Herr Schmitt. So, zufällig, wie denn das ?" Herr Maiee. Da haben wir so über die Lotterie gesprochen und da sagt einer : der Sedelhuber hat auch wieder gewonnen, der Dumme hat halt daö E'ück!" und wie ich das gehört habe, bin ich gleich fort, habe gesetzt und rich tig gewonnen l" Segen Syßpep leVerlkopftheit, bUiSseAffopsw, ckronikSt 2Usxi yse, v6c$(tt4t,j Unreinheit eft! Blutes, echüttettl sttbe?, ?&U?iftj nd alle durch StSt rung d Lebern Särs und Niere verursachten Leid. Symptome einer erkrankte Leber. 1 n&let mUm : Sölnen in der Celte, ueZ?' unter dem Cchultnblatte ud ird taun tnil Rbeuma US verwechselt; allzemewn Lpxktttvulvst ; ge, roöhMch Wers?fcheit, zueikn abkrechsewd mit OffenZeibZzkeit: ter elf r?n Echmerzeu bettstizd, s teefrei bettkck'tttcker Verl ust de? EnnLeruvzIrermk ans; luneüio em ia.'.?er, i.xieu Qzptn ug ' sc Gencht ten merye kveNtvgrii, was vi Nl? Ltwindsucht gehaltea tritt; dn Patte t klagt titt LLülizkktt und SchwkFe; ist nenes; 5!te ed iren entes Eeföhl ia den Füßen, zueUen ewe stechend? Empfindung; die Lebensgeister ntederzestizzk. sit rrenngleich jnan überzeugt ist. daß Lkiteöden?eznnz teUsam xcaxt, sz kann man sido ksua dazu aufraffe, ja, man mißtraut jedem Heilmittel, verschieden der rb:gkn Exmxtcme begleite die Krankheit: ter es stnd F!lle verzekemmen, t denen ur renize tarc vorhanden treren; dsch hat die Untersuiung nach reui Tode eine beträchtliche CUrunz der Leb usch. Lervreien. Saft LZittsl sollte vs alle Personen, Junz und Vttt, gebraucht werden, sobald siQ . eines der obigen Symptome zeigt. . Wer aus Reisen ist ode in aesr5Ve Seaend obnt. tcirb durch aelezentlichc ttanfi rnen einer TostZ, um die Leder in gesunder Tbzttz, kett ,u halten, cZt Vkalarie, aallige Slnf&Ce.f Wirre,. Uedelleit. vüiederzeschiazenykit . s. . tl enden-. TaS Mittel wirv un ein o'ias ssrta ttiw tizrn. itt der kein berauschendes etrank. 4 Wenn man etr?as schwer VerdaultcheA atti geffen hat, rder LachiS ttt schlaft kann, ebmel rnau ine DosiS kd diürleichterunz, roud intreieri.! Sowohl Zelt wie Toktorrechnungen werdend erspart, wenn man den Ueguletor stets , , vorrathlz i Hause halt l i ; Der. gleichviel c-IeS Leiden, sich einstellt, e'.zt durchaus sichere?, adsuhrendes, Säste derbesö! serndeK und störkenveS Mittel reird nie unrecht' angebracht sein. TaS Mittel ist uqesährllch und beeinträStigt weder die (eschäststhatigkeiß ! odasBergnugkN. SS ist rein vetaSttisch end kat He gantt straft uud SSirfsanfctt ttn Gaf;rn:t t in Chinin tl.r.t irgend tat der seitlichen , virluvzeudersclhes. Zeugnitz teil einem Nouverntur. ' ! " Süarnctt txttt Wezulat ist seit liuzerer Zeit 1 bet rneiner ßamili tn (ebravK, und ich bin u?er, : - - engt, daß eine Ber?ichkru?z der Or'?,eiJ?k-!ez:'cft l tilcrt. I. Sill Shorter. (?r atfree ur ten CIi. Hon. Alexander H. Steprn r?u dtazx sagt: T Eedrauch rva SiuinicuS Lirer ez-cla, ter- ist ir weil bckoiUA und ich rrü2Z,! i;, Veit ja rriftr. . ( desur.den taS mir ss wchl bckoniea ii xtit &ta raon Liver Regulater. Ich hübe ro innei-!, .biSEecrgia danach geschiZt und mjre ci-cr fclra Medizin eqesuvch ctiler schichen ; ech tniite Ich ollen ähnlich Leidenden anr:hea eZ nit d'k? ri if fi4 t dt fi i t t a. : 4 h a,tu tu (9 mo CiUilC 13 lCv3 dc:S nilusls Linderun, versagt. P. LA. Ja n u e p, NmnearrNZ. ZTArtn. Tr. T. LS. Naso sagt : Durch tds!ias)ttch Ersihrurg im Eebrsute r?a iTmont w:t Regulator- In meinet ?rar! tla ick vo seiner An Wendung besriediat und uh'rerndue ih als ein OMHrunzS-Srznet.' I mrv rr? mfyn wn Im 4..h YrT szets t rotb Z anelmatte und txt Nameniuntn . sinnst I. H. Jeiiin 0. s dem Umschlag ' pizt.,Let allev S xt hekern k u h Si.

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