Indiana Tribüne, Volume 6, Number 17, Indianapolis, Marion County, 5 October 1882 — Page 2

Hndiana HriLune. ZZgNl)- und SoRtsgs;sLüe.

Of ;z S. Delnwnre tr. ',r'r .5 govonu-class matter ut the fostotuce al Indianapolis, IikIUiia.) $b$nned'.nl5-$rcife : faj;liAe-Rngflbf ... 12 .tt. PerVoche. iarttacujgri&e , . . . . . ö 1V.3. pKttnininct. ,de znfa'ninen Per che. 5T Da tatiHalt erschein! jeden Nachmit. lap ... ttttt .4 Uhr. Die :onnßßotxgab erscheint deS V!oraen5. Tribun9 Publishing Company. Indianapolis, Ind.. 5 Oktober .1382. a - Dekno5ratischeS 'Staats - TiSet. G . ! 'gär Stait.Sekre!Zr: - Willi a.N. M her k, lon Nadifor.. ' ftüreiaat2ubttor: .1-, L a nl c S.H. Riee, ton Floyd. Tfür Staat. Echaimeister: I o h n I. 6 o o p t x, von Marion ÄÜt taat3i54u!suptirtinbtnt: I o hn W.Hole ombe, von Porter. t ?sllr Sereral'Anmalt: ZF r a n'ei i' H'o r t, von Dartholomev. FÜr Elitkdee' ÄupremeEourt? Simon P. S h e e r i n, don Caß. ftür Richter be SuxrkMk'Eourt: , 1. Distrikt-W. S.Nib la ck. don Knor. 5.'"-" - ( o t'fl V. H ow k, von ffloyd. L. t l l en Z o l l a r ?, von Mtn. wJt . S,ldA.,;ik Für Richter: ; Aleranier C. Ah'reS. i 'rj .'Sr Otaat.nwaU : - - Frank M. Vr:ght. Zur Kongreß. 7. Ttflrtkt. William E.SogM, ' Daokrattscbks dpunipTlcfct. ' .. Senator. . Dr. W. B. Fletcher. . Repräsentanten: JesseWhitsit, i'? , ? 1 i w -r' Joön R. Wilson, z.ljlisha I. Howlünd, WilNam D. Bynun John C. Ferriter. " ' z.6ounty-?misiZre: I. Distr kt Richard Schncnr. c vrnrq winpcr. ri . i. . Josedb Lostin. (. y a ( " 1 ' SUl: V v ! W Äobert L. McOuat. Shkiiss: Daniel A. Lemon. .. Schatzmeister: Eli Heineh. , Auditor: 'J f T hornaS H. Litzenberg ... .... R. corder: Cornelius Kelley. , - Coroner: i Dr. C. N. Metcalf. 's - E?imwal:Nijter: . . .' , Plerce Norton. , Su''riorEourt Richter j : . L. Taylor, John A. öolman, . Frederick Heiner. Surveysr: D. B. Hoibrook. reytSfrage. Vor emem Jahre kam der Landbe flher Miller aus bei Umgegend von Omaha, Nebr., nach New Vork und schloß mit einem dortigen Bankier ein Geschäft. dahin ab, daß dieser sich end gültig verpflZchtete, ihm auf sein Land w Nebraslä, für welches der Eigenthü. imer die Urkunden bei sich hatte, ein Kapital von 510,00 darzuleihen. Dieses Kapital tollte mit 10 Proc. verzwZt uno nach drei Jahren 'zurückbezahlt werden. Die Ausrabluna sollte an den Bevoll ',möcht.iqlen des Grundbesitzers, der in Xt--ä !ct c in- ..cr-. jiw ijvzx. iuuynyui ciuicii, uuu zwar gegen Uebergabe des auszusertigendenind im Grundbuche von Dou glas Cö.vNebr... cinwtraaenden Svvothekenbriefes. Der DarlehensempfSnger relste zurück, ließ die Urkunde vorfchrllt wökia. .. usfertiaen und eintragen. schickte solche nach New $ork und erhielt sein Geld. Die Zinsen waren halb ? jahrlich zahlbar, der Schulduer zahlte die ersten fälligen Zinsen nicht und opponirte der gegen ihn erhobenen Klage: Das Darlehensgeschäft sei in New York ab ftfslrtftftl tnrtrVn titif? Vsrf n& V dort ailtiacn Gesetzen beurtheilt werden. Mrv.vv. UIU fe WWWV. WM VW.. im Staate New York seien 7 pCt. der höchste zulässige ZmLfuß und daS VerzinsungSoersprechen sei sonach hinfällig oder eventuell könne er höchstens ange halten werden, 7 vCt. Interessen m be zahlen. BundeSrickter McCraru bat dieser Tage entschieden : Die Parteien stimmen oarm uberem, daß dre Berab redung über das DarlebenSaesckäst in New Pork gemacht worden ist, mdeß X- v..J ot-r. v;.r. r .v nac;ueci nQiic oiezer eraoreoung muß man annehmen, daß das verabre.- . a . rr rr w rw . . ? oeie , eiqaji ui ourq usserttguirg, VT? AffltftlflMA (T)..fAtittA.llMA Im C2.V -uwuity uiiy, ociiuuiuuiuiiy iui Vijiuuuoucye und. viDjenDung des Hypotheken briefes ucrfcci aeworden ist. flene Ver abredung in New Vork trügt daher den uyaiuurc einer lipulauon, aus wel cher z. B. jeder Theil aus Erfüllung fc r a : i . wl ... .M yatte klagen können; das eigentlich iDarlebenLaescüZtst dan'eaen. wie ück sol . ches nach der Urkunde darstellt, ist erst mu Deren Äollziehung perfect geworden, ist sonach nach den Gesehen deS Staates NedraZka au beurtbeilen und ha diese Zinsen inHöhe von 10 pCt. sür zulässig erachte, so ist Beklagter Miller den entsprechenden. Zinsenbetrag zu bezahlen e..,: m . Utvlg. i i , . y - m m m Vonanza Farmen. Bekanntlich giebt es in Dakato Nie sensarmen, die der ungeheuren Erträge wegen, die sie ihren Besitzern gebracht . haben und der ausbeuterischen Art der Bearbeitung halber auch denNamenBo nanza Farmen führen. ' Die Idee, 3000 bis 4000 Acres auf einmal mit Wenen zu bestellen, gma von einem ehe maliaen Postmeister lnEincinnati, einem Herrn W. H. H. Taylor, au5, der jetzt Staatsdlt'llothkkar von Minnesota ist. Derselbe theilte sie vor der Panik dem

bekannten Speculanten Coole mit, der sie zzar sür sehr gut hielt, aber ander weilig zu stark in Anspruch genommen roar. Taylor sndte sich nach einander vekgeolich an A. T. Stewart, I. W. Mackay und andere Großcapitolisten und gab endlich seine Idee auf. Indes sen hatte Oliver Dalrympli von der Sachc gehört, und dieser, glücklicher als Taylor, brachte das nöthige Geld auf, um eine große Landstrecke zu kaufen und mit Weizen zu bebauen. Die Erfolge, die er erzielte, verschafften deM'Territo rium Dakota einen bedeutenden Ruf als Weizenland und lockten Einwanderer herbei. Durch die Preissteigerung, die in Folge dessen doö Land erfuhr, wur den Dalrymple und seine unmittelbaren Nachfolger reicher, als durch ihre großen Weizencrnten. Die Bonanza Farmen haben offen dar ihre beste Zeit hinter sich.'. Da sie schwer zu übersehen sind und Maschinen artig bewirthschastet werden, ohne Be rüclsichtigung der verschiedenen Boden Verhältnisse, so wird ungemein viel ver wüstet. Im Verhältnisse sind sie we sentlich weniger ertragreich, als die gszt bestellten Kleinsarmen, und da aus ihnen der Raubbau bis zu den äußersten Oren

zen getrieben wird, so ist . eine schnelle Erschöpfung des Bodens du unvermeld lche Folge. Den wirklichen Ansiedlern ind sie verhaßt, weil sie einen ungesun den Mitbewerb machen; der Kealerung deS zukünftigen Staates bereiten sie große Unbequemlichkeiten, weil sie große Schaaren nicht .seßhafter Arbeiterinocken.und em elendes Iproletartat schas en : den Eisenbahnen endlich sind sie unangenehm, weil sie die dichte Bested u na des Landes verhindern und einen ordentlichen Personen und 'Frachtver ehr mcht aufkommen lassen. , Sie wer den zertheilt erden und tausenden von Ansiedlern du Exiflenzmittel gewahren. Ihre Anlage ist für die Entwicklung deö Ackerbaues nicht ganz ohne Nujen ge Wesen, doch sind sie jetzt durchaus nach heilig und können dem Versau Nichten! gehen. Falsches Papiergeld. Augenblicklich ist in den verschiedenen Theilen des Landes auffallend viel sal schcs Papiergeld in Circulatkon. Der Kaisire? einer bedeutenden Bank in New Vork versichert im dortigen.Her.", eS ver gehe selten ein Tag, ohne daß mehrere alsche National oder StaatSbanknoten präsentirt würden'. Unsere Bundesregie ung verwendet große Summen auf die Geheimpolizei des Bundes, und Dteknt deckung der Falschmünzer, sowie der von hnen angefertigten Platten und Bank noten, resp, ihrer Schlupswinkel füllt einen großen Theil der Thätigkeit der Delectives aus. Bekanntlich gelingt es anen auch mitunter, Vorräthe falschen Papiergeldes, oder die Platten und Ma schmen zu entdecken, aber troddem nimmt das in Cirkulation befindliche. Papier geld mcht ab. Es ist sehr natürlich, daß die DetectiveS den einmal in Circulation befindlichen Falsistcaten ihre Ausmerksamkett nicht zuwenden, denn die AuS gäbe des falschen Geldes durch die viel fachen Cantle deS Verkehrs, bis zu dem Ansertiger desselben oder dessen Spießgesellen szu verfolgen, wird m den mei sten Fällen unmöglich sein. . . . . . . . i. ? - rp . i c r solange aver oic ucuiaiionoes iqi chen Geldes eine große ist, solange liegt ür die Fälscher die Versuchung nahe. sich mit der Fabrikation desselben zu be anen. Irin Mittel, Du tztrculatton zu beschränken, liegt außersrdentlich nahe. Jeder falschen Banknate, die im Bun desschatzamte oder in dessen durch das Land verbreiteten Bureaux präsentirt wird, wird Mittels eines Stempels der Vermerk "counterfeH" eingebrannt, und damit ist die Banknote dem Verkehr entzogen. Aus diesem Crunde sind die Leute in Betreff des Papiergeldes, wel ches sie' an die Bureaux Deö Schatzamtes bezahlen, außerordentlich vorsichtig, und höchstens ist es dann und wann ein klei ner Geschäftsmann, der bet der Bezah. lung von 'Bundessteuern eine geschickt gefälschte Note resp, deren Werth ver liert, die er selbst im besten Glauben an genommen hat. Wücde man daher alle National und Staatsbanken durch Ge setz anweisen, alle ihnen prüsentirten falschen Banknoten mit demselben Vermerk zu verleyen wie oas'sqaAamso rourorn Du Leute. tn d:r Annahme des Papier gelbes vorsichtiger werden, ein Theil des gefälschten Geldes würde aus dem Ver kehr verschwinden und schließlich' würde cS sich kaum mehr lohnen, falsches Pä piergeld zu machen. .' . Vcscheidene Erwarlungtn, Nach den Aeußerungen der Organe zu schließen, welche Sie jetzige franzößsche Negierung und en nicht gambettifllschen Theil der republik. Partei vertreten, sängt man in Frankreich den eigentlichen Ständler ägyptischen Vrage zu begrer fen an.- Man legt jetzt die Bersprechun gen Gladstcne'S so auS, daß England den europäischen Congreß erst dann zu sammenberusen werde.wenn eS demselben bereits seine, A bmachungen unter breiten könne. Großbritannien also, daS vergegenwärtigt man sich jetzt in Paris, wird erst da Verhältniß Aegyptens zur Pforte derartig regeln, dan der denEng ländern .zu Dank verpflichtete, d. h. unterthänige Khedive freie Hand erhält. Die europäifcheUeberwachung der agyp tischen Finanzen wird alödann selbstver ständlich durch die englische ersetzt, und das EensdarmeriecorpS, welches zur Aufrechterhaltung der Ruhe erforderlich m.von den Engländern gebildet werden. .Gegen diefe vollzogenen Thatsachen wird dann Europa nichts ausrichten können, denn die Engländer sind ja allein ver antvortlich sür die Ordnung in Ae gypten, welche sie allein wiederhergestellt haben. - Soweit ist Frankreich mit dem engli schenProgramm angeblich einverstanden, aber Trnps" und Siecle", dicOrgane des Minister und des Kammerprüsiden ten, lassen deutlich die Furcht durch

blicken, dag ErJbritannien mit einer

ScheinherrschJft ätcr Aecypten nicht zufrieden sein wird. Sie befürchten eine ganzilche Losrechung von der Türke: und die einseitige Besetzung des Suez. canalL. Darum suchen sie sich Muth zu machen, lnoem sie sich vorstellen,daßEng land unmöglich so dumm sein werde, seinen europäische Feinden , eine will kommene Handhabe zum Angriffe zu bieten. Nußland, meint Herr Duclerc, wartet nur auf eine Rechtsverletzung seitens Englands, um seine Besihungen am Schwarzen Meere zu . vergrößern. Es. verheimlicht kaum seine Borberettun gen und wartet nur aus einen Vorwand, aber England wird ihm .diefen nicht geV n V Crr i. - icn, m oies vlk leoererottnung Der onrntalischtn Frage bedeuten und die Stunde der Theilung des Türkenreichee schlagen würde. Deutschland, sagt da gegen Herr Brision, arbeitet schon seit Monaten darauf hin, sich eine vorHerr schenk Stellung m Kleinasien Zlu ver schaffen, und Bismarck brütet gegenwär tig über die Mittel... in Konstantinopel die Resultate von TelelKebir zu ver Nichten. Aber' die 'englischen Staats männer sind viel zu klarsehend u. s. w. Wenn sich nun - aber ' die englischen Staatsmänner weder' vor' der Wieder eröffnung der orientalischen Frage, 'och vor . Der Machtstellung.' Bismarck's ( in Kleinasien fürchten ; wenn . sicj darauf rechnen, daß Oesterreich den Ruffen nicht, nach., .Konstantinopel marschiren rr. '.i-?v' v rs ...ir jl ? e lajjcn mtro uno Äj?mjianu ia,i(icinasien nichts zu suchen hat; wenn sie sich, mit anderenWorten,"mit den Opmächten verbünden, um Frankreich vollends vom mittelländischen Meere zu verdrängen, dann werden die Herren Franzosen hos. sentlich einsehen, daß sie große Esel wa ren, sich vonBismarck nachTunis schicken und aus Alerandna fortscheuchen zu lassen. " ; I) Ein klnges Baby. In Atlanta, Äa., hat dieser Tage ein kleiner Roman sich abgespielt. ' Die c schichte ist in ähnlicher Art schon ost dagewesen und durchaus nicht sensationell, aber sie ist wahr und hübsch. : Ein jun rer Mann hatte sich in em, junges Mäd chen verliebt; das. kommt, vor. Das junge Mädchen hatte sich in den jungen Mann verliert, das kommt auch vor. Die Eltern des Mädchens waren reich, aber sie wollten ihre einzige Tochter kei nem Manne geben, der vorlausig nichts hatte, als den guten Willen, einen Haus stand auf sehr bescheidene Weise zu süh ren -und es mit der Zeit vielleicht auch einmal zu etwas zu bringen.- .Das junge Mädchen hatte ihre Eltern, lieb, ihren Schatz noch lieber, aber beide sahen sich nur selten und. insgeheim. , Das .machte ihrer Liebe nichts auS und als der junge Mann eme Stell? erhielt, die ihm ein anständiges Einkommen sicherte, wurde es ihm nicht allzu schwer,' die Geliebte zu überreden, daß sie sich auswärts mit ihm trauen' ließ und, nach Atlanta zurückge kehrt, seine Wohnung theilte. . Den El tern gegenüber blieb jede Bitte um Ver gebung erfolglos. Das, Glück der jun gen Leute wurde durch die. Geburt eines reizenden MädchenS erhöht,' aber auch die Versuche, sich den Eltern zu nähern, welche bei dieser Gelegenheit gemacht wurden, scheiterten an dem starren Sinne des Vaters.' So herrschte in dem einen Haushalt nicht das ganze Glück, welches der Frieden mit d?n Eltern vervollstän digt haben würde, und in dem anderen Hause fehlte alles Glück.', Dieser Tage sprach eine allere Dame', welche die jungeJrau von demHause ihrer Eltern her kennt und ihr ihre Zuneigung bewahrt hat, in der Wohnung der letzte ren vor, fand aber nur daS Baby und besten Wärterin anwesend. Ein guter Gedanke durchzuckte sie wie ein Blitz. Sie verständigte sich mit der Wärterin, beide sleideten das Kind an und die Dame nahm es aus ihren Armen mit sich fort. An einem eleganten hause zog sie die Klingel, und' die- Großmutter ' des Kindes öffnete selbst der alten Freundm. DaS Kind lachte der freundlichen Dame entgegen und : streckte die Aermchen nach ihr auS. .Welch' reuendes Kmd Du da hast, sieh nur die Grübchen, wenn eS lacht, und du kleinen seidenweichenLocken und die himmlischen Augen und die klei nen runden Finger, mit denen es mir die Nase abreißen will." Da trat auch der Großvater m's Zimmer und nach Begrüßung deS Gastes auf seine Gattin zu. Laut aus jauchzte: das Kmd vor Vergnügen, als es den fremden Mann sah, und als dieser es aus seine Arme nahm und es schaukelnd im Zimmer auf und ab tänzelte, da wußte das Baby sei. ner Lust kem Ende. .Das ist ein Engel von einem Kinde, sägte die Groß mutter aber sage mir; wessen Kind ist es.- .Das KindDelner Tochter. Die Großmutter sank .'auf -einen Stuhl und führte , das Taschentuch vor, die Augen. Der Großvater .drückte das' Kind noch inniger an die Bruft und wandte sich ab, ein paar Thränen nicht sehen zu lassen. Der Wägen mußte die Tochter und den Schwiegersohn herbeiholen, ' und vier Menschen waren so glücklich, wie noch nie in ihrem Leben. Das Baby aber'wurde gar nicht 'müde und schien am glücklich sten von Allen zü sein. , ..:; Die Ver. S t a a t e n . e r z e u - gen noch immer Gold im Werthe von durchschnittlich Z0"Millionen Dollars'im Jahre und wenn die Ausbeute deffelben auch im Abnehmen begriffen ist, so wird es doch immerhin noch eine ziemliche Reihe von Jahren dauern' bis unsere Goldgruben nahezu erschöpft sind. . In hohem Grade erschöpft sind jetzt - schon die Goldgruben inOstindieo, Australien, dem Caplande, Mittel und Süd-Ame rika, während die des Ural und Altai in Sibirien nie . in ähnlichem Grade er giebig waren, wie unsere. Noch ganz unerschöpst ist 'die Goldküste am Golse von Guinea im tropischen Afrika, aber das dortige Klima ist für Weiße Verderb lich, und die dortige Neerbevölkerung hat viel zu wenig Bedürfnisse, um die dortigen Goldlagir energisch auszubeu ten.

Vorn Inlandf. Beiden Stromjchnellen Dalles im Flusie Oregon ist kürzlich eine Maschine aufgestellt worden, we!cbe .Schnecke- genannt wird und, vomWas ser getrieben, die Lachse Salmon hundertweise einschöpft und durch eine Rinne an's Land wirst, wo ihnen ein Strick durch beide Augen gezogen wird, womit sie dann an ein leeres Faß be festigt werden und stromabwärts nach den Packereien schwimmen. Die Ma schine fängt bis zu 6000 große Fische in der Stunde und deschäoigt dabei du kleineren' Fische mehr oder weniger, wel che umkommen, und verhindert daö Lai chen s.ast. aller Weibchen. In wenigen Jahren muß auf diese Weise der Sal

monfang zu Grunde gerichtet sein. ES wird freilich ein Verbot der Legislatur gegen die Maschine in Anregung ge bracht ; aber die Eigner haben Mittel genug, das Vtrbot em paar Jahre abzu wehren. . . DenSchkußderVorstellung in einem Circus in Hot Spring?, Ark., bildete der Kamps eines ungewöhnlich starken Negers mit einem riesigen Baren. Das Thier ist dressirt und der Farbige sowie' Meister Braun haben, sich in. vie len Vorstellungen vorher nie sonderlich weh gethan. An jenem Abend abr schien der Bär schlecht aufgelegt zu sein, aüs dem Scheinkampse würde Ernst, der Ne ger blutete aus zahlreichen Wunden, und nur durch riesige Anstrengung gelang es ihm endlich, den B2r, in seinenttäsig zu rückzubringen. Das Pudlicum war 'mit größter Spannung dem aufregenden Schauspiele gefolgt und brach schließlich in einen Sturm von Applaus aus.' Der Negcr, der auf den Tod erschöpft war, erschien wieder und wieder in der Arena, . w m vcrveuare naz oanrcno. aoer oas uoil cum hörte nicht auf zu brüllen und zu johlen, nnd zahlreiche Stimmen schrieen hin und wieder, den Circus nicht eher zu verlaffen, als bis. der Kampf wiederholt worden fei. Da erschien , der' Farbige miedet mit',' einem Paquct unter dem Arme und verbeugte sich. Da Publi cum glaubte,' es stehe eine'Ucberraschung bevor,-' verhielt' sich sür einen Moment ruhig, brach aber, als Der Neger Miene machte, sich zurückzuziehen, wieder in den Ruf nach Wiederholung des Kampfes aus. Nun schnitt der Farbige ras Pa quet auf und . zahlreiche Bienen, siogen aus' solchem im Zelte umher; daS letztere leerte sich 'sehr geschwind, und einzelne Zuschauer schnitten' Löcher in du Zelt wand, um sich schneller vor den gereizten Bienen in Sicherheit zu bringen. Der T a r i f c o mm i s s i o n ist, während dieselbe sich aus ihrer Spritz tour durch . Nord'Carolina befand, ein Gesuch, der Dortigen Peanutbauers.'zu gegangen, eine Erhöhung deö Schutz zollö auf afrikanische Peanuts zu befür Worten; der gegenwärtige Zoll auf letz, tere' beträgt einen halben Cent pro Pfund. I n I a ck s o n M i s s., h a t t e n die ser Tage Goß und Hill ein Duell mit tels Ochsenpeitschen auSzufechten. ' Die Kämpfer waren durch Linien, die sich acht Fuß auseinander befanden und die sie nicht, überschreiten dursten, von ein ander getrennt und bis aus .die Hüften entkleidet. Drei Stunden dauerte der Kampf ; die Duellanten waren sürchtcr lich zerfleischt und auf den Tod erschöpft, keiner wollte aber zugeben, daß er über wunden sei, ' Der ' Kampf ' wird,' wenn die Wunden geheilt sind, sortgesetzt wer den..'-Die, Damen in Jackson sagen, sie hätten nie 'einem, schöneren Schauspiel beigewohnt. . ,.. . : ; ; : ' i Einungem üth liches: Erwa chen hatten Ende voriger Woche die In soffen des Hendrickö'schen Boärdlng" Hauses .in Philadelpha. -Das HauS, ein dreistöckiges Ziegclgebüude, stürzte srüh 4 Uhr in sich zusammen, und die Bewohner fanden sich neben oder unter ihren Betten, unter Schutt und Gebälk im Killer wieder. ' ' Wunderbarer Weise wurde Niemand getödtet oder tödtlich verletzt und nur der Zustand einer Frau Roach -ist Besorgniß erregend.' Man hielt daö Haus schon seit 15 Jahren, zu welcher. Zeit eine an dasselbe .stoßende Knovffabrik abbrannte... für baufällig. Vor 14 Tagen war dem Besitzer.Nathan' Petllt m Jönkintown, von dem Bauamte aufgegeben worden, für Räumung' und gründliche Reparatur des Hauseö zu sorgen, es war abe.r seither natürlich nichts geschehen. . S i e be n''M 5 t d 1 1 - h alt n 'in diesem Monat in Eatonton, ' Ga., den Galgen zu zieren. - 4 ." :, Von den jung en Leutendie sich zum Eintritt in den Dienst auf dem Schulschiffe Minerva" anmelden, müs sen, neun Zehntel wegen körperlicher Ua tüchtiakeit ' abgewiesen,' werden. Ein rrauriges Zeichen, nicht' sowohl dasür. daß unsre Jugend' im Augcmtinen sich jetzt weniger krästig entwickelt, als viel mehr dasür, daß in der großen Metropo lis zahlreiche Kinder aufwachsen, ! die in früher Jugend der erforderlichen Pflege und später, zweckmäßiger Nahrung er mangeln. ' Im Großen und Ganzen hat sich die Entwickelung der Jugend vcrbcs sert, das beweisen, um bei der militäri schen Ausbildung zu bleiben die Listen die,in.AnnapoliS undWest Point über Alterund Körpermaße der Eintretenden geführt "werden. Diese, jungen Leute kommen auS Schichten dcx Gesellschaft, die im Stande sind, bester für , die , kör pcrllche Ausbildung ihrer Kinder zu sor gen, als die Eltern derjenigen, die sich zum Dienste 'auf den Schullchiffen mel den.'- Theils durch das Verschulden' der Eltern, theils unter dem Drucke der Verhältnisse werden diese Kinder . ver nachlässigt. Hier ist ein weites Feld für. daö Wirken der inneren Mission; wür den alle die Summen, die man jetzt die ser, sowie der . äuSwärtigen . Mission opfert,, auf diesem Felde vcrnül.stig auS gegeben, so kann unendlicher Segen ge' schaffen weidend . . In höchster Instanz ist in Illinois vorige Woche ein Prozeß dahin entschieden worden, daß die Eisenbahn Commission jenes Staate's, resp, die Legislatur, von welcher diese Körper

schosl ihre Macht erhalten bat, das Recht hat, die F:achtrat?n von irgend nem Punkte im Staate JllinvlZ kkguliren. Äon den Klägern war ac!. tend gemacht orden, daß die Ausübung ein solchen Gewalt der Bundesverfas sung widerspreche. Es handelte sich in diesem Falle darum, daß die Frachtraten von Gilman nach New Vork 66 Procent höhe? waren als die von Pcoria nach New'Vork. obgleich Peoria 86 Meilen weiter von New Vork entfernt ist. DaS Gericht nannte solche Forderungen un sinnig, ungerecht und unverschämt und sprach seine Meinung dahin aus, daß die Commisiäre das - Recht hätten, solchem Schwindel ein Ende zu machen'. . Ellw.o.od Coop er in Santa Barbara, der bedeutendste OlivcnPlan togenbesitzer in Kalifornien, hat auf ei nem Theile seiner Ländereien, der mit achtjährigen Oelbäumen bestanden ist, in diesem Jahre 2GC0 Gallonen Oliven geernt t ; diese ergaben 250 Gallonen Oel,' und letzteres ist zu dem Preise von $5 sür die Gallone gesucht. Dieser Ertrag ist nur unter den günstigsten Be dingungen und in den fruchtbarsten Jahren möglich, aber ''trotzdem ist der Anbau von Oliven, außerordentlich loh nend. Der Oelbaum trägt ziemlich regelmäßig ' bis in sein höchstes Alter und bedarf keiner Vcwafftrung. In K!e:nAsicn giebt eL Oelbäume, deren Alter auf 1,20v J..hreeschötzt wird.

.'" t 4 4 ciei Don aufkante. Es ist bemerkenwerth, daß diejenigen Orte in England, nach weichen FamMen ihre Namen führen, keine' großen Städte sind, sondern mei stens kleine Ortschasten. - London zum Beispiel ist ein seltener Beiname. Die Namen Bristol und Pork, die zwei nächst folgenden mittelalterlichen großenStädte sind nur selten vertreten, und selbst Lin coln, obschon durch die Person des Mürtyrerpräsidenten berühmt geworden, ist weit entfernt von Häufigkeit. Ande rerfeits giebt es kein noch so geringsügi geS Dörfchen in England, das nicht zu einem Familiennamen Anlaß gegeben hätte, und viele dieser Eigennamen sind jetzt durch eine große ' Zahl von Män nern überall verbreitet. . Der Eid er Canal, w e l cher die Bucht von Kiel, also die Ostsee, mit dem Eiderfluffe, also der Nordsee verbindet, soll. so erweitert und verlies! werden, daß er den größten Kriegsschls sen den Durchgang gestattet. Die Ko sten des. Baues sind auf mehr als siebzig 'Millionen Mark veranschlagt, und all. Pläne dazu sind seit 1872 fertig.-' Man hat die Kosten gescheut", so lange daö Geld auS der französischen Kriegsent schädigung leicht flüssig zu machen war. Jetzt, da die 'ReichSsinanzeii keineswegs glänzend stehen, soll aus einmal mit aller Eile der Bau angegriffen werden. Denn im Falle eineS deutschen Krieges mit irgend einer Seemacht könnten die See Wege sür du deutsche Flotte durch der 'Sund und beide Belte leicht versperrt werden.' Lamson, ein englischer Mörder, versicherte seinLeben für 55000. und zwar unmittelbar bevor er daö Ver brechen beging, für. das er gehängt wurde.. .-Er hatte nur eine Prämie be zahlt, und ehe er vcrurtheilt wurde, gab er seinem Advokaten .statt der Gebühren die Police.' Laut einer Entscheidung deS Hauses der'LordS war eS fraglich, ob der Contract gültig sei, und bis vol Kurzem -würde -jedeS etwaige Jntereffe Lamsön'S an der Police der Krone zu gefallen sein. Da aber Lamson's In tereffe von dem Marktmerthe der Police , abhing,. der wieder, erst durch seinen Tod geschaffen wurde, so hatte er bei Lebzei ten kein Interesse, welches die Krone hätte beschlagnahmen können. Der ver Wickelte Fall wurde einfach dadurch bei gelegt, daß die VersicherungSgesellfchaft freiwillig die 55000 an den Advo taten -zahlte..- ' ; ' ' - D i e M o'd e h u n d e. W i e i n Frankreich ' die Regierungen gewechselt, so-die Mode,' und mit der geänderten Mode hat auch jedesmal eine andere Hunderasse ihren Einzug in daö Boudoir und aus die Causeuse der Hauöherrin ge halten. Zur Zeit beherrscht der ,Blen heim- die Mode. Der Blenheim ist ein winzig kleiner' Seigneür in Weiß und Feuerroth, der sich mit liliputischenPföt chen auf das Seidengehänge der Ohren ' , , , ' i ' c mr " r . . ! Ml!. - A0N Avrunsl em nglanoer, war er lange Zeit ausschließliches Eigenthum der LordS Blenheim, welche dann und wann einen .Angehörigen seiner Raffe einer Fürstlichkeit als fürstlkches Geschenk boten. Erst in neuerer Zeit sind sie auS dsr Gefangenschaft . im englischen Grv senschloffe entwichen und wcgen ihrer Winzigkeit und Kostbarkeit rasch Lieb linge der Pariser aristokratischen Frau enwelt, welche'alleS' Kostbare liebt, ge worden. Ein purpurnes oder königS blaues Halsband -'mit wappengeziertem Medaillon, im Hause auch pauschige Bandschleifen ist ihre tenue dc Ceremonie." Der Auegang wird nur in einem parsümirten Atiaskiffen unter nommen,. welches die Herrin selber an Bändern trägt. Die' echte Pariserin ver traut eher während ,, einer. Ausfahrt die Kinder den Gouvernanten und Bonnen an,' als ihrenBlenheim den Händen eines Dieners.'.' ;: : . ' i . i ' , --7 il.eb er das Ho ch was ser in Tirol wird' aus Wien unter'm 0. Sept. berichtet, daß dasselbe aus der Südbahn strecke und zwar' aus ' der Pusterthaler Linie furchtbar gewü!yet hat ; dieSchä den, die es daselbst angerichtet, werden kaum ' vor einem Monat zu ' beseitigen sein. Vorläufig ist der Bahnbetrieb auf der Pusterthaler Linie sür den Personenverkehr theilweise. für den Frachtverkehr vollständig eingestellt. Der Frachten tranSport wird, nach den eingelaufenen Meldungen, selbst hei allen Anstrengun gen, welche die Direktion zu machen be müht sein wird, fast sechs Wochen flocken, nachdem der Mittelpseiler der. Drau brücke bei Dellach von den Wellen weg. gerissen wurde und,, wie eS in den De

ö'schen der dortigen Stationschefs heißt, spurlos verschwunden ist. 2L:it:r wird gemeldet, daß Arbeittträfte absolut nichxzu bekommen seien, weil die armen, durch . das Hochwasjer ebenfalls stark beschädigten Gemeinden alle Arbeiter für sich i7, Anspruch nehmen, und der Versuch, Sol daten zu den nothwendigstenArdeitcn her anzuziehen, gleichfalls vergeblich war. AuS. der Station Nikolsdorf wird bc richtet, daß diese Station durch die DrauHochwasser vollkommen .einge schloffen und unnahbar" sei. Zwischen Dellach und Lienz ist derzeit keinerlei Bahn' oder Straßenverbindung vor Handen, so daß man den Weg entlang der seitlichen Gebirgslehnen zurücklegen muß. Die gleichen Verheerungen, die der Austritt der Drau anrichtete, werden auch auL der Gegend bei Thal durch den Austritt deö ThalerbacheL gemeldet. Aus den Südtiroler Linien sind es vor Allem die Beschädigungen bei Blumau, Mattarello, Calliano und Trient, welche jeden Verkehr absolut unmöglich machen. Der Bahndamm zwischen Lavis und Trient ist durch den Ausbruch des Etsch. fluffes, welcher die Bahn stellenweise ci nen' Meter hoch übersiuthet, an drei Or ten durchbrochen.' Aus Bozen wird ge meldet: Wiederholte Wolkenbrüche und der in Südtirol seit mehreren Tagen ununterbrochen andauernde Regen ver Ursachen ein derart rapides Steigen und Austreten der Gewässer, daß hierdurch mehrfache Verkehrsstörungen aus der Bahnlinie MeranBozenTrient hervorgerusen wurden. Viele Dämme sind bereits durchbrochen, Brücken wcggcris sen, auch die Telegraphenlinie ist zer stört. Trient selbst erscheint förmlich iso lirt. Nach später in Wien eingegange nen Nachrichten war der gesammteZugs verk:hr in den Strecken Brixen-Ala und SachsenburgFranzenöfcste eingestellt. In s r a n z ö f i s ch e n I o u r nalen wird gegenwärtig viel über den Werth der Schnecken als Nahrungömit tel gestritten. Es wird bemerkt, daß die Schnecke (Ilolix promaditt) sehr nahr haste Eigenschasten und Bestandtheile besitzt, die es der Mühe werth erscheinen lassen, daß man ihnen mehr Ausmerk samkeit zuwende, als es bis jetzt der Fall gewesen. Eine Analyse durch den be kannten Chemiker Payen beweist, daß die Schnecke 70 Prozent Wasser, 15 Proz. Nitrogen. 9 Pröz. Fett, 2 Proz. animalisches Salz und 7 Proz. andere Be standthcile enthält. Die alten. Römer waren über diese guten Eigenschaften der Schnecke wohl unterrichtet und gebrauch sie auch, als ein reizvolles Heilmittel ge gen Appetitlosigkeit, in demselben Maße, als wir heutzutage Caviar oder Austern cssen ; auch hatten sie eine spezielle Art sür deren Zubereitung. Von Italien wurden sie nach Frankreich transportirt. Sie sind auch jetzt noch in Böhmen eine Lieblingsspeise und man sindet sie, vor trefflich zubereitet, in den besten Restau rationen in Prag. deutsche Loeal-NaeZiNL ten. Hornd er g (Baden). 12 Sept.

Bankdircctor Paul Mannbard. Cassier Gustav Hindenlang und Vcrwaltungsrath Emil Hindenlang von der hiesigen Gewerbebank wurden unter Verdacht der Unterschlagung von Kaffcngeldern zum Nachtheil der Gewcrbebank Horn derg verhastet und eingesperrt. Leopoldöhall, ö. Scpt. Im Auftrage der herzoglichen Regierung zu Deffau wird der praktische Arzt Dr. Es leben hier gratis einen Cursus der vom Geh.' Medicin alrath Graf Dr. ESmarch in Kiel in's Leben gerufenen sogenann ten Samariterschulen eröffnen. Eisenach, 10. Sept. In vervi chener Nacht ist in unserem Oberlande das Städtchen Kaltennordheim durch ein großes Schadenfeuer Heimgesucht wor den; es brannten der Gaflhos .zum Hirsch, das Rathhaus und noch vier Häuser nieder ; Entstehungsursache des Feuers noch unbekannt. Kaltennord heim hat im Jahre 1858 zwei -große Brände zu bestehen gehabt, die den hal ben Ort in Asche legten; seitdem war eS neu erstanden' und hat sich recht günstig entwickelt. . Stuttgart, 12. Scpt. DaS kgl. Landgericht verurteilte heute den Wei chnwärter Forstner von Eßlingen wegen fahrlässiger Gefährdung eines Eisen bahnzugS und fahrlässiger Tödtung zu einer Gefänanißstrafe von 1 Jahr und 2 Monaten. Derselbe hatte am 4. Juli d. I. in Eßlingen unterlassen, dieWeiche zu ziehen, nachdem ein Güterzg in den Bahnhof eingefahren war. In Folge dessen lief der von Stuttgart kommende letzte Personenzug aus den Güterzug'ein, wodurch ein Hilföwagenwärter getödtet und der Lokomotivführer des Güterzugs verwundet wurde. L ü'k) o w, 11. Sept. Dem Sstller Schulz in Elcnze und dessen Ehefrau, welche am 9. d. M. ihre goldene Hochzeit gefeiert haben, ist vom Kaiser und Kö' nige eine Medaille verliehen worden. H o y a, 13. Sept. Im Wartcsaal deö StadtbahnhofeS zu Bremen wurde der in Hoya ansässige frühere Bahn meiste?, jetzige Schreiber Karl Paulscn, gebürtig auS Lüneburg, plötzlich' vom Schlage gerührt und starb. "Schönedeck. 11. Sept. Gestern feierte in der hiestgen Kirche der Zweig verein der evangelischen GustavAdolf Stiftung für den Kreis Calbe fein dies jähriges Jahreöfest. Die Fcstpredigt hielt Herr Superintendent Faber aus Manöeld, designirt sür den Oberpfarrer und Superintendenten in Bitterfeld; den Bericht über die Thätigkeit deS Ver ein5 lieferte Herr ConsistorialratbSchott aus Barby. Aus dem Langen salzaer K r e i s e, 8. Sept. Die Ernte derHalm srüchte wird in wenigen Tagen .beendet sein. Der Roggen hat zwar hier, und da etwas durch Auswuchs gelitten 'zu meist jedoch war dieser Verlust kaum nennenöwerth. Die Anzahl her Schocke pro Morgen war durchschnittlich fünf. Diesem günstigen Ertrage, gegenüber kann die gegen das vergangene Jahr etwas geringere Scheffelzahl 3 berliner