Indiana Tribüne, Volume 6, Number 20, Indianapolis, Marion County, 8 October 1882 — Page 4

I

IggTsjgnrggriJ x LjisO& t u .c2 skMlrstl gmpfofjscn von Aerzten und r.kdizinischtn Autoritäten iti In und Auslande! als ein unsckZsbZ?kZ Stärkung, und BtlkbungS SÄittel teia-en:e:ntr Schwäche, Nervöskr Sltecer jtschlagknhtU. (?eiiro:fdittr Kör?kr-Constitution, uns bei Leiden den: rreihlickien (Geschlecht eigen. Aür säuaende Mütter, weklZe an MÜcharmutb leiden, in Liebig Mal, Ex tract ein unschäzdareS Mittel für ihr Leiden. Kr weit daZ VerkauungH. Vermögen, reizt den Avvetit, stärkt das BzKtvx uns reränlaßt einen reichlichen Zufluß on M'.lch. Schwacgcn und Kränklichen iöern. welche ruri Nettigkeit und Ungeduld, die Folge von Jiranfiett leiden, oder deren Eyftem. durch geislie Ileteranstrengung untergraben it, wird der Gebrauch den normalen Zustand des Kör xtxi und die S:ülöe der Jugend roleder geben. Invaliden u. Zieconvalescentenrvird'n Liebig Mal Extrakt ein treff licher Helfer tii Leben zu erhalten und den verlöre, nen Appetit keer zurück zu bringen. Ter Mal Crtract ist ferner ein unübertresflicheS Erszzmlttel furseüe Nahrung, n-eun der Magen ,u geschwächt ift, un solche bei n& ;u behalten. Schwächliche Frauen, welche an den ihrem Ge'cklechte eigenen Aranlhetten den werden Minfi ten Gebrauch des ErtraeteS blei bk7.dk lndemng, ?Lknn niltHkllungtthattkn. Ek b:Vt der Verdauunck. reinigt die Säfte, reizt den A??eti: uns bring: neue Lebenskraft. Alterfchwache und schwächliche Hrsoe im ctiiJtmeinrn-, deren System künstlich tarkungsmtttel, verlangt, u. besonders solche, welche s:$ zu? Sreinefuit hinneigen, finden ly dem Valz xiract ne ien Lebenssaft. Er ist ferner ein fpeeift fieS L'iitel b, Huen und Nervenansalen, welch rei einem niedrigen rad rn Lebenskraft vorksm men. .r ein Mittel um aö.qemaan un Vttsine ein eesundeS, kräftiges Ausgeben 1 Zugeben. Liebt M l Exeraet fpornt die , ervauungSorgan zu neuerThütigkeit und hilft d'.:uich ßur Verarbeitunq fettrroduclrender Etoffe. Cr q;6t dir F?au die Rundung der Formen, dem M ne die entschwundenen Muskeln zurück. Zi'izs es ist. Lieöig Walz ist keiner Malz Ert'aet in concentrirter 'pl.i:;. von angenehmem Eefimack und frei von 8'..:oi,sl. Er kann von dem 'chwächften Magen leicht rerdaut werden uns enthält nichts als gesunde, nahr raste ktone. T as achte Präparat fuhrt alSvtiaueue e:S B'ldis ?aron von Liebig'S und ein Facsimile feiner Unte. schritt sowie dkr.knigkn der Herren A. Vszeler So., Baltimore, Md.. die alleinigen Agen tn für Amerika. Der ieSra Malz STtract ist in aZtn Aretheken oier bei allen Händlern mit Medizinen zu haben; eine Flasche kostet fünfzig Cents, ein Tuyend Flaschen fünf Dollars. Es kann jed:ch vorkommen, daß ein Lxotdeker Liebig Malz Ertract. auS diesem oser jenem Srunde, nicht auf Laaer führt urid den unden ein anderes Präparat auf:usvrechen rersucht. In diesem ZZalle möchten wir Jedem, welcher einen Mal, Extract von aner ranntem Werthe und sicherer Wirkung ar.znlcharsen wünscht, rathen, daraus zu bestehen, Lievig Mal, Ertract und keinen Ändern zu erhaben un! den Slp.'theker zu bewegen diesen Mal, Extrakt vos dem Engroslzandler, ron welchen er lein Troguen bezieh:, kommen zu lassen. Sl. Voaeler & 5o.. Baltimore, Md. gegen: alle Mankheitm öcs 3irnQens, Öcr Ccöer unö des 2ln(crsciües, insofern sie euö SZersch le imun g, angehäuften Krudnaten und Uttverdattlichkeit . ntüaden sind und Blähung und Lerorsung rer. , lsen. e?en kzl'kz?rize Le,bschmer,en, auch di: dvon abhä'.i?ign iLeschwerren ttt HaurteS und e ruit, den -Schwindel, das Drücken und rie Tii'erkeit des Sor'eZ. Tunkelh tt der Augen und ,e:lemmu7!g der rust. desserliches suS und cnalhmen, Z'SlIe. welch? besonders demHyxochon, x fürcht eritj) sind. Gegen: alleLcidk!. dc weiblichenGeschlechteZ. G e y n : Oellblüiiske'.t. 'etcks-ekit. ?chwcrmütiizk,il, lcn,' lichkeit, Uebelkeiten. Oemachte, ovf- nd ltederschnt.ezr, Herz klopfen. Uldscht. Gegen .rankheiten dcö Vlut:S, drr Nieren u. der Blase. C t g c n : M a g e tt lei den oder ?crda:'un''5escherden, Kopfschmerz, Schul ter'chmerz. t'cklemung der Brust, saures Aufstsßen auj sein U.ig;n, Schwindel, schlechten Geschmack im Munde, iallenleieu, Herzklopfen, Schmerzen in der Nikren'ttkgens und bindert andere Arankheits Erscheinungen, welche' durch llnverdaulichkeit er zeugt werden. H antkran'kh eiten ?uzsch'.üz?. Schwären, Saliflüfe, Flecken. Mitesser, Qei Itsrdie, Caitainkel, Rincn,urm.chrindk?f,schlim nt üugtn, iKsitlauf, Schorf, Mißfarbe und andere ran!!?'.tn der Haut ist der Gebrauch der Tropfen .ron unverzl:chlicher Wirkung. Eine einzig l.a f ch e wird rn fast äUenäLcn den Nnglaubigsten , ?on der Ltrkung tiefes Hellmiktkl üteizeugen. Haltet Suer vlut ein und die 0ftml$i t?urc CtfittuUmu wird die Salgesin. ?ie Flalche Hamburger Troxfen kostet S0 Cents, oder fnf Flaschen für find in allen deutschen Upolbeten zu haben, oder erden bei Bestellunge ron kostenfrei ersandt durch 5l. Vogeler & Io., . VaMke, Zd.

RE

yyr r T?v gi .; . c. D, : ,'VVj li 7 ?, - j , .i 1 ' -: A El- - ''.;Ci;,:: W Iffr VtC iv:s 1 K- t" 7i I " Vr" 3 i1 t t'5;'4.Ä.-:r35--::'- I W s F "...i:r- . V fit:' . s r :.:Jr I w f- ---- v l& ja- a. I 71 C v..-;ä:;ä,! ftj IX t " " I Vl Vr . 1,2 fc.. - Iv '71 ;l itsa;i3 MW r; ' E1 ' -f LeR SJP Ü 3 X'B' wL s -nnncv'. - f s,.v-j5 lyl ili'l ?r---r'r ilLJ

pai .

Hggg

i -1 -p

cvlt

KyMM MWUZu 7 . iWX rVS r ' ' EM - A Jl r . S iif j - ' , ' . CV jsi V fr ' , .- i J'Ä V- H MM- MWW n gMMV U l&iiXXü r - MKch-MKMM s&jfott s -'i' 'r 'TAvj.'w.f r r--f -tm "--fi: t teJ&fQ&i i. . T y -i .-, - j.rZA.l h . ' . - J J" wr c Li-u Au . .- 17 -" . D'-W'" I i H i-. ; - 5? lfYXfitr sf SJ'g MWM A V; !VVf' V' VO': a wsmmm jlMMs-M,KxXXM , " i i JdJÄte-WA CA A A W V öaatt iL AB l BHBPfl M f n R l kl ü r -Iv l i lWpW

eise durch den Ouezkanal im April 1882. Am Morgen des 7. April verließ ich

auf dem nach Java bestimmten holländi 1 I m . 4. Ich! Wamplvooie .Prms yenorn" oie Rhede von Neapel und kam nach einer etwas stürmischen Fahrt und besonders üblem Wetter, bet manchmal blos 10 Grad R. Wärme, am 12. Mittags vor Port Said an. Ein kleines Damvsboot unter türkischer Flagge brachte den Loot en. einen manzosen, wie denn über Haupt das Lootsenwesen, Verwaltung und Unterhalt des Kanals ganz in den Händen der Franzosen ist. Wir fuhren a t. rr n p n den Zkanal, aus oeen weliqem User der etwa 160 Futz hohe euchtthurm steht : Ein bei 6000 Fuß langer Damm, auS ungeheurenBetonblöcken zusammen gesetzt, zieht sich von der Mündung in die See hinaus, und schützt dieselbe ge gen den Wellenschlag, den die westliche Strömuno, verur aHt, und das Emorm gen des Schlammes, den der Nil in die See brmgt, der östliche Wamm m dagegen k.'um halb so lang. Nachdem La Sante" den freien Verkehr mit dem Lande gestattet hatte, suhren vir Passa t- v . . -l rr (Trjt! . u i giere naaz oem icinc iw vciyiuic ein ernten Landungsplatz, qon vorher, und noch ehe es gegenüber dem hollän dischen Consulat geankert hatte, wurde unser SchM umschwärmt von Voolen, beladen mit großen Orangen, von denen man 2030 für einen Franken . kaufen onnte. Am Kal wurden wir sogleich umringt von zerlumpten Männern und Jungen jeglichen Alters, schwarzbraun oder weiß von Farbe, in türkischer oder europäischer Kleidung, doch alle in Fez oder Turban, wie überhaupt der erstere auch von den meisten Europäern getra gen wird. In allen möglichen Sprachen ? . l f rt i" c . f r ' . f : ei- f - 00t dieses i$eunoei leine )ienic an, u unverschämt lästig, daß man ste kaum os erden konnte. Alte und junge Bettler, auch Weiber, die man übrigens sehr wenig sah, streckten die Hände nach einem Bacfschisch aus, welches ekelhaste . , . ... c r . l. M Gebettel aus Ml: uno vazrlll oen el' senden in Aegypten verfolgt. Dort Said liegt aus dem westlichen Ufer des Canales auf einem schmalen Streuen Landes zwischen dem ceere und dem MenzalebSee, und entstand mit dem Canal, dessen Schiffahrt, die Stadt ihre Fortdauer und Wohlstand verdankt, denn ohne jegliche Industrie oder Landbau, umgeben von Waffer und Sandwüsten, ist es blos der Handel, der sie erhält. Sie hat schöne breite Stra ßen, die besseren Häuser von Stein, mit Veranda's, übrigens sind größere Ge baude selten ; das schönste ist das mit Säulenballen umgebene uotel der vu derlanden, ein Eigenthum des verstorben nen Prinzen Hendrich, das aber zu groß artig angelegt, nicht rentirt, und jetzt geschlossen ist. Äus dem.PlaZe eeps ist ein Kiosk, umgeben von einem Bassin. Bäumen und Blumen, die aber in dem dürren Sandboden nicht sortkom men ollen. Wasser erhält die Stadt aus dem Süßvassercanal. Von den circa 12,000 Einwohnern werden beinahe die Hälfte Europäer sein, wovon, wie überall in türkischen Ländern, die Griechen die Mehrzahl bilden. Auf un serem Spaziergang durch die Stadt kommen Wirthe und Kaufleute uns entgegen, uns zum .Eintritt in ihre Lokale einladend, denn beinahe jedes Haus ist ein Laden oder eine Wirthschaft. Alle möglichen Waaren europäischen oder indischen Ursprungs sind hinter den Schaufenstern ausgestellt, denn Alles, was der Reisende, der von Europa kommt, für Ostindien nöthig hat, findet er hier, während der aus dem Süden Kommende sich für das kältere Klima des Nordens hier ausrüsten kann. Da jährlich 1000 Dampser den Canal Pas stren und ein einziges Mailboot oft bei 200 Passagiere an Bord hat, so ist der Umtrieb im Detailhandel von großer Bedeutung. Vier Fünftel aller Schiffe, welche den Canal besahren, gehören England; an dem einen Tage, den wir vor Port Said lagen, kamen 5 Dampfer aus dem rothen Meere, und in den 3 Tagen unserer Ca nalfahrt mußten wir 11 Schiffen au weichen, alle ein und ausfahrende unter englischer Flagge. Man sieht daraus, welches Interesse England an Erhaltung des Canales hat. Vor Port Said la gen blos ein russisch:? und zwei ägypti sche Kriegsdsmpser stationirt. Wir besuchten das Eldorado, eineTingel-Tan gelwirthschaft, wo eine gemischte Gesell schast, Passagiere, ägyptische Ossiciere und Soldaten, Seeleute :c. jeden Abend den Saal füllt, dem Gesang französischer Soubretten zuhört und im Nebensaal Roulette spielt. In emem andern Lo cale, das eben so stark besucht war, mu sicirten aus einer Tribüne 9 böhmische cyy " c y . . rr : . c rf xv:r x exe.:... lascyen. -im yuuuuuiiujc uuiuuc und Damen unseres Schiffes veranstal teten sogleich einen Ball, der bis 1 Uhr Morgens dauerte; eben so lange wurde auch im Nebenzimmer gespielt, und ohne Unterschied des Ranges legten Ossiciere, Soldaten, Neger,Matrosen, Einheimische und Fremde ihre Franken aus's Roulette. Beim Auszahlen der Gewinne bekam man alle Sorten Geld, Franken, Drach men, Liras, Schillinge, Vierteldollars, holländische und österreichische Halbegul den. rumänische Lius, und Viertelmed schijis, alles ging für Franken durch, obgleich die Restaurants ihre Getränke nur nach englischem Geld berechneten. Ueberhaupt herrscht überall in Aegypten beim Geldwechseln eme schamlose Will kür. 'doch kommt der Reisende am besten durch, wenn er sich mit möglichst viel kleinem franzostjchen Silbergeld versieht, denn dieses wird überall angenommen. ' Etwa 5 Minuten westlich von der Stadt ist die arabische Vorstadt, eine Menge kleiner elender Häuschen, so leicht auf den Sand gebaut, daß man meinen muß, ein starker Wind könne sie wegbla Zen. Auch hier ist jedes Haus ein Laden und die arabischen Damen sind gar nicht blöde, die Fremden auszubeuten. Auch hier sind Spiellokale und Griechen sind überall deren Besitzer und daneben Schenkwirthe. Abends 6 Uhrhatten wir die Kohlen an Bord, und der Prinz Hendrich dampfte m den Kanal hm'm. Damit der starke Wellenschlag das User nicht beschädige, darf lein Schiff schneller fahren, als sechs englische Meilen in der Stunde. An der Ostseite des Kanales sind von Port Said ab jede englische

Meile Pfähle mit dem Abstand und dazwischen Psostm für die Unterabtheilung der Meile bis nach Suez, so daß man jeden Augenblick sieht, wie weit das Schiff von beiden Plätzen entfernt ist und die Schnelligkeit der Fahrt danach regeln kann. An der Westseite des Ka nales sind je etwa 2 Stunden von ein ander entfernt die Stationen, Gare oder Ausweichestellen, wo der Kanal, der gewöhnlich kaum 100 Fuß breit ist, be nächtlich weiter wird und fo den entge genkommenden Schiffen das Vorbeifah ren ermöglicht, denn bloß in der Mitte können die , über 20 Fuß tief gehenden Schiffe fahren ; bei jedem dieser Gares, kleine Häuschen, wo der Stationscom Mandant, meist ein alter französischer Militär, mit seiner Familie wohnt, ist ein Signalmast, an dem zwei schwarze Ballon hängen, wenn zwischen dieser und der weiteren Station ein Schiff von Suez her kommt. In diesem Falle

muß das dorthin fahrende sogleich mittelst Troffen an den .an dem westlichen User befindlichen Rmaen festgemacht werden, ebenso wie andere, welche hinter ihm kommen möchten, denn es ist Raum für 3 Schiffe da. Ist nun da3 herankommende passtrt, so werden die Ballons abgenommen und man kann die Reise fortsetzen ; zeder Aufenthalt dauert wenigstens eine halbe Stunde. Die Gegend ist untröstlich traurig, Im Osten die unübersehbare Wüste von gelbem Sand, hie und da Wasserlachen, : cm . n . v . em i . , im -meuen ver 'lenzaiey-Vee mir vielen trockenen Stellen, die Bänke oder Inseln sind. Nirgends eine Spur von Vegetation. Ein ungeheurer Schwärm von taufenden Pelikanen kam von Osten her über den Canal geflogen und setzte sich auf die Bänke im See. Dieser muß sehr fischreich sein, um einer solchen Menge von Waffervögeln Nahrung zu liefern, Wir sahen aber außer diesen noch zahllose Reiher, doch keineFlammingos, aber später im TimsahSee Entenzüge, die man vom Schiffe aus hätte schießen können. Außer Damvfbooten sieht man keine anderen Fahrzeuge, nur eines kam uns entgegen, das mit Wasserkrügen, die man in Oberägypten macht, , geladen war, und mühsam von einem im. Sande watenden Burschen aezoaen wurde. Zwi sehen dem Ballah und Menzaleh'See, -i M r i ...... 01 . v . . 1. I klwa -iu Niiomeier von Pori VUiO, uegl die Station El Kantara, schon seit Urzeit der Karawanenweg von Palästina nach Aegypten, ein Dorf mit Moschee lag auf einem kleinen Sandhugel am östlichen User, während am westlichen einige Pappeln standen, hier steht auch ein Kaffee Haus, an dem großartig eine Tafel hing mit der Aufschrift Billard. Ewige grobe Felsenblöcke liegen hier und neben denselben rauchten Araber ihre Wasterpfelfen und drei Kameele standen daneben. em acht orientalisches Bild. Eine Fährte buchte jetzt die Kameele und Leute über, und dann mag El Kantara sehr belebt An ; jetzt aber war alles öde und still. Der Ballah-See ist beinahe trocken und i n CTY) . : f . O-: . r r. rr . u i x v f lIil'ur k " .u. " stand westlich die Stadt Jsmailia, bc: der viele Gärten und Bäume zum Vor schem kommen und eme Vegetation sich zeigt, die sie dem Sußwa stercanal zu danken hat. Rechts und lmks zeigen sich unoeoeuttnoe Vanvyug, uno viqi am ee, in oer caye oes Kanals, m em w r"i 0 4. w tf tft , . . , r Pavillon, der für die Kälterm Eugenie gebaut wurde, als man den Kanal einweihte. Jsmailm ist etwa halbwegs uez, unv im nnucici uuic uuctnuyn da lÖQin. Aus dem Tlmsay ee Heraus werden die Ufer viel Höher, doch ist der Canal hier am schmalsten und wohl nicht über 80 Fuß breit. Die Arbeit von 80 Mann ' rt-i . . in emer cacyl wuroe genügen, iyn aus lange unbefahrbar zu machen, roße Baggermaschmen sind stets beschäftigt. die -seichteren Stellen, die durch das Hineinfallen des Sandes theils durch Wind, theils durch Wellenschlag verur sacht, zu vertiefen, und wohl 100 Araber .Il i CW..CJ1 JCl , m -.. ! . arvelien unier ui iqji vvn vjuroijacrn an seiner Ausbesserung. Es war bereits der dritte Tag, denn man mußte an drei Ausweichsteuen halten, und tu ischine waren an uns vorbeigegangen, als wir am Abend m dle Bltterseen kamen, De . . m w ? . -n r r. ... i . fr pressionen, oic ersi oeim vpraoen oes Via als durch dleselben sich Mlt Wasser süllten. Am Ein- und Ausgang dieser T n . O... js. LkC " . V Oft een icgcn rullyurme, uno oien und Baken zeigen den Weg, der nicht immer in gerader Linie geht. Die Ufer dieser Seen sind dünenartige Hügel, deren gelbe Farbe schroff absticht gegen das tiefe Lasurblau der Seen, und die rothblauen Berge bci Suez, die man in !,er Ferne sieht. Da die Nacht anbrach, ankerten wir und wie ein rother Ball leuchtete die Sonne unter die Sandhüael des Westens. Nahe dem 30. Grad, und nur wenige Meilen Abstands vom t r. . n ca . rv. ueii3Eii cuea V5tuc, vcui luiycii Meer, zeigte der Thermometer blos 11 Gr. R., und srSstelnd zog ich meinen Ueberzieher an. Am andern Morgen kamen wir aus den Bitterseen; der Canal zog sich wieder zwischen zwei Sanddünen hin. Auch hier war er sehr schmal, Endlich gegen 11 Uhr Mittags sah man Suez zur Rechten, die kahlen Berge der arabischen Wüste und den Gebe! Attaka ..VV-CV V-al'CC vor sich, uno rn oer erne vas llksoiaue Meer. Wolkenlos war jetzt der Himmel und die Lust drückend heiß. Der cm -r - v. vi 4;f nttx, .v ftHv. oioio UNO oic uici vyiuuuus uui vjuvt deffelben geben dem drei Meilen davon liegenden Stadtchen mit seinen paar Minarets, Bäumen und Paimen etwas Großartiges, dassich aber schnell verliert, wenn man es erreicht; blos ein großer Dampser lag im Canal. Es war ebenfalls ein Holländer Voorwärts" und ging nach Amsterdam. Die Vassaaiere beider holländischen Schiffe, die nur eine Stunde an der Mündung des CanalS sich aushielten und dann daS eine demNorden, der Heimath, daS andere dem Süden, dem schönen ?iava zueilten, batten deshalb nur kurzeZeit. sich zu begrüßen, ich aber fuhr mit der Dampfbarkaffe des holländischen ConsulS ans Land, das heißt, an den beinahe 3 Meilen langen Damm, der die Stadt mit dem Hafen verbindet, Meistens findet man bier für Vassaaiere. welche die Stadt besuchen wollen. Esel und ihre Treiber ; ein Ritt dahin kostet .. 7 .. ' . ' 1 , gewöhnlich I4 Franks. is war auch sogleich, als ich ankam,' ein Araber mit . rrt .t . . 1 L. . V. ..k emm V5ci oa, lauci wu igj uues uuw

fiesesten, als der Kerl 4 Schillinge ver langte. Ich stieg schnell wieder ab, nahm dem Kerl mein ziemlich schweres Koffer chen ab und msrschirte rüstig der Stadt zu. ES war um die Mittagszeit, ein Weg ohne jeglichen Schatten und bei wenigstens 24 Gr. R Wärme, und ich wäre wohl nicht im Stande gewesen, mein Gepäck so weit zu tragen, glückli cherweife aber fing der Kerl seine Unter Handlungen wieder an, und wir wurden für 2 Frcs. einig. So ritt ich denn bis an die Stadt, die, je näher man kommt, desto mehr den ersten pittoresken Eindruck verliert, und in Wirklichkeit nichts als ein elendes schmutziges Nest ist. In einem kleinen Häuschen war derDouane Officier, der, als ich Miene machte, den Koffer zu öffnen, blos seine Hand hin. hielt und das magische Wort Bakschisch auösprach. Ich gab chm einen Franken und zog ungehindert von dannen. Mein Araber, der jetzt ganz bescheiden und

höflich geworden war, brachte mich an den ganz in der Nähe liegenden Gasthof votel de l'Orient". Weit und breit war kein Mensch zu sehen, nur ein ungeheurer Pelikan, der wie es schien, vor der Hausthüre Wache hielt, und alle Miene machte, uns den Eingang zu verweigern. Endlich auf Poltern an der Thüre kam der Kellner, ein Araber, und wies mir ein ganz ordentliches Zimmer an; im Garten unter meinem Zimmer standen Bananen,Granaten, Mandeln und Feigen und eine :a ...iXi! cn .t t . ' r c mu prailgei, nrocri uvrrzogene auoe; eine Menge Trauben hatten bereits abgeblüht. Der Stadttheil, in dem die Europäer wohnen, (Suez kann 8 10,000 Einwohner haben) hat regelmä' ßige Straßen, unansehnliche Häuser und ist beinahe ebenso schmutzig als die ara bische Stadt mit ihren engen und holprigen Gaffen. Hier war schon alles mehr orientalisch, als in Port Said, man sah blos braune Araber in ihrer malerischen Tracht, verschleierte Weiber, und hübsche, aber äußerst schmutzige Kinder, deren Gesicht fast immer mit einer Unzahl Stubenfliegen bedeckt war, die sie gar nicht zu fühlen scheinen. In einem Gasthos, wo ich ein Glas laues Bier trank, war eine solche Masse dieses Ungeziefers, cau man in steter Tewe gung bleiben mußte, es zu verjagen, alle (CT. : V Y :it f JC. tl aTi C - ... - V5fziöllllrc l.l ver )irlyajllllloe waren damit bedeut. Tie Champignoneultur in Jrankreiö). Vcn Joh. Boettner, Kunstgärtner in Paris. Bor nicht allzulange? Zeit wurde durch das österreichische landwirthschaftliche Wochenblatt" ein Artikel berbreitet,demgemäß in Frankreich eine ganz neue Methode der Champignoncultur ausgeHihrt mtrhtn f n ff s,,fv?ssfn 9lr tikel, der angeblich einer französischen .Ztsrist t nh rri&,r ih. tec mit bezüglichen Abkürzungen in sehr vielen deutschen Blättern wiedergegeben . ' . . . wurde, beschreibt die neue französische Champignoncultur etwa solgenderma Sen rcs Zrd .in 5t Urr m?l ches aus pulverisirtem schwefelsaurem Kalk d. i. Gyps besteht, die Masse wird ftstgestampst und mit der Champignoncrut ver eben, welckie ledtere m t Salve i r r i m t ter kermit-wird unhm.r hz a mm. I - - . i j . ... " - unttrtufrnntn in ?;s R,?t welches, beiläufig erwähnt, in einer mit Gyps gefüllten Kiste bestehen und in jedem dunklen Raume aufgestellt werden frtnn mtih hnn , Qfit tnl( n(!r beaotten.demSalpeter beiqemlscht wurde. t V V V t V ft tJ V WW V fr Die Ernte beginnt schon nach wenia Wochen und dauert unberechenbare Zelt hindurch. Die aus solchen Beeten er . zieilen Champignons werden gegen sechs- bis acht mal schwerer als andere. Allerdings, eine solche Cultur hat et was Verlockendes, besonders für den Privatmann, welcher dadurch in den Stand gesetzt wäre, ohne weitere Vorbereitung, ohne große Kosten und ohne I . n ... . i'. st lor.mac Tcowlerlaiellen laailcy oie iur den Küchenverbrauch nöthigen Cham pianonS im Keller oder in sonstigem ae eianetem Raum, wie m emer Kiste zu ziehen; aber diese Methode hat einen Fehler und der lst,sie lst unbrauchbar. I - . r , In ganz Frankreich, wo die iyampianoncultur wie in keinem andern Lande heimisch ist, und woher diese neue I w . ' n r i,ui:urmelyooe angeoilq nammen 0ü, ist dieselbe durchaus unbekannt und alle Versuche, welche in Folge oben angegebener Mittheilung bisher in Deutschland unternommen wurden, sind vollständig erfolglos geblieben. Es ist auch leicht begreiflich, daß die bekanntermaßen sehr cmvnndlicben Cbamvianonfäden die festgestampfte Gypsmasse nicht durchzie hen können, und, was die unendliche Le bensdauer einer solchen- Anlaae anbe langt, so ist eS ganz unmöglich, auf eine I , . . ' , , , oiQC zu rechnen, moem oer oer IUNM chen Pilzcultur felbst unter den allergün stiasten Verbältnissen die Brüt nie län ger als wenige Monate angedauert hat und dann stets zu erneuern war; noch unhaltbarer wird die ganze Culturmetbode. wenn man erfährt, daß Gyps und Salpeter durchaus'nicht im Stande sind, einem Pilz die Nahrungsstoffe zu liefern, welche er nothwendiger Weise aus . ß. ' vem Boden beziehen mufc. Der Vrofesior A. de Barv inStrafe bürg theilt in Hinsicht aus die erwähnte I . . i . . v . v v l iz,yamp!gN0NZUchimeiyooe m oer oeui sch. Gärtneneituna Folgendes mit : Jn der Anweisung für eine neue Art der Champignoncultur muß etwas We sentlickes veraessen sein. Die Trocken substanz der Champignons wie jeder anderen Pflanze besteht zum größten Theil aus Kohlenstoff, diesen kann ein Pilz nicht aus der Luft beziehen, auch mcht aus dem Waffer; m dem angege benen Bodengemenge aber ist keine Spur Kohlenstoff enthalten." Alle weiteren Versuche mit solchen oder ähnlichen Champignoncultur-Mcthoden sind daher ganz zwecklos und es ist nur zu bedauern, daß der betreffende Artikel so weit verbreitet worden ist und mit derartigen Versuchen schon so viel Zeit und Kosten ganz unnütz verschwendet wurden. Der Verbrauch der Champignons in Paris und anderen großen Städten Frankreichs ift ein ganz enormer; sowohl c.. a.rt . ijc. w;. in oen .yamplgnonieuerri, rociajc oic meisten herrschaftlichen Häuser besitzen, ihS. hi( 2m Vm sTiiftiirrSiim (ov QilA. uu h h t umt v

ter für den Markt wird täglich eine ganz bedeutende Menge von Champignons

geliefert ; überall wird die kunstliche Champlgnoncultur m Anwendung gebracht, aber nie hat man Gelegenheit, anderes Matmal n Anwendung zu finden als Pferdemist und Erde. Die Champignonkeller, welche m größeren Privathäusern zu finden sind, dürften sich von gewöhnlichen Kellern, wie solche zur Aufbewahrung aller Art von Gemüse dienen, kaum unterscheiden. Der freie Zutritt von. Luft ,st durchaus nöthig, jedoch ist das Licht für die Champignonzucht ganz überflüssig und die Pilze werden im Gegentheil viel zarter und schmackhafter,, wenn sie ohne jeden Lichtzutritt cultivirt werde Die Champlgnonmen, welche ihre Produkte nur für denHandel ziehen und, beiläufig erwähnt, sehr bedeutende Einnahmen erzielen, wenden die rationellste Cultur an, sie liefern sämmtlich das ganze Jahr hindurch ihre Pilze auf den Markt, und manche unter ihnen ernten vier bis fünf Centner Champignons täglich. Diese Champignonzüchter bauen keine besonderen Culturraume.an unter irdischen Gängen und Gewölben fehlt es in Paris und deffenUmgebung nicht,und solange solche Räume den Zutritt von Lust irgendwie gestatten, eignen sie sich zur Champignoncultur. Es ist ein Theil der Katakomben von Pacis, welcher gegenwärtig der immer mehr an Ausdeh nung wachsenden Champignoncultur zur Verfügung gestellt wurde, es sind noch mehr die ungeheuren unterirdischen Steinbruche in der Umgegend der Weltstadt, welche, nachdem das zu Neubauten nothwendige Material mit großer Schwierigkeit ausgehauen und an die Oberfläche befördert worden ist, jetzt da zu dienen, für die kulinarischen Genüffe der Pariser zu sorgen. Begleite mich der geschätzte Leser m die Anlagen eines solchen Champignonzüchters. Die meisten derselben wohnen in den Vororten außerhalb' von Paris in Montrouge, Vaux, Arcueil, Jvry u. s. w. in unmittelbarer Nähe der larrieres (Steinbruche.) Jede Wohnung grenzt an einen entsprechen den Pserdestall, denn jeder Züchter hat täglich 5 bis 10 Pferde nöthig, welche den Bedarf an Mist aus den größeren Droschken- und OmnibuSadministrationen abholen.die Produkte zu Markt führen und Erde und Waffer an die Car rieren liefern. Der maffenhafte Dünger, welcher in den Stallungen m Paris täglich producirt wird, kommt fast auSschließlich für Champlgnonzucht und Gemüsetteiberei in Verwendung, und welch bedeutenden Ausschwung beide Culturen in den letzten Jahren erlangt haben, läßt sich schon daraus ersehen, daß vor noch drei Jahrzehnten die Züchter den Mist kostenfrei m daS- Haus geliefert erhlelten, während gegenwärtig, wo mehr als die doppelte Zahl von Pferden in Paris gehalten wird, die Züchter selbst den Mist abzufahren haben und für die Wagenladung durchschnittlich 20 Frcs. bezahlen müssen. Die Champignonzüchter verlausen den Dünger, nachdem sie ihn benutzt haben, ohne großen Verlust zu erleiden noch an Landwirthe und Gärtner, und diese verwenden den schon gut zersetzten Dung mit Vorliebe. Sehr bedeutend ist bei den meisten Champlg nonzüchtern auch die Hühnerzucht, dieselbe ist ja überhaupt in Frankreich sehr eingebürgert und hiir hat sie den beson deren Vortheil, daß die Hühner in dem maffenhaft ausgerichteten Pferdedung reichlich Nahrung finden und wenig ge füttert zu werden brauchen.. Hinter dem Hause befindet sich ein großer Platz, dort wird der Mist, sobald er aus den Stäl len kommt, in mehr als 100 m. großen und etwa 1 m. bis 1 m. 20 cm. hohen Haufen aufgeschichtet, 3 bis 4 Mal um gesekt, stets gegonen und festgetreten. und so für die Verwendung m den Steinbrüchen zubereitet. Dieser B' Handlung des Mistes wird eine ganz be sondere Sorgfalt zugewendet, denn der selbe darf weder verbrannt sein, noch darf er in unzersetztem Zustande zurVer Wendung kommen, seine Vorbereitung erfordert le nach Jahreszeit emen Zeiträum von 3 bis 5 Wochen. Wer je auf der Südseite von Paris die Umgegend außerhalb der Thore durchstreifte, der wird bemerkt haben, daß auf dem Felde an vielen Stellen vereinzelt hölzerne, Schornstein ähnliche Hütten errichtet worden sind. Diese Schornsteine dienen für die Champig noncultur und ihr Zweck ist es, den Lustzutritt in den Carrieres zu vermeh ren. Unterhalb dieser Schornsteine sin det man ein senkrechte Loch von oft 100 bis 200 Fuß Tiefe. Dieses Loch vermittelt die Verbindung des Steinbruchs Mit der Oberflache, eZ diente ehemals zum Herausschaffen der Steine und er mögllcht letzt die Einfuhr von Mlst,Erde und Waffer, wie es auch durch eine feit llch angebrachte Leiter den Eintritt der Arbeiter ermöglicht. In einzelne Stein bräche kann man ebenen Weges eintre ten, in anderen werden die Arbeiter mit telst Seilen herabgelaffen, aber überall sind die Arbeiten die nämlichen. Das Ausschaffen des unbrauchbar gewordenen Mistes und der Champignons geschieht in Körben und an Seilen. Die meisten Champignonisten haben mehrere Carrieren, oder in einer einzigen Carriere mehrere Löcher, denn es ist nö thig, zu jeder Zeit Pilze zu liefern, und da die von einem Loch zu erreichenden Theile am vortheuhaftesten zu gleicher Zeit angelegt werden, zwischen letzter Ernte einer Fläche und Neuertrag derselben aber stets ein Zeitraum von 6 bis 8 Wochen verfließt, so muß während dieser Zeit eine andere Fläche imErtrage stehen. Der Mist wird wagenweis durch das Verbindungsloch in die Carrieren geworsen und dann in den niederen Stellen urch Schubkarren,, in den hohen durch Tragkörbe an den oft 200 Meter entfernten Platz gebracht. Hier breitet man ihn in den betreffenden Mengen aus und laßt ihn einige Tage abdunsten, denn es ist durchaus erforderlich, daß der Mist kalt fei, wenn er dleChampignons hervorbringen soll; nachdem Abdunsten werden die Champignonbeete aufgeschichtet. Dieselben sind 30 biS S5 Centimeter hoch und ebenso breit, sie werden in gewölbter Form angelegt, den Wänden entlang einseitig, in der Mitte zweiseitig. .

Die Chamignonbri,: beziehen die

Züchter selbst meist von cn Gärtnern, sie benutzen scwohl frische als trockene Brüt, erstere aber mit Vorliebe; aus ihren eigenen Kulturbeeten ziehen sie selten Brüt aus, weil dieses den Kulturen schadet. Die Brüt, wie sie hier verwendet wird, bestsht aus Pferdlmist, welcher mit Champignonfäden durchzogen ist. Diese Brüt n?ird mittelst einer Säge zertheilt und je handvollweis in reget mäßiger Entfernung aus den Seitenwanden der Champlgnonbeete verbreitet. indem man d?n Mist vorsichtig hebt und die Brüt, ohne sie durch unvorsichtiges Zerreißen zu beschädigen, leicht unterschiebt. Es ist zu bemerken, daß die Beete aus dem, nach angegebenen Regeln vorbereiteten, unverfrischten Pferdemist destehcn. und daß dieser Mist in genügender Weise festgedruckt sein muß. Je nachdem die Brüt frisch oder alt ist, wird sie sich in den Beeten schneller oder langsamer venhellen, durchschnittlich ge nügen 4 Wochen, um den Ui-.kreis der Satzstellen mit weisen Fäden durchzogen zu sehen, und dann ist es ' Zei.", die em gesetzte Brüt festzudrucken und Erde aufzubringen. Die Erde, welche man hier verwendet, ist eine rein sandige Grubenerde, welche nach Ersorderniß gesiebt werden muß. Man transportirt sie mit telst schmaler Karren durch die Wege innerhalb der Beete. Ist die Erde mittelst flacher hölzerner Schauseln etwa 1 Cm. hoch aufgebracht und an den abhängigen Theilen der Beete sorgfältig festgedrückt, so wird das Ganze gegoffen. dann glättet man die Erde mit den nämlichen Schauseln und die Arbeit ist beendet. Etwa 4 Wochen nach Ausbringen der Erde, also 8 Wochen nach Ausschickten des Mistes, zeigen sich die ersten Spuren von Champignons und weniae Taae später kann die Ernte beginnen, welche etwa 6 Wochen lang an Reichlichkeit stets zunimmt, dann aber nachlaßt und nach Verlauf von 3 bis 5 Monaten wird das ganze Beet nicht einen gut?n Pilz mehr hervorbringen. Die für d'.e Pilze noth wendigen LebenSbedingu.igen sind dann nicht mehr in hinreichendem Grade vorHanden, der Mist ist für die Champia nons ausgesogen und kein einziger Ja den, welcher die hamplgnonbrut kenn zeichnete, ist mehr daran zu finden. Die Erde wird dann, da sie die Kosten des Hinausschaffens nicht werth ist, an einem überflüssigen Plaz lm Stembruch aufge schichtet, der Mist wird sorgfaltig gesammelt zur Oberfläche geschafft und dann verkaust. Der ausgeräumte Platz wird mit Hacke und Besen gründlich gereinigt und' dann mit Benutzung von neuem Mist, neuer Brüt und frischer Er'e zu neuen Anlag-.n verwendet. Es herrscht in allen Steinbrüchen die genaueste Reinlichkeit, die Wege werden nach Einbringen des Mistes und vor Ausschichten der Erde mit der Hacke ausgekratzt, damit kein Unrath bleibt und sich mit der Erde vermischen kann. Alle schlechten Champignons, welche sich sehr häusig zeigen, reißt man aus, sammelt sie und entfernt sie aus dem Bereich der anderen, die entstehenden Lücken werden durch Sand uf's Neue gefüllt. Die Reinigungsarbeiten werden meist in Akkord. vergeben, und werden dabei alle Ritzen der Seitenmauern mit Genauigkeit ausgekratzt, ausgekehrt und mit Kalkwasser bespritzt. Dem Verlangen der Pariser Konsumenten entsprechend werden nur solche Champignons zu Markte gebracht, welche noch nicht aufgebrochen sind, das heißt solche, bei denen der Hut noch die Kugelform und keine Schirmform besitzt und den Stengel umschließt. Die aufzebrochenen Pilze, welche die braune Unterseite des Hutes sehen lasten, sind zwar noch gut genießbar, aber sie verlieren den seinen Geschmack, welcher jungen Pilzen eigen ist ; die Champignonisten verlieren durch diesen jugendlichenVerbrauch zwar viel an Gewicht, aber die bleibenden Pilze können sich dadurch auch besser entwickeln und der Schaden wird hierdurch und durch den höheren Preis junger Champignons reichlich gedeckt. Der durchschnittliche Preis für , das Kilogramm im Großverkanf beträgt gegenwärtig etwa 1 Fr. 25 Ct. Das durchschnittliche Gewicht eines Champignons ist öO bis 80 Gramm. Die Champignons werden in Körben zu 10 Kg. auf den Markt gebracht, gewöhnlich macht man zwei Qualitäten, die rein weißen bilden die erste Qualität, die fleckigen oder sonst beschädigten oder zu großen Champignons geben die zweite Qualität, erstere werden bedeutend höher bewerthet als letztere. Eine schöne Frau. ES ist gewiß ein seltener Fall, daß ein Mann seine Fran verklagt, weil sie ihn geschlagen hat. Zu diesem Zwecke steht Herr Liseron vor dem Richter des CorrectionsGerichtshofes, und was er gegen seine Frau Mme. Laura Liseron, geborene Pulois, vorzubringen hat, ist ebenso ergötzlich als mitleiderregend. Der gute Junge erzählt, daß es stets der Traum seiner Jugend gewesen sei, eine .schöne" Frau zu heirathen ; mit diesem Ideal im Herzen gerieth er in die Netze einer .Riesendame', die ihr .Jmpressario mit folgenden Worten dem vor seiner Bude staunenden Publikum anpries: Hier ist zu sehen: .Die schöne Laura, welche das Entzücken sämmtlicher edizinischer Facultäten der Welt erregt hat, und die so groß ist, daß sie niederknieen muß, um sich fristren zu können." Eintreten, und nach wenigen Minuten bis über die Ohren verliebt sein, war das Schicksal des armen Liseron. Sein Heirathsantrag wurde jedoch freundlich aufgenommen, und nachdem seine Schöne .ihren Monat" vollendet hatte.sührte er sie als Gattin in sein Haus. Da erst wurde er gewahr, daß ihr verschiedentliche Tugenden fehlten, dle er bei einer Hausfrau für unerläßlich hielt. Er erlaubte sich Anfangs leise Ermahnungen zur Ordnung, zum Fleiße, zum Sup penkochcn, Strümpsestricken :c., als diese jedoch nichts fruchteten, kamen Vorwür fe, und als sie auch diese leicht abschüttelte, faßte er den Entschluß sie durch Prügel einzuschüchtern und womöglich zu beffern. Er klagt darüber dem Commiffär Folgendes : Da ich sah, daß weder Liebe noch Güte auf sie. Eindruck

machten, dachte ich mir, so einem Frau enzimmer m'b man Furcht einflößen. Ich faffe sie also plötzlich beim Arm und thue nur so, als ob ich ihr eine Ohrfeige geben wollte; da man muß das gesehen haben, meine Herren springt sie, alle zehn Nägel gegen mich gekehrt.auf mich zu und versetzt mir eins, daß ich unter den Tisch rolle. Und seit dem Tage ist eS gar nicht mehr mit ihr auszuhalten. Jetzt zwingt sie mich sogar, daß ich koche, die Betten mache.auökehre, kurz, alle häusliche Arbeit besorge, die doch von Rechtswegen der Frau zukommt, während sie in den Straßen herumläuft und Allotria treibt. Neulich, als ich ihr drohte, sie bei der Polizei zu verklagen, hat sie mich gar am Kragen erwischt und wir wohnen nämlich ebener Erde zum Fenster hinausgestellt, .damit ich schneller hinkomme," wie sie mir höhnisch nachrief. Wie oft sagte ich ihr : Laura komm, ich werdeDir Philemon und BauciS vorlesen, damit wir auch so leben, wie dieses ehrwürdige Ehepaar aber es ist alles bei ihr vergebens !" Die große Laura wird schließlich zu einem Monat Gesängniß verurtheilt, welche Strafe sie jedoch erst bei ibrer Rückkehr antreten dürfte, denn vorläufig hat sie das Heimweh nach ihktm früheren Metier aus dem sichern Hafen der Ehe in die Provinz entführt, wo sie sich wieder für Geld bewundern läßt. Betteldörfer und ver Bettel über. Haupt in Nutzland.

In dem Gouvernement Moskau, Kreis BogorodSk, existirt eine Gruppe von Dörfern, benannt Sachod". Die Bewohner dieser reichbevölkerten Gegend beschäftigen sich seit Jahr und Tag spe ciell mit dem Bettel. Alljährlich zur Hcrbstzeit haben die Dorsverwaltungen an zweitausend Päffe auszustellen. Groß und Klein, Alt und Jung setzt sich in Bewegung nach Nord und Sud, West und Ost, auf traurigen, schlechten Gefährten mit verkohlten Deichselstangen, was auf erlittenen Feuerschaden hinzuweisen hat. Im Frühling kehren die Leute, falls sie nicht grade Tiebstahls wegen irgendwo stecken bleiben, mit Geld und Brot und fonstigem Gut in die Heimath zurück. Nun hat allerdings die Polizei ihr Mozlichstes gethan, um dir achodinfi" von diesem leichten und einträglichen, in der industriellen und höchst arbeitsamen Gegend aber sehr außergewöhnlicher. Erwerb abzubringen, strenge Maßregeln haben jedoch nur Fabrikation falscher Pässe und falscher Dokumente, in welchen Brandbcschädigte oder Collclteure sür Kirchenbauten :c. empfohlen werden, hervorgerufen. Die .Sachodinsin" sind ihrer eigenartigen industriellen Branche bis jetzt treu geblieben. Im Allgemeinen existiren nach den ossiciellen an und für sich und bei der unvollkommenen russischen Statistik um so mehr avproximativen Angaden des Comite's .für Versorgung der Bettlcr"in 71 Gouvernements 293,415 Bettler beiderlei Geschlecht. Davon : Edelleute 3235, geistlichen Standes 3191, Kaufleute 20, Kleinbürger 43,434, Bauern 181.932, Soldaten a. D. und deren Familien 11,343, Verschiedentlicher, darunter Beamte a. D., Juden, Kirgisen, Kosaken, Exilirte 35.039. Am bettlerreichsten ist Moskau 25s Tausend, von den Gouvernements: Livland 16.000. Kurland und Moskau (Gouv.) 15.000.Nischnegorod undWjatka 10,000. 185.232 Bettler erhalten Unterstützung, 102,752 existiren von Almosen. Charakteristisch ist es ferner, daß die Stadt Sebastopol und daZ Gouvernement Esthland ihre Bettler sämmtlich versorgen und keine Almosen sammler (offiziell) auszuweisen haben, die Stadt Warschau (14,000 Bettler), die Gouvernements Livland und Kurland versorgen ihre Bettler mit nur geringen Ausnahmen, in Petersburg dagegen werden die beim Bettel Betroffenen, falls fie rezividiren und Fremdlinge find, auf dem Wege der .Etappe", also mit sämmtlichen Verbrechern und Gefangenen unter polizeilicher Escorte in die Heimath befördert. Die Vcrhandlungin über die Aushebung der genannten Maßregel sind eingeleitet. Zu bemerken ist noch, daß das Hauptcontingent der Bettler die zahlreichen Wallsahrer, die das Jahr durch von einem heiligen Ort zum anderen pilgern, sowie die .Pereselenzin", die Auswanderer, die ihre heimathlichen Dörfer verlaffen, um in Sibirien oder am Kaukasus ein besteres Unterkommen zu finden, ausmachen. Die Versorgung dieser Art von Bett lern fällt fast ausschließlich' dem Bauer zu, der eS stets für feine Pflicht hält, den .Christen-Menschen" nach Möglichkeit zu unterstützen. Philosophen-Tucll. Streitend gingen einst spazieren Sokrates und noch ein Weiser; Beide, groß im Disputiren, Stritten, bis sie schließlich heiser. Aus war Red' und Gegenrede, Aus nun das Duell der Geister. . Doch welch' Ende nahm die Fehde ? Wer wohl ward des Andern Meister? Da sie gleich berühmte Lichter, Haben Beide Recht, so scheint es ; Doch ein unpartei'scher Richter Logik heißt er der verneint eS. Diesen gilt'S zu respektiren. Sei du Laie oder Weiser : , Darum mußte der rcrlieren. Welcher ward am eh'sten heiser ! PH.Berke. Der Bild un gSv er ein. Frau: Was? Im Bildungsverein willst Du gewesen sein ? Mann (taumelnd): Ja woll ! Frau : Und da kömmst Du zwei Stunden nach Mitternacht heim, und in diesem ungebührlichen Zustand ? Mann : Ja woll ! Frau : Du lügst ja ! Von was hat denn der Vortrag gehandelt ? Mann: Der Vortrag? Von von ja, ick muß bekennen, ick habe den Vortrag nicht ganz capiren kennen der Mann der Mann sprach nämlich konstant in der neuen Ortho graphie, UN die is mich noch nich jtläu fig.